ng der neu 8mM ItistuW- । Vereins. -ends 9 Ujt: tm Saale des ationen und Wuzen Haiishal- Gold- «,,d >e»stäuden,Kunst- ltiquetäten.Waa- MrtaufsSorg- lothenherger, tlor u. Auktionator, eenwegSz. £erj^^- IX ** ^''SLL ------ sWg Tanz i» eaate' * ****** ittags 1 Uhr iOlt Schnell (BMd- „ an den turnen. »ach Stein- ©arten. #" .., btn ÄSSr u.t tfh \t. // REIS- inigs- TAEBKE es Fabrikat zum Stärken empfiehlt [1321 Fischbach. ' t w »* 1891 Samstag den 15. August Rr. 188 Annts- und Anzeügeblntt fflt? den Uwif Gieren Anzeigen für den „Gießener Anzeiger'" entge^^ Amtlichrv ShsLl. FerrilLetsn (Schluß folgt.) Sonntag, 16. Montag, 17. Dienstag, 18. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bht fslge^drn Lag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Der frtefceetr ^«zeigrr «scheint täglich, »it Ausnahme des Montags. Die Gießener MmitteUßtätter Serben dem Anzeiger Mßchmtlich dreimal beigelegt. freundlichst eingeladen. Gießen, 13. August 1891. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen des Obstbauvereins. Nebel, Amtmann. BierteljLhriger j‘6oÄtteme«t$»vttei 2 Mark 20 Pfg. wö Bringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mart 60 Pf,. Redoction. Expediti« und Druckerei: KchutstraßeNr.s. Fernfprechcr 61. Neorefte Nachrichten. Wolfts telegraiihischeS Sorrespvndenz-Durcru.'.. 5Nel, 13. August. Der Kaiser empfing heute Vor- rnittag um 11 Uhr an Bord der „Hohenzollem" den Chef des Militärcabinets Hahnke zum Vortrage. Gras Waldersee ist heute früh nach Altona zurückgereist. Kiel, 13. August. Der Kaiser unternahm Nachmittags eine Segelfahrt auf dem „Meteor". Hamburg, 13. August. Der Senat hob das am 2. Januar 1888 erlassene Einfuhrverbot von Kehricht und Abfällen aus Schiffen, welche aus schwedischen, norwegischen und dänischen Häsen ankommen, aus. Schwerin, 13. August. Der Großherzog, bei welchem zuletzt häufige weniger heftige Anfälle von Athemnoth eintraten, hat in der letzten Nacht mehrere Stunden verhältniß- mäßig ruhig geschlafen. Der Appetit hat sich nicht gehoben, die Schwäche ist groß. Köln, 13. August. Die „Köln. Ztg." erfährt aus K i e l über den Unfall des Kaisers auf der Nordlandsahrt folgende Einzelheiten: Der Kaiser stand in lebhafter Unterhaltung auf Deck an eine Cajütenwand gelehnt und glitt bei einer schnellen Wendung auf dem glatten, mit Linoleum belegten Deck aus. Der anwesende Generalarzt Leuthold stellte sofort fest, daß die rechte Kniescheibe aus der Gelenkkapsel getreten, und renkte dieselbe sofort wieder ein. Der Kaiser ertrug die großen Schmerzen ohne Wimperzucken. Auf den Wunsch des Leibarztes wurde der Kaiser zum Bett getragen und schnell ein Gypsverband angelegt. Der Monarch hat dann die folgende Nacht ruhig geschlafen- augenblicklich kann der Kaiser wieder gut stehen und gehen, trägt jedoch vorsichtshalber noch einige Zeit die seste Bandage. Borkum, 13. August. Nachdem die Herstellung des Kabels von Emden nach England gestern erfolgt ist, gehen die deutschen Ingenieure und Telegraphenbeamten heute nach Wilhelmshaven, von wo an das Kabel über Wangeroog nach Helgoland gelegt wird. Paris, 13. August. Dem „Journal des Debats" zufolge wird die aus 22 Schiffen bestehende Mittelmeerslotte am 25. August im Hasen von Villasranka mit dem britischen Geschwader unter Admiral Hopkins Zusammentreffen. Paris, 13. August. Wie aus Regierungskreisen gemeldet wird, haben die Vertreter der europäischen Mächte in China wegen der Hetzereien gegen die Fremden eine neuerliche Note an den Tsung-li-Uamen (auswärtiges Amt) gerichtet. Uebrigens sind hier keine Nachrichten über neuerliche Ruhestörungen in China eingetroffen. Paris, 13. August. Der „Liberte" zufolge würden zur Begrüßung der britschen Flotte unter Hopkins im Hafen von Villesranche nur zwei oder drei Schiffe entsendet werden. Die Begegnung soll bereits am 18. August stattfinden. Vichy, 13. August. Großfürst Alexei ist heute Nachmittag hier eingetroffen und wurde von einer großen Menschenmenge enthusiastisch begrüßt. Der russische Consul hielt eine Ansprache, in der er sagte, Frankreich sei Rußland und Rußland sei Frankreich, zu keiner Zeit hätten die Herzen der Franzosen mehr für Rußland und den Ruhm des Czaren geschlagen. Rom, 13. August. Der „Osservatore Romano" erörtert die Haltung des Papstes gegenüber den deutschen und französischen Katholiken und erklärt, der Papst sei schmerzlich davon berührt, daß diplomatische Combinationen ihn und die Kirche durch neue Hindernisse abhalten, die friedliche Mission in Rom und Italien zu erfüllen. Das Blatt beklagt den Dreibund, welcher die italienischen Katholiken kränke und den Interessen Italiens abträglich sei. Achen, 13. August. 