Kr. 243. Zweites Blatt. Sonntag den 18. Oktober (•MKVHMM4 >•>"< Ul 1891 JnwN*t tüglich, f* TrrLnatzwr M Mon-aG-. Wt Me-rner awka Hm ««^vtttch b»eicH)< frtiftfeet. Gießener Anzeiger Henerat-Mnzeiger. 2 an«! 90 Vk,. a& Brinqerlebn. Lurch bie Post bepgoi 2 Mar» 50 W Äebection, tpertfcw und Druckers: IMi Her«^rech«r 61, Amts- tmb Anzeigeblatt für den ICrei» Gietzem .,‘LijiiiiiniiiiiiMiiiii iimir iii-i ~ — ।_______->______ - " £ ? « s| e e eea Lvzeigev xu der A-chmiNa^» für dm Lag erfcheinmden Nummer bis Lor«. 10 Uhr. ■ iinwii uleT~--~iz~.iT.Trrrr:~.-.:■ ----------- 4r«ti,S«ira,e: Küß«« ImnikimM««. | Amtlicher Theil. Milchverkaufsordnung für die Proviuzialhanptstadt Gießen. Zum Schutze des Publikums vor Benachtheiligung wird unter Bezugnahme auf das Reichsgesetz vom 14. Mai 1879 betr. den Verkehr mit Nahrungsmitteln 2C. aus Grund des § 367 des Strafgesetzbuchs und Art. 56 des Gesetzes vom 13. Ium 1874, nach Anhörung der Stadtverordnetenversammlung sowie, mit Genehmigung Grobherzoglichen Mi- nisteriums des Innern und der Justiz verordnet wie folgt: § 1. In dem Bezirk der Provinzialhauptstadt Gießen wird die Milch zum Verkaufe nur in zwei Beschaffenheiten zuge-. laffen und zwar: a) als ganze, unveränderte Milch; b) mit der einzigen Veränderung durch Abrahmung als abgerahmte Milch. § 2. Die für den Verkauf bestimmte abgerahmte Milch als besonderer Handelsartikel ist den Käufern als solche in der Weise zu bezeichnen, daß diese Milch nur in Gefäßen aufbewahrt, bezm. feilgeboten wird, welche in einer in die Augen fallenden, die zeitweilige Beseitigung ausschließenden Weise, mit deutlichen Buchstaben die Bezeichnung „abgerahmte Milch" tragen. Unter Milch ohne nähere Bezeichnung wird nur ganze Milch verstanden. § 3- Vom Handelsverkehr im gesundheitspolizeilichen Interesse ausgeschloffen ist die ganze oder abgerahmte Milch, welche von kranken, insbesondere mit einer Seuche behafteten Thieren, oder von Kühen innerhalb der ersten acht Tage nach dem Kalben abstammt, ferner jede bittere, schleimige, abnorm gefärbte, oder sonst ekelerregende und verdorbene Milch. § 4. Die ganze und die abgerahmte Milch darf nur in ganz reinen Gesäßen und vorschriftsmäßig gaeichten Maaßen trans- portirt, beziehungsweise feilgeboten und verabreicht werden. Ebenso ist in den Milchverkaufslocalen die größte Reinlichkeit zu erhalten. Dieselben müssen, namentlich, wenn sie zur Aufbewahrung von Milch benutzt werden, trocken und luftig sein und dürfen nicht als Schlafstätten benutzt werden. In Gefäßen von Zink oder Kupfer darf die Milch nicht , aufbewahrt werden oder feilgeboten, bezw. ausgemessen werden. ! § 5. Milchviehbesitzer und Milchhändler, welche dahier Milch I verkaufen wollen, sind gehalten, diesen ihren Milchverkauf noch ‘ vor Eröffnung desselben der Polizeibehörde schriftlich anzu- I zeigen und haben hierbei: a) die Milchviehbesitzer, wenn sie den Verkauf nicht in eigner Person besorgen, die damit betrauten Familienangehörigen oder Dienstleute, b) die Milchhändler die Landwirthe und Milchvieh- besitzer ru benennen, von welchen sie die Milch beziehen. 5 6. Der Milchverkauf im Bezirk der Stadt Gießen unter- | liegt der Beaufsichtigung durch die Polizeibehörde. Die | Handhabung der polizeilichen Milchcorttrole besteht unter । Anderem: j a) in der die Besichtigung und Ermittelung des specifi- , fchen Gewichts durch die Polizeibeamten umfassenden ; Vorprüfung, ! b) in der Prüfung der Milch durch die von der Poli- zeibehörde bestellten Sachverständigen. § 7. Bei der Vorprüfung der Milch durch die Polizeibeamten ist das Lactodensimeter von Quevenne mit zugehörigen Re- ductionstabellen und Thermometer zu benutzen und sind genannte Instrumente amtlich auf ihre Richtigkeit zu prüfen, bevor sie in Gebrauch genommen werden. Der Polizeibehörde bleibt es vorbehalten, nach sachverständigem Gutachten auch andere zweckmäßige Instrumente in Anwendung zu bringen. 5 8. Das spec. Gewicht der Milch (ganzer Milch) soll bei einer Temperatur von 1.50 0. zwischen 1,029 und 1,033 j liegen. Die Milch (ganze Milch) soll außerdem mindestens i 2,8% Fett besitzen. Bei abgerahmter Milch wird bei ! 15° C ein specifisches Gewicht von 1,033 vorausgesetzt. § 9. . ; Milch (ganze Milch), welche bei der Vorprüfung durch , die Polizeibeamten bei 150 C. unter 1,027 zieht, wird als । gewässert betrachtet, vom Verkehr ausgeschloffen und mit Be- j schlag belegt. Von derjenigen Milch (ganze Milch), welche bei der Vorprüfung nur von 1,027 bis 1,029, oder über 1,033 bei 15° C. zieht, ist von dem controlirenden Polizeibeamten eine geeignet große Probe (% Liter) zu erheben, in eine reine trockene Flasche zu füllen, zu versiegeln und mit genauer Angabe des Verkäufers, des Datums der Entnahme, des Temperaturgrades der Milch bei der Vorprüfung und des gefundenen, bezw. nach den Reductiönstabellen umgerechneten specifischen Gewichtes auf dem Dienstwege an den Sachverständigen sofort abzugeben. Jngleichen sollen in der oben vorgeschriebenen Weise erhobene Proben von der in der Stadt seilgebotenen, bezw. zum Verkauf gelangenden abgerahmten Milch zur Prüfung an den Experten abgegeben werden, wenn dieselbe bei Vorprüfung ein specifisches Gewicht von unter 1,033 zeigt. 5 10. Der Sachverständige hat alsbald nach Eingang der Proben von Milch (ganze Milch): a) eine Bestimmung der Temperatur vorzunehmen, _ b) nach sorgfältiger Durchmischung der Milch das spe- cifische Gewicht festzustellen, c) den Fettgehalt zu ermitteln, d) falls die unter b und c genannten Bestimmungen die ausreichenden Anhaltspunkte zur Beurtheilung der Milch nicht ergeben haben, eine Probe derselben zum Abrahmen während 24 Stunden hinzuzustellen, darauf vollständig abzurahmen und hiernach wieder auf ihr specifisches Gewicht bei 15° C. zu prüfen. Bei Proben von abgerahmter Milch wird nur das unter d beschriebene Verfahren eingehalten. 