1830. * ’&■ . Ende M°. - V ife'M M. £.?l^be 1890; Millionen^ durch. Ki Se mv, asjill 1«Ü—4ij; iiQi S,y* 1850-59; ifio. W 1860-69:3 HLj 1870-79; Ä fc 1880-89: 410? »rrci ffion,, n. r-Lotterie des hswaisenhausfi « ßltefttn, grötzten^ » SR* Ber. Segen Nahne Auskunst er- fr* 25, 1313 frafcc 40. r, 300 Gewinne im 000 Mark. ö von Mk. 10000 e von Mk. 5000 le von Mk. 3000; 16 von Mk. 2000; le von Mk. 1500 innverhältniss: ällt ein Gewinn! Novbr. 1891. 1 Mark. m der Ricker’sch Stier (Schulstrasse); Verkaufsstellen, lei l beziehen durch die i ersten deutschen ahr i. B. an. in Mainz. _ jjf nach en. . mW Mb EM MgmderBMltschW der Quellen kgMt D 1b.rSS2.MKL &«««««■«* ITÖdwT^ «M-TiÄ0Be* IgllLMwsr nggeiD - s*e_AnS» rn. ifir 4 an» »nffl'on r0.nw durch da h*»*8* äar™ 61« *ÄÄ j, Lloyd. r$^re afW» ßutzt>ach skt, Donnerstag den!6. Juli Mr. 162 •ff MNe« «Ähaütt täglich, «Tfc SiAZnatzm« M Monts-s. ®k «eßmer km Anzrißrr MHmrtlich Heim«! ktgeleßt. Gießener Anzeiger Henerat-Unzeiger. 1«S1 8fetWt|ifrte« IlmmttbitiM; 3 Mffrk 20 Pfg. MZ Vringrrlohn. Durch die Post bcief?, 2 Mark 50 Pf,. Rebacttin, tppeWtav und Druckerei: -ch«tßr » Aench»recher 61. Aints- und Anzeigrblntt fflr den Kteb Gieren. MWZW^ZM | Hr°tiÄiMM- »ießm« Kamiki-nkkStt«. Der „Sturm auf die Getreidezölle" läßt, so schreibt die „Post", angesichts der augenscheinlichen Erfolglosigkeit zur Zeit anscheinend etwas nach- aber er wird im Herbste vor dem Zusammentritt des Reichstages und demnächst in demselben sich ohne Zweifel wieder erneuern, wenn nach der Ernte die Getreidepreise zwar von ihrer jetzigen übermäßigen Höhe zurückgehen, aber, wie anzunehmen, noch immer einen überdurchschnittlichen Stand behaupten und die Getreide-Einfuhr im Hinblick auf die mit dem Inkrafttreten der Handels-Verträge zu gewärtigende Herabsetzung der Getreidezölle stockt. Wenn nicht unvorhergesehene Ereignisse dazwischen kommen, so wird zwar auch der erneute Ansturm erfolglos bleiben. Immerhin wird der deutsche Land- wirth aus diesen Vorgängen die Mahnung entnehmen müssen, dessen eingedenk zu bleiben, daß außerordentliche Umstände eintreten können, welche zu einer wenn auch vorübergehenden Minderung des Zollschutzes nöthigen. Jedenfalls aber wird der deutsche Landwirth vom nächsten Frühjahr ab mit einer Ermäßigung des Getreidezolls von 5 auf 3.5 Mark für den Doppelcentner rechnen müssen. Wie immer man über eine solche Zollmaßregel denken mag, wird man sich der Ueber- zeugung nicht verschließen können, daß das Zustandekommen der Handelsverträge ganz gesichert ist. Auch der entschiedenste Gegner der Ermäßigung der Getreidezölle muß, wenn anders er nicht die Politik des Vogel Strauß treiben will, damit .als mit einer vollendeten Thatsache rechnen. Was folgt daraus für den Landwirth? Die Noth- wendigkeit, durch Hebung und Verbilligung der Production die Verminderung des Zollschutzes thunlichst auszugleichen. Sicher ist in den letzten Jahren, zum Theil unter dem Drucke der mißlichen Lage der Landwirthschast, viel nach dieser Richtung geschehen. Namentlich beweisen Vereine und Genossenschaften, unter denen wir vor Allem die Deutsche land- wirthschastliche Gesellschaft wegen ihres energischen und planmäßigen gemeinnützigen Wirkens für die Förderung der landwirthschaftlichen Production besonders hervorheben, einen rühmlichen Eifer, allen landwirthschaftlichen Betrieben die Vortheile zugänglich zu machen, welche die heutige Entwicklung der Wissenschaft und des Verkehrs für die Landwirthschast mit sich bringt. Wenn aber Lehre und Beispiel vielfach auf sehr fruchtbaren Boden gefallen sind und reiche Früchte erzielt ' haben, so ist es leider ebenso sicher, daß ein erheblicher Theil unserer landwirthschaftlichen Betriebe noch keineswegs auf der zur Zeit möglichen Höhe der Vollkommenheit sich befindet. Und zwar gilt dies nicht blos von Kleinbetrieben. Mehr denn je aber erheischt unsere Zeit die Anspannung aller Kräfte, um den landwirthschaftlichen Betrieb lebensfähig zu -erhalten. Der bequeme Schlendrian früherer Zeiten bedeutet einfach Untergang- Wissen und Können, Intelligenz und Fleiß müssen in höchster Anspornung der Kraft zusammenwirken, wenn unsere Landwirthschast sich so lebensfähig und kräftig erhalten will, wie dies für Deutschland und zwar nicht bloß vom wirthschastlichen Gesichtspunkte, sondern auch unter dem socialen und im Interesse seiner moralischen und kriegerischen Kraft unerläßlich ist. Klagen Hilst nichts und lähmt höchstens die