K-Z “sfeis •'SS* erb. ®olb-. j 1595 X L.A.. W1880r Lombarden 102 30 IM do. 94.40 935 do. 63.20 63.- xer Gold. 98.20 98.1 )ld (Srlzk.) 99.30 99. )sef Silber 83 60 82. rant ZU ahn . . 54 85 54.20 er . . . 6310 62.60 )w tzisenb. 9380 94 35 kaS garnt. 92.50 9360 tn.Sec.stft. 80.- 79.80 dw.-B.-Act. -BahnLit.L. rieer . . 1773/4 177.75 I87‘/4 18% 130.15 129.30 93 401 94.- m!. . e 6rebitb.. Verein . rdnSban! nSban! . I133.551184 SO 98.20 SS Sv 94.50 94^ 122.10 W ~ 104.-\ 104.5 n«f 17öjl 170- 109?: 108.40 llonlamoerle -ußstahl WMU U9S.70 irntWei, , k Brüning. 276.5° 277 92.40 100.80 101- 9 1 i’O ‘ 101- 94.51' Arundschld^ Zfandbr. • .h'ypÄrnk- dbr. . « ' ittPM. .m®1'1 1,04.35 1O3Ü . • ‘t 1126 401 K&y* «d». 82.35 iran,tll5tZ«,oh2W«ol'ea [er1*611’ '* .„«iS MM 6,|}t «,i( Mr. 214 Dienstag den 15. September 1891 Mer Mnw A*hH« ochchilut täglich, «M DtAvah m« des MoUtLGs. «t Gießener #e*Wlteiriltet Weed« dem La-eiger «Acheettüch frwimti Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vieNckiSlfriger XltxeromtUfteto I 2 Wert 20 Mg. *fc Bringerloha. Durch die Post begOß« 8 Warf M Pf,. RAedion, LxpedW« and Druckerei: Arra^echrr 6L Amts- und Anzeigeblatt für den Nveis Gietzen. »■■■■■■EHE1U1 ■ I ■ L ■■■■ '■T'Bllf «»nehme »en Anzeigen ga der N»chmittags ftr kn Mffuttii teg erscheinenden Nummer bis Sone. 10 Uhr. Hratisöeilage: chießener Aamttienötätter. --Bi ■ ■ ir .............. i n—u in iibi in i i—g «tte «nnoncen-SureLUk des An- und «uslmrdes nchmm, Anzeigen für den ^Gießener Anzei^er^ entgegen. Telegramm aus Kaffel. 13. September, 129 Nachm. Regiment Nr. 116. Oberzwehren. Ich setze hierdurch das Regiment davon in Kenntnitz, daß Seine Königliche Hoheit der Grotzhcrzog Mir heute als an Höchftseinem Geburtstag die Stellung eines Chefs des Regiments angetragen und Ich mich gerne bewogen befunden habe, dieselbe anzunehmen. Ich freue mich gerade an diesem Tage in eine nähere Verbindung mit dem tapferen Regiment zu treten, das die ehrenvollen Traditionen bei Gravelotte und Orleans in treuer und erfolgreicher Friedensarbeit zn erhalten gewußt hat. Kassel, 12. September 1891. gez.: Wilhelm. Deutsche» Reich. Berlin, 12. September. Das „Berliner Tageblatt" bringt ein Telegramm aus Zanzibar von gestern, nach welchem ein Gefecht der Expedition Zelewski gegen Äen Stamm der Wahehe bei Henza stattgefunden shat. Angeblich sind neun Deutsche und viele schwarze Mannschaften der Schutztruppe gefallen. Unter den Todten werden die Lieutenants von Zitzewitz und Buschow, sowie Unteroffizier Tiedemann genannt. Vier Deutsche sollen angeblich von den Wahehes gefangen sein. Kiel, 12. September. Die Manöverslotte ist heute Abend im hiesigen Hafen eingelaufen. Hamburg, 12. September. Nach kurzer Berathung wurde heute Vormittag die letzte Sitzung des Congresses für -internationales Recht durch den Vorsitzenden Professor v. Bar geschlossen. Köln, 12. September. In der heutigen Schlußsitzung des Juristen tag es wurde die Einführung der bedingten Verurteilung dem bezüglichen Beschlüsse der Abtheilung gemäß gebilligt, die Einführung eines Gesetzes zur Bekämpfung der Trunksucht dagegen, ebenfalls dem bezüglichen Abtheilungs- beschlusse entsprechend, abgelehnt. Die Zahl der Theilnehmer am Juristentage war schließlich aus nahezu 600 gestiegen, während dieselbe in den Vorjahren nur 300 bis 400 betrug. Präsident Drechsler (Leipzig) schloß die Sitzung mit dem Ausdruck des Dankes an den Ortsausschuß, den Bürgermeister und die Vertreter der Stadt Köln. Nachmittags sand ein Festessen statt. München, 12. September. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm hat durch den preußischen Gesandten Grasen zu Eulenburg für die Armen der Stadt München 1OOOO Mk. dem Bürgermeister Dr. v. Widenmayr überweisen lassen. Kaffel, 12. September. Aus der Fahrt von Wilhelms- Höhe hierher zum Residenzschloß, wo das Kaiserpaar dem Paradedtner beiwohnte, wurde ihm eine Huldigung seitens der gesammten Schuljugend dargebracht. Kaffel, 12. September. Abends waren die Straßen in der Nähe des Palais glänzend illuminirt. Um 9 Uhr sand ein Zapfenstreich aller Musikcorps auf dem electrisch und bengalisch erleuchteten Friedrichsplatz statt. Der Kaiser und die Kaiserin zeigten sich auf dem Balkon. Auch der König von Sachsen und die übrigen fürstlichen Gäste wohnten dem Act an offenen Fenstern des Residenzschlosses bei. Die Zurufe einer ungeheuren Menschenmenge wiederholten sich, als das Kaiserpaar um 10 y2 Uhr die Fahrt nach Wilhelmshöhe antrat? Arrstairtz. Lemberg, 12. September. Die Stadt Krosno wurde durch Feuer fast vollständig zerstört. Budapest, 12. September. Einer Meldung der Blätter zufolge, ist bei den