O|*aun, 'and. 1 Sterbehaus, 2284 *8jSy* Kliniken. nbjwei$ienhm|i6 [219/ ComtotreinriKL ’ l« C« er Mann mit «tUt "«•WwiWt <%peb. b. Bl. jÜEnbeb.^.einreL7 «o-en von 15 bis 1? Celtersweg X, sucht r, dn bk »Mttti zu LIA n Faß, Neuen Baue, loir eines FabrikgeschisteS ein Lehrling gesucht. Bedingungen; bei ent: hin« im dritten Zähre im der Ged d-vl. 1862 fiadchen empfiehlt sich im i in und außer dem Hause, ktplatz 8 (Hinlerhaxs). ib Bekannten die M Hai, ltsms den in ein besserer rblirbmm. März 1891, Vor- i rtns statt. 2285 interbliebenen: er und Flau 91. Mag statt- a her schweren Leiden tere« 3** *’ t MsM« ,181t ,d-Si^ ^Orient %,ß> vite. 5g>* rs- 15*«* ^60 8*?0 8160 Tf.OO 11t* 4ä4OO «0(1.62 l>8.S0 irr.ro tü?0 81.60 1246° Nr. 62 Samstag den 14. März 1891 —i—-Hum» Wfn»iwiiwwninj[i_.——■>—mni~iiiTTnr—i—i-------nr—twwi—j—ui LI mur m- n . -i n .— »ie>i jeieuem mr r - ----- . — jm . - n - -.-iiiuu -iifcir «tw». । „■ t——— •* u*i« « ■“««» &9T Axtztt-cr «kfchrim räglich, ** LuSnahwk bei Mvnreg«. tKbe £ieS«ner »e*m«niraiU8 ■s%*cn drm Anzeiger i«»ch«»rich dreimal fceigdeft Gießener Anzeiger Generalanzeiger. viertAzahri^cr 2 Mark 20 Pf-. oft vringerlohn. Lurch tie Poff bejaht?» 7 Mark 50 Pf«. ftebactton, LxpedM»« und Druckerei: Herulprecher 61. Anrts- und Anzeigefflr den ‘Kreis Oieszen. H«.AT"WI/Tr,z*®^*x** V’S^X*» ,-,.1,-» fik'»« ^«miki^nKkaNer OTe w a». m» *»«.<»<« «**g Mata Tag rttodfltnten Körner bi« Bon, w M-. Gransoeuage. Gleyener ^aailUCllPlttllCr. , anj(lflcn fflt ucn „HieReuer «ngtiget- «ntg,,». IM—iu«e»W*iiei III u u _____1 .1 , AnrLlichev Cherl. Bekanntmachung, die Ernennung der Feuervisitatoren betreffend. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß an Stelle der auf ihr Nachsuchen von ihrem Amte entbundenen Experten Bezirksbauaufseher Rohrer und Senßselder zu Gießen I. für die Orte: Albach, Mendorf a. v. Lahn, Dors-Gill, Garbenteich, Großen-Linden, Grünmgen, Hausen, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Leihgestern, Steinbach, Watzenborn-Steinberg der Zimmermeister Peter Pitz in Gießen; II. für die Orte: Lollar, Ruttershausen, Staufenberg mit Friedelhausen der Maurermeister Heinrich Keßler von Annerod mit der Vornahme der Feueroisitaüon betraut und als Feuer- visttatoren verpflichtet worden sind. Gießen, den 10. März 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 10. März 1891. Betr.: Wie oben. Das Großherzogliche Kreis amt Gießen an die Großherzoglichrn Bürgermeistereien der vorgenannten Gemeinden Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie aus ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen lasten. - $ v. Gagern. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß an Stelle des aus sein Nachsuchen von seinem Amte entbundenen Experten L. Hahn zu Gießen I. für die Orte: Mach, Mendorf a d. Lahn, Annerod, Garbenteich, Großen-Linden, Hausen, Heuchelheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Leihgestern, Steinbach und Watzenborn mit Steinberg der Bezirksbauausseher Rohrer zu Gießen; II. für die Orte: Men-Buseck, Großen-Buseck, Lollar, Rödgen, Ruttershausen , Staufenberg mit Friedelhausen, Trohe und Wieseck der Bezirksbauaufseher Senßselder zu Gießen; III. für die Orte: Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Reiskirchen und Winnerod der Bezirksbauauffeher Maringer zu Grünberg; IV. für die Orte: Mendorf a. d. Lumda, Daubringen, Gießen mit Schiffenberg, Mainzlar, Oppenrod und Treis a d. Lda^ der bisherige stellvertretende Experte Maurermeister Keßler zu Annerod zu ständigen Experten in Brandversicherungs- und Brandentschädigungsangelegenheiten ernannt und verpflichtet worden sind. Gießen, den 10. März 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 10. März 1891. Betr.: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzvglichen Bürgermeistereien der vorgenannten Gemeinden. Unter Hinweis auf die vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, den betr. Experten künftig zu den fraglichen Dienstverrichtungen zuzuziehen. v. Gagern Deutsches Reich. Darmstadt, 12. März. Das heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 5 enthält: 1. Verordnung, die Abänderung der Verordnung vom 20. September 1879 über die allgemeine Einführung von Stempelmarken betreffend. Vom 4. März 1891. 2. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, sowie Großh. Ministeriums der Finanzen, die Ausgabe neuer Stempelmarken betreffend. Deutscher Reichstag. 86. Plenarsitzung. Mittwoch, 11. März 1891, 2 Uhr. (Verspätet eingegangen.) Auf der Tagesordnung: Petitionen. Die Petitionscommission erachtet eine Reihe von Petitionen als zur Erörterung im Plenum nicht geeignet, darunter diejenigen betr. den börsenmäßigen Terminhandel mit Nahrungsmitteln rc., betr. Gewährung von Pensionszulagen für Kriegs-Invaliden, betr. Hinausschiebung der Inkraftsetzung des Jnvalidttätsoersicherungs- gesetzes, betr. Erlaß eines Gesetzes zur Bekämpfung des Mißbrauchs geistiger Getränke rc. Abg. Gamp (Rp.) beantragt, die gegen den börsenmäßigen Terminhandel mit Nahrungsmitteln rc. gerichteten Petitionen zur Verhandlung im Plenum zu ziehen. Es wird dementsprechend verfahren werden. Die Vereine zur Wahrung der Interessen des Viehhandels zu Dresden, Berlin, Magdeburg, Köln und Leipzig petitioniren darum, daß allgemein für lebendes Vieh die Eisenbahn-Fracht nur nach Maßgabe des wirklich benutzten Bodenraumes berechnet werde. (Ref. Aog. Münch.) Die Petition wird vom Abg. Klemm (cons.) befürwortet und dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen. Die Actiengesellschaft für Bergbau, Eisen- [unb Stahlindustrie „Union" zu Dortmund petittonirt um Rückzahlung von gesetzwidrig erhobenem Roheisenzoll im Betrage von 140000Mk. (Ref.Abg. Goldschmidt.) Die Abgg. Möller (natl.), Hultzsch (cons.) und Dr. Harn- macher (natl.) erklären die Forderung der „Union" für durchaus begründet. Bundescommlssar Geh.Oberfinanzrath Schmidt legt dar, daß gegen die „Union" gar nicht anders verfahren werden konnte, als versehren worden ist. Abg. Dr. Hammacher (natl.): Das ist nicht richtig; wenn der Bundesrath seiner Sache sicher war, so brauchte er nicht den Competenzconflict in dem von der Union gegen den Fiscus angestrengten Ctvilproceß zu erheben. Staatssecretär Dr. v. Boetticher: Wir haben in SUuersachen nicht die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte; es war also Pflicht der Regierung, den Competenzconflict zu erheben. Abg. Dr. Hammacher (natl.): Zwischen der Erhebung des Competenzconflictes und der Zurückweisung der Klage durch das Gericht wegen mangelnder Compttenz besteht ein Unterschied. Gegen die Klagezurückweifung wäre nichts einzuwenden gewesen. Die Petition wird der Negierung zur Berücksichtigung überwiesen. Mehrere Frauen-Vereine beantragen Zulassung der Frauen zum Universitättzstudium und zu den Universitätsprüfungen. — Die Petitions-Commission beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Abg. Schrader (5fr.) bitte!, die Petitionen den verbündeten Regierungen zur Berücksichtigung zu überweisen. Die Einrichtungen auf unseren Universitäten seien durchgängig so, daß die Zulassung von Frauen zum Studium keinen Schwierigkeiten begegnen werde. Die Erfahrungen, welche man mit der Zulassung der Frauen zum Studium auf den amerikanischen Universitäten gemacht hat, sind die besten. Den Nachweis der Reise für den Besuch der Universität braucht man nicht nothwendig durch den Besuch eines humanistischen Gymnasiums zu erwerben; diese Reife kann auch aus privatem Wege erworben werden, es ist nur nöthig, daß der Nachweis der vorhandenen Reste erbracht wird. Abg. Dr. Harmening (dfr.) empfiehlt Überweisung der Petitionen an die verbündeten Regierungen zur Erwägung. Es werde zunächst genügen, daß die verbündeten Regierungen sich mit der Frage beschäftigen und namentlich erwägen, ob nicht zunächst vielleicht Frauen zum Studium der Medicin zuzulassen seien. Die Zuständigkeit des Reiches in dieser Frage ist umfangreich genug, um m.mdettens eine Gesetzgebung für die Etnzelstaaten anzuregen, welche diese Frage endgültig regeln konnte. Aus dem gemeinsamen Verkehr männlicher und weiblicher Studenten auf den Universitäten fürchtet Redner keine Unzuträglichkerten. Abg. Dr. Orler er (Ctr.) stimmt gegen die Anträge auf lieber; Weisung der Petitionen an die Negierung, da die Frage der Kompetenz des Reiches nicht unterstehe; inan sehe das sofort deutlich, wenn