1891 Erstes Blatt Rr. 9 Amts- Httb Anzelgeblstt füv den Avers Gietzem 5MT. stuaaKz?. __Ji»JU_Ug Lvaahm« bob Anzeigev zu der Nachmittags für de» tjtffetben Tatz erscheinenden Nummer bis Lärm. W Uhr. Alle Lnmmcev-Lureaux de- In- und LaSlandrS nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegn». Sonntag den 11. Januar Hebaction, Lx-edM« und Druckerei: -ch«kstr«tiVr»tz Kench»rechchneestürmen ist der Zugverkehr auf den Linien Nabresina-Laibach, Steinbrück- Lichtenwald, Agram-Fiume, Sanct Peter-Divacca und Pola. eingestellt. London, 9. Januar. Die, strikenden Eisenbahn- bediensteten in Edinburg, Dundee, Perth, Stirling und Greenock beharren auf ihren Forderungen und versuchen die Angestellten der Glasgower South-W^-Eiseribahu zu bewegen, sich dem Strike anzuschließen. In einer Bürgerversammlung zu Glasgow wurde ein Comite unter dem Vorsitz des Bürgermeisters ernannt, um mit den Bahndireetionen und mit Den Strikenden behufs Beilegung des Ausstandes zu conferiren. Brüssel, 9. Januar. Die liberalen Abgeordneten und Senatoren des Arrondissements Lüttich forderten die liberale Association auf, das allgemeine Stimmrecht abzulehnen, dagegen eine gemäßigte Revision zu empfehlen. Kopenhagen, 9. Januar. Die Route Gjedser-Waruemüude ist wieder fahrbar. Die Ueberfahrt über den kleinen Belt bleibt noch schwierig. Rom, 9. Januar. Der König und Die Königin wohnten einer stillen Messe im Pantheon bei anläßlich des Todestags Victor Emanuels. Die Veteranen des Krimfeldzugs von Turin, Mailand und Genua legten Kränze auf dem Königs-Katafalk nieder. Das Pantheon wurde später dem Publikum geöffnet. Newyork, 9. Januar. Ein Telegramm des „World" aus Piueridge meldet, daß Die zur Umzingelung des inDianischen Lagers von den Generälen Brooke und Cary eingeleitete Truppenbewegung gestern vollendet worden sei, unweit Pineridge werde ein kriegerischer Zusammenstoß erwartet. Brisbane,' 9. Januar. Meldung des Bureau Reuter. Ein Papua-Stamm ermordete vierzig Dorfbewohner in Tugaree und bedrohte ein anderes Dors in Der Nähe des Regierungsgebäudes, das augenblicklich vom englischen Bevollmächtigten Cameron bewohnt wird. Eine Abtheilung Polizei wurde zum Schutze Camerons abgesandt. Locales und Krovinzielles, Gießen, 10. Januar. — Kaiserpanorama. Wer sonst nur von dem innigsten Mitgefühl für das grauenvolle Schicksal des unglücklichen Bayernkönigs Ludwig II. bewegt worden, und, von demselben tief erschüttert, des Schiller'schen Wortes gedachte: Hinter den Höhen folgt auch der tiefe, Der donnernde Fall — der erhält durch Die Betrachtung der bayerischen Lustschlösser, welche die gegenwärtige, herrliche Serie im Kaiserpanorama bilden, auch ein tieferes Verständniß für das ungeheure Geschick, das sich in jenen märchenhaften Räumen abgespielt hat- er begreift, wie Der gewaltige Sinn, der diese Schöpfungen ins Leben gerufen, an seinen eigenen Phantasien zu Grunde gehen mußte. Da ist daö aus unersteiglichem Berggipfel errichtete Felsennest „N eu-Sch w an st e i n!" Es verdeutliche so recht das gigantische Streben, Den Wolken, dem Himmel nachzuklettern! Und diese Pracht der Ausstattung! Der Marmor, die Teppiche, die Gemälde, die Einrichtung — jeder Gegenstand ein Kunstwerk —, das ist keine irdische Wohnung mehi> das ist eine Götterburg, in Der Die Seligen wandern und Nektar unD Ambrosia schlürfen! Dies Linderhos in seiner paradisieschen Lage * Dieser Venustempel, der Wintergarten mit seiner Fischerhütte und dem träumerischen See, die Gobelin- zimmer, hier sind die Teppiche zu Blumenbeeten, das Schlafzimmer ist zu einem einzigen Märchen, das