Rr. 140. Samstag den 20. Juni 1891 evfööttt tSglich. titit ßalnc^mt des RontagS. Wt S4e-«ner gki*«it*ir«tue «eoden dem Avzeißtt WÄch«rlich drei ML L frtigeUgt Gießener Anzeiger Keneral-Unzeiger. BlettKtA^hg« >hR«nmtUnc v—/ KgZmFSSStiüttBMU-- ^MIW 'H Alle annaactiuBttttau? des In- und Luslmides ut|we Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" «ttgeg«. BRHHHHeBÄMmHeeeeBeeeeeeB Anrtlichev Theil. Bekanntmachung, betreffend die Ernennung von Experten in Brandversicherungsund Entschädigung- -Angelegenheiten. ES wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß an Stelle des auf sein Nachsuchen von seinem Amte entbundenen Experten Maurermeisters Georg Dietrich von Langd für die Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen n Cf der Bezirksbauaufseher Listmann von Hungen zum ständigen Experten in Brandversicherungs- und Brandentschädigungsangelegenheiten ernannt und verpflichtet worden ist. Gießen, 17. Juni 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Betreffend: Wie vorstehend. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der vorgenannten Gemeinden. Unter Hinweis auf die vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, den betr. Experten künftig zu den fraglichen Dienstverrichtungen zuzuziehen. v Gagern. Deutsches Reich. Darmstadt, 18. Juni. Das heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 16 enthält: Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, die einer erhöhten Feuers- oder Explosionsgefahr unterliegenden Gebäude betreffend. Vom 4. Juni 1891. Berlin, 18. Juni. Der „Reichsanzeiger" schreibt: „Der Zusammensturz der Eisenbahnbrücke über die Birs im Zuge der Schweizerischen Jurabahn ist geeignet, im Publikum Beunruhigung hervorzurufen. Mit Recht wird man die Frage auswerfen, welche Maßnahmen für bie deutschen Eisenbahnen getroffen sind, um solche Unglücksfälle thunlichst zu verhüten. Wir sind in der Lage, hierüber Folgendes mitzutheilen: Da es an Erfahrungen über die Dauer eiserner Brückenbauwerke mangelt, so kann eine Gewißheit über die unverminderte Widerstandsfähigkeit derartiger Con- structionen nur dadurch erlangt werden, daß dieselben regelmäßig wiederkehrenden Untersuchungen und hiermit zu verbindenden Probebelastungen unterworfen werden. Dabei kann es gleichgültig sein, ob die Widerstandsfähigkeit der Con- struction mehr durch mechanische oder mehr durch chemische Einwirkungen ungünstig beeinflußt wird- immer wird sich aus den bei der Probebelastung beobachteten Durchbiegungen der einzelnen Träger ermitteln lassen, ob und inwieweit die Trag- sähigkeit derselben, sowie der übrigen Constructionstheile etwa eine Einbuße erlitten hat. Auf den deutschen Eisenbahnen werden deshalb auf Veranlassung des Reichs-Eisenbahnamts schon seit dem Jahre 1883 die größeren Brückenbauwerke, namentlich die eisernen Brücken, neben der alljährlich vorzunehmenden allgemeinen Prüfung des baulichen Zustandes der Eisenbahnen, in bestimmten Zeitabschnitten nach den vom Reichs-Eisenbahnamt vorgeschriebenen Bestimmungen einer sorgfältigen besonderen Untersuchung unterworfen, welche sich auf den betriebssicheren Stand sowohl des Mauerwerke, als auch des eisernen Ueberbaues erstreckt. Bei den mit diesen Untersuchungen verbundenen Probebelastungen der eisernen Constructionen werden außer den Durchbiegungen der Träger bei ruhender und bei bewegter Last auch die unter der Einwirkung der Verkehrsbelastung etwa entstandenen bleibenden Einsenkungen, sowie ferner bei Bauwerken mit größeren Lichtweiten die Seitenschwankungen festgestellt. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden nach vorgängiger Sichtung bei den betreffenden Verwaltungsbehörden im Reichs-Eisenbahnamt einer eingehenden Prüfung unterzogen. Wiederholt haben diese Prüfungen im Laufe der Zeit nicht allein zu Verstärkungen einzelner Theile, sondern auch zum Umbau ganzer Constructionen geführt. Auf den deutschen Eisenbahnen wird mithin den Brückenbauwerken diejenige Sorgfalt zugewendet, welche deren fortdauernde Betriebssicherheit nach Möglichkeit gewährleistet." Neueste tlad>rid>fen. WolffS telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 18. Juni. Abgeordnetenhaus. Der abgeänderte Gesetzentwurf, betreffend die Vorausleistungen zu den Wegebauten, wurden in der