Nr. 242 Samstag den 17. October 1891 V«r CHtttwr Ml*« n-ch«uU täglich, ■fct «u-nahm» des Montags Wt EN eß »ner M«"ße«ßtLiis, •fl*« dem »nzeiger »ßchonttich dreimal b «igelegt. Gießener Anzeiger Keneral-Unzeiger. Viertelsährtger Ale**r*e*is|it*g 2 Mark 20 PH. ®fc Bringerloh». Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pf,. Rcbodion, ExpedW« und Druckerei: Schntstraße Ur.^ Aer»g»recher 51. Amts- und Anzeigeblatt fflt? den Kreis Giefzen. »«nah«. ».« «»zeigen der «achaüttags für dm «lle des In-mrd »usl«ches nchm« s^mdm Lag erfcheinmden Nummer bis Bonn. 10 Ufr. ^£lUU>VtUUflCe «»zeigen für den „Gießener «azeiger- mtgeg«. MwmwwwiW’n»Mi—i■—a I II wmi 4 uw w u i ui Aw Anrtli^ev Theil. Bekanntmachung, betr. die Nothschlachtung kranker Thiere. Mit Rücksicht auf einen vor wenigen Tagen in Gießen vorgekommenen Fall von Vergiftung, der mit Sicherheit auf den Genuß von Milch zurückulführen ist, welche von einer erkrankten Kuh stammt, wird, da die betreffende Kuh möglicherweise geschlachtet werden soll, deren Fleisch aber im höchsten Grad gesundheitsgefährlich ist, die Bestimmung der Fleischbeschauordnung hierdurch eingeschärft, wonach bei Noth- schlachtungen jedesmal ein approbirter Thierarzt zuzuziehen ist, durch besten Spruch allein das Fleisch des betreffenden Thieres für genießbar erklärt werden kann. Gießen, den 15. October 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Gagern.__________________ Gießen, am 15. October 1891. Bekanntmachung. Um unbegründeter Aufregung und Befürchtungen vorzubeugen, welche hervorzurufen mehrere kürzlich in hiesiger Stadt in Folge Milchgenusses entstandene, zum Theil leider recht schwere Erkrankungen geeignet sind, bringt man zur Kenntniß, daß Ermittlungen bezüglich der Quelle, aus welcher die Milch eines offenbar einzelnen erkrankten Thieres stammte, im Gange sind. Eintretenden Falles wird später Weiteres bekannt gegeben werden. Vorerst muß man sich darauf beschränken, die Bevölkerung eindringlich auf die allbekannte Gesundheitsregel hinzuweisen, nur Milch nach vorheriger Abkochung zu genießen. Die fragliche Milch, welche einen bestimmten Krankheitserreger enthielt, würde ganz ohne allen Nachtheil genoffen worden sein, wenn sie vorher selbst nur bis nahe dem Siedepunkt erhitzt worden wäre. Großh. Kreisgesundheitsamt Gießen. Bekanntmachung. Auf Verfügung Großherzoglichen Kreisamts bringen wir Nachstehendes zur allgemeinen Kenntniß: Der sogenannte Frostnachtspanner richtet an den Obstbäumen (insbesondere an Aepfel-, Kirschen- und Mirabellen- Bäumen) den größten Schaden an. In der Zeit von Mitte October bis December entschlüpft der Frostnachtspanner seiner Puppe und klettert der weibliche Schmetterling an den Stämmen der Obstbäume empor, um in den Knospen seine Eier abzulegen, welchen im nächsten Frühjahre kleine Näupchen entschlüpfen, die sofort an den Blüthen zu fressen anfangen und alle Bemühungen zu ihrer Vernichtung zu Schanden machen. Es ist deshalb von Wichtigkeit, den Schmetterlingen den Zutritt zu den Zweigen und Knospen zu erwehren, was am gründlichsten durch Anlegung von sogenannten Kleberingen (Klebegürteln) erreicht wird. Zur Herstellung von Kleberingen ist Brumataleim oder auch folgende Masse geeignet: 5 Kgr. Rüböl und 1 Kgr. Schweinefett, tüchtig gekocht; 1 Kgr. dicker Terpentin und die gleiche Menge Kolophonium für sich zusammengeschmolzen und dann unter steißigem Umrühren der ersten Mischung zugesetzt. Die so erhaltene sehr klebrige Masse wird auf 10 Ctm. breite Papierstreifen, welche fest um die Bäume zu binden sind, ausgetragen und muß, falls sie nach einigen Monaten zu zähe geworden ist, erneuert werden. Wir fordern hiermit die Baumbesitzer zur Vertilgung des Frostnachtspanners durch Anlegung von Kleberingen unter dem Anfügen auf, daß der Stadtgärtner und das Feldschutz- Personal zur Ertheilung jeder gewünschten Auskunft angewiesen sind. Gießen, den 15. October 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Zur Getreidefrage. Noch immer wird der deutsche Getreidemarkt mehr oder weniger durch die Hausse-Speculation an der Berliner Börse beherrscht, wie erst wiederum die Vorgänge der jüngsten Zeit beweisen. In voriger Woche waren die Getreidepreise an der Berliner Börse nicht unbeträchtlich zurückgegangen, inzwischen sind sie aber plötzlich wieder in die Höhe geschnellt, zum Theil sogar noch über den Stand der Getreidepreise bei Eintritt des momentanen Preisrückganges hinaus. Woher diese auffällige Erscheinung? Man wird sie unzweifelhaft darauf zurückzuführen haben, daß die Haussepartei sich angesichts des Monatswechsels in Geldverlegenheiten befand, was naturgemäß ein starkes Sinken der bislang von der Hauffe-Speculation mit allen Mitteln auf einer künstlichen Höhe behaupteten Getreidepreise zur Folge hatte. Sobald aber „Ultimo" wieder überwunden war, begannen die Ge- treide-Speculanten ihr altes Spiel auss Neue und es scheint fast, als ob sie entschlossen seien, angesichts der ihnen andernfalls drohenden schweren Verluste die Getreidepreise noch so lange wie nur möglich auf ihrem jetzigen Stande zu erhalten. Ob die Speculation diesen ihren Entschluß zur fortdauernden Benachtheiligung weiter Bevölkerungskreise wirklich noch längere Zeit aufrecht zu erhalten vermögen wird, möchte denn doch zu bezweifeln sein. Es ist gar keine Frage, daß die wilde Getreide-Speculation mehr noch wie schon bislang sich lediglich auf künstliche Mittel zur Aufrechterhaltung der von ihr gewünschten Preise angewiesen sieht, denn mit den thatsächlichen Verhältnissen stehen die Getreidepreise auch in ihrer jetzigen Gestalt noch immer in entschiedenem Widerspruch. Als die Steigerung der Getreidepreise im Frühjahre begann und consequent anhielt, da waren für diese Erscheinung wenigstens einigermaßen erklärliche Gründe vorhanden. Der Stand unserer Wintersaaten schien ein höchst ungünstiger zu sein, die mißlichen Witterungsverhältnisse