Ar. 84 Der KüsKevrr Aszeiger rrfcheint täglich, eät AriSnahme bei Montag-. Dir Weßener verben dem Anzeiger -»itchmtlich dreimal feeigelegt Erstes Blatt Sonntag den 12 April _______ irrMMpruiwj-MiJLriWaiJTLrriTTrmni—----—1“» -irr~T*~~nr~g~r~-«*T- •.*.-imwwir_Tir—irr-t-^T:^— » aww» rw im itiwibhi»«» iwpiw »ii—wk*ima Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 1891 Bierteljäbriger Aßonnementsprrlo 2 Mark 20 Psg. crifl Bringerlohn. Durch die Post bezogt 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Lxpedtti^ und Druckerei: Kchukstrahe Kr.T, Ferrgprecher 51. Amt»» und Anzergeblatt für den Uwli Gieren. -..... . "■ . ■ lum LU m i. J LU_"!M'.!"L"!"_J- !J.L_.?!??. L!JJ7 771!' IL'gBLÜ " ’1 'I !, «anahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für dm 1 Ä8e Annoncm-Bureaux de- In- und Au-lande- nehmen '^den Tag erscheinmdm Nummer bis Bonn. 10 Uhr. GMN^velMge. ^UWUaUHUUWe Anzeigen für den .Gießener Anzeiger« entgegen UH....... . | —-——————■—L— mi —inrniriMii II ■ ■■■■■■nil , II.I >IHNIInimnni«!IMMVWVMV--WMMVSWMWNSSWNSSNWSSSVSISMSWWMWMWNSMSSS«»« 2lm£lid?cr Cheil> Gefunden: 1 Mefler, 1 Handschuh, 1 seidenes Band, 1 Scheere, 2 Brochen, 1 Schraubenzieher, 1 Bürstchen, 1 Vorstecknadel, 1 Wagevkapsel und 1 Taschentuch. Gießen, den 11. April 1891. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsches Reich. Darmstadt, 10. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 4. April dem Privatdocenten an der Technischen Hochschule Dr. Adolph Hansen den Character als „Professor" zu verleihen. Deutscher Reichstag. 95. Plenarsitzung. Freitag, 10. April 1891, 1 Uhr. Die zweite Beratung der Novelle zur Gewerbeordnung (Arbeiterfchutzgesetz) wird bei § 125 (Contractbruch) fortgesetzt. Abg. Dr. Krause (bfr.) oeantragr, die Entschädigungsforderung, die dem Arbeitgeber dem Vertragsbrüchigen Arbeiter gegenüber nach $ 125 zustehen soll, von dem Nachweis eines Schadens abhängig zu machen. Die Gründe, welche vvm Handelsmintfter und anderen Rednern für die Ausnahmebestimmung des $ 125 angeführt werden, würden großentheils dadurch hinfällig, daß fick § 125 auf die großen Betriebe gar nicht beziehe, also auch die Masfen-Contractdrüche bet großen Strikes gar nicht treffe. Nehme man die Forderung des Schadensnachweises nicht auf, so werde § 125 ein Strasparagroph sein. Uebri^ens halte er den § 125 für nicht so wichtig, daß er es bedauern würde, wenn derselbe durch Annahme seines Antrags fallen würde. Werde § 125 in der vorliegenden Fassung angenommen, so gebe man der locialdemokratischen Partei ein neues Mittel, Mißstimmung zu erregen. , , <_ „ Abg. Bebel (Soc.): Herr v. PutUamer habe in dankens- werther Offenheit anerkannt, daß es sich hier um ein Ausnahmegesetz handle. Daß er da'ür eingetreten, ser bei seiner Stellung als Vertreter der Ausnahmegesctzgebung nicht verwunderlich. Er sei nicht nur ein Freund d.r Ausnahmegesetze, sondern auch ein Feind der Arbeiterbewegung; in dem Versuche der Arbeiter, ihre Lohnverhaltnisse zu verbessern, wittere er schon die Hydra der Revolution. Ganz falsch sei die Behauptung des Handelsmintsters, daß die Neigung zum Contractbruch in einer das allgemeine Wohl schädigenden Weise zugenommen habe. 13 lange Jahre hindurch konnten die Arbeiter unter dem allgemeinen wirthschastlichen Druck nichts unternehmen, um ihre Lage zu verbessern. Als sich die wirthschastlichen Verhältnisse besserten, verlangten die Arbeiter ihren Anthetl an dieser Besserung, verlangten sie eine Milderung deS auf ihnen lastenden Drucks. Als ihnen dies verweigert wurde, vereinigten sie fick, um den Druck abzuschütteln. Die Strikes, aus denen man den Arbeitern jetzt ein Verbrechen macht, haben dazu geführt, die Unternehmer zu bereichern, wie die in großen Sprüngen steigenden Dividenden der Bergwerksactien in den letzten Jahren beweisen. Unternehmer pro- vocirten Strikes, um einen Vorwand zu Preissteigerungen zu gewinnen. Gegen die Contractbrüche unter den Arbeitern wolle man Ausnahmegesetze macken; warum mache man solcke nicht gegen die gemeinschädlichen Cartelle und Ringe der Unternehmer. Man verweise darauf, daß die englischen Arbeiter auf dem legalen Wege blieben; warum gebe man dem deutschen Arbeiter nicht die englische Coalitionsfretbeit? Davon wolle man aber nichts wissen und die Herren an der Regierung seien die Commis der herrschenden Klassen. Um den Schutz der kleinen Unternehmer handle es sich bei diesem Paragraphen nicht; um ihretwillen mache man solche Gesetze nicht, sondern man mache sie im Interesse der großen Herren und der Staatsgewalt. Angesichts des wirthschastlichen Rückganges, welcher sich zu vollziehen beginnt, werde mit einer Gesetzgebung wie dieser der Umsturz der bestehenden Ordnung am sichersten angebahnt. Scheinbar glaube die Mehrheit, ihre Interessen zu fördern, in Wirklichkeit fördere sie die Socialdemokratie. Abg. Dr. Hirsch (bfr.) protefttrt dagegen, daß man die freisinnige Partei für §125 verantwortlich mache. Dr. Gutfleisch habe allein für den Paragraphen gestimmt, nachdem er denselben in der Commission gegenüber der Regierungsvorlage bedeutend verbessert habe. Die Conteactdrüchigkeit in anderen Verhältnissen als den hier in Frage kommenden sei oft von b.denklicheren Folgen, als wenn eine versprochene, aber noch nicht bezahlte Arbeitsleistung nicht ein- gehalttn werde. Dieser § 125 werde keine andere Wirkung haben, als die Arbeiter zu erbittern; dieselben hätten kein Verftändniß für juristische Feinheiten, aber sie hätten eine starke Empfindung für ihr gutes Recht. Präsident v. Levetzow ruft den Abg. Dr. Hirsch zur Ordnung, weil derselbe den Abg. Singer u. A. der Fälschung geziehen. Abg. Dr. Hitze (Ctr.) polemisirt mit den socialdemokratischen Rednern. Sie behaupteten, es handle sich hier um ein neues Ausnahmegesetz gegen die Arbeiter, ihm habe kürzlich noch ein Arbeitgeber gesagt, die Ausnahmegesetzgebung gegen die Socialdemokraten sei aufgehoben, nun fange man mit einer Ausnahmegesetzgebung gegen die Arbeitgeber an. Das seien All.s Redewendungen, die nichts auf sich hätten. § 125 liege auch im Interesse der Arbeiter selbst, indem er dazu beitragen werde, Dem Verhältniß zwischen Arbeiter und Arbeitgeber eine festere Vertrauensunterlage zu geben. Die großen Strikes hätten mit diesem Paragraphen nichts zu thun, da derselbe nur die kleineren Betriebe treffe. Abg. Möller (natl.) wendet sich gleichfalls gegen die social- demokratischen Einwände. Bebel habe nur die Dividenden der letzten drei Jahre einiger Bergwerksgesellschaften angeführt; er würde zu einem andern Ergebniß gekommen sein, wenn er weiter jurü cf gegriffen hätte; er würde dann eine Durchschnittsdividende von 2 Procent gefunden haben. Gerade im Bergbau sei die Rentabilität schwankend und unsicher. