?s «1 Oh, ihr^g. L,„>^ I?anffen ist.« eitung. »ter. "mca »nd Orgel. Mtoodelr beld6a i Mu °\!r ^ervirt hUn’jV.0 Pfg. * ’^Mr'Ängt ____... 344 'ikßkn. ‘bends 8 Uhr; •j*1 M Nltibm, M tb-r: »la«., innen, oerbunben mit • imd hinzu srrmtiW b« Botflaob. 3|a' Pt1, 6 䙫 mit «Unenkvutzung, altoalb >- SlttS, ettbanlage 18, jSujfr, Küche mit Waffer- lubehör, ju oenniet-en- cktr. wrm. G- jöatfoftn dchnhofstra^e orftraße 44 ift eine Wöh7 -5 Zimmer« mit Zubehör, a M M MenM^dl, \m ottmutytn. i'dbft im 2 Stock. meinen Neubauten in tar sind LogiS, 5 Zimmer unb nie zwei ManiardenlogiS ja _____Mut)*» euher von Herrn Lreisärjt r innegehabte Wohnung ist Versetzung per sofort zu SanW 21JM*L @ut«, ii B, -atz. Südanlaoe 16. Sfir 9 jirci Log d- 3 u. 3 uMo. M Bahnboistr 39. SriFün mittleren Stock. au» Wunsch mit Pserdestall rtmil't, aui 1. MAF (Men W 29. UI Sulton U MM' l »TfOaf- rmöOÄö»y^ 1\ an einen Mte r - werden ßr Z»PfS,i*X ^Äi bei J* ^•SSS>* ..»r. Ar. 16 Dienstag den 20. Januar 189 WM« AmeiM Kenerat-Mnzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. chrattsöeikage: Gießener Aamikienökatter. Alle Annovcev-Bureaux deS In- und ÄuilenM nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger^ attgegm. Heb actio n, $rptbXm imb Druckerei: -chntftr.tzrAr.Le Kernfprecher 51. virrteltShrig« Aös»«e«t»ta»raiA4 s Mark 20 Pfg. oft tvringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Der Mptget «fcheirn täglich. Mit Ausnahme des MsntLgS. Nie Gießmer ^eetHcuir*««* werden dem Anzeiger LÄchenNich dreimal deigelegt. WHMUf*'" !i 1L’ .........................XL ULI1----1BJ1 Einetmt Bei Anzeigen zu der Nachmittags für den ssigenden Lag erscheinenden Nummer bis vorn,. 10 Uhr. 'WHRnBEBHSSnHHS 2lmtiid?er Tlreil. Gießen, den 18. Januar 1891. Betr.: Die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen von der VI. Periode 1890/91- Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien de- Kreises. Wir beauftragen Sie, alsbald und jedenfalls noch vor Ende dieses Monats in Ihren Gemeinden in ortsüblicher Weife bekannt machen zu lasten, daß die Berichtigung der im Monat Januar 1891 gerichtlich erkannten Forst- und Feldstrafen in den ersten 25 Tagen des Monats Februar 1891 und zwar mit Ausschluß des 12, 13. und 14. an die betreffenden Districtseinnehmereien stattzufinden hat und daß nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist gegen die säumigen Schuldner das für sie mit Kosten verbundene Bei- treibungtzverfahren eingeleitet wird. v. Gagern Polizeiverordnung, Sus Lchlachtwesen in der Proviuzialhanptstadt Gießen betr. Auf Grund der Art. 189 und 325 des Polizeistrafgesetzes, des § 23 der Gewerbeordnung und Art. 56 des Gesetzes vom 15. Juni 1874, die Städreordnung betr., wird nach An- Äörung der Sradwcrordneten-Bersammlung mit Genehmigung H-roßherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz ‘Jom 19. December 1890 zu Nr. M. I. 28949 für. den Bezirk der Provinzialhauptstadt Gießen in Ergänzung des Local- reglewents vom 28. Mai 1886 und als Nachtrag zu diesem Localreglcrneut verordnet was folgt: § r- Das Schlachtwesen und der Fleischverkauf in der Provin- .lalhauptstadt Gießen, die zur Schlachtung und Verarbeitung deS Fleisches benutzten Räume, sowie die Fleischverkaufsstätten unterliegen in, ihrem ganzen Umfange der polizeilichen Be- ansfichtigung. § 2- Das Schlachtvieh ist beim Transport gehörig zu verwahren. Zum Führen des Großviehs dürfen unter Ausschluß der Lehrlinge nur Gesellen der betreffenden Metzger, sowie andere geeignete Personen nicht unter 18 Jahren verwendet werden, das gleichzeitige Mitführen des Schlachtkarrcns durch dieselben Personen ist verboten. Bullen müssen beim Transport durch mindestens einen vom Kopse nach dem rechten Vorderbein anzubringenden Strick gebunden, sowie mit Wurfstricken versehen fein und mindestens durch zwei erwachsene Personen geführt und beaufsichtigt I werden. DaS Kleinvieh ist in etner, jede Thierquälerei aus- I schließenden Weise in das Schlachthaus zu verbringen. § 3. Das Schlachten des Hornviehs kann den Tag über statt- finden: a. vom 1. April bis 30. September von 4 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends, l». vom 1. October bis 31. März von 5 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends. Das Schlachten der Schweine hat zu denjenigen Stunden zu geschehen, in welchen für Brühwasser mittelst Darnpf- f Heizung gesorgt wird, nämlich: a. vom 1. April bis 30. September Vormittags zwischen 6 und 11 Uhr und Nachmittags zwischen 4 und 7 Uhr, b. vom 1. Ocrober bis 31. März von 7 Uhr Vormittags bis 3 Uhr Nachmittags. Sollten dringende Umstände das Schlachten außer diesen ; Zeiteintheilungen nothwendig machen, so hat der das Schlacht- ■ Haus Benutzende für jede weitere Stunde außer dem Schlachtgeld eine Gebühr zu entrichten, welche der Stadtvorstand mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und ; ver Justiz fest setzt. Zwei Stunden vor Ablauf der festgesetzten Schlachtzeit Mrf kein Großvieh incl. Pferd, eine Stunde vorher kein Schwein, sowie eine halbe Stunde vorher kein sonstiges Kleinvieh zur Tödtung gebracht werden. § 4. Beim Schächten müssen die Thiere durch ein geeignetes Wurszeug möglichst rasch und schmerzlos in die geeignete L-age gebracht und sofort getödtet werden. Thiere, welche Ich wegen Beschaffenheit ihrer Hörner mit dem Kopf nicht ganz umlegen können, dürfen unter keinen Umständen durch Einführen eines Hebels in den Rachen mit Gewalt zum vollständigen Umlegen gebracht werden. § 5. Nach vollendeter Verblutung und völlig eingetretenem Tode hat die Bearbeitung nach Handwerksgebrauch alsbald zu geschehen. 8 6. Das von der Fleischbeschau für ungenießbar erklärte Fleisch ist alsbald in den im Schlachthanse befindlichen besonders hergerichtetcn Raum zu verbringen, in welchem dasselbe bis zu der von Großherzogl. Polizeiamt getroffenen Bestimmung aufbewahrt wird; desgleichen dürfen Thiere, welche von der Fleischbeschau vor dem Schlachten zwar' nicht als krank zurückzuweisen sind, hinsichtlich ihres Gesundheitszustandes aber doch zu Zweifeln Anlaß geben, nur in dem dafür bestimmten Raum (Separatschlachthaus) geschlachtet werden. § 7. Alle im Schlachthaus des Handels wegen vorzunehmeu- deu Verwiegungen haben gegen Zahlung der festgesetzten Gebühr durch den aus Grund des § 36 der deutschen Gewerbeordnung ernannten und verpflichteten Wäger zu geschehen. lieber jede Verwiegung ift Wiegschein zu ertheilen und zu nehmen. Andere Waagen, als die der Stadt gehören, dürfen im Schlachthause nicht verwendet werden. Die Verwiegung muß stattfinden, auch wenn es nur von einem Theile gewünscht wird. § 8. Bei allen Thieren sind vor dem Verwiegen die 93ruft= und Baucheingeweide mit Ausnahme der Nieren zu entfernen. Vor dem Verwiegen wird bei dem Rindvieh, Schafvieh und Ziegen der Kopf am Genick abgetrennt, die Füße werden am Knie- und Sprunggelenk abgelöst, der Schwanz wird bis aus's fünfte Glied abgehauen, das Schloßfett wird abgetrennt bis aus die Adern, das Zwerchfell wird in dem fleischigen Theile soweit abgetrennt, daß ein Finger breit desselben an den Rippen bezw. dem Brustbein und außerdem die Nierenzapfen vollständig stehen bleiben; bei Kühen und Rindern wird das Euter entfernt. Die Schweine