Rr. 189. Zweites Blatt. Sonntag den 16. August 1891 .i wem——————■ I ■■■ I I*■ 'III [■■——uw III waamnni——■ Str OHtMi jMMHet «tchsiM täglich, ■Ü L»Lnahm« btf Montags. Wn Metztner ,äM*Uit*irÄUet ®fif*tn Hm Lnzngtr Güch»1lich brelmal htigelegL. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. »ierMWrtfn Almewttbndu 2 M.rk 20 Pf,. *fc Bringerloy». Durch die Post bezotz« 2 Mark 50 Pf,. «edaction, t^ebWe® und Druckerei: rch» ß Aer»^rrcher 51, Amts- und Anzeigrblatt für den Areis Gießen Lanahmr len «n,eigen zu der «UchmittagS für den ®6c ^«nsKtt»s»ureaux dr, An- und KultaM netz»« ss^ixn Lag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. MKriS0eiMgk. ^aöllUeUSHaUCT:. «nzeigen für den .Gießener Anzeiger- entgegn ......■■■rail!BJJJigJ!ai^^ i n JIMLO!■'» 2tintlichev Theil. Bekanntmachung, die Zulassung von Loosen auswärtiger Lotterien zum Vertrieb im Großherzogthum betreffend. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem "deutschen Antisclavereilotterie-Comite zu Coblenz die Erlaub- niß zu ertheilen geruht, die Loose einer nach Maßgabe des -für das Königreich Preußen genehmigten VerloosungSplanes im laufenden Jahre zu veranstaltenden Geldlotterie innerhalb des Großherzogthums zu vertreiben. Gießen, am 14. August 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost. vermischtes. * Frankenberg, 10. August. Bei dem Festessen der hessischen Geschichtsvereinsversammlung richtete Herr "Pfarrer Heldmann im Lause der Unterhaltung an seinen Tischnach- dar und alten Lehrer Herrn Geheimen Rath Dr. Münscher in Marburg die Frage: „Wann sind Sie denn zum letzten- rnale in Frankenberg gewesen?" Herr Geheime Rath Ür. Münscher -antwortete: „Es sind etwa 75 Jahre." Die Antwort verdient nicht weniger, wie das bekannte Schulmeisterstückchen seines Vaters, des Consistorialraths und Professor Münscher, aus dem Anfänge dieses Jahrhunderts, als ein denkwürdiges Zeichen eines glücklichen Alters der Nachwelt überliefert zu werden. * Folgenden „Roman aus dem Leben" theilt eine Berliner Local-Correspondenz mit, indem sie gleichzeitig, natürlich zum diskreten Gebrauch, die volle Adresse der „Heldin" dieses Romans angibt. Derselbe lautet: „22 Jahre sind es her, als vor dem Keller des Meisters N. eine elegante Equipage hielt, aus welcher eine Dame stieg, die rasch die Kellerstufen hinabeilte und in dem unansehnlichen Geschäftslocale des N. verschwand. Die dort gepflogenen Verhandlungen betrafen ein wenige Monate altes Kind, welches N. als eigen annehmen sollte. Das Abkommen wurde zur beiderseitigen Zufriedenheit geschlossen und ein kleines Mädchen spielte bald zur Freude der N.'schen Eheleute in dem Keller umher. Jahr auf Jahr verging, die Kleine entwickelte sich zur blühenden Jungfrau und war der Stolz der biederen Handwerksleute, deren Verhältniß zu dem Kinde diesem ein Geheimniß blieb. Vor einiger Zeit nun erkrankte Frau N. plötzlich, die jetzt 22jährige Emma hielt getreulich Wache am Krankenlager ihrer vermeintlichen Mutter und als diese durch den Tod abgerufen wurde, da war es wiederum das junge Mädchen, welches nicht von der Leiche wich. Der Tag der Beerdigung war gekommen. Emma stand schmerzbewegt mit ihrem Pflegevater an der Gruft, andächtig den Trostesworten des Geistlichen lauschend, welcher besonders hervorhob, wie die Verstorbene mit der größten Aufopferung und Entsagung an der angenommenen Tochter Mutterstelle vertreten habe. Diese sicherlich gutgemeinte Aeußecung enthüllte dem trauernden Mädchen das Geheimniß und mit dem Rufe: „Vater, Vater, ist es denn wahr, daß ich nicht Dein Kind bin?" fiel sie dem zustimmend nickenden N. in die Arme. Seit dieser Zeit war Emma wie umgewandelt, sie' verließ das Elternhaus und suchte als Dienstmagd ihr Fortkommen. Vorgestern hielt vor dem N.'schen Keller wiederum eine elegante Equipage, welche bald darauf mit einer vornehmen Dame und dem schlichten Meister dem gegenwärtigen Ausenthalsort des Mädchens zu- suhr. N. hatte nach dem Vorgang aus dem Gottesacker nicht geruht, bis er die wirkliche Mutter seines Lieblings bewogen hatte, diesen wieder bei sich aufzunehmen. Das Wiedersehen zwischen Mutter und Tochter hatte sich N. freilich anders gedacht, als es thatsächlich sich gestaltete. Emma musterte die reiche Dame, um ihr