Bad zu einem Olympischen Götterquell geworden! Das Gleiche gilt von Herrenchimsee. Dieses mit Erfolg zu beschreiben, ist nicht möglich. Nur der leitende Gedanke läßt sich aussprechen: „Abkehr von der Welt und Verwirklichung aller Dichterträume rmd Märchengebilde." w. Theater. Die erste Aufführung von Sudermanns „Sodoms Ende", die zum Benefize von Frau Anni Reiners, der allseitig verehrten und beliebten Künstlerin, erfolgte, ging vor einem nahezu ausverkauften Haus von Statten und machte ersichtlich einen tiefen Eindruck. Die Wirkung wäre vielleicht noch durchschlagender gewesen, wenn die zum Theil über alles Maß langen Pausen eine etwas geringere Ausdehnung gehabt hätten, lieber die sittliche Tendenz des erschütternden Dramas und was damit zusammenhängt zu reden, ist unangebracht, nachdem der „Gießener Anzeiger" in seinen Vorbesprechungen alles zum besseren Verständniß des Stückes erforderliche Material bereits zusammengetragen hat. Ein Vergleich von „Sodoms Ende" mit dem dramatischen Erstlingswerke Sudermanns, der „Ehre", liegt um so näher, als das letztgenannte Schauspiel erst kürzlich hier wiederholt auf- gesührt worden ist. Es ist nun nicht zu leugnen, daß „Sodoms Ende" gegenüber der „Ehre" einen ganz gewaltigen Fortschritt Sudermanns in dichterischer Beziehung bedeutet. Man denke nur an die wunderbare, aus die feinste psychologische Beobachtung gestützte Zeichnung der Charaktere und ihrer Entwickelung und vor Allem an die unvergleichlich wirksame Contrastirung der Persönlichkeiten: hier das keusche, zage, echt mädchenhafte Clärchen Fröhlich, dort die frivole und ausgegebene Frau Adah und neben ihr die seelenstarke Kitty- den wilden, heißblütigen Willy aus der einen Seite und andererseits den ebenso treuherzigen und selbstlosen wie scheu-bescheidenen Cramer und den durch und durch gesunden „Philister" Niemann. Aber über Alles das hinaus fordert die geniale Schöpfung einer in dem ohnmächtigen Ringen ihres besseren Jchs gegen die allzu mächtig gewordene Sünde so außerordentlich erschütternden Figur wie Willy die höchste Bewunderung heraus. Von ihm gilt Goethes Wort über Johann Günther: „Er weiß sich nicht zu zähmen und darum zerrinnt ihm sein Dichten, wie sein Leben." Er dünkt sich, durch die schmeichlerischen Worte seiner Umgebung bethört, als Genie über die sittlichen Normen der Allgemeinheit erhaben, er „kann ja Alles und darf ja Alles, denn Alles kleidet ihn ja"; in Wahrheit jedoch ist diese Selbstüberhebung nichts Anderes, als seine Selbstzerstörung. — Die Aufführung kann als wohlgelungen bezeichnet werden, wenn man über die Mängel, die jeder Premiere eigen sind, weggeht. Frau Lnni Reiners schuf ein wahrhaft rührendes Bild des lieben schlichten Clärchens, das bei allem Reichthum an Geist und Gemüth so einfach durch's Leben geht und in den Tod. In der ganz einzigen Scene im zweiten Acte zumal, wo in den „Bruderarmen" Willys auch in dem unschuldigen Clärchen sich eine ungekannte geheimnißvolle Welt von Wünschen und Begehren regt, spielte sie so innig und wahr, daß wir uns keiner besseren Leistung von Frau Anni Reiners entsinnen. Als Willy ist Herr R u d o l's B i e b r a ch noch um ein gutes Stück über seinen Robert hinausgekommen. Seine Darstellung war aus's Feinste ausgearbeitet und von ergreifender Wahrheit- jeder Gesühlslage, jedem leidenschaftlichen Ausbruche zeigte er sich gewachsen, vornehmlich darf sein Spiel in der beregten Scene im. zweiten Acte und in der Gchlußscene, in der er zuletzt zusammenstürzend von seiner Staffelei bedeckt wird, trefflich genannt werden. Sehr