fn^ Vornan h: de". "Wbanblunatn obtt Dhäft ute ab ise 27, ■ Fuhr. xen, \ ter AoifÜhrun^ n bffllgw 1 g-, Neuenweg $. | ^-Mwch. imlung Abends S Ufji1. FeideL jrt^eritytt. innenstr. 9 Lager ass® Ä&S lllld ikde" gp|(g|)'Ä Unrnahmr drS Montag«. Amts« und Anzeigsblatt Mr bett Nveis Greben. ÄLr Ä^AoisceU'-Burr«ulr b«S In- nnb ÖuSfenM utifci w Anzetzrn für btn „Gießener Anzeiger" mtgtpw. ■VW ! KrattsSeik-ge: chi-ße«» ^amifitnSfälter. Arntlictzsr? Therl. Bekanntmachllng. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der auf dm 3. März l. I. angefttzte Gießener Viehmarkt nicht abgehalten werden wird, daß dagegen der Vieh- ur.b Krämermarkt, welcher auf den 4. März l. I. ausgeschrieben ist, ftattfindet. Gießen, den 27. Januar 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. o. Gagern. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz dem Stadtvorstande zu Lauterbach die nachgesuchte Erlaubniß, anläßlich des im Juni L I. daselbst stattfindenden Prämien- Viehmarktes eine Verloosung von Vieh, landwirthschastlichen und HauSgeräthen veranstalten m dürfen, unter der Bedingung, daß nicht mehr als 8000 Loose a 60 H auägegeben werden und mindestens 65% des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind, ertheilt und zugleich den Vertrieb der Loose in der Provinz Oberheffen gestattet hat. Gießen, den 13. Februar 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Nr. 5 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 12. d. M., enthält: (Nr. 1935) Allerhöchster Erlaß, betreffend die Aufnahme einer Anleihe auf Gruno des Gesetzes vam 5. Juli 1890. Vom 22. Januar 1891. (Nr. 1936.) Allerhöchster Erlaß, betreffend die Zinstermine für die zufolge der Allerhöchsten Erlasse vom 7. Sept. 1889, 17. März 1890, 17. Sept. 1890 und 22. Jan. 1891 noch zu begebenden Anleihebeträge. Vom 9. Februar 1891. Gießen, den 17. Februar 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen- v. Gagern. Deutfcfye» Reich. — Aus dem hessischen Staatsbudget 1891/94. Dem Bericht des Finanzausschusses der 2. Kammer über den Hauptvoranschlag entnehmen die „N. H. V." folgende Hauptdaten: Der hessische Reinertragstheil an den Erträgnissen der Main- Neckar-Bahn ist mit 768,000 Mk. eingesetzt (27,000 Mk. mehr als in der vorigen Budgetperiode), gleich einer Verzinsung von 7,75 pCt., der Betriebsüberschuß der Nebenbahn Eberstadt-Pfungstadt auf 7400 Mk. (3,8 pCt.), derjenige der oberhessischen Hauptbahnen 184,760 Mk. (0,35 pCt.), der oberhessischen Nebenbahnen Nidda-Schotten, Stockheim- Gedern und Hungen-Laubach auf bczw. 4470, 8705 und 3065 Mk. (0,87, 1,32 und 0,46 pCt.) Betreffs der Tranksteuer von Wein (veranschlagt auf 295,000 Mk.) schlägt der Ausschuß vor: 1) mir allen gegen eine Stimme (Schröder): als Betrag für Tranksteuer von Wein 295,000 Mk. einzusetzen : 2) mit 4 Stimmen (Jäckel, Graf Oriola, Theobald und Wolfskehl) gegen 3 Stimmen (Haas, Möllinger und Schroder): die Großh. Regierung um Vorlage eines Gesetzes wegen Besteuerung der Weineinlagen der Privaten zu ersuchen ; 3) einstimmig: die bezügliche Eingabe der Wirthe für erledigt zu erklären. Als Einnahme der Mainzer Straßenbrücke ist festgestellt 129,000 Mk. (inet. 15,000 Mk. Micthe), gegenüber den Lasten ein Verlust von 47,352 Mk.,' Einnahme der Wormser Schiffbrücke 25,000 Mk., der fliegenden Brücke bei Gernsheim 5500 Mk., derjenigen bei Oppenheim 4500 Mk., der Kostheimer Straßenbrücke 15,000 Mk., der Straßenbrücke bei Offenbach 5700 Mk. — Der Antheil des Großherzogthums an den Reineinnahmen des Reichs ist auf 6,650,900 Mk. angesetzt (1,650,000 Mk. mehr), darunter aus Zöllen und Tabaksteuer 4,300,000 Mk., und im Ganzen 650,000 Mk mehr, was die Matrikular- beiträge ausmachen. — Die nutzbar angelegten Activen der Hauptstaatskasse sind berechnet aus 16,079,304 Mk. (rund 2 ,/2 Millionen mehr.) An directen Steuern ist die Einnahme von 8,700,186 Mk. vorgesehen. — Bezüglich der Ausgaben beziffert sich der muthmaßliche Stand der eigentlichen Staatsschuld am 1. April 1891 auf 53,868,790 Mk., (4,811,596 Mk. weniger. Für Civilpensionen sind vorgesehen 1,000,000 Mk., für Gnadenpensionen 52,000 Mk., für Jnvaliditäts- und Altersversicherung 6505 Mk., für die Bedürfnisse des Großherzoglichen Hauses und Hofes 1,199,145 Mk. 14 Pf. (in Folge des Ablebens des Prinzen Alexander 30,857 Mk. 14 Pf. weniger), der Staatszuschuß zu der Actiengesellschaft „Mainkette" (die Garantiepflicht des Staates erstreckt sich noch bis 1896) 20,000 Mk.- als Beitrag zu Besoldungen der Polizeibehörde für Mainz 12,000 Mk. (4000 Mk. mehr), Offenbach 5000 Mk. (2000 Mk. mehr), Worms 4000 Mk., Kastel 1000 Mk.- als Staatsbeitrag für die evangelische Kirche beantragt die Majorität des Ausschusses Bewilligung der angeforderten 240,000 Mk., die Minorität 200,000 Mk.