Nr. 158. Samstag den 11. Juli 1891 ~iTif “Tf^-H ‘- —***"•'■- ■■■■*■ ■ 11 ?■ runr-fT- 1 "* * * "TT*^ " ‘“‘**1Bfcnrwjf~',iririin~ ■nftgi» r ■,uu »~wWOU , f ~T iTn—‘j~^riT i an V ~t tfHüiTinwiT ‘-inrtlMii iinw—W—MPI •Hte« Jb*i*n «ichatat täglich, M LuSnahm« des MoMogL. Wt Gteßmer MVtzii, dem Änjtijn ^chmtlich dvimal deißelegt. Gießener Anzeiger Kmerat-Htnzeiger. BktWWita MeuwmtetinMü 2 Mark 20 Pst. M Bringerloy». Durch die Post be-OF». 2 Mark 50 Pf«. Webaction, LxpediM« und Druckerei: Hench^recher 61. Amts- und Anzeigeblatt für den Aoeis Gietzen. •eae|«e ••» Ln-eigen zu der Nachmittags für des fei««Äl>ni Lag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Gratisöeitage: Gießener Kamitieuötätter. ■HH^BB5SSnB9MS=!3nHBESKBBMHI£8HHE9B3£3$& Alle LittEcsErrranx das An» uflb LnMemdes netz«« Lnzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegav. Anrtlichev Theil. Gießen, den 9. Juli 1891. Betr.: Den Termin für die Einsendung der Gemeinderechnungen pro 1890/91. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises» Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 11. Juni 1885 — Amtsblatt Nr. 4 — beauftragen wir Sie, sobald der Gemeinde'Einnehmer die Rechnung für 1890/91 an Sie abgeliefert hat, uns hiervon Anzeige zu erstatten. Sofern der für die Ablieferung der Rechnung an Sie bestimmte späteste Termin — Ende September — von dem Rechner nicht eingehalten werden sollte, haben Sie uns am 1. October zu berichten. __________________v. Gagern.__________________ Gießen, 9. Juli 1891. Betr.: Den Termin für die Einsendung der Kirchenrechnungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die evang. Kirchenvorstände des Kreises. Der späteste Termin für die Ablieferung der Kirchenrechnung an Sie ist auf Ende August festgesetzt. Erfahrungsgemäß wird dieser Termin von den Kirchenrechnern häufig nicht eingehalten, wir beauftragen Sie daher, uns die erfolgte Abgabe der Rechnung für 1890/91 bis zum 1. September l. I. anzuzeigen, event. zu berichten, daß der Ablieferungstermin vom Kirchenrechner nicht eingehalten wurde. Mit dieser Anzeige ist gleichzeitig der Nachweis über den an den evang. Centralkirchenfonds abzuliefernden Ueberschuß des Einkommens der Pfarrstelle einzusenden, bezw. zu berichten, daß ein derartiger Ueberschuß nicht vorhanden ist. Der aufzustellende Nachweis des Ueberschusses muß genau der Vorschrift des Amtsblattes Großh. Oberconsistoriums Nr. 14 vom 17. Juni 1884 entsprechen. Für die Kirchenfonds mit dreijähriger Rechnungsperiode fällt die Berichterstattung bezüglich der Ablieferung der Rechnung fort. Wir machen endlich noch besonders darauf aufmerksam, daß die Fi li al gemeinden, welche ihre Gehaltstheile an den Kirchenfonds der Pfarr gemeinde abzuliefern haben, von der Aufstellung und Einsendung des obenerwähnten Nachweises entbunden sind. __________________v. Gagern.__________________ Bekanntmachung. Mittwoch den 22. Juli 1891, Vormittags 10 Uhr wird auf Lonys Felsenkeller zu Gießen eine Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen abgehalten werden. Alle Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksvereins und der landwirthschaftlichen Ortsvereine, sowie alle Freunde der Landwirthschast werden zu dieser Versammlung hierdurch ergebenst eingeladen. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Vereins von dieser Einladung Kenntniß zu geben und auf zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken. Nach Schluß der Versammlung wird ein gemeinschaftliches Mittagsessen um 1^ Uhr Nachmittags stattfinden und ist der Preis eines Couverts aus 1.20 festgesetzt. Tagesordnung: 1) Vorlage und Prüfung der Rechnung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins pro 1890/91. 2) Vorlage und Festsetzung des Voranschlags pro 1891/92. 3) Neuwahl des Vorstandes des landw. Bezirksvereins. 4) Wahl eines Rechners an Stelle des nach Offenbach überziehenden seitherigen Rechners Herrn' Laub er von Gießen. 5) Vortrag des Herrn Landwirthschaftslehrers Leithiger zu Alsfeld über das landwirthschaftliche Genoffenschaftswesen. Gießen, den 8. Juli 1891. Der Director des landwirthschastl. Bezirksvereins Gießen. Jost, Regierungsrath. Deutsches Reich. Darmstadt, 9. Juli. Wie der „Darmst. Zeitung" aus Potsdam berichtet wird, haben sich Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog heute früh zu einem viertägigen Besuche Ihrer Königlichen Hoheiten des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen nach Kiel begeben. Darmstadt, 9. Juli. Das heute ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 20 enthält: Wahlordnung für die Wahlen der Vertreter der Arbeiter und der von diesen zu wählenden Beisitzer zum Schiedsgericht aus Grund des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 und des Ausdehnungsgesetzes vom 28. Mai 1885. Vom 24. November 1885 und 27. Juni 1891. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Berlin, 9. Juli. Der „Reichsanzeiger" meldet, der Minister der öffentlichen Arbeiten, Thielen, sei zum Chef des Reichseisenbahnamts ernannt worden. Berlin, 9. Juli. Den „Berliner Politischen Nachrichten" zufolge wären die Kosten für die Arbeiten zur Befestigung Helgolands auf Grund eines noch vonMoltke erstatteten Gutachtens aus nicht ganz den dritten Theil der ursprünglich veranschlagten Summe herabgemindert, sodaß ein Betrag von etwa sechs Millionen Mark zur Ausführung der Bauten ausreichen werde. Posen, 9. Juli. Nach Meldungen der Blätter wurde zwischen Lokalka und Grodno gestern Nacht in dem Blitzzuge Warschau-Petersburg Gras MichaelPlater, Gutsbesitzer bei Bialystok, ermordet und beraubt. Die Raubmörder sind entkommen. Straßburg, 9. Juli. Die „Straßburger Post" bezeichnet die Meldung von im Reichslande überhaupt und speciell in Straßburg bei den Gemeinderathswahlen zu Tage getretenen landsmannschaftlichen Spaltungen unter den Altdeutschen als unbegründet. Wien, 9. Juli. Wie das „Fremdenblatt" erfährt, ist auf die Anfrage der serbischen Regentschaft, ob dem Kaiser der Besuch des Königs Alexander am 10. August angenehm sei, eine sehr freundliche zustimmende Antwort erfolgt. Da der Kaiser um diese Zeit sich noch in Ischl aufzuhalten beabsichtigt, werde der Besuch daselbst stattfinden. Ristic und Paschic werden den König begleiten. Salzburg, 9. Juli. Die letzten Wolkenbrüche verursachten im Gasteiner, Rauriser und Fuscherthal bedeutenden Schaden. Brücken und Mühlen wurden weggerissen, viele Wiesen sind versandet, die Ernte ist theilweise vernichtet und auch Menschenleben sollen zu Schaden gekommen sein- so meldet man z. B., daß eine Sennerin bei dem Unwetter ertrunken sei. London, 9. Juli. Der Kaiser machte heute früh einen Spazierritt durch Rotten-Row und nahm dann nach dem Frühstück im Buckingham-Palast, wobei die Musik der Coldstream-Garde spielte, verschiedene Adressen entgegen. In seiner Ansprache an die Deputation des Antisclaverei-Vereins wies der Kaiser auf die inhumane Behandlung der Opfer Seitens der afrikanischen Sclaveuhändler hin. Später nahm er noch eine prachtvoll ausgestattete Bewillkommnungsadresse der Corporation der Fischhändler entgegen. Die Adresse hebt hervor, daß die Corporation die Ehre gehabt habe, den Kaiser Friedrich zu ihren Mitgliedern gezählt zu haben; die Corporation heißt unterthänigst und herzlichst den Kaiser willkommen und weist auf die Bande hin, die England und Deutschland verknüpfen und erfleht den göttlichen Segen für das Deutsche Reich. Der Kaiser dankte sehr huldvoll und sprach seine Bewunderung über die kunstvolle Ausführung der Adresse aus. London, 9. Juli. Der Kaiser wohnt heute Abend einem Concert in Albert-Hall bei. Das Frühstück nahm das Kaiserpaar beim Marquis von Londonderry ein. London, 9. Juli. Zum heutigen Gartenfest in Marlborough-House begab sich das Kaiserpaar im offenen Wagen, von der Leibgarde escortirt. Die Volksmenge begrüßte das Kaiserpaar warm und lebhaft. In Marlborough- House wurde es vom Prinzen und der Prinzessin von Wales nebst deren Kindern empfangen. Die Königin tras um fünf Uhr von Windsor ein. Der Kaiser hals seiner Großmutter aus dem Wagen und geleitete sie zu ihrem Sitz im Garten. Um sieben Uhr kehrte die Königin nach Windsor zurück. — Der Kriegsminister gibt bekannt, daß an der Revue in Wimbledon am Samstag 1024 Mann Cavallerie, 5 Batterien, 2103 Mann Garden zu Fuß, 2084 Infanteristen, 562 Milizen, 15 920 Freiwillige, insgesammt 991 Offiziere und 22100 Mann unter dem Commando des Herzogs von Cambridge theilnehmen. London, 9. Juli. Nach Meldungen aus Dublin herrscht dort unter den strikenden Dockarbeitern größere Erregtheit. Gruppen der Feiernden durchzogen lärmend die Straßen. Charleroi, 9. Juli. Der Strike ist beendigt, nachdem der Rath der Ritter der Arbeit gestern die Wiederaufnahme der Arbeit beschlossen hatte; heute nahmen 4500 Arbeiter die Arbeit wieder auf. Der Ausstand hat 70 Tage gedauert. Newyork, 9. Juli. In einer Zuschrift an eine Zeitung erklärt der Senator Sherman, daß ein gemeinsames Vorgehen mit den handeltreibenden Nationen das einzige Mittel sei, den Marktwerth des Silbers aus das entsprechende Verhältniß zum Golde zu erheben. Ein diesbezüglicher Versuch von Seiten Amerikas allein würde nur die Schwäche der Union darthun. Die Forderung freier Silberprägung sei wenig rationell und habe nichts gemein mit der vernunftgemäßen Forderung, den Münzumlauf entsprechend der Steigerung des Geschäftsverkehrs