Kraft zu fortschreitender Entwicklung. Wer hinter seiner Zeit zurückbleibt oder unwirthschaftlich ist, hat nicht einmal ein Recht zu klagen. Mögen daher diejenigen unserer Land- wirthe, welche noch nicht auf der Höhe des landwirthschaftlichen Betriebes sind, ihre Kräfte anspornen, so lange es noch Zeit, um dem Beispiele ihrer vorgeschrittenen Berussgenoffen zu folgen, und die letzteren, Vereine und Genossenschaften, es sich mit Treue und Fleiß angelegen sein lassen, dies Streben durch Wort und That zu unterstützen, beziehungsweise wo es noch fehlt, zu wecken! Wer den Unterschied in dem Ertrage und zwar nicht blos in dem Roherträge, sondern auch in dem Reinerträge, zwischen unter Benutzung aller Errungenschaften der Wissenschaft und Erfahrung mit Sachkunde und Energie geleiteten landwirthschaftlichen Betrieben und solchen Betrieben kennt, welche sich ruhig in den alten ausgefahrenen Geleisen fortbewegen, wird darüber nicht im Zweifel sein, daß manche Klage verstummen würde, wenn überall das geleistet würde, was nach Lage der Dinge geleistet werden kann. Wenn die sicher bevorstehende Minderung des Zollschutzes, wie sie es der Natur der Sache nach muß, unserer Landwirthschast den Ansporn zu einem Intensiven Fortschreiten, insbesondere zur Hebung der zurückgebliebenen Betriebe auf die den Bedürfnissen der Gegenwart entsprechende Höhe, gibt, so werden sich die nachtheiligen Folgen der Maßregel für die deutsche Landwirthschast voraussichtlich ausgleichen lassen. Anspornung aller Kräfte zur Hebung und Verbilligung .der landwirthschaftlichen Production ist daher die durch die gegenwärtige Lage den deutschen Landwirthen dictirte Parole. Daß der Staat, wenn er den Zollschutz mindert, umsomehr die Aufgabe hat, die Durchführung derselben zu fördern und zu unterstützen, ist selbstverständlich. Derrtfches Reich. Darmstadt, 13. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog kamen heute zu Wagen von Seeheim und begaben Sich um 9 Uhr 38 Minuten mittelst Sonderzugs der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn mit Sr. Großh. Hoheit dem Prinzen Heinrich in Begleitung des Commandeurs der Grobherzoglichen (25.) Division und zahlreicher Deputationen von activen und inactiven Offizieren der gesammten Division zur Schmückung der Gräber der auf den Gefechtsfeldern von Laufach, Frohnhofen und Aschaffenburg 1866 gefallenen Kameraden. — In Aschaffenburg, woselbst Seine Königliche Hoheit von einer städtischen Deputation begrüßt wurden, schloß sich u. A. eine Deputation von Offizieren des Königlich Bayerischen 2. Jägerbataillons an. Nachdem man in Laufach gegen 11 Uhr angekommen war, wurden zunächst die Gräber der Offiziere und Soldaten auf dem dortigen Kirchhof unter Vorantritt eines Kriegervereins besucht und mit Kränzen geschmückt. Hierbei, sowie beim Besuche der Gräber bei Frohnhofen legten Seine Königliche Hoheit Allerhöchstselbst, sowie der Divifionscommandeur Lorbeerkränze nieder. — Der Weg von Laufach nach Frohnhofen wurde zu Fuß zurückgelegt. Beim Eintritt in Frohnhofen begrüßte, wie dies auch in Laufach der Fall war, der Bürgermeister Seine Königliche Hoheit und übergab die Tochter des Bürgermeisters von Frohnhofen unter Verlesung einer sinnigen Ansprache Allerhöchstdemselben einen Blumenstrauß. Am Johanniterdenkmal war ebenfalls ein Kriegerverein, worunter ehemalige Homburger Soldaten mehrfach vertreten waren, zum Empfang aufgestellt. Herr Divisionspfarrer Strack hielt am Denkmal die Gedächtnißrede. Im Anschluß hieran brachte Se. Exc. Generallieutenant o. Bülow ein Hoch auf Se. Majestät den König von Bayern und Se. Königl. Hoheit den Prinz-Regenten Luitpold aus. Am Grabe des bei Frohnhofen gefallenen Hauptmanns v. Wa ch t e r wurde auch vom Regimentscommandeur im Namen des Offiziercorps des 1. Großherzogl. Jnfanterie-(Leibgarde-)Regiments Nr. 115 ein Kranz niedergelegt. Die Ortschaften Laufach und Frohnhofen waren zum Empfang mit Fahnen, Willkommenpforten und frischem Laubwerk reich geschmückt. — Gegen 1 Uhr fuhr der Extrazug von Station Wendelstein nach Aschaffenburg zurück. Hier versammelten sich die Offiziere im Hotel „Prinz Luitpold" zu einem Mittagsmahl, an welchem auch Se. Kgl. Hoheit der Großherzog theilnahmen. Um 3 Uhr 30 Min. fand die Rückfahrt mit Sonderzug nach Darmstadt statt. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog begaben sich dann sofort zu Wagen nach Seeheim zurück. Berlin, 14. Juli. In der Montags-Nummer des „Reichs- Anzeigers" wird eine Uebersicht über die Ernteaussichten in verschiedenen Ländern veröffentlicht, die im Allgemeinen recht günstige Aussichten eröffnet. Nach dieser Uebersicht sind die Ernteaussichten in den getreidereichen russischen Gouvernements Kowno, Wilna und Grodno durchschnittlich befriedigende. In Roggen ist eine Mittelernte zu erwarten, dagegen wird die Weizenernte unter dem Durchschnitt zurückbleiben. Finnland wird eine wenig hinter dem Durchschnitt zurückbleibende Ernte geben. Bulgarien verspricht eine der besten Ernten, wie sie je in diesem Lande erzielt worden ist. In Britisch-Jndien wird das Gesammtergebniß der Weizenernte auf 6,842,000 Tonnen geschätzt, was den Ertrag des vorigen Jahres und den Durchschnitt der letzten fünf Jahre Feuilleton. Die Menschenfsnger in der Türkei. (Schluß.) Mein Begleiter Mejor bekam Nervenkrämpfe ob der 'Frechheit, wie er meinte, mit der ich jetzt noch Spässe mache. Ich ließ mich aber nicht beirren und in der That hatte meine Auskunft den Räubern zu denken gegeben. In demselben Moment hatten auch die Schnarrposten durch einen eigen- thümlichen, der Wildtaube abgelauschten Lockruf die Annäherung von Zapthies angezeigt. Der Hauptmann fliegt an die Waldlisiöre, wirst sich auf alle vier, und so läuft er buchstäblich mit affenartiger Behendigkeit den Waldsaum ab, nirgends mehr als den Kops über das den Boden bedeckende 'Laubwerk erhebend. . Nach der Jnspicirung des Waldsaumes kehrte der Capr- tän beruhigter zurück. Immerhin hatte er die Zapttehs gesehen, die, uns ziemlich dicht auf der Spur, die Verfolgung ernstlich aufzunehmen gewillt schienen. Dieser Anblick schien nicht einflußlos auf die weiteren Entschließungen der Bande zu bleiben. „Wie lange braucht," so frugen sie, „die Post von Stambnl bis Biledjin?" Wir begriffen, daß an diesem Ende der Hebel anzusetzen sei, um namhafte Preisreductionen, ein „Cassa Sconto“, wenn man sich so ausdrücken darf, zu erreichen, und meine Ortsnamenkenntniß reichte gerade aus, um zehn Tagesstationen für den Courier vorzuzählen. Hierzu käme noch der Aufenthalt in Stambul, bis so viel Geld herbeigeschafft re., so daß ich die Frist, die unsere Couriere In vier Tagen durchmessen, aus vierzehn Tage schätzen konnte. Nach eingehender, abseits geführter Berathung der drei 'Oberräuber eröffneten sie uns, daß sie sich mit 1OOO Lire Mriedenstellten, wenn selbe an dem nächsten Tage erlegt । würden. Sie wollten Herrn Mejor entlassen, mit der Be- \ dingung, daß er sich mit oder ohne Geld am nächsten Tage wieder einzustellen habe- in ganz weißer Tracht, begleitet von einem Manne mit rother Leibbinde, damit beide weithin sichtbar seien, so sollten sie über die Straße von Biledjin gegen Bazont ziehen- an einem geeigneten Punkte würde man sie abfassen, das Geld übernehmen und mich alsbald freilassen. Die Räuber schwuren heilige Eide, daß sie mich indessen gut behandeln und mich wohlbehalten abliefern ' würden. Mittlerweile war es 11 Uhr geworden. Herr Mejor machte sich aus den Weg, von zwei Räubern bis an einen Punkt geleitet, von dem er die Straße sehen konnte. Er hatte mir die größte Eile und energische Action versprochen. Es war nicht eben das Gefühl völliger Beruhigung, mit dem ich nun mein: allein, unter Larven die einzig fühlende Brust, mit der Bande zurückblieb. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg, da die Späher wieder sich nähernde Gensdarmen avisirten, und nun ging es pfadlos bergauf, bergab, durch unwegsames Dickicht, dann wieder an jäher Felsenwand kletternd, ohne Aufenthalt stundenlang. Es wäre ermüdend, wollte ich des Weiteren schildern, wie sieben Tage in steter Suche des Geldes seitens der Räuber und der Räuber seitens meiner Befreier vergingen. Die Qualen der wachsenden Verzweiflung zu schildern, die mich erfaßte, als ich, ohne Nachricht von der Außenwelt, Stunde um Stunde, Tag um Tag verrinnen sah, ohne zu wissen, ob überhaupt an meiner Rettung gearbeitet werde und in welcher Art, dazu wäre meine Feder nicht mächtig. Samstag Vormittag endlich gelang es dreien von den Räubern, meinen Diener zu treffen, der auss Gerathewohl ausgeritten war, um die Bande in den Wäldern zu suchen und mit ihr Stunde und Ort für die Geldübergabe zu verabreden. Hierbei wurde jedoch das Lösegeld von tausend auf fünfzehnhundert Pfund erhöht und Samstag Abends wurde das Lösegeld vran der verabredeten Stelle übergeben, mit einem nicht unbeträchtlichen Quantum an Victualien