Co irtiii. en .Wehte S.i? den Ursr- tei*. ättmntr, Küche m’tt Waffer- Zubehör, zu vemtethm. Uta, vorm. G- Backofen, Ba-n-ofstraße.__________ mmg im Hinterhause, vier mer, zu oermiethm. ___________S. »röll. )orstraße 44 ist eine Woh- -5 Zimmern mit Zubehör, m emch mit Gortermihril, i VI vnmchm. Kddbfi im 2 Stock. cesnatze ttz'. fchöne Wohmng, itr m- Zubeh-, Garten, event- tM auf 1. April d- 3- zu __LÜVereiseiu ftüher Bender'schen Hause, 83, 3. Stock, 6 Zimmer mt nb Gartenbenuhung, alsbald kauf, W dar jßaoten« tnM roerben: MtÜ, '» Dursteu> M leute zur EmG arenhans, »eg 63 n °»d uJ!L -lees, Südanlage 18. F meinen Neubaute, tn“S „finbWUNf"«'» Tie juei Nwj°rd-Ä-B I« Zimmer mit Zu» ru -D'i^res Lahnfdahe^, nÄ2Tj5ö^^ '°° TTTStoi, best-r-nd -u» 4 «äSl*1 be^ P^beimerstr^- iA£i2^Sj$f3to®tr m kleines m •ÄÄ tzWß ’ ,.„ft 1891 Nr. 13 Freitag den 16. Januar D« S^ehe«r >*tciflCT erscheint täglich, LuSmchme de- Äentttgl. Die Gießener KEMenßtLUer werden dem «n-eiger ^chmtlich dreim«! hergelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Unzeiger. VierteliShriger A-s«ne»eutspreiA, 2 Mark 20 Pfg. mh Bringerlohn. Durch dir Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Rebodion, Exprditisr und Druckerei: -chnkstr-ße Ar.A Fernsprecher 61. Amts- und Anzeigrblatt für den Nveis Gieren. «mss«-- I u.....-■! ■■■'- ■'....... '-"± I "" ......... Tvaahm r von Anzeigen zu der Nachmittag- für den t-tgrrtdev Dag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Graiisöeitage: Gießener Kamikienölätter. Aäe Armoacm-Burraux de- In- und Au-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. V**S***"""*^"*SS*!flfl»*** 2lmtlid?er Ttzerl» Gießen, am 14. Januar 1891. Bett.: Die Ausführung der Landesseuerlöschordnung vom 29. März 1890. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen ott die Gr-tzh. BÜEgermeistereie« des Kreises. Unter Bezugnahme auf rubr. Feuerlöschordnung sehen wir binnen 14 Tagen der Vorlage eines genauen Verzeichnisses der in Ihren refp. Gemeinden vorhandenen Feuerlöschgeräthschaften entgegen. v. Gagern. Bekanntmachung, die directe Verbindung der Bahnhöfe zu Gießen mit dem südlichen Stadttheil am Seltersberg betreffend. Nachdem die Stadt Gießen zur Herstellung der rubr. Verbindung, insbesondere eines Fußpfades von der Frankfurter Straße nach dem über die oberhesstschen Eisenbahnen geplanten Steg, die Enteignung des nachverzeichneten Geländes: 1) der Frau Oberbaurath Laubenheimer Wwe. 51 O Met. der Wiese Nr. 283% 0, Flur XVII in der Hollergaffe; 2) der Franz Blocks Erben 63 Hl Met. des Ackers Nr. 2845/10, Flur XVII in der Hollergaffe, beantragt hat, so wird der Plan nebst dem Anträge der Stadt Gießen und den Anlagen hierzu von Montag den 19. Januar I. 3. bis zum Montag den 2. Februar L I. incl. auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde zu Jedermanns Einsicht offengelegt und wird Tagfahrt vor der Local-Commission auf Dieu-tag den 3. Februar I. I., Nachmittags 3 Uhr, auf das neue Rathhans zu Gießen zur Verhandlung über den Plan und die zu leistende Entschädigung hierdurch anberaumt. Die Eigenthümer des oben verzeichneten Geländes, sowie Ltwaige Nebenberechtigte werden hierdurch aufgefordert: a. ihre etwaigen Einwendungen gegen den Plan bei Mei- düng des Ausschlusses und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung oder Beschränkung, b. ihre etwaige Erklärung auf die angebotene Entschädigungssumme bei Meldung der Unterstellung der Annahme des Angebotes, . ihre etwaigen Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, ci. ihre etwaigen Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, e. ihre etwaigen Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen im Sinne des Art. 14 des Gesetzes vom 26. Juli 1884, die Enteignung von Grundeigenthum betreffend, f. etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an das zu enteignende Grundstück, in dem Termin vorzubringen. Sofern in dem Termine Einwendungen gegen den Zweck und den Plan, sowie die damit in Verbindung stehenden Anträge nicht vorgebracht werden sollten, dann wird in dem genannten Termine Dienstag den 3. Februar L I., Nachmittag» 3 Uhr, zugleich über die Höhe der Entschädigung und die mit ihr zusammenhängenden Fragen verhandelt werden. Gießen, den 13. Januar 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Nr. 2 des Reichs« Gesetzblatts, ausgegeben den 12. d. M., enthält: (Nr. 1930.) Verordnung wegen Ergänzung der Verordnung vom 16. August 1876, betreffend die Kautionen der bei der Mllitär- und Marineverwaltung angestellten Beamten. Vom 27. December 1890. (Nr. 1931) Bekanntmachung, betreffend die Einfuhr Äon Pflanzen und sonstigen Gegenständen des Gartenbaues. Vom 9. Januar 1891. Gießen, den 15. Januar 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Polizeiverordnung, das Schlachtwesen in der Provinzialhauptstadt Meßen betr. Auf Grund der Art. 189 und 325 des Polizeistrasgesetzes, des § 23 der Gewerbeordnung und Art. 56 des Gesetzes vom 15. Juni 1874, die Städteordnung betr., wird nach Anhörung der Stadtverordnetcn-Versammlung mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 19. December 1890 zu Nr. M. I. 28949 für den Bezirk der Provinzialhauptstadt Gießen in Ergänzung des Localreglements vom 28. Mai 1886 und als Nachtrag zu diesem Localreglement verordnet was folgt: 8 i. Das Schlachtwesen und der Fleischverkauf in der Provinzialhauptstadt Gießen, die zur Schlachtung und Verarbeitung des Fleisches benutzten Räume, sowie die Fleischverkaufsstätten unterliegen in ihrem ganzen Umsange der polizeilichen Beaufsichtigung. 8 2. Das Schlachtvieh ist beim Transport gehörig zu ver-, wahren. Zum Führen des Großviehs dürfen unter Aus- schluß der Lehrlinge nur Gesellen der betreffenden Metzger, sowie andere geeignete Personen nicht unter 18 Jahren verwendet werden, das gleichzeitige Mitsühren des Schlachtkarrens durch dieselben Personen ist verboten. Bullen müssen beim Transport durch mindestens einen vom Kopfe nach dem rechten Vorderbein anzubringenden Strick gebunden, sowie mit Wurfstricken versehen sein und mindestens durch zwei erwachsene Personen geführt und beaufsichtigt werden. Das Kleinvieh ist in einer, jede Thierquälerei ausschließenden Weise in das Schlachthaus zu verbringen. 