**■ IN». * Ä» ->» -Sä ) tcl und ne Crloel,r oder dessen gy W zweistrahlige S«, ^uungsmnilnschaft, N°den Such dcr Shch ul. „lt 0*"' ffi,3'6 Erdäljackeln. ** Kd dafir J fortwährend Aufgebots zm BranW inzelnen Stücke sind w men sind und und mit welchen Psirdt. befördert werden, hat dafür zn sorgen, tij 5 Ausgebots zur Brand^isi werte und Pferde zur?tr mwesende Leiter der Äich Falls die Brandhiilse nbe: faben mit Ablaus dieser Jec: rt ihre ManuHast ((oraät I leises Gichn Brandhniji Kosten des Hin- und MS i der Löschgeräte der Hills reiskasse ersetzt. Desgleicha itig gewesenen Mannschajle n eine Vergütung aus di iibe Sätze.' ür eine Kit bis.;n tw jebe weitere Stunde eut, 1 Maü, ; St.ck 15 eine Mari. sngen bezüglich * Äm*Ä lÄ'KL 1. V H" =n. ,,„d dic »..hirbtii zn'»""Ld°s wg! och »»»><. “ ob . „bet »' t^.6 , bei»"11’9 16 *** w vB 4 sSs- s- $$£ j <891 Ur. 108 rZierteltähriger Keneral-WnzAger Rebaction, Expeditt«» und Druckerei: Kchutstratze Ar.H, Fernsprecher 51. Die Gießener M««irienStS Ks “S mittet, ^‘«t aus Sorfy ”lltbc versucht, ba§ ttn. WöurtQB, J neuen SchnA W "^".welcher 1 HklzviM bestimmt /»W, * dm WyM unb HG 'em ReichstagsM-. tonten der Provinz Geheimen Legatms" i Staatsbeamten, den und vielen Rhedem en Gästen an Bord, Helgoland ein. Der Stimmung herrschte, t an dessen Bord sich nbet, passirt und mit Itnne und einem be» )et Hierselbst ein M- rntrag bettessend die der Volksabstimmung ommen. ungctoier der deutschen Whtli.y zu Ehren des t von 80 Gedecken. ete her Vicepräsident it der Uebermittelung iburg-Gotha für btn ttrpräflck von Äves» eines ant'W tox HenMttn Schmäh- aangenen Nacht wurde utbombe gegen das qlen Arbeiters geschieu- chten. Das Gericht hat weiter beschlossen m q, om morgen °d das ©nglanb im Hg oeweigeni- 3" ,d Wons ist die Loge nbtn W sT >“"£eruention tt Jnte * seiner 11 .^ohleN' 'rfttM JÄjä unSc= 1 T)ro^^1' .,-jchliere" • itt 1111 ■ fiiim01' ; .’/A * 9 Uhr 20 2lbeuds von Gießen abgeht, 9 Uhr 44 Butzbach, 10 Uhr Bad-Nauheim und 10 Uhr 8 Friedberg passirt und um 11 Uhr 5 in Frankfurt a. M. eintrifft. Wir begrüßen diese Einrichtung mit Freuden, bedauern aber zugleich, ^>aß dieser Zug nicht auch an den Wochentagen geht. Wir hoffen, daß die Einrichtung eines solchen Localzuges sich als eine so große Nothwendigkeit erweist, daß derselbe sodann definitiv für den Sommer, sowohl als auch für den Winter uud zwar, dann auch für die Wochentage eingeführt wird. — Zur Ausspendung der heil. Firmung und Abhaltung eines Visitations-Gottesdienstes der kathol. Militärgemeinde traf gestern Abend 3/49 Uhr Herr Bischof Dr. Haffner hier ein. Der Einzug erfolgte unter Glockengeläute, die Kirche ist festlich geschmückt. Der Gottesdienst begann heute Vormittag 9 Uhr unter feierlicher Procession von dem Pfarrhause nach der Kirche. ' — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 14. Mai 1891, Nachmittags 4 Uhr: 1) Gesuch des Wilhelm Seulmg um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein über die Straße. 2) Ausbau des Erdkauterweges. 