Rr. 132 Donnerstag den 11. Juni 1891 Der r^cheivt täglich, 6* LeLncchme des Montags. «e Oie-mer H**«e dnn Anzeiger l»SH«tlich dreimal deigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. ViertckNchriger AlrnrnttümMi 2 Mark 20 Pfg. fl* Vringerloh«. Durch die Post bezagM 2 Mark 60 Pfg. Nedactian, LxpedWav und Druckerei: AchntstrateAr^ Kernjprecher 6L Anita- nnd Anzeigeblatt fth* den Gieren. - 1 II11 Bl 11 ^FaW™BSW*gg'TAV1JI-1 ~L- - UMLXBLJmiM TK1 —Mail __UWB—utrrcy ■ » » c^lgend« Lag erscheinenden \ Uttsöeikage: chießmer KamikienMtter. | .. . L । LVi' i>Mi^.'L«M»VWM«WWWMWWWMSWW8NW«»»»WW^^ 2lmtlid?er Theil. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch den Fuhrwerksbesitzern zur Kennt- niß, daß sich auf der Kreisstraße Großen-Bufeck— Grünberg von Freitag den 12. Juni l. I. ab eine Dampfstraßen- rvalze in THLtigkeit befindet. Gießen, den 9. Juni 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsches Reich. nn. Darmstadt, 9. Juni. Vierte evangelische Landessynode. Die Synode setzte heute die Berathung fort über den Antrag Dr. Rieger u. Genossen, die Regelung der kirchlichen Vermögensverhältniffe betr. Nach längerer Discussion beschließt die Synode, dem Anträge Rieger und Genossen ihre Zustimmung zu ertheilen. Hiernach erfolgt die zweite Lesung des Gesetz - Entwurfs, die Aufhebung der Accidenzien der evangelischen Geistlichen, sowie die Discussion über den zu dem Gesetz-Entwurf gestellten Antrag der Abgeordneten Brand und Weber, welcher bezweckt, den Wegfall der Accidenzien der Geistlichen in Städten in anderer Weise auszugleichen, und eine Eingabe aus Mainz in gleichem Betreff. Nach längerer Discussion, an welcher sich die Abgeordneten Brand, Weber, Hallwachs, Dr. Diessenk' ach , Wiener u. a. betheiligen, wird der Antrag Brand und Weber gegen 6 Stimmen abgelehnt. Ebenso wird der Eingabe der Pfarrer Frohnhäuser u. Gen. von Mainz keine Folge gegeben. Auch heute cntspinnt sich nochmals eine lebhafte Debatte um den § 1 des Gesetzes, wonach die Annahme von Geschenken bei Amtshandlungen verboten sein soll. Sämmt- liche Redner waren der Ansicht, daß sich der Begriff Geschenk zunächst schwer definiren lasse und bei Handhabung des Gesetzes doch auch sicher dem örtlichen Gebrauche und Sitte Rechnung getragen werden müsse. Der Präsident des Kirchenregiments, Dr. Goldmann, erklärt, daß auch das Ober- consistorium die gleiche Ansicht theile, so lange sich dies im Rahmen des Natürlichen bewege. Auch bezüglich der Vertretung der Geistlichen im Verhinderungsfälle bleibt der frühere Beschluß bestehen, Hiernach wird § 1 und 2 angenommen. Zu tz 3 wird noch folgender Zusatz beschlossen: Die Stellung eines Fuhrwerks, um die Geistlichen zu und von der Predigt zu fahren, fällt nicht unter das Gesetz. Ganggebühren als Vergütung für besondere Leistungen sollen von den Gemeinden an die Geistlichen bezahlt werden und sollen deßhalb nicht in den Centralkirchenfond fließen. Der § 3 wird gegen eine Stimme angenommen. Die übrigen Paragraphen 4 bis 7 werden in der Fassung der ersten Lesung angenommen. Der Beschwerde des David Rau sch kolb u. Gen. in Monsheim gegen den Pfarrer Borwig, die dortigen kirchlichen Verhältnisse betr., gibt die Synode keine Folge, ebenso der heute eingetroffenen in gleichem Betreff. Ein Gesuch der in Gießen wohnhaften Wittwen von evangelischen Geistlichen um Aufbesserung der Wittwenpensionen wird von der Tagesordnung für heute abgesetzt, um morgen behandelt zu werden. Ferner beschließt die Synode, die Wahl einer aus fünf Mitgliedern bestehenden Commission zur Berichterstattung über die zu erwartende Vorlage eines Katechismus-Entwurfs für die unirten. Gemeinden der Landeskirche morgen vorzunehmen. Zum Schluß der heutigen Sitzung erfolgt die Beantwortung der Interpellation des Abg. Dr. Weiffenbach, Herbeiführung eines gemeinsamen deutsch-evangelischen Buß- und Bettages mit der Geltung eines allgemeinen Feiertages. Präsident Goldmann erwidert: Das Oberconsistorium habe sich bei der Eisenacher Conferenz zu Gunsten der Einführung eines solchen Buß- und Betiages ausgesprochen. Das Ober-Con- sistorium hält es aber nicht für räthlich, einen Wochentag hierfür zu bestimmen. Die Absicht der Königl. Preußischen Regierung, diesen Buß- und Bettag aus einen Wochentag zu verlegen, dürfte einer allgemeinen Regelung der Frage im Wege stehen. — Morgen ist der letzte Sitzungstag. Rerrefte Nachrichten. WvlfsS telegraphisches Torrespondenz-Dureau. Berlin, 9. Juni. Abgeordnetenhaus. Bei Berathung des Antrages Walther und Genossen aus Annahme eines Gesetzentwurfs betreffend die Beseitigung der durch Hochwasser im Sommer und Herbst 1890 herbeigesührten Verheerungen erklärte Minister Herrfurth, der Staat stelle weitere Beihilfe in sichere Aussicht. Mit der von dem Antrag geforderten Art der Staatsunterstützung könne er sich nicht einverstanden erklären. Die Regierung werde theils aus den Dispositionsfonds, theils aus dem Extraordinarium des Etats Helsen; falls diese Mittel nicht ausreichten, besonders zur Wiederherstellung der Deiche, werde die Regierung selbst mit einer Vorlage an das Haus herantreten. Das Haus überweist hierauf die Anträge der verstärkten Agrarcommission. Auf Anfrage Rickerts erklärte der Präsident, er beabsichtige den freisinnigen Antrag betreffend das Material zu den Getreidezöllen am Donnerstag vorzulegen. Nächste Sitzung Mittwoch um 11 Uhr. Berlin, 9.Juni. Die Conferenz in der Handwerkerfrage zwischen den Reichsbehörden, den preußischen Behörden und den Delegirten des Jnnungsverbandes tritt definitiv am 15. Juni zusammen. — Bei der heutigen Berathung der Commission des Abgeordnetenhauses, betreffend die Verlegung des Landesbußtages, erklärte der Kultusminister, die Streichung der Ermächtigung, es in einzelnen Landestheilen bei dem alten Bußtage zu belassen, mache der Regierung das Gesetz unannehmbar. Die Commission lehnte daher die