5 ii. Der Sachverständige hat: 1. als gewässert zu bezeichnen: a) ganze Milch, deren specifisches Gewicht unter 1,027 liegt, b) ganze Milch, deren specifisches Gewicht über 1,027 liegt, nach 24stündigem Stehen und darauf erfolgtem Abrahmen jedoch unter 1,033 liegt, c) abgerahmte Milch, deren specifisches Gewicht nach 24stündigem Stehen und darauf erfolgtem Abrahmen unter 1,033 liegt, 2. als entrahmt zu bezeichnen: ganze Milch, deren Fettgehalt weniger als 2,8 % beträgt. § 12. Zuwiderhandlungen der Milchverkäufer gegen die Bestimmungen in § 1 — 5 incl. unterliegen einer Bestrafung von fünf bis fünfzig Mark, falls nicht die in dem Reichsgesetze vom 14. Mai 1879 oder im Strafgesetzbuche vorgesehenen höheren Strafen einzutreten haben. 5 13. Diese Polizeiverordnung tritt 4 Wochen nach ihrer erstmaligen Verkündigung im „Gießener Anzeiger" in Kraft. Gießen, den 12. October 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Bekanntmachung, betr. die Ausbildung von Ackerbauschülern. Der landwirthschastliche Bezirksverein Gießen har in dem Voranschläge pro 1891/92 eine Subvention von 100 Mk. für junge Leute, welche an dem Cursus einer Ackerbauschule Theil nehmen, in Ausgabe vorgesehen. Bei den Anforderungen, die jetzt an den Landwirth ge-, stellt werden, erscheint es als eine Pflicht der Eltern, auf eine bessere Berufsbildung ihrer Kinder hinzuwirken, damit dieselben später die Landwirthschaft in rationeller und lohnender Weise zu betreiben im Stande sind. Ein rationeller Wirthschaflsbetrieb kann aber nur auf wissenschaftlicher Grundlage beruhen. Es kann daher den Landwirthen nur empfohlen werden, die verhältnißmäßig nicht großen Opfer, die mit dem Besuche einer lcmdwirthschaftlichen Schule verbunden sind, anszubringen und ihre erwachsenen Söhne zu dem Besuche einer solchen Schule anzuhalten. Die landwirthschastliche Winterschule zu Alsfeld wird den 2. November l. I., die zu Büdingen und Friedberg den 4. November l.J. eröffnet und Ende März k. I. geschloffen werden. Bewerber um Bewilligung einer Subvention von 50 vis 100 Mk. werden zur alsbaldigen Einreichung ihrer Gesuche und etwaiger Zeugnisse bei der betr. Bürgermeisterei unter dem Anfügen aufgefordert, daß unter mehreren Bewerbern die Priorität der Anmeldung Anspruch auf vorzugsweise Berücksichtigung gibt und daß die Subvention namentlich unbemittelten Personen zugewendet werden wird. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden gebeten, dieser Bekanntmachung die thunlichste Verbreitung zu verschaffen, Anmeldungen entgegenzunehmen und dieselben unter Begutachtung der Gesuche an den Unterzeichneten bis zum 20. October l. I. einzusenden. Zugleich werden die Großh. Bürgermeistereien ersucht, geeignete Zöglinge für die genannten Ackerbauschulen ausfindig zu machen und zur Anmeldung zu veranlassen. Gießen, den 16. October 1891. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Jost, Regierungsrath. politische wochenscha«. Gießen, 10. October 1891 Die vergangene Woche war in politischer Beziehung eine der stillsten, welche wir seit der Unterbrechung der Reichstagssitzungen erlebt haben. Namentlich sind auf dem Gebiete der inneren Politik Ereignisse von irgendwie tiefgreifender Bedeutung nirgends zu verzeichnen. Bei dem Mangel an geeignetem neuen Material hat man innerhalb der Preffe auf alte Forderungen zurückgegriffen und in der letzten Zeit namentlich die Frage der zweijährigen Dienstzeit hin- und hergeworfen, ohne daß die deutsch freisinnige Journalistik, die sonst die Frage anzuregen pflegte, sich gerührt hätte. Vielmehr ist im Augenblicke iogar das Militärwochen blatt damit beschäftigt, auszuführen, daß die übelen Folgen des Militärwesens für den Bürgerstand vielleicht durch eine kürzere Dienstzeit ausgeglichen werden könnten. Man greift damit auf eine häufig ventilirte Frage des Jnsanteriedienstes zurück, die nach der Ablehnung des Antrags auf eine neue Dienstordnung im Jahre 1890 für längere Zeit erledigt schien. Nunmehr sollen sogar practische Proben mit der bezeichneten Einrichtung bei verschiedenen Regimentern gemacht werden, indem man die jetzt eintretende Recrutenmannschast gesondert von den alten Truppen für sich ausbilden läßt, um nach Verlaus von zwei Jahren ihre Ausbildungshöhe mit derjenigen von dreijährigen Soldaten zu vergleichen. — Die Reichstagssitzungen sollen dem Vernehmen nach erst am 17. November wieder beginnen. An einer anderen Stelle ist von dem „Gießener Anzeiger" bereits mit Recht darauf hingewiesen worden, daß dieser Termin etwas spät gewählt ist und namentlich das unzuträgliche Nebeneinandertagen des Deutschen Reichstags und des Preußischen Abgeordnetenhauses zur Folge haben wird. Wenn auch der Etatsentwurf nicht fertig ist, so könnten doch einstweilen die Krankenkasiennovelle und das Telegraphengefetz berathen werden. Ein eigenthümliches Schicksal verfolgte die Bemühungen, einen internationalen Fried enseongreß zu Stande zu bringen. Der gegenwärtige Vorsitzende, nämlich Herr Bonghi, hat für die deutschen Theilnehmer dadurch Anstoß gegeben, daß er gelegentlich die Meinung äußerte, ein Weltsriede sei erst nach der Rückgabe von Elsaß-Lothringen an Frankreich möglich. Darnach schien es, als ob Herr Bonghi die elsaß- lothringische Angelegenheit auf ■ dem (Songreffe zu besprechen beabsichtige. Natürlich haben die deutschen Theilnehmer von vornherein gegen eine solche Möglichkeit protestirt und die Zusicherung erhalten, daß politische Tagesfragen überhaupt nicht berührt werden würden. — Von dem verstorbenen irischen Abgeordneten Parnell ging in der vergangenen Woche eine Zeitlang das Gerücht, daß er sich selbst entleibt habe. Man dachte an diese Möglichkeit um so mehr, als Parnell erst 45 Jahre alt geworden war und von einer Krankheit desselben nichts verlautet hatte. Indessen ist nach der öffentlichen Versicherung seines Arztes die Todesursache ein Herzleiden gewesen. In Bezug auf die Nachfolge Par- nells ist noch nichts definitives entschieden worden. Allem Anschein nach werden der Regelung dieser Angelegenheit noch recht unerfreuliche Erörterungen vorausgehen. — In Ungarn wie in Oesterreich haben die Parlamentssitzungen bereits wieder begonnen, und sind zunächst die Finanzminister zum Worte gelangt. Während aber Dr. Weckerle in Ungarn eine recht erfreuliche Darstellung von der Finanzlage zu geben vermochte, war Minister Steinbach in Oesterreich nicht so glücklich. Er