- für die katholische Kirche 108,102 Mk. Der Ausschuß beantragt, die Negierung um eine baldige Vorlage zu ersuchen, nach welcher entsprechende Staatszuschüsse an die deutschkatholischen und die israelitischen Religionsgemeinschaften des Landes gewährt werden- der erste Ausschuß der Ersten Kammer tritt diesem Ersuchen nicht bei. Die laufenden Ausgaben für die Universität, die Technische Hochschule, die Gymnasien 2c. weichen nur wenig von denjenigen der jetzigen Finanzperiode ab. Berlin, 16. Februar. Gegen deutsche Eisenbahn-Verwaltungen sind beim Reichs-Eisenbahnamt im Jahre 1890 im Ganzen 107 Beschwerden aus dem Publikum eingelaufen. Davon beziehen sich 31 auf den Personenverkehr, 50 aus den Güterverkehr und 26 a xf andere Gegenstände. Das Reichs-Eisenbahnamt hat von diesen Beschwerden für begründet erachtet 18, als nicht begründet abgelehnt 32, auf den Rechtsweg verwiesen 4. In 7 Fällen war die Zuständigkeit des Reichs nicht begründet, in 2 Fällen sind die angeordneten Erhebungen noch nicht abgeschlossen. Die übrigen 44 Beschwerden wurden zur Erledigung an die zunächst zuständigen Eisenbahn-Verwaltungen abgegeben. Betroffen von Beschwerden sind überhaupt 24 Eisenbahn-Verwaltungen. Deutscher Reichstag. 67. Plenarsitzung. Montag, 16. Februar 1891, 1 Uhr. Eingegangen: Internationales Abkommen betr. den Eisenbahnfrachtverkehr. Die zweite Berathung des Arbeiterschutzgesetzes wird fortgesetzt und zwar bei $ 105c, welcher am Sonntage zulässige Arbeiten betrifft und in seinem Inhalt bereits mitgelhetlt ist. Abg. Orter er (Ctr.) befürwortet einen von ihm gemeinsam mit den Abgg. Aichbichler und Biehl gestellten Antrag, wonach, wenn solche Arbeiten den Arbeiter am Besuch des Gottesdienstes hindern, der Arbeiter an jedem dritten Sonntage 36 (Btiuiben oder an jedem zweiten Sonntage von 6 Uhr früh bis 6 Uhr Abends von der Arbeit tret zu lassen ist. Die Brauer seien wegen der Bestimmungen des S 105c sehr verstimmt, wohl aber mit Unrecht, da nach seiner Ansicht Brauereien, Mälzereien und Brennereien nicht unter $ 105c, sondern unter die viel leichteren Bestimmungen des $ 1054 fielen. Die vollständige Streichung des zweiten Absatzes (von den Gewerbetreibenden zu führende Verzeichnisse der Sonntag?arbett) gehe zu weit; in seiner jetzigen Fassung schaffe er nur Belästigung und Unzufriedenheit. Man möge die Verpflichtung zur Führung der zur Controle nöthigen Verzeichnisse auf größere Fabrikbetrtebe beschränken. Der social- demokratische Antrag rufe gegen die kleinen Gewerbtreibenden ohne Noth die Polizei auf. Handelsminister v. Berlepsch: Um unnöthiges Schreibwerk handle es sich bei dem zweiten Absatz des $ 105c nicht, sondern um eine ganz unentbehrliche Controle. Wolle man die Listenführung nicht, so verweise man dieses ganze Gebiet der Sonntags zulässigen Arbeiten unter die polizeiliche Genehmigung. Damit werde aber dm Gewerbtreibenden viel weniger gedient sein, da sich die Llstenführung sehr einfach gestalten werde. Er könne sich auch nicht für den Antrag, den der Vorredner vertrat, autzsprecken, da gerade beim Kleinbetrieb die Neigung obwalten werde, den Sonntag auszunützen, viel mehr als beim Großbetriebe. Es sei selbstverständlich, daß Brauereien rc. auch unter § 1054 sielen, also unter diejenigen Gewerbe, für welche der Bundesrath Ausnahmen zulassen kann. Was das von Bebel angeführte Bäckergewerbe anlange, so sei es allerdings angängig, daß in der SonntagSnacht nicht gebacken werde. Es bestehe dies bereits Feuilleton. Der einzige Sohn. Novelle von I. Bonnet. (3. Fortsetzung.) Schade, daß bei allem in dieser Welt ein Aber ist, ein häßliches Aber, das in diesem Falle, wie so häufig, von metallenem Gewichte war. Die ganze Stadt und die Umgegend war darauf gespannt, ob der vermögende Onkel, dessen einziger Sohn ohnehin von Amerika vielleicht niemals wieder- lehrte, ein Uebrigens thnn würde. Die Stimmung bet Tafel glich allmählig deut perlenden Champagnerschaum, als ein dienender Geist von hinten zu dem Hausherrn trat und ihm ein Wort ins Ohr flüsterte. „Ich kann den Herrn nicht empfangen," sagte der Generaldirector. „Vielleicht findet er meinen Secretär, mag er mit dem reden, wenn es so dringend tst." Inzwischen ward die Thüre weit aufgerissen. Mit einem „Guten Abend, Herrschaften !" taumelte ein Betrunkener herein. Einen Augenblick athemlose Stille, bis mit dem Aufschrei: „Herrgott, Arthur!" die Hausfrau ohnmächtig zurÜcksank. „Goddam, komm ich nicht recht?" rief der wie ein Geist .Hereingcplatzte, der trotz feiner von Branntwein gerätheten Wangen geisterhaft genug aussah. „Wie heißt cs gleich in bt'm Liedchen? „Ei, du holde Dame mein —M „Arthur!" herrschte ihn der Vater an, der sich erhoben h-atte und zitternd daftand, die Rechte auf die Stuhllehne stützend. „Nun, was? Der einzige Sohn, und kein Stuhl für ihn, kein Glas?" Er nahm sich zusammen, so daß er fest aus den Beinen zu sein schien. „Ein Glas her, Gentlemen und Ladys, ein Glas für den einzigen Sohn des Hauses. Schenkt ein, Ihr da, dumme Puten ohne Schnäbel!" Tante Jettchen sah weiß aus wie der Kalk an der Wand. Die Reputation des Hauses, das war ihr erster schrecklicher Gedanke. Dann aber brach ihre Gutmüthigkeit durch, vereint mit Frauenlist. Sie faßte sich zuerst, nahm den artigen Neffen kurz beim Arm und sagte: „In Deutschland kommt man im Frack zu solcher Tafelrunde, und