Vorlage ab und stellte der Regierung die Verhandlungen mit den Kirchenbehörden anheim. Berlin, 9. Juni. Die „Norddeutsche" bezweifelt die Richtigkeit der ungünstigen, angeblich authentischen Berichte mehrerer Blätter über die russische Ernte, da Rußland kaum im Voraus die eigene Ernte schlecht machen werde. Es liege doch auf der Hand, daß nach solcher Darstellung der Rubelcours sinken müsse. Auch sei darin von jenen Pro- ductionscentren nicht die Rede, die für den Export nach Deutschland in Betracht kommen. Die Gegner der nationalen Wirthschastspolitik besorgten auch diesmal wieder bewußt oder unbewußt auswärtige Interessen, was bei einer unbefangenen Ueberlegung leicht zur Einsicht in die Möglichkeit einer Schädigung der nationalen Wirthschastsinteressen führen könnte. Berlin, 9. Juni. Bei einem Gewitter schlug heute Morgen der Blitz in die hinter Tempelhos übende erste Compagnie des F r a n z < R e g i m e n t s, tödtete das Pferd des Hauptmanns v. Quast, verletzte mehrere Mannschaften sehr schwer und zahlreiche leicht. Ein großer Theil der Compagnie, darunter Hauptmann v. Quast, waren bewußtlos und erholten sich erst nach einiger Zeit. Ueber das Unglück wurde der „Franks. Ztg." weiter berichtet: Der Hornist Becker stand unweit des Uebungsplatzes mit dem Pferde des Hauptmanns. Die nicht beschäftigten Spielleute hatten sich um das Pferd gesammelt, um sich hier etwas gegen den Regen zu schützen. Hauptmann v. Quast stand zehn Schritte entfernt. Plötzlich ertönte ein mächtiger Krach,- die halbe Compagnie lag betäubt auf der Erde. Nur allmählig legte sich der Schreck, der Alle erfaßt, und man übersah die Größe der Katastrophe. Der Blitz hatte die um das Pferd stehende Gruppe getroffen. Das treue Thier war noch einmal in die Höhe gesprungen, dann war es todt niedergestürzt. Von den Mannschaften ist der Spielmann Gefreiter Bärs am schwersten verletzt. Der Blitz hatte den Helm getroffen, im Hinterlopf einen füns- markstückgroßen Theil der Schädeldecke aufgerissen, die Kleider und den Leib an der rechten Seite versengt und hat endlich den einen Stiesel aufgeschlitzt und drei Schritt weit weggeschleudert. Der Unglückliche konnte nur durch künstliche Athmung zum Leben zurückgebracht werden- sein Aufkommen wird bezweifelt. Gleichfalls schwer verletzt ist der Tambour Bremer. Er kam unter das Pferd zu liegen und hat noch einige Contusionen erlitten. Der Hormst Becker, der das Pferd gehalten, hat schwere Wunden am Bein davongetragen. Gefreiter Bossien und Spielmann Humbert sind leichter verletzt. Der Hauptmann v. Quast lag lange Zeit bewußtlos, sein erstes Wort galt der Erkundigung nach dem Schicksal der Compagnie. Auch Vicefeldwebel Steit und Sergeant Kortkamp waren lange besinnungslos. Die übrigen Mannschaften erholten sich schnell von der Betäubung und machten sich sofort au die Bergung der Verwundeten. Inzwischen waren schon die in der Nähe befindlichen Major v. Böning und Major v. Stellmann nach dem Garnisonslazareth gesprengt, sodaß auch von dort bald Hilfe herbeikam. Die Verletzten wurden in Mäntel gelegt und sorgsam nach dem Lazareth getragen, dann trat der Rest der Compagnie den Rückmarsch nach Berlin an. Berlin, 9. Juni. Das Schöffengericht verhandelte heute die Anklage wegen groben Unfugs gegen den Banquier Arendt und dessen Procurist Wolff, welche wegen Verbreitung beunruhigender Gerüchte bei der Emission der neuen Anleihen, die Gesundheit des Kaisers betreffend, durch Strafbefehl verurtheilt waren. Der Gerichtshof erachtete zwar groben Unfug für vorliegend, erklärte aber den Fall für außerordentlich milde und verhängte eine Geldbuße von 30 M. Köln, 9. Juni. Wie die „Köln. Volksztg." meldet, war die Betheiligung bei der kleineren Kohlenverdingung der Eisenbahndirection Köln (rechtsrheinisch) sehr gering. Auf 20 000 Tonnen Briketts erfolgte überhaupt keine Offerte. Schmiedekohlen wurden nicht unter 105 Mk. pro Doppelwaggon ab Zeche offerirt. Esten a. d. R., 9. Juni. Steuerprozeß. Bei Beginn der heutigen Sitzung erklärte der Staatsanwalt, daß die seitherige Untersuchung contra Baare die Mitwissenschaft des Letzteren an den angeblichen Stempclfälschungen in keiner Weise erwiesen habe. Er könne sich heute darüber nicht äußern, ob Unregelmäßigkeiten vorgekommen seien, jedoch dürfe er sagen, daß bisher so gut wie nichts erwiesen sei. Die Untersuchung werde fortgesetzt und die Beendigung derselben sei vor Freitag kaum zu erwarten. Wien, 9. Juni. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht eine Verordnung des Gesammtministeriums vom 8. Juni, wodurch für die Gerichtssprengel Wien, Korneuburg, Wiener Neustadt die 1884 getroffenen Ausnahmeverfügungen theilweise aufgehoben werden. Demnach treten die Bestimmungen über die Vornahme der Haussuchungen, die Beschlagnahme von Briefen, ferner betreffend die Vereine, Versammlungen, Druckschriften, Verhaftungen ohne richterlichen Befehl außer Wirksamkeit. Die aus Grund des Ausnahmegesetzes erfolgten Ausweisungen dagegen bleiben bestehen, wenn nicht den Ausgewiefenen in jedem einzelnen Falle die Rückkehr bewilligt wird. Wien, 9. Juni. Auf dem Weltpostcongreß erklärte im Laufe der vorrückenden Verhandlungen der Delegirte der südafrikanischen Republik, es sei der Wunsch seiner Regierung, dem Weltpostverein beizutreten. Ein Antrag des Präsidenten, das Congreßprotocoll bis zum 1. Juli 1892 für weitere Beitritte offen zu lassen, wurde einstimmig angenommen. Der Congreß nahm ferner die Commissionsanträge betreffs Werthsendungen und Postpackete an, sowie den Vorschlag der Delegirten Egyptens, es den Verwaltungen des Weltpostvereins facultativ zu ermöglichen, die Verantwortlichkeit für Postsendungen auch ick Falle höherer Gewalt zu übernehmen. Wien, 9. Juni. Der Volkswirthschastsausschuß des Abgeordnetenhauses nahm die Vorlage aus Aufhebung des Triester Freihafens an, nachdem Erklärungen Seitens des Handelsministers