1700 Mann sind von der Psorte zur Verstärkung der Garnisonen nach Kreta gesandt worden. Petersburg, 13. August. Die „Nowoje Wremja" meldet, daß der Minister des Innern behufs sofortiger Ergreifung von Maßregeln für die Volksernährung sowie zur Anschaffung von Saatkorn den Landgemeinden, wo eine Mißernte vorhanden ist, bedeutende Summen angewiesen hat. In den bedürftigen Gouvernements werden Sachverständige zu Be- rathungen herangezogen, welche unter dem Vorsitz der Gouverneure und unter Theilnahme der Gouvernements- und Kreisuprawas stattfinden werden. — Dem Reichsrathe wird ein Projeet sür eine russische Industrie-Ausstellung im Jahre 1893 vorgelegt werden. Liffabon, 13. August. Es verlautet, der Finanzmintster werde die Einfuhr ausländischen Getreides vom 31. August ab bis zum vollständigen Verbrauch des einheimischen, der gegenwärtigen Ernte entstammenden untersagen. Die vorhandenen inländischen Getreidevorräthe genügen für mehrere Monate. Konstantinopel, 13. August. Ueber die Verhandlungen des Baron Hirsch mit dem Großvezir wegen Ansiedelung russischer Juden in der Türkei verlautet, Baron Hirsch beabsichtige ausgedehnte Ländereien in Kleinasien längs den Eisenbahnen zu einem Jahrespachtzins von acht bis zehn Millionen Francs auf lange Zeit zu pachten. Die Pforte wäre berechtigt, diese Rente zu capitalisiren, was ihr ein Capital von etwa 100 Millionen Frans zur Verfügung stellen würde. Konstantinopel, 13. August. Der Dragoman der französischen Botschaft reiste heute in Begleitung Rousfiös mit dem Lösegeld für den von den Räubern gefangenen Farmer Raymond ab. Rewyork, 13. August. Ein Vergnügungsdampfer mit 800 Passagieren prallte bei Long-Jsland infolge eines plötzlichen Windstoßes an einer Brücke an. Das Schiff brach Nazi (Ignaz)" genannt, „da nehmens doch gleich a halbes oder auch a ganzes Dutzend Flaschen von mir mit, Sie habens ja bequem mit dem Schlitten, der Franz! packt sie Ihnen gut in den Schlittenkasten." „Nein," lehnte der Forstmann ab, „wegen der paar Flaschen möchte ich nicht erst den Zoll bezahlen- für ein ganzes Fäßchen brauche ich dann auch nicht viel mehr Zoll zu bezahlen." „Das schon, Herr Oberförster," erwiderte der dicke Nazi, „aber wozu wegen der paar Flaschen erst die Finanzwache incommodiren? Die paschen (schmuggeln) Sie halt einfach und der Franzl wird den Wein schon so gut verstecken, daß ihn kein Finanzer wittert." „Ei, ei, Ignaz," drohte der Oberförster und erhob den Finger gegen den Versucher. „Sie wollen mir, als königlich sächsischem Beamten, zumuthen, das kaiserlich königliche Finanz- ärar zu hintergehen? Nein, nein, alter Freund, so etwas darf ich mir in meiner Stellung nicht gestatten und so gern ich auch morgen mir zu Hause ein Glas Erlauer geleistet hätte, so will ich mit dem Weine lieber warten, bis ich ihn auf erlaubtem Wege erhalten kann." „Und es wird vielleicht auch gut sein, wenn der Herr Oberförster den Wein nicht als Paschergut mitnimmt," warf auch der mitanwesende Apotheker des Ortes ein, „denn wir haben seit Kurzem einen neuen Finanzoberausseher und der soll höllisch scharf in seinem Geschäfte sein und es ordentlich riechen, wo etwas gepascht wird. Es wäre dann für Sie, Herr Oberförster, höchst fatal, wenn er gerade Ihren Schlitten anhielte und dann die nicht verzollten Weinflaschen aufspürte." „Ich möchte mir gestatten, einen Vorschlag zu machen, ertönte in diesem Augenblicke die helle Stimme des Forst- aecessisten Schutze von H..dors, welchem die Hohe Ehre zu Theil geworden war, seinen gestrengen Vorgesetzten auf der Schlittenpartie begleiten zu dürfen. „Meine Idee ist höchst einfach: Wir haben ja in den beiden Schlitten zusammen fünf Wärmflaschen — wie wäre es, wenn wir dieselben für die Heimfahrt mit dem Erlauer füllten? Die Damen werden gewiß gerne das kleine Opfer bringen und sich auf der Nach- hausesahrt mit Decken und Stroh zur Bedeckung der Füße begnügen, wir könnten ja für sie zur Belohnung eine der Wärmflaschen mit Tokayer füllen lassen. Die Flaschen sind sämmtlich groß und glaube ich, daß sie schon eine ganz hübsche Portion Wein werden aufnehmen können, und ich wette, selbst der findigste Grenzaufseher wird nicht auf den Gedanken kommen, daß in den Wärmflaschen ein etwas kostbarerer Stoff als gewöhnliches Wasser enthalten sein könnte." Allgemeiner Beifall folgte dem genialen Vorschläge des Forstaeceffisten und nur der Herr Oberförster selbst schien hiermit noch nicht ganz einverstanden zu fein. Aber jetzt schlug sich der Wirth wiederum ins Mittel, indem er sagte, der Gedanke des Herrn Forstaceessisten sei vortrefflich und er selber wolle