Nr. 63 Der ^^estrz KazMn ^fcädnt täglich, stit ÄiHnabmt bd Montags. ÄW Gießener Kch«Ms«-t»tts» •Kk» btm Anzeiger V-^«tUch dreimal drigrlrg'.. Erstes Blatt. Sonntag den 15. März El | - - nm,, I_^|_u_ Mim III || ■ i ■ i i , -11---- -..... -n--------- ------ - ----- - ■■» .................................... — ....■li.r*. viertltXyr^ Asonnesenis-rr^vc 2 Mark 20 Mg. toh Bringerloha. Durch die Post bezag^^. 2 Mark 60 Pfg Rtbaction, «xpedvÄa« and Druckerei: ><*C|lr<|t 1U.tr Ternjprecher 61, Amts- unb ArtzerAedttrtt für dem AVers Gieszem LLe Annoncen--Bureaux des In« und Auslandes »eh»« Lnzrizcn für den „Gießener Anzeiger- mtßqi«. .^IIIIIIIM HM...... 'WT’-IL'J-. -X—l-Biei'-JBg! IH.JMK Ä«ne|»e New Anzeigen zu der Nachmittags für den fügend« Lag erscheinenden Nummer bis vor«. 10 Uhr. Ia—jmf—«m ji itwr* »ft» -.»!■ - —iCT^^sr^11 *■ ryjT-r*'TY?i Hrattsöeikage: Gießener JarmtieMätter. Amtlicher Thril. Bekanntmachung, die Rachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst aus Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche aus Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. Z) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden- Auch erscheint es zweckdienlich, wenn die nähere Adresse angegeben wird- 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; d) ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit den Freiwilligen während einer einjährigen actioen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; * i) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Real- gymnasten, Ober-Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und den sonstigen militärberechtigten Lehranstalten) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; 4) das Schulzeugniß. Ssdünn wird noch besonders bemerkt: Zu pos. d: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugniffe für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sümmtlich nach dem Schema 18 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg. - Bl. Nr. 5 von 1889 — ausgestellt sein müffen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 39, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. PrüsungS - Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. Gefunden: 1 Buch, 1 Brosche, 1 Taschentuch, 1 Portemonnaie, 1 Bettelmünze, 55 Pfennige, 1 Strickzeug, 1 Mundstück, 1 Vorstecknadel, 1 Paar Handschuhe, 1 Cravatte, 1 Uhrkette, 1 Drahtgitter und 2 Bleirohre von 6 Meter Länge und 4 Ctm. Durchmesser (wahrscheinlich gestohlen). Gießen, den 14. März 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsch er? Reichstag. 88. Plenarsitzung. Freitag, 13. März 1891. Dritte Lesung des Etats. Bor Eintritt in die Tagesordnung verliest der Präsident ein Danktelegramm des Prinzregenten von Bayern. Sine Generaldiscussion findet nicht statt. In der Spectaldtscusston fragt Richter (bfr.) wiederum an über das Privilegium des Wolff'schen Telegrophenbureaus, da der Staatssecretär Stephan ihn an den Etat des Reichskanzlers verwiesen habe. Staatösecretar des Auswärtigen, Marschall: ES extstire kein Vertrag; bis 1890 habe zwar eine Abmachung bestanden, diese I sei aber abgelaufen. Schriftlich sei nichts fixtrt, es gebe nur einen modus vivendi, kraft dessen für gewiße Leistungen des Wolst'fchen Bureaus die Regierung sich zu Gegenleistungen verpflichte. Die Nothwendtgkeit eines solchen Bureaus für die Regierung sei klar, die Regierung habe ein Interesse, schnell wichtige Nachrichten zu empfangen, und sie ebenso schnell in authentischer Form weiter zu verbreiten. Die Regierung könne hierfür nicht ein besonderes Institut gründen: von den bestehenden Instituten kommt nur das Wolff'sche in Frage, da die Concurrenzinstitute politisch uncontrolirbar sind