man die Frage der Vorbildung weiblicher L>tudirenden ins Auge fasse; diese Frage greife in das Schulwesen der Einzelstaaten tief ein und kann nicht von Reichs wegen allgemein geregelt werden; es ist von diesem Standpunkte aus auch ganz berechtigt, wenn die v.rbündeten Regierungen der Sache bisher keine Aufmerksamkeit zugewendet haben. Auch sachlich kann Redner sich für die Zulassung von Frauen zum Studium nicht entscheiden, wenn auch zuzugeben sei, daß es außerordentlich besähigte Frauen gibt, die auf jedem Gebiete der Wissenschaft Bedeutendes leisten würden. Es würde sich aber für wissenschaftlich gebildete Frauen keine Gelegenheit zu geeigneter Beschäftigung finden; sie würden lediglich das wissenschaftliche Proletariat und damit die Zahl der umstürzlerischen Elemente vermehren. Den Petitionen ist mit der Erstattung eines schriftlichen Berichtes mehr Ehre erwiesen, als sie verdienen. Redner empfiehlt Uebergang zur Tagesordnung. Abg. Bebel (Soc.): Es ist merkwürdig, daß Herr Orterer die Kompetenzfrage anregt, während er vor einigen Tagen der Regelung der Sonntagsruhe zustimmte, die auch in die Competenz der (Sinje!floaten eingreift. Die Frage ist den Herren vom Centrum eben unsympathisch. Sie ist das Product einer socialen Bewegung unter den Frauen, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt stärker wird. Die Anstands- und Sittlichkeitsbedenken gegen die Zulassung der Studentinnen theilt Redner nicht. Krankenpflegerinnen können durch das L>tudium nur gewinnen. Der rohe Ton der Studenten würde sich mtlbern, wenn sie genöthigt sind, mit weiblichen Studentinnen zu verkehren. Die Erfahrungen in Amerika und der Schweiz bestätigen dies. Es ist die veraltete Auffassung von der strengen Scheidung der Geschlechter, die uns hindert, endlich einen entscheidenden Schritt in dieser Sache zu thun.LAm engherzigsten verfährt in dieser Beziehung der Einzelstaat Preußen, wo weibliche Studenten gar nicht zugelassen werden und doch hat der Cultus- Minister, der bis heute im Amte war, der Professorin Kowalewska seine Ehrerbietung bezeugt. Dieselbe konnte in Preußen ein Examen nicht ablegen und ging deshalb nach Paris, um dort für ihre mathematische Arbeit eine besondere Auszeichnung zu erhalten. DaS Mindeste, was wir der Petition gegenüber thun sollten, ist die Ueder- weisung an die verbündeten Regierungen. Abg. Hultzsch (cons.): Die Frauen sollen im Hause und ix der Familie wirken als Erzieherinnen und Mütter, aber nicht draußex im Kampfe der Welt. Die Natur hat den Unterschied zwischen Mann und Frau geschaffen; wir haben kein Recht, diesen Unterschied zu verwischen. Abg. Rickert (dfr): Man scheint hinter der Petition wieder die Frauen-Emancipation zu wittern. (Abg. v. Meyer-Arnswalde: Ist es auch!) Ja, Herr v. Meyer, Sie können mit der heutigen Zeit nicht mehr mit! (Große Heiterkeit!) Es ist eine berechtigte Forderung des weiblichen Schamgefühls, daß sie von Aerztinnen in gewissen Fällen behandelt werden und daß man sie nicht zwingt, sich von Aerzten behandeln zu lassen. Diese Forderung wird immer lauter und sie wird soviel Anhänger werden, daß sich auch in diesem Hause die heutige Minorität für die Petition in eine Mehrheit verwandeln wird. — Die Kompetenzfrage ist nicht zweifelhaft; wir könnten das einfach auch dadurch beweisen, daß wir einen Gesetzentwurf zur Abänderung der ärztlichen Prüfungsordnung einbringen; dann würde sich ja zeigen, ob wir die Sache hier erledigen können. Abg. Wisfer (lib., fractionslos) spricht für die Ueberweisung der Petition. Abg. Dr. Harmening (dfr.) bedauert, daß man die Frage zu einer Parteifrage zu machen suche; das sei sie durchaus nicht oder sollte sie doch nicht fein. Die Debatte wird geschlossen und die Petition durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt; alle anderen Anträge werden abgelehnt. Hieraus vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Donnerstag 1 Uhr. Tagesordnung: Rest de« Etats in zweiter Lesung. Patentgesetz. Schluß 5V» Uhr. 87. Plenarsitzung. Donnerstag, 12. März 1891. Auf der Tagesordnung stehen zunächst die an die Budgetcommission zurückgewiesenen Positionen des Marineetats. Die Commission (Res. v. Koscielski) schlägt vor: Die ersten Raten für die Panzerfahrzeuge 8 und U, je eine Million Mark, zu bewilligen, dagegen die im Etat für 1890/91 eingestellte erste Rate zum Bau der Kreuzercorvette K, 2300000 Mark, in Wegfall zu bringen. Staatssecretär Dr. v. Boetticher theilt mit, daß die preußische Regierung dem Beschlüsse der Budgetcommission zustimmt und daß voraussichtlich auch der Bundesrath zustimmen werde. Nach bet der Regierung eingegangenen Berichten wird der Nordostseecanal im Frühjahre 1895 fertiggestellt sein und es sei dringend wünschenswert!), daß bis dahin die beiden Panzerfahrzeuge vollendet seien. Abg. Sperltch erklärt Namens der großen Mehrheit des Centrums, daß dieselbe dem Kompromiß zustimme. Die beiden Schiffe vaßten in den Plan, dem das Centrum zustimme: der Sicherung der Küstenoertheidigung. Abg. Rickert (dfr.) hofft, daß Herr v. Boetticher bei der dritten Lesung in der Lage sein werde, die Zustimmung des gesammten Bundesraths zu erklären. Das Compromiß komme Denjenigen entgegen, welche eine Angriffsflolte nicht haben wollten. Nach von der Regierung in der Commission abgegebener Erklärung steht das Modell für die beiden Panzerfahrzeuge fest. Es sei ferner milgetheilt worden, daß ro?nn die beiden Panzerfahrzeuge nicht bewilligt würden, auf einer der kaiserlichen Werften Hunderte von Arbeitern wegen Mangel an Arbeit entlassen werden müßten. Wenn in einem späteren Jahre die Forderung für die Kreuzercorvette K wieder eingebracht werden sollte, würde der Reichstag die Vorlegung aller Pläne fordern müssen. Abg. Richter (dfr.) lehnt den Compromißantrag ab; das gewährte Aequioalent fei nicht der Bewilligung gleichwerthig. Im Schiffsbau müsse ein langsameres Tempo eintreten, das liege auch im Interesse der Werftarbeiter, denen nur mit Stetigkeit der Arbeitsgelegenheit gedient sei. Der Antrag der Commission wird gegen die Stimmen der Socialisten, der Volksparteiler, einer Minderheit der Freisinnigen und einiger Mitglieder des Centrums angenommen. Angenommen werden ferner die Matricularbeiträge, das Etatsund das Anleihegesktz. Es folgt zweite Berathung der Novelle zum Potentgefetz. (Ref. Abg. Goldschmidt). Abg. Graf Ballestrem (Ctr.) beantragt mit Rücksicht auf die gewissenhafte und sorgfältige Durchberathung des Entwuris in der Commission und auf die Geschäftslage des Hauses en dloe Annahme des Entwurfs. Abg. v. Bennigsen (natl.) schließt sich dem an. Die Novelle wird nach den Beschlüssen der Commission einstimmig en bloc angenommen. Der Präsident wird ermächtigt, dem Prinzregenten von Bayern zu dessen 70. Geburtstage die Glückwünsche des Hauses telegraphisch zu übermitteln. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Dritte Lesung des Etats für 1891/92. Neueste Nachrichten. Wolff:? telegraphisches Lerrcsponyenz-Gur^u. Berlin, 12. März. Dem heutigen Diner bei dem österreichischen Botschafter wohnten der Kaiser, die Kaiserin, der Großherzog von Baden, Herzog Günther von Schleswig, Staatssecretär v. Marschall und zahlreiche andere Nota- bilitäten bei. Das Kaiserpaar erschien um 7 Uhr und verweilte bis gegen 9y2 Uhr. Berlin, 12. März. Eine» Telegramm des „Berliner Tageblatt" auS Bagamoyo zufolge trifft Wißman» von der Expedition nach dem Kilimandscharo morgen in Baga- moho ein. Berlin, 12. März. Der „Reichsanzeiger" meldet, daß Minister vonGoßler auf sein Ansuchen vom Amte entbunden worden sei unter Belaffung des Titels und Ranges eines Staatsministers und unter Verleihung des Sterns der Wroßcomthure des Hohenzollern'schen Hausordens. Ferner publieirt das Blatt die Ernennung des Herrn v. Zedlitz - T rutsch le r zum Cultusminister und die Ernennung des Herrn v. Wilamowitz-Moellendorf zum Oberpräsi- denten von Posen. Berlin, 12. März. Den Berliner „Pol. Nachr." zufolge wird dem neuen Oberpräsidenten von Posen das Amt des Vorsitzenden der Ansiedlungscommission nicht übertragen, vielmehr soll eine andere Organisation der Ansiedlungscommission eintreten, worüber die Erörterungen bereits schweben. — Die heute früh constatirte geringe Besserung Windt- horfts hat tagsüber angehalten, das Bewußtsein ist klar, die Kräfte sind befriedigend. — Der Papst spendete Windt« horst telegraphisch seinen Segen, Cardinal