Dienstag den 11. August 1891 fit. 184 Der ♦kjexn «scheint täglich, ett Ausnahme de» Montags. Die Gießener »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal deigelegt. ichener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. BiertAtShriger A»a««emnüs»reis, 2 Mark 20 Pfg. n» Vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pf,. Redaction, LrpediNvu und Druckerei: -ch»tstr«te Mr.ih Arrnsprccher 61. Amts- und Anzeigeblatt für den TLreis Gieren. Annahme »on Anzeigen zu der Nachmittag» für dm sstgendm Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Bezirk Eifa-Heidelbach-Kirtorf-Breidenbach-Eifa, also die Gegend um Alsfeld, für die Zeit vom 1. bis 5. September. | chratisöeikage? Kichmer JamikienMtter. WII!!I WonmnrmmMni»»sMinrsri»s» IN»! n i» 1 — ■—T-fT"*"1 Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslaude» nehm« Anzeigen für dm „Gießener Anzeiger" entgc$«. Anrtlicher Thsil. Bekanntmachung, die Herbstübungen der Großh. 25. Division betreffend. Die zur möglichsten Verhütung von Flurschäden und Vorbeugung von Unglücksfällen bei den bevorstehenden Herbstübungen von der Großh. Hess. 25. Division anher mit- getheilten Maßnahmen bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Die Großh. Bürgermeistereien der betreffenden Gemeinden wollen dies noch in ortsüblicher Weise alsbald bekannt machen. Gießen, am 9. August 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. I. V. Jost. 1. Die reifen Feldfrüchte sind, soweit ohne Schaden möglich, vorher abzuernten und nach der Aberntung möglichst bald einzufahren. 2. Die zu schonenden Grundstücke sind zu bezeichnen und zwar: a. die von dem Betreten durch die Truppen überhaupt ausgeschlossenen Gärten, Parkanlagen, Holzschonungen Pflanzgärten, soweit dieselben nicht als solche abgezäunt oder von weither für Jedermann deutlich erkennbar sind — wie z. B. junge Pflanzungen — vermittelst hochstehender Tafeln und Aufschrift auf denselben; b. die vorzugsweise zu schonenden Felder (Raps, Flachs, Samenklee, Samenrüben, Erbsen u. s. w.) mittelst etwa 2 Meter hohen Strohwiepen. 3. Bei Kartoffeln, minderwerthigen Rüben, Sturzacker u. s.w. bedarf es der Bezeichnung mit Wiepen nicht. Das unterschiedlose Bestecken aller Felder mit Warnungszeichen würde den Truppen nur das Erkennen der minderwerthigen Felder erschweren. 4. Die Flurschützen, Feldhüter ic. werden anzuweisen sein, im Verein mit den Gendarmerie-Patrouillen dahin zu wirken, daß durch Zuschauer kein Schaden entsteht und daß die Schuldigen festgestellt werden. 5. Die steilen Ränder von Steinbrüchen, Lehm- oder Kiesgruben sind zu kennzeichnen oder mit Geländern zu versehen, die Brückendecken in Stand zu setzen, so daß das Durchtreten von Pferden und Einbrechen von Fahrzeugen verhütet wird. Sensen, Pflüge und Eggen sind von den Manöverseldern zu entfernen. Für die Gefechtsübungen und Manöver sind in Aussicht genommen: Die Umgegend von Annerod und Steinbach, östlich Gietzen, und das Gelände Lauterbach- Frischborn-Sickendorf-Rimlos-Lauterbach für die Zeit vom 11. bis 26. August; die Gegend um Grünberg, Rieder-Gemünden und Homberg, sowie um Landenhausen, Lauterbach, Reuters vom 27. bis 31. August und der Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert, pro Monat Juli 1891 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 kg betragen; Hafer 18.30, Heu JL 5.60, Stroh JL 4.70. Gießen, den 8. August 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost. Deutscher Reich. Darmstadt, 8. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog wohnten heute Vormittag auf dem Artillerie- Schießplatze bei Griesheim der Besichtigung des 1. Bataillons 1. Großh. Jnfanterie(Leibgarde)-Regiments Nr. 115 und dem Exerciren des 1. Großh. Dragoner-Regiments (Garde-Drag.- Regiments) Nr. 23 bei und nahmen bei dieser Gelegenheit die Meldung des zu letzterem als etatsmäßiger Stabsossizier versetzten Majors v. Wedell entgegen. Darmstadt, 8. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute n. A. den Pros. Dr. Fuhr von Gießen. Berlin, 8. August. Kaiser Wilhelm hat seine an den mannigfachsten Eindrücken so reiche jüngste Nordlands- sahrt beendigt und'weilt der erlauchte Monarch zur Stunde wieder auf heimathlichem Boden, in Kiel. In genannter Stadt gedenkt der Kaiser bis Ende nächster Woche Aufenthalt zu nehmen, ja, es heißt, derselbe würde unter Umständen noch weiter ausgedehnt werden, so daß der hohe Herr vielleicht auch nicht die aus den 22. August anberaumte Herbstparade über das Gardecorps abnehmen wird. Als Grund für diese veränderten Dispositionen wird die Notwendigkeit für den Kaiser, fern bei dem Unfall auf der „Hohenzollern" verletztes rechtes Knie thunlichst zu schonen, bezeichnet. Jedenfalls darf es aber als sicher gelten, daß der Monarch den großen Manövern in Oesterreich und in Bayern beiwohnen wird, und schon, um für die Strapazen bei denselben besser gerüstet zu sein, wird er vorher alles vermeiden, was eine unnöthige Anstrengung des verletzten Kniees bewirken könnte. Das Allgemeinbefinden des Kaisers ist fortgesetzt ein äußerst befriedigendes. — In verschiedenen Blättern finden sich bereits Ausblicke aus die nächsten parlamentarischen Sessionen im Reiche und in Preußen, welche Betrachtungen auf Rechnung der jetzt in der inneren deutschen Politik herrschenden hochsommerlichen Stille zu setzen sind. Wenn indessen hierbei als Tag des Wiederzusammentritts des Reichstages mit einer gewissen Bestimmtheit der 10. November angegeben wird, so muß dem gegenüber betont werden, daß von maßgebender Berliner Seite in dieser Beziehung noch durchaus keine Entscheidung getroffen worden ist. Allerdings währt die gegenwärtige Sommervertagung des Reichsparlaments formell bis zum 10. November, ob dasselbe aber auch wirklich an genanntem Tage wieder zusammentritt, dürfte ganz vom Stande der parlamentarischen Vorarbeiten abhängen. Was den preußischen Landtag anbelangt, so nennt man als Tag seiner Eröffnung den 15. Januar 1892, welche Meldung von verschiedenen Seiten als zutreffend bezeichnet wird. Ueber den Arbeitsstoff der beiden Parlamente in ihren bevorstehenden Wintersessionen werden in der Tagespresse ebenfalls schon mancherlei Erörterungen angestellt, dte man indessen aus sich beruhen lassen kann, denn sie haben zur Zeit doch nicht den geringsten practischen Werth. Berlin, 8. August. Der Redacteur des „Vorwärts", Baake, wurde wegen eines zum Klassenhaß aufreizenden Gedichtes, welches in der Nummer des „Vorwärts" vom 3. Mai ds. Js. enthalten war, zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt. Bochum, 8. August. Der Ober-Ingenieur Steiger vom Bochumer Verein wurde heute in der Nähe des Werkes mit einer Schußwunde tobt aufgefunden. Neben ihm lag das Gewehr. Ob Selbstmord oder Unvorsichtigkeit vorliegt, ist noch nicht festgestellt. München, 8. August. Der Astronomentag wählte für die nächsten vier Jahre zum ersten Schriftführer Professor Seeliger (München), zum zweiten Schriftführer Dr. Leh- mann-Filhes (Berlin), zu Ausschußmitgliedern Tisseraud (Paris), Backhuyzen (Leyden) und Auwers (Berlin). Als bis zum Schluß der nächsten Versammlung fungirender Vorstand wurde Gylden (Stockholm) wiedergewählt, welcher den Statuten gemäß Backhuyzen zum Stellvertreter bestimmte. Nachmittags findet die Schlußsitzung statt, Abends das im Hotel „Bayerischer Hof" veranstaltete offizielle Festdiner. Kiel, 8. August. Seine Majestät der Kaiser ist an Bord der „Hohenzollern", welche dem Schlosse gegenüber vor Anker ging, Nachmittags 51ll Uhr hier eingetroffen. Dte „Prinzeß Wilhelm" legte an der Boje zwischen dem „Bussard" und der „Hohenzollern" an. Seine Majestät der Kaiser, Allerhöchstwelcher an Bord der „Hohenzollern" blieb, nahm dort den Besuch Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Heinrich entgegen. Tilsit, 8. August. Reichstagsstichwahl. Es sind gezählt: für v. Reibnitz (dfr.) 10,986 und für Weiß (con- servativ) 8467 Stimmen. Ersterer ist sonach gewählt. Feuilleton. Bei Kundry. Ein Bild aus den Bayreuther Festspieltagen. (Schluß.) Man sröhnte ihr in ziemlich rücksichtslosem Egoismus. Mit dem Hunger eines Gralritters, der mehrere Jahre hindurch gefastet, verzehren hier die Bayreuthwaller Alles, was Bayreuth an Schöpsen und Ochsen hervorbringt: und das soll nicht wenig sein. Ich selbst habe viele Ochsen gesehen . . . Trotz der vielen, ganz gewöhnlichen Wagnerianer, welche zahlen und anbeten und der ungewöhnlichen, welche nicht zahlen und auch anbeten, Pflegt sich hier bei Angermann der ganze Künstlerchor zu versammeln. Dort die Capellmeister: jenes echt germanische Gesicht, von einem rothblonden Wotansbart umrahmt, gehört dem genialen Hans Richter, dem Dirigenten der „Meistersinger" an- Levi, der Parsisaldirigent, und Mottl, der Mann des „Tristan", gratuliren ihm eben zu dem Witz, über den man allgemein lachte. Richter wurde nämlich so sehr mit — völlig aussichtslosen — Bitten um Freikarten bestürmt, daß er, um die Plagegeister, die Mos- quitos der Festspiele, los zu werden, aus seinem Hute einen Zettel anbrachte mit