und man nicht wisse, ob sie eine der Reichspolitik entgegengesetzte Richtung vertreten. Wer an der jetzt bestehenden Einrichtung rüttele, widerspreche den Interessen der Regierung. Richter (bfr.): Er erkenne die Nothwendigkeit eines telegraphischen Bureaus für die Regierung an, aber warum errichte sie nicht ein eigenes nach dem Muster des „Reichsanzeigers"? Das Wolff'sche Bureau sei wegen seiner Abhängigkeit von großen Bankfirmen unthunlich. Dieser Doppelabhängigkeit des Wolff'schen Bureaus entspricht die Stellung der „Berliner Politischen Nachrichten", die,das Interesse der Regierung und zugleich des Central- verbandes der Industriellen vertreten. Wer rette das Publikum vor Mißbrauch, wenn wichtige amtliche Dokumente den großen Banken früher bekannt würden als den anderen Abonnenten ? Die „Frankfurter Zeitung" habe nachgewiesen, daß die Chiffre auch für Börsendepeschen benutzt werde. Er werde durch Anträge die Negierung zur Stellungnahme bringen. Staatssecretär Boetticher erklärt, die „Berliner Politischen Nachrichten" seien kein Regierungsorgan, er schließe sich den Aeuße- rungen des Staatssecretärs Marschall an und werde übrigens die Anträge Richters abwarten. Richter findet diese Erklärung ungenügend und behält sich vor, bei der zweiten Lesung des Telegraphengesetzcs aus die Frage zurückzukommen. Iebsen (natl.) interpellirt nochmals über die Absendung eines Kriegsschiffes nach Chile zum Schutze der deutschen Jutereffen. Reichskanzler Caprivi: Er müsse demRedner und den Auslassungen der Presse gegenüber erklären, daß die Regierung nicht anders handeln könnte. Schiffe wären nur aus Samoa oder aus der chinesischen Station zu entnehmen, aber dies war unmöglich, da auch dort deutsche Interessen zu schützen waren. Da China auf unsere Schtffbaukunst reflektirt, so müßten wir durch ein Geschwader zeigen, was wir im Schiffbau leisten. Schiffe aus der Hetmath zu ziehen, war ohne Nachtragsetat und ohne Einziehung von Reserven unmöglich, außerdem könne ein einzelnes Schiff an der 4000 Kilometer langen Küste nichts ausrichten, ein ganzes Geschwader aber führe leicht zu internationalen Verwicklungen. Liebermann v. Sonnenberg (Wtldantisemit) beschwert sich über das Vorhandensein von Juden im Consulatspersonal. Richter interpellirt über die in den Zeitungen gemeldete beoor- stehende Anleihe für Kamerun. Direclor des Colonialamtes Kayser: Das Recht des Kaisers, über Anleihen für die Colonien zu verfügen, sei unbestreitbar. Stauffenberg (bfr.) fragt: Wer nimmt die Anleihe auf unb wer wird Anleihefchulbner? Director Kayser: Das Reich übernimmt bie Anleihe unb verpsänbet bie Zölle; es übernehme aber keine .Garantie, wenn bie Zölle nicht bie genügenbe Höhe erreichen. Richter dringt hierauf bcn Antrag ein, der Reichstag möge erklären, baß bie verbündeten Regierungen fein verfassungsmäßiges Recht hätten, für Colonialzwecke Anleihen ohne den Reichstag aufzunehmen. Auf Vorschlag Bennigsens wird nach kurzer heftiger Debatte der Antrag dec Budgetcommission überwiesen. Barth (bfr.) befragt über die Stellung der Regierung zum Einfubroerbot des amerikanischen Specks. Staatssecretär Dr. o. Boetticher erklärt, die Regierung werde das Verbot sofort aufheben, wenn Sicherheit geboten sei, daß nur gesundes Fleisch von Amerika herüberkomme. Stauffenberg (bfr.) spricht über künstlerischen Schmuck bes neuen RetchstagsgebäubeS. Bebel (Soc.) verbreitet sich in.längerer Rebe über die Mtß- hanblungen in der Armee, wobei er auf Abels Broschüre Bezug nimmt, und dringt energisch auf Abhilfe der notorischen Mißstände. Krtegsminister v. Stachau weist energisch die Angriffe auf..bie Armee zurück, erkennt über die Wahrheit der Äbel'fchen Berichte an. Die