Freitag den 12. Nodembsr 1891 Nr. 265 9*i Me-mer Kenerat-Wnzeiger Amt»« und Anzergeblatt fKr» bm Avers Greben. Kilt 'Ansotfittf= »$>Ar t-auy M In» avd AulttrndrS ntfcrw: KrMsSeikage: Oießmer »Kff ■w IBBimnijuni Anrtlictzev Theil mmer. macht- c) d) kubauez M"en- mietbm. atz 12. 6iU4B^m< Ocn Avze»-e« zu der KskchüritratzL kür hra (HfWfcm tag erscheinenden Kummer bi» 8orm. 10 Uhr. a) b) nttge^rtx 1 i Hott, kunst- »ri BMfm» bem Inftrig« WSch«tjtch bidw«> brcheleßt. ff lls/ag wig- 10026 ► rteri>' §yclur gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach dem Schema 18 zur Wehr-Ordnung vom Uw eeSch-nnr tögNch, ato. 'L?*nabme bti ffdrttOAf. mietbtn- fee 12. 22. November 1888 — Reg.-Bl. Nr. 5 von 1889 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüfungs - Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. möglich, daß der Etat bis Weihnachten in zweiter Lesung zur Erledigung gelangt. — Der dem Reichstage vorgelegte Entwurf eines Gesetzes betr. die Vereinsthaler österreichischen Gepräges, lautet: § 1. Der Bundesrath wird ermächtigt, die Außercourssetzung der in Oesterreich bis zum Schlüsse des Jahres 1867 geprägten Vereinsthaler und Vereins-Doppelthaler unter Einlösung derselben auf Rechnung des Reichs zu dem Werthverhältnisse von drei Mark gleich einem Thaler anzuordnen und die hierfür erforderlichen Vorschriften festzustellen. § 2. Der Reichskanzler wird ermächtigt, den Bedarf zur Deckung des durch die Einziehung dieser Münzen entstehenden Verlustes aus den bereiten Mitteln der Reichs- Hauptkasse zu entnehmen. § 3. Die im § 3 des Gesetzes, betreffend die Feststellung des Reichshaushalts-Etatß für das Etatsjahr 1891/92, vom 22. März 1891 (Reichs Gesetzblatt Seite 25) dem Reichskanzler ertheilte Ermächtigung, Schatzanweisungen zur vorübergehenden Verstärkung des ordentlichen Betriebsfonds der Reichs-Hauptkasse auszugeben, wird bis zum Betrage von 175 Millionen Mark ausgedehnt. — Anläßlich der aus dem Mordprozeß Heinze zu ziehenden Consequenzen werden von nächster Woche ab in den betheiligten preußischen Ministerialressorts commissarische Vorberathungen beginnen. Dieselben verfolgen den Zweck, eine Beschlußfassung des Staatsministerums über die Beseitigung der durch den Fall Heinze beleuchteten Mißstände, resp. über die hierzu erforderlichen Maßnahmen vorzubereiten. Diese Berathungen sollen in raschester Folge stattfinden, damit der in dem bekannten kaiserlichen Handschreiben kundgegebenen allerhöchsten Willensäußerung in möglichster Beschleunigung entsprochen werden kann. Ferner verlautet bestimmt, daß der Bundesrath sich demnächst mit einem Anträge zu befassen haben werde, welcher die Bestrafung der Herstellung unzüchtiger Druckschriften, Abbildungen u. s. w. zum Zwecke des Verkaufes, der Vertheilung oder sonstigen Verbreitung, sowie durch Feilbietung, Versendung zum Verkaufe, öffentliche Anpreisung zwecks des Verkaufes u. s. w. solcher Erzeugnisse verlangt. Bisher ist nur der Verkauf, die Vertheilung oder sonstige Verbreitung, die Ausstellung oder der Anschlag solcher Werke an dem Publikum zugänglichen Orten vom Strafgesetzbuche mit Strafe bedroht. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bere.it- willigkeit den FreiwMgen während einer einjährigen actioen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und den sonstigen militärberechtigten Lehranstalten) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit ober ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; r zu ver- t_4,L Immer iten u. rlle als Geschäfte ie Exped. J10003 umgehen Earl» Asrreste Nachrichten. WotsiS rrlrgraphischeS Lorreiponbenz-Burea^ Berlin, 11. November. Der „Neichsanzeiger" meldet: Dem Bundesrathe gingen Gesetzentwürfe zu über Feststellung des Reichshaushaltsetats für 1892/93 über Feststellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushaltsetat für 1891/92 und über Ausnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres, der Marine und der Eisenbahnen. Ferner wurde dem Bundesrathe die Uebersicht der Reichsausgaben und Einnahmen für 1890/91 vorgelegt. Danach belief sich die Solleinnahme des ordentlichen Etats auf 1105462991.67, des außerordentlichen auf 527046295.38, die Sollausgabe des ordentlichen Etats aus 1 090314 790.24, des außerordentlichen auf 527 046 295.38, also Ueberschuß 15148201.43 Mark. Die Etatsüberschreitungen betrugen bei den Ausgaben 110463901.71, bei den Einnahmen 7 970117.47 Mark. Hamburg, 11. November. In Folge eines heftigen Sturmes sind im Canal drei Schiffe zwischen Folkestone und Hythe gescheitert. Von dem einen, das von London nach Sidney bestimmt war, sind wahrscheinlich 18 Mann rettungslos verloren. Bückeburg, 11. November. Gegen 7 Uhr Abends stieß ein Güterzug an einer Stelle zwischen hier und Minden, wo wegen einer Reparatur nur ein Geleise fahrbar war, auf die letzten drei Wagen eines entgegenkommenden Güterzuges. Drei Wagen entgleisten. Menschen wurden nicht verletzt. Der Personenverkehr wird mittelst Umsteigens bewirkt. Die Strecke wird voraussichtlich morgen wieder fahrbar. Königsberg, 11. November. Das russische Weizenausfuhrverbot wird hier bestimmt im Laufe dieses Monats erwartet. Die Verzögerung der Veröffentlichung wird mit dem Interesse des russischen Finanzministers an dem Erfolg der neuen Anleihe in Verbindung gebracht. Wien, 11. November. Der „N. Fr. Presse" wird aus Belgrad gemeldet, daß infolge der hochgestiegenen Weizenpreise mehrere Generallieferanten contract- brüchig geworden sind. Der Kriegsminister hat neue Weizenlieserungen ausgeschrieben. Wien, 11. November. In der Rede, womit der Kaiser die Ansprache der beiden Delegationsprasidenterr beantwortete, heißt es: Mit Befriedigung kann ich es aus» Bekanntmachung, die Nachsuchurg der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwMgen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvoll- ftjstidige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig fteiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. iv n i *>i Brmgcrlohn. Durch die Pust bezo^ 2 Mark 50 Psj Redaction, und Druckerei: Kchntftratze M».?. ft^rntz»recher 6U Tn?ritzen für. den „(üirtzener Anzeiger" Deutsche» Reich. Darmstadt, 11. November. Seine Königliche Hoheit der j Großherzog haben heute Nachmittag den von Seiner Majestät dem König Wilhelm II. von Württemberg behufs Notificirung Höchstihres Regierungsantritts in außerordentlicher Mission abgeordneten commandirenden General des Königlichen Armeecorps Generallieutenanr v. Wölckern in besonderer Audienz zu empfangen geruht. — Unmittelbar hieraus empfingen Allerhöchstdieselben den Königlich Württem- bergischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten : Minister, Geheimerath Freiherrn von Soden, welcher die I Ehre hatte, fein neues Beglaubigungsschreiben zu überreichen. Darmstadt, 11. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Landgerichtsrath Kullmann von Gießen und den Decan Ho fmeher von Nidda. Berlin, 10. November. Die „Post" schreibt: „Mahnt der Fall Hirschfeld & Wolff in erster Linie die Börsenwelt zur Ein- und Umkehr, so wird man auch gut thun, die Lehren aus demselben in weiteren Kreisen zu beherzigen. Ein die dauernd vorhandenen Mittel übersteigender Lebensaufwand und Hand in Hand damit die Sucht, sich die Mittel dazu auf anderem Wege, als dem redlicher Arbeit, zu verschaffen, ist leider eine auch außerhalb der Börsen- und Geldwelt weit verbreitete Erscheinung. Bedauerlicherweise scheint selbst unser ländlicher Grundbesitz in erheblichem Maße in den Bann der Speculation gezogen zu sein. Die Richtigkeit der Angaben, welche der Abgeordnete Friedländer in dieser Hinsicht gemacht hat und in der namentlich die Behauptung 1 Aufsehen erregte, daß ein Großgrundbesitzer im Osten kürzlich nahezu sieben Millionen Mark an der Börse verspielt habe, vermögen wir nicht zu controlliren. Aber wir wissen, daß, namentlich auch in dem laufenden Jahre, mancher Landwirth sich durch die Hoffnung mühelosen Gewinnes zu Speculationen verleiten ließ, deren Endergebniß natürlich in der Regel nicht der erträumte Gewinn, sondern zumeist der Verlust des durch redliche Arbeit erworbenen Vermögens und die Vergrößerung der Beute gewerbsmäßigen Speculantenthums war. lieber manche Familien werden so schwere Tage hereingebrochen sein oder noch hereinbrechen. Der Fall Hirschfeld & Wolff zeigt aber in dem schärfsten Lichte den tiefen sittlichen Abgrund, in den man nur zu leicht hineingleitet, wenn man erst statt ehrlicher Arbeit und genügsamer Lebenshaltung die schiefe Ebene des Börfenspiels und der Genußsucht betreten hat. Gegenüber dem Eindringen dieses Krebsschadens in die Kreise unserer ländlichen Gentry ist das Hazardspiel in Clubs und bei anderen socialen Veranstaltungen das weit geringere Uebel. Wenn diesem mit Recht mit aller Energie entgegengearbeitet wird, so ist es um so mehr die Aufgabe aller betheiligten Kreise, namentlich dadurch, daß allein der Lohn redlicher Arbeit für ehrenhaft erachtet, Spiel und Spielgewinn, auch in der Form des Börsenspiels, aber mit dem verdienten Makel behaftet wird, dem Eindringen solcher Mißbräuche zu steuern." Berlin, 11. November. Die Hebers iedelung der kaiserlichen Familie aus ihrem bevorzugten Sommer- Heim, dem Neuen Palais bei Potsdam, nach dem Berliner Residenzschlosse soll erst im Januar erfolgen. Es scheint, daß sich irn königlichen Schlosse zu Berlin größere bauliche Veränderungen nothwendig gemacht haben, durch welche dieser so späte Zeitpunkt der Uebersiedelung des kaiserlichen Haushalts nach Berlin bedingt wird. — Der Bundesrath hat die Etatsarbeiten rascher gefördert als bis jetzt allgemein angenommen wurde,' gutem Vernehmen nach erfolgt der Abschluß derselben spätestens am bevorstehenden Montag. Man wird demnach wohl auch baldigst der Veröffentlichung des neuen Reichsetats entgegen- sehen dürfen, über welchen bereits jetzt berichtet wird, daß er in Ausgaben und Einnahmen mit rund 1216 Millionen Mark balancirt. Es darf angesichts dieser veränderten Sachlage angenommen werden, daß der Reichstag nicht erst bis Ende November auf die Vorlage des neuen Etats zu warten braucht, sondern daß derselbe dem Hause vielleicht noch im Laufe der nächsten Woche zugeht. Wenn sich dann der Reichstag unverzüglich an die Budgetberathpng macht, so ist es vielleicht Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. Z) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbstgeschrieben fein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn die nähere Adresse angegeben wird. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: Geburtszeugniß; ■tatu Mng Don ■nß und I ' Fe- Ummers Mver- 18j. Mmii 136. Möbel, 120. PÜrtS in« |urߣ_ Mkühigen iStock. ffthen'bei |!*_ N »eg 30. R U-' ^Ner, 11 Neu- SS? ‘•Nib ium- das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben Gießener Anzeig er: Gießen, den 10. November 1891. Betr.: Vertilgung des Frostnachtspanners. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen sm die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Soweit Sie unserer Verfügung vom 8. v. M. — Anzeiger Nr. 236 — noch nicht entsprochen haben, erinnern wir Sie an baldige Erledigung. __________________v. Gagern.__________________ Gießen, am 10. November 1891. Betr.: Ausführung des Unsallversicherungsgesetzes. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen Congreß die Frage der natürlichen Grenzen der Nationalstaaten auswerfen. Washington, 11. November. Der brasilianische Gesandte erklärte, er habe über eine Revolution in der Provinz Rio Grande do Sul keine Nachricht erhalten. Citeratur und Kunst. O I T J£?rIa.a des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien ist soeben der längst erwartete zweite (Sckluß-1 Band von „KernerS Pflanzenleben" vollständig erschienen. Wir bringen diese Thatsache, die in wetteren Kreisen mit besonderm Jnter- esse ausgenommen werden dürfte, unfern Lesei n sogleich zur Kennt- mß: bedeutet sie doch für viele die Erfüllung eines jahrelang gehegten Wunsches. — Dem vor zwei Jahren erschienenen ersten Bande dieses bedeutenden Werkes sollte sich nach dem Plane der Verlags- Handlung der zweite unmittelbar anschlietzen, konnte in Folge einer langwierigen Erkrankung des Verfassers jedoch e-st jetzt die Presse verlassen. „Kerners Pflanzenleben", in seiner vollendeten Gestalt ein ebenbürtiges Seitenstück zu „Brehms Thterleben", theilt mit diesem berühmten Werke die vornehmlichen Eigenschaften einer gemeinverständlichen Darstellung und anziehenden Schreibweise Wie Brehm, so hat auch Kerner mit richtigem Gefühl und feinem Ver- standntß in seiner Schilderung des Pflanzenlebens die hohe Aufaabe glücklich gelöst, vom Standpunkt der Wissenschaft ausgehend nicht in erster Linie für die Fachgebtldeten, sondern vor allen Dingen für das große Publikum zu schreiben. Aus dem ernsten, ztelbewußten Wirken des begabten Forschers ging ein Hausbuch bester Art her- vor, in beffen fesselnder Lectüre der Laie anregende Unterhaltung und Belehrung findet. Sein Hauptreiz liegt in der gemeinverständlichen Entschleierung dessen, was der Laie im Sprachgesühl gewöhnlich mit „Keimen, Wachsen, Blühen, als Artenusf."der Pflanze bezeichnet, ohne sich über die zu diesen Vorgängen nothwendtgen Vorbedingungen weder bewußt zu werden, noch Rechenschaft geben zu können. Und doch ist es wahrlich nickt selten, daß sich uns schon beim bloßen Beschauen dieser oder jener Pflanze das Verlangen nach Wissen und Belehrung über das Reich aufdrängt, zu dem unser Dasein in so inniger Beziehung steht. Verträum wir uns in diesem Urriversitäts - Nachrichten. ~ Die Zahl der Studirenden an den preußischen Universitäten hat nach einer Zusammenstellung von Prof. Guttstadt in den letzten 20 Jahren um 37,7 Procent zugenommen. Diese Zunahme war, was die einzelnen Universitäten angeht, procentualtsch berechnet, sehr verschiedenartig. Am größten war der Zuwachs in Kiel, nämlich 262,2 Procent, am geringsten in Göttingen, 10,7 Procent SDte übrigen sieben preußischen Universitäten weisen absteigend die folgenden Procentzahlen der Zunahme auf: Marburg 112, Berlin 106 Halle 63,4, Bonn 63,2, Greifswald 62,4, Breslau 36,2 und Königsberg 25,4. uttfc provinzielles. Gießen, 12. November 1891. . — Militärisches. Die am 6. November beim Infanterie- Regiment „Kaiser" eingetretenen Rekruten leisteten heute Vormittag den Fahneneid. io oT ^Ueg ?^ater. Wieder geht am Freitag den 13. November eine Novität in Scene und zwar keine geringere als „Pension Sch öller". So viel wir aus den Zeitungen erfahren, sind sich dieselben in einem Punkte über die Laufs'sche Novität vollständig einig, nämlich: daß noch me im Theater so viel gelacht wurde, als bei der Aufführung von „Pension Schüller". Einer weiteren Empfehlung bedarf es wohl kaum. — Dramatische Vorträge. Mit Fitgers Trauerspiel „Die Hexe" hat Herr Oscar Zack am Mittwoch, den 11. d. Mts. seinen diesjährigen Cyclus von Vorträgen nach leder Seite hin würdig beschlossen. Die handelnden Personen verstand er mit scharfen Strichen zu zeichnen, während den ganzen Vortrag Wärme und Begeisterung beseelte. Das hochdramatische Werk verfehlte es daher nicht, einen tiefen Eindruck auf die äußerst zahlreichen Zuhörer zu machen. — Vorträge im Gewerbverein. Die von dem hiesigen Gewerbverein veranstalteten, nicht ausschließlich für seine Mitglieder bestimmten Vorträge werden im laufenden Winter mit einem für weite Kreise bedeutendes Interesse bietenden Vortrage über „das A luminium, seine Darstellung und seine Verwendung in Industrie und Gewerbe" — mit Vorlage von Musterstücken und Bearbeitungsproben — ihren Anfang nehmen. Das A l u m i n i u m, dieses wunderbare Metall, das gewissermassen das Zwischenglied bildet zwischen den edlen und unedlen Metallen, das aus dem verbreitetsten Bestandtheil unserer Erdrinde, aus der Thonerde, dargestellt wird, ist, sowohl für die Technik wie für die Kunst von höchstem Interesse und Werth. Es widersteht nicht nur den Einflüssen der Luft und des Wassers, sondern auch der Schwefelsäure und Salpetersäure, was bekanntlich weder beim Eisen, noch beim Kupfer, noch beim Silber der Fall ist. Dieses „Silber aus Lehm", das wegen der Schwierigkeit seiner Herstellung vor noch nicht langer Zeit viele Tausende per Kilo kostete, wird jetzt durch die in electrischen Strom umgewandelte Kraft eines Theiles des Rheinfalls bei Schaffhausen in einer der großartigsten maschinellen und elctro- lytischen Anlagen so billig dargestellt, daß seine Anwendung für die mannigfachsten Zwecke möglich ist und der Kunst und Industrie das weiteste Feld der Nutzbarmachung bietet. Der Vortrag wird am 18. d. M. von Herrn Ingenieur K. Brockmann, der sich längere Zeit in den Werken an den Rheinfällen aufhielt, um die Sache zu studiren, im Saale be§ Cafe Balzer gehalten werden und sind auch Nichtmitglieder des Gewerbvereins freundlichst eingeladen. Klavier-Concert. Die Kunstfreunde unserer Stadt machen wir auch an dieser Stelle besonders darauf aufmerksam daß heute (Donnerstag) Abend der in musikalischen Kreisen als ausgezeichneter Componist rühmlich bekannte Capellmeister G. Heftrich aus Wiesbaden in der Restauration „Zum Lahnstein" ein Concert veranstalten wird. Den Zuhörern wird Gelegenheit geboten, meist eigene Compositionen des Herrn Heftrich zu hören. Die von dem Generalintendanten Grafen Hochberg sehr günstig beurtheilte Ouvertüre zu der von Herrn Heftrich selbst componirten Oper „Imogen" wird auf dem reichhaltigen und gewählten Programm nicht fehlen. Uns vorliegende Beurtheilungen auswärtiger Blätter stellen dem von fürstlichen Personen wiederholt ausgezeichneten Concertgeber das günstigste Zeugniß aus. Näheres siehe Inserat. v Verkehr, Land- nrr- Volkswirthschast. Friedberg, 10. November. Frachtpreise. Weizen al 24 75 bis 2£00, Korn 24.00-00.00 Gerste J 17.M-17 50 Later 200^Zollpfund^0' Preise verstehen sich auf 100 zrilo, gleich ?