Nr. 291 Drittes Blatt. Sonntag den 13. December ...... .1 - । । .......... n — Ai »n. ■ ■ — 1891 Der Anreißer erscheint täglich, ■rtt Ausnahme des Montags. Die Gießener V«»«tte»orätier »erden dem Anzeiger »ßcheotlich dreimal beige!egt. Gießener Anzeiger Kenerat-WnzGger. vterteltähriger AVouuementsPreiOt 2 Mark 20 Pfg. mD Bringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Webaction, Expeditta» und Druckerei: Kchutstrate Ar.R. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giefzen. 'WT.W. II..... I ■ 1 Ul III—»——. I ___ 1_I|I.I||.H.|IIM|1 ——W I HILI 111 . V1 JaHil «»nahm- do« Anzeigen zu der Nachmittag- für den A ti C IVt fl <> • Wf tlt fi ffl ff ff MeAnnoncen-Lureaux de- In- «nd «uD«deS nehm« folgenden Lag erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 Uhr. ^1-UUPPcUUjJt. ««zeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. gmigfig". ।____________j__LE!_______■! I Wm > ................W '« Anrtlichev Therl. Bekanntmachmlg, betr.: Die Ausführung des Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetzes. Die Entwerthung der Marken in den Quittungskarten ier nach § 8 des Reichsgesetzes betr. die Jnvaliditäts- und Altersversicherung vom 22. Juni 1889 Selbstversicherten und der nach § 117 desselben Gesetzes freiwillig fich weiter Versichernden hat alljährlich im Monat December zu erfolgen. Die Entwerthung findet statte 1. wenn diese Personen einer Krankenkasse im Sinne des § 135 angehören, durch diese Kasse, 2. int anderen Falle durch die Bürgermeisterei oder die errichtete besondere örtliche Stelle. Die bezeichneten Personen werden daher. aufgefordert, ihre Quittungskarten im Laufe dieses Monats bei den hiernach zuständigen Behörden zur Entwerthung einzureichen. Hiervon ausgenommen sind diejenigen, welche ihre Quittungskarten daselbst zur Aufbewahrung hinterlegt haben, da in diesem Falle die Entwerthung von Amtswegen vorgenommen wird. Gießen, den 10. December 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 10. December 1891. Betr.: wie oben. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen *n die mit Einziehung der Beiträge beauftragten Kassenorgane, Gemeindebehörden bezw. die besonderen örtlichen Stellen. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, die Entwerthung der Marken in den Ihnen hiernach einzureichenden und den Ihnen zur Aufbewahrung übergebenen Quittungskarten zu bewerkstelligen. Die Entwerthung geschieht durch Vornahme eines schmalen durch die Mitte der Marke in Hälfte ihrer Höhe gehenden schwarzen Querstrichs. Dieselbe darf nur dann vorgenommen werden, wenn die richtigen Marken, nämlich Doppelmarken zu 28 Pfg., eingeklebt sind. _ r . Gleichzeitig empfehlen wir Ihnen, die in Frage stehenden Personen bei Einreichung der Quittungskarten darauf aufmerksam zu machen, daß die Anwartschaft auf eine Rente erlischt, wenn während vier auf einander folgender Kalender- jahre zusammen für weniger als ein Beitragsjahr d. h. weniger als 42 Doppelmarken eingeklebt sind. v. Gagern. Locales unfc ^provinzielles, Gießen, 12. December 1891. — Sitzung der Stadtverordneten vom 10. December. Anwesend : Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Langsdorff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Georgi, Grüneberg, Habenicht, Heyligenstaedt, Hom« berger, Keller, Löber, Dr. Ploch, Scheel, Schiele, Schmall, Schopbach, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Nachdem bereits in früheren Sitzungen die Uebersicht über die Gesammtergebnisse der Rechnung des Gas- und Wasserwerks, der Rechnung der Gymnasial-Vorschule und der Rechnung des Realgymnasiums und der