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) erwidert auf eine Aeußerung Bebels, daß die Unternehmer die Arbeiter aussaugten, die schlimmsten Blutsauger der Arbeiter seien die socialdemokratischen Agitatoren. Abg. Bebel: Jedenfalls könnten die socialdemokratischen Agitatoren nur das saugen, was die Unternehmer noch übrig ließen. Bei der Namensabstimmung über den Antrag des Abg. Dr. Hartmann u. Gen., den ersten Absatz des 8 125, Entschädigungsanspruch der Arbeitgeber an den contractbcüchigen Arbeiter ohne Verpflichtung zum Schadensnachweis, als § 124b anzunehmen, stimmen dafür 141 (Conservative, Centrum, Nationalliberale und einige Freisinnige), dagegen 53 (Socialdemokraten, Volkspartei, die Mehrheit der Freisinnigen). Das Haus ist somit nicht beschlußfähig. Morgen: Kleine Vorlagen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 10. April. Minister Herrsurth mußte die heutige Landtagssitzung Unwohlseins halber verlassen. Er hatte sich schon vor Beginn der Sitzung unwohl gesuhlt. Berlin, 10. April. Die Einkommen st euer-Com- mission des Herrenhauses nahm den Erbschaftssteuer-Gesetzentwurf in der Fassung des Abgeordnetenhauses an. Berlin, 10. April. Abgeordnetenhaus. Bei der Fortsetzung der Berathung über die Landgemeindeordnung trat der Abgeordnete v. Huene für den vom Abgeordneten v. Rauchhaupt beantragten neuen Paragraphen (14 a) ein, wonach die bestehenden Maßstäbe für die Gemeindeabgaben bis zum Erlaß eines Communalsteuergesetzes aufrecht erhalten bleiben sollen. Der Antrag wird ungeachtet der Einwendungen des Ministers v. Herrsurth angenommen. Die §§ 15—41 werden gleichfalls bei wenig erheblicher Debatte angenommen. Nächste Sitzung morgen 11 Uhr. Münster, 10. April. Anläßlich der Jubiläumsfeier des Generals Albedyll brachten die Musikcapellen der Garnison demselben ein Morgenständchen. Um 1 Uhr war glänzende Auffahrt sämmtlicher Offiziere der Garnison, auswärtiger Generäle und Regimentscommandeure. Der Kaiser verlieh dem Jubilar den Schwarzen Adlerorden Münster, 10. April. Anläßlich der Jubiläumsfeier des Generals Albedyll überreichte im königlichen Schlosse in Anwesenheit der Offiziere des 7. Armeecorps heute Mittag Generallicutenant v. Westernhagen mit einer Ansprache dem Jubilar einen Tafelaufsatz. Albedyll dankte bewegt. Bei dem Festdiner im Militärcasino toastete Albedyll auf den Kaiser, Westernhagen auf Albedyll und letzterer aus das 7. Armeecorps und die Provinz Westfalen. Hamburg, 10. April. Die „Hamburger Börsenhalle" erfährt, der deutsche Gesandte in Chile habe es erreicht, daß der Hamburger Dampfer „Romulus", welcher bekanntlich wegen einer Zollforderung von der chilenischen Regierung mit Beschlag belegt worden war, gegen Bürgschaft wieder freigelassen wurde und die Reise fortsetzen konnte. Geestemünde, 10. April. Der „Nordseezeitung" erfährt von zuständiger Seite, Bismarck habe über seine Can- didatur keinerlei Erklärung abgegeben, welche das Wahl- comite auch vor der stattgehabten Wahl nicht erwartete, da dem Fürsten die Candidatur nicht einmal officiell mit- getheilt sei. Wien, 10. April. Das „Neue Wiener Tagblatt" meldet: Die Regierung halte betreffs der Feier des 1. Mai fest an den vorjährigen Beschlüssen des Ministerraths und habe die Vorstände der im Staatsbetrieb stehenden Bahnen beauftragt, den ersten Mai unter keinen Umständen freizugeben. Die Landescentralanstalten seien angewiesen, auf alle großen industriellen Etablissements in entsprechendem Sinne einzuwirken. Wien, 10. April. Die Ausstandsbewegung der Bäckergehilfen dauert fort. Etwa 1300 Gehilfen striken, 1000 arbeiten. Die Verhandlungen waren bisher resultatlos. Paris, 10. April. Nach einer Depesche vom Senegal sind zwei französische Kaufleute, welche von Marseille am 10. Februar abgereist sind, auf dem Wege von Grandbassam nach Kong, wo sie ein Geschäft eröffnen wollten, von den Eingeborenen ermordet worden. Paris, 10. April. In Pantin entstanden heute zwischen den Strikenden und den neu aufgenommenen ausländischen Arbeitern der Glasfabrik wieder Tätlichkeiten, so daß die Gensdarmerie einschritt und mehrere verhaftete. — Dem „Temps" wird aus Madrid gemeldet, die Regierung habe beschlossen, den Cortes Gesetzentwürfe, betreffend die Regelung der Frauen- und Kinderarbeit, vorzulegen. Grenoble, 10. April. Ein Theil der Bevölkerung Mon« teynards trat zum Protestantismus über, weil das Consistorium einen bei der Gemeinde beliebten Pfarrer absetzte. Marseille, 10. April. Gestern aus Toulon eingetroffene Journale berichten über neue Zusammenstöße der Franzosen mit Piratenbanden. Nach der „Tonkin Avenir" plünderten die Piraten einige Dörfer unter Verlust einiger Todtek und Verwundeten. Zwei Compagnien mußten aus BacniNh zur Unterstützung dorthin gesandt werden. Epinal, 10. April. Mehrere Lyoner Glassabri- kanten verlegten wegen des Strikes ihre Fabriken hierher, welche am 1. Mai in Betrieb gesetzt werden sollen. Als die Führer der Lyoner Strikenden die hiesigen Arbeiter aufzuhetzen versuchten, wurden sie von der Bevölkerung gezwungen, abzureisen. Zanzibar, 9. April. Meldung der „Times". In der Nähe des Palais des Sultans fand eine Pulverexplosion statt, wobei vier Personen getödlet und zahlreiche Menschen, einige bis in Unkenntlichkeit, verbrannt ober sonst beschädigt wurden. Die Explosion ist wahrscheinlich dadurch herbeigesührt worden, daß man in einem dunklen Gange des Pulvermagazins offen brennende Lichter gebrauchte.