Donau-RegulierungSarbeiten am Eisernen Thor ein amerikanisches Felsenbohrerschiff explodirt. Zwei Arbeiter sind tobt, mehrere verletzt. Ein in der Nähe befindlicher Schlepper mit Dynamit blieb zum Glück unberührt. Mechelu, 12. September. Der heutigen Schlußsitzung des Internationalen Katholike Congresses wohnten der hiesige Erzbischof, der päpstna-c Nuntius und mehrere Bischöfe bei. Der Präsident Wöste ließ durch die Schriftführer die in den fünf Sectionen des Congresses gefaßten Beschlüsse verlesen. Darauf nahmen der Rector der Universität Freiburg, Berthier, und Professor Klein von der Universität Dublin zu kurzen Reden das Wort. Der Präsident Wöste warf einen historischen Rückblick auf die seit Abhaltung des ersten Internationalen Congresses im Jahre 1863 auf dem Gebiete des Katholicismus stattgehabten Ereignisse und aus die ganze katholische Bewegung und sprach zum Schlüsse der hohen Geistlichkeit, sowie den Ausländern, welche dem Congreß beigewohnt, und endlich allen Theilnehmern an demselben seinen Dank aus. Um 11 Uhr wurde der Congreß durch einen Gottesdienst in der Cathedrale, bei welchem der Vicerector der Universität Lüttich die Predigt hielt, geschlossen. Paris, 12. September. Da Tenorist Vandyck laut einem ärztlichen Zeugniß ernstlich indisponirt ist, wurde zufolge Beschlusses im heutigen Ministerrath die Aufführung von „Lohengrin" unwiderruflich auf Mittwoch verschoben, indem angesichts des öffentlichen Begräbnisses von Grevy eine frühere Aufführung nicht statthaft erschien. Toulou, 12. September. Gestern Abend sand Hierselbst anläßlich des Namenstages des Zaren eine russenfreundliche Kundgebung statt. Eine dichtgedrängte Menschenmenge hatte sich auf dem Hauptplatze angesammelt und nahm die dort vorgetragene russische Nationalhymne mit großer Begeisterung auf. Der Viceadmiral Rieunier wohnte mit seinem Stabe dem Concerte bei. Am Schluffe der Festlichkeit wurde eine Glückwunschadresse an den Kaiser von Rußland abgesandt. Rom, 12. September. In vatikanischen Kreisen ist mair hocherfreut über den B e s u ch C a p r i v i s bei dem Nun tiu s Agliardi in München. Der Besuch wird als ein Beweis der Achtung und Sympathie angesehen und man versichert ferner, Caprivi hätte die Versicherung erhalten, der Vatikan verhalte sich ganz neutral gegenüber der gegenwärtigen Gruppirung der Mächte. Koustantiuopel, 12. September. Mechaniker Freudiger erhielt vom Kaiser Wilhelm eine goldene Uhr für sein selbstloses Benehmen bei der Befreiung der deutschen Gefangenen aus Räuberhänden. Konstantinopel, 11. September. Der italienische Dampfer „Taormina", welcher am Mittwoch von hier nach Brindisi absegelte, wurde in der letzten Nacht in der Nähe von Piräus durch den griechischen Dampfer „Thessalia" angerannt und zum Sinken gebracht. Die „Thessalia" rettete 30 Personen Feuilleton. Die Cowboys von Santana. Von Friedrich Meister. (1. Fortsetzung.) „Sie wollen ja wohl nach Fort Lincoln?" brummte er Mich an, als er mit der Packerei fertig war. Ich antwortete mit möglichster Würde, daß der Com- Mandant des Forts mein Bruder sei,- dann lehnte ich mich zurück, schloß die Augen und that, als ob ich schliefe. Dieser Wink blieb nicht ohne Wirkung, der Mann stierte mich noch einmal von oben bis unten an und ging dann seinem Geschäfte nach. Als ich mich allein wußte, öffnete ich wieder die Augen und schaute mich um. Der Wagen war einer von der schlechtesten Sorte, mit -elenden Bänken, elender Beleuchtung und elender Ventilation,- der elende Tabaksqualm machte mich ganz krank. Mit meiner frohen und zuversichtlichen Stimmung wars zu Ende. Eß wäre Armins Pflicht und Schuldigkeit gewesen, mich schon in Hobart zu erwarten. Er wußte, daß ich ganz allein kam rind er wußte auch, wie solch ein Emigrantenwaggon beschaffen war. Vielleicht sollte dies einer von seinen Scherzen sein, vielleicht wollte er mich ein wenig in Furcht setzen. Es war dies von jeher so seine brüderliche Art gewesen. Das -aber sollte ihm nicht gelingen. Ich hatte gar keinen Grund zur Furcht. Die Männer, meine Reisegefährten, nahmen von wir kaum Notiz,- der Conducteur war zwar ein Brummbär, seinem Gesicht aber fehlte es nicht an Gutmüthigkeit und außerdem kannte er Armin. Vollständig beruhigt schloß ich jetzt in vollem Ernste die Augen und versuchte zu schlafen. Ich war bereits an das Fahren gewöhnt und so fiel ich bald in einen unruhigen Schlummer. Im Traume sah ich ein Antlitz, das mir seit langen Jahren aus den Augen gekommen war, das Antlitz eines Jugendgesährten, eines gewissen Adalbert Fechter, der mit Armin zusammen das Vaterland verlassen hatte und dessen Äer Bruder ab und zu in seinen Briefen gedachte. Ich war