Rampolla fügte die besten Wünsche für dessen Wiedergenesung bei. Gegen Abend wurde Graf Conrad Prey sing zum Kaiser nach dem Schloß beschieden, um über den Zustand Windthorsts zu berichten. Abends 6 Uhr traf die Tochter Windthorsts ein. Der Kranke konnte sich mit derselben längere Zeit unterhalten. München, 12. März. Der Landesfestzug anläßlich des 70. Geburtstages des Prinzregenten war sehr glänzend. Es befanden sich in ihm etwa 4000 Teilnehmer mir etwa 400 Fahnen, 100 reichverzierte Equipagen, zwanzig Musikcorps, ebensoviel mit landwirthschastlichen Emblemen malerisch ausgestattete Wagen mit Hunderten der originellsten Volkstrachten aus dem gelammten Staate. Viele Tausende bildeten Spalier. Die Landesdeputationen und Vertreter der Städte begaben sich in das Residenzschloß, um Glückwünsche und Geschenke darzubringen, die der Prinzregent huldvollst entgegennahm. München, 12. März. An dem Festessen im Rathhaussaale nahmen die Minister und die auswärtigen Gesandten Theil. Prinz Ludwig toastete auf das Wohl Bayerns; Bayern ginge stets mit Kaiser und Reich und werde auch so weiter gehen. — Abends fand vor dem Schlöffe Serenade und Fackelzug statt. Der Prinzregent sandte dem Ministerpräsidenten Crailsheim ein Handschreiben, worin er für die dargebrachten Huldigungen und Glückwünsche Allen wärmstens dankt. München, 11. März. Der Prinzregent richtete heute Rachmirtag an den Ministerpräsidenten Crailsheim ein längeres Dankschreiben für die Glückwunschadresse des Gesammtministe- riums, das besagt, er nehme mit Befriedigung wahr, daß bem Ministerium gemäß feinen landesväterlichen Absichten die Wahrung der ideellen und materiellen Interessen des bayerischen Volkes am Herzen liege. Bayern nehme mit der aufrichtigsten Bnndestreue stets den regsten Antheil an den Ausgaben des Reiches. Die freundschaftlichen Beziehungen zu den auswärtigen Staaten seien fest begründet. Im Lande mehre sich ber innere Friede. Was zur Ausgleichung der socialen Gegensätze möglich sei, werde vom Staare gerne vorgekehrt und unterstützt. Die Kirche walte, von der Versaffung geschützt, ihres heiligen Amtes, die Parität werde gewahrt; Wissenschaft, Landwirthschaft, Industrie und Handwerk, die finanzielle Lage und das Heer seien in sehr befriedigenden Zuständen und steter Weiterentwickelung. Er wünsche die Grundsätze, die zu dem Allen geführt, von der Regierung such ferner beibehalten zu sehen und habe volles Vertrauen zu der gesammten Staatsverwaltung. Er wolle solches veröffentlicht wiffen. Wien, 12. Marz. Durch die gestrigen Reichsrathswahlen wuchs die Zahl der Deutschliberalen^, aus 106, der Deutschnationalen auf 18, der liberalen Italiener auf 4. Die Parteibilanz steht nunmehr endgiltig fest: Deutschliberale: Verlust 11, Gewinn 9; Deutschnationale: Verlust 4, Gewinn 4; Katholischconservative: Verlust 3, Gewinn 2; Antisemiten: Verlust 3, Gewinn 7. Paris, 12. März. Die inbirecten Einnahmen im Februar überstiegen den Voranschlag um Fr. 5 400 000 und betragen 9 Millionen mehr als 1890. — Der argentinische Gesandte theilte der Regierung mit, daß die Telegraphen-Telephoncompagnie von Laplata der internationalen Telegraphenconvention bei- getreten ist. Paris, 12. März. Nach einer Meldung aus Arras nahm ein Theil der strikenden Arbeiter in den Gruben bei Brnay heute Morgen die Arbeit wieder auf. London, 12. März. Die durch Schnee unterbrochen gewesenen Verbindungen mit den Grafschaften Devonshire und Cornwall sind seit heute wieder hergestellt. Der Sturm richtete großen Schaden an. Bei Darthmouth sind zwei Schiffe gescheitert, sechs Personen werden vermißt, bei Start Point scheiterte die von Liverpool nach Valparaiso gehende Bark „Dryad". Die ganze Besatzung (24 Mann) ist ertrunken. Jnsgesammt sind gegen 60 Personen durch Stürme «mgekommen, viele Fischerfahrzeuge werden vermißt. London, 12. März. Nachrichten aus Chile berichten von einem hartnäckigen Kampf mit einem für die Congreß- partei siegreichen Ausgang. Uruguay soll feine Vermittlung angeboten haben. London, 12. März. Der Kriegsminister Stanhope kündigte an, die Regierung werde sich dem Projecte Sir Edward Reeds in Betreff der Erbauung einer Rohreifenbahn Unter dem Canal widersetzen. Rom, 12. März. Der Herzog von Aosta (der 21jährige Neffe des Königs), vom Schießübungsplatze bei NettNno znrückkehrend, erlitt durch Scheuwerden seines Pferdes eine leichte Verletzung an der linken Schulter- er nahm jedoch, hierher zurückgekehrt, an der königlichen Tafel Theil. Washington, 12. März. Der Staatssecretär ist benachrichtigt worden, daß die Regierung von Guatemala mit der Cosmos-Dampfergesellschaft einen Vertrag für die Gründung einer Dampserlinie zwischen den Häsen von Guatemala und Hamburg abgeschloffen hat. Die Abfahrten sollen monatlich stattfinden. Berlin, 12. März. Ueber den Zustand Windthorsts lautet ein Vormittags 10*/2 Uhr ausgegebenes Bulletin: Während der Nacht mehrstündiger erquickender Schlaf. Puls und Temperatur weiter heruntergegangen. Das Allgemeinbefinden ist besser. totales rrrrd jpromnsicllcs, Gießen, 13. März. — Sitzung bet Stadtverordneten vom 12. März. Anwesend : Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herren Beigeordneten Keller und Langsdorff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Georgi, Grüneberg, Habenicht, Heyligenstaedt, Jughardt, Keller, Petri, Dr. Ploch, Scheel, Schwall, Schop- bach, Simon, Dr. Thaer und Wallenfels. Das Gesuch des Herrn I. Boller um Erlaubniß zum Wirthschastsbetrieb (in den vom Gesuchsteller erworbenen Häusern Nr. 53 und 55 an der Bahnhofstraße) wird der seitherigen Uebung entsprechend, bei Fortsetzung bereits bestehender Wirthschaftsbetriebe die Bedürfnißfrage zum Ausschank von Branntwein zu bejahen, befürwortet. — Das Gesuch des Herrn A. Noll II. um Erlaubniß zum Verkauf von Branntwein über die Straße wird mit 6 gegen 6 Stimmen nicht befürwortet. Diese Entscheidung entspricht dem Anträge der Commission. Großh. Polizeiamt hatte mit Rücksicht darauf, daß die Geschäftsführung des Gesuchstellers einen Mißbrauch der etwa zu ertheilenden Concession zum Zweck des Ausschanks ausschließe, die Entscheidung dem Stadtvorstand anheimgegeben, wogegen die Commission für ihren Antrag die Ansicht geltend machte, daß lediglich die Frage, ob ein Bedürsniß zum Verkauf von Branntwein über die Straße vorliege oder nicht, maßgebend für einen Beschluß sei. Für die hier in Frage kommende Gegend (Haus Bahnhofstr. 51) liege, da eine Anzahl nebeneinander befindlicher Wirthschasten und Spezereigeschäfte mit Branntweinverkauf vorhanden, ein Bedürsniß für eine weitere Verkaufsstelle nicht vor. — Die , Gesuche der Herren Fr. Textor, Wilh. Gail und P. I. M ö b s um Erlaubniß zur Aufstellung von Dampfkesseln in ihren Betrieben werden nicht beanstandet. — Das Gesuch der Firma Kauffmann & Co. um Erlaubniß zur Stockwerks-Aussetzung auf ein in Fachwerk ausgeführtes Lagerhaus wird, nachdem es in voriger Sitzung an die Baudeputation zurückverwiesen worden, nicht genehmigt bezw. dem Deputationsantrage beigetreten, nach welchem ein auf Erthei- lung eines Dispenses von den dem Gesuch in seiner jetzigen Form entgegenstehenden baupolizeilichen Bestimmungen zu richtendes Gesuch befürwortet werden könne. — In demselben Sinne wird bezüglich des wiederholt gestellten Gesuches des Herrn Eberhard Fenster beschlossen, der einen bewohnbaren Stockwerksausbau in Fachwerk auf seinem theilweise abgebrannten Nebengebäude errichten will. — Herrn E- H- Müller soll auf Gesuch für die Straßenauffüllung vor den von ihm erbauten Häusern in der Schillerstraße die übliche Vergütung, 1 Mk. pro Cubikmeter, insgesamt 483 Mk. 50 Psg., gewährt werden. — Nach Anlage des von der Grünberger Straße nach der Schmall'schen Bleiche entlang dem Garten des Herrn H. Vogt führenden Fußweges hat Letzterer Anspruch auf Ersatz des Schadens erhoben, der dadurch verursacht wurde, daß infolge der im Verhältniß zur Lage des Gartens erhöhten Anlage des Weges das Spalier nebst dahinter angepflanzten Zwergobstbäumen beschädigt worden. Stadtbauamt wie Baudeputation haben die Berechtigung des Anspruches anerkannt und beschließt deshalb die Versammlung Bewilligung eines Ersatzes in Höhe von 270 Mk., welcher Betrag den Kosten entspricht, die die Errichtung einer Futtermauer, auf welcher ein Spalier errichtet werden kann, verursacht. — Herr Carl Huhn hat um Abänderung der am Eingänge zur