und dem Wachsthum der Bevölkerung zu vermehren. Cincinnati, 9. Juli. Die Waarenbäuser der Pelzhändler Burkhardt u. Co. und der Confecttonare Gülshofer u. Co. sind niedergebrannt. Der angerichtete Schaden wird auf eine Million Dollars geschätzt. Montevideo, 8. Juli. (Lloyd-Depesche.) Der deutsche Dampfer „Cleopatra" aus Hamburg ist in der Magellän- straße aus einen gesunkenen Felsen gestoßen und hat an den Strand gesetzt werden müssen, um am Untergehen verhindert zu werden. Das Schiff bricht auseinander und geht wahrscheinlich ganz verloren. Die Mannschaft und Passagiere sind gerettet. totales utt6 provinzielles, Gießen, 10. Juli. — Sitzung der Stadtverordneten vom 9. Juli. Anwesend : Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herren Beigeordneten Keller und Langsdorff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Georgi, Grüneberg, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Heyligen- staedt, Homberger, Jughardt, Keller, Löber, Petri, Dr. Ploch, Scheel, Schiele, Schmall, Schopbach, Simon, Dr. Thaer und Wallenfels. Herr Oberbürgermeister Gnaüth eröffnete die Sitzung mit zwei Mittheilungen. Die erste derselben betrifft den Bahnbau Londorf-Lollar. Das Großh. Ministerium der Finanzen hat dem Großh. Kreisamt mit Bezug auf den von der Stadtverordneten-Versammlung s. Z. gefaßten Beschluß, bei Großh. Regierung um Aufhebung des Projectes einer Bahn von Londorf nach Lollar und Ausführung einer solchen von Londorf nach Gießen mit Haltestelle im Nordende von Gießen vorstellig zu werden, mitgetheilt: Großh. Ministerium erachte den Bau einer Bahn von Londorf nach Gießen wegen vorhandener Terrain-Schwierigkeiten für nicht empfehlenswerth- den Jntereffen der Bewohner des Lumda- thales würde durch die projectirte Linie Londorf-Lollar gedient- die Vorarbeiten für eine Linie Londorf-Gießen könnten, selbst nachdem sich die Stadt Gießen zur Ueber- nahme der entstehenden Kosten bereit erklärt, in absehbarer Zeit wegen Mangel an technischen Kräften nicht vorgenommen werden. — Die zweite Mittheilung betrifft den am 6. Juli in Worms abgehaltenen Städtetag, aus welchen Herr Oberbürgermeister Gnauth die Stadt Gießen vertrat. Die aus dem Städtetage gefaßten Beschlüsse geben wir hier nach einem der „W. Ztg." entnommenen, durch den Bericht des Herrn Oberbürgermeisters bestätigten Referat wieder: 1) Betreffs der Regelung der Canal-BenutzungsgebühreN beschloß der Städtetag bei Großh. Ministerium des Innern und der Justiz die Aenderung des Art. 21 der Bauordnung dahin zu beantragen, daß a. im Falle die Canalkosten von den Anliegern in Capital zurückerhoben werden sollen, die Kosten für den laufenden Meter Canal im Durchschnitt für das ganze Canalnetz ermittelt und eingehalten werden können, b. daß aber außerdem gesetzliche Regelung dahin in der Bauordnung getroffen werde, daß für die Benutzung der Canäle die statutarische Einführung einer Canal-Benutzungsgebühr zugelassen wird, welche nach Maßgabe der durch die Capttalaufwendungen für Canaltstrung entstehenden Ztnsenlast auf die Grundsteuercapttalien der entwässerten Gebiete auszuschlagen ist. Ferner wurde ein Anttag angenommen, auf die Tagesordnung einer der nächsten Städtetage die Frage der Revision der Bauordnung zu setzen. (Herr Oberbürgermeister Gnauth bezeichnete es angesichts der für Gießen z. Z. schwebenden Canalisationsfrage für erwünscht, daß — da über die Art der Regelung dieser Frage in den betheiligten Gemeinden eine völlige Klarheit nicht herrsche — die Gesetzgebung in der einen oder anderen Weise Entscheidung treffen möge.) 2) Hinsichtlich der Kosten der Jnvalidttäts- und Altersversicherung erklärte der Städtetag, daß die Kosten, welche den örtlichen Stellen aus der Uebernahme der Geschäftsführung der Jnvaltditäts- und Altersversicherungsanstalt entstehen, 10 pCt. der Einnahmen dieser Stellen betragen. Angesichts dessen wurde beschlossen, bet Großh. Mtntsterum des Innern und der Justiz zu beanttagen, daß die auf 3 pCt. festgesetzte Vergütung auf 10 pCt. erhöht wird. 3) Sei Großh. Ministerium des Innern und der Justi» dahin zu wirken, daß die Handarbeitslehrerinnen an den städtischen Schulen im Sinne des Art. 35 des Volksschulgesetzes den Fachlehrern bezüglich ihrer Anstellungs-Verhältnisse gleichgestellt werden. 4) Auf die an die Stadtverwaltungen von Seiten der Lehrer gerichteten Gesuche um anderweiteRegelung der Gehaltsverhältnisse der Lehrer, Lehrerinnen, Schulvcrwalter und Schulverwatterinnen an den städtischen Volksschulen wurde beschlossen, 1) daß den Gesuchen nur in der Art entsprochen werden könne, daß die für die Lehrergehalte festzusetzenden Gehaltsscalen nach dem Dienstalter bestimmt werden, zählend von der ersten dienstlichen Verwendung nach bestandener Schlußprüfung, ohne jede Rücksicht auf den Zeitpunkt der definitiven Anstellung. 