alsdann kurzweg zu erklären: „Sie haben kein Recht mehr auf mich, denn wer sich um sein Kind 22 Jahre nicht kümmert, kann unmöglich mehr Anspruch aus dasselbe erheben." Die Mutter mußte unverrichteter Sache von dannen gehen und ihr Kind verbleibt in dienender Stellung. Das Vorkommen von Viehseuchen in Hessen während des Monats Jun'i 1891. Milzbrand wurde festgestellt auf der Sponsheimer Mühle, Kreis Bingen, am 11. und im Schlachthause zu Mainz am 15. Juni bei je einem geschlachteten Rtndviehstücke. Rotz. Die in Mümling-Grumbach, Kreis Erbach, wegen eines verdächtigen Pferdes angeordneten Schutzmaßregeln wurden wieder aufgehoben, nachdem der Verdacht behoben war. Die Maul- und Klauenseuche ist erloschen in Goddelau und Crumstadt, Kreis Groß-Gerau; in Langsdorf, Kreis Gießen; in den Orten des Kreises Alsfeld: Burg- und Nteder-Gemünden, Ohmes und Appenrod; in Ranstadt, Kreis Büdingen; in Kloppen- hetm, Kreis Friedberg; in Sauer-Schwabenheim und in Groß- Winternheim, Kreis Bingen; in den Orten des Kreises Worms: Eich, Heßloch und Rieder-Flörsheim. Die Seuche herrscht fort in Heimertshausen, Kreis Alsfeld, und in Zotzenheim, Kreis Alzey. Die Seuche wurde im Monat Juni festgestellt und war am Schlüsse desselben wieder erloschen in Alsbach und Seebeim, Kreis Bensheim; in Stockstadt, Kreis Groß-Gerau; in Hirschhorn, Kreis Heppenheim; in Langen, Kreis Offenbach; in Albig, Kreis Alzey; in Schornsheim, Kreis Oppenheim, und in Hamm, Kr. Worms. Die Seuche wurde im Monat Juni festgestellt und herrschte am Schlüsse desselben noch fort: in Kortelshütte bet Rothenberg, Kreis Erbach; in Trebur und Gernsheim, Kreis Groß-Gerau; in Unter-Hainbrunn, Kreis Heppenheim; in Gleimenhain und Wahlen, Kreis Alsfeld; in Wenings, Kreis Büdingen; in Petterweil, KreiS Friedbrrg; in Kostheim, Kreis Mainz; in Eckelsheim, Kreis Alzey; in den Orten des Kreises Bingen: Rieder-Hilbersheim, Appenheim und Dromersheim; in den Orten des Kreises Oppenheim: Wald- Uelbersheim, Dolgesheim, Wörrstadt und Rieder-Saulheim; in Frettenheim, Kreis Worms. Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh ist erloschen in Wiebelsbach, Kreis Dieburg, in Kelsterbach, Kreis Groß-Gerau, in den Orten des Kreises Gießen: Obbornhofen, Hattenrod und Weikartshain; in Heldenbergen, Kreis Friedberg; in Wingershausen, Kreis Scholten, und in Gau-Bischofsheim, Kreis Mainz. — In Großen-Linden, Kreis Gießen, in Schwabenrod, Kreis Alsfeld, und in Stammheim, Kreis Friedberg, herrscht die Seuche fort. Festgestellt wurde dieselbe unter dem Rindvieh in Armsheim, Kreis Oppenheim, am 29. Juni. Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Unter-Mossau, Kreis Erbach, in Hof Albach, Kreis Gießen, in den Orten des Kreises Alsfeld: Eudorf, Romrod und Wahlen; in Konradsdorf, Kreis Büdingen, in Rodheim, Kreis Friedberg, in den Orten des Kreises Lauterbach: Stockhausen, Bernshausen und Reuters; in Meiches und Herchenhain, Kreis Schotten. Literatur unö Annst. — „Ich Habs gefunden, ich Habs gefunden!" rief der berühmte i Archimedes, der größte Mathematiker des Alterthums, freudig erregt aus, als er bet der Untersuchung des Goldgehaltes einer für König Hiero von Syrakus angefertigten Krone das Gesetz des speclsischen Gewichts entdeckte. Und den gleichen freudigen Ausruf werden viele tbun, die eine gediegene, unterhaltende und practische illustrirte Zeitschrift für ihr Haus und für ihre Familie suchen und das schon längst allen seinen zahlreichen Lesern und treuen Abonnenten lieb und vertraut gewordene Blatt, die ^Illustrirte Welt- (heraus- g-geken von Prof. Joseph Kürschner, redtgirt von Wilh. Wett'e'r, (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) in die Hände bekommen. Wie kein anderes Unternehmen ähnlicher Art trägt dieses treffliche Journal, welches sich während seines nunmehr neununddreißigjährigen Bestehens einen Leserkreis erworben hat, der den ganzen Erdkreis umspannt, den Character eines echten und rechten Blattes für das Haus und die Familie. Dies ist auch wieder der Fall bei den soeben erschienenen ersten beiden Heften des 40. Jahrgangs, 1892. Feuilleton. D er verwandelte Wein. Humoreske von M. Hein ert. (Schluß.) Nachdem noch der Oberförster außer der Zeche den nicht unbeträchtlichen Preis für den mit nach