characteristisch und sein zugleich repräsentirte Frl. Bischofs die eigentümlich anmuthende Figur der Frau Adah, was um so höher anzuschlagen ist, je weniger ein derartiger Character dem Naturelle von Frl. Bischoff entspricht. Frl. Elsa Ne in hold gab sich als Kitty alle Mühe und befriedigte Tuch im Ganzen- in einzelnen Theilen ihrer Partie muß sie noch sicherer werden. Ein volles Lob gebührt der sehr guten Darstellung des Candidaten Cramer durch Herrn G o u l l o n, der gestern nicht zum ersten Male ein hübsches Talent zu individualisiren erkennen ließ. Herr Reiners hätte mit Rücksicht auf einige Lacher von Berus gut gethan, daß Komische seiner Partie (Jnspector Janikow) zu mildern, statt es zu sorciren. Gewandt und treffend war endlich das Spiel von Frl. Unger (Frau Janikow) und von Herrn Schreiner, der nach Maske und Austreten dies Mal alle Anerkennung verdient, während sich Herr Winolt mit seinem Maler Riemann vorläufig nicht recht abzufinden wußte. -s. TheaterVereiu. Die öffentliche Verloosung der Abonnementsplätze für die Mitglieder des Theater-Vereins fand am Donnerstag Abend in Steins Garten statt. Wir machen noch daraus aufmerksam, daß Mitglieder, die versäumt haben, sich zum Abonnement zu melden, solches im eigenen Interesse baldigst nachholen mögen. Die Abonnementskarten können sofort in Empfang genommen werden, Einzelkarten dagegen erst »on Montag ab. — Wie aus dem Jnseratentheile ersichtlich, findet am 21. ds. Mts. im Kaufmännische« Verein im Saale des „Cafe Leib" ein öffentlicher populärer Vortrag des Herrn Director Reich aus Hannover statt, in welchem die vielbesprochene Frage : „Stammt der Mensch vom Affen ab?" wissenschaftlich an der Hand prachtvoller Riesen-Hydrooxigenlichtbilder (sämmt- lich von Herrn Professor Dr. Bruno Meyer speciell für die Vorträge des Herrn Reich gefertigt) beantwortet wird. In diesem Vortrag werden die gewaltigen Unterschiede der Körper- formen des Menschen selbst gegenüber den menschenähnlichsten Affen, sowie der Affenmenschen, Kretins, Mikrocephalen ?c. und in raschem Fluge die vorsündfluthlichen Zeiten, die Eis-, Stein-, Bronce- und Eisenperiode rc. gezeigt. — Bereits in verschiedenen Vereinen größerer Städte hat Herr Reich durch seine für Damen und Herren, sowie für die Jugend hochinteressanten Vorträge größten Beifall geerntet, überall wird seine klare Aussprache, sein klangvolles Organ und die gewandte Vortragssorm gerühmt, wodurch Alles in dem Geiste der Anwesenden geradezu greifbare Gestalt gewinnt, wie aus noch später hier folgenden Kritiken zu ersehen sein wird. Dieser Vortrag, welcher vom Kaufmännischen Verein mit großen Opfern erlangt wurde, verdient umsomehr freundliche Berücksichtigung, als ein derartiger Vortrag hier noch nicht gehalten worden ist. — Gestern Abend wurde der Hausbursche eines hiesigen Conditors verhaftet, welcher sich aus den Namen seines Prinzipals einen neuen Koffer erschwindelt hatte und im Begriffe stand, aus der Stadt zu verschwinden. Nidda, 8. Januar. Gestern erlegte Herr Wilhelm Erk hier an der Nidda unterhalb der Stadt einen wilden Schwan, ein prächtiges Thier, die ausgespannten Flügel messen 2 Meter. Eine sehr seltene Jagdbeute! Kohden, 9. Januar. Bei der gestern hier stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde Herr Carl Knöpp mit 71 gegen 4 Stimmen gewählt. — Kleine Mittheilnngen au8 de» Grojherzvgthu«. Die aus dem Mainzer Katholikentage beschlossene Petition an den Reichstag um Beseitigung der Ordensgesetze und Revision des hessischen Schulgesetzes hat bis jetzt 33 593 Unterschriften erhalten. — 28 Mainzer