3) Ausbau der Privatstraße des Christian Petri V. 4) Decretur von Kostenrechnungen. Der Kaisr in Schlitz. (Originalbericht des „Gießener Anzeiger".) %* Schlitz, 9. Mai 1891. Die bereits zweimal verschobene AnkunstSr. Majestät des Kaisers wird nach hier eingegangenen Drahtberichten bestimmt heute Abend um 83/4 Uhr erfolgen. Der Kaiser trifft nach 8 Uhr mit Gefolge in Salzschlirf ein und wird von Sr. Erlaucht dem Grafen Görtz abgeholt werden. Schon in Salzschlirf wird man den hohen Gast freudig empfangen, alle Ortschaften des Kreutzersgrundeö, welche der Wagenzug berührt, wollen durch Ehrenpforten und Illumination den Kaiser begrüßen. Trompetensignal vom Hinterthurme verkündet der Stadt das Nahen des Kaiserlichen Wagenzuges und Illumination und Glockengeläute senden dem hohen Herrn die ersten Grüße des Städtchens. Vor der Bürgermeisterei ist eine Haupt Ehrenpforte aufgerichtet und wird daselbst der Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Herr Zinßer Sr. Majestät im Namen von Stadt und Land Schlitz Gruß und Willkommen bieten und ein Hoch ausbringen. Bei der Weitersahrt stimmen Vereine und Schüler sowie alle Anwesenden das Lied „Heil Dir im Siegerkranz" an, wozu die Musik spielt. Der Wagenzug wird sich nun nicht direct zum Grasenschloß begeben, sondern auf der Staatsstraße nach Hersfcld weitersahren, um bei der Rückfahrt die von hier aus sich besonders schön zeigende Stadt in Illumination und bengalischer Beleuchtung zu sehen. Hoffen wir, daß uns zum Empfange unseres theuren Kaisers gutes Wetter bescheert werde- wir sind stolz, ihn in unseren Mauern begrüßen zu dürfen und — Ein Ruf, er kommt aus dem Herzen Und von den Lippen zugleich: Heil Kaiser Wilhelm dem Zweiten Und unserem Deutschen Reich! Durch "Anschlag der Gräflichen Verwaltung war den Einwohnern unserer Stadt bekannt gegeben worden, daß Se. Majestät der Kaiser etwa um 83/4 Uhr, vom Bahnhof Salzschlirf kommend, hier eintreffen würde. Se. Erlaucht der Gras holte seinen hohen Gast daselbst im offenen Wagen ab. Zwei Gendarmen, denen zwei Vorreiter folgten, ritten vor dem Kaiserlichen Wagen her. Im ersten befanden sich der Kaiser, in der Uniform der Garde-Husaren, und der Gras, im zweiten das Gefolge. Die Spalier bildenden Vereine — es waren außer sonstigen Vereinen zehn zum Bezirksverband gehörigen Kriegervereine und vier auswärtige Kriegervereine — 'begrüßten Se. Majestät mit stürmischen Hoch- und Hurrahrufen. Vor der Hauptehrenpforte bei der Bürgermeisterei begrüßte der Bürgermeister den hohen Gast mit nachfolgenden Worten: Eure Majestät wollen aller- gnädigst geruhen, daß ich mir erlaube, im Namen der Einwohnerschaft von Schlitz den Gefühlen der Ehrerbietung und des Dankes Ausdruck zu geben für die hohe Ehre, welche unserem Städtchen durch den Besuch Eurer Majestät zu Theil geworden ist; ich verstaue mir, nach unserer schlichten Landessitte Eure Majestät in unserer Hcimath herzlich willkommen zu heißen. Der heutige Tag, an welchem das Schlitzerland mit seinen Nachbarorten so glücklich war, unserem hochverehrten Kaiser seine Huldigungen darzubringen, dürfen wir für immer zu unseren höchsten Ehrentagen zählen, und wie ja stets im ganzen deutschen Reiche, so wird heute auch hierin jedem echten deutschen Herzen nur der Wunsch hoch aufleben, daß Gottes Gnade Eurer Majestät eine lange und glückliche Regierungszeit gewähren möge, zu unseres Vaterlandes Wohl und Ehre! Se. Majestät der Kaiser lebe hoch! Der Kaiser reichte hierauf dem Bürgermeister die Hand und erwiederte mit freundlichen Worten: Ich bin erfreut über den mir bereiteten Empfang und bitte Sie, meinen Dank Ihren Mitbürgern