Rr. 138 Donnerstag den 18. Juni 1891 D« Mini WßcheiM täglich, mA lulna^BH des Montags. Wt Meßmer WAckm dem «nzeig-r «Schmtttch dreimal deigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Unzeiger. VterMNsßrtgee 2 Mark 20 Pf-. sefr Bringrrlohn. Durch die Post bt^V* 2 Mark 50 W Rcbactton, LxpedWn«. and Druderei: -chutstraße W** Her Sprecher M Anits» unb Attzergestlatt fflt den ICwk (Rieten» Ls^aßmr »an Anzeigen zu der Nachmittags für Len fanden Tofl erscheinenden Nummer dis Börm. 10 Uhr. ^WWWWMWWW»WWMWW-WMW-WW!_. .1 !■■ LI'IR» - mm i9 mwj »ir. j.\ii"iora.TT“r^Trr^T?j-t5-^Y.V-?-'‘“Ti"‘T‘,*>,,WKr**ffmiiT,Pr,'"n ■WIWMa HmtisKeit-ge: Kießmer KamilikM-tt-r. ^'^.77.".-.".'^'^: i>WMM«^KK»-M«DMWWWWdW!WWVWWSMWWWSMMMWWWWWWWW»MMI AnrLlichev Theil. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch den Fuhrwerksbesitzern zur Kenntnis daß sich auf der Kreisstraße Lollar—Daubringerr vom Donnerstag den 18. Juni ab eine Dampfstraßenwalze in Thätigkeit befindet. Gießen, 17. Juni 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ____________________v. Gagern. _______________ Gießen, am 13. Juni 1891. Betr.: Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung; hier: die Gebühren der Bezirksbauaufseher und Sachverständigen für Prüfung genehmigungspflichtiger Bauten. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Einsendung der Verzeichniffe rubricirten Betreffs für das Quartal von Januar bis März 1891 noch im Rückstände sind, erinnern wir an die Vorlage binnen 8 Tagen. __________________v. Gagern._________________ Gießen, den 16. Juni 1891. Betr.: Die Voranschläge der Landgemeinden des Kreises Gießen für 1891/92. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Landgemeinden deS Kreises. Die rubricirten Voranschläge werden Ihnen in den nächsten Tagen zugehen. Sie wollen das in Ihren Händen befindliche Concept alsbald mit dem Original gleichstellen und letzteres sodann dem Gemeinde-Einnehmer zustellen. v. Gagern. Deutsches Reich. nn. Darmstadt, 16. Juni. Die erste Kammer der Stände trat heute zu einer eintägigen Sitzung nochmals zusammen, um über verschiedene Vorlagen Großh. Regierung zu berathen, zunächst über diejenige, den Gesetz-Entwurf, die Ergänzung des Gesetzes vom 27. November 1874 wegen Revision der Bestimmungen über Versetzung der Civilbeamten in den Ruhestand betreffend. Das Haus trat den Beschlüssen zweiter Kammer mit Ausnahme eines Zusatzantrages einstimmig bei, verwarf dagegen den Antrag Frank aus Erhöhung der Tagegelder der Ständemitglieder. Bezüglich der Regierungsvorlage, die Verwendung des ersparten Betrages von 5274 Mk. zu baulichen Aenderungen im Anatomiegebäude der Landesuniversität zu Gießen, sowie die Verwendung der Ersparnisse beim Neubau des chemischen Laboratoriums und der Directorwohnung zu Gießen zur Vervollständigung der inneren Einrichtung, wird dem Beschlüsse zweiter Kammer beigetreten. Desgleichen wegen Verwendung bewilligter Cre- dite im Betrage von 76,500 Mk. behufs baulicher Herstellungen an den neuen medicinischen Instituten an der Landesuniversität zu Gießen. Die Regierungs-Vorlage, Gesetz-Entwurf, die Organisation des Forstschutzes betr., wurde wegen verschiedener Dissense mit zweiter Kammer an den Ausschuß zurückverwiesen. Die Vorstellung der Stadt Friedberg auf Zurückerstattung von 1800 Mk. für einen von ihr bezahlten Zeichenlehrer der Realschule und des Progymnasiums wird einstimmig genehmigt. Dem Gesuche des geschäftssührenden Ausschusses des hessischen Landeslehrer-Vereins wegen Unterstützung erkrankter Schulverwalter auf Staatskosten wird keine Folge gegeben. Desgleichen den Gesuchen einer großen Anzahl hessischer Staatsbeamten um Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse. Bezüglich der Vorstellung der Hilfsgerichtsschreiber und -Aspiranten des Großherzogthums um definitive Anstellung sämmtlicher Hilssgerichtsschreiber und Neuregu- lirung ihrer Gehaltsverhältnisse wurde beschlossen, die Regierung zu ersuchen, den Mindestgehalt der Hilfsgerichtsschreiber auf 1200 Mk. festzusetzen, dagegen dem Beschlüsse zweiter Kammer nicht beizutreten, daß deren Anstellung nach fünf Dienstjahren erfolgen soll. §ier sollen die Bestimmungen des in Kürze zu erwartenden Beamtengesetzes maßgebend werden. Für die Herstellung des ehemaligen Regierungsgebäudes zu Gießen werden 9000 Mk. debattelos bewilligt. Der Regierungsforderung wegen Erbauung eines Hafens bei Oppenheim wird dem Beschlüsse zweiter Kammer entsprechend beigetreten. Für die Erweiterung der Bahnhöfe zu Alsfeld und Stockheim werden inSgesammt 18,200 Mk. bewilligt. Bezüglich der Eingabe auf Erbauung einer festen Brücke bei Worms trat das Haus den Beschlüssen zweiter Kammer in bejahendem Sinne bei. Die Errichtung einer Verladestelle für Waggonladungen bei der Haltestelle Zeilhard und einer solchen für Personen bei Trais-Horloff, Steinheim und Rodheim an der oberhessischen Bahn wird genehmigt, letztere mit der Bedingung, daß die Stationirung besonderer Bahnwärter nicht nöthig wird. Entgegen dem Beschluffe zweiter Kammer wird die Eingabe des Bürgervereins zu Kelsterbach wegen Abgabe von Waldstreu aus den Großh. Waldungen nicht genehmigt und dem Beschlüsse zweiter Kammer nicht beigetreten. Zum Schluß wird eine Anzahl Eingaben der Handelskammern zu Mainz, Worms, Gießen, Bingen wegen der Weinsteuer für erledigt erklärt. Hieraus vertagte sich die Kammer auf unbestimmte Zeit. Berlin, 16. Juni. Im Reichstagsgebäude ist am Montag die Handwerker-Conferenz zur Berathung einer Reihe von Fragen, die für den Handwerkerstand wichtig sind, zusammengetreten. Sämmtliche von der Reichsregierung eingeladenen Vertreter des Handwerks, zwanzig an Zahl, hatten sich eingesunden. Welches Interesse die Regierung der Handwerker-Conferenz entgegenträgt, beweist allein schon der Umstand, daß hierzu nicht weniger als acht Commissare entsendet worden sind. Unterstaatssecretär v. Rottenburg führt den Vorsitz in der Conferenz- deren Verhandlungen sollen einstweilen geheim gehalten werden. — Die Thätigkeit des Bundesrathes scheint sich diesmal weit in die sommerliche Jahreszeit hinein erstrecken zu sollen. Aus Berlin wird berichtet, der Bundesrath werde sich demnächst mit der Ausführung des vom Reichstage jüngst angenommenen abgeänderten Branntweinsteuergesetzes beschäftigen. Die Arbeit sei eine sehr umfangreiche, da eine Codi- fication aller bisher erlassenen Ausführungs - Verordnungen beabsichtigt sei. Es wird versichert, daß die nöthigen Vorarbeiten im Reichsschatzamte ihrem Abschlüsse bereits nahe seien. Was dagegen die kürzlich durch die Blätter gegangene Meldung anbelangt, wonach der Bundesrath sich demnächst auch schon mit den Ausführungsbestimmungen zum Arbeiterschutzgesetz beschäftigen werde, so heißt es jetzt, die Angelegenheit sei noch lange nicht so weit. Vorläufig ruht sie noch tief im Schooße des Reichsamts des Innern und überdies ist es ja bis zum Inkrafttreten des Arbeiterschutzgesetzes noch über neun Monate hin. — Fürst Bismarck leidet zur Zeit wieder am sogenannten Hexenschüsse, welches Nebel sich übrigens bei dem Fürsten früher häufiger einstellte, als in den letzten Jahren. Das Leiden behindert den Altreichskanzler nur in der körperlichen Bewegung etwas, berührt aber sonst seine Gesundheit in keiner Weise. Ueberhaupt befindet sich Fürst Bismarck im Allgemeinen ganz wohl und denkt er daher zunächst auch nicht daran, Friedrichsruhe zu verlassen und eine Cur in Kissingen zu gebrauchen, wie dies in manchen Blättern behauptet worden ist. Die Eisenbahn - Katastrophe bei Mönchenstein. Basel, 16. Juni. Der „Baseler Ztg." schreibt ein Berichterstatter: Am wunderbarsten war offenbar, daß die auf der zweiten, mitten in die Birs gestürzten Locornotive befindlichen Locornotivsührer und Heizer uvverletzt davon- kamen und sogleich an dem Rettungswerke mithelfen konnten. Der Lokomotivführer, mit dem ich Gelegenheit hatte, zu sprechen, sagte, daß das Gesühl, welches ihn beim Eintreten der Katastrophe erfaßt, nicht zu beschreiben sei, im ersten Augenblick hätten die beiden Maschinisten einander gar nicht erkannt, ja kaum gewußt, was eigentlich vorgehe und wo sie seien, bis die surchtbare Wirklichkeit sie aus der augenblicklichen geistigen Betäubung herausgerissen habe . . . Sowohl die unversehrt davongekommenen Insassen des Zuges, das Zugpersonal, die herbeieilenden Passanten machten sich an das Rettungswerk, mit wahrem Heroismus arbeiteten da einzelne Bahnbeamte und namentlich auch die im Nu herbeigeeilte Mönchensteiner Feuerwehr; von Mönchenstein her, all- wo gerade die in der Kirche versammelten Sänger die Ge- sammtchöre des eben stattfindenden Bezirksgesangsestes aufführten, strömte das Volk in schwarzen Massen daher, die Confusion und Verwirrung war grenzenlos, unbeschreiblich. In den Wagentrümmern waren die Unglücklichen lebend zusammengepfercht und viele starben den Ertrinkungstod, andere hingen leblos an und in den Trümmern. Ein Wagentrümmer trieb die Birs hinab, auf demselben zwei Damen händeringend um Hülse schreiend, während neben denselben ein Unglücklicher im letzten Todeskampfe mit den Armen nur noch aus dem Wasser ragte. Durch einige beherzte Männer und mit Hülfe am Ufer Stehender wurden die beiden Damen gerettet, eine derselben erlitt außerdem einen Beinbruch und verlor ihren kurz angetrauten Gatten. Während Einsender dieses mit Anderen dem Rettungswerk nach Kräften und Möglichkeit oblag, spielten sich ©eenen ab, die zu beschreiben geradezu unmöglich sind. Ein junger Mensch mit mehreren klaffenden Wunden am