*Aberg, 11. November. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. JL 0.95—1.00, Eier 1 St. 7 2 St. 13 H. 91LJF?öemt,cr- Aruchtmarkt- Rother Weizen ** 20'60' weißer Weizen JL 20.20, Korn JL 18 65, Gerste JL 1130, Hafer, jl 7.55, Erbsen —, Kartoffeln —.—. Wien, 11. November. Das „Fremdenblatt" hebt den Passus der Thronrede hervor, in welchem der Kaiser den Wunsch aus Anbruch einer besseren Aera und den Schmerz über die neuen Anforderungen an die Opferwilligkeit der Völker ausdrückt. Daraus könne die Welt ersehen, daß der Friede keinen überzeugteren aufrichtigeren Freund besitzen könne, als den Kaiser Franz Joseph. Die „Neue Freie Presse meint, die Thronrede weiche bei der Schilderung der Lage Europas von den jüngsten Erklärungen des italienischen Ministerpräsidenten di Rudini und des englischen Premierministers Lord Salisbury ab. Die Thronrede erwecke das Gefühl des Ernstes der Lage in Europa und schränke dadurch den ungerechtfertigten Optimismus ein. Die Thronrede sei aufrichtiger als die Reden Salisburys und Rudinis. Das „Neue Wiener Tageblatt" sagt, die Thronrede verkünde neuerdings, daß Oesterreich-Ungarn von einem Friedens- Monarchen regiert werde. Paris, 11. November. Hier eingegangene Depeschen aus Rouen, Quiberon und Le Mans melden von heftigen Wirbelstürmen, durch welche erheblicher materieller Schaden angerichtet wurde. Hier herrscht ebenfalls starker Sturmwind aus Süden, doch ist, soweit bis jetzt bekannt, kein ernsterer Unfall vorgekommen. Depeschen von der Canalküste melden zahlreiche Verluste von Fischerbooten. Lemans, 11. November. Bei Marcoux (Staatsbahnlinie) ist ein Zug entgleist- unter den fünf zu Schaden gekommenen Personen befinden sich drei schwer verletzte. Loudon, 11. November. Ein Sturm wüthet an der Nordostküste Englands. Der telegraphische Verkehr mit dem Continent ist dadurch stark verzögert. Das Packet- boot Dover-Ostende nahm nur Postsachen an Bord. In Folkestone und Deal wurden die Dächer mehrerer Häuser abgerissen. Bei Dowesthoft schlug ein großes Fischerboot um, wobei sieben Personen ertranken. Petersburg, 11. November. Aus Sebastopol wird gemeldet: Vorgestern entgleiste bei Melitopol ein Güterzug der Eisenbahn Losouwoje-Sebastopol. Acht Waggons verbrannten. Das Zugpersonal erlitt tödtliche Brandwunden. Konstantinopel, 11. November. (Agence-Meldung.) Authentischen Berichten aus Demen zufolge bemächtigten sich die kaiserlichen Truppen mehrerer von den Insurgenten besetzter Orte und schlugen die Aufständischen in eine regellose Flucht. Ebenso wurden die an den Herd des Aufstandes grenzenden Districte besetzt. Eine Amnestie wurde procla- mirt. Die vor den Aufständischen geflohenen Bewohner beginnen zurückzukehren. Newyork, 11. November. Nach einem Telegramm des „Newyork Herald" aus Guayaquil (Ecuador) ist es bei den Municipalwahlen zwischen den gegnerischen Parteien zu Straßenkämpfen gekommen. Die Polizei machte von der Schußwaffe Gebrauch und mehrere Personen wurden verwundet. Der geschäftliche Verkehr stockt. Depescken deS „Bureau Herold". Berlin, 11. November. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt, das Telegraphengesetz beschränke keineswegs die Electncitäts-Jndustrie und gewähre dem Reiche auch nicht die unbeschränkte Herrschaft über den Straßenkörper. Berlin, 12. November. Nach den „Polit. Nachr." sollen zwecks Studiums der neueren Sprachen unter den Offizieren in den nächstjährigen Militär-Etat Mittel eingestellt werden. Köln, 11. November. Nach der „Köln. Ztg." erschweren die russischen Generalconsule die Ertheilung des Paßvisums an jüdifiye Kaufleute iyii) ertheilen es meist nur an Großkaufleüte, von denen sie den Nachweis dec Beibringung der Einkommensteuer fordern. Die wachsende Noth Rußlands verschiebt sich immer mehr nach dem Westen, die Leute wandern zu Tausenden aus, so daß auch im West- gebiete die Vorräthe schnell aufgezehrt werden. Von öen bewilligten Mitteln wurde bisher wenig an die Nothleidenden vertheilt. Bochum, 11. November. Die „Wests. Volksztg." hält gegenüber öer gestrigen Kundgebung des „Reichsanzeigers" ihre Behauptungen über die Urkundenfälschungen und Betrügereien beim Bochumer Verein aufrecht. Der „Reichsanzeiger spreche nur von den letzten sieben Jahren und Schienen, aber es seien bedeutende Unregelmäßigkeiten bei Abnahme von Achsen und Bandagen nachweisbar. Die Eisenbahnverwaltung solle sich erklären über das von der „Westsäl. Volksztg." veröffentlichte Verzeichniß gefälschter Stempel. Kiel, 12. November. Bei der Stadrverordneten- wahl siegten die beiden Candidaten der vereinigten Ord. nungspartei über die Socialdemokratcn. Wien, 10. November. Der Kayer sagte dem Delegirten • Demel, die Friedensversicherungen beruhten auf ! Wissensdrang Kerners freundlicher und lichtvoller Führung an, so sehen wir sehr bald die Geheimnisse der Pflanzenwelt vor uns auf- gethan. Der scharf beobachtende feinsinnige Forscher führt uns zunächst in die Lehre von den Gestaltungen der Pflanzen ein: er erklärt die Gestalt und Thetle der Pflanzen und schildert die LebenS- erscheinungen dec letzteren in fortlaufenden Bildern. Wir beobachten die gehetmntßvollen Vorgänge der Befruchtung und Keimbtldung und begleiten die Pflanze durch alle Stadien ihres Wacksthums bis zur vollen Entfaltung, lernen die Bedingungen und Einflüsse kennen, die von Kl'wa, Oertlichkett und Temperatur auf das Gedeihen der einzelnen Pflanzenfamilien ausgeübt werden und gewinnen dann einen Ueberbltck über die Geschichte der Pflanzenwelt und die Entstehung der Arten. — Aufs wirksamste unterstützt wird Kerners Werk durch eine überaus reiche Beigabe von Illustrationen. Nicht weniger als 1000 der herrlichsten Zeichnungen im Texte und 40 farbenprächtige Chromodrucke