«,*ei*ein 2^ le. '«ÄlW'l A, W E'PatW 2 Hk 8"” «k®, d^lPiiektlich trag lgckWf, ke*dnirft . I . I aSss^ W4. KlX«, W^-- , Hleinhenn, [Ult. Hofconditor, Nassauer, Schaaf, •hlabach chomber. *hwaab. L. Thomas, CarlBraunuarta. 831 * •*/» Uhr, iln. ' zum halben M » lchbaudluaa 84 Aselbß. z~~. jöft überwiesen. Mg. V Neustadt ir-GesM * Bediemng Ne ich wit und GLmer um ge- voll 2389 1, SeustaS! 27. ittel hat eine solche Welt erlangt, wie die len- irikate , Köln a. Rh, 14 sie Mahnugs- nrlich zu werden, r Erfahrung beruhende । Fabrikation unter An- । In eigener Maschinen- Fabrikate haben diesen jedeutenden Einkäufe rieb ermöglichen. jrikmarke ttnd rolle ersehen sind. * **. SÄ.M-" ottern !- JfeC- 3%’Ä IC tkralA. Franco Aß , —’T^ßiö11 ,°V I Boi"”"8 ‘ ’/f) in I ti L. n Rr. 65 Mittwoch den 18. März 1891 Der Htitzener Jhijetger erfcheivt täglich, *kx Ausnahme br4 Montags. Die Gießener ea*trtoerden dem Anzeiger ^-Ochenttich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Sifrtel|>j iRfboction, ttxccWn»*- unb Dnntcrr: -chulstrahe Pr.r, FeruspreLcr bl Amts- rmd Anzeigeblatt für den Tlreis Gießen jo ««<^0.» ffa b« ^i-e-n-r ÄCt Annoncen-Bareaux d«S In- und Auslandes urbm* • hck- «elegt werden, an Stelle der Kilometergelder die Beträge für die -ahrkarten zu vergüt^,. Die Resolution wird angenommen. Beim Etat der Reichsetsenbahnen spricht sich Abg. Graf Moltke für die Einführung einer Einheitszeit für dm Eisen bahn- drtrieb in ganz Deutschland aus. Jetzt existirten in Deutschland Auf verschiedene Zeitm nnd Zonen; e8 sei das eine Ruine a»s Deutschlands Zersplitterung, die sich leicht wegrSumm laste. Es Kege in dem bestehenden System eine wesentliche Erschwerung für de» Betrieb namentlich bei den Leistungen, die für militärische Awecke von den Eisenbahnen gefordert werben müssen. Namentlich erschwere eS die Veranstaltung von Dispositionen, die bet BetriebS- ftockangen augenblicklich gefaßt werden müssen. Wenigstens für den Eisenbahnverkehr sei die Einführung einer Einheitszeit unter Beseitigung der Ortszeiten für Deutschland, die dann zu einer Einheitszeit für Mitteleuropa ausgedehnt werden könne, dringend geboten. Die Wissenschaft gehe noch weiter, sie verlange eine Weltzeit; sie möge dieselbe Haden, aber auch für sich behalten. Für den Eisenbahnbetrieb mürbe eine Weltzeit unmöglich sein. Die Bedenken, die gegen eine Einheitszeit für Deutschland mit Rücksicht auf den Betrieb der Land- mirthschaft, dm Fabrikbetrieb rc. geltend gemacht worden, seim un- ■wfeniltd?. Es werde bezügliche Verhandlungm sehr erleichtern, wenn der Reichstag sich sympathisch zur Einführung eines Systems stelle, das sich in Amerika, in Schweden, Dänemark rc. bewährt habe. (Beifall.), Abg. Fthr. v. Stumm (Rp.) hält seine Bedenken gegen die Einheitszeit aufrecht. Zum Etat des Jnvaltdensonds werden folgende Resolationm •»genommen: Die Regierungen zu ersuchen, zu erwägen, inwieweit a«8 den Mitteln des Reichsinvalidenfonds für die Militärpersonen der Unterklassen, welche durch den Krieg invalide geworden, eine Erhöhung an Penfionszulagen oder der Entschädigung für Einbuße an der Erwerbsfähigkeit angqeigt erscheint; inwieweit die KriegSiuvaliden ans der Zeit vor 1870/71 den Kriegsinoaltden aus dem Kriege von 1870/71 gletchzustellen find; und inwieweit die Unzuträglichkeiten zu beseitigen sind, die sich bei Anwendung der SS 33, 102 und 103 des Militärpenstonsgesetzes vom 27. Juni 1871 der S 15 der GesetzeS- nsvclle vom 4. April 1874 fühlbar gemacht haben. Beim Etat des Post- und Telegraphenetats rechtfertigt Abg. Nollrath (bfr.) die Forderung der