2) Bet Großh. Staatsregierung zu beantragen, eine gesetzliche Bestimmung des Inhalts herbeizuführen, daß die Städte in gleicher Weise wie die Landgemeinden fernerhin nur einen Durchschnittsgehalt für die Lehrerstellen der Stadtschule aufzubringen haben und daß der fehlende Betrag als Alterszulage aus Staatsmitteln aufzubringen ist. 5) Bezüglich der Erhöhung der Gehalte der städtischen Beamten mit Rücksicht auf das Gesetz vom 11. April 1891, betr. die Aufbesserung der Gehalte der Civilbeamten, hält der Städtetag eine Erhöhung der Gehalte der städtischen Beamten für n o th wendig, insoweit diese Gehalte nicht in den letzten zwei Jahren bereits regulirt worden sind. Die Art und das Maß der Erhöhung soll den einzelnen Städten überlassen bleiben, da hier locale Verhältnisse und feststehende Organisationen maßgebend sind. Soweit möglich, soll die städtische Gehaltsfeststellung sich der staatlichen anschlietzen. 6) Zur Angelegenheit der Er Hebung der Gemeindesteuern wird beschlossen, bei Großh. Ministerium der Finanzen zu beantragen, dasselbe wolle für die Möglichkeit rechtzeitiger Erhebung der Gemeinde- Umlagen dadurch Sorge tragen, daß: 1) die Erhebungsziele für die Gemeindesteuern für die Monate Mai, Juli, September, November, Januar und März verlegt und 2) den Steuercommissartaten die zur rechtzeitigen Durchführung des Steuerregulirungs-Geschäfts erforderlichen Hilfskräfte während der Dauer der Steuerveranlagung zur Verfügung gestellt werden. (Wie aus den Verhandlungen des Städtetages hervorging, steht Gießen nächst Offenbach in der Zustellung der Steuerzettel am günstigsten. Die Staatssteuerzettel werden den Steuerpflichtigen so zeitig zugestellt, daß sie das 1. Ziel noch entrichten können; die Zustellung der Gemeindesteuerzettel ließ sich indeß nicht ermöglichen, ohne daß zwei Ziele zugleich fällig wurden. In einigen anderen Städten kämen die Gemeindesteuerzettel erst in die Hände der Steuerpflichtigen, wenn drei Ziele fällig seien.) Ueber die Fürsorge für die Hinterbliebenen der Gemeindebeamten verhandelte der Städtetag ebenfalls. Ein Beschluß wurde indeß nicht gefaßt, aber im Allgemeinen dem Vorgänge Gießens entsprechend empfohlen, in die Gehaltssätze der Beamten mit einzuziehen die Beiträge zu der Wittwen- und Waisenkassen, bezw. auf Entrichtung besonderer Beiträge von Seiten der Beamten zu verzichten. Die Gesuche der Herren Andreas Sorgenfrei und Wilhelm Scharf um Ertheilung der Coneession zum Wirthschaftsbetrieb werden innerhalb der für die Stadtver- ordneten-Versammlung in Frage kommenden Zuständigkeit befürwortet. Ersterer Gesuchsteller beabsichtigt die Wirthschaft „Zum Kronprinzen" (Licherstraße), letzterer die Wirthschaft „Zur Pulvermühle" weiterzubetreiben. — In Erledigung des ihr neulich in Betreff der sogen. „Taubentränke", des vor der Kempff'schen Besitzung an der Marburgerstraße befindlichen Wasserbehälters, ertheilten Auftrages, hat die Baudeputation beantragt, von einer in früheren Sitzungen zur Sprache gebrachten Veräußerung dieser Taubentränke abzusehen, dagegen den Zugang zu derselben auf einen Meter einzuschränken. Der Antrag wird zum Beschluß erhoben. — Gemäß des im Mai 1889 errichteten Testaments des Metzgers PH. Schmidt hat die Stadt die Verpflichtung übernommen, das Grab desselben von dem Zinsen-Erträge eines Capitals von 400 Mk. in Stand zu halten. Es wird, weil die bezüglich der Instandsetzung des Grabes getroffenen Bestimmungen besondere Weiterungen veranlassen würden, beschlossen, auch die Instandsetzung durch die Stadt vornehmen zu lassen. — Die Löber'sche Grabstätte (des Stifters der Löberstiftung) soll ebenfalls in die Unterhaltung der Stadt übernommen werden. — Das Gesuch des Herrn Peter Gibb um Erlaubniß zum Umbau eines Hauses am Leih- gesterner Weg wird aus Grund der §§ 5 und 18 des Ortsbaustatuts beanstandet. Nach § 5 des angezogenen Statuts wird außerhalb des Ortsbauplans in der Regel Bauerlaubniß nicht ertheilt- nach § 18 sind Stockwerksaussetzungen auf bestehende Gebäude nur dann zulässig, wenn die bestehenden Mauern eine bestimmte Minimalstärke haben. — Für verschiedene gelegentlich der Erweiterungsbauten für eine Kesselanlage im Schlacht Hause auszusührende Herstellungsarbeiten (Umbau der Maschinistenwohnung, Herstellung eines Zimmers für den Taglöhner, Weißen der Wände und Decken, Ausbesserungen an der Hauptschlachthalle re.) werden die 445 Mk. betragenden Kosten bewilligt. — Nachdem die Bürgermeisterei Heuchelheim sich bereit erklärt hat, die Anschlußstrecke des nach dem Hardtberge führenden Weges zu