bringen dasselbe auf einen sonst founi e reichten Standpunkt der Anschaulichkeit. Der deutsche Bücherschatz bat in „Kerners Pflanzenleben" eine werthvolle, unsere Literatur ehrende Bereicherung erfahren. Wir haben es daher nur als eine angenehme Pflicht erachtet, auf das Buch nachdrücklich und empfehlend hinzuweisen. — Der im Verhältniß bescheidene Preis von 16 Mark für den feingebundenen Halbfranzband wird dem Kerner'schen Werke in der ihm zu wünschenden Verbreitung nur förderlich sein. — Der zweite Band von „KernerS Pflanzenleben" beschließt in würdigster Welse zugleich auch das unter dem Collecttvtitel „Allgemeine Naturkunde" rühmlichst bekannte Sammelwerk. Das Bibliographische Institut in Leipzig darf demnach wiederum auf die glückliche Vollendung einer jener umfangreichen Getsteswerke mit gerechtem Stolz blicken, deren die deutsche Literatur diesem hervorragenden Verlag bereits so viele zu verdanken hat. Die „Allgemeine Naturkunde", hervorgegangen aus der Initiative der Verlagshandlung und aus langem, mühevollem Zummmenwtrken berufenster Gelehrter und Schriftsteller, zu dem hohen Endziel im Anschluß an „Brehms Thierleben" für jedermann eine verständliche fesselnde Schilderung der gelammten Naturwesen unserer Erde zu schaffen, wie sie unsers Wissens sonst nicht existiert, umfaßt nunmehr: „Völkerkunde", von Professor Dr. Friedrich Ratzel. Mit 1200 Abbildungen im Text, 5 Karten und 30 Chromotafeln. Drei Halbfranzbände zu je 16 Mk. (9 Fl. 60 Kn). Erster Band: Die Naturvölker Afrikas. Zweiter Band: Die Naturvölker Ozeaniens, Amerikas und Asiens. Dritter Band: Die Culturvölker der Alten und Nduen Welt. — „Der Mensch", von Professor Dr. Johannes Ranke. Mit 991 Abbildungen im Text, 6 Karten und 32 Chromotafeln. Zwei Halbfranzbände zu je 16 Mk. (9 Fl. 60 Kr.). Erster Band: Entwickelung, Bau und Leben des menschlichen Körpers. Zweiter Band: Die heutigen und die vorgeschichtlichen Menschenraffen. — „Pflanzenleben", von Professor Dr. Anton Kerner von Marilaun. Mit 1000 Abbildungen im Text und 40 Chromotafeln. Zwei Halbfranzbände zu je 16 Mk. (9 Fl. 60 Kr.). Erster Band: Gestalt und Leben der Pflanze. Zweiter Band: Geschichte der Pflanzen. — „Erdgeschichte", von Professor Dr. Melchior Neumayr. Mit 916 Abbildungen im Text, 4 harten und 27 Chromotafeln. Zwei Halbfranzbände zu je 16 Mk. (9 Fl. 60 Kr.). Erster Band: Allgemeine Geologie. Zweiter Band: Beschreibende Geologie. — Einzig in der Weltliteratur dastehend, enthüllt das hervorragende Geiammtwerk in Verbindung mit dem sich anschließenden Brehm'schen „Thterleben" ein jedermann verständliches, großartiges Bild vom „Leben der Erde und ihrer Geschöpfe", erhaben, reizend und unerschöpflich bildend, und ist allen denen eine Quelle des edelsten Genusses und ein wahrer Hausschatz, welche sich seines Besitzes erfreuen. — D. theol. G. Christian Dieffenbach zu Schlitz, der Sänger vieler weithin bekannter Lieder, hat jüngst zwei kleine Bücher für das christliche Haus herausgegeben, das eine schon in dritter vermehrter Auflage. Da der Autor in der Provinz Oberhefsen selber lebt, so werden die beiden Werke: »Christliche» Gedenkbuch zur kurzen täglichen Andacht und zur Aufzeichnung wichtiger Gedenktage" und ,3m Wandel deS Kirchenjahre». Zur Erbauung und zur Aührung durch die heiligen Zeiten" (jenes zu 2.50 Mk., dieses zu ca. 1 Mk. aus dem Verlag von Julius Zwtßler in Wolfenbüttel) ihren Weg schon in manches Haus unserer engeren Heimath finden. D. Dttsfinbach zeichnet sich neben dem, was er von biblischer Gabe und Anregung darbietet, aus durch seine Aufgeschlossenheit für alles menschlich Schöne und Erhebende, wie draußen in der Natur so im Leben der Menschheit wie im Innenleben der einzelnen Menschenseele, und ist überaus reich an wahrhaft practischen Gedanken. Diese Eigenart kennzeichnet alle seine Bücker und sie führt dieselben leicht ins Leben ein. Der Autor wie seine Arbeiten erscheinen dem, der ihnen näher tritt, tn gleicher Weise sympathisch. Das Gedenkbuch widmet, indem es durch das ganze Jahr hin- durchsührt, jedem Tage eine Seite mit Bibelspruch, (ubiängter Auslegung und Liedervers: dabei ist jedesmal ausreichender Raum „Zur Aufzeichnung wichtiger Gedenktage" gelaffm. Die nette Ausstattung empfiehlt das Buck zu Geschenken (eleg. geb. mit Goldschnitt 4 Mk.) Die neueste Schrift: Im Wandel deS Kirchenjahres (158 Seiten) bietet für die einzelnen kirchlichen Zeiten je eine Anzahl Sprüche, sodann eine Darlegung der Bedeutung der Zeit und hierauf eine Anzahl gut ausgewählter kirchlicher Lieber mit Angabe der Verfasser usw. Es ist ein einfach und schlicht gehaltener Führer durch daS christliche Kirchenjahr. Der Verleger stattete beide Bücher mit gutem Papier und klaren Druck aus. Lindenborn. — Ein neues Erzählertalent, das bis jetzt noch wenig hervor- flctreten ist, lernen wir aus der neuesten Nummer der »Garten- laube* kennen. Es ist Ernst Lend ach, nach dem Stoffe seiner Gelchrchte und nach seinem Temperamente zu schließen ein Rheinländer. Voll trefflichen Humors, mit gutmüthiger Satire gewürzt ist seine Erzählung „Die drei Vereinsbrüder", in der er die Neigung seiner Heben Mitbürger zur Vei einshuberei zum Hintergründe für eine ganz artige Familiengeschichte gemacht hat. Die Bereicherung, welche unsere im edlen Sina humoristische Literatur durch Lenbach erfährt, ist mit Freuden zu begrüßen, denn es gibt deren, die eine wirklich gute Humoreske schreiben können, niajt gar viele auf dem deutschen Parnaß. 3MF* Gelegenheits-Kauf 'TMSu feinster, Lchter reinwollener englischer Cheviot», genügend für einen ganzen Anzug ä Mk. 16.35 Pf. 7125 birect an Jedermann durch das Buxkin-Fabrik-Dep"t Oettinger & Co., Frankfurt a. M. 