Vorwürfe gegen bie Gerechtigkeit in der Armee seien unberechtigt, man schreite strenge gegen alle Mißbräuche ein. Dzmula (Ctt.) sucht auf Grund seiner militärdiensilichen Erfahrungen Bebels Klagen zu entkräften, wird aber von Hinze (bfr.) vielfach berichtigt. Morgen Fortsetzung. Rettest« Aachriehten. WolffS tel^raphischeS Lorrespondcnz-Bureav. Berlin, 13. März. Die Berliner „Polit. Nacht." melden, daß für die nächste Landtagssitzung eine Novelle zum preußischen Berggesetz vorbereitet werde, welche Bestimmungen über das Arbeitsverhältniß enthalten und namentlich die Fragen betreffend die Füllkohlen und das Nullen der Wagen berühren wird. Posen, 13. März. Die Warthe steigt beständig- gegenwärtig stehr sie 5,34 Meter. Die Überschwemmung in der Stadt verbreitet sich rasch. Das Mariengymnasium wurde heute geschloffen. Der Magistrat hat heute die Unterbringung weiterer 89 Familien angeordnet. Auch aus Pogorzlice wird weiteres Steigen gemeldet. Der Stand des Wassers ist hier 5,12 Meter. Dresden, 13. März. Die sächsisch-böhmische Dampfschifffahrts-Gesellschaft ermäßigt aus der Strecke Dresden-Leitmeritz die Fahrpreise, und zwar für größere Strecken, bis 33*/g Prozent. Auch aus der Strecke Dresden-Mühlberg erfolgt von April an eine Ermäßigung. München, 13. März. Der Kaiser übersandte dem Prinzregenten ein Glückwunsch - Telegramm, worin er seine Anerkennung ausspricht für die treue Mitwirkung, wodurch die Baude beider Herrscherhäuser und Negierungen zum Heile des gemeinsamen Vaterlandes stets fester und inniger sich gestalteten. Der Prinzregent erwiderte mit einem Dank für die Wünsche, erfreut über die Anerkennung des Kaisers. Wien, 13. März. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht das vom Kaiser ratifieierte Uebereinkommen zwischen Oester- re i ch - U n g a r n und der S ch w e i z behufs Verhinderung der Ausbreitung von Thierseuchen durch den Viehverkehr. London, 13. März. Die Maschine des hamburg-amerikanischen Dampfers „Suevia" ist auf der Reise nach New- York, 60 Meilen von Lizard, in Unordnung gerathen. Schlepper aus Plymouth fahnden nach dem Schiff. — Gestern Nachmittag haben neue Sch neestürme in Südengland und Wales stattgesnnden. Mehrere Züge sind in Devonshire eingeschneit. Die Kälte war in der letzten Nacht so groß, daß die Arbeiter, welche die Bahn freimachen sollten, die Arbeit einstellen mußten. Liffabon, 13. März. An der ganzen portugiesischen Küste herrscht heftiger Sturm. Auf den Rheden von Liffabon, Figueira und Oporto wurden mehrere Fahrzeuge beschädigt. Im Tajo sind zwei Personen ertrunken. Warschau, 13. März. Die Weichsel ist stark ausgetreten und überschwemmt die niedrig gelegenen Stadttheile: und die Umgegend. Die Einwohner sind in großer Noth. Die Fluth zerstörte den Wall der Außenforts. Newyork, 13. März. Der „Newyork Herald" veröffentlicht einen Brief aus Santiago vom 11. Februar, in welchem mitgetheilt wird, daß die Regierung des Präsidenten von Chile alle den Insurgenten (d. h. der Congreßpartei) günstig Gesinnten ausweise, mehrere auswärtige Kaufleute und der österreichische Consul seien aus Valparaiso bereits ausgewiesen worden. Die Bolivianische Regierung und die Ausländer protestiren gegen den zwangsweisen Militärdienst für die Ausländer, die entweder dienen oder das Land verlassen müßten. Die Stadt Coronel sei von dem Kreuzer „Esmeralda" bombardirt worden, das Gebäude der Eisenbahnstation sei zusammengeschossen und über 200 Einwohner unter den Trümmern begraben worden- 67 Leichen habe man bereits gefunden. Berlin, 14. März. Der Abgeordnete Dr. Windt horst ist heute früh 8V< Uhr gestorben. (Ludwig Windt- horst, Dr. Juris, Staatsminister a. D. zu Hannover, römisch- katholisch, war