!|Mner T—^ü«ch-iz. ”... Comniis -slg-«Pläh?A«-s ter K. H' WW. ~_______7237 *™9ptit den Höthi- «Meit wird ge= >tt Cigancnfabrik _5wk&_Cie. SSL LlyPtM^Bk^ SLSÄSS ÄSS1T Amerika en vorzüglichen dampfern des ilfritrn fliO Bremen igiere der conceffWrte 1614 oos in Gießen. ckthUML. »strafe mehrere kleinere zu vemiethen. _______NordanKze 31 res Logis zu «leihen. Rodheimerstrche 40. ■I Logis mit Wasserleitung AuMustgZrtchen 2V- \una zum 91Hdnbe®oI)ntn, r nebft ßubtför il Wasser- Crtober zu pfrmtetM- , ReiS, Aanzleiberg 9. meite Stock im Neubau, Mm Lud. iviort zu Heinrich MckstM U-, Merweg 50. iieMansardenwobnung,soll>. Liock ein umöblirtes Zm- »Lichelheim'sch-n 6* 0 m vermiethen. r K. Soff«M_ RiegelMl^-. »SF59 V *1* im ö Zimmer mit allem i ^October zu oermethen. E. G. SlrinhevN^ »htitt, W-rbMttß^ *ys. EL- __ $Bo6K-°r in bem $t": y&sK EHS-LL- j«*5Äw42^> "Ä>E^lanUV> rärJ^T^tmmr, * und^lei^fott MNg uneben um»' L i'KSS'M SK-D MU '' u aücbe y j, # -tuv< Sonntag den 16. August 1891 Erstes Blatt. Nr. 189 Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. 2lints< unb Anzcigeblatt für den Xirci« Gieszen. ■*$ chratisöeikage: chießener AamikisnSkätter. Alle Annoncen. Bureau? deS In« und Au-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" mtgtgm. Äcbaction, Lppeditt« und Druckerei: Kch»kstr«te Mr.L Fernsprecher 51. DN Gießener He*tCic*iraü8t »erden dem Anzeiger »Lchentlich dreimal d eigelegt. Der 9*1 tun Anzeiger erscheint täglich, att Ausnahme deS Montags. Annahme »an Anzeigen zu der Nachmittag- für dm Mgribtn Tag erscheinmden Nummer bi- vorm. 10 Uhr. 3BÄZ6M Vierteljähriger AronnementApreiai 2 Mark 20 Pfg. mA Bringerlohn. Durch die Post bezvgW 2 Mark 60 Pfg. Amtlicher Theil. Gefunden: 1 Messer, 8 Taschentücher, 1 Paar Lederhandschuhe, 1 Vorstecknadel (Turner), 1 Kopsbezug, Geld, 1 Brosche, 1 Korallenkette, 1 Regenschirm, 1 Umhängetuch, 1 Peitsche, 1 Leier von einer Kaffeemühle und 1 silberne Damenuhr. Zugeflogen: 1 schwarzes Huhn. Gießen, den 15. August 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. politische Wochenschau. Gießen, 15. August. In Folge des am letzten Dienstag in Rußland er- gangenenGetreideausfuhr Verbotes ist das deutsche Reich in eine sehr ernste und Bedenken erregende Lage gekommen. Wir haben schon mehrfach an dieser Stelle aus- gesührt, daß Deutschland schon seit einer Reihe von Dezennien durch das sortwährende Wachsthum der Bevölkerung immer mehr außer Stand gesetzt worden ist, seinen Bedarf an Brodkorn durch die eigene Production zu decken und im Augenblick etwa 14—16 % des gesammten zur Consumtion nöthigen Getreides mittels ausländischer Zufuhr beschaffen muß. In erster Linie kommt unter diesen Umständen für die deutsche Brodversorgung Rußland in Betracht, das bei weitem den größten Theil des außer dem inländischen Ernteertrag zur Ernährung unseres Volkes nöthigen Getreides liefert und namentlich die Roggeneinfuhr fast vollkommen in Händen hat. Beispielsweise sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Ganzen 3 496000 Doppelcentner Roggen nach Deutschland importirt worden und unter diesen allein aus Rußland 3147 000, das heißt also 90 % der gesammten Einfuhr. Hieraus ergiebt sich, einen wie schweren Schlag das russische Einfuhrverbot den wirthschastlichen Verhältnissen in Deutschland versetzt, ohne daß auch nur wenigstens die Möglichkeit ernsthaft in Rechnung gezogen werden kann, daß die Nebenländer für Roggenexport im Stande sein werden, Rußland zu ersetzen. Denn einmal steht auch in einem Theil dieser Exportländer wie in Rußland eine Mißernte zu erwarten, und dann ist vor Allem zu berücksichtigen, daß Deutschland nicht der einzige Käufer auf dem Weltmärkte ist und gerade mit den nichtrussischen Getreideexportländern, wie schon aus dem oben Mitgetheilten hervorgeht, von jeher in weniger ausgebildetem geschäftlichen Verkehr gestanden hat, als die übrigen Staaten, die ausländisches Getreide zukaufen müssen, so daß diese auf ihre alten Geschäftsverbindungen gestützt als Käufer nichtrussischen Roggens dem deutschen Reiche erheblich überlegen sind. Angesichts dieser Thatsachen sind die Roggenpreise geradezu enorm in die Höhe geschnellt und haben neulich mit 226,50 Mark den höchsten Stand erreicht, den Roggenpreise seit 20 Jahren eingenommen haben. Die Zeit ist jetzt gekommen, in der der Consum von theuerem Weizen- b'rot sich in der That noch billiger stellt als derjenige von Roggenbrot. Dieser überaus ernsten Sachlage gegenüber hat sich in politischen Kreisen bereits die feste Erwartung gebildet, daß binnen Kurzem eine Suspension oder Herabsetzung der Zölle von der Regierung beantragt werden wird. Man erinnert sich daran, daß bei der letzten Erhöhung der Getreidezölle (von 30 auf 50 Mark) im Jahre 1887 auf eine Anregung des conservativen Abgeordneten Delbrück hin die Regierung auf das Bündigste erklärte, sie werde alsbald einschreiten, wenn der Roggenpreis einmal bis auf 180 Mark heraufgehen sollte, einen Betrag also, den die gegenwärtigen Preise schon nahezu um 50 Mark, d. h. um den vollen Zoll übertreffen. Auch Organe, die dem im Juni d. I. eingebrachten freisinnigen Antrag auf Zollerleichterungen