Nr. 268 1891 Dienstag den 17. November >rr täglich, M LuSnahm« d»ö HkoMLGs. 84a ettftmcr gr»«tcuaiceuei wvW* b*ro Änyig* «Sch-mtlich Nt«ime1 erigeftgL Gießener Anzeiger Keneral'-Mnzeiger. ,4 & e w atnsflrto ? dH t 2 Mark 20 Pfg. 6# 8ringer(ot)r. Durch bte Post bep|M 2 Mark 60 Pf«. «fbdcnon, ErpedW« und Druckerei: ^«rxterc4>rr &<, Amt»» unb AnzeiAeblaLt für den TCreU Gieren- Amtlichem Lheir ee« Anzeigen zu der Ns^mittagA für dm Sag erscheinenden Nummer bi» vor«. 10 Uhr. Bekanntmachung, betreffend den Schutz junger ObstbLume gegen Hasenfraß. BBTrt’ ,» - •* ' V 7' ,* j Alle Är.«oKCGi«8uctauF der I«- und ÄultuaM nehme» GMNsösrlüge: Hreßmer SaMinmslSNer- i Anzeigen f»,- d« ^e-e«^«^ Beim Herannahen des Winters machen wir die Land- wirthe unseres Kreises darauf aufmerksam, ihre jungen Obstbäume in gehöriger Weise gegen Hasenfraß za schützen. Das Umwickeln der Bäume mit Stroh oder Ginstern, rote es vielfach üblich ist, ist nicht genügend, da der Hase diese beiden Schutzmittel leicht durchnagt; auch nisten sich im Stroh gern Obstbaumschädlinge ein. Einen wirklichen Schutz gewährt vielmehr nur ein dichtes Umbinden der Bäume mit Dornen. Bei der großen Bedeutung, welche der Obstbau zur Zeit hat, liegt es im dringenden Interesse der Landwirthe, ihren Bäu' men diesen leicht und billig zu beschaffenden Schutz angedeihen zu laffen. Gießen, den 14. November 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Polizei-Verordnung. Aus Grund des Art. 56 der Städte-Ordnung wird nach Anhörung der Stadtverordneten-Versammlung und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 7. November 1891 zu Nr. M. I. 29 744 für die Provinzial-Hauptstadt Gießen verordnet wie folgt: § 1. Jedes Fuhrwerk, welches seiner Natur nach nicht ausschließlich zur Beförderung von Personen bestimmt ist, muß an beständig sichtbarer Stelle, wenn thun- lich auf der linken oder Hinteren Seite mit dem Namen (Firma) und Wohnort des Eigenthümers und wenn Letzterer mehrere derartige Fuhrwerke besitzt, auch mit fortlaufenden Nummern versehen sein. Diese Bezeichnung muß in durchaus deutlicher Schrift mit Buchstaben von nicht unter 3 cm Höhe ausgeführt sein. § 2. Ausgenommen von dieser Verpflichtung sind die Kaiserlichen Posten und die städtischen Sprengfässer. § 3. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Anordnungen werden mit Geldstrafen bis zu 30 Mark oder mit entsprechender Haft bestraft. § 4. Diese Polizeiverordnung tritt mit dem 1. April 1892 in Kraft. Gießen, den 13. November 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsches Reich. Darmstadt, 14. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Decan Müller von Alsfeld, den Forstinspector Heyer aus Gießen. Berlin, 14. November. Der Kaiser hielt am Freitag und Sonnabend in Begleitung zahlreicher geladener Gäste größere Hofjagden in den Letzlinger Forsten ab. In der Nacht zum Sonntag traf der Monarch von Letzlingen aus wieder im Neuen Palais bei Potsdam ein. Im Laufe dieser Woche gedenkt der Kaiser einen Jagdausflug nach Springe in Hannover zu unternehmen. — Der Reichstag nimmt an diesem Dienstag seine Arbeiten nach mehr als sechsmonatiger Pause mit der ersten Lesung der Vorlage betr. die Bestrafung des Sclavenhandels wieder auf. Im Vergleiche mit früheren Jahren tritt das Reichsparlament diesmal etwas verspätet zusammen, was damit zusammenhängt, daß die nöthtgsten Vorarbeiten im Bundesrathe, vor Allem, was die Feststellung des Etats anbelangt, eine ungewöhnliche Verzögerung erfahren haben. Hoffentlich wird der Reichstag gleich vom Wiederbeginn ferner Thätigkeit an beschlußfähig sein, damit die ohnehin kurz genug bemessene Frist bis zu den Weihnachtsserien nach Möglichkeit aüsgenutzt werden kann, denn im Januar wird versassungsgemäß der preußische Landtag eröffnet und dessen Concurrenz übt, wie die Erfahrung lehrt, immer einen verzögernden Einfluß auf den Gang der Reichstagsgeschäfte aus. Von Vorlagen, welche dem Reichstag bei seinem Zusammentritte oder kurz nach demselben zugehen dürften, wäre zu nennen der neue Etat nebst den beiden Nachtragsetals für 1891/92 und verschiedene Nechnungsübersichten, der schon erwähnte Gesetzentwurf über die Bestrafung des Sclavenhandels, die Vorlage über die Einziehung der Vereinsthaler österreichischen Gepräges und verschiedene kleinere Sachen - außerdem restiren aus dem letzten Sessionsabschnitt noch das Telegraphenmonopolgesetz und die Novelle zum Krankenkassengesetz. Noch nicht fertiggestellt ist im Bundesrathe der Entwurf des Trunksuchtsgesetzes, ferner sind angekündigt Vorlagen über big, Herstellung electrischer Anlagen, über den Verkehr mit Wein und mit Giften und neue Weißbücher über Ostafrika. Es sollen im Verlaufe der Session auch noch andere Vorlagen eingebracht werden und schließlich wird es auch an Initiativanträgen aus dem Hause nicht sehlen. Der Reichstag sieht sich also auch jetzt wieder vor ein ziemlich reiches Arbeitsmaterial gestellt, dessen Bewältigung wohl den Zeitraum bis Ostern beanspruchen wird. Hoffentlich erfolgt dann endlich der definitive Schluß dieser berühmten „langen Session", zu welcher der Reichstag bekanntlich schon am 6. Mai 1890 zusammengetreten ist. Berlin, 14. November. Der „Reichsanzeiger" meldet: In der gestrigen Conserenz der deutschen und italienischen Delegirten zu den Handelsvertragsverhandlungen sei der deutsch-italienische Handelsvertrag paraptzirt und das Paraphirungsprotokoll unterzeichnet worden. — Der „Reichsanzeiger" theilt serner mit, die Wiener Verhandlungen über ein neues gemeinsames Eisenbahn- Betriebs-Reglement haben zu einer erfreulichen Verständigung über alle wichtigen Punkte geführt. Berlin, 14. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht eine ihr von amtlicher türkischer Seite zugegangene Erklärung, in welcher gegenüber den Meldungen verschiedener Blätter, daß die türkische Regierung die Besitzer von Schuldscheinen der ottomanischen Bank, namentlich aber von Türkenloosen schädigende Finanzprojecte pflege, erklärt wird, daß die türkische Regierung, welche stets das Interesse der Besitzer von türkischen Papieren wahrnehme, sich beeile zur Kenntniß zu bringen, daß diese Gerüchte völlig grundlos und von ihren Erfindern nur zum 'Zwecke von Börsenmanövern ausgestreut worden seien. Berlin, 14. November. Die Probenummer des Organs der unabhängigen Socialisten „Der So cialist" wurde heute ausgegeben, derselbe erscheint wöchentlich. Als Redacteur zeichnet Hermann Teistler, Verleger ist Wilhelm Werner. Die neue Partei adoplirt die Hauptforderungen der Socialdemokratie, verwirft aber alles Pactiren mit den herrschenden Klassen, die Theilnahme an der Gesetzgebung im Parlament, die zwangsweise Centralisation innerhalb der politischen Bewegung. Der Schwerpunkt der Partei ist ein gewerkschaftlich socialistischer Klassenkampf. Berlin, 14. November. Fürst Bismarck ist mit der Fürstin Bismarck und der Gräfin Rantzau auf der Rückkehr nach Friedrichsruh nach 5 Uhr aus dem Lehrter Bahnhose eingetroffen, wo zahlreiche Personen den Fürsten begrüßten. Derselbe dankte herzlich vom Waggon aus und begab sich nach dem Lehrter Bahnhofe, um gegen 7 Uhr nach Friedrichsruh weiterzufahren. Köln, 14. November. Ein Petersburger Telegramm der „Köln. Ztg." meldet, man erwarte im Laufe der nächsten Woche ein Ausfuhrverbot, nicht nur einen Ausfuhrzoll, für Weizen, desgleichen für Hülsenfrüchte, Schweine und Schweinefleisch. Köln, 14. November. Nach Meldung der „K. Ztg. aus Odessa werden Besorgnisse von einer großen Handelskrisis laut. Wie die Staatsbanknebenstellen, hätten viele Banken Rußlands das Wechselgeschäst saft ganz eingestellt. Die Boden-Credit-Anstalten seien infolge des starken Sinkens der Jmmobilien-Werthe nicht mehr gedeckt. Straßburg, 14. November. In der gestrigen Sitzung des hiesigen Gemeinderaths hat der Bezirkspräsident den Bürgermeister Back mit der ihm durch den Kaiser geschenkten goldenen Kette bekleidet. Die Kette ist der Stadt Straßburg und dem zur Tragung befugten jeweiligen Bürgermeister verliehen. Staatsrath Klein gratulirte Namens des Gemeinderaths. Letzterer beschloß einstimmig, dem Kaiser den unter- thänigsten Dank der in treuer Ergebenheit verharrenden Stadt Straßburg auszudrücken. München, 14. November. Die Akademie der Wissenschaften hat Dom Pedro zum Ehrenmitgliede und folgende Gelehrte zu ordentlichen Mitgliedern erwählt: den hiesigen Professor der Physik Boltzmann, die Geheimen Justiz- räthe Professor Brunner und Professor Perntce in Berlin, den Geheimrath Wachsmuth, Professor der Geschichte in Leipzig, den Professor der Zoologie Haeckel in Jena und die Hof- räthe Professor der Rechts- und Staatswissenschaft Maaßen und Professor der Philologie Jagic in Wien. Ausland. London, 14. November. Die Chicago Burlington Eisenbahn gibt ihren Agenten bekannt, vorläufig kein Getreide für Chicago anzunehmen, da die beladenen Getreidewaggons über 10 Meilen des Schienenwegs blockiren. London, 14. November. Dem Reuter'schen Bureau wird aus Rio de Janeiro vom 13. ds. berichtet: Eine Depesche aus Porto Alegre meldet die Absetzung Castilhos als Gouverneur von Rio Grande do Sul. Der Staat wird durch die provisorische Junta beherrscht. Der Telegraph steht unter Controle der Regierung. Aus Para liegt keine neue Nachricht vor. In Rio de Janeiro herrscht Ruhe, die Regierung trifft Vorbereitungen zu einer öffentlichen Feier des 15. d. M., des zweiten Jahrestages der Revolution. Rom, 14. November. Aus dem Bahnhose Poniegalera bei Rom fand ein Zusammenstoß^ zwischen dem Rom- Turiner Schnellzug und dem gewöhnlichen Zuge von Genua nach Rom statt. Drei Personen sollen getödtet und sieben verwundet sein. Die Behörden sandten sofort Hilfe nach Pontegalera. Arras, 14. November. Ein Fischersahrzeug aus Berck (Departement Pas de Calais), auf welchem sich 16 Personen befanden, ist während des letzten Sturmes gescheitert- die ganze Bemannung ist ertrunken. Rom, 14. November. Der Friedens congreß nahm in den beiden heutigen Sitzungen Beschlüsse an, betreffend eine Reform der Erziehung, welche geeignet wäre, in den Lehranstalten bte Principien bes Friebens zu verbreiten, unb betreffend die Presse als ein Mittel, für die Verbreitung friedlicher Gesinnungen zu wirken. Aus Antrag Bonghis beschloß der Congreß unter lebhaftem Beifall eine Sympathie- Kundgebung sür Lemonnier und Passy. Petersburg, 15. November. Durch einen heute veröffentlichten kaiserlichen Erlaß wird das Ausfuhrverbot für diejenigen Landesproducte, deren Aussuhr für^die übrigen Theile von Rußland verboten war, auch aus Finnland ausgedehnt. Petersburg, 14. November. Der Gesetzentwurf über die Colonisaton von Ausländern verbietet denselben den Besitz oder die Pachtung ländlicher Grundstücke. Diejenigen Ausländer, welche bereits Immobilien besitzen, müssen innerhalb drei Jahre die russische Unterthanenschaft erwerben oder den Besitz veräußern. Rewyork, 14. November. Die Atschison, Topeka and Santa Fe Eisenbahn hat Aufträge auf täglich tausend Getreidewaggons über den verfügbaren Waggonbestand. Rio de Janeiro, 14. November. Reutermeldung. Privat- meldungen zufolge herrscht in der Provinz Sao Paulo große Unzufriedenheit. Durch eine strenger wie je gehandhabte Depeschen-Censur wird verhindert, daß nähere Nachrichten nach Außen gelangen. XUudjte Nachrichten. Depeschen des „Bureau Herold". Rom, 1.6. November. Anläßlich des gestrigen Eisenbahnunglückes wurde gegen die schuldigen Bahn-Jnspectoren die Untersuchung eingeleitet. Mehrere Bahnbeamte, darunter