Kopse betheiligte sich an den Rettungsarbeiten — dessen Vater und Mutter lagen im vordersten, ganz unter Wasser befindlichen Waggon. Eine gerettete Dame geberdete sich wie wahnsinnig neben ihrem tobten Kinde. Die schwer Verwundeten und Todten lagen umher wie aus einem Schlachtfelde. Die anliegenden Gebäude wurden zu Lazarethen eingerichtet. — Weiter wird berichtet: Der Personenwagen erster und zweiter Klasse ist noch nicht gehoben. Mindestens acht Todte befinden sich noch in ihm. Ein Waggon mit italienischen Arbeitern befindet sich desgleichen noch unter Wasser- er ist gedrängt voll. Die Zahl der Todten beträgt im Ganzen bis 150, davon sind 65 geborgen. (Die „Frks. Ztg." berichtet, daß nach amtlichen Berichten noch 100 Todte unter den Trümmern liegen. Danach hat die Katastrophe über 200 Todte gefordert.) Schwer verwundet liegen im Spital 41, ebensoviel in Privathäusern. Die Zahl der Leichtverwundeten ist unermittelt. Neue Regengüsse erschweren die Arbeit. — Die Ausräumungsarbeiten an der Unglücksstätte bei Mönchenstein dauerten die ganze Nacht. Bis Vormittags 10 Uhr waren 60 Leichen geborgen. Schwierig ist es, die beiden vordersten, in der Birs liegenden Wagen des Zuges frei zu machen, da große Vorsicht nöthig ist, um die Leichen nicht unkenntlich werden zu lassen. In die Haftpflicht sollen sich außer der Jurabahn, aus die ein Drittel entfallen dürfte, Gotthard-, Central-, Nordost- und Vereinigte Schweizerbahnen theilen. Basel, 16. Juni. Der aus der Böschung liegende Wagen wurde mittelst zweier Hülfsmafchinen herausgezogen. Seitdem sind noch mehr Leichen sichtbar und wurden bis 12 Uhr 65 Leichen geborgen, davon 7 Leichen unbekannt. Im Spital befinden sich 35 Verwundete, wovon 10 bereits entlassen sind. Die Genietruppen arbeiten sehr eifrig an der Herstellung der Nothbrücke. Basel, 16. Juni. 60 Leichen sind agnoscirt, 5 unerkannt. Dieselben werden photographirt und morgen vorläufig aus dem Kirchhose in Mönchenstein beigesetzt werden. Wie amtlich constatirt ist, führte der Zug zwei Locomotiven, einen Packwagen, einen Postwagen und zehn Personenwagen. Die beiden Locomotiven, der Packwagen und vier Personenwagen sind aufeinander in den Fluß gestürzt- ein Waggon zweiter Klasse liegt zusammengedrückt am Boden des Birsbettes. In diesem befinden sich wahrscheinlich auch Fremde. In dem Flußbett der Birs werden noch viele Opser der Katastrophe vermuthet. Um die Räumungsarbeiten zu beschleunigen und die Leichen aus dem Trümmerfelde emporzuheben, ist auf dem Brückenkopf ein Krahn ausgefahren. Der im Steigen begriffene Fluß erschwert die Arbeiten, welche nur mit großer Anstrengung ausgeführt werden können. Basel, 16. Juni. Die Regierung gab die Absicht einer gemeinsamen Beerdigung der Opfer der Eisenbahnkatastrophe von Mönchenstein auf, da dieselbe mit Rücksicht aus die noch in der Birs liegenden Todten ausgeschlossen ist. Die Beerdigungen beginnen morgen. Die Regierung ordnete eine allgemeine Todtenfeier für nächsten Sonntag sieben Uhr Abends an. Bern, 16. Juni. Im Nationalrath gedachte der Präsident Lachenal des furchtbaren Unglücks, wie gestern der Präsident des Ständerathes. Ne«efte Nachrichten. WolffS telegraphisches -Sorrefpcitben^Hccau. Berlin, 16. Juni. Das Herrenhaus nahm heute zunächst den Antrag Woyrsch, betreffend Anrechnung der Militärdienstzeit der Assessoren bei Berechnung der Staatsdienstzeit derselben an- Minister v. Bötticher erklärte dabei, eine einseitige Bevorzugung der Assessoren sei eine Ungerechtigkeit. Hieraus wurde die Rentengütervorlage unverändert nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses und einstimmig angenommen. Nächste Sitzung morgen 12 Uhr: Lotterieloos- handel, Eisenbahnvorlage, rheinische Gewerbegerichte. Berlin, 16. Juni. Das Abgeordnetenhaus nahm heute die Wegeordnung für die Provinz Sachsen in dritter Lesung, sowie das Wildschadengesetz an. Ueber letzteres findet morgen die Schlußabstimmung statt. Ueber den mündlichen Bericht der Budgetcommission, betr. die Resolution über die Vermehrung der Staats-Lotterieloose, geht das Haus zur Tagesordnung über. Bei dem mündlichen Bericht der verstärkten Agrarcommission über den Antrag, betr. die Beseiti- guiig der durch das Hochwasser im Jahre 1890 herbeigesühr- iß« Schäden schlägt die Commission vor, zunächst keiner außerordentlichen Mittel zu bedürfen. Der Antrag der Commission wird angenommen. Nächste Sitzung Mittwoch 11 Uhr. Berlin, 16. Juni. Der Kaiser ließ gestern dem Minister Herrfurth sein lebensgroßes Bildniß mit einer gnädigen, die erfolgreichen Bemühungen um die Landgemeindeordnung anerkennenden Cabinetsordre überreichen. Berlin, 16. Juni. Anläßlich des fünfundzwanzigjährigen Abgeordneten-Jubiläums des Präsidenten des Abgeordnetenhauses v. Köller übersandte ihm der Kaiser einen Kupferstich mit seinem Bilde und eigenhändiger Unterschrift nebst einem äußerst huldvollen Glückwunschschreiben, worin der Verdienste des Jubilars und der bewährten Hingebung an Thron und Vaterland gedacht wird. Das Schreiben schließt mit dem Wunsche, den Jubilar noch recht lange in verdienstlicher Thätigkeit zu sehen. Die Beamten des Abgeordnetenhauses überreichten v. Köller eine kunstvolle Adresse. Zahlreiche schriftliche und telegraphische Glückwünsche gingen ein. Hamburg, 16. Juni. Gegenüber den gegen den österreichischen Handelsvertrag gerichteten Aeußerungen der „Hamburger Nachrichten" nimmt die „Hamburgische Börsenhalle" Veranlassung, zu warnen, die „Hamburger Nachrichten" als ein Organ zu betrachten, das auch nur im ^Entferntesten wirthschastliche Ansichten des großen Hamburger Handels st andes widerspiegele. Die Hamburger Kaufmannschaft habe die Handelsvertragsverhandlungen der Reichsregierung mit Genugthuung begrüßt und wünsche dringend deren formellen Abschluß durch die Genehmigung Seitens der parlamentarischen Körperschaften. Sie hoffe, die Regierung werde auf dem eingeschlagenen handelspolitischen Wege weitergehen. Wien, 16. Juni. Der oberste Sanitätsrath ernannte ein Comitä zur Unterstützung der Schritte der Regierung, betreffend die Betheiligung an dem Londoner int er - narionalen Congreß für Hygieine und Demographie. Der Sanitätsrath beschloß, die Regierung um Vorkehrungen zu ersuchen, die in einem öffentlichen Krankenhause die Schutzimpfung gegen die Wuthkrankheit ermöglichen. Basel, 16. Juni. Seitens der elsaß-lothringischen Landesregierung wird, dem Vernehmen nach, der Paß zwang über die von Belfort viaMülhausen nach Basel führende Bahnstrecke bis zur Herstellung der Mönchen st einer Brücke aufgehoben. Paris, 16.Juni. Der Ministerrath genehmigte den Gesetzentwurf über die Arbeiterlöhne, welcher die Lohnzahlung mindestens zweimal monatlich verlangt und 3/10 des Lohnes als Höchstbetrag festsetzt, der vom Lohne zurückgehalten werden darf. Neapel, 16. Juni. Der Lava ström hat aufgehört- Professor Palmieri glaubt, daß die Cruptionsphasis beendet ist. Loudon, 16. Juni. Aus Cardiff wird gemeldet, die Blechfabriken von Südwales, welche 26000 Arbeiter beschäftigen, beabsichtigen für den Juli und vielleicht länger die Fabrikation zu suspendiren. Grund davon ist die Ueberproduction zu dem Zwecke, vor Inkrafttreten der Mac Kinley-Bill möglichst viel Fabrikate nach Amerika zu importiren. Petersburg, 16. Juni. Im Ministerium des Innern fanden der „Nowoje Wremja" zufolge Berathungen statt über die Juden frage, an denen die General-Gouverneure von Kiew, Warschau und Wilna theilnahmen. Die Vorschläge dieser Conferenzen sollen dem Reichsrathe vorgelegt werden. — Nach einer Meldung aus Kronstadt sind 150 Mann von der Besatzung der Fregatte „Minin" an der Influenza erkrankt. Konstantinopel, 16. Juni. Die „Agence de Constantinople" meldet: Anstatt des greisen Beissel Pascha ist Marschall Mahmoud Hamdi Pascha zum Corpscommandanten in Adrianopel ernannt worden, um das Räuberunwesen zu bekämpfen. Die Diplomatie nimmt diese Maßregel sehr sympathisch aus. — Von der Erinnerungsmedaille, die zur Anwesenheit des Kaisers Wilhelm geprägt wurde, werden 4 große, 50 kleine goldene, 200 silberne, 500 broncene demnächst dem Berliner Hofe und den Betheiligten übermittelt. lkoenles titiö ArovinzieLes, Stehen, 17. Juni. — Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen am 16. Juni cr. Zur Verhandlung kam die Strafsache gegen Johannes Hermann II. von Busenborn wegen räuberischen Diebstahls. Derselbe ist angeklagt, daß er am 3. März 1891 zu Schotten der Ehesrau des Andreas Lind zu Eichelsachsen ein ihr gehöriges Einmarkstück entwendet und bei diesem Diebstahl auf frischer That betroffen, gegen die ge- genannte Ehefrau Lind Gewalt verübt habe, um sich im Besitze des gestohlenen Geldstückes zu erhalten. Die heutige Verhandlung ergab folgenden Thatbestand: Die Ehesrau des Andreas Lind zu Eichelsachsen befand sich am 3. März 1891 in Begleitung ihres Sohnes Gustav in Schotten, um verschiedene Einkäufe zu besorgen. Sie führte außer anderem in einem Portemonnaie verwahrten Gelde ein einzelnes Einmarkstück in einem Perlenbeutelchen bei sich, welches sie Tags zuvor als Erlös für ein verkauftes Huhn vereinnahmt hatte. Nach mehreren anderen Besorgungen begab sie sich in den Laden der Wittwe des Louis Süffel daselbst, wo ihr Sohn, der sich vorübergehend von ihr getrennt hatte, bereits aus sie wartete. Nachdem sie zunächst in der hinter dem Laden be- legenen Stube eine Zahlung für früher empfangene Waare erledigt hatte, trat sie wieder in den Laden zurück und forderte, hinter dem Ladentisch stehend, ein halbes Pfund Kaffee für 75 Pfennige. Dabei