aller Art, das die Banditen sich ausbedungen hatten. — Endlich, endlich um 8 Uhr Abends treffen zwei der Räuber mit den erbeuteten Schätzen und Vorräthen bei der Bande ein. Jubelnd begrüße ich die kaum mehr erhoffte Freiheit, muß aber vorher von allen mitgebrachten Eß- und Trinkvorräthen kosten, um so die Räuber vor etwaiger Vergiftung sicherzustellen. Nach halbstündigem Marsche, von einem Räuber begleitet, treffe ich Herrn Mejor .und meinen Diener, die das Geld Überbracht hatten. Nach zweistündiger Wanderung traf ich meine Pferde und nach einstündigem Ritt war ich um Mitternacht in Bazont wieder angelangt. Man sollte nun glauben, daß die türkischen Behörden sofort nach meiner Befreiung alles aufgeboten hätten, um der Räuber und der von ihnen auch erpreßten Summe habhaft zu werden, um so mehr, als die Regierung selbst zur Wiedererstattung dieser Summe unzweisclhast verpflichte: ist und diese Verpflichtung auch prinzipiell anerkannt hatte. Mit Nichten. — Gegenüber dieser Landplage hält die Pforte ihr altes Princip des Nichtsthuns aufrecht. Die Civilbehörden, insoweit sie nicht mit den Räubern sind, was vielfach behauptet wird, besitzen weder die Routine, noch die Organisation zn einer tatkräftigen Action. Die Gensdarmerie ist ein verwahrlostes Corps, zwar gut bewaffnet, aber ohne Schulung, größtenteils muthlos. Die Bevölkerung verhält sich aus Furcht vor Rache bestenfalls indifferent, großen- theils leistet sie durch Verproviantirung den Briganten Vorschub. So gedeiht denn das Räuberhandwerk lustig weiter und bildet eine im Abendlande unbekannte Kategorie von. Reiseunfällen, gegen die bisher noch keine Assecuranz-Gescll- schäft versichert. übersteigen würde. In Ungarn sind Aussichten aus eine mittelmäßige Weizenernte. Roggen ist qualitativ befriedigend und quantitativ schwach mittel. Herbstgerste ist quantitativ wie qualitativ zufriedenstellend, Frühjahrsgerste gut mittel, Hafer desgleichen. Maissaaten stehen ausgezeichnet und Hülsen- und Gartenfrüchte sind tadellos. — Es verlautet, daß Regierungspräsident Gras Wilhelm Bismarck in Hannover, der zweite Sohn des früheren Reichskanzlers, aus dem Staatsdienste zu scheiden beabsichtige, um die Verwaltung des Gutes Varzin zu übernehmen. Ob nicht auch politische Beweggründe den Grafen Bismarck veranlassen, um seinen Abschied einzukommen, mag noch dahingestellt bleiben. — Der Socialistenführer August Bebel hat sein Mandat zum sächsischen Landtag niedergelegr. Man wird wohl nicht irren, wenn man annimmt, daß Herr Bebel zu diesem Schritte durch den Wunsch bewogen worden ist, sich nachdrücklicher der Leitung seiner Partei widmen zu können, als das bis jetzt bei Ausübung von zwei parlamentarischen Mandaten geschehen konnte. — Vom bayerischen Lan dtage, der am 29. September wieder einberufen werden soll, gedenkt die bayerische Regierung u. A. 22 Mill. Mk. für Eisenbahnbauten, worunter man wohl Verbesserungen bestehender Mängel zu verstehen hat, zu verlangen. Die jüngsten Eisenbahnunfälle auf den bayerischen Bahnen werden unzweifelhaft das ihrige zu diesem der Regierung zugeschriebenen Entschlüsse beigetragen haben. Ne«este Nachrichten. MolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 14. Juli. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser verlieh anläßlich der Kämpfe in Ostasrika den Eompagnieführern der Schutztruppe Bülow und End, sowie dem Stationschef Stentzler den Kronenorden vierter Klasse mit Schwertern, dem Compagniesührer Johannes die Schwerter zum Kronenorden vierter Klasse. Helmstedt, 14. Juli. Dem Kreisblatt zufolge fand gestern Abend in der Briquetsabrik zu Harbke eine Explosion statt, wobei neun Personen meist schwer verletzt wurden. Köln, 14. Juli. Der hiesige Oberpostdirector Fabricius ist heute früh in Baden-Baden, wohin er sich gestern zur Erholung begeben hatte, gestorben. Wien, 14. Juli. Die Verkehrsbestimmungen, deren Aushebung die morgen zusammentretende österreichisch- ungarische Zollconserenz beschäftigen soll, sind dem „Fremdenblatt" zufolge in der Verordnung vom 25. Mai 1886 enthalten, wodurch alle rumänischen Maaren bei der Einfuhr in Oesterreich-Ungarn mit einem Zollzuschlag von 30 pEt. belegt worden. Außerdem handele es sich um die Aushebung des Durchfuhrverbots von Gemüse, Obst und einzelner Viehgattungen aus Rumänien. Zürich, 14. Juli. Das Gericht sprach heute in dem Proceß gegen die an dem Tessiner Ausstande Betheiligten unter lebhaftem Beifall der im Saale