skeptisch gegenübergestanden haben, wie die „Nationalztg.", befürworten nunmehr eine Oeffnung der Grenze. Sogar die „Post", die ihrer Zeit eigens zum Zwecke der Empfehlung der Getreidezölle gegründet wurde, meint jetzt, im Augenblick könne auch vom agrarischen Standpunkte aus nichs gegen Getreidezollermäßigungen eingewandt werden. Einige Minister, wie namentlich Herr von Bötticher, haben bekanntlich, seitdem die Frage der Zollsuspension aufgerollt ist, die gleiche Anschauung innerhalb des Ministeriums vertreten. — Die Wahl in Tilsit-Niederung hat einen überraschenden Ausgang genommen, indem der freisinnige Candidat Hans v. Reibnitz in dem seit 1884 stets conservativ vertretenen Wahlkreis mit 10894 Simmen gegen 8571 conservative in der Stichwahl gewählt wurde. Das Ergebniß ist vornehmlich auch darum interessant, weil der Wahlkampf in einem durchaus ländlichen Bezirk stattsand und sich in erster Linie um die Frage der Aufrechterhaltung der Getreidezölle drehte. In Bezug aus die russisch-französische Verbrüderung dauern die Erörterungen in der Presse fort, obwohl kein neues Material zur Beurtheilung der Sachlage vorliegt. Im Allgemeinen neigt man immer mehr der Meinung zu, daß die spontane Begeisterung der Festtheilnehmer der russischen Regierung förmlich über den Kops gewachsen ist und nichts weniger als einen Ausdruck der in russischen Regierungkreisen herrschenden Anschauungen darstellt. An ein wirkliches Bündniß zwischen Rußland und Frankreich glaubt heutzutage schon so ziemlich kein Mensch mehr. Im Uebrigen sind Optimisten der Meinung, daß eine russisch-französische Allianz nur aus einem unbegründeten Mißtrauen gegen den Dreibund hätte hervorgehen können und keinerlei aggressive Tendenzen gehabt haben würde, vielmehr als ein zweiter Friedensbund nur zur Festigung und Beruhigung der europäischen Verhältnisse dienlich gewesen wäre. Ausdrücklich bemerken möchten wir in diesem Zusammenhänge, daß bei der Anwesenheit des russischen Großfürsten Alexis in Paris aus Veranlassung der russischen Regierung alle neuen Verbrüderungsseste unterblieben sind. — Der junge König von Serbien ist bei seinem Besuch am russischen Hose wider alles Erwarten schlecht behandelt worden. So hielt es der Zar für angemessen, die Zeit der Anwesenheit des Königs zu einem Ausflug nach Finnland zu benutzen. Beim Mittagessen im Winterpalais vertrat nicht einmal ein Großfürst den fehlenden Kaiser. Um so freundlicher ist die Ausnahme, die der serbische König augenblicklich am österreichischen Hofe erfährt. Deutsches Reich. Darmstadt, 14. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben sich gestern Abend 10 Uhr 33 Minuten mit dem Schnellzuge der Ludwigsbahn nach Bamberg begeben, um daselbst das Königlich Bayerische Infanterie-Regiment Nr. 5, dessen Inhaber Seine Königliche Hoheit ist, zu besichtigen und werden heute Abend wieder von dorten zurückkehren. In Begleitung Seiner Königlichen Hoheit befinden sich Generaladjutant Generalmajor Wernher und Flügeladjutant Major Frhr. v. Grancy. Berlin, 13. August. Der freisinnige Berliner A r b e i t e r v e r e i n hat in seiner letzten Versammlung nach einem Vortrage über „Capital und Arbeit" folgende Resolution angenommen: „Die ungleiche Vertheilung von Arbeit und Genuß ist in keiner Weise eine gerechte und den Anschauungen einer moralisch-sittlichen Gesellschaftsordnung entsprechende. Sie ist ein Erbtheil aus jener Zeit des Altertums, wo ein Theil der Menschheit sich zum Herrscher über den andern aufwarf, und das Sclaventhum schuf- die gegenwärtige Gesellschaft, gleichviel welcher Regierungsform dieselbe huldigt, ist verpflichtet, diesem Uebelstand abzuhelfen und Einrichtungen zu schaffen, nach welchen es jedem ordentlichen Menschen, ungeachtet der Arbeit, welche er verrichtet, möglich wird, sich die notwendigen Lebensgenüsse zu verschaffen. Die Abschaffung aller indirecten Steuern und Zölle aus Lebensmittel, die Einführung einer nach oben sich steigernden Einkommensteuer, sowie die Beseitigung der stehenden Heere sind als Anfang zur Verwirklichung dieses Zustandes anzustreben. Endlich hält der Verein die Uebersührung des Grund und Bodens aus dem Privat- in den Staats- oder Communal- besitz zur Lösung der sozialen Frage für notwendig." Nerreste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondmz-Burean. Berlin, 14. August. Wie der „Reichsanzeiger" meldet, hat der Arbeitsminister die Bestimmungen über den Buchhandel auf den Eisenbahnstationen, wonach anstößige, dem guten Geschmack widersprechende Werke fernzuhalten sind, erneut in, Erinnerung gebracht und die Directionen angewiesen, durch häufige unerwartete Revisionen von der genauen Befolgung dieser Anordnungen sich zu überzeugen. Kiel, 14. August. Der Kaiser empfing heute den Staatssecretär v. Bötticher an Bord des „Hohenzollern". Der Kaiser ist bei bestem Wohlsein und beabsichtigt, heute eine größere Seefahrt zu unternehmen. Kiel, 14. August. Die Kaiseryacht „Hohenzollern", mit dem Kaiserpaare an Bord, ging um 10 Uhr Vormittags in See und kehrt voraussichtlich heute Abend zurück. Die gesammte Manöverflotte wird am 18. d. M. im Kieler Hafen ankern. Kiel, 