den trostlosen Worten: „Habe keine Freikarten!" Mit größtem Ernste schritt er, diesen Zettel aus dem Hut, durch die Straßen der Stadt- so war er behütet vor allen Zudringlichen. In zwanglosen Gruppen sitzen * die Orcheftermusiker in der Nähe ihrer Capellmeister. Es ist merkwürdig, welche rückwirkende Kraft das Instrument eines Musikers auf den Character auszuüben pflegt- so find die Clarinettenbläser gewöhnlich weiche, gute Menschen, etwas sentimental angehaucht, mit einem lyrischen Schmelz überzogen- die Oboebläser dagegen spitz, stechend sarkastisch. Die Fagottisten lieben wieder ein gemüthliches Dämmerleben: halb melancholisch, halb humoristisch, einen leisen Witz durch die Zähne brummend, dabei ernst und trocken. Die Flötisten wollen immer oben auf sein, die Posaunisten haben alle einen guten Zug, die Trompeter sind gewöhnlich aufgeblasen, wofür sie die Componisten verantwortlich machen wollen, die Pauker haben nicht selten etwas „Schwerfelliges" an sich und die Tubabläser leiden an unauslöschlichem Durst und wollen auch die Componisten dafür verantwortlich machen. Gargantua und Pantagruel! Alles das kann man bei Angermann trefflich beobachten. In einem Nebenzimmer thront der Olymp in seiner ganzen Herrlichkeit: alle die Solisten, die Sänger und Sängerinnen des Festspiels vereinigen sich hier unter dem Zeichen des Volksthümlichen, bestaunt, bewundert und geliebt vom profanum vulgus. Da im Festspielhause die Sitte des Hervorrufens einzelner Künstler mit Recht verpönt ist — in Gesammtkunstwerk haben alle Mitwirkenden die gleiche Bedeutung, die gleiche Wichtigkeit — da der Vorhang, wenn er sich einmal über dem scenischen Bilde geschlossen hat, durch keinerlei Kraftausbrüche der Begeisterung und des Enthusiasmus wieder sich öffnen läßt, so ist es natürlich, daß das Publikum einen gewissen Cultus mit seinen Lieblingen treibt, gegen den man um so weniger Einspruch erheben kann, als er einen durchaus platonischen Character an sich trägt und höchstens die Veranlassung wird zu einem außerordentlich schwunghaften Geschäft mit Photographien, Albums u. s. w. Es ist in der That unglaublich, welche colossalen Mengen von Photographieen Bayreuth verbraucht. Nach einer oberflächlichen Schätzung dürften täglich mehrere tausend Bilder verkauft werden- auch die Photographen sind deßhalb Wagnerianer geworden. Das Treiben bei Angermann dauert bis gegen 2 Uhr Morgens: die Kundryhöhle hat sich allmählich geleert, das Brausen schwächt sich wieder mehr zu einem Einzelgesang irgend eines lustigen Zechers ab. Unter den Oleanderbäumen und den für ein Herbarium reifen Fichten des Gartens sitzt noch irgend ein Einsamer- melancholisch steigt der blaue Rauch einer gräulichen Cigarre in das Geäste und das mattbeleuchtete, knisternd trockene Blätterwerk empor- die Heimchen zirpen, von fernher tönt der Ruf eines Nachtvogels. Eine unsäglich friedliche Stimmung, ein weiches moll umfängt die Seelen . . . Ambrosische Nacht umgibt uns. Schweigsam und unbeweglich saßen wir - ein jeder glaubte in dem andern eines jener alten steinernen Bilder aus grauer Vorzeit zu sehen, von denen die Sage erzählt, daß sie in mitternächtiger Stunde mit heimlichem Geisterleben sich erfüllen. Tiefe, grandiose Stille. Aus den Straßen hin und wieder Rufe, merkwürdig verklingendes Lachen später, nach Hause irrender Zecher ...£), ihr Götter . . . Selbst Kundry ist müde geworden und setzt den Gästen, die etwa noch durstig sein sollten, ein entsetzliches Gebräu vor- der Rest ist: Schweigen. Nach dieser „trüben" Erfahrung geht man endlich nach Hause, durchwandert finstere Straßen, die vom Worte des sterbenden Goethe „Mehr Licht" leider nicht einen Schimmer besitzen, und legt sich mit dem Vorsatz zu Bette, vom Parsi—fal — zu — tr—äumen, — zu — trau —-- Neueste Nachrichten. WolffS telegraphische- Eorrespoudeaz-Burelm. Kiel, 9. August. Ihre Majestät die Kaiserin ist um 6 Uhr Nachmittags hier eingetroffen und von Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Heinrich auf dem Bahnhof empfangen worden. Ihre Majestät begab sich alsbald, von der versammelten Volksmenge enthusiastisch begrüßt, nach der Jensen- brücke, bestieg daselbst die Werftbarkaffe und fuhr an Bord der „Hohenzollern". Pofen, 9. August. Die Kaiserin Friedrich und die Prinzessin Margaretha sind nach 10 Uhr zur Theilnahme an den Festlichkeiten anläßlich des Jubiläums des Leib- Husarenregiments „Kaiserin" Nr. 2 auf dem hiesigen Bahnhofe eingetroffen und von den Spitzen der Militär- und Civilbehörden empfangen