chaussiren, sollen die Chaussirungsarbeiten auch auf der diesseitigen Strecke vorgenommen werden. Die auf 2100 Mk. veranschlagten Kosten werden zu Lasten des nächstjährigen Budgets bewilligt. — Dem „Oberhessischen Verein für Localgeschichte" soll eine im Garten der Schüler'schen Besitzung befindliche, z. Z. als Grubenverschluß dienende Gußplatte aus dem Jahre 1743, „da ihm dieselbe für seine Sammlungen noch fehlt", überlassen werden. — Das Gesuch des Herrn L. Hubn um Verlegung eines Entwässerungsgrabens auf der Stephansmark wird unter der Bedingung genehmigt, daß Gcsuchsteller alle Kosten trägt. — Dem Gabelsberger Stenograph en-Verein soll auf Ersuchen der alte Rathhaussaal zum Zwecke der Ertheilung von Unterricht an zwei Wochenabenden unter den üblichen Bedingungen überlassen werden. — Nach der Ortspolizeiverordnung vom 10. Mai 1890 müssen die Vorgärten mit einer aus massivem Sockel und eisernem Geländer bestehenden Einfriedigung versehen sein, sofern eine andere Ein- sriedigungsart nicht besonders gestattet ist. Bauplätze an eröffneten Straßen müssen mit einer aus gehobelten Latten bestehenden Einfriedigung nach der Straße hin abgeschlossen werden. Diesen Anforderungen entsprechen nach vorliegenden polizeilichen Meldungen z. Z. eine Anzahl Einfriedigungen im Nordende der Stadt (Weserstraße und Nordanlage) nicht. Die Baudeputation hat beantragt: die Einfriedigungen an den Hosraithen von Magnus Becker (Steinstraße 51), PH. Böger (Weserstraße 5), Wilhelm Gail (Nordanlage) in ihrem dermaligen Zustande zu belassen, da die betr. Straßen noch nicht ausgebaut sind- der Kaspar Vogel Wwe. (Nordanlage) die Herstellung einer ordnungsmäßigen Einfriedigung aufzugeben- dem Wilh. Seuling anzusinnen, seinen Bauplatz an der Nordanlage durch ein den Bestimmungen über Einfriedigung der Bauplätze entsprechendes Lattenspalier abzuschließen, während die Einfriedigungen an den Hosraithen von Karl Neuenhagen Wwe. und Ludwig Georgi durch neue ersetzt werden sollen. Es wird im Sinne des Deputationsantrages beschlossen. — Der Beschluß über die künftige Verwendung der ehemaligen, in Besitz der Stadt übergegangenen Stallmeisterwohnung wird ausgesetzt. Es war mit dem „Allgemeinen Verein für Armen- und Krankenpflege" wegen Ueber- nahme des Miethspatronats über das betr. Gebäude, das eine Anzahl kleiner Wohnungen enthält und behufs deren Benutzung entsprechend hergestellt werden sollte, verhandelt worden. Genannter Verein hatte sich bereit erklärt, das Haus zu miethen. Inzwischen hat Herr Oppenheimer der Stadt ein Angebot gemacht, nach welchem er das Grundstück erwerben und unter Heranziehung seines eigenen Grundbesitzes zur Anlage einer Privatstraße verwenden will. Die Sache wird deshalb der Baudeputation zur Vorberathung überwiesen. — In Verfolg ihres Gesuches um Ueberlassung eines Kohlenlagerplatzes hat die Garnison-Verwaltung als weiter geeignetes Gelände dasjenige zwischen dem Hause des Herrn Barbier Nolte und der Licherstraße vorgeschlagen. Die Baudeputation hat sich mit Wahl dieses Platzes nicht einverstanden erklärt, sondern schlägt als Lagerplatz einen Theil des, den hinter der Kaserne befindlichen Weg entlang ziehenden Geländes vor. Der Beschluß hierüber wird noch ausgesetzt. — Herrn Metzgermeister Meister wird aus Ersuchen zur Räumung seines zwecks Straßendurchbruchs von der Stadt erworbenen Hauses Frist bis zum 15. Juli bewilligt. — Schließlich erklärt sich die Versammlung damit einverstanden, daß die Sitzungen der Stadtverordneten während des Monats August ausfallen und nur dringende Angelegenheiten erledigt werden. — Die am 8. d. Mts. hier zu Grab getragene Frau Anna Noll geb. Eißner hielt bei der Fahnenweihe des Kriegervereius im Jahre 1878 als junges blühendes Mädchen die Weiherede. Leider erfuhr der Verein zu spät, daß Frau Noll von New-Uork hierher gekommen sei, um statt Genesung den zu frühen Tod zu finden. Er konnte sich nur darauf beschränken, heute einen prachtvollen Kranz mit der Widmung: „Ihr, die unserer Fahne die Weihe gab, in dankbarer Erinnerung der Kriegerverein Gießen" auf das Grab der Verblichenen niederzulegen. — Der Gießener Anzeiger von gestern (9. Juli) enthielt aus Marburg die Nachricht, daß in dortiger Gegend die Influenza unter den Pferden herrsche und bereits mehrere Opfer gefordert habe. Das ist wieder ein Beweis von der Indolenz der Pferdebesitzer, so lange ihre Pferde gesund sind. Sonst würde man sich die vom Königlich Preußischen Kriegsministerium durch eine Geldprämie ausgezeichnete Broschüre unseres Mitbürgers, Herrn Oberstlieutenant Spohr, „Die Influenza (Grippe, Brust- und Rothlaufseuche) der Pferde, ihre Entstehungsursachen, Verhütung und naturgemäße