Fassung des Herrenhauses angenommen. Die Wahl Conrads ^Graudenz) wurde giltig erklärt. Alsdann folgen Verhandlungen über Petitionen. Nächste Sitzung Samstag 12 Uhr. Berlin, 18. Juni. Herrenhaus. Etatberathung. Graf Hohenthal gibt einen Rückblick auf die Landtagssession und wirft dabei dem Minister Herrsurth vor, Politik auf eigene Hand betrieben zu haben. Ministerpräsident v. Caprivi erklärte hierauf, Gras Hohenthal werde mit dieser Behauptung in diesem Hause ziemlich allein dastehen, denn Minister Herrsurth habe niemals Politik auf eigene Faust betrieben ; bei jeder neuen Phase habe sich stets das Staats-Ministerium schlüssig gemacht- die Consequenz des Falles Herrsurth wäre also dann auch der Fall der anderen Minister. Finanzminister Miquel erklärte, die Finalabschlüsse des laufenden Jahres mahnten zur Vorsicht, trotz eines Ueberschuffes von 12.632,136 Mk. in diesem Jahre werde in Folge der steigenden Ausgaben bald überhaupt kein Ueberschuß vorhanden sein. Die Finanzverwaltung hinge am meisten von der Eisenbahnverwaltung ab, welche Gesammt- Mehrausgaben von 62 Millionen ergab, welche auch dauernd sein würden. Hierauf wird der Eisenbahnetat genehmigt. Bei Berathung des Cultusetat vertagte sich das Haus aus morgen Freitag zwei Uhr. Berlin, 18. Juni. Nach den „Berl. Polit. Nachrichten" wird die Reichsrchierung in dem nächsten Etat eine Vermehrung der Staatslotterieloose Vorschlägen. — Wie die Stettiner „Ostseezeitung" hört, werden der Minister der Finanzen Dr. Miquel und der Minister für Handel und Gewerbe Frhr. v. Berlepsch am Montag den 22. dss. Mts. in Stettin eintreffen und die Hafen an lag en besichtigen. Sodann werden sie mit den Spitzen der betreffenden Behörden und den Vorstehern der Kaufmannschaft nach Besichtigung des „Vulcan" mit dem Salondampfer „Freia" eine Fahrt nach Swinemünde unternehmen, um aus derselben über die beabsichtigte Vertiefung des Fahrwassers sich an Ort und Stelle zu unterrichten. Berlin, 18. Juni. Seitens der Familie Moltkes werden aus der in ihrem Besitze befindlichen Hinterlassenschaft und aus den ihr verfügbaren Mittheilungen die gesammelten Schriften und Denkwürdigkeiten Moltkes in der Mittler'schen Hosbuchhandlung herausgegeben. Dieselben umfassen die Auszeichnungen zur Lebensgeschichte, vermischte Schriften, darunter eine kurze Geschichte des Krieges 1870—71, Briese und Personal-Miitheilungen. Berlin, 18. Juni. Amtlich wird bestätigt: Generalmajor Gras v. Wedel, dienstthuender General ä la suite Sr. Majestät des Kaisers und Königs, ist zur Dienstleistung in das Auswärtige Amt berufen. Meran, 18. Juni. In Folge des Durchbruchs des Eis-Sees zwischen Langen und dem Zufallsferner zerstörte die hochangeschwollene Peimabach in Gand sieben Gebäude und mehrfach den Thalweg. Paris, 18. Juni. In der heutigen Sitzung der Depu- tirtenkammer gelangte eine Creditvorlage^, welche zur Bekämpfung der Heuschrecken-Jnvasion in Algier anderthalb Millionen Francs forderte, zur Annahme. Sodann wurde der Gesetz-Entwurf, betreffend die Ermäßigung der Getreidezölle, berathen. Die Kammer beschloß, um eine Verständigung mit dem Senate zu erzielen, den Termin für das Inkrafttreten des Gesetzentwurfs auf den 10. Juli sestzusetzen. Lyon, 18. Juni. In Folge einer Unterredung mit dem Maire bewilligten die Directoren der Pferdeeisenbahn- Gese l lsch aft die Forderungen der Strikenden. Der Ausstand kann als beendigt betrachtet werden. Basel, 18. Juni. Bis heute Mittag beträgt die Liste der Vermißten 48, darunter Ernst Himmelreich-Brünn, Emil Strendel-Ludwigsburg. Die offizielle Todt en liste weist 70 Personen auf. Im Laufe des Vormittags konnte der Gepäckwagen nach dreimaligem Reißen der Krahnketten gehoben werden', wodurch die darunterliegenden zusammengedrückten beiden Personenwagen frei geworden sind. Bis Nachmittags 2 Uhr wurden weitere vier Leichen gehoben. London, 18. Juni. Ihre Majestäten der Kaiser Wilhelm und die Kaiserin AugustaVictoria werden während ihres hiesigen Aufenthalts die großen Räume des Schlosses zu Windsor bewohnen. Da das Gefolge Allerhöchstderselben ein sehr zahlreiches ist, sind 30 Räume in einem benachbarten Hotel für dasselbe bestellt. Stockholm, 18. Juni. Bei dem gestern zu Ehren der Mitglieder des internationalen Eisenbahn-Con- gresses aus