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November, Nachmittags 5 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben des verstorbenen Rentamtmann Bott in Gießen zugehörigen Grundstücke der Gemarkung Gießen: Flur I Nr. 466 — 744 qm Hofraithe auf dem Seltersweg, Flur I Nr. 467 — 3494 qm Grabgarten daselbst freiwillig öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 12. November 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. __I. A.: Bogt. 10069 Samstag den 14. November versteigere ich gegen Baarzahlung: 1) Nachm. 2 Uhr im Bieker'scheu Saale — Neustadt: 1 noch neue» Pianino, 1 Sopha, 6 Stühle, 1 Consol, 1 Secretär, 1 Silberschrank, 1 Nähmaschine, 1 Regulator, 1 Lefaucheux-Flinte u. a. 2) Nachm. 3 Uhrr einen Ofen Aeld- brandbacksteine. Zusammenkunft beim Thorhaus am Wallthor. Geißler, 10064 Gerichtsvollzieher. KMeöotenes. MMlNlt Mnkktter. Heute Abend frischer Spatenbräu Anstich aus der Brauerei G. Sedl- mayr, München. 10062 Steht. SdiWjiuis. Freibank. [10073 Schweinefleisch, nicht ladenrein, ver Pfd. 50 Pfg. 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Wir ersuchen danach alle Diejenigen, welche in der Lage sind, Arbeitskräfte zu dauernder oder vorübergehender Beschäftigung zu suchen, sich wegen des Nachweises von solchen zunächst an unser Armenamt (Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 6) gefälligst zu wenden. Lausdienste, leichtere Taglohnarbeiten, Strick-, Näh-, Bügel- und! Wasch-Arbeit, sowie schriftliche Arbeiten werden fast beständig von einer1 Anzahl unserer Armen gesucht. I Gießen, den 14. September 1891. Die Armendeputation. Gnauth. Bekanntmachung. In der Zeit vom 10. bis 20. November d. I. können von den zur Deckung der aus der Landescreditkasse gewährten Darlehen neu emittirten Großherzoglich Hessischen 3y2procentigen Obligationen Stücke zu 2000, 1000, 500 und 200 Mark zum Cours von 96,60, so lange der Vorrath reicht, von uns bezogen werden. Die bei uns schriftlich einzureichenden Anmeldungen werden nach der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt und können die bestellten Obligationen direct oder auf Wunsch durch die Grobherzogliche Ober-Einnehmerei Mainz, das betreffende Rentamt oder durch eine von dem Käufer zu wählende Diftricts-Einnehmerei auf Kosten der Käufer bezogen werden. Von dem Käufer sind die Stückzinsen vom 1. October d. I. an bis zum dritten Tage nach dem Eintreffen der Anmeldung bei uns, wie auch die Hälfte des etwa nöthigen Schlußnotenstempels zu entrichten. Die des- fallsige Berechnung wird von uns aufgestellt und dem Käufer zugesendet werden, worauf die Obligationen alsbald gegen Entrichtung des Betrags der Rechnung bei den betreffenden Kaffestellen in Empfang genommen werden können. Darmstadt, den 9. November 1891. Grotzherzogliche Hauptstaatskasse. Lindeck. Kramer. Eckersweiler. Bekanntmachung. Vom 15. November d. I. wird der Perfonenzug 94 Marburg- Frankfurt a. M. wie folgt befördert: Ab Marburg 539, ab Niederweimar 5^9, Fronhausen 5£8, Friedelhausen 605, Lollar 6H, Gießen an 621, ab 638, Gr. Linden ab 647, Langgöns 653, Butzbach 705, Ostheim bei Butzbach 7io, Nauheim 720, Friedberg 727, Bruchenbrücken 735, Niederwöllstadt 741, Groß-Karben 749, Dortelweil 755, Vilbel 802, Berkersheim 808, Bonames 813, Eschersheim 8is, Bockenheim 826, Frankfurt a. M. an 8»2 (wie seither). Hannover, den 9. November 1891. 10071 Königliche Eisenbahn-Direktion. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Klein-Linden für 1892/93 liegt vom 13. d. Mts. an ackt Tage lang zur Einsicht der Betheiligten auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Klein-Linden, den 12. November 1891. Grobherzogliche Bürgermeisterei Klein-Linden. Germer. 10072 Fayence- und Thonofen. Alleinverkauf der beliebten Fabrikate des Hoflieferanten Herrn A. Gaertler m Darmstadt bei [7694 A. Kröll, Gießen. II. IN! Wwe. 8 WMhorstrsfle 8 iiisvrriaof. 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Eltern, Herrschaften und Geschäftsinhaber, ihre Mädchen auf den Sonntagsverein Hinweisen und denselben die Theilnahme gestatten zu wollen. Gießen, am 10. November 1891. Einrichtungen Die Alaschenbier - Kandkung von Daniel Heil« Deutscher Phönix Versicherungs-Gesellschaft in Frankfurt am Fahrplan der aus Station Gießen verkehrenden Eisenbahnzüge. 3% Preutz. ConsolS 3es Dienstmäd- chen zu Weihnachten gesucht. Frau Gabriel, Franks urterstreße 67. : iMychte Anzeigen. Neues Theater, Giessen Freitag den 13. November 1891: 22 Vorstellung im 1. Abonnement: Neu! Pension Schüller. Neu! Posse in 3 Acten von Karl Laufs. Kassenöffnnng 7*/g Uhr. Anfang 8 JJhr. 34 Bahnhofstr. 34 10037] Ein acht Monate alter Ne« foundländer Hund, ganz schwarz gelockt, preiswürdig zu verkaufen. ________________Frankfurterftraße 82 10038] Ein noch fast neues Billard (Dorfelder-Mainzl, preiswürdig zu verkaufen. Näheres im ________Gasthaus zum Adler. Neueste Dichtung von Julius Wolffr Wamckun Lahnsttin. MF Heute Donnerstag den 12. Novbr., Abends x/^> Uhr, und nächsten Sonntag den 15. November, Nachm. von Va3 Uhr ab: Grosses Klavier-Concert ausgeführt von Herrn Capellmeister Georg Heftrich aus Wiesbaden. _______Entree 25 H. [10035 Wir suchen noch einige tüchtige Accidenzsetzer C. UamMsts Druckerei, Frankfurt a. M. 10053 GeübteSortirerinnen gesucht. 10055 Alexander Mayer. 10051] Ein kräfliges Mädchen empfiehlt sich im Waschen und Putzen. ____Wolkengasse 21. 10074) Mädchen mit guten Zeugnissen suchen Stellen für gleich und später durch Frau Strack, Teuielslustgartchen Nr. 5. !—i L. z. T. 13. 11. Abds. 7V2 Uhr. S. G. Aufn. 10060 GX Ankunft. — Abfahrt. 112 gOO 940 H30 100 Aid 2*ä ■432 604 728 847* 1059 1157. Frankfurt 229 43b 459 623 804* 9ö0 1141 157 436 532 703 749 9£3e 620 (führt 2.-4. Klane). Friedberg (Localzug) 630 (führt 2.-4. Klasse). 214 454 708* H31 42d 527 C»53 744 ß59 1115. 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E--B.-Act. 71 50 124 20 Buschtherade: E-E.-Act 390 00 128 10 Eib'bal-Bahn-Act. 178 25 101 00 Gotthard-Bahn-Act. 133 50 89 50 Schweizer Nordsst-B.-Aet. 108 90 233 87 Mainzer E.-B.-Act. 107 50 233 25 Marienburger E.