und des Finanzministers weitere Zollbefreiungen in Aussicht gestellt hatten. Rom, 9. Juni. In der Kammer kündigte der Präsident heute eine Interpellation Cavalotti über die im englischen Parlamente jüngst erörterten Beziehungen Englands zu Italien an, sowie über die Blättermeldungen betreffend die Erneuerung des Dreibundes. Nachdem der Ministerpräsident die Vertagung der Interpellation bis nach der Budgetdebatte empfohlen und Cavalotti zugestimmt hatte, beschloß die Kammer die Vertagung. Rom, 9. Juni. Heute erfolgte ein breiter Lava-Erguß aus der neuen Oeffnung des Vesuvs unterhalb des Centralkegels. Director Palmieri erklärt, daß dieses mit dem lombardo-venetischen Erdbeben Zusammenhänge. Das Erdbeben hörte allgemein auf, sobald die Eruption begann, welche gefahrlos scheint und nicht fortschreitet. Verona, 9. Juni. In Fregnago und Badia-Calavena dauern kleinere Erderschütterungen noch fort. Die Wohngebäude leiden zunehmend Schaden. London, 9. Juni. Die ausständigen Omnibusbediensteten verhalten sich den Vergleichs-Vorschlägen der Gesellschastsdirection gegenüber ablehnend und sind gewillt, den Strike fortzusetzen. London, 9. Juni. Nach Meldungen aus Jquique versuchten die chilenischen Kriegsschiffe „Almirante Lynch" und „Almirante Condell" mit zwei bewaffneten Transporldampferu Pisagua zu bombardiren. Einige Geschosse hätten die Stadt erreicht. Die Schiffe der Insurgenten hätten die Verfolgung der Angreifer ausgenommen. Lissabon, 9. Juni. Die finanzielle Krise flößt Besorgnisse ein- baares Geld ist sehr rar geworden- zahlreiche Arbeiter sind beschäftigungslos. Es werden Kundgebungen vorbereitet, um gegen die Lage zu protestiren. Rewyork, 9. Juni. Berichte aus Haiti vom 31. Mai melden - General Hippolyte ließ achtzig Revolutionäre, des Complottes verdächtige Personen, verhaften. Auf das Gerücht, der Präsident beabsichtige, eine Gatling-Mitrailleuse gegen das Gesängniß zu richten, und die achtzig Gefangenen tödten zu lassen, begaben sich Freunde der Letzteren in das Gesängniß, um sie zu befreien. Der Versuch mißglückte. Das erste Opfer des darauf folgenden Blutbades war der angesehene Kaufmann Rigaud, welchen der Präsident ergreifen, aus den Kirchhof führen und daselbst erschießen ließ. Der sechzehnjährige Neffe Rigauds wurde ebenso erschossen. Die Massenhinrichtungen wurden fortgesetzt, obgleich kein Widerstand geleistet wurde. \ soll. Man theilt uns mit, daß Herr Director Widmann der Ausstattung der letztgenannten Operette ganz besondere Sorgfalt zugewendet habe. Möge Keiner versäumen, aus diesen ebenso interessanten als seltenen Theaterabend das nöthige Augenmerk zu richten. Rom, 10. Juni. Der päpstliche Administrator Folchi demissionirte aus persönlichen Gründen. Finanzielle Verluste des päpstlichen Stuhles werden in Abrede gestellt, nur Werthpapiere, welche von vertrauenswürdigen Personen für Darlehen verpfändet, seien zurückgegangen. Sofia, 10. Juni. Bei Burgas wurde ein Angehöriger eines Nomadenstammes verhaftet, welcher während der Winterzeit den Brigantenführer, der den Eisenbahnzug überfallen, beherbergte. Das Leben wurde ihm zugesichert, falls er helfe, die Räuber sestzunehmen; auf jeden Kopf derselben wurden 5000 Francs Prämie gesetzt. Localer unö provinzieller. Gießen, 10. Juni. — Samstag den 13. Juni l. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschuffes der Provinz Ober- heffen statt, in welcher folgende Gegenstände verhandelt werden: 1. Gesuch des Kaspar Heinzerling in Gießen um Er- theilung der Wirthschafts-Concession- hier um Con- cession zum Branntwein-Ausschank. 2. Gesuch der Isaak Grünebaum Wittwe von Groß- Karben um Erlaubniß zum Betrieb eines Kleinhandels mit Branntwein. 3. Antrag der Stadt Gießen auf Enteignung von Gelände behufs direcler Verbindung der Bahnhöfe mit dem Stadttheile am Seltersberg. 4. Recurs der Mühlenbesitzerin Mathilde Ströbel zu Klein-Karben gegen eine auf Erniedrigung ihres Mühlwehrs gerichtete Verfügung des Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. 5. Reclamation von Elias Ziegelstein II. und Consorten zu Treis a. d. Lda. gegen den Gemeinde-Voranschlag pro 1891/92. — Die Prüfung der Gerichtsschreiber. und Gerichts- Vollzieher-Aspiranten für die Provinz Oberhessen wird am Montag den 26. October 1891, Vormittags 9 Uhr, in dem Justizgebäude zu Gießen ihren Anfang nehmen. Gesuche um Zulassung zu derselben sind Anfang October bei der Prüfungs- Commission für die Provinz Oberhessen vorschriftsmäßig einzureichen. — Personalbestand der Großh. Ludewigs-Umverfität. Im Wintersemester 1890/91 betrug die Zahl der anwesenden Studirenden 552; es gingen bis zum Schlundes Semesters ab 104; zum Sommersemester kamen hinzu 114, so daß die Zahl der immatriculirten Studirenden im laufenden Semester 562 beträgt. Außer diesen Studirenden besuchen noch 19 nicht immatriculirte Hörer die Vorlesungen. Von den Studirenden widmen sich: der Theologie 93, der Rechtswissenschaft 102, der Medicin 122, der Thierheilkunde 33, der Zahnheilkunde 8, der Cameralwissenschast 49, der Forstwissenschaft 21, der Mathematik 13, der elastischen Philologie 37, der neueren Philologie 23, der Philosophie und der Naturwissenschaft 11, der Geschichte 4, der Pharmacie 18, der Chemie 28. Der Staatsangehörigkeit nach vertheilen sich die Studirenden auf folgende Länder: Heffen 438, Preußen 90, Bayern 7, Sachsen 2, Württemberg 1, Baden 3, Oldenburg 2, Sachsen-Weimar 2, Braunschweig 2, Sachsen-Meiningen 1, Waldeck 1, Hamburg 2, Bremen 1, Rußland 3, Oesterreich 1, Schweiz 2, Belgien 1, Nordamerika 2, Australien 1. Von den immatriculirten Hörern besitzen 412 die Gymnasial-Maturität, 80 das Reisezeugniß einer Realschule 1. Ordnung, 50 das Reisezeugniß für das betr. Fach, 22 sind gemäß § 2, al. 3 der Vorschriften nach dem Ermessen des Rectors immatriculirt. Bei 87 der Studirenden ist als Heimath Gießen angegeben. — Wie wir hören, haben