der Stationschef von Pontegalera, wurden verhaftet. Es verlautet, der Arbeitsminister werde energisch gegen die Eisenbahn-Gesellschaften selbst einschreiten. Bern, 16. November. Die Creditbank in Winterthur mit einem Actiencapital von zwei Millionen hat ihre Zahlungen eingestellt. Dieselbe genoß das vollste Vertrauen des Publikums. Die Katastrophe hat eine große Panik verursacht. Palermo, 16. November. Gestern wurde die Ausstellung eröffnet. Das Königsprar weilte 3y2 Kunden in derselben, obwohl die Ausstellung wenig Neues bietet. Interessant ist die abessinische Abtheilung, besonders das von einem kleinen Stamm aus Asmara bewohnte abessinische Dorf. Die Königin streichelte die Kinder einiger Frauen. Die Verwirrung ist noch groß. Die Eingeladenen klagen über die unglaubliche Tactlosigkeit des Comitös. Der König schenkte fünf verletzten Garibaldianern 1500 Lire. totales unb provinzielles. Gießen, 16. November 1891. — Theater-Verein. Wir erhielten nachstehende Zuschrift: Obgleich die sechste Vorstellung des Vereins erst in der Mitte des December stattfinden wird, war es doch im Hinblick auf die Statuten schon jetzt nöthig, die Generalversammlung cin- zuberufen. (Siehe die heutige Anzeige). Der Verein tritt in das zweite Lebensjahr ein. Im ersten hatte er mit vielerlei, jetzt glücklich überwundenen Schwierigkeiten zu kämpfen. Es galt die Bühne zu erweitern, den Saal angemessen auszustatten, Decorationen herzustellen, Gasleitungen zu führen — und das Alles, ohne daß der neugegründete Verein Mittel dazu besessen hätte. Zwei Herren des Vorstandes übernahmen anerkennens- werther Weise die vorläufige Deckung der Kosten, und der Verein zahlte ihnen nach jeder Vorstellung einen Betrag, durch den er Mitbesitzer der Einrichtungen wurde. Mit der fünften Vorstellung am vorigen Donnerstag hat er bereits 1000 Mk. abgetragen und etwa die Hälfte des Bühnen- und Podium- Materials erworben. Noch ein Jahr, — und er spielt auf eigener Bühne und kann für jede Vorstellung 200 Mk. mehr verwenden als bisher! Dadurch wird dann die Beschränkung auf eine geringe Personenzahl der auszusührenden Stücke be* seitigt werden, und das Programm kann sich reichhaltiger gestalten. — In der Beschaffung schauspielerischer Kräfte darf der Verein von großem Glücke sagen. Manche benachbarten Städte hatten sich um das Frankfurter Theater beworben in gleicher Weise wie Gießen; aber nur wir haben die vorzüglichen Künstler der benachbarten Großstadt bei uns gesehen. Und wir dürfen auch für das nächste Jahr aus das liebenswürdige Entgegenkommen des feinsinnigen Herrn Intendanten Claar rechnen- er hat uns sogar Aufführungen wie Emilia Galotti, die Braut von Messina (mit Chören, die aus Studirenden gebildet sind) u. a. m. in Aussicht gestellt. — Daß es dem neuen Unternehmen nicht an Anfeindungen ge- fehlt hat, ist wohl in Gießen weder verwunderlich noch unbekannt- das sind aber die Kinderkrankheiten des ersten Lebens jahres. Welche Strömungen in der Generalversammlung sich geltend machen, welche Beschlüsse gefaßt werden mögen, läßt sich kaum Voraussagen - der bisherige Ausschuß vertritt den Standpunkt, von den hohen Zielen, die er sich gesteckt hat, keins aufzugeben. Manches mußte ausgetastet werden, manche Versuche mögen den daran geknüpften Erwartungen nicht entsprochen haben- aber sicher ist bereits Tüchtiges geleistet worden und mehr noch wird hoffentlich im nächsten Jahre geleistet werden. — Neues Theater. Heute Dienstag den 17. November kommt eines der besten Lustspiele, G. v. Mosers „Ultimo", im Neuen Theater zur Aufführung. Das Lustspiel ist ein so vorzügliches und allgemein bekanntes, daß wir eine besondere Empfehlung für überflüssig halten. — Ernennungen. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 11. d. Mts. den Revisions- controlleur bei dem Hauptsteueramte Gießen, Christian Saßmannshausen, zum Hauptsteueramtscontrolleur bei dem Hauptsteueramt Worms, den Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Bingen, Adam Rapp, zum Revisions- controlleur bei dem Hauptsteueramt Gießen, den Finanzaspiranten, Eduard Obmann aus Ober-Ramstadt zum Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Bingen zu ernennen. — Das Großh. Ministerium, Abtheilung für Schul- angelegenheiien, hat ein Ausschreiben an die Kreis-Schul- commissionen gerichtet, worin es heißt: „Die Zahl der aus allen Ressorts der Civilverwaltung im Kriegsfälle für unabkömmlich erklärten Dienstpflichtigen ist eine so bedeutende geworden, daß die Militärverwaltung hieraus die dringendste Veranlassuug zu nehmen sich genöthigt sah, auf eine möglichste Herabsetzung dieser von Jahr zu Jahr sich vergrößernden Zahl hinzuwirken. Dies gilt namentlich für die Dienstpflicht einzeln stehender Volksschullehrer, deren Zahl im Großherzogthum auf nahezu 300 angewachsen ist." Es soll daher für jeden einzelnen Fall geprüft werden, ob der betr. Lehrer nicht durch Collegen aus der Nachbarschaft, wenn auch unter Verkürzung der Unterrichtsstunden in den be- theiligten Schulen, vertreten werden kann, oder ob nicht eine Verschmelzung der Schulen möglich ist. — Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Atzenhain, Kr. Alsfeld, mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einer evangel. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Roßdorf, Kr. Darmstadt, mit einem jährl. Gehalte von 1000 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Seidenbuch, Kr. Bensheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Glattbach, Kr. Bensheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Siedelsbrunn, Kr. Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. — Billige Schweine. In den östlichen Provinzen Deutschlands, zumal in West- und Ostpreußen, dann aber auch in Pommern, Posen und Schlesien sind in letzter Zeit die Preise für schlachtbare Schweine beträchtlich gesunken und es ist rathsam, daß Schweinezüchter dieses Sinken der Schweinepreise beachten, >da wahrscheinlich die Preise eher noch weiter sinken als wieder steigen werden. Als Ursache der billigen Schweine wird nämlich in der Hauptsache die wirthschaftliche Noth vieler kleiner Landwirthe und der Mangel an Kartoffeln bezeichnet, so daß eben fast sämmtliche Schweine von solchen Landwirthen verkauft werden. Ferner ist aber auch die Einfuhr von ungarischen Schweinen in Deutschland in letzter Zeit bedeutender geworden und endlich wird auch die Aufhebung des amerikanischen Schweineeinfuhrverbots allmählich ihre Wirkung üben. Im Interesse der guten Ernährung der unteren Volksklassen ist ja im Hinblick auf die sonstigen hohen Lebensmittelpreise das Sinken der Schweinepreise nicht zu beklagen, aber der Landwirth, welcher Schweine zum Verkaufe mästet und theueres Futer füttert, thut auch gut, mit dem Sinken der Schweinepreise zu rechnen. § Vorn Vogelsberg, 15. November. Die Vermessungsarbeiten der Nebenbahn Gedern-Lauterbach sind schon weit vorgeschritten und kommt die jetzt herrschende Witterung diesen Arbeiten sehr zu Statten. Von Seiten der Großherzoglichen Baubehörde für Nebenbahnen in Gießen ist ein Schreiben an sämmtliche von der geplanten Bahnlinie berührten Gemeinden ergangen, worin die Bürgermeistereien ersucht werden, den mit der Vermessung beauftragten Beamten entgegenzukommen durch Ueberlaffung der Parzellenkarten u. s. w., auch dahin zu wirken, daß von Seiten der Grundbesitzer die Stangen, Pfähle und Linieu Fähnchen geschont werden. A Mainz, 15 November. Die von den Truppen des 11. Hess. Pionierbataillons in dem rechtseitigen Rheinarm zwischen der Petersaue und dem Kasteler Ufer seit einiger Zeit gemachten, jüngsthin erwähnten Versuche, die Brückenpontons durch aufgeblasene Ochsen- oder Kuhbälge zu ersetzen, sollen jetzt in einer anderen Art bewerkstelligt werden: nämlich ob zu dem Zwecke auch Kleinvieh, Hammel und dergleichen zu verwenden sind, beziehungsweise ob sich mit den kleineren Bälgen auch die erforderliche Tragfähigkeit in ausreichendem Maße herstellen läßt. Da der Transport und das Abschlachten des Kleinviehes leichter und schneller geschehen kann, glaubt man bei dessen Verwendung wieder einen Vorzug vor den Kuh- oder Ochsenbälgen zu haben. Worms, 14. November. Eine gestern Abend dahier stattgefundene Versammlung selbstständiger Geschäftstreibender beschloß — entgegen der Versammlung kaufmännischer Vereine, worüber neulich berichtet wurde — an den Stadtvorstand das Ersuchen zu richten, die Arbeitszeit an Sonn- und Feiertagen auf fünf Stunden, ohne Unterbrechung, und zwar von 8 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Mittags, sestzusetzen. Zwei bis drei Stunden, wie von anderer Seite vorgefchlagen, fei nach den Verhältnissen des Platzes einem vollständigen Verbot des hier so regen Sonntagsgeschäftes gleich zu erachten. In den letzten vier Wochen vor Weihnachten sollen die Geschäfte zehn Stunden, von Morgens 8 Uhr bis Abends 6 Uhr, offen, an den ersten Tagen der drei hohen Feste ganz geschloffen sein. Die Handelskammer wird um Unterstützung dieser Anträge gebeten. A Aus Rheinhessen, 15. November. Am 29. d. Mts. findet in Bingen eine allgemeineKatholiken Versammlung statt. Zu derselben werden als Redner erscheinen: Reichsund Landtagsabgeordneter Dr. Lieber von Camberg, der Führer der hessischen Centrumsfraetion, der Landtagsabgeordnete Ober- landesgerichtsrath Dr. Frank von Darmstadt, Stadtverordneter Wasserburg und Rechtsanwalt Dr. Hillebrand von Mainz. Vermischtes. * Colmar (Elsaß), 5. November. Aufsehen erregte am Allerheiligenfeste auf dem städtischen Kirchhof eine den besseren Ständen angehörige Dame, welche bei dem Anblick des sog. Revanchedenkmals sich so entsetzte, daß sie in Ohnmacht fiel. Dieses Denkmal wurde, wie die französische Inschrift besagt, Anfangs der fieberiger Jahre von der hiesigen Nationalgarde dem Andenken zweier Colmarer gewidmet, welche sich am 14. September an einem Angriffe auf die einrückenden deutschen Truppen betheiligt hatten und bei diesem Anlässe fielen. Thatsächlich gehören starke Nerven dazu, um dieses Monument ohne Grauen betrachten zu können. Von Weitem gleicht es einem gewöhnlichen, der Länge nach auf einem Grabhügel liegenden Grabsteine. Tritt man aber näher, so bemerkt man, daß dieser auf der einen Seite anscheinend gewaltsam etwas in die Höhe gehoben ist. Aus der dadurch entstehenden Spalte drängt sich nun rechts eine die Steinplatte umklammernde Hand, links ein in Bronee- guß ausgeführter, aus der Gruft herausragender Arm in natürlicher Größe, der darnach strebt, ein vor ihm liegendes wirkliches französisches Infanterie-Seitengewehr zu erreichen. Das Ganze ist so gräßlich naturalistisch aufgefaßt, daß der Beschauer den Eindruck gewinnt, ein wirklicher Todter wolle sich aus seiner Gruft befreien. Jedenfalls wird man weit gehen müssen, bis man eine ähnliche ungeheuerliche künstlerische Geschmacklosigkeit finden wird. e * Dm „Hintertreppm.Rornaneu" soll jetzt, wie die Papier Zeitung erfahren haben will, mit verschärften polizeilichen Vorschriften zu Leibe gegangen werden. Im Verlause der Untersuchung gegen die Mörderin des Fräulein Adler, das Dienstmädchen Auguste Machus, ergab sich, daß die Phantasie dieses Mädchens durch das Lesen von Schauer- und Verbrechergeschichten krankhaft erregt worden ist. * Ein nobler Geselle. Ein Schneidermeister geht mit seinem neuen Gehilfen auf Hausarbeit. Sie sind bei einer Bäuerin, die ihnen Mittags Zwelfchenknödel vorsetzt. „Du Meister", fragt die Bäuerin nach dem Essen, „wo hast denn den poblen G'selln her? Der spuckt ja, wenn er Zwetschen ißt, de Stein aus!" Verkehr, Land- und Volkswirthschafk. Grürrberg, 14. November. '»Frucht preise. Weizen JL 2480. Korn X 25.00, Gerste 17.70, Hafer JL 15.20, Erbsen JL 20.30. Linsen 24.