Möbelsabrikanten haben eine öffentliche Erklärung erlassen, daß sie von der geforderten Erhöhung der Arbeitszeit auf 10 Stunden und Verkürzung einiger Accordsätze nicht abgehen wollen. — Die Lehrer an den Volksschulen der Kleinstädte des Großherzogthums erstreben eine anderweitige Regulirung ihrer Gehaltsverhältnisse und wollen sich demnächst in Frankfurt a. M. versammeln. — In Mainz wurde am 7. Januar ein Schlossergeselle aus Bensheim wegen Majestätsbeleidigung verhaftet. — Die Mainzer Friseure und Perrückenmacher haben beschlossen, von jetzt ab keine Barbierbecken mehr als Aushängeschild zu benutzen. — Ein beim Holen von Rheinwasser in den Strom gefallenes Dienstmädchen im Gartenseld wurde durch einen Schuhmacher wieder glücklich ans Land gebracht. — Bei einem in Bingen abgehaltenen Fuchstreiben wurde einem Treiber eine ganze Schrotladung ins Bein gejagt. — Die gemeinsamen Gemeinde-Krankenversicherungen der Arbeiter im Kreise Bingen werden mit Wirkung vom 1. April d. I. ab ausgelöst. — In einigen Gemeinden des Odenwaldes halten die GewerbtreibendenVersammlungen, um über Schritte zur Bekämpfung des Hausirhandels zu berathen. — Wie aus Bensheim gemeldet wird, erfreut sich das dortige Granitwerk, welches sein Product weithin versandt, eines solchen Aufschwunges, daß zahlreiche Arbeiter eingestellt werden mußten. — Die Mittheilung, daß neulich bei Kleinostheim ein Geflügelhändler nebst seiner Kraxe auf dem Main eingebrochen und unter dem Eise verschwunden sei, hat sich nicht bestätigt, denn der betreffende Geflügel- händler, der sogen. „Hinkelsanton", theilt der „Kl. Pr." mit, daß er noch lebe und mit seiner Kraxe noch lange seine alten Wege wandeln wolle. — In Pfungstadt wurde am 8. Januar ein starkes Erdbeben verspürt, gleiche Erschütterungen wurden auch an anderen Orten Starkenburgs wahrgenommen. Cand- unö l>MtswirtWt?att- «ielen, 10. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0,90, Hühnereier 1 St. 7-8, 2 - A, Enteneier 1 St.--H, 2 St. — 4, Käse pr- St. 5-7 A, Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 28 A. Tauben pr. Paar X 0,40—0,50, Hühner pr. Stück X 0,80-1 00, Hahnen pr. St X 0,75-1,00, Enten pr. Stück X 1,40—1,80, Ochsenfleisch pr. Pfd 70-74 A Kuh- und Rindfleisch 60-64 Schweinefleisch 66-76 H, Hammelfleisch 62-08 Kalbfleisch 60-64 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 5,50-0,00, Weißkraut pr. St. 3—7 A, Zwiebeln per Centner X 5,00^-0,00, Milch per Liter 12 -18 A■ Gänse pr- Pfd. 60- H.______________________ Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) eu Fabrikpreisen bei 394 _______________Cebr. Stumm. Ars-zrrg aus den Standernnrtsregtstern der Stadt Sieten* Aufgebote* Januar: 3. Georg Burkyart, Buchdrucker dahier, mit Catharine Ziegler von Waßmuthshausen. 5. Johann Koch, Dienstknecht zu Gießen, mit Kalharine Elisabeths Lwdenstruth zu Beuern. 7. Dr Earl Heinrich Heyder, Arzt zu Frankfurt a. M., mit Elisabethe Weder, geb. Brück daselbst. 7. Karl Gustav Georg Daniel Ludwig Sellhetm, Großh. OberamtSrtchter zu Friedberg, mit Emilie MoSler hterselbst. Gheschließungen* Januar: 3. Friedrich Jovann Balthasar Linker, Eisendreher dahier, mit Caroline Leuning hterselbst. 3. Ludwig Loth, Kaufmann hterselbst, mit Maraarethe Peter dahier. 3. Heinrich Deines, tage löhner dahier, mit Katharina Günther hterselbst. 3 Konrad Drescher, Schreiner dahier, mit Juliane Katharine Schmidt Hierselbst. Geborene* December: 30. Dem Glasermeister Heinrich Gröntnger eine Tochter, Käihchen. Januar: 2. Dem Tapezier Georg Keßler ein Sohn. 2. Dem Kellner Wilhelm Müller ein Sohn, Johann Karl August. 