den Hasselbacken stattgehabten Diner brachte Generaldirector Cronstedt einen Trinkspruch auf die fremden Monarchen aus. Hofrath Seling (Oesterreich) erwiderte mit einem Toast auf den König Oskar. Oberdirector Almgren begrüßte die ausländischen Mitglieder. Die nächste Conferenz wird im December zu Düsseldorf abgehalten. Madrid, 18. Juni. Dem „Imperial" zufolge ist der Attentäter, der gestern die Schildwache am Palais Aranjuez ermordete, ein in Folge Kummers und erlittener Widerwärtigkeiten irrsinnig gewordener Priester. Columbus (Ohio), 18. Juni. Die republikanische Partei stellte Mc-Kinley, den Urheber der bekannten Tarif-Bill, zum Gouverneur-Candidaten des Staates Ohio auf. Cocales und ^vovinzrelles. Gießen, 19. Juni. — Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberhesseu am 18. Zuni er. Zur Verhandlung kam die Strafsache gegen Johannes Rufser von Eilersdors wegen Urkundenfälschung und Unterschlagung. Derselbe ist angeklagt, daß er durch eine und dieselbe Handlung im März und im April 1891 zu Herbstein und in anderen Orten des Amtsgerichtsbezirks Herbstein als Beamter den Betrag von 80 Mark 50 Pfennig, den er in amtlicher Eigenschaft von 15 verschiedenen Personen empfangen, also im Besitz oder in Gewahrsam hatte, sich rechtswidrig zugeeignet habe und ferner durch eine und dieselbe Handlung im April 1891 zu Schlitz, Lauterbach, Mainz und Gießen in rechtswidriger Absicht und um sich einen Ver- mögensvortheil zu verschaffen, 11 Zahlungsanweisungen des Großherzoglichen Amtsgerichts Herbstein fälschlich angefertigt und von denselben zum Zwecke einer Fälschung bei den Großherzoglichen Districtseinnehmereien Schlitz, Lauterbach und Gießen, bei Großherzoglichem Rentamt Gießen und bei Großherzoglicher Obereinnehmerei Mainz Gebrauch gemacht habe und hierdurch zugleich in der Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensantheil zu verschaffen, das Vermögen des Großherzoglichen Hessischen Fiscus dadurch beschädigt habe, daß er bei den vorgenannten Behörden durch Vorspiegelung falscher und Unterdrückung wahrer Thatsachen einen Jrrthum erregte. — Johannes Ruffer, seit 1877 Gendarm, wurde durch Decret vom 5. Mai 1890 zum Amtsgerichtsdiener am Großherzoglichen Amtsgericht Herbstein ernannt und trat seinen Dienst als solcher alsbald an. Eine im Jahre 1891 erfolgte Verurteilung Ruffers wegen Anstiftung zu unbefugtem Fischen und wegen Hehlerei gab Anlaß zur Versetzung desselben, die übrigens auch von ihm selbst mit Rücksicht darauf gewünscht worden war, daß er bei dem geringen Einkommen, das er in Herbstein hatte, seine aus Frau und sieben sämmtlich un- erwachsenen Kindern bestehende Familie nur mit Mühe ernähren könnte. Durch Decret vom 28. März 1891 wurde Ruffer zum Amtsgerichtsdiener in Wörrstadt ernannt. Seine Übersiedelung dorthin sollte Mitte April 1891 erfolgen. In der letzten Zeit seiner Anwesenheit zu Herbstein hatten sich seine Verhältnisse immer ungünstiger gestaltet. Seine Darlehens-, Mieth-, Wirths- und andere Schulden beliefen sich auf mehrere Hundert Mark. Er wurde von verschiedenen Seiten verklagt und wurde sein sämmtliches Mobiliar von den Gläubigern gepfändet. In dieser mißlichen Lage kam Ruffer dazu, wiederholt Gelder, die er von Gerichtskostenschuldnern in Gewäßheit der Dienstanweisung für die Llmts- gerichtsdiener in Empfang genommen hatte, für sich zu verwenden und die Fehlbeträge demnächst aus seinem inzwischen bezogenen Gehalt oder später in amtlicher Eigenschaft oder sonstwie zur Ablieferung empfangenen Gelder zu decken. Im März und April 1891 lieferte er indessen den obenver- zeichneten Gesammtbetrag, den er von den Gerichtskostenschuldnern zunächst bei Gelegenheit der Zustellung von Kostenrechnungen zur Ablieferung an die Gerichtsschreiberei erhalten hatte, nicht ab, verwendete ihn vielmehr zu seinem eigenen Nutzen. Entdeckt wurde die That, als nach dem Abzug Ruffers von Herbstein die in Frage stehenden Kostenschuldner Mahnzettel erhielten und daraufhin dem Gerichte Mittheilung von der an Ruffer geschehenen Zahlung machten. Als Ruffer kurz vor seinem Weggang von Herbstein zur Ueberzeugung kam, daß er nicht in der Lage sei, die unterschlagenen Beträge zu decken und daß seine strafbare Handlungsweise nicht verborgen bleiben werde, faßte er den