8 3. Das Schlachten des Hornviehs kann den Tag über statt- finden: a, vom 1. April bis 30. September von 4 Uhr Mor- j gens bis 8 Uhr Abends, b. vom 1. October bis 31. März von 5 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends. Das Schlachten der Schweine hat zu denjenigen Stunden zu geschehen, in welchen für Brühwasser mittelst Dampfheizung gesorgt wird, nämlich: a. vom 1. April bis 30. September Vormittags zwischen 6 und 11 Uhr und Nachmittags zwischen 4 und 7 Uhr, b. vom 1. Ocrober bis 31, März von 7 Uhr Vormittags bis 3 Uhr Nachmittags. Sollten dringende Umstände das Schlachten außer diesen Zeiteintheilungen nothwendig machen, so hat der das Schlachthaus Benutzende für jede weitere Stunde außer dem Schlachtgeld eine Gebühr zu entrichten, welche der Stadtvorstand mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz festsetzt. Zwei Stunden vor Ablauf der festgesetzten Schlachtzeit darf kein Großvieh incl. Pferd, eine Stunde vorher kein Schwein, sowie eine halbe Stunde vorher kein sonstiges Kleinvieh zur Tödtung gebracht werden. § 4. Beim Schächten müssen die Thiere durch ein geeignetes Wurfzeug möglichst rasch und schmerzlos in die geeignete Lage gebracht und sofort getödtet werden. Thiere, welche sich wegen Beschaffenheit ihrer Hörner mit Kopf nicht ganz umlegen können, dürfen unter keinen Umständen durch Ein- sühren eines Hebels in den Rachen mit Gewalt zum vollständigen Umlegen gebracht werden. § 5. Nach vollendeter Verblutung und völlig eingetretenem Tode hat die Verarbeitung nach Handwerksgebrauch alsbald zu geschehen. 8 6. Das von der Fleischbeschau für ungenießbar erklärte Fleisch ist alsbald in den im Schlachthause befindlichen besonders hergerichteten Raum zu verbringen, in welchem dasselbe bis zu der von Großherzogl. Polizeiamt getroffenen Bestimmung aufbewahrt wird; desgleichen dürfen Thiere, welche von der Fleischbeschau t>or dem Schlachten zwar nicht als krank zurückzuweisen sind, hinsichtlich ihres Gesundheitszustandes aber doch zu Zweifeln Anlaß geben, nur in dem dafür bestimmten Raum (Separatschlachthauö) geschlachtet werden. 8 7. Alle im Schlachthaus des Handels wegen vorzunehmenden Verwiegungen haben gegen Zahlung der sestgefetzten Gebühr durch den auf Grund des § 36 der deutschen Gewerbeordnung ernannten und verpflichteten Wäger zu geschehen. Ueber jede Verwiegung ist Wiegschein zu ertheilen und zu nehmen. Andere Waagen, als, die der Stadt gehören, dürfen im Schlachthause nicht verwendet werden. Die Verwiegung muß stattfinden, auch wenn es nur von einem Theile gewünscht wird. 8 8. Bei allen Thieren sind vor dem Verwiegen die Brust- und Baucheiugeweide mit Ausnahme der Nieren zu entfernen. Vor dem Verwiegen wird bei dem Rindvieh, Schasvi^h und Ziegen der Kops am Genick abgetrennt, die Füße werden am Knie- und Sprunggelenk abgelöst, der Schwanz wird bis aus's fünfte Glied abgehauen, das Schloßfett wird abgetrennt bis aus die Adern, das Zwerchfell wird in dem fleischigen Theile soweit abgetrennt, daß ein Finger breit desselben an den Rippen bezw. dem Brustbein und außerdem die Nierenzapfen vollständig stehen bleiben; bei Kühen und Rindern wird das Euter entfernt. Die Schweine gelangen mit Kops und Füßen, aber ohne die, Zunge, Lust-und Speiseröhre zur Verwiegung, die Zunge ist ohne die die Zungenwurzel umgebenden Muskeln herauszulösen, das Zwerchfell ist dicht an den Rippen bezw. dem Brustbein glatt und ohne Theile des Schmalzes abzuschneiden, die Nierenzapfen haben vollständig stehen zu bleiben. 8 9. Der Wäger ist verpflichtet, strenge daraus zu sehen, daß- die Schlachtthiere so zur Verwiegung kommen, wie es in den Bestimmungen des § 8 vorgeschrieben ist. Ist eine diesen Bestimmungen nicht eingehalten, so hat der Wäger die Pflicht, das Schlachtthier zurückzuweisen und dies dem Schlachthaus- Verwalter anzuzeigen, welcher zutreffenden Falls eine Anzeige bet Grobherzoglichem Polizciamt darüber zu erheben hat. 8 io. Das Verwiegen der Schlachtthiere hat innerhalb fünf Stunden nach dem Tödten zu geschehen. Dabei kommen bei. dem Rindvieh, wenn in, der ersten Stunde nach dem Ausschlachten verwogen wird, 2 °/0 vom Gewicht in Abzug, wird erst später verwogen, so kommt nach der ersten Stunde bis zur fünften Stunde 1 °/0 vom Gewicht in Abzug; bei Schweinen kommen bei dem Verwiegen innerhalb fünf Stunden nach dem Ausschlachten ä °/0 in Abzug; bei Kälbern, Hämmeln und Ziegen kommen 2 % beim Verwiegen in Abzug, wenn innerhalb süns Stunden nach dem Tödten der Thiere verwogen wird. Beim Verwiegen von Rindvieh und Schweinen werden Gewichtsmengen unter 50 Pfund beim Abziehen von Gewichtsprocenten nicht in Rechnung, Gewichtsmengen von 50 und mehr Pfund als volle Cenlner in Rechnung gebracht. Sind Käufer oder Verkäufer oder Beide, wenn das Ausschlachten des Thieres beendet ist, nicht zur Stelle, so har der Wäger in dringenden Fällen das Recht, auch in bereit Abwesenheit zu verwiegen. Die dadurch entstandenen Kosten können vom Besitzer des Schlachtthieres erhoben werden. 8 11. Da das Blut der geschlachteten Thiere als Abgang zu betrachten ist, darf es aus der Schlachthausanlage nicht sort- genommen werden. Eine Ausnahme findet nur zu Gunsten der Wurstbereitung statt. Bezüglich des zur Wur.sthereitung ausgesangenen Blutes gelten folgende Vorschriften : 1) Blut darf als Zuthat zur menschlichen Nahrung nur benutzt und aus dem Schlachthaus verbracht werden, wenn es vollständig frisch ist und der Fleischbeschauer das Th'er, von welchem das Blut stammt, für ge sund und ladenrein erklärt hat; 2) das Blut der nach israelitischem Ritus geschlachteten Thiere darf zur Wnrstbereitung nicht verwendet werden. 8 12. Auch die Arbeits-, Verkaufs- und Aufbewahrungslocale der Metzger und Fleischhändler unterliegen der polizeilichen Beaufsichtigung und Revision und sind diese verpflichtet, den reoidirenden Polizeibeamten alle Räume und Behältnisse, in welchen Fleisch oder Fleischwaaren bearbeitet oder ausbewahrt werden, zu öffnen und die gesammten Fleisch- oder Wurst- vorräthe einer für nothwendig erkannten Untersuchung unterziehen zu lassen. § 13. Das Aushängen ganzer geschlachteter Thiere oder einzelner Theile, sowie von Metzgerwaaren vor den Häusern an den Thürpsoften, Thüren oder Fenstern ist verboten. 8 14. Das Feilhalten von frischem Fleisch darf nur im Innern der Läden ftaltfinden und sind Messer, Waagen, Gewichte, überhaupt alle zum Berkaus und zur Verarbeitung von Fleisch und Fleischwaaren dienenden Geräthschasten stets in reinem Zustande zu erhalten. § 15. Die Bestimmungen in § 7 deö Localreglements vom 28. Mai 1886 sind ausgehoben. § 16. Jede Uebertretung dieser Polizeiverordnung wird nach § 26 des Localreglements vom 28. Mai 1886 bestraft. Gießen, den 2. Januar 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutscher Reichstag. 43. Plnmrfitzllllg. Mittwoch. 