gelangen mit Kopf und Füßen, aber ohne die Zunge, Luft- und Speiseröhre zur Verwiegung, die Zunge ist ohne die die Zungenwurzel umgebenden Muskeln herauszulösen, das Zwerchfell ist dicht au den Nippen bezw. dem Brustbein glatt und ohne Theile des Schmalzes abzuschneiden, die Nierenzapfen haben vollständig stehen zu bleiben. § 9. Der Wäger ist verpflichtet, strenge darauf zu sehen, daß die Schlachtthiere so zur Verwiegung kommen, wie es in den Bestimmungen des § 8 vorgeschrieben ist. Ist eine dieser Bestimmungen nicht eingehalten, so hat der Wäger die Pflicht, das Schlachtihier zurückzuweisen und dies dem Schlachthausverwalter anzuzeigen, welcher zutreffenden Falls eine Anzeige bet Großherzoglichem Polizeiamt darüber zu erheben hat. § 10. Das Verwiegen der Schlachtthiere hat innerhalb fünf Stunden nach dem Tödten zu geschehen. Dabei kommen bei dem Rindvieh, wenn in der ersten Stunde nach dem Ausschlachten verwogen wird, 2 % vom Gewicht in Abzug, wird erst später verwogen, so kommt nach der ersten Stunde bis zur fünften Stunde 1 % vom Gewicht in Abzug- bei Schweinen kommen bei dem Verwiegen innerhalb fünf Stunden nach dem Ausschlachten 3 °/0 in Abzug; bei Kälbern, Hämmeln und Ziegen kommen 2 °/0 beim Verwiegen in Abzug, wenn innerhalb fünf Stunden nach dem Tödten der Thiere verwoaen wird. Beim Verwiegen von Rindvieh und Schweinen werden Gewichtsmengen unter 50 Pfund beim Abziehen von Gewichtsproeenten nicht in Rechnung, Gewichtsmengen von 50 und mehr Pfund als volle Gentner in Rechnung gebracht. Sind Käufer oder Verkäufer ober Beide, wenn das Aus- schlachten des Thieres beendet ist, nicht zur Stelle, so hat der Wäger in dringenden Fällen das Recht, auch in deren Abwesenheit zu verwiegen. Die dadurch entstandenen Kosten können voni Besitzer des Schlachtthieres erhoben werden. § 11. Da das Blut der geschlachteten Thiere als Abgang zu betrachten ist, darf es ans der Schlachthausanlage nicht fortgenommen werden. Eine Ausnahme findet nur zu Gunsten der Wurstbereitung statt. Bezüglich des zur Wurstbereitung aufgefangenen Blutes gelten folgende Vorschriften: 1) Blut darf als Zuthat zur menschlichen Nahrung nur benutzt und aus dem Schlachthaus verbracht werden, wenn eS -ollständig frisch ist und der Fleischbeschauer das Thier, von welchem das Blut stammt, für gesund und ladenrein erklärt hat- 2) das Blut der nach israelitischem Ritus geschlachteten Thiere darf zur Wurstbereitung nicht verwendet werden. ' § 12. Auch die Arbeits-, Verkaufs- und Aufbewahrungslocale der Metzger und Fleischhändler unterliegen der polizeilichen Beaufsichtigung und Revision und sind diese verpflichtet, den revidirenden Polizeibeamten alle Räume und Behältnisse, m welchen Fleisch ober Fleischwaaren bearbeitet ober aufbewahrt werden, zu öffnen und die gesummten Fleisch- ober Wurst- vorräthe einer für nothwenbig erkannten Untersuchung unterziehen zu lassen. § 13. Das Aushängen ganzer geschlachteter Thiere ober einzelner Theile, sowie von Metzgerwaaren vor den Häusern an den Thürpfosten, Thüren ober Fenstern ist verboten. § 14. Das Feilhalten von frischem Fleisch barf nur im Innern ber Lüben stattfinden und sind Messer, Waagen, Gewichte, überhaupt alle zum Verkauf und zur Verarbeitung von Fleisch und Fleischwaaren dienenden Geräthschaften stets in reinem Zustande zu erhalten. § 15. Die Bestimmungen in § 7 des Localreglements vom 28. Mai 1886 sind aufgehoben. § 16. Jede Uebertretung dieser Polizeiverordnung wird nach § 26 des Localreglements vom 28. Mai 1886 bestraft. Gießen, den 2. Januar 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsches Reich. Darmstadt, 17. Januar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Major Buchholz, Bataillonscommanbeur im 2. Großh. Jnf.-Regirnent (Großherzog) Nr. 116. Berlin, 17. Januar. Die Investitur unb das Ordens- capitel des „Schwarzen Adlerorbens" ging nach dem festgesetzten Cerernoniell vor sich. Es folgte ein Orbenscapitel hinter verschlossenen Thüren. — In dem heute srüh von Insterburg fommenben Personenzug entgleisten auf der Haltestelle Kaulsdorf infolge eines Radreisenbruchs drei Wagen, wodurch 3 Züge unbedeutende Verspätung erfuhren. Verletzungen von Reisenden unb Bahnbediensteten sind nicht vorgekommen. Berlin, 17. Januar. Anläßlich des heutigen 80. Geburtstags Windthorfts fand Morgens in der Hedwigs- kirche eine sehr zahlreich besuchte stille Messe statt. Im Laufe des Vormittags trafen zahlreiche Glückwünsche und Geschenke von Fern und Nah in der Wohnung Windthorsts ein. Nachmittags findet ein von ber Centrumsfraction veranstaltetes Diner im Kaiserhof statt. Aachen, 17. Januar. Eine Abordnung des Aachener Zeittlngsmuseums unter Führung seines Begründers- Oskar Forckenbeck wurde heute Mittag in Friedrichsruh vom Fürsten Bismarck empfangen und überreichte ihm ein kunstvoll ausgestattes Kästchen, das eine Sammlung von Zeitungen mit bemerkenswerthen Auslassungen über den Fürsten Bismarck enthielt. Breslau, 17. Januar. Der „Breslauer Ztg.^ zufolge stellte gestern die überwiegende Mehrzahl der bei ber Laura- Hütte beschäftigten Pubdler bie Arbeit ein. Es handelt sich um vierhundert Srrikende. Blankenburg, 17. Januar. Die Harzbahn ist durch Schneewehen unterbrochen. Im Oberharze fanden stellenweise haushohe Schneefälle statt. Das Vieh geht massenhaft ein. München, 17. Januar. Bayern setzt vom 1. Februar ab für den innerbayerifchen Verkehr die Telegraphengebühr ebenfalls von 6 auf 5 Pfg. pro Wort und die Mindestgebühr von 60 aus 50 Pfg. pro Telegramm herab. München, 17. Januar. Ein gewisser Norton aus Saintlouis wurde hier verhaftet unter der Beschuldigung, am 21. December v. I. unter dem Pseudonym Jerew die Oester- reichische Länderbank in Wien durch gefälschte Wechsel um 4588 Gulden gebracht zu haben. Ausland. Wien, 17. Januar. Aus allen Theilen Oesterreich- Ungarns werden Verkehrsstörungen infolge von Schnee- ftürmen gemeldet. Cattaro, 17. Januar. Große Schnees Llle werden aus der Herzegowina und Montenegro gemeldet. Die ganze Boechedi Cattaro ist mit Schnee bedeckt. In Krivosije tauchen zahlreiche Wölfe auf. Loudon, 17. Januar. Reuters Bureau meldet aus Buenos Aires: Die Insurgenten in Entre Rios wurden entwaffnet. Der neue Gouverneur hat sein Amt angetreten. Die Aufregung läßt nach. London, 17. Januar. Das BefindenBradlaughs hat fich wesentlich gebessert. — Wie dem „Standard" aus Shangai von gestern gemeldet wird, hat der Kaiser von tzhina beschlossen, trotz des Todes seines Vaters Ende Februar oder Anfangs März die fremden Gesandten zu empfangen. Brüssel, 17. Januar. Der Bürgermeister Buls theilte dem die Manifestation organisirenden Comitö der liberalen Vereinigung mit, daß die Kundgebung anläßlich des Zusammentrittes des Parlaments am 20. Januar zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts um 4 Uhr Nachmittags beendet sein müsse. Von da ab werde der Bürgermeister die Zugänge des Parlaments räumen lassen, damit die Polizei eventuelle Unordnungen beim Weggehen der der Revision feindlichen Depunrten leicht unterdrücken könne. Brüffel, 17. Januar. Die Militärbehörde nahm alle für die Bewaffnung der incorporirten Bürgergarde dienenden Waffen aus dem bisherigen Depot und schaffte sie in die Kaserne. — In einer