— Der deutsche Postdampfer mit dem Gouverneur Frhrn. v. Soden an Bord passirte aus der Fahrt nach Bagamoyo den Hasen von Zanzibar, ohne Briefe abzugeben. Zanzibar, 9. April, v. Wißmann übergab heute die Geschäfte dem Gouverneur v. Soden. Pittsburg, 10. April. Die Bemühungen der Convention sämmtlicher Bergarbeiter in den Vereinigten Staaten, ein Compromiß zwischen Arbeitgebern und Arbeitern zu Stande zu bringen, sind gescheitert. Es wird eine Ausdehnung des Ausstandes befürchtet, so daß bis zum 1. Mai 75,000 Ausständige vorhanden sein dürsten. Die Ritter der Arbeit und der Arbeiterbund fahren fort, die Forderung eines achtstündigen Arbeitstages zu unterstützen. Chemnitz, 11. April. Laut amtlichem Ausweis des Con- sulates ergab sich eine Abnahme der Ausfuhr nach Nordamerika. Aus dem Consulatsbezirke Chemnitz hat sie im ersten Quartal dieses Jahres nahezu eine Million Dollars erreicht. London, 11. April. Das Unterhaus nahm mit 160 gegen 130 Stimmen den von der Regierung bekämpften Antrag Peases an, wonach das gegenwärtige System, in Ostindien die Staatseinkünfte aus Opium zu ziehen, aufgehoben wird. Locales tut6* LrovknzssAes. Gießen, 11. April. D. Unsere evangelische Kirchen-Chorschulc erfreut sich in jüngster Zeit einer so günstigen Entwickelung und hat sich das freundliche Interesse so vieler Kreise unserer Bevölkerung durch ihre Leistungen erworben, daß wir unseren Lesern in ' Folgendem eine kleine Uebersicht über Zweck und Geschichte derselben geben wollen. Die Chorschule ist im Jahre 1887 in ihrer jetzigen Verfassung als eine besondere Abtheilung des evangelischen Kirchengesangvereins gegründet worden. Der Kirchengesangverein bestreitet aus seinen Mitteln (unter freundlicher Beihülse der Kirchenkasse und einzelner Freunde der Einrichtung) die Kosten, stellt den Dirigenten der Chorschule an und leitet durch eines seiner Vorstandsmitglieder ihre Geschäfte. Sie hat die Aufgabe, zunächst Knaben im Alter von 8 bis 14 Jahren im einstimmigen und mehrstimmigen Choralgesang zu unterrichten und zur Mitwirkung im Goitesdienste heranzuziehen. Die Maximalzahl der Cbor- schüler ist auf 60 festgesetzt. Jeder Chorschüler erhält vom Beginn des zweiten Jahres seines Eintrittes an für de« Besuch jeder Unterrichtsstunde 4 Psg. Bei jeder Versäumniß fällt die Vergütung hinweg. Ist diese Versäumniß nicht genügend entschuldigt, so werden überdies 4 Psg. in Abzug gebracht. Die Vergütung wird während der Dauer der Chorschulbesuchs gut geschrieben und zur Zeit der Confirma- tion ausgeliesert. Für die Mitwirkung beim Gottesdienste wird keine Vergütung berechnet, dagegen ungenügend ent schuldigtes Ausbleiben mit je 20 Psg. Abzug gerügt. Mitglied kann, soweit die Zahl 60 nicht überschritten wird, jeder Knabe von 8 bis 14 Jahren werden, dessen Betragen und Stimmbegabung seinen Eintritt dem Vorstand wünschenswerth erscheinen läßt. Der erste Lehrer der Chorschule war der verstorbene Cantor Steiner. Seit dessen Ableben hat Herr- Lehrer Gör lach die musikalische Leitung übernommen. Wie ! weit es demselben gelungen ist, die Chorschüler auszubilden, i und welche erfreulichen Fortschritte die Chorschüler in den I letzten Jahren gemacht haben, davon haben die Gesänge der selben in vielen Gottesdiensten, besonders an den hohen Festen, jüngst wieder an den beiden Osterhauptgottesdiensten, sowie bei der Confirmation am vergangenen Sonntage beredtes Zeugniß abgelegt. Der tüchtigen Ausbildung der Chorschule, die den Gesang der Gemeinde in jedem sonntäglichen Hauptgottesdienste führt und unterstützt, ist namentlich die leichte Einführung einer Anzahl neuer Choralmelodien in den Ge- «eindegesang, sowie die Belebung unserer liturgischen Formen zu danken. Ihre schönsten Leistungen zeigt sie im dreistimmigen Ehoral und im geistlichen Volkslied. In guter Textesaus- sprache, in feiner Modulation hat sie nach dem Unbeile vieler Sachverständigen schon Hervorragendes geleistet. Welche Arbeit zur Herausbildung dieser Vorzüge gehört, kann Derjenige ermessen, welcher den Gesang der Schüler beim Eintritt in die Chorschule mit ihren späteren Leistungen vergleicht. Unstreitig erfüllt damit die Chorschule eine Aufgabe, deren Werth nicht «ur in der jeweiligen Aufführung zu suchen ist. Auch nicht in dem finanziellen Vortheil, welcher den Knaben bei der Entlassung durch Auszahlung ihrer Guthaben zu Theil wird (im Betrage von bis jetzt 15 bis 20 Mk. pro Schüler). Ihr Werth ist vor Allem auch ein idealer. Die Kinder werden zum guten Singen guter Lieder, die sie alle auswendig wissen, angeleitet. Die Freude am schönen Gesang wird in ihnen geweckt und erzogen, die Freude am Gottesdienst genährt, und zugleich wird in den Knaben eine Schaar von Leuten herangebildet, welche die Zahl der singenden Gemeindeglieder erheblich mehren und somit zu einer größeren Blüthe eines der wichtigsten Theile des öffentlichen Gottesdienstes, des Gemeindegesanges, beitragen. Und welche Freude und Segen durch die Knaben ihren Angehörigen erwächst, ist in manchem bei der Chorschule betheiligten Elternhaus bekannt. Die Chorschule singt auch — gegen besondere Vergütung — bei Trauungen, Beerdigungen und hat neuerdings wiederholt — der alten Surrende ähnlich — an Familienfesttagen bei Freunden der Chorschule gesungen. Soweit möglich, ist dieselbe bereit, nach dieser Richtung geäußerten Wünschen nachzukommen. Auch ist eine weitere Verwendung im Sinne der alten Currende nicht ausgeschlossen. Angesichts dieser erfreulichen Entwickelung ist der Vorstand bestrebt, den Knaben gelegentlich kleine, ihrem Zweck entsprechende festliche Stunden zu bereiten. Eine solche ist zunächst die feierliche Entlassung der aus der Chorschule austretenden neueonfir- mirten Knaben, welche diesmal in einem besonderen liturgischen Gottesdienste morgen . Abend 6 Uhr in der Stadtkirche stattfinden wird. — Zu besonderem Dank ist die Chorschule allen Denen verpflichtet, welche zur Erleichterung der nicht unerheblichen und sich zunächst noch mit jedem Jahre steigernden Kosten beigetragen haben. — Vor allerdings nicht stark besetztem Hause gab gestern Abend im Saale des Cafe Leib die Liliputaner-Truppe die erste Vorstellung. Die Art, wie die von der Natur „zu kurz" gekommenen Damen und Herren der Gesellschaft (fünfzehn an der Zahl) sich einführten, trug ihnen den vollen Beifall der Anwesenden em. Paarweise betraten sie die Bühne, bis auf das jüngste Paar, dessen schönere Hälfte es sich nicht nehmen ließ, per Stahlrad auf der Bühne zu erscheinen und dieselbe in höchst eleganten Runden zu umfahren. Das Alter der Liliputaner, von denen wohl keiner das Maß von einem Meter erreicht bezw. überschreitet, schwankt zwischen 16 und 28 Jahren, es befindet sich unter ihnen auch ein verheiratetes Paar. Die zur Aufführung gelangten Spiele: „Monsieur Herkules" und „Ein ungeschliffener Diamant" machten zwar, wohl weil den Zwergen nun einmal die durchdringenden Stimmmittel fehlen, bei dem Zuschauer nicht den Eindruck, wie ihn „große" Schauspieler hervorzubringen vermögen, es wurde aber recht flott und