die Verhandlungen wegen eines Concertes von Eduard Strauß mit seiner gesummten Wiener Capelle zu einem günstigen Resultat geführt. Die Concerte finden am 10. und 11. Juli in Steins Garten statt. — Theater. Wie wir aus sicherer Quelle vernehmen, ist Herr Director August Widmann nicht abgeneigt, mit seinem Ensemble, dessen Vorstellungen gegenwärtig am Cur- theater in Bad-Nauheim vom besten Erfolg begleitet sind, im Laufe des Sommers hiesigen Ortes einen Cyclus von Qperettenvorstellungen zur Aufführung zu bringen. Der erste der ebengenannten Operettenabende ist für Sonntag den 14. d. M. angesetzt worden, und wird nur ein gut- besetztes Haus Herrn Director Widmann zu einer Fortsetzung seiner hier geplanten Aufführungen veranlassen können. — Ueber die für nächsten Sonntag projectirte Vorstellung bemerken wir noch in Kürze folgendes: Wie wir hören, ist es Herrn Director Widmann gelungen, Fräulein Margarethe Sina, eine jugendliche Sängerin, welche erst kürzlich von ihrem Engagement am Ambergtheater in Newyork zurückgekehrt ist, wo sie im Laufe des Winters nach außergewöhnlichen Erfolgen besonders vom Publikum ausgezeichnet worden sein soll, für sein Ensemble zu gewinnen. Wir werden Gelegenheit haben, ihr 'Können m zwei der reizendsten Werke des genialen Operettendichters Franz von Suppe — der „schönen Galathea" sowie in der „leichten Cavallerie" in das beste Licht gestellt zu sehen. Während sie in der erstgenannten Operette die Titelpartie vertritt, spielt sie in letzterer die characteristische Partie der Vilma, und dürfen wir uns von ihren Leistungen einen unbedingt interessanten Abend versprechen. Als würdigen Partner nennen wir noch den bekannten Operettentenor Carl Bank vom Lobetheater zu Breslau, dessen Janos in des Eomponisten „Leichter Cavallerie" zu den Musterleistungen künstlerischer Darstellung und des Operettengesanges gehören Aus Oberheffen, 8. Juni. Am nächsten Sonntag, den 14 er., Nachmittags 3 Uhr, findet im „Deutschen Haus" zu Alsfeld eine Versammlung des Pferdezuchtvereins im Großherzogthum Hessen statt, wozu alle Freunde des Vereins und seiner Bestrebungen eingeladen sind. Schotten, 7. Juni. Der hiesige Pferdeversicherungsverein wird die Taxation der versicherten, sowie neuaufzunehmenden Pferde am 10. Juni in Ulrichstein und am 12. Juni in Schotten vornehmen. Der Verein, im Jahre 1882 gegründet, erstreckt sich dermalen aus 23 Orte des Kreises Schotten und zählt 69 Mitglieder, welche 125 Pferde mit einem Capital von 68 280 Mark versichert haben. Die Prämie beträgt für ältere Versicherungen jährlich P/2 pCt., für neuere 2 pCt.; als Eintrittsgeld wird von neu beitretenden Mitgliedern 1 pCt. ihres Versicherungscapitals erhoben. An Schäden wurden in den abgelaufenen 9 Jahren im Ganzen 14 vergütet, im Gesammtbetrag von 3 904 Mk.; der Reservefonds hat dermalen eine Höhe von 4 303 Mk. — Das Commcmdo des 11. Armeecorps hat nunmehr definitiv bestimmt, daß die Cavallerie-Divifionsübungen des 11. Armeecorps bei Dudenhofen (Prov. Starkenburg) und Umgebung abgehalten werden. Das betreffende Terrain, das erst vor wenigen Wochen von einem höheren Stabsoffizier inspicirt wurde, ist sehr umfangreich und erstreckt sich aus die Gemarkungen Dudenhofen, Nieder-Roden, Dietzenbach, Heusenstamm, Jügesheim und Babenhausen. An den Hebungen, welche ein interessantes Schauspiel versprechen, nehmen fünf Reiter-Regimenter Theil: Ulanen-Regiment Nr. 6 (Mühlhausen und Langensalza), Dragoner-Regiment Nr. 5 geismar), die Husaren-Regimenter Nr. 13 (Bockenheim und Mainz) und Nr. 14 (Caffel) und das 2. Großh. Hessische Dragoner-Regiment Nr. 24. Das erste Großh. Hessische Dragoner-Regiment Nr. 23 wird zu diesen Hebungen nicht herangezogen, weil dasselbe erst im letzten Herbst bei Metz bei den Uebungen einer combinierten Cavallerie-Abtheilung engagiert war. Die erwähnten Hebungen bei Dudenhofen beginnen am 11. August und dauern zwölf Tage. — Der 18. deutsche Gastwirthetag, der dieser Tage in Altenburg versammelt war, hat u. A. folgenden Beschluß genehmigt: „In Erwägung, daß die Hebung des Verkehrs und besonders des Fremdenverkehrs eine Lebensfrage für die deutschen Gastwirthe ist und daß die Hebung durch nichts so gefördert werden kann, wie durch ganz mäßige Personentarife, beschließt der 18. deutsche Gastwirthetag, alle Mitglieder dringend aufzufordern, die Bestrebungen des Berliner Vereins für Eisenbahnwesen und Zonentarif zur Herbeiführung billiger Fahrpreise auf den Eisenbahnen thatkräftig durch Beitritt als Mitglied zu unterstützen." — Im Hinblick auf den Beginn des zur Zeit gesteigerten Reiseverkehrs hat der preußische Minister der I öffentlichen Arbeiten Anlaß genommen, den königlichen Eisenbahn-Directionen die Sorge für eine prompte Durchführung der Personenzüge, namentlich der durchgehenden Züge, besonders zur Pflicht zu machen. Nächst der pünktlichen fahrplanmäßigen Beförderung, aus welche in erster Reihe mit aller Strenge hingewirkt werden muß, ist darauf Bedacht zu nehmen, die Folgen etwa eintretender Verspätungen für die Reisenden thunlichst zu mildern und abzuschwächen. Um Versäumnissen in diesem Punkte vorzubeugen, sind die für die Beförderung von Reisenden verspäteter Züge über Hilssrouten, sowie für die Nachbringung verspäteter Züge durch Sonderzüge (gegebenen Falls unter Mitbenutzung von Güterzügen) geltenden Vorschriften den nachgeordneten Behörden und Dienststellen in Erinnerung zu bringen und ist über deren sachgemäße Befolgung zu wachen. Zugleich wird sich eine eingehende Nachprüfung der für die einzelnen Züge auf Anschlußbahnhöfen festgesetzten Wartezeiten empfehlen. In dieser Beziehung ist daraus hinzuweisen, daß zwar einerseits durch das Abwarten verspäteter Züge andere wichtigere Anschlüsse eines großen durchgehenden ZugeS nicht in Frage gestellt werden dürfen, daß indeß andererseits da, wo diese Bedenken nicht obwalten, namentlich wo weitere