mußte betonen, daß bei der geringen Elasticität der österreichischen Steuern die größte Selbstbeherrschung erforderlich sei, um ein Budget ohne Deficit herzustellen. Gleichwohl fanden die Auseinandersetzungen Steinbachs wegen ihrer Ungeschminktheit und nüchternen Beurtheilung der Lage in der gejammten österreichischen Presse lebhafte Anerkennung. Locales tut fr provittzicNcs. Gießen, 17. October. — Stenographisches. Welch bedeutenden Nutzen die Stenographie für alle Diejenigen besitzt, die sich viel mit Schreibgeschäften abzugeben haben, ist ja allgemein bekannt. Besonders für den Kausmann und den Beamten bietet sie große, nicht hoch genug zu schätzende Vortheile, und sollte jeder junge Mann es sich angelegen sein lassen, diese werthvolle und practische Kunst zu erlernen,- sie wird ihm dann eine treue Gehilfin seiner Thärigkeit werden. Gerade in dem kaufmännischen Leben wird der große Nutzen der Stenographie jetzt immer mehr gewürdigt und besonders von den Bediensteten der größeren Geschäfte wird die Fertigkeit im Stenographiren verlangt, welche sowohl dem Chef, als dem Correspondenten, dem Buchhalter, wie dem Reisenden unendliche Erleichterung gewährt und gerade in der Jetztzeit, wo der Spruch „time is money“ mehr als je gilt, durch ihre großen Vortheile unentbehrlich wird. Der hiesige Gabelsberger Stenographen-Verein läßt (wie aus dem Jnseratentheil zu ersehen ist) auch wieder in diesem Winterhalbjahr einen Unterrichtscarsus in der Gabelsberge r- schen Stenographie — dem bekanntlich ältesten, ver- breitesten und leistungsfähigsten System — durch seinen zweiten Vorsitzenden, Herrn Realgymnasiallehrer Df. Pitz, abhalten und bietet dadurch allen jungen Leuten und Angestellten Gelegenheit, sich diese Kunst zu eigen zu machen. Der Unterricht findet voraussichtlich im Saale des alten Rathhauses auf dem Marktplatze statt. vermischtes. * Berlin, 14. October. Die bei dem Eisenbahnunglück bei Kirchlengern schwer verletzten Mitglieder der Carre'schen Circus-Gesellschaft, Frau Perzina und die Kunstreiterin Frl. Mary Grothe, sind von Hannover nach Berlin überführt worden, wo dieselben sich in der Behandlung des Professors Bergmann befinden. Im Krankenhause in Hannover verbleibt nur noch Frl. Adams. Diese Damen erhalten das Gehalt, das sie früher vom Director Carre bezogen haben, wie auch die ärztlichen und Verpflegungskosten von der Eisenbahnverwaltung ausbezahlt. Director Carre hat seine Ersatzansprüche jetzt geltend gemacht- seine Forderung beläuft sich der „Norddeutschen Allgem. Zeitung" zufolge auf I1/2 Millionen Mark. * Vom Kasernenhofe. Wachtmeister: „Sie — Einjähriger Lilienthal, drücken Sie Ihre beiden krummen Wagendeichseln dem Königlichen Dienstgaul etwas verständnißinniger an die alten Rippen, damit er nicht so rathlos die Hinterbeine nach allen Richtungen der Windrose in die Luft schmeißt — — Sie balanciren ja mit solchen Verlegenheitsgefühlen auf dem Sattel wie ein desertirter Königlicher Jnsanterie- floh auf einem dienstlich gewichsten Husarenschnurrbart!" — Corporal: „Was, Sie Einjähriger, Sie wollen ein Doctor der Philosophie sein und können noch nicht einmal auf einem Fuß stehen? — Das kann ja jede alte Gans!" verkehr, Land« und vEswLrLhschaft. (D Grünberg, 15. October. Das angenehme, milde Herbstwetter begünstigte auch unseren gestrigen und heutigen Gallus- markt, den größten deS ganzes Jahres. Die Befürchtungen, die man noch an dem etwas regnerischen vorausgehenden Dienstag hegte, datz es dem diesjährigen „Gallmarkt" wie fast allen seinen Vorgängern erginge, die nämlich total verregneten, hatte sich nicht erfüllt, ja an dem heutigen zweiten Markttage herrschte geradezu wahres Sommerwetter. Wie alle Märkte hat auch der früher so überaus große und starke Markt durch die bekannten Ursachen viel verloren. Kaum die Hälfte seiner früheren Größe erreicht er noch. Das zeigen evident die immer kleiner werdenden Gassen der Krämerstände. Dessenungeachtet erinnerte doch der gestrige erste Markttag mehr an die Blüthe- zeit des Marktes als wie seine unmittelbare Vorgänger durch den gut mit Schau- und Vergnügungsbuden besetzten und sehr stark frequentirten „Juxplatz". Immer „man dicht ran" ging es zur Bude, drin unsere neuen „garantirt echten" Landeskinder von Afrika ihre heimischen Sitten und Gebräuche zeigten. In gleicher Art strömten Männlein und Wetblein zum Eirkus, der auch gar zu verführerische lebende Reclame ins Feuer führte. Kurzum der Juxplatz bot ein echtes Jahrmarktsbild, wie man es sonst selten sieht. Die Gassen der Krämerbuden waren dagegen weniger gefüllt, nur vor den 20- und 10-Pfg-Ständen zeigte sich starker Besuch und starke Kauflust.— Der am Morgen vorausgehende Viehmarkt war mit Rindvieh normal, mit Swwetnen aber überaus stark befahren. Während di Preise beim Rindvieh sich auf dem seitherigen Stand erhielten, zeigten die Preise der Jungschweine einen erstaunlichen Rückgang. Wenn auch das Paar Ferkel nicht für 5 bis 6 Mk. verkauft wurden, wie man das aus dem „Ried" meldet, so erreichten die Preise doch nickt einmal die Hälfte der vorjährigen oder gar der voroorjährigen. Die Verkäufer machten verdutzte Gesichter und wollten nicht herabgehen, mußten aber, wollten sie ihre feile Waare nickt wieder mit heim nehmen. Dessenungeachtet wurden viele Verkäufer gar nicht nach ihrer Waare befragt. Das Paar Ferkel erster Qualität galt im Durchschnitt 24 bis 28 Mk., zweiter Qualität 16, 20 bis 24 Mk., die geringe Sorte gar 10 bis 16 Mk. Diese Preise sind allerdings für die Züchter sehr niedrig, sie waren aber auch seither ganz ungewöhnlich hoch, ja zu hoch. In Anbetracht der sonstigen Theuerung aller Lebensmittel ist es mit Freude zu begrüßen, daß endlich einmal die bohen Fleischpreise auf einen normalen Stand zurückgehen. An der Zeit wäre es nun, daß man das Pfund Schweinefleisch hier nicht mehr mit 64 Pfg. bezahlen müßte. Literatur und Kunft „ ~ Socialpolitische Rundschau. Monatsschrift für die Geschichte und Kritik der socialen Bewegung. Leipzig. Fr. Richter 1. Heft. Preis vierteljährlich 4.50 Mk. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten Diese neue, von Dr. Karl Mundtng herausgegebene Zeitschrift ist eine ganz eigenartige Erscheinung. Es liegt ihr die Idee zu Grunde, die sociale Frage als ein selbständiges Forschungsgebiet zu behandeln. Beschränkt sich die Redaction demzufolge auf die socialen Probleme, so faßt sie dieselben anderseits wieder im weitesten Sinne als einheitliche Culturfrage auf. So ergibt sich ein großes, das ganze Leben der modernen Gesellschaft umspannendes Beobachtungsfeld. Die großen socialen Probleme erscheinen dabei als Herz- und Brennpunkt der geistigen, sittlichen und wirthschaftltcken Bewegung unserer Zeit. Dieses weitzielende Programm bedingte den beträchtlichen Umfang der Zeitschrift. ES erscheint jeden Monat ein großes, stattliches Heft von fünf Druck- bogen. aa ff f erzielt man nur, wenn die Annoncen zweck- ■ y r I A I A mäßig abgefaßt und typographisch ange. Vs/ V | V > W messen ausgestattet sind, ferner die richtige V * cv Wahl der geeigneten Zeitungen ge- flllfm OttfltllTtl troffen wird. Um dies zu erreichen, wende UUIUJ man sich an die Annoncen-Expedition Rudolf Mosso, Frankfurt a. 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No- 37 19) 42 cbm 7 88 4 7 47 a Ettingshausen—Queckborn 30 8) b 12 46 d Lützellinden—Großen-Linden 31 8 c In Reinhardshain 42 b In Wieseck 87 39 45 44 45 32 10 81 138 65 17 18 40 42 13 14 16 8 9 a Gießen—Daubringen a Lollar-Daubringen 3 5 6 40 32 33 34 26 28 24 19 20 22 1 2 cbm 40 50 150 10 60 60 18 32 cbm 10 40 15 35 20 40 12 12 14 16 56 16 35 cbm 74 25 17 12 13 123 24 22 3 7 7 18 cbm 40 25 36 118 28 cbm 44 20 20 20 23 27 10 30 55 17 cbm 30 50 25 40 20 25 40 60 30 8 12 cbm 311 25 66 42 cbm 11 12 118 9 70 cbm 76 6 152 35 159 1 73 cbm 11 21 62 cbm 50 50 152 66 58 cbm 75 26 66 36 21 70 93 29 67 cbm 39 25 87 cbm 70 60 25 7 60 10 45 10 50 30 54 13 24 44 cbm 123 30 75 30 119 13 36 21 80 62 56 12 53 21 24 14 9 51 15 15 28 42 25 e f g h e f b In Bersrod c Bersrod—Winnerod a Allertshausen—Beuern cbm 25 20 44 7 80 35 80 34 4 a b c a b c cbm 76 38 15 50 52 19 38 e f g h a cbm 78 22 75 120 7 20 31 77 16 60 41 17 15 33 56 28 e f g h c d e e f a b c a Grünberg—Göbelnrod In Göbelnrod Göbelnrod—Beltershain Grünberg—Lauter In Lauter Lauter—Laubach b c d e a b a b c d a b c d cbm 3 14 m a b c a k a b b a Frestag, Uhr. cbm 63 10 38 18 13 78 120 97 22 50 5 m Garbenteich—Steinbach n In Steinbach o Steinbach—Annerod 21 50 18 41 31 c Wieseck—Alten-Buseck d In Alten-Buseck 6 Alten-Buseck—Großen-Buseck a Alten-Buseck—Daubringen b In Burkhardsfelden c Burkhardsfelden—Hattenrod d In Hattenrod e Hattenrod—Harbach a Reiskirchen—Burkhardsfelden c Hattenrod—Lich b Reiskirchen—Hattenrod a In Reiskirchen Rödgen—Großen-Buseck In Großen-Buseck Großen-Buseck—Beuern Alten-Buseck—Großen-Buseck Großen-Buseck—Staatsstraße In Trais-Horloff Bettenhausen—Bellersheim Bellersheim—Obbornhofen In Obbornhofen Obbornhofen—Wohnbach a Steinbach—Albach a Steinbach—Oppenrod a Annerod—Grünberg (Staatsstr.) In Ettingshausen Ettingshausen—Harbach In Harbach Harbach—Staatsstraße Ettingshausen—Queckborn a Lumda—Weitershain b Weitershain—Rüddingshausen d Rüddingshausen-Deckenbach a Staatsstraße-Odenhausen b In Odenhausen, c Odenhausen—Rüddingshausen a In Kesselbach b Kesselbach—Appenborn f In Beuern g Beuern—Geilshausen __ h In Geilshausen 23 । 41 a Beuern-Bersrod a Trais-Münzenberg—Bellersheim b In Bellersheim c Bellersheim—Trais-Horloff Staatsstraße Lich—Albach In Albach Albach—Oppenrod In Oppenrod Oppenrod—Staatsstraße a Gießen—Steinberg b In Steinberg c Steinberg—Grüningen a Gießen—Hausen b In Hausen c Hausen—Garbenteich d In Garbenteich e Garbenteich—Dorfgill f In Dorfgill g Dorfgill—Staatsstraße h Leihgestern—Steinberg i Steinberg—Watzenborn k In Watzenborn 1 Watzenborn—Garbenteich m Garbenteich—Steinbach a Watzenborn—Schiffenberg b Hochelheim—Langgöns c In Langgöns d Langgöns—Niederkleen Hof-Graß—Rodheim Rodheim—Glaubzahl Langd—Hof-Graß In Großen-Linden Großen-Linden—Leihgestern In Leihgestern Leihgestern—Steinberg Großen-Linden—Hörnsheim Mainzlar—Treis a. d. Lda. In Treis a. d. Lda. Treis—Allendorf a. d. Lda. In Allendorf a. d. Lda. Allendorf a. d. Lda.—Londorf In Londorf Climbach—Allendorf a. d. Lda. Allendorf a d. Lda.—Nordeck LondorsiAllertshausen Allertshausen—Beuern 34 d Reinhardshain—Winnerod e In Winnerod 40 e Großen-Buseck—Beuern b In Lumda c Lumda—Atzenhain c Odenhausen—Rüddingshausen a Gießen—Krofdorf a Gießen—Heuchelheim b In Heuchelheim c Heuchelheim—Kinzenbach a Heuchelheim—Windhof a Gießen—Steinberg a Gießen—Hausen a Gießen—Rödgen b In Rödgen c Rödgen— Großen-Buseck a Gießen—Wieseck In Birklar Birklar—Staatsstraße c Steinberg—Grüningen d In Grüningen e Grüningen—Holzheim f In Holzheim g Holzheim—Gambach a Dorfgill -Holzheim b Holzheim—Langgöns a Dorfgill—Grüningen b Grüningen—Langgöns a Queckborn—Staatsstr. Gießen b Staatsstraße—Göbelnrod a Weickartshain-Lardenbach a Stangenrod — Lehnheim a In Beltershain b Beltershain—Reinhardshain straften des geben werden: In Daubringen Daubringen—Mainzlar In Mainzlar Mainzlar—Trais a. d. Lda. Lollar—Staufenberg b In Muschenheim c Muschenheim—Bettenhausen 25 26 a Hofgill—Arnsburg a Eberstadt—Münzenberg a Hungen—Hofgraß a Hungen—Villingen b In Villingen c Villingen-Ruppertsburg a Villingen—Nonnenroth b In Nonnenroth c Nonnenroth—Oberbessingen 4) Wieseck: Dienstag den 27. Hctoöer, Nachm. 3 Uhr. cbm d In Bettenhausen e Bettenhausen—Langsdorf Muschenheim—Birklar d In Oberbessingen Oberbessingen—Ettingshausen Bettenhausen—Bellersheim a ^ofgill—Muschenheim _ In Steinheim g Steinheim—Nodheim ' In Rodheim Rodheim—Rabertshausen k In Rabertshausen 1 Rabertshausen—Harp In Rabertshausen II Steinheim-Unter-Widdersheim 23 d In Trais-Horloff Trais-Horloff—Steinhenn _ In Queckborn o Queckborn—Staatsstr. Grünberg 15) Steinbach: Mittwoch den vember, Vorm. 8 Uhr. 16) Watzenborn: Mittwoch den vember, Vorm. 11 Uhr. Langgöns: Montag den vember, Mittags 121/« Uhr. p In Annerod q Annerod—Gießen (Staatsstraße) a b c d e Staufenberg—Mainzlar Kirchberg—Ruttershausen In Ruttershausen . Ruttershausen—Odenhausen 53 a Staatsstraße—Friedelhausen c In Rüddingshausen d Rüddingshausen—Wermertshausen 18 c Appenborn—Weitershain 85 d In Weitershain e Weitershain—Bernsfeld 13) Weikersheim: Montag den vember, Vorm. 9 Uhr. 12) Hrünberg: Freitag den 6. November, Nachm. 