aussprechen zu wollen. Bereits früher in meiner Jugend bin ich als Schüler in Schlitz gewesen und freue mich sehr, den Grafen und Schlitz wieder besuchen zu können. —' Nachdem Se. Majestät geendet, überreichte der Vorsitzende des Bezirksverbandes, Herr Lehrer Dietz, dem Kaiser den Rapport der anwesenden Kriegervereine. Der Kaiser nahm denselben entgegen, fragte, wie stark der Verband sei, erkundigte sich, ob Veteranen des eisernen Kreuzes anwesend wären, wünschte zu wissen, ob unter den Anwesenden gediente Garde-Husaren sich befänden und beauftragte den Vorsitzenden, den anwesenden Kriegern seinen Dank für den Empfang auszusprechen. Unter den Klängen der Nationalhymne und brausenden Hoch- und Hurrahrufen fuhr der Kaiserliche Wagen durch die Ehrenpforte, entlang der Spalier bildenden Vereine und nahm dann seinen Weg ein Stück auf der Chaussee nach Hersseld weiter, um bei der Rückfahrt einen Blick auf die sich von hier besonders schön bietende Stadt bei bengalischem Licht und Illumination zu gewähren. Im Schloßparke bildeten die Gräflichen Forstschützen Spalier. Auf dem Schloßhofe begrüßte den Kaiser eine dort auf- gestellte Musikcapelle durch einen Marsch, wozu eine große Kinderschaar den Text sang. Gerade die darin verwandte Melodie soll Sr. Majestät besonders lieb und werth sein. Vor der Eingangsthür des Schlosses entstieg der Graf, dann der Kaiser dem Wagen, eilte auf die zum Empfang bereit stehenden Herrschaften zu, begrüßte alle aufs Herzlichste und zeichnete die beiden Gräfinnen durch Handkuß aus. Schlitz, 10. Mai 1891. Se. Majestät der Kaiser wohnte Vormittags in Begleitung des Grafen Görtz dem Gottesdienst in der neuerdings restaurirten Kirche bei. Nach beendigtem Gottesdienste verweilte Se. Majestät noch einige Zeit daselbst, beehrte den Oberfarrer Dr. Dieffenbach mit einer freundlichen Begrüßung und besichtigte mit Interesse die aus der Zeit der Karolinger stammende Kirche. Für Morgen ist ein Auf zu g von Bauern des Schlitzer Landes in Nationaltracht vorbereitet. _____ n. NiederErlenbach, 9. Mai. Nicht genug kann vor dem Spielen der Kinder mit Streichhölzern gewarnt werden. Der 9jährige Sohn einer hiesigen Wittwe wußte sich am 6. d. Mts. das gefährliche Spielzeug zu verschaffen. Die in dem Zimmer, in dem der Junge sich aufhielt, befindlichen Vorhänge fingen Feuer und es entstand ein Zimmerbrand. Durch rasches Eingreifen wurde ein größeres Unglück verhütet. — Wahlen, 9. Mai. Am 4. Mai brach in der in hiesiger Gemarkung gelegenen gemeinschaftlich dem Gr. Forstfiscus und der Familie von Schenk gehörigen Waldabtheilung, Kleinhege 4, einer 20jährigen Buchen- und Eichenheege, ver< muthlich durch Unvorsichtigkeit eines 15jährigen Jungens, der an der Brandstelle ein Feuer angezündet, und sich vor dem Erlöschen desselben entfernt hatte, ein Brand aus und verbreitete sich auf eine Fläche von ca. 2 ha. Der entstandene Schaden berechnet sich auf etwa 120 Mk. r. Ober Mörlen, 9. Mai. Gestern Nachmittag kurz nach 1 Uhr ertönte in hiesigem Orte Feuerlärm und im Nu standen mehrere Scheuern in Brand. Das Feuer verbreitete sich äußerst rasch und wurden 5 Scheunen und mehrere sonstige Oeconomiegebäude ein Raub der Flammen. Das Bad- Nauheimer Amtsgericht nahm heute an Ort und Stelle Augenschein ein. Heber die Entstehung des Feuers konnte bis jetzt