Hause zu nehmenden Wein bezahlt, stiegen die sächsischen Gäste ein; im ersten Schlitten saßen der Herr Erbrichter mit Gemahlin und Tochter nebst einer Freundin der letzteren, außerdem sein Verwalter und ein jüngerer Gutsbesitzer aus H... dorf, Nährend im zweiten Schlitten der Herr Oberförster mit Heiner Ehehälfte und einer zweiten Freundin von Erbrichters Töchterlein, sowie der Grundbuchführec von H... dorf Platz genommen hatten. Auf der sogenannten „Pritsche" des ober- sörsterlichen Gefährtes aber thronte der Forstaccessist Schulze, ganz stolz, daß sein kühner Weinschmuggelplan so rasch zur Annahme und Durchführung gelangt war. Die üblichen Abschiedsceremonien mit den zurückbleibenden Gästen des Rathskellerwirths waren bald erledigt und lustig klingelten nun die zwei leichten Gefährte zum Städtchen hinaus, um dann die nach Sachsen führende Landstraße einzuschlagen. An derselben lag, etwa fünf Minuten von den letzten Häusern des Ortes entfernt, das sogenannte Mauthaus, in welchem sich zugleich die Finanzwache befand, und La hier, als dem letzten böhmischen Chausseehause, zur Revision der Mautzettel angehalten werden mußte, so wurde Lern Oberförster ziemlich bedenklich zu Muthe, wenn er sich vorstellte, daß die Grenzbeamten die Schlitten gründlich durchsuchen könnten. Doch diese Befürchtungen erwiesen sich als grundlos; allerdings stand, als die Schlitten vor dem Mauthause hielten, ein Finanzer unter der Thür und richtete an die Herrschaften die höfliche Frage, ob sie etwas Steuerbares bei sich hätten, da ihm jedoch aus dem Schlitten ein mehrstimmiges kräftiges „Nein" entgegenklang, salutirte der Beamte und zog sich in das Haus zurück, während die Schlitten Anbehelligt weitersuhren. Nach kurzer, aber flotter Fahrt wurde die Grenze passirt und nunmehr befand sich die kleine Gesellschaft mit dem geschmuggelten Wein in Sicherheit, so daß den Herrn Oberförster jetzt sogar ein gewisses übermüthiges Gefühl überkam. Er machte daher den Vorschlag, in der an dem Wege nach H... dorf liegenden Wirtschaft „Zur Buschschenke", in welcher es ein vortreffliches Glas Bier gab, nochmals einzukehren, die Damen könnten sich ja daselbst mit einem Täßchen Mokka stärken." Der Vorschlag begegnete nirgends ernstem Widerspruche und als man die „Buschschenke" erreicht, wurde in die behaglich durchwärmte Wirthsstube eingetreten, indeß die Kutscher die nicht erst abgeschirrten Pferde mit Hilfe des Hausknechts Heinrich in den Stall führten. Etwa ein halbes Stündchen verweilten die Herrschaften aus H... dorf bei Bier und Kaffee in munterer Stimmung in der „Buschschenke", bis wiederum der Ruf erscholl: „Anspannen!" und bald saß die kleine Reisegesellschaft aufs Neue in den bequemen Schlitten. Schon stampften die Rosse ungeduldig den Schnee mit den Hufen und Heinrich, der Hausknecht, hielt es daher für die höchste Zeit, sich den Herrschaften in Erinnerung zu bringen und dem ihm gebührenden Trinkgeld-Obolos entgegenzunehmen. Er näherte sich zunächst dem Oberförster, der eigentlichen Respectperson des kleinen Kreises, streckte die gewaltige Rechte mit einem freundlichen Grinsen aus und sagte in seinem breiten Dialect: „Heerense, Herr Oberfärschter, ich habe Sie noch die fünf Wärmflaschen in den beeden Schlitten nei gefüllt, se waren ja ganz kalt geworden und da mer in d'r Küche grad heiß Wasser hatten, da dacht ich: Du füllst de Wärmflaschen wieder mit recht hübschem heißem Wasser, da wern sich de Herrschaften ooch recht sehre freuen. Nur sah Sie das kalte Wasser in den Wärmflaschen, als ichs ausschüttete, so curios aus, als wenns gemalt wär." Wenn indessen der biedere Heinrich geglaubt hatte, die Schlittengäste aus H...dors durch seine außergewöhnliche Dienstleistung besonders zu erfreuen, so hatte er sich gründlich getäuscht, wenigstens was den Herrn Oberförster betraf. Denn abwechselnd bleich und roth vor Aerger starrte derselbe den dienstbaren Geist ob seiner Mittheilung eine Weile an, ehe er grimmig losplatzte: „Was in des T—ls Namen haben Sie gemacht, Heinrich? Unsere Wärmflaschen haben Sie ausgeschüttet, ohne daß es Ihnen geheißen worden wäre? I, da soll doch gleich ein heiliges Millionendonnerwetter dreinschlagen — das ist ja eine nette Geschichte! Führen Sie uns wenigstens an den