1 Uhr. 17) Kotzheim: Freitag den 13. November, Nachm. 1 Uhr. 14) Wettenhausen: Montag den vember, Mittags 12 Uhr. Hrotzen-Linden: Montag den 16. November, Nachm. 3 Uhr. Mendorf a. d. Ada.: Donnerstag den 29. Hctover, Vorm. 11 Uhr: 7) Hdenhausen: Samstag den31.Hctober, Nachm. 3 Uhr. 6) Weitershain: Samstag den 31.Hclober, Vormittags 11 Uhr: Weucrn: Montag den 2. November, Mittags 1 Uhr. 9) Kattenrod: Mittwoch den 4. November, Vorm. 9 Uhr. onntag den 18. October (ßie^ene? Anzeiger 3) Staufenberg: Montag den 26. Hctober, Vorm. 9 Uhr. 10) Hroßen-Wuseck: Mittwoch den 4. November, Nachm. I1/- Uhr. Betreffend: Die Unterhaltung der Kreiüstraßen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. „ , ar . , ,„s Qder Untcrhaltunqssteinc, beziehungsweise die Lieferung zerkleinerter Unterhaltungssteine auf die Krets- $QS JJe55*®ie®"Tf2; ZäMen brci Jahre soll in den nachstehenden Terminen für die einzelnen Lteferstrecken loosroeife auf dem Weg mündlichen Abstrichs ver- 1) KSerbesstngen: Donnerstag den 22. Hc- tober, Vorm. 11 Uhr. 2) Steinheim: Samstag den 24. Hctober, Mittags 2 Uhr. a In Klein-Linden b Klein-Linden—Lützellinden a Staatsstraße—Allendorf a. d.Lahn 48 b In Allendorf a. d. Lahn 13 c Allendorf a. d. Lahn—Lützellinden 10 ' ' ‘ 37 11) Hießen (Altes Rathhaus): den 6. November, Vorm. 9 St. «U.n t. .«««», W» ».tot «<»«■ d-i »>- -bi,-» «--><» In d.» T-«,n ... 22. 0»-- b. z. 1«. »-«-».»« <—» «•» d.« »"« Ewfi?ÄSÄÄ. «SU aäito- W i” ----- 0* T— ->-»—- ».», -<-» >»- «Hto v. Gagern.__________________.______________________________ Bekanntmachung, bett. Auzeigepflicht der Aerzte; hier ansteckende Krankheiten. Unter Zustimmung des Kreisausschusses und mit Ge- nebmiauna Grobherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 8. October 1891 zu Nr. M. I. 262o0 wird für den Kreis Gießen nachstehende Polizei-Verordnung er- lassen: 8 !• Don jeder Erkrankung an einer tqphuSartigen Krankheit (Unterleibstyphus, Rückjallipphus, Flecktyphus), Scharlach, Diphtherie, Croup, Puerperalfieber (Wochenbeltfieber) hat der bebandelnde Arzt dem Grobherzoglichen Kreisgesundheitsamt Kieüen binnen 24 Stunden unter Angabe des Namens, des Alters und der Wohnung des Erkrankten schriftliche Anzeige zu machen. $ 2 Unterlassung der nach § 1 vorgeschriebenen Anzeige wird mit Geldstrafe bis zu 30 Mark geahndet. Bestrafung tritt dann nicht ein, wenn jene Anzeige zwar nicht von dem Verpflichteten, aber doch von anderer Seite unverzüglich er- stattet worden ist. § o. In Fällen, in denen die Jsolirung im eigenen Haufe absolut unthunlich ist und in Folge des un obroalteiv den allgemeinen Verkehrs Nachthelle für das, o^liche Wohl zu erwarten sind, kann das Kreisamt auf Antrag des ivreis- gesundheitsamts Sperre des fraglichen Locals anordnen, in. soweit dieselbe erforderlich erscheint. § 4. Die Benutzung öffentlicher Fuhrwerke zum irransport von an den in § 1 genannten Krankheiten erkrankten Per- sonen ist untersagt. § 5. Aus Familien, in welchen Jemand an Diphtherie oder Scharlach leidet, ist der Besuch der Schulen und ähnlicher Anstalien sämmtlichen Kindern untersagt. § 6. Leichen an in § 1 genannten Krankheiten Verstorbener dürfen nicht in der Wohnung verbleiben, sondern muffen längstens 12 Stunden nach erfolgtem Tode in ein Leichenhaus, wo ein solches vorhanden ist, verbracht werden., An Orten, wo kein Leichenhaus vorhanden ist, muß für thunlichste Jsolirung und baldmöglichste Beerdigung Sorge getragen Bei der Beerdigung ist die Begleitung der Leiche durch nicht im Hause Wohnende nur von der Straße aus gestattet. Die Oeffnung des Sarges bei dieser Gelegenheit ist untersagt. § ? Jeder Arzt, sowie das ärztliche Pflegepersonal ist ver- pflichtet, sich vor Verlaffen der Krankenwohnunz vorschriftsmäßig zu desinfieiren. § 8. Die Krankenzimmer, sowie sämmtliche in denselben be> findlichen Gegenstände sind nach Ablauf der Krankheit vor- schristsmäßig zu desinfieiren. lieber die Ausführung der Desnefection der Wohnungen, sowie ju § 7 wird besondere Bekanntmachung erlaffen. § 9. Uebertretungen bet in Vorstehendem enthaltenen Vorschriften werden nach Maßgabe der nachstehend abgedruckten Art. 349, 350, 352 des Polizeistrafgesetzes bestraft. Gießen, den 14. Oetoder 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Artikel 349. Wer die von der Polizeiverwaltungsbehörde gegen den drohenden Einbruch ansteckender Krankheiten unter Menschen angeordneten Sperr- und Sicherungsanstalten verletzt, wird, insofern die begangene Uebertretung nicht unter § 327 des Deutschen Strafgesetzbuchs fällt,*) mit einer Geldbuße von 3 bis 20fL oder Gefäng« niß bis zu 8 Tagen bestraft. Artikel 350. Wer die beim wirklichen Ausbruche einer ansteckenden Krankheit unter Menschen von der Polizeiverwaltung zur Abwendung der Gefahren und gegen Verbreitung der Krankheit angeordneten Sperr- und Sicherungsanstalten verletzt, wird, insofern die begangene Uebertretung nicht unter § 327 des Deutschen Strafgesetzbuchs fällt,*) mit einer Geldstrafe von 5 bis 30 fl. oder Hast von 3 bis 14 Tagen bestraft. Artikel 352. Wer die von der Local-Polizeiverwaltungsbehörde wegen Vernichtung oder Reinigung von Kleidungen, Leinenzeug/ Bettwerk oder anderen Geräthschaften, welche von Personen gebraucht worden sind, die an einer ansteckenden Krankheit darniedergelegen, ertheilten Vorschriften nicht befolgt, wird, insofern die begangene Uebertretung nicht unter § 327 des Deutschen Strafgesetzbuchs fällt,*) mit einer Geldstrafe von 3 bis 20 fl. oder Hast bis zu 8 Tagen bestraft; außerdem werden jene Gegen- stände confiscirt. *) § 327 des Deutschen Strafgesetzbuchs: Wer die Absperrungsoder Aufsichtsmaßregeln oder Einfuhrverbote, welche von der zm ständigen Behörde zur Verhütung des Einführens oder Verbreitms einer ansteckenden Krankheit angeordnet worden sind, wissentlich verletzt, wird mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft. Ist in Folge dieser Verletzung ein Mensch von der ansteckenden Krankheit ergriffen worden, so tritt