Rittergasse befindlichen Straßenrinne der Marktstraße nachgesucht. Gesuchsteller begründet sein Gesuch mit dem Hinweis auf die Erschütterungen, denen seine Wagen infolge der tief eingeschnittenen Gosse ausgesetzt feien. Die Baudepntation hat Verflachung der Gosse nach der Ritter- gaffe hin empsohlen. Es wird antragsgemäß unter Bewilligung der auf 30 Mk. veranschlagten Kosten beschlossen. — Zur Erwerbung eines in die Flucht der Liebigstraße fallenden und zum Ausbau derselben nöthigen, an der Ostseite der Ludwigstraße liegenden Geländetheiles von 750 lUMeter wird Genehmigung ertheilt. — Die in der Sitzung vom 5. Febr. angeregte Anschaffung eines dritten Schneeschli11ens wird, nachdem die Baudeputation im Interesse der schnelleren Räumung der Straßen dieselbe empfohlen, genehmigt. — Die zur Abfuhr des Composts nach den städtischen Wiesen erforderlichen Kosten im Betrage von 312 Mk. werden bewilligt. — Als Sachverständige zur Ueberwachung der behufs Vertilgung der Blutlaus erlassenen Verordnungen werden die seither thätigen Mitglieder der Commission, die Herren Fr. Helfrich, Chr. Haubach I., Gg. Conrad Simon und Carl Steinberger wiedergewählt. — Die „Befreiung der untersten Steuerklassen von der Gemeindesteuer" hat die Stadtverordneten-Versammlung schon in einer früheren Sitzung beschäftigt. Bekanntlich wurden in einer Zuschrift der Bürgermeisterei Mainz die größeren Städte des Großherzogthums zur Unterstützung eines Antrages an die Großh. Regierung ausgesordert, der dahin ging, die untersten Stusen der Gemeindesteuer von der Entrichtung derselben zu befreien, ohne daß damit eine Beeinträchtigung in den staatsbürgerlichen Rechten der Betreffenden herbeigeführt würde. Die darauf folgende Berathung des Antrages auf dem Städtetage, auf welchem die Stadt Gießen durch Herrn Oberbürgermeister G n a u t h vertreten war, ergab zwar daS Einverständ- niß mit der Steuerbefreiung selbst, nicht aber bezüglich der vollständigen Wahrung der politischen Rechte. Besonders machte der Abgeordnete für Darmstadt auf den entstehenden Widerspruch aufmerksam, wenn den Angehörigen der untersten Gemeindesteuerklassen A, B und C, d. h. denjenigen, die ohnehin von der Entrichtung von Staatssteuern befreit sind, auch nach Eintritt der Befreiung von Gemeindesteuern die politischen Rechte gewahrt würden, während z. B. die Steuerpflichtigen der 1. Stufe der Staatssteuer (Einkommen von 5—600 Mk.) von der Berechtigung zur Wahl ausgefchloffen würden, wenn sie sich mit einem oder zwei Zielen im Rüch- stande befänden. Der Vertreter Offenbachs empfahl, falls dem Mainzer Anträge nicht im Prinzip zugestimmt würde, demselben in der Praxis dadurch zu entsprechen, daß man eine umfassendere Niederschlagung nicht eindringlicher Abgaben dieser Steuerstufen eintreten lasse. Was die Zahl der für Gießen in Betracht kommenden Steuerpflichtigen der Stufen A, B, C (Einkommen bis zu 300, bezw. 300—400, bezw. 400—500 Mk.), den jährlichen Steuersoll derselben, die Summe der uneinbringlichen bezw. zwangsweise beizutreibenden Abgaben und die daraus entstehenden Kosten betrifft, so machte Herr Oberbürgermeister Gnauth folgende Mit- theilungen: In den vorbezeichneten Klassen A, B, C befinden sich 265 Steuerpflichtige mit einem Steuersoll von 448 Mk. Von diesem Ansätze mußten 373 Mk. executorisch beigetrieben, 218 Mahnungen und 166 Psandbesehle erlaffen werden, was einen Kostenaufwand von 88 Mk. 20 Psg. veranlaßte. Um festzustellen, von welchem Werthe die Wahrung der politischen Rechte im Falle eintretender Steuerbefreiung ist, wurden auch Erhebungen bezüglich des Geschlechts der Steuerpflichtigen dieser Klassen angestellt, nach denen sich ergab, daß unter den 265 Steuerpflichtigen sich nur 27 Männer befinden. Die Finanz-Commission hat hiernach die Befreiung der Steuerstufen A, B und C empsohlen und zwar unter Verzicht auf den im Mainzer Anträge enthaltenen Vorbehalt wegen Wahrung der politischen Rechte. Die Versammlung beschloß im Sinne dieses Commissionsgutachtens. — Akademische Vorträge. Von dem gestern Abend gehaltenen Vortrage des Herrn Professors Dr. Schmidt geben wir eine kurze Scizze, da das behandelte Thema — „Tunis und Algier" — ein allgemeines Interesse beansprucht. Der Vortrag begann mit dem Hinweise daraus, daß die genannten Länder noch heute durch ihre Fruchtbarkeit, ihre landschaftlichen Reize, öle Eigenart ihrer uneingesessenen Bewohner sich auszeichneten. Ungeheuer sei ferner ihr Reichthum an Inschriften, sodaß im Jahre 1880 sogleich nach Herausgabe eines Bandes afrikanischer Inschriften mit 1100 Nrn. die Inangriffnahme eines Supplementbandes sich als unumgängliches Bedürsniß herausgestellt habe. Nach Wilmanns Tod sei ihm (dem Vortragenden) die Weiterführung der betreffenden Arbeiten übertragen worden. Zu diesem Behuse habe er im Ganzen zwei längere Reisen unternommen, deren Zielpunkte der Redner im Einzelnen genau aufzählt. Aus der zweiten Expedition sei er leider 80 Meilen südlich von Tunis an der Malaria erkrankt. — Im Allgemein e n characterisirt Herr Professor Schmidt sodann das Land als sehr fruchtbar, und namentlich an Weizen, Gerste, Oliven, Orangen und Granaten ergiebig. Heerden gediehen in üppiger Fülle. Eine gewisse Grasart, die zum Flechten verwandt werde, finde sich schon in dem vo» ihm herausgegebenen Fragment eines diocletianischen Edictes erwähnt. Ebenso kämen u. a. Tamarinde und Ricinus vor, weich' letzterer das Oel zum Schmieren von Maschinen und Nädern liefere. Der Ackerbau, der für die Einwohner überaus wichtig fei, hänge sehr von Wind und Wetter ab. In Bezug auf die ökonomische Lage könne man nichts Allgemeingültiges sagen. Wirkliches Elend treffe man kaum, wiewohl die französische Occupation dem Lande geschadet habe. Von den Franzosen hätten die Eingeborenen zunächst nur die Laster und Schimpfwörter übernommen. — Aus seine specielle Mission eingehend betont der Vortragende, daß seine Arbeit vor allem auch eine starke Constitution erfordert habe und daß er eben deßwegen auf gute Nachtlager besonders hätte sehen müssen. Diese seien dreierlei Art gewesen. Zunächst habe er zweimal in sogenannten Cafes übernachtet, die ihm aber das legiousweise auftretende Ungeziefer rasch verleidet hätte; 50 (!) Wanzen habe er einmal abgelesen. Die Bettler, an die der Redner bei dieser Gelegenheit erinnert, hätten dort die Sitte, den gütigen Gebern dadurch zu danken, daß sie dieselben vermittels mitgeführter Kohlengluth beweiräucherten. Ebenso unerträglich wie die Cafes sind dem Redner gewisse dort übliche, mit Dünger und Stroh bedeckte Hütten als Herbergen gewesen, ebenfalls wegen des Ungeziefers. Umsobesser erfüllten die Beduinenzelte diesen Zweck, mit deren Erkundung und Beschreibung einen Beitrag zur Wissenschaft geleistet zu haben er sich schmeicheln dürfe. Denn die geringeren Forscher achteten dergleichen nicht, bedeutendere aber, wie Maltzahn, hätten die Mühe der Untersuchung gescheut. Die Zelte bestünden an§ wasserdichtem Kamelgarn, mehrere lägen gewöhnlich zusammen. Im Innern seien sie in zwei Theile getrennt: eine Hälfte für Frau und Kinder, eine andere für die Gäste. Ihn (Redner) habe es nicht genirt, einmal in feiner nächsten Nähe zwei mit Blattern über und über bedeckte Knaben zu sehen; Aehnliches fei er vom Feldzuge gewöhnt. Gleich nach der Ankunft werde zunächst den Pferden Gerste gereicht; für das Gepäck sorgten die Diener. Dann beginne eine harmlose Unterhaltung mit den Männern. Die Frauen müßten alle Arbeit verrichten, sogar die Zelte aufstellen. Ihre Tracht bestehe aus einem auf beiden Seiten bis zur Hüfte offenen Kleide - die kleineren Kinder gingen nackt: so abgehärtet sei die Race. Umgekehrt steckten manchmal die Männer ihre bloßen Beine in's offene Feuer, um sie zu wärmen. Die Weiber trügen Ketten und Ringe, das letztere auch junge Knaben. Tättowirung einzelner Körpertheile sei eine allgemein cingesührte Sitte. Ein einigermaßen wohlhabender Mann besitze 3 bis 4 Frauen und 10 bis 12 Kinder. Die Frau nehme eine ganz unwürdige Stellung ein, schon in ihrer Jugend lerne sie nicht wie die Knaben. Die Hausthiere, Hunde und Katze seien verwildert und hartschlägig. Die Männer machten mit ihren ä Mk. 1.90 pr. */i Flasche a tuns Frankfurt am des Glace-Handschuhe neu eingetroffen 2333 fuhrfcheine können vom 21. d. M alten Rathhause versteigert werden: 2308 22 6 60 43 2 21 5 750 11 219,4 u Fichten-Reisig. I