—. Wicken JL 17.—, Lein——, Kartoffeln JL — Literatur und ICnitft — ,DaS Dolksschrrlweserr im Grotzherzogthrrm Hessen* betitelt sich ein soeben Im Verlage von Emil Rotb in Gießen erschienenes Werk, unter Mitwirkung des Geheimen Oberschulrathes Greim in Darmstadt bearbeitet vonKreisschulinspector P. Müller in Oppenheim (eines früheren Kreisangehörigen und um die Volks- schulltteratur bekanntlich entschieden verdienstvollen Mannes). Was das Küchler'sche Handbuch für das Verwaltungswesen, das ist das vorliegende Handbuch speciell für das Volksschulwesen. Seit der Einführung des Volksschulaesetzes sind jetzt 16 Jahre verflossen und sind in dieser Zeit eine Menge darauf bezüglicher Ausführungsbestimmungen, Verordnungen, Reglements rc. erlassen worden, doch traten, wie dies kaum anders denkbar ist, bet Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen auf concrete Verhältnisse den localen Behörden eine Menge von Fragen entgegen, die verschiedene Auffassung fanden und zu deren Lösung entweder auf noch zu Recht bestehende ältere Bestimmungen zurückgegriffen werden mutzte, oder die nur durch Entscheidung der zuständigen Stellen ibre Erledigung finden fonnten. Gerade aber diese Entscheidungen, Erläuterungen und Verfügungen, die theils in lithographirten Ausschreiben, theils in Amtsblättern verschiedener Behörden, oft sogar in Specialacten zerstreut sind und deshalb der allgemeinen Kenntnitz sich mehr oder weniger entzogen, sind für denjenigen unentbehrlich, welcher sich sicher zurechtfinden möchte bezw. seiner amtlichen Stellung wegen zurechtfinden muß. DaS Werk wird deshalb den mit Leitung des Volksschulwesens betrauten Beamten, Geistlichen, Lehrern, Schulvorständen, Bürgermeistern rc. hochwillkommen sein, ihnen viel Mühe und etwaige Jrr- thümer ersparen. Es ist in fünf Abschnitten sehr übersichtlich zusammengestellt: der erste handelt von der Volksschule — der einfachen Volksschule, der erweiterten Volksschule, von den Privatunterrichts-Anstalten und der Fortbildungsschule —, der zweite von den Lehrern und Lehrerinnen — ihrer Ausbildung, dienstlichen Verwendung, definitiven Anstellung, der Disciplinargewalt rc. —, der dritte Abschnitt umfaßt die Lehrer- und Lehrerinnen-Gehälter, deren Pensionirung, Versorgung der Wittwen und Waisen rc.; der vierte die zur Leitung des Volksschulwesens berufenen Behörden — die Schulvorstände und Localschulinfpectoren, die Kreisschulcommisfionen, die zur Mitbeaufsichtigung des Religionsunterrichts berufenen kirchlichen Behörden, die Ueberwachung des Turnunterrichts, die oberste Leitung des Volksschulwesens; der fünfte die Bestreitung der Kosten desselben — Verbindlichkeiten der Gemeinden, Zuschüsse des Staates, von dem Staate ausschließlich zu tragende Kosten. Man sieht, es ist nichts Berücksichtigungswerthes unberücksichtigt geblieben und s» wünschen wir dem Werke im Interesse der Sache eine möglichst große Verbreitung. Der Preis ist gegenüber dem Inhalt und der schönen und soliden Ausstattung des Buches.ein recht bescheidener. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde. Bibelstunde heute Montag den 16. Novbr., Abends 8 Uhr» in der Kleinkinderschule; Römerbrief, Kap. 2, VerS 1: Warnung vor dem Richten im Blick auf Gottes Gericht. Pfarrer Dr. Naumann. Apielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 17. November: Des Teufels Antheil. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 18. November: Zweites Abonnements-Concert. Anfang 7 Uhr. Concerb Preise. • Donnerstag den 19. November: Wasserträger. Cavalleria rusticana. Gewöhnliche Preise. Freitag den 20. November: Excelsior. Große Preise. Außer Abonnement. Samstag den 21. November: Lohengrin. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 22. November, Nachmittags 3Vi Uhr: Der arme Jonathan Ermäßigte Preise. Außer Abonnement. Abends 7 Uhr: Mignon. Große Preise. Montag den 23. November geschlossen. Dienstag den 24. November: Königin von Saba. Gewöhnliche Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 17. November: Zum ersten Male wiederholtt Im Forst Hause. Abonnement A. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 18. November: Hamlet. Abonnement B. Gewöhnliche Preise. Donnerstag den 19. November geschlossen. Freitag den 20. November: Die Großstadtluft. Abonnement A. Gewöhnliche Preise. Samstag den 21. November: Im Forfthause. Abonnement B. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 22. November: Die Großstadtluft. Abonnement C. Gewöhnliche Preise. Montag den 23. November: Die Großstadtluft. Abonnement A. Gewöhnliche Preise. BeikarnrtrrraHung. Aufschrift der Postsendungen. Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei sind namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichstgenauanzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets an der- f eiben ©teile der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge. S. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Woh-. nung des Empfängers, der Po st bezirk (0., N., NO. rc.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Ortsbezeichnunx „Berlin" zu vermerken. S. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichn nung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Post- verkehr als maßgebend anzusehen sind, ergibt sich aus dem „Ver» zeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Postorte", das zurr, Preise von 10 Pf. durch Vermittelung jeder Reichs-Postaustalt bezogen werden kann. 4. Wenn der im NeichS-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht als all» gemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch des Weheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe des Staates und bei größeren Staaten des politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. f. w.), in welchem der Besttm-- mungsorr belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen [(Ober), (Elbe), (Rhein, (Main) rc.), oder von Gebirgen s(Harz), (Riesengebirge) rc.). Nicht minder sind zusätzliche Be» zeichnungen, nie ((Thüringen), (Altmark), (Lausitz) rc.) für den Zweck geeignet. 5. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Pvftanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Post» anstatt anzugeben, von welcher aus die BesteUung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebrete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreff enbe. Land bez. der Landestheil auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleu-- nigcn Ueberkunft der Sendungen an den Empfänger wesenllich beitragen, und es liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften ber Sendunaen lriernack aenau amufertiaen. Ball - Seidenstoffe von 65 Pfge. bis vM 14.80 p. Meter — glatt, gestreift und gemustert — versendet roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-Döp-t G. Henneberg (K. u. K. Hoflief. Zürich. Muster um- gehend. Doppelte« Briefporto nach der Schweiz.___________9352 — Wenn einst ein großer Physiologe in Bezug auf ein beliebtes Genußmittel schrieb: „Es ist wahr, es haben Tausende von Millionen Menschen gelebt, ohne Kaffee und Thee und Fleisch- extract zu kennen, und die tägliche Erfahrung lehrt, daß sie unter Umständen für die blos thierischen Lebensfunctionen entbehrt werden können; aber es ist sehr falsch daraus zu schließen, daß sie überhaupt entbehrlich seien" — so ist dies einer großen Verallgemeinerung fähig und trifft empfindlich diejenigen, welche die Fortschritte der Physiologie unberücksichtigt lassen wollen, weil sie unter den alten Verhältnissen auch gesund blieben. Ganz besonders thöricht ist aber der, welcher sich nickt von den Wohlthoten überzeugen will, wie sie nach körperlichen und geistigen Anstrengungen eine geringe Menge Kemmerichs Fleisch-Pepton zu gewähren vermag. OtffeMche Auffordefirng. ! Dem mit unbekanntem Aufenthaltsort abwesenden Cmil Frensdorf von Lang-Göns oder dessen Erben wird aufgegeben, innerhalb dreißig Tagen Erklärung über die von den verstorbenen Seligmann Frensdorf Eheleuten von Lang. Göns errichteten und publicirten Testamente vom 16. December 1880 und 2. Januar 1886 abzugeben, widrigenfalls dieselben vollstreckt werden. Gießen, 10. November 1891. Grobherzogliches Amtsgericht. ! _ Gebhardt. 10169! Schwellenverkauf. Mittwoch den 18. ds. Mts.,! Nachmittags von V24 Uhr ab, werden | auf der Haltestelle Dutenhofen etwa! 2000 Stück alte hölzerne Bahnschweüen meistbietend verkauft. 10124 Wetzlar, 13. November 1891. Königl. Eisenbahn-Bau-Jnspection. > Kerkaus alter Inventarstücke und Materialien. Mittwoch den 18. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden in dem Badehaus I dahier abgängige In- ventarstücke 2C., als: Leinen, Teppiche, Tische, Stühle, Waschtische, kupferne Kessel, Pumpen, Blei, Messing, Zink/ Eisen und Zeitungspapier, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. 10168 Bad - Nauheim, 14. Novbr. 1891. Großh. Badedirection Bad-Nauheim. Montag den 30. November, Nachmittags 2l/2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben der Jost Bestoss Wittwe in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 36 Nr. 3,6 — 319 Meter Hofraitbe unter den alten und neuen Eichgärten am Steinweg Flur 36 Str. 3,, — 606 Meter Grab- garten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 9. November 1891. Großh- Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt.9965 Montag den 14. Derember, Nachmittags 21/a Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den Georg Pfaff Eheleuten in Gießen gehörige hofraithe: Flur 2 Nr. 104Vio — 623 Meter Hof- raithe, Laggärten indenhintersten Schießgärten öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 2. November 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. ___________I. A: Bogt. 9744 Montag den 28. Dttrmber, Nachmittags 2i/2 Uhr, sollen auf dem kiesigen Ortsgericht die den Wilhelm Steinbach Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 26 Nr. 237"/,yo — 398 Meter Grab- garten am untersten Riegelpfad auf das Bruch, Flur 26 Nr. 2371,/ioo — 371 Meter Hof- raitke daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 16. November 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A-: Bogt. 10175 Dienstag den 29. Derember, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Wilhelm Steinbach Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 26 Nr. 237"/ioo — 398 Meter Grabgarten am untersten Riegelpfad auf das Bruck, Flur 26 Nr. 237"/,oo — 371 Meter Hof- raithe daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 16. November 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. ___________I. A-: Bogt. 10176 Dienstag den 29. Derember, Nachmittags 2>/z Uhr, sollen auf »dem hiesigen Ortsgericht die den tkarl Steuernagel Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 34 Nr. 598 Meyers Volksbibliotbek, Paynes Panorama, 25 Bücher der Unterhaltung und des Wissens 1888/89. Sämmtliche Bücher sind gut eingebunden. — Ferner: 1 Schreibst cretär, 1 Real, 1 Blumentisch, 1 Zeitungsmoppe, 1 Bild, 1 Sitzbadewanne, 1 Zimmercloset mit Ein- * richtung. Im Auftrag: 10167 ■ LouiS Rothenberger, Gerichtstaxator. Mittwoch de» 18. November versteigere ich gegen Baarzahlung: 1. Norm. 10 Ubr einen Ofen Held» brandbacksteine. 