300: 108' 117. ,U> 136-1«. le 9W.L."••wmtl. cnd 8 Uhr: ,». y$?fL_yHumor“. ■enkeller. chelftppe bk., Abend« von 7 Mx u -SUH, au: [1258* d Sauerkraut. Wilk- Kaufmaim. Ift onncnstr. 8. weil » Lager , bemalt, Sth;u nut Mk. 6. ;eingut fein bemalt (gtoj), p i giqnrutftfUiee, betet, ampen in Wer äutoa^l. itantfttrttt feuerfeste« areo. Altdeutsche mb , unb irdeae »«««■ Vorleger. MF bei» x. Alle« I« de« C. Ranft' Äedicinal- eer-Wein SS? r für ß^rt#D, HeberkfJ 111^ •IW HfO iiiH |K)1t 1M1* Bis tUJj il- cht MtsihA jeJrnfl 189L , Ais- Aold^t^ Äüb«-^ Ori-s erader *- iZS» Nr. 37 Freitag den 13 Februar 1891. ‘WFM» JU«r»rzv>wWR^*' — »•* w-«*-*n- .> > "»w»m.. JTIinMUI JlJMl .'L .iflr. Drr rrscheim LLglich, *3* AuLnahmr deS MontatzS. ®k Gießmcr 8 raffet dem Lnzeizer s»chenttich dreimaf ießmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. SierrsrjLtzr^re .#8dntttme*tortÄU,3 2 Mark 20 Pfg. tn9? Sxinßtrlo&n. Durch Vie Pr>ü bc^e» 2 Mark 60 Pf,. Ätbaction, Lxpedvw-« tHib Drucker«: > j. ,< ii ii। Dentseher Reistag 63. Plenarsitzung. Mittwoch, 11. Februar 1891, 1 Uhr. Die Berathung das Etats der Zölle unb Verbrauchssteuern wild bet tkr Zuckeisteuer fortgesetzt. Von der Ädstimmung über den zweiten Theil des vom Abg. Menzer zur Tabaksteuer (Herabsetzung der Steuer) gestellten Antrages wird vo- erst mit Rücksicht aufdie schwache Besetzung des Hauses abgesehen. Die Positionen Zuckern, Salz- und Branntweinsteuer, sowie die Stempelst uer werden oebattttos angenommen. Petitionen betr. das Wahlgesetz und Herabsetzung bezw. Erhöhung einiger Zölle werden durch Uebergang zur Tagesordnung, Petitionen betr. die Rechtsverhältnisse der kaufmännischen Agenten durch Überweisung an den Reichskanzler erledigt. Zu feer Petitimien aus Veränderung von Zollsätzen bemerkt Abg. Hultzscb (cons), daß der gegenwärtige Augenblick, in dem wir »or neuen Handelsvertragsverhandtrmgen stehen, für derartige An- »rdnungen nicht geeignet sei. Dazu komme, daß den in den Pelt- Etonen virm’/enen Interessen andere entgegenstehen, die gleichfalls Anspruch aas Berücksichtigung hätten. Hierauf wird über den zweiten Theil des Menzer'schen Antrags ^Herabsetzung der Tabaksteuer) cchgchimmt und derselbe mit Lroßer Mehrheit angenommen. Die Anträge Auer auf Erweiterung der Erhebungen hinsichtlich der Wahl des Abg. Dr. Porsch werden abgelehnt. Abg. Stöcker (cons.) begründet seinen Antrag, gegen das gleichzeitige Wirken von Missionaren verschiedener Confesston in Denselben Bezirken der deutschen Schutzgebiete. Er weist auf den regen Eifer hin, den sowohl die evangelischen und katholischen Missionen entwickeln. In Dar es Salam würden sich die Missionen beider Confessionen Concurrenz machen, was in Kamerun glücklicherweise vermieden sei. Redner widerspricht sodann dem Wtßmann'schen Urtheile über die Wirksamkeit der beiderseitigen Missionen. Wißmann habe leider den Anlaß dazu gegeben, daß das Wirken der evangelischen Mission in den Schatten gestellt worden sei. Er begreife nicht, worauf Wißmann sein Urtheil begründe. Es widerspreche den That- sachen und sei um so unverständlicher, als Wißmann selbst evangelisch sei. In die evangelische Missionsschule am Nyassasee würden 300 Negerkinder geschickt und die Arbeit werde von der evangelischen Mission ausreichend berücksichtigt. Es sei unzulässig, daß der Netchs- commistar ohne ausreichende Information derartige Urtheile ausspreche. — Wo Missionen einer Confession bestehen, solle verhindert werden, daß Missionen anderer Consessionen concurriren. Das bezwecke sein Antrag. Bundescommissar Geh. Rath Kayser constattrt, daß nicht nur katholische, sondern auch große evangelische Missionsgesellschaften eine solche Abgrenzung der Missionswirksamkeit nicht wünschen. Bet dieser Sachlage sei es für die Colonialoerwaltung doch kaum möglich, ihrerseits nun eine Abgrenzung der Mtssionssphären vorzunehmen. Die Thätigkeit der Missionen sei für die Colontalpolitik unbedingt nöthig, wir müßten letztere ohne die erstere aufgeben. Abg. Dr. Wtndthorst: Die Erörterungen Stöckers hinsichtlich der Auslassungen Wißmanns seien hier nicht am Platze, da sie nicht officteller Natur seien und da es zudem jetzt ausgeschlossen sei, Wißmann selbst zu hören. Er berühre auch nicht den Anthetl, den Wißmanns Auslassungen über die Missionen auf die Strömungen gegen ihn etwa gehabt. Betreffs der Missionen verlange er weiter nichts als Freiheit für alle Thetle. Nur auf dem Wege der Freiheit können die großen schwebenden Fragen gelöst werden. Abg. Stöcker zieht seinen Antrag zurück. Die Erörterung des Wtßmann'schen