-B.-Ac1 45 30 101'80 Ver. KöntgS-Laurab^Act 102.50 Rebactionr A. Scheyda. — Druck und b<*v B rühl'sch'm Drirckerei (Fr. Edr. Vtetsch) in (ließen. Di« tzeattg« Nummer «mfatzt 6 Seiten. Freitag den 13. November (Stegner Anzeiger. Beilage zu Rr. 265.-1891 Feuillrtsn. Sie und ihr Vierlelsvetter- Erzählung von I. Bonnet. (4. Fortsetzung.) Robert war aufgesprungen und kletterte, um seine Verlegenheit zu verdecken, von Mieze begleitet, in der Ruine umher. Das Gemäuer war unsicher, Risse und Spalten überall, so daß ein Weiterklimmen gefährlich erschien. Jndeß fühlte sich die übrige Gesellschaft durch sein Beispiel angelockt, das Gleiche zu thun, um eine desto freiere Umsicht von der Höhe zu genießen. Indem er zurückkehren wollte, widerrieth er ernstlich das Vorhaben. Nun aber war es Ottilie, die recht darauf brannte. Lieutenant Hecht fand ihre Kühnheit großartig, entzückend und folgte. Ottilie schwang sich leicht von Mauer zu Mauer, fast stand sie oben auf der höchsten Spitze der Ruine, als die Steine nachgaben und hinabstürzend das waghalsige Mädchen in die Tiefe rissen. Ein einziger Schrei entrang sich allen Zuschauern. Lieutenant Hecht taumelte selbst auf zerbröckelndem Gemäuer. Robert allein behielt in dem verhängnißvollen Augenblicke den Kopf oben. Sich an einem Baumstamme haltend, gelang es ihm, die Hinabstürzende zu ergreifen und zu stützen. Eine Secunde lang wankte der Grund auch unter ihm. Dann glückte es seiner Gewandtheit, Ottilie im Arme, auf festeres Gemäuer zu springen, wo beide zusammenbrachen, um sich im nächsten Augenblicke unbeschädigt zu erheben. Ein unbeschreiblicher Jubel brach los. Die Mädchen, die Ossiziere umringten den Retter und drückten ihm die Hände, er aber hielt in stolzem Glück die bebende Gestalt fest, als könnte sie durch eine unheimliche Zaubermacht noch einmal dem Abgrunde zugerissen werden, als müßte und wollte er sie schirmen mit aller Kraft, die in ihm war. Ottilie, die sonst so kecke, selbstbewußte Ottilie, hielt ihm bleich, zitternd, wie abwesend, stille. Dort vor ihr war die steinersüllte Tiefe, wo sie ohne ihn mit zerbrochenen Gliedern gelegen hätte. Sie athmete auf, blickte scheu, ergeben zu ihm empor und drückte ihm wortlos die Hand. Die Flaschen wurden zusammengeräumt, nach Friedrich gerufen und in gedämpfter Stimmung der Rückweg angetreten. Früh am nächsten Morgen verließ die Einquartierung Blankensee- Nachmittags hatte Roberts Stunde geschlagen, welcher erklärte, sein Rücksahrtsbillet nicht drangeben zu wollen. Onkel Ferdinand hatte seine Gespanne nöthig. Die Mädchen und Hans und Paul erboten sich einhellig, den Vetter, der es ihnen allen angethan hatte, nach guter Kameraden Sitte ein Stück Weges zu Fuß zu begleiten. So lange als möglich wurde mit dem Ausbruche gezögert. Robert, der pünktliche Mensch mit der Rückfahrtskarte, hatte es selbst nicht eilig, von Blankensee sortzukommen. Und nun unterwegs, was da nicht noch alles zu plaudern und zu erzählen, zu berathen war! Am Ende ängstigten sich sogar die Cou- ; sinen darum, daß er zu spät zur Bahn komme. „Wenn ich auch zu spät komme, das schadet nicht," tröstete er mit wundersamer Ruhe. Ohne Gewissenspein setzte er sich mit den Cousinen noch einmal ins duftende Waldmoos. Heber allem Geplauder ver- \ irrte man sich, als ein vermeintlicher Richtsteig eingeschlagen worden war. Heber Gräben und durch Gesträuche ging es wie die wilde Jagd. Er war so ritterlich behilflich und wurde immer vergnügter, je mehr Zeit verfloß. Da erschien ein Bauer, der über die Entfernung nach Trebbin Auskunft geben konnte. Es sei nur noch eine halbe Stunde, wenn man ordentlich zuginge, sagte er, mit dem Kopfe nickend. „Ich wollte, ich hätte keine Rücksahrtskarte," ließ der Vetter fallen, und die Cousinen sahen sich zweifelnd an, sie wußten nicht, was sie aus dem sonst so bestimmten, entschiedenen Menschen machen sollten. Hnb jetzt gar wollte er den kleinen Vetter Hans küssen. Der aber entwischte ihm, bis Mieze ihren Schirm aufspannte, hinter dem der große und kleine Vetter sich zärtliche Abschiedsküsse gaben, als wollten sie sich schnell verloben. „Heute Abend wird er wohl wieder vor der Thüre stehen," sagten die Cousinen, als er allein sürbaß schritt. „Der kommt im Leben nicht zur rechten Zeit nach Trebbin." „Hns begleitet keiner," warf Miezchen hin, die Achseln zuckend. „Ja, ist das ein Leben mit solchem Vetter, ist das ein Aufwand." Lachend über ihre seltsamen Erlebnisse mit dem Vetter, begaben sich die Mädchen allein im still gewordenen Schlosse zur Ruhe. „Wo sind die Streichhölzer?" wurde gefragt. Sie tappten im Dunkeln und sanden sie nicht. „Wir müssen wieder hinüber und Streichhölzer holen." „Was ist das?" riesen sie zurückkehrend. „Da im Zimmer ist Licht!" Sie stürmten erschrocken wieder ins Amtshaus. „In Roberts Zimmer ist Llcht, er ist wieder da, der Viertelsvetter!" Onkel und Tante begleiteten die wilden, furchtsamen Mädchen. „Ja, in Roberts Zimmer ist wahrhaftig Licht!" Doch nein, bei näherem Zusehen war es nur das Mondlicht, das die Fensterscheiben erhellte. Hnd im Vollmondlicht schritt der Vetter durch Berlin, dem Lehrter Bahnhofe zu. Auch er sah Licht in seinem Zimmer im Blankenseer Schlosse, hörte das helle Lachen, das heimliche Kichern der Mädchen. Hnd dann dachte er an den elend zerrissenen Merkzettel der Tante. Es war ihm Leid um den Verunglückten. Leid? Er trug im Herzen ein Glück, einen Traum, ein Weben wundersamer Art, alles vergaß er über der einen, die er dachte, als er wie ein Traum auf den verhängnißvollen Merkzettel der Tante schrieb: „Erstes Gericht: Ottilie." Sie war der erste Traum, den sein junges Herz träumte, und der es darum voll und ganz erfüllte. * * * Es war Winter geworden- dunkel hingen die Wolken über der schauernden Erde, im schneidenden Winde taumelten Krähen und Raben aus ausgespanntem Fittig, von Schnee bedeckt lagen Stadt und Land, verklungen