gleich die Füllung der Wärmflaschen mit dem edlen Naß besorgen- für die Damen habe er außerdem einen alten, herrlichen Rüster Ausbruch in petto. In der That war das merkwürdige Geschäft von dem dicken Nazi im Handumdrehen besorgt- vier der Wärmflaschen bargen in ihren unförmigen zinnernen Bäuchen zusammen zwölf Flaschen der edlen Erlauer Auslese, während die fünfte Genossin zwei Flaschen köstlichen Rüster Ausbruches zum Versteck diente, und sorgsam mit Stroh umhüllt, wurden die bisherigen Wärmgefäße mit ihrem kostbaren Inhalte wieder in die beiden Schlitten vertheilt, natürlich' auf das Sorgfältigste zngeschraubt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Der verwNndelte Wein. Humoreske von M. Heinert. (Nachdruck verboten.) Im Extrastübchen des Rathskellers zu N., einem größeren Grenzorte des nördlichen Böhmens, saß an einem Winter- spätnachmittag eine kleine Gesellschaft vergnügt bei einem Glase edlen Ungarweines, den man beim Rathskellerwirth in wirklich vorzüglicher Qualität bekam, zusammen. Die Anwesenden bestanden nur zum kleineren Theile aus Orts- angehörigen, die meisten waren aus dem benachbarten sächsischen Grenzorte H..dorf auf einer Schlittenpartie herübergekommen und befanden sich unter ihnen auch mehrere Damen, welche das herrliche Wmterwetter trotz der ziemlich strengen Kälte veranlaßt hatte, die Partie mitzumachen. Dieselben mahnten indessen, als die Lampen angezündet worden waren, immer energischer zum Aufbruche, da es für sie zu Hause doch immerhin noch dieses und jenes zu besorgen gab und die männlichen Mitglieder der Partie mußten sich daher wohl oder übel den Wünschen der Damen fügen. . Es wurde daher den beiden Kutschern im Vorzimmer der Befehl zum Anspannen ertheilt und seufzend erhob sich der Herr Oberförster von H..dorf, welcher gewissermaßen der Leiter des Schlittenunternehmens war, trank sein mit Erlauer Auslese gefülltes Glas aus und meinte, sich den dichten Schnurrbart -streichend: „Donnerwetter, das ist ein brillanter Tropfen, von dem werde ich mir nächstens ein kleines Fäßchen kommen lassen, so etwas kriegt man ja bei uns drüben gar nicht." „Na, Herr Oberförster," meinte jetzt der zu ihm heran» tretende Rathskellerwirth, von seinen Stammgästen „der dicke Abends 8V2 Uhr zu Hattenrod, Abends 8V2Uhr zu Burkhardsfelden, Mittwoch, 19. „ Abends 8i/2 Uhr zu Annerod Vorträge über Obstbau halten. Den Vorträgen werden zu noch näher zu bestimmenden Stunden in den Baumstücken Anleitungen über Baumsatz und Baumpflege vorausgehen. Eine solche Anleitung findet auch am Vormittag des 19, August zu Oppenrod statt. Alle Mitglieder des Obstbauvereins und alle Freunde des Obstbaues sind zu diesen Vorträgen und Anleitungen Herr Obstbautechniker Metz von Friedberg wird Samstag, 15. August l. I., Abends 8*/2 Uhr zu Ruttershausen, Nachm. 3 Uhr zu Reiskirchen, Bekanntmachung, Abhaltung von öffentlichen Faselschauen zu Grünberg und Gießen betreffend. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß in Verbindung mit den am 27. August l. I. zu Grünberg und am 2. September l. I. zu Gießen stattfindenden Viehmärkten öffentliche Faselschauen durch die Körcommission ab- gehalten werden. Die Schau zu Grttnberg beginnt Vormittags 8Vr Uhr, die zu Gießen Vormittags 10 Uhr. Bei den Faselschauen, welche nur zum Zweck der Ankörung von Faseln abgehalten werden, wird die Commission vorzugsweise Fasel der reinen Vogelsberger und Berner, speziell Simmenthaler Rasse berücksichtigen, andere nur dann, wenn sie ganz besonders schön sind. Es werden nur solche Bullen angekört, die sprungfähig entweder schon sind, oder dies wenigstens in kürzester Zeit werden. Bei der Schau zu Gießen können den Besitzern guter Fasel, soweit die Mittel reichen, Wegegelder in Aussicht gestellt werden. Gießen, den 12. August 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ______________________I. V.: Jost.______________________ Bekanntmachung. zusammen, wobei zahlreiche Personen verunglückten- von denselben sind 14 tobt. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 14. August. Die „Voss. Ztg." appellirt in einem Leitartikel „Videant Consules“ an die deutsche Regierung, daß endlich unter der Wucht der Thatsachen die Aufhebung der Getreidezölle erfolge. — Der „Voss. Ztg." wird aus London gemeldet, daß in den letzten sieben Monaten von 83000 Einwanderern 19000 in England geblieben seien. Die Presse. verlangt erneut Maßregeln gegen die Fremden-Einwanderung. Bukarest, 14. August. Die Nachrichten über die Gesundheit der Königin lauten ungünstig. Paris, 14. August. Der Begegnung der Commandanten der englischen und französischen Mittelmeergeschwader schreibt man keinen offiziellen Character zu. — Laut „Bulletin des Halles" liefert die diesjährige Ernte einen Fehlertrag. Der Ernteertrag wird auf 35 Mill. Hectoliter geschätzt, vorräthig sind noch 7 Millionen. Es wären demnach zur Deckung des Bedarfs noch 30 Millionen zu importiren. Locales utt6 provinzielles. Gießen, 14. August. — Jugendfest. Nachdem feit dem letzten Jugendseste drei Jahre verflossen, konnte Gießen am gestrigen Tage wieder ein solches feiern. Nichts war natürlicher, als daß diesem Feste schon seit Wochen mit Freuden entgegengesehen wurde, und wer Gelegenheit hatte, die Unterhaltung und die Gespräche, sowie die Spiele unserer Jugend zu beobachten, konnte merken, daß der größte Theil jugendlichen Interesses Lem Jugendfeste galt. Aber nicht nur in den Herzen der Kinder klopfte es gewaltig in Erwartung der Dinge, die da kommen sollten, auch die Eltern, besonders die Mütter, waren vollauf beschäftigt, alle das Fest betreffende Fragen in einer ihren Lieblingen günstigen Weise zu lösen. Nachdem bis zum Vorabend des Festes die nöthigen Vorbereitungen innerhalb der Familien getroffen, machte sich eine andere Sorge geltend, diejenige um günstiges Wetter, ohne welches nun einmal ein Fest, bei welchem so zu sagen die Jugend die erste Geige spielt, nicht denkbar ist. Wohl selten wurde dem Himmel solche Aufmerksamkeit geschenkt, wie am gestrigen Vormittag. Jung und Alt richtete den Blick nach oben mir dem Wunsche, daß das drohende Gewölk verschwinden und heiterem Sonnenschein Platz machen möchte. Gerade günstig waren bip Wetter- aussichten nicht, benn den seit Wochen fast täglich eintretenden Niederschlägen folgte noch am frühen Morgen ein heftiger Regenguß, der die ganze Festesfreude zu Wasser machen zu wollen schien. Zur Freude aller großen und kleinen Kinder hielt indeß das Wetter an, und wenn die Sonne auch keine Lust verspürte, ihre Strahlen herabzusenden, so blieb wenigstens der gefürchtete Regen aus. Die Feststimmung der Kinder hob sich, nachdem schon vom frühen Morgen an das seit Wochen übende Knabentrommlercorps einen regelrechten Weckruf ausgeführt hatte. Nach Schluß des Vormittagsunterrichts, in welchem wohl an das Lernvermögen der Kinder in Anbetracht der kommenden Dinge keine allzugroßen Ansprüche gestellt wurden, nahm die Kinderwelt das Interesse der Einwohnerschaft im Allgemeinen, der Eltern im Besonderen in Anspruch- die Sammelplätze vor den Schulen füllten sich mit festlich gekleideten Kindern und als endlich um Mittag die einzelnen Klaffen unter Führung ihrer Lehrer nach den Aufstellungsplätzen abmarschirten, wuchs mit der Zahl der Fest- theilnehmer auch die Aussicht auf beständiges Wetter. Hatte es das Wetter verschmäht, einen Strich durch die Feststimmung zu machen, so ging auch, Dank der Umsicht des Festcomites, der Lehrer und Lehrerinnen, der Festordner und Festordnerinnen die Ausstellung des Zuges so glatt von Statten, daß sich derselbe Punkt 1 Uhr nach dem Philosophenwalde in Bewegung setzen konnte. Drei Musikcorps nebst dem unermüdlich trommelnden Knabencorps waren in dem langen Zuge vertheilt. Nach Ankunft im Philosophenwalde und Absingen des Liedes „Tretet in die Runde", hielt Herr Oberlehrer Fuhr die das Jugendfest trefflich characterisirende, die gesammte Theilnehmerschaft, Eltern und Kinder gleich erhebende Festrede. Das am Schluffe derselben ausgebrachte Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Kgl. Hoheit den Großherzog sand tausendstimmigen Widerhall. Den hierauf folgenden Spielen lag die Kinderschaar in ihren einzelnen Abtheilungen mit sichtlichem Vergnügen ob und wenn bei der die Spiele schließenden Preisvertheilung auch nicht alle Wünsche in Erfüllung gingen, die wochenlang vorher gehegt wurden, so waren es wieder die schwer zu verbessernden Launen des Glückes, die auf der anderen Seite desto größere Freude anrichteten. Nützlich und werthvoll, den Altersklassen angepaßt, waren die zur Vertheilung gekommenen Geschenke. Hoffentlich tragen sie dazu bei, in den Kindern den von ihren Lehrern geweckten Sinn für alles Schöne und Gute zu erhalten. Bei der Beliebtheit, welche sich die Jugendfeste seither zu erhalten vermochten, war es natürlich , daß neben der großen Jugendschaar auch die Erwachsenen wieder zahlreich an dem Feste theilnahmen. Die nach dem Walde strömende und sich dort vergnügende Schaar ließ es fast zweifelhaft erscheinen, daß außer Kranken, Alten und Gebrechlichen noch Jemand in der Stadt sich aufhalten konnte. Lange, nachdem die Kinder wieder in geordnetem Zuge nach der Stadt marschirt waren, herrschte noch Fröhlichkeit unter dem Blätterdache unseres