Herabsetzung der Gebührm für Aeitungstelegramme unter Hinweis auf die erhöhte Telegrammeinnahme »ach dem Eintritt der Herabsetzung der Wortgebühr auf 5 Psg. Er befürwortet ferner gleiche Berücksichtigung für Eivil- Postaspiranten, wie sie den Milttäranwärtern zu Theil werde und führt sodann Beschwerde über die Verfolgung des Post-Assisteuten- Werbandes, dem man, obgleich er sich völlig loyal verhalte, social- demokratische Tendenzen zuschreibe. In Leipzig habe man den Verband «öllig verboten und man nehme damit den Leuten die Möglichkeit, **f eine Besserung ihrer materiellen Lage hinzuwirken. Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antisemit) bittet um Errichtung einer Postabfertigungsstelle in Cassel. Das liege auch im Politischen Interesse, denn es mache sich jetzt wieder eine Bewegung 1« Gunsten der Wiederherstellung des Kurfürstenthums Hessen geltenb. Gr beschwert sich dann über die Strafversetzung eines Postbeamten rnege» antisemitischer Agitation. In den Kreisen der Postbeamten, damit habe der Vorredner Recht, habe die socialdemokratische Agi- tatlen keinen Eingang gefunden, obgleich die socialdemokratische Propaganda Alles aufbiete, um sie in ihre Kreise zu ziehen. Sehr münschenswertb wäre auch, den Briefträgern im Sommer Leinwand- «isormen zu schaffen. Director im Reichspostamt Dr. Fischer weist darauf hin, daß ta de» Verhältnissen der Postbeamten in den letzten Jahren eine Wesentliche Besserung eingetreten sei. daß alle Wünsche zu befriedigen •6er einfach unmöglich sei. Auf die Errichtung von Postanstalten Hütten semitische oder antisemitische Tendenzen keinen Einfluß. Die Reichspostoerwaltung scheue die Oeffentlichkeit in keiner Weise. Die Geusur über Aeußerungen der Postbeamten in der Presse über Gegenstände der Verwaltung sei vom jetzigen Generalpostmeister aufgehoben worden. Gegen den Assistentenverein habe die Verwaltung eine Passive Haltung eingenommen, bis einzelne Mitglieder derselben L«laß zum Einschreiten gaben, indem fie um Erholungsurlaub nach- suchten, um Reisen zur Propaganda für den Verband zu unternehmen. Der Beamte, dessen Versetzung der Vorredner erwähnte, sei keineS- megs wegen außerdienstlicher Thätigkeit versetzt, sondern wegen Verlust eines Briefes. Abg. Förster (Soc.) wünscht, daß die Telegraphenverwaltung bei der Anlage von Fernsprechverbindungen in erhöhtem Maße Billigkeitsrücksichten obwalten lassen möge. Abg. Wisser regt eine Erweiterung der Postbegünstigung für die Armee an. Abg. Dr. Schädeler (Etr.) beschwert sich gleichfalls über Strafversetzungen wegen Zugehörigkeit zum Postassistentenoerein. Offenbar suche man Zwecke in diesem Verein, die dieser nicht verfolge. Der Verein ergänze die Wohlthätigkeitsbestrebungen der Post- »erwaltunß und gewähre dm Beamten eine legale Vertretung. Hierauf wird die Berathung des Etats unterbrochen «nd die Patentgesetznovelle in dritter Lesung debattelos angenommen. Morgen 2 Uhr: Etat, Petitionen. Neueste Nachricht««. WolstS telegraphisches Lorrespondenz-Burrau. Berlin, 16. März., Die Deputation deS elsaß-lothringi- schen Landesausschusses hat, ausgenommen Baron Zorn von Bulach und Schriftführer Otto, die noch hier zurückgeblieben, Mittags die Rückreise nach Straßburg angetreten. Berlin, 16. März. Der Papst übersandte der Familie Windthorfts ein längeres Beileidstelegramm. Berlin, 16. März. Den „Berliner Politischen Nachrichten" zufolge bestätigt sich die Designirung des Regierungspräsidenten H o l w e d e zum Unterstaatsfecretär des Cultuß- ministeriums nicht; es scheine noch keine Entscheidung getroffen zu sein. Bern, 