Realschule für 1890/91 genehmigt worden, lag der heutigen Versammlung das Resultat der Specialprüsungen vor. Dasselbe weist Anstände «icht aus, weshalb die Rechnungen gutgeheißen werden. — Die Rechnung der Stadt nebst der Verwaltungsrechen- schaft wird, nachdem der Herr Oberbürgermeister über die wesentlichsten Punkte referirt, der Finanzdeputation unter Vorsitz des Herrn Homberger überwiesen. — Zufolge Gesuchs des Herrn Schreinermeister Hahn, welcher in seiner an der Läberstraße belegenen Werkstatt einen Gasmotor auszustellen beabsichtigt, soll die Gasleitung in der Löberstraße fortgesetzt und die bereits im älteren Theile der Straße befindliche Rohrenleitung gegen ein 80 mm Rohr ausgewechselt werden. __ ou der Erweiterung des Straßenrohrnetzes der Quell- Wasserleitung auf die Wettergasfe, Ritlergasse, Erlen- aasse und die Bahnhosstrahe wird nachträglich Genehmigung ertheilt — Nachdem eine an der Schott st raße gelegene, zum Briel'schen Besitzthum g-hiirige Bauparzelle den Besitzer gewechselt, ist dem Käufer seitens des Amtsgerichts behufs Ueberschreibung aufgegeben worden, den Nachweis zu erbringen, daß eine gegen den früheren Besitzer aus Eigenthums- ansprüchen von der Stadt wegen der in Rede stehenden Parzelle anhängig gemachte Klage erledigt sei. Es wird beschlossen, die gewünschte Erklärung abzugeben. — Dem von der katholischen Kirche gestellten Antrag auf Ueberschreibung dreier Grundstücke wird zugestimmt, nachdem bereits in einer früheren Sitzung ein gleicher Beschluß bezüglich eines Item gefaßt worden; es handelt sich um die von dem verstorbenen Professor Pflug zu Gunsten der katholischen Schule vermachten Grundstücke: frühere Küsterwohnung nebst Gartenhaus und Grabgarten am Riegelpfad. — Nachdem der Stadt- thürmer sich vor einiger Zeit mit der Bitte an die Stadt gewendet, daß seine Dienstwohnung einer Ausbesserung unterzogen werden möge, wurde der Versammlung Voranschlag über die entstehenden Kosten vorgelegt. Die Kosten (510 Mk.) werden bewilligt. — Die Herstellung eines Abfuhrweges von den Kliniken nach der Frankfurter Straße, und zwar vom südlichen Theile der Kliniken aus, hatten, soviel aus mündlichen Ueberlieserungen hervorgeht, bei Gelegenheit der Verhandlungen über die Gestellung des Geländes für den Neubau von Kliniken die Vertreter der Stadt den Vertretern der Regierung gegenüber zugesagt. Es wird darauf hin, nachdem die Anlage des betr. Weges nunmehr ausgeführt werden soll, beschlossen, die entsprechende Abfindungssumme (900 Mk.) zu den Wegebaukosten beizutragen. — Der bisher zu Wirthschaftszwecken an Herrn Loth verpachtete Theil des Lärchenwäldchens soll nicht wieder verpachtet werden; demzufolge wurde auch das Gesuch des Herrn Hengst um pachtweise Ueberlassuug eines benachbarten Theils des Lärchenwäldchens abgelehnt. — Eine Anzahl Bewohner der Weser st raße haben um Angabe der Baulinie für genannte Straße nachgesucht. Dem Gesuch kann zur Zeit nicht statt- gegeben werden, da die besonders ungünstigen Entwässerungs- Verhältnisse der dortigen Gegend besondere, mit dem Eanali- sationsprojecr zusammenhängende Maßnahmen erforderlich machen, ehe an einen Ausbau oder eine Verlängerung der Straße gedacht werden könne. Die Versammlung bezeichnete in Uebereinstimmung mit der Baudeputation es als eine der ersten Aufgaben des zu ernennenden StadtbaumeiDrs, über die Entwässerung und die Anlage der Straße Vorschläge zu machen. — Die Beschlußfassung über die Erneuerung der Einfriedigung des städtischen Gartens längs der Lony' straße wird ausgesetzt. — Nachdem in voriger Sitzung Kennt- niß von der im nächsten Jahre