Gesängnißstrafe von drei Mona« ten bis zu drei Jahren ein. - In hunderttaufende von Familien hat sich das Ver- sandgeschäfl Mey & Edlrch in Leipztg-Plagwttz nicht nur etnzusühren, sondern vor Allem dauernd emzudürgern gewußt. Erreicht ist dies einzig durch unentwegtes Festhalten an dem Grundsätze nur gute, brauchbare Maaren zu möglichst niedrigen Preisen zu liefern, und durch das fortgesetzte Bestreben, stets vom Neuesten das Beste der schon vorhandenen Waaren-Auswahl hinzuzufügeu. Den besten Beweis hierfür liefert der soeben erschienene Herbst- Catalog des genannten Geschäfts; die Menge der in demselben durch zahlreiche Abbildungen veranschaulichten Artikel ist ganz erstaum lick. Es liegt im Interesse des Einzelnen, wie jeder Familie, sich den erwähnten Eatalog kommen zu lassen. Das Dersandgeschasl Mey & Edlich in Leipztg-Plagwih versendet denselben auf Verlangen überallhin unentgeltlich und portofrei. Türken-Loose. l.Octov^l89U I Haupt-Trefferr FrcS. 400,000 — 8051 Kleinster , , 400.— Stets vorräthrg bei Schulhof & Co., dankgefchLft Gießen, Marktstraße 4. Frankfurt a. M., Zeil d9. von «serrbahrr-PriorULterr. 101.30 Amateur-Photographie. Louis Lony, Bahnhofstraße 27. «tsettdahu-Bou-S Steins Garten. 9124 Gießen, 17. October 1891. 99.60 106.05 99.40 102.55 94.45 62.75 98 50 99.35 83.20 54.30 61.40 92 95 91.90 78.85 83.60 80.65 105.65 Hochachtungsvoll Louis Hilgardti 54 25 61 — 92.40 91.30 77.50 102.30 94.35 62.75 98.25 99.— 83 — Disconto . Credit . . Darmstädter Staatsbahn Lombarden Bochumer. Harpener . 101.10 99.80 106.— 99.60 83.75 81.05 106.15 I Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tu Gießen. 6o/oChic.Milw.f.St.Paul Prt., rückzahlb. 1910 . 5o/gChic.Milw.f.St.Paul Prt., rückzahlb. 1921 . 6% Centr. Pactf. I.Mrtg. rückzahlb. 1896 . . vermischte Anzeigen. Tüchtiger Hausbursche sofort gesucht. 9174] Pferdeknecht kann eintreten Licherstraße 5. Zu verkaufen. Näheres **248 Lahnstraße 11. Börseuwocheubericht von E. WasserNciileben, Bankgeschäft. Die ganze Coursbewegung drehte sich in der verflossenen Woche um die Chancen der Russenemission in Paris, und je nachdem die Börse geneigt war, derselben einen größeren oder geringeren Erfolg zuzuschreiben, stiegen oder fielen die Course. richten alles Gewicht auf die Preisconvention legen, zu gleicher Zeit aber im Ausland einen Schleuderabsatz betreiben, der nur durch den im Inland erzielten übermäßigen Gewinn aufrecht erhalten werden kann. 5 Kmjlomm für bas GnHciWthW Mr». Ausstellung von Oeigemalden im alten Hosgcrichtsgebäude (Brand). Täglich geöffnet von 11—1 Uhr. Die Mitglieder der Kunstverems mit ihren Familienangehörigen haben gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten freien Zutritt zu der Ausstellung. Für Nichtnütglieder beträgt der Eintrittspreis 50 H. Eine Liste zum Einschreiben von Beitrittserklärungen liegt offen. 18 Der Ausschuß. Sonntag den 18. October ermäßigter Eintrittspreis von 20 Pf. Stenographie - Unterricht. Der unterzeichnete Verein läßt, Ende October beginnend (Tag und Ort wird noch bekannt gemacht), einen Unterrichts-Cursus in der Gabelsberger’schen Stenographie durch seinen zweiten Vorsitzenden, Herrn Nealgymnasiallehrer Dr. Pitz, abhalten und ladet zu recht zahlreichem Besuch desselben ein. Theilnehmer-Karten sind zu je 5 Mark in der Ferber'scheu Univ.- Buchhandlung, welche auch die Lehrmittel vorräthig hat, erhältlich. Gießen, 16. October 1891. Gabelsberger Stenographen - Verein in Gießen. Alb ach, 1. Vorsitzender. Wagner, 1. Schriftführer. [9205 | 99.901 99.90 2)« Sanfenmarft zeigt, wenn man die Schlußcourse beider Wochen vergleicht S Veränderung. Indessen liegt dazwischen doch eine ziemlich empfindliche Abschwachuno, die ber den leitenden Actten 2—3 o/0 betrug, aber mit Eintritt der b.sseren Tendenz zuruckgewonnen wurde. ,. . Bahnactien lagen auffallend still und blieben ohne jede Anregung die ganze Woche hindurch; erst am Frertag konnte sich in Schweizer Actien eine kräftige Aufwärtsbewegung vollziehen, ohne daß indessen besondere Gründe für dieselbe angegeben werden könnten. Größeres Intereste hat man dem Montanmarkt entgegengebracht, und i5u 1 Ar Jahresberichte des Bochumer Vereins und der Laurahütte, beide in dieser Woche erschienen sind, und von denen namentlich der erstere, ftnnhb 91 befriedigte als anfänglich zu erwarten stand. Die Actien find auch 4 % hoher. Kohlenwerthe sind dagegen schwächer, auf (Äritnh nnn h.tAi« Al« __/<• «. ,, / 1 P , , ' 1 40/t, Pfälz. Ludwigsbahn (Bexbach) . . . ir Hessische Ludwigsb. 68/69 garant. . * Elisabethb. steuerfrei Gold . . . . 5% Oestr. Staatsbahn ♦ 4°/o do. do. 3°/o do. do. I.-VIll.Emiff. 3% do. Ergänzungsnetz 5 ’/o 9torbwÄbahn Gold Course der Frankfurter Börse. Staatsanleihe«. 5% Südbahn Lombardm 4% do. do. 3% do. do. 4o/o Prag-Duxer Gold . V Rudolf Gold (Salzk.) v Franz-Josef Silber 3% staatl. garant. Jtal. Eisenbahn . . 3% Lioorneser . . . 4% Russ.Südw Eismb. 4o/g Wladikawkas garnt. 4% gar. Sardin.Sec.stfr. Das Hauptintereste beanspruchte in Folge dieser Vorgänge der Rentenmarkt. Die russischen Werthe lagen ansänglich matt und avancirten dann schnell, so daß sie heute über den Schlußcours der Vorwoche hinausgehen. Viel Aussehen machten in Berlin umfassende Käufe in russischen Noten, die man anfänglich allgemein als rgonQ Interventionen auslegte. Es ist indessen nicht unwahrscheinlich, daß Rimessen für L-_ ' ' dre neue Anleihe in Form von Notensendungen zur Ausführung kommen, weil auf der Valuta durchgesetzt werden könnte, ^st das thatsachlich die Absicht, so mußte man sich auf heftige Schwankungen des Rubelcourses gefaßt machen, zumal die Berliner Börse stark nach der Gegenseite engagrrt ist. Der ganze übrige Rentenmarkt lag indessen ziemlich andauernd matt und erst der Freitag brachte hier für einzelne Werthe eine Erholung. Empfindlich gedruckt wurden namentlich Türken, die Paris anscheinend im Tausch gegen Russen abgiebt; indessen beunruhigten auch Conversionsprojecte, die auf eine Schmälerung der Loosanleihe hinauslaufen sollten. Wetter lagen Spanier, Griechen und Portugiesen recht matt auf Grund der mißlichen Finanzlage aller drei Länder, Italiener schwankten heftig und nur die österreich-ungarischen Renten vermochten sich unangefochten zu behaupten. t Diverse Obligationen. L°/° Buderus-Obligat. . 