Philosophenwaldes. Mögen alle, Jung und Alt, denen es vergönnt war, unser vaterstädtisches Fest mitzufeiern, nach dessen schönem Verlause eingedenk sein des Dankes gegen Diejenigen, die es einleiteten, durchsührten und zum gelungenen Abschlüsse brachten. — Uebermorgen (Sonntag) feiert der Turnverein in Verbindung mit der. Einweihung seiner Turnhalle sein 45. Stiftungsfest. Im Hinblick daraus, daß der Turnverein mit zu den ältesten Vereinen Gießens gehört und Angehörige aller Bevölkerungsschichten zu seinen Mitgliedern zählt, glauben wir nicht fehl zu gehen, wenn wir an die Einwohner Gießens die Bittte richten, zu Ehren des Turnvereins die Häuser mit Fahnen zu schmücken. — Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 8. August den Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Dr. Jakob. Nover zum Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms, den Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz Dr. Joseph Kieffer zum Lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim, den Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms Friedrich Scholl zum Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz und den Lehrer 'an dem Gymnasium zu Bensheim Dr. Georg Ihm zum Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz, sämmtlich mit Wirkung vom 16. September l. I. an, zu ernennen. K. Nieder Weisel, 13. August. Der gestern Abend um 11 Uhr von Friedberg kommende Güterzug mußte in der Nähe der Haltestelle Ostheim seine Fahrt aus eine Stunde unterbrechen, da die Maschine desect geworden war. Eine dem Metzger Fischer von Butzbach entlaufene Kuh, welche derselbe von Pohlgöns nach Butzbach transportirte, hattp die Störung verursacht. Die Kuh wurde schrecklich verstümmelt, Beine, Hörner und Schwanz fand man auf den Schienen, die Eingeweide wurden ihr von den Puffern der Maschine herausgerissen und schließlich kam die Kuh unter die Maschine, wodurch letztere beschädigt wurde. Mainz, 13. August. In der Silberwaarenfabrik des Herrn Rückert hier gewahrt man seit dieser Woche diverse Silbergewinne, als: einen Silberkasten, enthaltend sämmtliche Tischgeräthe für 12 Personen, ferner silbernen Tafelaufsatz und sonstige schöne gediegene Gegenstände, bestimmt für die am 20. d. Mts. stattfindende Ziehung erster Klaffe Großh. Gewerbeverein-Lotterie. Wie man uns mittheilt, sind auch Silberbarren bestimmt, die zum Bankwerthe wieder zurückgenommen werden. Vermischtes. * Braunfels, 12. August. Wiederum wird eine neue Kneipp'sch e Kuranstalt ins Leben gerufen und zwar in dem durch seine landschaftlichen Reize weitbekannten Braunfels a. d. Lahn (Station der Bahnlinie Coblenz-Gießen). Es geschieht dieses durch die Initiative Seiner Durchlaucht des Prinzen Albrecht zu Solms-Braunfels, der die heilsamen Erfolge der Kur an sich erfahren und bei vielen Schwerkranken auffallende Heilerfolge beobachtet hat, damit auch in seiner Heimath der leidenden Menschheit durch Einführung dieser rationellen und heilsamen Behandlungsweise Hülfe gebracht werden möge. Da es Vielen nicht möglich ist, die Kur in Wörrishofen zu gebrauchen oder aber so lange dort zu bleiben, wie es zur gründlichen Heilung chronischer Leiden meistens nöthig ist und erfahrungsmäßig eine Fortsetzung der Kur zu Hause ohne einen tüchtigen Gießer schwer auszuführen ist, so dürste die Kuranstalt in Braunfels namentlich allen Denen willkommen sein, die in dem westlichen Theile Deutschlands wohnen. Es finden hier Kranke Gelegenheit, bei dem in Wörrishofen ausgebildeten und vom Pfarrer Kneipp geprüften Bademeister Schenk die Kur zu gebrauchen und regelrecht fortzusetzen und zwar nach Wunsch unter Leitung eines hiesigen sehr erfahrenen und mit der Heilmethode vertrauten Arztes. Braunfels ist als klimatischer Kurort weit und breit bekannt und bietet alle Vorzüge eines solchen, insonderheit ozonreiche Berg- und Waldluft und herrliche Spaziergänge, auch ist in dem renommirten Schloßhotel, das unmittelbar an den fürstlichen Park anschließt und wo die Badeanstalt mit Blitzguß sich befindet, für eine vorzügliche Unterkunft während des Sommers und auch des Winters gesorgt. Die Anstalt soll für alle Kranke mit Ausnahme von Geisteskranken und Hautkranken offen sein und schon im Monat September eröffnet werden. Sr. Durchl. dem Prinzen Albrecht zu Solms-Braunfels aber gebührt für dieses hochedle Unternehmen der beste Dank. TT Kaffel, 13. August. Achter deutscher Tischlertag. In den Tagen vom 16. bis 18. August findet hier in Kassel der achte deutsche Tischlertag statt. Die Tagesordnung ist sehr umfangreich und weist eine Reihe für das Handwerk und den Verband wichtiger Fragen auf. U. A. sind außer Geschäftsbericht, Kassenbericht, Vorstandswahl rc. folgende Punkte angesetzt: A. Die gleichmäßige Organisation bei den Bundesinnungen durch: 1) Schaffung möglichst einheitlicher Prüfungsordnungen für Lehrlinge- Antrag der Innung Stendal: „Der Tischlertag wolle für die Einführung einheitlicher Prüfungsordnungen für Lehrlinge eintreten." 