Entschluß, nach Amerika zu flüchten und sich das dazu erforderliche Reisegeld durch Erhebung von Geldern auf fälschlich angefertigte Zahlungsanweisungen zu verschaffen. Er nahm zu diesem Behuse eine Quantität Zahlimgsanweismigsformularieri, die auf der Gerichtsschreiberei des Amtsgerichts aufbewahrt und ihm jeder Zeit zugänglich waren, an sich und versah dieselben mit dem Stempel des Amtsgerichts. Unter dem Vorgeben, seinen lieber- zug nach Wörrstadt bewerkstelligen zu wollen, entfernte er sich von Herbstein, reiste nach Schlitz und legte dort dem Districtseinnehmer zwei mit den Unterschriften des Oberamtsrichters Dr. Scriba und des Amtsrichters Tasch4 versehene Zahlungsanweisungen, die er vorher fälschlich an- gesertigt hatte und ausweislich deren zwei Privatkläger Kostenvorschüsse von 39 Mk. 20 Pfennig und von 37 Mk. 40 Pfg. zurückempfangen hatten, mit dem Bemerken vor, daß er diese Beträge den Empfangsberechtigten gegen Quittung ausbezahlt habe und nunmehr um Ersatz der gemachten Vorlagen bitte. Er gab weiter an, er sei auf der Durchreise nach Niederjossa, wo er seine Schwester besuchen wolle und legte zu seiner Legitimation sein Decret, wonach er zum Amtsgerichtsdiener in Wörrstadt ernannt worden war, vor. Der Großherzogliche Districtseinnehmer zahlte im Vertrauen aus die Echtheit der Urkunden und die Richtigkeit der von Ruffer gemachten Angaben diesem die oben bezeichneten Beträge aus. Noch an demselben Tage erhob Ruffer bei dem Großherzog- lichen Districtseinnehmer in Lauterbach, dem er die gleichen oder ähnlich falsche Thatsachen vorspiegelte, auf Grund von zwei in gleicher Weise fälschlich angesertigten Urkunden, zusammen 110 Mk. 50 Pfg. Am 15. April 1891 ließ sich Ruffer in Mainz von der Großherzoglichen Obereinnehmerei unter ganz den gleichen Umständen auf Grund von drei falschen Zahlungsanweisungen 137 Mk. 35 Pfg. und an dem folgenden Tage bei Großherzoglicher Districtseinnehmerei Gießen I. auf Grund von zwei falschen Anweisungen, zusammen 59 Mk. 60 Pfg., sowie bei Großherzoglichem Rentamt Gießen gleichfalls durch zwei falsche Anweisungen 165 Mk. 50 Pfg. auszahlen. Ruffer hatte ursprünglich die Absicht, von Mainz rheinabwärts zu fahren und auf diese Weise in einen Seehasen zu gelangen, änderte aber seinen -Entschluß und fuhr über Gießen nach Hamburg, um von da aus Amerika zu erreichen. In Hamburg wurde Ruffer am 15. April 1891 in dem Stadthause, wo er eine Erkundigung einziehen wollte, verhaftet. Das in seinem Besitze befindliche Geld, sowie 200 Mark, die er von Gießen aus an seine in Herbstein zurückgebliebene Frau gesandt hatte, wurde beschlagnahmt. Der Angeklagte gab die ihm zur Last gelegte Urkundenfälschung und den damit gleichzeitig verübten Betrug, sowie die Unterschlagungen unumwunden zu mit dem Bemerken, daß er zu seinem strafbaren Thun ohne sein Ver- s schulden lediglich durch seine zufolge ungenügender Besoldung mißliche Vermögenslage und die ihm erwachsenen, vom Staate nicht vergüteten beträchtlichen Ueberzugskosten nach Herbstein veranlaßt worden sei. Die Geschworenen bejahten die Schuldsragen unter Zubilligung mildernder Umstände, worauf der Gerichtshof den Angeklagten in eine Gesammtgefängnißstrase von zwei Jahren und fünf Monaten unter Anrechnung von zwei MonatenMntersuchungshast und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren verurtheilte. — Nach der in der gestrigen Nummer dieses Blattes enthaltenen Mittheilung über die in Coblenz stattgehabte Bezirksvereinsversammlnng des deutschen Fleischerverbandes wurden auch in dieser Versammlung wieder Klagen erhoben über die in Hessen im Gegensatz zu anderen deutschen Bundesstaaten „in unerträglicher Weise" gehandhabte obligatorische Fleischbeschau, besonders wegen der Behandlung des Fleisches tuberkulöser Thiere. Mit Bezug auf diese Klagen sind wir in der Lage, nachstehenden Erlaß des Preußischen Herrn Ministers der geistlichen und Medicinal-Angelegenheiten an den Regierungs-Präsidenten zu Minden vom 23. April l. I. mitzutheilen: Daß das Fleisch eines Schlachtthieres, welches von einem Sachverständigen als mit Perlsucht behaftet 6 c f u n b e n worden ist, in keinem Falle als vollwerthig, sondern in jedem Falle, in welchem dasselbe als noch genießbar fe st gestellt worden ist, als minderwerthig