Ort, wo Sie den Wei—, die Wärmflaschen ausgeschüttet haben, Sie Unglücksmensch!" Ganz verdutzt führte Heinrich den Oberförster und einige andere Mitglieder der Schlittenexpedition nach der Stelle im Hofe, wo er die Wärmflaschen ihres kostbaren Inhalts entleert hatte, und richtig kündeten hier große rothe und gelbe Flecken im Schnee an, welch schnödes Ende der edle Erlauer und der kostbare Rüster des dicken Nazi von N. gefunden. Aber das Unglück war nun einmal geschehen und trotz allen Fluchens und Wetterns des Oberförsters auf den armen Heinrich, wie auch auf Forstaccessist Schulze, als Denjenigen, der erst den ganzen schönen Plan mit dem Weine ausgeheckt, konnte das heiße Wasser der „Buschschenke" nicht in den Rebensaft zurückverwandelt werden. Natürlich war es aber mit dem Extratrinkgeld, von dem der dienstbeflissene Heinrich geträumt, nichts und verdrießlich mit dem Kopfe schüttelnd, blickte das Factotum des Buschschenkenwirths den nun wieder dahinsausenden Schlitten der H...dorfer Gäste nach- doch auch unter den Insassen der Schlitten herrschte jetzt begreiflicher Weise eine gedrückte Stimmung und in dieser verabschiedete man sich gegenseitig, als mit H... dorf die Heimath wieder erreicht war. Auch die nächsten Wochen über stand namentlich der Herr Oberförster unter dem Eindrücke des fatalen Ereignisses in der Buschschenke, zumal die Geschichte von dem verwandelten Wein bald in weiteren Kreisen bekannt und viel belacht wurde, und es dauerte lange, ehe er sich wieder einmal in der Buschschenke blicken ließ, und zum dicken Nazi in N. kam der Herr Oberförster ebenfalls erst wieder, als allmählich etwas Gras über die ganze merkwürdige Schmuggelgeschichte gewachsen war. Jean Dern & Cie., Giessen. ■jl STx*. 21, — XX 1^/*XX Tslöplion Ul'- 21, HB Baumaterialien-Geschäft, ">g Alleinverkauf renommirter Fabrikate, 9 soweit 5169 beste und billigste Weinessig C. F. Schwarz Söhne. KeikgeSoienes. 7192 stets gern. 7240 . 12 Pfg. Guten Speise-Essig ... 12 ' Scharfen Einmach Weinessig 18 Hochfeinen • >24 Doppel Burgunder-Essig 30 Neuenweg 15. Kosenthal'sche gtrlagsljanblung. Altenbuseck, den 6. August 1891. Krämer, Ortsgerichtsvorsteher. aus der berühmten Rheinischen Weinessig-Fabrik von Th. 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Bl.__________________7284 AusWsskkllner für heute Sonntag gesucht. 7297 Steins Garten. Sonntag den 16. August Giestener Anzeiger. Beilage zu Rr. 189. -1891 Feuilleton. Die Dienstmädchen-Mörder in Wien. Wien, 11. August. Gestern ist in einem der bevölkertsten neuen Bezirke Wiens ein Ehepaar verhaftet worden, das, wie es scheint, die Ermordung armer, wehrloser Dienstmädchen geschäftsmäßig betrieb und von der Beraubung seiner Opfer lebte. Was bisher von dem dunklen Treiben dieses Paares ausgeforscht worden ist, eröffnet den Blick in ein schauerliches Geheimniß und erinnert unwillkürlich an die furchtbaren Thaten Hugo Schenks und seiner Genossen. — Die „N. Fr. Pr." vom Dienstag Morgen enthält folgende eingehende Darstellung dieses schauerlichen Criminalsalles: Im Abendblatte haben wir mitgetheilt, daß Nachts durch Organe der hiesigen Polizei-Direction ein Ehepaar, das sich Franz und Rosalia Riedler nannte, in Rudolphsheim unter dem Verdachte, im vorigen Monat in einem Walde bei Neulengbach ein junges Mädchen ermordet und beraubt zu haben, verhaftet wurde. Inzwischen ist die Schuld der Eheleute, welche richtig Franz und Rosalia Schneider heißen, fast zweifellos festgestellt und es ist erwiesen worden, daß dieselben in den ersten Tagen des Juli dieses Jahres das dreißigjährige Dienstmädchen Marie Hottewagner ermordet und beraubt haben. Ende Juli dieses Jahres erschien in den hiesigen Journalen eine Notiz des Inhalts, daß in einem Walde bei Neulengbach die Leiche einer unbekannten, ungefähr 30jährigen Frauensperson gefunden worden sei, die nur mit Hemd, 'Unterrock und Mieder bekleidet und wahrscheinlich das Opfer eines Verbrechens geworden war. Diese Notiz las ein Goldarbeiter-Gehilfe Namens Karl H., welcher feit einiger Zeit seine Geliebte, das Dienstmädchen Marie Hottewagner, vermißte und er begab sich zur Polizei-Direction, wo er dem Verdachte Ausdruck gab, daß die im Walde Ausgefundene seine Geliebte sei. Zugleich gab er an, daß