übrigens schlaf Dich erst aus, 's ^är ja ohnehin Thorheit, von Dir zu verlangen, daß Du nach solch einer Reise gentlemanlike auftreten könntest, wie stets Deine Art war." Damit führte sie ihn hinaus, und er war für heute Abend unsichtbar geworden. Die Hausfrau kam allmählich wieder zu sich, aber mit der Stimmung war es vorbei. In peinlichster Verlegenheit huschten die Gäste davon, der Referendar nicht, ohne sich einen beglückenden Blick mitzunehmen, und Herr der Lage blieb im Elternhausc der einzige Sohn. Es gehörte zum Tone im Hause des Generaldirectors, daß des Sohnes nie Erwähnung gethan wurde. Mariechen hatte deßhalb eine sehr nebelhafte Vorstellung von den Gründen, die ihn in die Ferne getrieben. Irgend ein dummer Streich vielleicht — und Tante Jettchen hatte ja manchmal hin- geworfcn, daß ein unbezwinglicher Trieb nach sremden Ländern bestimmend gewirkt habe. Da allgemein vermieden ward, an einer Sache zu rühren, die für die Angehörigen der Familie verletzend war, so kam cs denn, daß das Mädchen sie auf sich beruhen ließ. Das plötzliche Erscheinen des fern Geglaubten und die häßliche Art, wie er sich einführte, verbreiteten ihr mehr Licht über ihn. Aber sie sollte bald erfahren, daß er auch bessere Seiten habe und keineswegs zu denen zu gehören schien, die schlechterdings aufzugcben sind. Vor Allem stand er gleich am nächsten Morgen völlig verwandelt vor ihr. Der Rausch war ausgeschlasen, er hatte mit den Eltern ganz verständig sich ausgesprochen, sie um Verzeihung und zugleich um Erlaubniß gebeten, hier bei ihnen zu bleiben, ein Leben neuer Thätigkeit, ernsten Strebens zn beginnen, und ihnen dazu mit heiligen Betheuerungen solche Versprechungen gemacht, daß sie längst verziehen hatten und jetzt nur darauf aus waren, alles mit ihm wieder ins Gleiche zu bringen. Was ihn so schnell gezähmt und verwandelt, blieb ihrer Kurzsichtigkeit freilich verborgen. Wer hätte auch denken können, daß er, sich den bleiernen Schlaf aus den Augen reibend und vom Fenster den Garten betrachtend, der um bte Rampe her in Duft und Farben lag, Mariechen entdeckt und wunderniedlich gesunden hatte. Alsbald war die Mutter zu ihr getreten und Arm in Arm wandelten die beiden zwischen den blühenden Beeten hin. Wie ein Blitz ging es thm durch den Kopf: „Ah, das Cousinchen, von dem man mir schrieb," und zugleich der Entschluß, sich ihr zu nähern. Ein Hauch der Reinheit umwob ihr Angesicht, ihr Wesen. Auch das entging ihm nicht. Dazu der Anblick der Mutter, der ihn doch rührte. Es ward der Wunsch in ihm lebendig, einen Sprung zu thun in eine bessere Zukunst, den Faden zu ergreifen, der ihm wie von unsichtbaren Händen zugeworfen ward, indem er mit immer erhöhter Aufmerksamkeit das reine edle Mädchcnbild erblickte. Er hatte auch in der That zu viel erlitten, zu viel durchgemacht, als daß cs ihm nicht wic ein Zug berauschender Jugendluft durch die Seele gezogen wäre, wie er auf einmal wieder im sicheren Hafen des Vater- Cec«k» «n» pwiHnjica«». Gießen, 17. Februar. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnete» am Donnerstag den 19. Februar 1891, Nachmittags 4 Uhr: 1) Gesuch des Kaspar Heinzerling um Ertherlung der Concefsion zum Wirthschastsbetrieb. 2) Gesuch deS Philipp Rühl um Concession zum Wirthschastsbetrieb. _ 3) Gesuch des Eberhard Fenster um Bauerlaubniß. 4) Gesuch des Georg Schäfer um Erlaubnis zum Bauen an den Bahnhöfen. 5) Gesuch des Franz Nolte um käufliche Ueberlassung von städtischem Gelände. 6) Gesuch der Handwerkerschule um Ueberlassung eines Schulsaals zur Ausstellung von Zeichnungen. 7) Die Vergebung des Straßenunterhaltungsmaterials. 8) Die Herstellung von Jsolirräumen. 9) die Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen für 1889/90. — Der „Frkf. Ztg." wurde von hier mitgetheilt, daß in diesen Tagen eine Abordnung bayerischer Schulmänner i* Gießen eintreffe, um im Auftrag des bayerischen Ministeriums Hauses sich befand, dem ein solch reizendes Wesen als willkommene Zugabe angehörte. Mariechen trug ein leichtes Häubchen aus dem Schertet, ihre Gestalt war von einem Hellen Morgenkleide umwallt. So trat sie ihm zögernd und erröthend entgegen, wie er ihr, zwischen Vater und Mutter daher kommend, guten Morgen bot und sie für sein unpassendes Benehmen am vorigen Abend um Verzeihung bat. Eine Zeit anerkennenswerther Thätigkeir begann jur Arthur. Getreu seinen Versprechungen, mied er die alten Genoffen seiner Jugendthorheiten, deren Wahl einst das Entsetzen der elterlichen Freunde gewesen war. In den Bureaus hatte ihm der Vater, um ihn aus die Probe zu stellen, ein Plätzchen angewiesen. Er zeigte ein Sitzfleisch, das auch die Mißtrauischen in Erstaunen setzte. Seine Abende verbrachte er fast ausnahmslos im Familienkreise, und die Mutter, wie Tante Jettchen sahen die Zukunft im rosigen Lichte. Letztere nannte ihn wie ehemals ihren einzigen Jungen und wie in alte» Tagen bestand zwischen ihr und ihm ein lebensvolleres Verhältniß als mit der Mutter, die ihn immer zärtlich behandelte, ohne die Ader der Schwester zu besitzen, die ihren