3. Dem Taglöhner Johannes Franz ein Sohn, Heinrich Christian Adolf EmU. 3. Dem HllsS-Locomotivheizer Louis Jung eine Tochter, Marie. 3. Dem Viehhändler Heinrich Orth et» Sohn, Friedrich Curt Wilhelm. 3. Dem Metzgermeister Wilhelm Vogt eine Tochter. 4. Dem Dackdecker Martin Müller ein Sohn. 4. De« Metzgermeister Ernst Ludwig Sack ein Sohn. 6. Dem Former Christian Orth eine Tochter, Johannette. 6. Dem Kaufmann Julius Buch ein Sohn, JonaS Rudolf. Gestorbene* Januar: 3. Theodore Ockel, geb. Ockel, 78 Jahre alt, Wittwe von Wirth Philipp Daniel Ockel dahier. 6. Dr. Friedrich Haupt, 85 Jahre alt, Pfarrer i. P dahier. 6. Karoline von Gehren, geb. Staudinger, 79 Jahre alt, dabier, Wittwe von Rentamtmann Christian von Gehren. 7. Adolf Münch, 35 Jahre alt, Gerbermeister vou Wetzlar. 7. Lina Katharine Jofephme Kaiser, 2 Jahre alt, Tochter von HilfS-Locomotivführer Engelbert Kaiser dahier. 7. Emma Kühr, 1 Jahr alt, Tochter von Schuhmacher Johann Wilhelm Kühr dahier. ArrsMS aus den 2Cird^tit>Bd?erw Hf Stadt Gtetzen* Evangelische Gemeinde. Getraute* Den 3. Januar. Ludwig Loth, Kaufmann, und Margarethe Peter, Tochter de8 LandwirthS Heinrich Peter von Rüddtngshausen. Denselben. Heinrich DemeS, Taglöhner, und Katharine Günther, Tochter deS verstorbenen Maurers Johannes Günther »on Meiches. Den 4, Januar. Konrad Drescher, Schreiner, und Julia« Katharine Schmidt, Tochter des Pumpenmachers Wilhelm Schmidt von Berstadt. Denselben. Friedrich Johann Balthasar Linker, Eisendreher, und Karoline Leuning, Tochter des verstorbenen Tuchmachers Äoerai Leuning von Schotten. Getaufte* Den 4. Januar. Dem Schneider Franz Metz ein Sohn, Ludwig Heinrich, geboren den 4. December Denselben. Dem Tapezier- Johann Klinkerfuß eine Tochter, Marie Karoline, geboren den 7. December. Denselben. Dem Schaffner Ernst Heilmann ein Sohn, Albrecht, geboren den 12. December. Beerdigte. Den 6. Januar. Theodore Ockel, geb. Ockel, Wittwe deS Wirths Philipp Daniel Ockel, alt 78 Jahre, starb den 3. November. Den 8 Januar. D. Friedrich Haupt, Pfarrer i. P., alt 85 Jahre, starb den 6. Januar. Den 9. Januar. Karoline von Gehren, geb. Staudinger, Wittwe deS Rentamtmanns Christian von Gehren, alt 79 Jahre, starb den 6. Januar. Nächsten Dienstag, den 13* Januar 1891, 4 Nhr Nachmittags findet im I. Pfarrdause — Südanlage — vor der Sitzung des Vorstands des .Gustav-Adolf-Frauenvereins" die statutenmäßige Wahl de- neuen Vorstands statt. Wahlberechtigt find nach $ 3 alle Frauen und Jungfraueu Gießens, Welche ihren Betritt erklärt und die Leistung eines jährlichen Beitrags versprochen haben. Gießen, den 9. Januar 1891. Im Auftrag des Vorstands: 381__Bigelius, Schriftführer. Lenz’scher Felsenkeller. Sonntag, den 11. Januar: Zwei grchc Spcrinüliiteiiahin. 1. fonntMtit, lwMhelmN^dahkr. Heubücher» u. tobe. fwavn, unb Marzarethe ter von MdivMausen. jlSbner, und «athrrhu s Johannes Günther eo* Schreiner, und Julia« uchers Wilhelm SchmA ifor Linker, Ellendreher, neu Tuchmachers Äoww Außer verschiedenen Salzen und Mutterlaugen sind sämmtliche Bade« Extractk. al«: Fichtcnnadrl-, Mal,-. Loh- und Weirrnkleie-Extracte zu haben. MM°Aboimement« werden jederzeit entqegengenommen. '«BL Bismarckstrasse 10. J.P.Sann Bismarckstrasse 10. Mit neuen vorzüglichen Einrichtungen versehen, liefere ich in gediegener, geschmackvoller Ausführung alle Buchbinder-, Portefeuille-, Etuis- und Cartonagearbeiten, Adressmappen, Kapseln für Diplome. Das Ein- rahmen von Bildern in jeder Rahmenart. Abschlüsse für Massenarbeiten zu äußersten Preisen- Gefällige Aufträge für mich werden im Laden jeder Zeit gerne entgegengenommen. 