dem großen, blondhaarigen und blauäugigen Knaben als Kind sehr zugethan gewesen- es fügte sich aber seltsam, daß ich gerade jetzt von ihm träumen mußte. Mir träumte, ich sei in Santana angelangt und hätte Adalbert anstatt meines Bruders auf dem Perron gefunden. Er sah viel älter aus als damals, sein Gesicht war hager und von Strapazen mitgenommen. Er redete kein Wort zu mir, faßte mich aber bei der Hand und führte mich fort, bis von dem Bahnhose und den übrigen Menschenwohnungen nichts mehr zu sehen war; dann hob er mich auf ein Pferd und jagte mit mir in Sturmeseile davon. Ich bat ihn, mich loszulassen, er aber schüttelte den Kopf und spornte das Pferd zu noch wilderem Lause. Mir wurde kalt und krank ums Herz, seine Berührung war eisig und der Frost erstarrte mein Blut. Plötzlich hielt er das Pferd mit einem Ruck an und schleuderte mich weit von sich, ich stürzte wie von einer großen Höhe hinab — und erwachte. Der Zug stand. Wir hielten auf einer kleinen Station, wo die Maschine mit Wasser versehen wurde. Es war so empfindlich kalt, daß mir die Zähne klapperten. Im Osten graute der Morgen, ich schlüpfte aus dem Wagen, um mich draußen warm zu lausen,- als die Maschine versorgt war, ging die Sonne auf und nun schöpfte ich auch wieder frischen Muth. Der Wagen sah bei Tage noch schäbiger aus als zuvor, das aber war mir jetzt ganz gleich, hatten wir doch schon vierzig Meilen zurückgelegt,- in einer Stunde war Santana erreicht und dann wars mit meinen Fährlichkeiten und Beschwerlichkeiten zu Ende. Ich schaute zum Fenster hinaus, um mich ein wenig für die Gegend zu interessiren,- die aber war nichts weniger als romantisch. Hüben und drüben dehnte sich eine mit braunem Grase bestandene Ebene aus — so weit das Auge reichte, unabsehbar. Man sagte mir, daß dies die Prärie sei und daß man hier zuweilen noch Antilopen und Büffel sehen könne — mit einem scharfen Fernrohr natürlich. Die Maschine ließ einen kurzen, dumpfen Ton hören, der wie das Bellen eines riesigen Hundes klang- ein betäubendes Dröhnen erschütterte den Fußboden und in die Passagiere kam plötzlich Leben und Bewegung. Ich befand mich dicht vor dem Ziel meiner Fahrt. Die Thür des Wagens öffnete sich und der Conducteur, der sich während der ganzen Tour fern von mir gehalten hatte, kam aus dem Packwagen herein, um die Billets abzunehmen. Das meinige war das letzte. Er prüfte es mit ganz unnöthiger Sorgfalt und dann ließ er die folgenden ominösen Worte hören: „Sagen Sie mal, warum haben Sie denn dem Colonel nicht geschrieben, daß Sie kämen?" Diese Art der Anrede hätte mich unter anderen Umständen mit Entrüstung erfüllt, jetzt aber spürte ich nichts als einen heftigen Schreck. „Ich habe ihm ja geschrieben," antwortete ich mit stockendem Athem. „Er erwartet mich hier auf der Station." „So — na, er ist aber nicht da." Diese Entgegnung traf mich wie ein Pfeilschuß. Ich sprang zum Fenster und schaute hinaus. Der Zug hielt und die Mehrzahl der Passagiere stieg aus. Der Bahnhof bestand lediglich aus einer hölzernen Plattform auf der rechten Seite des Geleises; am Zaun derselben war in schwarzen, schlecht gemalten Buchstaben das Wort „Santana" zu lesen. Einige Schritte davon stand ein einsames Blockhaus mit der Aufschrift „Post-Office" in weißen Lettern an der Thür, 8'."rine Eisenbahnsahrt war hier zu Ende, aber der Conducteur hatte recht, — Armin war nicht da. Aus der Plattform lungerte eine Anzahl Männer unt< her, verwilderte Gestalten mit rothen Gesichtern, breiten Schlapphüten, hohen Reitstiefeln und mächtigen Sporen- die mit mir gekommenen Reisenden verschwanden einer nach dem andern in dem Blockhause, aus der Suche nach etwas Genießbarem — Armin aber war nicht da. Sollte irgend etwas passirt sein? Mit unterdrücktem Schluchzen wendete ich mich vom Fenster ab und begegnete dem Blick des Conducteurs, der mit dem grimmigsten Ausdruck, den ich je in dne& Menschen Auge wahrgenommen, auf mich herabsah. (Fortsetzung folgt.) ton der Mannschaft der „Taormina" und den zweiten Offizier, die übrigen 49 Insassen ertranken. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondmz-Bureau, Berlin, 13. September. Nachdem gestern dem Auswärtigen Amte nur eine kurze, von schweren Verlusten bei der Expedition Zelewski in Ostafrika sprechende Depesche zugegangen war, ist heute die Meldung eingetroffen, daß jene Expedition am 17. August Morgens in Uheha südlich vom Ruhahafluß von Wahehe überfallen und zersprengt worden ist. . Vermißt werden die Offiziere Zelewski, Zitzewitz, Pirch, Dr. Duschow, die Unteroffiziere Horrich L, Tiberwitz, Schmidt, Henzeelhaupt und Hemprich. Wohlbehalten sind die Offiziere Tettenborn und Heydebreck, die Unteroffiziere Kay und Wutzer. Kaffel, 13. September. Der Trinkspruch, den Se. Majestät der Kaiser beim gestrigen Paradediner im Residenz* schloffe ausbrachte, lautete: „Ich statte den sämmtlichen Führern des elften Armeecorps Meinen Dank ab und erwarte, daß das Corps, den guten Traditionen getreu, seine stets bewiesene Tapferkeit dermaleinst, wenn die Pflicht ruft, ebenso zu Meiner Zufriedenheit aus dem Schlachtfelde zeigen wird, wie es daffelbe in den Kriegen bereits gethan hat. Und so leere ich mein Glas auf das Wohl des elften Armeecorps und seiner bewährten Führer." Hieran btrect anschließend, brachte Seine Majestät ein Hoch auf Se. Königl. Hoheit den Großherzog von Heffen aus. Kaffel, 13. September. Heute früh um 10 Uhr war Feldgottes dienst. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin wurden am Orangerieschloffe von den Spitzen der Militär- und Civilbehörden empfangen und begaben sich nach ober Begrüßung mit den versammelten Fürstlichkeiten nach dem auf dem angrenzenden Bowlinggreen errichteten Kaiserzelte zur Theilnahme an dem Gottesdienst. Seine Majestät der Kaiser, in Infanterie-Uniform, schritt die Fronten der ein* zelnen Truppentheile ab und begrüßte dieselben. Dem Kaiserzelte gegenüber war ein Altar errichtet, dahinter standen die Fahnen. Der Gottesdienst begann mit dem Gesang „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre". Divisions-Oberpfarrer Osterroth leitete den Gottesdienst und hatte seiner Predigt den Text I, Corinther 16, 13: „Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und seid stark" zu Grunde gelegt. Nachdem hierauf vor Sr. Majestät ein Vorbeimarsch der zum Gottesdienst commandirten Truppen stattgefunden, stattete der Kaiser der Gemäldegallerie einen kurzen Besuch ab, kehrte alsdann nach Schloß Wilhelmshöhe zurück und empfing eine Anzahl hervorragender Persönlichkeiten. Ihre Majestät die Kaiserin besuchte den Großherzog von Hessen und begab sich sodann gleichfalls nach dem Schlosse. Um 3 Uhr ist Civil-Diner. Die Abreise Ihrer Majestäten ist für 6T/2 Uhr in Aussicht genommen; das Civilcabinet, das Militärcabinet und das Hofmarschallamt gehen bereits um 4^ Uhr nach Erfurt ab. Paris, 13. Septbr. Nach einem Telegramm des Com- mandanten des auf Fort de France, Insel Martinique, eingetroffenen Avisos „Bisson" beziffert sich die Zahl der bei dem dortigen Cyclon im August umgekommenen Personen auf ungefähr fünfhundert. Depeschen des „Bureau Herold". Erfurt, 13. September. Der Kaiser in Generalsuniform unb die Kaiserin trafen heute Abend 9 Uhr 41 Minuten hier ein. Am Bahnhof war großer Empfang durch den Herzog von Altenburg, die Generalität rc. Eine Ehrencompagnie von 36r. Füsilieren hatte am Bahnsteig Ausstellung genommen. Die Stadt ist prachtvoll illuminirt. Vereine, Innungen und Schulen bildeten Spalier. Ueberall herrschte großer Enthusiasmus. Der König von Sachsen und andere Fürstlichkeiten waren schon vorher eingetroffen. Die Kaiser-Parade des 11. Armeecorps. Kaffel, den 12. September 1891. Auf einer plateauartig langhingestreckten Hügelkuppe, südlich des Dorfes Niederzwehren, fand die Parade des 11. Armeecorps unter feinem Commaudeur, dem General der Infanterie v. Grolman I, statt. Dieselbe bot sowohl durch ihre ganze Anlage, als auch durch die Masse der bei ihr be- theiligten Truppen einen großartigen Anblick dar. Drei vollständige Divisionen bildeten das erste Treffen, in welchem in langhingestreckter Linie 39 Bataillone in der Breitcolonne standen. Die drei Divisionscommandeure waren, vom rechten zum linken Flügel geordnet, die Generallieutenants v. Goetze, Prinz Friedrich von Hohenzollern und Generallieutenant v. Bülow. Das zweite Treffen war aus 9 Kavallerieregimentern unter dem zu dem hiesigen Kaisermanöver commandirten Generallieutenant Edler v. d. Planitz, Commaudeur der Garde- cavallerie-Division, der 11. Feldartillerie-Brigade (3 Regimenter), 2 Trainbataillonen und 2 Kriegsschulen (Kassel und Hersfeld) zusammengesetzt. Es war dies eine Truppen- ansammlung, welche derjenigen der beiden bayerischen Armeecorps bei der Parade bei Fröttmaning am 9. d. Mts., bei ber 44000 Mann in Parade gestanden haben sollen, nicht viel nachgeben wird. Der Mitte der Truppen gegenüber war eine Tribüne für die Zuschauer errichtet - vor derselben standen die Krieger- Vereine und wieder vor diesen die unberittenen hiesigen Offiziere des Beurlaubten- :c. Standes. Die Paradelinie vor ihnen war aber so lang, daß man die beiden Endpunkte derselben nur undeutlich zu erkennen vermochte. Der Kaiser in der Uniform der Gardes du Corps, die Kaiserin zu Pferde in dem bekannten langen weißen Reitkleid