Canada Ost- Afrika 120 195 Rm. 120 fi und 40 6 Kühn. 2297 37 9 Franco gegen __________[20691 5 2 321 30 Heß. 2304 2319 ti n II 166 89 435 Baltimore Brasilien La Plata 94 415 17 6450 159 Eichen-Knüppel. Rm. Buchen- und 70 Sichen-Zopfreis. Rm. Nadel - Stamm - mit der Ausgabe, im Anschluß an die Unternehmungen der Association Internationale Africaine eine wissenschaftliche Station zwischen dem Tanganyika und Unganyembe zu gründen. Am 27. Juli 1880 brach die Expedition von Zanzibar auf, erreichte nach dreimonatlichem anstrengenden Marsche Tabora und zog von dort nach kurzer Rast weiter ins Innere. Die Schilderung dieser Reise, ihrer Beschwerden und Mühsale, die erst nach 5x/2 Jahren ihr Ende erreichten, weiß der Reisende in fesselnder Form vorzutragen, seine feinen Beobachtungen über Land und Leute tragen so sehr den Stempel einer scharfen und nüchternen, allen Phantasmen abholden Auffassung, daß wir den Besuch des Vortrages warm empfehlen können. Buchen- und Eichen-Knüppel, Aspen-Knüppel, Buchen-Stöcke, Buchen- und Eichen-Durch- forstungsreisig, Ächen-Astreisig, und ihre Heilung 1 vM 50 a) MaaehlBen-lBgenlear-Sehele ty ?V ♦ck« ein ter • Behelo. e — VeruBterrloht treL — nach Westindiee Mexico Havana im Nieder-Bessinger Wald. Mittwoch den 18. Märzd I, 80 Rm. Nadel-ZopfreiS. Rm. Buchen-Stöcke. Buchen-Scheiter, Buchen- u. Eichen-Knüppel, Buchen-, Eichen- u. Radel- Astreifig Buchen-, Eichen- u. Nadel- Stöcke. Poat-Dampfechi ffen von Hamburg VA ausgehoben. Meßen, am 9. März 1891. Großh. Amtsgericht. Fresenius. Der Anfang ist Vormittags um 10 Uhr am Nutzholz. Ober-Beffingen, 11. März 1891. Gr. Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Coucursversthren. Dar Concursverfahren über das Vermögen des Schuhmachers Friedrich Bogel von Wieseck wird nach Schlußtermin und Verwendung der Maffe Bor«, Gerichtsvollzieher II. Mittwoch den 18. März 189 >,von Vormittags lOllbr an, aus den Districten Zipfenwald, Buchwald, Fortbachsecke und Himberg, Versteigerung. SomStag den 14. MtS., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im .Adler" gegen Baarzahlung: 1 Ptantno, Damen- und Kinderhüte, Saderttheke, Ladenschränke, Waschcorn- «ode, Kletderfchrank, Regulator, Spiegel, Bilder, Tische, Betten, Juwelen und 1 Wagen Mihtm-Verkaus. Eine an her oberhess. Bahnstation Garbenteich gelegene, nach neuester Construction hergeftellte Holzversteigerung. Mittwoch den 18. d. M soll im Leihgesterner Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden 2327] Junges Bürschchen findet sofort , gegen hohen Sohn Beschäftigung, wo : Gelegenheit zur Erlernung eines Handnatürliche Sprache, wie sie eben jeder gesunde Mensch spricht. Prosp. und Broschüre: »Die Krankheiten der Sprache Holzversteigerung. I« den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a. d. Lda. werden versteigert: I. Dienstag den 17. März 1891 non Vormittags 9 Uhr an, au» den Districten Neue-Wald, Aspenstrauch und Hainwald, Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr in Abtheilung Haag. Leihgestern, am 12. März 1891. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. Hainbuchen-Stämme — 4 Fm., Fichten-Derbstangen, Rm. Buchen-Scheitholz, Festm. Eichen-Schnittholz von 3 bis 8 Mtr. Länge und 36 bis 50 Centimeter Durchmeffer, Festm. Eichen-Schwellenholz von 2,5 Mtr. Länge und 27 bis 36 Centimeter Durchmeffer, Festm. Eichen-Grubenholz von 18 bis 25 Centimeter Durchm und 2 bis 9 Mtr Länge, Festm. Kiefern-Schnitt- u. Bauholz von 31 bis 39 Centimeter Durchm. und 8—13 Mtr. Länge, Gottesdienst der Methodisten (Wolk-ngaffe 22). Sonntag, lü.März, Abd«.'/,7Uhr: EinMission?,Sgl.a.Frkf.a/M. Dienstag, 17. März, Abds. 8 Uhr: C. Raith, Prediger. [1794 nebst Oeconomiegebäuden, umgeben von Gärten und etwas Wiese, soll Moatag den 16 dS. MtS., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause zu Garbenteich unter günstigen Bedingungen versteigert werden. Günstige Gelegenheit zu Oeconomiebetrieb geboten. Nähere Auskunft ertheilt Sparkafferechner Burk, Watzenborn. [2294 30 820 55 130 7 192 840 A. Bau- und Nutzholz: Eichen-Stämme mit 12,06 Fm. Inhalt. Nadel-Stämme mit3,65Fm.Jnhalt. 8 Brennholz Rm. Buchen-, 31 Rm. Eichen- und 6 Rm Aspen-Scheiter. Rm. Buchen-, 23 Rm. Eichen-, 44 Rm. Nadel- und 3 Rm Aspen- Knüppel. Rm. Buchen-, 160 Rm. Eichen- Zopfreis, 390 Rm. Nadel-Stamm- und 160 Rm. Nadel-Zopsreis. Arbcik«rrßci,nmgw. Hoiioersleigerung btn 1*7 I MtS vom 10. d. Mts. in der Oberförstern von Vormittags 9 Uhr an, sollen im genehmigt. Dre Ab- Katholische Gemeinde. Passions-Sonntag, 15. März. (Großes Gebet). Großh. Obersörsterei Schiffenberg. Heyer.2299 Rm. ii n. A. Bau- und Nutzholz: Eichen-Stämme mit 20,49 Fm. Inhalt. Buchen-Stämme mit 2,41 Fm. Inhalt. Eichen-Derbstangen mit 0,19 Fm. Inhalt. Nadel-Reisstangen mit 8,70 Fm. Inhalt. Zusammenkunft am ersten Tage ist im District Neue Wald bei Nr 1 und am zweiten Tage rm District Zipsen- wald ebenfalls bei Nr. 1. Bemerkt wird, daß das Brennholz im District Neue Wald und Aspen- stranch an Stellen, von wo eine gute Abfuhr nach den Ortschaften Buseck und Wieseck ist, steht. Laufmädchen für einige Vormittagsstunden sof. gesucht. Wo? sagt die Erped. d. Bl. [23u2 B. Brennholz. Rm. Buchen- und 11 Rm. Eichen'Scheiter. Rm Buchen- und 19 Rm gebräunten Gesichtern, Armen und Schenkeln den Eindruck der Kühnheit und Kraft- verschiedene Typen bei verschiedenen Ltämmen könne man nicht nachweisen. Ihre Bekleidung setze sich aus einer Art Hemd und Weste zusammen, in der Stadt komme noch die Hose hinzu. Zur Abendmahlzeit der Beduinen werde das sogenannte Kuskus mit Vorliebe verwandt, eine aus gedämpftem Weizen, Butter und Paprica bereitete Speise. Bei Anwesenheit von Gästen schlachte der Herr auch einen Hammel, eine Ziege oder Hühner. Für jeden Gast werde dann ein Stück Fleisch oft von li/2 bis 2 Pfund auf die Weizenspeise gelegt. Die abgegessenen Knochen er halte die übrige Familie zum völligen Abknappern- ebenso den Weizen, nachdem die von den Gästen hineingegeffenen Löcher wieder zugeschmiert wären. Nach dem Essen spülten sich die Eingeborenen den Mund aus, was den Grund für die Gesundheit ihrer blendend weißen Zähne bilde. Mit der Bemerkung, daß nach dem Gehörten eine Afrikareise den Zuhörern wohl schwerlich noch als etwas besonders Schönes erscheinen werde, schloß der interessante Vortrag. — Wie aus dem Inseratenteil zu ersehen ist, giebt die hiesige Abtheilung der deutschen Colonialgesellschaft unserer Bürgerschaft Dienstag den 17. März, Abends 8^2 Uhr Gelegenheit, einen Vortrag des berühmten Afrikareisenden P. Reichard zu hören. Wir glauben daher, daß folgende Notizen über die Persönlichkeit des Vortragenden unseren Lesern erwünscht sein werden: Herr P. Reichard unternahm im Jahre 1880 zusammen mit Herrn v. Schoeler, Dr. Böhm und Dr. Kaiser im Auftrage der afrikanischen Gesellschaft in Deutschland und des Königs der Belgier eine Reise von Zanzibar in das Innere des dunklen Erdtheils, Die Bauchredncrkunst von Gustav Lund. 2. Aust Mit Illustrationen. Geh. Preis 50 H. €. A. «och'S Verlag, Leipzig. Der Gesangs-Komiker. Ausgewählte EorrpletS, Duette, Soloseenen rc. mit Pianoforte-Be- gleitung. 25 Bande (Bd. 20—25 neu) Bd» 1 Jnhaltsverzeichnttz gratis und franco. Samstag: Nachmittags von 2 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; Abends um Vt8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 7 Uhr Anfang de8 Großen Gebetes: um und */& Uhr heilige Messen; um 10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 4 Uhr letzte Betstunde und nach Beendigung derselben feierlicher Schluß Großen Gebetes kommen zum Verkauf: Buchen-Stämme von 39 bis 43 cm Durchmeffer, 3 bis 6 Meter Länge, 282 96 ,, Zusammenkunft ist Morgens 9'/r Uhr beim Pflanzgarten und kommt das Werkholz zuerst zur Versteigerung. Nieder-Befsingen, 12. März 1891. Gr. Bürgermeisterei Nieder-Befsingen. Horst. 2314 für das Comptoir einer htes. Fabrik ge- s11cht. Näb. in der Exp. d. Bl. [2334 Stottern > heilt vollständig und dauernd Spracharzt (Gerdts, Binnen NB. Keine Methode, sondern eine 2071] Für meine Material-, Färb- und Colonialwaaren-Handlung en detail suche einen Lehrling. Kost und Logis im Hause. Gießen. C. Fr. Temmler. Gottesdienst in der Synagoge Samstag, 14. März Freitag Abend 5" Uhr, Samstag Morgen 8” Uhr, Samstag Mittag 3°° Uhr, Samstag Abend 646 Uhr. Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst. Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Bibelstunde am Montag den 16. März, Abends 8 Uhr, in der Kleinktnderschule; Hebräerbrief, Kap. 4: die Ruhe des Volkes GotteS. Pfarrer Dr. Naumann. 6. Passionsandacht am Mittwoch den 18. März, Abends 6 Uhr, in der Kirche: Pfarrer Dingeldey. Am Sonntag Palmarum, 22. März: Buß- und Bettag. An diesem Sonntag nach den Gottesdiensten Collecte für hilfsbedürftige evangelische Gemeinden unseres Landes unter überwiegend katholischer Bevölkerung. Die Psarrgeschäfte in der Woche vom 15. bis 21. Marz besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Freibank. [2324 I. .Dosenfleisch nicht ladenrein, pr. Psd Sv Pfg. 2323] Laufmädchen oder Lauffrau ___auf sogleich gesucht. Ludwigsplatz n. Durch neuen günstigen Gelegenheitskaus gebe ich eine Parthie Handschuhe, schwarzen und farbigen Peluche, Sammt, iowie Bänder „crr® jg. in schwarz, roth und allen sonstigen Far-1 2öo? sagt die Exped- d. Bl. den und dann einen großen Posten > - - " — vermittelst der schönsten und grössten deutschen Post-Dampfschiffe OceaÄtGbisTTage Ausserdem Beförderung mit directen deutschen finden dauernde Beschäftigung bei gutem Lohn. Hamburg Amerikanische J/acketfahrt-Äctien-Sesellschan. Express- A und Postdampfschiffahrl1. Hamburg-New-York Technicum Mittweida — Sachsen. — Treis a. d. Lda., 12. März 1891.1 Großh. Bürgermeisterei Treis a.d. Lda.: Benner. 2322 Dienstag den 17» März 1891 kommt im Ober - Bessingener Gemeindewald, District Hard, folgendes Holz zur Versteigerung: TT Z TTT \ 7 Marken No. 25 und 35 der Marsala u. Vino dolce Wein • Import • Gesellschaft (Lentral-Berrval- Köpfe T« fertigt. Perrücke«,To«pe-, Scheitel nach Maß. Theater- Perrücken u. Bärte leihweise bei Georg Petri Wwe. Nachf., Seltersweg 43. 492 1.- „ Ve fi » iSSflü iuet i*»ti 3itl”6ä|'Neit SUgeftimn??' 1 ei«6rinQii? "«•Et* 21 Neuers, Poften 6$ .*>•' •;.«$ Urrä X w Steutz beftnbeu. Di- -o^eiung der Steuer- »r,«ff auf , »egen Wah- lammlung btfdjlofe i« taSK^IIUI an bei Großh Rentamt Meßen g 2879 72 ^ogen werden. Dre Ueberwersung des 749_ Holzes erfolgt Montag den 20160 23 d. M., Morgens 7 Uhr. | Gießen, den 11. März 1891. 2305] Wer ertheilt zur Vorbereitung! i zum Reserve Offiziers Examen den 1 I nöthigen Unterricht t - _____________________- _ ' Offerten mit Honorar-Ansprüchen unter Städtisches Schlachthaus. »"■ ven UN0 UUllii einen »i»ven 4>u|icn ; —, * w- , «• a . Vorhänae, Stickereien, Spitzen rc. Ftthrruecht gk sucht. zu sehr billigen Preisen. 2129 Nur solche Leute, die Liebe zu Pferden L. Mühlhansen, Westanlage 15. (baben und beste Zeugnisse besitzen, wollen . -1. -i .... i ihre Adressen in der Exped. d. Bl. unter 8—10 tüchtige Schreiner, Nr. 2328 abgeben.2328 Aeitgeöotenes. 2306] Spate«, Hacke«, Schippe«, Rechen, Hecken- und Rosenscheeren, Baumsägen Sicheln. Sensen empf. Carl Hensel, Walltborstraße. Junge starke AkpfcWäUMk zum Verpflanzen werden abgegeben 2301] HauS-Nr. 29, Kinzendach. ytetn Abend gehaltenen geben wir -hem — „Tunir und chrucht. Der Vortrag 16 die genannten Länder " landschaftlichen Reize, ohner sich auszeichneten, ln Inschriften, sodaß im aes Bandes asrikanischer Wahme eines Supple- )edürfniß hcrausgeM dem Vortragenden) bit ’n übertragen morden. zwei längere Reisen Heiner im Einzelnen Müon \i\ et leider Malaria erkrankt. — )tn Prosesior Schmidt .d namentlich an Weizen, aten ergiebig. Heerden visie Grasart, die zum schon in dem von ihm cletianischen Edictes er- und Ricinus vor, welch' 1 Maschinen und Rädern wohner überaus wichtig ab. In Bezug aus die lllgemeingültiges sasen. .iewohl die sranMche . Don den Franzosen die Lasier und Schiel- cielle Mission eingehend vor allem auch eine starke , er eben deßwegen aus hen müsien. Diese >-l-° be er zweimal in M ji aber das legtouSwetse 50 l'.] Wanzen dort di- ». h 16 '1C SKS y» aus )ii 3elte Lianim®- fl 8=”d " eine - 9etI”” di- „d-re ° nto[ten einmal ^en^be.'»a ®lei4T a, aelvdhnr- ieziuue e -cl(lt gOe t dis V ' Littet i« nnif- 10 Ä-E , die^°"^x l ®i'btr " ” au* „führte ein-°ll d. Prima des Realgymnasiums besucht, Pension gesucht, am liebsten in einer Familie, wo, derselbe jüngeren Schülern Nachbülfe- unterricht ertbetlen kann. Gefl. Offerten erbitte u R. R. Nr. 17 an d. Exp. d. Bl. | 2293] Familienlogis zu vermiethen. I Katharinengasse 10- Mitglieder erhalten je ein numerirtes Billet zum halben Preis. : Billetverkauf in dec I. Nicker'schen Buchhandtung. —- Anmeldung neuer Mitglieder ebendaselbst. --------- Der Reinertrag wird der Colonialgeselljchaft überwiesen. De« Vorstand d D» C -G., Abth. Gissten Disconto-Command^Anth Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Act. Oeft. Credit-Act. Oeft. Staatsb.-Act. Heute 9iachmittag V/2 Uhr verschied sanft, nach kurzem aber schwerem Kranksein, unser innigltgeliebter Vater, Schwiegervater und Großvater, der gewesene OrtMilhIsiAm HeiMlh Akphllll im 84. Lebensjahre, was wir Verwandten und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme hierdurch mittheilen. Großen-Buseck, am 12. März 1891. Schlußcovrse 1 Uhr 15 Mim 86 50 40/g Ung. Gold-Rente (Zwergschule in BoLeuheim bei Arankfurt a. M.) i Sichere Vorbereitung junger Leute im Alter von 14 bis 22 Jahren wr | Postgehülfenprüfung. Zur Aufnahme sind besondere Vorkenntnisse nicht . e> forderlich. Pension auf Wunsch in der Anstalt. Satzungen durch Direetor Volz, Cassel. . 2320 Coursverrchr von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 13 März 189L Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dingeldey, sowie für die überaus reiche Blumenspende 2316] Wohnung von 3—5 Zim- mit । Lagerraum per 1. April oder Mai zu miethen gesucht; besond. Geschäftsl. nicht .......... ..... ..., ____ .....____ ,..... erforb darf auch in der auß Stadt sein. Auftrag der Deutschen Afrikanischen Gesellschaft und des Königs der Belgier u. H. C. W.42 an die Exp. d Bl. Rß imfortinnintonP Npis- in hmAfon. 99.10 50/0 Jtal. Rente 86 65 41/5% Oesi. Silber-Rente 50/0 Ruff. Hl- Orient ^cht-ll.M-Wch-MM^ 2252] Ein junges Mädchen tagsüber ' 2315] Ein zuverlässiges Mädchen zu i ~ für Hausarbeit gesucht. Kindern gesucht. in .psrnau. 2303 i Bahnhofstraße 18, parterre. I Frau Plank, Kaplansgaffe 2. Gießener Männer-Gesangverein. Samstag de» 14. d? M.: Abendunterhaltung im Cafe Leib KÄiserpanorama MüuSburg 12, parterre. Diese Woche große historische Serie: ie iu । Erinnerungen an den 30/0 Preuß. Conscls Feldzug 1870/71. u. a.: Kaiser Wilhelm l vor Sedan, : Begegnung des Kronprinzen von Sachsen mit s>'inent Bruder auf dem Schlachtfelde, NB. Gäste haben nur gegen Einladungskarten Zutritt. [2325 Dritter Vortrag her Deutsche» Coloniatgeseltschufl (Abteilung Gieß«») Dienstag den 17. März, Abends 8*/2 Uhr, in der Universitäts-Aula. 22981 Der untere Stock des Hauses Asterweg 13, neu hergerichtet, ist unter günstigen Bedingungen zu vermiethen. Näheres zu erfragen bei Herrn Fried. Benzlev, Schreinermeister, Asterweg 2332] Ein sreundl. möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen Asterweg 16. 2317] Ein möbltrtes Zimmer zu ver- miethen. Frankfurterstraße 62. 2331] Zwei große ineinandergehende gut möbl Parterre-Zimmer zu vermiethen- Asterweg 16. 2326] cand. theol. sucht zum April billiges möbl. Zimmer bei Pfarrer- oder L^hrerfamilie. Offerten sub E. E. an die Exped. d. Bl. einzureichen. I 22951 LooS Rr. 172 hat den Bogels- kafig gewonnen. ______W. Krug. Schluß der Saison 22. Mars r Friedhof u. Straßenkampf in Le Bourget, Gefangennahme Napoleons, zerschossene Schlösser, Häuser, Brücken, sowie Verschanzungen. Befestigungen, Laufgraben, die Denkmäler von Spichern, Wörth, Weißenburg und Graielotte u. s w [2074 Avis: Mache Militär- u.Krie^ervereine hierauf besonders aufmerksam; in all n f Stödten großartiger Erfolg. | ^ergw.-Act. Donnerstag den 19. März 1891: 3«/a% do. 205,10 149,30 Lomb. E--B.-Act. BuMherader E-B.-Act. 114 25 436 00 154 80 Elbthal-Bahn-Act. 201 00 129.60 Gotthard-Bahn-Act. 153.70 104.25 Schweizer Nordost-B.-Act. 143 20 273 00 Mainzer E.-B.-Act. 115 60 218 25 Marienburger E.-B.-Act. 64 40 96 — Ver. Königs-Laurah.-Aet. 126 20 162 20 Tendenz: fest. Dia « Kett«»- Samstag den 14. März (Siebener Anzeiger*. Beilage zu Nr. 62. - 1891; Feuilleton. Annerod und die Franzosen. 