Nr. 210 1891 Donnerstag den 10. September Der Vche—r Mdetr täglich, ■8t U^ahmr M Montag». Wt etef«« tiwAai dem Anzeiger «Ach«tltch dreimal 6d|dt|L Weßener Anzeiger Kenerak-Wnzeiger. viereüjLhrtg« Aksn«e«ents,rei»i 2 Mark 20 Pfg. tuB Vtingerlohn. Durch die Post belege 2 Mark 50 Pf,. Rcbodion, Expedtzti« und Druckerei: -chulstraheAr.». Aerniprechcr 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Alreis Gieren. Bekanntmachung, betreffend Bläschenausschlag unter dem Rindvieh zu Hattenrod. Nachdem laut Mittheilung Großh. Kreisveterinäramts Grünberg vom 30. August l. I. die fragliche Seuche als erloschen angesehen werden kann, heben wir die durch unsere Verfügung vom 7. August angeordneten Sperrmaßregeln -wieder auf. Gießen, den 5. September 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekannünachung, den Wiederbeginn des Unterrichts an der landw. Winterschule Alsfeld betreffend. Die landw. Winterschule Alsfeld wird den Unterricht in den beiden Cursen der Schule Montag den 2. November, Vormittags 11 Uhr, beginnen. Indem wir hiermit zu einem recht zahlreichen Besuch einladen, bemerken wir, daß die Schule das Ziel verfolgt, jungen Landwirthen diejenigen theoretischen Kenntnisse, welche heute zur rationellen Bewirth- schaftung bäuerlicher Güter nothwendig sind, in zwei fünfmonatlichen Winter-Cursen zu vermitteln. Zur Erreichung dieses Zieles ist die Schule mit den nöthigen Lehrkräften und Lehrmitteln zweckentsprechend ausgerüstet. Ausgenommen werden junge Leute im Alter von 14 bis 18 Jahren, welche die Elementarschule besucht und das Unterrichtsziel derselben erreicht haben; in den oberen Cursus nur solche, welche schon den unteren Cursus der Schule besuchten, oder welche nachweisen, daß sie die Kenntnisse, welche der untere Cursus vermitteln soll, bereits besitzen. Aeltere Landwirthe können als Hospitanten ausgenommen werden. Die jungen Leute stehen während ihres Hierseins unter Aufsicht der Lehrer, sie nehmen Wohnung in bürgerlichen Familien und können Pensionen zu 30—40 JL pr. Monat durch den Vorsteher der Schule, Herrn Landwirthschaftslehrer Leithiger, nachgewiesen werden. Das Schulgeld beträgt 25 JL Anmeldungen sind an den Aufsichtsrath oder an Herrn Landwirthschaftslehrer Leithiger zu richten, welcher auch bereit ist, speciellere Anfragen zu beantworten. Alsfeld, 17. August 1891. Der Aufsichtsrath der landw. Winterschule Alsfeld, v. Grolman. Bekanntmachung. Der landwirtschaftliche Bezirksverein des Kreises Gießen wird Montag den 21. September 1891 auf dem Viehmarktplatze (Grassee) zu Hungen eine Ausstellung von Zuchtvieh, verbunden mit einer Viehpreisverthei- lung, veranstalten, für welche die nachstehenden Bestimmungen getroffen sind: I. Bezüglich der von dem landwirtschaftlichen Bezirks- oerein zur Ausführung der Viehpreisvertheilung zur Verfügung gestellten 550 1. An der Ausstellung können sich alle im Kreise Gießen wohnenden Viehzüchter, Viehhändler ausgenommen, beteiligen. 2. Sämmtliche aufzustellende Thiere sind bis Morgens 9 Uhr auf dem Viehmarktplatze (Grassee) zu Hungen Gratisbeilage: Gießener Aamikieuökätter Bitnelm< • •« Anzeige« zu der Nachmittag» für tat Mgrufeett tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Nhr. ■■■lmwhu---im lvh 1 «i Alle Amu«en»Lureaux M In- und ÄnllerM nehm« Anzeige« für den „Gießener Anzeiger" entgehe». Amtlicher Theil. Gießen, den 7. September 1891. Betr.: Die Ableistung des Huldigungs- und Verfassungs- eides. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien der zu den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Laubach und Nidda gehörenden Gemeinden des Kreises. In Folge eingetretener Hindernisse wird die Verpflichtung der Orts- und Hessischen Staatsbürger aus den zu den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Laubach und Nidda gehörenden Gemeinden nicht den 23. d. M., sondern Montag den 21. d. M., Mittags 12 Uhr, auf dem Rathhause zu Hungen stattfinden. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen hiervon alsbald in Kenntniß zu setzen und zu den Terminen vorzuladen und wie geschehen anzuzeigen. v. Gagern. aufzutreiben und von den Besitzern aus den ihnen von der Commission angewiesenen Ständen aufzustellen. Nur preiswürdige Thiere werden prämiirt und zwar: a. Bullen im Alter von 1—2^ Jahren, b. Rinder, welche sichtbar trächtig und c. Kühe, die sichtbar trächtig sind oder frisch gekalbt haben. 3. Diese Thiere müssen selbstgezüchtet oder zum Zweck der Zucht mindestens 2 Monate vor der Preisvertheilung erworben sein und 4. folgenden Raffen angehören: a. der reinen Vogelsberger Rasse; Mutterthiere, welche eine hellere Färbung am Euter zeigen, werden erst in zweiter Linie prämiirt, b. der Simmenthaler Raffe und zwar dürfen aa. Bullen nur der reinen Simmenthaler Raffe angehören, bb. dagegen können Mutterthiere auch dann prämiirt werden, wenn solche wenigstens ausgesprochen des Simmenthaler Typus sind. 5. Unter solchen gleichen Verhältnissen erhalten selb st - gezüchtete Thiere bei der Prämiirung den Vorzug. 6. Hinsichtlich der Bullen Simmenthaler Rasse ist urkundlich nachzuweisen, daß solche entweder birect aus dem Simmenthal eingeführt worden sind oder daß dieselben aus einer Reinzucht stammen. 7. An Preisen werden aus Vereinsmitteln gewährt: 1. für den schönsten Bullen, Simmenth. Raffe 45 2. ,, „ „ Vogelsberger „ 45 „ 3. ein Preis ä 40 ,,'j 4. „ „ ä 30 „ 5. zwei Preise ä 25 JC. 50 „ 6. „ „ ä 20 „ 40 „ zusammen 8 Preise = 250 JL in das Buchhändlerhaus nach Leipzig einberufen. Die Tagesordnung bilden hauptsächlich die Berichte über die Tarifverhältnisse in den einzelnen Kreisen und die Berathung und Beschlußfassung über die Anträge zur Abänderung des Tarifs. Hinsichtlich dieses letzteren Punktes wird die von Seiten der Gehülsen beantragte Kürzung der Arbeitszeit auf täglich neun Stunden das bervorragendste Jntereffe beanspruchen. Sie wollen eher aus Lohnerhöhungen, als auf diese auch im Interesse ihrer conditionslosen Collegen erhobene Forderung verzichten, während von Seiten der Prinzipale bisher keine große Geneigtheit zur Erfüllung derselben zu erkennen ist. München, 7. September. Der Kaiser tras um 9^ Uhr ein, er trug die Uniform seines 1. Ulanenregiments. Am Centratbahnhos waren der Prinzregent Luitpold in der Uniform des Magdeburgischen Feldartillerie-Regiments, die anderen Prinzen, die Generalität und die höchsten Staatsbehörden, sowie eine Ehrencompagnie des Leibinfanterieregiments zum Empfang anwesend. Der Kaiser begrüßte die Anwesenden sehr huldreich, schritt die Ehrencompagnie ab und nahm dann den Parademarsch derselben in Sectionscolonnen ab. Vor dem Bahnhof war eine Ehrenescadron des 1. Ulanenregiments aufgestellt. Dann erfolgte an einer Ehrenpforte gegenüber dem Bahnhof der Empfang durch den Bürgermeister. Der Kaiser fuhr mit dem Prinzregenten in dessen durch die Escadron des 1. Ulanenregiments escortirtem Wagen. Hinter diesem folgten <)te prinzlichen Wagen, dann Caprivi, Blumenthal und weiteres Gefolge. Große Menschenmassen waren in den Straßen zusammengeströmt, welche die Ankommenden begeistert begrüßten. Das Wetter ist prachtvoll. Die Stadt ist glänzend illuminirt. Frankfurt a. M., 8. September. Der internationale Electrotechniker-Congreß wurde heute Vormittag durch den Staatssekretär Dr. v. Stephan mit einer glänzenden Ansprache eröffnet. Es sind etwa 650 Theilnehmer, darunter 198 Ausländer erschienen. Geh. Ober-Postrath Heldberg hieß den Congreß Namens der hiesigen etectrotechnischen Für Rinder und Kühe: 1. zwei Preise ä 35 70 JL 2. „ ä 30 tf 60 ff 3. „ ,/ ä 25 n 50 h 4. „ V a 20 ff 40 n 5. „ V ä 15 ff 30 w 6. fünf ff ä 10 ff 50 ff zusammen 15 Preise — 300 JL II. Bezüglich der von der Stadt Hungen zur Ausführung der Viehpreisvertheilung zur Disposition gestellten 200 JC. gelten ebenfalls vorstehende Bedingungen, jedoch sollen aus diesen Mitteln auch nicht im Kreise Gießen wohnende Züchter bei Vorführung von preiswürdigem Vieh mit Prämie bedacht werden. HI. Es bleibt dem Ermessen der Prämiirungs-Commission überlasten, die bestimmten Preise innerhalb des Gesammt- betrages je nach der Güte der ausgestellten Thiere jeder Gattung auch zu