K'eifot. r Schauspiel|. he. Orest is,H»H«r2ur; ) U. Parquet 2 Mk 1 Er*st Challiep L2 Uhr pünktlich trag' HMM ids 8'i'i Uhr, ila. nb wird übet (tim i« > der Königs her Belgier t in DRafiita berichten. Wtze 1 JL rum halben Preis. M ichhaudlung. ridaW. ast überwiesen. Hbtb. Gieße«. Karlsruhe. Tveitert 1864. [vermögen ---- )24 Mk. Capital irsichernnga-C&pitil sten ihrer Beamten und •offen. - Anlegung von Mitglieder erhalten den oheendto Versicherung!- Vertretern der Anstalt: 18. ,e Neustedt. 1MI lnnsnccn ssen auSgestattetfi ,rm-r geeigneten 3eV“?tL erreichen, wende man iudolf Hose®, «werden die rur^A -And werden W< * Stet Rabatte bet An den sonstigen I* it wird. iH , Kausmann , ^--.— |tla« «'/' MW- L nfl und N»* * hnung unu jnSüü4^ iite m pw ■ lfefl Ber‘ran- Nr. 63. Drittes Blatt. Sonntag den 15. März 1891 Der O*e-en-r AuzeSger rrschklilt täglich, Dir Ausnahme des Montag-. Die Gießener K»«ikie«Stäiter «erden dem Anzeiger »Acknmlich dreimal d eigelegt. Gießener Anzeiger Kmerat-MnMer. Vierteljähriger JMonnt mnitsyrdM > 2 Mark 20 Pfg. m>> Bringcrlohn. Durch die Post bezog«. 2 Mark 50 Pfg Redaktion, ExpediNor und Druckerei: -4«tßrateMr^ Fernsprecher 61 Amts- und Anz»igeblatt den 'Keets Gresten. Annab m - 4on Anzeigen zu der Nachmittag- für den <»farnr.ru lag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. a—i i e ■im’.......... .—>■ .............- 1 — , ||.|_LÄII.._ JH>\. ■"J.Wir*1 ...... 1 Gratissteikage: chießener Kambien si!aiter. Alle Anuoncen-Bureaux de- In- und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener «nze iger" entgegen. Die „Fünf Männer" im Reichstage. Ueber die Persönlichkeiten der „Fünf Männer", welche gegenwärtig die Geschicke des Arbeiterschutzgesetzes im Reichstage lenken und vor dessen Abmachungen die Regierungsvorlage wie die Commissionsbeschlüsse zusammenschmelzen wie der Schnee vor der Sonne, schreibt man dem „Neuen Münch. Tagblatt": Da ist zunächst der deutsch freisinnige hessische Rechtsanwalt Gutfleisch, der sich in Gießen einer umfangreichen Praxis erfreut und in einer Stichwahl seinen antisemitischen Gegenkandidaten besiegte: eine hohe kräftige Figur im besten Mannesalter. Seine Redeweise zeichnet ihn vor seinen Parteigenossen durch Ruhe und Sachlichkeit aus. Sein ganzes Auftreten schon in der Commission hat ihm schnell das Zutrauen seiner Collegen von den anderen Fraktionen gewonnen und als geeignet erscheinen lassen, ihn als Interpreten von Forderungen auszustellen, die auch dem rechten Flügel des Hauses gemeinsam sind: eine Erscheinung, die in solchem Umfange einzig in der Geschichte des deutschen Parlaments dastehen dürfte. Der Compromißredner der Nationalliberalen ist der westfälische Fabrikbesitzer Möller, ein Mann von hoher hagerer Gestalt, der seine Befähigung in Arbeiterfragen schon als Präsident der Handelskammer in Bielefeld häufig dar- gethan hat, im Plenum des Reichstages aber, wo es sich meist auch bei Detailsragen des Gewerbes um eine Beur- theilung vom allgemein politischen Gesichtspunkt aus handelt, mehr in den Hintergrund tritt und meist nur den Standpunkt seiner Partei den anderweitig gestellten Anträgen gegenüber kennzeichnet. Vom Centrum werden die Compromißbeschlüsse durch den Berliner Amtsgerichtsrath Letocha unterzeichnet, den man sonst meist nur in den Redekampf treten sieht, wenn es sich um das Wohl seiner oberschlesischen Heimath handelt, und der auch diesmal seine Rednerrolle an seine jüngeren Collegen Dr. Orterer und Dr. Schädler, zwei noch in den 30ern stehende bayerische Gymnasialprosesjoren, abgetreten hat. Diese beiden kampfbereiten Centrumsmänner verfehlen nicht, ihren Einfluß aus die Fassung der einzelnen Paragraphen im religiösen Sinne geltend zu machen, wie dies namentlich bei den Bestimmungen