stattfindenden Enthüllung des Heyer-Denkmals genommen wurde, hat sich die Baudeputation inzwischen mit der Wahl eines geeigneten Platzes befaßt. Die Versammlung ist nach wie vor der Meinung, daß die Nähe der Stadt geeigneter zur Aufstellung des Denkmals sei, als der vom hessischen Forstverein vorgeschlagene Forstgarten. Es wird über die von der Baudeputation vorgeschlagenen Plätze: Nordanlage (zwischen Asterweg und Brauerei Röhrle), und die Straßengabetungen der Licher- und der Grünbergerstraße und der beiden Gartenstraßen nicht abgestimmt, dagegen beschlossen, auf Aufstellung des Denkmals in Nähe der Stadt hinzuwirken. — Nach Mittheilung des Stadtgärtners befinden sich im städtischen Pflanzgarten 150 Apfelstämme, die zur Anlage eines Baumstückes Verwendung finden können. Es wird beschlossen, demVorschlage des Stadtgärtners entsprechend, zwischen der Kaserne und dem alten Anneröder Weg ein Obstbaumstück anzulegen und zunächst 25 Triebviertel pachtfrei zu machen, die zu Wiesen umgewandelt werden sollen. Die auf 1340 Mk. veranschlagten Kosten für Herrichtung des mit einer lebenden Hecke zu umgebenden Baumstücks werden bewilligt. — Neues Theater. In einer in Darmstadt erscheinenden Zeitung finden wir folgende Rezension über Herm. Hersches Schauspiel „Die Anna-Liese" mit Herrn Georg Hacker in der Hauptrolle. Das Blatt schreibt: Das Stück wurde von dem Publikum mit großem Gefallen ausgenommen und die Darsteller wurden nach jedem Actschluß mehrmals gerufen. An den lebhaften, warmen Beisallsäußerungen war naturgemäß der Vertreter der Hauptrolle in erster Reihe betheiligt. Der Leopold, Fürst von Anhalt-Dessau, hat ja in Herrn Hacker einen Vertreter, wie man ihn sich besser nicht denken kann. Den originellen, wahren jungen Fürsten, der an seiner Jugendliebe sesthält und diese gegen alle Jntriguen des Hofes glücklich zu Ende führt, stellt Herr Hacker mit so viel Wärme, Frische und Natürlichkeit dar, daß man — was ja die größte Kunst der Darstellung ist — den Schauspieler nicht mehr sieht, sondern nur des Dichters Helden und dessen Eharacter. Wie wohlthuend und unerschütterlich sind Leopolds Worte zur geliebten Anna-Liese, wie achtungsvoll und doch energisch feine Worte der Fürstin Henriette, seiner Mutter, gegenüber. So gesunde Zornes- ausbrüche, wie er sie der entsagenden Anna-Liese und denen gegenüber, die sie umgarnt haben, zum Ausdruck bringt, wirken so zu sagen erfrischend und erquickend, denn sie sind der Auswuchs einer gesunden urdeutschen Natur. — Mozartfeier der Militärcapelle. Auch unsere Militärcapelle hielt in dieser Woche eine Gedächtnißfeier zu Mozarts lOOjährigem Todestage ab, indem Herr Musikdirector ^rauße das Programm des vierten Abonnements- concertes aus Mozart'schen resp. Mozart betreffenden Eom- positionen zusammensetzte. — Der erste Theil brachte die drei Ouvertüren zu Jdomeneo, zur Entführung und zu TituS. Gerade die Wahl dieser war eine vorzügliche und für eine Mozartfeier geeignete. Man pflegt nämlich sonst gewöhnlich nur Orchesterwerke und Ouvertüren aus der letzten Schaffensperiode Mozarts in Eoncerten zu hören. Die genannten Ouvertüren dagegen stammen theilweise aus früherer Mozart'- scher Zeit, so namentlich die beiden erstem Dieselben bezeichnen den eben zur Meisterschaft erstarkten, schöpferischen Geist des Künstlers. Zwar lehnt sich hier Mozart an bekannte Formen an, aber der geistige Inhalt ist hier ein ganz anderer als in den ersten Jugendopern. Das ist wirklich deutsche Musik, während der frühere Mozart ein Anlehnen an die italienischen Opern auch inhaltlich deutlich bekundet. Die Titusouverture, die