363 Feinste gefüllte und ungefüllte Kreppei empfiehlt täglich frisch die Conditorei Ludw. voll, Zusammenkunft bei Nr. 1, nahe beim sogenannten Rundewiesche». Dien-tag, den 20. Januar, Vormittags 9^2 Uhr, in bet Distrikten Fuchsstrauch, Hardt und Konzebühl: , roff p Buche Bi-ke Eiche Aspe Nod-l 13 3 bei Andreos Euler. räaiich geöffnet von 6 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends Sonntags bi- Mittag 12 Uhr. . |>» H*** Kreppet«, täglich.frisch. Fritz Schreiner, Lindmplatz 4. Aeilgeöotenes. Kreppet«, Kaffee- und TheegebSck, täglich frisch, rn^pfiehlt [400 Fried. Weil, Stern. Pianos zu vermietlien. 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Morte lugj' ^^stknrcht in ru Brunn. l.Dr tJlr NS D°M B «. «it Emilie AK lautende Actien von je 200 Mk. s Der Gesammtvorstand besteht aus 0 in Großen-Buseck wohnenden Personen, nämlich: a) dem Vorsitzenden, b) dem Rechner, c) dem Schriftführer (zugleich Controleur), d) drei Besitzern. . c„, . Die unter a—c Genannten bilden den engeren oder aussuhrenden Vorstand, welcher insbesondere die Gesellschaft nach Außen vertritt. Die Wahl der Vorstandsmitglieder erfolgt durch die Generalversammlung. Der engere Vorstand zeichnet durch Beifüguug der Namensunterschriften der drei Mitglieder zu der Firma der Gesellschaft. Die Berufung der Generalversammlnng erfolgt durch den engeren Vorstand und zwar zu den im Januar und Juli alljährlich stattfinden- deu ordentlichen Generalversammlungen durch einmalige öffentliche Bekanntmachung und durch von dem Vereinsdiener zu überrn:ingendes Circular, zu den außerordentlichen durch schriftliche persönliche Einladung der Actionäre. — Bekanntmachungen der Gesellschaft werden, vom engeren Vorstand unterzeichnet, im Deutschen Reichsanzeiger veröffentlicht. Die Gründer der Gesellschaft, welche sämmtliche Actien übernommen 19. t M Di« »'Xt Das berühmte und vielfach prämiirte pfungstaedter Zier Sensationell; Johann Janssen als Fälscher erwiesen! Bei lknrt v. Münchow, UniverfitätS'Druckerei und Verlagsbuchhandlung in Gießen, ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Pseudo Isidorus redivivus oder eine literarische Urkundenfälschung deS 19« Jahrh. im Jntereffe der römische« Kirche. Dffenes Sendschreiben an den Prälaten defignirten Kardinal - Archivar Johannes Janffe« in Frankfurt a. M. von Pfarrer StrnekSberg in Gießen. (Mit einem Briefe des Kardinal Melchers in Rom). — Preis 40 H. Das von der Verlagshandlung Curt von Münchow in Gießen empfohlene Sendschreiben des Pfarrers Strucksberg bringt in der That eine sensationelle Enthüllung. Noch unlängst wurde im .RetchSbeten" gefragt, ob dem Geschichtsschreiber Janssen schon eine „bewußte Unrichtigkeit" nachgewiesen sei Seine btl« herigen Gegner haben ihm nur tendenziöse Darstellung und Verschweigung wichtiger historischer Momente zur Last legen können- Strucksberg führt den stritten Beweis, daß der neue kurtalistische R^sormationShistoriker die Lehre und Praxis TetzelS dadurch zu rechtfertigen sucht, daß er an Stelle der berüchtigten Ablaß- oder Beicht- btitU, durch deren Verkauf Tctzel seine Kaffe füllte, die Beichtväter unterschiebt. Indem er aber so die Scylla der Ablaßkrämerei vermeidet, stürzt er unversehens in die Eharybdis dogmatischer Jncorrecth^it und fehlt gegen die einfachste Katechismus- wahrheit dadurch, daß er die Beichtpriester für die Spender des vollkommensten Ablaffes ausgibt, den nur der Papst ertheilen kann und den er -ntmttS eben durch die von den Ablaßcommiffaren feilgehaltenen mit Unterschrift