des letzten Sommers kamen hinzu, dann tauchten die Nachrichten über die in Rußland zu erwartende Mißernte auf und schließlich bot auch die lebhafte Agitation gegen die Kornzölle den Getreidesteigerern einen willkommenen Vorwand für ihre Action, die mit dem Erlaß des russischen Roggenausfuhrverbots ihren Gipfelpunkt erreichte. Seitdem hat sich aber das Bild in der Getreidefrage derart geändert, daß sich die Speculation mehr und mehr ihrer fadenscheinigen Gründe für ihr Treiben beraubt sieht. Es hat sich zunächst herausgestellt, daß die Nachrichten über die Mißernte in Rußland im Allgemeinen bedeutend übertrieben waren, und was unsere eigene Ernte anbelangt, so steht jetzt fest, daß der Fehlbetrag derselben im Vergleich zur vorjährigen Ernte etwa 2V4 Millionen bis 2J/2 Millionen ^Doppelcentner beträgt, also durchaus kein so außerordentliches Manco darstellt. Außerdem aber ist die Getreideernte im südöstlichen Europa, in Britisch-Jndien und Australien und besonders in Nordamerika eine derartig günstige, daß durch sie der Mangel an Brodfrüchten auf dem westeuropäischen und speciell auf dem deutschen Getreidemarkte mehr als genügend gedeckt werden kann. Wenn nun trotzdem die Getreidepreise und dementsprechend auch die Brodpreise bei uns noch immer einen Standpunkt behaupten, der dem höchsten Stand derselben im Frühsommer nicht viel nachgibt, so ist es klar, daß hierbei verwerfliche Börsenmanöver fortgesetzt einwirken. Nur wagehalsigste, alle thatsächlichen Verhältnisse ignorirende Speculation kann es bewirken, daß die Getreidepreise in Deutschland auch jetzt auf einer offenbar unnatürlichen Höhe stehen, aber es ist jedenfalls nur eine Frage der nächsten Zeit, wie lange die künstlichen Mittel der Getreidespeculanten noch vorhalten werden. Der große Preisrückschlag an der Berliner Börse von voriger Woche beweist zur Genüge, daß die Sache der Getreidespeculanten auf faulen Füßen steht und hoffentlich ist der Tag nahe, der einem solchen schmählichen Treiben, unter welchem die überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung zu leiden hat, ein gründliches Ende bereitet. Deutsches Reich. Berlin, 15. October. Das Kaiserpaar gedenkt an diesem Samstag Nachmittag von seinem Aufenthalte im Jagdschloß Hubertusstock nach dem Neuen Palais bei Potsdam zurückzukehren. Am Sonntag, als dem Geburtstage des hochseligen Kaisers Friedrich, werden die Kaiser!. Majestäten nebst den zur Zeit in Berlin und Potsdam anwesenden fürstlichen Herrschaften der feierlichen Einweihung des Mausoleums in der Potsdamer Friedenskirche beiwohnen. — Die abgelaufene Wochi hat in den inneren deutschen Angelegenheiten mit den am 13. October vollzogenen Erneuerungswahlen zum sächsischen Landtage und dem am 14. October erfolgten Zusammentritt des socialdemokratischen Parteitages in Erfurt zwei be- merkenswerthe Ereignisse gezeitigt. 'Was zunächst die Landtagswahlen in Sachsen anbelangt, so sind bei denselben, so weit sich die Ergebnisse übersehen lassen, gewählt worden 12 Conservative, 6 Nationalliberale, 4 Fortschrittler und 7 Socialdemokraten,' außerdem hat in Dresden-Altstadt eine Stichwahl zwischen dem conservativen und dem socialdemokratischen Candidaten stattzufinden, die voraussichtlich zu Gunsten des ersteren ausfallen wird. Im Großen und Ganzen werden durch diesen Wahlausgang die Parteiverhält- nisse in der sächsischen Abgeordnetenkammer nicht sonderlich verändert, immerhin weist er aber durch die socialdemokratischen Wahlerfolge einen sehr characteristischen Zug auf. Denn die Socialdemokraten haben nicht nur ihre vier zur Erneuerung gestandenen Landtagsmandate, diejenigen für Leipzig-Land, Chemnitz-Land, Zwickau-Land und Dresden IV., schlankweg behauptet, sondern auch drei neue Wahlkreise erobert, die beiden Dresdener Landkreise und Tharandt-Döhlen, so daß die socialdemokratische Fraction in der neuen Stammet künftig 11 Mitglieder zählen wird, gegen 69 Abgeordnete der bürgerlichen Parteien. Die Aushebung des Socialisten- gesetzes und die Segnungen der socialpolitischen Gesetzgebung haben also in dem industriellen Sachsen nicht vermocht, die socialdemokratische Bewegung einzudämmen und jedenfalls wird die Socialdemokratie im übrigen Deutschland aus den Erfolgen der „Genossen" in Sachsen auch für sich neue Anregung und frische Kraft schöpfen. — Die in voriger Woche wiedereröffneten Arbeiten des Bundesrathes schreiten nur langsam vorwärts, besonders verzögern sich die Vorberathungen des Etats. Dieser langsame Gang der Geschäfte in genannter Körperschaft wirkt natürlich auf den Reichstag zurück, so daß von einer Fortsetzung der Reichstagsverhandlungen am 10. November kaum noch die Rede sein kann, es wird vielmehr wohl beim 17. November als Tag der Wiedereröffnung des Reichstags sein Bewenden haben müssen. Uebrigens wird die Nachricht , der Entwurf des Trunksuchtsgesetzes sei bereits in Bundesrathskreisen auf Bedenken und Widerspruch gestoßen, jetzt wieder dementirt, mit dem Bemerken, daß vom Bundes- rathe keine irgendwie erhebliche Veränderungen an dem Entwürfe zu erwarten seien. Dann könnte die Vorlage allerdings dem Reichstage bald nach seinem Wiederzusammentritte zugehen, sicherlich wird sie aber hier eine Kritik erfahren, welche der ungünstigen Aufnahme des Trunksuchtsgesetz-Entwurfes seitens der öffentlichen Meinung völlig entsprechen dürfte. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphische- Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 15. October. Der deutsche Gesandte in Washington, Gras Arco-Valley, der vorgestern in die Bergmann'sche Klinik behufs einer Operation eingetreten war, ist vergangene Nacht gestorben. Straßburg, 15. October. Die „Straßb. Post" veröffentlicht ein Schreiben des Reichstagöabgeordneten H o e f f e l, eines eingeborenen elsässer Arztes, ansässig in Buchsweiler, der mittheilt, daß nach der Veröffentlichung Bonghis, die seinen politischen Anschauungen völlig widerspreche, er die Theilnahme an dem Friedenscongresse abgelehnt habe. Bonghi habe von der Stimmung im Elsaß keine Ahnung. Die Zeit habe das Stadium der Versöhnung herbeigeführt. Eine neue Generation ist herangewachsen, die von Frankreich nichts mehr wisse. Von den Alten habe sich die große Mehrzahl mit den bestehenden Verhältnissen ehrlich abgefunden. Wien, 15. October. Der „Magyar Hirlag" bringt Mittheilungen über angebliche Veränderungen, welche in dem deutsch-österreichischen Bündnißvertrage durch den Beitritt Italiens bewirkt feien, ferner von einem angeblichen Schutz- und Trutzbündniffe Oesterreich-Ungarns einerseits und Rumäniens und Bulgariens andererseits, sowie von einer Convention zwischen Italien und England bezüglich der Sicherung ihrer Interessen in Afrika. Die „Polit Corr." erklärt demgegenüber, von vollkommen competenter Seite ermächtigt zu fein, zu versichern, daß alle in diesen Mittheilungen enthaltenen Daten allgemeiner wie specieller Natur durchaus erfunden seien. Rom, 15. October. Auf der zur Provinz Trapani gehörenden Insel Pantelleria fanden gestern Nachmittag von 5x/2 Uhr bis heute früh zwischen 5 und 6 Uhr über zehn unterirdische Erdstöße, darunter einige ziemlich heftige statt. Die Einwohner verließen ihre Häuser und übernachteten im Freien. Rom, 15 October. Bei der heutigen Gerichtsverhandlung gegen Cipriani und Genossen gab es bemerkens- werthe Zwischenfälle. Noch vor dem Eintritt des Gerichtshofes verlangten die Angeklagten die Entfernung des wichtigen Belastungszeugen Avellone. Während des Aufrufs der Zeugen und der Vertheidiger unterhielten sich die Angeklagten laut miteinander. Wegen beifälliger Aeußerungen der Zuhörer bei den Antworten Caprianis, sowie wegen großer Aufregung im Saale, welche bei Aufwerfen der Frage bezüglich der Zuständigkeit des Gerichtshofes entstand, ließ der Vorsitzende den Saal räumen. Nachdem die Verhandlung wegen der vorgerückten Abendstunde auf morgen vertagt worden war, verließen die Angeklagten unter großem Geräusche den Saal. % Paris, 15. October. Die kirchlichen Blätter veröffentlichen die Antwort des Bischofs von Seez aus das Circular des Cultusministers bezüglich der Einstellung der Pilgerfahrten nach Rom. Dieselbe weist es aufs Schärfste zurück, das die Bischöfe gleichsam als die Schuldigen hingestellt habe und schließt: „Wenn auch die geheiligten Rechte der Kirche mit Füßen getreten werden von jenen, welche dieselben vertheidigen sollten, bleiben wir doch ohne Furcht für die Zukunft." Loudon, 15. October. Der Sturm an den britischen Küsten und die Regengüsse dauern auch heute fort. Aus vielen Orten werden Ueberschwemmungen, auch Unfälle zu Wasser und Lande zahlreich gemeldet. Petersburg, 15. October. Oelkuchensendungen, deren Frachtbriefe bis spätestens zum 9. October neuen Stils datiren, werden bis zum 27. October zur Ausfuhr zugelassen. Dieselbe Vergünstigung wird den in russischen Häfen lagernden Oelkuchensendungen zu Theil, wenn sie in Petersburg und in Libau bis zum 13., in Riga bis zum 14. und in Reval bis zum 15. October neuen Stils zollamtlich zur Ausführung angemeldet worden sind. Konstantinopel, 15. October. Nach der „Agence de Constantinople" ist die auf Provenienzen von der arabischen Küste von Jambo bis Condudah verhängte zehntägige Quarantäne gegen Norden bis Omelitsch und gegen Süden bis zum Golfe von Babelinandeb ausgedehnt worden und die über das Küstengebiet von Karamanien und Syrien, Mersina exclusive und bis Tripolis exclusive verhängte Quarantäne wurde gegen Süden bis Jaffa exclusive erstreckt. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 15. October. Das „Berl. Tagebl." meldet aus Rom: Bonghi gab seine Demission als Präsident des Friedenscongresses. Berlin, 16. October. Nach dem „Tagebl." bestätigt es sich, daß von Blume Eommandeur des 2. Armeecorps wird. Erfurt, 15. October. Socialisten-Congreß. Singer begrüßt die Ausländer. Auer erstattet den Geschäftsbericht des Parteivorstandes und behandelt die Land-Agitation, sowie den Erfolg durch Verbreitung von Broschüren, bemerkt indessen, daß das gesprochene Wort am wichtigsten sei. Er vertheidigt den „Vorwärts", die Opposition habe freie Meinungsäußerung, aber sie solle die gemachten Vorwürfe beweisen oder widerrufen, sonst erfolge ihr Ausschluß. (Lebhaftester Beifall.) Für die Opposition erhält Werner das Wort. Derselbe lehnt die Jdentificirung mit der Opposition ab, er habe nicht die Parteileitung, sondern den Chauvinismus und Opportunismus Vollmars angegriffen. Der Medacteur des „Vorwärts" habe einen radicalen Club gegen die Parteileitung gründen wollen. Der „Vorwärts" habe Berichte unterdrückt und abgeändert. Die Opposition habe nicht entsprechen können der Aufforderung, Beweise zu liefern, denn es bestehe keine geschlossene organisirte Opposition. Niederauer, von der Opposition, meint, die Berliner hätten ihre Eigenthümlich- keiten (Heiterkeit), dieselben verwürfen den Beschwerdeweg. Außerdem sprach noch Bätge-Hamburg, auch von der Opposition. Die Reden der Opposition fanden keinen Beifall. Erfurt, 15. October. Socialisten - Congreß. Nachmittags-Sitzung. Alle 230 Mandate sind für gültig erklärt. Außerdem sind 17 Abgeordnete anwesend. Nachdem mehrere Redner ein Zerreißen des Tischtuchs mit der Opposition gefordert haben, sprachen Bebel, Fischer, Liebknecht und Grillenberger gegen die Opposition. Fischer wird sehr lebhaft, Liebknecht spricht äußerst ruhig. Grillenberger bemerkt, er würde einen Trauerrand bei Kaiser Friedrichs Tod angewandt haben, wenn er den Angriff der Opposition vorausgesehen hätte. (Heiterkeit.) Die Oppositiun war gedrückt, beinahe verzweifelt und erklärte, die Parteileitung überhaupt nicht angegriffen zu haben, was Fischer dahin übersetzte: „Rette sich, wer kann." Bebel beantragte die Einsetzung einer Untersuchungs-Commission, sowie eine längere, die Tactik der