Besprechung mit dem Bürgermeister über die Veranstaltung der Kundgebung am nächsten Dienstag erklärte der Minister des Innern, daß jede Ordnungsstörung entschieden unterdrückt werde. Der Bürger meister Buls verbürgte sich für die Aufrechterhaltung der Ordnung. — Die katholischen Zeitungen billigen es, daß die Regierung zwei Klassen der Miliz einberusen und sehen darin eine Maßregel zur Verhütung jeder Emeute. Die liberalen Blätter dagegen sagen, die Maßregel sei durch Furcht eingegeben. e Rom, 17. Januar. Heute fand neuerlicher Schneefall statt. In Neapel ist die ganze Nacht der Wagenverrehr eingestellt. Petersburg, 17. Januar. Eine Depesche aus Kasan berichtet über günstige Erfolge, welche dort durch Impfung Lange'scher Vaccine gegen die sibirische P e st an Pferden erzielt worden seien. Washington, 17. Januar. Der Geschichtsschreiber George Bancrost ist gestorben. Buenos Ayres, 17. Januar. Eine zahlreich besuchte Versammlung in Rosario proclamirte die Candidatur Mitres für die Präsidentschaft der Republik, diejenige Jri- gohens für die Vicepräsidentschaft während der Periode vom 12. October 1891 bis dahin 1896. Deutscher Reichstag. 45. Plenarsitzung. Freitag, 16. Januar 1891, 1 Uhr. (Am Samstag verspätet etngegangen) Die Berathung über die Anträge Auer (Soc.) und Richter (tfr.) betr. die Aufhebung resp. allmähliche Beseitigung der Lebcns- »tttelzölle wird fortgefitzr. Abg. Schuler (tetr.) verbreitet sich zunächst über die Höhe der Arbeitslöhne und wird hierbei vom Präsidenten wiederholt zur Sache und da er den Anordnungen des Präsidenten entgegenhandelt, auch lur Ordnung gerufen. Im Zusammenhänge bleibt der Rcdner auf der Tribüne unverständlich; er führt aus, daß die Zölle die Wirkung hätten, zu verhindern, daß das Ausland seine germgwerthige Waare auf den deutfchen Markt bringe. Er ist gegen die Anträge. Abg. Schultze (Soc.): In Ostpreußen, der Hetmath des Redners, beginnt man einzusehen, daß es mit den Zöllen so nicht weiter gehen kann. Wir können in Deutschland allerdings soviel Getreide bauen, wie wir brauchen, doch hindert uns gegenwärtig hieran die Zwergwtrthschaft. Die Vertheurung der Brodpreise durch den Getretdk-oll tst gar nicht zu bestreiten. Die Arbeiter wissen, daß sie infolge der Zölle das Brod theurer bezahlen müssen. Die Wirkung dieser Zollgesetzgebung in einzelnen Seestädten, so namentlich in Königsberg tst geradezu verhängnißooll geworden; dort standen Tausende von Arbeitern monatelang beschäftigungslos auf den Straßen. Infolge der Schutzzollpolitik sind die Löhne der Arbeiter billiger und infolge davon der Gewinn der Unternehmer größer geworden; das sind die Ergebnisse der modernen Gesetzgebung im Zeitalter der Soctalreform. Der Redner schildert dann den infolge der Zollgesetzgebung angeottch wieder erwachten Uebeimuth mancher Groß- gruiiddesitzer, die heute schon zu g'auben scheinen, die ZUten der Leibeigenschaft seien wiedergllehrt; er gibt mehrere Beispiele an, aus denen dieser Uebermuth gefolgert werden soll. Bl od sei eine geheiligte Speise, wie können denn Ebristen durch Zölle ihren Mitmenschen diese Spllse vorenthalten? W nn durch solche Steuern jetzt fchon das Volk ausgesogen wird, was soll denn in Zeiten der Btdürftig- keit geschehen, bei der Aufnahme von Anleihen u. s. w. Man sollte sobald als möglich zur dtrecten Steuer übergehen, damit Jeder weiß, wieviel Steuer er zahlt; heute weiß dos Niemand. Diese Art von Steuergeietzgebung wird die Soctaldewokraiie in ihren Fortschritten nicht aufoalten. Abg. Gcaf Mirbach-Sorquttten (cons.): Die Behauptung des Vorredners über den Handel von Königsberg tst falsch; der Handel hat sich nach Ausweis der statistisch n Erhebungen nach Einführung der Zölle gehoben. Wenn der Vorredner noch eine Spur von Gerechttftk. Ml folge bt L^rei« ”9 »-1S« WiR 9h^ft: •et Ä ’**. (äaca- « U A***» J^jÄK MM®' ®'Ä : 1 Dollar per $fnex “fol9' wirb midrrzügU nm- w-ich-r 4n MÄ,Lp V* ®B w« n,b ,rR«=«, die hichft, *£ " m a*j ftottfinbenben fineö heftigen Stt»r»es H°!pital für dlugen- vurden schwer verletzt, u Mtx >alibÄ zu- Zestungsinsanterie- ■nement Piretrokow) und littsielkt, 6itjtn, 19. Januar. irotiux tos 1U. dOrdensfche ben Slityn leise unb Herr Oberst- onen-Orden 3. Klaffe. nächsten Mittwoch wieder Herr Dr. Röschen von in der Geschichte unserer im Geschichtsverein geeite Ulrichstein reden, nung entgegensehen darf. ittil wird am fonimtnbcu itt einer größeren Musik- chkeit treten. Die Wahl tiche. Schumanns „Rose Ellen" werden zu Gehör Nieren, aber eine Repnie saiiasliteratnr ivir^ Jkder rnugtbuung mit Ausnahme bei * ;rall S»ubert-Dedm°«n etuheMW» S*’ 9':. qegebene Programm «-^ «teeret fein, <« *" en M gerroft au-tz «nbet “mrt übernimmt »* ter 'M1,tberh„6ttrn «'boten heI 7 d,i-lle Freunde 1J* W»“’ • 0(1111^' Wilsche" ‘ ;*,n "nv 1 V ob der Ä *Jfc* 1 »".--o l!bt ihier -7>!« rahl lypcu vorführten, erhöhten in hohem Maße die durch den Redner in seinem Vortrag gegebene geistige Anregung. Im zweiten Theile des Bortrages wurde eine ebenfalls durch zahlreiche bildliche Darstellungen erläuterte Schilderung des Lebens des Menschen in der Vorzeit gegeben, dabei im Bilde den Hörern die gewaltigen Thiere, welche in jener fernen Zeil auch unser Vaterland bevölkerten, dann die gewaltigen Waffen, Werkzeuge, Schmucksachen re. vorgesührt. Reicher Beifall nach jeder einzelnen Abteilung bekundete dem Vortragenden, daß seine Ausführungen und Vorführungen den lebbaften Anklang bei den Anwesenden gesunden hatten. w Theater. L'Arronges „Doctor Klaus", den Herr ReinerS hier schon einmal vor zwei Jahren ausgesührt hat, heißt zwar Lustspiel, zeigt aber keine anderen Züge als die Volksstücke desselben Verfassers („Mein Leopold", „HasemannS Töchter"), daS heißt, der Grundton ist trotz dem zumeist heiteren, ja übermüthigen Charakter der Handlung im Ganzen und vieler einzelner Scenen ein ernster, geradezu morali- sircnder. Im Mittelpunkt der Handlung steht der „Doetor Klaus", von dessen mehr oder weniger ausreichender Vertretung das.Schicksal des Stückes abhängt. Herr Winolt hat es verstanden, ein lebenswahres und überaus sympathisches Bild des treuen strengen Mannes zu liefern und mit seiner geistreichen und treffenden Charakteristik aus's lebhafteste zu inreressiren. Als Doetor Klaus hat Herr Heinrich Winolt von Neuem gezeigt, ein wie trefflich beanlagter Schauspieler er ist, und wie ernst er es mit seinem Berufe nimmt. Neben ihm verdient das graziöse Spiel von Frau Anni Reiners und die famose Darstellung des Kutschers Lubowski durch Herrn Reiners besondere Erwähnung. Die übrigen Darsteller waren ausnahmelos völlig befriedigend bis auf Herrn Schreiner, der wieder einmal seine Rolle nicht beherrschte und dieses Manko vorderhand noch nicht durch ein besonders glanzvolles Spiel zu verdecken weiß. — Theater. „D a s Bild des Signorelli" von Jaffee. Die Figur des Professors „Waede", die Herr- Heinrich Winolt in der einmaligen Aufführung des sensationellen Dramas am Dienstag (morgen) verkörpern wird, überragt in dem Stücke alles Uebrige an Bedeutung und an Wirkung. Sie ist von der sicheren Hand eines wahren Dichters gezeichnet und bietet in der feinen, auf die sorgfältigste psychologische Beobachtung gestützten Ausführung der Charakterzeichnung, ein