seit 1867 Mitglied des preußischen Landtags, sowie sämmtlicher Reichstage, in denen er auf Seilen des Centrums stand. Geboren am 17. Januar 1812 zu Kaldenhof im Fürstenthum Osnabrück, besuchte er später die Universitäten Göttingen und Heidelberg, ist ritterschaftlicher Syndicus zu Osnabrück, Ober-Appellationsgerichtsrath zu Celle, war 1851 bis 1853 und wieder 1861 bis 1865 Kgl. Hannoverscher Justizminister, zuletzt Kronoberanwalt zu Celle. Von 1849 bis 1866 war er mehrfach Mitglied und 1851 Präsident der Hannoverschen zweiten Kammer). Localer unö provinzielles. Gießen, 14. März. — Hebet die öffentliche Prüfung der hiesigen Fortbildungsschule geht uns folgender Bericht zu: Vertreten waren hierbei die Großherzogliche Kreisschulcommission, be* Schul- und Stadtvorstand und verschiedene Innungen. Die Prüfung begann präcis 7 Uhr und erstreckte sich auf Geschäftsaussatz, bürgerliches und geometrisches Rechnen, sowohl schriftlich wie mündlich, und endlich auf einfache Buchführung. Zur ev. Einsicht waren aufgelegt Buchsührungshefte, postfertige Briefe, Aufsatz- unb enblich bie Zengnißheste. Heber Sauberkeit unb Correctheit sowohl des Ex- als auch bes Interieurs bet Auslagen hörten wir nur eine Stimme des Lobes. Das Gesammtergebniß der Prüfung laßt sich wohl kurz dahin zu- sammenfaffen, daß die Leistungen in fast allen Klassen durchweg gute, in einzelnen Fällen sogar vorzügliche genannt werden dürfen, ein Hrtheil, das, faßt man die Schwierigkeiten gerade des Fortbildungsunterrichts ins Auge, bedenkt man ferner, mit welch fragwürdigen Elementen die Klassen vielfach durchsetzt sind, und erinnert man sich endlich der Zeit, in welcher dieser Hnterricht ertheilt werden muß, zu nicht geringer Ge- nugthuung herausfordert und zu weiteren guten Leistungen anfeuert. Nun glauben wir demgegenüber nicht fehl zu gehen, wenn wir diesen Erfolg zum großen Theile wenigstens einer Neuerung zuschreiben, die in der hiesigen Fortbildungsschule zur Anwendung gelangt. Bei dem Mangel an durch- preisenden Zuchtmitteln mutzte man darauf sinnen, eine möglichst e^acte und enge Verbindung des Hauses mit der Schule, des Lehrherrn mit dem Lehrer herzustellen, die jenen über manches ausklären würde, was ihm bisher Geheimniß geblieben war, um ihm so Gelegenheit zu bieten, theilzunehmen am Erziehungswerke seines Lehrlings, wir meinen das sogenante Controlbuch. Das ist ein Heftchen etwa in der Größe eines Notizbuches und enthält auf einer durch einen wagerechten Strich geteilten Seite Angaben über den Beginn des Unterrichts, über die Unterrichtstage, über Verhalten der Schüler während und beim Verlassen des Unterrichts, über Versäumnisse, Unregelmäßigkeiten im Schulbesuche und dgl. mehr. Klagen des Lehrers gegen den Schüler werden eingeschrieben und dem Lehrherrn übermittelt, der dann häufig streng mit dem jungen Mcmn ins Gericht geht und hierdurch der Schule die Arbeit wesentlich erleichtert, denn es soll gar nicht geleugnet werden, daß ein ernstes Wort des Meisters oft weit schwerer ins Gewicht fällt, als eine Strafe der Schule es kann, da diese leider bei unfolgsamen und eigensinnigen Schülern nur eine Respektsperson zweiten Ranges ist. Deßwegen sind diese Büchlein auch bei vielen Schülern nicht sonderlich beliebt und erfreuen sich bei ihnen im Betrelungssalle gerade keiner allzu zarten Behandlung. Endlich enthalten die Controlbücher auf den drei letzten Seiten eine Censur unter den Rubriken Fleiß, Kenntnisse, Betragen. Letztere Note wird neuerdings hauptsächlich ins Auge gefaßt und in die Hauptliste eingetragen, um nötigenfalls auch über die Schulzeit vom 14.