Liebkosungen eine bald sarkastische, bald komische Färbung gab und sich mit ihm auf näherem Fuße hielt. Von ihr nahm er manches hin, was ihm aus dem Munde der Mutter ärger- lich war und ihn aus dem des Vaters ausbrachte. So ward sie eine Art Vermittlerin zwischen ihm und ihnen, eine Rolle, die sie desto leichter durchsührte, als er von jeher den Eindruck eines für ihn durchs Feuer gehenden Wohlwollens von ihr hatte und auch jetzt stets auf ihren Schutz, ihre Fürsprache rechnen konnte. Da er bald bemerkte, wie sie es liebte, an Mariechen herumzuputzen und zu verbessern, reizte er sic neckisch, das Gleiche an ihm zu thun. (Fortsetzung folgt.) Nachweisung der im Kreise Gießen im Jahre 1890 neu hergestellten Telegraphen. Linien bezw. Leitungen und neu eingerichteten Telegraphenanstallen. Industrie deS Handwerks und der Gewerbe eingetreten und erklärt wird, bei Abschluß des Handelsvertrages mit Oesterreich sei jede einseitige Abminderung des ZollschutzeS zu verwerfen ; worin ferner die Nothwendigkeit der Aufrechterhaltung der bestehenden Zollsätze als Minimum des Schutzes für die deutsche Landwirthschast ausgesprochen und die Wiedereinführung der Doppelwährung angeregt wird. Die Resolution spricht sich gegen die Bildung des mitteleuropäischen Zollbundes aus. Berlin, 16. Februar. Die Bereinigung der Steuer- und Wirthschaftsresormer nahm ferner eine Resolution an, worin die Umbildung der landwirthschastlichen Eenrralvereine in Landwirthschaftscommunen gefordert wird, welche das technische und volkswirthschastliche Gesammtinteresse der Landwirthschast wahrzunehmen und die Behörde durch that- sächliche Mittheilungen, Anträge und Gutachten zu unterstützen haben. Zugleich wird anheimgegeben, die Kammern an der Beaussichtigung der Usancen des Getreide- und Düngerhandels, der Getreide-, Saat- und Viehmärkte, Organisation und Ueberwachung der Landwirthschastsschulen mitwirken zu lasten. Bremerhaven, 16. Februar. Laut Lootsenbencht collr- d ir ten heute früh in der Nähe von Norderney zwei Dampfer, von denen der eine sofort sank, während der andere anscheinend unbeschädigt blieb, die Pastagiere des ersteren retten und sodann die Reise seewärts sortsetzen konnte. Die Namen der beiden Dampfer sind bis jetzt noch unbekannt. Paris, 16. Februar. Der Werth der Einfuhr Frankreichs im Januar d. I. betrug 308 Millionen Francs gegen 334 Millionen im Vorjahre, der Werth der Ausfuhr 201 Mill, gegen 238 im Vorjahre. Der „Temps" meint, daß die hierin zum Ausdruck gekommene Abnahme der industriellen und commerziellen Thätigkeit vielleicht durch die abnorme Strenge des Winters veranlaßt worden sei. — Eine Meldung aus Buenos Ayres besagt, daß in Bolivia eine aufständige Bewegung zum Ausbruch gekommen ist, die aber bis jetzt ohne jede Bedeutung zu sein scheine; eine anderweitige Bestätigung dieser Nachricht liegt nicht vor. Paris, 16. Februar. Die Akademie der schonen Künste beauftragte ihren ständigenSecretär De la Borde, in einem Schreiben an den General a la suite des Deutschen Kaisers, Grasen v. Wedell, dem Dank der Akademie sür die Beileidskundgebung des Kaisers anläßlich des Todes Meistoniers Ausdruck zu geben. Das Schreiben soll durch den Minister des öffentlichen Unterrichts, Bourgeois, und den Minister des Aeußeren, Ribot, dem Botschafter Herbette zur Uebermittelung zugestellt werden. Lugano, 16. Februar. Die Dorsstraße von Brusto ist 60 Meter weit eingesunken. Bis jetzt sanken 5 Häuser ein, die ganze Ortschaft ist bedroht, desgleichen das gegenüber liegende Dörfchen Morcote. Menschen sind nicht umgekommen. Als Ursache wird der niedrige Seewasterstand die Einrichtung und da§ Lehrversahren deS hiesigen Gymna fiums und pädagogischen Seminars eingehend zu studiren. — Nach einer Verfügung der Großh. Schulbehörden haben die Bestimmungen und die Einrichtung deS Alters- und J»validitäts-Versicherungs-Gefetzes von jetzt au eine Stelle im Lehrplan sä»mtlicher hessischen Fortbildungsschulen zu finden. — Für die Universität sind im Voranschlag deS Staatshaushalts für 1891/94 neu vorgesehen und von dem Finanzausschuß Zweiter Kammer bewilligt worden: 3000 Mk. für einen Professor (Philologe) des Sanskrit, die gleiche Summe für einen Professor der Geographie und desgleichen für einen zweiten Professor der Chemie. In Wegfall gekommen ist der Gehalt (4771 Mk.) für den Lehrstuhl der Kunstwissenschaft, welcher nicht mehr besetzt werden soll. Die Lehrkraft der zweiten Prosestur für Chemie soll in erster Linie physikalische und theoretische Chemie, ferner auch besondere Zweige der organischen und angewandten Chemie behandeln. — Kein Geringerer als der Geigerkönig August ®ilr helmj wird demnächst ein Concert in unserer Stadt veranstalten, daS wohl das hervorragendste Greigniß unserer dieS- winterlichen Concertsaison bilden wird und von allen Musikfreunden der Stadt und Umgebung besucht werden dürste. Es sind schon acht Jahre her, daß wir den großen deutschen Meister nicht mehr hier hörten, wie uns diese Gelegenheit überhaupt erst zweimal geboten wurde, obgleich der Name Wilhelmj