worden. Um 11 Uhr Vormittags erfolgte der feierliche Einzug in die reich geschmückte Stadt unter enthusiastischer Begrüßung durch die gesammte Bevölkerung. Am Berliner Thore wurde die Kaiserin Friedrich durch eine städtische Deputation und Ehrenjungfrauen empfangen. Im Generalcommando fand zunächst Feldgottesdienst für das Jubelregiment statt, um 1 Uhr ist Dejeuner im Generalcommando, um 22/2 Uhr Parade. Das Wetter ist trübe. Posen, 9. August. Nach dem Feldgottesdienst, bei dem der Militäroberpfarrer Woelfing im Anschlüsse an die Sonntags-Epistel über die Geschichte des Jubel-Regiments sprach, wurde im kleinsten Kreise das Frühstück eingenommen. Um 23/4 Uhr begab sich Ihre Majestät die Kaiserin bei strömendem Regen zur Parade des Regiments aus den Ausstellungsplatz. Die berittenen Offiziere der Garnison und der Landwehrvereine wohnten der Parade bei, der Paradeplatz war von einer nach Tausenden zählenden Menge umgeben. Um 4^2 Uhr Nachmittags, nachdem der Regen aufgehört hatte, besichtigte Ihre Majestät die Kaiserin den der Stadt von Allerhöchstderselben geschenkten Perseusbrunnen auf dem Königplatze und fuhr darauf zum Thec zum Oberpräsidenten. Hier fand die Vorstellung einer Reihe von Damen statt. Vom Provinzial-Sängerbund wurden mehrere Lieder vorgetragen. Alsdann begab sich Ihre Majestät zur Speisung der Mannschaften des Jubelregiments nach der Kaserne. Bagneres de Luchon, 9. August. Der Minister des Innern, Constans, hielt gestern im hiesigen republikanischen Club einen Empfang und äußerte dabei, die Republik stehe heute Allen offen, nur müßten Diejenigen, die erst neuerdings Anhänger der Republik geworden seien, gehorchen und nicht besehlen wollen. Uebergehend aus den Gesetzentwurf, betreffend die Arbeiterpensionen, bezeichnete Constans ein solches Gesetz als wohl ausführbar. Frankreich habe ja auch viele Milliarden gesunden, um die Armee zu reorganisiren. Die Regierung wolle den Frieden und aus diesem Grunde müsse die Armee stark sein, denn nur die Schwachen würden 'angegriffen- die Starken würden respectirt. Schließlich kündigte Constans die Vorbereitung eines Gesetzentwurfs an, betreffend die Organisation von Creditinstituten für die Landwirthschaft. Petersburg, 9. August. In der Nacht von Freitag aus Samstag stieß der aus Petersburg kommende Postzug bei der Stadt Davidstadt in Finnland auf einen vor ihm fahrenden Militärzug, in welchem sich ein aus Wilmarstrand kommendes russisches Infanterieregiment befand. Der besetzte Gepäckwagen und die beide»! folgenden Personenwagen dritter Klasse des Militärzuges wurden zertrümmert und 48 Mann mehr oder weniger schwer verletzt. Die Schwerverwundeten sind ihren Verletzungen bereits erlegen. Die Passagiere des Postzuges erhielten nur leichtere Contusionen. Die Schuld an dem Unfälle soll der Führer des Postzuges tragen, der benachrichtigt war, daß vor ihm ein Militärzug mit mittlerer Schnelligkeit fahre. Petersburg, 9. August. Der König von Serbien ist gestern mit dem Regenten Ristitsch, dem Ministerpräsidenten Pasitsch und Gefolge von Peterhof nach Wien abgereist. Der Kaiser sowie die Großfürsten gaben dem Könige das Geleit zum Bahnhofe. Ristitsch erhielt vom Kaiser den Alexander- Newski-Orden, Pasitsch den weißen Adler-Orden - auch das Gefolge des Königs wurde durch Ordensdecorationen ausgezeichnet. General Tschernajew, welcher schon früher im Besitze des Takowa-Ordens erster Klasse war und diesen Orden dem Könige Milan zurückgeschickt hatte, erhielt den Takowa- Orden mit Brillanten. Athen, 9. August. Durch königliches Decret wird für diejenigen Schisse, die seit dem 3. August das Rothe Meer verlassen haben, ohne in Aegypten Quarantäne abzuhalten, eine elstägige Quarantäne aus der Insel Delos angeordnet. Bukarest, 9. August. Für die Lieferung Der Ausrüstung der Festungswerke wurden gestern Verträge im Gesammtwerthe von 23 Millionen abgeschlossen - bei Weitem der größte Theil der Lieferung wurde der Gruppe Creuzot und Commentry zugewiesen. Die Lieferung von Kanonen großen Kalibers erhielt Krupp und die der Schnellfeuerkanonen Hotschkiß. Für den nicht zur Vergebung gelangenden Rest wird im September eine neue Offertenverhandlung stattfinden. Cowie« uttb Provinzielles. Gießen, 10. August. — Heute Mittag 12 Uhr traf per Eisenbahn das 1. Großh. Hess. Jnfanterie(Leibgarde) Regiment Nr. 115 hier ein. Die Musik des 116. Regiments geleitete das Regiment in die Stadt, von wo au3 die einzelnen Compagnien in die umliegenden Ortschaften abmarschirten. Ein Theil des Regiments, sowie