Heilung. (Hannover bei Schmorl & von Seefeld 1889. Preis 1 Mk.)" beschafft und danach gehandelt haben. Die Influenza ist, wie dort nachgewiesen, eine lediglich durch Anhäufung von gasartigen Giften aus der Ausdünstung der Pferde selbst in der Stall lnft entstehende Krankheit und kann nur durch ausgiebiges Lüften der Ställe — Offenlassen der Fenster bei Tag und bei Nacht — vermieden werden. Auch über die Behandlung bereits erkrankter Pferde giebt die genannte Schrift ausführliche Auskunft. Die Husarenschwadron in Merseburg, unter welcher ebenfalls die Influenza aüfgetreten, läßt die Pferde seitdem im Freien bivakiren. — Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 5. Juli den Geologen Dr. Karl Albert Gustav Klemm aus Dresden zum zweiten Landesgeologen, mit Wirkung vom I.März 1892 an, zu ernennen. — Auszeichnung. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt: Durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 29. Juni dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr zu Wimpfen Ludwig No bis. — Zur Warnung für Thierqu'äler möge mitgetheilt werden, daß bei den Gerichtshöfen immer mehr die Praxis zur Anwendung gelangt, derartige Uebertretungen nicht mit Geld-, sondern mit Freiheitsstrafen zu ahnden, indem von der Ansicht ausgegangen wird, daß der Anblick einer Thierquälerei, besonders auf jugendliche Gemüther, einen verrohenden Eindruck ausübe. — Kaiser-Manöver. An dem diesjährigen Kaiser-Manöver des 11. Armeecorps nehmen behufs Bildung einer Cavallerie-Division auch Truppentheile anderer Armee-Corps Theil. So erhalten die Gemeinden des Kreises Friedberg in den Tagen des 14.—16., 20., 24., 25., 30. und 31. August, 1., 2., 3. September Einquartierung von den zum 7. Armeecorpsgehörigen Cavallerie-Regimentern: Westfälisches Cürassier- Regt. Nr. 4 (Münster) und 1. Westsäl. Husaren-Regt. Nr. 8 (Paderborn). — Hessische Luther-Stiftung. Diejenigen Herren Studirenden derTheologie, welche sich um eines der am 1. October d. Js. frei werdenden Stipendien der hessischen Luther-Stiftung bewerben wollen, werden aufgefordert, ihre Gesuche bis zum 1. August l. Js. bei dem Schriftführer des Vorstandes, Herrn Dekan Wahl zu Wieseck, einzureichen. Die hessische Luther Stiftung ist bestimmt, solche Studirende der evangelischen Theologie, welche sich verbindlich machen, der hessischen Landeskirche zu dienen und sich durch erwiesene Tüchtigkeit würdig gezeigt haben, durch Stipendien bei ihrem Studium, vorzugsweise bei solchem auf der Landes-Universität zu Gießen, zu unterstützen. Die Stipendien betragen 350, bezw. 700 Mk. und werden in der Regel aus zwei Jahre verliehen. — Jagdausfichten. Die Aussichten aus eine gute Rebhühnerjagd sind, wie gemeldet wird, an vielen Orten bedeutend herabgemindert worden, indem sich herausgestellt hat, daß die brütenden Hennen die Nester theilweise verlassen haben. Der Grund hiervon ist offenbar in dem Umstand zu suchen, daß sie die Eier von dem vielen Regen nicht mehr zu schützen vermochten und in Folge dessen das Brüten lieber ausgaben. Die jungen Hasen scheinen weniger durch das Regenwetter gelitten zu haben. S. Villingen, 9. Juli. Heute sand dahier unter zahlreicher Betheiligung die Beerdigung des in Folge einer Schlägerei in Nonnenroth verstorbenen 19jährigen Sohnes des hiesigen Arbeiters Weber statt, nachdem Tags vorher unter Anwesenheit mehrerer Aerzte, der Großherzogl. Staatsanwaltschaft u. s. w. die Section der Leiche vorgenommen worden war. Ein als Thäter bezeichneter und dieserhalb verhafteter Einwohner von Birklar ist wieder freigelassen worden. □ Aus dem Ohmthal, 9. Juli. Die Heuernte neigt sich ihrem Ende zu, das durch die weniger günstige Witterung der letzten Tage etwas in die Länge gezogen wird. Allgemein übertrifft das Ergebniß der Heuernte hier die gestellten Erwartungen, es kann als ein sehr gutes bezeichnet werden. Dies kommt daher, daß in den letzten 14 Tagen das Anfangs fehlende Grundgras durch die ausgezeichnet fruchtbare Witterung: Tags warmer Sonnenschein, Nachts Regen, mit Macht nachwuchs und sich entwickelte. Was in den Grundwiesen durch den strengen Winter verloren ging, das ersetzen doppelt die Berg- und Feldwiesen durch einen ganz vorzüglich üppigen Graswuchs. Der Heuvorrath wird den vorjährigen hier übertreffen, da die Landwirthe diesmal nicht wie früher gezwungen waren, viele Wiesen grün auszusüttern. Der Klee wuchs und wächst noch so reichlich, daß er vollständig zur Fütterung ausreicht, und das fällt sehr ins Gewicht bezüglich des Quantums des Futtervorraths. Oft wird die reichste Heuernte eben durch das Fehlen des Grünsutters sehr reducirt. Auch bezüglich der Qualität übertrifft die diesjährige Heuernte die