nichts ermittelt werden. Nieder-Florstadl, 7. Mai. Den „N. Hess. Volksbl." wird von hier geschrieben: Am letzten Dienstag gingen eine Anzahl hiesiger Consirmanden nach Friedberg, um dort Einkäufe zu besorgen, und sollen sie sich bereits dort znm Theil höchst unanständig benommen haben. Aus dem Rückweg bestiegen einige, ohne um Erlaubniß zu fragen, den Wagen eines Oeeonomen aus Ossenheim und als der Mann sie aufforderte, den Wagen zu verlassen, wollten sie nicht Folge leisten und bombardirten schließlich denselben mit Steinen. Aehnliche Exeesse und auch Widersetzlichkeit gegen Lehrer sind hier leider schon wiederholt vorgekommen. — Griedel, 9. Mai. Ein fleißiger und strebsamer hiesiger Gewerbetreibender, Herr Schreinernkeifter F. Ze iß, welcher zu seinem ausgedehnten Geschäfte eine Hobelmaschine mit Dampfbetrieb ausgestellt hat, gerieth am Dienstag während des Bretterhobelns mit seiner linken Hand, so unglücklich in genannte mit vier scharfen Messern versehene Maschine, daß vier Finger der Hand total durchschnitten wurden, sodaß eine Amputation der zerschnittenen Finger seitens des rasch herbeigeeilten Arztes vorgenommen werden mußte. 8. Bad-Nauheim, 10. Mai. Als gestern früh der Fuhrmann Meyer von hier die alte hölzerne Brücke, welche am Kinderhospital über die Usa führt, mit einem Lastfuhrwerk passirte, brach dieselbe, als er in der Mitte war, zusammen. Pferde und Wagen stürzten in die Usa. Der Wagen ging zwar auseinander, doch die Pferde und der Fuhrmann kamen glücklich davon. 8. Schwalheim, 10. Mai. Der in der Nähe unseres Ortes liegende Mineralbrunnen, der sich weithin eines guten Rufes erfreut und von dem bisher Jeder unentgeltlich Wasser holen konnte, soll geschlossen werden und der Krug Wasser für 3 Psg. abgegeben werden. Als die hessische Regierung den Brunnen übernahm, erhielten einige Gemeinden das Privilegium, unentgeltlich daselbst Wasser holen zu dürfen, so daß sich dadurch ein kleiner Erwerbszweig für arme Leute herangebildet hat. Ob die betreffenden Gemeinden ruhig zusehen werden, ist fraglich, und man sieht gespannt der Entwicklung der Frage entgegen. Verrni Achtes. * Darmstadt, 9. Mai. Ernannt wurden: am 4. d. Mts. die Forstaccessisten Berthold Walther zu Gießen und Hermann Wiener dahier zu Forstassessoren. — Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem Amtmann Gustav Römh eld zu Gießen und der Vorsteherin des Alice-Hospitals zu Darmstadt Charlotte Helmsdörfer das Ritterkreuz II. Klasse des Lude- wigs-Ordens —, dem Pfandmeister bei dem Rentamt Nidda Heinrich Becker zu Bingenheim die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht: Am 6. Mai den Stationsvorsteher bei den Oberhessischen Eisenbahnen, Heinrich Weigand, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen. Schwarze teilt wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei 3341 Gehr, Stamm. Temperatur der Lahn und Luft gemessen am 11. Mai, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Kuft 17 Grad Reaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. Concursverfahren. Ausschreiben Bekanntmachung. Die durch den Tod des Schuldieners Stosser an der Stadtmädchenschule sreigewordeneTchuldiener-Stelle mit welcher je nach dem Dienstalter des Angestellten ein Gehalt von 600 bis 1100 Mark nebst freier Wohnung und Heizung, sowie