14. Januar 1891, 1 Uhr. Die Berathung über die Anträge Auer (Soc) und Richter (bfr.) betr. die Aufhebung resp. Ermäßigung der Getreide-, Fleischund Viehzölle wird fortgesetzt. Abg. Brömel (bfr.): Der Reichskanzler hat gestern mit Recht den Nachdruck aus die Erleichterung der Ernährung der Bevölkerung gelegt und es war auffallend, daß Herr Schalscha dies Moment ganz unbeachtet ließ. Wir knüpfen an die Aeußeruna des Kanzlers die Hoffnung, daß sie den Anfang bilde zu einer Aenderung der bisherigen Zollpolitik. Der von dem Abg. Bauern Lutz gestern dar- gelegte Standpunkt war der des vollendeten agrarischen Egoismus. Für Herrn Lutz handelte es sich nur darum, daß der Bauer seinen Beutel fülle; woher der Consument die Mittel nimmt, ist Herrn Lutz gleichgllttg. Nach den Behauptungen des Herrn Lutz besitzen nur 25pCt. der Grundbesitzer eine genügend große Flache, um Vortheile »us den Getretdezöllen zu ziehen, während 75pCt. der Grundbesitzer, zusammen 26 Millionen Köpfe, nur Grundstücke von geringerem Umfange besitzen und einen Vortheil aus den Getretdezöllen nicht haben. Herr Dr. Buhl hat gestern energisch gegen die Herabsetzung der Zölle gesprochen; früher hat er energisch gegen die Erhöhung der Getreidezölle sich gewendet; hoffentlich wird er nächstens, wenn die Regierung die Herabsetzung beantragt, mit der gleichen Energie für die Herabsetzung eintreten. (Heiterkeit.) Zu bezweifeln ist jedenfalls, ob die Zölle den landwirthschaftlichm Betrieben überhaupt zu gute kommen; höchstens dürfte dies bei sehr großen Betrieben der Fall sein. Man hat ja auch gar kein Hehl daraus gemacht, daß man mit den Geldern den Werth des Grund und Bodens heben wolle. Es ist aber unrichtig, dte Jntereffen der ländlichen Bevölkerung höher zu stellen als die der städtischen. Das Jahrhundert wird nicht zu Ende gehen, ohne daß die städtische Bevölkerung zahlreicher ist, als die ländliche. Je schneller die Zölle erniedrigt und aufgehoben werden, desto mehr nutzen wir der geistigen Eultur unseres Volkes. Abg. Leuschner (Retchsp.): ES ist unrichtig, zu behaupten, daß die Zölle den inländischen Consum vertheuert hätten; ebenso unrichtig ist es, zu sagen, daß die Vortheile aus den Zöllen lediglich den Agrariern zu gute gekommen wären. El fahrungsgemäß reißt der Börsenverkehr einen bedeutenden Theil des Verdienstes an sich und in den Jndustriegegenden sind die Lebensmittel nicht themer, als sie früher waren. Theure Lebensmittel an sich sind kein Unglück, wenn nur daS Geld dafür im Lande bleibt, aber gerade beim Freihandel geht das Geld ins Ausland und wir werden genöthigt, fremde Arbeiter zu beschäftigen. Was uns unter den heutigen wtrthschaft- lichen Verhältnissen drückt, das ist nicht der Zoll, sondern die Ent- werthung des Silbers. (Aha l) Die Goldwährung ist unter VorauS- setzungen eingeführt, die sich in keiner Weise erfüllt haben. Die Doppelwährung würde auch die Löhne der Arbeiter erhöhen. Der Revision des Zolltarifs gegenüber haben Industrie und Landwtrth- sch-ft gleiche Interessen. Es handelt sich für uns darum, zu verhüten, daß die Gesetzgebung lediglich nach doctrinären Principten gemacht wird. Wie gefährlich das ist, weiß Jeder, der im practiichen Leben steht. Gerade im Interesse der Arbeiter dürfen wir von dem System der Schutzzollpolitik nicht abgehen. Gegenwärtig spielen auch die Einnahmm aus den Zöllen eine bedeutende Rolle für den Reichs- Haushalt. Für mich ist das Wichtigste bet der Frage der Zölle der Schutz der nationalen Arbeit. (Beifall.) Abg. v. Helldorff (cons.): Die Zollbarriere hat sich zwar als wirkt am erwiesen, aber sie hat exorbitante Preise nicht herbet- geführt. Die Preise sind immer noch, früheren Zeiten gegenüber, Mtttelpreise. Die Wirkung der Zölle äußert sich vortheilhaft für den Producenten, weniger durch die Preissteigerung, als vielmehr durch die Stärkung des Angebotes, heute sucht der Müller den kleinen Getreideproducenten wieder auf, was früher längst nicht geschah. (Sehr richtig!) Wir find Herrn Lutz für seine Darlegung sehr dankbar; fie bewies, daß in Zollfragen ein Unterschied zwischen den Jntereffen deS großen und des kleinen Grundbesitzes nicht besteht. Gegenüber den schutzzöllnerisllen Bestrebungen im Auslande war es eine große That des Fürsten Bismarck, daß er an den Schutz der nationalen Arbeit dachte und es ist bedauerlich, diesen Mann in so fanatisch roher Weise angreifen zu hören. (Unruhe links!) Das Verhalten der Socialdemokratie zeigt wieder, daß wir es nicht zu thun haben mit einer Partei der socialen Reform, sondern mit der Partei der socialen Revolution. Wir entnehmen aus der Rede des Reichskanzlers, daß er die Landwirthschaft anerkannt als die Grundlage der gesellschaftlichen Entwickelung. Das Elend der Industriearbeiter tn den Großstädten ist auf dem Lande unbekannt. Der Einfuhr ausländischen Getreides bedürfen wir nicht; wir sind durch tntenstoere Wtrthschaft wohl im Stande, unseren Bedarf selbst zu decken. Die Herren von der Industrie aber mögen bedenken, daß Industrie- und Getreide-Zolle auf dem gleichen Boden gewachsen find. An demselben Tage, an welchem die landwlrthschaftltchen Zölle ausgehoben werden, fallen auch die Jndustrtezölle. (Sehr wahr!) Ich hoffe, daß auch in diesem Reichstage keine Mehrheit für die Aufhebung der Zölle vorhanden ist. (Bravo!) Der Präf idenst ruft den Abg.v. Helldorff für den gebrauchten Ausdruck „fanatisch roh" zur Ordnung. Abg. v. Hornstein (wild) schließt fich den gestrigen Ausführungen des Abg. Lutz an. Die Socialdemokratie kann keinen wohlhabenden Bauernstand leiden, ein verschuldeter, verarmter Bauernstand paßt ihr für ihre Zwecke besser. Mit dem Opfer unseres Bauernstandes sollte man die österreichis^e Freundschaft nicht erkaufen. (Bravo!) Für die Aufrechterhaltung des Getreidezolles steht ganz Süddeuischland geschloffen wie ein Mann da! Auch durch die Vteh- sperre ist kein Schaden für Baden entstanden, jedenfalls auch nicht für die gefamm'e badische Viehzucht Abg. Stolle (Soc.): Die Klagelieder von der nothleidenden Landwirthschaft sind in allen Tonarten in den an das Haus gerichteten Petitionen gesungen worden. Heute bestreiten die Herren die Preissteigerung für Lebensmittel, obwohl die Kgl. Sächsische Regierung in ihrem Etat die Preissteigerung unumwunden anerkannt bat und Ausgaben verlangte zu Gehaltserhöhungen, die durch die Bertheuerung der Lebensmittel nöthig geworden waren. An die Erhöhung der Arbeitslöhne haben die Herren bei Erlaß der Zölle nicht -^edacht. Wo waren denn die Herren, als Tausende braver Berg- leute wegen zu niedrigen Lohnes strikten? Und da hat man noch die Stirn zu sagen, die Zölle seien dazu gemacht, um die Arbeitslöhne äu erhöhen. Warum gehen Ihnen denn die ländlichen Arbeiter nach Sachsen? Der sächsische Bltemchenkaffee lockt sie dock nicht hin (Heiterkeit). Die Noth der ländlichen Arbeiter ist eben so groß, daß die Leute fort müssen, der kleine