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Vor jeder Nachahmung oder Verkauf von Nachahmungen wird mithin ernstlich gewarnt und zwar nicht allein wegen der zu gewärtigenden gesetzlichen Folgen, sondern auch hinsichtlich der für die Gesundheit zu befürchtenden Nachtheile. . Am Schlüsse jeden Monats werden wir das Verzeichniss derjenigen Firmen veröffentlichen, welche sich schriftlich verpflichteten, keine Nachahmungen unseres Liqueurs zu verkaufen. 84 HANS HOTTENROTH, General-Agent, HAMBURG. TW I flieht explottirendes Petroleum Bester und sicherster Brennstotf -— Vorzüge -- Unbedingt sicher gegen Feuersgelahr K kür jede Petroleum-Lampe und Kochmaschiße ä Amtlich und assecuranzseltlg | empfohlen 'MA M von der g Petroleum-Raffinerie | vorn. 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Bei Verabreichung von nur guten Speisen und Getränken soll es mein Hauptbestreben sein, nur das Zutrauen meiner verehrten Gäste zu erwerben und zu erhalten. Hochachtungsvoll 10193 JL«, Löb. Im Anschluß an Vorstehendes erlaube mir noch ganz besonders auf ein sehr schönes Lokal, vollständig getrennt von dem ü6riqcn Wirth- schastsraum und sehr gut geeignet zur Abhaltung von Sitzungen, Versammlungen, Familicnabenden re. aufmerksam zu macken und zur gefälligen Benutzung zu empfehlen. D. O. 03 U Mund für JC 10132 Die tieftrauernde Gattin und Kinder. 10182] des Mittwoch den 18. November und seine Verwendung in Industrie und Gewerbe mit Vorlage von Musterstücken und Bearbeitungsproben. Zu diesem Vortrage sind auch dem Gewerbverein nicht Angehörige 10112 9936 die Exped. d. Bl- [10196 10200] Ein reinliches Laufmädchen gesucht. Kirchenplatz 9. 88 60 87 30 78.40 31.90 165,40 124 20 128 10 10100 89 50 233 87 233 25 71 50 SSO 50 178 20 133 50 108 9o 107 50 45 30 Schlußcovrf« 1 Uhr 15 Min. 84.15 4% Ung. Gold-Rente 97.90 50/0 Jtal. Rente ■ 84 15 4V6°/o Oest. Silber-Rente 97 90 30/0 Portugies. Anl. la. Schellfische, Cabliau, Hecht, Zander, Lachshäringe, Bücklinge, Cavtar, drei verschied. Sorten, diverse Käse, Pumpernickel und marinirte Fischwaaren empf. [10172 C. G. Kleinhenn, Delicatessen-, Fisch- u. Geflügelh., Bahnhofstr. 59, Telephon 66. Neue Tafelmandeln, Tafelrofinen, Mandeln, Rosinen, Corinthen, Citronen rc. Tagesordnung: Berichterstattung, Rechnungsablage, Ergänzungswahlen. Der Vorstand. Für die zahlreichen Blümenspenden bei dem Verluste unseres lieben Kindes sagen innigsten Dank Wilhelm Weber und Fra» 10181 Gasthaus zur Traube. Vermischte Anzeigen. Neues Theater, Giessen Dienstag den 17. November 1891: 24. Vorstellung im 1. Abonnement: Ultimo. Lustspiel in 5 Acten von Gr. v. Moser. Anfang 8 Uhr. Antifelaverei-Lotterie. Ziehung der ersten Klasse den 24. bis 26. Novbr. Disconto-Command -Avtld Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Att Oest. Credtt-Act. Deft. Staatsb.^Act. höflichst eingeladen. Der Vortrag ist unentgeldlich. Giessen und Baltimore, den 15. November 1891. Namens der trauernden Hinterbliebenen. Elisabeth Beck. Briefpapier und Couverts Lomb. E.-B.eAct. Buschtherader E--B.-Act Elbthal-Bahn-Act- Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordoft-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburaer E.-B.-Act Abends präcis 8 Uhr: ordentliche Versammlung pro 1890/91. im Cafe Schnell. • Tagesordnung: 1) Berichterstattung, 2) Rechnungsablage, 3) Vorstandswahl. Der Vorstand. Geldgewinne von M. 660 000, 300 000, 150 OOO re. BF* Loose zu Originalpreisen. "IMS Rothe Kreuz-Lotterie. Ziehung im December. Geldgewinne M. 150 000,75000, 30000 rc. — 1 Original-Loos M. 3.20, */2 Antheil M. 1.75, Antheil M. L— empfiehlt 8831 Heinrich Wallach. Evangelischer Airchengesangverein. Geistliche MufikaufführuAg am Freitag, den 20. November, Abends 8 Uhr, in der Stadtkirche als Vorfeier zum Todtenfeste. Zur Aufführung gelangt das Kirchen-Oratorium Der Jüngling zu Rain von Stob. Schwalm für Chor, Sopran-, Alt-, Tenor- und Baßsolo mit Orgelbegleitung. (Sopran: Frl. Schmidt, Concertsängerin aus Hamburg; Baß: Herr Petersen, Concertsänger aus Hanau.) — Diesem Hauptwerk des Programms gehen einige kurze Gesang-, Violin- und Orgelsoli von Bach und Haendel vorauf. Programme und Textbücher an der Kirche. Eintritt frei. Die Plätze am Altar, die ersten beiden Abtheilungen im Schiff der Kirche und die dem Kirchenplatz gegenüberliegende Emporbühne sind für die inactiven Mitglieder reservirt, welchen gegen Vorzeigung ihrer Mit- gliedskarten die erforderlichen Plätze angewiesen werden.110201 C Dag Lettfc-ern-Lager Schliemann & Kähler in Hamburg versendet portofrei gegen Nachnahme fieue Bettfedern Reisender, welcher bei der Colonialw.-Kundschaft in Oberhessen und Nassau gut eingeführt ist, findet dauernde und gute Stellung. Offerten zu richten unter Nr. 333 an GtMrMerichr von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 16. November 1891. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem so schweren Verluste, unseres lieben guten Gatten und Vaters Willwlm Gans und für die liebevolle Pflege der Schwestern, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen innigsten Dank Borträge im Gewerbverein. Mittwoch, 18. November 1891, — 8 Uhr Abends im Saale (Safe Balzer Vortrag des Herrn Ingenieurs K. Brockmann über: Das Aluminium Toves-Anzeige. Samstag Abend um 7 Uhr verschied sanft in denk Herrn mein lieber Gatte, unser lieber Großvater, Schwiegervater und Onkel Große Parthie Winter-Kleiderstoffe bedeutend unter Preis bei [9732 Fritz Nowack, Seltersweg. LhrWescheerung der Kleinkinder - Bewahranstalt. Am 4. Advents-Sonntag, den 20. Deeember d. I., soll die Christbescheerung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben für beinahe 200 Kinder den Christbaum zu schmücken; und den Tisch mit Gaben zu decken. I Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den 1 wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u. dergl., besonders aber auch an Geld, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Fräulein Amalie Bansa (Nordanlage 41), Frau Oberbürgermeister B r a m m (Grünbergerstraße 1), Frau Dr. Brüel (Neuen Bäue 41), Frau Amtsrichter Geb- Hardt (Gartenstraße 15), Fräulein Emilie Langer mann (Südanlage 21), Frau Pfarrer Naumann (Südanlage 8), Frau Louise Ottens (Bismarckstraße 11), Frau Auguste Schwan (SelterSweg 64), Fräulein Louise Wortmann (Asterweg 16). Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 16. November 1891. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. Todes-Anzeige. Theilnehmejiden Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung von dem gestern Abend nach kurzem Krankenlager erfolgten Hinscheiden unserer lieben Fräulein Marie Müller. AordttkilMgsilntmicht in Gesellschaften und einzeln, für alle Arten niederer Examina, Privat- und Nachhilfeunterricht, einzeln 75 Pfg. die Stunde, in Gesellschaften billiger, wird Abends und am Tage ertheilt. 10202 Wo? sagt die Exped. d. Bl. Dringende Bitte! In meiner frühesten Jugend hatte ich das traurige Schicksal, gänzlich zu erblinden. — In der Blinden - Anstalt zu Wiesbaden bin ich in dem Flechthandwerk gründlich ausgebildet worden, so daß ich im Stande bin, alle in dieses Fach einschlagenden Arbeiten gut und tadellos auszuführen. [10192 Bitte darum Alle, mich bei Vorkommen- den Arbeiten gütigst berücksichtigen zu wollen und werde ich bestrebt sein, bei bill. Berechnung nur gute Maare zu liefern. L. Peppier, Rodheim a. d. B., Korbmacher, Stuhl- u.Strohmattenflechter. Herr Maurermeister Hari Kaspar, welches ich Verwandten und Bekannten hiermit anzeige. Gießen, den 16. November 1891. 10179 Die tieftrauernde Gattin. Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 17- d. M., Vormittags 10y4 Uhr, vom Sterbehause, Grünbergerstraße 18. Lehrling gesucht für ein Engros-Geschäft. [10185 Wo? sagt die Spedition ds. Bl. Reingehaltene Exemplare der Nummer 256 des „Gießener Anzeiger" werden in der Expedition (Schul- stratze 7) zurückgekauft. liefert die ' BrOhl’sche Bnictoi (Fr. Ohr. Pietsch) 7. Schulstrasse 7. Fernsprecher 51. 10173] Eine tüchtige AauSHLlteri«, welche gut bürgerlich kochen kann, wird auf sofort in ein kleineres Hotel gesucht. Familienanschluß erwünscht- Offerten unter Chiffre J. 8. 20 befördert die Expedition dieses Blattes-___ 10189] Mädchen wünschen Stellen für sogleich und Weihnachten- ^Frau Schmidt, Seltersweg 15. 10187] Eine Lauffrau gesucht. ___________M. Kahn, Tiefenweg 6. Fuhrkuecht mitbestenZeugnissen,derLiebc zu Pferden hat, auf bald gesucht. Zu erfragen in der Exped. d. Bl.10191 10174] Ein junger Mann, der seine dreijährige Lehrzeit in einem hiesigen Colonialwaaren-Großgeschäfte bestand und z. 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November a. c., Abends 8 Uhr, — _____■__T-4 • -3 - 1 *D A j 4« Die Beerdigung findet Dienstag den 17. November, Vormittags 9i/a Uhr, vom Sterbehause, Rodheimerstrasse 14 (Mösers Mühle) aus statt. 10178 8% Reichsanleihr 3 Vs °/o do. 3o/o Preuß. ConsolS 3Vi°/6 do. FermieHunge«. 10197] Zwei kleine Logis und eine geräumige Wohnung mit Stallung und Scheuer zu verm- Gr. Mühlgasse 6. 10188] Logis zu vermtethen. e. Elsoffer, ^tarttstratze 27, II. 10190] Mittelgrober Laden mit Wohnung zu verm. Lindenplatz 5, H. "10L95] Geräumiges Kneiplocal zu vergeben. Näh, in der Exped- d. Bl. 4008] Schöner Laden zu vermiethen- Lindenplatz 12- Pfand vorzüglich gute ^18 Pfand la. Halbdaunen c4( 1 •> ezO3 TUflti GEGR: 1846 mit ■OHS e < SdMKtto*: «. Schcpd«. - Druck mit verles der Brühl'schm Druckerei ieit die Weiteraung von Bll«! 9714] In meinem neuen Wohnhaufe,, chern, Rührung vo«r ^orrespon-. Krofdorferstraße, ist der erste und Zweite VrnzsNs sow. fünft, schritt! 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J zum Zwecke der Erbauung eines neuen und Viehhofes der Erweiterung des Wasserwerks und des Elektncitätswerkes, zur Ablösung von Kirchen- und Schullasten, Schulhausbauten, sowie für Canal- und Strassenherstellungen eine 4 »/„ Anleihe im Betrage von: „Drei Millionen Mark“ r ar» nnrl dafür Schuldverschreibungen, eingetheilt in Stücke von 2000, 1000, 500 und 200 Mark, ausgefeitigt. aufgenommen^n^daf^^S^h^ld^ 8jnd&!ialbjähfige am 1. Februar und 1. August fällige Coupons beigegeben, welche in Darmstadt, Frankfurt a AI Berlin, Oldenburg und Giessen an den näher bezeichneten Stellen zahlbar sind. .. Frankfurt ä«s Anlehens erfolgt mit jährlich i/3»)0 des Capitalbetrages zuzüglich der durch die Capitalruckzahlungen ersparten Zinsen nach Massgabe eines den Schuldverschreibungen aufgedruckten Tilgungsplanes erstmals am 1. Februar 1893. Die zur Rückzahlung bestimmten Schuldverschreibungen werden im November eines jeden Jahres durch Verloosung festgestellt und durch Ankündio-un- mindestens einer zu Darmstadt, Berlin, Frankfurt a. M., Oldenburg und Giessen erscheinenden Zeitung bekannt gemacht, und durch Anki i^g „ 1900 an steht der Stadt Darmstadt das Recht zu, zu jeder Zeit mit vierteljähriger Kündigung die Schuldverschreibungen ganz oder theilweise behufs Rückzahlung des Capitalbetrages einzuberufen. . f . , , Ke Einlösung der Coupons sowie der zur Rückzahlung aufgerufenen Schuldverschreibungen erfolgt kostenfrei durch die Deutsche Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius & Co. in Berlin und deren Commandite Frankfurt a. M., . W. WasserscMeben in fliessen, Nedaction: A. Schepda. — Druck und LeUag M Brühl Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 7980] Ein Logis, 2 freund!. Zimmer nebst Zubehör und Wasserleitung, an ruhige Leute zu vermiethen. 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