Pensionsberechtigung und Wittwenversorgung nach Maßgabe der für die widerruflich an- gestellten Civilstaatsdiener geltenden Bestimmungen verbunden ist, soll neu besetzt werden. Bewerber um diese Stelle haben ihre Gesuche binnen acht Tagen bei der unterzeichneten Behörde eimur eichen. Gießen, den 10. Mai 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 4507 Das Concursversahren über das Vermögen des Schuhwaarensabrikanten K. Grünebaum in G i e ß e n wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch ausgehoben. Gießen, den 5. Mai 1891. Das Großherzogliche Amtsgericht. L a n d m a nn.4505 Die Stelle des Armenkafse- rechners der Stadt Gießen, welcher zugleich die Functionen des Secretärs der Armen-Deputation auszuüben hat, ist erledigt und soll im Wege des Ausschreibens wieder besetzt werden. Mit der Stelle ist ein Anfangs- ' gehalt von 2000 X, steigend von 5 zu 5 Jahren um 250 «X bis zum Höchstbetrag von 3000 50000, 20000 und zahlreiche Nebengewinne ohne Abzug, sofort in Gold zahlbar, sind auf lOO FrS. Prärnien-Obligationen der Stadt Barletta zu gewinnen. Jährlich vier Ziehungen. Nächste Ziehung am 20. Mai. Keine Niete«. Jede Obligation ist mit ICO Francs — 8G rückzahlbar, behält außerdem beständig das Recht, an allen Gewinnziehungen theil zu nehmen; wird daher durch erzielte Treffer nicht entwerthet und 1 LooS hat die Chance, zahlreiche und enorme Gewinne zu erhalten Abgestempelte Loose, welche in ganz Deutschland erlaubt sind, offerire ich zu 55 JL. das Stück gegen Baar oder Nachnahme. 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Und dann sagte sie: „Ich möchte so gern einmal die alte Brücke Wiedersehen." „Ich werde Sie eines Tages über die Brücke fahren." „Ach, das ist ja gar nicht möglich. Ich weiß nicht, ob ich jemals in meine Heimath zurückkehre und wenn dies der Fall fein sollte, dann sind Sie sicher nicht dort und wenn Sie einmal dort sind, bin ich wieder nicht da." „O, eS ereignen sich viel merkwürdigere Dinge in der Welt, als daß zwei zusammen über eine Brücke fahren. Das können Sie mir glauben." „Werden Sie die nächste Zeit in dieser Stadt bleiben?" fragte Jhna, denn sie hoffte, ihn noch oft, oft in Gesellschaft zu treffen." „Ich gedenke nächstens eine Reise anzutreten, denn ich stehe im Begriff, mich zu verheirathen." „£)!" Jhna wurde es ganz unbeschreiblich traurig zu Muthe. „Weßhalb gratuliren Sie mir nicht?" „Weil — weil — ich Ihre Braut nicht kenne und nicht weiß, ob sie im Stande sein wird, Sie glücklich zu machen." „Das lassen Sie doch meine Sorge fein," und bei diesen Worten nahm Arno einen tüchtigen Schluck Sect. „Uebrigens," fuhr er gleich darauf fort, „kann es Ihnen gleichgiltig fein, ob ich glücklich werde oder nicht." „Es ist mir nie gleichgiltig, wenn Jemand unglücklich ist, am wenigsten . . ." hier hielt sie inne. Arno starrte in den Kronleuchter hinauf. Gewiß dachte er an feine Braut. Jhna stellte sich dieselbe als eine imposante Erscheinung vor mit schwarzem Haar, blitzenden Augen, einem rothseidenen Kleide und den Hals mit funkelndem Geschmeide geschmückt. Die Hausfrau gab das Zeichen zum Aufbruch. Alles erhob sich. Arno durchschritt mit Jhna mehrere Säle und führte sie in ein kleines Zimmer, in dem sich Niemand aufhielt. „Es ist doch sonderbar," meinte er, „daß wir uns hKr wieder getroffen haben, nachdem