und Siegel versehenen Ablaßbriefe auszuiheilen pflegte- t Kardinal Melchers, dem die Angelegenheit unterbreitet wurde, erklärt sich wegen Mangel an Quellenmaterial außer Stande, die Sache zu entscheiden, hofft aber, daß Janssen auch diese schwerwiegende Anschuldigung widerlegen wird. Ob diese Hoffnung begründet ist, davon möge der Leser sich selbst überzeugen. [291 Kttunhch-Vtrsteigerung. Es wird im Hofe des BezirkS- eowmandoS (S e l t e r s w e g) eine große Parthie alte- Brennholz, Snt erhaltenes Schreinerbolz. enster, Thüreu, ea« 6000 alte Ziegelsteine u. dgl. am Montag, den 12. Januar, Vsrmittags von 9 Uhr ab daselbst versteigert. Bauschutt, Lehw u» dgl. kann gegen Vergütung abgefahren werden. 341 Näheres auf der Baustelle. Feinste Cervelatwurst und Mettwurst empfiehlt [357 __Adolph MöhL IrankfuUerWiikstHetck la. Qual., bei E Dort-Walltdorstr. 45. haben, sind. . r _ 1. Wilhelm Mhaus, Schretner in Großen-Bufeck, 2. Balthasar Wagner VIII., Landwirth daselbst, 3. Heinrich Schmidt VI., Schmied daselbst, ' Philipp Frank, Landwirth daselbst, Christoph Schwalb VIII., Landwirth daselbst, Konrad Hahn III., Landwirth daselbst, Heinrich Wagner XIV., Land ürth daselbst, Kaspar Meyer II., Landwirth daselbst, Heinrich Größer II., Gastwirth daselbst, Heinrich Siegfried, Gastwirth daselbst, Heinrich Schmidt VII., Landwirth daselbst, Heinrich Kimmel II., Landwirth daselbst, Johannes Pfeiffer VI., Landwirth daselbst, Eberhard Huber, Müller daselbst, Philipp Schmidt, Landwirth daselbst, 16. Karl Schmidt, Landwirth daselbst, Christoph Kimmel I., Landwirth daselbst, Heinrich Meyer, Landwirth daselbst, Christoph Nikolai, Musiker daselbst, Johannes Wagner VI., Landwirth daselbst, Kaspar Rau Wwe., daselbst, Konrad Pfeiffer III. Wwe., daselbst, Wilhelm Scheld, Landwirth zu Annerod. Den Vorstand bilden zur Zeit: Wilhelm Althaus, Schreiner in Großen-Buseck, Vorsitzender, Heinrich Schmidt VI., Schmied daselbst, Rechner, Balthasar Wagner VIII., Landwirth daselbst, Schriftführer, Heinrich Wagner XIV., Landwirth daselbst, Beisitzer, Heinrich Größer II., Gastwirth daselbst, desgleichen, Kaspar Meyer II., Landwirth daselbst, desgleichen. Den Aufsichtsrath bilden: 1. Philipp Frank, Landwirth in Großen-Buseck, 2. Konrad Hahn III., Landwirth daselbst, 3. Christoph Schwalb VIII., Landwirth daselbst. Gießen, 2. Januar 1891. Großherzogliches Amtsgericht. SRl-$r«ti8tU “Hunt- ytt, l,tabt9to KCaltt* gleiche fJ* QQt Holzversteigerung. Donnerstag den 15. und Arettag den 1«. Januar 1891 sollen in dem Stadtwald zu Hungen nachstehende Holzsortimente versteigert werden: I. Bauholz. Donnerstag den 15. d- M. in den Districten Galgenwald, Rocksber-. Wellenhau, Hubbach und Marksteinmühl: 420 si-ichten-Stämme von 14-28 cm Durchm, 7—21 m Länge = 125,00 ftn, 286 Fichten-Derbstangen von 7-14 cm Durchm., 4—16 m ------ II. Brennholz. ag den 16. d. M: Knüppel Reisig 70 rm Eichen-Scheiter, 54 „ „ -Knüppel, 121 „ „ -Stöcke, 760 Stück 4 -Wellen. i. M. «ölich „Iwikbkldoudsns". Zu kaufen in mit obiger Schutzmarke versehenen Beuteln & 10 und 20 Pfg. in Hießen bei A. Voigt, Sd. Lind, Fr. Noll, P. A Thomas, W. Schomber; in Krofdorf bei Heinrich Rinn; in Grüuderg bei F. Schott; in Laubach bei L. Heynemann; tn Hungen bei K- Vogt; in Lollar bei L- Zimmermann, Consum-Verein [3»6 Tanin-Balsam ▼on E A Ullmann L Co. Plauen i. V ist das beste Mittel gegen Hopfsch uppen und dient zur Erhaltung und Förderung des Haarwuchses Zu baden bei 29 Gustav Gerhardt. Gtellensnchenve jeden ©«• cnfS vlacirt schnell RenterSGurean । —,— Dresden, Maxstraße 6. [87 I empfichtt «m» ä" «i