1103.301103.30 I 4»/0 Eisenbahn-Rentenb. I I I Obligat. . . Geschäfts-Eröffnung. I Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend die ergebene Mittheilung, daß ich unter Heutigem Lindenplatz 1 (Höfel Einhorn) eine Uhrenhandlung nebst Reparaturwerkstätte errichtet habe. Ich empfehle mein wohlassortirtes Lager in goldenen und plbernen Herren- und Damen-Uhren, Regulateurs, Wand- Uhren und Weckern, sowie eine große Auswahl in Doublt-, Silber-, Nickelketten u. s. w. 9239 Reparaturen werden prompt und billig unter Garantie ausgeführt. Cours vom 4 Vo Hessische Obligation. „ Bauern .... „ Baden 3o/v Sächsische Rente. . 37,0/0 BremerStaatsanl. h Hamb.Staatsrente 40/0 Oestr. Goldrente . „ GriechischeMonopol- Anleihe . . . 5o/o Rumänische Rente . ^0/0 Rufs. Consols <5. III | Den Unbefangenen könnte es befremden, daß dieser Finanzoperation in Deutschland eine solche Bedeutung beigemessen wird, daß die Börse wochenlang ihr ganzes Verhalten danach regultrt, denn es liegt kein Grund vor, anzunehmen, daß an den deutschen Märkten das Geschäft sich heben würde, wenn die Emission von . , v ovuut«m,CUac nnu uaaeaen imroarner aur foU^' und umgekehrt würde selbst ein eclatanter Mißerfolg Grund von Meldungen, die in die Oeffenttichkett drangen daß die Wette'nack das deut.che Publikum direct wen gstens unberührt lassen. Indessen bleibt zu Belgien Kohlen verkauften zu kaum her gälfte bei ^nlanbpreifel Es ist eine der daß bei der gegenwarlrgen Lage der Dinge die Speculotion mit traurigsten Erscheinungen unseres ganzen wirthschaftlichen Lebens daß unsere Eifer jedes Ereigniß ausnutzt, das ihr Gelegenheit gtebt, nach der einen oder größten Industrien, statt ihre Kraft auf möglichste Verbilligung der Production »u anderen Seite einzugrerfen und Bewegung künstlich zu schaffen, die lei der isoltrten rtTK'2 -----"«z! oer 4>rooucuon zu Stellung der Börse sich nicht von selbst ergeben kann. Die nachstehende kleine Tabelle der Coursbewegung der letzten Wochen giebt ein ganz interessantes Bild “* dem Umfang, bis zu welchem eine solche künstliche Bewegung gedeihen kann. Es noiirten am: SsB&äB Geschäfts-Empsehluug. hohen Lohn gesucht. Zu erfragen Einem hiesigen, sowie auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, Marktplatz Nr. 5. daß ich die seither von Herrn C. Loth SdAenun^r^ 5Wt|tr(lßC 21 betriebene Gastwirtschaft Off. u. G. B. an^die Exped d. Bl. käuflich erworben habe. Durch verschiedene Neueinrichtungen, sowie durch 9200J Ein tüchtiges Mädchen gesucht gute Speisen und Getränke bei prompter und reeller Bedienung bin ich in Earl Steinberger, Löwengasse, oie Lage versetzt, allen Anforderungen in jeder Weise gerecht zu werden. Kinlin llnforrinhf L- r ®,an3 besonders empfehle Vereinen und Corporationen meinen ■ lUIIII * Ulllul I lulll Saal nut neuem Clavier, sowie separate Zimmer zur gefälligen Bertutzung. in und außer dem Hause ertheilt 9038 Achtungsvoll 9217] Willy Kruse (Postkeller).! Fr. GroOS. a9i44] »ltere» Mädchen, im Kochen und Hausarbeit durchaus erfahren gegen guten Lohn bei einen alleinstehenden Herrn gesucht. Offerten mit Zeugnißobschrift an di- Exped. d. Bl. unter E, B. M. 10. Eine ordentliche reinlich?Mönäisfräü wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres [9237] Bleichstraße 12, in. Zucker Agents Für Marburg, Gießen, Limburg sucht eine Zuckerraffinerie einen tüchtigen Vertreter. Gefl. Anerbietungen unter H. 704 an Haasenstein & Vogler. A.G., Hannover, erbeten- [9238 Wkseöotenes. Trockener Dielensand ist täglich zu haben; auch kann derselbe zur Baustelle geliefert werden. Jakob Helfenbein, 9068] Marburgerstraße 83. 9165] Einige überzählige Möbel, als 1 größerer Schreibtisch mit Bücher, aufsatz, 6 Holzstühle, 1 Zeichentisch mit 2 Böcken und 1 Bettstelle, sowie 1 transportabler, eiserner, innen emaillirter Waschressel und 2 recht gut erhaltene Regulir.Aüllöfen sind zu verkaufen. Die Gegenstände stehen zur Ansicht Licherstraße 6, parterre. __ Generalfeldmarschall Moltke s Briefe Rn seine Braut und Frau erscheinen in dem soeben beginnenden Jahrgang von *Utber Land und Meer". Probe-Nummern sind gratis zu haben In der Buchhandlung von [7089 E Trerrckmann in Gießen, Sonnenstr. 5 (am Kanzleiberg). 9167] Eine Ladeneinrichtung für ein Specereigesch., sowie eine Dreimal Waage bill. abzugeben. Neuenweg 30. werden für 1 Mark an- gefertigt. [8689 H» Plank, Kaplansgasse 2. In dieser ganzen Zeit hat sich Nichts ereignet, was die Situation in irgendwelcher Welse verändert hätte; das Capital und das Publikum ist der Börse vollkommen fern geblieben, aber die Speculation hat die Course hinauf und hinunter geworfen, wie in lebhaftesten Zeiten. Mit solcher Thätigkett ist aber die Specula- lion nur das Afterbild derjenigen, deren wtrthschaflliche Aufgabe darin besteht, ausgleichend auf die Coursbewegung zu wirken, und tbr Einfluß ist direct schädlich, ———------------------- , well solche ausgiebigen Bewegungen Hoffnungen erwecken und abermals zerstören 9094] Ein glatthaariger deutscher und dadurch das Vertrauen des Publikums weiter erschüttern, sodaß dasselbe in brauner Vorstehhund, ferm im Wald Zukunft noch schwerer zu bewegen sein wird, irgendwelchen Antheil an der Börse und Feld, tadelloser Verloren-Apporteur, )u nehmen. vorzüglich auf Schweißfährte und auch , Im Anfang der Woche hat man der jetzt bereits erfolgten Subscriptlon in ^m Stöbern brauchbar, zu verkaufen. Paris mit recht skeptischen Blicken entgegengesehen, denn gerade der Pariser Markt Schriftliche Anfragen befördert die lag außerordentlich schwach und die größten Interventionen konnten kaum den vxped. ds. Bl. ___Eours der Rente aufrecht erhallen, sie erwiesen sich als nutzlos gegenüber dem AL l L• ^ours der 4% Russen und selbst die neue Anleihe, die anfänglich bis zu 2°/o Agio Kffla eur-m OOranh 6 murbe W allgemein unter dem Emissionscours ausgeboten, ui i iiuiuyi upillö. In Deutschland wäre unter solchen Umständen das Schicksal der Submission zwetfel- ctpfosate, Sto&MvpXattMt, teune besiegelt gewesen; in Paris lagen die Verhältnisse thatsächlich so, daß trotzdem färnrntfick» fowtUqeH Erfolg als zremlich sicher angenommen werden konnte. Denn die Emittenten wandten sich nicht an die Börsenspeculation und erhofften von dieser die Unter; V?