Urtheils gehöre allerdings bei der officicllen Stellung und Bedeutung des Reichstags hierher. Es folgt Berathung des Antrags Stöcker und Genossen auf Beschränkung des Handels mit Spirituosen in den deutschen Schutzgebieten. Abg. Stöcker weist Darauf hin, daß Dieser Antrag bereits früher vom Reichstage angenommen worden sei. Es hätte daraufhin eine Erhebung über den deutschen Antheil am Branntweinhandel in Afrika stattsinden sollen, deren Ergebniß vielleicht manche Vorurtheile beseitigt Härte. Was nach den vorliegenden Berichten geschehe, gereiche dem deutschen Namen nicht zur Ehre. Der deutsche Branntwein- tmport in Afrika errege in der ganzen Welt Aergerntß. Bundescommissar Geh. Rath Kayser tritt der Angabe entgegen, daß auf den Antrag des Reichstags hin nichts geschehen sei und erinnert an die Ergebnisse der Brüsseler Conferenz, an der Deutschland hervorragenden Antheil habe. Der. Branntweintmport sei in den deutschen Schutzgebieten erschwert und die Regierung werde bemüht sein, auch weiterhin dem Branntweinconsum entgegenzutreten. In dieser Beziehung werde in den Berichten von verschiedenen Seiten übrigens manches übertrieben. Abg. Stöcker: FürWestafrtka sei die Frage eine brennende; er bitte die Regierung, dieselbe nicht außer Augen zu lassen. Auf Antrag des Abg. Dr. Windthorst wird angesichts der Erklärungen des Regicrungscommtssars über den Antrag Stöcker zur Tagesordnung übergegangen. Gegen den Uebergang zur Tagesordnung stimmten Conseroative und Socialdrmokraten. Morgen 1 Uhr: Zweite Berathung des Arbeiterschutzgesetzes. Neueste Nachrichten. MolsiS telegraphisches Corrcspondenz-Bureau. Hamburg, 11. Februar. Eine Bersammlung der Cigarren ar beiter beschloß nach längerer Debatte über die Frage eines Ausstandes, es jedem anheimzustellen, den Revers des Vereins der Cigarrenfabrikanten von 1890 zu unterschreiben. Gleichzeitig wurde beschlossen, die seit Längerem geplante Productiv Genossenschaft der Cigarrenarbeiter und Sortirer ins Leben treten zu lassen. Paris, 11. Februar. Der oberste Rath der Arbeiterpartei erließ einen Ausruf an die Arbeiter Frankreichs, in welchem dieselben zu einer öffentlichen Kundgebung am 1. Mai aufgefordert werden. Der Anfrus sagt, der gesetzliche achtstündige Arbeitstag, um welchen es sich zunächst bei der Kundgebung handle, sei nur der erste Schritt zur gänzlichen Befreiung der Arbeit und der Arbeiter. Marseille, 11. Februar. Der Forschungsreisende Capitän Trivier trat gestern eine Reise nach Libreville in Gabon an, um seine Forschungen fortzusetzen zu dem Zweck, an den afrikanischen Küsten bezüglich der natürlichen Pro- ducte derselben Studien zu machen und neue Absatzgebiete zu suchen. London, 11. Februar. Das Unterhaus nahm mit 202 gegen 155 Stimmen in zweiter Lesung die Bill an, durch welche die Ehe eines Wittwers mit der Schwester der verstorbenen Frau als gesetzlich zulässig erklärt wird. Brüffel, 11. Februar. Die jüngst einberufenen beiden Klassen der M i l i z t r u p p e n, welche in Brüssel garnisonirten, wurden heute auf einen Monat in die Heimath entlassen. Brüffel, 11. Februar. Die dritte Section der Repräsentantenkammer genehmigte den Antrag auf Verfassungsrevision mit 5 gegen 4 Stimmen. Sieben Repräsentanten enthielten sich der Abstimmung. — Der Genera lrath der Arbeiterpartei richtete eine Denkschrift an den belgischen Episcopat, in der letzterer ersucht wird, sich der Versassungsrevision nicht zu widersetzen. Petersburg, 11. Februar. Der Erzherzog Franz Ferdinand kehrte heute von dem Jagdausflug bei Jaschtscheri zurück und dinirte dann bei dem Großfürsten Paul. Petersburg, 11. Februar. Der russischen „Petersburger Zeitung" zufolge ist es jetzt entschieden, daß der Bau der sibirischen Bahn im Frühling beginnen soll. Zunächst werden gleichzeitig die Strecken Wladiwostok-Chabarowka und Tomsk-Irkutsk gebaut und dann Chabarowka und Irkutsk miteinander verbunden. Inzwischen soll der Ausbau des russischen Eisenbahnnetzes von Slatonst bis Tscheljabinsk, woran schon jetzt gearbeitet wird, fertiggestellt fein. Dann wird die Strecke Tscheljabinsk-Tomsk hergestellt. Die sibirische Bahn soll 1894 ganz fertig sein und die Kosten sollen 75 Millionen Rubel betragen. Alexandrien, 11. Februar. Professor Koch ist heute hier eingetroffen. Er beabsichtigt, morgen nach Oberegypten sich zu begeben. Washington, 11. Februar. Man betrachtet das vo« Senate zu dem Gesetze über die Autorenrechte angenommene Amendement als einen gegen das ganze Gesetz gerichteten Beschluß. Der Senat trat, statt die Berathung des Gesetzes fortzusetzen, in