ungewöhnliches Interesse für alle diejenigen, die überhaupt im Theater nicht blos eine flüchtige Unterhaltung suchen. Die Wirkung des Schauspiels beruht daneben auf den wuchtigen dramatischen Accenten, die der Dichter anzuwenden verstanden hat, und der überaus spannenden Verkettung der unglückseligen Verhältnisse, die aus Waede heremstürmen, aber zu einem befriedigenden und versöhnenden Ende führen. Neben Waede kommen hauptsächlich noch Ella, die Braut eines seiner Söhne und diese selber in Betracht. Bon ihnen ist der eine (Fritz) ein egoistischer kalter Lebemann, der mit seinen ungezügelten Leidenschaften feine Familie in Elend und Schande zu stürzen droht, während Oskar in Allem sein Gegenbild barstellt. Mehr möchten wir vorher nicht verratheu, um die mächtig spannende Handlung, die sich zwischen diesen interessanten Charakteren abspielt, nicht in ihrer Wirkung zu beeinträchtigen. Vazi Herrn Winolt, dem rrefflichen und unermüdlichen Darsteller und Regisseur, der zum ersten Mal sein volles Können in einer in jeder Beziehung im Vordergründe stehenden Rolle zu zeigen Gelegenheit hat, erwarten wir, seinen Fähigkeiten gemäß, eine ausgezeichnete Leistung und wir wünschen ihm, wie schon neulich bemerkt, daß an ihm das Wort vom Propheten im Vaterlande zu Schanden werden möge. — Der Turnverein Gießen feierte am Samstag Abend in Steins Saalbau sein diesjähriges Winterfest durch Abend- unterhaltung mit darauffolgendem Tanz. Was das Programm anbetrifft, so waren die turnerischen Hebungen in jeder Beziehung ausgezeichnete zu nennen, namentlich sanden die Hebungen am Barren allgemeinen Beifall, ebenso ein von Dilettanten aufgeführtes Lustspiel. Den Glanzpunkt des Abends bildeten aber unstreitig einige Marmorgruppen, die unter bengalischer Beleuchtung von Mitgliedern des Vereins gestellt, einen großen Erfolg erzielten. Ein fröhliches Tänzchen hielt die muntere Turnerschaar mit ihren Damen bis zum frühen Morgen in heiterster Stimmung vereint und können wir dem Turnverein nur wünschen, daß alle seine Unternehmungen so glanzvoll verlaufen mögen wie dies wohl- gelungene Fest. Gut Heil! — Am Samstag Abend feierte der hiesige Kriegerverein in Leibs Saal sein 18. Stiftungsfest. Der Vorsitzende des Vereins, Postsecretär M e y e r, eröffnete die Feier mit einer Ansprache, ' in welcher er die Zwecke der Kriegervereine barlegte unb welche er mit einem begeistert ausgenommenen Hurrah auf Se. Majestät den Kaiser und Sc. Königl. Hoheit den Großherzog schloß. Hierauf wurde unter allgemeinem Beisalle von der hiesigen Thcatergesellschaft „Kaisersgeburtstag" und „Kurmärker und Piccarde" auf- gcfithrt. Den Schluß der Feier bildete ein Tanzvergnügen, welches dieselbe bis gegen Morgen anbauern ließ. An ber Feier nahmen als Gäste theil der Herr Oberst Perthes mit sämmtlichcn Herren Stabsoffizieren unb einem großen Theile der übrigen Offiziere bes Regiments, Herr Oberstlieutenant unb Bezirkscommandeur Caspary, Herr Gendarmerie- Major Knllmann, Herr Polizeirath Fresenius, mehrere Mitglieder des Stadtvorstandes unb die Vertreter verschiedener Vereine. — Bei ber Anfertigung von Gräbern aus bcin Friedhöfe stellte es sich heute heraus, daß dermalen der Erdboden auf 1,15 Meter Tiefe durchfroren ist- um überhaupt die Arbeit bewältigen zu können, muß stets Holzfeuer über den Gräberstätteu unterhalten werden. — Die Nr. 3 des „Hessischen Kirchenblattes", heraus gegeben im Auftrage des Evang. Psarrvereinö für das Groß- herzogthum Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann in Gießen, hat folgenden Inhalt: Für die Prediger. — Psarr- verein nni> Socialdemokratie. — Pfarrverein unb Kreisblätter. — Der Pfarrverein für Nassau. — Nichts Neues unter ber Sonne. — Pfarrer D. Haupt f. — Literarische Thätigkcit ber Pfarrer. — Mittheilungen. — Liste neuer Vereinsmitglieder. — Ausschußsitzungeii. — Einladung. — Dem „Evang. Psarrvereiii im Großh. Heffen" gehören nach ber neuesten Liste 235 Mitglieder an. Grimberg, 15. Januar. Nachdem schon im Laufe des Herbstes zwei Ingenieure mit ber Absteckung bes Terrains zur projectirten Nebenbahn Grimberg-Londorf, resp. Lollar beschäftigt waren, nahmen beide Herren gegenwärtig auf dem hiesigen Bahnhöfe Vermessungen vor behufs Vergrößerung desselben. Ockstadt, 17. Januar. Ein hiesiger 62jähriger Wittwer ging vor drei Wochen mit einem 26jährigen Fräulein den Bund der Ehe c , der jungen Frau einen Vermögensantheil, sowie eine hohe . ensversicherungssumme vermachend, worüber die erwachsenen Kinder nicht besonders erbaut waren. Vor acht Tagen starb ganz schnell der neue Ehegatte unb es gelangte al io die junge Frau zu ansehnlichem Vermögen. Um aber mit den Kindern des verstorbenen Mannes nicht in Feindschaft zu gerathen, verzichtete die junge Wittwe in hochherziger Weise auf das ihr zusallende Erbtheil. — Kleine Mittheilungen aus dem Großherzogthnm Hesien. In Mainz wurden mehrere Hausburschen verhaftet, welche in ihren Wohnungen aus den Vorräthen ihrer Arbeitgeber ganze Läger gestohlener Waaren eingerichtet hatten; die Ungetreuen hatten sich Nachschlüssel anfertigen lassen. — Die Firma H. A. Disch in Mainz hat für ihre Trajectboote mittelst eines Schleppbootes einen Weg durch das Eis des Rheins brechen lassen- sie hofft, durch starken Verkehr diese Waflerstraße, neben welcher her Fußgänger zwischen Mainz und Castel gehen, offen halten zu können. — In Mom bach wird am 25. Januar die evangelische Gemeinde, die zur Zeit 669 Seelen zählt, ihr fünfjähriges Stiftungsfest feiern. ,Da die Gemeinde noch keine Kirche besitzt, soll die Feier in einem Schulhause stattfinden. Bei dem friedlichen Einvernehmen zwischen den beiden Confejsionen hofft man auf die Theil- nähme der Katholiken an der Feier. — In Klein-Welzheim mußten am 15. Januar zum dritten Male innerhalb 6 Wochen die Schulen geschlossen werden. Es kamen im gedachten Zeiträume unter ber 623 Seelen zählenden Bevölkerung nicht weniger als 247 Fälle von Diptheritis-Er- krankungen vor. — In dem zur Bürgermeisterei Neckarsteinach gehörigen Orte Neckar Hausen hat sich in ber sogen. Canzenbach unb zwar in der Eguer'schen Mühle am 13. d. M. ein Unglücksfall ereignet, indem der Pächter dieser Mühle mit dem Kopfe in das eiserne Kammrad gericth und hierdurch zerquetscht wurde. — In Dieburg verunglückte am 15. ds. Mts. beim Kiefernzapfenbrechen infolge Sturzes von einer Tanne ein vcrheiratbeter Arbeiter Namens Nikolaus Werner. Schwer verletzt nach Hause gebracht, gab der Be- dauernswerthe nach einigen Stunden schon seinen Geist auf. Es ist dies bereits ber zweite Unglücksfall ber Art seit noch nicht 4 Wochen. — In Tiefenthal verunglückte am Dienstag ber 27 Jahre alte Steinbrecher Fleckser beim Sprengen von Felsmaffen. Derselbe würbe bei ber Explosion mehrere Meter fortgcschleudert unb war sofort tobt. vermischtes. ; *△ Mainz, 18. Januar. Mit Rücksicht auf die anhaltende Kälte hat siel, die städtische Armenverwaltung veranlaßt gesehen, eine S u p p c n a n st a lt in das Leben zu rufen, unb zwar in anderer Form, als eine solche früher hier bestanden. Damit cs nicht als ein Geschenk betrachtet wird, wird nämlich die Suppe nur gegen eine mäßige Entschädigung — 4 Psg. für 3/8 Liter — verabfolgt, wodurch für Manchen das Vorurtheil gegen die Benutzung der Anstalt wegsällt. Die Vertheilung ber Suppen findet in sechs verschiedenen Localen ber Stadt statt. Sehisfsnachrlchten. Bremen, 17. Januar. sPer transatlantischen Telegraph-! Der Schnelldampfer Lahn, Cavt. Mirow, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Januar von Bremen und am 9. Januar von Southampton abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angckommen. verkehr, Land« und Volkswirth-chafk. Gründer-, 17. Januar. Frachtpreise. Weizen 1880, Korn JL 17.60, Gerste JL 16.