Nr. 111 1891 Hichmer Anzeiger Keneral-MnzUHer Redaction, Expedition und Druckerei: Kchulstratze Ar.H, Fernsprecher 61. Vierteljähriger ASonnementspreiss 2 Mark 20 Pjg. mH Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 60 Psg. Die Gießener Wa«rrre«VtLiter »erden dem Anzeiger is-chentlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag». Freitag den 15. Mai " --- Amts- ttitb Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. 1** ,ui ■'■■■ ' ---- ' ........." 1 -----g .-LI!—L JA1 ■ LAWHM . 1 ■ j. W m. l L ■ । ück. — Die LebenSversicherungS.Gesellschaft zu Leipzig (alte Leipziger), auf Gegenseitigkeit gegründet 1830, veröffentlich! soeben ihren 60. Jahresbericht, dem wir nachstehende Mitteilungen entnehmen. Es wurden während des 60jährigen Bestehens der Anstalt im Ganzen 491256940 «X Versicherungen abgeschlossen, an Versicherungsbeiträgen 147542373 X, an Zinsen 36328253 X vereinnahmt, an fällig gewordenen Versicherungssummen 60654336 verausgabt, 43070674 X Ueberschüsse erzielt und ein Vermögen angesammelt, das sich am 31. December 1890 auf 86659108 X belief. Die Dividende an die Versicherten ist im Durchschnitt von Jahrzehnt zu Jahrzehnt gestiegen und beträgt gegenwärtig 42pCt. der ordentlichen Jahresbeiträge. Das Wachsthum der Gesellschaft machte sich namentlich im letzten Jahrzehnt bemerkbar. Vom Jahre 1880 bis 1890 ist, wie die dem Bericht beigegebenen, sehr ausführlichen Tabellen aus- weisen, der Versicherungsbestand von 164590650 X auf 336494300 X, das Vermögen von 31410577 X auf 86659108 X, d»e Jahreseinnahme von 7148209 X auf 16040576 X, der Betrag der Gesammtüberschusse von 6460425 X auf 14253249 X gestiegen, während innerhalb desselben Zeitraums das Verhältniß der Verwal- tungskoften zu den Einnahmen an Versicherungsbeiträgen und Zinsen sich von 8,18pCt. auf 5,94vCt. vermindert hat. Literatur und riunst. — Eine recht schätzenswerthe Bereicherung wird die Bibliothek vieler Geschäfts-Inhaber erfahren, wenn sie sich das soeben erschienene MKaufmännische Adreßbuch* (Verlag von W. & S. Löwenthal in Berlin 0., Grünstraße 4, anschaffen. Welcher Geschäftsmann steht nicht in Verbindung mit der Außenwelt, von welchem Vortheil ist es aber auch für ihn, sich ohne Mühe und Kosten in derselben zurechtzufinden, sich darin neue Geschäftsverbindung zu suchen und sich selbst würdig einzuführen. Ein recht brauchbarer Comentar ist deshalb das „Kaufmännische Adreßbuchs, welches auf XXXIX und 839 eng gedruckten Seiten alles das enthält, was der Kaufmann, der Industrielle, ja fast Jeder im öffentlichen Leben stehende zu Informationen über auswärtige Firmen aller Branchen nöthig hat. So enthält das Buch diesmal außer sämmtltchen Firmen Berlins noch etwa 12000 Firmen aus allen Theilen des Reiches, im Ganzen über 40000 Adressen, die Berliner Firmen wohlgeordnet nach Branchen, die übrigen nach Orten in alphabetischer Reihenfolge. Was dem Buche auch für künftige Auflagen Werth verleiht, ist d'e Möglichkeit, daß jeder Geschäftsmann Mitarbeiter werden kann, sofern er nur feine Adresse der Redaction angiebt, deren Aufnahme kostenlos erfolgt. Das in deutscher, französischer und englischer Sprache ausgearbeitete Jnhalts-Verzeichniß erstreckt sich über die Branchen: Ablaßhähne-Fabrik bis Zwirn und sichert auf diese Weise dem Buche ein internationales Interesse. Ferner ist dem Buch ein Verzeichniß der Orte, an welchen es aufliegt, beigegeben, das Branchen- Verzeichniß erstreckt sich über 572 Seiten, das Firmen- und Orts- Verzeichniß über ca. 260 Seiten. Die elegante Ausstattung in Druck und in Einband wird jedem Bureautisch zur Zierde gereichen, und der Preis von 5 Mk., wofür es noch postfrei versandt wird, ist ein fast beispiellos billiger. — „Neue Xenien von einem deutschen Philister" und recht geharnischte eröffnen das fünfte Heft der Monatsschrift »Unfere ZeiP (Leipzig, F. A. Brockhaus). In etwa 200 formgewandten Distichen