übertragen. Gießen, den 18. August 1891. Der Vorstand des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. ______Jost, Regierungsrath._________________ Bekanntmachung, betr. die Landesbaugewerksschule zu Darmstadt. Beginn des Unterrichtes am 16. November, Vormittags 8 Uhr, Schluß Mitte März. Die Schule umfaßt fünf Abtheilungen: drei für Bauhandwerker (Maurer, Steinmetze, Zimmerleute, Dachdecker, Schreiner, Glaser, Weißbinder, Zimmermaler, Stuckateure, Töpfer, Pflästerer rc.), zwei für Metallarbeiter (Schlosser, Gürtler, Mechaniker, Maschinenbauer rc.). Das Schulgeld beträgt 40 Mark. Nähere Programme und Anmeldeformulare sind zu erhalten bei Großherzoglicher Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbeverein, Darmstadt, Neckarstraße 3. Schluß der Anmeldefrist am 5. Oktober. Gießen, am 20. August 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Jost. Deutsches Reich. Berlin, 8. September. Wie der Berliner „Dolksztg." aus Leipzig geschrieben wird, ist die Tariscommission für Deutschlands Buchdrucker, bestehend aus zwölf Prinzipalen und zwölf Gehülsen, aus Dienstag den 6. October Gesellschaft, Oberbürgermeister Adickes im Namen der Stadt willkommen, von Seiten der Ausstellung wurden die Erschienenen durch Sonnemann-Frankfurt begrüßt. Zu Vorsitzenden wurden gewählt: Werner v. Siemens (Berlin), Peece (London), Hospitalier (Paris), Ferraris (Turin), Kaltenhosen (Wien), Kohlrausch (Hannoer) und sodann die Bildung einer Section zur Berathung über Grundsätze für eine electrotechnische Gesetzgebung beschlossen. Hierauf wurden verschiedene Vorträge gehört. Attsland. London, 6. September. Die „Times" enthält eine ausführliche Besprechung über die deutsche Arbeiterschutzgesetzgebung der letzten zwölf Monate. Sie preist darin den Kaiser als des Arbeiters treuesten Freund und weist aus den Umschlag hin, der seit seinem Regierungsantritt über den Geist des Socialismus gekommen sei. Seine Versöhnungspolitik sei durch die darauffolgenden Ereignisse vollkommen gerechtfertigt . . . Der Socialismus sei zwar nicht ganz ausgestorben, aber er sei doch seiner schlechtesten Elemente entkleidet worden. Die „Times" nennt das Arbeiterschutzgesetz vom letzten Juni die Magna Charta des deutschen Arbeiters. Es stelle ihn auf dem Gebiete der Gesetzgebung dem englischen Arbeiter gleich und überhole diesen noch in gewissen Hinsichten. Kaiser und Reichstag verdienten die wärmste Anerkennung für ihre Bemühungen auf diesem Gebiete. Ne«este Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondmz-Bureau. Berlin, 8. September. Das „Militärwochenblatt" veröffentlicht die Ernennung des Erzherzogs Rainer zum Chef des Niederrheinischen Füsilier - Regiments Nr. 39 in Düsseldorf. — Der „Reichsanzeiger" meldet: Das Comito für Nieder legung der Schloßfreiheit überwies der Kaiserin die Summe von 210,000 Mk. Die Kaiserin bestimmte 100,000 Mk. zum Bau einer Heimstätte für arme verheiratete Wöchnerinnen, 100,000 Mk. zum Bau einer evangelischen Kirche im Osten Berlins, 10,000 Mk. für die Orgel der katholischen Sebastianskirche in Berlin. Wien, 8. September. Aus Göpfritz wird über den gestrigen Schluß der Manöver gemeldet: Nachdem der österreichische Kaiser um 10 Uhr das Manöver abblasen ließ, versammelten sich die Corpscommandanten, Generäle und Stabsoffiziere unter Führung des Erzherzogs Albrecht vor I den Majestäten. Der österreichische Kaiser sprach seine An» 1 (1) zug nach Abends)- b. in der Richtung nach Gießen verkehrt als Ruckzug des Personenzuges 99a ein neuer Personenzug (104a) ab Marburg 8 Uhr 41 Min., in Gießen 9 Uhr 25 Min. Abends. c. der jetzt in Gießen beginnende Zug 98 (Abfahrt von Gießen bisher 1 Uhr 47 Min. Mittags) wird von Marburg aus durchgesiihrt, mit Abfahrt von dort um 1 Uhr 5 Min. Nachmittags. d. der jetzt in Frankfurt abgelassene, in Gießen endende Zug 95 (Ankunst in Gießen 2 Uhr 54 Min. Nach-- mittags) wird bis Marburg durchgeführt (mit Ankunft daselbst um 3 Uhr 39 Min. Nachmittags). Von der Beistellung der 3. Wagenklasse in den Schnell- 76 (ab Gießen 8 Uhr 4 Min. Vormittags in der Richtung