der Regimentsstab bleiben infolge der veränderten Uebungsdispositionen hier. — Diebstahl. Ein dahier in Condition gewesener Schneidergeselle entwendete seinem Meister einen Ueberzieher, einen Rock, sowie verschiedenes Futterzeug und versteckte die \ Kleidungsstücke in einem unweit des Viaduets an der Klein- ? Lindener Straße gelegenen Haferfelde. Der Schneider wurde, nachdem er das Versteck gezeigt, verhaftet. — Ein angeblicher Geschäftreisender, der sich Friedrich Schäfer aus Münster in Westfalen nannte, miethete sich in der vorigen Woche in einem Hause am Lindenplatze ein, bezog die ge- mietheten Räume, um alsbald unter Mitnahme zweier, einem anderen Miether gehörenden Anzüge, die er einem Kleiderschranke seines Vermiethers entnommen, zu verschwinden. — Feuerlärm. Gestern Abend wurden die Bewohner einer Hofraithe der Neustadt, sowie die Nachbarschaft zum neunten Male seit mehreren Monaten durch Feuerlärm in Aufregung versetzt. Es brannte die aus Holz bestehende Schiedwand zwischen den Hofraithen der Herren E. Lotz und Hch. Lindenstruth. Als der That verdächtig ist ein junger, in der betreffenden Hofraithe wohnender Mensch von sechszehn Jahren noch gestern Abend verhaftet worden. — Niederkunft. Ein hier dienendes Mädchen von auswärts kam heute früh in die Wohnung eines Fuhrwerksbesitzers, um sich nach den Kliniken fahren zu lassen. Während die Vorbereitungen zur Fahrt getroffen wurden, schenkte das in dem Hausflur wartende Mädchen einem Kinde das Leben. Mutter und Kind wurden in die Frauenklinik verbracht. -r. 19. Turnfest des Gaues Heffen in Butzbach. Bei einem Wetter, das so recht für eine gemüthliche Feststimmung geeignet war, begann am Samstag das Fest. Schon mit den Nachmittagszügen trafen die Turner in größerer Zahl ein und wurden mit Musik und einem Schüler-Trommlercorps durch die mit Fahnen, Guirlanden und Inschriften reich geschmückte Stadt nach dem Wohnungs-Bureau geleitet. — Der später in dem „Hessischen Hof" stattgesundene Turntag wurde von dem stellvertretenden Vorsitzenden Wilh. Herbert-Gießen eröffnet und sodann zweier verstorbener Mitglieder des Gau- Ausschusses (Demuth-Gießen und Mank-Wieseck) durch Erheben von den Sitzen in ehrender Weise gedacht. Kalbfleisch-Butzbach begrüßte die Vertreter als Festpräsident Namens der Stadt und wünschte den Verhandlungen den besten Erfolg. Nach dem vorgelegten Kassenbericht für das verflossene Jahr ergiebt sich eine Einnahme von Mk. 1309,67 und eine Ausgabe von Mk. 694,98, wonach ein Ueberschuß von Mk. 604,69 verbleibt. Bezüglich der Uebernahme des nächstjährigen Gaufestes hatten sich 4 Vereine (Nauheim, Grünberg, Marburg und Schlitz) angemeldet. Nach einer, insbesondere von Seiten der Vertreter genannter Orte geführten größeren Debatte wurde Grünberg als nächster Festort bestimmt. — Die Ersatzwahl des Gauvorstehers und des stellvertretenden Schrift- wartes fand dahin seine Erledigung, daß die Wahl auf den nächsten, im Frühjahre stattfindenden Turntag verschoben wurde. Anschließend an den Turntag fand eine Sitzung des Kampfgerichtes statt. — Der später von dem Turnverein Butzbach auf dem Festplatze ausgesührte Fackelreigen erfreute sich der größten Anerkennung. Nach Beendigung desselben begrüßte der Präsident die Theilnehmer in der Festhalle, woselbst dem Turnverein Butzbach ein von Damen gestiftetes Bandelier nebst zwei Schärpen überreicht wurde. Die üblichen Toaste, sowie die vorzügliche Festmusik der Capelle des Dragoner-Regiments Nr. 24 und Gesangsvorträge trugen zur Verherrlichung des Abends wesentlich bei. — Am zweiten Festtag Morgens 7 Uhr begann das Wettturnen, an welchem sich 135 Turner betheiligten. — Nachmittags 3 Uhr bewegte fiel] der prächtige Festzug, in welchem wir 30 Fahnen zählten, und woran sich außer den Turnvereinen der Stadtvorstand, Lehrer und Schüler der Real- und Volksschulen, Feuerwehr, Kriegerverein, Radsahrer und Gesangvereine betheiligten, durch die Straßen der Stadt nach dem Festplatz. Die auf demselben vorgeführten Freiübungen boten, wenn sie auch anfangs unter Mißverständnissen bezüglich des Commandos etwas zu leiden hatten, ein ganz imposantes Bild und nahmen den schönsten Verlauf. — Herr Pfarrer Luft aus Ostheim hatte die Festrede übernommen; in längerer Ausführung beleuchtete derselbe die Zwecke und Ziele der deutschen Turnerei und erinnerte an die frühere Verkennung derselben, mit dem Hinweise auf die große Bedeutung, welche sich dieselbe in der Neuzeit errungen; dieses beweise die Einführung des Turnens in den Schulen, beim Militär 2c. Seine Rede schloß mit einem „Gut Hell!" auf Kaiser Wilhelm II. — Im weiteren Verlaufe des Nachmittags kamen noch Vorführungen von turnerischen Hebungen der Real- und Volksschüler, bestehend in Stabübungen rc. zur Ansicht, welche in ihrer exacten und präcisen Aussühruug als vorzüglich zu bezeichnen sind und sich des größten Beifalls erfreuten. — Abends 8 Uhr begann die Preisvertheilung. 