vorjährige, die damals sehr unter der Ungunst der Witterung zu leiden hatte. Allerdings kommt ja gegenwärtig auch nicht sehr getrocknetes Heu in die Scheuer, aber das meiste ist doch bereits unter Fach und Dach. Das Grummet zeigt einen ganz vorzüglichen Ansatz, wie die Vegetation überhaupt üppiges Wachsthum. Allein in ihrer temporären Entwickelung bleibt sie fast 14 Tage hinter der normalen zurück. Dem Korn wird eben die Wurzel noch nicht faul, es ist noch gänzlich grün, und doch sind bald zwei Wochen seit „Peter und Paul" (29. Juni) verflossen, von welchem Zeitpunkt an in der Regel die Reife beginnt. — Dem Obst kommt das seitherige feuchte Wetter sehr zu statten- die jungen Früchte entwickeln sich sehr gut und fallen nicht so massenweise ab, wie bei anhaltender Trockenheit. Nehmen wir hier die Gesammtaussicht des Ergebnisses der landwirthschaftlichen Producte in's Auge, so müssen wir uns sagen: hier ist kein Grund zu einer Vertheuerung des Brodes vorhanden, wie sie dessenungeachtet aber besteht. Büdingen, 8. Juli. Das hiesige Kreisamt hat für unseren Kreis ein Localreglement erlassen, wonach es den schulpflichtigen Kindern untersagt wird, ohne Begleitung ihrer Eltern oder deren Stellvertreter Wirthshäuser und öffentliche Tanzlocale zu besuchen. Verkehr, £anö» rrird Volkswirthschaft» Gieße«, 8. Juli. Der gestern dahier abgehaltene Viehmarkt war ziemlich befahren. Es waren aufgetrieben: 1345 Stück Rindvieh und 197 Stück Schweine. Am Tage vor dem Markte zeigte sich schon große Kauflust und wurden am selben Tage viele Käufe abgeschlossen. Eine merkliche Aenderung in den Preisen war jedoch nicht eingetreten. — Nächster Markt Dienstag den 21. und Mittwoch den 22. Juli d. I., am letzteren Tage auch Krämermarkt. Das Ablesen der Krämerstände findet Morgens 7 Uhr statt. Frankfurt- 8. Juli. Der gestrige Markt im städtischen Viehhos war befahren mit 427 Kälbern und 260 Schweinen; am Dienstag waren 108 Schweine vorhanden. Die Umsatzpreise blieben bei beiden Vtehsorten unverändert die am Montag notirten: Kälber erster Sorte 68 bis 73 Pfg., zweiter Sorte 57 bis 63 Pfg., Schweine erster Sorte 56 bis 57 Pfg., zweiter Sorte 54 bis 55 Pfg. per Pfund. nirchlrche Anzeigen Stadt Gietzerr. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 7. Sonntag nach Trinitatis, 12. Juli: Vormittags 7»/i Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Katechismuslehre für die Realgymnasiasten und Realschüler Vormittags 11 Uhr in der Kleinkinderschule. Pfarrer Dr. Naumann. Christenlehre für die confirmirten Mädchen Nachmittags 3 Uhr in der Stadtktrche. Pfarrer Schlosser- Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 12. bis 18. Juli besorgt Pfarrer Dingeldey- Katholische Gemeinde. 8. Sonntag nach Pfingsten, 12. Juli: Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V»8Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um Va7 Uhr Austheilung der hl- Communion; um V28 Uhr Frühmesse ; um 8/<10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Uhr Christenlehre und Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 11. Juli: Vorabend 716 Uhr, Morgens 8o° Uhr, Nachmittags 4°° Uhr, Sabbathausgang 855 Uhr. Temperatur der Lahn und Luft gemessen am 10. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13Vz, Luft 13 Grad Reaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. Bekanntmachung. Dienstag den 14. und Mittwoch den 15. Juli 631 -I Nachmittags 2 Uhr beginnend, Frische Eier, Miln in allen Preislagen zu [6277 zeuge, FourniLuren u. s. w. haben bei Gnauth. 6355 6354 KellgeZotenes. a) |Saft d> 0 Marktplatz 20. zu vermiethen. Bahnhofstraße 57. 5012 6200 berücksichtigt. 6345 II Pflasterarbeilen I Happel- NeuKaöL 56 4295 StrohhOtsfürHerrenund Knaben [6335 zureichen sind. in bedeutender Auswahl empfiehlt billigst A. Fangma««, Bahnhofstraße Sonntag- bä- Mittag 12 Uhr [395 Die Zellen sind durch Dampf geheizt. unserer erwachsenden Töchter? CO Antwort unentgeltlich durch Direktor Karl Weitz, Weimar, Hau-Haltungs-, l Friedrich Seibel innegehabte Laden Frauenarbeits-, höhere Fortbildungsschule und Lehrerinnen-Seminar. i ^ebst Wohnung und grotzem Lager- 6268] 4—5 Wagen Pferdemist ab- 6325] Ein fast neuer heizbarer hau- per 1. September anderweitig zu zugeöen. Christian Petri V., Badestuhl zu verkaufen. vermiethen- Näheres bei [6290 empfehlen billigst 3919 Badeftuhl zu verkaufen. Chriftian Petri V. vermiethen- Näheres bei zugeöen. Frau Ed. Lind Wwe., Kirchenplatz 10. Grünbergerstraße 21. Marburgerstraße 65. Himbeer- Erdbeer- 2 100 bei 5807 .X n n II Verdinglmg. Die Abfuhr der Latrinen- und Müllgrubenstoffe aus den Garnisonanstalten wird am Samstag den L August 1891, Bormittags 10 Uhr, von der