mit ponceaurothen Aufschlägen u. f. w. (den Farben ihres Regiments, der sogenannten Königskürassiere in Pasewalk), der König von Sachsen in der Uniform feines Dragoner- Regiments (hellblau, mit weiß)- die Grobherzöge von Hessen und Sachsen-Weimar und der regierende Fürst von Waldeck und Pyrmont, 'aus deren Staaten rekrutirende Truppentheile in der Parade standen, Prinz und Prinzessin Heinrich, Prinz Albrecht, Regent von Braunschweig, der Herzog und die Herzogin von Edinburg, Prinz Leopold von Bayern und noch viele andere Fürstlichkeiten, meist beritten, theilweise, namentlich die Prinzessinnen, in Staatscaroffen, die zum Gefolge obengenannter Fürstlichkeiten gehörenden Offiziere 2c., alles ein buntes, farbenprächtiges Bild darbietend, trafen Uhr auf dem Paradefeld ein und ritten resp. fuhren die Treffen ab. Noch während dies mit dem zweiten der Fall war, ordnete sich das erste Treffen zum Vorbeimärsche, was diesmal insofern schwieriger als gewöhnlich war, da die Truppentheile erst vom rechten zum linken Flügel marschiren mußten, um in einer Marschrichtung vorbei defiliren zu können, die es ermöglichte, daß der Kaiser sich so zu placiren vermochte, daß er nicht der Sonne gegenüberstand. Der Vorbeimarsch selbst erfolgte bann in ber herkömmlichen Art unb Weise, zuerst bie Infanterie in Compagniefronten im Schritt, bann bie Cavallerie, Artillerie unb ber Train in Escabrons resp. Batterie- rc. Fronten biesmal im Trabe, bann bie Infanterie in Regimentscolonnen wieber im Schritt unb bie berittenen Truppen im Galopp. Daß ber Par.abemarsch fast überall tabellos ftattfanb, ist so felbstverftänblich, baß es hier kaum erwähnt zu werben brauchte. Die Fürstlichkeiten führten hierbei wie immer die Regimenter, bereu Chefs resp. Inhaber sie sinb, bem Kaiser vor. Es betraf bies befonbers ben Großherzog von Hessen, ber überbies seine, bie 25. Division beibe Male bem Kaiser vorführte. Als befonbers interessant wäre noch bie 22. Division, bie sogenannte „Kilometer- bivision" zu erwähnen, welchen ehrenvollen Beinamen sie sich im Kriege 1870/71 erworben hat, ba sie bamals halb Frankreich in den verschiebensten Richtungen burchquert hat. Zwei ihrer Regimenter, bas in Gotha stehenbe 95. unb bas in Kassel stehenbe 32., führen Fahnen, bie eigentlich nur noch aus ben Fahnenstöcken bestehen, an benen nur noch einige Fetzen Tuch hängen,- unb auch bie Fahnenstangen sinb zum Theil mühsam zusammengeflickt. Nach beendigtem Vorbeimärsche ritt ber Kaiser noch zu ben zahlreich erschienenen Kriegervereinen, hielt mit ben Generälen unb Regimentscommandeuren rc. eine kurze Kritik über bie Parabe ab unb kehrte bann zu Wagen nach Cassel resp. Wilhelmshöhe zurück, überall vom lauten Jubel ber zu Tau- fenben Hinzugeströmten begrüßt. Vor ihm waren schon bie anberen Fürstlichkeiten dahin zurückgekehrt, alle fast unkenntlich gemacht durch den Staub, der überall in gewaltigen Massen aufgewirbelt war. Locales unt Provinzielles. Gießen, 14. September. — Der Kaiser als Ches der 116r. Wie aus dem an der Spitze der heutigen Nummer abgedruckten Telegramm ersichtlich, hat Seine Majestät der Kaiser die ihm von Sr. Königlichen Hoheit unserem Großherzog angetragene Stelle eines Chefs des 116. Regiments angenommen. Diese bem Regiment von bem höchsten Kriegsherrn wie von seinem Lanbesfürsten zu Theil geworbene hohe Auszeichnung wird nicht verfehlen, sowohl die Truppen als auch die früheren Angehörigen des Regiments, nicht zum wenigsten aber die Provinz Oberhessen, aus welcher sich bas Regiment ergänzt, und bie Stadt Gießen, wo dasselbe seit einer langen Reihe von Jahren seinen Standort hat, mit Freude und Genug- thuung zu erfüllen. Das Regiment wird wahrscheinlich ben Namen „Regiment Kaiser" führen unb voraussichtlich ben Namenszug Seiner Majestät auf ben Schulterklappen tragen. Wie uns weiter mitgetheilt mürbe, erfolgte am Tage bes Geburtstages unseres Großherzogs dessen Ernennung zum General-Oberst. Durch die von Sr. Majestät persönlich ausgegebene Parole wurden bie hessischen Truppen noch befonbers geehrt, die Parole lautete: „Bois de la Gusse“. Unserem „Kaiser-Regiment" aber bringen wir an dieser Stelle für seine am nächsten Sonntag erfolgende Rückkehr bie Glückwünsche ber Bürgerschaft bar. — Die Nr. 20 bes im Auftrage bes Evang. Pfarr- Vereins im Großherzogthum Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann hier herausgegebenen „Hessischen Kirchenblattes" hqt folgenben Inhalt: 1. Richtiger Prediger, richtige Predigt! 2. Evangelische Pfarrvereine (Kurhessen und Ostpreußen). 3. Haustaufen ober Kirchentaufen? 4. Haben bie ev. Kirchen- | vorstänbe ein Recht zur Anstellung bes Organisten? 