67 Preise wurden ausgetheilt. Den ersten Preis erhielt K. Heuser-Gießen (T.-V.), den zweiten Günther-Marburg, den dritten Diehl-Wetzlar re. Von der hiesigen Turnerschast wurden noch 9 weitere Preise errungen und erhielten: den 10. Preis Ziegler (T.-V.), den 12. Preis K. Bischoff (M.-T.-V.), den 13. Preis L. Hammel (M.-T.-V.)/ den 22. »Preis W. Henes (M.-T.-V.), den 32. Preis H. Weller (M.-T.-V.), den 33. Preis Chr. Weeg (T.-V.), den 36. Preis W. Wacker (T.-V.), den 37. Preis M. Veith (T.-V.), den 46. Preis I. Köhler (T.-V.). — Militärisches. Oberst v. Wurmb, Commandeur des 117. Regiments, ist durch Allerhöchste Cabinetsordre vom 1. August zum Commandanten von Koblenz-Ehrenbreiten- stein ernannt worden. — Für die bevorstehenden Kaisermanöver sind jetzt folgende endgiltige Bestimmungen getroffen worden: Am 15. September üben die Divisionen des 4. Armeecorps einschließlich der neugebildeten Reserve-Division gegen einander. Am 16. September führt der Kaiser das 4. Corps in kriegsgemäßer Ordnung dem 11. Corps entgegen. Am 17. und 18. September findet das Manöver der beiden Armeecorps gegen einander statt, am 19. September ist Manöver einer Armee gegen ein ausgestelltes Armeecorps. Die Entlassung der Truppen in die Heimath erfolgt am 20. September. A Mainz, 9. August. Von hier aus wird am 6. September eine Wallfahrt nach Trier gehen. Der Aufenthalt in Trier ist bis zu dem Nachmittag des folgenden Tages. Die Hin- und Rückreise wird durch die Nassauische Bahn bethätigt und hat jeder Theilnehmer eine persönliche Pilgerkarte für 10 Mk. zu lösen, in welchem Betrag sowohl das Fahrgeld als die Kosten für die Veranstaltung des Pilgerzugs inbegriffen sind. Von hier aus wird dem Anschein nach die Betheiligung an der Wallfahrt eine sehr zahlreiche sein. A Mainz, 9. August. Gleich den preußischen Staatsbahnen hat die Hessische Ludwigsbahn jetzt die bisher geltende Bestimmung abgeschafft, wonach Reisende, welche ohne gültiges Fahrbillet getroffen, eine Zuschlagstaxe von mindestens 6 Mk. zu bezahlen hatten. Bei Durchgangszügen, bei welchen die Reisenden meistens nicht die Zeit haben, auf den Uebergangs- stationeu sich Billete zur Weiterreise zu lösen, ist diese Neueinrichtung als eine große Erleichterung für das reisende Publikum anzusehen. — Durch Selbstentzündung ist im Kohlenlager deS städtischen Gaswerks gestern Nacht Feuer ausgebrochen. Unter Anwendung großer Vorsichtsmaßregeln hat man alsbald ein größeres Quantum Kohlen abgetragen, ohne indeß bis jetzt auf den Herd des Feuers zu kommen. Uttiverfitäts ° Nachrichten. G. Erlangen, 9. August. (Fortsetzung über die Univer- sitäts-Strpendie,n Gießen.) Aus Mitteln des Mainzer Unis versitäts-Fonds bestehen zwanzig rheinheifische Tischst» pmdten. Ttsch- stipendten sind folgende Familien-Stipendien: Blöcher, List und Leutzler. Neben diesen Tischstipendien sind noch vorhanden: Die fünf von Schrautenbach'scben Stipendien. Die drei ersten betragen je 257 Mk., das vierte 171 Mk., das fünfte 85.71 Mk. Für das vierte übt das Piasentationsrecht der Graf von Schlitz aus. Bivorzugt werden — wenn bedürftig — Pfarrersöhne von Staden ^und Lind- Heim. Das Kürnbach.r Ge>dstrpendium zu 171 Mk. für Söhne von Grotzberzoglrchen Bediensteten zu Kürnbach, welche das Vorrecht Haden- Das Sommertzard'sche Stipendium ca. 280 Mk. für einen Studtrenden von der Stadt Wimpfen. Das Rumbel'iche Famtlten-Stipendium 156 Mk. für Studirende der Theologie. Die Belzer'schen Familien- Stipendien von je 100 Mk. Die sämmtltch genannten Stipendien stehen unter der Verwaltung des Grotzherzogltchen Stipendiaten- Ephorus. Der Bewerber um Stipendien muß im Besitze derjenigen Schulzeugnisse sein, welche zur Ergreifung des von tbm betriebenen Studiums staatlichersetts gefordert werden. Dem Gesuche ist ein Vermögenszeugnitz zum Ausweise der Bedürftigkeit des Bewerbersbeizulegen. Ntchthessen können erst berücksichtigt werdm, wenn alle hessischen Bewerber Belücksichtigung gefunden Haden. Unter der Verwaltung der Landes-Universität befindet sich ferner das v. Glöck- ner'sche Stipendium. Es wird von der Landes Universität verliehen auf Präsentation des Riegelmann-Follenius'schen Geschlechts. Ferner steht unter der Verwaltung der akademischen Administrations-Commission das Eckstein'sche Familien-Stipendtum. — Aus Paris wird berichtet: Die sämmllichen Facultäten Frankreichs wurden im letzten Sem ster von 20785 Studenten besucht. In Parts waren 9215 Studenten immatriculirt. Die Rechtswissenschaft studirten in Parts 3571, in der Provinz 4157 Personen, die Heilkunde in Paris 3030, in dch-n d e i ■“/ ben UebergQnQg! ’ta, ist diese %u. f“r »« reifet j® Kohlenlager des -usgkbr-chen. «atlnJot tnanaläbalb !