wir viele Jahre hindurch getrennt gewesen sind. Aber das Merkwürdigste von Allem ist doch . . ." hier stockte er und sah Jhna an. „Was ist so merkwürdig?" fragte sie. „Daß ich Dir noch immer so gut bin. Ich erkundigte mich sehr oft nach Dir und Niemand konnte mir Auskunft geben." „O, Du herzliebster, bester Arno!" flüsterte Jhna und legte ihren Kopf an feine Achsel. Aber dann fuhr sie plötzlich zurück. „Und Ihre Braut?" „Die bist Du ja. Du! Ich wollte nur ergründen, ob Du mich lieb habest. Ja, der Fluß rauscht noch immer, die Weiden flüstern, die Brücke kracht, wenn die Wagen über sie Hinwegrollen, die Laterne schwankt, alles das ist gleich geblieben, aber viel merkwürdiger ist es, daß Du, nachdem Du in so vielen Ländern und unter so vielen Menschen gelebt hast, eins unverändert behieltest: Dasselbe Herz!" Verdingung. Die Ausführung von 3600 cbm Erdarbeiten, 2380 qm Chaussirung und von 60 cbm Bruchsteinmauerwerk zur Herstellung eines Zufuhrweges aus dem Bahnhofe Niederwöllstadt soll vergeben roerben. Hierzu ist öffentliche Verstand-, lung aus EamStag den 16. Mai I Vormittags 11 Uhr, im Geschäfts- zimmer des Unterzeichneten anberaumt. | Zeichnungen und Bedingungen können vorher bei dem Bahnmeister Gülke in Friedberg und bei der unterzeichneten Bauinspection eingefehen werden. Angebots-Formulare können gegen freie Einsendung von 0,50 Mk. von hier bezogen werden. Marburg, den 5. Mai 1891. Königliche Eisenbahn-Bauinspection. _______Schwamborn. 4418 Vergebung von Bauarbeiten. Nachstehende Bauarbeiten werden am Freitag den 18. Mai, Vormittags 8 Uhr, im Gemeindehaus zu Oppenrod im Submissionswege vergeben und zwar: veranschlagt zu Maurerarbeiten 276 je. 43 H Zimmerarbeiten 376 „ 94 „ Dachdeckerarbeiten 264 „ 79 „ Spenglerarbeiten 78 „ 82 „ Weißbinderarbeiten 528 „ 88 „ Schreinerarbeiten 382 „ 10 „ Glaserarbeiten 48 „ 80 „ Schlofferarbeiten 62 „ — „ Tapezierarbeiten 14 „ — „ Voranschlag, Plan und Bedingungen liegen bei Großh. Bürgermeisterei Oppenrod zur Einsicht offen. Gießen, am 6. Mai 1891. Der Kreisingenieur: -- Bettwaaren. = Bett- und Matratzendrelle in Prima-Qualitäten, Bettbarchende und DaunencSper in nur federdtchten Fabrikaten, Bett-Damaye, Cattune, Bettzeuge re. in größter Auswahl, Waffeldecken, Piqrrödecken, Steppdecken, Jacquard-Decken, empfiehlt zu billigsten Preisen 2250 Fritz Nowack, Srltersweg. P. 8. Wiederum größere Posten Weisszeug - Beste am Lager. 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I 4V-o/oGrafHenkelv.Don- I | nersmark, rückz. & 105 I —■ Julius Schulze, am Kreuz [3881] empfiehlt zu äusserst billigen Preisen. la. Karlstadter Portland-Cemmt, A. Auhr, I. Happel, Neustadt 56. Patent-Ludowici-Falzziegel Unfall 5 °/q. Kstbodenaastrich in allen Nuancen, rasch und hart Oombau-Geld-Lotterie trocknend, 3477 2353 Rrdacttvn: A. Scheyd«. Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Thr. Pietsch) in Gießen. 166.56 148*40 100.36 104.50 128.70 225.50 225.40 I Lübeck-Büchner 115.70 114.90 I Mecklenburg« 116.20 11650 I Gotthardt . . 144.10 143.15 152.50 126.30 101.50 95.50 101.30 95.50 113.50 103.10 105.10 147.20 103.90 99.75 126.40 100.86 95.40 93.90 101.30 143.60 103.30 97.75 125.50 100.80 95.40 93.90 101.50 143.20 147.10 155.15 126.30 101.50 95.50 101.30 95.50 113.50 103.20 105.10 Dresden« Bank. . . Mitteldeutsche Creditb. . Wien« Bank-Verein . Württemb. Vereinsbank •J. Weitzenkern, 9 Schulstraße st. bei 4226 104.20 129.