schon seit Jahrzehnten zu den allerersten der aus- übenden Tonkunst zählt. Inzwischen hat der Künstler wieder große Concertreisen im In- und Auslande unternommen, aus denen seine großartigen Erfolge in Wien, Budapest und vorigen Winter in zwei Concerten in Berlin besonders der- vorzuheben sind. Grünberg, 16. Januar. Heute Morgen wurde ein hiesiger Einwohner verhaftet unter der Beschuldigung, um die Weihnachtszeit einen Sack Mehl gestohlen zu haben. Person des Thäters wurde festgestellt, nachdem dieser derr Versuch gemacht hatte, das Mehl bei einem hiesigen Bäcker verarbeiten zu lassen. Friedberg, 15. Februar. Im nächsten Budget ift eise Beihülfe von 100000 Mk. in zwei gleichen Raten eingestellt zur Herstellung unserer Stadtkirche. In den Ausschüffen ist die Summe zur Verwilligung beschlossen worden; Hassent-- lich beschließt die Kammer ebenso. Neueste Nachrichten. WolfiS telegraphisches Lorrespondenz-Burean. Berlin, 16. Februar. Die Generalversammlung der Vereinigung der Steuer- und Wirthschasts- re form er, Vorsitzender Graf Mirbach, nahm einstimmig eine Resolution an, worin von der Versammlung sortdauernd für die Interessengemeinschaft der Landwirthschast, der Nachweisung über den telegraphischen Verkehr bei den im Kreise Gießen telegenen ReichS-Telegraphenanstalten im Jahre 1890. • St«ttaart, 4. Februar. Allgemeiner Deutscher »er- sicherungsoeretn. Im Monat Januar 1891 wurden 624 schaden- 4alle durch Unfall angemeldet. Von diesen batten 3 den sofortig« Tod und 29 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekosse starben in diesem Monat 43. Neu abgeschloffen wurden im Monat Januar I^NDn- sicherungcn. Alle vor dem 1. November 1890 der Unfall-Versicherung anaemeldeten Schäden incl. der Todes- und JnoaliditatH-Fälle find bis aut die von 28 noch nicht genesenen Personen vollständigregulir^ Auf Grund der Haftpflichtversicherung wurden 50 Forbernnge- gestellt. ___________________ Summa |26568l2627j29195|28182|313O6!31 angegeben. , Madrid, 16. Februar. Bei den gestrigen Senatoren- wahleu wurden 130 Ministerielle, 19 Liberale, 7 Reformisten, 2 Demokraten, 2 Carlisten und 1 Republikaner gewählt- 19 Resultate stehen noch aus. Moskau, 16. Februar. Gestern fand zu Ehren des Erzherzogs Franz Ferdinand von Oesterreich-Este bei dem Generalgouverneur Fürsten Dolgorukow ein Diner von 48 Gedecken statt. Während der Tafel brachte der General- qouverneur einen Trinkspruch auf den Erzherzog Franz Ferdinand und den Kaiser Franz Josef aus, welchen der Erzherzog mit einem Trinkspruch auf den Kaiser von Rußland erwiderte. — Heute begab sich der Erzherzog zum Gottesdienst in die katholische Kirche, empfing dann eine Deputation der österreichisch-ungarischen Colonie, besichtigte die Sehens- | Würdigkeiten Moskaus, wohnte den Pferderennnen bei, verteilte die Preise, nahm das Diner beim Oberhofmeister Grasen Orlow-Dawydow ein und wohnte Abends der Opernvorstellung im Großen Theater bei. . „ Sofia, 16. Februar. Die „Agence Balcamque" meldet authentisch, betreffend das angebliche Complott gegen den Fürsten und seine Mutter, daß ein bet einem Streite mit Messerstichen Verwundeter aus Rache gegen zwei Kameraden die Anzeige wegen Complotts machte. Die Untersuchung ergab die vollständige Grundlosigkeit der Denunciation. Die beiden Verdächtigen wurden sreigelaffen und der Anzeigende vor die Gerichte gestellt. Rio de Janeiro, 15. Februar. Die constitmrende Ver- sammluug hat den neuen Versassungsentwurs mit einer größeren Anzahl von Amendements in zweiter Lesung angenommen. Wie verlautet, wird die Wahl des neuen Präsidenten der Republik in der nächsten Woche stattfinden. Als Candidaten für den Präsidentenposten werden vornehmlich Fonseca und Morals genannt. ta da« Slnjofjl beutlet Stabte. .ndm Mthstäod-im »ick«, «werbe anlange, so werde ein großer TheU derselben durch die Bor- 6< ^Aba^vr. Gutfleisch (dfr.) erklärt sich gegen Zulassung »ov Ausnahmen von der Bestimmung befl dritten Absatzes (Freigabe des dritten beim, zweiten Sonntags). Payer wolle Papier sparen, aber wenn nach seinem Wunsche Absatz 2 gestrichen werde, dann sei haS Papier verschwendet, auf das daS Gesetz gedruckt werde. Nöthig sei ,or Allem die Controle der kleinen Betriebe. Abg. Frhr. v. Stumm (Rchsp.) befürwortet die Verpflichtung rur Listenführung, namentlich auch im Kleinbetrieb, in dem 32M. ter Arbeit« Sonntags beichifttgt würben, gegen imi «rog. Betrieb. Den vom Abg. Öderer vertretenen Antrag Aichbichler könne «r Buhl (natl.) vertheibtgt Entfleisch gegenüber ben Antrag Hartmann u. Gen.: „Ausnahmen von den Vorschriften des Absatz 3 darf die untere Verwaltungsbehörde gestatten, wenn die Arbeiter am Besuche deS sonntäglichen Gottesdienstes nicht gehindert werden und ihnen an Stelle des Sonntags eine 24ftündige Ruhezeit 50 o kW n io Stück Stck. Stück Stück Stück! Stück JL Stck. Allendorf a. d. L. 223 2 225 281 _ — 156 1 Fernspr. 