Grundbesitzer, der nur soviel baut, wie er braucht, hat kein Interesse an dem höheren Getreidepreise. — Durch die Schutzzölle wollte man den deutschen Markt für Die deutsche Arbeit ficb-rn, das Ziel hat man aber nicht erreicht, e Ergebniß der Zollgesetzgebung war lediglich, daß ine Vorlhe le c ni- gen großen Industrielle und G-undbesitzern zufielen, wä r.d die breiten Massen nur theure Preise zu bezahlen hatten. Bei den heutigen Derkehrsverhältniffen ist eine Grenzabschlietzung durch Schutzzölle auf die Dauer gar nicht mehr möglich. Abg. Burlein (Etr.) hält den finanziellen Effect einer Zollaufhebung für da« Bedenklichste bei der Sache; der Ausfall mutz durch Matrikularbeiträge gedeckt werdm. Abg. Graf v. Kanitz (cons.): Die Antragsteller haben fich bisher noch nicht als Helfer für die Landwirthschaft bewährt. Warum wollen Sie denn mit den Getreidezöllen anfangen; fangen Sie doch mit den Eisenzöllen an! Da« ist auch ein Weg, das Brod zu ver. billigen. Warum verbilligen Sie die Kohlen nicht? Die Bergwerks- actien haben ja eine schwindelnde Höhe erreicht. Die Freifinnigen und Socialdemokraten wiffen, daß hohe Kohlenactien-Course ihre Geschäfte fördern. Wie soll der Einnahme-Ausfall gedeckt werden? In den Einzelstaaten wird der Einnahmebedarf immer großer, die Erträge der Zolle können dort gar nicht entbehrt werden. Womit will man die neuen Bedürfnisse decken. Die Theorie von dem billigen Brod ist übrigens nicht richtig. Die Arbeiter wandern aus, wo es billiges Brod gibt und wandern dahin, wo das Brod theuer ist. (Sehr richtig!) Nicht der Brodpreis, sondern die Höhe der Lohne ist dafür maßgebend; gewöhnlich wird ja den Leuten die Auswanderung bald leid. — Redner schildert bann den Nothstand der Land- wirthschaft nach Maßgabe der statistischen Erhebung über die zunehmende Verschuldung des Grundbesitzes. „Der beste Staat ist der einheitliche Staat," das ist ein unbestreitbar richtiger Satz des großen Freihändlers Adam Smiths. Die Consequenz dieses Satzes ist, daß man mit den Getreidezollen auch die Jndustriezölle aufheben mutz, einen Mittelweg gibt's nicht. (Bravo!) \ Hierauf vertagt sich das Haus. . . , Nächste Sitzung Donnerstag 1 Uhr. Fortsetzung der soeben abgebrochenen Berathung. Schluß 51/4 Uhr. Neueste Nachrichten. WoM telegraphisches Eorrefponbenz-vur-an. Berlin, 14. Januar. 'An dem heutigen Diner bei dem Finanzminister Miquel nahmen der Reichskanzler, Minister Bötticher, Staatssecretär Marschall, der Chef des Civilcabi- nets, Lucanus und etwa zwanzig Reichs- und Landtagsabgeordnete, darunter Bennigsen, Kardorff, Hüne, Buhl und Hammacher, Theil. Der Kaiser erschien kurz nach 5 Uhr mit militärischer Begleitung. Der Kaiser saß bei Tisch Miquel gegenüber und hatte Caprivi zur Rechten. Er verweilte bis 8s/4 Uhr in animirtester Unterhaltung, namentlich auch über die Schulfrage. Nachher begab er sich nach der Gardefüsilierkaserne. Königsberg, 14. Januar. In Folge des in vergangener Nacht eingetretenen starken Schneesturmes ist der Ver- kehr überall gehemmt. Die Chausseen sind nahezu unsahrbar. Die Bahnzüge haben vielstündige Verspätungen, namentlich auf der Strecke Berlin. Auf dem frischen Haffe liegt der Schnee 3Vz Fuß hoch- es ist für die Fischer fast unpassirbar. Das Wetter ist jetzt (Mittags) besser. Schwerin, 14. Januar. Der Afrikasorscher Oskar Borchert hat von dem Großherzog von Mecklenburg die große goldene Verdienstmedaille erhalten. Hamburg, 14. Januar. Nach einem Privattelegramm der „Hamb. Börsenhalle" aus Valparaiso vom 13. d. Mts. dauert die revolutionäre Bewegung in Chile sort- das Verladen und Löschen der Schiffe ist sehr schwierig. Bellinzona, 14. Januar. Der eidgenössische Commtssar Künzli hält die Fortdauer des Commissariats für unnöthig und suchte deßhalb seine Abberufung nach. Glasgow, 14. Januar. Das Somit© zur Beilegung des Ausstandes der Eisenbahnarbeiter berieth heute unter dem Vorsitze des Bürgermeisters mit der Verwaltung der Caledonia-Eisenbahn. Letztere verweigert jedes Zugeständniß, wofern nicht die Eisenbahnbediensteten vorher die Arbeit wieder ausnchmen. — Der Bürgermeister von Edinburg unterhandelte mit der Verwaltung der North British Eisenbahn, welche dieselbe Antwort ertheilte. Die Strikenden lehnen die von den Gesellschaften gestellten Bedinungen ab. Rom, 14. Januar. Der russische Abgesandte beim Vatican, Iswolski, ist nach Petersburg abgereist, um neue. Instructionen, insbesondere bezüglich der Ernennung des Erzbischofs von Mohilew, einzuholen. Neapel, 14. Januar. Da die Ruhestörungen an der Universität abermals begonnen haben, stellten die Professoren ihre Vorlesungen ein. Die Universität ist geschlossen. Madrid, 14. Januar. Neuerlich wird angenommen, daß der in Olot verhaftete Nihilist ein Freund Padlewskis fei und die Polizei irrezusühren suche. Derselbe will am Tage der Ermordung des Generals Seliverstow sich bereits in Gerona befunden haben. Mexiko, 14. Januar. Meldung des Bureau Reuter. Nachrichten aus Valparaiso zufolge concentrirt die chilenische Regierang Truppen. DerCongreß verlangt, der Präsident Balmaceda solle zurücktreten. Berlin, 15. Januar. Die heutige „Deutsche Medicin. Wochenschrift" bringt Mittheilungen des Professors Ko ch über die Zusammensetzung des Heilmittels gegen Tuberkulose ^isowie über den Weg, welcher zur Ermittelung desselben eingeschlagen war. Danach besteht das Mittel in Glycerinextract aus Reinculturen von Tuberkelbacillen. Locales ttnb provinzielles, # Gießen, 15. Januar. — Der zur Feier des Geburtstages Sr. Königl. Hoheit de8 Erbgroßherzogs geplante, aber nicht zur Ausführung gekommene Fackelzttg findet morgen (Freitag) Abend unter Teilnahme der gefammten Studentenschaft statt. — Se. Königl. Hoheit wird am nächsten Sonntag Sr. Durchlaucht dem Fürsten Bruno zu Isenburg in Büdingen einen Besuch ab- statten. — Gestern Abend 11 Uhr brach in dem bewohnten Nebengebäude des Hauses Liebigstraße 65 (am Riegelpsad) ei« Brand ans, der den Dachstock, in welchem Heu und Stroh ausbewahrt wurde, zerstörte. Den begleitenden Umständen nach scheint Brandstiftung vorzuliegen. — Spart man, wenn man die Flamme der Petroleumlampe niedrig schraubt? ES ist eine weitverbreitete Gepflogenheit, daß man in Fällen, wo das volle Licht der Petroleumlampe nicht gebraucht wird, die Lampe aus Sparsamkeitsrücksichten niedrig schraubt. Man nimmt dabei ben Hebel» stand in den Kauf, daß man die Lust des Raumes, in dem die Petroleumflamme ihr Licht verbreitet, ganz erheblich verschlechtert. Versuche haben diese Thatfache mehr als zur Genüge bestätigt und der Grund liegt darin, daß durch das Niedrigstellen der Flamme eine unvollständige Verbrennung stattfindet und