16. März. Bei der gestrigen Volksabstimmung wurdedas Bundesgesetz, betreffend die Ruhegehalte der arbeitsunfähigen eidgenössischen Beamten mit 342,137 gegen 90,641 Stimmen abgelehnt. Wien, 16. März. Die nächste Conferenz der österreichischen mit den deutschen Delegirten über den Handelsvertrag findet wahrscheinlich erst übermorgen statt. Budapest, 16. März. In Folge Eisstauungen bei Mohacs sind die Donaugemeinden südöstlich des Pester Comitates in größter Gefahr. Die Ortschaft Hogyizlo ist in Folge Dammbruchs seit gestern überschwemmt. In Solt sind über 200 Häuser eingestürzt. Die bei Mako aufgestaute Eismasse hat sich gestern Nachmittag in Bewegung gesetzt und ist gegen 7 Uhr Abends bei Szegediu angelangt. Sie ging ohne Schaden zu verursachen weiter. Auch für Temeswar scheint die Gefahr beseitigt zu sein. Prag, 16. März. Anläßlich der heutigen Wahlen de- mOnstrirten Abends czechische Studenten. Die Polizei schritt ein und verhaftete vier derselben. Tilsit, 16. März. Der Eisgang auf der Memel hat heute begonnen. Sofia, 16. März. Der frühere Kriegsminister Mut- kurow starb plötzlich in Neapel während der Rückfahrt vom Theater. Der Ministerrath entsendete eine Commission nach Neapel, um die Ueberführung der Leiche nach Sofia zu ver- anlaffen. Die Bestattung wird aus Staatskosten erfolgen. Sairo, 15. März. Professor Koch ist gestern hier eingetroffen. Er räth zum Bau von Baracken in Theben für Phtisiskranke, da er das dortige Klima für sehr günstig hält. Buenos Ayres, 15. März. Der Belagerungszustand ist aufgehoben und die Wahlen verlaufen durchaus ruhig. Die Wahlliste der Union Civica ist im Vorsprung. General Mitre wird am Mittwoch hier erwartet. Loyaler unt Provinzielles. Gießen, 17. März. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 19. März 1891, Nachmittags 4 Uhr: 1. Gesuch des Johannes Sick um Ertheilung der Winh- schaftsconcession. 2. Gesuch des Jacob Happel um Erlaub- niß zur Erbauung eins Lagerhauses. 3. Baugesuch des Hermann Katz, hier Dispensation von baupolizeilichen Vorschriften. 4. Gesuch des Philipp Euler um Erlaubniß zur Errichtung eines Vorbaues. 5. Gesuch deS Ehr. Arnold um Errichtung einer Scheuer in den Eichgärten. 6. Baugesuch des August Kretschmar. 7. Gesuch der L. C. Rübsamen Wwe, nm Ueberlassung eines Sandlagerplatzes. 8. Gesuch des Georg Koch um käufliche Ueberlassung von Gelände. 9. Die Ausstellung von Telegraphenstangen am Riegelpfad. 10. Anlegung von Militärschießständen, hier Verhütung von Unglücks- sälleu durch Abfperruugeu. 11. Die Versetzung der städtischen Triebvicrtel mit Gewann- und Nummersteinen rc. 12. Die Maul- und Klauenseuche, hier Aufhebung des Verbots wegen Abhaltung der Märkte. 13. Wohnungsvergütung für Lehrer Feuerbach. — I). Turnerisches. Die vvlksthümlichen Uebungen für das 19. Kreisturnfest in Hanau am 25.-28. Juli d, I. sind nunmehr durch den technischen Ausschuß bestimmt und bekannt gegeben und sind: Stabhochsprung ohne Sprungbrett, Freiweitsprung, Steinstoßen (mit eisernem Würfel oder Stein). Dieselben Uebungen gelten auch für das Gauturnfest in Butzbach und für die Gauturnfahrt nach dem Hainig bei Lauterbach. Für letztere kommt noch Wettlaufen hinzu. — Schwurgerichtsverhandlung vom 16. März. Zur Verhandlung kommt die Strafsache gegen Friedrich Wilhelm Gilbert von Heuchelheim wegen gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung mit tödttichem Erfolge. Als Staatsanwalt fungirt Herr Gerichts-Assessor Schilling-Trygophorus, als Vertheidiger Herr Gerichts-Assessor Wiener als Stellvertreter des Rechtsanwalts Grünewald, als Geschworene