Parteileitung billigende und dieselbe genauer präcisirende Resolution. Rom, 16. October. An dem Friedensco ngr eß nehmen 16 Deutsche, 32 Oesterreicher und 12 Ungarn Theil. Aus Oesterreich kamen bisher vier Absagen, von den angemeldeten Deutschen sagte keiner ab. London, 15. October. Das Hydepark-Thor fiel infolge eines Sturmwindes herab und warf mehrere Personen nieder. Viele Personen erlitten starke Quetschungen, eine wurde schwer verwundet in das Hospital gebracht. Kiew, 15. October. Infolge der Entdeckung einer Verschwörung gegen den Czaren wurden 500 Studenten verhaftet. Die Universität soll geschlossen werden. In den Kasernen ist das Militär bereit. Cocales mtfc KvovinzreRes. Gießen, 16. October. Feuerbestattung. Nach dem letzten Berichte über die in Gotha vollzogenen Feuerbestattungen sind abermals zwei Angehörige des Großherzogth ums Hessen mit Feuer bestattet worden: Frau Ottilie Senfter, Wittwe des Dr. phil. Senfter zu Oppenheim, und Rentner Jakob Zilz aus Mainz. — Ende September waren bei den Jnvaliditäts. und Altersverficherungsaustalten und den zugelassenen Kasseneinrichtungen 155338 Ansprüche auf Bewilligung von Altersrente erhoben worden. Von diesen wurden 117 735 Rentenansprüche anerkannt, 24247 zurückgewiesen und 2932 auf andere Weise erledigt, so daß 10424 Ansprüche - unerledigt auf den Monat October übergegangen sind. Von I den sämmtlichen Ansprüchen waren 148776 in den acht ersten Monaten des Jahres, 6562 im Lause des Monats September erhoben worden. 4" 8ich, 15. October. Eine Dienstmagd wurde von ihrer Herrin in der Weise „bearbeitet", daß das Mädchen in das hiesige Spital verbracht werden mußte. + Ettingshausen, 15. October. Nächsten Sonntag findet dahier die feierliche Einweisung des neuernannten Pfarrverwalters Ritter durch Decan Pullmann aus Grünberg statt. + Muscheuheim, 15. October. Gestern Abend brannten hier drei Scheuern nieder. Das Feuer soll dadurch entstanden sein, daß durch einen Jungen aus Unvorsichtigkeit eine Laterne umgestoßen worden und hierdurch eine Entzündung sofort stattgefunden haben soll. Leider ist der eine der Abgebrannten nicht versichert. Dirlammen (Kr. Lauterbach), 9. October. Vor einigen Tagen ist dahier eine Frau beerdigt worden, welche an einer Blutvergiftung verstorben ist. Dieselbe war bei der Aussaat von Korn behülflich und hatte sich bei dieser Gelegenheit eine Distel in den Finger gestoßen. Durch eingetretene Blutvergiftung trat der Tod in kurzer Zeit ein. Die Verstorbene hatte das 70. Lebensjahr überschritten. Mettenheim, 12. October. Ein Act kaum glaublicher Rohheit wurde vor etwa 8 Tagen hier verübt. Der Landwirth Riel von hier läßt gegenwärtig einen Neubau aufführen. Des Bauherrn Söhnchen sah eines Morgens den Arbeitern zu. Ohne jegliche Veranlassung wurde dem Kinde eine Quantität Mörtel in's Auge geworfen, daß die Eltern genöthigt waren, dasselbe in eine Augenheilanstalt nach Worms zu verbringen, allwo ihnen wenig Hoffnung auf Erhaltung der Sehkraft in Aussicht gestellt wurde. Der Thäter, ein fremder Maurergeselle, ist flüchtig. A. Lampertheim, 15. October. Zu Anfang Dieses Monats brachten die Zeitungen die Nachricht aus hiesigem Orte, daß die Diph teritis, dieser Kinderwürgengel, plötzlich in erschreckender Heftigkeit aufgetreten fei. Dem Herrn Oberlehrer Baumann dahier starben binnen dreimal vierundzwanzig S.unden drei Kinder üm Alter von 4, 7 und 11 Jahren weg. Auch das vierte Kind war schwer erkrankt und wurde von den Aerzten aufgegeben. Da erschien eine einfache Bürgersfrau aus Mannheim, deren Adresse „F. G. Greulich, G. 3, 11a" ist, ganz freiwillig und ungerufen und erklärte, daß sie das vierte und letzte Kind der tiefgebeugten Eltern retten wolle. Letztere waren anfangs zurückhaltend- als Frau Greulich aber eine ganze Reihe von Zeugnissen über glückliche Euren in schweren Diphteritiserkrankungen, ausgestellt von den verschiedensten Ständen, hervorzog, vertrauten die schwergeprüften Eltern der Frau ihr letztes Kind an. Schon nach drei Tagen trat Besserung ein. Am sechsten Tage verlangte das Kind nach fester Nahrung und jetzt bewegt es sich bereits wieder im Freien. Man kann sich denken, daß dieser Fall in der ganzen Gegend großes Interesse erregt und daß er von Medicinern und Laien lebhaft besprochen wird. Um allen Verdunkelungen und irrigen Auslegungen die Spitze abzubrechen, hat Herr Baumann die Vorgänge im „Mannheimer Tageblatt" veröffentlicht, aus welchem Blatte Obiges ein kurzer Auszug ist. Langen, 13. October. Ueber die hier zu errichtende Haushaltungsschule vernimmt man nun Folgendes: Es wird Unterricht ertheilt in allen Fächern des Haus- haltungswesens, als: Kochen, Nähen, Waschen, Bügeln, Reinigen, Melken, Suttern, Buchführung und sonstige schriftliche Arbeiten rc. Der Unterricht dauert fünf Monate und werden jährlich zwei (Surfe abgehalten. Die Schülerinnen finden während des fünf Monate dauernden Aufenthaltes Aufnahme in der Anstalt selbst und stehen darin unter Aufsicht der Hausmutter in dem Verhältnisse wie in der Familie die Tochter zur Mutter. Die Zahl der Schülerinnen wird sich auf etwa 25 beschränken. Das Honorar wird sich incl. der kleineren Bedürfnisse im Ganzen aus etwa 150—160 Mk. belaufen. vermischtes. * tt Hersfeld, 15. October. Durch unvorsichtiges Hantiren mit einer Schußwaffe hat sich in unserer Stadt während des gegenwärtigen „Lullusmarktes" ein entsetzlicher Unglücksfall ereignet. Am Marktplatze neben „Hotel Kniese" wohnt der Kaufmann Gesing, welcher neben Eisenwaaren auch mit Jagdflinten handelt. Heute Morgen kommt nun der Bürgermeister von Mengers zu ihm und kauft eine Jagdflinte, Hinterlader, nebst Patronen. Nach einer Pause kommt der Bürgermeister wieder zurück in den Kaus- mannsladcn und beschwert sich dem anwesenden Chef der Firma gegenüber, daß das Gewehr nicht losgehe. Herr Gesing nimmt darauf die Waffe in die Hand, um nach der vermeintlichen Ursache zu