er diese zuletzt am 2. Juli d. I. in Gesellschaft eines Ehepaares gesehen habe, welches die Hottewagner zum Westbahnhofe begleitete. Er habe damals ersahren, daß das Ehepaar seiner Geliebten eine Dienststelle in der Villa Hauser in Nekawinkel verschafft habe und sie dahin begleitet. Einige Tage später habe er nun seiner Geliebten einen Bries unter der erwähnten Adresse geschrieben, dieser kam jedoch mit dem Vermerk zurück, daß es in Nekawinkel eine Villa Hauser nicht gebe und Marie Hottewagner in diesem Orte unbekannt sei. Man veranlaßte nun den Goldarbeiter-Gehilsen, nach Neulengbach zu fahren und dieser erkannte dort den im gerichtlichen Depositenamte befindlichen Strohhut, den man bei der Leiche gesunden hatte, als jenen der Hottewagner. Die Polizei bemühte sich nun, jenes Ehepaar, welches die Hottewagner am 2. Juli zum Westbahnhofe begleitet hatte, zu eruiren und stellte folgende Tbatsachen fest: Marie Hottewagner ließ sich am 2. Juli im Meixner'schen Dienstvermittelungs-Bureau aus dem Franziskanerplatze für einen Platz vormerken. Während sie eingeschrieben wurde, trat eine Frauensperson in das Local, die mit dem Mädchen eine Conversation anknüpfte und ihm mittheilte, sie sei Hausbesorgerin und Gärtnerin in der Villa Hauser in Nekawinkel, wo die Magd einen lohnenden Platz erhalten könne. Die Unbekannte fragte die Hottewagner auch um ihre Effecten und animirte sie, den Koffer gleich mitzunehmen und ihr nach Nekawinkel zu folgen. Das Mädchen sagte, sie nehme den ihr angebotenen Dienst sehr gerne an, doch könne sie nicht wissen, ob er ihr behagen werde, weshalb sie es vorderhand vorziehe, ihren Koffer in Wien zurückzulassen,- sie bat die Fremde, ihr in die Wohnung zu folgen, weil sie sich mit Geld nicht vorgesehen habe und einige Gulden zu sich stecken wolle. Die Frau ging nun mit der Magd in deren Wohnung, Mariahilferstraße 43. In einem Gasthause in der Mariahilferstraße, vis-ä-vis von Nr. 43, saß damals der Geliebte der Hottewagner, der Goldarbeiter-Gehilse Karl H., welcher die beiden Frauen vorübergehen sah. Er vermuthete richtig, daß es sich um einen Dienstplatz handle, und um dem Mädchen nicht damit zu schaden, daß man wisse, sie habe eine Liebschaft, unterließ er es, aus die Gasse zu kommen und seine Geliebte anzusprechen. H. sah auch bald daraus die Magd und ihre Begleiterin wieder aus dem Hause kommen. Die Letztere trat dann in das Gasthaus, ging an einen Tisch und sagte zu einem an demselben sitzenden Manne: „Sie kommt schon!" Die Frau begab sich dann wieder auf die Straße und nach einiger Zeit folgte der Mann, den sie angesprochen hatte, den beiden Frauenspersonen und schloß sich denselben an, woraus die Drei zum Westbahnhof gingen. Seit jener Stunde war Marie Hottewagner verschollen. Die Polizei eruirte weiter Folgendes: Am 4. Juli kam die angebliche Gärtnerin allein in die Wohnung des Mädchens in der Mariahilserstraße und überbrachte einen Zimmerschlüssel mit der Erklärung, die Hottewagner habe denselben aus Vergeßlichkeit zu sich gesteckt und sende ihn nun zurück. Sie habe auch geschrieben, der Platz in Nekawinkel gefalle ihr sehr gut und sie gedenke dort zu bleiben, man möge ihr daher durch die angebliche Gärtnerin ihren Koffer senden. Während die Frau dies erzählte, trat der Briefträger ein und überbrachte einen Brief mit dem Poststempel „Reka- winkel". Derselbe enthielt die gleichen Mittheilungen von der Hottewagner selbst und unter Anderm den Passus, daß die Gärtnerin kommen werde, um den Koffer abzuholen und aufs Land zu befördern. Die Quartiergeberin äußerte ihre Freude darüber, daß es der Hottewagner gut gehe und folgte der Unbekannten den Koffer aus. Derselbe war groß und schwer und enthielt Wäsche, Kleider, Schmuck und Bücher. Der früher erwähnte Mann der Gärtnerin wartete unten aus der Straße und ließ den Koffer ins „Hotel Holzwarth" in Fünfhaus bringen und bei dem Hausknecht deponiren, von wo er denselben zwei Tage daraus abholte. Das wichtigste Moment aber, welches in dieser Affaire zur Kenntniß der Polizei gelangte und zur Entdeckung der Mörder führte, war folgendes: Am 1. Juli d. I. hatte ein Mann, der sich für einen Gärtner ausgab, die Dienstmagd Anna Djuris, III., Erdbergerlände 2 wohnhaft, unter dem Vorwande, ihr eine