17. ^8 8 Uk^ar, Saalba« ?™ '-.E tzLs«? •owen“ ar: ■ Mtiiu. 0hr. ’ Wie ^eive :üsse mehr! "verkM ta tchnükftiefti 6‘8«btem ftk, U Süss Wein, ich frisch. Tchreitter, _ Lmdenylatz 4 ckMs ad dea 31 d. M„ f, Sollen von Statms- 8,7 (bei Lohra) der rdenbacher Strafe 65 0,30—0,60 m Durch. Etamm öffentlich meiff. ff werden. Ein Theil Lechch zeeW. jungen werden in dem nt gemacht. >en 10. Zanuar 1891. Landes-Bauichector'. Brüning. Feinste 326 Adolph Hohl. scheit und bei der ter», Brudttt und .1 ^iLemMilsda « W*’®“ 41 ” 1112» ee«»«* 13-16 »3 30 S»40 :9 4ft kW»1 W** ’crtM 116.»» 1655» jCl-1^ 159.10' ttoio n*i° ZS so «: I*** ^6-s^ >ßct. ?Ä* Mslyast. i8t 18^ Rr. 10 Zweites Blatt. Dienstag den 13. Januar Der -Kfener Aazeiger erfchemt täglich, mit Ausnahme bei Montags. Die Gießener M««4rre»ötätter »ttbe» dem Anzeiger «Schnttüch dreimal deigelegt. Kießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 1891. vierteljähriger -SsnuearentspreiSi 2 Mark 20 Pfg. Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Kedaction, Sxpedrttas und Druckerei: -chutstratze Ar.?. Aer«fprecher 51. Amts» und Anzsigeblatt für den Nreis Gieren. Ventsetze» Ueietz. Berlin, 11. Januar. Auf Befehl Seiner Majestät bei Kaisers, der am Freitag selbst im Schlitten die Tragfähigkeit des Eises geprüft hatte, überschritten gestern, wie der „Voss. Ztg." aus Potsdam berichtet wird, verschiedene Truppentheile der Potsdamer Garnison das Eis der Havel zwischen Sacrow und Potsdam. Eine Abtheilung des Leib-Garde- Husaren-Regiments machte den Anfang, die Pferde waren zu dem Zweck besonders beschlagen worden- dann folgten Abthei- lungen des 1. Garde-Regiments z. F. Von dieser Vorübung wird es abhängen, ob in den nächsten Tagen größere Truppentheile, namentlich Artillerie, ebenfalls einen Uebergang über die Havel machen werden. Berlin, 11. Januar. Seine Majestät der Kaiser erschien heute unangemeldet und völlig unerwartet zum Hauptgottesdienst in der Dreisaltigkeitskirche. Der hohe Herr, der vom Flügel-Adjutanten Major v. Scholl begleitet war, fuhr im geschlossenen Wagen vor und begab sich sofort in die für ihn unter der Empore hergerichtete Loge. Die Anwesenheit des Kaisers machte noch in letzter Minute eine Abänderung der Liturgie nothwendig, der die Grell'sche Hymne „Gott gib Frieden Deinem Lande" eingefügt wurde. Ober- Co nsistorialrath Dryander knüpfte seine Worte an Ev. Joh. 1, 35—49, über die Berufung der Jünger. J~ chralisSeikage: Gießener IaMikienßkätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den fsl^idea Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. NSe Anuoncen-Bureaux deS In» und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Umilid?er Theil. Gießen, am 9. Januar 1891. Seit«: Maßregel« zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen «« die Großherzoglichen Bürgermeistereien Mendorf ad.Lahn, DellerSheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf.GM, Eberstadt, Großen-Linden, Grüningeu, Holzheim, Hungen, Inheiden, Klein-Linden, Langd, Lang-Göns, Langsdorf, Leihgestern, Sich, Muschenheim, Obbornhofen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim, Steinheim, Trais-Horloff und Utphe. Sie werden, insoweit Sie noch im Rückstände sind, an baldige Einsendung der in unferm Ausschreiben vom 23. August 1880 — Anzeiger Nr. 201 — vorgeschriebenen Tabelle nach dem unten abgedruckten Mister über die in dem letzten halben Jahre crepirten Thiere erinnert, wobei namentlich in der Spulte „Bemerkungen" die Angabe über die Krankheit des Thieres und die Art der Beseitigung des Cadavers nicht zu vergeffen ist. v. Gagern. Tabelle über die in der Gemeinde.........vom .... 