—, Hafer JC 14.40, Erbsen JL —, Linsen —.—, Lein —.—, Wicken —, Samen —.—, Kartoffeln 0-—. Buckskins und Kammgarne in allen gediegenen Qualitäten zu wirklich billige« Preisen en gros & en detail bei 421 Gebr. 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Gewöhnliche Preise. Anfang >/87 Ubr. Donnerstag den 22. Januar: Zu Lessinas Geburtstag. Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Nathan der Weise. Außer Abonnement. Anfang 1/d7 Uhr. Freitag den 23. Januar: Künstlernamen. Hierauf: Verlobung bei der Latern Gewöhnliche Preise. Anfang wlhlCK Kinder, eine sehr schmackhafte, knochenstärkende üebergangsspeise- Büchse Mk. 1.—. (9844 Durch jede Apotheke zu beziehen, en gros von der Gesellschaft Ed. Loeflund & Co., Stuttgart. Neuheiten in gedickten Rieid rn. die Robe von 8 Mark an, Valluwhäuge, Tücher, Bänder, Spitzen und Goldbesütze 2c., sowie Hand schuhe in großer Auswahl empstehlt billigst Böbat Haas, ;>38 Seltersweg 18. Mosel-Cl'gnar mit Fernsprecher 61. Bröhl’sche Druckerei (Fr. Ohr. Pietsch) 7. 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Otto Schaum. Sophie Schaum, geb. Glabbatz. Willy Schaum. Die Beerdigung findet Mittwoch den 21. Januar, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehaus, Bahnhofstrasse 56, aus statt. tag d-tt 26. d. M. 570 Anfang 8 Uhr. Entrve frei. Ohr, Komiker. 609 Personen: [614 v. Grothe,Kammerherr Karl Rupp. Dr. Keil Adam Reiners. 618 621 625 isitenkarten (71. Vereinsjahr) Georg Wagner Wwe. und Familie 1S8.L0 615 Reichsbank-DiScont 4 pEt. — Frankfurter Bank-Dttcont 4 pLt. Redactton: A. Scheyda. - Druck und Vertag der Brüöl'ichen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Pfeiffer,Kunsthändler Karl Schreiner. Fanny,Dienstmädchen Antonie Roland. »2 S.0 99 »O • 1.00 78 50 31/»1 /• Gießener Gel senk. Bergw.-Act. werden in Jeder Schriftart und Papiersorte angefertigt in der Heinrich Winolt. Ida Unger. Rudolf Biebrach. Richard Goullon. Anni Reiners. Elisabeth Bischoff1. Fera- spreeher N*. 51. Geißler, Gerichtsvollzieher. Großherzoglichs Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E-,B.-Act. Elbthal-Lahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Aet. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. Die Holzverßeigerung in Wißmar irrthümlich auf Dienstag den 27. d. M. an- gesetzt, muß heißen: Mon- definitive Stücke erfolgt von heute ab an meiner Gasse. Heute, den 19. Januar: Concert Kölner Trio zur Stadt Mainz, Dtsconto-Command^-Anth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Rordd. Lloyd-Act. Wiener Bankoer.-Act. Oest. Credit-Act. Ceft Staatsb.-Act. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 86 6014% Ung. Gold-Rente 98.601 5 o/o Jtal. Rente 86 6b 14Vc°/ö Oeft. Silber-Rente 98.5515% Ruff. Hl. Orient 114.50 421 25 201 25 15740 148.50 11520 58.70 213.00 155.90 155-20 140.00 103.87 273 25 218 75 Brühl'sdienDrnckerei Schuletrasse 7. Der Deutsche Pbonix versichert zu festen Prämien gegen Feuerschaden : Maaren, Mobilien, Maschinen, Fabrikgeräthschaften, Vieh Ernte, Ackergerathe, überhaupt alle beweglichen Gegenstände, welche durch Brand zerstört oder beschädigt werden können. 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M. — Gießener Anzeiger Nr. 2 — bringen wir hiermit zur Kenntniß der Be -heiligten, daß mit der Erhebung der Beiträge für die bei der unterzeichneten Behörde zur Jnvaliditäts- und Altersversicherung angemeldeten Pers onen an Stelle des Stadtkaffedieners Gengnagel der Schuhmacher Kürt Schwan dahier in vierwöchentlichen Perioden beauftragt worden ist. Derselbe wird mit der Einkassirung für die I. Periode (vom 1. bis 25. Januar) Mittwoch den 21. l. M. beginnen Wiederholt wird bemerkt, daß über bie erhobenen Beiträge in ber Regel Quittung nicht ertheilt wird, dagegen jedem Arbeitgeber Einsicht der von uns festgesetzten Erhebungsliste bei dem abholenben Kaffeboten freisteht, und daß etwaige Neclamationen gegen die angeforderten Beträge sofort hach der Anforderung bei uns vorzubringen sind. Im Weiteren machen wir darauf aufmerksam, daß der Kaffebote bei bec Einkassirung der Beiträge zu wiederholten Gängen nicht verpflichtet ist, bie Arbeitgeber sonach gehalten sind, ihre Beiträge bereit zu halten, andern- M3 denselben die Verpflichtung erwächst, ihre Beiträge an uns abzuliefern. Gießen, den 17. Januar 1891. ______Frankfw terstraße 31, I. 616] Ein Mädchen, welches kochen kann und alle Hausarbeit oerstedt, wird sofort gesucht. Schulstraße 4, 2. St 9« oo । ®er. KönigS-Laurab'-Act- 173.501 Tendenz: matt. Neues Theater, Giessen. (Direction: Adam Reiners). Dienstag den 20. Januar 1891: SW Zum Benefiz für Herrn Winolt. (Äusser Abonnement): T&G Neu! Neu! Das Bild des Signoreili. Schauspiel in 4 Acten von Richard Jaffee. 624] rrooS Nr. 2 u. 5t hat Schrelv- ! r"tg und Schmuckkasten gewonnen. I 6ü7] Am Donnerstag Abend ist in I Steins Garten ein schwarzer Muff 611 ' verwechselt worden. Umtausch , Gebucht für ein hiesiges Comptoir ein jüngerer I Commis mtt schöner Handschrift zu alsbaldigem Eintritt. Grfl Offerten unter 777 an die Exped. dieses Blattes. 622 Domino-, MaSkenauzüge, Neuheiten iJux- Artikeln für Carnevalsscherze, DrahtmaSken, Perrückeu in großer Auswahl bei Philipp Stier, Friseur. 620 e»ulflta6e 5. - Krofdorf, 17. Jan. 1891. Da- Biirgrrwetster-Amt. Mittwoch, 21. Januar l I., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Adler" dahier gegen Baarzahlung: 1 Pianino, versch. Sophas, Kommoden, Kleiderschränke, 2 vollst. Betten, 1 Kuh, 1 Pferd, 1 Wagen, 1 Stoß- karren u. a. m. „Die Versteigerung findet theilweisc bestimmt statt. Professor Waede Frau Waede Oscar, Maler) Fritz,OffizierJr. ? Käthe |Kmder Ella von Soeben 3*/e Reichsanleihe 3t/8*/» do. 3*/e Preuß. Conscls 3l/s% do. Lenz'scher Felsenkeller. Wehelsuppe Dienstag de« 20. d. M. • Morgens von 9 Uhr an: 5 Wellfleisch mit Kraut rc. Abends von 7 Uhr an: Metzelsuppe und frische Wurst. 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Bl_________ 610] Zwei Familicnlog's zu vermiethen. _ ___________Wieseckerweg 28. 619] Ein kleines Familienlogie zu ver- miethen bei Joh. Wagner, Maig 1L 196 Kleine freundliche Wohnung^zu vermiethen. Neuen Baue 1? C Steinhäuser, 4931 Der dritte Stock meines Hauses Westanlage 19, ftchs Zimmer mit Zubehör, vom 1. Marz an zu vermietben. __ _ ____Dr. Zintze^. 10] Ein Laden mit Logis zu ver nuetben bei Wilh. Plank, Bahnhofstraße 18. M Giessener Stadt-Anleihe vom Jahre 1890. Der Umtausch der Interim - Scheine in Einzige unübertroffene Darstellung. U- a.: Sämmtl. Ausstellungspaläste, welche in der ersten Serie nicht enthalten waren. Die große Truppen Revue, sowie Parademarsch vor dem Präsidenten Carnot. [6U3 Abonnement 10 Reisen: 2 Jede Woche neue Reisen bis Ende März er. Wach-Dem das Reichsgericht am 4. Decbr. 