14. August. Die Kaiserliche Yacht „Hohenzollern" traf heute Mittag vor Eckernförde ein und ging unter Borby vor Anker. Der Herzog Friedrich Ferdinand von Glücksburg begab sich sofort zur Begrüßung der Kaiserin an Bord der Yacht. Um 1 Uhr landete die Kaiserin in Begleitung des Herzogs Friedrich Ferdinand und der Gräfin Keller in Borby, von der zahlreich versammelten Menge aus das Enthusiastischste begrüßt, und begab sich in der herzoglichen Equipage zum Besuche ihrer Schwester, der Herzogin Karoline Mathilde, Gemahlin des Herzogs Friedrich Ferdinand, nach Schloß Grünholz. Schwerin, 14. August. Gestern ist eine Hebung der Kräfte des Großherzogs nicht eingetreten. Der Appetit liegt stark darnieder. Die nervösen Asthmaansälle kommen häufiger, deren Heftigkeit hat immerhin etwas nachgelassen. In der vergangenen Nacht hatte der Kranke einige Stunden guten Schlaf. Wien, 14. August. Ein Vergleich der Betriebsergebnisse der österreichischen Staatsbahnen im Zeiträume vom 1. Juli 1890 bis Ende Juni 1891 auf Grund des Kreuzer - Zonentarifs mit den Ergebnissen des gleichen Zeitraumes des Vorjahres ergibt eine Zunahme der fahrenden Personen um 9 Millionen und eine Zunahme der Gesammteinnahme um 167,213 fl. Wenn man von dem ausnahmsweise großen Verkehre zur Zeit der Pariser Ausstellung absieht, ergibt der einjährige Bestand des Kreuzer- Zonentarif eine Zunahme der Reisendenzahl um 43^, der Einnahme um nahezu 3 pCt. Bern, 14. August. Heute begannen die Festlichkeiten zur Feier des 700jährigen Bestehens Berns. Die Feier, welche vier Tage dauert, umfaßt ein Festspiel, historischen Festzug und Volksfeste. Zahlreiche Gäste aus der ganzen Schweiz und dem Auslande sind hier eingetroffen. Bern, 14. August. Der int ernationale geographische Congreß hat seine Verhandlungen beendigt. Es wurde u. A. die Niedersetzung einer Commission zur Ausarbeitung einer Erdkarte im Maßstabe von 1 : 1,000,000 beschlossen. Ferner einigte man sich über eine Erklärung, daß der Bau einer Bahn nach dem Innern Afrikas in beiy^ Richtung auf den Tschadsee oder den Niger wünsch^nswe'tth sei und man sprach der Schweiz gegenüber d^n Wunsch aus, sie möge die anderen Regierungen einladen, die Fragen wegen eines einheitlichen Meridians, einer Weltzeit und des Nutzens von Stundenzonen in den internationalen Beziehungen und im öffentlichen Leben zu studiren und diese Fragen in einer in Bern abzuhaltenden Conferenz von Delegirten der Staaten zu erledigen suchen. Zum Orte des nächsten in drei bis fünf Jahren stattfindenden Congresses wurde London gewählt, sofern die dortige Geographische Gesellschaft den Congreß übernehmen will. Petersburg, 14. August. Das Amtsblatt des Ministeriums der Wege und Verkehrsanstalten macht bekannt, daß alle russischen Eisenbahnen telegraphisch angewiesen sind, die für die Verpflegung der Bevölkerung und die Aussaat der Felder bestimmten Getreidetransporte unverzüglich außerhalb der Reihenfolge zu expediren. Alexandrien, 14. August. Reuter-Meldung. Das englische Geschwader ist heute nach Lemnos abgegangen. — Die Zahl der in dem Quarantänelager bei El Tor cam- pirenden Pilger beträgt ungefähr 4000. Vom 8. bis 10. August starben fünf an der Cholera. Berlin, 15. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." glaubt zu wissen, daß die Regierung nach wie vor mit Entschiedenheit an dem bisherigen Standpunkte bezüglich der Kornzölle feflhalte- sie sei aber nicht geneigt, Erklärungen darüber abzugeben. ___________ Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 15. August. Wie die „Poltt. Nachr." mittheilen, liegt es in der Absicht der Regierung, das Porto wesen für Staatsdienstsendungen einer Neuordnung zu unterwerfen. In erster Linie sei die Erneuerung des Versuchs erwogen, mit der Reichspostverwaltung einen Abonnementsvertrag abzuschließen. Berlin, 14. August. Die „Nordd. Allg." weist auf eine Meldung der „Münchener Allgemeinen" hin, wonach Oesterreich sich veranlaßt gesehen habe, auszusprechen, es müsse die Erklärungen freundnachbarlicher Gesinnung solange mit Reserve hinnehmen, als das serbische Parteigetriebe nicht mit festerer Hand gezügelt werde. Von einer solchen mit Wohlwollen gepaarten Festigkeit sei zu hoffen, daß der Jschler Besuch, wenn er auch keine politische Absicht verfolge, doch in mehrerer Hinsicht nicht ohne politische Frucht bleiben werde. Danzig, 14. August. Das Geschwader hat den Befehl erhalten, Sonntag Morgen nach Kiel zur Kaiserrevue abzusahren. Cortina, 15. August. Aus einer Tour in Tirol ist Wilhelm Bahr aus Hamburg von ganz in der Nähe Cortinas liegenden Bergen abgestürzt. Sein Leichnam wurde zerschmettert aufgefunden. Brussel/ 15. August. In der gestrigen Kammersitzung wurde der Credit von 17 Millionen für die Maasbesestigungen mit 62 gegen 33 Stimmen angenommen. Dagegen stimmte die gesammte Linke, mit Ausnahme eines Mitgliedes. Vichy, 14. August. Großfürst Alexis wurde mit unbeschreiblicher Begeisterung empfangen- die ganze Stadt war illuminirt. Abends besuchte er incognito das Theater, wobei er erkannt wurde. Die Zuschauer brachten eine großartige Ovation dar, indem sie stehend die russische Nationalhymne und die Marseillaise