mit Verständniß gespielt, und zwar ohne Souffleur. Die Liliputaner führen die Ausstattungsgegenstände,ihrem Körpermaße angepaßte Möbel u. s. w. mit sich, so daß der Beschauer im Laufe des Spiels mehr und mehr den Eindruck verliert, Zwerge vor sich zu haben, bis vielleicht ein „Normalmensch" in Gestalt eines Dieners auf der Bildfläche erscheint, und man nun erst gewahr wird, wie klein die Mitglieder der Truppe sind. Die Liliputaner ließen auch sonst das Publikiim über ihre „Größe" nicht im Zweifel, denn unter den Klängen einer Polonaise marschirten sie nach Schluß der Vorstellung paarweise durch den Saal, wo sie mit lautem Beifall empfangen wurden. Da Vorstellungen nur noch morgen Nachmittag und Abend stattfinden, so sei der Besuch hiermit angelegentlich empfohlen. — Die unter Proteetion des Großherzogs stehende Kriegerkameradschaft „Hassia", welche am 7. Juni in Alzey ihre diesjährige Dclcgirten Versammlung abhält, wird dabei unter Anderem den Antrag des Kr ieg er ver ei n s Butzbach zur Verhandlung bringen, wonach ein Einvernehmen mit den übrigen deutschen Landesverbänden dahingehend her- gestellt werden soll, daß die gesammten deutschen Verbände eine Eingabe an die deutschen Lalidesregierungen und an den Reichstag richten zur Einführung einer Wehrsteuer im Interesse ber ausgleichenden Gerechtigkeit, besonders gegenüber den minder begüterten Soldaten. Dieser neuen Steuer hätten zu unterliegen alle Diejenigen, welche ans irgend welchen Gründen, abgesehen von notorischer Gebrechlichkeit, nicht zum Heeresdienste herangezogen werden, und zwar nach Maßgabe ihres Einkommens. Die Erträgnisse dieser Steuer aber sollen in erster Linie dazu dienen, den Sold des gemeinen Soldaten zu erhöhen, besonders aber zur Unterstützung der Familien der eingezogenen Wehrmänner und Reservisten. — Ein Jubeljahr feiern am 28. d. M. in Darmstadt noch 18 im Schuldienste ergraute Lehrer, welche zu Ostern 1841 mit 36 Collegen in das Seminar zu Bensheim aus- geriommen wurden, an verschiedenen Orten der drei Provinzen wirken und stets ihrem Beruf mit aller Treue ergeben waren. 000 Grünberg, 10. April. Bei den hiesigen Bäckern ist das Brod au fg esch lag en, der vierpfündige Laib kostet nach dem Bekanntmachen ihrer Taxe jetzt 50 Pfg. Diese Erhöhung der Brodpreise kann nur durch den hohen Preis der Gerste verursacht werden, für die man per Centner 9 Mk. durchschnittlich bezahlt, während der Centner Korn erst 8.50 Mk. gilt. Es ist dies eine seltene Verschiebung der Fruchtpreise. Ob allerdings die Steigerung der Brodpreise hierdurch gerechtfertigt erscheint, da doch das Kornmehl immerhin den Hauptbestandtheil des Brodes ausmacht, vermögen wir nicht zu conftatiren. Auch der Hafer ist sehr am Preise, man bezahlt per Centner im Durchschnitt 8.25 Mk. — Kleine Mittheilungen aus dem Großherzogthum Hessen. In Worms kam am 6. d. Mts. der 19jährige Sohn eines Fuhrmannes beim Kohlenfahren unter das Fuhrwerk. Infolge der hierbei erlittenen Brustquetschung ist der junge Mann Nachts darauf im Hospital gestorben. — In Biblis hielt am 4. d. Mts. das Ehepaar Seib die achtzehnte Kindtaufe, unter Theilnahme fast sämmtlicher Pathen der früher geborenen Kinder. — Der Bierbrauer und Gastwirth Jacob Fecher in Seligenstadt, welcher am letzten Sonntag im Wirthslocale einem 21 jährigen Menschen die Begleichung seiner Zechschuld ansann, erhielt von diesem einen lebensgefährlichen Messerstich in den Unterleib. — Von dem Freiherrn Heyl zu Herrnsheim in Worms wurden aus Anlaß der Verheirathung seiner Tochter Herrn Bürgermeister Küchler 1000 Mk. zur Verfügung gestellt mit der Bestimmung , davon 900 Mk. weniger bemittelten Personen hiesiger Stadt, welche in dem laufenden Kalenderjahre die Ehe eingingen, eine Förderung zu Theil werden zu lassen. Die übrigen 100 Mk. sollen der Armenkasse zufließen. — In Mainz fiel am 9. d. Mts. ein 12 jähriger Knabe beim Spielen an der Straßenbrücke in den Rhein und ertrank, ehe es möglich war, ihm Hülfe zu leisten. — Ein württem- bergischer Ersatzreservist hatte bei Anwesenheit auf dem Griesheimer Schießplatz von einem Kugelsucher eine Granate (Blindgänger) erworben und dieselbe auch unbemerkt nach seiner Heimath zu verbringen gewußt. Er stellte dieselbe in seiner Behausung auf, ohne sich zu versichern, daß dieselbe vollständig entladen sei. Als jüngst ein junger Bursche mit Feuer oder Licht daran kam, gab es eine Explosion, durch deren Wirkung derselbe sein Leben einbüßte. — Nach mehrwöchentlicher schwerer Krankheit starb zu Auerbach a. B. eine junge Frau an Trichinose. Trichinen wurden iu großer Menge in der Leiche nachgewiesen. Der Metzger, von welchem die trichinöse Wurst bezogen wurde, liegt mit dreien seiner Leute schwer krank darnieder, ohne Zweifel gleichfalls in Folge von Trichinose. — In demselben Orte wurde am 7. d. Mts. die ledige Anna R. verhaftet, welche vor circa 14 Tagen, wie sie eingestanden, ihr heimlich geborenes Kind durch Ersticken gerödtet und im Garten vergraben hatte, wo man es auch fand. Den Vater, einen Taglöhner, hat man im Verdacht der Mitbilfe. — Die Friseure in Mainz haben ihre Abonnenten aufgefordert, Sonntags mit Rücksicht auf den stärkeren Verkehr vom Haarabschneiden absehen zu wollen. — Gekündet wurde am_Donnerstag in Mainz die Leiche eines Soldaten des 117 Regts., welcher schon seit December vermißt wurde. Ein Soldat des 118. Regts. erhängte sich in der Freitagsnacht. Furcht vor Strafe hat den Soldaten zum Selbstmord getrieben. — Die Erben des kürzlich in Darmstadt verstorbenen Kammerdirectors Fehr haben der dortigen Klein- kinderschnle 2400 Mk., dem Landkrankenhans 800 Mk. geschenkt. — In Auerbach an der Bergstraße striken die Waschfrauen gegen eine Familie, deren Oberhaupt die seitherige Waschfrau zwingen wollte, sich die gesetzlich vorge- schriebene Quittuiigskarte zur Jnvalioitäts- und Altersversicherung zu beschaffen, damit er die Marken einkleben könne. Die Waschfrau erklärte, „ohne Pension" ihr Alter verleben zu wollen, ihrer Erklärung haben sich die übrigen Standes- genoffinnen angeschloffen und die der Klebpflicht huldigende Familie in den Bann gethan. öermifebtef. —* Frankfurt a. M., 10. April. In Sachen desStoltze- Denkmals, für dessen Errichtung alsbald nach dem Tode des Dichters von einer Anzahl hiesiger Verehrer des Heimgegangenen sich iu einer öffentlichen Versammlung ausgesprochen wurde, war es zu Differenzen gekommen, weil die