zog sie ihr Perlenbeutelchen aus der Tasche, da sie ihr übriges Geld in der Hauptsache bereits verausgabt hatte und legte zum Zwecke der Berichtigung des Kaufpreises das darin verwahrt gewesene Einmarkstück auf den Ladentisch und zwar rechts von der auf demselben befindlichen Waage, dicht neben das Kästchen, in welchem die kleineren Gewichte sich befanden. Während nun die im Laden gerade die Kunden bedienende Tochter der Geschäftsinhaberin der inzwischen eingetretenen Margarethe Heck zu Schotten einen Teller Salz verabreichte, um sodann der Frau Lind aufwarten zu können, entdeckte diese, daß weder sie, noch ihr Sohn ihren von zu Hause mitgebrachten Schirm bei sich trage. Da ihr Sohn sie versicherte, daß er ihr denselben in die Hand gegeben habe, nahm sie an, sie habe ihn in einem vorher von ihr besuchten Hause stehen lassen und lief daher hastig aus dem Laden auf die Straße, um sich dorthin zurückzubegeben. In ihrer Aufregung ließ sie das Einmarkstück ruhig auf dem Ladentisch liegen. Aus der Straße begegnete ihr der ihr bis dahin gänzlich unbekannte Johannes Hermann II. und redete sie mit den Worten an: „Ei, wo will die Frau so schnell hin." Sie sagte ihm ruhig Bescheid und lief weiter. Da sich ihr Schirm in dem Hause, in welchem sie ihn ver- muthete, nicht befand, eilte sie nach dem Süffel'schen Laden zurück. Noch ehe sie denselben erreichte, kam ihr Sohn mit dem Schirme in der Hand ihr entgegen, da er ihn inzwischen in der hinter dem Süffel'schen Laden befindlichen Stube aufgefunden hatte. Sie gingen nun Beide in den Laden zurück. Als sie eintraten, stand Hermann vor dem Ladentisch und erhielt gerade von der Luise Süffel ein Quantum Kaffee. Die Ehefrau Lind sah sofort, daß ihr Einmarkstück noch genau an derselben Stelle lag, an welche sie es gelegt hatte. Hermann forderte noch ein Quantum Bleibtreu (deutscher Kaffee) und entnahm einem ledernen Beutelchen, das er in der Hand hielt, einige rothe Pfennige und ein Fünspfennigstück. Diese Geldstücke legte er darauf gemächlich auf den Ladentisch, streckte seinen rechten Arm aus und griff aus die rechte Seite der Waage, während seine Maaren und seine Geldstücke links davon lagen, faßte das Einmarkstück der Frau Lind mit einem Finger, zog es mit demselben an sich heran und vereinigte es mit seinen Geldstücken auf dem Ladentisch, als ob es sein Eigenthum sei und er soeben damit bezahlen wolle. Erschreckt ries Frau Lind: „Ei Mann, die Mark ist ja mein! ich habe sie vorher dahin gelegt!" Indem sie ihm noch weiter erklärte, wie es gekommen sei, daß sie das Geldstück an dieser Stelle trotz ihrer Entfernung auf dem Ladentisch liegen gelassen, nahm sie die Mark vom Ladentische weg und verbarg sie in der geschlossenen Hand. Hermann entgegnete: „Die Mark ist mein." Da die Frau Lind sie darauf nur um so fester mit der zur Faust geschlossenen Hand umklammerte, packte Hermann dieselbe mit seiner kräftigen Rechten, während er sich mit der linken an dem Ladentische hielt, rieß ihr mit Gewalt, unter Besiegung ihres Widerstandes und ihres Gegenwillens, die fest zusammengepreßten Finger aus und auseinander und nahm ihr das Geldstück wieder ab. Die Kraftanwendung des Hermann war eine derartige, daß die Frau Lind nicht im Stande war, sich im Besitze ihres Eigenthums zu erhalten, und er ihr am Mittelfinger unterhalb des Nagels ein Stück Haut wegriß, so daß die Verletzte blutete. Darauf steckte er die Mark ein, packte dann die Frau Lind mit beiden Händen an den Schultern, schüttelte sie und zaußte sie hin und her, indem er sie anschrie: „Du Diebin, Du willst mir die Mark stehlen, ich zeig Dich an!" Erst als Gustav Lind dazwischen trat, ließ er von ihr ab. Die Frau Lind begab sich nunmehr zu dem in Schotten stationirten Gendarm Ruhl und zeigte ihm den Vorfall an. Nachdem Frau Lind den Laden verlassen, steckte Hermann die vorher aus den Ladentisch gelegten Pfennige wieder ein und zahlte darnach mit einem Fünfzigpfennigstück und dem fraglichen Markstück seine 1 Mark 32 Pfg. betragende Rechnung. Hermann leugnete, wie ' früher, so auch heute und behauptete, die fragliche Mark sei sein Eigenthum gewesen, e§ sei nicht wahr, daß er sie der Frau Lind mit Gewalt wieder abgenommen habe. Seine Angaben waren aber nicht im Stande, Zweifel an der Wahrheit der Darstellung der Frau Lind und ihres Sohnes zu begründen- die Geschworenen bejahten vielmehr die ihnen vorgelegte Schuldsrage unter Zubilligung mildernder Umstände, worauf der Gerichtshof den Angeklagten in eine Gefängniß- strase von acht Monaten nebst Kosten verurtheilte. — Das Strauh'sche Orchester, welches bekanntlich am 10. und 11. Juli hier concertiren wird, besteht aus 41 Künstlern, ein Theil derselben sind hervorragende Solisten. Das Programm ist ein hochinteressantes und wird in Kurzem veröffentlicht werden. — Der Circus Braun gibt heute Mittwoch Abend hier seine letzte Vorstellung und wollen wir nicht verfehlen, aus dieselbe aufmerksam zu machen. Von den einzelnen Leistungen dieser Gesellschaft ist ganz besonders hervorzuheben die vorzügliche Dressur der Pferde, und was athletische und herkulische Productionen anbetrifft, so verfügt der Circus über zwei Athleten, denen ein guter Ruf in allen größeren Städten voraufgeht und leistet besonders der Athlet und Ringkämpfer Herr Hirsch seid er ganz Erstaunliches in seinem Fache- derselbe, bereits mit zwei silbernen Medaillen und verschiedenen anderen Preisen preisgekrönt, erregt allabendlich die größte Bewunderung Seitens des Publikums durch sein sicheres und doch energisches Auftreten, während sein College Herr Meyer sich ihm ebenbürtig zur Seite stellt und auch den größten Beifall erntet. Miß Elsa als Zahn-Athletin weiß stets die Augen des Publikums zu fesseln durch ihre Kunstleistungen und wird ihr daher auch der größte Applaus zu Theil. — Abonnements-Concerte. Auf die morgen in Steins Garten beginnenden Abonnements-Concerte unserer Regiments- Musik machen wir besonders aufmerksam. Das Programm bringt die edelsten Perlen musikalischer Schätze als: Ouvertüre zur Oper „Freischütz" (Weber), Medea (Cherubim), Phaeton, symphonische Dichtung (Saint-Savns), Paraphrase über Gounods „Frühlingslied", Große Fantasie aus R. Wagners Oper „Der fliegende Holländer" u. a. m. Bei der vorzüglichen Wiedergabe unserer anerkannt guten RegimentS-Capelle steht jedem Concertbesucher ein reichhaltiger musikalischer Genuß bevor. — Die Frankfurter Transport-, Unfall- und Glas-Verfiche- ruugs-Actieu-Gesellschaft in Frankfurt a. M., welche bei dem versicherungsnehmenden Publikum wegen ihrer streng soliden Geschäftsführung und der Gepflogenheit, bei Unglückssällen die Entschädigungsverpflichtung grundsätzlich nach Treu und Glauben auszuüben, einen wohlverdienten Ruf genießt, hat neuerdings eine Umarbeitung ihrer Versicherungsbedingungen für die Einzel-Unfall-Versicherung vorgenommen und sich dabei lediglich von dem Bestreben leiten lassen, den zeitgemäßen Forderungen der Versicherungsnehmer bis an die Grenze des Möglichen entgegen zu kommen. Die Bedingungen sind frei von allen verschärfenden und einschränkenden Reservaten; sie bestimmen die Rechte und Pflichten der Versicherungsnehmer sowohl wie diejenigen der Gesellschaft in klarer, allgemein verständlicher Fassung und garantiren bei sehr ausgedehnten Respectfristen für Prämienzahlung überraschend hohe, von vorn herein feststehende Entschädigungsleistungen im Jnvaliditäts- falle, bezw. bei Verlust von Gliedmaßen. In Gießen vertreten durch Adolf Bieler, Westanlage 45. — Ernennungen. Ernannt wurden am 9. Juni die provisorischen Reallehrer Rudolf Drehwald zu Groß- Umstadt, Ludwig Büttenbender zu Heppenheim, Ludwig Storck zu Butzbach, Dr. Otto Dieffenbach zu Darmstadt und Gottfried Erckmann zu Bingen zu Lehrern an den genannten Realschulen- die provisorischen Realgymnasiallehrer Philipp Rothermel und Ur. August Sturmfels zu Gießen zu Lehrern an dem Realgymnasium und der Realschule daselbst- der provisorische Realgymnasiallehrer Ernst N e e b zu Mainz zum Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule daselbst- die provisorischen Reallehrer Georg Grünewald zu Wimpfen und Albert Wämser zu Butzbach zu Lehrern an den Realschulen daselbst- die provisorischen Gymnasiallehrer Eduard Otto zu Darmstadt und Carl Altendorf zu Laubach zu Lehrern an den dortigen Gymnasien- der provisorische Realgymnasiallehrer Dr. Philipp Friedrich zu Mainz zum Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule daselbst- die provisorischen Reallehrer Carl Schnellbächer zu Alsfeld und Dr. Adolf Horn zu Heppenheim a. d. Bergstr. zu Lehrern an den dortigen Realschulen - der provisorische Realgymnasiallehrer Konrad Scholl- mayer zu Mainz zum Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule daselbst- die provisorischen Gymnasiallehrer Dr. Hermann Briegleb zu Worms und Dr. Carl Maurer zu Gießen zu Lehrern an den dortigen Gymnasien und den Realschulen- die provisorischen Realgymnasiallehrer David Spreitzer zu Mainz und Dominik Hinneschiedt zu Darmstadt zu Lehrern an den dortigen Realgymnasien und den Realschulen- der Provisorische Gymnasiallehrer Dr. August Ahlheim zu Bensheim zum Lehrer an dem Gymnasium da- — Daß unser Vogelsberg bei den außerhalb der Provinz Oberhessen wohnenden Touristen immer mehr als Reiseziel gewürdigt wird, geht aus einer Correspondenz aus Darmstadt hervor. Es heißt da: „Die Wand er lust, diese reine, hohe und echt deutsche Lust hat wohl nirgends eifrigere Jünger als in Darmstadt. Die Thäler und Höhen des Odenwaldes und des Taunus, die Bergriesen und Gletscher der fernen Alpen sogar können das bezeugen. Doch dürste sich in Darmstadt mancher rüstige Wandersmann finden, der den Höhen des Vogelsberges noch keinen Besuch abgestattet hat. Die früher fast sprichwörtliche Unwirthlichkeit dieses Gebirgslandes, die noch vor Kurzem schlechten Bahnverbindungen sind schuld daran. Aber in den letzten Jahren hat sich so Vieles zu Gunsten des Vogelsberges geändert — Dank den Bemühungen des Vogelsberger Höhen-Clubs und Dank den neuen Bahnstrecken — daß es heute keine Verwegenheit mehr ist, zu einem Besuch des Vogelsberges einzuladen. Die hiesige Section des V. H.