die Berathung des Marinebudgets ein. Newyork, 11. Februar. Im Strike-Districte von Cornels- ville sind alle Fabriken geschlossen- 16 000 Arbeiter feiern. Locales ttni* provinzielles. Gießen, 12. Februar. — Se. Königliche Hoheit der Erbgroßherzog beehrten den am 9. l. M. Abends stattgehabten Ball des Gesellschafts- Vereins (Ctubball) mit Höchstseiner Anwesenheit. Der außerordentlich stark besuchte Batt verlief in festlicher und animirter Weise. Während der Pause nahmen Se. Königliche Hoheit mit den Herren des Vorstandes, deren Damen und noch einigen vom Vorstand zugezogenen, Sr. Königs. Hoheit bekannten Familien im sog. Kaiserzimmer das Souper. Der Director des Gesellschastsvereins, Herr Amtsrichter Gebhardt, brachte hierbei aus den hohen Gast ein Hoch. Erst nach dem Cotillon, in vorgerückter Stunde verließen Se. Königliche Hoheit das schöne Fest. — Heute Nachmittag 2 Uhr findet zu Ehren Seiner Königlichen Hoheit des Erbgroßherzogs im Gasthof zum Einhorn ein von den Mitgliedern der Stadtverordneten-Versamm- lung gegebenes Mittagessen statt, an welchem auch die Spitzen der Behörden thettnehmen werden. — Theater. Ueber die Darstellung der „Dora" durch Fräulein Theffa Klinkhammer wird aus Liegn itz geschrieben: Das Gastspiel Theffa Klinkhammers auf unserem Stadttheater brachte uns „Dora". Dieses Schauspiel enthält in der Titelrolle eine Parthie, von der wir es begreifen, daß bedeutende Künstlerinnen sich ihrer gern bemächtigen. Die Darstellung dieser Parthie durch Theffa Klinkhammer hat nun in uns einen Eindruck hinterlassen, der nicht so bald verlöschen wird. Die Künstlerin stand überall vollkommen auf der Höhe ihrer Aufgabe- im leichten Geplauder, wie im innigen Liebesgeflüster, in der verzweiflungsvollen Klage, wie im lauten Aufschrei des Wehs schlug sie so wahre, ' so ungekünstelte Töne an, daß sie in gleichem Maße erwärmte und erschütterte. Mir dieser Rolle hat unser Gast den voll- giltigsten Beweis seiner außerordentlichen hohen Künstlerschaft abgelegt. Der laute und anhaltende Beifall, den Fräulein Klinkhammer nach jedem Abgang erntete, bewies, wie sehr ihr Spiel das Publikum hinriß. — Gestern Vormittag schlich sich ein Bettler in die oberen Stockwerke eines Hinterhauses der Marburgerstraße, nachdem er vorher das Vorderhaus abgebettelt hatte. Er durchwühlte mit aller Gemüthsruhe verschiedene Behälter, packte sich einige Wäschegegenstände ein, entnahm einem Kleiderschrank 40 Mk. in Gold und machte sich, als er sich entdeckt sah, auf den Rückweg. Als der Dieb im Hausgang an zwei Frauen grüßend vorüberging, bemerkte die eine ihr Weißzeug unter dem Arm desselben. Da der Bettler sich entdeckt sah und die Frauen: „Ein Dieb, haltet ihn!" riefen, ließ derselbe das Weißzeug fallen und entkam, ohne verfolgt zu werden. Das Lg meiert 3h «tnou 75 He fe cung tn pm wohlfetten Prdfe von BO Pfennig. Dxr» oUt Buchhaur^unk>x> in bqktien Signalement, soweit dasselbe angegeben werden kann, ist sollendes: Alter: 25—30 Jahre, Größe: 1,60 1,65 Meter, Haare: dunkelblond, Bart: dunkelblonder Schnurrbart, Gesicht : hager, Gesichtsfarbe: blaß, Kleidung: dunkle Tuchmütze ohne Schild, dunkles, abgetragenes Jaquet, ebenfalls abgetragene Hose und Schuhe. — Seit mehreren Tagen schon versuchte ein junger Mensch in Kaisermantel und schwarzer Pelzmütze, auf den Namen eines hiesigen Kaufmanns in Schuhwaarengeschästen Stiesel zu borgen, ohne daß man seiner habhaft werden konnte. Gestern Abend hatte der Betreffende einen solchen Versuch erneuert und zwar unter Abgabe eines gefälschten „Gutscheins" des betr. Kaufmanns. Heute Morgen ist der Thäter durch einen Schutzmann verhaftet worden. Derselbe ist gelernter Kaufmann, jetzt Buchbinder zu Wetzlar und gebürtig aus Bischoffen, Kr. Biedenkopf. Ferner erschwindelte derselbe gestern Abend in einem hiesigen Geschäft auf den Namen eines hiesigen Commis 6 Kragen. Für die abgebrannte Gemeindescheuer zu Lindheim finb weiter einaegangen: Uebertrag 15 JL Von O. 10 Burk 5 JL, Frau C. Felsing 5 JL Zusammen 35 Weitere Gaben nimmt gern entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". DermiWtef. Krofdorf, 12. Februar. Heute früh gegen V23 Uhr brannten 3 Scheuern nieder. Den vereinten Bemühungen der Einwohner und der zur Hülse herbeigeeilten Feuerwehren der Nachbarorte gelang es, einem Umsichgreifen des Feuers vorzubeugen. Es wird Brandstiftung vermuthet. */\ Mainz, 11. Februar. An das Commando des hessischen Pionier-Bataillons Nr. 11 sind von allen Rheinorten, in welchen von Truppen des Bataillons Eissprengungen vorgenommen wurden, in den