sangen. Der Fürst dankte wiederholt und immer wieder erneuerte. sich die Ovation. Localer uni Provinzieller. Gießen, 15. August. — Der offizielle Schluß der hiesigen höheren Lehranstalten fand heute morgen in gewohnter Weise statt. Das Realgymnasium und die Realschule verband damit zugleich eine Abschiedsfeier ihres scheidenden Directors. «Zu diesem Zwecke waren sämmtliche Lehrer, sowie die Schüler ohne die der Vorschule versammelt, wo Herr Pros. Dr. Bindewald, welcher vor 3 Jahren die Begrüßungsrede hielt, im Namen des Collegiums eine von Herzen gehende warm empfundene Abschiedsrede hielt, in welcher er besonders die vorzüglichen Eigenschaften des scheidenden Directors zwischen Schülern und Lehrern hervorhob und ihm dann ein herzliches Lebewohl wünschte. Sodann nahm der Oberprimaner Günther das Wort, die Liebe und Achtung betonend, die der Herr Director sich bei sämmtlichen Schülern erworben, und wünschte, daß dieses sich aus sein neues Heim übertragen möge. Auch der Vorsitzende des Schüler-Stenographenvereins, Unterprimaner Menges, gedachte in beredten Worten der Aufmerksamkeit, welche er dem Verein gewidmet und verabschiedete sich dankend im Namen genannten Vereins. Nun betrat Herr Director Meirich das Catheder und nahm mit bewegten Worten in längerer Rede Abschied von Lehrern und Schülern und der ihm lieb gewordenen Anstalt. — Das Großherzogliche Hoflager wird dem Vernehmen nach Ende dieses Monats nach Romrod verlegt, da Se. Königl. Hoh. der Großherzog den Manövern in Oberhessen beizuwohnen gedenkt. — Vermächtnisse. Die nachbemerkten Vereine und Stiftungen sind in den letztwilligen Bestimmungen des Rentners Wilhelm Schwaab sen. in Darmstadt bedacht worden: Allgemeiner Verein gegen Verarmung und Bettelei mit 15000 Mk., Diaconissen-Anstalt Elisabethenstist 10000 Mk., Alice-Hospital 1OOOO Mk., Kleinkinder-Schule 4000 Mk., Gartenbau-Verein 4000 Mk., Evangelischer Kirchenbau-Verein 4000 Mk., Suppen-Anstalt 2000 Mk., Heidenreich-von Siebold-Stiftung 2000 Mk. — Bis zum Schluß des Monats Juli betrug die Zahl der aus Bewilligung von Altersrenten erhobenen Ansprüche bei den 31 Versicherungsanstalten und 8 zugelassenen Kasseneinrichtungen 140 568. Von diesen wurden 103116 Rentenansprüche anerkannt, 19061 zurückgewiesen und 2272 aus andere Weise erledigt, so daß 16119 Ansprüche unerledigt aus den Monat August übergegangen sind. — Die Tagesordnung für die am 27. August in Ober-Ingelheim stattfindende Generalversammlung des Landesgewerbvereins ist wie folgt festgesetzt: I. Vormittags: Besichtigung der Ausstellung von Zeichnungen und Schülerarbeiten der Handwerkerschulen der Provinz Rheinhessen, sowie der Landesbaugewerkschule. — Ort derselben: Turnhalle, bezw. Casinogebäude an der Burg. — (Gleichzeitig mit den Zeichnungen rc. sind einzelne kunstgewerbliche Gegenstände aus der Mustersammlung des Landesgewerbvereins im Volks- schulhause an der Burg öffentlich ausgestellt). II. Beginn der Generalversammlung präcis 12x/4 Uhr im großen Saale des Gasthauses von Johann Meckel Wwe. 1) Begrüßung der Anwesenden. 2) Geschäftliche Mittheilungen. 3) Vortrag: Aus der Geschichte von Ober-Ingelheim. 4) Bericht der Handwerkerschulcommission des Landesgewerbvereins. 5) Bestimmung des Ortes für die nächste ordentliche Generalversammlung. (Oberhessen.) 6) Abschiedswort des Präsidenten. III. Nach dem Mittagessen: Besichtigung gewerblicher Anlagen, sowie geschichtlich anziehender Oertlichkeiten Ober-Ingelheims. — Das Programm der Technischen Hochschule zu Darm- stadt für das Studienjahr 1891/92 ist soeben erschienen. In dem Jahresbericht für 1890/91 wird zunächst der so glücklich gelösten Neubausrage gedacht. Auf dem nunmehr in Aussicht genommenen Bauplatze auf dem Gebiet der ehemaligen Großh. Meierei von rund 20000 qm Flächeninhalt sollen das Hauptgebäude, sowie die beiden Jnstitutsgebäude (das physikalische und elektrotechnische, sowie das chemische und chemisch-technologische) erbaut werden. Der südliche Theil des Bauplatzes ist für das Hauptgebäude bestimmt, das eine etwa 90 m lange Nordfront, nach Westen einen längeren, nach Osten einen kürzeren Seitenflügel, in der Mitte einen nach Süden stark vorspringenden Mittelbau erhalten soll. Die beiden Jnstitutsgebäude kommen auf den nördlichen Theil des Bauplatzes zu stehen. Die Gesammtzahl der Studirenden und Hospitanten hat im verflossenen Jahre wieder wesentlich zugenommen ; sie beträgt am Ende des gegenwärtigen Sommersemesters 392. Von dieser Zahl gehören 204 dem Groß- herzogthum Hessen, 115 dem Königreich Preisen, 50 anderen deutschen Staaten, 23 dem Auslande an. Im neuen Studienjahre werden die Vorlesungen und Hebungen im Wintersemester am 20. October 1891 (Aufnahme und Immatrikulation vom 19. October ab), im Sommersemester am 21. April beginnen. — Errttearlssichten. Das von sechszehn hessischen Land- wirthen und sonstigen Sachverständigen abgegebene Urtheil über die heurigen Obsternteausfichten spricht sich dahin aus, daß die Obsternte allgemein eine gute zu nennen sei, obschon die Aussichten heute lange nicht mehr so günstig seien, wie nach der Blüthe. Heber die Weinernte sprechen sich die Herren wie folgt