über den Unterricht an den Fortbildungsschulen zu Tage trat, ein Einfluß, der nicht zum Wenigsten auch durch den ebenfalls dem geistlichen Stande angehörigen Berichterstatter der Commission, Hitze, verstärkt wird. Daß sich übrigens auch der alte Herr Letocha zu jugendlichen Kampsesgesühlen hinreißen lassen kann, hat er im preußischen Abgeordnetenhause bewiesen, als er dem Herrn von Eynern auf eine gegen den Abgeordneten Windthorst gerichtete Aeußerung das in einem Parlament unerhörte Wort: „Frecher Dachs" entgegenschleuderte. „KönigSrum m", der Neunkirchener Eisenhüttenbesitzer, dessen Reich von 100 Essen überragt wird, ist durch seine Arbeitersreundlichkeit nur zu gut bekannt, wenn auch seine Gegner ihm das Verbot der Heirathen seiner Arbeiter ohne seine Erlaubniß übel nehmen und böse Zungen ihn in wirth- schastlich-politischer Beziehung des Eigennutzes beschuldigen, da er sich der Moselcanalisirung widersetze, nur um die Luxemburgischen Minette-Erze nach wie vor billiger zu beziehen wie seine mederrheinischen Concurrenten. Wie dem auch sei, Frhr. v. Stumm, der zwar aus Gesundheitsrücksichten seiner Zeit aus der Commission ausschied, hat sich in Sicilien von seinem Halsleiden soweit erholt, daß er jetzt im Plenum ein täglicher Redner für die Reichspartei, allerdings aber auch bei seiner überstürzten Sprechweise und seiner der Tribüne abgewandten Stellung der Schrecken aller Journalisten ist. Als fünfter im Bunde der „Fünf Männer" ist der sächsische Oberstaatsanwalt Dr. Hartmann, als Vertreter der Deutschconservativen, den seine Heimathsstadt Plauen in den Reichstag entsendet hat, zu nennen, dem als Mentor in schwierigen juristischen Fragen sein greiser Freund Kl emm (Sachsen) zur Seite steht, an dessen Arm man ihn täglich das Parlament verlassen sieht. Dr. Hartmann weiß als immer kampfbereiter und schlagfertiger Redner mit dem blanken Schilde eines warmen Patriotismus gegen die Pfeile der Redner der Linken einzutreten. Sein Einfluß auf die Redaktion der Commissionsbeschlüsse im Sinne seiner Partei ist unverkennbar. So heterogene Elemente sich in diesem sonderbaren Pentachat vereinigen, so war nur aus diese Weise ein schnelles Unterdachbringen des Gesetzes möglich, — es ist eben das erste Mal, daß sich alle staatserhaltenden Parteien zusammenschließen gegenüber einer umstürzlerischen Phalanx. Deutscher Reich. Darmstadt, 13. März. Die zweite hessische Kammer wird am 18. d. M. wieder aus mehrere Tage zusammcn- treten, um etwaige Rückäußerungen der ersten Kammer bezüglich des Hauptvoranschlags pro 1891/94 zu erledigen und namentlich auch die Vorlage der Negierung betreffs Neubaues eines Gebäudes für die hiesige Technische Hochschule und mehrere kleinere Angelegenheiten zu berathen. provinzielles. Schlitz, 10. März. Der einzige, 19 jährige Sohn des Herrn Lehrers Strack, Moritz, welcher am Donnerstag Abend im Reinhardt'schen Locale durch Entladung eines Revolvers tödtlich verletzt wurde, ist am Freitag Abend im Hospital, wohin er verbracht, von seinen Leiden durch den Tod erlöst worden. Der bemitleidenswerthe, kaum 18 jährige Buchhalter A. Römer, Sohn der Frau Reinhardt Wwe., dem das traurige Loos beschieden, in jugendlichem Leichtsinn den Tod seines Freundes veranlaßt zu haben, befindet sich in Haft. Die gerichtliche Obduction der Leiche fand am Sonntag statt und ergab, daß die Kugel ihren Weg durch die Stirn unter der Schädeldecke hindurch genommen und dann im Hinterkops ein größeres Blutgefäß verletzt hatte, wodurch der Tod eintrat. Die gestrige Beerdigung des so jäh Dahingeschiedenen zeugte von der Theilnahme, die man in allen Schichten der Einwohnerschaft für die vom Schicksal schwer betroffene Familie empfindet. Hunderte folgten dem mit Kränzen und Blumen