-17. Lebensjahre Auskunft geben zu können. Es ist selbstverständlich, daß eine schlechte Note im Betragen dem Betreffenden außerordentlich nachtheilig werden kann und daher doppelte Vorsicht geboten. Möchten das die jungen Leute immer beherzigen! Die verehrten Lehrherrn aber können sich selbst und der Schule gar keinen besseren Dienst leisten, als wenn sie fortsahren, theilzunehmen an der Erziehung ihrer Lehrlinge durch Ermahnung derselben zum fleißigen und erfolgreichen (Schulbesuche. — Nach den stattgehabten öffentlichen Prüfungen des hiesigen Realgymnasiums und der Realschule fand heute der Schluß actus statt. Mit Ausschluß der Vorschulklassen versammelten sich die Schüler und Lehrer der Anstalt um 11 Uhr im Zeichensaale und fand daselbst mit Vortrag einiger Gesänge und Gedichte die Entlassung der. Abiturienten statt, woraus an 18 der fleißigsten Schüler der verschiedenen Klassen werthvolle Prämien vertheilt wurden. — Die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst haben sich 11 Schüler erworben. — Der heute Vormittag um 6 Uhr 25 Min. von hier nach Köln abgegangene Personenzug ist zwischen Ehringshausen und Sinn entgleist. Außer dem Locomotivsührer, welcher durch Verbrennung mehrere Beschädigungen davontrug, wurde Niemand verletzt und kamen die Passagiere mit dem Schrecken davon. Die beiden Geleise sind gesperrt und müssen die Reisenden an der Stelle umsteigen, um aus der anderen Seite in einem von Dillenburg kommenden Zuge «eiterbefördert zu werden. — Turnerisches. Bei günstigem Wetter wird der hiesige Turnverein morgen Sonntag Nachmittag um 1 Uhr, von der Lahnbrücke ausgehend, seinen zweiten Turngang unternehmen und zwar diesmal nach Wetzlar. Damit beabsichtigt derselbe einen Besuch des Wetzlarer Turnvereins zu verbinden und werden die Wetzlarer Turner den Gießenern bis Garbenheim entgegenkommen. — Eine wunderschöne Luftspiegelung wurde gestern Mittag um 1 Uhr ungefähr anderthalb Stunden lang beobachtet. Die Sonne war umgeben von mehreren Dunstkreisen, zwei hell- leuchtenden Nebensonnen und das Ganze begleitet von vier verschiedenen Regenbogen. E. H. In der gestrigen Sitzung der evangelischen Gemeindevertretung sprach dieselbe zunächst ihr Einverständniß damit aus, daß die seit 1. Advent probeweise im Gebrauch gewesene Liturgie, vorbehältlich etwaiger Änderungen, bis auf Weiteres auch fernerhin im Gebrauch bleibe. Auch der Berkaus eines Pfarrackers, der zum Bau der psychiatrischen Klinik benöthigt wird, zum Preise von 60 Psg. für das qm fand Zustimmung. Endlich wurde noch mit an Einstimmigkeit grenzender Majorität Herr Fabrikant und Stadtverordneter Emil Schwall an Stelle des Herrn Rentners Balthasar Lenz, der sein Amt krankheitshalber niederzulegen sich veranlaßt gesehen hatte, als Kirchenvorsteher bis 1898 gewählt. — Schwurgerichts - Verhandlung vom 13. März 1891. Heute kam die Strafsache gegen Justine Schmidt von Harbach wegen Meineids und Ernst Bott von Stangenrod wegen Anstiftung zum Meineid, Widerstands und Beleidigung zur Verhandlung. Die Anklage stützt sich aus folgenden Thatbe- stand: Im Mai 1890 ließ der damals aus der Kolbenmühle bei Harbach wohnende Obersteiger Ernst Bott von der Grube Abendröthe bei Ettingshausen gegen den Müller Friedrich Frey aus der Sommersmühle bei Harbach bei Großh. Amtsgericht Grünberg Privatklage wegen Beleidigung erheben. Die Beschuldigung ging dahin, Frey habe in Bezug aus Bott die unwahre Thatsache behauptet und verbreitet, dieser habe mit der Hebamme Justine Schmidt von Harbach zu rhim. Die Sache kam am 1. Oct. 1890 vor dem Schöffengerichte Grünberg zur Verhandlung. Frey brachte zu seiner Vertheidigung vor: Im Jahre 1889 zur Zeit, als Bott Kost und Wohnung in feinem Hause gehabt, sei derselbe mit der damals in ihrer Eigenschaft als Hebamme im Frey'schen