Garnisonverwaltung, bei welcher auch die Bedingungen aus- liegen, verdungen. Wegen der Zeitdauer des Geschäftes werden die Wünsche der Unternehmer Außer verschiedenen Salzen und Mutterlaugen sind sämmtliche Bade- Extrakte, als: Fichtennadel-, Malz-, Loh- und Weizenkleie-Extract^zu haben. Mb Abonnements werden jederzeit entgegengenommen. werden im Laden des Herrn Möbelsabrikanten Lotz, Neustadt 11, die noch übrigen Möbel, Geschäftsfournituren, Werkzeuge und Utensilien meistbietend versteigert. Besonders sind dabei: 1 Silberschrank, 1 Bücherschrank, 1 Damenschreibtisch, 1 Polstersessel, 1 Marmortischchen, 1 Kinderbett, 1 Stehpult, 3 Goldstühlchen, 1 Kinderstühlchen, 1 Comptoir^tuhl, verschiedene andere Stühle, 1 Toilettenspiegel, 1 Krankenstuhl, 1 Krankentisch, 1 Closet, 1 Bidet, 1 Portiere, Gallerien u. s. w., Möbelstoff, Plüsch, Galleriefranzen, Vorhangstoff, Rouleaux, Kleiderleisten, Möbelgimpen, Kordel, Quasten rc. rc. 1 Hobelbank, 1 Nähmaschine für Sattler, Werk- JohanniSbeer-. Citronen, Brauselimonade u.s.w. kohlen, ca. 600 Centner gewaschene Nußkohlen, 30-50 mm Durchmesser (Grube Mansfeld), sowie ca. 25 Meter Tannen - Scheit- Bekanntmachung. Die Lieferung des Mobiliars für die neue Stadtknabenschule soll im Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Angebotsformulare mit Zeichnungen können im Geschäftszimmer Nr. 3 unentgeltlich abgegeben werden. Die Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Angebot auf Mobiliarlieferung" bis Samstag den 18. Juli ebendortselbst einzureichen. Gießen, den 9. Juli 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. schwere Waare, Stück..... 11 Psg. ......5,00 Mr. Heinrich Arnold II.. Schloßgasse 5. Steinkohle«' und Holzlieferuug. Die Lieferung der für das Großh. Provinzial-Arresthaus dahier pro 1891/92 erforderlichen Steinkohlen Benner & Krumm 40 Bahnhosftratze 40. Moderne Holz- und Metallbeschläge, Kloben, Nägel, Verzierungen, Porzellanringe, Stechgarn, Schnürfaden, Schellack, Leim, ca. 6 Ctr. Sprungfedern, 4 Ctr. Seegras, Rohr, Federn rc. 1 Roßhaarmaschine, 1 Seegrasmaschine, 1 Nesselmaschine, 2 Möbelhandwagen, 1 Schienenwägelchen, ca. 120 Ctm. lang, 1 Schlitten, 1 großer Schleifstein. I. A.: Louis Rothenberger, Auktionator. bots vergeben werden. Die bezüglichen Bedingungen können in der Canzlei Gr. Staatsanwaltschaft Hierselbst (Justizgebäude, Zimmer Nr. 43) eingesehen werden, woselbst die Angebote verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen bis zum Donnerstag den 16. Juli, Bormittags 10 Uhr, einzureichen sind, in welchem Termine deren Eröffnung erfolgen wird. Gießen, den 4. Juli 1891. Der Großh. Erste Staatsanwalt. I. V.: Skirrhrsßsche Gseudahves. Vom 13. d. M. ab werden von den Stationen Großen-Buseck, Reiskirchen und Grünberg nach Gießen Arbeiter- Rückfahrkarten, welche zur Rückfahrt an dem auf den Lösungstag nächstfolgenden SamStag berechtigen, ausgegeben. Nähere Auskunft ertheilen die genannten Stationen. Gießen, den 6. Juli 1891. 6330 Großherzogliche Direction. schon und groß, mit zwei anstoßenden Zimmern, event. auch Wohnung, in bester Lage zu vermiethen. [4491 Offerten u. N. besorgt die Exp d. Bl la. Karlstaöter Portlanü-Cemmt, anerkannt vorzügliche« Fabrikat, empfiehlt in schönen guten Qualitäten hat preis- werth abzugeben [6256 A. Bachrach, Seltersweg 20. und Prügelholz soll im Wege des öffentlichen Ange- Grab- und Maurerarbeiten Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Schreinerarbeiten Spengler arbeiten Glaserarbeiten Weißbinderarbeiten Schlosserarbeiten und des Holzes und zwar: ca. 1000 Centner reine Stein- Jn unserem Genossenschaftsregister wurde heute eingetragen, daß an Stelle des durch Tod ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes Wilhelm Bellos V. von Beuern Ludwig Kloos von Beuern gewählt worden ist. Gießen, 9. Juli 1891. Großherzogliches Amtsgericht. Landmann. 6334 942.71 216.45 242.64 278.93 35.90 159.80 315.58 37.— u n 44.__ ' Plan, Voranschlag und Bedingungen hierfür sind bei.Herrn Mayer Katz in Garbenteich einzusehen, woselbst die bezüglichen Angebote bis zum 15. d. M., Nachm. 2 Uhr, ein- 6242] Ein kl. Logis mit Wasserleitung zu vermiethen. Teufelslustgärtchen 20. 7015] Wohnung im 2. Stock im Nebenhaus, 5 Zimmer, per 1. Octbr. zu oer- miethen. Näheres __________Südanlage 7, Hinterhaus. L. Frohnhäuser, MäuSburg 7. : 6273] Möblirtes Zimmer mit Cabtnet । per 1. August zu vermiethen. Neuen Bäue 16. Sapperment, das ist frisch gestrichen,— nudaistmeinSonntags- Nachmittag-Ausgeh-Anzug futsch.— —Wieso denn, geh nur gleich 'nüber in die Drogenhandlung und hol' dir Benzonilar, das wird denScha- den schon wieder curiren. 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