schnellt der wohlbelesene Kritiker seine Pfeile gegen den Naturalismus der heutigen Literatur, gegen die Fremdländerei der Deutschen, gegen mancherlei krankhafte Auswüchse des geistigen Schaffens unserer Tage. Don Zorn, Spott ober Laune sind feine Geschosse beschwingt, derb sausen sie mitunter durch die Luft und mögen hier und da auch schmerzhaft treffen. Aber man merkt es dem Streiter an, daß Begeisterung für das Wahre, Schöne und Gute ihn zum Kampfe geführt hat. Niemand, der am literarischen Leben theilnimmt, sollte diese bedeulsame Erscheinung an sich vorübergehen lassen. Das Heft bringt ferner vom ungarischen Reichstagsmitgliede Professor I. H. Schwicker eine Darlegung der Stellung, in der man in Oesterreich-Ungarn der in Unterhandlung begriffenen und zur Zeit wohl schon paraphirten „Zolleinigung zwischen Oesterreich-Ungarn und dem Deutschen Reiche" entgegensieht. Von Frank Justi, der schon im letzten Sommer ein treffliches Wort zur Schulreform in „Unsere Zeit" gesprochen, erhalten wir im Artikel: „Die Berliner Schulconferenz und die Reform des höheren Unterrichtswesens" eine Kritik der Schulcoofermzbeschlüffe und die Andeutung der Bahnen, auf der das Cultus-Ministerium die Gymnasialreform ins Werk zu setzen habe. Gustav Krenke berichtet über die Verhandlungen zur Realtsirung des Plaws der Simplonbahn. Lina Schneider in Köln gibt nach Cäsar Cuys Buch eine -usammenfassende Darstellung der „Pflege der Musik in Rußland". Haler Denkwürdiges zählt Ludwig Fuld die Ergebnisse der Reichsgesetzgebung in den letzten vier Monaten auf; Mittheilungen aus den Fortschritten der Physik von Franz Bendt und eine Todtenschau machen den Beschluß des werth- vollen Heftes. Scbiffsttacbricbktt» Bremen, 12. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Eider, Capt. H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2. Mai von Bremen und am 3. Mai von Southampton abgegangen war, ist heute 3 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Rohseide«, Baftkleider Mk. 16.80 pr. Stoff zur compl. Rode und bessere Qualitäten oerf. porto- und »ollttet das Fabrik D4pöt G. Henneberg (K. u. K. Hofltef.) Zürich. Muster umgehenend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 2271 Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei 3341 <*ebr. Stumm. Haupttreffer Frc. 400,000. Geringster Treffer Are. 400 bei der en Ziehung am i. Juni ■ der 4498 Türken-Loose. «ÄX. Gießen, Stets oorrätbia bei Frankfurt a. M. Marktstr. 4. Schulhof & (Jo. Zeil 69. Auch auf Theilzahlungen ohne des. Zuschlag. Unübertroffen in Feinheit u. Milde u. feit zehn Jahren bewahrt. Holländ Tabak 10 Psd. lose in Beutel freo. 8 Mk. nur bei B. Becker in Gerfen a. Harz. 1006 Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 14. Mai, Vo, mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 15^, Luft 17^2 Giad Reaumur. L. Cbr. Rübsamen Wwe. 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T. Freitag 15. 5. Ab. 4629 8 U. priicis. Bef III. Gr. Der Kreisingenieur: Stahl. Die Gerichtsschreibereien Gr. Amtsgerichts Gießen suchen geübte Schreib- gehülfen im Mer von 17 bis 24 Jahren zum sofortigen Eintritt gegen eine jährliche Vergütung von 400 bis 1751.50 3489.47 2367.32 1130.85 456.20 275 - 233.80 319.44 198.97 , 54.85 2090.46 und Be- Bergedmrg von Baunrbeiten. Die nachstehenden, zur Erbauung eines SchulharrseS für die Gemeinde Lollar erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen am Freitag den 22. Mai, Vormittags 9 Uhr, im Gemeindehaus daselbst im Submissionswege vergeben werden und zwar veranschlagt zu Erd- und Maurerarbeiten cX 3824.30 Der unter dem 20. März bezw. 4. April 1891 gegen den Dienstknecht H-iurich Weber von Unterhaun erlaffene Steckbrief ist erledigt und wird deshalb zurückgezogen. Burghaun, am 9. Mai 1891. Königliches Amtsgericht. 