reich geschmückten Sarge, der von Altersgenossen des Verstorbenen getragen wurde. Am Grabe verlas der Geistliche eine Lection und schloß mit einem warmen, ergreifenden Gebet für den Verewigten und die Hinterbliebenen. — Möge nun der irdische Richter über den Angeklagten Barmherzigkeit und Milde walten lassen und möge der Jugend dieser erschütternde Vorfall, der so viel Trauer und Aufregung in unsere Gemeinde getragen, zur Warnung dienen. — Fischotterfang mittels Netz wird mit bestem Erfolg von Herrn Kammersecretär Jensch cultivirt. Nachdem derselbe bereits im November v. I. eine Fischotter von 16 Pfd. Gewicht gefangen, wurde am letzten Freitag ein weiteres Exemplar, 20 Pfd. schwer, seiner räuberischen Thätigkeit entzogen. + Alsfeld, 13. März. Nach dem Bericht des Aus- sichtsrathes wurde die landwirthschafrliche Winter- schule Hierselbst im Jahre 1890—91 von 29 Schülern besucht. Bei einem Vergleiche mit dem Schulbesuche in den letzten Jahren tritt die erfreuliche Thatsache, daß nur ein voller, zweisemesteriger Besuch der Schule von wirklichem Werthe ist, immer schärfer hervor, denn von 20 Schülern, die den vorjährigen unteren Cursus ablolvirten, sind 18 zurückgekehrt, um den ganzen Lehrgang durchzunehmen. Die Schluß- Prüfung des vorigen Semesters fand am 29. März 1890 statt und erhielten die vier Prämien der Oberen landwirth- schastlichen Behörde die Schüler Otto Weitzel aus Nenzendorf, Karl Georg aus Eifa, Peter Georg aus Rainrod und Heinrich Weitzel aus Münch Leusel. Die Prüfungsordnung erstreckt sich aus Deutsch, landw. Versicherungsgesetzgebung, Thierzucht, Rechnen, Chemie. Der Unterricht wird von sieben Lehrern errhellr. * Die Wormser Brauerschule, 1865 von Herrn P. Leh- mann f als erste specielle Privatfachschule gegründet, wurde im verflossenen Schuljahre von 92 Brauern des In- und Auslandes besucht. — Der nächste Cursus beginnt am 1. Mai a. c. * Vor zwanzig Jahren, am 6. März 1871, trat Kaiser Wilhelm 1. die Rückreise aus Feindesland in die Heimath an. Auf dem Ehrenhofe der Präfektur zu Versailles waren die Offiziere der 22. Division versammelt, an ihrer Spitze der eommandirende General des 11. Armeecorps, General der Infanterie v. Bose. In der Halle des rechten Flügels des Schlosses stand, zur Abfahrt bereit, der Reisewagen, welcher den Kaiser der Heimath entgegenführen sollte. Da erschien der oberste Kriegsherr, elastischen Schrittes eilte er auf den ehrfurchtsvoll schweigenden Halbkreis der Offiziere zu und sprach mit weithin vernehmlicher, aber von innerer Bewegung ergriffener Stimme: „Ich habe Sie versammelt, meine Herren, um Ihnen, als den hier anwesenden Vertretern der Armee, in dem Augenblick, wo Ich die Armee verlasse, mein „Lebewohl" zu sagen. Ich kehre nach Deutschland zurück. Der Krieg ist, dank Ihrer Hingebung und Ausdauer, zum glücklichsten Ende geführt, und Ich hoffe, daß wir einem langen und dauerhaften Frieden entgegengehen. Ob meine Hoffnungen sich erfüllen werden, hängt freilich zunächst von diesem Lande ab, welchem wir soeben eine so herbe Lection gegeben haben. Sollte Ich aber auch irren, und sollte Ich genöthigt werden, von Neuem an die Entscheidung der Waffen zu appelliren, nun, so weiß Ich, aus wen Ich mich verlassen kann." Alle waren tief bewegt. Schweigend reichte der Kaiser dem General v. Bose die Hand - dann küßte er ihn und rief: „Das ist für Sie Alle, meine Herren!" Schnell bestieg er den Wagen - noch einmal winkte er, freundlich grüßend, im Wagen stehend, hinüber den Abschiedsgruß, dann aber verschwand das Gefährt und mit ihm der greise Siegesheld in der unabsehbaren Reihe der jubelnden, Spalier bildenden Mannschaften. Universität» - Nachrichten. — Der ordentliche Professor in der medtcinischen Facultät der Universität zu Halle