- „ . 8960 brmgung der Anleihe im Publikum, ihr Appell ging direct an die Capitaliften und *v. dvvvtvn^ SapietfapnSCuHq. b *?era& zu den kleinsten Sparern, die nicht börsenmäßige Gewinne zur 7—————— ----—----- lbrc^^anbcI?§ wachen, und er hatte einen mächtigen Förderer — den lltrutff. OfftldlltlffFbSpSfp war in Frankreich patriotisch geworden, den neuen Freund zu unterstützen, indem man seine Anleihen kaufte, und dieses Argument hat thatsäch- von Bergmann & Eo. in Dresden. den Sieg daoongetragen über alle entgegenftebenden Bedenken. Nach den am Mein üchtes, erstes und ältestes Fa- tzeitag veröfientlichten Ziffern ist die Anleihe 7V2maI überzeichnet; in Frankreich „ Deutschland, anerkannt vorzügl. allem mehr als 7 mal, aber außerdem hat nur noch Rußland einen einigermaßen und allbewährt gegen alle Arten Haut- amehnlrcheu Betrag aufzuweisen, das ganze übrige Europa: Belgien, Holland und Hautausschläge England, Dänemark zusammen zeichnete nur 75000 Stück Obligationen. Dieser wie: Mitesser, Flechten, Finnen, winzige Betrag zeigt wie abfällig die Anleihe überall da beurtheilt wird, wo nicht ä » 50 9f. bei l«bere als geschäftliche Erwägungen das Urtheil beeinflussen. Der Erfolg in pgi5j__3. H. Fuhr, Sonnenstraße 27. Frankreich aber ist immerhin groß; wie sehr er auch gegen die anfänglichen uber- Vin IrLnr Diflzniawn 14ro5n0ltcben Erwartungen adstechen mag, und wenn auch gerade die jüngste Kill AtKCr UlCKWIirZ gelehrt hat, daß Zeichnungsresultate eine höchst zweifelhafte Grundlage 1 abgeben für die Beurtheilung der Kaufkraft und Kaufwilligkeit des Publikums, .steht doch zu erwarten, daß bet dieser Emission das Mißverhältniß zwstchen Zeichnung und Anlagebegehr weniger auffallend sein wird als bei anderen ’ 9230] Ein gut"erhaltener Lerd rü! ^ubmiffionen der jüngsten Zeit, weil die unzuverlässige Börsenlage die speculativen verkaufen. 6 G-rt-nstrkß- 19 ‘ ®t,men‘£ «’gW? Jcra galten hat. Indessen s-HIt-ßt das nicht aus. daß sich am Ende die Uebernahme einer so großen Anleihe doch als eine Ueberbürduug SltlllttAfrtktttt ,u? dm französischen Markt erweist, weil vorläufig nur 30 Frs. per Obligation ein“ geordert werden, und erst die nachfolgenden Einzahlungen daithun können, inwie- best empfohlener weit das Anlagebedürfntß dem Angebot entsprochcn hat. — An den deutschen Börsen Raupenleim Antang der Woche in Erwartung eines schlechten Resultates recht be- liefert zu billiasten Preisen 19245 ^ulc,nbc ^S°ben vollzogen, und nur widerwillig ist man im Verlaus unter dem llignen Pr-it-n s924o D.uck großer Jnt-r°ent,on-n zu theilweisen Deckungen geschritten; aber selbst di- —s—HB£tanntßabe beä 3eld)nun0äte(ultate§ §at ben fiautbeae^r nicht wesentlich erhöht. ($tnc «büftatibe ®V[t ®L'thun0 ber Interventionen hier mit in Erscheinung tritt, zu verkanten ' rVl? «a6 umsangreicherc Engagementslösungen bringen werden. 1 ou erfragen bei der (SrncS d m/92 7 3n?£ffen3ft ble5 höchst ungewiß, weil bei den vielseitigen Strömungen, den ,8u ertragen bet der Exved. d. BI.---- Interv-ntionen und den häufigen Tendenzwechseln schwer zu entscheiden, inwieweit Ahorn-Laubsägeholz, I M die ^Positionen verschieben. auf Holz lithographirte Laubsägevorlagen, Lanbsägebogen rc. empfiehlt 19. Sept. 26. Sept. 3. Oct. 9. Oct. 16 Oct. 171.50 174.50 180.— 173.60 175.20 237.50 242.— 248.- 243.50 245.- 127 40 130.— 135.— 131.50 131.40 242.50 244.— 248.75 243.75 243.— 94.50 95.75 94.87 92.— 913/1 110.60 112.— 122.— 114.- 118.— 176.30 178.90 184.— 181.— 180.— 9./X. 16./X. Courn vom 9./X. 16./X. 103.25 103.70 4VL0/oPortug.-A.88u.89 52 — 51.85 104.75 105.— 5% amort. Serb. Gold- 102.20 102.50 Rente .... 85.30 85.10 85.10 85.10 5o/oSerbischeEisenbahn- 1 I I' I' 1 I f f Hyv.-Obl. L. A. . 4o/oSchwed.Oblig.l880r 88.20 101.65 88.20 100.90 94.65 94.70 1% Türken cono. Lit. D. 17.65 17.55 60.05 50/o Argent. Gold - Anl. 39.60 40.- 61.05 v. 1887 ... 97.55 97.95 3V3°/o Egypt. priv. Anl. 90.85 91.- 96.10 96.50 «iseubahn-Aette«. Ludwigshafen-Bexbach. Hessische Ludwigsbahn. pfälzische Nord bahn . Lübeck-Büchner . . . 220.— 110.85 114.25 148.— 220.90 111.10 114.40 147.80 Galiz.CarlLudw.-B-Act. Oest. Nordw.-Bahn Lit.B. Gotthardt..... Jtal. Mtttelmecr . . 176 Vs 1873/8 132.20 91.90 17 73/ 8 1905/8 131.30 92.25 Varrk-Aetien. Deutsche Reichsbank . 143.45 144.— Dresdener Bank. . . 135.70 136.50 Berlin. Handelsgesellsch. 138.50 140.40 Mitteldeutsche Creditb. . 98.40 98 20 Deutsche Bank . . . DeutjcheGenoffenschftsb. 148.20 147.70 Wiener Bank-Verein . 935/8 935/8 122 20 Württemb. Vereinsbank 122.60 v.tL>oergel,ParrisiusLCo. 120.80 120.80 Deutsche Vereinsbank . 106.20 106.15 Jndustrie-Aletien. — Binding-Brauerei . . Stern- do. (Oberrad) 154.20 154.20 Deutsche Verlagsanstalt 205.10 198.— 129.50 129.— Farbwette,vornuMeister, Bad. Anilin- u. Soda- Lucius & Brüning. 274.80 275.— sabrik .... Hibernia Bergw.-Ges. . 268.30 269.- Riebeck'scheMontanwerke 172.50 173 — 152.25 151.60 Bochumer Gußstahl 114.40 117.55 4% Franks. Hyp.-Pfdbr. Vsarrdvriese. 102.— 94.95 40/oDeutscheGrundschld.- v. 91 ab . . . 3tz?/oFrnkf.Hyp.-Pfdbr. 102.— 94 80 Bk.-Pfandbr. . 3VeVo do...... 101.— 93.40 101.— 93.40 4o/oPreutz.Hyp.-Act.-Bk^ 101.10 31/ Ä Rhein. Hyp^Bank- Psandbr. . . . 101.10 Pfandbr. . . . 92.30 92.20 3Vsv/o do...... 4o/oPreuß. Centr.-Bod.- 93.70 93.40 4°/L Meininger Pfandbr. 100.80 100.80 Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... 10020 100.20 Oestr. 1860rfl.b00-Loose Loose. 118.80 119.05 | Braunschweig. 20 Thlr^ w 1854rfl.250- „ 4% Meininger Prämien- 117.55 118.70 Loose .... 102.90 102.80 127.95 3% Oldenburger Loose. 126.75 126 — Pfandbr. . . . 129 20 I 3'/,o/oKöln-Mindn.Loose 133.— 132.80 114.50 114 — 4% Chicago Burlington Nebraska 1927 . . 4V»o/o California Pacif. 82.75 82.50 103.55 103.90 I. M., rückzahlb. 1912 6o/oPacifwfMissouri con- 102.60 102.70 104.50 104.75 solidated I. M. r. 1920 104.— 103.50