Hause thätig gewesenen Justine Schmidt bekannt geworden, die Bekanntschaft habe bald einen intimeren Character angenommen. Die mit mehreren Kindern in Wettsaasen lebende Ehefrau des Bott habe von diesem Verhältnisse Kenntniß erhalten und der Ehefrau Frey in zwei Briefen vom 16. Juli und 18. December 1889 ihre trostlose Lage geschildert und dieselbe um Rath und Unterstützung angegangen. Nach den Mittheilungen der Frau Bott habe deren Ehemann anerkannt, mit der Justine Schmidt in intimen Beziehungen gestanden zu haben. Von dem Inhalt dieser Briefe habe er (Frey) nur einem Bekannten, dem Briefträger Weber von Grünberg, vertraulich Kenntniß gegeben, als derselbe ihm erzählt habe, die Schmidt habe den Wilhelm Wolf von Ettingshausen wegen Alimentation verklagt. Nach der Vernehmung des vorgenannten Weber wurde die gleichfalls als Zeugin geladene Justine Schmidt vorgenommen. Dieselbe gab, vorschriftsmäßig beeidigt, auf Befragen an, sie kenne den Bott nicht näher, verkehre nicht mit ihm, sei nicht mit ihm in Gießen gewesen, derselbe habe ihr keinen Regenmantel gekauft. Wenn Bott in ihre elterliche Wohnung gekommen, so hätten die Besuche nur ihrem Vater, der unter Bott im Bergwerke arbeite, gegolten. Bei der folgenden Vernehmung der Ehesrau des Bott wurde dieser unruhig und heftig, er schrie in die Verhandlung hinein und spuckte, als ihm dies verwiesen wurde, derart vor dem Gerichte aus, daß man nur annehmen konnte, er wolle der Behörde damit seine Verachtung bezeugen. Als ihm schließlich wegen fortgesetzter Ungebühr eine Haftstrafe von zwei Tagen zuerkannt und der Amtsgerichtsdiener Grünewald von dem Vorsitzenden, Oberamtsrichter Mickel, beauftragt wurde, Bott zur Verbüßung der Strafe abzuführen, ergriff dieser Stock und Hut, nannte den Vorsitzenden: Spitzbub', Schuft, Bauernbub' und lief, indem er gegen das Gericht und den Vorsitzenden desselben fortgesetzt die gemeinsten Schimpsworte ausstieß, davon. Der Gerichtsdiener suchte ihn festzunehmen, Bott hob aber seinen mit einem Metallknopf versehenen Stock in die Höhe und drohte, wenn er ihm zu nahe komme, ihn tobt zu schlagen, so daß schließlich, nachdem sich dieser Vorfall mehrmals wiederholt hatte, der Gerichtsdiener davon abstand, die Festnahme zu bewirken. Dem mit der Vollziehung des alsbald erlassenen Haftbefehls beauftragten Gendarmen Schmidt leistete Bott in der Weise Widerstand, daß er den ihn anfassenden Beamten zurückstieß, mit den Armen ausschlug und unter den Worten: „Ich haue Dir ins Gesicht, daß Du verreckst" und ähnlichen Drohungen die Faust zum Schlage emporhob. Auf dem Wege nach dem Hastlocal beleidigte erden Genannten und den inzwischen hinzu gekommenen Gendarmen Grauliug, indem er dieselben: „Hunde, schufte! nannte und schrie dabei aus der Straße so laut, daß ein Auslaus von Menschen entstand. Bott schützte bezüglich des ihm nach vorstehendem Thatbestand zur Last gelegten Vergehens der Beleidigung und des Widerstands Trunkenheit vor,' er bestritt im Uebrigen, die Justine Schmidt zu einem Meineide angestistet zu haben; ebenso die letztere, sich eines Meineids schuldig gemacht zu haben, behauptend, ihre diesbezüglichen erwähnten Angaben entsprächen der Wahrheit. Die Ergebnisse der sehr umfangreichen Beweisaufnahme — es wurden im Ganzen 32 Zeugen vernommen — können ihres großen Theils obscönen Inhalts wegen nicht wiedergegeben werden; als Curiosum mag nur noch erwähnt werden, daß verschiedene Zeugen die Liebesbriefe des Bott und der Justine Schmidt — der „Rose von Harbach" — ausgesunden und solche auf Anstehen derselben wieder zurückgegeben hatten, sich ihren Inhalt so genau ihrem Gedächtnisse eingeprägt hatten, daß sic im Stande waren, solchen fast