a. d. S., Dr. Renk, wurde zum außerordentlichen Mitglied des Gesundheitsamts ernannt. — Als Nachfolger des kürzlich verstorbenen Kirchenhistorikers Professor Zoepffel in Straßburg ist Dr. H. o. Schubert berufen, der seit einiger Zeit als Lehrer an dem Rauhen Hause bei Hamburg thätig ist. Literatur nnd rinnst. — Katechismus der Urbeiterschutzgesetzgebung (Kranken-, Unfall-, Jnvalidttäts- und Altersversicherung). Von Dr. G. Schürmann. Verlag von Reinhold Pabst in Delitzsch. Preis 30 Pfg. — An einer billigen, Jedermann leicht verständlichen Erklärung der Arbeitcrschutzgesetze hat es bis jetzt noch gefehlt. Mit diesem Büchlein wird dem Publikum ein Rathgeber geboten, der in populärer Form geschrieben ist und sich daher nicht nur für Arbeitgeber, sondern auch für Arbeiter in hohem Grade empfiehlt. In der kurzen Zeit des Erscheinens sind bereits mehrere Beurtheilungen aus Fachkreisen veröffentlicht, die das Buch als ungemein brauchbar bezeichnen. — Katechismus der Mythologie. Von Dr. Ernst Kroker. Mit 73 in den Text gedruckten Abbildungen. XII und 320 Seiten. Preis in Ociginal-Lernenband 4 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Das vorliegende Buch soll ein Vademecum fein, nicht nur für den Laien, sondern auch für die Schüler unserer höheren Lehranstalten und für jüngere Studenten; es wird sich aber auch den Beifall der Lehrerkreise erwerben. Durch die Anordnung des Stoffes in der griechtfchen Mythologie — Wesen des Gottes, Kulistätten, Darstellungen in der bildenden Kunst — wurde große Klarheit und Ueberfichtlichkett erreicht. Die römische Mythologie ist von der griechischen getrennt und in einem besonderen Abichnitt behandelt und es sind in diesem Abschnitt die Eulte noch ausführlicher besprochen als in der griechischen Mythologie. In der germanischen Mythologie sind die Ueberreste und Nachklänge alten heidnischen Glaubens und altheidnischer Sitte unserer Vorfahren besonders berücksichtigt. Wir können das vorzüglich ausgestattete kleine Werk bestens empfehlen. DoMpc, ton«. u«ö 4- Münzenberg, 12. März. Vieh- und Krämermarkt. Auf dem heule dahier stattgehabten Viehmarkte war eine große Anzahl Rindvieh und Schweine aufgetrieben. Die Preise waren, namentlich für Rindvieh, ziemlich hoch; es wurden Kühe bis über 400 JL verkauft; auch fönst herrschte auf dem Rindoiehmarkte ein lebhafter Handel. Auf dem Schweinemarkt war vorzugsweise unter den Fei kein ziemlicher Handel und wurde das Paar mit 20 bis 40 JL bezahlt, je nach Alter und Qualität. Läufer kosteten 40 bis 60 Jü und mehr. Auch der Krämermarkt war überaus stark besucht und machten hier die Verkäufer flotte Geschäfte. Der nächste Markt findet am 17. September d. I. statt. Butzbach, 11. März. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 0,90—0,95, Käse per Pfund 45—46 H, Eier pro Stück 6 H. - Einfluß der Schlachtweise auf daS Fleisch. Die Annahme, dag Del Schtachlthreren, die ohne vorherige Betäubung gelobtet werden, das Blut durch die Schmerzen und Todesangst in einen fieberhaften Zunand kommt, der das Fleisch ungesund macht, wird durch neuere Unterfuchungen, welche die „Deutsche Fleischerzeitung bespricht, bestätigt. Es ist nämlich durch die wissenschaftliche Untersuchung dargethan worden, daß sich im Fleisch von Thieren, welche vor dem Schlachten aufgeregt, gequält wurden, fchon vor dem Totsten freie Säure bildet, während im Fletsche von Thieren, die bei voller Ruhe und ohne Tobeskampf, also nach vorheriger plötzlicher Betäubung gelobtet wurden, sich diese Säure erst nach und nach bildet. Diese Säure bewirkt aber durch ihren Einfluß auf einen Bestandiheil der Muskeln, das sogenannte Myosin, die Starre, an welche sich durch eine weitere chemische Veränderung die Fäulnitz anreiht. Solches Fleisch