5. Ein Danaergeschenk (5. Religionsstunbe). 6. Erwiberung auf das Wort „An die Amtsbrüder unter fünf Dienstjahren", a. und b. 7. Pfarrverein oder Pfarrerverein. 8. Erklärung und Gegenerklärung. 9. Die Vertrauensmänner- Hauptversammlung. 10. Mitglieder des Psarrvereins (Kirchenblatt.) 11. Vom Büchertisch. 12. Einladung: deutsch-evang. Kirchengesangvereinstag. 13. Berichtigung. — Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, außer den in voriger Nummer mitgetheilten bie folgenden Ordens- Auszeichnungen an die nachstehend verzeichneten Personen zu verleihen: das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen bem Forstmeister bes Forstamts Nibba August Schenck in Salzhausen, bem Professor ber Theologie und Pfarrer Dr. Wilhelm Weiffenbach zu Friebberg, dem evangelischen Pfarrer unb Dekan Johannes Hofmeyer zu Nibda, bem Professor an ber Technischen Hochschule zu Darmstabt Felix Lincke, dem Oberamtsrichter zu Schotten Friedrich Fresenius, bem Oberamtsrichter Wilhelm Hofmann zu Nidba, dem Gräflich Solms-Laubach'schen Kammerrath Wilhelm W e b e r zu Laubach; — das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens dem Districtseinnehmer der Districtseinnehmerei Bad-Nauheim, Rendant Johannes Heyl, dem Premierlieutenant und Regiments-Adjutant Hahn vom 2. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116; — das Silberne Kreuz desselben Ordens dem Bahnmeister bei den Oberheffischen Eisenbahnen Wilhelm Brückmann, dem Vorsteher der Präparanden- Anstalt Heinrich Weitert zu Lich, dem Schullehrer Christoph Diehl zu Bleichenbach, dem Feldwebel Gontrum vom 2. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116, bem unbe- rittenen Wachtmeister Böchner unb bem Fußgenbarm Achen- b ach vom Genbarmeriedisttict Oberhessen- — bas Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift: „Für langjährige treueDienste" dem Bürgermeister Friedrich Volz in Bobenhausen, Kreis Bübingen, bem Gemeinderechner Johann Leonhard V. in Oberfchönmattenwag, dem Bürgermeister Peter Blecher IV. in Oberrosbach, dem Bürgermeister Jacob Meyer in Eckartsborn, dem Gemeinberechner Georg Weimer in Nibda, dem Gefangenaufseher an dem Landeszuchthaufe Kaspar Weiß zu Marien- schloß- — das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Dienste" dem Forstwart ber Forstwartei Langb, Förster Balthasar A b o l p h, bem ©teuer? commissariatsgehilfen Karl Einolfs zu Butzbach, bem Loco- motivführer bei den Oberheffischen Eisenbahnen Christoph Berth, bemZugführer Moritz Geif el und bem Bahnwärter Lubwig Görnert bei ben gleichen Bahnen. — Character-Verleihungen. Außer ben bereits in voriger Nummer b. Bl. mitgetheilten Character'Verleihungen hat Seine Königliche Hoheit der Gr oßh erzog die folgenden Titel an die nachstehend bezeichneten Personen zu verleihen geruht: den Character als Forstinspector dem Oberförster der Oberförsterei Büdingen Casimir Leo, den Character als Steuerrath dem Steuercommiffär des Steuercommissariats Tübingen Ernst Hoos. — Deutschevangelifcher Kirchengesangvereinstag. Am 29- unb 30. b. Mts. wirb in Darmstabt ber zehnte beutsch- evangelische Kirchengesangvereinstag abgehalten werben. An bemselben werben Vertreter ber Kirchengesangvereinsverbänbe aus allen deutschen Gauen theilnehmen. Seitdem im Jahre- 1882 in Stuttgart der erste deutsch - evangelische Kirchengesangvereinstag abgehalten wurde, hat sich die Zahl der Vereine und das Interesse an der Sache wesentlich vergrößert unb es gibt jetzt kaum ein beutsch-evangelisches Lanb, in bem nicht zahlreiche Kirchengesangvereine vorhanben sinb. Darum dürsten die Verhandlungen des Vereinstages in Darmstabt auch in weiteren Kreisen Aufmerksamkeit erregen. Das Programm ist folgenbes: Dienstag ben 29. September, Nachmittags 3 Uhr: Sitzung bes Centralausschusses im stäbtischen Saalbau. Abenbs 6 Uhr: Festgottesbienst in ber Stabt- kirche unter Mitwirkung ber brei Darmstädter Kirchengesangvereine. Festprebiger Professor D. Sell aus Bonn. Mittwoch ben 30. September, Vormittags 9 Uhr: Hauptversammlung im Saalbau. Referat bes Organisten HeinebuH aus Flensburg über „bie kirchliche unb sociale Bedeutung ber Kirchengesangvereine". Abenbs 6 Uhr: Vespergottesbienft unter Mitwirkung dreier Vereine. Ansprache von Herrn Professor D. Spitta aus Straßburg. Abends 8 Uhr: Gesellige Vereinigung im Saalbau. Am 29. September^ Vormittags, findet auch bie Generalversammlung bes evang. Kirchengesangvereins für Hessen statt. Es ist zu hoffen, daß ber Vereinstag in Darmstabt vor Allem auch aus unserem Lanbe gut besucht wirb. Gesuche um Gewährung freier Wohnung, bezw. Vermittelung von Wohnungen unb wegen Vorbemerkung auswärtiger Festgäste für