Frankfurt) mußte mit Rücksicht auf die entgegenstehenden Locales un6 provinzielles. Gießen, 9. September. — Nach amtlicher Mittheilung find wir, mit Bezug auf die Nachrichten unseres Alsfelder Correspondenten in Nr. 206 und 207 unseres Blattes, in der Lage festzustellen, daß bei den Manöveru unserer Divifion am 3. d. Mts auch nicht ein Todter zu beklagen ist. Der Thalbestand beschränkt fich da- rauf, daß die am genannten Tage in Folge der eingetretenen druckenden Hitze marode gewordenen Soldaten alle, bis auf drei Halsbräune, Croup Diphtherie 1 (1) Lungenschwindsucht 2 (1) Darmcatarrh 1 Hirnhaut-Entzündung 1 Summ«: 6 (1) 2 (1) 2 2 (1) Anm. Die in Klammern gesetztm Ziffern geben em, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von AuSwäNS nach Gießen gebrachte Kranke kommen. ... Bedenken abgesehen werden. I __Obstmärkte. Heber die in Frankfurt a. M. in nächster I ßeit abzuhaltenden Obstmärkte schreibt man uns aus fach- I männischen Kreisen wie folgt: Das Bedürsniß eines geregelten I Marktverkehrs zwischen Obst-Produeenten und -Consumenten I ift ein von allen weiten anerkanntes, ebenso wie es seststeht, I daß die Mißstände, die die bisherige ganz ungeregelte Art und Weise des Handels zwischen Consumenten und Producenten I mit sich brachte, beide, besonders aber die letzteren schwer I schädigten- ebenso war der Consument selten in der Lage, I den genauen Marktpreis mit Bestimmtheit zu constatlren und daraus hin seine Abschlüsse machen zu können. Mit Freuden ist es daher zu begrüßen, daß aus Anregung des I Deutschen Pomologen-Vereins eine Anzahl für das Volks- I wohl und insbesondere für die Interessen der Obstbau I treibenden Bevölkerung bestrebter Männer unter Betheiligung der verschiedenen landwirthschastlichen Garten- und Obstbau« Vereine es sich zur Aufgabe gemacht hat, den beregten Uebel- ständen dadurch Abhilfe zu schaffen, daß sie eine Centralstelle — Obstmarkt — ins Leben gerufen, die Gelegenheit zur Vermittelung des Umsatzes zwischen Producenten und Consumenten bieten soll und die, da das Comitö ohne jedes persönliche Interesse nur dem Gesammtwohle dienen will, auch geignet ist, einen geregelten Marktverkehr herbeizusühren. Zu diesen Obstmärkren, die an noch genauer zu bestimmenden Tagen im September und October jeden Jahres abgehalten werden sollen und die nur mit in Deutschland gezogenem Obste beschickt werden dürfen, haben die Producenten Muster | einzusenden mit Angabe des Preises und des zur Verfügung stehenden Quantums. (Die Formulare zu dieser Anmeldung werden vom Comite kostenlos geliefert und wende man sich diesbezüglich an das Obstmarkt-Comite in Frankfurt a. M.) Dadurch wird vor Allem die bisherige Unsicherheit im Obsthandel beseitigt, der Consument kann seinen Bedarf zu bestimmten Preisen decken, ebenso wie der Producent die Sicherheit hat, sein Obst zum Marktpreis abzusetzen und es wird die obstbautreibende Bevölkerung großen Nutzen von dieser ins Leben getretenen Vereinigung haben. Sache der Behörden, Pfarreien, Lehrer und vor Allem der Presse ist es nun, die Producenten und Consumenten auf diesen Obstmarkt aufmerksam zu machen und dadurch zum gedeihlichen Verlause desselben mitzuhelfen. Zu den Kosten dieses dem Gemeinwohl dienenden Obstmarktes sind, wie wir vernehmen, von Seiten des Herrn Ministers 1000 Mark bereits zur Verfügung gestellt worden und und ist dies ein Beweis, wie auch von Seiten der Staatsregierung der große Werth dieses dem Interesse des gesummten Volkes dienenden Unternehmens in hohem Grade gewürdigt wird. Worms, 8. September. Am Sonntag wurde in Ludwigshafen ein Extra-Pilgerzug mit 43 Wagen nach Trier abgelassen, gestern ging ein solcher nut 29 Wagen von Germersheim ab und heute wird ein solcher von Speyer ab« gelassen werden. Die Dircction der Pfälzischen Eisenbahn hat zur Beförderung der Pilger sowohl bei der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn als auch bei den Badischen und Württem- bergischen Bahnen Eisenbahnwagen geliehen- von Mainz aus wurden gestern 20 leere 3. Klassewagen nach Ludwigshafen