wichtige Anschlüsse des wartenden Zuges nicht in Betracht kommen, die Wartezeiten so weit auszudehnen sein werden, als dies mit Rücksicht auf den Betrieb und den sonst zu be- dienenden Verkehr irgend verträglich ist. * n. Rodheim e. d. Bieber, 9. Juni. Bei dem heute Vormittag lP/a Hhr über unsere Fluren ziehenden Gewitter schlug der Blitz in die Scheune des Herrn Werkmeisters Andreas Schäfer dahier, ohne bedeutenden Schaden anzurichten. * Marburg, 8. Juni. Am nächsten Sonnabend, den 13. d. Mts., findet im Saalbau der Commers der vereinigten Gießener und Marburger D. C. Burschenschaften zur Erinnerung an die im Jahre 1818 erfolgte Gründung der deutschen Burschenschaft statt. * Frankfurt a. M., 9. Juni. Den Trambahn-Bediensteten ist eröffnet worden, daß die vorgeschlagene Gehaltserhöhung von der Gesellschaft genehmigt sei mit Wirkung vom 1. Juni d. I. Darnach erhalten Schaffner und Kutscher in den ersten zwei Jahren 3 Mk., dann 3.30 Mk. und all- malig steigend bis zu 3.70 Mk. — Der 22 Jahre alte Schreinergeselle Philipp Schmalz aus Nieder-Bessingen bei Gießen lehnte sich heute Nacht in Folge eines Hnwohlseins zu weit zum Fenster seines im dritten Stock des Hauses Bornheimer Landstraße Nr. 36 belegenen Zimmers hinaus, verlor dadurch das Hebergewicht und stürzte in den Hofraum, wo er bewußtlos aufgefunden wurde. Seine Verletzungen, die innerliche sind, konnten in dem Spital noch nicht fest- gestellt werden. * Hamburg, 8. Juni. Wie die „Köln. Ztg." meldet,, wird Fürst Bismarck in diesem Jahre nicht nach Kissinger? gehen und überhaupt von einem Kurgebrauch absehen, da sein Gesundheitszustand so vortrefflich ist, daß für ein Verlassen des Sachsenwaldes kein Grund vorüegt. * Heber den Fremdenverkehr in der Schweiz macht das Schweiz. Volkswirthschaftslexikon folgende intereffante Angaben : Die Gasthöfe und Pensionen in der Schweiz verfügen über 62 500 Betten; diese werden jährlich von 5 724 000 Hebernachtenden benutzt, wofür der Reifende nebst seinen übrigen täglichen Bedürfnissen an das Hotel durchschnittlich 12,50 Frcs. bezahlt, was eine jährliche Brutto Einnahme der Touristen- und Fremden-Etablissements von 71545 430 Frcs. ergiebt. Der Tourist verausgabt außerdem für Verkehrswesen, Führer, Vergnügungen, Arzt u. s. w. im Durchschnitt mindestens noch 10 Frcs. täglich, was im Allgemeinen eine Summe von 57 240 000 Frcs. ausmacht, was mit den Ausgaben für Logement und Beköstigung im Betrage von 71545430 Frcs. eineGesammtsummevon rund 128785000 Frcs. ergiebt. Rechnet man hiervon ab die Reise- und Hotelspesen der Inländer, welche sich nach angestellter Berechnung auf nicht mehr als 8000 000 Frcs. belaufen, so bleiben immer noch jährlich 125 785 000 Frcs., welche der Touristenverkehr vom Auslande in die Schweiz bringt. *H. Ein Gegenstück zum Rößlewirth von Cannstatt. Wie am Ende des Januar 1871 die Wohlbeleibtheit des Rößle- wirths von Cannstatt dem Herrn Jules Favre eine Anschauung von dem „abgemagerten Zustand" unserer Soldaten gegeben und dadurch die Hebergabe von Paris beschleunigt haben soll, so hat, wie man sich in beteiligten Kreisen erzählt, der Körperumfang des Stabstrompeters vom 10. Husarenregiment dem Städtchen O. die Garnison erhalten. Zwischen den Bürgern und ihren Husaren herrschten von jeher die besten und freundschaftlichsten Beziehungen und man hatte sich so aneinander gewöhnt, daß die plötzlich verfügte Verlegung des Regiments nach dem Elsaß allseitig die größte Bestürzung hervorrief. Man rieth hin und her, wie man das drohende Schicksal abwenden könne, aber man fand keinen Ausweg. Der Zufall, dessen sonderbare Laune so oft das Scepter schwingt, sollte diesmal Bürger und Soldat zu Hilfe kommen. Ein Jagdausslug führte unseren Kaiser in die Umgegenb von O. und veranlaßte das dortige Offiziercorps, eine Einladung zur Abendtafel an Se. Majestät zu senden. Die Einladung wurde angenommen und als der Kaiser am Abend in das Städtchen einzog, war ihm von der Bürgerschaft ein festlicher Empfang bereitet worden. Diese hatte die Gelegenheit trefflich benutzt: an allen möglichen und unmöglichen Plätzen waren Transparente angebracht, deren Inschriften alle die Bitte ausdrückten, Se. Majestät möge den Bürgern ihr Regiment lassen. Eine Deputation der Stadt und eine der Offiziere vereinigten nach der Abendtafel ihre Bitten zu dem gleichen Zweck und der Kaiser war schon geneigt, denselben nachzugeben, als seine Blicke auf den mächtigen Leibesumfang des Stabstrompetcrs fielen, der sich pustend den Schweiß von der Stirne wischte, das gab den Ausschlag. Lachend auf den Stabstrompeter deutend, sagte Se. Majestät: „Meine Herren, es wäre Hnrecht non .mir, meine Soldaten einer so ausgezeichneten Pflege, deren Resultate ich dort oben sehe, zu entreißen. Wer weiß, wie sie es in der neuen Garnison finden würden. Das Regiment bleibt." Hub es blieb und keiner von beiden Theilen hat es zu bereuen. * Eines Tages wurde das Erzdenkmal des großen Kani in Königsberg umkleidet, um es bis zur Vollendung eines benachbarten Baues vor Staub und anderweitiger Beschädigung zu schützen. Gerade in den Tagen langte ein Engländer aus Petersburg an und wünschte dringend das Denkmal des großen Weltweisen zu sehen. Da dieses nun eben nicht sichtbar war, so schlug der Hotelwirth dem Mylord vor, alle möglichen Herrlichkeiten, die die Stadt sonst biete, erst in Augenschein zu nehmen. Mylord verweigerte Alles, ihm war nur an dem einen Standbild gelegen. Hm nun nicht einzugestehen, daß diese, von dem Fremden als einzig betrachtete Sehenswürdigkeit gerade augenblicklich nicht in der Lage sei. Besuche zu empfangen, und dem Engländer feinen Wunsch wenigstens scheinbar zu erfüllen, erfand der Wirth einen Ausweg. Er erbot sich, den Fremden selbst zu dem Denkmal zu begleiten, und — führte ihn auf den Platz vor der Hniversitüt zum Reiterstandbild Friedrich Wilhelm III., von Kiß. Mit großer Theilnahme betrachtete der Engländer den Pseudo- Kant, äußerte jedoch sein Befremden, daß der große Weltweise in Uniform verewigt fei. „Ja, sehen Sie", entgegnete der gewandte Cicerone, „bei uns in Deutschland ist eben Jeder Soldat. Dies Erzbild wurde gerade zur Zeit an» gefertigt, als Kan: fein Jahr abbiente." Unb befriebigt zog ber Sohn Albions von bannen. Schiffsnachrichten. Bremen, 6. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Elbe, Eapt. C. Thalenhorst, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 27. Mai von Bremen und am 28. Mai von Southampton abgegangen war, ist heute 3 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Schiffs-Bewegung der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actien- Gesellschast. „Polynesia", am 2. Juni von Stettin nach Newyork abgegangew „Rugia", von Hamburg nach Newyork, am 2. Juni von Havre weitergegangen. „Dania", von Newyork, am 3. Juni in Hamburg angekommen. „California", von Newyork, am 3. Juni in Hamburg angekommen. „Bohemia", am 3. Juni von Newyork nach Hamburg abgegangen. „Normannia", am 4. Juni von Newyork nach Hamburg abgegangen. „Augusta Victoria", von Newyork, am 6. Juni in Hamburg angekommen. „Suevia", am 6. Juni von Newyork nacfy Hamburg abgegangen. „Gothia", am 6. Juni von Baltimore nach Hamburg abgegangen. „Fürst Bismarck", von Hamburg nach Newyork, am 6. Juni von Southampton wettergegangen. „Slavonia"^ am 7. Juni von Hamburg nach Baltimore abgegangen. „Scandia"^ von Newyork, am 7. Juni in Hamburg angekommen. „Gellert"^ am 7. Juni von Hamburg nach Newyork abgegangen. Literatur «nd Kunft. - Di« Univerfftäten un» da. öffentlich« L ■ A' Silber-Lotterie zu Gunsten des ch. Reichswaisenhauses zu Lahr. Bei 200000 Loosen 10300 Gewinne im Werthe von 140000 Mark. 1. Haupttreffer im Werthe von Mk. 10 000 2. Haupttreffer im Werthe von Mk. 5 000 3. Haupttreffer im Werthe von Mk. 3 000 4. Haupttreffer im Werthe von Mk. 2 000 5. Haupttreffer im Werthe von Mk. 1500 Allergünstigstes Gewinnverhältniss: auf nahezu 19 Loose fällt ein Gewinn! Ziehung am 16. Novbr. 1891. Preis des Looses 1 Mark. Loose sind zu haben in der Ricker'schen Buchhandlung, bei Friseur Stier (Schulstrasse), bei allen bekannten Loosverkaufsstellen, bei den Fechtvereinen und zu beziehen durch die Lotterie-Verrechnung des ersten deutschen Reichswaisenhauses zu Lahr i. B. und die Generalagentur von J. B. Heim jun, in Mainz. DU Rübsamen'sohe Bade- und Schwimm-Anstalt ist eröffnet. Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend find an den Wochentagen Vormittags von 10—12 Uhr und Nachmittags von 3—*7 Uhr. In kiesen Stunden wird gute und strenge Aufficht geführt, sodaß die verehelichen Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können. Geöffnet ist die Anstalt von Morgens 6 Uhr bis Abends 8 Uhr, au Sonntagen nur Vormittag- von 6-12 Uhr. Ich lade zum Abonnement ergebenst ein und bemerke, daß alles Nähere in der Anstalt, wo auch die Liste zur gefl. Einzeichnung offen liegt, zu erfahren ist. fj. Chi*. ItÜhsaHlCIl Wwe. empfiehlt 5305 Pfungstadt, 2713 fst. Lagerbier (hell), per Flasche 18 H, aus TextorS Brauerei. Jedes Quantum frei ins Haus. Pfarrer Sebast. Kneipps Leinen-Gesundheitswäsche: Hemden, J acken u. Hosen 5114 Fr. Teipel. Einen Butten, (Sirnmenthaler), 16 Monat alt, gekört, sehr schön, hat zu verkaufen [6339 Jobs. Erb 11., Stangenrod. I Louis Lind, Kirchenplatz 10, empfiehlt fst. Kaiserbräu (dunkel), per Flasche 25 H, fst. Exportbier (hell), per Flasche 22 H, aus der Brauerei I. Hildebrand, Emil Fischbach empfiehlt seine bewährten Fussbodenölfarben, Fussbodenlackfarben, Fussbodenlacke, und alle horten Oelfarben rasch und hart trocknend. Die Giessener und Marburger Burschenschaft feiert den Tag der Gründung der deutschen Burschenschaft durch einen Fest - Commers im Saalbau zu Marburg Samstag den 13. Juni, Anfang 8 h. c. t., wozu sie alle alten und jungen Burschenschafter herzlichst einladet. Der Giessener und Marburger D. C. Alemannia-Marburg. I. A.: Porzelt. X Alemannia-Giessen. Arminia-Marburg. I. A.: Landgreve. X Germania-Giessen. 91.80 91 80 80 50 75 60 94 75 423 50 189 62 148 20 144.00 113 70 7090 122.00 I. Ä.: Zörb. X LA.: Bolitsch. X 5389 Danksagung Giessen, den 10. Juni 1891. Familie Schmidt 5402 Enkels und Neffen sagt tiefgefühlten Dank [5405 Franz Gerbode und Familie sagt den herzlichsten Dank 5406 6td& 13. UmHSffiÄS giS an rub- Leute ral-Stelleu-AnAgA §fri"n“i Bea-W. ReichSbank-DiScont 4 pCt. — Frankfurter Bank-DtScont 4 pCt. [4760] Vertreter unserer Stadt, unseres theuren Dahin- 4% Mainzer St.-Anl. Gelsenk. Bergw.-Att. 182.30 139.60 143 60 11810 98.87 262 87 247.50 herzlichen Dank Herrn Oberbürgermeister als dem Lehrer-Bezirks-Verein und allen Collegen gegangenen. im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Luise Schmidt, geb. Wisker. Obl. u. 5409 Bei dem so herben Verlust, der uns betroffen hat, danken wir aufrichtig für die allgemeine herzliche Theilnahme, die uns von allen Seiten entgegengebracht worden ist. Besonderen Dank sagen wir Herrn Pfarrer Dr. Naumann und Herrn Director Dr. Landmann für ihre trostreichen Worte am Grabe; Musikal. Hausfreund Platter f. ausgewähtte LalonmufiK. IV. Jahrgang. Monatlich 2 Nummern (mit Tert- Mllage). Preis pro Quartal 1 JL Protareenrero gratis und fraooo. Leipzig. C. A. Kochs Verlag. la. Schellfisch, Zander, Hecht und sehr schönes Disconto-Command^Anth. Darmstädter Bank-A^. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act Wiener Bankver.-Act Oest. Credit-Act. Oest. Staatsb.-Act. Lomb. E.-B.eAct. Buschtherader E.-B.-Act. Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. Werrrrietyunge«. 5399] Gartenstraße Nr. 38 ist ein schönes Familienlogis von 5 Zimmern und Zubehör, großem Gartenantheil, sofort zu oermiethen. — Ebendaselbst ist auch ein großes Mansardenlogis frei Näheres Nordanlage 31. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Kranksem und der Beerdigung unseres unvergeßlichen Ludwig Schmidt 3519] 2. Stock, 3—4 Zimmer m. Zub. und Wasserleitung zu oermiethen Schlußcourf- 1 Uhr 15 Min. 85.80 t 4% Ung. Gold-Rente 99.10 5 o/o Jtal. Rente 85 80 4V8f% Oest. Silber-Rente 99.25|5o/o Ruff. III. Orient (Caf6 Leib). Sonntag den 14. Juni 1891 : Widmann’sches Ensemble vom Kurtheater in Bad-Nauheim unter Mitwirkung der Capelle des Infanterie-Regiments Nr. 116. Courrbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurt» Börse vom 10. Juni 1891. 5393] Kl. Familienlogis an ruh. Leute zu oermiethen. Lahnstraße 14, 1.(1 101.801 Der. Königs-Laurab.-Act. 165.001 Tendenz: schwach. Danksagung. Für die 'vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Sohnes, Bruders, Dienstag den 16. Juni 1891: Zucht- u. Mich-MMt 5397 in Hanau. Die schöne Galathea Operette in 1 Act von Franz von Suppe. ! Gegen die Kornzölle! Für billiges Brod! DonneOtag, de» 11. Juni, Abends 8 Uhr: Volksversammlung im Saale des Cafe Leib. [5349] Tages-Ordnung: Die Kornzölle und die Reichsregierung. . Nachdem der Reichskanzler vor wenigen Tagen erklärt hat, daß trotz l°$en Getreüepreise die Zölle in ihrer bisherigen Hohe bestehen bleiben, gilt es, im Namen des werkthätigen Volkes dagegen efie?en" aben ^aher alle Jene, die ein Interesse daran V ®unlien. einer Landvoll Großgrundbesitzer und Getreide, roudjerer den breitesten und ärmsten Schichten des Volkes da» wichtigste mfirrp1iATth-rn°m ?e,terJ’in künstlich vettheuert werde, höflichst ein, in Versammlung zu erscheinen und diesem Protest sich an- MMeßen. Damen haben Zutritt. Der Einb.rufer. Leichte Cavallerie. Operette in 2 Acten von Franz von Suppe. BilletS zum Vorverkauf sind in der Cigarrenhandlung des Herrn Gustav Gerhardt, Lindenplatz, zu haben. Zu dieser Vorstellung ladet hochachtungsvoll und ergebenst ein 5398 August Widmann, Theater-Director. 3% Reichsanlethe 3V2% do. 3o/o Preuß. ConsolS 3V»% do. Bürgergesellschaft. Sonntag den 14. Juni: Parthie nach Bad-Nauheim. ^N^ahct 1 Uhr 47 Min., Rückfahrt von Nauheim 10 Uhr 10 Min. "erden ersucht, >/2 Stunde vor Abgang des Zuges am ^puhof zu fein zwecks Empfangnahme der Fahrkarten b auf Lany^BiÄeller'statt?^^ 6 ein ili.nabend ---Der Vorstand. Neues Theater io Glessen. 5386] Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit zum sofortigen Eintritt sucht Frau Rechtsanwalt Grünewald, 6401] Ein braves Mädchen, aus Niedershausen b.Weilburg,21—22$., mit guten Zeugnissen versehen, sucht einen Dienst. Näheres in der (£rpeb. d. Bl- Tüchtiger Gchneidergehilfe sofort gesucht. 5391 Wilhelm Schmidt IV., Rodheim a. d. 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W ** ergebenst ein •■Director., ry« § LoglS zu [UM /Crfl d A Donnerstag den 11 Juni (Siebener Anzeiger. Beilage zu M. 132. - 1891. Frnilleton. Eine Rttse nsch Wörishofen. Einer meiner Bekannten, welcher jüngst den Herrn Pfarrer Kneipp in Wörishofen besuchte, machte mir hierüber einige Mittheilungen, welche immerhin interessant und geeignet sind, in weiteren Kreisen Aufmerksamkeit zu erwecken. Das Treiben in diesem Dörfchen gleicht dem einer der frequentesten Badestädte. Als weithin sichtbare Kennzeichen für den lebhaften Verkehr, als Beweise regster Bauthätigkeit dienen die vielen Neubauten von rohen Ziegelsteinen, welche sich von den älteren Gebäuden des in weitem Bogen vom Gebirge umrahmten Dorfes lebhaft abheben- schon beim Eingänge stehen wir vor einem solchen Rohbau, der zum Hotel bestimmt scheint und wie die vielen anderen Neubauten für die Ausnahme der massenhaft heranströmenden Fremden berechnet ist. — Es war eben 10 Uhr, als wir ankamen- die Consultationen beim Hochw. Herrn Pfarrer Seb. Kneipp hatten bereits um 8 Uhr begonnen und wir wenden uns deßhalb nach dem Psarrhofe; der eigentliche Eingang zu demselben ist wegen des großen Andranges gesperrt, weßhalb wir mit der sich Kopf an Kops drängenden Menge, Patienten jeden Standes und Alters, den Weg nach dem Friedhof nehmen müssen. Ein Diener des Kneipp-Bureaus wacht als Eerberus an dem eigentlichen Eingang und läßt uns mit einem Trupp von 40 bis 50 Personen in den Hausflötz ein- treten- daselbst liegt ein Fremdenbuch auf, in welches der eine Consultation beim Herrn Pfarrer wünschende Besucher seinen Namen einzutragen hat. In dem Consultationssaale selbst erblicken wir vor einem alten Ledercanapee einen circa 2 Meter langen Tisch, an demselben eine große Anzahl meist von fernher zugereister Aerzte, aus deren Mitre der Kops eines Greises mit dichtem weißem Haare und buschigen Augenbrauen sofort angenehm auffällt, und nach vielen Abbildungen den berühmten Naturheilarzt erkennen läßt. Zwei Badeärzte nehmen die eintretenden Patienten in Consultation und stellen sie, ihre Beschwerden erklärend, dem Herrn Pfarrer vor, worauf die Berathung über die Abhilfe dieser Leiden stattfindet. Bei schwereren Fällen sieht man die gutmüthigen Züge des geistlichen Arztes sich in bedenkliche Falten legen. Seine Ordination ertheilt er mit großer Vorsicht und in den meisten Fällen nicht ohne die anwesenden Aerzte zuvor über ihre Ansicht in Betreff der Anwendung der Wassercuren zu ersuchen - ost erklärt er seinen Patienten: „Folgen Sie Ihrem Doctor, für Sie ist die Wassercur nichts!" Ueberhanpt muß der aufmerksame Theilnehmer die Ueber- zeugung gewinnen, daß der leitende Grundsatz Kneipps bei allen seinen Euren, ja die Cur selbst, hauptsächlich darin besteht, die oft mangelhafte und verfehlte Ernährungsweise der Patienten zu reformiren und ihnen die Scheu vor dem kalten Wasser zu benehmen. Es ist eine Thatsache, daß heute sehr viel in Bezug auf Kleidung und Ernährung gesündigt wird, nach Kneipps Ansicht haben die Wollbekleidung und der Bohnenkaffee schon ungeheueren Schaden bei den Menschen angerichtet. Mag nun einer, der den guten Rath des Herrn Pfarrer Kneipp wünscht, denselben befolgen oder nicht — theuer ist er keinen