zeigt, wie die „Fleischerzeitung" heroorhedt, „beim Einpökeln nachtheiliges, sozusagen abwehrendes Verhalten gegen die Ausnahme dezw. Fortleitung des Salzes nach dem Innern der Fleischstücke und somit nachtheilige Eigenschaften beim Einsätzen". Selbstverständlich geht solches Fleisch auch rascher in Fäulnitz über. Fleisch von Toteren, welche nach rasch erfolgter Betäubung geschlachtet werden, hält sich länger frisch, als solches von Thieren, welche ohne Betäubung gestochen ober gar geschächlet werden. Viele Schlächter — freilich nicht solche, welche bei ihrem Geschäfte Nachdenken und beobachten — führen als Haupteinwand gegen die Betäubung der Schlachtihiere an: bas Fleisch betäubter Thtere blute nicht gut aus unb werbe rascher riechend. Nun hat sich gerabe bas Gegentheil als 4. Dem V 1II! 2 ) Schwarzbrod 1. Sorte ) „ 1. Sorte 1891. Großh Bekanntmachung F euer spritzen guntz gemacht werden. 2359 Gießen, den !3. März 1891. Königliche Bahnmeisterei 14. 8856 2258 Kräm er. 2120 JeilgeöoLenes Junge starke AtpftlbäUML reinwvll. u. doppelbreit, pr.Mtr. I™ 1 Pachte fdiwatje Calhermre, 1 pachte schwane fantaSrffoffe muster, pr. Mtr. Mk. 150, 1.80, 2, 1 pachte creme und weiße reim zum Verpflanzen werden abgegeben 2301] Haus Nr. 29, Kinzeuvach. BS93 Aug. Montanus « [1321 der Wäsche empfiehlt Emil Fischbach 2134 des früheren Preises abgegeben. Kullmann. 2369 2 4 25 50 1 2 1 2 3 1 2 1 2 3 1 2 3 (4 (2 (4 (2 (4 (6 Polizeiamt Gieße«. Fresenius. öffentlich meistbietend verkauft werden. Der Verkauf beginnt Vormittags 9 Uhr an dem ehemals CölwMindener Güterschuppen. Die Verkaufsbedingungen werden vor Beginn des Termins bekannt 75 •3t 29 58 27 54 Für Confirmanden Durch besonders günstige Einkäufe empfehle: > Streifen- und Blumen- I, 2.20, 2.50. nicht mehr verwendbare Bahn-; schwellen Schmier- und Brennöle. Gegen Saar hohes* Rabatt Reparaturen schnell und preismässig-. vom 1. April laufenden Jahre- an der Mirrdestbetrajtz des jährlichen Wasserverbrauchs herabgesetzt wird wie folgt: Vier Oeten Russenstsme prei-würdig adzugeben. Wo? sagt die Expedition dieses Blatte-. [2240 unter reeller Garantie zu billigen Preisen mit Luftgummi- uu Polsterreifen. Gebrauchte Rader, Velocipedtheile, Glocken, Laternen a Mk. 1 *10, I 80 1 90 und A — das Pfund, unübertroffen in Aroma und Kraft. [1584 In liessen bei Denselben. Dem Feldwebel Heinrich Grub eine Tochter, Emilie Margarethe Friederike Christine, geboren den 3. Februar. Denselben. Dem Hilfsbremser Emil Günther ein Sohn, Emil Martin Konrad, geboren den 10. Februar. Denselben. Dem Viehhändler Heinrich Orth ein Sohn, Konrad Friedrich Wilhelm, geboren den 3. Januar. Denselben. Dem Dienstmann Karl Reuter eine Tochter, Emma Katharina Marte Lu se, geboren den 1. Februar. Den 11. März. Dem Wirth Konrad Müller ein Sohn, Louis Heinrich Konrad, geboren den 6. März. > Beerdigte. Den 9. März. Elise Schmidt, geb. Hüll, Ehefrau des Schreiners Hermann Schmidt, alt 34 Jahre, starb den 7. März. Denselben. Elisabeth Schmidt, geb. Dechert, Ehefrau des Schlossers Heinrich Jakov Schmidt, alt 47 Jahre, starb den 7. März. Den 11. März. Philipp Schmitt, Postschaffner, alt 32 Jahre, starb den 8. März. Denselben. Friedrich Hermann Bolbeth, Arbeiter, alt 37 Jahre, starb den 9. März. Den 12. März. Friedrich Ulrich, Wirth, alt 41 Jahre, starb den 9. März. Den 13. März. Theodor Malkomesius, Landwirth, alt 55 Jahre, starb den 11. März. Denselben. Kaibarine Braun, geb. Hauff, Wittwe des Korbmachers Balthasar Broun, alt 81 Jahre, starb den 10. Marz. Stzefchltestuuge«. Marz: 13. Philipp Friedrich Ludwig Kreussel, Fuhrmann dahier, mit Luise Wilhelmine Wenig dahier. Seboreue. 1. Sorte 2. Sorte 2. Sorte 2. Sorte Gas- rmd Wkffmverk Gießen Otto Bergen. Alexander. 