1890 entschieden bat, daß die Betheiligung bei der I. Stuttgarter Serienloos - Gesellschaft nicht nur nicht verboten, sondern ausdrücklich gestattet sei lade ich zur weiteren Bethettigung ein. Jeden Monat eine Ziehung, nächste 1. Februar 1891. Saupitreffer 165000 M«, niederster 330 M. Jedes Loos gewinnt. Jahresbeitrag 42 M., monatlich 3 M. 50 Pf. Statuten ver«endet 608 F. J. Stegmeyer, Stuttgart. 613] Schön möbltrtes Logis vorbei n- zelnem Herrn gesucht. Gute Pension er- wüascht Gei. Off, an die Erp u. J. J. am Sonntag d. 25 Januar 1891, Abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsverein* unter Leitung des Grossh. Universitäts- Musikdirectors Herrn Adolf Felchner. Mitwirkende: FrauSchubart-Tiedemaon.Concertsängerin aus Frankfurt, Fräulein Sophie Groos, Pianistin a. Giessen, geehrte Dilettanten von hier und der akademische Gesaogverele. Programm. I. „Der Bose Pilgerfahrt6*. Märchen von Moritz Horn. Musik von Robert Schumann. II. „Schön Ellen66. Ballade von Em. Geibel. Musik von Max Bruch. Eintrittskarten für Sperrsitz zu Mk. 2, nnnummerirte Plätze zu Mk. 1, sowie Textbücher sind bei Herrn Ernst Challler zu haben. Der Bechsteln-Flügel ist aus dem Lager des Herrn W. Rudolph. Olmhesfischer Geschichtsverein. Sitzung: Mittwoch, 21. Januar, Abends 8 Uhr, im Saale des Cafe Ebei (Balzer). 617 Vortrag: Herr Gymnasiallehrer ör. Röschen von Laubach über „DieGeschichte der BergfesteUlrichstein". Deutscher Phönix, Kerßcherungs - Gesellschaft in Frankfurt a. W. Grundeapital: Mk. 9,428,580. ««--Ätzt S Setfea. Dienstag den 20. Januar. Gietzener Anzeiger. Beilage zu Rr. 16. - 1891. Feuilleton. Justus von Liebig. Eigenhändige biographische Auszeichnungen*). Mein Vater, der einen Handel mit Farbwaaren hatte, beschäftigte sich häufig damit, manche von den Farben, die er in seinem Geschäfte führte, selbst zu machen, und er hatte sich dazu ein kleines Laboratorium angelegt, zu welchem ich Zutritt hatte, da ich zuweilen die Gunst genoß, ihm als Handlanger zu dienen. Seine Versuche machte er nach Vorschriften in chemischen Werken, welche aus der reichen Hofbibliothek mit großer Liberalität leihweise an die Bewohner Darmstadts abgegeben wurden. Das lebhafte Interesse, das rch an den Arbeiten meines Vaters nahm, führte mich von selbst aus das Lesen der Bücher, die ihn in seinen Versuchen leiteten, und es entwickelte sich allmählich in mir eine solche Leidenschaft für diese Bücher, daß ich gegen alles Andere, was sonst Kinder anzieht, wie abgestumpft wurde. Da ich mir nicht nehmen ließ, die Bücher in der Hos- bibliothek selbst zu holen, so wurde ich mit dem Bibliothekar Heß bekannt, der sich mit Botanik mit Erfolg beschäftigte, und da er an dem kleinen Burschen Gefallen fand, so bekam ich durch ihn alle Bücher, die ich nur haben mochte, für meinen eigenen Gebrauch,- das Lesen der Bücher ging natür- ) In ben sechziger Jahren hatte mein Vater, Justus Freiherr von Liebig, biographische Aufzeichnungen gemacht, welche dann oet Sette g-legt wurden- Als er ater später wieder darauf zurückkommen wollte, fonnien sie nicht mehr aufgefunden werden, und er unterließ die Fortsetzung. -Den vorliegenden Tbetl dieser Aufzeichnungen habe ich vor kurzem unter anderen Manuscripten von der Hand meines Paters gelunden, sie geben ein vollständiges Bild von dem Wege seiner geistigen Ausbildung und von der Entwickelung seiner wissenschaftlichen Thättgteit. Dr. Georg Freiherr von Liebig, München-Reichenhall. lich ohne irgend eine Ordnung vor sich; ich las die Bücher, wie sie eben auf den Brettern aufgestellt waren, von unten nach oben, von rechts nach links war mir ganz gleichgiltig; für ihren Inhalt war mein vierzehnjähriger Kopf rote der Magen eines Straußes, und es sanden darin die zroeiund- dreißig Bände von Macquers chemischem Wörterbuch, der Triumphwagen des Antimonii von Basilius Valentinus, Stahls phlogistische Chemie, Tausende von Aufsätzen und Abhandlungen in Göttlings und Gehlens Zeitschriften, die Werke von Kirwan, Cavendish 2c. ganz gemüthlich Platz nebeneinander. Ich bin ganz gewiß, daß diese Art zu lesen mir in Beziehung auf den Erwerb von positiven Kenntnisien keinen besonderen Nutzen brachte, allein es entwickelte in mir die Anlage, welche den Chemikern mehr als anderen Naturforschern eigen ist, nämlich in Erscheinungen zu denken- es ist nicht ganz leicht, eine klare Vorstellung Jemanden davon zu geben, der das, was er sieht oder hört, in seiner Phantasie nicht bildlich wieder gestalten kann, wie dies z. D. bei dem Dichter und Künstler geschieht- am nächsten grenzt daran das eigen- thümliche Vermögen des Tondichters, der beim Componiren in Tönen denkt, welche ebenso gesetzlich zusammenhängen, wie die logisch geordneten Begriffe in einem Schluß oder einer Reihe von Schlüssen; es ist bei dem Chemiker eine Form des Denkens, bei welcher alle Gedanken sich sinnlich wahrnehmbar machen lasten, wie der Ton in einem gedachten Tonstücke. Diese Denkform findet sich z. B. bei Faraday im eminentesten Grade entwickelt, woher es kommt, daß feine wissenschaftlichen Arbeiten Dem, welcher diese Art des Denkens nicht kennt, dürr und trocken, und als eine zusammengehäkelte Reihe von Versuchen erscheinen, während sein mündlicher Vortrag, wenn er unterrichtet oder erklärt, geistreich, elegant und von bewunderungswürdiger Klarheit ist. Die Anlage, in Erscheinungen zu denken, kann sich natürlich nur ausbilden, wenn die Sinne fortwährend geübt werden, und bei mir geschah dies, indem ich alle Versuche, deren Beschreibung ich in den Büchern las, soweit eben meine Mittel reichten, zu reproduciren suchte- diese Mittel waren sehr beschränkt und so kam es denn, daß ich, um meine Neigung zu befriedigen, die Versuche, die ich eben machen konnte, unzählige Male wiederholte, bis ich an dem Vorgänge nichts Neuer mehr sah, oder bis ich die Erscheinung, die sich darbot, nach allen Seiten hin genau kannte. Die natürliche Folge davon war die Entwickelung eines Gedächtnisses der Sinne, namentlich des Gesichts, eine scharfe Auffassung der Aehnlichkeit ober Verschiedenheit eines Dinges oder einer Erscheinung, welche mir später sehr zu Statten kam. Man wird dies leicht verstehen, wenn man sich z. B. einen weißen oder gefärbten Niederschlag vorstellt, der durch Zusammenbringen zweier Flüssigkeiten entsteht - er bildet sich sogleich oder erst nach einiger Zeit, er ist wolkig oder von käsiger oder gelantinöser Beschaffenheit, sandig, crystallinisch, matt, glänzend, er setzt sich leicht oder langsam ab 2c., oder wenn er gefärbt ist, so hat er einen gewissen Farbenton - unter den unzähligen weißen Niederschlägen hat jeder etwas ihm Eigenes, und wenn man in dieser Art von Erscheinungen einige Uebung hat, so weckt in einer Untersuchung das, was man sieht, sogleich die Erinnerung an das, was man gesehen hat. Was das Gesichts- ober Augengebächtniß betrifft, s» wird man an folgendem Beispiel erkennen, was ich darunter meine. In unserer gemeinschaftlichen Untersuchung über die Harnsäure schickte mir Wöhler eines Tages einen crystallinischen Körper zu, den er durch Einwirkung von Bleisuperoxyd auf diese Säure erhalten hatte- ich schrieb ihm unmittelbar darauf und zwar sehr erfreut und ohne den Körper analysirt zu haben, daß es Allantoin sei- ich hatte sieben Jahre vorher diesen Körper in Händen gehabt, er war mir von Chr. Gmelin zur Untersuchung zugeschickt worden und ich hatte eine Analyse desselben in Poggendorfs Annalen veröffentlicht- seit dieser Zeit hatte ich ihn nicht wieder gesehen. (Fortsetzung folgt.) Bekanntmachung veranschlagt zu in Das Bürgermeisteramt. 