wurden ausgeloost die Herren Bürgermeister Hensel, Baumann, Hämmerle, Löber, Menget, Jhring, Brück (Gießen), Kalbhenn, Dörr, Schmidt, Schäfer und Brach (Gießen). Die Beweisaufnahme ergab Folgendes: Am 26. October 1890, einem Sonntag, begab sich Friedrich Wilhelm Gilbert, ein Mitglied der sogenannten Kreiling'schen Gesellschaft junger Burschen in Heuchelheim, des Abends etwa um 7 Uhr in die Wrrth- schaft zum Treppchen daselbst, wo er mit mehreren Kameraden biß gegen 9 Uhr verweilte. Er trank daselbst nur zwei Glas Bier und einen Rum. Hiernach suchte er mit einem Angehörigen der genannten Gesellschaft die Wirtschaft von Ludwig Kröck X. aus. Die Burschen unterstellten, dort eine Mädchengesellschaft zu finden. Sie hatten sich indessen getäuscht, sie trafen in der Oberstube vielmehr eine Anzahl Mitglieder der Kröck'schen Gesellschaft, einer anderen Kameradschaft Heuchelheimer Burschen. Obwohl sie sich an einen andern Tisch setzten und das Zusammentreffen durchaus zufälltg war, gab es alsbald Stichelreden von einer Gesellschaft zur andern, ohne daß eine bestimmte Person als Urheber bezeichnet werden könnte. Daraus entstand in kurzer Zeit ein Wortwechsel, insbesondere zwischen dem Angeklagten und Ludwig Rinn auf Seiten der Gegner. * SBir dem andern Tische her rief Einer: „Prost Gilbert!" worauf dieser zurückrief: „Prost Ihr Schlammbeißer!" Ludwig Rinn entgegnete, er sei ja selber schon bei den Schlammbeißern gewesen. Darin erblickte der Angeklagte eine Anspielung darauf, daß er früher in einer Gerberei gearbeitet hatte, während Rinn nur zum Ausdruck hatte bringen wollen, daß er ja früher selber Mitglied der nun von ihm mit diesem Schimpfnamen bezeichneten Gesellschaft und daher selbst ein „Schlammbeißer" gewesen. Der Angeklagte sprang daraus in zorniger Erregung aus, raffte eine Gabel vom Tisch und schlug mit derselben, den Zinken nach vorn, den Ludwig Rinn mehrmals auf den Kopf, so daß ihm das Blut von der verwundeten linken Schläfe herablief. In Folge dieses Angriffs sprang Alles auf, es entstand ein allgemeines Stoßen und Zerren. Da erschien der Wirth, gebot N«he und forderte die Kreiling'sche Gesellschaft auf, das Local zu räumen. Nun drängte diese, voran der Angeklagte, hinter ihm aber auch die größere Mehrheit der Kreiling'schen Gesellschaft, die Treppe hinunter. Die Ausgangsthüre führte in eine damals völlig dunkle Thor-Einfahrt, durch welche man auf die Straße gelangte. In derselben verweilte der Angeklagte und seine Kameraden, zum Theil ein Bedürsmß befriedigend, noch, als die Kröck'sche Gesellschaft in Begleitung des Wirths die erleuchtete Hausflur erreichte. Ludwig Böhmer und Wilhelm Rinn waren die vordersten. An der geöffneten Hausthüre blieben sie zögernd stehen, als ob sie einen Ueberfall fürchteten. Da aber alles ruhig blieb, trat Wilhelm Rinn die eine Treppenstufe in die Einfahrt hinab. Sofort erhielt er unvermuthet aus der dunklen Ecke neben der Hausthüre, wohin fein Lichtschimmer aus der Hausflur fiel, mit einem schweren Prügel einen wuchtigen Schlag auf den rechten Oberarm, ohne jedoch den Thäter zu erblicken. Er sprang ins Haus zurück, verließ es jedoch nach kurzem Aufenthalt mit Ludwig Böhmer wieder. An der HauSthäre sah er in derselben Ecke, aus welcher der Hieb ihn getroffen hatte, eine zum Schlage hoch erhobene Schippe, deren Eisen blinkte. Er fuhr daher erschrocken zur Seite. So war Ludwig Böhmer der vorderste. In diesem Moment erschallte ein hellklingender Schlag, Böhmer fiel, schwer getroffen, taumelnd zu Boden und man hörte das Klirren, eines Eisens, als ob dasselbe auf