9. Dem Stadtpostboten Johannes Schmalz eine Tochter. 12. Dem König!. Stations-Assistenten Carl Ludwig Kohlermann eine Tochter. 12. Dem Metzgermeifter Emil Schmidt eine Tochter, Charlotte Emilie Elisabeth. Gestorbene. März: 6. Johannette Rühl, geb. Hoffmann, 71 Jahre alt, Wittwe von Fried. Rühl dahier 7. Elise Schmitt, geb. Hill, 34 Jahre alt, Ehefrau von Schreiner Hermann Schmitt dahier. 7. Friedrich Sonnter, 15 Jahre alt, von Emsdorf. 7. Elisabeth Schmitt, geb. Dechert, 47 Jahre alt, Ehefrau von Schlosser Heinrich Jacob Schmitt. 8. Philipp Ludwig Schmidt, 58 Jahre alt, Postschaffner dahier. 8. Ernst Hexamer, 2 Jahre alt, Sohn von Schneider Peter Hexamer dahier. 9. Fried. Hermann Bolbeth, 37 Jahre alt, Taglöhner dahier. 9. Friedr. Ulrich, 41 Jahre alt, Wirth dahier. 10. Auguste Wilhelmine Hebell, 2 Jahre alt, 11. Karl Hermann Hebest, 1 Jahr alt, Kinder des Tapezters Valentin Hebest. 11. Kath. Braun, geb. Hauff, 81 Jahre alt, Wittwe von Korbmacher Balthasar Braun dahier. 11. Theodor Malkomesius, 54 Jahre alt, Privatier dahier. 12. Albrecht Jacob Heilmann, 3 Monate alt, Sohn von Bremser Ernst Heilmann dahier. 12. Karoline Felsing, geb. Pimper, 80 Jahre alt, Wittwe von Rentner Ludwig Theodor Felsing. 12. Carl Caspar Ruckels- hausen, 61 Jahre alt, Universitäts-Pedell t. P. dahier. ea w onifls- Haus dahrrr meistbietend versteigert werden. Dann sucht die Gemeinde einen jungen sprungfähigen Faselochsen Vogelsberger Rasse anzukausen. Verkäufer können ihre Mittheilungen portofrei aus hiesige Bürgermeisterei gelangen lassen. Alten-Buseck, am 11. März 1891 Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Bekanntmachung, die Abänderung der §§ 5 und 6 der „Bedingungen für den Dtjug von Waffer aus dem Wasserwerk der Stadt Gießen", nämlich den Mindestbetraq des jährlichen Wasserverbrauchs, sowie die Wassermessermiethe betreffend. ftr ein Gebäude, von einer Familie bewohnt, statt seither 20 jetzt 13 geschützt. Gesetzlich Seltersweg. 1! 7] Julius Schulze am Kreuz. 1820 1529 Sommerfeld N. L. 1570] Otto Schaaf. 2196 Schutzmarke: I Rettungsstern! 1760 in allen Nüancen, ß en gras« ® ä cr *1 ® P-i ® CO hd p CD P B ® y ® ® Kein Hüften mrbt! Als bestes Schutz, mittel bet husten, Heiserkeit, Hals- u. Brustleiden, ja sogar Athkmnoth, gelten heute unstreitig die berühmten, ärztlich empfohlenen u- all» gemein i. Gebrauch befindlichen Marca Hungana Neiuer, kräftigem Nothweiu Behrens’scher Linoleum Futzbodenlack ™ bestes* Fussbodenanstrich ™ Bahnhofstrave 40. en detail* aus der renommirten Fabrik Adam Opel 9 Rüsselsheim a. M. Fabrikat ersten Ranges. 3E haben überall die grossartigsten Erfolge aufzuweisen. sowie alle übrigen Farben, Lacke, Firnisse, Broneen, Pinsel und Materialwaaren empfehlen Benner Zr Krumm, bei x L. Süss den unter der Controlle des Herrn Dr Theodor Petersen stehenden Kellereien von F. W. Eölllh „Zrvikbelboubong". Zu kaufen in mit obiger Schutzmarke versehenen Beuteln ä 10 und 20 Pfg. in Gießen bei A. Voigt, Ed. Lind, Fr. Noll, P. A Thomas, W. 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Juni zu vermieden-Bahnhofstraße 26. 1802] Logis zu vermiethen bet Dr Felstng, Weideng. 1. 1861] In dem Hause, Kaplansgasfe 3, sind zwei Logis, bestehend aus je drei Zimmern rc-, oder das ganze Haus zu vermiethen, b,ziehbar am 15. Mai l I., eventuell früher. Näheres bei Herrn Ferdinand Windecker oder Rechts- anwalt Labroisie. mrt.ira3a^nenrIa0en und sind zum größten Theil leicht abgeschwächt; namentlich Eibthal, Lombarden und Staatsbahn; nur Duxer sind erheblich fester. Prag-Duxer erzielten auf Wiener Anregung eine grögere Besserung, die aber gänzlich wieder verloren ging. Schweizer Bahnen sind mit Ausnahme von Gotthard um Bruchthetle niedriger, deutsche Bahnen dagegen bester, namentlich Marienburger. Renten schwankten mit der Markttendenz mehrfach auf und nieder und sind zum Schluß ziemlich unverändert. Oesterreichische Valutaanleihen sind Bruchthetle bester. Jermischte Anzeigen. 