30 _ 30 23 — — 19 1 desgl. Gießen 1 12695 1243 13938 14267 29307 27307 9742 18 Darunter 1 Fernst- Gießen 2 8408 1072 9480 8046 — — 7350 2 Gießen 211032315 23418 22313 29307 29307 17092 20 Großen- Buseck Großen- Linden 282 133 9 2 291 135 206 106 50 50 206 89 2 1 darunter IFernspr. Grünberg Hungen 700 26 726 652 394 394 670 1 daruuter 1 Ferufpr. 1086 57 1143 1128 44 44 887 2 Langgöns Langsdorf Lich 134 58 811 5 61 132 5L 872 169 9E 105! — — 322 322 84 36 636 1 1 2 Fernfpr. darunter 1 Feruspr. Lollar 1373 124 149" 14A 1189 1189 168? 4 darunter 3 Feruspr. Londorf 214 E 21! 37( ' — , --------------------------- 172 1 Fernßpr. Reis- 115 4 ir 7 — 81 1 kirchen Steinbach Treis Wieseck 10t 91 11< 9 ) 9 2 7< 1 — J — _ 6( 6 1 1 Feruspr desgl. 111 15 r 12 3 10 — — 9. D 1 deszl. Name 1 der neu eröffneten Telegraphenanstalten Datum der Eröffnung Bezeichnung der neu hergestellten TelegrapheukiNi« bez. Leitungen Beuern (Heffen) 15. August Neue Linie mit einer Leitung T2S8p€« von Grotzen-Buseck nach Beuern. Einrichtung einer Telegraphenaustaü mit Fernfprechbetrieb in Beuern. Die Telegraphenanftalt in Großen-Buse» ist Ueberweisungsamt. c B8 H 6tf. öd StSlk 10727307 735O|J_. M 50 89 1 I 18 322 1189 1 2 1 1 2 4 1 1 UW 44 394 44 322 1189 5 E >Mbwirtbfd?aft 8 n im -reise Sießm idegenm 1 im Zehre 1890. bnuit« l^m*' Fnchl darut« 18* baraitki 35* ZerM- Jemfpr. bes-l. öirnMtt 15*- Durfr mg 'bette 670 887 84 36 636 1685 172 81 66 61 95 =: L-S oZ A o£ XlA Jorgen wurde em fr. r d" B-schuldig um gefto^Icn zu habe«, tie ?W/ ^chdem dieser hn et einem hiesigen Väcker nächsten Budget ist eine gleichen Raten ringestelll ch e. In den AusschM schlossen worden; h,ßent- 1 S* i drs-l- ib^ JL 156 19 9742 Wk Lu n 8 " i'V «u. '«ran^ig.^ “ unb bo8 ‘6 6toet$. ^ni: 2?JS 6'e sltitfi r für ■M 9e!0Zfct«>t« «‘"Ä >*»,; *» >« *?*•» «*« Mui aOt" ’ Wtrt'n bärht. e* bit?@?eUh'*t" t Alande untr^.,, n Berlin besonder- fov -Ks-'...... GKK , der Y ilonfl .inia^^ö AAkM k*7 a)urD(ö I7O92I 20 2061 2 |bl«* Lchmarzc urt fertigt Stidenftofft - direkt auS der gabrll von von Elten L Keuffen, Crefeld, " also au« rrstft Haad tu jedem viaah zu be-tehe«. Man verlange Muster mtt Ängatik d7s Oewünschten. Gieße«, 17. Februar. Marktbericht. Auf dem heutige» Wocherrmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0,85. Hühnereier 1 St. , 2 St. 11-13 A, Enteneier 1 St.--A, 2 St. - A, Käse pr. St. 5-8 A, Käsematte pr. St. 8 H, Erbsen pr. Liter 39 A, Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar x 0,60—0^0, Hühner pr. Stück X 1,20-1.50, Hahnen pr. St X 1,40-1,70, Enten pr. Stück X 2,00-2,20, Ochsenfletsch pr. Pfd 70—74 A, Kuh- und Rindfleisch 60-64 A, Schweinefleisch 60-70 A, Hammelfleisch 62 -68H, Kalbfleisch 60-64 A, Kartoffeln pr. 100 X 6,00 -6,50, Weißkraut pr. St. 3—7 A, Zwiebeln per Centner X 6,53—7,50, Milch per Liter 12-18 A- Gänse pr. Pfd. 60- A. veEmrsshtes * »iff#ttady*i<$*e*. Bremen, 14. Februar. [Per transattentischen Tttegreph.] Der Schnelldampfer Heerl, Capitün Tb. Jüngst, vom Norddeutsch« Lloyd in Bremen, welcher am 5. Februar von Bremen und am 6. Februar von Southampton abgegangen war, ist heute 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Newport angekommen. Bremen, 14. Februar. [Per transatlantischen Telegraph.1 Der Postdampser America, Capiiän W. Kuhlmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30. Januar von Bremen abgegangen war, ist heute 9 Uhr Morgens wohlbehalten In Baltimore angekommen.___________________________________________ Seidenstoffe (schwarze, weiße u.sarbige) V. 95 bis 18.65 p. Met. — glatt, gestreift und gemustert (ca. 380 versch. OualOu-2500 versch Farben — versendet roden- u stückweise porto- u. rollfrei das Fabrik-Depot G. Henneberg (Ä. u. K- Hoflief.), Zurich. Muster umgeh. Dopp- Briefporto nach d. Schweiz. 477 Nächste Ziehung | §llU- Utlb 1871 Aut den Wawungen der Stadt Lich sollen folgende Holzsor Lich sollen folgende Holzsottimente Aus den Waldungen ßiut Reichsgesetz vom 8 Juni 1871 1431 1327] Eine gebrauchte Hobelban k Gnauth. 1430 1285 Asterweg 16. verkaufen- Schober. 1400 versäume einen Versuch mit 1391 E. 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Die in dm Distritten Beltershainerwald, Junge und Lange Buchen liegenden Eichm und Lärchen werden bei der Versteigerung nicht vorgezeigt und wollen Kaufliebhaber solche vorher einsehen. Grünberg, 14. Februar 1891. Großherzogliche Oberförsterei Grünberg. im ganzen deutschen Reich: gesetzlich zu spielen gestattete StadtBarletta-Loose Jährlich 4 Ziehungen mit Haupttreffer von 2 Millionen, 1 Million, 500,000, 400,000, 200,000, 1 0,000, 50,000, 30,000, 25,000, 20,000, 10,000, 5000, 2000, 100,1 Fr. 2C. Gewinne, die „baar" in Gold, wie vom Staate garantlrt, ausgezahlt werden und wie sie keine einzige Lotterie aufzuweisen hat. Jede» Loo» gewinnt. Monals-Einlage aus [1235 ein ganze» Loo» 4 Mark. (Porto 30 Pf.) Karl Hahn, Loo», «nd «ffecten-Geschäft in Kätscher. Bekanntmachung. Betr-: Die Stiftung des Gemeinderathsmitglied- Friedrich Lony Anmeldungen zum Bezüge von Zinsm aus der obenbezeichneten Stiftung, welche nach S 3 des Testaments refp. nach Beschluß der Stadt- verordnetm-Versammlung vom 16. September 1875 an 18 Stadtarme, deren Auswahl dem Stadtvorstand