-C. will sich dieses Verdienst erwerben. Unter der Leitung ortskundiger Führer ist für die Tage vom 11. bis 13. Juli ein dreitägi ger Ausflug in den Vogelsberg geplant, zu welchem Gäste freundlichst willkommen geheißen werden. Der Hochsommer ist für dieses Unternehmen die günstigste Zeit. Die Bahn soll zunächst bis Gelnhausen und nach Besichtigung dieser alten, ehrwürdigen Stadt, der Barbarossaburg und der prächtigen Kirche bis Büdingen benutzt werden. Nach einer Wanderung durch die reizenden Umgebungen dieses herrlich gelegenen Städtchens geht es zu Fuß nach Ortenöerg und von da über Lisberg durch den schönsten Abschnitt des Nidderthales nach Hirzenhain, wo das erste Nachtquartier aufgeschlagen werden soll. Der nächste Tagesmarsch führt an den sogenannten Gederner Seen vorbei, vielfach durch prächtige Wälder auf den Bilstein, Hohenrodskops und über den Tausstein bis Ulrichstein. Am folgenden Tag soll in Schotten wieder die Bahn erreicht werden." — Wir wünschen den Darmstädtern glückliche Wanderschaft. △ Aus dem Kreise Alsfeld, 16. Juni. Die seither schon hohen Brodpreise haben mit dem Beginn dieser Woche abermals eine Steigerung um 2 bis 3 Pfg. per Laib erfahren, so daß derselbe jetzt 52 bis 53 Pfg. kostet, gegen 40 bis 42 Pfg. im vorigen Jahre. Dieser hohe Brodpreis sängt nachgerade an, drückend zu werden- denn nicht nur Arbeits- und Handwerksleute, sondern auch die meisten kleinen Landwirthe kaufen das Brod. Die Vertheuerung des Brodes wirkt um so empfindlicher, als auch die Fleischpreise auf ihrer Höhe stehen bleiben. Man bezahlt hier für das Pfund Rindfleisch 64 Pfg., für das Pfund Schweinefleisch 60 Psa., für das Pfund Wurst 80 Pfg. § Weitershain, 16. Juni. Am 5. und 6. Juli d. I. soll das Bezirks fest des Kriegervereins-Bezirks Grünberg dahier abgehalten werden. Gleichzeitig wird damit die Weihe der neuen Vereinsfahne des hiesigen Kriegervereins verbunden. — Kleine Mittheilungen aus dem Grohherzogthum Hessen. Dem Schreinermeister L. von Bürstadt wurde eine Strafe von 40 Mk. event. 8 Tage Haft zuerkannt, weil er den. Ortsgerichtsvorsteher daselbst einen Scheerenschleiser und Geldsack geschimpft hat. — In Pfeddersheim wurde am Sonntag Abend dem Wagenwärter Schmidt von Darmstadt ein Fuß abgefahren. Der Unglückliche wurde ins Hospital nach Worms verbracht. — Vom Schwurgericht zu Mainz wurde am 15. d. Mts. die Dienstmagd Elise Petry aus Neuenkirch, welche am 6. März ihr in Marburg geborenes Kind in den Rhein geworfen hatte, wegen Todtschlags zu 2J/2 Jahren Gesängniß verurtheilt. — In Worms sand am Sonntag der Mitteldeutsche Bäcker- Verbandstag unter Theilnahme einer großen Anzahl Berufsgenossen aus allen Theilen der Bezirke statt. Mit dem Verbandstag ist eine, das Bäckergewerbe in allen seinen Theilen darstellende Ausstellung verbunden, welche sich eines lebhaften Besuches zu erfreuen hatte. — In Worms sand am 13. Juni ein ^/zjähriger Knabe durch Sturz in den Gerberbach seinen Tod. — In Nauheim bei Groß-Gerau war in voriger Woche ein Wagnermeister mit dem Zuschlägen eines Rades beschäftigt, als sich das schwere Eisen der sog. Schlage ab- lbste und den mitbeschäftigten 15 jährigen Sohn des Wagners so unglücklich an den Leib traf, daß der junge Mann noch am Abend starb. — In Groß-Steinheim besucht gegenwärtig ein Junge von 10 Jahren die Schule, der bis jetzt noch kein Härlein auf dem Kopfe hatte. Auch ist keine Aussicht aus einen künftigen Haarwuchs vorhanden. Der junge Kahlkops bietet einen seltsamen Anblick. Literatur unö Aiunst. — Die italienische und spanische Abtheilung der Berliner Kunstausstellung steht auch diesmal wieder im Mittelpunkte des Interesses, das die bedeutsame Berliner Veranstaltung allcntbalbm heroorruft. Es wird deshalb für Viele von Interesse sein, Näheres über die Persönlichkeiten der Künstler zu erfahre», welche Italien und Spanten so glanzvoll vertreten. Die neuesten Hefte (18 und 19) der „Modernen Kunsts (Verlag von Rich. Bong, Berlin W.) veröffentlichen soeben „Italienische Atelier- und Salonbesuche", welche die italienischen Künstler und die große Zahl der spanischen Maler, welche in Rom leben, charactertsiren. Daß die „Moderne Kunst" daneben auch der Berliner Ausstellung besonderes Interesse widmet, ist selbstverständlich. Zu ihren Kunstbeilagen wird so manche Perle der jetzigen Ausstellung zählen und auch darin, wie überhaupt in der ganzen Ausstattung, steht die „Moderne Kunst" allen anderen Zett- schrtsten voran. Großes Interesse bietet ferner der textliche Theil des Blattes; die Erzählung „Der Steckbrief" von Wilh. Berger ist ein sehr fein gestimmtes modernes Sittenbild. Thiersreunde werden an dem großen Doppelbilde „In der Wüste" und an den zahlreichen Thierstudten ihre Freude haben, mit denen Wilhelm Kuhnert, der bekannte Löwenmaler, vertreten ist. Eine Schilderung des deutschen Theatergastspiels in Petersburg leitet eine Serie von Aussätzen über Rußland ein. Der sonstige Inhalt ist reich an actuellen Berichten aus allen Kunstzwetgen; die „Moderne Kunst" verdankt gerade der feffelnden Berichterstattung über diese Tagesangelegenheiten ihren Ruf. Von den Kunftbeilagen seien außer dem Kuhnert'schen Bilde noch „Die Hexe" von Luke Fildes, „Der verlorene Sohn" von C. Feudel, „Otfiziere Napoleon I. von italienischen Aristokratinnen bewirthet" von Aloarez rc. genannt. Preis des Vierzehntagsheftes 60 Pfg. verkehr, Land« nnd VolksrvirLhschaft. Frankfurt. 15. Juni. Viehmarkt. Es waren angetrieben 400 Ochsen, 27 Bullen, 350 Kühe, Stiere und Rinder, 295 Kälber, 36Hämmel und 341 Schweine. Die Preise stellten sich für Ochsen 1. Qual, auf JL 67—69 pr. Ctr Schlachtgewicht, 2. Qual. JL 62—65, Bullen 56—58, Kühe und Rinder 1. Qual. 60-66, 2. Qual. JL 47-54, Kälber 1. Qual. 65—70 2. Qual. 55—60 Hämmel 1. Qual. 64—66 2. Qual. 58—60 H per Pfd-, Schweine 1. Qual- 63—55 H, 2. Qual. 50—52 H pr. Pfd. Schlachtgewicht. 8 Herchenhain, 16. Juni. Auf dem heutigen Viehmarkt waren nach amtttchm Mittheilungen aufgetrieben 139 Stück Rindvieh und 818 Schweine. Es kosteten frisch melkende Kühe 220—350 Mk., Kälber 20—35 Mk., einjähriae Rinder 120—130 Mk. In Schweinen waren meistens Frühjahr- und Sommcrferkel aufgetlleben, es kosteten 6—7 Wochen alte 20—30 Mk., ältere 70-85 Mk. daS Paar. Zuchtschwetne kosteten 80—90 Mk. das Stück. Verkauft wurde ungefähr drei Viertel des aufgetriebenen Viehes. — Allgemeine Renten-, Capital- u. LebenSverficherrrrrgö- bank Teutonia in Leipzig. Bis 31. Mat 1891 gingen ein 1630 Anträge über 5866000 Mk. VersiLerungsumme; ausgesertigt wurden 1286 Versicherungen über 4635000 Mk. Versicherungssumme. Am 31. Mat 1891 waren in Kraft 45378Policen über 116710000 Mk. Verstcherungsumme. Die durch Tod in den ersten 5 Monaten des laufenden Jahres fällig gewordene Versicherungsumme belief sich auf 691600 Mk. Bisher gezahlte Versicherungsumme: 31 Millionen Mark. Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen. 23. Woche. Vom 7. Juni bis 13. Juni 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (tncl. 1600 Mann MUitär). Sierblichkeitsztffer: 20,19 "/ogbezw. 12,62 nach Ausschl. der Ortsfremden. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Nachenbräune 1 (1) — — 1 (1) Gehtrnschlog 11 — — Selbstmord 11 — — Andere bekannte Krankheiten 5 (2) 5 (2) — — Summa: 8 (3) 7 (2) - 1 (1) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in dec Betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen Temperatur der Kahn und Lust gemessen am 17. Juni, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 12, Luft 14 Grad Reaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. Submission. Für die chirurg.-ophthalm. Univ.- Klinik sollen die im Rechnungsjahr 1891/92 nöthigen Weißzeug- unb Kleidungsstücke auf dem Wege der Submission vergeben werden. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen Nachmittags von 3—5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Auffchrift versehen, bis zum 29. ds. MtS., Mittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Gießen, den 17. Juni 1891. Gr. Verwaltungs-Direction der chirurg-ophthalm. Univ.-Klinik. _______Bose. Vossius. [5631 Arbeitsversteigerung^ Mittwoch den 24U Juni d. I., Nachmittags 3 Uhr, sollen bei unterzeichneter Stelle in Accord gegeben werden: veranschlagt zu 1) Maurerarbeit mit Material 270«^. 2) Steinhauerarbeit 274 „ 3) Zimmerarbeit 140 „ 4) Schlofferarbeit mit Eisenlieferung 675 „ 5) Weißbinderarbeit 35 „ 6) Pflasterarbeit 318 „ 7) Chaussirarbeit 171 „ 8) Steinlieferung dazu 90 „ 9) Zerschlagen von Unterhaltungssteinen für die Ortsstraßen 52 „ Londorf, am 16. Juni 1891. Großh. Bürgermeisterei Londorf. A umann. 5634 Versteigerung. Mittwoch den 24. Juni l. I., Vormittags 9 Uhr, soll in der Hofrailhe des verstorbenen Fuhrmanns Ludw. Weber zu Bieber ein fehlerfreies zugfestes Arbeitspferd, braune Stute, 6 Jahre alt, mit Geschirr und Wagen, sowie eine Kuh und ein schönes trächtiges Rind meistbietend versteigert werden. Nähere Auskunft ertheilt der Unterzeichnete. Fellingshausen, den 15. Juni 1891. (Post Rodheim a. d. Bieber). I. 21.: Balthafer Cramer. 