4617 Vergebung von PflBemrbLitm. Die zu 1079 25 H veranschlagten Pflasterarbeiten an der Kreisstraße Gießen-Rödgen sollen am Dienstag den 26 Mai L I., Vormittags 9 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst der Voranschlag und die Bedingungen zur Einsicht offen liegen, im Submissionswege vergeben werden. Gießen, am 13. Mai 1891. Vergebung von Megkbauarbeiten. Die »um Ausbau des Landwegs von Caloern nach Dilschhausen (Kreis Marburg) erforderlichen Erdarbeiten (veranschlagt zu 5338 Theerschwefel- / '■ Sommersprossen I y Borax- I Campher- Itf) «rLnter- 1 Carbol« Perubalsam- Tannenduft- / Parfümerien Zahnpulver Zahnbürste« Mandelkleie empfehlen [4153 Bahnhofstr. 40 Benner & Krumm. VIIII III Fußbodenanstrich in allen Nuancen, rasch und hart trocknend, empfiehlt August Noll II, 2353 Bahnhofstraße 51. in erlesenen feinsten und feinen Qualitäten, roh und gebrannt, empfiehlt [1320 Emil Fischbach. Touristen u. Radfahrern empfchle die so beliebten Hemden mit Kragen von selbigem Stoff, in seinen Flanellen, Pros. 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Schenk, mit Tode abgegangen ist, wurde an seine Stelle der Stadtrechner und seitherige Controleur, Herr Wilhelm Schreiner, zum Rechner der Kaffe ernannt, was wir unter dem Anfügen hiermit ver- öffenttichen, daß vorerst und bis auf Weiteres derselbe an jedem Mittwoch regelmäßig in der Wohnung des seitherigen Rechners Zahlungen in Empfang nimmt und leistet, an anderen Tagen jedoch nur auf der Stadtkaffe, wenn er nicht verhindert ist. Als Controleur fungirt bis auf Weiteres Herr Fr. R. Kratz dahier- Laubach, am 12. Mai 1891. Die Alaschmbier-Handlung von Daniel HeiL Telephon Ur. 55 Lindenplatz 3 Telephon Mr. 55 rkbensverWrnngs-GeseWilft ?« Leipzig (alte Leipziger) nut Gegenseitigkeit gegründet 1830. Festredner: 1) Herr Pfarrer Nebel, Höchst, 2) Herr Reiseprediger Wagner, Darmstadt. Zu zahlreichem Besuch lädt freundlichst ein [4616 Lich. Der Vorstand. Ä«! 5g; Au haben bei Otto Schaaf. [3871] Irische Hefe 4483 empfiehlt Ph. Bob- Neustadt 11. Vermögen: Ende 1888: 71 Millionen X Ende 1889: 78 Ende 1890: 87 Millionen X in fertigen Schuhen in empfehlende Erinnerung. Billigste Preise. Gute Arbeit. Reparaturen gut und preiswerth. PH. Böllmar, Schuhwaarenlager — Weidengasse 6. GesellschastSgkbLude in Leipzig. Die Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig ist eine der ältesten, größten, sichersten und billigsten LcbensversicherungSnnstalten und hat die günstigsten Der« sicherungsbedingnngen (Unanfechtbarkeit fünfjähriger Policen, Versicherung gegen ttriegsoefahr, sofortige Auszahlung der Versicherungssumme u. s. w.) Es werden von der Gesellschaft auch Kinderversicherungen übernommen. Nähere Auskunft cr- theilt die Gesellschaft selbst oder deren Vertreter 1313 Muller & Schwarz in Gießen, Wallthorstraße 2a, Die Rübsamen’sche Dade- und Schwimm-Anstalt ist ««öffnet. Untrerichttstund«» und Bad«z«it für die Schuljugend find an den Wochentagen Vormittag« von 10—12 Uh» und Nachmittags von 3—7 Ubr. In diesen Stunden wird gute und strenge Aufficht geführt, sodaß die verehrlicheu Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können. Geöffnet ist die Anstalt von Morgen» 6 Uhr bis Abend» 8 Uhr, an Sonntagen nur Vormittag» von 6—12 Uhr Ich lade zum Abonnement ergebenst ein und bemerke, daß alles Nähere in der Anstalt, wo auch die Liste zur gefL Einzeichnung offen liegt, zu erfahren ist. U,. Ohr. Rübsamen Wwe. Von heute Nachmittag 4 Uhr ab: Ochfenfleifch, nicht ladenrein, per Pfund 30 Pf» Gefrorenes anerkannt vorzüglicher Qualität, in mehreren Sorten stets vorräthig, empfiehlt ; 4050] Eouditorei Hettler, Südanlaae. I Herren» nn - Knaben- Strohhüte außergewöhnlich billig Düchse zu kaufen gesucht. ich gerne bereit, dieselben mit meinen Hunden selbst zu graben. Um gefl. baldige Offerten bittet 4416 F. Windecker. 3558] Der überall so beliebte Margarita Essig pr. Ltr. 40 H ohne Glas, wird mit drei Ltr. 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