Jupitersinsome und die Zauberflötenouverture, welche ebenfalls das Orchester brachte, sind wie gesagt aus der reifsten Periode des Meisters. Sie sind allenthalben gekannt und durch vierhändige Elavier- bearbeitungen auch in die Hausmusik übergegangen. So lange Musik Musik bleibt, wird der Werth dieser hehren Werke nie vom Zahn der Zeiten zernagt werden können. Man wird sich immer beugen müssen vor der Majestät ihres Schöpfers. Und ebenso gerne wird man sie stets hören, vor allen Dingen, wenn die Ausführung dieser Werke dem entspricht, was wir unbedingt im Interesse eines reinen Genusses fordern müssen. Die Ausführung von Seiten unserer Militärcapelle entsprach durchaus diesen Anforderungen. Liebevoll war auch im Detail gearbeitet worden, und die Ausführung war allenthalben eine schwungvolle, ja stilvolle. Man ist heutzutage in Eoncerten daran gewöhnt, daß die Sachen, seien es klassische, seien es moderne, nach einem Leisten heruntergehaspelt werden, soweit es die technische Gewandtheit der Spieler überhaupt nur zuläßt. Dies that nun aber Herr Musikdirector Krauße durchaus nicht. So wie er speciell die Tempos in den Ouvertüren nahm, so entsprach es sicherlich der Ausführung, wie sie Meister Mozart einst gewollt und gehandhabt hat. Da war von Ueberhastung keine Rede und doch waren und blieben die Sätze Allegras. Das Orchester hatte wacker studiert und wurde auch im Einzelnen den Anforderungen der Sachen sehr hübsch gerecht, und folgte seinem Dirigenten gut ohne Nachklappen rc. und ohne, daß dieser erst „leise Winke auszuthetlen" nöthig hatte. — Das Programm vervollständigte das Melodram „Mozart" von Kugler, dessen Musik sich aus Mozart'schen Melodien oder besser gesagt Motiven (leider etwas stark aphoristisch) zusammensetzt (Text sehr hübsch von Herrn Zack gelesen), der Marsch alla turca aus der A-äur-Klaviersonate und eine Fantasie aus Don Juan. Das Programm hatte somit alle wichtigen Opern Mozarts gestreift. Die Zusammenstellung mußte auch dem weniger Musikalischen vieles Interessante bieten. Um so mehr war deshalb der etwas geringe Besuch zu beklagen. Da wollen wir den nächsten Eoncerten einen besseren Besuch wünschen,- denn den verdienen diese Eoncerte. Das Publikum bekommt für ein billiges recht gute Musik zu hören! — Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberheffen am 11.December 1891. Anklage gegen August Leinberger Ehefrau von Rebgeshain wegen Brandstiftung. (Staatsanwalt: Gerichts-Assessor Dr. Zimmermann - Vertheidiger : Rechtsanwalt Justizrath Dr. Reatz,- Geschworene: Nicolaus Metz IV., Paul Schäfer IV., August Heß, Karl Geiß, Conrad Philipps IX., Heinrich Georg IV., Johann Heinrich Block I., Otto Ludwig Hein, Karl Linn, Anton Rompf VIII., Adolf Euler ID, Anton Lauteren.) Die Ehefrau des August Leinberger von Rebgeshain ist angeklagt, daß sie am Abend des 14. September 1891 zu Rebgeshain vorsätzlich ein zu. Wohnungen von Menschen dienendes Gebäude oder doch ein Gebäude, das seiner Lage und Beschaffenheit nach geeignet war, das Feuer anderen Gebäuden mitzutheilen, in Brand gesetzt habe. Am Abend des 14. September l. I. gegen V211 Uhr stand die Hosraithe des August Weinberger in Rebgeshain plötzlich in Flammen. Bei dem starken Winde theilte sich das Feuer der benachbarten Hosraithe des Johannes Döring daselbst alsbald mit. Beide Hofraithen brannten bis auf die Grundmauern nieder. Sie bestanden je aus Wohnhaus, Stall unt> Scheuer und zwar in einer Flucht und unter einem Dach- im Innern waren die verschiedenen Abtheilungen durch Thüren miteinander verbunden. Von Mobilien konnte nur sehr wenig