zusteht, ausbezahlt werden sollen, sind bi« zum 28. Februar 1891 schriftlich oder mündlich bei der unterzeichneten Stelle einzubringen. Gießen, dm 16. Februar 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Große Auswahl in compfeten Ketten, sowie einzelnen Sprungrahmeu, Matratze», Deckbetten, Kiffen, Bezügen und Betttüchern zu äußerst billigen Preisen. [1417 C» Röhr & Co. Bekamttmachrmg. Betr.: Die Stiftungen der Frau Hofgerichts-Rath von Krug und ihres Sohnes de» Hofgerichts-Raths Dr. Karl von Krug. Anmeldungen zu dem Bezüge von Zinsen aus den oben bezeichneten Stiftungen, welche nach Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 16. September 1875 an 30 Stadtarme, deren Auswahl dem Stadtvorstand Msteht, ausbezahlt werden sollen, sind bis zum 28. Februar 1891 einschließlich schriftlich oder mündlich bei der unterzeichneten Stelle einzubringen. Aeilgeöolenes. ZurHaarpfstae! Wirkung ist das staatlich geprüfte und begutachtete Haarwasser von «etter in München- welches statt Oel ob. Pomade, täglich gebraucht, das Haar bis ins höchste Alter glänzend, geschmeidig und Scheitel haltend macht, die Kopfhaut von Schuppen rc. befreit und dadurch die Thätigkeit derselben erhöht. Z h. um 40 A und X. 1.10 Lei I. H. Anhr, Sonnenstraße. [HOK Kunstmem für das Großhersagthum Keffea. Ausstellung von Oelgemälden im alte» Hofgerichtsgebäude (Brand). Täglich geöffnet von 11—1 Uhr. Die Mitglieder des Kunstverein» mit ihren Familienangehörigen habe« gegen Vorzeigung der Mitgliedskatten freien Zutritt zu der Ausstellung. Für Nichtmitglieder beträgt der Eintrittspreis 50 H. 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Witte. 59. 60. Der. Königs-Laurah -Act. Tendenz: still- bezogen werden. Die Angebote, versehen mit der Aufschrift „Angebote auf Ver- zehrungsg'-genstände rc." sind kostenfrei bis zum obigen Tage einzureichen. Disconto-Command.-Auth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Worbt). Lloyd Act. Die unterzeichnete Behörde sucht zum baldigen Eintritte einen Kreid» amtSgehülfen, welcher bereits auf NechnungS - Bureaus gearbeitet hat; Bewerber, welche sich schon Kenntniß im Gemeinderechnungewesen erworben haben, erhalten den Vorzug. Anfangsgeholt bis zu 900 JL Gesuche sind, unter Beifügung von Zeugnissen, bis zum 25. d. Mts einzureichen. Gießen, 17. Februar 1891. Großh. Kreisamt Gießen. 1292] In meinem Hause Frarkfurter- straße 32 »st die bisher von Herrn Gymnasiallehrer i. P. Dr. Diehl tnnegcbadte Zubebör) anderweit zu vermiethen. Auf Wunsch kann noch ein drittes Zimmer hinmgegeben werden. Näheres im Hause selbst im drttt.n Stock. Restauration Vogt (Sonnenflraße). Heute, Dienstag den 17. und Donnerstag den 19. Febr.: Ooncert öer Gesellschaft Humor Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 86 1( 40/0 Ung. Gold-Rente 98.65 5o/o Jtal. Rente 86 10 tVs% Oest. Silber-Rente 98.65 5% Ruff. IB. Orient Mewe Währung im unteren Stock (2 g, ößerel *™-s-^3proc, ogutsche Reichsanleih^ Baumwolltuch, Sarsenet, grau und schwarz, 7C0 Kgr Wolle (weiße und schwarze-. Hermosa ICatz Seltersweg 20 Zttanusaciur-, llloörmaaren und Damenconfcdion. CoKrsbevicht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frauksurler Börse vom 17. Februar 189L Generalversammiung des Spar- und Uorschchmeins Mirskck e. G. m. u. H am 26. Februar 1891, AbsndS SV2 Uhr, bei Wirth Georg Dorfeld Wwe. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage pro 1890, 2) Dividenden- vertHeilung, 3) Verbandsangeleqenheiten, 4) Gehaltsregeluna, 5) Herabsetzung des Zinsfußes, 6) Verschiedenes. Für den Aussichtsrath: 1^03 Dorfeld, Vorsitzender. Versteigerung. Mittwoch den 18, d. M., von Morgens 10 Uhr ab- iafferr die Unterzeichneten in der Wohnung des Herrn Fuhr, Sonnevfiraße 23, eine größere Parthie gut er- halteve Fenster, Thüren, Dachziegel, alte* Bau- und Brennholz gegen Baarzah, lang versteigern. [1420 Carl Lober, Jacob Hildebrandt Dem wohllöblichen Publikum von Gießen und Umgegend wird hiermit bekannt gemacht, daß die Dorstellungeu der LuftkÜKstlerin Anadyomene dem lebenden Wesen ans der Götterwelt, nicht in dem Saale des Postkellers wegen des nicht auszuführenden Transportes der Bühnentheile stattfinden können und nunmehr täglich von. Morgens früh 11 Uhr bis Abends 10 Uhr im Saale des Le^z’scfraeii FeSsenkeilers stattfinden. — Alles Weitere durch Annoncen und Plakate. 212.70 351.00 155 70 138.00 105.51 273 62 216 12 73. 74. 75. 79. 80. 81. 82. 48. 49. 50. 51. Kgr. Bohnen, weiße, „ Erbsen.Victorta-, „ Linsen, „ Brod, ver sch, « Noggenmehl, „ Weißmehl, „ Kcffee, cob, „ Gerste, gesch., „ Gerstengrütze, „ Weizengrütze, „ Nudeln (Faden), I Mohnöl, 38. 39. 40. 3proc. Preussische Consols, Ord.-Nr. 1-3, 5—6, 7-19, 20—23, 24-25, 27—28, 43-45, 48—49, 53—54, 58—59, 62—63, 64—68 und 70—73 werden zusammen vergeben, und sind von Ord.-Nr 1—3, 5—19, 34-35, 43-45, 55-57, 62—63, 73, 80-87 Muster oor- rrlegen. 14000 1 Petroleum, 80 1 Thran, 1200 Kgr. Kernseife T, 300 27. 28. 29. 30. 31. 52. 33. 52. 63. 54. 55. 56. 57. 58. 66. 67. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 80 1 Spiritus, lk0 Kgr. Leim, 100 Tafeln Fensterglas, 80 Dtzd Nähgegenstände, (Zwirn, Seide, Knöpfe rc.), 8000 Kgr. Eisenwaaren (Blech, (Sifen rc.), 600 Kgr Leder (in ganzen Häuten), 300 Om Bordholz (Eichen, Nuß rc), 2000 Srück Dielen u.Latten, 5> 0 Mtr. Boy, 200 Kgr. Baumwollgarn, 800 „ Leinengarn lgebletcht), Nr. 20, 150 Kgr. 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Uniformstuch, 100 Steingut, 20 Stück Wasserflaschen, Wassergläser, ^ Zeichnungen auf genannte Anlehen i nehme ich zum 8ubscriptionscours |S4*4O spesenfrei entgegen. 138I ». tleitiielbeim» ungefähr 3300 , 3500 „ 3300 „ 76500 „ 2000 „ 1500 „ 1400 „ 1200 „ 14-0 w 1500 „ eo „ bO i Die Bedingungen liegen in der Ge° schäftsftube der untererfmefen Behörde Landeszuchthaus, j11—12 und Nachmittag^3—4 zur iuÄtbnui rnU*,T b,,°«en wcrbm. ^Dl-Angebote, °-rs-ben Pfeffer, Zucker, Zweischen, ged., Kalbfle-sch, Rindfleisch, Hammelfleisch, Nierenfett, Schweinefleisch, Speck, roher, Programm. 1. Trio in C-moll op. 101 von Job. Brahms Schweineschmalz, ausgel. deutsches, n „ Butter, frische, 3t OO Stück Eier, 12C0 Kgr. Cocosnußbutter, 120 X) I Milch, 810 1 Ster, ®ie„3U0,24.Srtt.l891 an» 5ctt. 41. ungefähr 42. „ 43. 3) Bürsterrwaarerr, Laut Verzeichniß. 4) Brennmaterialien. ungefähr 2000 Ctr. Nußkohlen!. Güte, „ 5C00 „ Steinkohlen, [i424i; Neues Programm. Vermischte Anzeigen. Giessener Concertverein. Viertes Concert (99. Vereinsjahr). Sonntag den 22. Februar 1891, Abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Mit wirkende: Frau Florence Bassermann (Pianoforte), Herr Dr. Gustav Gunz, Kgl. Pr. Kammersänger (Tenor), Laden tn bester Lage jetzt oder spater zu rer- miethen. Zu erfragen in der Exp. d. Bl. Groster Laden mit oder ohne Wohnung in bester Lage ist zu vermiethen und Ende Mün beziehbar bei [226] August Noll 1. zuchthau? nächstehende Lieferungen für das Rechnung'jahr 1891/9" durch schriftliches Angebot vergeben werden: 2. Drei Lieder: a) Ellens Gesang .. b) Lindenbaum .. c) Ungeduld , 3. Drei Clavier-Soli: a) Waldesrauschen . b) Nocturne (As-dnr) c) Concert-Etude (C-dur) 4. Vier„Rattenfänger- liedor“ aus Jul. Wolfis „Singuf“ für eine Singstimme mit Violine und Pianoforte 5. TrioinD-moll op.63. Holzversteigerung. Donnerstag den 19* Februar 1891, von Vormittags 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald Wehrholz nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 14 Fichtenstämme — 2,09 fm, 1145 Fichtenderbstangen — 50 fm, 1400 Fichtenreisstangen — 24 fm. Die Zusammenkunft ist im Mandlerweg am Wald. Lang-Göns, den 14. Febr. 1891. Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. __B r ü ck e l._________1379 Verdingung. Die zunt Umbau der Brücke über die Lahn bei Dorlar erforderlichen I. Abbruch- und Wegarbeiten zu, Jt 1564,37 II. Eisenconstructionarb. „ 10925,25 III. Anstreicherarbeiten „ 600,00 sollen öffentlich vergeben werden. Angebote sind verschlossen und mit Aufschrift versehen bis zum M ittw o eh den 4. März, Mittags 12 Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten abzugeben. Anschlag, Pläne und Bedingungen liegen daselbst zur Einsicht auf. Wetzlar, den 16. Februar 1891. AennieMngen. 1399] Ein kl. Logis im Hinterhaus zu vermiethen Grünbergerstratze 13 bet ___Ga. Schäfer. 1415] Kleines Logis zu vermiethen. __ ______________________Asterweg 22. 1C09J Der oberste, zur Zeit von Herrn Rechtsanwalt Holzapfel bewohnte Stock des Hochh'chen Hauses, Frankfurierstraße Nr. 4, ist zu vermiethen und vom 15. Mai ab beziehbar. Näheres bei __JHochWwe. 1310] Eine schöne Mansardenwohnung, 5 Zimmer, Küche und sonstiges Zubehör, mir abgeschlossenem Corridor, an eine ruhige Familie zu vermiethen. __Bahnhofstraße 29. 1012,1 Zwei Zimmer mit Küche an ruh Leute zu vermiethen. Marktftratze 10. 98] Garrenstratze 21, Logis zu oerm. 7 Zimmer mit Balkon u. Gartenanthetl, zum 1. April. Näheres das. 21, Hl. St. 368] Wohnung zu vermiethen Bahuhofstr. 50 bet Merz. 200) Mansardenwohnung im Nebenhaus Südanlage 7 per sofort zu vermiethen. 1044] Eine Wohnung von 4 Zimmern im Ganzen oder getheilt zu vermiethen. __Schützenftroße 11. 1287] Untere Stock nebst Garten, auch Stauung, zu vermiethen. __Krofdorferstraße 3 2z4) Ein ^'ogis von 4 Zimmern, Corridor und Wasserleitung, zu vermiethen _____ ___ __Kanzleiberg 7 1102] Kleines Logis per 1. April zu vermiethen. Dammftraße 9. 5 „ Cbocolade, 2 „ Thee, schw., 8<0 1 Essig, 35 ~ __Rechtsanwalt Holzapfel. 914] Ederstratze Nr. 6 und Weserstroße Nr. 7 ist je der mittlere Stock, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Wasserleilmig, Corridor, Gartenanthetl und allem Zubehör, sofort zu vermiethen Nöheres bei Jakob Hrlfenveirr, __Marbucaerstr 83. 213i Schöne Wohnung, 4—5 -Im, an rub. Familie zu verm. Löberftraße 4. 86] Der untere etödCtar Billa Pietsch am NayrungSverg ist z« vermiethen (alsbKtd beziehbar) dnrch RechtSanwall. HOuJ Zwei gute mövltrte Zimmtr mtr oder ohne Pension und guter Bedienung find zum 15. Februar oder 1. März zu vermiethen Ludwipstraße 52. Frau Ehmke. , löllj Cm großes schönes möbltries Zimm