— J. H. Fuhr, Sonnenstraße 27. | Loose . . . . 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WasserNchleben, Bankgeschäft.• Der Verlauf her Woche hat von Neuem d-rgethan, wie wenig die Bors« vor ' U-berr«,chungm sicher ist und wie einschneidend unvorhergesehene Ereignifle di- hfetnfluHen können. Statt die Erwartungen ,u erfüllen, welche nach dem , mÄ-u?k«»oriamBerichtsperiode mit gutem Recht gehegt werden konnten, brachte ; ble neue WoÄe einen so scharfen Rückschlag und vollständigen ^ndenzumschwung, ; hk üourie weit^lnt« das seither erreichte tiefste Niveau zurückgeworfen wurden. _ Sckon am Samstag d« Vorwoche erfolgten plötzlich Verkäufe von ein« Seite die ■ aemöbnlickr für aut unterrichtet ansieht. Bei dem Mangel all« weiteren An- alaubte MM dieselbe auf politische Motive zurückführen zu müffen und nnd fand dttse in dem russisch-türkischen Conflict über die Durchfahr 8- , d?e ?)altuna der Pforte sein mag, sie wird doch d« Uebermacht weichen r^üsien"und^wird es in chrenr eigenen Jnt«esse nicht auf einen ernstlichen Conflict mtt dem stätterm Nachbar ankommen lassen. Die wahre Ursache^der Verkaufe muß n dem Rücktritt des Hauses Rothschild von dem ru fischen Anleihegeschaft «blick? werdm^d« —"das steht heute fest - am Samstag bereits einigen wenigen TJfrtnnt war An der Börse tauchten die «sten Andeutungen üb« diesen ^wUckenfall erst am Montag auf, sie wurden vielfach angezweifelt, öid bemi in der That ließ Alles, was man bisher über das Geschäft vernommen hatte, vermuthen, daß der Abschluß perfect sei, und die Börse war nicht im Mindesten darauf vorbereitet, daß irgend welches Ereigniß denselben rückgängig macken könnte Um so größer war ihre Verstimmung, als diese Gerüchte in immer ^orm auftraten und zuletzt auch die authentifche Erklärung abgegeben wurde doh bk @mi1fion uertooben sei. Die Motivtrung, welche man hinzusügie, daü nämlich die Disposition des Pariser Marktes zu ungünstig sei, um es wagen ru könnm mit einer derartigen Anforderung an denselben heranzutreten, nahm man nickt als' stichhaltig an, da seit Beginn der Verhandlungen kaum eine derartige V«scklechterungeingetreten sein dürfte Man sieht daher allenthalben in den Juden- flerfolaunaen in Rußland ben wahren Grund des Rücktrittes. Auch daß es sich um einen solchen und nicht nur um eine Verschiebung handelt, gllt der Börse für gewiß, wic "D°n^ückM7u^nsi1'che?'Mu°hI°sigkL wird man begreifen, wenn man in Betracht rieht daß dk Börse mit dem Scheitern dieses Projectes nicht nur alle SSoffnunaen die sie seit Monaten genährt und mit Zähigkeit festgehalten hat, in das törnh sinken siebt sondern daß auch eine weitere Verschlechterung der Lage insofern eingetreten ist, als es durchaus nicht außerhalb des Bereichs der Möglichkeiten liegt, daß der russische Finanzminist« sich zu Repressalien hinreißen lassen konrste.. Ob derselbe freilich so weit gehen wird, daß er durch «ne Kundigüdg seiner Goldgut- baben den europäischen Börsen Verlegenheiten zu bereiten sucht, kann nicht als wahrscheinlich angenommen werden, denn eine solche Politik wurde in erster Linie von e^schneidmdst« Wirkung auf die Course der russischen Fonds sein, und namentlich den Rubelcours in Sprüngen abwärts