1857] Garten neben den neuen Kliniken, mit oder ohne daran grenzender, mit Obstbäumen bepflanzter, mehrere Morgen großer Wiese zu verpachten. S. Katzenstein Wittwe, Wtlhelmstraße 1. i werden für x*L 1 ange- i fertigt- Perriick-n.Toupe-, Scheitel nach Maß Theater. Perrücken u. BLrie leibweise bet Georg Petri Wwe. Aachs», Seltersweg 43. 492 5°/o Buderus-Obligat. . 1104.70 Es ist eine düstere Beleuchtung, in welcher die Situation unter diesen Ereignissen erscheint. Welthäuser, die die ersten waren Jahrzehnte lang, ltqutdtren, von Argentinien her zieht drohend die Wetterwolke des Staatsbankrottes und nicht genug hiermit tritt dazu noch ein Rückgang der Conjectur aus sämmtlichen Gebieten des Weltmarktes, dessen Wirkung sich empfindlich in allen Kre sen des Erwerb- lcbens fühlbar macht. Unter diesen Umständen wird es begreiflich, daß die Börse eine ständige Neigung bekundet, die Course weiter herabzudrücken, und nur unwillig und zögernd einer Besserung Raum gtebt, wenn die einlaufenden Tagesdepeschen eine solche anregen. Allerdings betreffen die Hülfsaclionen weder in London noch Parts den deutschen Markt direct und auch das Interesse an argentinischen Werthen ist gegenüber dem anderer Länder äußerst beschränkt. Von dem seiner Zeit in Deutsch land ausgelegten Anleihen ist ein erheblicher Procentsaß wieder an das Ausland abgegeben worden, die Börse besitzt von dresin nur verschwindende Beträge, und die von kleinen Capitalistcn aufgenommenen Summen, die allerdings nicht unbedeutend sind, weil hier auch nicht offictell notirte Anleihen ein reiches Absatzgebiet gefunden Haden, werden festgehalten, in dem unerschütterlichen Vertrauen, daß auch wieder günstigere Zeiten für Argentinien kommen würden. Was aber für den deutschen Markt am meisten in das Gewicht fällt, das ist der Rückgang der Con- jectur, namentlich für Kohle und Eisen, deren Actten leider eine so entscheidende Rolle an den deutschen Börsen spielen. Offenbar liegt hierin auch die ganze Schwäche deS Marktes. Die Submission in Breslau mit ihrer ungeheuerlichen Unterbietung der Verbandspreise gtebt ein zu beredtes Zeugnitz von btn Ansichten, I welche Fachkreise über die Zukunft des Etsenmarktes hegen, als daß die Ver- tuschungsoersuche der Presse darüber htnweghelfen könnten. Andererseits läßt aber auch die Abwärtsbewegung der Etsenpretse und die sich bereits mehrende Löschung der Hochöfenfeuer erwarten, daß es den Kohlenoerkaufsoereinen ebensowenig gelingen werde, die künstlich gehaltenen Preise länger zu behaupten. Nur deßhalb hat wohl der Verlust der Kohlenlteferung nach Rotterdam den Courssturz hervorgerufen, der nach Bekanntwerden des Submissionsresultates erfolgte. In Argentinien vollzieht sich das Verhängniß. D'e Regierung hat die Z ihlungen eingestellt, vorläufig auf drei Tage, und benutzt die so gewonnene Zett, um durch eine innere Anleihe von 100 Millionen neue Mittel zu beschaffen. Die drei Tage sind vorübergcgangen, ohne die genügende Subvention gebracht zu''haben. Noch nicht 40 Millionen wurden gezeichnet und man hat daher die Frist bis Samstag verlängert, obgleich wenig Aussicht besteht, daß die fehlenden 60 Mill onen noch zusammengebracht werden. Ob die Regierung auch mit den erhaltenen Beträgen noch einmal versuchen wird, die Zahlungen aufzunehmen, steht dahin. Es ist nicht der Dienst der äußeren Anleihen, welcher die Aufnahme neuer Copitalien erforderte sondern die Nationalbanken sind es, welche di se Gelder benöthigen, und nur die Schließung der Schalter den drohenden Concurs aufhalten konnte. Erft jetzt scheint