ebenso, rote bei zu hoch geschraubter Flamme, unverbrannte, durch den Geruch wahrnehmbare Gase in den Lampenchlinder emporsteigen. Die richtige Verbrennung kann eben nur dann stattfinden, wenn die Flamme ihre größte Leuchtkraft entwickelt- alsdann werden die aus dem Docht sich entwickelnden Gase vollständig in Kohlensäure verwandelt, welche durch beu Geruch nicht wahrnehmbar ist. Beim Niedrigschranben der Flamme erreicht man aber auch nicht einmal eine im Geringsten nenneltswerthe Ersparniß an Oel. Hiervon kann sich Jeder durch einen Versuch überzeugen, indem er einmal eine Petroleumlampe mit Heller, dann mit einer niedrigen Flamme ausbrennen läßt und die beiden Zeitdauern mit einander in Vergleich bringt. Die niedrige Flamme hält nur sehr wenig länger vor, als die hohe. Aus dem Vorhergesagten geht demnach hervor, daß es rathsam ist, Petroleumlampen nicht niedrig geschraubt brennen zu lassen. ______________ — Zur Bermeidung von Unfällen im Gewerbebetriebe in Folge Trunkenheit hat das Reichsversicherungsamt, wie eß aus Anlaß eines Schreibens des deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke den Berussgenossenschaften mit- theilt, alle diejenigen Bestimmungen überall genehmigt, wonach Betrunkene aus den Arbeitsräumen zu weisen sind und eß unterlagt ist, betrunken zur Arbeit zu kommen, sich in den Arbeitsräumen zu betrinken, Branntwein in dieselben mit- zubringen. Annähernd drei Viertel aller Berussgenossen- । schäften, welche Unsallverhütungsvorschristen erlassen haben, sind nach dieser Richtung hin bereits vorgegangen. — Welche nachtheilige Folge eine unrichtige Anmeldung zur Uufallverficherung nach fich ziehen kann, lehrt folgender | Fall: Bei Einführung der Unfallversicherung meldete ein Landwirt!) seinen Knecht irrthümlicher Weise nur mit seinem I Jahreslohne an, ohne die demselben gewährte Naturalleistung (Kost und Wohnung) zuzurechnen, wofür mindestens 350 Mk. jährlich in Anrechnung zu bringen waren. Der Knecht erhielt eine erhebliche Beschädigung an der Hand, wofür ihm Seitens der betreffenden Berussgenossenschast eine lebenslängliche Rente von monatlich 2 Mark 35 Pfennige zuerkannt wurde. Wäre die Anmeldung des richtigen Jahresarbeitsverdienstes erfolgt, so würde derselbe eine Rente von 5 Mk. 29 Psg. zu beziehen haben. ES muß allen versicherungspflichtigen Personen dringendst anempsohlen werden, sich zu verlässigen, ob sie von ihren Arbeitgebern auch wirklich und zum vollen Jahresverdienst zur Unfallversicherung äuge- meldet worden sind. * Aus Starkenburg. An den Hosprediger Stöcker in Berlin haben 135 Geistliche der evangelischen Landeskirche, wie das „Evang. Sonntagsbl." meldet, zu Neujahr folgende Begrüßung eingeschickt: „Hochwürdiger Herr Hosprediger! Die unterzeichneten Geistlichen der evangelischen Landeskirche im Großherzogthum Hessen erlauben sich, Ihnen, als dem tapferen Kämpfer gegen allen Umsturz und dem treuen Zeugen für Wahrheit, Recht und Freiheit in Staat und Kirche, im Geiste die Hand zu drücken. Ew. Hochwürden ganz ergebenste N. N." Nachträglich liefen noch viele Zustimmungserklärungen ein. Die bei weitem meisten sind aus Oberheffen und Starkenburg gekommen. * Groß-Gerau, 12. Januar. Auch in unserer Stadt hat der glatte Boden leider em Opfer gefordert. Als Samstag früh der Bahnarbeiter D. Raiß I. nach der hiesigen Station sich begeben wollte, um mit dem Zuge, der kurz vor 6 Uhr nach Darmstadt fährt, zu fahren, stürzte derselbe auf dem Wege zweimal und zwar das zweite Mal derart unglücklich, daß er besinnungslos wurde und nach Hause gebracht werden mußte. Derselbe hat in der Folgezeit das Bewußtsein auch nicht mehr erlangt und ist im Laufe des Sonntags verschieden. Der Verunglückte, der im Alter von 64 Jahren stand, war schon 36 Jahre bei der Ludwigsbahn als Arbetter beschäftigt. * Oppenheim, 13. Januar. Die Eisdecke hat fich bet Guntersblum infolge des Thauivetters gelöst. Der Rhein ist heute um 9 (Zentimeter gestiegen. Hochwasser wird allgemein befürchtet. * WormS, 13. Januar. Gestern wurde eine Versammlung der Bürgermeister der Landgemeinden des Kreises Worms hier abgehalten. Es wurde beschlossen, sich der Offenbacher Petition wegen Abänderung der Landgemeindeordnung betreffs der Wahl der Bürgermeister nicht anzuschließen. * Der bisherige Nachtpolizist zu Apolda, Löwe, nimmt seit Neujahr in der Stadt Eltville im Rheingau die Stelle eines Polizeidieners ein. Der Wechsel bei der Eltvtller Polizei treibt mit den Namen ein sonderbares Spiel - der früher daselbst angestettte Polizeidiener hieß nämlich Bar, der mit dem 1. Januar ausgeschiedene hatte den Namen Wolf, und nun ist an dessen Stelle Herr Löwe getreten. In dem benachbarten Erbach hingegen hat man einen Polizeidiener mit um so zahmerem Namen- derselbe heißt nämlich Lamm. * Auch ein Strike. Mehrere Landgemeinden Niederbayerns verweigern osficiell die Annahme von Quittungskarten für die neue Jnvaliditäts- und Altersversicherung und erklären, keinerlei Zahlung machen zu wollen. * Guter Rath, lieber den Hopfenmarkt in Hamburg i — so erzählt man der „T. N." — schlenderte zwischen den 1 mit Gemüsen und Fischen gefüllten Körben der Verkäuferinnen, reitet ^es i .6 9‘ batin »18 , : bli 2 **&> '«'ehinbari a -®!’®»ie, ll= Stamme ^”8 tag [bt" bie7Jf« Idh ftgNäure h m H ?n*b«r ;^-t>, '8OT*«0A ' «m£> 'n- :n Iä6t un ' * kill9t- % Jv"1 ‘&!V nibtit in Staat und Kirche, Ew. Hochwürden ganz tx« ien noch viele Zustimmungsmeisten sind aus Oberhessen Auch in unserer Stadt hat -er gefordert. Als Sams- ’Lü I. mch der 6* »to .^S* ESS***1* fc, »ine SBeti«”®’ r/:tr” greüeSffiot®6 L-ndge®^" ! Jw-**’n,i r» 7/bi'e ®ttlU LGS ^tn; «i«der- fenfliar Vic ausgebotenen Herrlichkeiten musternd, ein junger Arbeiter umher, begleitet von einem großen langhaarigen Hunde. Der Zufall wollte es, daß das Thier seine langbehaarte Rurhe in einen mit lebenden Hummern gefüllten Korb herabhängen ließ, während seine Aufmerksamkeit von einem anderen Gegenstände gefesselt war. Ein reiselustiges Scheerenthier benutzte die gute Gelegenheit, sich fest in den Schwanz des Hundes einzukneifen. Kaum fühlte der Köter, daß das Ungethüm sich seines Steuerruders bemächtigt hatte, als er entsetzt in wilden Sprüngen unter dem Gelächter der Umstehenden die Flucht ergriff. Der Eigenthümer des Hundes, der die Lage der Dinge erkannte, schlug alsbald denselben Weg ein. „Se, Se, stellten (pfeifen) Se doch Ehren Hund!" schrie das Fischweib hinter ihm her. „Ach wat, fleut Du Dien Hummer!" antwortete er lachend und verschwand in der Menge. * Rotterdam, 12. Januar. Als Beispiel dafür, wie vollständig die Verwirrung auf den Eisenbahnen ist, diene folgende Annonce, die heute im „9t