zu behandeln ist und nur unter polizeilicher Aufsicht und unter der ausdrücklichen Angabe, daß dasselbe von einem mit Perlsucht behafteten Thiere herstammt, verkauft werden darf. Hiernach bestehen für Preußen genau dieselben Bestimmungen über die Behandlung des Fleisches perlsüchtiger Thiere wie für Hessen. — Ueber das am 24. Juni hier austretende Solisten- Ouartett des Hamburger Stadttheaters schreibt die „Kölnische Zeitung" vom 13. Juni: „Das Solistenquartett des Hamburger Stadttheaters, bestehend aus den beiden ausgezeichneten Tenoristen Landau und Weidmann, sowie den Bassisten Gebrüder Lor ent begann seine rheinische Eoncerttournse mit vielversprechendem Erfolg, sowohl die Einzelnummern der Künstler, als auch die mit herrlichem Wohlklang zu Gehör gebrachten Quartette verfehlten ihre tiefe Wirkung auf das Publikum nicht. — Vacauzeu im Bezirke des 11. Armeecorps. Affoldern, Postagentur, Landbriefträger, 650 Mk. Gehalt und 60 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. — Alfeld , Eisenbahn - Betriebsamt (Hannover-Cassel) zu Cassel, Nachtwächter, 58 Mk. monatlich, die etatsmäßige Anstellung erfolgt mit 700 Mk. Gehalt und dem tarifmäßigen Wohnungsgeldzuschuß. — Eisenbahn - Betriebsamt (Hannover-Cassel) zu Cassel, 5 Bremser, anfangs je 800 Mk. jährlich, zahlbar in monatlichen Raten, die etatsmäßige Anstellung erfolgt mit einem Jahresgehalt von 800 Mk. und dem tarifmäßigen Wohnungsgeldzuschuß; das Höchstgehalt der Bremser beträgt 1200 Mk. — Bingen, Postamt, Postschaffner, 900 Mk. Gehalt und 144 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. — Camberg, Katzenelnbogen, Dillenburg, Hosheim, Holzhausen (a. H.), Kirberg, Königstein, Ramsbach, Rüdesheim, Weilburg, ständische Wegebauverwaltung, je 1 Wegemeister, je 1500 Mk. Gehalt und Wohnungsgeldzuschuß nach den für die unmittelbaren Staatsbeamten der IV. Rangstufe bestehenden Sätzen, jedoch erst nach bestandener Prüfung und Anstellung als provisorischer Wegemeister- Gehalt steigt alle 2 Jahre um 100 Mk. bis zum Höchstbetrage von 2400 Mk. Bewerbungen sind an den Landesdirector Sartorius zu Wiesbaden zu richten. — Camburg (Saale), Postamt, Landbriefträger, 650 Mk. Gehalt, 60 Mk. Wohnungsgeldzuschuß und 30 Mk. Zuschuß zur Dienstkleidung. — Darmstadt, Postamt 1, Briefträger, 900 Mk. Gehalt und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. — Gotha, Postamt, Packetträger, 700 Mk. Gehalt und 144 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. — Höchst (Main), Amtsgericht, Lohnschreiber, 5 bis 10 Pfg. für eine kanzleimäßig beschriebene Seite. — Specialdirection der hessischen Ludwigsbahn in Mainz, Bahnwärterposten Nr. 29 in der Gemarkung Kriftel, Gehalt jährlich 600 Mk., außerdem ca. 50 Mk. jährlich an Nachtdienstvergütung. — Saatfeld (Saale), Postamt, Briefträger, 900 Mk. Gehalt und 72 Mk. Wohnungsgeldzuschnß. — Seligenstadt (Hessen), Postamt, Landbriesträger, 650 Mk. Gehalt und 108 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. — Zierenberg, Bürgermeisteramt, städtischer Forstschutzbeamter, 900 Mk. Gehalt, außerdem 4 Raummeter Buchenscheitholz und 10 Raummeter Buchenzopfreis. — Wiesbaden, Eisenbahn-Betriebsamt, 6 Stellen int Fahrdienst, je 800 bis 840 Mk. jährlich und die reglementsmäßigen Fahrtengelder. 8. Friedberg, 18. Ium. Aus dem hiesigen Gesängniß entsprang ein wegen schweren Diebstahls sich in Untersuchungshaft befindlicher verwegener Dieb. Der 24 Jahre alte Kerl machte an den Eisenstäben des Fensters seiner Zelle den Gement los und entfernte durch große Kraftanstrengungen dieselben- hieraus kletterte er auf den Speicher, von da floh er durch das Haus in den Hof und über die Maner ins Freie. Vermischtes. *nn. Darmstadt, 17. Juni. Vor dem hiesigen Schwurgericht stand heute der 39jährige Gerichtsvollzieher Philipp Mann, zuletzt in Seligenstadt, um sich darüber zu verantworten, daß er in den Jahren 1882—1889 in Pfeddersheim, feinem früheren Amtssitze, und auch während seiner späteren Thätigkeit in Seligenstadt Gelder feiner Auftraggeber im Betrage von ca. 7000 Mk. unterschlagen und sich durch falsch geführte Register der Controle seiner vorgesetzten Behörde entzogen habe. Mann ist der ihm zur Last gelegten Verbrechen im Amt durchweg geständig, will sich jedoch wegen längerer Krankheit seiner