2) Errichtung von Unterrichtscursen für Tischlerlehrlinge und Gesellen, unter Zugrundelegung eines Leitfadens für die Fachschulcurse, sei es, daß diese selbstständig von den Innungen unterhalten oder daß sie in die städtischen Fortbildungsschulen eingefügt werden- 3) Handhabung der Verbandspapiere (Lehrverträge, Lehrlings-Pflichtenbücher, Lehrbriefe). B. Die Pflege des Gesellenwesens bei den Bundes-Innungen durch: 1) Organisation von Arbeitsnachweisen mit Gewährung von Gesellen-Reiseunterstützungen unter Durchführung einheitlicher Gesellen-Entlassungsscheine, 2) Unterhaltung von Schiedsgerichten unter Hinzuziehung von Vertretern der Gesellschaften, 3) Errichtung von Jnnungskrankenkaffen für Gesellen und Lehrlinge, unter freiwilligem Zutritt der Meister. C. Ist die gesetzliche Zulassung von Verbands-Kranken- und Sterbekassen für Gesellen und Lehrlinge rc. eine Nothwendigkeit für die Befestigung der Organisation der deutschen Jnnungs- verbände? D. Der Stand der Frage der Ausdehnung der Unfallversicherungspflicht auf das gesammte deutsche Handwerk. E. Was kann vom Tischler-Jnnungsverbande aus zur Pflege des Genossenschaftswesens mit beschränkter Haftpflicht geschehen? F. Die Frage der Sicherung der Forderungen von Handwerksmeistern bei Bauten. G. Berathung der Frage des Submissionswesens (Antrag der Innung zu Hildesheim.) * Ueber die deutschen Schulen in Kamerun macht der Lehrer Th. Christaller im Deutschen Colonialblatt folgende Mittheilungen: Die Schule in Bonamandone wird von 72 Schülern besucht, die sich in vier Klassen theilen. Die erste und zweite Klasse hat Vormittags je 2^ Stunden, die dritte und vierte Nachmittags je D/2 Stunden Unterricht. Die unterste (vierte) Klasse zählt 40 Schüler, denen die Druckbuchstaben auf Papptäfelchen vorgesührt und die Addition und die Subtraction beigebracht werden. Unter den 24 Schülern der zweiten Klasse befinden sich vier Mädchen- in dieser Klaffe beginnt bereits der Unterricht in Deutsch, d. h. Wörter werden auswendig gelernt. Den Schülern der dritten Klasse, gegenwärtig 12, wird unter andern nützlichen Kenntnissen auch die der Uhr beigebracht. Die sechs Schüler der ersten Klaffe haben seit 1887 ausgehalten- Lesestoff bietet für sie „Calwers Biblische Geschichten". Der Schulbesuch ist ein regelmäßiger, nur in der zweiten Klasse lassen einige zu wünschen übrig- auch sind die Mädchen manchmal durch Arbeiten auf den Feldern verhindert, weshalb sie meist den Knaben etwas nachstehen. Die Schute in Bonebela hat durch den im Februar erfolgten Tod des Lehrers Flad sehr gelitten. Die noch vorhandenen Schüler leisten zwar unter dem eingeborenen Lehrgchülfen Konrad Eleme ganz Befriedigendes, aber ein Schwarzer gilt eben bei den Eingeborenen nicht viel, wenn er auch etwas leistet, und so verliert sich einer um den andern und geht wieder auf den Handel. Die Schülerzahl der aus zwei Klaffen bestehenden Schule ist deshalb auf 15 bis 12 gesunken. Nunmehr ist Lehrer Betz aus Stuttgart auf der Reise nach Kamerun, um an Flads Stelle zu treten. Nniverfitäts - Nachrichten. G. Erlangen, 13. August. Die Jmmatriculation an der König!. Universität Erlangen beginnt im Wintersemester 1891/92 am 15. October. Im Interesse der Studirenden werden wir mit nächstens über die Jmmatriculation an den drei Landes-Universitäten Erlangen, München und Würzburg in einem längeren Artikel sprechen. Literatur unb Runst. ... — Gerade zur rechten Zeit für jede sparsame deutsche Hausfrau gibt zur Vervollständigung seiner Gartenbibliothek der bekannte irr« un^ H^delsgärtner I. C. Schmidt in Erfurt ein hochwillkommenes Werk heraus, das sich nach eigenen durchprobten Ver- suchen als ein practstcher Führer für die »Obstverwerthurrg im Harrfe" bewahrt. Einsieden und Einmachen aller Früchte, die Bereitung von Liqueuren, Obstwein, Mus, Geläe, das Dörren rc.» Alles wird in dem hübsch ausgestatteten 75 Pfg.-Heft leicht verständlich kirchliche Anzeigen öet Stadt Gketzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 15. August: Nachmittags 2Uhr:Beichte. Pfarrer v 1. Naumann- 12. Sonntag nach Trinitatis, 16. August: Vormittags 73/4 Uhr: Pfarrer vr. Naumann. Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Schlosser. Feier des heiligen Abendmahls. Nach beiden Gottesdiensten Collecte für die innere Mrs fron. Kinderkirche fällt aus. , , ?ie Pfarrgeschäfte in der Woche vom 16. bis 22. August besorgt Pfarrer Schlosser. ' Gottesdienst in der Synaaoae. Samstag den 15. August: Abends^Uhr 7°° U6r' m°r8£n5 800 Uhr. Nachmittags 4°° Uhr. Gottesdienst der israelitischen Keliaionsaesellschaft. Freitag Abend 6«s Uhr, Samstag Vormittag 8 ° Uhr, Samstaa Nachmittag 400 Uhr, Samstag Abend 800 Uhr. 9 Den größten Sieg! bei den Rennen des VIII. deutschen Bundesfestes in Breslau errangen die m Opel-Fahrräder6*. Opel-Fahrräder sind zu beziehen durch [7301 Wilhelm Hamel, Gießen. - Hundert Mark Belohnung. Die Fälle von betrügerischem Mißbrauch mit der Marke „Zacherlin" hören leider nicht auf, sich zu ereignen! Die Firma I. Zacher! in Wien sieht sich deshalb genothigt, allerorts bekannt zu geben, daß sie zur Abwehr solchen Unfuges eine Belohnung von 100 Mark an Jedermann baar ausbezahlt, durch dessen Informationen sie in den Stand gesetzt worden ist, die gerichtliche Verurteilung in einem mit ihrer Marke stattgehabten Mtßbrauchsfalle herbeizuführen. „Zacherltn" — dieses anerkannt vorzüglichste Mittel gegen alle Jnsecten — darf man ja nicht mit byn gewöhnlichen Jnsectenpulver verwechseln, denn „Zacherlin" ist eine ganz eigene Spectalität, welche nirgends und niemals anders existirt als in versiegelten Flaschen mit Schutzmarke und dem Namenszug „I. Zacherl". Wer also „Zacherlin" verlangt und dann irgend ein Pulver in Papier-Düten oder Schachteln dafür annimmt,--ist damit sicherlich jedesmal betrogen. r 1 "iDer Minister des Innern, wie jener Witzbold einstmals seinen Magen bezeichnete, verlangt eine durchaus sorgfältigere und wohlbedachtere Pflege, als in der Regel geglaubt wird. Es wird daher Jeder, dem sein Wohlbefinden und seine Gesundheit am Herzen liegen, in gehöriger Weise dafür sorgen müssen, daß die dem Magen zugeführten Speisen diesem keine Beschwerden bereiten. Der Ver- dauungsproceß stellt aber an den Körper die Anforderung einer Kraftletstung, welche kranke und schwächliche in der Reconvalescenz begriffene Personen nicht leicht erfüllen können. Solchen Personen eine leicht verdauliche und gleichzeitig nahrhafte Speise zu liefern, ist eine Aufgabe, welche das sog. Kemmertch'sche Fletsch-Pepton in allgemein anerkannter Weise gelöst hat, und kann dasselbe daher nicht oft genug empfohlen werden. 145g Temperatur der Lahn und Luft gemessen am 14. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 141/,, Lust I6V2 Grad Reaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. Submission. Zwecks Ausführung von Straßen- lanälen und sonstiger damit verbundenen Straßenherstellungen auf der Nordanlage sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen mittelst Submission vergeben werden: veranschlagt zu Fuhr- und Planirarbeit JL 5238,20 Maurerarbeit ,, 25809,91 Steinhauerarbeit Schlosserarbeit Basaltsteinlieferung Steinfuhrlohn Ehaussirarbeit Pflasterarbeit // // // // n // 9864,68 250,60 180,— 756,— 1844,38 3546,82 Pläne, Voranschläge und Ueber- nahmsbedingungen hierfür sind auf dem Stadtbauamt einzusehen, woselbst auch die Angebote bis zum >50. l. M., Vorm. 10 Uhr, einzureichen sind. Gießen, den 14. August 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 7317 Concursverfahren. lieber das Vermögen des Specerei- krämers Philipp Ludwig Rack! und deffen Ehefrau Elisabetha, geborene Frank in Schwalheim, ist am 11. August 1891, Nachmittags 4 Uhr, Concurs eröffnet worden. Vermalter: Kaufmann Philipp Müller in Bad-Nauheim. Offener Arrest und Anzeigefrist und Anmeldefrist bis zum 7. September 1891. Erste Gläubigerversammlung und allgemeiner Prüfungstermin Montag den 21. September 1891, Vormittags 9 Uhr. Bad-Nauheim, 11. August 1891. Großh. Amtsgericht Bad-Nauheim. 7303 Bauer. Schütz. Samstag den 12. September, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Otto Schaum, Wilhelm Schaum in Hamburg, und Marie Mette, geb. Schaum, in Gießen gehörigen Immobilien : Flur 17 Nr. 1493/1O - 132 Meter Grabgarten in der Scheppecken, Flur 17 Nr. 149a’/io — 463 Meter Hof- raithe daselbst, Flur 17 Nr. 149a9'10 — Vio Meter Hofraum daselbst, Flur 17 Nr. 1498/m — 28 Meter Grabgarten daselbst, Flur 17 Nr. 15O7/1O - 709 Meter Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 31. Juli 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. ____________I. A.: Vogt. 6927 Versteigerung. Samstag den 15. August, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Bteker'schen Saale dahier gegen Baarzahlung: Sopha, Tische, Nachtschränkchen, Comruoden Nähtische, Stühle, Kleiderschränke und 1 Caffa- schrank. Die Versteigerung findet zum Theil bestimmt statt. Born, 7298 Gerichtsvollzieher. Aellgeöotenes. Frische Preiselbeeren, sowie Einmachgnrken eingetroffen. Bestellungen nimmt zu jeder Zeit entg. H. Klotz, Mäusburg 17. [7305 7310] 6 Hühner und 1 Hahn verk. _______Ludwig Pfaff, Tiefenweg 3. K Kohlen jed. Art K für Fabriken und Hausbrand billigst. Julius Meyer, Köln, 7302 Cunibertklofier 4. Reinwollene Kleiderstoffe einfarbig und earrirt bedeutend unter Preis bei [6846 Fritz Nowark, Seltersweg. gegeben. 