aus: vier behaupten, sie würde gering, fünf dagegen sind für mittelmäßig, zwei für gut bezw. für gut bis mittelmäßig. Das allgemeine Hrtheil lautet, daß die Weinberge vom Frost gelitten und der Fruchtansatz gering sei, über die Güte lasse sich jetzt noch nichts sagen, doch sind die Aussichten auf einen einigermaßen guten Wein sehr gering. — Für die Zuvalidiläts. und Altersversicherung ist mit Genehmigung des Reichsversicherungsamts bestimmt worden, daß bei Verheirathung versicherter Personen weiblichen Geschlechts auf deren Quittungskarte der bisherige Name mit dem Zusatze: jetzt verehelicht rc. zu versehen, eine Einziehung und Erneuerung der Karte dagegen nicht nöthig ist. § Mücke, 14. August. Ein Fuhrmann von Ober- Ohmen, welcher gestern hier Möbel abholen wollte, versuchte auf dem Herwege während des Fahrens vom Wagen zu springen, um zuzuschrauben, blieb aber am Vorderwagen hängen, stürzte, gerieth unter die Räder und brach das Bein. Man verschaffte dem Verletzten bald ärztliche Hülse von Grünberg und brachte ihn auf seinem Wagen nach Hause. Bad-Nauheim, 13. August. Gestern Abend erhängte sich ein fremder Arbeiter in der Anlage am Teiche. Groß-Karbe«, 13. August. Aus der Fahrt von hier nach Dortelweil stürzte gestern der Fuhrmann Joh. Schneider von hier, Vater mehrerer Kinder, vom Wagen, welcher mit zwei Kühen bespannt und mit Weißbinderstangen beladen war, herunter und wurde sofort getödtet, indem die Räder des Wagens dem Hnglücklichen über den Kopf gingen. * Darmstadt, 12. August. Eine Einladung heiterster Art erläßt soeben das hiesige Comite für das Volksfest am 2. September. Es veröffentlicht nämlich wörtlich: „Für Betheiligung sind eingeladen alle Doggen, Windhunde, Pudels Steppenhunde, Pinscher, Windspiele rc.- ausgeschlossen sind Bologneser und andere Schooßhündchen." Es handelt sich um ein mit dem Volksfeste zu verbindendes Hunde-Wett- rennen. * Mainz, 12. August. Zu einer Hausfrau kam ein Dienstmädchen mit ihren Zeugnissen, um sich zu vermiethen. „Ich werde mich erst bei Ihren früheren Herrschaften erkundigen, was Sie für ein Mädchen sind", sprach die Frau. „Das ist recht", sagte das Mädchen, „ich werde mich mittlerweile bei Ihren früheren Dienstboten erkundigen, was Sie für eine Madame sind". Mainz, 13. August. Den Offizieren der Garnison wurde gestern mitgetheilt, daß Lieutenant Leydhecker wegen des bekannten Säbelangriffes auf den Architecten Heyl zu zwei Monat Festung verurtheilt worden ist. Der Verurtheilte hat sich bereis gestern nach Coblenz begeben, um seine Strafe anzutreten. A Mainz, 14. August. Der Mainzer Bevölkerung zeigen sich bereits die handgreiflichen Folgen des Roggenausfuhrverbots Rußlands. Die hiesige Bäckerinnung hat sich nämlich die durch das Roggenausfuhrverbot hervorgerusene Preissteigerung des Roggenmehls sofort zu Nutzen gemacht und beschlossen, den Preis des Schwarz-Roggenbrodes um 4 Pf. und den des Weizenbrodes um 3 Pf. per vier- pfündigen Laib zu erhöhen. Der Preisaufschlag tritt bereits heute ein. — Eine zweite, wenig erfreuliche Heberraschung wurde der hiesigen Bevölkerung durch die Mittheilung der Mainzer Geschäftsstelle der vereinigten Anthracit-Kohlenwerke, daß der Waggon Anthracit-Kohlen um 10 Mk. aus- geschlagen sei. Im Detail-Verkauf entspricht dies im Centner einem Aufschlag von 5 Pf. — Die Voruntersuchung in dem Mordsall, welcher sich Anfang verflossenen Monats in dem Vorort Zahlbach ereignete und bei welchem ein bejahrter Mann das Leben einbüßte, ist jetzt abgeschlossen. Es hat sich bei derselben herausgestellt, daß von den drei Burschen, die wegen der Blutthat verhaftet wurden, nur zwei an dem Verbrechen Antheil genommen, während der dritte seine beiden Genossen von der That abhalten wollte. Letzterer wurde heute aus der Hast entlassen und wird jetzt bei der Hauptverhandlung gegen die beiden Anderen als Belastungszeuge austreten. vermischtes. * Das Technikum Mittweida (Königreich Sachsen) zählte im vergangenen 24. Schuljahr 945 Schüler, welche die Ab- theilung für Maschinen-Jngenieure und Electro- techniker, bez. die für Werkmeister besuchen. Unter den Geburtsländern bemerken wir: Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Rußland, Schweiz, Großbritannien, Dänemark, Holland, Italien, Rumänien, Schweden, Norwegen, Bulgarien, Serbien, Spanien rc., aus Asien besonders Java, Sumatra, aus Afrika: Oranje-Freistaat, ferner Nord- und Südamerika und Australien. Die Eltern der Schüler gehören hauptsächlich dem Stande der Fabrikanten, Ingenieure, Mühlen- und Brauereibesitzer, Schlosser, Mechaniker, Baugewerke, Staats - und Communalbeamten und Kaufleute an. Die Ausnahmen für das nächste Winterhalbjahr beginnen am 19. October. Aufnahmen in den unentgeltlichen Vorunterricht finden von Mitte August bis Ende September jederzeit statt. Programm und Jahresbericht erhält man unentgeltlich von der Direction des Technikum Mittweida (Sachsen). * Siegen, 12. August. Verunglückt ist am vergangenen Montag Abend der Weichensteller Bernhard Bläser in Betzdorf, ein pflichtgetreuer, im Dienst ergrauter Beamter. Er wurde, im Begriff, das Schienengeleise zu überschreiten, um seinem Sohne einiges