Rotterd. Cour." steht: „4 Waggons Steinkohlen verloren! Die Nummern der an uns adressirten Waggons sind : 19 816, 22 404, 44 448 und 34 060. Gute Belohnung für den, der uns über die verloren gegangenen Waggons Auskunft ertheilen kann. Die Leim- und Gelatine-Fabrik zu Delft." * Davos, 14. Januar. Zur Zeit sind gegen 1600 Cur- gäste hier , wovon wohl nahezu die Hälfte mit K o ch'fcher Lymphe geimpft werden. Man glaubt, daß die Aerzte im Laufe dieses Monats ihre Erfahrungen veröffentlichen werden. Hnivcrjifäb - — Nach einer Verfügung des Kultusministers haben die an einer höheren Schule ar.gkstellten preußischen Lehrer, welche sich nebenbei als Prioatdocenten zu habilitiren gedenken, durch Vermittelung ihres vorgesetzten Dir ctors vorher ba$u die Genehmigung des König!. Provinzial-Schulcollegiums einzuholen. — Zn der juristischen Facultät der Berliner Universität | führte sich Dr. Paul Heilborn als Prioatdocent ein mit einer Vorlesung über die Pofittoität des Völkerrechts. Literatur nnd Annft. — Purjet Leitfaden r«r schnelle« «rleruuu-r mir ««d «ich, Cie ««d Ihne« richtig a«r«weNden. Zum Selbstunterricht als auch zum Gebrauch in Schuten. Von Franz Holder-Egger. Zweite Auflage. Berlin, Verlag von Friedrich Stahn. Wer jemals Gelegenheit gehabt hat, Jemand, der die deutsche Sprache mißhandelte, zu verbessern, ober Jemand, der ihre richtige Anwendung und ihre Gesetze erlernen wollte, zu unterweisen, der weiß, wie schwer es ist, das richtige Wort zu finden und allgemein gültige Regeln, nach denen der Schüler, der Unwiffende und der Neuling sich richten können, zu entwerfen. Der Berliner sagt zum Beispiel ganz unverfroren: „Komm bei mich!" — Man kann das alle Tage auf der Straße hören, ober auch: „Ich gehe zu Haufe!" statt: „nach Hause." „Dat is mich ganz egal." „Cbne mir kann er nichts anfangen." „Der Reif sitzt lose um dem Fasse." Ja, auch bei den Inschriften der Schilder, den Reclameanzeigen und Geschäftsanpreifungen begegnet man dem haarsträubendsten Unsinn. Die „Desttlatton" hat „Liker" zu verkaufen, der Bäcker nennt sich Baker, dort zeigt man „Land Butter" an, der Kaufmann bietet „Schmals" auS, frische Heringe ober gar Maties- Seringe, hifige Biere, Waren, Grienzeug, Porzelan, Maschienen, erbelatwurft — und so fort ins Unendliche. Die eine Behörde, schreibt so, wie Fürst Bismarck es befohlen hat, die andere richtet sich nach Puttkamer . . . Als einen einfachen und doch ausreichenden Rathgeber begrüßen wir daS Holder-Eggersche Büchlein, das im Verlage von Friedrich Stahn erschienen ist und bereits in zweiter Auflage vorliegt. Besonders werthvoll erscheinen allerhand Aufklärungen über Zeitwörter, wie dauern, heißen, helfen, lehren, kosten und andere, die theils den Dativ, theils aber auch den Accufativ regieren und darum leicht zu Jrrthümern Veranlassung geben, das Capitel über die Präpositionen, deren unrichtiger Gebrauch so weit verbreitet ist, die Bemerkungen über Satzbildung und endlich die über Orthographie. Der hübsch ausgestattete, deutlich gedruckte und so wohlfeile Leitfaden sei hiermit freundlichst empfohlen. H. *» Gerichtliche Entscheidungen. — Zu der Frage, ob der Inhalt einer Postkarte, in welcher Jemand wegen Berohlnng ei«tt Schuld gemahnt wird, als beleidigend anzusehen, die Postkarte daher von der Beförderung aus- zuschließen ist, ist bemerkenSwerth zu erfahren, daß nach einer Entscheidung des Berliner Kammergerichts eine solche Mahnung an sich noch keine Beleidigung ist; sie wird erst eine Beleidigung, wenn die Form, in welcher die Mahnung abgefaßt ist, einen beleidigenden Eharacter trägt. Soweit daher diese Voraussetzung nicht unzweifelhaft zutrifft, werben Postkarten, welche eine Zahlungsaufforderung enthalten, bei der Postbeförderung nicht zu beanstanden sein. I!— _ ■ ■LI1 verkehr, Land« nnd volksrvir'Lyschast. — Die Bank für Südde«tfchla«d hat den Discont bis auf Weiteres auf 4pEt. herabgesetzt. Der Lombardzinsfuß beträgt bei Verpfändung von Schuldverschreibungen des Reichs, der deutschen Staaten, der Städte des Großherzogthums und der Ludwigsbahn 4'/2pCt., gegen Verpfandung sonstiger Effecten 5pCt. — Im Publikum ist vielfach die Ansicht verbreitet, daß für die an die Postbehörden gerichteten Schreiben Porto nicht zu zahlen sei. Den Oderpostdirectoren und den Postanstalten gehen daher häufig aus den Kreisen des Publikums Schreiben und Eingaben zu, welche unfrankirt in die Briefkästen gelegt worden sind, für welche die Absender bann nachträglich das höhere Porto für unfrankirte Briefe zu zahlen haben. Es wird daher im allgemeinen Interesse darauf aufmerksam gemacht, daß auch für alle an die Postbehörde gerichteten Sendungen, welche in die Postbriefkasten gelegt werden, daS volle Porto zu entrichten ist. Wer diese Ausgaben ersparen will, muß die betreffenden Sendlingen im Bureau der Postdtrectionen ober im Amtszimmer der Postanstalten abgeben. Limburg, 14. Januar. Fruchtmarkt. 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Im Postzeitungsverzeichniß ist dieselbe untei No. 1519 auf geführt; fie kann aber auch birect von der Expedition in Frankfurt a. SW., sowie durch dieFerber'sche Univ.-Buchhandlung in Gießen bezogen werden. 4» Probe-AbouuemrniS auf Wunsch 6 Wochen gratis. Wegen GeschäftS- Berlegung in das von mir rrkauste Haus „Mäusburg 5" wird mein großes Waareulager gänzlich ausverkauft. Bekanntmachung 136 X. Zinsen aus der Stiftung der dahier verstorbenen Elisa- bethe Schmidt sind zu gleichen Thellen an vier bedürftige, unbescholtene, ledige, in Gießen lebende Dienstmädchen im Alter von über 50 Jahren, und an vier arme Wittwen aus Gießen nach der Auswahl des Stadtvorstandes zu vergeben. Anmeldungen zum Bezüge der Zinsen haben bis zum 25. dieses Monats unter Beibringung des erforderlichen Nachweises bei der unterzeichneten Stelle zu geschehen. Gießen, den 11- Januar 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Briefpapier and Couverts Bekanntmachung. Der Plan über die veränderte Feststellung der Baufluchtlinien für die Straßen P und Q des Bebauungsplanes (große und kleine Garten- straße) liegt 14 Tage lang zur Einsicht auf dem Stadtbauamte offen. Einwendungen gegen denselben sind innerhalb dieser Zeit bei Meldung des Ausschluffes bei der unterzeichneten Behörde vorzubringen. Gießen, den 14. Januar 1891. Regenerativ-Gasheizöten Abführung der Heizgase, für Salons, findet statt Montag den 2. Fedrnar d. I., Nachmittags 2% Uhr, auf bei» Gemeindehaus dahier. Tagesordnung: Wahl des Aufsichtsraths. Großen-Linden, am 13. Januar 1891. 513 öer* Vorstand. üermatm Katz < Seltersweg 20 ♦ ZTlamifactur-, JHoöromaren ♦ mist Öamenconfeclton. ♦ auj liefert die ' Brührsche Druckerei (Fr. Ohr. Pietsch) 7. Schulstrasse 7. Fernsprecher 51. Xitovcrluiuf. 