sehen- kaum hat er das Jagdgewehr jedoch ergriffen, da kracht ein Schuß, die Fensterscheiben klirren und draußen auf dem Marktplatze stürzen mehrere Menschen mit gellendem Aufschrei leblos nieder. Das Gewehr hatte sich (man weiß selbst noch nicht recht, auf welche Weise und durch welche Fahrlässigkeit bei der Hantirung) von selbst entladen, der mit schweren Rehposten geladene Schuß war in einen Knäuel Menschen, die an einer Marktbude vor dem Hause standen, hineingedrungen- es hatte, zum Entsetzen Aller, zwei Todte und mehrere Verwundete gegeben. Der 10 Jahre alte Sohn des Tuchmachers Sauer hatte mehrere Schrote in das Gesicht erhalten, einer war in das Gehirn gedrungen und hatte den sofortigen Tod herbeigeführt- ein zweiter Knabe von 12 Jahren, der Sohn des Bauern Kropp von Branders, wurde dermaßen zugerichtet (das halbe Gesicht wurde ihm fortgeriffen rc.), daß der Tod alsbald eintrat. Der Handelsmann Franz Bernhard von Erfurt, welcher dicht vor dem Gesing'schen Hause Maaren verkaufte, erhielt mehrere Rehposten in den Rücken, das Rückgrad ist verletzt und an seinem Auskommen wird gezweifelt. Ferner ist noch ' der Lehrer Herr Löwe von Buchenau am Arme verletzt und eine Frau hat eine Schußwunde am Bein. Leicht verletzt sollen noch mehrere Personen sein. Die Aufregung in der r unbeschreiblich, der Kaufmann ganz untröstlich. Die Untersuchung ist natürlich sofort eingeleitet. * Frankfurt tt. M., 13. October. Ein Opfer der Laufener Kraftübertragung. Gestern Nachmittag wurde der Monteur Rau der Maschinenfabrik Oerlikon, welcher bei der Kraftübertragung Lauffen-Frankfurt in Sauffen beschäftigt ist, von hochgespanntem Strome getödtet, er wurde von dem leitenden Ingenieur, der plötzlich an seinen Instrumenten Schwankungen bemerkte, im Transformatorenhaus leblos auf dem Boden liegend aufgefunben. Rau hatte gegen die Vorschrift das Transformatorenhaus während des Betriebes betreten, wahrscheinlich um eine Aenderung an einer Lampe vorzunehmen, die er ganz leicht nach dem Bettieb hätte vornehmen können. Durch Berührung eines Drahtes in der hochgespannten Leitung ist er dann getödtet worden. Alle sofort angewandten Belebungsversuche hatten k-inen Ersclg. * Marburg, 15. October. Zehnpfündige Rettige unglaublich, aber wahr! — wurden dieser Tage in dem Garten des Herrn W. Römheld Hierselbst in größerer An- äahl geerntet. Dieselben sind in tiefgründigem Boden gewachsen und erweisen sich als gesund und schmackhaft. * „Das ist das Ende vom Liede" — ein Zettel mit diesen- Worten sand sich in der Tasche des Erschossenen, der seinem Leben am Goldfischteiche im Berliner Thiergarten ein Ende gemacht hatte. Er war erst 25 Jahre alt, hieß Emil Knoblauch, hatte in wenigen Jahren das von seinen Eltern ihm hinterlassene beträchtliche Vermögen durchgebracht und besaß bei seinem Tode noch 150 Mark davon. Seinem ganzen verfehlten Leben gemäß verjubelte er das ganze Geld in leichtfertiger Gesellschaft. Dieser Tage nahm er einen Wagen, in dem er sich bis ans Brandenburger Thor von Kellnerinnen begleiten ließ und verabschiedete sich dort von ihnen mit den Worten: „Nun sucht Euch einen andern Dummen!" Am Goldfischte^che ereignete sich bann „das Ende vom Liede." * Sonntagsheiligung. Der belgische Eisenbahnminister Vandenpeereboom ließ in allen Postbureaux Formulare circuliren, worauf alle Briefträger erklären müssen, wann und in welcher Kirche sie Sonntags zur Messe gehen. * Kathederweisheit. Georg Stephenson (1781—1848), ber berühmte Ingenieur unb Hauptbegründer unseres Eisenbahnwesens, konnte sich ordentlich ereifern, wenn er auf die Anmaßungen der Theoretiker und Herren vom gtünen Tische in technischen Sachen zu reden kam. „Was haben es mir diese Leute schwer gemacht mit ihien wissenschaftlichen Unmöglichkeiten !" rief er einmal bei solcher Gelegenheit aus. „Wenn es nach ihnen gegangen wäre, führen wir heute noa "cl cnso- wenig über das Chat Maß-Moor zwischen Liverpool und Manchester, dessen Ueberschrcitung durch eine Eisenbahn die Gelehrten für unmöglich erklärt hatten, als über das atlantische Meer. Dr. Lardner, mein hochgelehrter Freund, hatte ganz unumstößlich nachgewiesen, es sei unmöglich, daß ein Schiff mit Dampf über den Atlantic fahre, weil es gar nicht die dazu nöthigen Kohlen aufnehmen könne. Und das erste Schiff, das trotzdem mit Dampf hinübersuhr, meines anderen Freundes Cunard „Sirius", nahm die dicke Abhandlung zur Belehrung der Amerikaner mit. Sehiffsnachvichteu* Bremen, 15. October. sPer transatlantischen Telegravb.l Der Schnelldampfer Spree, Capt. W. Wtlltgerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. October von Bremen und am 7. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angenommen. Literatur und Unrrst. — Die Kaiserlich Deutsche Marine. Ein Großfolioheft mit 28 Holzschnttttafeln und 8 Seiten Text. Vierte, veränderte und vermehrte Auflage. Preis in illuftrirtem Umschlag 1.50 Mk Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Zu den seefahrenden Nationen gehörten vor dreißig Jahren die Engländer, Nordamerikaner, Niederländer, Spanier und Portugiesen; nur bedingungsweise konnte man Franzosen, Italiener, Russen und Deutsche dazu zählen. Damals gab es noch keine Flagge des Deutschen Reiches, noch konnte sich der Freie Reichsstädter, der Hannoveraner, Mecklenburger und Oldenburger seiner eigenen Flagge rühmen, ohne zu begreifen, wie sehr diese Vielgestaltigkeit seinem eigenen Ansehen und seinen Interessen schadete. Mit Gründung des Norddeutschen Bundes begann ein ungeheurer Aufschwung, die deutsche Handelsmarine wird in kurzer Zeit die zweite der Welt sein und nicht mehr fern ist der Tag, an dem sich die Flagge des Deutschen Reichs über dem tausendsten Seedampfer entfaltet. Mit dieser Erweiterung des Verkehrs hat die Vergrößerung der Kriegsmarine Schritt gehalten. Wir sind auf dem Wege, eine seefahrende Nation zu werden. Ein Symptom hiervon ist das Aufblühen