In dem Eoncurse über das Vermöge« des BogelSberger Berg' werk'VereinS in Gießen gelangen zur Verkeilung unter den X-16191.25 betragenden Forderungen d. unbevorzugten Gläubiger^L4047.81; vorbchaltlich des Prüfungsresultates einiger nachträglich angemeldeter Forderungen. Einsicht de-VertheilungSplaneS kann auf der Gerichtsschreiberei Großherzogl. Amtsgerichts dahier vorgenommen »erden. Gießen, 9. Januar 1891. A v. Junaenfeld, „ -Knüppel, „ -Stöcke, „ -Wellen, Firma „Spar- und .......» . , , . . - in Großen-Buseck eine Actiengesellschaft gebildet, deren Eintrag in das Handelsregister des unterzeichneten Gerichts erfolgt tst. Gegenstand des Unternehmens ist: . Die Annahme von Spareinlageit resp. Capitalten gegen entsprechende 58 „ 49 „ 800 Stück 28>!ichbolz — Bet den Scheitern befinden sich 18 Raummeter Hainbuchen Rundscheit, dem Buchm-Reistg 416 Raummeter erste Durchforstung«reisU. Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Vormittags 10 Uhr, am ersten Tag im District Marksteinmühl, am zweiten Tag im Dlstrict Galgenwald an der Straße nach Nonnenroth. Hungen, am 7 Januar 1891. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. Herr Dr. Georg Kempff zu Hamburg 403 Giessen, den 10. Januar 1891. Automaten-lnstitutDresden [392 ! (Lchnorrstraße 32) Personen: Karl Bupp Elisabeth Bischoff, i befltbt an einen soliden Bewerber der Ä !____/TI-f JL Alt > Elsa Reinhold. 13 । do. 3 Privatstunden, speciell in den neueren ein zuvert^ngr ' Sprachen. Näheres in der Exped d- Bl. 3M] Reiseteppich gefunden. Bon wem? sagt dir Erp. d. Bl. ~4Ö7j Ein Regenschirm in meinem Laden stehen geblieben- H N. Nassauer. JL Kriegerverein Gießen. & Samstag den 17. Januar, Abends 8 Uhr,rJm^ in Leibs Saal: XVII. Stiftungsfest (mit Theater). Nur Mitglieder mit ihren Familien und vom Vorstand eingeladsne Gäste haben Zutritt. Erwachsene Familienmitglieder haben LegitimationrkaÄNl bet Senn Kaufmann Dort (Wallthor) in Empfang zu nehmen. Vereinsabzeichen sind anzulegen. sc>!> Lonys Bierkeller. Morgen Sonntag den 11. nnd Montag de« 12. d. Mts. Grosse Brillant-Vorstellung u. Concert gegeben von berühmten Zauberkünstler und Bouchredner Chevalier Arnold! unter Mitwirkung verschiedener Kimstlerspecialitäten, unter Anderem Mlle. Constanzia mit ihren gelehrten Hunden, ohne Concurrenz, noch nie hier gesehen- die Hunde können lesen und rechnen» Domino und harten spielen. Anfang: Sonntag Nachm. 4 Uhr nnd Abends 8 Uhr, Montag Abends 8 Uhr. — Enträ 30 Pfg. 389 Montag Abend: Sorge*. Grosse Eisbahn auf dem Woog (gefahrlos). Eisdicke 50 cm. [398] Etdmaun. Reichsbank-Diseont 5Va pCt. — Frankfurter Bank-Discont 5»/, pCt. Der Borsen-Wochenbericht des Herrn ($ Waffersch- leben mußte wegen Raummangel für die nächste Nummer zurückbieiben. 397] Ein kleines Logis im Nebenhause zu vermiethen. Grünbergerstraße 38. ~ 396] Ein kleines Logis zu vermiethen. I. Becker, Schottstraße 17-, ■*308] Ein kleines freundliches Zimmer billig zu vermielhen. __________Südanlage 21, Nebenhaus. ~ 369] Schön möbl- Zimmer zu ver- mi-then- Wollt ho r straß e^3. " 35^1 Zwei möbl. Zimmer (Wohn- und Schlaszimmer), an einen oder zwei solide Herren zu vermielhen, auf Wunsch mit Pension.Bahnhofstraße 57. Dermtelyungm. 14] Grabenstr- 9, Wohnung von vier Zim. zu veruu Näheres Bahnhofftr. 39. ~ 380] Logis für 2—3 junge Leute sofort tu verm, Preis per Monat 5 Mark. 1 H. Kempf, Neustadt 79. 370] Die Parterrewohnung Westanlage Rr. 17 ist auf Mai zu vermiethen. 368] Wohnung zu vermiethen. Bahnhofftr. 50 bei Jug. Merz. " 365] Die 2. 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