5610 Gefrorenem anerkannt vorzüglicher Qualität, in mehreren Sorten stets vorräthig, empfiehlt 4050' Conditorei Hettler, Südanlage, ____Fernsprechanschlutz 71. Eine Ladentheke mit SchrLnke- Ciurichtung zu verkaufen. 5448 Bahnhofstraße 66. KeilgeSotenes. Ein neues vorzügliches Sicherheits- Zweirad ist wesentlich unter Preis abzugeben. 5598 Im Auftrag: LH. Haubach, Bahnhofstraße 40. Beste Toiletteseifen und T aschentuchparfüms kauft man in dem [3703 DrvgeirgeschLft von Otto Schaaf. Bekanntmachung. Der von der Stadt erworbene, ehemals Dr. Schüler'sche Garten wird 'hierdurch dem Besuch des Publikums in den Stunden von Morgens 7 bis Abends 8 Uhr mit der Maßgabe geöffnet, daß der Zutritt ausschließlich von der Südanlage aus zu nehmen ist, Kinder nur in Begleitung eines Elterntheils zugelaffen sind und das Mitnehmen von Hunden untersagt ist. Zuwiderhandelnde haben alsbaldige Ausweisung aus dem Garten zu gewärtigen. Gießen, den 15. Juni 1891. Großherzogliche Bür rmeisteret Gießen. ___Gnauth.____________________5624 ÄchtwoagZ Den Herren Landwirthen empfehle ich die bis heute als vorzüglich an- erkaunltn, vielfach preisgekrönten Häcksel- oder Sie-emafchinen in 16 verschiedenen Größen für grünes und trockenes Futter, zu Hand-, Göpel-, Wasser- und Dampfbetrieb, im Preise von 60—300 Mk.; verbesserte Hand- dreschmafchinen von Eisen zu 100 Mk., auf Holzgestellen von 135 Mk. an; Göpel von 135 Mk. an; Göpel und Dreschmaschinen zum Hochstellen, mit Absieber, von 450—1010 Mk.; Göpel, ein-, zwei- und vierspännig; verbesserte Getreidereinigungsmaschinen in vier Großen, 50, 60, 70 und 80 Mk.; Malzquetscher» von 150 bis 300 Mk.; Strerrstrohschrreider, welche das Stroh in Längen von 5—26 cm schneiden, Preis 150—300 Mk. Besonders zu empfehlen: Rübenschneider mit Stahlzahnen in zwei Größen, 60 und 80 Mk., welche Pflocken wie gestampft schneiden, jedem anderen mit Messern vorzuziehen, da beim Vorkommen von weichen Bruch- oder Ziegelsteinen kein Bruch oder Schaden an den Zähnen geschehen rann, hingegen Messer dann unbrauchbar werden- Bereits über 21680 Stück geliefert, über welche mir aus allen Ländern stets die beste Zufriedenheit zu Theil wurde. Ich gebe die Garantie, daß, wenn meine Maschinen dem-Zwecke nicht entsprechen, solche nach vier Wochen Probezeit auf meine Kosten zurück gesandt werden können. Zahlung nach Uebereinkommen. Bei Bedarf von Messern zur Warnung, daß Messer aus anderen Fabriken an den von mir bezogenen Maschinen nicht zu verwenden sind, denn dadurch entsteht ein schwerer Gang und schlechter Abschnitt. Ich beziehe nur echt englischen Stahl, welcher mehr als doppelt theuer im Preise ist, aber stets besseren Schnitt hat, welches ich aus langjähriger Erfahrung kennen gelernt habe. Jede Reparatur wird zum Selbstkostenpreise ausgeführt, sowie Umtausch von unbrauchbaren Maschinen nach Werth angenommen. In Folge Aufgabe der Oeconomie ist eine in gutem Stande befindliche, eingebaute, 70 cm breite Dreschmaschine mit Schüttelzeug, Doppelabsieber und Reinigungsmaschine, welche das Getreide marktfähig liefert, zur Zeit mit Dampfbetrieb, für den dritten Theil der Herstellungskosten abzugeben. Radeburg bei Dresden. 5575 Carl Beiirisch, Fabrikbesitzer. Frankfurter Transport- Unfall- u. Glas-Versicherungs- ftctien-Gesellschaft in Frankfurt a. M. Grund-Kapital: Mk. 5,000,000.— Kapital-Reserve: Mk. 1,016,250.— Wir benachrichtigen hiermit unsere verehrlichen Versicherten und das Versicherung nehmende Publikum, dass wir unsere bisherigen Bedingungen für die Einzel-Unfall-Versicherung einer zeitgemässen Umarbeitung unterzogen haben und mit diesen neuen Bedingungen wirklich auffallende Vortheile einräumen. Dieselben zeichnen sich durch präcise, allgemein verständliche Fassung aus und sind bei grundsätzlicher Vermeidung aller Härten, frei von unmotivirten einschränkenden Sonderbestimmungen. Jedem unserer verehrten Clienten wird die kostenfreie Umschreibung bereits bestehender Policen nach den neuen Bedingungen freigestellt. Wir empfehlen daher unser Institut hiermit angelegentlichst zum Abschluss von Einzel-Unfall-Versicherungen, sowie Reise-Unfall-Versicherungen für beliebige Zeitdauer. Namentlich den Inhabern gewerblicher Unternehmungen gewähren wir bei Versicherung ihrer berufsgenoasenschaftlich nicht geschützten Beamten und Angestellten mittelst Collectiv-Einzel-Versicherung, sowie durch Haftpflichtversicherung der vorübergehend in den Betrieben anwesenden dritten Personen (Betriebsfremden) ausreichenden Versicherungschutz unter besonderen Vergünstigungen. Zur Ertheihing jeder weiteren Auskunft erbietet sich bereitwilb'gst die Direction der Gesellschaft, sowie der mitunterzeichnete Vertreter. Frankfurt a. M., im Juni 1891. [5623] Frankfurter Transport-Unfall- und Glas-Versicherungs- Äctien-Gesellschaft. Bie Direction: J. Schlegel. Heinemann. A. Bieler, General-Agent in Giessen, Westanlage 45. 56221 Gute Oberndörfer Dickwurz-1 5618] Ein Mädchen hat noch Tage frei und gelbe Kohlrabipflauzen villig bei im Flicken und Weitzzeugnähe^. Karl Euler, Hammflraße 5. I Näheres Teufelslustgärtchen 26. Im Bezug von allen Sorten in Waggons, sowie in kleineren Wagen-Ladungen empfiehlt sich billigst Georg Schäfer, Kohlenhandlung, 5504 Grünbergerstraße 13. TEUTONIA, Allgemeine Renten-, Capital- nnd Lebensversicherunosbank in Leipzig, errichtet 1852. Jährliche Prämien- und Zinseneinnahme ca. 6 Millionen Mark. Bis Ende 1890 gezahlte Versicherungssumme 31 Millionen Mark. Versicherungsbestand: 117 Millionen Mark. 1W Niedrige Prämien. Dividende nach Verhältniss der gezahlten Gesammtprämien. (Steigende Dividende). Sehr liberale Versicherungsbedingungen, insbesondere Unanfechtbarkeit der seit 1. Januar 1887 abgeschlossenen Versicherungen nach 5jübrigem Bestehen. Kriegsversicherung unter den günstigsten Bedingungen, ebenso Gewährung von Cautions-Darlehen an Beamte im öffentlichen Dienste. Alles Nähere aus den Prospecten und Versicherungsbedingungen, welche zu beziehen sind 5604 in Heinrich Kuhl, Echzell von Lehrer Hof, in in in Cassel von Adolf Bestgen, Generalagent, Grünerweg 19, I, „ Giessen von Theodor Schmidt, Hauptagent, Bahnhofstr. 98, Angesehene und thatkräftige Vertreter werden unter günstigen Bedingungen zu engagiren gesucht und werden Offerten an die Generalagentur in Cassel erbeten. Friedberg von Kaufmann Franz Stamm, in Niederweisel v.Kaufm. J.L. Oppenheimer, in Vilbel von Kaufmann Nicolaus Löw. Rodheim von Gemeinderechner Ludwig in Allendorf a. d. Lumda von Spengler Krauskopf, Heinrich Kuhl, Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Freundschaft und herzlicher Zuneigung, die mir aus Anlaß meiner 50jährigen Jubelfeier durch Betheiligung am Feste selbst, durch Ueberreichung von Geschenken, durch Zusendung von Telegrammen und Segenswünschen von allen Seiten dargebracht wurden, sage ich auf diesem Wege verbindlichen und tiefgefühlten Dank. Södels den 16. Juni 1891. 5632 W. Loos. Alle Saugflaschen mit eingepreßten Zeichen sind den Kindern gefährlich und oft Ursache der Durchfälle. Bei richtiger Anwendung der Saugflasche nach Profeffor Escherich gedeihen die Kinder ohne Beschwerden. Prospecte gratis. Preis 65 Pfg. [5599 Zu haben bei C. Ranft. Die Rübsamen/sche Mde- und Schwimm-Anstalt ist eröffnet. Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend find an den Wochentagen Vormittags von 10—12 Uhr und Nachruittags von 3—7 Uhr. In diesen Stunden wird gute und strenge Aufficht geführt, sodaß die verehrlichen Eltern in jeder Beziehung beruhigt fein können. Geöffnet ist die Anstalt von Morgen» 6 Uhr bi- Abends 8 Uhr, an Sonntagen nur Vormittag- von 6—12 Uhr. Ich lade zum Abonnement ergebens! ein und bemerke, daß alles Nähere in der Anstalt, wo auch die Liste zur gefl. Einzeichnung offen liegt, zu erfahren ist. Ihr. Blübsainen Wwe. Wegen Umzug! Neue herrschaftliche Bette«, Ma- hagonimöbel und Küchengeräth- schäften werden verkauft im (5605 Waarenharrs Seltersweg 68. Alle Neuheiten in Shlipsen, Kravatten, Hemden, Kragen, Manschetten, Taschentüchern, ©Ince» und Stoff-Handschuhen, Hosenträgern, Kragen- u Manschettenknöpfen, Hosenstreckern, Hut- und Armfloren. Regenschirmen rc. empfiehlt zu billigen Preisen 2671 EL Rübsamen. Oberhemden liefere unter Ga- rantie für guten Sitz und tadellose Arbeit. Heute Morgen um 2r2 Uhr verschied nach längerem schweren Leiden unsere innigst geliebte, Elise, geb. Hilss, Ehefrau des Gr. Ersten Staatsanwalts L. Joeckel! zu Giessen Wir bitten um stille Theilnahme. Giessen, 17. Juni 1891. Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Freitag den 19. Juni, Nachmittags 2^ Uhr, vom Sterbehause, Bleichstrasse Nr. 6, aus statt. 5614 Auftreten sämmtlicher Mitglieder. 5635 5630] In nächster Nähe der neuen i j und große Leistungsfähigkeit vor allen ähnlichen Fabrikaten vortheil- haft auszeichnen. 1303 5616 M? Retchsbank-DiScont 4 pCt. — Frankfurter Bank-Discont 4 pCt. L. J"oeckel9 Erster Staatsanwalt. Anna Joeckel. Wilhelm Joeckel. Louise Joeckel. treue, gute Gattin und Mutter Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 18. Juni, Nachmittags 4 Uhr, Grünbergerstraße Nr. 32. 5617 Die tieftrauernden Eltern und Schwestern Familie Giar. Innere Einrichtung nach Wunsch und Mediirfniß. Achtungsvoll Heinrich Reger, Schreiner, Lich (Oberhessen). Aermietyungni. 