das Pflaster geworfen würde Der Wirth sprang hinaus, hob eine Grabschippe vom Boden auf und sah drei oder vier Burschen aus der Einfahrt auf die Straße lausen. Böhmer war ohnmächtig und blutete stark,- er wurde am Bache abgewaschen und kam erst nach geraumer Zeit wieder zu sich. Ein Heilgehülse legte ihm alsbald den ersten Verband an. Sein Hut war scharf durchschnitten, der Hieb hatte den Kopf mit der Schneide oder der scharfen Ecke der Schippe getroffen. Den Thäter hatte Niemand erkannt. Auch die Kameraden des Angeklagten hatten nicht gesehen, daß dieser den Hieb geführt. Am andern Tage gestand der Angeklagte die Thäterschaft ein. Der Hieb hatte eine erhebliche Schädelverletzung auf der rechten Kopfseite herbeigeführt. Der Verletzte wurde deshalb bereits am folgenden Tage in die chirurgische Universitätsklinik verbracht. Dort verstarb er nach längerem Siechthum in der Nacht vom 15. dis 16. December. Die am 17. December vorgenommene gerichtsärztliche Leichenschau und Section hatte festgestellt, daß der Tod als Folge der Schädelverletzung ohne sonstige mitwirkendc Ursache eingetreten ist. Nachdem die Geschworenen die beiden Schuldfragen unter Bejahung der milderndenUmstände bezüglich der Körperverletzung mit tüdtltchem Erfolg und die Verneimmg derselben bezüglich der gefährlichen Körperverletzung bejaht hatten, sprach der Gerichtshof eine Gesammtgefängnißstrafe von zwei Jahren drei Monaten unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft gegen den Angeklagten aus. — Gießener Theater Verein. Bekanntlich werden wir nächsten Donnerstag das Vergnügen haben, Fräulein Kathi Frank, die Heroine des Frankfurter StadttheaterS, als Iphigenie bei uns auftreten zu sehen. Das Feuilleton des Gießener Anzeigers bringt heute eine autobiographische Scizze aus der Feder der berühmten Schauspielerm, die Erlebnisse aus ihrer Künstlerlaufbahn wiederspiegelt und das Interesse für die liebenswürdige Künstlerin nur zu steigern vermag. Jedenfalls steht uns Donnerstag ein außerordentlich genußreicher Abend bevor. + Lich, 16. März. Die Prüfungen an der hiesigen Präparanden-Anstalt finden Donnerstag den 19. März und Freitag den 20. März statt. + Nonnenrolh, 16. März. Hier findet in diesem Jahre das Bezirks fest des Kriegervereinsbezirks Lich, verbunden mit der Fahnenwethe des hiesigen Kriegervereins, statt. § Nieber-Seemeu, 14. März. Der seitherige Bür-er- meister Johannes Weber II. hier wurde gestern mit 34 Stimmen einstimmig wiedergewählt. ß Büdingen, 15. März. Die hiesige landwirth- sch östliche Winterschule hält nächsten Mittwoch den 18. März im Rathhaussaale ihre öffentliche Schlußprüfullg für den fiebenten Winter-Cursns. Der Cursus begann am 3. November v. I. In die erste Klasse traten 14 Schiller aus dem Winter-Eursus 1889-90, während in die zweite Klasse 15 neue Schüler aufgenommen worden sind. Verkehr, Land» unö VoLe»-^.. . 17. März Marktbericht. Auf dem heutigen Wochemrwrtt kostete: Äutter pr. Vsd. a. 0,85-0,95, Hühnereier 1 St. 5-6, 2 St. — Enteneier i St. 7 — H, 2 St. — 4, Käse vr. St. 5—8 Kchematte pr. St. 3 ,-9>, Erbsen or. Liter 19 4, Linsen pr. Liter 30 tauben pr. Paar a. 0,60—0,70, Hühner pr. Stück .ä 1,20-1 50, Hahnen pr. ei 1,30—1,70, Enten or. -tück JH. 2,00-2,30, Ochsenflrisch pr. Vsd 70—74 0—8,00, Milch per Liter 12—IS S., Gänseeier 12 Prome»ade« Coacert Mittwoch den 18. Marz. Programm: 1. Fest-Ouvertnre von ßeutner. 2. Jntroduction a. d. Op. Traviata von Verdi. 3. Ballstrauß-Quadrille von Krauße. 