landwirthschaftliches Geräth abzunehmen, da er noch Feldarbeit verrichten wollte, angesichts des Sohnes von einem aus der Gießener Richtung heranbrausenden Güterzuge erfaßt und sofort tödtlich verletzt. Ein Schädel- und Genickbruch endeten das Leben des 61jährigen Mannes. Das Mitleid mit der auf so jähe Weise um ihren Ernährer gekommenen Familie ist, wie die „Betzd. Ztg." bemerkt, ein allseitiges. * Oppelu, 13. August. Ein schrecklicher Vorfall erregt hier nicht geringes Aussehen. Im nahen Zowade wurde das ein Jahr alte Kind des Cementarbeiters Sygulla buchstäblich von einem Schweine aufgefressen. Die Mutter des bedauernswerthen Kindes hatte sich, dasselbe in einer Schwinge, welche im Hausflur stand, liegen lassend, aus der Wohnung entfernt, um Preißelbeeren zu suchen. Bald darauf war aus dem im Hofe befindlichen Stalle ein Schwein ausgebrochen und in den Hausflur gekommen, wo es dem Kinde beide Füße bis an die Knöchel und eine Hand abbiß und sich alsdann über die anderen Körpertheile hermachte. Als die Mutter heimkam, fand sie ihren Liebling, bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, tobt vor. * Unschädlich. Der Lehrer der Naturkunde setzt in einer oberen Klasse der höheren Töchterschule die gefährlichen Wirkungen der Kohlensäure auseinander und will an einem practischen Beispiele die allenfalls anzuwendenden Vorsichtsmaßregeln erläutern. Lehrer: „Nun, Wilhelmine, wenn Sie zum Beispiel im Keller eine gefährliche Entwickelung dieses Gases befürchten müßten, wie würden Sie sich aus unschädliche Weise überzeugen, ob die Gefahr da sei?" — Wilhelmine (nach kurzem Besinnen): „Ich würde mein Dienstmädchen herunterschicken." * Ferienarbeiten. Daß das Ende der Schulferien von manchen Eltern recht sehnlich herbeigewünscht worden ist, dafür geben die Stylübungen einen Beweis, welche die Schülerinnen einer Berliner Mädchenschule auf Anordnung ihres Lehrers schriftlich anfertigen mußten und zwar in Form eines Briefes. Dabei war den Schülerinnen auch aufgegeben worden, etwaige Ungezogenheiten, die sie während der Ferien verübt, mitzu- theilen. Auf diese Weise ist nun ein Sündcnbekenntniß der ganzen Klasse zu Stande gekommen, wie es in dieser Eigenartigkeit wohl kaum zum zweiten Male vorhanden sein dürfte. Den harmlosesten Ferienstreich dieser durchschnittlich etwa zehnjährigen Schülerinnen schildert die Thäterin so: „Meine Mutter hat einem armen Reisenden einen Topf Kaffee gegeben. Da sagte der arme Reisende zu mir, ich soll ihm ein Stück Kuchen dazu holen, da habe ich ihm für 10 Psg. Streußelkuchen geholt. Anderen Tag hat Mutter den bezahlen müssen, da habe ich Haue gekriegt." — Etwas ernstlicher ist schon die folgende Unart: „Weil ich meinen Hut garniren wollte, habe ich von der Gardine was abgeschnitten, aber blos hinter die Kommode, wo es nicht so zu sehen ist. Meine Mutter hat es auch noch nicht gesehen, aber ich habe Angst." — Mit einigem, vielleicht unfreiwilligen Humor ist folgendes Schuldbekenntniß geschrieben: „Meine Mutter wollte Plinze backen, ich mußte Mehl holen, ich sang unterwegs, da wurde mir so leicht, da war der Boden entzwei, da lag das Mehl auf der Erde, da habe ich es wieder zusammengefegt. Meine Mutter sagte, die Plinze schmeckten sandig, aber sie hat nichts gemerkt." — Ein nettes Früchtchen scheint auch die Verfasserin des folgenden Sündenbekenntnisses zu sein: „Mein Vater hat zu mir gesagt, ich soll gelbe Fliegen greifen, das sind spanische Fliegen, dafür kriege ich in der Apotheke Geld. Wir haben eine ganze Büchse voll gegriffen. Aber der Mann in der Apotheke wollte uns kein Geld dafür geben. Da habe ich die Büchse anfgemacht und die Fliegen alle in die Apotheke fliegen lassen." — Man wird es unter diesen Umständen begreiflich finden, wenn viele Eltern mit Sehnsucht den Wiederbeginn des Schulunterrichts erwartet haben. NniVekptäts - Acrcdvichten. — In Sachen der Universitätsferien sind der „Kr.-Ztg." zufolge den Rectoren und Senaten der preußischen Universitäten seitens des Cultusministeriums Vorschläge zur Neuregelung dieser Angelegenheit unterbreitet, um sich gutachtlich darüber zu äußern. Diese Vorschläge gehen dahin: die Osterferien vom 1. März bis zum Osterdtenstage, jedoch mindestens bis zum 31. März, die Pfingstferien vom Samstag vor Pfingsten bis Mittwoch nach Pfingsten, die Herbst- ferten vom 1. August bis zum 30. September, die Weihnachtsferien vom 23. December bis zum 3. Januar dauern zu lassen. Schisssnachrichten. Bremen, 14. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Capitän K. v. Gössel, vom Norddeutschen Lloyd rn Bremen, welcher am 4. August von Bremen und am 5. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Arrszrig aus den StairdesarntsregrsteriW der Stadt Gretzeu. Aufgebote» August: 10. Eduard Wilhelm Krumm, Kaufmann dahier, mit Elisabeth Margarethe Klein Hierselbst. 10. Jacob Hirtz, Schreiner zu Eichelsachsen, mit Elisabeth Walter zu Ober-Lais. 11. Martin Christian Karl Schlosser, Hilfs-Locomotivheizer bei der Main-Weser- Bahn dahier, mit Katharme Stroh hterselbst. 13. Johannes Heß, Gärtner dahier, mit Sette, genannt Lisette Förster Hierselbst. 