Frau in Noth befunden haben. Außerdem habe er als Gerichtsvollzieher ein sehr kärgliches Gehalt bezogen (?). Schon die im Jahre 1889 erfolgte Versetzung war eine Folge der gegen ihn schwebenden Dis- ciplinarnntersuchung. Aus der Beweisaufnahme geht hervor, daß Manu im Allgemeinen sparsam lebte und keinen Aufwand machte. Trotzdem aber daß gegen ihn die Disciplinarunter- suchung wegen Unterschlagung anhängig war, setzte er ruhig seine Betrügereien fort. Von dem Angeklagten wird noch angeführt, daß bei Pfändungen ihm einige Geschäftsleute ungesetzliche Handlungen zugemnthet hätten, welche er zurückgewiesen habe. Hiernach hätten dieselben ihm ihre Kundschaft entzogen. Die Plaidoyers drehten sich hauptsächlich darum, ob der Angeklagte eine oder zwei Strasthaten begangen und ob man ihm mildernde Umstände zubilligen könne. Dies letztere wurde von seinem Vertheidiger Rechtsanwalt Hallwachs beantragt. Die Geschworenen gaben ihr Verbiet dahin, daß nur eine Strasthat vorliege und bewilligten mildernde Umstände. Der Staatsanwalt beantragte 4 Jahre Gesängniß und 3 Jahre Ehrverlust. Der Gerichtshof erkannte nach einer warmen Verteidigungsrede des Rechtsanwalts Hallwachs 2 Jahre Gesängniß und mehrjährigen Ehrverlust. Die durch die Unterschlagungen am stärksten Betroffenen sind die Seligenstädter Sparkasse und ein dortiger Arzt. * Bischofsheim, 15. Juni. Sonntag den 7. Juni, dem Tage der Einweihung der Fahne des Turnvereins, legte sich der 16jährige Sohn des Spenglermeisters B. wegen Unwohlseins zu Bette und sagte, ihn habe das Loos getroffen, daß er mit der neugeweihten Fahne zuerst zur letzten Ruhestätte geleitet werden würde. In der That hat sich auch diese Todesahnung bestätigt, gestern wurde der junge Mann bestattet und die Turner gaben ihm mit der neugeweihten Fahne das letzte Geleite! * Coblenz, 17. Juni. Der erste Hauptgewinn der Wormser Dombaulotterie (75,000 Mk.) fiel, nach einem von der Direction soeben hier eingetroffenen Telegramm, auf Nr. 195,552 in die Collecte des Hauptagenten Georg Bon- celet hier. Die Gewinnerin ist ein armes Mädchen aus einem benachbarten Landorte. * Munster (Wests.), 16. Juni. Der Ausruf zu dem am 28. März 1892 beabsichtigten Comenius-Jubiläum ist in diesen Tagen der Qeffentlichkeit übergeben worden. Ursprünglich lediglich von den Comenius-Forschern in Anregung gebracht, hat der Gedanke, das Andenken an den Begründer der neueren Pädagogik durch die Stiftung einer Cornenius- Gesellschaft zu ehren, rasch in weiten Kreisen Anklang gesunden. Die Namen wie die Zahl der Unterzeichner lassen erwarten, daß das Unternehmen eine viel größere Theilnahme finden wird, als noch vor Jahresfrist vorausgesehen werden konnte. Offenbar ist es die Bewegung, die gegenwärtig aus dem Gebiete der Schulreform herrscht, durch welche die Person des Comeuius neuerdings wieder so stark in den Vordergrund des Interesses getreten ist. Weite Kreise erkennen in ihm einen Vorkämpfer der Ideen, deren Durchführung sie von einer nahen Zukunft erwarten. Wir behalten uns vor, demnächst weitere Mittheilungen über die Sache zu bringen, und bemerken einstweilen nur, daß die constituirende Versammlung im October zu Berlin stattfinden wird. Inzwischen ist Herr Archivrath Dr. Keller in Münster (Westfalen) zum einstweiligen Bevollmächtigten bestimmt worden - Beiträge nimmt das Bankhaus Molenaar u. Co., Berlin 0., schon jetzt entgegen. * Basel, 17. Juni. Ein Bürger von Straßburg hat zur Bezeugung seiner Dankbarkeit gegenüber der Schweiz für die im September 1870 von den Schweizern an Frauen und . Kindern der belagerten Stadt Straßburg gewährte Hülfe der Eidgenossenschaft ein werthvolles Denkmal angeboten, welches in Basel errichtet werden soll. Der Regierungsrath von Basel hat die Gabe mit Dank angenommen. * Türkisch. Bezüglich der Verfolgung der Räuber von Kir kili sse wird aus Konstantinopel gemeldet, daß, um den Räuberhauptmann Anastasios leichter zu fangen, 50 ehemalige Räuber aus den Gefängnissen ausgesucht und nach Adrianopel gesandt wurden. Diese sollen im Verein mit dem regulären Militär Anastasios verfolgen. Das Amtsblatt von Konstantinopel kündigt an, daß in Trebisonde eine ganze Banditenbande und in der Umgebung von Kirkilisse mehrere Helfershelfer Anastasios' verhaftet wurden. llnieerfüäts. 