wärmsten Ausdrücken abgesaßte Dankschreiben gerichtet worden. In den meisten dieser Schreiben, in welchen den Soldaten wie den Ossizieren die gleiche Anerkennung gezollt wurde, ist ausgedrückt, daß ohne die militärische Hilseleistung der Eisgang sicher nicht so gefahrlos vorübergegangen sei. * Heppenheim a. d. B., 8. Februar. Das hiesige „Kreis- blatt" schreibt: Eine tragi-komische Geschichte ereignete sich kürzlich in einem Nachbarorte. Ein am Abend nach Hause kommender junger Mann sand die Hausthüre verschlossen uni) den Hausschlüssel nicht an der Stelle, wo er sein sollte. Kurz entschlossen schlug er eine Scheibe ein, öffnete das Fenster, stieg durch dasselbe und gelangte so in sein Schlafgemach, wo er sich zur Ruhe legte. Der später heimkommende Vater sand den Schlüssel ebensalls nicht und da er an dem eingeschlagenen Fenster vermuthete, daß eingebrochen worden sei, wie dies früher schon einmal geschehen, veranlaßte er seine Tochter, den Bruder zu suchen, während er sorgfältig Wache hielt, damit der Spitzbube nicht entwische. Als die Tochter in allen Wirthshäusern vergeblich nach dem Bruder gefragt, nah« sie einige beherzte Männer mit, welche sich mit Aexten und Prügeln bewaffneten. Nun wurde die Hausthüre mit Gewalt erbrochen und alle Thüren im Hause besetzt. Da hörte man in des Bruders Belt sich etwas regen und nun sing man an, ganz erbärmlich drauszuschlagen und merkte den Jrrthum erst, als der für einen Fremden gehaltene junge Mann schon eine gehörige Tracht Prügel empfangen hatte. richten. * Königsberg i. Pr., 10. Februar. Man soll kerne Tintenklexe ablecken! Die namentlich unter den Schülern sehr verbreitete üble Angewohnheit, Tintenklexe in den Schreibheften abzulecken, hat ein lljähriger Knabe im hiesigen Kreise beinahe mit dem Leben büßen müssen. Demselben war, nachdem er einen großen Klex abgeleckt hatte, nach wenigen Stunden die Zunge und das Gesicht derart angeschwollen, daß er sofort nach Hause geben mußte. Ein Arzt, der glücklicherweise sofort zur Stelle war, stellte Blutvergiftung fest, die ihm durch eine kleine Wunde aus der Zungenspitze entstanden war. Lebensgesahr ist immer noch nicht ausgeschlossen. * Eine Hundertvierzehnj'ahrige. Die Volkszählung fördert mitunter ganz überraschende Dinge zu Tage. In Szeged in sand man einen Greis Namens Zsak, der mittels Taufscheins nachweisen konnte, daß er 104 Jahre alt (ei; allein dieser Methusalem ist ein „junges Herrchen" gegen die verwittwete Frau Peter Jenei, geb. Eva Halaß. Ein Volkszählungs- Commissar entdeckte die Frau auf der Szathmazer Tanya, und aus die Frage, wie alt sie sei, erwiderte sie blos, daß sie am 24. December 1776 geboren sei. Ihr Alter mögen die Herren nachrechnen. Frau Jenei hat mithin das 114. Lebensjahr überschritten und sie ist dabei noch so srisch und rüstig, als drückten kaum 60 oder 70 ihre Schultern. Auch plaudern und neugierig sein kann sie wie die Jüngste. Den Commissar, der» sie in die Liste eintrug, fragte sie: „Haben Sie, bitte schön, meinen jüngsten Buben mcht in Szegedin gesehen?" — „Ei, haben Sie denn noch Kinder?" — „Das will ich meinen, vier Söhne. Mein jüngster Bub ist — vierundsiebenzig Jahre alt. Wenn er aus die Tanya kommt, da schiebt er mir immer die kleine Bank unter den Fuß. O, er ist ein seelenguter Mensch, mein Bub . . ." ST 5 ,-vto f ;±1 von Richard March ersehen werden, daß auch das ^genannte „starke Geschlecht" durchaus nicht frei ist von einer Eigenschaft, die es sonst so gerne allein der holden Weiblichkeit in die Schuhe schiebt. ,jleulr Lagoutte, Erinnerungen aus meinem Circusleben "AN Signor Saltarino, „An Bord S. M. S., Em Tag aus dem Leben cinrö deutschen Matrosen", „Anthropometrie, eine Neuerung in der Cri- minaltstik" von A. O. Klaußmann, „®t(ienbabnfabrtÄrtcn, ^in Bild aus dem modernen V-rkehrsleben", die Nooelletten '^ine Pttnz«- ehe", „Der Eamelienzweig" — Alles das sind Beitt äge, wie sie unterhaltender kaum in einem anderen Journal gefunden werden dürften. — Der Bilderschmuck des „Buches Schönheit und Reichhaltigkeit, wegen seiner Berücksichtigung aller interessanten Zeitereignisse längst rühmlichst bekannt. Zu dem im ersten Hefte des neuen Jahrgangs 1891 aufgegebenen. ^lt€^ÖTa t sind nicht weniger wie 6128 Auflösungen eingegangen, die sämmtltch mit werthvollen Preisen bedacht wurden. * Theuere Aepfelb'äume. In einer vergangenes Jahr stattgehabten Sitzung des ProvinzialauSschusses der Provmz Rheinhessen waren einem Grundeigenthümer der Gemarkung Wöllstein für 10 Aepfelbäume, die auf zu erwerbendem Eisenbahngelände standen, 2400 