referoirte Plätze ber Stabtkirche werben bis spätestens ben 19. September an bie Abresse bes Buchhändlers Waitz in Darmstadt erbeten. — Die diesjährigen Rekruten Einstellungen für den Bereich des 11. Armeecorps finden für die Infanterie und alle übrigen Waffengattungen, mit Ausnahme ber Cavallerie, am 6. November statt. Die Cavallerie - Rekruten treten bereits Anfang October unb bie zur Garbe ausgehobenen Mannschaften am 5. November ein. — Die in Frankfurt a. M. am 16. September und 14. October stattfinbenben Obstmärkte entsprechen ben von allen Seiten zahlreich einlaufenben Anfragen zufolge offenbar einem, sowohl vom Consumenten wie Probucenten in gleicher Weise gefühlten Bedürfnisse, und dürften berufen fein, geordnete Verhältnisse auf bem Gebiete des Obsthandels dauernd herbeizuführen. Allseitig verspricht man sich eine kräftige Hebung des Obstbaues von bem richtigen Vorgehen bes Frankfurter Obstrnarkt-Comites unb verbürgen bie Namen ber Mitglieber desselben, welche ohne jegliches persönliches Interesse nur bem Volkswohl zu bienen bestrebt sind, eine volle Prosperität des gemeinnützigen Unternehmens. Die bisherigen Zustänbe auf bem Gebiete des Obstverkehrs waren ja auch für bie Dauer unhaltbar unb war eine Centrale für ben Obsthanbel gerabezu eine Nothwenbigkeit. Sicher eignet sich aber auch kein Platz so sehr zur Abhaltung bieser Märkte wie Frankfurt a. M., bas Herz Südbeutschlanbs unb zeigt bie Bereitwilligkeit, mit der sich eine Anzahl Frankfurter Bürger bereit gefunben hat, Zeit unb Gelb zur Förberung bes Obstmarktes zu opfern, daß man hier die volle Bedeutung des Unternehmens erkennt und würdigt. -e- Lollar, 13. September. Zur Feier des Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs hatten sich gestern Abend im Vereinslocal „Gasthaus zum Schwanen" die Mitglieder des hiesigen Veteranen-Vereins „Ludwig zur Treue" zusammengefunden. Obwohl einige Mitglieder am Erscheinen verhindert waren, ließ es sich- doch ber größere Theil bes Vereins nicht nehmen, ben Geburtstag unseres verehrten Lanbesfürsten festlich zu begehen. Herr Vicepräsibent Schupp brachte auf seine Kgl. Hoheit ein mit Begeisterung aufgenommenes Hoch aus unb gebuchte dann auch mit warmen Worten unseres obersten Kriegsherren. Es- folgten nun abwechselnb Musikvorträge unb ber Gesang patriotischer Lieber. Ueberall herrschte fröhliche Stimmung unb bie größte Gemächlichkeit. Nur zu rasch verflossen bie schönen Stunben unb man trennte sich mit bem Bewußtsein^ ben Tag gebührenb unb in echter deutscher Weise gefeiert zu haben. § Alsfeld, 11. September. Die Lärmtrommel rief unsere Landfeuerwehr heute Mittag nach 2 Uhr nach Billerts- te-N» chE,L7°d-n- .ito,;* »«■ S*'ri>S ™ ®emembttt4tie °6in*t, dm Sb°rn' 6t® <$!= ®'Wn= B.ej6 zu SRoxien. ^chen mit der em Forstwart der l^/ demSteuer- utzbach, dem Loco- mhnen Christoph ^dem Bahnwütter en. ^n bextitä in voriger cleihlUPn hat Seine lobenden Titel an * ^rleihen Mht; Wi\ttx btt Qber- !aracter als Strnn- nmssariats ^iidinzm vrreütstag. Am 29. der zehnte deutschhalten werden. An !sangvereinsverbünde Seitdem im Jahre evangelische Kirchen- t sich die Zahl der vesentlich vergrößert üsches Land, in bem anden sind. Darum Äges in Darmstadt erregen. Dys Pro- . September, Nach- husses im städtischen ienst in der Stadt- lädter Kirchengesang- l( aus Bonn. Mitt- s 9 Uhr: Haupt- Organisien Heinebuch iciale Sebemung der $e8perdotte§bienft spräche von Herrn Abends 8 Utyr. m 29. September,- mmiM evang. U ist zu hossen, daß n auch aus unserem n Gewährung freier obnungen und« wegen c reservirte Plätze der [9, September an oit armstadt erbeten, nwn iät be" ie Snfantme uni) aUe ,d» ft**“ lLten Ar? diM uLsgiir!«- jtejjf unb i* «nR AitieM G-ld »5 > * । hier dre Wüt* ie§ ^*tS ivaren, -E- ‘L( *??»*** -:$5s Haufen. Dank der vöstigrn Windstille und wohl auch rechtzeitiger £)ülfc blieb das Feuer auf seinen Herd beschränkt, so daß nur die dem Landwirth Dietz gehörige Scheuer eingeäschert wurde. Darmstadt, 12. September. Dem Großh. Ministerium wurde von den Bewohnern einer Anzahl Rheinorte eine Eingabe unterbreitet mit dem Ersuchen, bei dem Bundesrath dahin zu wirken, daß derselbe eine Vorlage tieft. Einführung eines Schutzzolles auf den vom Auslände eingesühr- 1 e.n Grassamen befürworte. -W——;■ j.'.■■■■ '■■■' j.-^eges!ügee? vevImi^chtes. ♦ Antwerpen, 10. September. Die Auswanderung im Monat August über den Hafen Antwerpen betrug 4998 Personen. Hiervon gingen 4607 nach den Bereinigten Staaten mit der Red Star Line, 170 nach Brasilien mit dem Norddeutschen Lloyd, 165 nach Australien, 29 nach Kanada, 10 nach dem La Plata, 17 nach New-Orleans. Verkehr, Land- nnd Votkrwtrthsehaft. Srürrberg, 12. September. Fruchtpreise. Weizen 23 50, Korn X 24—, Gerste X 18-, Hafer X 12.30, Erbsen X 23.