1797—1798. (Fortsetzung.) Natürlich ließen sich die französischen Offiziere, obgleich sie in einem kleinen Dorfe lagen, nichts abgehen, und was da nicht zu haben war, das wurde in Gießen geholt. Die Metzger Wilhelm Weidig, Philipp Möhl und Konrad Vogt daselbst lieferten das Ochsenfleisch, einmal auch wurde im Dorfe ein Hammel geschlachtet und auch nur einmal kommen 9 junge Hahnen in der Rechnung vor. Aber die Fleischrechnung beträgt im Ganzen 621 fl. 34 Fr. Bescheiden dagegen ist der Betrag für Weißbrod mit 46 fl.; doch haben die Franzosen auch Schwarzbrod gegessen. Den Wein lieferte „der Weinwirth Joh. Phil. Busch im Garten bei Giesen" und „des Beckermeister Joh. Seippen Wittwe zu Giesen" im Gesammtbetrage von 1017 fl 28 kr. Bier kommt in der Rechnung nicht vor, dagegen ein Posten von 157 fl. 12 kr. für Branntwein, den der Krämer Dom. Rossi in Gießen lieferte. Der Krämer Gg. Dan. ALmus zu Gießen lieferte den Schweizer und Holländer Käs, die Krämer Rumpf daselbst Zucker und Nudeln, Joh. Balth. Bruck Specereiwaaren, Dom. Rossi Essig, Oel, Eitronen und Muskatnüsse, Konr. Balth. Busch Kaffee, Zucker, Reis, Baumöl, Dichter, Gerüche, Zwirn, Papier u. dergl. (856 fl. 22 kr.). Dagegen wurden Butter, Eier, Zwiebeln, Salat und andere ländliche Erzeugnisse von Dorfbewohnern selbst geliefert, aber auch bezahlt. Kartoffeln wurden zu Ende des vorigen Jahrhunderts in Annerod noch nicht gegessen, sonst kämen diese doch wohl auch in der Rechnung vor. Einer der in Annerod einquartierten Osfiziere, der Capi- tän Bopp (der Name läßt vermuthen, daß es ein deutscher Neberläufer war) hatte offenbar an der ländlichdn Abgeschiedenheit des Dörfchens wenig Gefallen. Er ließ sich von der Gemeinde während der 11 Tage, die er in Annerod einquartiert war, täglich 6 Livres bezahlen und wird dann wahrscheinlich bei Kameraden die Vergnügungen der Großstadt Gießen genossen haben. Der Gesammtbetrag der Ausgaben für die Verköstigung der französischen Osfiziere belief sich auf 2911 fl. 28 kr. Die Unteroffiziere und Gemeine waren soweit möglich im Dorfe einquartiert und verpflegt. Doch konnten bei dem raschen Eindringen der Franzosen nicht alle Truppen in Privatquartieren untergebracht werden. Zwei Wirthe in Annerod, Eberhard Muskulus und Johannes Groß, hatten vom 21. April 1797 bis zum Jahresschluß, sowie 1798 eine größere Anzahl von Ordonnanzen und Soldaten zu verpflegen, auch die Piquets mit Fleisch, Brod, Bier und Branntwein zu versehen, wodurch 209 fl. 16 kr. Kosten erwuchsen. Zwar wurden die Pferde der einquartiertcn Reiterei aus den angelegten allgemeinen Magazinen versorgt, aber trotzdem wurden im Dorfe an Hafer, Gerste, Heu und Stroh beträchtliche Mengen von den Franzosen requirirt, wofür die Gemeinde 678 fl. 55 kr. zu bezahlen hatte. Interessant sind auch die Ausgaben „an Entschädigung denjenigen Unterthanen, welche ihr Vieh und Geschirr entweder auf der Kriegssuhre verloren haben, oder dessen durch feindliche Requisitionen oder durch die bekannte Executions- Maßregeln im Mai 1797 beraubt worden sind." Es sind zwar nur drei Posten hier aufgeführt, aber doch betragen sie zusammen 109 fl. 30 kr. Wir finden da: „Joh. Phil. Hamel zur Vergütung des Verlustes, welchen derselbe an einem Ochsen, so die Gemeinde Annerod auf Befehl Fürftl. Land-Kriegs-Commission an die Gieier Metzger verkaufen müssen, gehabt hat — 18 fl. „Eberhard Muskulus vor eine Kuh, welche die Gemeinde aus Befehl Fürftl. Land-Kriegs-Commission ins französische Hauptquartier nach Lich liefern müssen — 60 fl. „Dem Fuhrmann Joh. Phil. Otto von Grosenbnseck an Curationskosten wegen seinem aus einer Fahrt für die Gemeinde Annerod nach Kölln verunglückten Pferd wiederum vergütet — 31 fl. 30 kr." Ebenso merkwürdig wie characteristisch für die französische Käuflichkeit und Bestechlichkeit ist die nun folgende Ab- theilung der Rechnung über Ausgaben „zu Bezahlung erpreßter feindlicher particularer Geld - Contributionen, wie auch der Geschenke, welche zuweilen den französischen Befehlshabern re. um größere Bedrückungen abzuwenden, gemacht werden mußten." Gleich der erste Posten ist bemerkenswerth. Es heißt: „Einer Patrouille rother französischer Hußaren, welche am 21. April 1797 nach Annerod gekommen und entweder eine starke Quantität Fuhren mir Pferden oder 12 Carolin baar Geld verlangt, gegenfalls das Ort angesteckt werden solle, sind von Schultheis und Vorstehern bezahlt worden 110 fl. „Eodem haben einer Patrouille französischer Reuter statt eines ins Lager verlangten Wagen mit Steinkohlen mit 4 Pferden bespannt bezahlt werden müssen 38 fl. 30 kr." Bei diesem Posten sind die Steinkohlen besonders auffallend. Ebensogut hätten damals bie Franzosen einen vierspännigen Wagen mit Gold fordern können, er wäre ebensowenig aufzutreiben gewesen wie ein Wagen mit Steinkohlen, die man damals bei uns noch gar nicht kannte. Ohne Zweifel sind darunter aber Braunkohlen verstanden; eine alte Grube, die wohl damals schon im Betriebe war, ist nahe bei Annerod gewesen. An Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer kann deßwegen nicht gedacht werden, weil dieses Bergwerk erst 1815 an einen Herrn Buderus verliehen wurde und erst 12 Jahre später in eigentlichen Betrieb gesetzt wurde. „Den 22. April 1797 hat eine Patrouille sranzösischer Reuter mehrere fette Ochsen und Kühe ausheben wollen, und um dieses zu verhüten, haben Schultheis und Vorsteher an selbige bezahlen müssen 8 Carolin — 88 fl. „Eodem haben an eine französische Patrouille Canonier, welche eine ungeheure Fourage-Lieferung nebst vieler Butter ins Lager bei Watzenborn angesetzt und wovon einige geliefert worden, vor das nicht gelieferte aber bezahlt werden müssen 132 fl. „Den 2. Mai einem sranzösischen Commissär vor einen ansehnlichen Nachlaß an einer Fourage-Lieferung nach Garbenteich bezahlet 27 fl. 30 kr. „Den 5. Mai 1797 hat ein französischer Commissär mit 6 Reuter eine Fourage-Lieferung von 400 Rationen Heu und 400 do. Hafer nach Wetzlar verlangt, wovon aber nur 150 Rationen Heu und 200 Rationen Hafer geliefert werden können, und das übrige bezahlt werden müssen mit 66 fl. „Den 14. ejuad. Einem französischen Commissär, welcher von Lich auf angeblichen Generals Befehl gekommen, um alle im Orte befindliche Fourage mitselbst Durchsuchung der Gebäude ausfindig zu machen und aufzuschreiben, daß dieses unterblieben und eine wahrscheinlich darauf erfolgte Lieferung abwendet wurde, sind deßhalb baar bezahlt worden — 33 fl. „Eodem An die Soldaten, welche die Haussuchung verrichten sollen, sind bezahlt worden — 5 fl. 30 kr." (Schluß folgt.) provinzielles. □ Ruppertenrod, 12. März. Die älteste Person unserer Gemeinde, die Jungfer Otterbein, feierte heute ihren 95. Geburtstag. Sie ist also eine Altersgenossin des hoch- seligen Kaisers Wilhelm I. Obwohl seit einer längeren Reihe von Jahren bettlägerig, genießt sie noch die schwerstverdau- lichen Speisen und ist auch noch geistig frisch. — Ober • Ohmen, 12. März. Der seitherige Pfarrverwalter Herr Jung dahier hat die hiesige Psarrstelle definitiv übertragen bekommen. + Villiugen, 12. März. Unseren Ort zierte Jahrhunderte lang eine Linde. „Villingen bei der schönen Linde" wurde unser Dorf in früherer Zeit vielfach genannt, und ein wirklich stattlicher, wohlgepflegter Lindenbaum war es auch, unter dessen Zweigen alljährlich am Kirchweih- und anderen Festen sich die Jugend des Ortes von einer Generation zur andern bei fröhlichen Tänzen erfreute, wozu die auf den Aesten des Baumes plaeirten Musikanten ihre fröhlichen Weisen erschallen ließen. Im Lause der Zeit ist diese Linde nun dürr geworden und wurde sie in diesem Winter durch die Axt beseitigt und mit ihr ein schönes Andenken an die gute alte Zeit. A Traishorloss, 12. März. In diesen Tagen starb zu Kassel Herr Bergwerksdireetor Ernst, unter dessen Leitung die hiesige Brikettssabrik Grube „Friedrich" erbaut und etwa neun Jahre verwaltet wurde. Im vergangenen Jahre zog Herr Director Ernst mit Familie von hier weg und übernahm die Leitung einer ähnlichen Fabrik bei Hannover. Als heute die Trauernachricht hier eintraf, herrschte allgemeine Theilnahme über das Hinscheiden des noch im rüstigen Mannesalter stehenden, hier wie auch in weiter Umgegend bekannten und hochgeehrten Mannes. Dermtfdrtes» A * Aus hem Großherzogthum Hessen, 12. März. Der Abgeordnete Racke hat bei der zweiten Kammer den Antrag eingebracht: „An Großherzogliche Regierung das Ersuchen zu richten, den Landsländen eine Gesetzesvorlage zugehen zu lassen, behufs Einführung einer hessischen Staatslotterie" A * Mainz, 12. März. Der Finanzausschuß der