geschickt. . Zlg» — Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt: Durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 18 August l. I. den Mitgliedern des Feuerwehrcorps zu Mainz Franz Zachler, Philipp Johann Hartmann und Johann Storch. — Verkehrserleichterung. Die Marburger Communal- vereine hatten am 10. v. M. an den Minister der öffentlichen Arbeiten eine Petition, betreffend Erreichung einer besseren Bahnverbindung zwischen Marburg und Frankfurt, gerichtet. Den Gesuchstellern ist nunmehr der Bescheid zugegangen, daß am 1. October folgende Verbesserungen des Fahrplans aus der Strecke Marburg- Gießen zur Einführung kommen werden: a. der jetzt in Fronhausen endende Zug 99a (ab Gießen seither 7 Uhr 32 Min. Abends) wird bis Marburg fortgesetzt (mit Ankunft daselbst 8 Uhr 20 Min. Marktordnung für die Obstmärkte in Frankfurt a. M. 1. Zu den Obstmärkten wird zugelassen: a) fortirtes Tafelobst, b) gepflücktes Wirthschaftsobst, c) gewöhnliches Wirthschafts- und Mostobst, d gedörrte und eingekochte Obsiftuchte, Obstweine, Obst- branntweine, Obstliqueure, Mus, Marmelade, Geles rc., sowie gedorrte und eingekochte Gemüse. 2. Die Obstmarkte dürfen nur mit in Deutschland gezogenem ' Obste beschickt werden. „ 3, Hu gelassen werden nur solche Verkäufer, welche a) von feinem Tafelobst von mindestens 25 kg an per b) ?o°n*°gexflücktem Wirthschaftsobst mlnbeftenä 25 kg pre c) fonmoft=runt>Wirthschaftsobst mindestens 100kganbieteir. 4. Für di- Obstmärkie 1891 wird sortirtes Tafelobst und g-pfluckt-s Wirthschaftsobst von 5 kg brutto und gewöhnliches Wirth- schaftsobst bis zu 20 kg zugelassen. Für zukünftige Jahre werden hierüber anderweitige Bestimmungen nach den gemachten Erfahrungen vorbehalten. 5 Obst- und Gemüse-Producte' (siehe 1 d) mit Ausnahme der ' flüssigen sind in Originalpackung auszustellen. 6. Obstweine, Obstbranntweine, Obstliqueure, Obstsäfte rc. find 7. Jed^au^Mellte^Probe'ist mit einem Begleitschein zu versehen, welcher enthält: M t , a) den Namen (den ortsüblichen Namen) der Sorte, b) den Preis per kg für feines Tafelobst, i c) * » Hu» pflückte s Wirth-s ^nächsterHahnstab schaftsobst, \ d) „ „ „ 100 kg Wirthschaftsobst,' e) das zur Verfügung stehende Quantum, f) den Namen des Verkäufers resp. des Bevollmächtigten und der nächsten Bahnstation. g) ungefähre Lieferzeit. , Die Formulare hierzu werden vom Marktcomitv kostenlos geliefert. . 8. Die Proben sind am Tage vor Abhaltung des Marktes, franco Marktlocal, zu liefern. Die Proben des verkauften Obstes gehen in den Besitz des Marktcomitös über; es bat ledoch jeder Käufer Anspruch auf Aushändigung eines dn Quantität des von ihm gekauften Obstes entsprechenden Thetles der Probe^ Die Proben des nicht verkauften Obstes werden, sofern dieselben nicht vor Schluß des Marktes vom Einsender abgeholt werden, zum Besten des Marktcomitös verwerthet. 9. Alle Verkäufe auf dem Obstmarkte finden durch vom Markt- comite abgestempelte Schlußscheine in dreifacher Ausfertigung statt, wovon der eine dem Käufer, der andere dem Verkäufer und der dritte dem Marktcomitö verbleibt. Sre werden vom Marktcomitö gebucht. Das Marktcomitö wird vom Verkäufer bezw. dem Vertreter durch den von ihm unterschriebenen Begleitschein bevollmächtigt, die Verkäufe im Namen und unter ausschließlicher Haftbarkeit des Verkäufers abzuschließen. 10. Ausstellungen an der gelieferten Maare sind innerhalb sechs Stunden für Beeren- oder Steinobst, und zwölf Stunden für Kernobst nach Ankunft bezw. nach dem Empfang des Bahn- Avises, von dem Käufer an den Verkäufer durch eingeschriebenen Brief anzuzeigen. 