Berufsgenoffen des Verstorbenen bei der Comitebildung Übergängen worden waren. Nunmehr scheint der Streit geschlichtet zu fein, wenigstens äußerlich. Das provisorische Comitv hielt vorgestern unter Herrn Dr. Rößlers Vorsitz eine Sitzung ab, in welcher beschlossen wurde, daß dem Comite außer den früher schon genannten Herren, ein Vertreter der folgenden Vereine in erster Linie anzugehören habe, nämlich: Freies Deutsches Hoch stift, Zweigverein des Deutschen Schriftstellerverbandes, Zweigverein der Schiller- ftiftung, Frankfurter Journalisten- und Schriftstellerverein, Theater - Actiengescllschast, Künstler-Gesellschaft, Architecten- ttnd Ingenieur-Verein, Verein für Geschichte und Alterthums- kundc. Von der Zuziehung der einzelnen Zeitungen wurde abgesehen. Herr Reichstagsabgeordneter Schmidt, für den bie erste Versammlung keine Einladung zum Beitritt vorgesehen hatte, soll cbenfalls eingeladen werden. Hoffentlich wird die Denkmalsangelegenheit, bei der die Politik keine Rolle spielen sollte, eifrig gefördert, wenn auch der Streit der Personen, wie wohl sicher fein dürfte, noch ein Weilchen andauert. Bei Gebrüder Stamm (Markt-und Schulstraßen- Ecke I. und II. Stock) findet man die größte Auswahl der schönsten Herren und Kuabenkieider zu bedeutend ermäßigten Preisen. [3396 In dem Jnseratenthetl unseres Blattes befindet sich heute eine Anzeige über die bei Carl Grüninger in Stuttgart erscheinende Neue Mufik-Zettnng, auf die wir nicht verfehlen wollen, die Aufmerksamkeit unterer geschätzten Leser zu lenken. Die „Neue Musik- Zeitung" bietet für den geringen Kostenpreis von 1 eine Reich- < Halligkeit des Stoffes, der die Abonnenten über das Gesammtgebtet i der Tonkunst auf dem Laufenden erhält. An der Hand dieses Blattes ; wird der Dilletant wie der Berufsmusiker in das Verständniß der I neueren wie klassischen Tonwerke eingeführt; es bringt Künftler- biographien mit Porträts, Novellen, Humoresken und stets eine Reihe von belehrenden Artikeln aus allen musikalischen Gebieten. Heber die Wahl der zahlreich beigegebenen mittelschweren Musikstücke (neuerdings auf Notenpapier gedruckt) wacht eine Commission von Fachmännern, welche die übernommene Aufgabe sehr gewissenhaft auffaßt. VerZehr, Land- und DoU’swSV £4) Gtetzen, 11. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0,90—1,00, Hühnereier 1 St. 5-6, 2 St. - H, Enteneier 1 St. 7--H, 2 St. - 4, Käse pr. St. 5—10^, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 20 H, Linsen pr. Liter 28 H, Tauben pr. Paar JL 0,80—1,00, Hühner pr. Stück -M. 1,20—1 40, Hahnen pr. St- 1,50—2,00, Enten pr. Stück 1,80-2,20, Ochsenfleisch pr. Vsd 70—74 A, Kuh- und Rindfleisch 60—64 ^1, Schweinefleisch 60—70 H, Hammelfleisch 50—70 4, Kalbfleisch 60-00 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00-6,30, Weißkraut vr- St. 3—7 H, Zwiebeln ver Centner JL ' 00 8.00, Milch per Liter 12-18 4, Gänseeier 11-12 H Auszug aus den Stan-esanrtsr*egifterkn der Stadt Gießen. Aufgebote. April: 4. August Friedrich Führer, Wagnermeister dahier, mit Margarethe Bellof Hierselbst. 6. Heinrich Robert Stuhl, Kaufmann dahier, mit Wilhelmine Amalie Pauline Siedel zu Stegen. 7. Theodor Heinrich Gustav Adelbert Bindewald, Kaufmann dahier, mit Johanna Hermine Henriette Karoline Schwager von hier. 10. Emil Friedrich Christian Martin Otto, Uhrmacher dahier, mit Emilie Auguste Henriette Dobner Hierselbst. 10. Kaspar Fehl, Schuhmacher dahier, mit Auguste Henriette Hortz dahier. n Eheschließungen. April: 10. Balthasar Brückel, Fabrikarbeiter dahier, mit Christine Johannette Anna Nassauer hierselbst. 10. Gustav Wegerhofs, Seiltänzer dahier, mit Anna Maria Katharina Noldt, geb. Austen, Wittwe des Seiltänzers Gustav Adolf Noldt dahier. Geborene. April: 3. Dem Großh. Gymnasiallehrer Dr. Albet t Matthäi eine Tochter, Reinhild Anna Adelheid. 4. Dem Schreiner Andreas Schreier ein Sohn. 6. Dem Taglöhner Ludwig Schmidt ein Sohn, Konrad Ludwig. 6. Dem Maschinenarbetter Wilhelm Schneider eine Tochter. 6. Dem Schlosser Heinrich Pfeuster eine Tochter. 6. Dem Eisendreher Konrad Graulich eme Tochter, Marie. 7. Dem Schneider Alexander Schmucker eine Tochter. Gestorbene. April: 3. Wilhelmine Steinmüller, geb. Schilbock, 70 Jahre alt, Wittwe von Maurer Philipp Sleinmüller zu Wetzlar. 4. Kath. Wallbrach, geb. Röhm, 71 Jahre alt, Wittwe von Bureaudiener Joh. Heinr. Wallbrach hier. 4 Elise Marie Marg. Backhaus, I Jahr alt, Tochter von Taglöhner Kaspar Wilhelm Backhaus dahier. 4. Karl Demuth, 45 Jahre alt, Kohlenhändler dahier. 5. Johann Wilhelm Dechert, 6 Jahre alt, Sohn von Taglöhner Wilhelm Dechert dahier. 5. Heinrich Meister, 15 Jahre alt, Sohn von Krankenpfleger Heinrich Meister II. dahier. 9. Rosa Bender, geb. Ingold, 64 Jahre alt, dahier, Ehefrau von Locvmotivführer i. P. Samuel Bender. aus Sen Kirchenbüchern Stadt »tetzrn. Evangelische Gemeinde. nr Getaufte. Am 5. April. Dem Drechsler Jean Häuser eine Tochter, Mathilde Meta Lina, geb. am 9. Februar. Denselben. Dem Wirth Johannes Schmidt ein Sohn, Carl Georg Hartmann, geb. am 8. Februar. Denselben. Dem Hilfsdremser Ludwig Scheid eine Tochter, Marie Adolfine, geb. am 24. Februar. Denselben. Dem Schneidermeister Reinhardt Greb eine Tochter, Anna, geb. am 8. Februar. _ Beerdigte. Am 6. April. Katharine Walbrach, geb. Röhm, Wittwe des Bureaudieners Johann Heinrich Walbrach, alt 71 Jahre, starb am 4. April. Am 10. April. Heinrich Meister, Sohn des Krankenpflegers Heinrich Meister, alt 15 Jahre, starb am 9. April. 11 11 .............i ■■■ nnr'mmaaBMMMMMMMMMBMM Meu • Zum ersten Mal! Neu! Lenx'scber Felseukeller. Grosse liüiüorislisclie Concerto der weltberühmten Reg«« Gesellschaft JTolly-Coons, 3 Herren — 2 Damen. Englische Tänze und Gesänge. - Hauptringkawpf Abends 9 Uhr T m SM£* Anfang 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends. Entr.i L Platz 30 II. Platz 20 H. Nachmittags ist beim Besuch der Eltern I Kind frei.__________3455 3410] Ein solides Dienstmädcheni T),, v zu Der“tM^ |344S gesucht- Seltersweg 22. 1 •» UÄ 8. »liffmüller, Schlossg 15 [3159] Leichte braune Stute (sechsjährig) billig zu verkaufen bei Gebr. Röhrte, Gießen. feinste 6 ^-Cigarre, ge- MflMeSÄRÄM» arbeit, aus edelsten Sh. I Slrtnirt Nelix Brasil und Yara I Cuba m. Sumatradecker 1 ■•WlllUj wird ihres vorz. Geschm. weg.jed.Raucherbesond. ■Ui empf. Alleinoerk. Fr.Leo. _____________________3438 3412] Eine sehr starke Hansthüre nebst Eorridorabschlutz preiswürdig zu iwrfaufen. 