Stelle als Stubenmädchen bei einer Baronin in Neulengbach zu verschaffen, von Wien nach Neulengbach gelockt, ihr in einem Gasthause in der Umgebung von Neulengbach Gewalt angethan und dann die Ersparniffe von 30 fl. zu erpressen gesucht. Nach der Personsbeschreibung, welche Anna Djuris von diesem Manne gab, war derselbe jenem ähnlich, der am 2. Juli mit seiner Frau die Marie Hottewagner zum Westbahnhofe begleitet hatte und dieser Umstand mußte im Verein mit der Thatsache, daß die Hottewagner gleichfalls nach Neulengbach gelockt und ihr gleichfalls ein Dienstplatz versprochen worden war, zur Vermuthung führen, daß der Raubversuch an der Djuris von demselben Individuum verübt worden sei, das auch die Hottewagner ermordet hatte. Die Nachforschungen nach diesem Individuum waren von Erfolg begleitet,- es wurde erhoben, daß die Djuris zu dem Wirthe bei Neulengbach, bei dem sie mit dem angeblichen Gärtner eingekehrt war, Bedenken geäußert hatte, mit dem fremden Manne in einer fremden Gegend weiter zu gehen und daß der Wirth geantwortet hatte: „Mit dem können Sie schon gehen, den kenn' ich ja!" An dieses Wort hielt man sich und eruirte weiter, daß der Begleiter der Djuris ein gewisser Franz Riedler aus Rudolphsheim war. Derselbe wurde gestern Nacht vom Ober-Commissär Sabatzka in einer Kaffeeschänke in der Rudolphsgasse zu Rudolphsheim verhaftet. Gleichzeitig wurde seine Frau festgenommen. Die Eheleute heißen richtig Franz und Rosalia Schneider. Ihre Schuld an der Ermordung der Hottewagner ist schon dadurch außer Zweifel gestellt, daß in ihrer Wohnung Effecten aus dem Besitze der Ermordeten gesunden wurden. Aeilgeöotenes Einrichtungen Louis Lind, Kirchenplatz 10, empfi-l.lt fst. Kaiserbräu (dunkel), per Flasche 25 H, fst. Exportbier (hell), per Flasche 22 H, aus der Brauerei I. Hildevrand, Pfungstadt, 530b fst. Lagerbier (hell), per Flasche 18 aus Textorö Brauerei. Jedes Quantum frei ins Haus. ; für Ausstellung der 1 Schaufenster aus !L . i Messing in mannig- W faltiger Ausführung empfiehlt [6364] A. Kroll Nussensteine, Ieldbrand, vorzügliche Oualität, können täglich geladen resp. zur Baustelle geliefert werden. Abfahrt gnt, Preise äusrerst billig. Jacob Helfenbein, 6745 Marburgerstrafte. 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Der Aufschwung, den wir im vorigen Bericht constatiren konnten, ist nur ein kurzer Lichtblick gewesen; die flaue Stimmung hat wieder ihren Einrag gehalten und im Lauf der heute beendeten Woche noch weitere Fortschritte gemacht. Es ist daher nicht zu verwundern, daß fast auf allen Gebieten wieder recht empfindliche Coursverluste zu verzeichnen sind. Schwarzmalerei des politischen Horizonts, erfundene oder doch übertrieben aufgebaufchte ungünstige Berichte über den Gesundheitszustand des deutschen Kaisers, und immer neue Htobsposten der verschiedensten Art nährten den Pessimismus, der eben alle Gemuther zu beherrschen scheint. Die Course gingen täglich weiter zurück, da ein Eingreifen des Privatpublikums voll- Course der Frankfurter Börse Staatsanleihe«. bedarfes geschritten sind. In der zweiten Hälfte des Juli war der Versandt pro I Arbeitstag auf 10589 Wagenladungen gegen 10179 in der vorhergegangenen 14tägigen Periode gestiegen. Auch der Eifenmarkt hat die vorwöchentltchen Course ziemlich behaupten können, nur Bochumer auf die Einstellung der Arbeit in Savona niedriger. Auf dem Jndustriemarkt verkehrten Nordd. Lloyd-Actien im Hinblick auf große Getreidetransporte von Amerika in steigender Richtung. Prioatdiscont steigend. ständig fehlt und alle Operationen und Schwankungen sich fast ausschließlich zwischen der Speculatton vollziehen. Das Mißtrauen, der Feind aller Besserung, ist ^/o Hessische Obligation, zu tief eingewurzelt, als daß in absehbarer Zeit an eine wesentlich günstigere Ge- » Bayern .... staltung unserer Börsenverhältntsse geglaubt werden kann. » Baden..... Die Unsicherheit wird leider noch erhöht durch die ungünstigen Berichte über 3o/y Sächsische Rente. . die Ernte-Aussichten, die durch das fortgesetzt schlechte Wetter täglich mehr herab- 3V,o/gBremerStaatsanl. gestimmt werden. Im Zusammenhang hiermit stehen wieder die Befürchtungen über . * - die Möglichkeit des nothwendtgen gegenfeittgen Austausches der