«i,chiindeb bis jey versteigert. 7193 I. Berninger & Eo. ist wieder von 6636 gegeben. Teint bewirkt nur allein [5637 Ernte-Versteigerung [7080 Preis. Joseph Mark, Schulstraße 5. empfiehlt Fr. Seibel Fr. 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August : Vormittags 9 Uhr an der Mittelstmühle, Nachmittags 2 Uhr auf der Hard bei der Gänsen bürg; Donnerstag den 13. August: Vormittags 9 Uhr an der Neumühle, wo nur Hafer versteigert wird. Bemerkt wird, daß gegen Bürgschaft Zahlungsfrist bis zum 1. October 1891 gewährt wird, daß der Zuschlag alsbald an Ort und Stelle ertheilt wird, sobald jedesmal die Gesammtsumme der Taxation erreicht worden ist, und daß Nachgebote nicht angenommen werden. Altenbuseck, den 7. Aug. 1891. 7191 Krämer, Bürgermeister. Jagdverpachtung. Freitag den 14. August, Mittags 1 Uhr soll die der Gemeinde Oberwalgern zustehende Jagd aus weitere zwölf Jahre in der Wirtschaft des Jo- hannesBruder verpachtet werden. Oberwalgern, am 8. August 1891. Der Bürgermeister __________Schlund. 7204 Freitag den 14. Äugust, Nachmittags 2 Uhr wirb Alicestraße 24 eine größere Parthie Weitzbindergerüthe, Farben u. s w., sowie nach 4 Uhr 1 schöner Schreibtisch, 2 Schränke, 1 Flietzenschrank und sonstiges Hausgerathe, sowie einige Bilder ssMenanstriehe oeiiarbeu, Lackfarben und Lacke aller Art, Leinölfirnis», Terpentinöl, Pinsel etc., Parquetbodenwichse und Stahlspähne, Möbelwachs, Möbelpolitur, Holzbeize, Broncen, Broncetinktur etc. etc., sowie alle sonstigen Medicinal- und technische Drogen, Chemikalien und Materialien für Haushaltung, Landwirthschaft und Gewerbe bei 5124 T Otto Schaaf«, Drogenhandlung in Giessen. Todes-Anzeige Gießen, den 8. August 1891. 7230 Herrn Selig Frensdorf Die trauernden Hinterbliebenen 7201 Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 11. August, Mittags 1 Uhr, in Langgöns. .... 7001 Seltersweg 56. miethen. 7076 Das Festcomite 7150 E. Wasserschleben 7229 Südanlage 7214 iOL8O|23er. KönigS-Laurah.-Act. 112 50 155 00 Tendenz: schwach. Reichsbank-DiScont 4 pCt. — Frankfurter Bank-DiScont 4 pCt- 89 70 90 00 79 40 39.00 84.00 406 00 183 37 130.00 127 00 112.20 59 70 171.00 131.50 1S3.60 108 50 94.75 246 75 243.37 Lomb. E-sB.-Act. Buschtherader E.-B.-Act- Elbthal-Bahn-Act- Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordoft-B.-Aet. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. Dank 7196 Die Beerdigung findet Dienstag den 11. d. M., Morgens um 11 Uhr, vom Sterbehaus, Frankfurterstraße 90, aus statt. H. Schmidt Instrumentenmacher. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsern innigstgeliebten Vater, Schwiegervater und Grossvater 7189] Anstand. Mädchen von ausw-, in Handarb., Bügeln u- all. Häusl. Arb. erf., wünscht für sob. Stelle als Hausmädchen. Frau Schmidt, Seltersw. 15- Vom 6. August ab befindet fich mein Geschäft in meinem neuerbuu- ten Hause Bahnhofstraße Rr. 37. Gießen, den 1. August 1891. Der Grossh. Oberbibliothekar: Dr. Haupt. heute Morgen nach kurzem Kranksein im 58. Lebensjahre zu sich zu rufen. Langgöns, Giessen, den 9. August 1891. Disconto-Command^Auth. Darurstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Aoyd-Act. Wiener Bankver.-Act Oest. Credit-Act. Oest. Staatsb.-Act. 4% Mainzer St.-Anl. Gelsenk. Bergw.-Act. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Hermann Köhler. 84.60 4% Ung. Gold-Rente 98 40 Ö 0/0 Jtal. Rente 84 60 4VsP/o Oest. Silber-Rente 98 40 3o/o Portugies. Anl. Die Interimsscheine der 4°lo Mainzer Stadt-Anleihe von 1891 können bei dem unterzeichneten Bankhause von heute ab gegen definitive Stücke umgetauscht werden. Giessen, 10. August 1891. 