der nautischen Literatur, welche vor drei Jahrzehnten noch ganz fehlte. Von Jahr zu Jahr nimmt die Zahl der Prachtwerke über die Marine zu und beweist, daß auch theure Bücher über die deutsche Flotte im Lande Absatz finden. Eine Kenntniß der deutschen Kriegsflotte in die weitesten "Kreise des deutschen Volkes zu tragen ist aber kein Werk geeigneter als der Bilderatlas: Die Kaiserlich Deutsche Marine". Das in Großfolioformat gedruckte Buch beginnt mit einer Geschichte der deutschen Kriegsmarine, welcher sich eine Beschreibung aller vorhandenen Schiffe und Schiffstypen der deutschen Marine anschließt. Am Schluß ist dem Text ein Ver- zeichniß des Schiffsbestandes unserer Kriegsmarine zu verschiedenen wichtigen Zeitabschnitten, sowie eine Lifte des Schiffszuwachses vom Jahre 1848 bis 1891 beigegeben. Der Haupttheil des Werkes, der Schigsallas, enthält 25 Darstellungen der deutschen Kriegsschiffe und Kriegsschiffstypen. Jede Darstellung umfaßt eine Seite. Vom größten Panzerschiffe bis zum Torpedoboot sind 33 Schiffe und Fahrzeuge unserer Marine dargeftellt. Auf See und im Hafen, unter Segeln allein, unter Dampf allein, unter Dampf unb Segeln, in schlechtem und gutem Wetter, ftillliegend und manövrirend: kurz in jeder möglichen Lage und unter allen möglichen Umständen wird uns unsere Kriegsflotte vorgeführt, jedes Sckiff in einer für seine Bauart und Verwendung characteriftischen Weise. Die Größe der Blätter und die vorzügliche Ausführung der Holzschnitte machen die Darstellungen in einem Maße werthvoll, welches zu dem geringen Preise ganz außer Verhältniß steht. Eine sehr dankenswerthe Beigabe ist die dem Sckiffsatlas folgende Flaggentafel des Deutschen Reichs und des Preußischen Königshauses, die Darstellung der Schiffahrtszeichen an den deutschen Küsten mit den Sturmsignalzeichen der deutschen Seewarte, und eine Tafel mit den Uniformen der deutschen Kriegsmarine. Wer ein Interesse für unsere Marine hat, wer gelegentlich die Äüften und KrieqshLfen unseres Vaterlandes besucht, kurz Jeder, der zur deutschen Flotte Beziehungen unterhalt, wird in diesem Werke eine Quelle der Belehrung finden, wie sie auf anderem Wege mit so geringen Geldmitteln zu erlangen nicht möglich ist. — Eine neue amerikanische Erfindung. Die Hilfsmittel, deren sich der menschliche Geist bedient, um die Arbeit zu beschleunigen und Zeit zu ersparen, mehren sich in schier beängstigender Weise. Noch einige Jahrzehnte und alle Arbeit wird nur mehr von Automaten verrichtet werden. Da hat neuerdings ein Herr Dorr E. Felt in Chicago eine Maschine ersonnen, welche er „Comptograph" nennt, eine Rechenmaschine, die sich von bereits bestehenden ähnlichen Maschinen dadurch unterscheidet, daß sie nicht nur prompt addirt, sondern die betreffenden Summen automatisch druckt! Das neueste Heft der populär-wissenschaftlichen Halbmonatschrift »Der Stein der Weisen* (A. Hartlebens Verlag, Wien) bringt eine Abbildung dieses sinnreichen Apparates — wohl die erste, welche in einer europäischen Zeitschrift erschienen ist, sowie eine genaue Gebrauchsanweisung. Wie die Maschine functionirf, ist ohne Beigabe der Abbildung schwer zu erläutern. Der Apparat bat acht Reihen Tasten, von denen die ersten beiden rechts, wenn Geldbeträge zu registriren sind, für die Einer und Zehner von Cents, Kreuzer rc., die drei folgenden für Einer, Zehner und Hunderter von Dollars, Gulden rc. und die drei restlichen für Einer, Zehner, Hunderter und Tausender von Dollars, Gulden rc. bestimmt sind, so daß die Maschine für den Ausdruck jeder Summe verwendbar ist, die eine Million nicht übersteigt. Um z. B. die am Fuße der Zeichnung gerade hinter den Tasten producirte Summe von 179.63 zu registriren, drückt der Manipulant auf Taste 1 in der fünften Colonne, Taste 7 in der vierten, Taste 9 in der dritten, Taste 6 in der zweiten und Taste 3 in der ersten Colonne, sodann auf den rechts am Taftenbrett befindlichen Hebel, der die Füllstifte beherrscht, worauf sich sofort die gedruckte Totalsumme dem Blicke des Zuschauers präsentirt. Hierauf werden nacheinander beliebige andere Summen geradeso regmrirt und nach Beendigung einer jeden Tour bringt ein Druck auf den Füllstifthebel die Addition der betreffenden Zahlen zur Ansicht. Die Totalsumme aller gedruckten Beträge zusammen kann jederzeit auf den Typenrändern, hinter dem Glas und gerade in der Fronte der Taften, in Augenschein genommen werden. Um aber eine Antwort auf den Streif am Fuße der Colonne zu drucken, drückt der Manipulant auf den links am Tastenbrett stehenden Knopf. Zur Ausstellung von Checks bei Banken, zum Gebrauch der Versicherungsgesellschaften, zur Herstellung ausgedehnter Tabellen, wie solche von statistischen Bureaux und anderen ausgegeben werden, sowie für zahlreiche andere Zwecke, wo es nicht minder auf Deutlichkeit und Genauigkeit, als auch auf Schnelligkeit der Arbeit ankommt, hat sich die Maschine bereits als äußerst wertbvoll bewahrt. Aber auch von ihren Vorzügen bezüglich Deutlichkeit und Genauigkeit ganz abgesehen, ist es erwiesen, daß selbst ein ungeübter Manipulant mit dieser Maschine doppelt so viel Arbeit verrichten kann, als nach dem alten Verfahren möglich ist. — Allen Denjenigen, welche sich auf leichte und bequeme Art I die Kenntnitz der französischen resp. englischen Sprache aneianen I wollen, seien die Zeitschriften „Le B^petiteur”-refp. „The Repeater’’ zum Abonnement warm empfohlen. (Berlin, Verlag * von Roienbaum & Hart.) — Es laßt sich kaum ein teuere* t Mittel, diese wichtigsten fremden Sprachen selbständig zu erlernen, j ausfindig machen, als die Methode der beiden genannten Zeitschriften. Unter jedem fremden Worte steht das entsprechende deutsche, so daß ; dem Leser das Unbekannte sofort auffällt und bei der Wiederholung in Erinnerung gebracht wird, wodurch der Wortschatz sich beitändig , vergrößert. Der Inhalt beider Journale ist intereffant und unter ) haltend, es wechseln in bunter Reihe Poesie und Prosa, Emst und : Scherz, Alles ist im modernen Styl und äußerst practisch gehalten. I Für die weiter Fortgeschrittenen ist ebenfalls gesorgt, indem die vierzehntägig erscheinenden Blätter allmonatlich eine Beilage mit nur . französischem, resp. englischem Texte enthalten, dem zum Zweck« b(S ] besseren Verständnisses am Fuße jeder Seite die nöthige Anmerkungen * beigegeben sind. Es dürften daher beide Zeitschriften, deren Abonne- ; mentspreis pro Quartal nur je 1 Mark beträgt, vielen unserer Leser । willkommen sein. Abonnements auf diese Journale können zu jeder Zeit bei allen Postanstalten und Buchhandlungen gemacht werden. - i Anzeigen der Stadt Gietzen. \ Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 21. Sonntag nach Trinitatis, 18. October: i Ernte-Dankfest. Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Schlosser. Slderrds 5 Nhrr Pfarrer Dr. Naumann. Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. i Nach den Gottesdiensten Collecte für unseren Kirchbau- ; f onds- Sämmtliche Mädchen in unserer Gemeinde, die im Jahre . 1892 confirmirt werden sollen, wollen sich am nächsten Dienstag, Nachmittags 4 U6r, in der Kirche einfinden. Am Sonntag den 25. October: Beichte und heiliges / Abendmahl im Abendgottesdienst. Donnerstag den 22. October, Abends 6 Uhr: Missions- stunde in der Kirche. Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeich Site in der Woche oom 18. bis 24. October * besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. 22. Sonntag nach Pfingsten, 18. October: Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V-8 Uhr ; Gelegenheit zur hl. Beichte. ! Sonntag: Morgens von »/»6Ubr an Gelegenheit zur hl. Beichte; ! um 6 Ubr Frühmesse; um J/88 Uhr Militärgottesdienst mit Predigt; i um 8/410 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Vü3 Uhr sacra- mentalische Bruderschaftsandacht. Abends um 6 Uhr Rosenkranzandacht. Dienstag und Freitag: Abends um 6 Uhr Rosenkranrandacht. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 17. October: Laubhüttenfest. 1. Tag: Vorabend 5^ Uhr, Morgens 800 Uhr, Nachmittags 400 Uhr. 2. Tag: Vorabend ö45 Uhr, Morgens 8°° Uhr, Nachmittags 4M Uhr, Abends 5" Uhr. Seiden-Damaste schwarze, weiße u. farbige v. Mk. 2,35 bis Mk. 12*40 p. Mtr. (ca. 35 Qual.) — nerfenbet roben- und stückweise porto- und zollfrei J>a§ Fabrik - Depot G. Henneberg (K u. K- Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 9144 — Union LebenS-BersicherungS'Gesellschaft. Diese zu den ältesten Versicherungs-Gefellfchaften überhaupt gebärende Anstalt — sie besteht seit 177 Jahren —, welche schon seit 1816 in Deutschland mit Erfolg tbätig ist, veröffentlicht soeben ihren Rechenschaftsbericht der Lebens-Verficherungtz-Abtheilung. Wir entnehmen demselben Folgendes: Die Geschäftsresultate im Jahre 1890 waren überaus befriedigende, denn der Zugang an neuen Versicherungen übertraf die bisherigen Zugänge um ein Bedeutendes. Es wurden abgeschlossen 3733 Policen über 23 441832 Mk. Versicherungs-Summe und 862475.40 Mk. Prämien, im Vergleich zum Vorjahre (1889) ein Mehr von 8 Millionen Versicherungssumme und 350000 Mk. Prämien. Ein beredtes Zeugniß für die kräftige Weiterentwickelung der Gesellschaft und ein Beweis dafür, daß die neu eingeführten, liberalen Versicherungsbedingungen volle Anerkennung gefunden haben und denjenigen anderer Gesellschaften zum Mindesten gleichgestellt werden dürfen. Der Ueberschuß pro 1890 betrug 990 743.60 Mk. und wurde dem Reservefonds zugerheilt, so daß derselbe auf 28 434 851.60 Mk. erhöht werden konnte. Außer diesem Reservefonds besteht eine weitere ausschließliche Garantie für die Lebens-Versicherunas-Abthlilung von 7 175000Mk.; die Sicherheiten, welche ausschließlich dieser Abtheilung gehören, waren demnach am 31. December 1890 von 35 609 851.60 Mk. Rechnen wir das bezahlte Actiencapital von 3 690 000 Mk., so betragen die Garantien der Union Lebens-Versicherungs-Gesellschaft 40 000 000 Mk.; die Solidität dieser Gesellschaft ist demnach unzweifelhaft^________________________________________________________________ Dross-Seife ist in jeder Beziehung mindestens ebenso vorzüglich wie Dörings Seife. Preis: I Stück 30 Pfg., 12 Stück 3 Mark. [8214 0ßF- Siehe Inserat. Bekanntmachung. Die Stelle eines Feldschntzen, mit welcher ein Anfangsgehalt von 900 Jt, steigend bis zu 1100 JL, sowie Pensionsberechtigung und Witt- wenversorgung nach Maßgabe der Satzungen über die Dienstverhältnisse der Gemeindebeamten der Stadt Gießen verbunden ist, soll neu besetzt werden. Bewerber haben ihre Meldungen unter Beifügung von Zeugnissen über ihre Befähigung, seitherige Beschäftigung, Führung und Gesundheit bis spätestens 25. ds. Mts. dahier Linzureichen. Gießen, am 15. October 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 9176 ObttWlA GseudahstkN. Die Lieferung von 9000 mit Zinkchlorid imprägnirten Buchenschwcllen für das Jahr 1892 ist zu vergeben. Die Bedin' gungen können gegen frankirte Einsendung von 20 -H durch unser eecretariat bezogen werden. Angebote sind bis zum 28. d. Mts. hier einzureichen. Gießen, den 14. October 1891. 9195 Großherzogliche Direktion. Versteigerung Samstag den 17. October dS, Js., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Adler": 5 Schweine, 1 Wagen und verschiedene Hausmodilien- Born, 9223 Gerichtsvollzieher. Herttz-eEenes. 9213] Aus dem Brandplatz trifft heute Samstag Ueber- rheiner Weißkraut ein. Billige Preise. Frischeier, schwere Waare. 2 Stück 13 Pfg. 100 „ 6,00 Mk. bei Heinrich Arnold II, 5807_______________Schloßgasse 5. frankfurter Würstchen treffen heute ein bei 8. Dort. [9204 Sartoffeln Gebr. Oppenheimer, 9201 Friedberg (Hessen). Jeden Mittwoch und Samstag Abend: [8353 Haas im Topf. Restaoraimn Bob» Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen enntniß, daß der städtische! Friedhof in der Zeit vom 16. October 1; 1. bis 15. März 1892 von! Morgens 8 bis Abends 5 Uhr geöffnet bleibt und daß die auf dem Friedhof Verweilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden. Gießen, den 15. October 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnantl,. 