Mk. zuerkannt worden. Diese Summe genügte ihm nicht; er forderte 3900 Mk. und das Landgericht Mainz billigte ihm auch 3700 Mk., einschließlich 400 Mk. für die letzte Ernte, zu. Nunmehr war aber die Gemeinde Wöllstein mit dieser Entscheidung nicht einverstanden, da sie für den Betrag hätte aufkommen müssen. Es erfolgte Berufung an das Oberlandesgericht zu Darmstadt, das in der Sitzung vom 3. Januar das Urtheil des Landgerichte Mainz aushob und das Erkenntniß des Provinzialausschusses bestätigte. Gleichzeitig wurde der Eigenthümer der Bäume in sämmtliche nicht geringe Kosten des Verfahrens verurtheilt. * Die Koch'fche Lymphe hat jetzt einen officietten Namen erhalten. Die von Dr. Libberitz versandten Holzkästchen, welche die Originallymphe enthalten, tragen nämlich alle seit Kurzem die Inschrift: „Tuberkulin". * Cassel, 10. Februar. Eine überaus bedauerliche Er- cheinung tritt bei den Aburtheilungen der Schwurgerichte zu Tage: die auffällige Zunahme der Meineide. Inwieweit das heutige Gerichtsverfahren hieran die Schuld mitträgt, mag hier unerörtert bleiben, sicher ist, daß etwas geschehen muß zur Bekämpfung der Meineide. Von diesem Gedanken geleitet, hat neuerdings das königliche Consistorium in Cassel eine längere Verfügung an sämmtliche Geistliche des Bezirks erlassen, in welcher diese angewiesen werden, durch Wort und Schrift, durch Ermahnung und Belehrung das Gewissen Einzelner in Bezug aus die Eidessrage zu wecken und zu schärfen. Ferner sind die Kirchenältesten seitens der Geistlichen aufzufordern, von ihnen bekannt werdenden bevorstehenden gerichtlichen Eidesleistungen einzelner Gemeindeglieder den Geistlichen zeitig Mittheilung zu machen. Das Consistorium verweist noch wegen der schreckenerregenden Leichtfertigkeit, mit welcher in einzelnen Fällen oft der Eid geleistet wird, aus die Verhandlungen des letzten Schwurgerichts zu Cassel, wo allein zehn Personen wegen Meineids angeklagt waren und von denen sieben verurtheilt wurden. * Preisausschreiben. Der Vorstand des Thierschutzvereins in Gera hat zwei Preise im Betrage von 60 und 40 Mk. für das Verlagsrecht der zwei besten Arbeiten über die Frage: „Was ist von den Besitzern, den Thierschutzvereinen und den Behörden zum Schutze der Ketten- und Zughunde zu thun?" ausgesetzt. Je nach Umsang kommen entweder die zwei besten oder nur die beste der eingesandten Arbeiten in einer möglichst billigen Broschüre zur Veröffentlichung und Verbreitung. Jede Arbeit ift mit einem Motto zu versehen und die Adresse schließe der Herr Verfasser in ein Couvert mit gleichem Motto ein. Einsendungen sind bis zum 1. Juli d. I. an den Vorsitzenden Emil Fischer in Gera (Reuß) zu Citcratur und trittst. — Ein neuer stattlicher Band des der erste deS siebenten Jahrganges, liegt mit dem eben erschienenen 13. Hefte vollendet vor. Es ist ein Vergnügen, den Band zuruckzublattern, das Auge nochmals mit den ganz vortrefflichen Lichtdruck-und Holz- schntttbildern zu erfreuen, Unterhaltung zu suchen in den Romanen und köulichen Nooelletten und Humoresken ober anregende Belehrung in den von ersten Fachmännern dargebotenen Artikeln. Auch das Schlutzheft 13 des Bandes gibt wieder einen Beleg für die außergewöhnliche Reichhaltigkeit des Blaues; dasselbe enthalt : „Der Teufel am Sande", Novelle von Hans Hoffmann; „Die königliche Porzellan- Manufactur in Berlin" von Ludwig Pietsch, illustrirt von L. Dett- mann; „Welches Heilverfahren macht uns gesund?" von Dr. med. H. Lahmann; „Jugenderziehung im nächsten Jahrhundert" von einem practischen Schulmann; „Ausgewiesen", Novelle von Eduard Engel; „Des Deutschen Kaisers Nordlandsfahrten"; „Dombrowsky", Roman von Ernst Eckstein; „Unser Spatz in Amerika" von C. Falkenhorst u. s. w. Die Briefe über „Jugenderziehung im nächsten Jahrhundert" durften übrigens großes Aufsehen erregen und lebhaften Beifall finden. — Aus dem reichen Inhalt her mu-ften Hefte des illuftrirten FamtlienjournalS ,DaS Bud) für All«« möchten wir unseren Lesern Einiges nennen, von dem wir gewiß sind, daß es besonderes Interesse bei ihnen erwecken wird. Vor Allem sei der soeben beginnende, äußerst spannende große Roman „Ein Sohnesopfer von Ferdinand Hermann erwähnt; unseren Leserinnen speciell wird der Artikel „Die Pflege der Schönheit" von dem bekannten Mimiker Ernst Schulz manchen beherzigenswerthen Wink geben, während sie -«gleich anS der reizenden Plauderei: »Die Eitelkeit der Männer Buckskins und Kammgarne in allen gediegenen Qualitäten zu wirklich billigen Preism en groß & en detail bei 421 Gebr. Stamm. jSusZeWäMe'MekÜL (Dit 6oo7ftiistrßtionm ' von il«A8chm i Friedberg, 10. Februar. Von herrlichem Wetter begünstigt, entwickelte sich aus dem heutigen Pferbemarkte schon in den Morgenstunden ein reges Leben. Die Händler hatten ungefähr 150 Pferde, recht schöne Thiere, zu Markt gebracht, ebensoviel die Oeconomen der Umgegend und waren die Preise der Pferde nichts weniger als billig. Es wurden im Verhältniß zu den früheren Jahren etwas weniger Pferde verkauft, was wohl nur den hohen Preisen der Händler zu- zuschreiben, denn es gingen viele Käufer aus diesem Grunde wieder leer zurück. Ungefähr 50 Käufe wurden dem Comite gemeldet und stellten sich die Durchschnittspreise für gute Arbeitspferde aus 600—1000 Mark. Nach Luxus- und Reitpferden war nur sehr wenig Nachfrage. Die Verloosungs- Commission hat 12 Pferde in schönster Waare angekauft und Lafür die höchsten Preise bezahlt; dies ist wiederum ein Beweis, wie sehr die Commission die Hebung des Marktes fördern will. Herbstein, 11. Februar. Herr Psarrverwalter Orth dahier wurde nach einem ihm heute zugekommenen Decret als Pfarrer der hiesigen evangelischen Gemeinde bestättgt. Es ist dies der erste hier angestellte evangelische Pfarrer. Herbstein, 11. Februar. Herr Schulverwalter Kalbfleisch von Schlitz, der seit Mai 1887 die hiesige evangelische Schulstelle bekleidete, trat heute hier aus, um am morgigen Tage seine neue Stelle in Landenhausen als desinitiv angestellter Lehrer anzutreten. x. Aus dem Kreise Lauterbach, 11. Februar. Allgemein hoffte man, daß mit dem Aushören der anhaltend strengen Kälte auch die leidige Maul- und Klauenseuche aushören würde, weil während des Winters die Gefahr der Verschleppung im Verhältniß seiner Dauer und Strenge geringer ist. Leider hat man sich in dieser Annahme getäuscht. Die Maul- und Klauenseuche herrscht noch immer und wenn heute die Sperrmaßregeln für einen Ort aufgehoben werden, so müssen sie morgen wieder über einen anderen verhängt werden. Die Seuche ist nachgerade zur Plage geworden. Gegenwärtig herrscht die Seuche zu Lauterbach, Angersbach und Maar. Deßhalb mußte der aus morgen festgesetzte Vteh- warkt zu Lauterbach kreisamtlich verboten werden. § Aus dem oberen Vogelsberg wird uns berichtet: In vielen Orten unseres Vogelsberges ist Glatteis; die Be- forgniß der Bewohner, auf demselben das Gleichgewicht zu verlieren, ist daher eine berechtigte und die hiergegen getroffenen Vorsichtsmaßregeln verschiedener Art. So holte kürzlich ein Dauer aus M. in einem ca. drei Stunden von seiner Heimath entfernten Orte ein Stück Rindvieh, an dessen Füßen regelrecht alte Strümpfe gezogen waren, um es vor dem Ausgleiten zu schützen. Der Mann brachte denn auch fein be- strumpftes Vieh glücklich nach Hause. Verkehr, Land. n»d Vslksmrr-Schaft. Friedberg, 10. Februar. Frachtpreise. Weizen 19.<5 bis OOXX), Korn /L 4.40-460, Kartoffeln 4.50 bis 7.50, Butter per Psd. 0.90-1.10, Eier per St. 6-10 Roggenbrod 4 Pfd. 45 H, do- feines 48 gemischtes b Pfd- 86 - Kauft Beerensträucher. Der Beerenobstcultur sollte man weit mehr Beachtung schenken, als dies geschieht. Es unterliegt keinem Zweifel, daß bei rationeller Hanbhabung dieses Eulturzwetges berselbe ein sehr beachtenswerther Erwerbszweig werben kann. Durch verschiebene Beispiele ist zur Genüge bewiesen, baß sich Grund und Boden sowohl als Arbeit durch Beerencultur hoch verzinst. Dabei ist die Behandlung der Fruchtsträucher eine höchst einfache, sodatz nicht bloß gelernte Gärtner des Vortheils theilhastig werben kouuerr. Von großer Bebeutung ist ferner, daß bas aufgewandte Capital schon im ersten, sicher aber im zweiten unb britten Jahre nach der Pflanzuuß eine Verzinsung bringt, welche sich ohne viel Aufwand an Arbeit unb Capital eine Reihe von Jahren erhält. Die Zeit zur Anlage von Beerenplantogen ist noch nicht vorüber, bis in den Marz hinein lassen sich die Sträucher gut verpflanzen. Burkin, teilte Wolle, nadelfettig, 1047 ca. 140 cm. breit, ä Mk. 1.95 Psg. per Meter, versenden bkect jedes beliebige Quantum Buxkin.Fabnk Depot Oettinger L6s , Frankfurt a. M. — Musterauswahl umgehend franco. - Die Preise für hervorragende Leistungen auf der Kochkunst-Au-stettung sind verthetlt unb an den steggekrontew Piöcen lesen wir das stolze Wort „Pramitrt". Aber noch viel stolzer unb bedeutungsvoller klingt der Ruf „Außer Preisbewerb" und nm die LievigS Fleisch.Extract.Compagnie ist so glücklich, benfdben erschallen lassen zu können. Sie hat von vornherein auf zede Auszeichnung für ihr unübertroffenes Fleisch-Extract verzichtet, denn sie ist seit 1865 mit den werthvollsten Medaillen, Auszeichnungen und Ehrenpreisen geschmückt, welche in allen Erdtheilen aus ersten Weltausstellungen zu vergeben waren unb läßt seit 1885 keine Jury »ehr über sich richten. Das wahrhaft Gute bedarf betz Lobes nicht — es lobt sich selbst. Bremen, 11. Februar. sPer transaÜantischenTelegraph.