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Bierbrauer Jean Arnold. Wirth Hrch. Bourgeois, Buchbinder Adolf Bieler, Agent Wernhard Brück, Schneider Wilhelm Mosler, Agent Lorenz Spitz, Lehrer Edmund Wetter, Buchhalter Hrch. Gröninger, Glaser Marlin Dörr, Lchlosscr Louitz Hellmold, Weißbinder Johö Trapp, pens. Postschaffner Ludwig Kühne, Sattler Konrad Haas, Bäcker Karl Schneider, Metzger Eberhard Dort, Specereihdlr- Ostanlage Edmund Nagel, Schlaffer Karl Schäfer, Schreiner Löb Bär, Lederhändler Gustav Gühlholtz, Restaurateur Eduard Rohrle, Brauereibes- Friedrich Helfrich, Controleur 2 3 4 5 6 7 Sonnenstraße Neuen Bäue 2—19 Gnauth. 1. Bezirk: Walltbor- und Marburgerstraß-. BezirkS-Borsteher r Paul Rührte. Etellvertrelee r Ffr. Helfrich. Velvet, Band, Atlas, Ballbltmien, Brautkränze und Schleier etc. SK* gebe auch detail ab. Gustav Haustein Dasselbe offerirt: Paar Damen^ Zugstiefel per Paar . . . . „ „ Halbschuhe zum Schnüren und Knöpfen per Paar....... „ Herren-Zugstiesel per Paar . . . . „ Herren-Halbschuhe zum S-chnüren p. 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Mootz, Schubmacher Konrad Walther, Schmled August Brühl, Sattler Wilhelm Geil, Fabrikant Wilhelm Lange, Bäcker 101 102 103 ; 104 L 105 106 117 108 109 110 111 112 113 114 115 Der Unterricht in Anfertigung künstlicher Blumen beginnt Montag den 19 Januar und findet Montags, Mittwochs und Freitags von 2—4 Uhr statt. L. und Ch. Moeser, Grösste Auswahl der feinsten Wiener und Pariser Schuhwaaren. Anfertigung nach Matz, sowie Reparaturen werde« rasch und billigst besorgt. Wiederverkäufer erhalten Hiabatt. Zweiggeschäfte in: Nietze«, Frankfurt a. M. (2 Gesch.), Haften, München, Cöt«, Dortmund, Crefrld, Düssetvorf, Elberfeld, Fulda, Kreuznach. 517 4.—d 5'50'1 4.50 3.50 (j 4.75 -.65 26 27 28 29 30 Nutzholz, beste Qualität, trocken, 7V2 Ctm. stark, gebe etwas ab H. Rohrbach IV., Karl Schwan, Schuhmacher Karl Brück, Goldarb etter Franz Schmidt, Kaufmann Eduard Kltnkel, Kohlenhändler Restauration Vogt, Sonnenstraße 14. Heute Donnerstag den IS. Januar: Große BriUant-Specialitäten-Vorstellung des rühmlichst bekannten Universal - Humoristen Karl Schäfer, gen. Ohr, sowie des Fräulein Elsa von Brabant (Lohengrin> Neues Theater, Giessen. (Diroetion: Ada in Reine reO Freitag den 16. Januar 1891: Doctor Klaus. Lustspiel in 5 Acten von A. L’Arronge.' Personen: [520 Griesinger, Juwelier Karl Schreiner. Julie, dessen Tochter Elisabeth Bischoß". i 14 ,, 14 , 14 -18 Mardurgerstraße, Nodberg, 3—15, Wiesenstraße Wallthorstraße 1—29 - 01—59 63-81 H. Bezirk: SelterSweg-, Bahnhof- und Frankfurterstraße Bezirks«Vorsteher r Wilhelm Rudolph, Stellvertreter r Aug. «röll. Grobe Mühlgaffe 3—13 Christian Lony, Privatier „ „ 14—39 u Kleine Mühlgaffe Karl Rinn, Oeconom Louis Hahn, Kohlenhändler Ludwig Kämmerer, Bäcker Kirchenplatz, Auf der Bach Wetzsteingaffe 4—10^ ", 27-30 „ 31-42 , 48-60 Zozelsgaffe Dammstraße 4 und 5, Schillerstraße „ 6-29 Wcserstroßc Ederstraßc Asterweg 1—10 „ 12—55, Schottstratze Nordanlage Sleinstroße 7—46 , 47-57 Gustav Patz. Rentner Louis Wolff, Buchhalter Gustav Wtndecker, Kaufmann Dr. I. L. Jett, Rentner Ehr- Albach, Reallehrer Heinrich Zimmer, Uhrmacher Moritz Krämer, Polizeisecr. Leopold Schlatter, Kaufmann Christian Weeg, Schuhmacher H^ F. Raff au er, Kaufmann l»r. Karl Fromme, Professor Alexander Wilker, Sccretär Emma, deren Tochter Anni Reiners. Gerstel, Referendar Richard Goullon, MariNnneJIau^hiilterin Idu Unger. Lubowski, Kutscher Adam Reiners. Anna, Dienstmädchen Elsa Reinnold, Colmar, Bauer_______Karl Rupp. Gießener Radfahr-Berein 3. Winterfest Sonntag, den 18. Januar, Abends 8 Uhr, in Steins Saalbau. Die Mitglieder werden um zahlreiche Theilnahme gebeten! Konrad Jung HL « Hermann Tnppinger, Bleiche Heinrich Schomber, Ziegler Karl Leib, Lehrer Christian Euler IL, Lacktrer Nordend. Stellvertreter r Wilh. MoSler. 8. Bezirk: Neustadt, Hamm-, «ad Rodheimerstraße. ».,trkS.Borfieh«r! L. W. Plaut, »tellvertreier r Pistor. Emil Pistor, Kaufmann 512] Gin junger Student sucht eine Wohnung bei einer guten Familie, am liebsten mit voller Pension. Offerten mit Preisangabe an die Gxp. d. Bl. erbeten. 503] Eine gesunde Wohnung, bestehend aus circa 4 Zimmern, Mittelpunkt der Stadt, per 1. oder 15. April d I. zu miethen gesucht. Offerten mit PreiSang. sub. L. 8. a. b. Exp. b* Bl. „ -41- 78 —' —-...... BiSmmckstr., Gölhestr., Bleichstr-, Alicestr., Alexander Südanl , Lonystr, Löberstr-, Lud- Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 15. Januar 1891. Schlutzcourse 1 Uhr 15 Mim Fenniethungen. 502] Wohnung im mittleren Stock. 6 Zimmer rc , auf Wunsch mit Pferdestall und Chaisenremise, auf 1. April zu ver- That Sachen beweisen! Unstreitig* Giktzkus größtes nnb llitiigstes Achuh-Geschiist ist das Frankfurter Schuh-Lager Marttstratze Westanlage —— Frankfurterstr. 1—91. Liebigstr. 1—21 Phil. Uhl, Photograph 93—167, An den Bahnhöfen Johannes Lenz, Schreiner platz, HundSgasse Lindengasse 1—12 14 499] In einem Bankgeschäft ist für Ostern eine LehrlingS- stelle offen. Bewerber mit schöner Handschrift und Berechtigungsschein zum eint, freiw. Dienst, wollen Offerte unter MOÖ bei der Gxped. B°/o Reichsanleihe 3V-o/o do. 3% Preuß. ConsclS 3< 8J Ein junger Hau-bursche gesucht. Wo? sagt die Exped b _________ GH tüchtige Schloffer gesucht von Friedrich Krogmann, beste englische, empfiehlt bMgst 518 Ph. Schlatter. Städtisches Schlachthaus. Freibank. [509 Von heute Nachmittag 4 Uhr an: la. Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pr» Pfd. SO Pfg. 495] Neine Wiener Würstel L 8 Pfg. sowie rtraukfurter Würstchen, prima Qualität, empfiehlt Friedrich Schreiner, Seltersweg 65. Ftz. gewäffeet. Stockfisch, Schellfisch, Aonder, Hecht und 5i6j la. Mastgeflügel Harnikkel, Brauerei Röhrte. Gießener Mttdvrehaftecurau?. GamStag dr« 17. 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Januar, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus Brandplatz 12 aus statt. 510 Die trauernden Hinterbliebenen. e 410 Vereinskarten vorzuzeigen. Der Borstand. Kinder haben keinen Antritt. empfiehlt [400 MLuSburg 17. am Kreuz. neu Brüning. s? [RebacHoe: A. Scheyda. — TK>xwt und Verlag bei Briihl'fchen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. werden in jeder Schriftart und Papiersorte angefertigt in der in Steins Saalbau. Die Mitglieder werden gebeten, ihre Fernsprecher No. 51. 5) 6) 7) 8) 9) von Prof. Pechitel-Locsche, Dr. IV. liaacke, Prof. W. Marshall und Prof. E. L. Taschenberg, mit über igoo Abbild, im Text, 9 Karten, 130 Tafeln in Holzschnitt u. Chromodruck von IV. Kuhnert, Fr. Specht u. a. 130 Lieferungen zu je I M. =10 Halbfranzbände zu je 15 M. Chaussee nach Rödgen Ochsenwiesen. Vermischte Anzeigen. 