601 I V-: Bs-t. £64 Stahl. am Kreuz. 201 öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 22. December 1890. Großh- Ortsgericht Gießen IXUUI uuci Viuiicn, getretene Unrichtigkeiten zu verbessern und ein möglichst klares und zuverlässiges Bild Montag drn 2. Februar 1891, Nachmittags 2i/2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Christian Petri dritter in Gießen gehörigen Immobilien^ Flur 27 Nr. 96"/,so - 173 Meter Hof- raithe in der Stephansmark jenseits der Wieseck auf das Bruch, Flur 27 Nr. Oö^/ioo - 227 Meter Grabgarten daselbst Akademischer Taschen-Kaleuder f. 1891, Leipzig, C. «. «och» Verlag (I. Sen nsch), Prei» 60 Pfg. Als ein roUHc mmener Führer durch die zahlreichen studentischen Corporationen aller deutschen Universitäten und thierärztlichen Hoch- Berliner Pfannenknchen, Kreppet, Kaffee- und TheegebLS, täglich frisch, Holz Verkauf. Mittwoch de« 28. d. M., von VI» Uhr ab, wird im Locale der Wirthin I. Pfaff zu Kinzenbach nachoerz. Holz a. d. Gemeinde-Wrlde Kinzenbach versteigert: 1) Siche«: 15 Stämme 11., III. Kl. mit 14,15 Fstm., 3 Rm- Sch'kpl., 117 Rm Reiser. 2) sichten r 3 St. IV. Kl. — 0,41 Fstm-, 235 Stangen L, II, III. Kl. = 12,45 Fstm., 1 Rm- Kpl-, 66 Rm. Reiser- 3) Kiefer« r 16 Stämme IV. Kl- mit 2,46 Fstm, 10 Stangen I. Kl, 9 Rm. Nutzholz, 2 m lang, 9,5 Rm Kpl, 7,5 Rm Stöcke, 46 Rm Reiser 4) Weichholz Reiser: 177 Rm- 5) Ginster r 64 Rm. Krofdorf, am 17. Januar 1891 brennend, KaiserOel rother Farbe, gänzlich gefahr- und geruchlos brennend, Feinstes Ligroine Montag den 2 Februar 1891, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesi gen OrtSgericht die dem Marti« Schmidt in Gießen gehörige Hosraithe: W 1 Nr. 797 - 37 Meter in der Schloßgaffe öffentlich meistbietend versteigert werden. der stattgehabten richtigen Eintragung gewährt werden. Da diese Einrichtung und das dem Publikum durch dieselbe gebotene Mittel zu seiner Sicherstellung immer noch nicht genügend bekannt zu sein scheint, so wird auf das Bestehen derselben besonders aufmerksam gemacht. Darmstadt, im Januar 1891. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. Clavel. Voranschläge, Pläne und Bedingungen liegen bei Großh. Bürgermeisterei Geilshausen zur Einsicht offen. Gießen, am 16. Januar 1891. Der Kreisingenieur: Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Erbauung eine» Schul- Hanses zu Gellshausen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen am Freitag den 28. Januar l. IS., Vormittags 9 Uhr, im Gemeindehaus daselbst im Wege mündlichen Abgebot» vergeben werden, und zwar: Gießen, 22. Drcember 189«'. Großh. OrtSgericht Gießen. I. «.: Vogt. Jeilgeöoterres. Täglich frische Kttppklu, Wenbrehelu empfiehlt Karl Germann, von dem studentischen Corporationsleben zu schaffen Ein wesentlicher Vorzug des Kalenders ist die Angabe der Garnisonen, welche sich in den einzelnen Untverstläten befinden.____________________________600 Motards Stearinkerzen in Kronen- und Tafellichtform, Renaissance-Kerzen in Wachs und Stearin, Wagenkerzen bester Qualität, Christbaum-Kerzen in Wachs und Stearin, Salon-Nachtlichte, Petroleum in bekannter Güte, Salon-Petroleum, krystallhell, gänzlich gefahr- und geruchlos Die Landbriesträger führen auf ihren Bestellgängen Bücher mit sich, welche zur Eintragung der ihnen vom Publikum zur Beförderung nach der nächsten Postanstalt übergebenen Sendungen mit Werthangabe, Einschreibsendungen, Postanweisungen, gewöhnlichen Packete und Nachnahmesendungen ■ .... - , - . - bestimmt find und zur größeren Sicherheit für die richtige und rechtzeitige I Ah! Vr ^Akademische Tafchen- Ablieferung dieser Gegenstände dienen. Will der Absender die Eintragung ! Kalender" dar. Wiederum ist die Ver- selbst bewirken, so hat der Landbriesträger demselben das Buch vorzulegen., lagshandlung bestrebt gewesen, das Ma- Bei Eintragung der Gegenstandes seitens beä Landbriesträger- muß dem Absender auf Verlangen durch Vorlegen des Buches die Ueberzeugung von empfiehlt Gonditorei Hettter 17 £135] Südanlage. Bei Einsendung von 45 in Brief- , marken franco per Post Ferner empfehle: Neues Genoffen- schastS-Gesetz (Nr. 101/2), Gewerbeordnung, Krankenversicherung d. Arb. (Nr. 5), Unfall- und Krankenversicherung d. Arb. (Nr. 7), Unfallversicherung bei Bauarbeiten (28/29), Unfallversicherung der bei Bauten beschäftigten Personen (Nr. 58), Unfall- und Krankenversicherung für Forst- und Landwirthichast (28/29), L Nr. 20 H. 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Vorhandene Stempel können benutzt werden. 598] MLdche«^könne»!das Weißzeug- näben erlernen Geschwister Ränder,^Seltersweg 36. 597] Für ein Tuchgeschäft wird ei« Lehrling aus achtbarer Familie gesucht. Anerbietungen schriftlich unter K. Z. 5 an die Erped. b- Bl._____________________ 602] Ein Mädchen von 13 bis 15 Jahren wird für einige Nachinittagsstnnden zu Hausarbeit gesucht. Näheres in der Exped- d. Bl. 17 Etedaillen a. Ehren-Diplome. i Wir empfehlen uneer vorzügliches l^'rfrd EM MM So" J A'po1* ticsellstihaffar Fabrikation dliitetiscker Produkte Ed. Locflond L Cc. inStotteart. Bedarf v. Cirarren- od.PC«WM» jed. ^rt, verlange man das mit über 2000 Abbildern in OrlffinftlgrÖBRo vcr-^ M'hcno Munter-Album a Brlhlrr OottniKorg in Uliu a. 1). Wiener Rauohatenellion-be-*0 hrik. Stet« das Neueste. Billiget» Bedienung. Nur für Wieder Verkäufer. Eis-Thänsali »u ^Xe’jbct Otto Schaaf. 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Der elfte Tag ber neuen Woche brachte eine DiScontermaßigung der ReichS- bank um lJ/s % und — eine uiatte Börse. Die Herabsetzung der Barikiate war ja allerdings seit geraumer Zett zur Gewißheit geworden, aber schwerlich hat man allerseits eine so weitgehende Ermäßigung angenommen und die Haltung der Börse bleibt daher immerhin bezeichnend. Statt sorglos das Ereigniß auf sich wirken zu lassen, stößt man sich an einem gleichzeitigen leichten Anziehen de« Prioaldtscvnte«, da« 'Niemanden in Erstaunen setzen sollte^ da genugsam bekannt war, daß in der Vorwoche forclrte Discontkäuse den Satz so stark ermäßigt hatten; der Witterungswechsel wird in« Steffen geführt, um Kohlenwerthe hci abzudrücken. Excenttonen sollen die Eourse der Bankactt.n geworfen haben, kurz, e« werden von allen Setten so nichtige Gründe zur Erklärung der Tendenz vorgebracht, daß man sich wundern muß, daß dieselben überhaupt colportht werden oder gar Gläubige sanden. Der wahre Grund bleibt immer der alte, olt ermähnte, aber nie genug gewürdigte: Da« Eom «Niveau kann sich nicht heben, ohne daß da« Pablilum ganz gewaltige Effectcnln träge au« dem Markte nimmt, dasselbe hat aber gegenwärtig weder die Mckel noch die Neigung, sich irgendwie an einer Bärs n- bewcgung zu betheiligen. So verlief beim auch in dieser Woche da« Geschäft so ruhig und still, und mit so geringen Schwankungen