11. Im Interesse des weiteren Marktverkehrs erscheint es geboten, auch dem Marktcomitö von der Entscheidung dieser Beanstandungen Mittheilung zu machen. Geht aus den Entscheidungsgründen hervor, daß auf Seiten eines der Contrabenten ein unreelles Gebühren vorliegt, so kann der Betreffende von späteren Obstmärkten ausgeschlossen werden. wurden. Rom. 8. September. Der König ernannte den Aftlka- reisenden Schweinsurlh zumGrohosfizier der italienischen Krone. t n Kopenhagen, 8. September. Das seit dem 8. Marz 1886 bestehende Verbot der Einfuhr amerikanischen Schweinefleisches nach Dänemark rst heute ausgehoben worden. Petersburg, 8. September. Nach einer Mittheilung der Blätter nahm die Regierung die Einladung derVerewigten Staaten von Amerika zur Conserenz wegen Errichtung emes internationalen Bureaus für Austausch von Fallffse- -ments-Nachrichten an. Melbourne, 8. September. Reuter-Meldung. Die Barre ,^iji", von Hamburg nach Melbourne unterwegs, ist m der Nähe von Warmambool aus einen Felsen gestoßen und total verloren. Dreizehn Personen ertranken. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin 8. September. Nach einem Privattelegramm der „Germania" aus Brüssel sind zu dem heute beginnenden internationalen Congreb in Mecheln folgende Erklärungen aus Rom eingetrosien: 1) Die justitia commuta- tiva erheischt, daß der Lohn des Arbeiters fernen Lebens- bedürsnissen entspricht. 2) Auf Grund des Gesetzes von Angebot und Nachsrage die Noth des Arbeiters zu benutzen, um ihn iU einem seinen Lebensbedürfnissen nicht entsprechenden Lohne nn'uwerben, ist aeaen die justitia commutativa. 3) Wenn der7llgemeine L°hnsatz sich für die Bedürfnisse des bedrückten Arbeiters oder seiner Familie als ungenügend erweist, so sündigt man nicht per se loquendo gegen die justitia com- mutativa, wohl aber kann man dadurch contra cantotem et t» st-tben °n: erkennung und Zufriedenheit aus und dankte Kaiser Wilhelm Namens ^der Armee, daß er den Manöver» beigewohnt habe. Kaiser Wilhelm dankte und sprach seine Freude aus für die Gelegenheit, die Tüchtigkeit der österrelchlich-ungari>chen Armee zu bewundern. Hieraus verabschiedete sich der deutsche Kaiser aufs Herzlichste von den Herzögen und Generalen und begab sich mit dem österreichischen Kaiser zur Bahnstation Allenstein, woselbst die Verabschiedung erfolgte. tzraz, 8. September. Vorgestern wurde der Markt Weiz und Umgebung durch das Austreten des Weizbaches überschwemmt und die Commumcation unterbrochen. Mehrere Menschen sind ertrunken. Der schaden ist be- trächtlich. Paris, 8. September. Die Directton der Großen Over beschloß, heute Abend vor einem geladenen Publikum di/Generalprobe des „Lohengrin" äu veranstalten. Falls diese befriedigend ausfällt, wird die erste öffentliche Aufführung aus Freitag festgesetzt. Arras, 8. September. Im Bahnhose von Morentl fuhr gestern ein Personenzug gegen den Prellbockan, wodurch zwanzig Personen mehr oder minder schwer verletzt honestatem sündigen. Berlin, 9. September. Die „Voss. Ztg." meldet aus Grav- Der Wolkenbruch im Kessel von Passail hat ungeheure Verheerungen angerichtet. Ein Schmied ertrank, ebenso der Grazer Jurist Winter, vermuthlich sind noch mehr Menschen umgekommen. München, 8. September. Bei der heute von 2 bis i/94 Ufa stattgefundenen Mi lit är tafel im Hosballsaale der । Residenz befanden sich 200 Offiziere. Der KaiserTab zwischen dem Prinzregenten und dem Prinzen Ludwig. Rechts und»links hatten die anderen Prinzen Platz genommen. Dem Kaiser gegenüber saß Caprivi. Der Prinzregent tvastirte: „Ich trinke aus das Wohl Seiner Majestät des Deutschen Kaisers, Meines hohen Verbündeten, treuen Freundes und willkommenen Gastes." Der Kaiser erwiderte: „Ich trinke auf das Wohl Euer Königlichen Hoheit, Meines erhabenen Freundes und das prächtige Volk der Bayern. Sie leben hoch! Zwei Musikcorps spielten während des Mahls. München, 8. September. Der K a i s e r, der Prinzregent und die Prinzen hörten dem Zapfenstreich am offenen Fenster des Königshauses zu, wo sie von den dichten Zuschauermassen enthusiastisch begrüßt wurden. Der Verlaus des Zapfenstreichs war sehr effectvoll, besonders die Zusammenstellung der Grünlichter mit einzelnen rothen Magnefium- -sackekn. Lemberg, 9. September. Die Polenblätter berichten, der Czar wohne, von Dänemark zurückkehrend, den Manövern in Congreßpolen bet und verweile mehrere Tage in Warschau. Kopenhagen. 