5607] Logis zu vermiethen. Schützenstraße 11. Eisschränke. Ich empfehle mich hiermit im Anfertigen meiner neu patentirten Eisschränke Elisabeth sagen wir Allen unseren innigsten Dank. Gießen, den 17. Juni 1891. Tabes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir die traurige Mittheilung, daß unsere innigst geliebte Gattin, Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin Frau Katharina Steuernagel, geb. Hubeler, nach langem, schweren Leiden sanft verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 16. Juni 1891. Lenz’scher Felsenkeller (W. Kaufmann.) Heute Mittwoch, den IT Juni, Abend- 8 Uhr: Grosse Extra-Gala-Vorstellung der ausgezeichneten internationalen Künstler-Truppe Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. ÄMMs KMMMSr ««-KM K IWNe» Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unsere liebe Tochter und Schwester Anna Luise gestern Mittag V24 Uhr, im 8. Lebensjahre, nach langem Leiden, sanft entschlafen ist. Gießen, 17. Juni 1891. Wittwe Hofmann und Kinder. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 2 Uhr, vom Sterbehause Krofdorferftraße 3 aus, statt. 5629 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme und die zahlreichen Blumenspenden bei der Beerdigung unserer'unvergeßlichen Tochter und Schwester Vermischte Anzeigen. 5633] Auf werthvolle Häuser hiesiger Stadt werden Gelder als erste Hypothek bis zu einem Dritttheil des Werthes zu leihen gesucht. Offerten unter W. w. an die Exped- dieses Blattes. Kliniken gr. gut mobl. Parterrezimmer' zu vermieden. Näh. in der Exp. d- Bl-. nach amerikanischem System, welche sich durch Eisersparnitz Conr-Vericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft FrankfLrrer Börse vom 17. Juni 1891. Schlußcours« 1 Uhr 15 Mn. I 5612] Der mittlere Stock, 7 Zimmer, Küche n.bft Zubehör, ist wegzugshalber I bis zum 15. Sept, oder 1. Oci. zu ver- ' miethen. Ludwigstraße 59. 5619] Ein fast neuer Herd mit drei großen Kochlöchern zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 5587] Gemüsepflanzen verkauft Karl Gutvub, Neustadt 10. 5625] Mädchen von auswärts, in Küche und Hausarbeit erfahren, wünschen Stellen für sogleich und später durch Frau Schmidt, Seltersweg 15. 5602] Laufmädchen gesucht. ___________Ludwigsplatz 5600] Ein älterer Herr sucht zwei bis drei unmöblirte Zimmer mit einfach bürgerlicher Kost, Bedienung und freundlicher Behandlung. Offerten unter PreiS- angabe an die Exped- b- Bl.____________ 5609] Eine der ersten deutschen Lebensvers. - Actien - Gesellschaften, im Grotzherzogthum sehr gut eingeführt, sucht für Gießen einen tüchtigen und gewandten Hauptagenten, welcher auch im Auftrage kleinere organisatorische und acquisitorische Reisen in der Provinz gegen Vergütung von Provision, TageSdiäten und Transportkosten zu besorgen hätte- Gefl. Offerten unter Li. J. Ä59 an Haasensteirr u. Bögler, A -G., Arankfurt a/M. 5608] Ein tüchtiger solider Werkmeister, der auch das Sortiren versteht, wird für eine kleinere Cigarrenfabrik gesucht. Offerten mit Angabe der seitherigen Tbätiqkeit und der Gehaltsansprüche snb A. 58 an Rudolf Moste, Darmstadt, erbeten. 56061 Ein Mädchen empfiehlt sich im Bügeln in und außer dem Hause. Grünbergerftratze 29. 5613] Eine Mansarden - Wohnung ist zum 1. Juli zu vermiethen. _____________________Ludwigstraße 57. 5611] Schönes Logis zu vermiethen. ________Neustadt 24. 5627] Ein Logis zu vermiethen. _______Kreuzplatz 11. 5626] Löwengaste 5 ist der zweite Stock, 4 Zimmer, abgeschlossener Corridor, Wasserleitung, sowie die Manfarde per Sept, zu vermiethen, event. auch früher- ___H..Scherst. 5603] Stube, Küche und Bodenkammer an einz- Person zu oerm- Schloßg. 12. 5628] Zwei gut möbl. Zimmer zu oer- 2 miethen-Ludwigsplatz 14, II. ' 5621] Ein zuoerl Mädchen mit guten Zeugn., das selbstständ- kochen kann, sucht Frau von Scheven, Süd7nlage 4, part. 5615] Waschfrau gesucht. __________Ludwigsplatz 14, III. Bravee Bürschchen für Flaschen- biergeschäst gesucht. (559g Zn erfragen in der Exped. d. Bl. Ez5 2. z. T. Freitag 19./6. Bal. 5581 u. Wahl des I. A. u E. R= 5620] Ein gebrauchtes Hochrad billig zu verkaufen.________Bahnhofstraße 49. 5601] Bienenschwärme mit oder ohne Kasten ,u verkaufen. Bahnhofstraße 57, Gießen. 3% Reichsanlethe 3Vao/o do. 3% Preuß. ConsolL 3%% do. 85.60 98.80 85 50 98.70 4o/g Ung. Gold-Rente 5% Jtal. Rente 4V6i% Oest. Silber-Rente 5o/o Ruff. m .Orient 91-50- 92 30 80 00 75 50 Disconto-Command^Antt^ 182.20 Lomb. E.-B.-Act. 98.25 Darmstadter Bank^Act. 139,40 Buschtherader E.-B.-Act. 422.62 Dresdener Bank-Act. 142-20 Elbthal-Bahn-Act. 187 00 Nordd. Lloyd-Act. 11790 Gotthard-Bahn-Act. 145.90 Wiener Bankver.-Act- 98.50 Schweizer Nordost-B.-Act. 141.90 Oest. Credit-Act. £60-00 Mainzer E.-B.-Act. 1)3.60 Oest. Staatsb.-Act. 251.25 Marienburger E.-B.-Act. 71 90 4% Mainzsr St.-Anl. Gelsen!. Bergw.-A«. IOL8O1 162.30 Der. KönigS-Laurab^Act Tendenz: fest. 120.20 Denn wir mochten, nach von Benäh entfernt sein, als in der Er meinte hierbei sehr offen, daß mit einer streifenden Bande des Algerien zurück. Arbeitsversteigerung. Wir empfehlen bestens (Preis dieses Apparates Mark 5.70J E p«» «+;cr,hr la. türk. Zwetschen | ITr wieder eingetroffen bei @181, der Seifenfabrik Robert Stnhl, Neustadt 2^,^ Neu? Oderhesßlcht Sisevbahakn. Die erst feit Kurzem in der Seifenfabrik Seltersweg 4295 Vormittags 9 Uhr, Rachhause versteigert verschiedener Construetion und in allen gangbaren Größen. Z8 werden: veranschlagt zu ar E rc ii n « ii ii 71.- 2382.76 624 — 51.25 1565.63 161.61 zu sein, vor meinen Augen flimmerte es, mein Puls jagte aus und nieder, als ob ich unter einem starken Fieberanfalle litte, und wie mechanisch hockte ich nur noch aus meinem Kameel, dessen Zügel mir jeden Augenblick aus den Händen zu gleiten drohten. Da erscholl ein seltsamer, schriller Ruf — Ali Mansur harte ihn ausgestoßen — und auf einen be- timmten Punkt vor uns am Horizont deutete die ausgestreckte Rechte des Schecks. Ich versuchte, die betreffende Stelle chärser ins Auge zu faffen, aber wie ein Nebel legte es sich auf meine Blicke und kaum vermochte ich noch wahrzunehmen, wie sich jetzt Ali Mansur von unserer Schaar loslöste und I mißtrauisch betrachtete, sein Thier mit unbarmherzigen Schlägen in der von ihm be- zeichneten Richtung forttrieb. Ich wollte über diesen merkwürdigen Vorgang nachdenken, vermochte indeß keinen zusammenhängenden Gedanken mehr zu fassen, meine ganze Seele war nur noch von dem einzigen Wunsche und dem einzigen Worte erfüllt: Wasser Wasser! Da schnaubte mein Kameel und setzte sich in raschere Bewegung, was mich aus meiner lethargischen Haltung emporfahren ließ. Ich blickte nach vorwärts und ein heiserer Freudenschrei entrang sich meiner ausgedörrten Kehle — Ali Mansur kam uns mit einigen Leuten, welche mit Schläuchen > beladen waren, entgegengeeilt, während sich im Hintergebüsch dichtes Gebüsch, überragt von hochstämmigen Dattelbäumen, hinzog. Es war offenbar die rettende Oase von El Mas- wed. In wenigen Minuten trafen wir mit Ali Mansur und seinen Begleitern zusammen und es stellte sich nun heraus, daß der Scheik kaum, nachdem sein Falkenblick die Oase in der Ferne erspäht, mit seinem Thiere vorausgeeilt war, um dann von der Oase aus uns vor Allem Wasser zuzusühren. O, mir welchem unsagbaren Entzücken sog ich jetzt das erfrischende, köstliche Naß, welches die Männer in ic Schläuchen mitgebracht, ein — ich hätte mich wahrhaftig zu Tode trinken mögen und sehr vernünftiger Weise nahm mir Ali Mansur schließlich den Schlauch weg, indem er lächelnd meinte, er wolle mich jetzt nicht an Wasser sterben sehen, nachdem ich vorher vor Durst beinahe umgekommen wäre. Als sich alle an dem Wasser erquickt und auch die Thiere davon bekon! nen hatten, ging es vollends auf die Oase zu, Maurerarbeit Steinhauerarbeit Gußeisenlieferung Schlofferarbeit Pflasterarbeit Weißbinderarbeit vorm. 6. C. Windecker Seltersweg L, Ecke am Kreuz. 2 offene Wagen, 1 Klappwagen, 1 gebrancht. Halbverderk Anfertigung aller Arten Wagen, sowie Reitzeuge und feinere Luxus-Geschirre. A. HUbiiiger, als angenehm für uns war. Mit bänglicher Erwartung blickten wir den sich jetzt aus der Staubwolke deutlich loslösenden Kameelreitern entgegen, die rasch näher kamen und eine Schaar von mindestens dreißig bis vierzig wohlbewaffneten Leuten bildeten. Als sie uns indessen erreichten, stellte es sich glücklicher Weise heraus, daß wir es nicht mit Tuareg zu thun hatten, sondern mit Angehörigen eines Araberstammes, dessen ersten Scheik Ali Mansur zufällig kannte. Wir hatten also von diesen wilden Söhnen der Wüste, die auf der Gazellenjagd begriffen waren, nichts zu fürchten, wir schlugen vielmehr gemeinschaftlich mit denselben unser Nachtlager, das letzte unseres Wüstenmarsches, aus und trennten uns am nächsten Morgen höchst freundschaftlich von den Jägern. Wir setzten sodann die Reise fort und erblickten nach etwa zwei Stunden die Felsenhügel, welche die Oase Benäh gegen Westen umkränzen und endlich ihren I erreichten wir letztere selbst, die zu den bedeutenderen Oasen in der nördlichen Sahara gehört und sich durch ihren vorzüglichen Anbau einer ganzen Reihe von Bodenproducten der Sahara auszeichnet. Hier verbrachte ich mehrere Monate behufs wissenschaftlicher Erforschung dieser Oase und kehrte dann mit einer größeren Carawane über El Bilil nach L. Senners Nachs., [5552 terswea Nr. 19. Äbkkhrsßsltze Siseubahlleu. Die bei der Reparatur des Güter - schoppens in der Station Lich vorkommenden Weißbinderarbeiten sollen im Submissionswege vergeben werben. Die Ausmaße und Bedingungen sind im Bureau des Unterzeichneten