14. Johann Peter Büttner, Vicefeldwebel dahier, mit Anna Dorothea Konradine Rühl Hierselbst. 14. Heinrich Sauer, Wittwer, Schreiner dahier, mit Margarethe Keller von Wieseck. 14. Heinrich Ernst, Schmied zu Rosenthal, mit Katharine Elise Balzer daselbst. 14. Eduard Julius Ludwig Dickore, Wittwer, Spengler dahier, mit Agnes Anna Clara Krüger zu Halberstadt. 14. Carl Heinrich Emil Lehrmund, Lackirer dahier, mit Marie Christine Friederike Stahl zu Dillenburg. 14. August Friedrich Johann Ferdinand Röder, Sergeant zu Olpe, mit Anna Juliane Welker hterselbst. 14. Heinrich Jacob Krapf, Taglöhner dahier, mit Katharine Häuser zu Leihgestern. Eheschließungen. August: 12. Johann Friedrich Christian Keller, Rechtsanwalt zu Friedberg, mit Karoline Anna Muth hterselbst. 12. George Hieronymus Augustinus Schneider, Zahntechniker zu Wien, mit Caroline Auguste Sophie Luise Dora Wilhelmine Frutig hterselbst. 12. Albert Emtl Georg Christian Eise, Schreiner dahier, mit Anna Eltse Reiser von Frankfurt a. M. 12. Ludwig Aff, Schlosser dahier, mit Helene Becker hterselbst. 14. Wilhelm Mades, Kaufmann dahier, mit Johanna Schlabach hterselbst. 14. Johannes Peter Pfeiffer, Bäckermeister dahier, mit Auguste Katharine Roth hterselbst. Geborene. August: 5. Dem vchuhmachermLister Louis Luter ein Sohn. 7. Dem Schreiner Konrad Jungk eine Tochter. 8. Dem Metzger- Weister Franz Schmidt II. eine Tochter. 8. Dem StationS-Dtätar Johs. Letzing ein Sohn, Hans Georg Peter. 8. Dem Kohlenhändler Eduard Klinke! eine Tochter, Elisabeth Luise. 10. Dem Schneider Jacob Peter Nolte eine Tochter, Frieda Marga.ethe Elisabeth. 11. Dem Schlosser Friedrich Konrad Zwillinge, zwei Mädchen. 11. Dem Packmetster bei der Matn-Weser-Bahn Konrad Reusch ein Sohn, Eduard. 14. Dem Schmied Friedrich Müller III. eine Tochter. 14. Dem Director der höheren Mädchenschule Dr. Friedrich Landmann ein Sohv, Friedrich Rudolf. Gestorbene. August: 8. Else Heß, 22 Jahre alt, Tochter von Geheimen Hofrath Professor Dr. Richard Heß dahier. 8. Margarethe Jullmann, 41 Jahre alt, ledig, dahier. 8. Therese Müller, 72 Jahre alt, ledig dahier. 9. Heinrich Dörr, 25 Jahre alt, Schubmacher von Beltershain. 12. Ein Kind weiblichen Geschlechts, 1 Tag alt, Tochter von Schlosser Friedrich Konrad dahier. 13. Louise Mauk, 4Va Jahr alt, Tochter von Cigarrenmacher Philipp Mank zu Wiescck. 14. Marie Dornuff, 69 Jahre alt, von Wetzlar, Wtttwe von Bremser Heinrich Dornuff. 14. Kath. Spamer, geb. Kircher, 58 Jahre alt, Wittwe von Christian Spamer in Laubach. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 9. August. Wilhelm Carl Ludwig Philipp Peter Martin Wacker, Schreiner zu Gießen, und Anna Gertraud Ochse, Tochter des verstorbenen Zimmermanns Johannes Ochse zu Schiffelbach. Den 12. August. Ludwig Aff, Schlosser zu Gießen, und Helene Becker, Tochter des Ackermanns Philipp Becker zu Steinbach. Denselben. Johann Friedrich Keller. Rechtsanwalt zu Friedberg, und Caroline Anna Muth, Tochter des Landgerichts-Dtrectors Julius Muth zu Gießen. Denselben. George Hieronymus Augustinus Schneider, Zahntechniker zu Wien, und Caroline Auguste Sophie Luise Dora Wilhelmine Frutig, Tochter des Zahntechnikers Christian Carl Frutig zu Gießen. Getaufte. Den 8. August. Dem Kaufmann Wilhelm Fritsch eine Tochter, Johanna Dorothea, geboren am 9. Juni. Den 9. August. Dem Heizer Kaspar Römer ein Sohn, Johann Heinrich, geboren am 21. Juu. Dens. Dem Wtesenwärter Wilhelm Bellof III. ein Sohn, Heinrich, geb. am 21. Juli. Dens. Dem Kanzleidiener Heinrich Nicolai eine Tochter, Marie Margarethe, geboren am 10. Juli. Dens. Dem Kaufmann Friedrich Stooß eine Tochter, Wilhelmine Katharine Ernsttne, geboren am 15. Juli. Dens. Dem Weißbinder Ludwig Feuster ein Sohn, Wilhelm Balthasar Eberhard, geboren am 23. Juli. Dens. Dem Schmied Jakob Waldschmidt ein Sohn, Jakob Louis, geboren am 18. Juli. Dens. Dem Schreiner WUhelm Wacker ein Sohn, Wilhelm Martin, geb. am 2. Juli. Dens. Dem Bremser an der Main-Weser-Bahu Johanne- George eine Tochter, Pauline Margarethe Babette, geboren am 14. Juli. Dens. Dem Taglöhner Heinrich Schneider ein Sohn, Georg Wilhelm, geboren am 16. Juli. Den 10. August. Dem Handschuhmacher Friedrich Groos eine Tochter, Mathllde Minna Julie Friederike Caroline, geboren am 20. Juli. Dens. Dem Restaurateur Wilhelm Kaufmann eine Tochter, Anna Mathilde Alwine, geboren am 12. Juli. Den 12. August. Dem Telegraphisten Julius Wenzel eine Tochter, Minna Johanna Emma, geboren am 19. Juli. Beerdigte. Den 8. August. Adolf Martin Johann August Kohler, Kaufmann, lediger Sohn des verstorbenen Schnetdmüllers Ludwig Köhler, alt 27 Jahre, starb am 6. August. Dens. Carl Schreiber, Bergmann aus Oberfischbach, alt 24 Jahre, starb am 5. August. Den 10. August. Therese Müller, ledig, alt 72 Jahre, starb am 8. August. Dens. Marie Emilie Elisabeth Heß, ledige Tochter des Geh. Hofraths Professors Dr. Richard Hetz, alt 22 Jahre, starb am 8. August. Den 11. August. Margarethe Jullmann, ledige Tochter des Kalkulators i. P. Heinrich Jullmann, alt 41 Jahre, starb am 8. August. Verkehr, Land- nnd Volkswrothschaft. Gießen, 15. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,00—1,15, Hühnereier 1 St. -, 2 St. 11—13 H, Enteneier 1 St. 6-7 H, 2 St. — 4, Käse pr. St. 5—8 4b, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 18 4 Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar JC. 0,70—0,90, Hühner pr Stück 0,90—1.30, Hahnen pr. St- JL 0,50—1,00, Enten pr. Stück X 1,70-2,20, Ochsenfleisch pr. Pfd- 70—76 H, Kuh- und Rindfleisch 60—64 4, Schweinefleisch 60-70 H, Hammelfleisch 50-74 H, Kalbfleisch 50—56 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 5,00-8,00, Weißkraut pr- St---4,, Zwiebeln per Centner JL 6,50—7,00, Milch per Liter 12-18 H. Briefkasten. Stammtisch bei Schütz. Das Verbot stützt sich auf § 1 des Gesetzes über das Postwesen des deutschen Reichs vom 28. October 1871. Es heißt da: Die Beförderung 1. aller versiegelten, zu- genähten ober sonst verschlossenen Briefe, 2. aller Zeitungen politischen Inhalts, welche öfter als einmal wöchentlich erscheinen, gegen Bezahlung von Orten einer Postanstalt nach anderen Orten mit einer Postanstalt des In- und Auslandes auf andere Weise als durch die Post, ist verboten. Hinsichtlich der politischen Zeitungen erstreckt sich dieses Verbot nicht auf den zwetmeiligen Umkreis ihres Ursprungs- ortes. — Der Grund deS Verbotes ist aus dem Gesetz nicht ersichtlich, die früheren Postordnungen, z. B. der Turn- und TaxiS'schen Post, enthielten ähnliche Verbote. Brodpreise vom 16. August bis 30. August 1891. 4 Bei den Bäckern 1 Kgr. (2 Pfd.) Tafelbrod 31 2 , (4 „ ) Tafelbrod 62 1 „ (2 „ ) Weißbrod 29 2 „ (4 „ ) Weißbrod 58 1 , (2 „ ) Schwarzbrot» 27 2 „ (4 „ ) Schwarzbrot» 54 3 „ (6 „ ) Schwarzbrod bei K. Haas, L. Keil, I. Lein 81 Bei de« Brodverkäufer«. 4 1 Kgr. (2 Pfd.) Tafelbrod..............31 2 , (4 „ ) ............ . .Ä 1 „ (2 „ ) Weißbrod..............29 2 : (4 ) B, 58 3 w (6 „ ) „ — 1 , (2 „ ) Schwarzbrod 27 2 „ (4 , ) 54 3 , (6 . ) — bei K. Heuser, I. Thomas 81 Gießen, den 15. August 1891. Großh. Polizeiamt Gießen. FreseniuS- Den größten Steg! bei den Rennen des VIII. deutschen Bundesfestes in Breslau errangen die ,, Opel-Fahrräder^. Opel-Fahrräder sind zu beziehen durch [7301 Wilhelm Hamel, Gießen. Temperatur der Lahn und Lust gemesfin am 15. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14Vs, Luft 19 Grad Reaumur. L. Chr. Rübsamcn Wwe. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß der städtische Friedhof in der Zeit vom 16. August bis 15. October von Morgens 6 bis Abends 8 Uhr geöffnet bleibt und daß die auf dem Friedhof Verweilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden. Gießen, den 12. August 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________Gnauth.____________________7345 Bekanntmachung. Bei der heute in Gemäßheit des Schuldentilgungsplanes vorgenommenen Ausloosung der für dieses Jahr zur Rückzahlung bestimmten Obligationen des Anlehens der Stadt Gießen vom Jahr 1881 sind folgende Stücke gezogen worden, nämlich: Lit. A Nr. 40. 54. und 72. ä. 2000 6000 X Lit. B Nr. 19. 46. 55. 76. 129. und 269. ä 1000 . 6000 ,, Lit. C Nr. 128. 145. 276. 299. 328. 354. 389. 430. 455. 536. 555. und 590. ä 500 6000 „ Lit. D Nr. 109. 117. 155. 177. 267. und 287. ä 200 1200 ,, Lit. E Nr. 30. 175. 244. 294. 306. 320. 326. und 397. ä 100 - . 800 , Zusammen 20,000 JC. Wir geben dies mit dem Ansügen bekannt, daß die Rückzahlung der ausgeloosten Obligationen am 15. November d. I. stattfindet und die Verzinsung derselben von diesem Tage an aushört. Gießen, den 14. August 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. G nauth. 7346 Sderhesßslhe W*n. Die Lieferung von Brückenschwellen und Dielen aus Kiefernholz soll vergeben werden. Bedingungen und Verzeichniß liegen bei unserer Registratur dahier, sowie im Geschäftszimmer des Groß- herzoglichen Eisenbahnbaumetsters in Alsfeld auf. Angebote, verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen, sind bis zum 24. August d. I. bei uns einzureichen- Gießen, den 13. August 1891. 7329 Grobherzogliche Drrection Dienstag den 18. August, Nachmittags 2 Uhr, in der Bieker'schen Hofraithe sollen gegen Baarzahlung: , 4 Pferde, 3 Schweme, 4 Wagen, 1 Rolle, 1 Char-ä-banc, 1 Pianino, Sopha, Commode rc. öffentlich versteigert werden. Versteigerung vorauss- thetlw. bestimmt. Engel, 7357 Gerichtsvollzieher. Wenntet-ungm. 7319] Logis zu vermiethen- Große Mühlgaffe 4. 7327] Alicestraße 20 ist der mittlere Stock, 4 Zimmer und Zubehör, per 1. No- pember, ev. 1- October, zu vermiethen. 7322] Ein kleines Familienlogis im Vorderhaus zu vermiethen. Wittwe Nagel, Brandgasse 4. 7321] Kleine Wohnung zu vermiethen- __________________Teufelslustgärtchen 5. 7354] Schöne Wohnung, 5 Zimmer mit Zubehör und Wafferleitung, und eine Wohnung, 2 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen. Näheres Licherstraße 5. 7365] Ein kleines Logis und eine Stube mit Zubehör zu vermiethen. L. Rohrbach, Kaplansgasse 15- 7355] Ein Logis zu vermiethen- Katharinengasse 10. .Wegzugshalber schöne Familien - Wohnung im ersten Stock, 5 Zimmer mit Wasserleitung und Zubehör, per I. Oktober zu vermiethen. Mobitz SemmSer, 7173] Wallthorstraste 15. 7356] Eine Wohnung, zus- ob. getbeilt, zu vermiethen. 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