anwesenden Zuhörer sämmtliche Angeklagte frei. Die Letzteren wurden sofort aus der Hast entlassen. Morgen verhandelt die Criminalkammer gegen Castioni, welcher der Ermordung des Staatsrathes Rossi angeklagt ist. Nom, 14. Juli. Die Nachricht von vorgekommencn Cholerasällen in Massaua wird amtlich dementirt. Die Gesundheitsverhältnisse sind gut. Paris, 14. Juli. Die elsaß - lothringischen Vereine zogen heute, wie alljährlich, an der Statue Straßburg aus dem Place de la Concorde vorüber. Reden wurden nicht gehalten. Ein Zwischensall ist nicht vorgekommen. Paris, 14. Juli. (Sarno t begab sich Nachmittags mit Freycinet und Miribel vom Palais Elys^e zur Truppenrevue nach Longchamps, von eiher überaus zahlreichen Menschenmenge mit lebhaften Ovationen begrüßt und bei der Ankunft in Longchamps mit Hochrufen aus den Präsidenten der Republik empfangen. Die Revue verlies auf das Glänzendste. Aus der Tribüne des Präsidenten hatten die Mitglieder des diplomatischen Corps Platz genommen. Bei der Rückkehr fanden wiederholt sympathische Kundgebungen statt. London, 14. Juli. Der Kaiser ist gestern Abend nach Edinburg abgereist. Aus dem ganzen Wege bis zum Bahnhos hatte sich eine ungeheuere Menschenmenge angesammelt. Der Prinz von Wales, die Herzöge von Eonnaught und Cambridge geleiteten ihn zum Bahnhof, wo sich Gras Hatzfeld, das Personal der deutschen Botschaft und zahlreiche Würdenträger eingesunden hatten. Auf die Abschiedsworte „good bye!u erwiderte der Kaiser: „Nicht good bye, sondern aus Wiedersehn !" Der Zug fuhr um 10.40 Uhr unter Hochrusen der Versammelten ab. Leith, 14. Juli. Se. Majestät der Kaiser ist heute früh 7 Uhr 5 Min. hier eingetroffen. — Se. Majestät der Kaiser wurde bei der Anknnst Hierselbst aus dem festlich geschmückten Bahnhos von dem Sheriff, dem deutschen Consul, dem Commandeur der Norddivision, General Annesley und anderen höheren Beamten empfangen. Se. Majestät begab sich vom Bahnhos sofort zu Wagen nach dem Hasen und von dort mittels des bereit liegenden Bootes der Jacht „Hohen- zollern" an Bord der Letzteren. Ans der Fahrt zum Hasen wurde Se. Majestät von der Volksmenge mit enthusiastischen Kundgebungen begrüßt. Bei der Ankunft Sr. Majestät aus der Rhede gab der „Stosch" Salutschüsse ab. Se. Majestät der Kaiser nahm an Bord der „Hohenzollern" das Frühstück -ein. Die „Hohenzollern" fuhr sodann den Firth-Fluß hinaus mach der Forthbrnckc. Christiania, 14. Juli. Eine Delcgirtenversammlung in Drammen, welche 20000 Arbeiter vertritt, lehnte einen socialistischen Vorschlag ab, nahm aber den Antrag an, daß der Staat Land auskausen, unter den Landarbeitern vertheilen und für Beschaffung der Betriebsmittel Staatsdarlehensanstalten einrichten möge. Stockholm, 14. Juli. Bei dem gestrigen Feste der Stadt Stockholm für das französische Geschwader toastete der Minister des Aeußern auf Carnot, der Gesandte Millet auf den König. Den Toast des Oberstatthalters Baron Tamm auf die Offiziere des Geschwaders beantwortete Admiral Gervais. Zwei Garderegimentscapellen spielten. Applaudirt wurde die schwedische Volkshymne und die Marseillaise. Bergen, 14. Juli. Die Ankunft Kaiser Wilhelms, obgleich für den 16. d. M. angemeldet, erfolgt wahrscheinlich bereits morgen Abend. Nach kurzem Aufenthalt geht die Reise nach Nordland- vielleicht wird Drontheim ange- lausen. Die Hardangertour des Kaisers ist über Folgesonden vorbereitet. Boston, 14. Juli. Meldung des Bureau Reuter. Die hiesigen Journale veröffentlichen eine Depesche aus Montreal, wonach dort eine Feuersbrunst ausgebrochen sei, die bereits einen ganzen Häusercomplex eingeäschert habe. Der Schaden werde auf mehrere hunderttausend Dollars geschätzt. Cöcatc» ttnb proüittjteUcs. Gießen, 15. Juli. — Militär Concert. Am kommenden Samstag wird in Steins Garten die Capelle des 11. bayer. Infanterie- Regiments „von der Tann", deren Garnison Regensburg ist, unter Leitung ihres Capellmeisters S. Wenzel ein Concert veranstalten. Die Capelle trifft aus einer Reise durch Westfalen und Rheinland hier ein und geht derselben, wie aus vorliegenden Referaten zu ersehen, ein sehr guter Rus voraus. Ein ausgewähltes Programm wird gewiß die Besucher an genanntem Tage erfreuen. — Ueber das Concert der Hamburger Solisten am Montag Abend in Steins Garten wird uns mitgetheilt, daß man die Leistungen nur als durchaus vollendet bezeichnen kann. Herrliche Stimmen und vorzügliche Schule bekundeten die Sänger. Hoffentlich werden