9. September. Der chilenische Kreuzer „President- Pinto" ist hier angekommen, salutirte die Forts, erhielt jedoch keine Antwort. Der Commandcur des Schiffes ist krank. Die Offiziere wollen keinerlei Auskunft über die Bestimmung und eventuelle Parteinahme des Schiffes geben. Loudon, 9. September. Es verlautet, die neue chilenische Regierung habe bereits einen Londoner Botschafter ernannt. — Der Congreß der Trade Unions in Newcastle stimmte mit großer Majorität für den internationalen Achtstundentag. am Abende bei ihren Truppentheilen im Biwak eintrasen. Nnr drei Leute find ärztlicher Seits als „Kranke" behandelt war- den, und zwar zeigten dieselben die Erscheinungen des Hrtz- schlages; aber auch diese „Kranken" haben nur einer zwei-bts dreitägigen Schonung bedurft und ist gegenwärtig von allen am 3. d. M. marode oder krank Gewordenen nicht ein einziger mehr in ärztlicher Behandlung, geschweige denn verstorben. Die Redaction kann nur wiederholt bedauern, daß durch die mangelhafte Information ihres Alsfelder Korrespondenten eine derartige Tartarennachricht erschien rote in Nr. 2Ub d. Bl. und ersucht wiederholt ihre Correspondenten, nur derartige Thatsachen zu melden, welche auf Wahrheit beruhen. Diejenigen Zeitungen, welche unsere Nachricht tnJRr. 206 nachdruckten, bitten wir von vorstehender amtlicher Mitthei- lung gefl. ihren Lesern Kenntniß geben zu wollen. 2J1) - — 1 vermischtes. * Frankfurt a. M., 7. September. Der Gesammt- besuch der Electrischen Ausstellung bezifferte sich am Sonntag aus 36,906 Personen, wovon 32,239 den ermäßigtem Eintrittspreis benutzten und 4667 Tickets abgaben. Die Wirthschasten und Musiktempel waren in permanentem Belagerungszustand und sanden die fremdartigen Uniformen der Mitglieder der Capelle des Kaiserl. Seebataillons ganz besondere Beachtung. , * Kassel, 8. September. Bei dem Zapfenstreich am Tage der Kaiserparade, 12. September, werden 1320 Musiker und Spielleute Mitwirken. * Naumburg, 4. September. Die hiesige Strafkammer verurtheilte einen Uhrmacher aus Weißenfels wegen Beleidigung des jüngsten Sohnes des Kaisers zu 3 Monaten Gesängniß. * Im Circus Rousseau in Weimar stürzte wahrend der jüngsten Vorstellung die kleine siebenjährige Kunstreiterin, daS Töchterchen des Directors, so unglücklich vom Pferde, daß sie das Genick brach und wenige Augenblicke darauf verschied. __ ^chiffsnächrichten^ Bremen. 7.Sevtbr. lPer transatlantischmTelegraph.^. Der Schnelldampfer Kaiser Wilhelm II., Capitän L. Stonmr, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. August von Bremen und am 27. August von Southampton abgegangen war, ist vorgestern uyr Mittags wohlbehalten in Newyork angekommen. WgchenUiche Neberficht der TodesMe in Gießen. 35. Woche. Vom 30. August bis 5. September 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (incl. 1600 Mann Milttär). SterblichkeitsMer: 20,19 °/oobezw. 12,62 nach Ausschl. der Ortsfremden. Kinder Türken-Loose. ??Oe!obÄl«!u I Haupt «Treffer: FrcS. 400,000.— 8051 Kleinster , , 400.— Stets oorräthtg bei Schulhof & Co., Bankgeschäft Gießen, Marktstraße 4. Frankfurt a. M., Zeil 69. Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 9. September, Vormittags zwischm 11 und 12 Uhr: Waffcr 15, Luft 19 Grad Neaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. Ostreich am ’n 1320 Msiker • ™«®6onn. Abgaben. Die ^tern Bel^, .Uniformen der llQonä ganz be- nesige Stras- beisiensels wegen ^bs Kaisers zte während der unstreiterin, das M Pferde, daß Wblicke daraus 4 EeWh.^. Der stornier, m Nord- iDonSremtnunbam ist vorgestern^Uhr älk in Sirßen. Ptember 1891. mm MM). MderOrtsstemden. Kinder hn vom nsjahr: L-15.M: 1 I(D 1 1 1 Nis" stem fleben «n, wie stj aus von AuLwdii Hstmärkte R. u, Dbftotint, ~W' Marmelade, @tle$ rc., ise. MtschlMd flWflW ■. totW fltrö ® *6 ” MdistwS 25 kg 1® SS- Brunaen vorbehalien. Pt «**•tn ffoi* « * tun) dn Sotle' taU*8*6 ob»,' . om ,... franco & *',6«DttN WZ i|4i' :SS'" iannt 1 Schiihwaaren zu Einkaufspreisen. 7433 STSE iZSmta stchri streng feste Preise. - Streng feste Preise. 8056 Durch die hohe Leistungsfähigkeit der Fabrik — Marktstr. 9. Milchverkauf Vom L Oet. ab beabsichtige ich 111 8007 d. Bl Das Neueste trifft stets ein bei tkaspär 3«.ne lV.,LKlein-Linden. 