6636 Zucker in allen Sorten empfiehlt billigst H. F. Nassauer, Neuenweg 15. Saftpresse wird leihweise ab- G. Neidlinger Hoflieferant Ihrer König!. Hoheiten der Frau Prinzessin Friedrich Carl von Preußen, und der Frau Großherzogin Augusta von Mecklenburg-Strelitz, Ihrer Hoheiten des Herzogs Ernst von Sachsen-Coburg und des Herzogs Friedrich von Anhalt, Ihrer Kaiser!. Hoheiten der Großfürstinnen Alexandra Jesefowna und Maria Pawlowna von Rußland. Original Singer Nähmaschinen Anerkannt vorzüglichste Maschine für den Hausgebrauch. Special-Nähmaschinen zum Dampf- u. Fnßbetrieb für jeden Fabrikationszweig, in welchem Nähmaschinen zur Anwendung kommen. S Asterweg S. Die Besucher der Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt ■Öl C-J Sonntag den 16» ds. Mts. r P a r t h i e an den Lndwigsbrnnnen. Abmarsch 2 Uhr mitMusikv.Ludwigsplatz. Bei ungünstiger Witterung: Unterhaltung im Cafe Leib. Anfang 5 Uhr. Ich habe mich hier als praktischer Arzt niedergelassen und wohne Bahnhofstrasse 37 bei Herrn Instrumentenmacher Schmidt. Dr. W. Groos. Lenz’scher Felsenkeller. Samstag, Sonntag und Montag, 15., 16. und 17. August: Drei große Coucerte und Vorßettungen der hier so beliebten Operetten- und Singspielgesellschaft „Humor“, Anfang Samstag 8 Uhr. [7318] Entree 25 2978] Einzelne Wäschegegenstände, wie auch Ausstattungen werden zum Festoniren, Sticken, Zeichnen, sowie auch Säumen angenommen. Siidanlage 15, I. Bei groß. Ausstattungen Preisermäßigung, Lehrmädchen wird für ein Kurz- und Wollewaaren- Geschäft gesucht. Offerten unter M. 89 an die Exped. d. Bl. erbeten. 7280 GonVsbeeicht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 13. August 1891. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 3o/o Reichsanleihe 3’/s % do. 30/0 Preuß. ConsolS 3V»°/Ö do. 84.40 9810 84 401 98.20 4% Ung. Gold-Rente 5 0/0 Jtal. Rente 41 * * * 5 * 7/6'o/o Oeft. Silber-Rente 3% Portugies. Anl. 89 60 89 60 79 10 38.70 Disconto-Commmid^-AnLH 170,30 Lomb. E--B.-Act. 84.25 Darmstädter Bank-Act. 131,30 Buschtherader E.-B.-Act- 408 37 Dresdener Bank-Art. 183 50 Elbthal-Bahn-Act. 183 75 Nordd. Lloyd-Act. 11080 Gotthard-Bahn-Act. 130 20 Wiener Bankver.-Act 95 12 Schweizer Nordoft-B.-Aet. 128 20 Oeft. Credit-Act. 245 75 Mainzer E.-B.-Act. 111 50 Oeft. Staatsb.-Act. 243,25 Marienburger E.-B.-Act- 58 70 Eeßencr Zither-Club (Wohlthätigkeitsverein) Der am Samstag den 27. Juli ausgefallene Familienabend findet heute, Samstag den 15. August, Abends 8 Uhr, ganz bestimmt auf der „Schönen Aussicht" statt. 7311 _____Der Vorstand. Hirchberg* bei LollärT Sonntag den 16. August: Ä* TAWZ-MUSIK -JK wozu ergebenst einladet 7312 Heinrich. Rau. Verloren ein Korallenarmband vom Philosophenwald - Liebrgdenkmal - Wodestraße- Neuen Bäue. Abzug, gegen Belohnung 7308 Neue Bäue 12. Verloren beim Abmarsch des Jugendfestzuges ein goldenes Medaillon mit Kette und Photographien. Abzugeben gegen Belohnung [7309] Asterweg 19. Pferdeknecht, ein tüchtiger, gesucht. Näheres bei 7281 Hch. Simon, Neuenweg. Entlaufen Zwei gelbe hochbeinige Dächfel. Abzuliefern gegen Belohnung 7304] Frankfurterstratze 49. TSF Vor Ankauf wird gewarnt. Lehrmädchen. 7308] Für ein hiesiges Kurz-, Weiß- und Wollwaarengeschäft unter günstigen Bedingungen ein Lehrmädchen gesucht Zu erfragen in der Exped. d. Bl. ausQftösfteffner für nächsten Sonntag gesucht. 7297 Steins Garten. 7261] Junges Mädchen zu zwei Kindern und leichter Hausarbeit nach 'Mainz gesucht. Zu erfragen_________Löwengasse 13. Angehender Commis aus guter Familie für ein größeres ! Geschäft an hiesigem Platze gesucht, i Offerten unter K. 14 an die ! Exped. d. vl. 7237 Lehrlingsgesuch, i Cin Lehrling mit den nöthi- gen Borkenntnissen wird gesucht von der Cigarrenfabrik 7203 8. Bock & Cie. 7296] Junges Mädchen für Laden und Haushalt gesucht. Nähere Aus. kunft bei der Exped. d. Vl._____ Sehr reiche Dame (Waise), 21$, mit Kind, welches adoptirt werden muß, wünscht sofort zu heirathen. Vermögen nicht beansprucht. Nicht anonyme Off. erbeten „Redlich" Post 12 Berlin. [6498 Nach Amerika mit den vorzüglichen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd i» Bremen befördert Paffagiere der concessiontrte Agent 1614