einzusehen, wo elbst auch schriftliche und versiegelte Angebote mit der Aufschrift: „Offert auf Weißbinderarbeiten in der Station Lich" bis 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, einzureichen sind 5529 Gießen, den 12. Juni 1891. Der Eisenbahnbaumeister. I. V-: Heinrich Backofen. wir es möglicher Weise räuberischen, aber mächtigen Stammes der Jtissi-Tuareg, die diesen Theil der Sahara unsicher zu machen pflegten, zu thun bekommen könnten, eine Aussicht, die natürlich nichts weniger '^Gießen, den 12. Juni 1891. Der Eisenbabnbaumeister. antrfannt vorzüglich«» Fabrikat, empfiehlt I. Happel, Neustadt 56 Samstag den 20.1. Mts., sollen im alten die sich allerdings nur aus kaum eine halbe Stunde im Umkreise ausbreitete. Dennoch bot sie uns gutes Wasser in Hülle und Fülle, dann frisches Hammelfleisch, Hühner und verschiedene vorzügliche Dattelarten dar und in diesen Herrlichkeiten schwelgten wir zwei Tage. Neugestärkt zogen wir dann weiter, unserem Endziele Benäh zu, das wir jedoch nicht ohne einen nochmaligen Zwischenfall erreichen sollten, der Berechnung unseres Führers, Der Anstrich von ca. 3000 qm Dachpappdächer in den Bahnhöfen Gießen und Lich soll im Submissionswege vergeben werden und sind die Bedingungen im Bureau des Unterzeichneten einzusehen, woselbst auch schriftliche und versiegelte Angebote mit der Auffchrift: „Offert auf Anstricharbeiten von Dächern in den Bahnhöfen Gießen und Lich" bis 25. Juni c., Vormittags 10 Uhr, portofrei einzureichen 5528 5583] Gelbe untererd. Kohlrabi zu verkaufen. Schiffenberperweg 33. Feuilleton. In der Sshsrs. Nach dem Tagebuche eines französischen Reisenden. , (Schluß.) Unweit von mir stürzte jetzt eines der Lastthiere zusammen, wodurch ein halbstündiger Aufenthalt verursacht wurde, da die Packen des alsbald verendenden Thieres aus die übrigen Kameele mit verpackt werden mußten. Ich schlug dem Scheik vor, den Magen des tobten Thieres zu öffnen, um das in demselben vielleicht befindliche Wasser zu erlangen. Der Araber sah mich erst höchlichst erstaunt an, dann jedoch blitzte es wie Spott über seine dunklen Züge- er befahl einigen seiner Leute, zu thun, wie ich vorgeschlagen hatte, woraus der Scheik aus den geöffneten Magen des Kameels deutete. Derselbe enthielt eine im höchsten Grade übelriechende, mit halbverdautem Futter vermengte jauchenartige Flüssigkeit, von der ich mich schaudernd abwandte- ich hätte keinen Tropfen dieses „Waffers" über meine Lippen bringen können, selbst wenn ich schon dem Verschmachten nahe gewesen wäre. Je weiter wir nun vorrückten und je heißer die Wüstensonne aus uns niederbrannte, desto größer wurde mein Durst- gesühl und diese entsetzliche Qual vergrößerte sich noch dadurch, daß mir die krankhaft erregten Sinne am Wüstenhorizonte Palmenwälder und große Teiche vorspiegelten, während das Geschaute doch nichts als das trügerische Gaukelspiel einer Fata Morgana oder Schrab („geheimnißvolles Wasser"), wie der Araber die Luftspiegelungen in der Wüste nennt. In der Mittagszeit machten wir ein paar Stunden Rast, dann jedoch trieb Ali Mansur wieder zum Ausbruch. Langsam nur schwankte die Carawane vorwärts, die Kameele, deren Zungen lang aus dem breiten Maule heraushingen, drohten bei jedem Schritt zusammenzubrechen und wenn dies bei meinem Thiere der Fall gewesen wäre, so glaube ich bestimmt, daß ich nicht einmal den Versuch gemacht hätte, mich wieder vom Boden emporzuarbeiten, so apathisch war ich schon geworden. Die Zunge schien mir förmlich verdorrt etwa noch eine Tagereise von Benäh entfernt fern, als in der Ferne eine Staubwolke austauchte, die Ali Mansur höchst Aeilgeöorenes. jiK-XV Bedarf v. Cigarren- spitzen od. Pfeilen jed. Art, verlange man das mit über 2000 Abbildgn. in Originalgrösse ver-^ flehen» Muster-Album v. Brüder Oettingero in Ulm a. D. Wiener Rauchutensilien-Fa-'-° brik. Stets das Neueste. Billigste Bedienung. Nur für Wiederverkäufen Gießen, den 16. Juni 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnaut _______5582 I. V.: e Heinrich Backofen.___ Donnerstag, 18. Juni, Bormittags 9 Uhr, werben im Auftrag bes Herrn Gg. Hihler in bem Hofe der Restauration Heil (Schloßgasse): 1 großer Ersschrank, besonbers für Wirthe ober Metzger geeignet, ferner 2 Schaufenster nochmals meiftbietenb versteigert. [5556 LouiS Rothenberger, Gerichtstaxator. K So Das Neueste unb Eleganteste in Kinderwagen trifft stets ein bei A. Kilbinger (L. Senners Nachs.), Seltersweg 19. [1422 hergestellte Narsümirte weiße Teigseise hat, wie aus dem starken Consum hervorgeht, sich sehr rasch beliebt gemacht und ist für jede Haushaltung und Wäscherei ein unentbehrliches ^Waschmittel gerootbem ^schäft, in Lösung von eiu Pfuad auf ca. 50 Liter Wasser die darin gekochte schmutzigste Wäsche in kurzer Zeit gründlich zu reinigen, zu bleichen und derselben einen angenehmen Geruch zu geben. Bei Anwendung dieser Teigseife kann man m dem härtesten Brunnen- waffer ebenso gut wie sonst in Regenwaffer waschen, darf aber weder Soda, Fettlaugenmehl noch sonst ein Waschmittel mit verwenden, spart viel Mühe Zeit und Geld und erzielt eine blendend weiße Wäsche, ohne daß dieselbe im Geringsten angegriffen wird. , ,p _, . Jedes Packet ist mit ausführlicher Gebrauchsanweisung versehen und mit meiner Firma bedruckt. . L Vertreter: C. Th. Gläsener, Asterweg 44. Diese Seife wird in Packeten von ein Pfund für 20 PsA"igverkaust la. Karlstadter Portland-Äemmt, Feinsten deutschen COGNAC ärztlich empfohlen Literflasche Mk. 2—. Donnerstag den 18 Juni Gietzeirer Anzeiger. Beilage zu Nr. 138. - 1891. 1 Liter Wasser von Brunnentemperatur wird mit diesm Gaskochapparaten in 5 Minuten mit ungefähr 30 Liter Gas zum Sieden gebracht.MW.?,.- W Die Kosten dieses Gasverbrauchs betragen bei Speisung aus der Leuchtgasle ng (Gaspreis 22 \ pro cbm) 0,66 = % bei Benutzung einer von der Leuchtgasleitung abgezweigtcn Heizgasleitung mit besonderem Gasmesser (Gaspreis 16 H Pro cbm) 0,48 nicht ganz V2 , Städtisches Gas- und Wasserwerk Greffen. Täglich frischen Kirsch- und Stachelbeer Kuchen empfiehlt Coniliitirei Heiller Süd-Anlage. Fernfprech-Anschluß Nr. 71. [5515 Liqueure und 111 Wein-Essig ▼on Georg Scherer & Co., Langen. Alleinige Niederlage: C9 » r* iS co n cm x d Familien * Seife von der Parfümerie Union, Berlin ist äußerst milb unb ihres angenehmen Parfüms wegen sehr zu empfehlen. 4996 Preis pro Packet 16 Stück) 60 H zu haben bet DredeS & Wallenfels, Marktplatz, Wilv. Lchomber, Neuen Baue._____ Gute Esskartoffeln verkauft «ermel, Riegelpfab 12. [5551 Badehosen s in allen Größen unb Weiten empfiehlt Roderi Stuhls Neustabt 2ik_ 1 elegantes leichtes Oellarben, Lacki ar ben und Lacke aller Art, Leinölfirniss, Terpentinöl, Pinsel etc., Parquetbodenwichse und Stahlspähne, Möbelwachs, Möbelpolitur, Holzbeize, Broncen, Broncetinktur etc. etc., sowie alle sonstigen Medicinal- und technische Drogen, Chemikalien und Materialien für Haushaltung, Landwirthschaft und Gewerbe bei 5124 L Ott® Schaaf^ Drogenhandlung in Giessen. Portland-Cement-Fabrik Karlstadt a. Main vorm. Ludw. Roth in Karlstadt a. Main empfiehlt la. Fortland-Cexnent Fabrikat ersten Ranges von höchster Festigkeit und V olumenbeständigkeit. Durch die hohe Leistungsfähigkeit der Fabrik — grösstes "Werk dieser Branche in Bayern — wird die prompte und gleichmässige Ausführung auch der grössten Aufträge garantirt. Ferner: la. Roman-Cement, vorzügliches billiges hydraulisches Mörtelmaterial. Zahlreiche Zeugnisse über ausgeführte grosse Liefe rangen stehen gern zu Diensten. Die Niederlage für Giessen und Umgegend befindet sich bei 4279 J. Happel, Neustadt 56. Garantie tadelloser Für Arbeiter. Eine große Partie Arbeiterkleider) als: Hofen, Hemden, Bloufen, Jacken, Schürzen und Sommerröcke werden zu bedeutend ermäßigten Preisen abgegeben bei [5156 Robert Stuhl, Neustadt 23. Ieeeeeeeeeeeiwweeeeeeeeee Ne Kreisfeuerlöschordnung $ für den Kreis Gießen | :ist zum Preise von SO Pfg. vorräthig in der £ Expedition des „Gießener Anzeiger". • ?GOGOOOGGGGOO —MWH Ahnlullk-Industrie Großenlinden-Gießeu Inhaber: Carl Haas jr- Großer Ringosen-Betrieb. Täglicher Versandt in Marmor-, Weiß- und hydraal» Stückkalk» Einzelne Fuhren ab Kalkwerk nur gegen baar zu den billigsten Tagespreisen. »746__Carl Haas jr. Für | Die ächten Pros. Dr. Iäger'schen Cörfnor n Corfonhoeifior Normal-Woll- u. die ächten Dr. Lab- DdlUIBI U. Udl IBHUBdlUBI. wann'schenReform-Baumwoll-Unter. Eine Parthie gebrauchter Tele- kleider, Radfahr- und Touristen-Hem- graphendraht, für Umzäu- den, alle sonstigen Unterkleider in Seide, nungen dienlich, ist in Quantitäten Wolle, Baumwolle rc. empfiehlt zu billigen Preisen 2673 H. Rübsamen. von cd. 80 Pfd. an zu verkaufen bei LorriS Rothenberger, 5592_______Neuenweg 22._______ Helle Sommer-Westen, leichte Sommer-Röcke, Nurner-Nricot-Hemden empfiehlt 4268 H- Rübsamen. Touristen u. Radfahrern empfehle die so beliebten Hemden mit Kragen von selbigem Stoff, in feinen Flanellen, Prof. Dr. Jägerffchen Normal-Woll- und Dr. Lahmannffchen Reform - Baumwoll - Stoffen, sowie Schuhe mit Gummisohlen in Leder und wasserdichtem Segeltuch. 4270] Rübsamen. Ein hohe- und ein Sicher- heitSrad zu verkaufen. 5557 Näheres Liudenplatz 4. Chilifalpeter bei 5442 Otto Schaaf, j Täglich frischen Kuchen, Kaffke-u.ThttzMck sowie Obsttorten u.-Törtchen empfiehlt Heinrich Kinkel Conditor. 5525 ZM 1. September 1891 ist zu vermiethen oder zu verkaufen ein -faörifianmefen, in Oberhessen (Großh. Hessen) in welchem bisher eine Wollspinnerei betrieben wurde. Wasserkraft mit Girard- turbine, reichliche Oeconomiegebäude, IV2 Hectar Ackerland. 