dieselben sich durch den diesmaligen schlechten Besuch nicht abhalten lassen, zu gelegener Zeit wiederzukommen und rechnen wir bestimmt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahre. — Laufach-Feier. Am vergangenen Montag feierte der Veteranen-Verein den 25jährigen Gedenktag von Laufach- Frohnhofen in der Restauration „zum Löwen". Nachdem der erste Vorsitzende, Herr Louis Petri III., die zum großen Theile erschienenen Kameraden von 1866 begrüßt hatte, schilderte Herr Ph. Horeyseck die Erlebnisse von 1866 in solch ansprechender Art, daß alle Anwesenden mit größter Aufmerksamkeit dem Vortrage folgten. Redner gedachte am Schluffe seiner Rede der Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Friedrich III. und schloß mit einem begeistert ausgenommenen Hoch aus den jetzigen Schirmherrn, Kaiser Wilhelm II., sowie aus Se. Königliche Hoheit unseren Großherzog. — Von weiteren Ansprachen sei noch hervorgehoben das von Herrn Stadtbaumeister Sties ausgebrachte Hoch auf den Reichsbaumeister und ehemaligen Reichskanzler Fürsten Bismarck. — Die Feier verlies unter Mitwirkung unserer bewährten Regimentsmusik, sowie gewürzt durch humoristische Vorträge und Gesänge, aufs Schönste und hielt die Theilnehmer bis zu früher Morgenstunde zusammen. Bemerkt sei, daß an dem Abend eine Anzahl Kampfgenossen von 1866 dem Veteranen-Verein beitraten. — Einweihung der neuen Turnhalle des hiesigen Turnvereins. Die Arbeiten an der Turnhalle und dem Turnplätze sind so weit vorgeschritten, daß die Einweihung in Kürze vorgenommen werden kann. Da das Kreis-, sowie * 1 * Gauturnfest in allernächster Zeit stattfindet, wurde von der gestrigen General-Versammlung die Einweihungs-Feierlichkeit auf den 16. August l. I. festgesetzt und soll damit zugleich das 45jährige Stiftungssest des Vereins verbunden werden. Nach den der Versammlung gemachten Vorlagen befinden sich die Vorarbeiten im schönsten Fortschreiten und verspricht hiernach die geplante Feier einen der Turnsache würdigen Verlauf zu nehmen. — Ein älteres Frauenzimmer, welches seither hier Stelle als Haushälterin versah, versuchte Aufnahme in einem anderen Hause dadurch zu erlangen, daß sie vorgab, ihr in baarem Gelde und auswärtigen Liegenschaften bestehendes Vermögen den Leuten zu vermachen. Als die schriftlichen Formalitäten unter Zuhilfenahme eines Rechtsanwalts erledigt werden sollten, machte sich die Schwindlerin aus dem Staube, nachdem sie in verschiedenen Geschäften auf den Namen ihrer früheren Herrschaft Maaren entnommen, auch von der jeweiligen Herrschaft 35 Mark „entliehen" hatte. — Paßt für alle öffentlichen Anlagen. Am Kirchhofe in Spremberg ist eine Tafel mit folgender Inschrift angebracht: „Für jeden Fuß ist jeder Gang, Für st den Müden jede Bank, Für jedes Auge jede Blume Im Allgemeinen Eigenthume — Mit Herz und Sinn weih Alles Dir, Doch nichts ist für die Finger hier." — Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht: am 6. Juli l. I. dem Färberei-Arbeiter Peter Anton Dey in Hirschhorn das „Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift für Verdienste" - am 8. Juli dem seitherigen Ortseinnehmer Adam Winkler zu Viernheim das „Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift für treue Dienste" — zu verleihen. — Neue Taufend Mark-Scheine. In nächster Zeit werden Noten der Reichsbank zu 1000 Mark zur Ausgabe gelangen, welche unter Beibehaltung der bisherigen Ausstattung vom 1. Januar 1891 batirt sind. — Der Verlust der Hessen im Gefecht bei Laufach- Frohnhofen 1866 betrug 6 Offiziere und 73 Mann tobt, 24 Offiziere und 360 Mann üermunbet, 2 Offiziere unb 312 Mann vermißt, zusammen 32 Offiziere und 745 Mann. — Der Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs im Marburg hat auf sein Gesuch an die Eisenbahndirection Hannover um eine bessere Bahnverbindung bezw. Vermehrung der Personenzüge in der Richtung nach Gießen-Frankfurt den erfreulichen Bescheid erhalten, daß den geäußerten Wünschen im nächsten Winterfahrplane entsprochen werden solle. Es wäre dies bereits ein wesentlicher Erfolg, den der junge Verein erreicht hätte. — Die Ernte des Jahres 1890 im Großherzogthum Hessen. In unserem Lande wurden im vorigen Jahre geerntet, das Malter immer zu 100 Kg. — 200 Pfund gerechnet, 698,398 Malter Weizen, 1,097,795 Malter Korn, 991,535 Malter Gerste, 771,611 Malter Hafer, 7,513,343 Malter Kartoffeln, bei Heu unb Grummet würben eingetban 7,465,526 Centner unb an Wein würbe geherbstet 