der Eourse, daß es der Mühe nicht verlohnt, sie auszuzeichnen, und allem Anschein nach wird diese Stimmung Noch eine Zett lang anhalten. Daran wird auch der Einfluß auswärtiger Börsen nicht« ändern, wie bereitwillig die Speculatlon auch derselben folgen mag. Der einzige Markt, welcher in dieser Beziehung in Betracht kommt, ist der Pariser, aber wie groß auch der Erfolg der Remtnsubscriptton in Frankreich sein mag, der tnteniationüle Ncntenmarkl bat keinen stützen daraus gezogen und nur durch diesen könnte sich doch die Einwirkung vollziehen. Der Erfolg ber Subsciiptton aus die französische Rente ist so außer ordentlich, daß er phantastisch erscheint. Die ans- gelegten 850 Millionen würben scchSzehn Mal überzeichnet, baß heißt, man sub- scrtbirle ein EapUal von 13>/> Milliarden und da zugleich mit ber Zeichnung eine Einzadluny von Ib Fianc« geleistet werden mußte, so sind reichlich zwei Milliarden Franc« am Tage der Einzahlung r Bahnen und Vrontanwerthe zur Zielscheibe seiner Abgaben. In Amerika ! ist ein neue« Silbergesetz vom Senat angenommen word n und an das Repräsentantenhaus gegangen, lieber die Einzelheiten de« neuen Gesetze« herrscht noch völlige« ! Dunkel, doch hört man, daß die bisherige Bestimmung über den Ankauf von monatlich 45 Millionen Unzen Silber aufgehoben wurde, und man schließt hieran«, daß den ©ilberleuten in anbe-er Weise weitgehende Zugeständnisse gemacht werden, vielleicht die Silberp'ägung sofort vollkommen frei gegeben wird. Da« Schicksal der Brll im Repräsentantenhaus ist noch sehr zwelfelhast. Der Silberprei« selbst hält sich ziemlich fest. Die CourSveränderunge.r der Woche sind mit geringen Ausnahmen un- ; bedeutender Natur. Bei der Medrzahl der Bankaclien begreifen 2 % die ganze . Eoursbewegrrng der Woche. Die Schlußcourse gehen über die ber Vorwoche meist nur um Bruchtheile hinan«, so bei DiSconto und Darmstädter Bank, Dresdner rind Deutsche Barrk gewannen je 1%, Eredit schließen unverändert, Ungarische Eredit verloren 6 fl., Bahnen lagen anfänglich auü den erwähnten Gründen fest, zum Schluß der Woche warten jedoch Nachrichten über ernstliche Betriebsstörungen durch Schneeverwehungen die Eourse wieder zv'ück. Besonders schwer wurden dadurch Lombarden getroffen und auch Staatsbahn litten darunter, büßten aber nur eine amängliche Avance ein, während elftere 2 fl. verloren. Galizier und Duxer verlaffm bte Woche mit mäßigen Gewinnen, Böhm sche Nordhobn büßten 2s/< fl ein. Schweizer Babnen mögen zum Lheil unter denselben Ernflüff n ge- stauoen haben, wie die ölte'reich.scheu Bahnen, zum Lbeil ist jedoch auch ein Fussioneproj.cl zwischen der Nordost und Unionbahu, da« in Schweizer Blättern eine ztemltch abfällige Beunherlung erführt, an den Eorns,ückgängen Schuld. Gotthard, 9!ordost und Uniondank verloren je 3®/», Eentraloahn 2%, Jura Simplon St. Actien 1 %. Von deutschen Bahnen sind Marienburger und Mainzer höher und nahezu voll behauptet. Renten haben sich etwas besser bewährt al« in der vergangenen Woche, namentlich ein Anziehen der 3>/a •/o deutschen Fond« ist bemerkenswerth. Von auswärtigen Fond« sanden Ungarische und Oesterreichischc Renten lebhafte Beachtung, während Italiener einen bedeutenden Druck zu leiden hatten, der unter Hinweis auf die mißliche Lage de« Landes von Berlin ausgeübt wurde. Kohlenwerthe schwächten sich ab und haben sich auch trotz der wieder ein- ßctrekncn Kalte nicht erhöhen können. Eisenwerthe wurden am Freitag wegen angeblicher Auflösung de« RoheisenvcrbandeS gedrückt, doch sind Laura noch behauptet Die übrigen Indusiriewerthe lagen still. Courft der Frankfurter Börse. 8 Cour* vom 10./I. 11. fl. Cour« vom 10./I. 17./I. <% Hessische Obligatton. 104.70 105.— 4V»o/oPortug.-A. 88 u.89 86.70 87.— „ Bayern .... 105.85 106.10 5o/o amort. Serb. Gold- „ Baden..... 103.90 104.— Rente .... 89.30 89.35 3% Sächsische Rente. . 88.45 —.— bo/gSerbischeEisenbahn' 3Vi°/o BremerStaatsanl. 97 90 98.50 Hyv.-Obl. L. A. . 4o/gSchwco.Oblig.188(>r 94.25 93.85 „ Hamb.Staatürente | 97.20 97.50 101.95 101.85 4o/oOestr. Goldrente . 95.95 96.45 jo/g Türken conv. . 18.90 18.80 „ GriechischeMonopol- ö°/o Argent. Gold-Anl. 71.40 Anleihe . . . 73.10 73.85 'i. 1887 ... 72.20 5o/o Rumänische Rente . 99.95 99.95 3l/s°/o Egypt..... 93.50 94.20 4‘/,o/o Russische Aul.. . 102.05 101.70 «ilendah« Petpritäten. 4°/t Pfälz. Ludwigöbahn (Bexback) . . . 5o/g Südbahn Lombarden 104.90 105.25 102.35 102.15 40/0 do. do. 99.50 „ Hessische LudwigSd. 3% do. do. 67.50 67.70 68/69 garant. . 102.70 102.60 40/0 Prag-Duxer Gold . 100 40 100.6p „ Elisabethb. steuerfrei „ Rudolf Gold (Salzk.) 100.70 100 70 Gold .... 101.10 101.40 „ Franz-Josef Silber 85.35 86.— 57o Oestr. Staatsbahn. 106.95 107.30 3% ftaatL garant. Jtal. 4o/o do. do. 100.45 100.70 Eisenbahn . . 57.45 57.60 3% do. do. 3°/o Livorneser . . . 64.95 84 80 I.—VllI.Emiss. 88 85 84.50 4v/o Rusi.Südw Eismb. 94.50 95.85 3% do. Ergärrzungtznetz 5% dtordweftbahn Golv 80 40 106.80 80.75 107.30 40/0 Wladikawkas garnt. 4o/g gar. Sardin.Lrec.stsr. 93 85 84.95 94 25 84.70 EttstHrdahrr-Aletterr. LudwigShasen-Bexbach. 226 80 225 90 Lübeck-Büchner . . . 165.— 167.— Hessische Ludwigöbahn. 113 80 115 50 Mecklenburger . . . —.— —— Pfälzische Nordbahn . 116 25 116 60 Gotthardt..... 159.40 156.30 Marienburger-Mlawka. 56 50 59 45 Jtal. Mittelmeer . . 103.90 100 50 Deutsche Reichsbank . Berlin. Handelsgesellsch. 141.50 141 — Dresdener Bank. . . 154.50 156 — 153.10 157 50 Ptttteldeutschc Creditb. . 101.— 110.— Deutsche Bank . . . 158.50 159.60 Wiener Bank-Verein . 103.75 103.50 DeutscheGenossenschstSb. v.Soergel,Parrisiu«LCo. 126.— 126.50 Württemb. Vereinsbank 125.50 125.50 An-vstrie-Papirce. Binding-Brauerei . . Stern- do. (Oberrad) 164 40 164.70 Deutsche VcrlagSanstalt 234.60 234 40 134.— 184 50 Farbwerke,voruuMeifter, Bad. Anilin- u. Soda- Lucius & Brüning. 270 — 271.40 sabrik .... 271.70 272 70 Riebeck'scheMontanwerke 184 50 184 — Vfarrddrtefs. 4o/0 Franks. Hyp.-Pfdbr. 4o/oDeutfcheGrundschld.- v. 86 ob . . . 101.50 101.50 Bk.-Pfandbr. . 100 60 100.60 3V«°/oFrnks.Hyp.-Pfdbr. 4o/»Preuß.Hyp.-Act.-Bk.- 95.50 95 50 3Vi°/o do...... 3V«0A Rhein. Hyp.-Bank- 94.80 94.80 Psandbr. . . . 100.70 100 70 Psandbr. . . . 4o/o Meininger Psandbr. 93.40 93 10 3V«°/o do...... 40/0 Preuß. Eentr.-Bod.- 94 80 94 80 ICO 80 100.80 Cred.-Psandbr. bis 1885 ..... —,— ____.____ Loose. Oestr. 1860rfl.500-Loose 127 90 127 60 Braunschweig. 20 Thlr^ „ 1854r fl. 250- , —— Loose .... 104.40 105.60 40/0 Meininger Prämien- 3°/o Oldenburger Loose . 128 60 128 84 Psandbr. . . . 130.75 130.35 3Vi°/o Köln-MindmLoose 135 20 136.— «isenvaha-Vonds. M/oE hic.Nrilw.f.St.Paul 40/y E hicago Burlington Prt., rückzahlb. 1910 . 113.50 —.— 9iebra«ra 1927 . . 86.50 87 — 50/vEchic.MUw.f.St.Paul Prt., rückzahlb. 1921 . 6°/o E entr. Paris. I.Mr tg. 104 25 104.— 4Vs°/e E olisornia Pacif. L M., rückzahlb. 1912 6o/oPacifwsMffsouri con- solidated I. M. r. 1920 104 — "3 90 rürfiablb 1896 . . 107 — 107.— 104.50 105.80 fiwrfe Ctiiftotiaitttu bv/o BuderuS-Odligat. . 103 80 I 104 40 | 4r/^/oGrasHenkelv.Doiu 1 ncrSmarf, rückz. k 105 1 104 90 105.1fr Ke^artion: L. Schepdo. — Druck und Verlag der Brüdl'schan Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) toi Gießen.