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September, werde ich zu Gießen gegen Baarzahlung öffentlich versteigern: 1) Nachmittags 2 Uhr in der Bieker - schen Hofraithe: , _ . 3 Pferde, 1 Rolle, 4 Wagen, 1 Jagd- wägelchen, 3 Schweine, 1 Pferdegeschirr, 1 großer Werktisch f. Ruffensteinbrenner, 1 Hobelbank, 1 Hand« wagen, 1 Bett, 1 Piamno, dw. MSVel, Silber- und Goldsachen. 2) Nachmittags 3 Uhr in dem Hause Schützenstraße Nr. 4: 1 große Parthie gebrannter und ungebrannter Ofenkacheln, Dfnv roste, Gypsformen, 1 Farbmühle, Erdwalze, Drehscheibe, 1 Handwagen, Dielen, Bretter, Mörser rc. Versteigerung ad II ganz bestimmt, ad I theilweise bestimmt. Liqueure und Bekanntmachung. Gelegentlich der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers in Kasiel werden folgende VerkehrS-Erleichterungen auf der Linie Frankfurt—Kasiel eintreten: , Am 11. September. qu dm Empfangsfeierlichkeiten wird ein Sonderzug mit zweiter und dritter Wagenklaffe von Gießen nach Kaffel 15 Minuten vor dem um 11 Uhr 39 Min. Vormittags von Gießen abfahrenden Personenzuge 93 Otto Herz SS Cos Schuhe und Stiesel find nicht nur die besten, sondern auch die bequemsten. [7844 Asterweg 47. — Ederstr. 8, Möbelfabrik u. -Lager empfiehlt . sein reichhaltiges Lager in eichen- u. nussbaum-polirten Möbeln, sowie completen Betten, polirt und lackirt aller Art, Blumentischen und Rohrsesseln, sowie Spiegel, Teppiche, Läufer und Gardinen zu aussergewöhnlichen Preisen. durch Ersparnisse der Ladenmiethe! Eigene Polsterwerkstätte!Eigene Schreinerwerkstatte^ P°n ^Für Rückfahrt vont Paradefelde aus nach Kaffel berechtigen dieselben $ Die Rückfahrt kann am Lösungstage nur mit den Rücksonderzügen, an den übrigen Tagen mit allen Personenzügen, ausschließlich der Schnellzüge, angetreten werden. 7Qft1 Näheres ist auf den Stationen zu ersehen. Königliches Eisenbahn-Betriebs-Amt Kassel (Main-Weser-Bahn). Donnerstag d. 17. September, Nachmittags 2^/2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die der Jost Bellos Wittwe in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 36 Nr. 3l5 - 319 Meter Hofraithe unter den alten und neuen Eich- gärten am Steinweg, Flur 36 Nr. 3d — 606 Meter Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend verstetgert werden- Gießen, 26. August 1691. Großh. Ortsgericht Gießen. I A-: Bogt. 7653 Stadt Cassel. Heute Mittwoch Abend: Haas im Topf. Auf dem Lindenplatz treffen heut? Donnerstag früh Gurken ein. [8052 Michael Seib. 80531 Ein ganz^wenig gebrauchtes fast neues Velociped (Opel, Blitz) ist zu verkaufen. Näheres in der Erpedition ds. Bl. besörderung. M x , Am 12. September. Zum Besuch der Kaiserparade wird ein Sonderzug um 19 Min. Nachts von Frankfurt a. M. und ein F"*" 3 Uhr 1 Min. früh, beide nur mit dritter Wagenklaffe, abgelaffen. y Diese Sonderzüge endigen in der Nähe des Paradefeldes, woselbst üblich des Dorfes Oberzwehren, in nächster Nähe des Bahnüberganges der Frankfurter Landstraße (nach der sogenannten Knallhütte), em besonderer Haltepunkt errichtet ist. , Für die Rückfahrt werden zwei Sonderzuge nut dritter Wagenklaffe SS "SÄ Ecke der Mäilsbmg und Wettcrgaffe. Der erste Rück-Sonderzug fährt 15 Min. vor dem um 7 Uhr 32 Mm. grau, bMg zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Einige Wagen guter Pferdemist abzugeben. Wo sagt die Expedition Ferner bringe ich mein Lager in nur _ soliden Schnhen und Stieseln von den gewöhnlichsten bis z« den hochfeinsten in empfehlende Erinnerung. Durch direkten Einkauf aus den größten nnd H6r besten Fabriken bin ich in der Lage, wirklich reelle, zEü/von Marburg um gute Waare billiger als jede Concurrenz zu ver- ■ - - ' - kaufen. 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[8027 Der Vorstand statt. 8020 en QD ■ S 8 an die Erped. d. Bl. [8009 CD A E E in s i 20 152 SterbefLlle gezahlt . . . . JL 59 873 798. 94 H In Braunfels von und den aller Orten bestellten weiteren Vertretern. 5670 4 offt. — Frantturter Bank-Di scont 4 vCt Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) ta Gießen. E E £ in S <3 e$> MC E ö