5173] Laden zu vermiethen. ________________Seltersweg 4L__ 7223] Zwei große unmöblirte Zimmer und ein unmöblirtes Burschenzimmer zum 1. October gesucht- Nur Offerten unter Preisangabe werden berücksichtigt. — Offerten unter A. B. 100 an die Exped. d- Bl. GouVsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 10. August 1891. Schlußesirs- 1 Uhr 15 Mim Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unsere unvergeßliche Tochter, Schwester und Schwägerin Margaretha Iullmann heute Nacht um 11 Uhr nach langem schweren Leiden im Alter von 41 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist und bitten um stille Theilnahme Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem schweren Verluste unseres lieben Bruders sagt den herzlichsten Turnverein ; r Abholung der Sieger 7142] In größere Restauration kräftiges Gpülmädchen gesucht. Lohn per Monat 15 JL Frau Tränkner, Wolkengasse, Gießen. Pferdeknecht per 23. d. M. gesucht. [7169 Joh. Fischer, Alicestr. 19. § .Hochlohnende- L- Fabrikation, schon mit 200 JL mögl. Prosp. grat. R.Aallnicht L «o., Hamburg 6. Ein gut empfohlener, sauberer, lediger Hausknecht, ß der mit Pferden umgehen kann und möglichst das Anfertigen und Packen von Kisten versteht, zum baldigen Eintritt gesucht. Frankfurterstr. 56. Jugendfest. Die Aufstellung des Festznges beginnt Donnerstag den irr. August, Mittags 1 Uhr, in der Ost- und Südanlage, wohin fich die einzelnen Schulgruppen von ihren betreffenden Schulhäusern in geordneten Zügen beheben. Die Eltern schwächlicher Kinder werden gebeten, dafür sorgen zu wollen, daß Jemand in der Nähe des Zuges ist, um sich derselben nöthigenfalls annehmen zu können. Erwachsenen Personen ist das unbefugte Hereindrängen in den Zug, sowie das Betreten der Spielplätze und das Eingreifen in die Spiele strengstens untersagt. Zur Bestreitung der Kosten wird von allen nicht zum Zuge gehörigen Festtheilnehmern ein Eintrittsgeld von LO Pf. erhoben, größere Beträge werden dankend angenommen. Wenn das Jugendfest als solches auch fernerhin in derselben Weise für unsere Stadt erhalten bleiben soll, so ist es nöthig, uns mit freiwilligen Beiträgen gütigst unterstützen zu wollen. Zugführer und Spielordner werden zu einer Besprechung auf Dienstag den 11. d. Mts., Nachmittags 6 Uhr, in den Philosophenwald freundlichst eingeladen. Gießen, den 8. August 1891. Zum baldigen Eintritt ein Mädchen in dke Küche ges., welches kochen kann. [7189] Westanlage 23, UL reiche Dame (Waise), 211., m» Kind, welches adoptirt werden muß, wünscht sofort zu heirathen. Vermögen Nicht beansprucht. Nicht anonyme Off. erbeten „Redlich" Post 12 Berlin. [6498 IW 111 "hött jeder Stellensuchende sofort ♦Willgute dauernde Stelle. Verlangen Sie rf °,e Siftc der Offenen Stellen. Gene- ral-Stellen-Anzeiger, Berlin 1». [6499] G™ « I 7101] Ein tüchtiger Gehülfe gesucht ■ ■ Ä ■ | Hermann Vogt, Bäckermeister, Heute Montag Abend i— S-l^w-g^ präcis 8 Uhr: 7198 Haupt-Uebung. um 722 Uhr mit Musik 72IS aaeh 0*1* Schnell. GroAer^ogl. Umverfitätsbibiiothek. Alle entliehenen Bücher sind bis spätestens 15. August d. I. zur Revision abzuliefern. Bom 17. August bis 24. Oetober ist die Univerfitäts- i bibliothek täglich von 9 bis 1 Uhr gcöffnet, Nachmittags geschlossen. 3o/o Reichsanleihe 3Va% do. 30/0 Preuß. ConsolS 3'/,°/s do. 5332) Zwei gut möblirte Zimmer mit oder ohne Pension zu vermiethen Schloß - gaffe 9. Daselbst ein separirter Raum, zu Lager oder Werkstatt geeignet, zu vermiethen. 7083] Gut möblirtes Zimmer zu oer- miethen.___Bahnhofstraße 66, I. 7013] Ein möblirtes Zimmer mit oder ohne Pension zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl- 6867] Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen._____________Neuen Bäue 16. 6680) Schön möblirtes Zimmer zu ver- für diese Zeitung, sowie alle andern Zeitungen u. Fachzeitschriften desln- u. Auslandes werden am befördert durch die Ännoncen-Expedition schnellsten u. billigsten Haasenstein & Vogler A. G., l r,l,zeHr,3v. 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Conditorei Hettler, Lehrlingsgesuch. Ein Lehrling mit den nöthi- gen Borkenntnissen wird gesucht von der Cigarrenfabrik 7203 S. Bock & Cie. Gesucht wird tagsüber ein braves Mädchen für leichte häusliche Arbeiten- 7186]______Schillerstraße 19, I. 7200] Ein braves MädcherLfürMche und Hausarbeit gesucht von __________ Frau Professor Buff. 7197] Eine ältere Person, die ein kl- Kind pflegen und im Hause mithelfen kann, für sofort gesucht. Näheres in der, Expedition d- Bl. ” 7085] Mehrere Herren können Kost und Logis erhalten. Neustadt 48. Ich habe mich hier als praktischer Arzt niedergelassen und wohne Bahnhofstrasse 37 bei Herrn Instrumentenmacher Schmidt. Dr. W. Groos. Kedactlon: A. Schetzda. — Druck und Verlag der Brühl'schea Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.