Stadt Mainz hat die Aufnahme eines neuen städtischen Anlehens zu oder 4% beschlossen und sieben Bankfirmen zur engeren Submission eingeladen. Mit dem Anlehen soll in erster Linie eine schwebende Schuld bei der Bank für Handel und Industrie im Betrage von etwa 21/2 Millionen Mark gedeckt werden. Gleichzeitig mit der neuen Anleihe soll auf mehrere Jahre ein Kassen-Darlehensvertrag abgeschlossen werden, wie es seither zur Deckung laufender Bedürfnisse mit der Bank für Handel und Industrie in Darmstand bestand. * Berliner Grundstückspreise. Das Grundstück Friedrichstraße 194 — 37 Quadratruthen groß — ist für den schönen Preis von 1365 000 Mk. verkauft worden. Lingesan-t. Gießen, 12. Marz. Eisenbahn Londorf-Lollar betreffend. Der kurzen Notiz in Nr. 51 des Gießener Anzeigers folgten in Nr. 53 und 57 drei weitere Besprechungen über diesen Gegenstand. Das anscheinend erst in jüngster Zeit bekundete große Interesse für eine direkte Linie Londorf-Gießen war vor mehreren Jahren bei der ersten Vermessung Londorf-Lollar nicht vorhanden, und konnte in Folge dessen nur die kürzeste Linie mit Einmündung in Lollar gewählt werden. Nach großen Mühen und unter Aufwand an Geld und Zeit ist endlich die Lumdathalbahn, unter thatkräftiger Unterstützung des gegenwärtigen Vertreters der Großherzogl. Regierung definitiv genehmigt, und darf daran nichts mehr geändert werden! Für die Stadt Gießen ist es nunmehr angezeigt, dahin zu wirken, einen Anschluß an diese feststehende Linie zu bekommen, und gleichzeitig dem gewerblich zurückbleibenden nördlichen Stadttheil durch Errichtung eines Nebenbahnhoses in der Nähe des Rodberges aufzuhelsen. Eine Gebirgsbahn, wie der Artikel ad 2 in Nr. 53 befürchtet, wird diese Anlage nicht, denn von einem Punkte bei Mainzlar ausgehend, durch die Einsattelung zwischen Hangelstein und Lollarer Kopf, unter Benützung der Gießener Landstraße, sodann Wieseck berührend, und am Nordende der Stadt mit Einführung in die Main- Wtser-Bahn ausgeführt, sind diese 8 bis 9 Kilometer-Bahn sehr billig iu bauen und zu betreiben. Altenbuseck bleibt selbstredend außer Acht, da cs Niemanden einfallm wird, über den dortigen Gebirgskamm eine Bahn zu legen. Betreff. Errichtung einer Guter-Verlade- und Personen-Halte- stelle im nördlichen Stadttheil: — (ob dieselbe direkt am Rodberg angelegt wird, oder in den großen Wiesenflächen links und rechts der Marburgerstraße) —, muß diese Platzfrage den speciellen städtischen Interessenten zu bestimmen überlassen bleiben! Große Kosten verursacht auch diese Anlage nicht. Daß der Hauplbahnhof Gießen durch einen derartigen Nebenbahnhof ganz erheblich entlastet wird, also das Gegentheil von dem eintritt, was der verehr!. Einsender des zweiten Artikels in Nr. 53 sagt, dürfte einleuchtend sein. Außerdem wäre es für die Oberhessische Staatsbahn eine Kleinigkeit, ihre Linie Fulda-Gießen hier ebenfalls münden zu lassen, da es von der großen Wiese rechts der Marburger Straße bis zum Wärter Nr. 5 der Oberhessischen Bahn — Kreuzpunkt der Bahn mit der Straße nach Rödgen (Zollstocksweg) nur eine kurze Entfernung ist. Die Oberhessische Staats-Eifenbahn ist mit ihrem Bahnhofs- Anschluß in Gießen in einer gedrückten Lage, und muß schon gegen- wärtig die Straßenkreuzung am Seltersberg zum Rangiren ihrer Züge mitbenutzen. Eine Ablenkung ihres Güterverkehrs von Fulda, Alsfeld rc. nach dem neuen Bahnhof am Rodberg führt ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Entlastung des am entgegengesetzten Ende der Stadt belegenen Hauptbahnhofes herbei. In Erwägung sämmtlicher maßgebender Factoren können wir unsere früher geäußerten Ansichten nur wiederholen, daß es im allgemeinen stützen, sowohl für die betreff. Land- als auch die Stadt- Bewohner, und im Interesse des gesammten Handels- und Gewerbestandes liegt: 1. Die befchlossene Erbauung der Bahnlinie Londorf- Lollar baldigst zur Ausführung zu bringen; 2. Die Errichtung eines NebenbahnhofrS, im Nord- ende der Stadt, zu befchlietzen und dessen Ausführung zu bewerkstelligen fuchen. w. titcratur Kunft — Vor uns liegen die Nummern 9 und 10 der „Gartenlaube . Sie bringen neben den Fortsetzungen der beiden Romane „Eine unbedeutende Frau" von W. Heimburg und „Truggeister" von Anton von Verfall eine Reihe ausgezeichneter Artikel aus den verschiedensten Wissensgebieten. Insbesondere verdienstlich finden wir es, daß die „Gartenlaube" mit der Macht ihrer weitgehörten Stimme für die nothleidenden Weber in der Grafschaft Glatz eintritt. Ein offenbar sehr genauer Kenner der Verhältnisse schildert in bewegten Worten die Leiden der armen Menschen, erörtert die Grunde und macht vernünftige Vorschläge zur Besserung. Möge der Aufruf der „Gartenlaube", die schon oft bei öffentlichen Nothständen mit kräftiger Hilfe eingegriffen bat, auch diesmal von Erfolg begleitet sein. Warze ob sarche MenW § direkt aus der Fabrik von von Elten & Keussen, CrefcQ. Man verlange Äufter mit dlngabe dcS Erwünschten. Meine werthen Badegäste, sowie ein verehrliches Publikum mache ich j darauf aufmerksam, daß ich mit dem Heutigen ein Dampf-Schwitzbad in meiner Badeanstalt eingerichtet habe und empfehle solcher zur gefl. Benutzung. — Aller Nähere in der Badeanstalt zu erfragen- 1799 AttArea* Eitler. billigen [1585 Preisen empfiehlt A Fa«gmano- Bahnhofstr» 29. Fensterkitt rc. empfiehlt 2195 Otto Schaaf, Baumwachs. I Regenschirme Als frisch eingetroffen empfehlen: Aechte Emmenthaler-, Feinste Nahm-, Limburger-, Hohenburger-, Parmesan-, Edamer-, Kümmel- und Frühstücks- Käse in anerkannt vorzüglicher Qualität. Drebes & Wallenfels 21 Marktplatz 21. i830 2172] Zwei Bettstellen mit Ma« trotzen billig abzugeben. Neustadt 11. Söennedien’s (m"^T‘^33riefordner Für Geschäfte unentbehrlich! Ueberal! vorrätig. Berlin * F. SOENNECKEN's VERLAG ♦ BONN » Leipzig 1768 Das Neueste und Eleganteste in Kinderwagen eingetroffen. MM WM A. Kilbinger (L. TennerS Nachf ). Eelterswkg 19. 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Bewerber haben ihre Meldungen unter Angabe von Alter, Wohnort und seitheriger Beschäftigung, sowie Beisügung etwaiger Zeugniffe über ftühere^ Arbeitsleistungen ähnlicher Art schrrsllich bet de« Bezirksbauausseher Rohrer m Gießen, welcher über die Drenstob- lieaenheiten weitere Auskunft erthellt, bis längstens 22. März d. I. zu er- ^Gießen, am 9. März 1891. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen- 2283 v. Gagern. Concursverfahren. Ueber den Nachlaß des Gr. Kreis- veterinärarztes Dr. Jul.u» Geist in Grünberg wird, da die Wrttwe desselben, Marie, geb. Cellarius, Namens ihres minderjährigm Sohnes Karl Geist die Erbschaft ausgeschlagen, aus Antrag des bestellten Rachlaßverwalters, nachdem er hie Ueberschuldung glaubhaft gemacht hat, heute am 10. März 1891, Rach- mittags 5 Uhr, das Concursverfahren °^Der Herr Sparkasserechner Julius Karl in Grünberg wird zum Con< cursverwalter ernannt. Concurssorderungen sind bis zum 3. April 1S91 bei dem Gerichte awmmelden Es wird zur Beschlußsaffung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- bigerausschuffes und eintretenden Falls über die in§ 120 der Concursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prü- sung der angemeldeten Forderungen auf ^aMst üg brn 11» April 1881, BorMittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Ter- min anberaumt. Allen Personen, welche eine zur C-ncursmasse gehörige Sache in Besitz Kaden oder zur Concursmasse etwas schuldig find, wird ausgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen «bet zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitz der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Be- friedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zum 1. Slptil 1891 Anzeige zu machen. Das Grotzh. Amtsgericht zu Grimberg, fgez.) Mickel. Keröffentlicht gemäß § 103 der C.-O. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts Wiehner. 2256 Submission. Die Abfuhr des Straßen- kehrichtö aus das Jahr 1891/92 soll aus dem Submissionsweg vergeben «erden. — Angebote hierfür sind bis nächsten Montag Vormittags 11 Uhr auf dem Stadtbauamt einzureichen, woselbst die Betriebsbedingungen offen liege». Gießen, den 12. März 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 2274 1500 Gewinne 36,000 „ Ein Theil der Gewinne wird auf Wunsch mit ge- ringem Nachlass gegen Baar zurückgekauft. 1 Loos fl ML, 11 Loose IO MK< MORITZ STRAUSS junior in KAINZ.