jagen. Schon die Ruckgange dieser Woche scheinen Beunruhigung in Petersburg heroorgerufen zu haben, denn wie man hort, sind heute bereits Jnterventionskäufe für Rechnung der russischen Regierung zur Ausführung gelangt. Auf die Börse jedoch blieben dieselben ohne Einfluß, denn die Verstimmung ist namentlich in Paris und London eine so hochgradige, hat so viele Gebiete des Marktes ergriffen und so mannigfaltige Gerüchte und ^fu^tungen h«vorg«ufen, daß Jnterventionskäufe in einer einzelnen Gattung dm Rückgang nicht mehr aufzuhalten vermögen. Namentlich ist der Rentenmarkt auf das Schärfste verstaut. An allen drei Hauptbörsen bewegen sich nicht nur die Gourse der int«; nationalen Renten, sondern auch die der heimischen Fonds in einer Weise abwärts, bie ernste Befürchtungen erwecken kann. Dreiprocentige Scrips smd mit 84.80 nahe bis zum Emissionscours zurückgegangen, bie neue ^anzosische Rente fteht bereits weit unter dem Subskriptionspreis und tn London bewirken Confolsverkäufe, bie behufs Goldbeschaffung vorgenommen werden, ähnliche Ruckgange. Dazu kommt, daü die Bank von England ihren Discont auf 4 °/o «hoht hat, weniger wegen der aeaenwärttgen Änforberungen, als um für all- Fäll- getüfto zu fein, eine Maß- N welche die allgemeine Unsicherheit bezüglich der Entwickelung der Geldverhall- "DieÄdbeBge aus Amerika haben ebenfalls eine Höhe erreicht, der gegen- KXp hnrttaen Banken sich nicht gleichgültig verhalten können und auch von die- ka Se eftS WW i" “rmarten, welche auf eine Vertheuerung des Geldes IhtfluSIauKn und denen sich auch, trotz ihres günstigen Ausweises, die deutsche Reicksbank wird anschließen müssen. Ein ganz außerordentlicher Druck ging am mnrtnaieien aus die in London und Paris procentweise geworfen wur- ^AU^ang^lich°a^uf^Exeeusionen^ eines protzen Paffer Haufes. Eine Bestätigung ist bisb« nickt «folgt, ab« d« Coursrückgang, d« von den beut- Säen Börsen vollkommen ratificirt wrnde, läßt,vermuthen. daß die Meldung nicht . unbearünbet ist Italien« verloren bei ständigen Rückgängen 3/4%, Ungarn ffft/Sbüßten ebenfalls N/2 bis 1-/4° ° ein.! Orient-Anleihen 2 %, die 4 o/gigen russischen Goldanleihen 4—5 % und hinter bi« taSflK« Mm Türken, Egypter, Mexicaner, Serben und Spanier kaum zurück Es sind Verluste, wie sie der Rentenmarkt selten aufzuweisen hat. Gegen Banken richtete sich der V«kaufsandrang mit zuerst und zwar vornehmlich gegen die am Russenconsortium betheiligten Jnstitilte. Erst diese Ruck. . ««'ROM hnnit Anlaü in neuen Gerüchten, die sich namentlich mit den Pöppschen Patenten befaßten und obgleich mehrfach dementirt, doch das ihrige zur Er- Slgung bet 6ourf beitrugen. Disconto nerjeidtnen 4 Serluft ®armftat>ter und häudelsgefellfchaft 2 °/,, Dresdener 1 °/°. Wiener Banken die sich anfmgtt» besser hielten, glitten am Freitag einen schärferen Rückgang, rotzdern der Wiener Blakt feine feste Haltung für locale Werthe behauptete, unb schließen nun ebenfalls mit Verlusten die zwischen 2 und 4 st. bifferiren. Im Markt der Transportwerthe. (,0 0 ÄS’? «S 2 JX ■M Garnirtt Damen- nnd Kinder-Hüte, ■■ Feine durchbrochene Strohhüte nur Mk. 1.-, «WWW 15 cm breite feinste schwarze Spitzen 35 Pfg. pr. SRtts, ■■ Bänder, Blumen und Federn, W»WW Damen-Spitzen-«apot'Hüte von 4 Mk. an. MT Billigste Kaufgelegenhert hier. TÄ: H. Ellinger, bahn'^ben ft