wie ein Gedicht vorzutragen. Die Verhandlung konnte heute nicht zu Ende geführt werden; nach Feststellung der Fragen an die Geschworenen wurde gegen 8 Uhr die weitere Verhandlung aus Samstag Rach-- mittag t/z3 Uhr vertagt. E. Rödgen bei Gießen, 13. März. Se. Königl Hoheit der Großherzog haben dem Großh. Bürgermeister Heinrich Jnderthal I. dahier das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" verliehen. Nidda, 13. März. Da die Errichtung einer erweiterten Handwerkerschule für Nidda gesichert ist, soll nunmehr mit dem Bau des Schulgebäudes energisch e- gönnen werden. Als Bauplatz wird die Eiser-Preuschische Hos- raithe in der Bahnhofstraße bezeichnet. Butzbach, 13. März. Nach dem soeben erschienenen Jahresbericht der hiesigen Realschule für das Jahr ^90/91 war die Anstalt von 137 Knaben, darunter 76 aus Butzbach und 61 auswärtigen Schülern, besucht. Permifö«*» * Worms, 12. März. Bäcker-Verbandstag. Der diesjährige Verbandstag des Bäckerverbands „Mitteldeutschland", den die Bäcker-Innung Worms übernommen hat, wird im Juni im Kohl'schen Locale abgehalten werden. Es fov zugleich damit eine Ausstellung von Hilfsmaschinen und Ge- räthen der Bäckerei verbunden werden. Es ist dies um so freudiger zu begrüßen, weil dadurch den Bäckermeistern hiesiger Gegend Gelegenheit geboten ist, sich von dem großen Vortheil dieser Maschinen beim Betrieb des so mühsamen Gewerbes zu überzeugen. Hoffen wir, daß der Verbandstag recht zahlreich besucht wird. * Marburg, 13. März. Vergangene Nacht waren es 15 Jahre, daß infolge eines heftigen Sturmes der neuerbaute steinerne Aussichtsthurm aus Spiegelslust zufammenstürzte. * Frankfurt, 10. März. Der Knochens und in der Asche des am 20. Februar abgebrannten Spreuhaufens an der Hanauer Landstraße hat nun seine Aufklärung gefunden. Man nahm die verkohlten Ueberreste, unter denen man die Ueberbleibsel von Menschen, welche verbrannt seien, vermuthete, sorgsam aus, trug sie in die Stadt, ließ sie hier untersuchen und da stellte es sich heraus, daß man es nicht mit Menschen-, sondern mit Schweine- und Ochsenknochen zu thun hatte. Zu Ansang Februar wurde nämlich in der Nähe des abgebrannten Fiemens ein gestohlener Metzgerkarren, der seines Fleisch- inhalts beraubt worden war, aufgesunden und dabei em Zettel, aus welchem die Diebe baten, künftighin beim Fleisch nicht so viele Knochen als Zugabe zu verwenden. * Paris, 11. März. Ein Stelzen läufer in Arcachon will den russischen Lieutenant Winter, der von der russischen Grenze zu Fuß nach Paris gekommen ist, nachahmen. Er will auf Stelzen in 43 Tagen von Paris nach Moskau gehen und gedenkt am Tage der Eröffnung der französischen Ausstellung in Moskau dort einzutreffen. Verkehr, Cant* unö Volkswirthschast. eUAttt, 14. Marz. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmartt kostete: Butter pr- Pst». 0,90-,100, Hühnerei« 1 St 5—6, 2 St. — 4, Enteneier 1 St. 7 — 4, 2 St. — X Käse pr. St. 5—8 4, Käse matte pr. St. 3 X Absen vr. Ater 19 4» Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar X 0,60—0,70, Hühn« pr. ©tücf X 1 20—1 50, Hahnen pr. St- X 1,30—1,70, Enten pr. Stück X 2,00-2'30, Ochsenfleisch pr.Pfd- 70-74 4, Kuh- und RindflAch 60-64 4, Schweinefleisch 60—70 4, Hammelfleisch 50—70 4, Äolfc* fietfdi 60__4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,50—7,50, Weißkraut A St. 3-7 4, ZwKelv ver Centn« X 7,00-8,00, Milch per Liter 12—18 4, Gänseeier 12 4- «rankfirrt, 13. Marz. Vieh markt. Es waren äuge- ttieden 50 Ochsen — Bullen, 37 Kühe, Sttere und JUnbet, 82 Kälber, 40 Hämm'el und 212 Schweine. Die Preise stellte» sich für Ochsen 1. Qual, auf X 68-70 pr. Ctr- Schlachtgewicht, 2. Qual. X 60-64, Bullen X 00-00, Kühe und Rinder 