—, Linsen X Wicken X Leinöl ——, Kartoffeln X Literatur nnd Annft. — Export «och DLnemark! Die »Jllustreret TideAde^, seit 26 Jahren In Kopenhagen yröchentltch einmal erscheinend, ist das einzige illustrtrte Blatt Dänemarks, welches in Format, Ausstattung und Tendenz unserer Leipziger „Jllustrtrten Zeitung" gleicht. Die Auflage ist sehr bedeutend und vertheilt sich über ganz Dänemark. Aus allen, selbst dm kleinsten Plätzen dieses Landes, in allen befferm Familienkreisen, ferner in allen Restaurants, Caf4s, Hotels und öffentlichen Localen Dänemarks ist das Blatt zu finden. Die „Jllustreret Ttdende" concurrirt in Eleganz und Ausstattung mit unteren großen deutschen illustrirten Zeitungen und nimmt dieser halb unter den dänischen Zeitungen einen Ehrenplatz ein, woraus jeder Dane mit Stolz htnweist. Die Wichtigkeit der „Jllustreret Tidende" ist in deutschen Jnserentmkreisen schon thetlweise erkannt wordm, denn dieselbe mthält mehr deutsche Annoncen, als alle anderen dänischen Blätter zusammen. Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig gegr. 1830 (alte Leipziger). Bei der Gesellschaft wurden in der Zeit vom 1. Januar bis 31. August 1891 3797 Anträge über 25 507 650 X Versicherungssumme gestellt (291 Anträge und 1738 250 X Versicherungssumme mehr a!8 in der gleichen Zett des Vorjahres) und 456 Versicherte mit einer Versicherungssumme von 2 647 100 X als gestorben angemeldet. Der Verstcherungsbestand der Gesellschaft stellte sich am 31. August 1891 auf 53 000 Personen und eine Versicherungssumme von 350 Millionen Mark, der Vermögmsbestand auf 92 Millionen Mark, die Dividende der Versicherten beträgt im laufendm Jahre, wie in jedem der letzten Jahre, 42pCt. der ordentlichen Jahresbeiträge. G. Hennebergs „Monopolseide** ist das Beetet Nur dlrect! (3473 Zarte schöne Haut, feinen Teint vermittelt Doerings Seife mit der Eule chemisch geprüft auf ihren Werth und begutachtet als die beste Seife der Welt. Preis 40 Pfg. Zu haben in Giessen bei Gebr. Adami, C. F. Coprad, Drehes & Wallenfels, Eberhard Dort, Fritz Egly, E. Fischbach, A. Beisse, G. Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel. L. Loth, Eberh. Metzger, P. J. Mobs, C. Möser, H. F. Nassauer, A. Noll II., Carl Petri, Marktplatz, Otto Schaaf, J. M. Schulhof, Frau R. F. Thomas, A. Voigt, Heinrich Wallach. — Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. fr485 Pfarrer, Lehrer, Gutsbesitzer, Beamte rc. rauchen seit Jahren ollünd. Tabak von V. Betret in Seeserr a. Harz 10 Pst», fco. 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Zeitungs-Expeditionen (diese liefern ein Probeheft auf Verlangen zur Ansicht ins HauS), sowie bei allen Postanstalten. Btnsm-cherungs-GeseWaftzu lei-jig (alte Leipziger) auf Gegeuseittgkeit gegründet 1830. Obstbauverein Gießen. Dienstag den 15. September, Abends 8 Uhr, im kleinen Saale von Steins Garten Riegenturnen: Dienstag und Freitag Abends v. 8—lOUHr, Kürturnen und Fechten: Mittwoch Abends v. 8—10 Uhr, Turnen der Männerriegen: SamstagAbds. v. 8—lOUHr. Alle Mitglieder werdm frmndl. gebeten, pünktlich theilnehmm zu wollm. behufs Constituirung eines Local-Comite's für die Obstausstellung vom 15.—22. October. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wie auch Frmnde der Sache ersucht Der Vorstand. nach kurzer schwerer Krankheit zu sich zu rufen. Die tiefbetrübten Eltern Paul und Käthchen Eim, geb. Vaubel, und Famllie Baubel. New-Jork, Gießen, 13. September 1891. [8167 Kllllstverem für das Großheyogthum Mn. Ausstellung von Oelgemälden im alte« Hofgerichtsgebäude (Brand). Täglich geöffnet von 11—1 Uhr. Die Mitglieder des Kunstvereins mtt ihren Familienangehörigen habe« gegm Vorzeigung der Mitgliedskarten freien Zutritt zu der Ausstellung. Für Nichtmttglieder beträgt der Eintrittspreis 50 H. Eine Liste zum Einschreibm von Beitrittserklärungen liegt offen. 18 D-r Ausschuß. Hamburg-Australien. fitrerte Deutslde Dampfschifffahrt en lamtori nach Adelaide, Melbourne, Sydney regelmäßig alle drei Wochen. Neue schnelle Dampfer. — Billigste Passaaepreise. Vonüslichffe EtLttchttmg 55 SSelegnivttt Mr MischellüeLr-vassagtLrr. Oeatsch-Aottrillsche Dampfscbifls-GeseTlschatt, Hamburg. Der neue ZahrqüNs, der .Jllustrirten Welf ^ichner sich durch eine galt} bedeutende Vermehrung deS belletristischen LeilS au$. Der- selbe wird eröffnet durch die beiden hochinteressanten, svannenden Xomane: DieM der Scheins. ^ique-Aß. j für diese Zeitung, sowie Zf / f Zf alle andern Zeltengen u. /rffZ) /f/y3 /yi /^Z>/y> rachzeltsobrlfteDdesln- C / T>fZyfy \7V