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Die von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Genossenschaft, gezeichnet von zwei Vorstandsmitgliedern; die von dem Aussichtsralh ausgehenden unter Benennung desselben von dem Präsidenten unterzeichnet. Sie sind in der „Deutschen landw Genoffenschaftspreffe" auszunehmen. Die Willenserklärung und Zeichnung für die Genossenschaft muß durch zwei Vorstandsmitglieder erfolgen, wenn sie Dritten gegenüber Rechtsverbindlichkeit haben soll. Die.Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Ramensunterschrist beifügen. Der Vorstand besteht aus: 1. Balthasar Hirz V., Director, 2. Jacob Maid, Rendant, 3. Johannes Hirz IX., Stellvertreter des Directors, 4. Konrad Hirz, 5. Georg Heß, sämmtlich von Watzenborn-Steinberg Die Einsicht der Liste der Genoffen ist während der Dienststunden des Gerichts Jedem gestattet. Gießen, 9. April 1891. Großherzogliches Amtsgericht. _______Landmann.___________________3457 Bekanntmachung. Seine Durchlaucht der nunmehr verstorbene Fürst zu Solms- Braunfels haben an Stelle des verstorbenen Kammerraths Demme zu Hungen dem Oberförster Ziegler-Stege daselbst die Verwaltung der vereinigten Fürstlichen Rentämter der Wetterau (vormals zu Hungen und Griedel) mit dem seitherigen Amtssitz zu Hungen zu übertragen geruht. Indem wir dies hierdurch zur Kenntniß des betheiligten Publikums bringen, bemerken wir, daß der Geschäfts- und Kassetag des Rentamts wie seither der Donnerstag jeder Woche bleiben wird. Braunfels, den 8. April 1891. Fürstliche Rentkammer. Stan dinger. 3404 MerheMe Sismbahnkü. Am 1. d. M. ist der Nachtrag II zum Deutschen Eisenbahn-Gütertarif Theil I in Kraft getreten, über besten Inhalt die GÜterabfertigungsftellen Auskunft er- theilen. Gießen, den 6. April 1891. 3451 Großherzogliche Direktion Köln (linksrh.)-Lber- hcssischer Verkehr. Am 1. ds. Mts. ist der Nachtrag v zum Gütertarif für vorbezeichneten Verkehr in Kraft getreten. lieber dessen Inhalt ertheilen die Güterabfertigungsstellen Auskunft. [3450 Gießen, den 7. April 1891. Großh. Direktion der Oberhessischen Eisenbahnen. Strohhüte, Blumen, Federn, Bänder, Tülle, Spitzen, Brautkränze, Schleier, Crepe, Seidensammt, alle Farben 2.80, Wucht, Atlas, Kleiderftide, Agraffen, Goldbesatz kaust man am besten in meinem Engrosgeschäft. Gustav Haustein» 3429 Asterweg (> IL Äbkrhksßslhk Mübchnev. Vom 1. Mai d. I. ab verkehrt der Zug 10 wieder in der früheren Lage, >ezw- nach folgendem Fahrplan: ab Stockheim 4*2 Vorm. „ Ranstadt „ Nidda 522 „ h Oberwiddersheim 512 „ „ Hungen „ Langsdorf 52» „ „ Lich 540 „ Garbenteich 6" I „ Schiffenberg 605 „ in Gießen 6io „ Gießen, den 10. April 1891. 3452 Großherzogliche Direktion. Mittwoch den 22. April, Nachmittags 2y2 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die zum Nachlaß der Emil Junker Eheleuten in Gießen gehörige Hofraithe: Flur I Nr. 977 — 194 Meter auf dem Asterweg freiwillig meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Gießen, 11. April 1891. Großh- OrtSgericht Gießen- ___________I A-: Bogt._______3454 Arbeitsversteigerung. Neues Theater, Caf6 Leib, Giessen. . Heute Sonntag, den 12. April 1891, finden unwiderruflich die zwei letzten Abschieds-Vorstellungen der Liliputanertruppe statt. Nachmittags X[ iT OJ Q LC- Schulbücher ? litt aUe Lebranitatte» I sowie alle ; Schulbttdüifmsse I ju bWgw Vreden FermielHungsn. 3467] In meinem Hause. Asterweg 40, Ecke der Rordanlage, ist der 2. Stock mit 7 Zimmern, Wasserleitung, Bleich- platz u. s. w., bis zum 1. Juli zu ver- miethen. Ehr, Schwald. 3464] Mansarden-Wobnung, 6 Zimmer mit Zubehör, per 1. October zu ver- miethen. ____________Südanlage 7. 2863] In meinem Neubau in meiner Privatstraße (an der Bahnhofstraße) ist per 1. Juni der untere und mittlere Stock mit Gartenantheil zu vermiethen. _________________Ehr. Petri V. 3406] Kleines frdl. Famtlienlogis zu vermiethen. Kaplansgasse 18. 3403] Der zweite Stock zu vermiethen. _________________Grünbergerstraße 43. 3466] Gartenstraße 38: Mansarde, vier Zimmer, zum 1. Mai, eo. auch früher, zu vermiethen. Näheres Nordanlage 33. Börfe»wochs«be«icht von E. WasserHchleben, Bankgeschäft. ' Samstag der Vorwoche ein procent-veiser Rückgang eintrat. Laura verloren 2e/e auf die unbefriedigenden Mltlheilungen über die Resultate des I. Semesters. Scrips haben sich wieder erholt und auch die alten 3% Anleihen sind fester. Ausländische Renten haben bis aus Russen geringfügige Abschwächungen zu verzeichnen. Weidengasse 6. zu vermiethen. Diverse vbligattorreu. der Ferber’schen Univ.-Buch- und in I 4l/?o/oGrafHenrelv.Don- | ^ersmark, rückz. L105 )on- I 105 I 1 [3463 handlang zu bekannten Preisen. Anfang 5 Uhr Entrve 30 Pf 3449 Bier tut Glas. *3^"; 34^2] Ein Junge von 15—16 Jahren 5 3426 W 31'3o/6 do. M2i^Eine^eistung4sLhiae Schaumweinkellerei 3427 Gießen, den 11. April 1891. Reichsbank-DiScvitt 3 pCt. — Frankfurter Bank-Discont 3pCt ■3f. Disconto-Command'-Artth- Darmitädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act- ■ ^ordd. Lloyd-Act. ' Wiener Bankoer.-Act- Oefi Credit-Act. Oest. Staatsb.-Act. 3% Reichsanlethe 3V2% do. 3% Preuß. ConsolS 4,j/d Offenbacher Gelsenk. Bergw.-Act. Herzlichen Dank Allen für die vielen Beweise tröstlicher Theilnahme bei dem uns so schmerzlich betroffenen Verluste. Die Familie Meister. , , „ . , als Hausbursche gesucht von Schreinermstr. LoutS Wever, Krofdorf. I Ludwig Schneider, Bäcker, Neustadt 16 ausgeführt von drr Kapelle des 2. GroKH. Heff. Jnf.-Regts. Nr 116 unter Leitung des Eroßh. Musikdirektors Herrn Krautze. 3423] Gute Kartoffeln zu verkaufen. Hammstraße 21 l 3400] Eine Junge, der das Schreiner' geschäft erlernen will, gesucht von Heuchelheim und Frankfurt a. M., den 10. April 1891. 3458] Schön möbl- Zim. mit oder ohne Cabinet zu vermiethen. Asterweg 44. 3419] Ein schön möblirtesZimmer in unmittelbarer Nähe der Universität gesucht. Offerten sub G. W. an die Exped. dieses Blattes. 3391] Ein geräumiges möblirreS flimmer mit Kost wird von einem lteren Beamten zu miethen gesucht Offerten an die Erped- d Bl. 3468] Gesucht ein ruhiges möblirtes Zimmer, eventuell mit Mittagstisch, vom 15. April bis Pfingsten. Offerten mit Preisangabe unter F. Ch. an die Exped. d. Bl-_____________ Vermischte Anzeigen. Aula der Universität. Donnerstag den 16. April, Abends 8 Uhr: Letzter Vortrag des Frl> Natalie Köhler: Schlusscene aus Schülers „Wilhelm Teil“, sowie die bedeutungsvollsten Scenen aus Schillers „Maria Stuart“. Billets bei Herrn Ernst Challier Course der Frankfurter Börse- GtaatKauLeihe«. Baaksaguag. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung unseres unvergesslichen Herrn Ludwig Kröck IV. sagen wir hiermit unseren besten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. 5o/g Buderus-Obligat. . 1104.30 1104.50 3443] Schüler ob. Schülerinnen finden gute Pension. Zu erfr. i. d Exp d Bl. ' 3444] Ein Kaufmann findet gute Pension Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 3465] Südanlage 7, part, Wohnung, 8 Zimmer mit Zubehör, per 1. October zu vermiethen.____________________________ 3415] Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. H. Roth, Lowengasse 24. 3416] Drei Zimmer mit Wasserleitung Die Börse verkehrt noch immer in einer nichts weniger als zuversichtlichen Stimmung. In der verflossenen Woche bildete der Montanmarkt den ausschlaggebenden Factor und wirkte in ungünstigem Sinne, weil der bereits gemeldete Ankauf von amerikanischer Kohle durch die transatlantischen Gesellschaften jetzt erst zur vollen Geltung kam. Zwar war die den Zechen nahestehende P-esse auf das eifrigste bemüht, den ungünstigen Eindruck durch schönfärberifche Berichte abzuschwächen, aber man kann nicht sagen, daß sie darin glücklich war, denn die sich daraus entfptnnende Controverse hat die Unklarheit der Situation und damit das Unbehagen nur vermehrt. Die Zechen sind eifrig in der Versicherung, daß thatsächlich eine Kohlennoth existire, daß sämmtliche Läger, die Rhein- und Ruhr- Häfen von Kohlen entblößt seien, daß der Consum die bis an die äußerste Grenze gesteigerte Production überwiege und daher ein Zurückwetchen der Preise nicht zu erwarten sei, aber alle diese Versicherungen begegnen doch einer sehr ungläubigen Aufnahme, denn fie sind unvereinbar mit der Thatsache, daß die Zechen mit der Direction der Staatsbahnen auf einer Grundlage zu unterhandeln gedenken, welche gegen den früheren Preis eine Ermäßigung von 5 Mark bedeutet. Darin mögen allerdings die Organe der Zechen Recht haben: freundliche Rücksicht auf die Prosperität anderer Industriezweige wird die Grubenverwaltungen nicht zu einer Preisermäßigung ihres Productes bestimmen, aber trotzdem bleibt die Prosperität der anderen Industrien der Regulator der Kohlenpreise. Kein Verkaufsoerein und keine künstlich erzeugte Kohlennoth wird den Preisrückgang aufhalten können bei einer Verminderung des Eonsums, wie er bei sich mehrender Löschung der Hochofenfeuer in Aussicht steht. Den gleichen Effect aber hat die. Einführung fremder Kohle, sofern sie sich billiger stellt als die heimische. Das weiß die Börse sehr wohl, und der scharfe Rückgang der Kohlenactien zeigt deutlich, wie ernst sie die Sache ' 3442] Lausmüdchen sof rt gesuchte 3422] Einige Gentner Heu zu ver-j J L'"bigstraße 61- kaufen. Hammstraße 19. I beurthetlt. , . pp Unter diesem Rückgang litt begreiflicher Weise auch der Bankenmarkt, indessen wurde hier die ungünstige Wirkung zum Theil aufgeschoben durch Gerüchte, welche von Tag zu Tag mit größerer Bestimmtheit auftraten und den Abschluß einer großen dreiprozentigen russischen Anleihe in nahe Aussicht stellten. Thatsächlich ist diese Anleihe gegen Schluß der Woche durch die Rothschildgruppe übernommen worden. Damit sind auch die deutschen Firmen, welche von jeher als Emittenten russischer Fonds bekannt waren, wieder in nähere Beziehung zu Rußland getreten, während die französischen Unternehmer diesmal übergangen wurden, und dieses ist hauptsächlich der Grund, warum die Börse diese Anleihe so freudig begrüßte. Ob die russischen Verbindungen heute noch so wie früher die Quelle reichen Gewinns sein werden, muß dahingestellt bleiben, auch das erscheint zweifelhaft, ob mit dieser neueu Anleihe ein erneuerter Import russischer Werthe nach Deutschland verknüpft sein wird. Die heutigen Course russischer Fonds bieten für das deutsche Publikum keinen Anreiz mehr, insbesondere wird ein Cours von 84 %, wie er für die neue Anleihe in Aussicht genommen ist, und der demnach den Credtt des Czarenreiches dem Deutschlands gletchstellen würde, hier wenig Freunde werben. Der Appell an , die Zeichner wird daher trotz der deutschen Unternehmer vornehmlich an das französische Publikum sich richten müssen, gleichwohl dürfte auch der deutsche Markt eine nicht geringe Unterstützung durch diese und zwei andere Emissionen, welche ebenfalls aus der Tagesordnung stehen, erfahren. Schon das Beispiel der großen Finanzhäuser, welche ohne Zögern langsichtige und äußerst umfangreiche Engagements auf sich nehmen, wird genügen, um die Zuversicht der Märkte zu erhöhen. Verwunderlich ist nur, daß angesichts der Thatsache, daß Rußland eine so große Anleibe contrahirt, für deren erfolgreiche Begebung tiefster Friede die Hauptbedingung ist, die ständigen Krtegsbefürchtungen nicht verstummen wollen, mit denen die Angaben über russische Heeresverschtebungen begleitet werden. In Wien verstimmten diese Truppenbewegungen sehr und dieser Platz konnte sich erst wieder zu einer besseren Tendenz ausschwingen, als die Frage der Valutaregulierung wieder auf die Tagesordnung gesetzt wurde durch die Angabe, daß die Thronrede einen diesbezüglichen Passus enthalten werde. Der österreichische Wechselcours ist daraufhin rückgängig, aber die Valutaanleihen halten sich gut tm Preis. Heber Argentinien lauten die Nachrichten täglich schlechter. Die Verwirrung muß aus das Aeußerste gestiegen sein. Muthet es nicht an wie die tolle Erfindung eines Possendichters, wenn man liest, daß die beiden Hauptbanken die Auszahlung der Depositen einstellen und daß die Börse in feierlicher Deputation den Finanzminister zu diesem rettenden Gedanken beglückwünscht! Ob die Banken nun, wie in Aussicht genommen, im Juni die Auszahlung der Depositen wieder aufnehmen können, bleibt recht zweifelhaft, gewiß ist aber, daß die Schädigung der Deponenten durch Zurückhalten ihrer Gelder eine weitere Verschärfung der Krisis herbeifuhren wird. Inzwischen sollen neue Noten ausgegeben werden — eine abermalige Verletzung des Moratoriumvertrags —, obgleich unerfindlich ist, wozu das Geld gebraucht wird, da doch keine Zahlungen mehr geleistet werden. Aber alle diese Contractbrüche nimmt man hier in Europa gelassen hin, ohne daß auch nur ernsthaft der Versuch gemacht wird, die