Lebensmittel unter ^/oOestr. Goldrente . den einzelnen Staaten, und so ist es nur zu erklärlich, daß die Börse das jetzt *"*’r sactisch erfolgte Verbot der russischen Regierung — Roggen ins Ausland zu expor- ttren —, mir lebhafter Erregung und großer Mißstimmung ausgenommen hat. * Wenngleich das Verbot ein vollständiges genannt werden muß — es bezieht Nuss. Consols S. III sich nicht nur auf die Ostsee und die genannte Westgrenze, sondern erstreckt sich auch auf das Schwarze und Asow'sche Meer —, so ist dasselbe doch für kein Land von so einschneidender Bedeutung, als für unser deutsches Vaterland. Der große Ueber- schuß an Roggen, den Rußland in normalen Jahren zu exporttren in der glücklichen Lage ist, wird nämlich zum bet weitem größten Thetl von Deutschland ausgenommen, während ja bekanntlich die übrigen Länder, wie z. B. England und Frankreich, hauptsächlich Weizendrod consumiren und daher von dem Verbot weit weniger betroffen werden. Man muß wohl annehmen, daß die Maßregel seitens Rußlands in erster Linie durch ernste innere wirtschaftliche Verhältnisse bedingt war, doch ist die Hast, mit der die Entscheidung gefällt worden, befremdlich. Es werden daher auch viele Stimmen laut, die behaupten, daß das Verbot auch unter Mitwirkung politischer Motive getroffen worden sei. Ob diese Annahme richtig, kann heute nicht entschieden werden, die Zukunft wird es lehren. Im Verlauf dec Woche verging fast kein Tag, der nicht ein neues unliebsames Eretgntß brachte und die Nervosität der Börse noch erhöhte. Großes Aufsehen machte die unerwartete Liquidation des alten, seit 70 Jahren bestehenden Bankhauses Morpurgo & Parente, einer Commandtte des Pariser Hauses Roth schtld in Trieft. Man spricht von 5 Millionen Verlusten, die durch enorme Spekulationen des jüngsten Thetlhabers der alten geachteten Firma, angeblich ohne Wissen der anderen Chefs, entstanden wären. Es verdient hierbei die entschlossene Haltung des Pariser Hauses Rothschild anerkennend erwähnt zu werden, das nicht nur mit seinen Buchforderungen hinter die übrigen Gläubiger zurücktrat, sondern noch weitere Gelder zur leichteren Durchführung der Liquidation zur Verfügung stellte. Auf dem Markte der spekulativen Banken fanden große Umsätze statt. Ein besonders heftiger Vorstoß, der anscheinend von langer Hand vorbereitet war, richtete sich mit Erfolg gegen die Actten der Darmstädter Bank. Obgleich die Verwaltung bekannt geben ließ, daß ihr Halbjahresabschluß noch nicht so weit gefördert sei, um auch nur eine annäherno richtige Beurthetlung des Gewinnes zu gestatten, ent- blödete man sich nicht, die 1891er Dtotdendenschetne mit 4% auszubieten, um den Cours zu drücken. Auch wollte man erfahren haben, daß bei einer größeren Anzahl Zellungen unter Beifügung von Mk. 3000 um Aufnahme eines Artikels nachgesucht worden sei, der Alles, was bisher an frivolen Erfindungen geleistet, wett übertreffe. Erfreulicher Weise soll sich bis jetzt kein Blatt gefunden haben, diesen dunkeln Ehrenmännern zu dienen. Creditaclien auf Gerüchte ungünstiger Semesterbilanz weichend, öotlorcn gegen Freitag voriger Woche 4 fl., Diskonto, Dresdener und Handelsgesellschaft gaben ca. 3% nach. Von deutschen Eisenbahnen hatten besonders Ostpreußen und Marienburger im Hinblick auf die Einschränkung der Getreideexporte zu leiden. Von fremden Bahnen waren Warschau-Wim und russische Südwest nachgebend, Elbethal, Galizier und Lombarden nicht wesentlich verändert. Erwähnenswerth ist die matte Haltung der in- und ausländischen Renten; insbesondere verstimmte der wettere Rückgang der deutschen 3 o/g Scrips, die bei 83.60 angeboten blieben. Auch fremde Renten mußten ihren Cours fast ohne Ausnahme ermäßigen. Russen wurden stark in Parts abgegeben, und Rubelnoten gingen ungeachtet starker Jnteroentionskäuse von 217 auf 210 zurück. Für Italiener wirkte auch die Miilhetlung ungünstig, daß für Besorgung der neuen Stücke pro Titre ohne Unterschied des Betrages, außer dem deutschen Reichsstempel, 75 H zu entrichten sind, während man in Frankreich einschltetzl. der italienischen Rentenfteuer nur 60 Cts. berechnet. Alle Bemühungen, den deutschen Stempel kostenfrei auf die neuen Stücke zu übertragen, sind leider gescheitert, da der Wortlaut unseres Stempel- gefitzes