Falls, denn auf die Frage nach der Schuldigkeit erhält der Patient j)ie Antwort: „Sie können ein paar Pfennige für die armen Leute hierher legen, wenn Sie aber selbst nicht viel haben, so ist auch das nicht nothweudig." Während eines vorzüglichen Mittagessens bei Hagenmiller in Gesellschaft der Herren Aerzte machten wir die Wahrnehmung, daß hierbei die von Kneipp empfohlenen Kraftnährmittel nicht fehlen, Wein und sonstige spirituose Getränke dagegen selten sind, während sich die meisten Gäste mit einem Glase Bier begnügen. Durch die Freundlichkeit genannter Herren in das Kloster eingeführt, credenzte man uns in Gesellschaft einer großen Anzahl zur Cur anwesender geistlicher Herren den sogenannten Kneipps Malzkaffee, Fabrikat der Firma Franz Kathreiners Nachf. in München, ein vorzügliches Getränk, dessen wohlthätigen günstigen Einfluß auf Magen und Nervensystem man schon unmittelbar nach dem Genüsse zu verspüren glaubt. — Kneipp legt einen großen Werth darauf, daß der Bohnenkaffee aus der Welt geschafft und Malzkaffee dasür getrunken werde - wir hätten nicht diese schwächlichen, blutarmen und bleichsüchtigen Kinder und Frauen und so viele leicht reizbare Menschen, wenn dieser Gisttrank nicht existiren würde. — Malz habe einen großen Nährwerth, wenn es richtig behandelt sei. — Hier vernahm ich nun von großen Festlichkeiten, welche für den 17. Mai, den 70. Geburtstag des Herrn Pfarrer Kneipp, in Vorbereitung seien. Extrazüge werden veranstaltet von den allenthalben bestehenden Kneipp-Vereinen und außerdem von einer großen Anzahl früherer Patienten, die ihre Wiederherstellung dem geistlichen S>: \te verdanken. Von Seiten der Dorfgemeinde Wörishofen ib große Überraschungen beabsichtigt, auch sollen die meisten Dörfer des Bezirks den Tag festlich begehen. Ob der schlichte Mann an all dem einen ^Gefallen haben wird? Wir bezweifeln es, denn aus seinem eigenen Munde ! kann man hören, daß er selbst sich nichts wünsche, als die ; Macht und die Mittel, die zahlreichen hilflosen und besonders i die unbemittelten Patienten, welche sich an ihn wenden, geheilt und gestärkt wieder in ihre Heimath ziehen zu lassen- er selbst brauche für sich des Jahres höchstens 100 Mk., denn er habe außer der Kost, die er im Kloster genieße, fast gar keine Bedürfnisse. Wie die persönliche Einfachheit, ebenso staunenswerth sind die Leistungen dieses Mannes für die Armen und seine Erfolge bei den Euren. Von dem Ertrag feiner Bücher: „Meine Wassercur" und „So sollt Ihr leben", sowie von den seitens der bemittelten Patienten reichlich fließenden Geldbeträgen hat er auf seine Kosten die Kirche in Wörishofen restauriren lassen, sowie ein großartiges neues Hotel in der Mitte des Dorfes, mit Speisesälen, Luftheizung und allem Comfort der Neuzeit erbaut, theils um Patienten besserer Stände die erwünschte Bequemlichkeit, theils um mittellosen Kranken unentgeltliche Verpflegung zu bieten, — wie denn überhaupt alle dem Herrn Pfarrer aus seiner Thärigkeit als Arzt und Schriftsteller eingehenden Gelder ausschließlich für edle Zwecke verwendet werden. Interessant ist auch für weitere Kreise das Urtheil der Aerzte, welche sich in der näheren Umgebung des Herrn Pfarrers Kneipp befinden. Unter Zustimmung der übrigen erklärte einer derselben ungefähr Folgendes: „Wer seinem ärztlichen Berufe von ganzem Herzen zu- „gethan ist, wird sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, die „Vorgänge an dem Ordinationstische des Herrn Pfarrers „Kneipp zu studiren. Was der Herr Pfarrer sagt, ist aller- „dings nichts Neues, er hat aber das Verdienst, das Gute „aus dem alten Vergessenen und Unbeachteten hervorgehölt „und die gute, kräftige Hausmannskost, ein vernünftiges Prin- „cip in Lebensweise und Kleidung zur Geltung gebracht, die „Verweichlichung und die Scheu vor dem kalten Wasser mit „Erfolg bekämpft zu haben." Die riesigen Schaaren von Patienten, welche dem Herrn Pfarrer Kneipp aus allen Himmelsrichtungen zuziehen, sind einerseits Beweise für seine bisherigen Erfolge, andererseits eine Garantie für die Zukunft und ein günstiges Zeichen dafür, welcher Beachtung sich der berühmte Naturarzt durch Mahnung zur Rückkehr zu einer einfachen Lebensweise in Nahrung, Kleidung und Körperpflege erfreut. Deßhalb wünschen auch wir dem'Herrn Pfarrer Kneipp zu seinem 70. Geburtstage für die vielen Wohlthaten, die er ohne Ansehen der Person und Religion einer Unmasse von Menschen und damit der Allgemeinheit erweist, daß ihm seine Gesundheit noch unverändert fortdauernd beschieden und er selbst noch lange Zeit seinem segensreichen Wirken erhalten bleiben möge. Bekanntmachung. Die Grasernte von den Blöfen und Schneisen des Gießener Stadtwaldes soll Samstag den 13. bicfrS Monats, Vormittags 11 Uhr im Saale des alten Rathhauses versteigert werden. Gießen, den 8. Juni 1891. Gvoßh- Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 5368 SofMctöerfjeöunfl sriichyen Freitag den 12. Juni d. I., von Vormittags 9 bis Mittags 12 Uhr, soll die letzte diesjährige auSn artig« Erhebung von Freiherrlich von Ikabenau'schen Holzgelder« in der Wirthschast des Herrn Karl Ranft in Beuern statifinden. Londorf, 8. Juni 1891. Der Rentmeister: 5358 _______Schmidt- - Verdingung. Zur Regelung der Mains bei Kostheim soll die Lieferung von 15,20 cbm Treppentritten und Wangen aus Basaltlava im Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Die Bedingungen liegen in unseren Dienst- räumen zur Einsicht aus und können gegen Einsendung von 60 Pfennigen von uns bezogen werden- , Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis längstens Mittwoch den 17. Juni, Vormittags 10 Uhr, an uns einzureichen. Mainz, den 6. Juni 1891. Großh. Wafferbauamt Mainz. Jmroth- 5360 Aeilgeöotenes. Beste Toiletteseifen und Taschentuchparfiims kauft man in dem [3703 Drogengeschäft von Otto Schaaf. 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