Gläubiger zu entschlossenem Vorgehen und Wah- iung der gemeinsamen Interessen zu sammeln. Auch auf die Tendenz der Bors? übt dieses traurigste Capttel moderner Finanzgeschtchte keinen Einfluß. Ohne jebe Erregung sieht man dem Fall der Course zu. Der Bahnenmarkt war vernachlässigt und eher matt zu nennen. Die Em- nahme-Ausweise lassen seit Beginn dieses Jahres viel zu wünschen übrig, und das drückt namentlich auf Lombarden, Nordwest und Prag-Dnxer-Actien. Letztere r.ottren 6 fl. schlechter, während Dux-Bodenbacher, deren Einnahmen fortgesetzt steigen, etwa 10 fl. gewannen. Schweizer Bahnen sind durch Realisationen gedrückt. Banken schließen gegen die Vorwoche mit ganz unbedeutenden Avancen. Montanwerthe sind schwächer, namentlich gegen den Freitagscours, da noch am EsMshericht »tm E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börte bom 11 April 1891 Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. sucht zur Einführung einer billigen Lvecialttät Vertreter oegen oute Provision. Offerten sub 0. 6783b an Haafensiein & Vogler, A. G., Mannheim. _ _ 3432] Schreinergeselle gesucht. Emil Beil, auf der Bach. | 3433] Südanlage 23 ist der mittlere Stock mit 6 Zimmern und allem Zubehör zu vermiethen und am 1. Juli beziehbar. Frau Julius Hoch Wwe. 3439] Schöne Wohnung zu vermiethen bei Schreiner Kinkel, Rittergasse 19. 3440] Kleine Familien-Wohnung zu vermiethen. Neuenweg 20. 3441] Wohnung von 3 Zimmern zu vermiethen._____________Brandgasse 8. 3453] Schillerstraße 7 ist eine schöne Mansardenwohnung per L Juli oder früher zu vermiethen. Steins Sarten Sonntag den 12. April: GROSSES (MRT 3401] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. _____________ Löberftraße 4, HI. 3407] Schön möblirtes Zimmer sofort zu vermiethen. Bahnhofstraße 61, III. 3411] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Hammstraße 12. —3413] Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Ludwrgsplatz 3, HI. 3447] Zwei Stuben sofort zu vermiethen. F. Wiedmeyer» Schreiner, ___________verlängerte Lttsmarckstraße. 3437] Schlafstelle, sowie Stube mit Küche zu vermiethen. Völker, Maigasse 12. xxxx» PIANOS ten Fabriken zu soliden Preisen. Klavierstimmen und Reparaturen, w Leihanstalt von Pianos etc. § Gg. l>tr. Gebauer, ” Q Pianohandlung, Seltersweg 67. iSQOOOOOOOOGJ 3418] Ein Btud. cam. ertheilt gegen mäßiges Honorar Nachhülfe in allen Schulfächern , , Wo? sogt die Erpedttion b. Bl. Cours vom 3./VI. 11./IV. Coure 00m 3./IV. 11./IV 4% Hessische Obligation. 105.70 105.— 4l/20/oPortug.-A. 88 u.89 84.50 84.30 „ Bauern .... 105.65 105.55 50/0 amort. Serb. Gold- „ Baden..... 103 95 103.90 Rente .... 91.75 91.55 3o/ü Sächsische Rente. . 87.90 87.75 50/0 SerbischeEisenbahn- 3Vi°/o BremerStaatsanl. 97.90 97.40 Hyp.-Obl. 1^. . 94.55 94.95 „ Hamb.Staatsrente 97.40 97.40 4d/o Sch w cd. O blig. I880r 102.95 103.15 40/0 Oestr. Goldrente . 97.50 97.40 1°/o Türken cono. . 18.80 24.7» „ GriechischeMonopol- 50/oArgent. Gold-Aul. 60 — 52.— Anleihe . . . 75.35 70.05 0. 1887 . . . 50/0 Rumänische Rente . 100.10 99.95 31/a°/o Egypt..... 94.25 94.15 4o/o Rufs. Gold-Anleihe S. in v. 90 . 99.30 100.20 Mseubahrr-VrtorttLteir. 40/0 Pfälz. Ludwigsbahn 5o/o Südbahn Lombarden 105.25 104.75 (Bexbach) . . . 103.05 —.— 40/0 do. do. 99.50 99.45 „ Hessische Ludwigsb. 3% do. do. 67.— 66.90 68/69 garant. . 102.— 102.— 4% Prag-Duxer Gold . 100.60 100.55 „ Elisabethb. steuerfrei „ Rudolf Gold (Salzk.) 100.80 100.55 Gold .... 100.70 100.80 „ Franz-Josef Silber 86.— 86.— 5o/y Oestr. Staatsbahn. 107.35 107.25 3% ftaatt. garant. Jtal. 40/0 do. do. 101.— 100.75 Eisenbahn . . 57.60 57.35 30/0 do. do. 3% Ltvomeser . X. 64.70 64.95 I.—VIH.Emiss. 84.75 84.85 4v/o Ruff.Südw Eismb. 96.55 97.20 30/0 do. Ergänzungsnetz 82.30 82 60 4o/g Wladikawkas garnt. 96.45 96.90 50/0 Nordweftbähn Gold 107.05 107.60 4o/g gar. Sardin.Sec.stfr. 83.10 83.60 Äiferrbahu-Aetien. Ludwigshafen-Bexbach. 225.75 225 50 Lübeck-Büchner . . ° 165.— 165.— Hessische Ludwigsbahn. 116.— 115.35 Mecklenburger . . . — —.— Pfälzische Nordbahn . 116.25 116.15 Gotthardt ...... 157.20 157.90 Martenburger-Mlawka. 67.25 68.25 Jtal. Mittelmeer . . 101.30 102.25 Bank« LLetterr* Deutsche Reichsbank . 142.40 142.50 Dresdener Bank. . . 157.95 150.15 Berlin. Handelsgesellsch. 155.50 148.75 Mitteldeutsche Creditb. . 107.— 104.75 Deutsche Bank . . . 162.40 156.— Wiener Bank-Verein . 103.40 102.76 DeutscheGenossenschftsb. Württemb. Vereinsbank 125.90 125.60 v.Soergel,ParrtsiusLCo. 125.90 126.— JrtzDrrftrie-PapieLe. Binding-Brauerei . . 168.30 168.80 Deutsche Verlagsanstalt 216.20 216.50 Stern- do. (Oberrad) 134.10 133.— Farbwerke,vorm.Meister, Bad. Anilin- u. Soda- Lucius & Brüning. 273.40 275.50 fabrik .... 272.— 271.95 RiebeckffcheMontanwerke 176.50 176.— PfarwvrttefK* 40/0 Franks. Hyp.-Pfdbr. 4v/oDeutscheGrundschld.- 0. 86 ab bis 90. 101.50 101.50 Bk.-Pfandbr. . 100.80 ioo.se 3Vs0/oFrnkf.Hyp.-Pfdbr. 95.50 95.45 3Va% do...... 95.40 95.40 4o/2Preuß.Hyp.-Act.-Bk^- Pfandbr. . . . 101.20 101.20 3l/ä% Rhein. Hyp.-Bank- Pfandbr. . . . 94.— 94.— 3V2°/o do...... 95.50 95 50 4o/a Meininger Pfandbr. 101.30 101.50 40/0 Preuß. Centr.-Bod.- Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... 101 80 101.15 Loose. Oestr. 1860rfl.500-Loose 125.85 125 80 Braunschweig. 20 Thlr.- „ 1854rfl.250- „ 122.90 121.60 Loose .... 104.35 104.20 4% Meininger Prämien- 3% Oldenburger Loose. 128.75 129.30 Pfandbr. . . . 128.45 128.30 3r/,o/oKöln-Minbn.Loose 137.10 137.60 UmrrikanisHe Giserrbahrr-BorrdK. 6o/oEhic.MUw.f.St.Paul 4o/o Chicago Burlington Prt., rückzahlb. 1910 . —.— 113.80 Nebraska 1927 . . 82.90 82.85 50/vChic.Milw.f.SI.Paul 41/8% California Pacif. Prt., rückzahlb. 1921 . 102.15 102.15 I. M., rückzahlb. 1912 103.90 103.90 6°/oCentr.Pactf.I.Mrtg. 6o/oPacif.ofMissouri con- rückzoblb. 1896 . . 105.60 105.80 folibateb I. M. r. 1920 —.— 106.40 86 45 40/0 Ung. Gold-Rente 93.30 99 05 5% Jtal. Rente 93 50 86-60 41/50/0 Oest. Silber-Rentc 81.00 99.10 5°/0 Ruff. HI. Orient 76.90 205.50 Lomb. E.-B.-Act. 102 50 150 90 Buschtherader E.-B.-Act. 433 50 150 0' Elbtbal-Bahn-Act. 194 25 126 00 Gottbard-Bahn-Act. 156.70 101.06 Schweizer Nordoft-B.-Act. 143 60 264 37 Mainzer E.-B.-Act. 115.30 216 25 Marienburger E.-B.-Act. 68 20 102.50 1 Ver. Königs-Laurab-sAct. 125 00 157.80 Tendenz schwach. Redactton: A, Scheyda. - Druck und Verlag der Brübl'schcn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.