18 . . bis ... . 18 . . crepirten ober getödteten Thiere. Namen der Besitzer Der krevirten oder getödleien Thtere G ! Z ' I V l Bemerkungen über Krankheit, wenn solche durch den Thierarzt feftgcfldlt ist, sowie über die Art der Beseitigung der Ca- baoer. Gießen, am 30. December 1890. Betr.: Ausbildung von Obstbaumwärtern. Der Director des laadwirthschastlichen Bezirksvereins Gießen r. Ohr. Pietsch) 7. Schulstrasse 7. Fernsprecher 51. beginnt soeben einen neuen Jahrgang mit dem Roman Eine unbedeutende Frau von W. Heimburg. Man abonnirt auf Die Garterrlarrte 1891 in Wochen»Nnmmeen bet allen Buchhandlungen und Postanstalten. Abonnements-Preis vierteljährlich nur 1 JL 60 Mündliche und schriftliche Bestellungen werden auch an den Schaltern der Postanstalten angenommen. Gold «nb eiltet, Sinn, Kupfer, Messt«-, Blei Zink, Eisen, Ofen, und Mnschinengvtz kauft zu den höchsten Tagespreisen Lenis Kothen berget, 6724 Neuenweg 22. MF ertteile Unterricht ine flicken n. Weißzerrgnsthen. Näheres zu erfragen Neustadt 61. 203 Sonntagsverein für Mädchen. An jedem Sonntag von 2 bis 7 Uhr Nachmittags ist das . Local in der Kleinkinderschale geöffnet zur Vereinigung der Mädchen. Um SM Uhr gemeinsame Unterhaltung Bucher und Spiele reichlich Händen. Für den Vorstand: 90 Dr. Naumann, Pfarrer. Ih!« Salbt/ ;,0%"6tr, 1=9», 37,® ®‘" 187, m 1889 »W" "' Qbet »ich. labens 401 b™M Stibtr 1885 1/315,287 «1,427 291,62» 261,981 299,640- 239,437 246,086 159,520 154,513 139,731 151,151 115,190 123,352 114,891 125,909 110,817 106,499 118,073 111,985 114,805 103,068 99,543 90,236 95,725 85,174 81,982 ichrgerichtß. Ubt* m Sinnt btl i1 IL llchck btl SW* 890 der nach der Lttnbi- SelriebsM nach M i-ttngen. «rbeckr A L-tetchivtisicherÄiMw für Stwtck gdttibe inet vtrltM nicht ALVSS DK in den Berhälkrtsiar : fcWte hfl« ip aifipltchmdtn ErEK» ntH ßrlvrrbssLhlgkeit «1- WZ * 25, bi«wl . Frau „•.<•”,75 .1?.»»“ drtw* ^>WF Die Kießener nitii Marburger Durscheu schuft feiert den Gedenktag der Wiederaufrichtung des Deutschen Neiches, zugleich als Bor feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers, durch einen Festeommers in Gießen am 19. Januar in dem Saale des Hotels „Steines Garten". Beginn desCommerses 8^Uhr, vorher Fackelzug. Nachmittag 4^ Uhr Abholung der Marburger Burschenschafter an dem Bahnhofe, Zug mit Musik durch die Stadt nach dem v. C. Locale „Weidig", hierauf Aufftellung zum Fackelzuge. Die Unterzeichneten beehren sich, alle alten und jungen Burschenschafter ergebenst einzuladen. Mit burschenschastlichem Gruße Der Ausschuß der Marburger a. H. a. H. Prof. Dr. Fischer (^lernanniae-Heidelberg-Halle), z. Zt. Vorsitzender. Burschenschaft Alemannia-Marburg Krug XX Burschenschaft Arminia-Marburg Wittmann x X Der Ausschuß der Gießener a. H. a. H. Geh. Hoftath Prof. Dr. W. Ducken (4ranconiae-Heidelberg>, z. Zt. Vorsitzender. Burschenschaft Alemannia-Gießen Blaess XX Burschenschaft Uermania-Gießen Franz XX 3fB. Die alten Herren, welche sich am Fackelzuge betheiligen, werden gebeten, sich 