4. Sangesfrnhling! (Mendelssohn'sche Lieder) von Oertel. •' 5. Schiffsjungen-Marsch von Millöcker. Hm £ Mildeste Toilette-Seifen von feinstem Wohlgernch. Nach einmaligem Gebrauch unentbehrlich. Frei» pro Stück 75 Pfennig Zu haben in dem Drogengesohäfi von Otto Schaaf, Giessen. In» obiger Stiftung ist eine Pftünde von 260 Mark jährlich ai sine w Gießen geborene Handiverker-Wittwe zu vergeben, welche einen guten! soll im Ettingshäuser ©emeinberoolb, Nus besitzen, sortwähreub einen gesitteten Leben-wanbel geführt haben unb District Langerwalb, nachverzeichnetes 2465 2464 Görnert. 2466 2460 2467 tu Großh. Gerichtsvollzieher. 2486 A. Fangmann 2419 3 Rm Buchen-, 11 Rm. Eichen- unb 6 Rm Aspen-Scheiter; 27 und 365 Gebrüder* Scheel 2492 2215 Holz-Versteigerung Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde M.Atag d«8 28. Mär, Geilshäuser Grmein-ewittd Mittwoch 28. März, Stück Nabel-Stämme von 13 bis 174 Ptarburgerstraße 22. bis 29 39 131 B. Brennholz. 2348 iität. 2461] Grünverg. Großh. Bürgermeisterei Geilshausens 2513 Pfeifs. Sauerkraut, Gurken empfiehlt Westerauer Mouleaur - Stoffe, Vogt. 2498 billigst creme and weiss, Frau Aörb, Mäurburg. 2249] Ban-, Werk- und Nutzholz. Fichten- und Kiefern-Stämme mit Prügel, Reisig. der am Rm. Rm. Die Zusammenkunft ist auf Kreisstraße Geilshausen-Beuern, Eingang des Walbes. Geilshausen, 16. März 1891. 36 Cim. Durchmesser, von 5 16 Mtr. Länge, Raummeter Nabel-Schett, KeMer. WiesenKr. 4. Holzversteigerung. Montag den 38. März, Dormittags 9 Uhr Mittwoch den 8. April l. I., Nachmittags 27a Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgertcht die dem Martirr Schmidt in Gießen gehörige Hofraiihe: Flur 1 Str. 797 — 37 Mtr. in der Schloß- gaffe öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 17. März 1891. Großherzogliches Ortsgericht. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Prügel, Reisig, Stock. 13 Fichten-Stämme, 22 Cim Durchmesser, bis 18 M. Länge, 6 Sueben* Stämme, 34 Ctm. Durchmesser, 6 M. Länge, 761 Fichten-Derb- stangen, 14 Ctm Durchmesser, 16 M. Länge 49 Buchen stangen zu Langwieden, 957 Fichten Reis- stangen, 12 M. Länge, 187 Nadel- Knüppel, 869 Rm. Nadelreiser, 103 Rm Nadel-Stöcke. Der Anfang ist im Räftein beim Holz Nr. 1. Großh Bürgermeisterei Ettingshausen. Prügelh. Rmtr. Die Zusammenkunft ist im District Hammersloch. Das Brennholz kommt zuerst zum Ausgebot. Donner-tsg de» 2«. März, von Mittags 12 Uhr an, kommt nachstehendes Holz in den Distrikten Rothe- bufch, Esp 2c. zur Versteigerung: 96 Raummeter Kiefern-Scheit, Etsllh. i Nintr. Wellen. - 3410 — 1900 30,5 6340 - 1270 rorgezeigt und wollen Kaufliebhaber solches vorher einsehen. Grünberg, den 14. März 1891. Großherzogliche Oberförsterei Grünberg. Schober. Gaat- rrnd Speisekartoffeltt j empfiehlt billigst [19801 J= Wertheimer, Kriedberg (Hessen). in Glatt, Cöper und Damast, in allen Breiten billigst bei [2239 Frits JSowack, Seltersweg. Handwagen verkaufen- [2du1] Bismarckstraße 10. Friedrich Georg Handelsgärtnerei u. Samenhandlung empfiehlt zur kommenden Saison seine Kragen, Manschetten rrnd^ Shlipse für Corlfirmandrn empfehle in großer Auswahl. 2418 A. Fasigma&m. Schwarze Cachmires, Phantasiestoffe etc. empfehlen in guten Qualitäten zu billigen Preisen Waisswsin garnntirt rein, per Liter von 50 Pf. an, in Fäffern von 25 Liter an. Proben gegen Einsendung von 30 Pf. src. Wörrstadt lRheinhessen). 