350,474 Hectoliter, an Aepfeln 297,476 Centner. Aus Oberheffen, 13. Juli. Am 21. bss. Mts. begeht Herr Lehrer Werner zu Höchst a. b. N. sein 50jähriges Dienstjubiläum. Da ber hochverbiente Jubilar bie seitens bes Schul- unb Ortsvorstanbes zu biesem Tage geplante offizielle Feier banfenb abgelehnt hat, so beabsichtigen bie Lehrer bes Bezirksvereins Altenstabt, besten Obmann Herr W. ist, benselben in angemessener Weise zu feiern unb zu biesem Zwecke auch ein Festesten zu veranstalten. Alle Collegen unb Freunbe bes Jubilars werden freundlichst hierzu: eingeladen. (D. Ztg.) -r. Dorheim, 14. Juli. Der dahier als Knecht bedienstete Ludwig H. aus Ringelshausen wurde in der Nacht vom Sonntag auf Montag auf hiesiger Ortsstraße in bewußtlosem Zustande mit so bedeutenden Verletzungen am Kopfe vorgefunden, daß er in das Krankenhaus zu Friedberg verbracht werden mußte. Sein Zustand soll ein höchst bedenklicher sein. Ob H. überfallen wurde oder sich bie. Verletzungen durch einen Unfall zugezogen hat, konnte bis jetzt nicht festgestellt werden. Darmstadt, 10. Juli. Po st Personalnachrichte in. Der Postassistent Rau in Lollar ist zum Postverwalter ernannt und als solcher angestellt worden. — Versetzt wurden, ber Ober-Telegraphenassistent SD b er t von Frankfurt a. M. nach Mainz, sowie bie Postassistenten Anbreß von Offenbach a. M. nach Darmstabt unb Haas von Straßburg (Els.) nach Mainz. Seligenstadt, 13. Juli. Ein bis jetzt unermittelt gebliebener Musiker von hier schmetterte am Freitag um bie Mitternachtsstunbe in ber Nähe bes Dragoner-Biwaks auf seiner Trompete bie Tagesreveille, wodurch das ganze Lager in Allarm gerieth. Der Schalk wurde zwar vom. Militär verfolgt, konnte aber nicht eingeholt werden. Groß-Umstadt, 13. Juli. Der Vorstand ber Spar- unb Crebitkaffe Groß-Umstadt hat beschlossen, ber bevorstehenben Generalversammlung vorzuschlagen, die Zinsen, von sämmtlichen Spareinlagen um V4 pCt., also auf 33/4 pCt. zu erhöhen, dagegen die bisher üblichen Schenkungen für bie Zukunft einzustellen bezw. auf ein Minimum zu rebuciren. Worms, 14. Juli. Aus bem Protokoll ber vorletzten- Versammlung des Hassia-Bezirks Worms (welcher 22 Militärvereine umsaßt) ist zu entnehmen, daß bie Militärvereine beschlossen haben, „bie Socialbemokratie entschieben zu bekämpfen, ihr überall entschieben entgegenzutreten unb jebes Mitglieb, welches sich zu berselben bekennt, aus den Vereinen- zu entfernen." Worms, 14. Juli. Die Delegirten der nationalliberalen Partei aus Hessen, Baden, ber Pfalz u. f. w. haben beschlossen, bas biesjährige nationalliberale Parteifest , am Sonntag den 30. August in Worms, unb zwar auf ber sogen. Kieselwiese abzuhalten. Eine Vorberathung. bieserhalb hat gestern in Bensheim stattgesunben. Hervorragende Mitglieber ber nationalliberalen Partei sollen zu bem Feste erscheinen unb auch Reben halten. Mainz, 12. Juli. Arn Samstag Nachmittag hat sich am Rheinufer ein bebaucrlicher Unglückssall zugetragen. An' bem Ufer spielten mehrere Kinber, besonders an der Landungsbrücke ber Kostheimer Dampsboote. Eines der Kinder suchte nun die bereits verbrauchten Fahrkarten, welche von den Passagieren hinweggeworfen worden waren, und befanden sich einige solcher Karten in dem Spalt zwischen dem Ufer unb ber Lanbungsbrücke. Das Kinb langte nun mit feinen Häubchen in biefen Spalt hinein, um bie Fahrkarten zu erlangen - gerabe in biesem Augenblick stieß bas von Kostheim kommende Schiff an ber Lanbungsbrücke an unb würbe bie letztere baburch mit Gewalt gegen das User gebrückt und ba- bei bie eine Hanb bes Kinbes, welche sich gerabe in bem Spalt befanb, total zerquetscht. Das verunglückte Kind,, welches jämmerlich schrie, wurde in das Hospital verbracht. vermischte». * Ems, 13. Juli. Heute als am Jahrestage ber benk- würbigen Begegnung, bie König Wilhelm mit bem Grasen Benebetti hier aus der Brunnenpromenade hatte, war ber an jener Stelle vor ber zweiten Trinkstelle bes Kesselbrunnens in die Erde eingelassene Gedenkstein wieder mit einem großen Kranze und zahlreichen Blumen, darunter vorwiegend Kornblumen, bedeckt worden. Auch das Curorchester hatte der Bedeutung des Tages Rechnung getragen und ein patriotisches Programm für fein Frühconcert ausgestellt. Reichenbach, 10. Juli. Hier tagte dieser Tage ehr Congreß der schlesischen Dicken. Durch Gewicht wurde festgestellt, daß 60 von ihnen über 100 kg., der schwerste aber, der übrigens seine Heimath inmitten des Webemothstandsbezirks hat, 143 kg wog. Dieser dickste der Dicken erhielt ein Mastschwein als Prämie. Außerdem gelangten allerlei eßbare Gegenstände, deren Ausdehnung im richtigen Verhältniß zum Leibesnmsang der Dicken stand — eine Cervelatwurst z. B. zeigte die ansehnliche Länge vou 2 Meter —, zur Verloosung. * lalnadjridjten.. Postverwalter er- - Versetzt wurden. Frankfurt a. dreh von Ossen^ i Sttaßburg (Els.)