^ Der Schnellbampfer Eider, Capitän H. Baur, vom Norbbeutschm Lloyb in Bremen, welcher am 1. Februar von Bremen und am 2 Februar von Southampton abgegangen war, ist heute I «hr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. GMesdienst der israelitischen Keligionsgesellschafi. Freitag Abenb 4&° Uhr, Samstag Vormittag 830 Uhr, SamStag Nachmittag 3°° Uhr, Samstag Abenb 6^ Uhr. KM »bitsÄ', bit.;N n Qul9egeben(u §UN ?***ft$ ^'•*'■17.25^5* Wi :n * io»S,8 teu °Mn 4 J “erftc •* 10.26, *40-^0 iL» Heu prc -1.10, Nn '"°N" 4.50 48* *NbkUuüÄ 'Nbsjweig werden kann atuttur hoch verzinst. Dabei LLM Md)e,ioS L e?flJti0 Betbtn ksiw ritten Jahre nach der Uaniui! ° an Arbeit rrhalt. Die Zeit zur Anlaae -ruber, dis in dtnMrzL M. e,nadefferti-, M i Os Pfy. per Meter, iflntum Burkin. Kabnk Senol usterauswahl umgehend franco. »gevde Lüftungm tttf btt HE und an den sieggekrönier Lrämttrt". Ader noch viel stolzer ' ,Iußer Preisbewerb" und m t»ag«ie ist so glücklich, denselben von vomberein aus jede Lutz eisch-Extract verzichtet, benn sie SRtiailltn, Auszeichnung« uni en Erdtheilen aus ersten ®c(b letzt seit 1885 keine tt E -<< Kammgarne zu Wittlich -MM Prcik Qebr. Stamm. tivdeschmer zu Lindheim tg 15 Bon O. 10 Ä Lui! mmen 35 X mlWen on des ,Mener Anzeiger ■ ' , *•* ch-ichiea. ® w» Wotbbt* »on$rm« «» ® tT‘ :a t)tUte I ßtzl gegangen war, h* s ütn KeWnurM Irühjahrsmarkt ?u Mnzenberg. Der im Laadkalender rc. aus den 5. März d. I. eingetragene Vieh- m»d Ätämcnnatft wird nicht an diesem Tage, sondern mit kreisamtlicher Genehmigung ZMM" Donnerstag den 12 März ’TBQ abgehalten, wovon wir Verkäufer wie Käufer hiermit ergebenst in Kenntnih Rinzenberg, den 5. Februar 1891. Grobherzogliche Bürgermeisterei Münzenberg. Jäger. 1187 und und 1285 1263 40 3 70 90 2 20 350 rm rm rm rm rm rm rm Nadelholz-Prügelholz, Buchen-, 40 rm Eichen-, 3 rm Weichholz-Stockholz, Buchen-, 300 rm Eichen- und 650 rm Nadelholz- und Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. Krenn- und Nnhhoh-Versteigerung in dem Arusburger Walde. Mittwoch den 18. Februar I. IS. sollen öffentlich versteigert werden: Von Vormittags 9V2 Uhr an rm Drstrrct Colnhäuser Kopf: 5 Kiefern-Stämme mit 1,50 fm, 8 Fichten-Stämme mit 1,26 fm, 45 Fichten-Stangen II. Kl. mit 2,50 fm (Gerüst-, Leithölzer), 375 Fichten-Stangen III. Kl. mit 11,25 fm (Baumstützen, Latten, Bohnenstangen). Bon Vormittags IOV2 Uhr an in den Districten Wetterberg und Hardt (Zusammenkunft am Petersee): Diyriet EttingShäuserkopf und Sauloch: Mickten-Bauholz: 311 Stämme von 12—30 Ctm. mittl. Durchmesser o bis 22 Meter Länge = 108,02 Festmeter. Diftriet Sauloch: Kieiern-Baubolz: 214 Stämme pon 14—29 Ctm. mittl. Durchmesser * ' bis 20 Meter Länge = 48,57 Festmeter, 09 9i«den-Stämme von 24—40 Ctm. mittl. Durchmesser und bis 10 Meter Länge = 12,83 Festmeter. Die Bedingungen liegen bei der unterzeichneten Stelle zur Einsicht offen woselbst Offerten bis zum 2. März d. I. Mittag- 12 Uhr einrureichen find, deren Eröffnung sofort nach Ablauf dieser Zett stattfindet. Die Gebote können für das Fichten-Bauholz im Ganzen und auch abtheilungsweise eingelegt werden. Nähere Auskunft erthellen die unterzeichnete Stelle sowie die Forst- wartew Uhl und Eise dahier. Lich, am 11. Februar 1891. Weichholz-Reiserholz. Kaufliebhaber für das Reiserholz wollen dasselbe vorher ansehrn. Arnsburg, den 10. Februar 1891. Gräfl. dkevierverwaltung. Bau- und Nuhhotz-Derkauf. Au» den Waldungen der Stadt Lich sollen folgende Holzsortimente vergeben werden: _ Distriet Oberer-Speierling-kopf: Skickten-Schnittholz: 40 Stämme von 28—41 Ctm. mittl. Durchmesser und ® bis 24 Meter Länge — 66,13 Festmeter. Distrikt,Oberer-, Unterer-SpeierlingSkopf u. Mönchköpfe: Mickten-Bauholz: 240 Stämme von 13—28 Ctm. mittl. Durchmesser und bis 20 Meter Länge — 108,70 Festmeter. 