war der frohe Kinderschrei im Garten, das emsige Regen auf den Feldern, der Sang und Klang aus den lustigen Höhen. Es war Winter. Stille ruhte über dem Dorfe, dem Hose - keine beängstigende Stille, sondern die der Sammlung im süßen Heim des Familienlebens, dessen Traulichkeit der Ofen oder das Kamin mit dem flackernden Herdfeuer erhöhte - die Stille wohlthuender Einkehr in sich selbst und die inneren Schätze, welche dem Menschen seinen wahren Werth, seine höhere Prägung geben, indem seine Persönlichkeit sich daraus nährt und erbaut. In Berlin stand das gesellige Leben auf seiner Höhe. Wenn später Abend geworden war, rollten die Equipagen heran, der Tag wurde in die Nacht verlegt und die Nacht wurde zum Tage. Ob Winter war oder was sonst, wen kümmerte es in den glänzenden Salons, die von gleichmäßiger Wärme durchströmt und von blendendem Lichte durchstrahlt waren? Blitzende Uniformen und der gesternte Frack, die junge Damenwelt in lichten Wolken von Gaze und die Mütter, die Tanten in schwerem Sammet, in rauschender Seide durcheinander flirrend, lachend, fächernd und umschwebt von Blumendüften, Musik und Tanz und Gläserklirren - das war das Bild hier wie dort, eine leuchtende Welt, die die Sonne und alle Sterne erborgt zu haben schien, während es draußen dunkelte und winterte, fror und klagte und stürmte. (Fortsetzung folgt.) ©etanntmaM«# Der Voranschlag der Gemeinde Heuchelheim pro 1892/93 liegt acht Tage lang und zwar vom 13. bis incl. 20. November l. -j. aus dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Betheiligten offen. Heuchelheim, am 12. November 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Heuchelheim. ______________Kreiling._____________________10049 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Rüddingshausen für 1892/93 liegt acht Tage lang vom 13. bis 21. November d. I. auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Rüddingshausen, am 11. November 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Rüddingshausen. 'Scheerer.10048 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Londorf für 1892/93 liegt acht Tage lang vom 13. bis 21. November d. I. auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Londorf, am 11. November 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Londorf. Au mann. 10047 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Climbach für 1892/93 liegt acht Tage lang vom 13. bis 21. November d. I. auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Climbach, am 11. November 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Climbach. Stein. 10046 Bekanntmachung. Der Voranschlag für die Gemeinde Sich für 1892/93 ist zur Einsicht aller Betheiligten acht Tage lang vom 11. bis 19. November l. I. auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen gelegt. Lich, am 11. November 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz.10042 Bekanntmachung Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Rabertshausen für 1892/93 liegt acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu Jedermanns Einsicht offen. Rabertshausen, am 9. November 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Rabertshausen. Widdersheim. 10050 Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Wasserleitungen. Unter Hinweis auf die Bestimmungen über Anlage der Hauswasserleitungen zu Gießen, machen wir darauf aufmerksam, daß, um bei eintretender Kälte dem Einfrieren der Hauswasserleitungen! vorzubeugen, es erforderlich ist, die Hauswasserleitungen des Abends für die Dauer der Nacht mittelst des Hauptabsperrhahnes abzuschlietzen und mittelst des Entleerungshähnchens und obersten Zapfventils zu entleeren. Das diesbezügliche Verfahren haben wir s. Z. allen Wafferabnehmern in einer gedruckten Anleitung mitgetheilt, welche auch wiederholt veröffentlicht wurde. Erforderlichenfalls sind wir zu weiterer desfallsiger Auskunfts- ertheilung bereit. Die Wassermesser sind während des Winters mit Stroh, Säcken, Filz oder ähnlichen Schutzmitteln gegen Kälte sorgfältig zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellerfenster geschloffen zu halten. Durch diese Vorkehrungen wird dem Wafferabnehmer die Lieferung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude fern gehalten. — Wir empfehlen daher vorstehende Vorsichtsmaßregeln allen Betheiligten zur ganz besonderen Beachtung. Roch besonders machen wir darauf aufmerksam, daß es nicht in das Bereich unserer geschäftlichen Obliegenheiten gehört, Reparaturen und Aufthauen von Hauswasserleitungen — soweit dieselben vom Waffermeffer ab innerhalb des Hauses liegen — vorzunehmen. Derartige Herstellungen werden am schnellsten von denjenigen Installations-Geschäften besorgt, welche die betr. Hauswasserleitungen s. Z. ausgeführt haben. Gießen, 6. November 1891. ^Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. Otto Bergen. 9871 Montag den 16. November, Nachmittags 2 Uhr, wird im Gasthaus „zum Pfau", Neustadt 55 (früher Bramm): Arbeitsversteigerung. Freitag den 13. lfd. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll im alten Rathhause eine zu 281,40 «X veranschlagte Pflasterarbeit versteigert werden. Gießen, am 11. November 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 10027 Ieilgeöotenes. Deutsche 9692 Hr6eiter=8eife vorzüglich zur schnellen Reintgnv g -er Hände re. Die Arbeiter - Seife reinigt die Haut schneller als jede andere Seife und wird deshalb vorzüglich von Personen gebraucht, die eine Beschäftigung treiben, welche die Haut schwärzt und verhärtet; sie sollte daher auf Comptoirs, in Expeditionen, Werkstätten, Officinen, Fabriken, Ateliers und in Küchen niemals fehlen- Die Arbeiter-Seife eignet sich auch noch ganz besonders zur gründlichen Reinigung :unb zum Putzen aller Zinn-, Blech-, . Messing- und Kupfergeschirre, sowie von : Glas und Porzellan- Stück 10 Pfg. 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