2ladmcbten. E. Breslau, 17. Juni. Nach dem soeben erschienenen „Personal-Bestand" zäblt die hiesige Hochschule 1342 Studenten, die sich aus die einzelnen Fscultäten folgendermaßen verthcilen: Evang.- theol. Facultät 169, kath.-theol. Facultät 204, juristische Facultät 256, medicintscheFacultät 344, philosophische Facultät 369. Von letzteren kommen auf die einzelnen Disciplinen: Philosophie, Philologie und Geschichte 163, Mathematik und Naturwissenschaften 78, Cameralien und Landwt'.thschaft 20, Pharmacie 77 und Zahnbetlkrmde 31. Der Staatsangehörigkeit nach sind 1288 Preußen, 22 Angehörige der übrigen deutschen Reicheländer, 26 ntchtdeutsche Europäer und 6 Nichteuropäer, darunter 1 Japanese und 1 Perser. Außerdem nehmen an den Vorlesungen noch 23 nichttmmatricultrte Hörer Thell. Da im vorigen Semester nur 1216 Studirende immatricultrt waren, so ergibt sich für dieses Semester ein Mehr von 126 Studirenden. — Das hiesige kunsthistorische Seminar hat am Grabe des kürzlich rerstorbenen Kunsthistorikers Springer einen prachtvollen Kranz niederlcgen lassen. Schitfsnacb richten. Bremen, 18. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Spree, Capitän W. Willigerod, vom Norddeutsche« Lloyd in Blemen, welcher am 9. Juni von Bremen und am 10. Juni von Southampton abgegangen war, ist heute 3 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 18. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Karlsruhe, Capitän F. Keßler, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4. Juni von Bremen abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. verkehr, Land« unö Volkswirthschaft. Frankfurt, 18. Juni. Der gestrige Markt Im städtischen Vtehhvs war mti 355 Kälbecn und 244 Schweinen befahren; am Dienstag waren 273 Schweine am Markt gestanden. Die Preise stellten sich für Kälber erster Qualität auf 65 b's 70 Pfg, zweiter Qualität 50 bis 60 Pfg., für Schweine erster Qua'.r är 55 bis 57 Pfg., zweiter Qualität 52 bis 54 Pfg. per Pfund, dies »st für Schweine wieder ein Aufschlag von 2 Pfg. — Sammelt Blumen und wohlriechende LaubblLtter, trocknet sie und thut sie in kleine Beuielchen. Mar» erhält auf drese Weise Material, um den ganzen Winter in den Schränken, Com- mot-en, Schubladen und im Zimmer selbst die p'ächligften Blumendüfte zu verbreiten. Namentlich Rosen, Dielten, Heliotrop, Veilchen, Pelargonien, Majoran, Thymian usw. eignen sich zu diesem Zweck. — Der Kümmelkäse ist in kleinen Milchwirthschaftsbetrieben (Kleinbauer, landwirthschastlicher Arbeiter) von großer Wichtigkeit, Denn nur in dieser Focm kann man kleine Mtlchmengen mit Vortheil verkäsen. Die Bereitung von Kümmelkäse ist sehr einfach. Man erwärmt die saure abgerahmte Milch auf eine Temperatur von 20—24° R., nimmt die Käsemasse heraus und preßt dieselbe 20 bis 30 Stunden sehr gelinde. Hierauf verarbeitet man die Masse mit Kümmel und Salz und formt sie zu kleinen runden oder ovalen Käsen. Diese sind sofort genießbar und halten sich ziemlich lange. — Herstellung von Bau de Cologne. Wenngleich die Kölner Firmen die Vorschriften für die Herstellung des echten Kölnischen Wassers noch immer geheim zu halten gewußt haben, so kennt man doch die Bestandtheile im großen Ganzen und es gelingt, sehr gute J^Uaiconen herzustellen. Eine sehr gute Zusammenstellung ist z. B. die nachstehende: Nelkenöl, Rosmarinöl, Pomeranzen- blüthenöl, Bergamoltöl, Ctlronenöl und Melissinspiritus werden zu gleichen Theilen gemischt, 7« Theil Lavendelöl zugrsetzt und das Ganze mit der 15!achen Menge des reinsten Weingeistes, der nur zu haben ist, vermischt. Die Mischung bleibt dann einige Tage stehen, damit sie klar wird und sorgfältig abgegossen werden kann. kirchliche Anzeigen der Stadt (fließen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 4. Sonntag nach Trinitatis, 21. Juni: Vormittags 7°/4 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Katechismuslehre für die Realgymnasiasten und Realschüler Vormittags 11 Uhr in der Kleinkinderschule. Pfarrer Dr. Nau- mani(hrtfienle!jre für die confirmirten Mädchen Nachmittags 3 Uhv in der Stadtktrche. Pfarrer Schlosser. Die Pfarrftefchäite in her Woche vom 21. bis 27. Juni besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 5. Sonntag nach Pfingsten, 21. Juni: Samstag: Morgens