307] Einen Glaser Lehrling sucht B. Wolf, Bahnhofstraße 32. e » p Die größte und feinste Wasken- Garderobe ist zu verleihen bei D. W. Karnbach, Markt 1 [247 (Eingang Kaplaneig.) 4271 Tüchtiger foahrknecht g-sucht Cbr. Wallenfels, Marktplatz. 4 260 ist auf der an den sog. Abbruch der Turnhalle. Die in meinen Besitz übergehende städtische Turnhalle an der Südanlage beabsichtige ich aus den Abbruch zu verkaufen- Reflectenten wollen bei den Archi- tecten Stein & Meyer Einsicht von den Bedingungen nehmen und mir ihre Angebote bis zum 24. d. M. einreichen. F384 Gießen, 13. Januar 1891. Friedr. Reimer (I Ricker'sche Buchhandlung). ▼orderen Quadraten sind für die inacliven Mitglieder reservirt. Karten dafür können bis Samstag Abend bei Herrn Buchhändler Ferber in Empfang genommen werden. — Programme zu 20 Pfg. sind ebendaselbst und an den Kirchthüren zu haben. — Kinder unter 12 Jahren haben nur in Begleitung erwachsener Angehörigen Zutritt. — Freiwillige Beiträge zup Deckung der Kosten können in die Opferbüchsen eingelegt werden. 344 Im Verlag von Emil Roth in Gießen ist erschienen: Invalidität»- u. Altersversicherung (aus den Deutschen Reichsgesetzen Nr. 103/104 von Prof. Dr. C GareiS.) Preis 40 H. Bei Einsendung von 45 in Briefmarken franco per Post. Ferner empfehle: Neues Genossenschafts-Gesetz (Nr. 101/2), Gewerbeordnung, Krankenversicherung d. Arb. (Nr. 5), Unfall- und Krankenversicherung d. Arb. (Nr. 7), Unfallversicherung bei Bauarbeiten (28/29), Unfallversicherung der bei Bauten beschäftigten Personen (Nr. 58), Unfall- und Krankenversicherung für Forst- und Landwirthschast (28/29), ä Nr- 20 H. Vorräthig in allen Buchhandlungen. Kreppet«, Kaffee- und Theegebäck, täglich frisch, Brühl'schenDruckerei Schulstrasse 7. Evang. Kirchengesangverein. Sonntag den 18. Januar, Abends 6*j2 (Ihr, in der Stadtkirche: Creistl. Musikaufführung. Programm. Rheinberger, Concert für Orgel mit Orchester. Mendelssohn, Te Deum für Chor, Solostimmen und Orgel. Eintritt frei. Die Plätze auf dem Chor und in den beiden TSM frische Kuppeln, Wcndreheln empfiehlt Karl Germann, 1) Herzog, Weihnachtssonate für Orgel. P. Cornelius, Weihnachtslieder für Tenor. CD 2 ®C5 'S* 2) P. Cornelius, Weihnachtslieder tur lenor. 3) a) J. 8. Bach, Choral aus dem Weihnachtsoratorium | Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig u. Wien. | - —— . - _ . । . -1 - . . 1 11 ji _ . r inn >A^4i>e: «»■■■■■■■■«■«■■■■■waeBÄaeeieeeMMeieese™* = Soeben beginnt zu erscheinen: == Holz-Versteigerung int Gießener Stadtwalde. Montag den 19. Januar 1891, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Districten Zollstockswäldchen, Abth. Utersbrunnen rc. nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A Bau-, Werk- und Nutzholz. 9 Nadel-Stämme mit 9,41 Festm. B. Brennholz. Stockh. Reish- Rmtr. Wellen. 6 790 96,5 3520 Fried. Holl, Stern. Frische Krammetsvögel, „ Hasen, Pariser Kopfsalat, Teltower Rübchen ta*w H. Klotz, Warme Bäder bei Andreas Euler. Liialich geöffnet von 6 Uhr Morgen- bis 1 Uhr Abend- Sonntag- bi- Mittag 12 Uhr. Die Zellen sind durch Dampf geheizt. [395 Außer verschiedenen Salzen und Mutterlaugen find sämmtliche Bade- Extrakte, als: Fichtennadel., Malz-, Loh- und Weizenkleie-Extracte^zu haben. WBT Abonnements werden jederzeit entgegengenommen. «ME 369] Schön möbl- Zimmer zu oer- miethen.____________Wallthorftraße 23. 10] Ein Laden mit Logis zu ver- miethen bei Wilh. Plank, Bahnhofstraße 18. Kautabaksarbeiter, geübter Röllchenmacher, zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Offerten unter Nr. 448 an die Expedition dieses Blattes. s448 439] Es wird ein Logis von 3 bis 4 Zimmern nebst Pferdestall, wenn möglich auch Gartenuntheil, zu miethen gesucht. Offerten nebst Pr isang. unter 1< B. 56 an die Exped d. Bl abzugeben.__ Gießen, den 10. Januar 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. __Gnauth._______422 Pappeloerkaus. Sonnabend den 24 d. M», Mittags 1 Uhr, sollen von Stations- Nr. 8,3 bis 8,7 (bei Lohra) der Fronhaufen-Gladenbacher Straße 65 Pappeln von 0,30—0,60 m Durchmesser auf dem Stamm öffenttich meistbietend verkauft werden. Ein Theil davon ist zu Werkholz geeignet. Die Bedingungen werden in dem Termin bekannt gemacht. Marburg, den 10. Januar 1891. Der Landes-Bauinspector: Aermietyungen. 196 Kleine freundliche Wohnung zu oermiethen- Neuen Bäue 17 E Steinhäuser. 489] Kleines Logis zu oermiethen. __ Becker Wwe., Asterweg. 197 Der untere Stock im Neubau Grünbergerstratz« 27 zu oermiethen. 98] Gartenftraße 21, Logis zu oerm, 7 Zimmer mit Balkon u. Gartenantheil, zum 1- April. Näheres das. 21, 111. St. 352] Zwei möbl. Zimmer (Wohn- und Schlafzimmer), an einen oder zwei solide Herren zu oermiethen, auf Wunsch mit Pension.____ Bahnhofstraße 57. 450] Gut möbl. Zimmer billig zu ver-1 miethen. Eichgärten 12, parterre. I 486] Gut möbl. Zimmer mit Cabmet I und kl. möbl. Zimmer zu oermiethen | Marktplatz 2. b) Schroeter, Freut Euch ihr lieben Christen ( 4) a) J. 8 Bach, Choralvorspiel: „Das alte Jahr vergangen ist.“ b) Ritter, Sonate A-moll. Stollbrock, Air für Alt mit Orchesterbegleitung. J, 8. Bach, Arie für Violine und Orgel. Kühne, Fantasie für Orgel zu vier Händen und doppeltem Pedal. Aeilgebotenes. Die Restbestände aus der Keller'schen EoricrrrSmasse bestehend aus Handschuhen, Pelz- und Federnbesatz, Schleiern, Spitzen, Posamentrien, Lützen, Ballkleidern, Sammten, Pelüschen und Seidenresten, Wagendecken, Spitzendecken und Schonern, Spitzenstoffen zu Kleidern, Cor- setten rc. werden weit unter Preis verkauft bet 300 L. Mühlhausen, Westanla.ie 15. Feinste Frankf. Würstchen empfiehlt 326 ftddph Möhl. Berliner Pfanneukuchen, Kreppet, Kaffee- und Theegebäck, täglich frisch, empfiehlt Eonditorei Heiller, 135]Südanlage. Gesucht sauberes ehrliches Müdchen oder fortan zur Aufwartung des Vormittags. [471 Marburgerstraße 29, parterre, rechts. Schönschreib-Unterricht. SMT Theile ergebens! mit, daß ich durch vielfache Aufforderungen veranlaßt bin, Hierselbst einen Cursrrs im Schönschreiben zu eröffnen, und garantire, wie hier bekannt, in nur 5 Lectionen die besten Erfolge zu erzielen- Honorar für Deutsch 15 JL, mit Latein 27 J6 Meldungen von Damen, Herren und Kindern bitte bis zum 16. d. M-, Abends 6 Uhr, in der Exped- d. Bl- zu bewirken. [412 ________O. Gottlieb, Kalligraph. 375] Ein braves zuverlässiges Dienstmädchen sofort gesucht. Näheres in der Exped. d- Bl- Scheith. Prügelh. Rmtr- Rmtr. Buchen 23 32 Eichen 225 100 Erlen 3 3 Nadel 2 2 Die Zusammenkunft e M__ WWWWWW» TIERLEBEN