1611 Lorenz Eder. Wagers. Neues rweisttz. «aleschchen, neues Viersttz. Wstgerche«, gebrauchtes noch gut erhaltenes, leichtes Halbverdeck, sowie ein geb. Oeeonomtemagen zu verkaufen. Anfertigung von Wagen aller Art rasch und billigst bei Hartmann, Wagenbauer, 189), von Vormittags 9 Uhr an, Mittwoch bett 28. März, soll im Gießener Stadtwaloe iu den von Vormittags 9 Uhr an, kommt Districten Buchwald, Bahnholz, Ober-! nachstehendes Holz in den Districten försterwiese, Bruch und Hang nach-' Hammersloch, Hegkopf unb Ziegenberg verzeichnetes Holz versteigert werden: zur Versteigerung: Bskanmmachung. Betr.: Die Heichelheim'sche Stiftung Aus obiger Stiftung finb am 19. Juni b. I. die halbjährigen Zinsen wit 525 Mark au eine In Gießen wohnhafte, würbige unb bebürftige israelüische Familie ober Person zu vergeben. Anmelbungen werden bis 15. April auf unserem Bureau entgegen genommen. Gießen, am 13. März 1891. Holzversteigerung. Montag bett SS. März b. I. werden au» den Districten Grauwinkel, Göbelnrödertannen, Zuhaag, Koppe und Krummstrauch ver- sieigert: Stämme: 9 Eichen mit 3 fm, 7 Kiefern mit 6 fm, 165 Fichten mit 31 fm: Derbstangen: 1 Buche mit 0,05 fm, 1000 Fichten mit 45 fm; MeiSstangen: 90 Fichten mit 1 fm, sowie Akabelholz: rm: 94 Scheüer, 37 Knüppel, 128 Reisig, 26 Stöcke. Zusammenkunft Vormittags halb neun Uhr aus der Staatsstraße Grünberg—Lindenstruth am Pistrict Grauwinkel. Da» in den Districten Koppe und Krummstrauch liegende Holz wird bei der Versteigerung nicht Bekanntmachung, die Abänderung der 88 5 und 6 der „Bedingungen für de« Bezug von Wasser aus dem Wasserwerk der Stadt Gießen", nämlich den Mindestbetraa des jährlichen Wasserverbrauchs, sowie die Waflermeffermiethe betreffend. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß infolge Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom 30. Decbr. v. I. und 5. Febr. d. I. vom 1. April laufeuben Jährest au bet Minbestbetrag best jährlichen Wafferverbrauchst herabgesetzt wird wie folgt: für ein Gebäude, von einer Familie bewohnt, statt seither 20 JL jetzt 18 v4L „ „ „ „ zwei Famllien „ „ „ 30 „ „ S8 „ „ „ „ „ drei u. mehr Familien „ „ „ 40 „ „ 38 Familien, welche kein Wasser beziehen, werden — wie seither — nicht gerechnet. Der Waffermefser, nach dessen Angabe die Berechnung de» Wasserverbrauch» stattfindet, wird dem Abnehmer vom Wasserwerk uneNt- geltlich geliehen. — Für sog. Controlle-Waffermesser ist jedoch, je nach deren Größe, nach wie vor Miethe zu zahlen. — Hauptwaffermeffer von 50 mm und mehr Durchflußweite sind von den Abnehmern auf eigene Kosten anzuschaffen und zu unterhalten. Da durch diese Erleichterungen eine namhaftere Beiheiligung an dem Bezug des Wassers aus der städtischen Wasserleitung zu erwarten steht, wir aber in diesem Jahre auch mit größeren Arbeiten an der Rohrnetzerweiterung u. s. w. beschäftigt sind, so empfiehlt es sich, die Anmeldungen zum Anschluß an die städtische Wasserleitung baldigst bei uns erfolgen zu lassen, um eine möglichst zweckentsprechende Arbeitsvertheilung, bezw. baldige Ausführung der Hauswasser-Zuleitungen unsererseits bewerkstelligen zu können. Gießen., den 14. März 1891. HMischkS Gas und Wasserwerk Gieße». 2356 Otto Bergen. _____ Neuheiten in Sonnenschirmen, Regenschirmen billigst. [2208 Johannes Zufall, Marktstraße 7. Reparaturen und Ueberziehen sofort. Die Samenhandlung von Cwrf Herder, Kirchenplatz 9 empfiehlt alle Sorten Gemüse- n. Blumensamen in nur la. Qua- Bekanntmachung. Betr-: Die Löb erssche Stiftung Mittwoch brn 18. Marx, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Im Bieker'scheu Saale — Neustadt — gegen Baarzahlüng: Sophas, Commoden, Tische, Kleiderschranke, Glasschränke, 2 Pianinos, 1 vollst. Bett, 1 Nähmaschine, 1 Kuh, 1 Stoßkarren u. a. Sachen. 