von 7s6 Uhr an und Nachmittags um 4 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte; Abends um 7,8 Uhr Andacht; nach Beendigung derselben Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 7,6 Uhr an Gelegenheit zur hlLeichte; um 7-7 Uhr Austheilung der hl. Communion; um 7,8 Uhr Mrlitär- gottesdienst mit Predigt; um 3/<10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 7e3 Uhr Aloysicmische Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 20. Juni: Vorabend 7»° Uhr, Morgens 8°° Uhr, Nachmittags 4°° Uhr, Sabbathausgang 9°s Uhr. _________________________________ ftnxkiii; rfline Wolle, nadeltertig. ea. 140 cm breit ä Mk. 1.95 Pfg. per Meter versenden direct jedes beliebige Quantum Buxkin-Fabrik-D^pöt Oettinger & Co., Frankfurt a. M. Muster-Auswahl umgehend franco._________1047 Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 19. Juni, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 127,, Luft 12 Grad Reaumur. L. Chr. Rübsamen Wwe. HM.' W ■ /r . ■ 1 hl - H ’ D M - Siche«. -legraph.] Der Norddeutschm Bremen abge- n in Baltimore legraph.] Der Noiddentschm :men und am heute 3 Uhr । M p hschaft. im städtischen befahren; am . Die Prche 0 Pig, Weiter 55M57W, t fsr Lchweine L/M^enentn Ödemen, die An: Evang.- Facultat 256 Von letzteren HUologie und - Cauieralien nde3l. Der gehörige der lropäcr und ^Außerdem e Hörer TheU. :iMt waten, «renden. de bei kürzlich looQen Huel«® Don i?bet von a6'8» tat ’ Adrranvpel 01 Varen on Konstan- ie Banditen- 'L Lavddläiter, rhätt auf tiefe tränten, 6ows ften Siu men« xov, ArWn, Mm LlveL. ^ai^detrirdm >tzer Wichtigkeit, MmitBoltheil einfach- Mm 'emperatur von : dieselbe 20 bis t die Masse mit den oder ovalen । ziemlich lange. Wenngleich die ing des echtm «M unb 61* ulmnrfM r OmeranM- ik Ä.15 JJ’w*’1 n kann-___; ** iw* **83U6r Oeffentliehe Ausforderursg Neu eröffuet! — Schillerplatz Schillerplatz am würdige Weine erster Firmen 5666 Stephan. 5665 WerMieHUnge« 5686 empfiehlt Konditor und Wasserleitung zu vermiethen. 5525 5688 Neustadt 78. Großherzogliche Badedireetiorr. 4810 4855 fahren werden. Publikum zur Verfügung. 4639 Die Zellen sind durch Dampf geheizt. S. 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Giessen, den 18. Juni 1891. 5667 Die Beerdigung findet Samstag Vormittag 11 Uhr statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit, sowie bei der Beerdigung unserer unvergeßlichen Fra« Kath. Dteueruagel geb. Hubeler sagen wir Allen den tiefgefühltesten Dank. Gießen, den 19. Juni 1891. 5678 jDie trauernde Familie. WM" Steins Garten. "AbL gilittwoch den 24. Juni: Einmaliges Coneert erster LoüsteHes'HWdmgcr ÄM-Thcntcrs. s WW- " Mitwirkende: Leop. Landau, Mathieu Lorent, Fr. Weidmann vom Hamburger Stadttheater, sowie Willy Lorent aus Cöln. Preise der Plätze: Reservirter Platz Mk. 1.50, Zweiter Platz Mk. 1. Billet-Borverkauf: Für reservirten Platz Mk. 1.25, bei £>erni Ernst Challier, Neuenweg 9, und in Steins Garten. 5687 MF* Anfang des Concerts 8 Uhr. C- Harder. Männer-Turnverein Giessen. Sonntag, 21. Juni, Nachmittags 2 Uhr: ParthieMdeuFWpenWNNsbrunilkii. Gemeinschaftlicher Abmarsch mit Musik von der Restauration Loth (Licher Straße) aus. Der Vorstand. P.S. Bei ungünstiger Witterung: Zusammenkunft im Schützenhaus, woselbst die projectirten Volksspiele theilweise ausgeführt werden. [5668 Central-Kranken- und Sterbe-Kaffe der Tischler. SamStag, den 20. d. Mts., Abends Punkt 9 Uhrr Ordentliche Mitgliederversammlung im Skestanrant „zum Ritter", Rittergaffe. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage pro I. Quartal. 2) Neuwahl der Ortsoerwaltung. 5676] 3) Bericht des Delegirten von der Generalversammlung. Verloren 5673 Schnelldampfern des Statuten versendet [5531 F. J. Stegmeyer, Stuttgart. 5600] Ein älterer Herr sucht zwei bis W Neues Programm Nachf.) und Abends an der Kasse ü 60 Pfg. 5538 101.80 i Ver. Königs-Laurah^Act. 1 19 0 Tendenz: matt. 161.20 Reichsbauk-DiScont 4 pEt. — Frankfurter Bank-DiScont 4 pCt 91.30 92 30 80.00 75 60 40/0 Mainzer St.-Axl. Gelsenk. Bergw.-Act. 100.25 422 10 197 30 145 30 142.10 1)330 7120 Lomb. E-eB.-Act. Buschtherader E--B.-Act- Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordoft-B.-Act. Mainzer E.--B.-Act. 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