- K^-Nderkkbr- , k"°"b°hndir»i. *»4T!tn '»*te Wx, 7,513,343 7^0 eingetban 'herbstet 350,474 dss'Mts. begeht In ^jähriges nte Jubilar die diesem Tage ge, [i so beabsichtigen 1. dessen Obmann n'e feiern und veranstalten. Alle freundlichst Ijienir , iD. Kg.) ier als Knecht be- ^de in der Nacht Ortsstratze in beenden Verletzungen ukenhaus zu Fried- and soll ein höchst rde oder sich die rt, konnte bis jetzt tzt unermittelt ge- n Freitag um bie gönn-Biwaks aus wodurch das ganzem wurde zwar vom >olt werden. /tanb bet ur- beschlossen, bet hingen, die Knfem also aus 33h pCt. Schenkungen für num zu redueiren. M der vorletzten^ welcher 22 Militär- ‘ die Militärvereine > entschieden zu be- nutreten und jedes t/ aus den Vereinen -r nationalliberalen ' s ro. haben be- raie s, und zwar aus ;ne Vorberathung jefunben. Partei sollen zu en. mittag h°t j* " [( rugetragen. M nbet§ an der Landes der Ander von E°17'u«db-s°»d-" varen, un > ■ e."i » “ .5« <* her denk^ '- tarun‘rf. t HM z fiur^nb «• aettaS'J fKÖt. . auitir tieft’. “ jage *„ 1*$ «* ÄÄ 5 । ' « «t'fl P* Bfltr Universität- < Nachrichten. Marburg, 14. Juli. Herr Professor Dr. Göbel, Director Les hiesigen botanisch-pharmakognostischen Instituts, hat den an ihn ergangenen ehrenvollen Ruf nach München angenommen. Literatnr «nd Nnnst. — Das Schlachtfeld bet «öniggrLtz «nd der .ALHrer* über daffelde. Das denkwürdige Schlachtfeld bei Köntggrätz, wo eine der größten Schlachten dieses Jahrhunderts geschlagen wurde, wurde zur 25jährigen Gedächtnißfeier des Schlachttages von dem Comttö zur Erhaltung der Denkmale auf demselben in würdiger Weise hergestellt. Alle die zahlreichen Kriegerdenkmale (269 an der Zahl) wurden vollständig renootrt oder neu hergestellt und jedes derselben mit einem Gärtchen umgeben. Bet fast jedem Denkmale befinden sich hübsche Ruhebänke, die namentlich im Swibwalde, welcher einer einzigen großen Grabstätte gleicht und mit Kriegerdenkmalen übersät ist, jedem Besucher des Schlachtfeldes sehr willkommen sein werden. Seine Thätigkeit hat das Comitc durch die Herausgabe des schon erwähnten „Führer über das Königgrätzer Schlachtfeld" würdig beschlossen. Das schöne, sehr practische Büchlein, versehen mit vielen Bildern der hervorragendsten Denkmale, findet in allen Kreisen vollkommene Anerkennung und reißenden Absatz in Oesterreich, Preußen und Sachsen, denn Jeder, wer an der großen Schlacht theilnahm, betrachtet es als ein Andenken an den geschichtlichen Schlachttag. Bestellungen nimmt Herr JUDr. Josef Taufik, Mitglied des Comttcs in Königgrätz, sowie jede Buchhandlung entgegen. Das eleg. brochirte Exemplar kostet 1 Mk., das fein.gebundene Exemplar 1.50 Mk., Frankirung 10 Pfg. mehr. — Im Verlag der Herold'schen Buchhandlung in Hamburg erschien soeben: Ein deutscher Sang, dem größten Deutsche», dem Fürsten Bismarck in ehrfurchtsvoller Treue gewidmet von einem Süddeutschen. Preis 1 Mk. Temperatur der Lahn und Lust gemefien am 15. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser löVz, Lust 18 Grad Reaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. Bekanntmachung. Die Lieferung von 4200 Centnern Nußkohlen Nr. II für die städtischen Anstalten für das Etatsjahr 1891/92 soll unter den auf unserem Bureau zur Einsicht offen liegenden Bedingungen vergeben werden. Offerten, in welchen der Preis pro Doppelwaggon franco Bahnhof Gießen anzugeben ist, sind bis zum 22. dieses Monats, Vormittags 12 Uhr, mit der Aufschrift „Kohlenlieferung" versehen, in unserem Bureau abzugeben. Gießen, den 14. Juli 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. _________Gnauth.______6505 Donnerstag den 16. d. M., Vormittags 10 Uhr, versteigere ich im „Adler" — Marktplatz: verschiedene gut erhaltene Möbel, 1 noch neues Pianino, und nach dieser Versteigerung 1 gr. Quant. Backsteine. Geißler, 6470 Großh. Gerichtsvollzieher. KeitgeSotenes. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. [6379 Echsenfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg. Türk. 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