9194 Modes. Zum Anfertigen aller Putzarbeiten in und außer dem Hause empfiehlt sich 8895 L. Fischer, Seltersweg 33 II. g—■■MBMSEiS— I l£ I 1 I..... In H, XraaäBESg Söennecften’s (^E^E) I ^"Briefordner Für Geschäfte unentbehrlich! Uefaerall vorrätig, u Berlin • F. SOENNECKEN’s VERLAG * BONN « Leipzig S 7750 0. Stückrath Asterweg 47. — Ederstr. 8, Möbelfabrik n. -Lager empfiehlt 1442 sein reichhaltiges Lager in eichen- u. nussbaum-polirten Möbeln, sowie completen Betten, polirt und lackirt aller Art, Blumen- I tischen und Rohrsesseln, sowie Spiegel, Teppiche, Läufer und Gardinen zu aussergewöhnlichen Preisen ! durch Ersparnisse der Ladenmiethe! 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Ich suche für meine Branntweinhandlung und Liqueurfabrik einen soliden tüchtigen jungen Mann als Reisenden. Solche, welche in gleicher Branche Oberhesse« schon vereist, werden erbitte unter Z. 1485 an die Exped. ds. Bl. 9125 [9119 eingetroffen bei Drebes & Wallenfels Sterbehause (Seltersweg 37) aus statt. 9206 aufgestellt. [8256 9055 B. J. Dussault, Köln, -ÄÄK ES Von der Reise zurückgekehrt. Zahnarzt Hodd.es 9216 2. In Baar. I. in Erhöhung der Versicherungssumme. 113.70 ReichSbank-Di-ennt 4 pC.t. — Frankfurter Bank-Dtscont 4 vEt Redaction: A. Scheyd«. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tn Gießen. 4% Mainzer St^-Anl. Gelsenk. Bergw^Act. (Porto und Liste 20 Pfg. extra) 175.10 131.40 136 50 11350 93 62 245 12 243.00 92.12 408 12 190 50 131 90 122.10 111 00 54 50 Disconto-Command.-Anth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Act. Oest. Credtt-Act. Oest. Staatsb.-Act. 84.15 4% Ung. Gold-Rente 98.00 5% Jtal. Rente 84 15 4Vsl% Oest. Silber-Rente 98 00 3°/o Portugies. Anl. Einrichtungen 90.10 89 80 78.80 37.00 Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E.-B.-Act> Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. Alle Postanstalten und Buchhandlungen nehmen jederzeit Abonnements an. Probe-Nummern versendet auf Wunsch unentgeltlich die Administration des „Baz ar", Berlin SW., Charlottenstr. 11. Letzte Vertheilung 1888 für die fünfjährige Periode 1882—1887: JC 18 pro Jahr und pro 1000, in Erhöhung und in Baar 183/4o/0 der einbezahlten Prämien. 3. In Reduction der Prämie. Emmenth. Schweizerkäse in ganz vorzüglicher Güte Karten ä 1 Mk. Abends an der Kasse. Der Vorstand. Obstausstellung* -es Oberhesfischeu Obftbauvereins in „Steins Garten" zu Gießen. Dauer der Ausstellung bis 22. Oelober. Täglich geöffnet von Morgens 9 Uhr 101-80,Der. Königs-Laurab^Act. 153.501 Tendenz: fest. Stenographie * Unterricht. Der unterzeichnete Verein läßt, Ende October beginnend (Tag und Ort wird noch bekannt gemacht), einen Unterrichts-Cursus in der Gabelsberger’schen Stenographie durch seinen zweiten Vorfitzenden, Herrn Realgymnafiallehrer Dr. Pitz, abhalten und ladet zu recht zahlreichem Besuch desselben ein. Theilnehmer-Karten sind zu je 5 Mark in der Ferber'schen Univ.- Buchhandlung, welche auch die Lehrmittel vorräthig hat, erhältlich. Gießen, 16. October 1891. Gabelsberger Stenographen-Verein in Gießen. Albach, 1. Vorsitzender. Wagner, 1. Schriftführer. [9205 2 Obstkeltern 2 habe zur gefälligen Benutzung 8774] Eine gute Schuhmacher-Ey> linder-Elastie-Maschine sehr billig zu verkaufen. Ederstraße 2, 1. Etage. „UNION“ Lcbens-Verficherungs-Gefellfchast —— in Deutschland seit 1816. ---- Garantiefonds Mk. 40 000 OOO ausschließlich für die Lebens- Versicherungs-Abtheilung. Grundeapital Mk. 0 225 000. Versicherungen aller Art vom 10. bis 70. Lebensjahre. Unanfechtbare, unverfallbare Policen. 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Kröll Auch bei Annahme eines stets gleichbleibenden Procentsatzes hört die Prämienzahlung nach 25—30 Jahren auf. 6 M B w ----- Nächste Gewinnverteilung 1893 ----- wobei alle im Jahre 1891 abgeschlossenen Policen mit einem Jahr betheiltgt werden. ----Prompte Auszahlungen der Berstcherungssummen. ---- -----Niedrige Prämien.----- General-Agentur Frankfurt a. M.r A. Brehler, Frieobergerland- ftraße 29, welche tyätige Vertreter stets unter den günstigsten Bedingungen anstellt. Agentur Gießenr IV. Schömborn, Kaufmann, Gießen. s9203 Restaurant „Auw Postkeller". B8E* Heute Samstag und morgen Sonntag 9210 gg Frei-Concert. 2g Gesangverein Harmonie. Samstag den 17. Oktober, Abends 8 Uhr: Mer des 45jährigen Stiftungsfestes mit Concert und Tanz 3W im Saale des Cafe Leib. TSWE bis Abendtz 6 Uhr. Eintritt 20 Pfg., für Schüler (in Begleitung ihrer Lehrer) der Volksschulen 5 Pfg., für Schüler höherer Schulen 10 Pfg. Auswärtigen Besuchern der Obstausstellung wird seitens Gr. Direction der Oberhess. Eisenbahnen auf Oberhess. Eisenbahnen freie Rückfahrt auf eine einfache Fahrkarte unter der Voraussetzung gewahrt, daß die Fahrkarten mit dem Aus-, ftattftnnbe?emPeI n,etben unb bie Rückfahrt am Tag- der Fahrkart-nlösung! ^^1., Sattler, Neustadt 6 Mitglieder habe« gegen Dorzeigen ihrer Mitgliedskarte« für ihre Person freien Zutritt. 0222 Das Comite. Co«r»dericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 16. October 1891. Schlutzcours- 1 Uhr 15 Miw XXV. Kölner Dombau-Lolterie. Nur baares Geld, Hauptgewinne: M. 75,000, 30,000, 15,000 u. s. w. Ziehung am 18. Februar 1892. Loose zu 3 Mark h(Porto mit Liste 30 Pf.) 9105 bei 25 Loosen und mehr mit Rabatt empfiehlt versendet Electrotechnische Ausstellung Lotterie - Abtheilung;, Frankfurt am TMLain. 7674 Ziehung schon am 2. November und folgende Tage. Die einzige große Modenzeitung, welche alle 8 Tage erscheint, ist Der Bazar Wnssrirte Damen-Ieitung für Mode, Handarbeit uvd Unterhaltung. 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