6 Uhr s. t. am Lenz'schen Felsenkeller einzufinden. Zugänglichkeit der Massermeser tetr. Da in diesen Tagen die Aufnahme und Untersuchung der Waffer- «effer erfolgt, so werden hiermit unter Bezugnahme auf S 10 der Bedingungen für den Bezug von Wasser aus der städtischen Wafferleitung die betreffenden Hausbesitzer dringend ersucht, dafür Sorge tragen zu wollen, daß die Waffermeffer für «ufere mit deren Aufnahme und Untersuchung betrauten Beamten jederzeit leicht und ohne Zeitverlust zugänglich find. — Unsere Leute find nicht verpflichtet, fich den Zutritt erst durch Wegschaffung von Kohlen, Holz u. dergl. möglich zu machen. Hießen, am 5. Januar 1891. Städtischer Gas- und Wafferwerk Gießen. 200 Otto Bergen. Bei 376 117,4 nn BuchemScheiter, Zusammenkunft bei Nr. 1, nahe beim sogenannten Rundewieschen. den von Lich, den 5. Januar 1891. Dr. Dieffeubach 379 Stöcke 26 22 31 119 95 2 24 613 25 165 132 Buche Biike Eiche Atzpe Nadel 26 2 6 5 Durchmesser, 13 Stück Eschen-Stangenholz — 1,6 fm, 3 Stück Fichten-Stämme von 27,31 und 33 cm mittleren Durchmesser und 18,2 bezw. 17,4 und 19,2 m Länge. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Fuchsstrauch. Hungen, am 7. Januar 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. Holzversteigerung in -er fürstlichen Oberförsterei Lich. Montag, den 19» Januar, Vormittags 9Vr Uhr, im Distrikt Fuchsstrauch: Dienstag, den 20. Januar. Vormittags 9V2 Uhr, in Distrikten Fuchsstrauch, Hardt und Konzebiihl: 88 Abschnitte Eich en« Schnittholz, meistens I. Klaffe, in Trummen 2 12,2 m Länge und 30—87 cm mittleren Durchmesser, 16 rm Eichen-Werkscheiter, 5 rm Buchen-Werkscheiter, 30 Eschmstämme von 5—22,8 m Länge und 14—35 cm mittleren „ -Knüppel, v -Stöcke, „ -Wellen, 70 rm Eichen-Scheiter, 54 „ „ -Knüppel, 121 „ „ -Stöcke, 760 Stück „ -Wellen. Holzversteigerung. Donnerstag den 15 und Freitag de« 16. Januar 1891 sollen in dem Stadtwald zu Hungen nachstehende ^o^forttmentc versteigert werden: Donnerstag den 15. d. M. in den Dtftricten Galgenwald, Rocksberg, Wellenhau, Hubbach und Marksteinmühl: 420 Fichten-Stämme von 14—28 cm Durchm, 7—21 m Länge — 126.60 fm, 286 Fichten-Derbstangen von 7—14 cm Durchm., 4—16 m Länge — 20,00 fm, n. Brennholz. 58 , 49 „ 800 Stück Weichholz _ Bei den Scheitern befinden sich 18 Raummeter Hainbuchen Rundscheit, de« Buchm-Reisig 416 Raummeter erste Durchforstungsreifig Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal BormittagS 16 Uhr, am ersten Tag im District Marksteinmühl, am zweiten Tag im District Galgenwald an der Straße nach Nonnenroth. Freitag den 16. d. M: Scheit Knüppel Reisig Raummeter Gestickte Kleider, Balltücher und Ballblume«, sowie Handschuhe empfiehlt in großer Auswahl billigst 28i, A. Fangmann. Dienstag den 13. Januar, Nachmittags von 2 Uhr an, wird der Mobtliennachlaß von Magel Shelente, KaPlanSgaffe 13, bestehend in einem Kleiderschrank und einigen anderen Möbeln, Weißzeug, Kleidern, Haus- geräth, Bettwerk, einem steinernen Trog u. s. w, meistbietend versteigert. Im Auftrag: 318 Lo«tS Rothenberger, Gerichtstaxator. Holzverfteigerung. Mittwoch, den 14U d. MtS., Vormittags 10 Uhr anfangend, soll in dem Markwald zu Muschenheim folgendes Gehölz versteigert werden: 30 Fichten - Stämme, 12—19 Ctm. Durchmesser, 10—12 Mtr. Länge, 5,99 Festmtr. haltend, 845 Fichten-Derbstangen, 7—13 Ctm Durchm., 6—14 Mtr. Länge, 41,60 Festmtr. haltend, 32 Rmtr. Eichen-Knüppel, 414 Rmtr. Eichen- und Nadel-Reifig, darunter 300 Rmtr. Eichen- Forstreisig, 22 Rmtr. Eichen- u. Nadel-Stockholz. Der Anfang ist an den Fichten in der Lache. Muschenheim, 5. Januar 1891. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim. Roth. 274 831 in Lich bei H. C. Bingmann, in Lol)ar bei E. Gerhardt, in Wies eck bei fleh. Voelzel M. C. G. Kleinhenn, E. Lind, Hofconditor, H. F. Nassauer, Otto Schaaf, B. Schlabach Nacht., W. Schoniber, C. Schwaab. Ohr. L. Thomas, Weicker u.CarlBraunwarth, Vorräthig in Gies-i n\ bei: Ohr. Bieker, Ferd. Drebes, Louis Frohnhiiuser, Ed. Euckert, F. C. Menzerling, Carl Hoffmann, L. Kalkhof Wwe., Cond. H. Kinkel, in Aliendorf a d. Lda. b. Apoth B. von Gebr. stollwerck, Köln a. Rh. Wo immer die Cultur ihre Wege bahnt, sind sie als Nahrungsund Labe-Mittel willkommen, um bald unentbehrlich zu werden. Die sorgfältigste Auswahl und die auf vieljähriger Erfahrung beruhende Behandlung und Verwendung der Rohproducte, die Fabrikation unter Anwendung der neuesten und besten zu dem Zwecke in eigener Maschinenfabrik gebauten Maschinen, die völlige Reinheit der Fabrikate haben diesen ihren Weltruf geschaffen und erhalten. Die Preise sind so gestellt, wie sie nur die bedeutenden Einkäufe der Rohstoffe und der ausgedehnte Fabrikbetrieb ermöglichen. Man achte beim Einkauf auf die Fabrikmarke und volle Firma, womit alle Tafeln und Schachteln versehen sind. Kaum ein anderes Nahrungs- und Genussmittel hat eine sofche internationale Verbreitung durch die ganze Welt erlangt, wie die Chocoladen- und Cacao-Fabrikate Ieilgeöotenes. Hausverkauf auf Abbruch. 258] Mein Wohnhaus in der GoovenstrsHe 23/23 von circa 15 m Front und 9,50 m Tiefe beabsichtige ich auf den Abbruch zu verkaufen. Reflectanten wollen mir chre Offerten bis zum 18 ds. MtS. einreichen; bis dahin können auch die Bedingungen bei den Architecten Stein & Meyer eingesehen werden. 258 L. F u h r. Die Restbestände aus der Ketter'schen Cori crrrS mässe, bestehend aus Handschuhen, Pel,- und Federnbesatz, Schleiern, Spitzen, Posamentrien, Lützen, Ballkleidern, Sammten, Pelüschen und Seidenresten, Wagendecken, Spitzendecken und Schonern, Spitzenstössen zu Kleidern, Cor- sett n k. werden weit unter Preis verkauft bei 300 L. Mühlhausen, Westanla^e 15. Entöltes Maisproduct. 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Von Tag zu Tag änderte sich die Tendenz, was die Eourse heute gewonnen, zerstörte der nächste Tag, die Börse reagtrte auf jeden Impuls, der ihr von Außen gegeben wurde — gewiß ein Zeichen ihrer Schwäche — und durch den wechselnden Einfluß von Parts, London und Wien entstand ein Auf- und Ntederschwanken der Eourse, dessen schließliches Resultat eine nicht unbeträchtliche Ermäßigung des gesammten Niveaus bildet. Es muß hervorgehoben werden, daß außer einer plötzlichen Geldklemme in Paris kein Moment hinzugetreten ist, welcher die schwankende Haltung der Börse gegenüber der Vorwoche rechtfertigen könnte. Im Gegentbeil, die Gestaltung des Geldmarktes bet uns sowohl, wie in London und Wien, die Aussichten auf große Eon- vertirungsoperationen und Rentenemissionen, die Transportverhältnisse der Bahnen, die Preisentwickelung der Kohle, Alles würde für Beibehaltung der