2455 Gerichtsvollsteber. Neuheiten in Trikotkleidchen, Blousen, Jäckchen, Mäntelchen und Ts’jkot-Knaben- Anzaägen empfehle zn billigen Preisen. Sämereien bekannter Güte bestens. wahrhaft dürftig fein muß. Anmeldungen werden von heute an binnen, Holz versteigert werden: 8 Tagen aus dem Bureau der Armenkasse entgegen genommen. Gießen, beit 14. März 1891. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Versteigerung. Donnerstag den 19. vnd Freitag den 20. d. M., jedesmal von Bor- mittags V n. Nachmittag» von 2 Uhr an, zu Gieken in dem noch unvee» mirttzeten Laden von Herrn Georg MShl (Vaynhofstratze Nr. 1) sollen im Auftrage der Firma Georg Brück aus Frankfurt a. M durch den Unterzeichneten Uttbebittgt öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden: ca. 500 Flaschen Cognac vieux (3 Sterne), 24871 ff. Blüthenmehl, L Pfund 22 Pfg., 25 Pfund,incl. Beutel 5 «f., empfiehlr^^ ^02*^ Bismarckstreße. ca. 100 Flaschen und 10 «Srde ä 12 Flaschen Champagner, Marke «harlier & Co. Reim», eine grotze Parthie Cigarren und Ci- garretten, nur bessere Marken, re. re. Gießen, den 16. März 1891. Vngel, Hohversteigerung. G» werden versteigert: I. Montag bett 23. b. Mts. in den Districten Aspenstrauch, Hain- wald, Ober- und Niederseilbach (links der Lumda): 127 Eichenstämme mit 68,54 Fm. und 2 Buchenstämme mit 2,41 Fm. 16 Eichen- unb Buchen-Derbstangen mit 0,41 Fm. 23 Rm Eichen-Scheiter, 35 Rm. Eichen-Knüppel, 690 Rm. Buchen-, 290 Rm Eichen- unb 320 Rm. Aspen- rc. Reisig, sowie 30 Rm. Eichen-Stöcke. Zusammenkunft Morgens präcis 9 Uhr im District Oberseilbach auf dem ^hrweg nach Alten-Buseck unweit des Jagdhäuschens. II. Diett-tag bett 21, b. Mt6. in den Districten Zipfenwald, Himberg, Fortbachseck, Buchwald unb Scheid (rechts der Lumda): 34 Gichenstämme mit 11,94 Fm., 75 Nadelftämme mit 15,85 Fm, Schtith 9butr. Buchen — Eichen 6 Nadel 93 Weichholz- und Dornen WWS | Gesangbücher ♦ elegant gebunden e in der 2488 £ I I. Ricker'schen Buchhdlg. • 2507] Starke Stachel- und Johannis- Beeren wegen Bauveränderung zu jedem Preis abzugeben. Christ. Pfriffets Gärtnerei. N.B. Gartenerde daselbst unentgeltlich 2489] In der Unterzeichneten ist oor- rüthig: »ich* Andree s Grosser allgemeiner Handatlas in 120 Kartenseiten mit alph. Ortsver- zeichniß. Neueste Austage, mit Berück- fichtigung der letzten Vertrag: und Forschungen in Oftafrika. Pret» solid ge- j Hunden 2S Mt. 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M., vsn Morgens 10 Uhr ab, werben nachstehevbe Gegenstände gegen BaarzahLnng bei Usrrerzeichnetew versteigert: Gerüststangett, Hebel, Dohlen, Klammern ein Flafcbenzng, ei» Rollseil, eise?ne Gewölbfbogett, eins Parthkc Hanbstsins, 4 boppelspänn. Wsg-n, schwere Ketten ca. 80 Ctr. Heu unb Mroh nrrb bgk. 126 480 Städtisches Schiaciithans. s K e e i d a n k. [2495 \ I. O-Äsenfl-tsch nicht Labeutein, pr. Mb. 60 Pfg.____ mewnez en - 1704 A. Docter, Selters-weg. bMigst M 1937] in zewMwßiaötez Fritz lowack, Seltersweg. Staubfreie prima KkWeni md Mim 2055] Schöne Wohnung von 5 Zimmern mit Zubehör zu vermieden. Ernst Moser, neben Steins Garten. enoi an&wzeu^e ^reisen vez-. 2474] Ein gutes gebrauchtes Sicherheit»- zweirad zu kaufen gesucht. Näheres Schloßgasse 7. Gesucht Vereinslocal? Angebote unter „S. Z.-K." an die Exped. d. 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Anna Stix, für Töchterschulen geprüfte Lehrerin. Schluß der Saison 22. Mar) c. Kaiserpanorama. Mäusburg 18, parterre. Diese Woche große historische Serie: Erinnerungen an den Feldzug 1870 71. Avis: Mache Militär- u Kriegeroereine hierauf besonders aufmerksam; in allen Städten großartiger Erfolg.2472 Strohhüte i werden gewaschen und fa