gerettet werden. Die Hofraithe Leinbergers war mit 9000 Mk., seine Mobilien mit 5675 Mark, die Gebäude des Döring mit 12049 Mark, dessen todtes und lebendes Inventar mit 7900 Mark versichert. Der Verdacht der Brandstiftung lenkte sich alsbald aus die heutige Angeklagte. Dieselbe, im Wesentlichen geständig, gab in den heutigen Verhandlungen an, sie sei am fraglichen Abend in die Scheuer gekommen, um dort Spähne zu holen und habe aus Aerger über eine ihr am Tage seitens ihres Mannes zugefügte Mißhandlung den Entschluß gefaßt, das Gebäude anzustecken. Sie habe zu diesem Zwecke ein Streichholz angezündet und dasselbe an einen in der Scheuer stehenden, mit Gerste beladenen Wagen gehalten. Dieser hätte alsbald in Flammen gestanden und habe sich auf diese Weise das Feuer weiter verbreitet. Die dem Trünke ergebene Angeklagte hatte mit ihrem Manne und ihrem erwachsenen Sohne schon öfter Hausstreit und war an dem genannten Tage von Ersterem auch geschlagen worden. Aber nicht allein die Sucht, sich an ihrem Manne und ihrem ; Sohne für erlittene Unbilden zu rächen, war das Motiv, | welches sie zu ihrer That veranlaßte, sondern — wie durch Zeugen festgestellt wurde — auch das Verlangen, eine neue Hofraithe zu erlangen. — Die Geschworenen bejahten die ihnen vargelegte erste, den Thatbestand der vorsätzlichen Brandstiftung bezüglich eines zur Wohnung von Menschen dienenden Gebäudes euthaltende Frage, worauf der Gerichtshof die Angeklagte in eine Zuchthausstrafe von drei Jahren und sechs Monaten unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte aus die Dauer von fünf Jahren verurtheilte. Was soll ich zu Weihnachten schenken? 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Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu [offen: Fräulein Amalie Bansa (Nordanlage 41), Frau Oberbürgermeister Bramm (Grünbergerstraße 1), Frau Dr. Brüel (Neuen Bäue 41), Frau Amtsrichter Gebhardt (Gartenstraße 15), Fräulein Emilie Langermann (Südanlage 21), Frau Pfarrer Naumann (Südanlage 8), Frau Louise Ottens (Bismarckstraße 11), Frau Auguste Schwan (Seltersweg 64), Fräulein Louise Wortmann (Asterweg 16). Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 16. November 1891. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer. Cafe-Restaurant „Zum Lahnstein“ Für Weihnachten: Feine Nürnberger Lebkuchen, Anis, das Pfd. 1 Mk. und 60 Pfg., Buttergebackenes, Baumeonfeet empf. in vorzüglicher Qualität Fritz Schreiner, ChrWescheerung der Kleinkinder - Bewahrarrfialt. Am 4. Advents-Sonntag, den 20. December d. I., soll Christbescheeruug für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Speisekartoffeln Diverse Sorten prima Speisekartoffeln liefern wir zu bill. Preisen auf Wunsch frei ins Haus. Zwiebeln, Mittwoch, den 16. December, Nachmittags 4 Uhr auf Lonys Bierkeller. Tagesordnung: Wie ist den Ijdlifdjeu Laudmrthku die Hagel Ucrficheruug ;u erleichtern: Zöpfe fertigt. Perrückei», Toupes, Scheitel nach Maß; sowie Tuffen, Dreher, Haaruhr' letten u. s. w. bet [492 Georg Petri Wwe. Nachf., Seltersweg 43. Asterweg 47. — Ederstr. 8, Möbelfabrik u. -Lager Regenschirme in großer Auswahl per Stück von 1 Mk. an. Reparaturen schnell I. Hantel, 2l. Bachrach Schloßgaffe 6. SelterSweg 20. zu Weilmaclilsgesclienken sein reichhaltiges Lager in eichen- u. nussbaum-polirten Möbeln, sowie completen Betten, polirt und lackirt aller Art, Blumentischen und Rohrsesseln, sowie Spiegel, Teppiche, Läufer und Gardinen zu aussergewöhnlichen Preisen !* durch Ersparnisse der Ladenmiethe! Eigene Polsterwerkstätte! 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