7 Eichen-Stämme mit 1,67 fm (Wagnerholz), 20 Fichten-Stämme mit 3,50 fm, 3 Kirschbaum-Stämme mit 0,66 fm, 150 rm Fichten - Reiserstangen (Baumstützen, Bohnenstangen und dergleichen), Fichten-Reiserstangen (Bohnenstangen), Eichen-Nutzscheitholz, 4 rm Nadelholz-Nutzprügelholz, Buchen-, 3 rm Eichen-, 2 rm Linden-Scheitholz, Buchen-, 15 rm Eichen-, 35 rm Weichholz- und Holzversteigerung im Jeldheimer Walde. Freitag den 20. Februar l. J-. sollen öffentlich versteigert werden: 3 Eichen-Stämme mit 1,68 fm (25—33 cm Durchm.), 1 Buchen-Stamm mit 1,23 fm (56 cm Durchm.), 70 Fichten-Stangen II. Kl. mit 4,20 fm (Gerüsthölzer, Leithölzer), 100 Fichten-Stangen III. Kl. mit 3,00 fm (Baumstützen), 11,5 rm Fichten-Nutzprügelholz (3 m lange Rollen), 97 rm Buchen-, 2 rm Eichen-Scheitholz, 150 rm Buchen-, 17 rm Eichen-Prügelholz, 30 rm Buchen-, 32 rm Eichen-Stockholz, 200 rm Buchen-, 720 rm Eichen- und 530 rm Nadelholz- und Weichholz-Reiserholz. Kausliebhaber für das Reiserholz wollen dasselbe vorher ansehen. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im Distritt Hinterwald bei Nr. 80 (auf der Haide). Arnsburg, den 11. Februar 1891. 1272 Gräfl» Revierverwaltuug, < & Braunkohlen vom Hessenbrückerhammer ~ per Gentner zu 78 Pf. JMf Wagenladungen bei Sommerweg billiger ’IWE. empfiehlt 505 Louis Flett, Wallthorstrasse 28. Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 16. Februar 1891, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Distritten Sandberg und Philosophenwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 326 Fichtenstämme mit 120,89 Festmeter, 269 Fichtenstangen mit 37,27 Festmeter. 1 Eichenstamm, 57 cm Durchmesser, 5 m lang — 1,28 Festmeter. Brennholz. Schritt. Prügelh. Stockh. ReiSh. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen. Eichen 20,5 21,5 3 260 Nadel 70 129 59,5 4375 Die Zusammenkunft ist aus der Straße nach Grünberg am Bahnwärterhaus. Gießen, den 7. Februar 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1224 3agöoerpac()tunß. Montag den 16. Febr. 1891 Vormittags 10 Uhr soll die der hiesigen Gemeinde zustehende Jagd wiederum aus 6 Jahre auf hiesiger Bürgermeisterei verpachtet werden. Burkhardsfelden, 10. Febr. 1891. Gr. Bürgermeisterei Burkhardsfelden. __ Hoffmann. __1277 Holzversteigerung in der Oberförsterei Krofdorf. Freitag den 20. Februar er., Vormittags 10 Ubr, bet Wirth Roth zu Wetzlar (zur Schönen Aussicht), Schutz- bezirk Stoppelberg, Diftriet 85, Schlag I. Weichholzr 602 rm Reiser. Diftriet 85, Schlag II. Weichholzr 698 rm Reiser. Diftriet 86, Schlag in. Eichenr 45 Stämme mtt 25,59 fm c. I., 10 rm Scheit, 13 rm Knüppel, 104 rm Reiser. Diftriet 87, Schlag IV. Eichen r 41 Stämme mit 26,91 fm c. I, 7 rm Scheit, 12 rm Knüppel, 86 rm Reiser. Nadelholz r 1 Stamm mit 0,36 fm c. I. Diftriet 87, Schlag V. Eichen r 93 Stämme mit 52,33 fm c I-, 10 rm Scheit, 1 rm Knüppel, 156 rm Reiser. Nadel* holz r 66 Stämme mit 28,84 fm c I., 4 Stangen I Kl, 2 II. Kl und 10III. Kl., 1 rm Scheit, 2 rm Knüppel, 8 rm Reiser. Diftriet 38, Schlag VI. Weichholzr 849 nn Reiser. Diftriet 88, Schlag XVI. Eichenr 171 rm Reiser- Weich- Holz r 396 rm Reiser. Krofdorf, den 10. Februar 1891. [1270 Der König!. Oberförster: Müller. Keilgeßstenes. la. Zwetschenhonig per Pfund 28 Pf. empfiehlt 1260 _______Fr, SeibeL Freitag: Schellfische. 1279 Emil Orbig. Buchen-Scheitholz (trocken) pro Mtr. 9 Mark zu haben bei Wild. Medenbach, Lade- stelle Abendstern, Rodheimerstr. (1264 Der Turnverein W r e sc ck beabsichtigt seinen an der Hauptstraße gelegenen srüheren Turnplatz zu verlausen. Reflectanten wollen die Bedingungen bei dem I. Sprecher einsehen. (925 ____Oer Vorstand. la. neue holl. Vollhäringe, per Stück 4 30 Stück für . . JL 1.— 100 Stück für . . JL. 3.— empfiehlt [743 _____Fr. Seibel. 200 Gentner Heu verkauft einzeln oder zusammen Jnderthal, 817] Grotzmüyie bei Alten-Buseck- Holz-Versteigerung im Gambacher Gemeindewald. a. Brennholz. «MT Montag, den 16. Kebruar 84 Raummeter Buchen-Scheiter, 40 „ Etchen-Scheiter, 140 „ Buchen- und Eichen-Knüppel, 70 „ Buchen-Stöcke, 46 „ Eichen-Stöcke, 10,000 Buchen- und Eichen- Durchforstungswellen, 7,0C0 desgleichen Astwellen, 800 Nadelwellen. Zusammenknnft Vormittags 9 Uhr am Langgönser Weg. b. Bau» und Nutzholz. «MF Dienstag, den 17. Aebrrrar 160 Eichen-Stämme von 21—48 Ctm. Durchmesser, 6—12 Mtr. Länge — 100 Festm. 48 Kiefern-Stamme von 20-40 Ctm Durchmesser, 4—16 Mtr. Länge — 30 Festm. 40 Fichten-Stämme von 15—30 Ctm. Durchmesser, 10—20 Mtr. Länge — 20 Festm. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr am Pohlgönser Weg am Eisenbahnübergang bei den Kiefern. Gambach, den 10. Februar 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gambach. 1269 Reuhl. ♦ Wegen Geschäfts- ♦ X Verlegung ♦ T in das von mir erkaufte Haus „Mäusburg 5" ♦ T wird mein großes Waarenlager Y | gänzlich ausverkauft. X ♦ Hermann Katz * ♦ Seltersweg 20 ♦ ♦ Atanusactur-, JRoöemaarcn ♦ ♦ und Damenconfedton. . 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