eingeschlagenen Richtung sprechen, aber jede Aufbesserung der Eourse scheiterte an der ungenügenden Belheiltgung des Publikums. Das Anlagebedürfniß ist bet Weitem nicht groß genug, um eine irgend erhebliche Steigerung des Coursniveaus aufrecht zu erhallen. Soweit ein solches überhaupt vorhanden — denn ein erheblicher Thetl der zurück- fließenden Gelder muß zur Abtragung von Schulden benutzt werden, die im Laufe des vergangenen Jahres ausgenommen werden mußten —, wendet sich dasselbe fast ausschließlich den festverzinslichen Renten zu, und die übrigen, für die Börse so außerordentlich wichtigen Gebiete werden davon gar nicht berührt. Aber selbst im Rentenmarkt ist die Nachfrage für diese Jahreszeit so gering, daß die vorwöchent- ltchen Eourse nicht behauptet werden konnten. Diese Symptome sind zu bedeutsam, als daß man leichten Sinnes darüber htnweggehen könnte. Die Emissionen des Jahres 1889 hatten ein Mttzverhältniß geschaffen zwischen dem Angebot neuer Eapitalanlaaen und dem Wachsthum des Nationalreichtbums. Der Coursfturz des versloffenen Jahres und die fortlaufenden, sehr beträchtlichen Neu-Emissionen hatten dieses Mißoerhältniß nur vergrößert, so daß jetzt nur von dem Beginn einer Genesung, keineswegs aber von der Rückkehr normaler Verhältnisse die Rede sein kann. Allerdings sind die Eourse niedrig und nach unten ist kaum etwas zu befürchten, seitdem diese Verhältniffe völlig ihren Ausdruck in den Coursen gefunden haben und die Zett der zunehmenden Geldknappheit glücklich überwunden wurde. Ebensowenig kann aber nach oben hin eine kräftige Entwickelung erhofft werden, denn solche Verhältnisse bedingen Zett zu ihrer Aenderung, selbst wenn in dem Angebot der Neuanlagen ein vollkommener Stillstand eingetreten wäre. Aber die Schaffung neuer Werthe dauert fort, es mag unmöglich fein, sie gänzlich einzustellen, es mag zum Thetl auch eine Nichtachtung dieser Verhältniffe an der Häufung der Emissionen Schuld tragen. Wie dem auch sei, gewiß ist, daß jede Neu-Emission den Gesundungsproceß auf das Empfindlichste schädigt und gegenwärtig sind die Anforderungen an die Börse wieder so zahlreich, daß sie trotz des bedeutenden Rück- fluffes der Gelder wahrscheinlich jede Besserung in Frage stellen werden. Wenn die Möglichkeit vorläge, über diese Beziehungen, das Wachsthum des Nationalwohl- ftandes und die Production neuer Werthe irgendwie verlaßdare Ziffern aufzustellen, so würde es nicht schwer sein, beide Factoren in Einklang zu dringen und die Klippen zu vermeiden, die in günstigen Fällen eine einschneidende wirthschastliche Depression in schweren, furchtbaren Krisen für die Nation bedeuten. Aber bei dem Mangel und der Unmöglichkeit jeder solchen Aufzeichnung müssen die Erscheinungen des Geldmarktes doppelt sorgfältig untersucht werden, denn sie allein offenbaren dem Beobachter die wahre Lage der Dinge und vermögen die Richtschnur für ferneres Verhalten zu geben. Wie bereits bemerkt, hat sich der Geldmarkt im Gegensatz zu der Cours- tzewegung günstiger entwickelt als erwartet werden konnte. Die Relchsbank ist zwar wieder in Notensteuer htnetngerathen, aber mtt einem Betrag, der nicht in daS Gewicht fällt gegenüber der Summe, mtt welcher im vergangenen Jahre das Steuer- contingent überschritten wurde. Vermuthlich wird dieser Betrag schon durch den Rückfluß der