2V2 Hectar Wiese, großer Grabgarten. Das Grundstück liegt unmittelbar an ausgedehnten Waldungen und dich) an einem Braunkohlenbergwerk, welches durch schmalspurige, das Anwesen berührende Bahn mit der 1/2 St. entfernten Bahnstation (Kreisstadt mit Gymnasium) verbunden werden soll- Näheres unter E. 3359 an Rudolf Moste, Leipzig.14237 l Louis Lind, Kirchenplatz 10, empfiehlt fst. Kaiserbräu (dunkel), per Flasche 25 H, fst. Exportbier (hell), per Flasche 22 H, aus der Brauerei I. Hildebrand, Pfungstadt, 5305 fst. Lagerbier (hell), per Flasche 18 H, aus Textor- Brauerei. Jedes Quantum frei ins Haus. Amversalmappen in verschiedenen Größen empfiehlt 5505] H. Kühn, Papierhandlung. Nauheimer Mesch bei 544i Otto Schaaf. WerMietßmrge«. 5399] Gartenstraße Nr. 38 ist ein schönes Familienlogis von 5 Zimmern und Zubehör, großem Gartenantheil, sofort zu vermiethen. — Ebendaselbst ist auch ein großes Mansardenlogis frei Näheres___________Nordanlage 31. 4684] Wegzugshalber schöne Mansardenwohnung, 5 Zimmer mit allem Zubehör und Gartenantheil, an ruhige -Leute zu vermietb-n.___________Westanlage 28, 1. 4437] Der obere Stock meines Hauses, 5 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen. Gg. MSHl, Bahnhofstraße 1. 4435] Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen. Riegelpfad 1. 4051] Ein Logis zu vermiethen. Georg MSHl, Bahnhofstraße 26. 2996] Eine schöne Wohnung von vier Zimmern mit Wasserleitung, Küche, Keller, Boden, vom 1. Juli l I. ab zu vermiethen. Näheres Ktrchenplatz 11. 3322122. Stock, 4 Zimmer mit Zubeh., Wasserleitung und Gartenantheil, zu ver- miethen. Näheres in der Exped. d. Bl. 2945] Schöne Wohnung, 5—6 Zimmer mit Zubehör und Gartenantheil, per 1. Juli, event. früher, zu vermiethen. ___________Hilgardt, Ed erstraße 5 5531] Kleine Wohnung zu vermiethen M. Melcher, Wetzsteingasse 10. 5509] Logis zu vermiethen bei Schreiner Kinkel Rittergasse 19. 5393] Kl Familienlogis an ruh. Leute zu vermiethen.________Labnstraße 14, I. 5243] Schöne Logis, 4 resp. 5 Zimmer mit allem und nöthigen Zubehör, nebst Garten rc., sind per sofort oder 1. October zu vermiethen. Näheres bei Christian Petri V., ________________Grünbergerstraße 21. 5512] In meinem Neubau, Asterweg 52, ist der untere, mittlere und obere Stock, bestehend aus je 4 Zimmern mit allem Zubehör, per 1. Juli zu vermiethen. ____H» Ruckstuhl II.# Asterweg 50. 5558] Ein schönes Logis zu vermiethen. __________________________Neustadt 3. 5459] Ein Familienlogis zu vermiethen- _______________Große MÜHlgasse 14. 5458] Ein Logis zu vermiethen bei ________Schreiner Hetz, Kaplansgasse- 4919] Durch Versetzung des Hrn Oberst von Schlegel! ist dessen große schöne Wohnung sofort zu vermiethen Alice- straße 13. Näheres daselbst parterre. 4916] Schöne Mansarden - Wohnung mit Wasserleitung zu vermiethen. ________________________Alicestraße 13. 4371] Die seit zehn Jahren von Frau Pfarrer Georgi innegehabte Mansarden- > wohnung, 5 Zimmer mit allem Zubehör und Gartenantheil, ist auf den 4. August, eventuell auch früher, zu vermiethen. ______________________Schillerstraße 16. 4543] Asterweg 6 ist der untere Stock mit allen Bequemlichkeiten und Wasserleitung per 1. Juli zu vermiethen. ___Friedrich Kühne sen, 3467] In meinem Hause, Afterweg 40, Ecke der Rordanlage, ist der 2. Stock mit 7 Zimmern, Wasserleitung, Bleichplatz u. s. w., bis zum 1. Juli zu vermiethen.___________Chr. Schwalb. 4990] „Erlengasse 15" ein Logis zu vermiethen._______H. F. Nassauer. 5392] Zimmer nebst Küche zu vermiethen _______________________Kanzleiberg 5. Zu vermiethen. 4846] Ein großes schönes Zimmer (möblirt), nur an einen soliden ruhigen Miether. Näheres zu er» fragen Liebigstraße 17, part.___ 5523] Zwei große schön möblirte Zimmer per 1. Juli zu vermiethen. Ecke Westanlage, Bahnhofstr. 45, _________________Bel-Etage. ___________ 5500] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. _______________Frankfurterstraße 75. 5546] Schön möblirtes Zimmer zu oer* miethen. Btsmarckstraße 7, Mansarde. 4807] Möblirte Zimmer zu vermiethen. _________________________Lindenplatz 12. 3531] Möblirte Zimmer zu vermiethen. __Gartenstraße 29. 5464] Ein unmöblirtes Zimmer zu vermiethen bei Koch, Steinstraße 17. 3297] Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Marktstratze 16, II 5510] Gut möbl. Zimmer zu verm. Steinstr. 19, nächst der Schillerstr. schön und groß, mit zwei anstoßenden Zimmern, event. auch Wohnung, in bester Lage zu vermiethen. [4491 Offerten u. N. besorgt die Exp. d. Bl. 4114] Laden mit Logis in der Lud- wigstraße 28 zu vermiethen. __________________Wilb. Seivv. 5431] An einem frequenten Platze Gießens ist ein großer Laden mit oder ohne Wohnung preiswürdig zu vermiethen. Näheres bei der Erped. d. Bl. ” 5173] Laden zu vermiethen. _______________________Seltersweg 41. 480t<] Schöner Laden zu vermiethen. Lindrnplatz 12. ZL Ein Wort an Alle, die Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch,Portugiesisch,Holländisch, Dänisch, Schwedisch, Polnisch oder Russisch wirklich sprechen lernen wollen. Gratis und franco zu beziehen durch die Ikosenthsl'sche Verlagshandlung in Leipzig. Vermischte Anzeigen. Ich wohne von heute ab BchnhoMr.12. 5594 Born, Gerichtsvollzieher. Zweitücht. Tagschneider , finden Beschäftigung bei [5584 j Sehr. Stamm. Suche einen Gesellen auf dauernde Beschäftigung. Philipp Kreiling, Schmiedemeister, Heuchelheim. [5499 Suche zum I Juli zwei vornehm möblirte Zimmer, sowie ein geräumige- Bur- sch-njimmer. 5571 Offerten unt. Preisangabe an die Exped. d. Bl. Wer ertbctlf einem jungen Manne gründlichen Unterricht in der doppelten Buch- sührung? Offerten an den Verlag dieses Blattes unter K. E. 338.[5564 5566] Für eine hiesige Wirthschaft wird ein solider Wirth gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl.________ 5526] Ein braves Dienstmädchen auf sofort gesucht. Hermann Vogt,Bäckermei[ter. 5534] Ein braves durchaus zu» verlässiges Dienstmädchen mit gute« Zeugnissen, das Liebe zu Kindern hat, auf sofort gesucht. _______Dr. Böse, Löberstraße 5, I. 5549] Ei« Knecht gesucht. ___________________L. Adam. 5550] Juuge Leute von 14 bis 16 Jahren zum Gußputzen gesucht. _______H. Schaffstaedt. 5580] Ein Dienstmädchen gesucht. Friedrich Stootz, Neuen Bäue 7. f Waise, 21 Jahre, . mit großem Der» Mögen, wünscht zu heirathen. Offerten erbet. G. A. lagernd Post 12 Berlin. [4220 Kein Schweißfuß mehr! 4932] Unter Garantie zu heilen ohne nachtheil, folgen. Man verlange Brochüre gratis und frco- O. Ließe, Namslau 5568] Eine Pferdedecke gefunden. Abzuholen Gasthaus z. »weißen Roß^. Luftkurort Marbach i. Odw. Linie Frankfurt-Eberbach-Heidelberg, 15 Minuten von St. Hetzbach-Beerfelden. In prächtiger Lage des Marbachthales, nahe am Himbächl-Viadukt und in Mitte gebirgiger Waldungen. 30 neue, elegant eingerichtete Fremdenzimmer mit 50 Betten; geräumiger Speisesaal, Gesellschaftszimmer, Veranda. — Schöne Ausflüge in nächster Umgebung; — grosser Garten und schattige Waldanlagen. — Badehaus mit warmen und kalten Bädern, Douche und Wellen-Bädem. — Vorzügliche Küche reine Weine, lebende Forellen und Krebse. — Volle Pension von Mk. 4 an. _ Wagen und Pferde. '— Prospecte und nähere Auskunft bereitwilligst durch den Eigenthümer W. Pfeifer. 4618 Bad Salzschlirf. Saison- Eröffnung 13. Mai Sool- und Moorbäder. BonifaeiuSbruunen, stärkste Lithiumquelle der Welt. Ferner drei Stahl-, Schwefel- und Bitterwasserquellen. Alpines Klima. — Größte Heilerfolge gegen Gicht, Nieren- und Blasenleiden, Harngries, Nieren-, Blasen- und Gallensteine, Rheumatismus, Leber-, Magen- und Unterleibsleiden, Bronchial- calarrhe, Blutarmuth, Nervenschwäche, Hämorrhoiden und Verstopfung. Prospecte und Wohnungsnachweis durch die Brunnen- und Badeverwaltung in Salzschlirf «Station der Bahn Fulda-Gießen). Niederlage des Boni- faciusbrunnens in den Mineralwasserhandlungen. 4018 KebkNMrßchkrungs-Gesellschaft ;u Leipzig (alte Leipziger) auf Gegenseitigkeit gegründet 1830. Jersicherungs- Aesiand: Ende 1888: 296Miüionen.k Ende 1889: 315 Millionen^ Ende 1890: 336 Millionen^/ Vermögen: Ende 1888: 71 Millionen Ende 1889: 78 Millionen JL Ende 1890: 87 Millionen X Pie versicherten ! erhielten durchschnittlich an Z>ivi dende gezahlt: 1840—48: 130/q 1850-59: 160/0 IjU; 1860—69: 28O/O 1870 -79 : 340/0 1880-89: 41o/0 1890 u.91: 42O/o der ordentliche« Jahresprämie. Heiahtte Aersich,r«ngs- summen: bis Ende 1888: > 53 Millionen^ \ bis Ende 1889: . ,57 Millionen JL. -1 bis Ende 1890: 61 Millionen GefellschaftSgebäude in Leipzig. Die Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig ist eine der ältesten, größten, sichersten und billigsten Lebensversicherungsanstalten und hat die günstigsten Ver- sicherungsbedinguugen (Unanfechtbarkeit fünfjähriger Policen, Versicherung gegen Kriegsgefahr, sofortige Auszahlung der Versicherungssumme u. s. w.) Es werden von der Gesellschaft and) Kinderversicherungen übernommen. Nähere Auskunft er- theilt die Gesellschaft selbst oder deren Vertreter 1313 Müller & Schwarz in Gießen, Wallthorstraße 25, Theodor Hanbach „ „ Bahnhofstraße 40. Norddeutscher Lloyd. Post- und Schnelldampfer von BRE1VEEN nach Newyork Baltimore Ostasien Australien Brasilien La Plata Nähere Ankunft estheüt: 4573 General-Agent Chr. Emil Derschow, Offenbach a. M. oder dessen Agenten: J. M. Schulhof, Giessen, Aug. Kraft, Butzbach. Redactton: A. Scheyd«. — Druck und vevlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pi et sch) in Gießen.