nur die Ueberttagung des Stempels eines Jnterimsscheines auf das definitive Stück zuläßt. Portugiesen sind wiederum schwächer. Die beabsichtigte Einführung des Alkohol-Monopols stieß auf so energischen Widerstand, daß die Regierung es für besser hielt, die Submissionsbedingungen gar nicht zu veröffentlichen. Ebenso wenig Erfolg scheint die Neueinführung der Frankenstücke gehabt zu haben. Wie vorauszusehen, hat man sofort Jagd darauf gemacht, die Stücke aufgefauft und mit Gewinn wieder nach Frankreich zurückgesandt. Das Goldagio, welches bis auf 18% zurückgegangen war, ist wieder stark gestiegen. Das einzige Gebiet, auf dem eine etwas festere Haltung zur Geltung kam, ist der Montanactien-Markt. Da der Versandt in Kohlen stark zugenommen und Preise als fest zu bezeichnen sind, so scheint es, als ob Consumenten, die bisher in | 5% Buderus-Obligat. . | der Entwartung billigerer Preise zurückhielten, jetzt zur Deckung ihres Winter- s Diverse Obligationen. 103.801 108.80 I 40/0 Eisenbahn-Rentenb.- I I I I Obligat. . . . 1100 40| 104.— 103.65 4V,o/oPortug.-A.88u.89 56.30 105.20 105.— 5o/o amort. Serb. Gold- 102.80 102.85 Rente .... 87.50 85.60 85.40 5o/oSerbischeEtsenbahn- 96.10 -----.----- Hyv.-Obl. L. A. . 4o/oSchwed.Oblig.l880r 90.30 96.20 96.35 101.20 96.20 96.— l°/o Türken conv. Lit. D. 18.20 5o/o Argent. Gold - Anl. 42.- 64.15 61.15 v. 1887 ... 98 20 97.60 3Va°/o Egypt. prio. Anl. 91.80 97.50 4o/o Pfälz. Ludwigsbahn Bexbach) . . . , Hessische Ludwigsb. 68/69 garant. . , Eltsabethb. steuer frei Gold .... 5% Oeftr. Staatsbuhn. 4% do. do. 3% do. do. I.-VIII.Emiss. 3% do. Ergänzungsnetz 5°/o Nordweftbahn Gold eif< 102.— 101.60 99.90 106.20 99.60 85.25 82.— 106.35 «dahn- 101.95 101.10 99.50 105.10 99.50 85.— 81.95 106.40 Prioritäten. 5«>/o Südbahn Lombarden 40/0 do. do. 3% do. do. 4c>/o Prag-Duxer Gold . „ Rudolf Gold (Salzk.) „ Franz-Josef Silber 30/0 staatl. garant. Jtal. Eisenbahn . . 30/0 Ltoorneser . . . 4o/g Russ.Südw Eisenb. 4o/g Wladikawkas garnt. 4% gar. Sar dtn.Sec.stsr. 103.50 95.50 63.45 99.20 99.95 82 50 55 30 63 20 96 35 96.10 80.— 103.10 94.80 63.25 98 35 99.30 82.— 55.10 63.20 95.30 95.05 80.05 Ludwigshafen-Bexbach. Hessische Ludwigsbahn. Pfälzische Nordbahn . Lübeck-Büchner . . . « 224.60 112.70 11465 149 50 isendah 224.— 111.35 114 70 149.40 n-Aetteir. Galiz CarlLudw.-B -Act. Oest Nordw.-Bahn Lit.R. Gotthardt..... Jtal. Mittelmeer . . 1805/s 185.50 132.70 96 75 1793/8 1835/8 130.50 93.70 Deutsche Reichsbank . Berlin. Handelsgesellsch. Deutsche Bank . . . DeutscheGenossenschstsb. o.Soergel,ParrisiusLCo. 145.45 134.30 143.— 122 — Bank-H 145 — 131.10 140.70 122 — retten. Dresdener Bank. . . Mitteldeutsche Creditb. . Wiener Bank-Verein . Württemb. Vereinsbank Deutsche Veretnsbank . 136 — 101.10 9674 124.40 106.70 133.70 100.30 943/8 124.30 106.50 Bindtng-Brauerei . . Stern- do. (Oberrad) Bad. Anilin- u. Sodafabrik .... Hibernta Bergw.-Ges. . I 162.50 135.70 270.50 160.05 ndvstri 161.50 135.70 272.50 158.50 e-Aetien. Deutsche Verlagsanstalt Farbwerke,vorm.Metster, Lucius & Brüning. Riebeck'scheMontanwerke Bochumer Gußstahl 200.— 281.50 171.— 108.10 198.95 280.— 171.20 104.70 4% Franks. Hyp.-Pfdbr. v. 91 ab . . . 3'/s°/°Frnkf.Hyp.-Pfdbr. 4o/oPreutz.Hyp.-Act.-Bk.- Psandbr. . . . 3V2°/o do...... 4% Preuß. Centr.-Bod.- Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... 102.— 95.40 101.60 95.70 100.55 Pfand 102.— 95.40 101.60 95.70 10070 driefe. 40/oDeutscheGrundschld.- Bk.-Pfandbr. . 3V»Vo do...... 31/ ^/c, Rhein. Hyp.-Bank- Pfandbr. . . . 4o/, Meininger Pfandbr. 101.50 95 5t» 92.70 101.50 101.50 95.50 92.70 101.50 Oeftr. 1860rfl.500-Loosc „ 1854r fl.250- „ 4o/o Meininger Prämien- Pfandbr. . . . 122.— 117.— 127.60 Loose. 121.40 1 Braunschweig. 20 Thlr^ )17 40 | Loose .... 1 3% Oldenburger Loose . 127.50 1 3i/»o/c)Köln-Mtndn.Loose 104.05 133 80 103.90 126.50 133.70 6o/oChic.Mtlw.f.St.Paul 4% Chicago Burlington Prt., rückzahlb. 1910 . 5o/oChic.Mtlw.f.St.Paul —.— 111.— Nebraska 1927 . . 4Ve% California Pacif. 79 90 79.65 Prt., rückzahlb. 1921 . 6% Centr. Pactf. I.Mrtg. 102.15 102.40 L M., rückzahlb. 1912 60/oPacif.ofMtssouri con- 102.60 102 40 rückzahlb. 1896 . . 104.55 105.— soltdated I. 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