ersten Woche deS Jahres gedeckt sein, besonders da auch im offenen Markt sich Geld außerordentlich willig zeigte und der Prioatdiscont eine stark weichende Richtung einschlug, so daß Neueinretchungen bei der Bank nur in sehr beschränktem Umfange werden stattgefunden haben. Man erwartet daher auch mit Bestimmtheit, daß die Bank mit der Veröffentlichung ihres neuesten Status die offizielle Discontrate ermäßigen werde, ebenso wie dies bereits die Bank von England und die Oesterretchtsch - Ungarische Bank gethan haben. Man hat der Bankleitung von mancher Seite einen Vorwurf daraus gemacht, daß sie nicht bereits längst diesen Schritt gethan habe. In der That wird sie weniaer Tadel als Lob dafür verdienen, denn eine vorzeitige Ermäßigung wäre eine Wiederholung der verfehlten Discontpolttik des verflossenen Jahres gewesen. Die argentinischen Verhältniffe sind wieder einigermaßen in den Vordergrund der Diskussion getreten durch eine Meldung der „Nordd. Allg. Ztg.", daß auf eine Vorstellung der Reichsregierung Argentinien sich bereit erklärt habe, das Abkommen mit dem englischen Comil« nicht auf die deutschen Gläubiger auSzudehnen. Anscheinend sind dadurch mancherseits Hoffnungen erweckt worben, daß für die in Deutschland contrahirten Anleihen die Zinszahlung aufrecht erhalten werden könnte. Da aber die wichtigsten der bet unS «otirten Anleihen zu gleicher Zeit auch in London aufgelegt wurden, so ist unerfindlich, in welcher Weise die verschiedene Behandlung der Gläubiger durchgeführt werden soll. Die Tendenz der Börse wurde von dieser Meldung jedoch nicht beeinflußt. Dieselbe war vornehmlich abhängig von den auswärtigen Börsen, zum Theil auch von Berlin, wo die Eontremincn wieder eifrig am Werke war. Am Donnerstag kam Wien sehr fest wegen der Discontermäßigung und einer Bestimmung der dortige« Bankleitung, Renten in Zukunft zu einem billigeren Vorzugssatze zu beleihen. Snbeffen warf man trotzdem die Valuta-Anleihen beträchtlich zurück, weil die Meldung verbreitet wurde, die Valutaconferenz würde sofort zusammentreten. Diese Nachricht hat sich nicht bestätigt, sie scheint auch für die thatsächliche Durchführung der Regultrung ohne Bedeutung zu sein, denn schwerlich wird die Valutafrage auf dem Wege der Enqueteveranstaltung gelöst werden. Die Valuta blieb jedoch trotzdem «att, denn man muthmaßt, daß int Falle der Durchführung des ProjecteS die Werthdeclaration eine niedrigere als der gegenwärtige Marktpreis des Guldens sein werde. Die Courseinbußen der Woche reprasentiren sich als ziemlich gegenstandslos im Bankenmarkte, nur bei einigen Wiener Werthen erreichen sie größere Beträge: Eredit iy2 fl., Ungarische Eredtt 2 fl., Unionbank 2 fl., Escompt-Bank und Bank- Hnrrrrrrra! ! Uffgepafft! Giessener Zither - Club (Wohlthätigkeitsvereiu) Grosser Maskenball im Saale des ®af6 Leitz Sonntag den 18. Januar 1891- Anfang 7 Uhr 59 Mnuten. 134 Der Vorstand. ^5* H^E/Ä^rten 1 Damenkarten 40 H find zu haben bei Herren ^rseur «orrrad (Mäusburg), D. Heil (Lindenplatz) und Handschuhfabrikant (Seltersweg' An der Kaffe Herrenkarten 1.20 JL, Damenkarten 50 4 Bettet art en 30 H bei Herrn Friseur Eonrad und Abends an der Kaffe. Für Hausfrauen! Wvttsai-FkilttMMder Practifch - »iflie - Gefahrlos. Ein Stück genügt, um jedes Holz- oder Kohlenfeuer augenblicklich zu entzünden. 400 etü