man in London etnzusehen, welche Fehler man beging, als man dieser Regierung ein Moratorium anbot, ohne eine Klarstellung der Finanzlage und eine Garantie zu verlangen, daß in der Zwischenzeit eine Consoltdirung der F nanzen ernstlich angestrebt werben würde. Die Krisis nach dem Sturz Barings wurde g uckltch vermieden, aber heute steht man vor einer neuen, vielleicht verhängnißvolleren, d e sich durch keine Hülfsoperationen mehr wird abwenden lassen, denn auf welcher Grundlage soll man mit einer Regierung unterhandeln, die den Vertrag über bi Moratortumsanleihe so gänzlich mißachtete. Die Deutsche Bank hat, wie man sagt ihren argentinischen Engagements vollständig abgeschrieben. Sic mag damit eine übergroße Vorsicht geübt haben, und doch zeigt diese Vorsicht, wie ernst die Ver-1 waltung der Bank die Lage in Argentinien beurtheilt. Als die letzie der großen Banken hat die Deutsche Bank ihre Abschlußzffern veröffentlicht, und was keinem der anderen Jnititute geglückt ist, den ungetheilten Beifall der Börse zu erringen, das hat sie vollbracht und mehr noch, sie hat — für einen Tag wenigstens — einen vollkommenen Tendenz^ Umschwung hervorgerufen. Das Bemerkenswerthe an den Ziffern ist, daß die Bank an Emtssionsgeschäften im vorletzten wie im letzten Iah e fast gar nicht be lhetltgt war und trotz der dadurch in Wegfall kommenden Zufallsgewinne Erträg ntsse erzielt hat, die die anderen Banken in Schatten stellen. Allein dem günstigen Eindruck dieser Ziffern ist es zu danken, daß die Course, die zuerst erheblich unter das vorwöchentltche Niveau gesunken waren, sich wieder soweit erholt haben, daß die Verluste nicht mehr stark in das Gewicht fallen. Namentlich im Bankenmarkt ist dres der Fall, wo nur Disconto, Dresdener und Nattonal-Bank hinter den Ver- gleichscoursen Zurückbleiben. Wiener Banken überholen dieselben sogar um ein Geringes 1 was namentlich darauf zurückzuführen ist, daß man in Wien vielfach annimmt, die Converston der Notenrenten werde noch in diesem Frühjahr in Angriff genommen 1 werden. Course der Frankfurter Börse etMiianltiöetu Die am 1. April 1891 fällig werdenden Coupons unserer Pfandbriefe werden bereits vom 16. März c» ab bei unserer Kasse in Berlin und bei den bekannten Zahlstellen ein- Pommersche Hypotkeken-Actien-Bank. F. Romeick. Schultz. Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 3o/o Sächsische Rente. . 37,0/0 BremerStaatsanl. „ Hamb.Staatsrente 40/oOestr. Goldrente . n GriechtscheMonopol- Anleihe . . . 5»/g Rumänische Rente . 4% Ruff. Gold-Anleihe S. III v. 90 . W L ft lebend. itaJL Geflügel gut u. billig beziehen will, verlange Preisliste von Hans Maier in Ulm a. D. Grosser Import Ital. Produkte. Strohhüte werden gewaschen, gefärbt und fatzonirt bei _____ t). Ij. Gail, Hmmacher, 2339]Seltersweg 22. Die Hülfsaclionen sind nachgerade zum Zeichen der Zeit geworden und die Börse kommt nicht mehr aus unliebsamen Ueberraschungen heraus. In der Vorwoche mußte Murtetta & Co. „gestützt" werden, mit dem ersten Tage der lausenden Woche kam auch die Nachricht, daß eine neue Hülfsactton nothwendig geworden sei. In Parts war eine große Depositenbank in Schwierigkeiten gerathen und wieder mußte die Bank von Frankreich einspringen, um das Schlimmste abzuwenden, aq. Aber nicht nur auf europäischem Boden ereignen sich diese Vorgänge. Zu gleicher /04JDlt0ötton' Zeit vollzieht sich drüben in New-Bork, zwar ohne den Appell an die Hülfe der' " y n . . . . Nächsten, aber nicht minder weittragend in ihren Folgen die Reorganisation des Hauses Ktdder Peabody & Co. Lehrling. Ein junger Mann kann in einer hiesigen Crgarren-Fabrik alS Lehrling eintreten. Offerten unter A. B. Nr. 2336 besorgt die Exped. d. 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