1. OuoL X 58—60, 2. Qual. X 46 —56, Kälber 1 Qual. 67—72 4, 2. Qual- 58—63 4, Hämmel 1. Qual. 67—70 4, 2. Qual. 58—60 4 per Pfd, Schweine 1. Qual. 58—59 4, 2. Qual. 56—57 4 Vfb- Schlachtgewicht. __________________ — Pfarrer, Lehrer, Gutsbesitzer, Beamte rc. rauchen sett Jahre» Hostünd. Tabak von B. Becker in Seesen a. Harz 10 Psd. fto 8 Mk. mit stets gleich. Behagen. Schwarze Gachmires, Phantasiestoffe etc. empfehlen in guten Qualitäten zu billigen Preisen Gebrüder Scheel» Die reichhaltigste alter JTloÖen-Seitungen iß die JNvstrirte Fraae* - Zeit»«-» Dieselbe bringt in jährlich 24 Doppelheften 24 Moden- und Unterhaltungs- Nummern mit Beiblättern, in reizvollen farbigen Umschlägen. 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Februar 1891 hat sich unter der Firma ^Landwirthschastlicher Consumverein, eingetragene Genoffenschast mit unbe- jchränkter Haftpflicht" mit Sitz zu Annerod eine Genoffenschast gebildet, deren Eintrag in unserem Genoffenschastsregister erfolgt ist. Gegenstand de» Unternehmens ist: gemeinschaftlicher Einkauf von Verbrauchsftoffen und Gegenständen des landwirthschastlichen Betriebs, sowie gemeinschaftlicher Verkauf landwirthschaftlicher Erzeugnisse. Die von der Genoffenschast ausgehenden Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Genoffenschast, gezeichnet von zwei Vorstandsmitgliedern, die von dem Aussichtsrach ausgehenden unter Benennung desselben, von dem Präsidenten unterzeichnet. Sie find in dem „Gießener Anzeiger" zu veröffentlichen. Willenserklärung und Zeichnung für die Genoffenschast muß durch zwei Vorstandsmitglieder «folgen. Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma ihre Namensunterschristen beifügen. Den Vorstand bilden zur Seit: 14 Philipp Müller in Annerod, Director. 2. Friedrich Dörr dafelbst, Rendant. 8. Phllipp Horn IV. daselbst, Stellvertreter der Directors. 4. Phllipp Hammel VI. daselbst. 5. Johannes Pitz daselbst. Mnficht der Liste der Genoffen ist während der Dienftstunden der Gerichts Jede» gestattet. Gießen, den 12. März 1891. AmriKmWe ElmMiilkk von Fritz Schulz Jun. in Leipzig, garantirt frei von allen schädlichen Substanzen. ♦ Diese bis jetzt unübertroffene Stärke hat sich ganz außerordentlich bewährt; sie enthält alle zum guten Gelingen erforderlichen Substanzen in bem ridjtiflen Derhältnifi, so daß die Anwendung fiel- eine sichere und leichte ifi. Der viäen Nachahmungen halber beachte man obiges Fabrikzeichen, das jedem Paket aufgedruckt ist. Prei- pro Paket 20 Pfg. [2395 Gebe. Adami, Mäusburg 14, Friedrich Leo, Seltersweg 71,g Garl Bieler, Kreuzplatz 6, P. I. Mob-, Mäusburg 8, Benner & -krumm, Bahnhofstr. 40, 6>. F. Nassauer Neuenweg 15, (Bmil Fischbach, Seltersweg 24, Otto Schaaf, Seltersweg 39, I. W. Kurz, Neustadt 28, I. M. Schulhof, Marktstraße 4. Abbrulh-Derstkiserung. Montag den 16. März Vormittag- 10 Uhr wird bei der fiädt. Turnhalle, Südanlage, eine Parthie gut erhaltene- Bauholz, Brennholz, ea. 12 Etr. alte- Zink, alte- Marburg. Nächsten Donnerstag den 19. d. Mts. findet dahier ein Rindvieh- und Schweinemarkt statt und werden Käufer und Verkäufer dazu eingeladen. 2373 Das Viehmaxkt-Comite. Strümpfe, Socken etc. _ , bringe hiermit zur geneigten Abnahme in nur guten Qualitäten bei gedie- Gr. Oberfiallmeifier- Frei-1 gener dauerhafter Arbeit zu billigen Preisen in empfehlende Erinnerung. Herrn von Nabenau, District Münchwald und Keruberg, JttOOCV® werden 2397 Neufiadt^S._________ Freitag den 20. d. Mt-, von Morgens 9Vr Uhr an, im Schloßhof zu Großen-Buseck versteigert: 20 Stück Eichen mit 5,55 Fm., 24 Kiefern mit 10,69 Fm. 50 Stück Bohnenstangen.mit 0,59 Fm. 8 Nm. Eichen-, 2 Rm. 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