1891 nt. 107. Erstes Blatt. Sonntag den 10. Mai Scr M-exr K«zett«r ^ch«mt täglich, uSi LuSnahme des Montags. Ver Gießener »erteil dem Anzeiger «Lchentlich dreimal deigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 8iettfljäfrrig^ 2 Mark 20 Pfg. WÜti Bringerloha. Durch die Post bez«Gk» 2 Mark 50 Pfg. Webaction, LxpedÄ^ und Druckerei. Herajprecher 6X. Amts- und Anzeigeblatt füv den Kteb Gieren. Kr-tisSkitage: Kießmrr KamiküMLtt«. j ” ft ö ____I 8 " 1 p___—-----— -"- ' — . .. Jl....ILL-' 2T—T”:____________L "" . - Amtlicher Cheil. Bekanntmachung, die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwMgen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwMgen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden- Auch erscheint es zweckdienlich, wenn die nähere Adresse angegeben wird. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; b) ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit den FreiwMgen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit.hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasten, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und den sonstigen militärberechtigten Lehranstalten) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach dem Schema 18 zur Wehr-Ordnung vom, 22. November 1888 — Reg.-Bl. Nr. 5 von 1889 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 39, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. PrüfungS - Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Messer, 1 Hundehalsband, 1 Wams, 1 Brille, 1 Hut, 1 Taschentuch, 1 Schwanzriemen und 1 Ring (gez. E. v. V.) Gießen, den 9. Mai 1891. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. F r e s enius.______________________ Deutsches Reich Darmstadt, 8. Mai. Wie der „D. Ztg." mitgetheilt wird, werden Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog vom 1. Juni an in den von dem Höchstseligen Kaiser Friedrich als Kronprinz bewohnten Räumen des alten Cabinetshauses Wohnung nehmen. Deutschem Reichstag 117. Plenarsitzung. Freitag, 8. Mai 1891. Eingegangen: Vorlage betr. Vertagung des Reichstags bis zum 10. November d. I., Gesetzentwurf betr. die Unterstützung der Fa- mUten der zu den Uebungen einberusenen Mannschaften. Die Generalacte der Brüsseler Antisclaoerei - Eon- I ferenz werden in 1. und 2. Lesung debattelos angenommen. Bezüglich der Rechnungen der Kasse der Oberrechnungskammer I für 1887/88 und 1888/89 wird Entlastung ausgesprochen. Bezüglich der Ueberstcht der Reichs-Ausgaben und -Einnahmen im Etatsjahr 1889/90 werden die vorgekommenen Etatsüberschret- tungen und außeretatsmäßigen Ausgaben vorbehaltlich der bei Prüfung der Rechnung etwa noch sich ergebenden Erinnerungen vorläufig genehmigt. , , _ Der Gesetzentwurf betr. die Abänderung der Gewerbeordnung (Arbeiterschutzgesetz) wird in der Gesammtabsttmmung mit großer Mehrheit angenommen. Dagegen stimmen die Socialdemokraten und einige Mitglieder der Rechten, darunter Abgg. v. Kar- dorff, Graf Kanitz und v. Massow. Es folgt 3. Berathung des Zuckersteuergesetzes. Abgg. DrJDrterer und Spahn (Etr.) beantragen Festsetzung der Verbrauchsabgabe von 18 Mk. und folgenden Uebergang zur völligen Beseitigung der Prämie: in den 3 Jahren vom l.Aug. 1892 bis 31. Juli 1895 soll gewährt werden eine Prämie von 1 Mk. 25 Pf. für Rohzucker, 2 Mk. für Raffinade 1. Klasse und 1 Mk. 65 Pfg. für Raffinade 2. Klasse und in den 2 Jahren vom 1. August 1895 bis 31. Juli 1897 eine Prämie von 1 Mk. bezw. 1 Mk. 75 Pfg. bezw. 1 Mk. 40 Pfg. Abg. Spahn begründet diesen Antrag. Reichskanzler o. Caprivi erklärt die Zustimmung der verbündeten Regierungen zu dem Antrag Orterer. Der jetzige Zustand der Zuckerbesteuerung sei unhaltbar. Werde der Antrag Orterer abgelehnt, so werde dem Reichstage in nächster Zession abermals eine Vorlage gemacht werden. Ob dann diese Vorlage noch Ueber- gangsbestimmungen wie die vorliegende werde bringen können, erscheine unwahrscheinlich. c ,, Abg. Gras Mirbach (cons.). Diese Drohung werde an ihm abprallen; er sei nicht in der Lage, für den Antrag Orterer zu stimmen. Die Stellung des deutschen Zuckers auf dem Weltmärkte hänge von der Prämie ab; beseitige man die Prämie, so vernichte man den deutschen Zuckerexport. Man verhandle mit Oesterreich über den Abschluß eines Vertrags, um den deutschen Export zu heben. Hier habe man einen großen Export und den wolle man zerstören. Reichskanzler v. Caprivi: Eine Drohung habe ihm fern gelegen ; er habe nur die Interessenten in den Stand setzen wollen, die Meinung der verbündeten Regierungen kennen zu lernen und daraufhin ihre Interessen zu wahren. Von einet Zurücksetzung der Interessen der Landwirthschaft bei dieser Vorlage könne keine Rede sein. c ~ . .. Staatssecretär v. Maltzahn: Die deutsche Zuckerproduction sei seit der letzten Zuckersteuernovelle von 70 auf 106^2 Million Doppelcentner gestiegen; darin liege eine große Gefahr für die deutsche Zucktrinduftrie, denn der Weltmarkt sei nicht für ungemessene Mengen aufnahmefähig. Die Vorlage liege also im Interesse der deutschen Zuckerindustrie selbst, wozu noch das Einnahmebedürfniß des Reiches trete. Abg. Richter (bfr.): Graf Mirbach habe auf Frankreich exemplificirt; nun in Frankreich sei man eben dabei, die Kornzölle auf 372 Frcs. herabzusetzen. Vielleicht nehmen sich Graf Miroach auch dieses Vorgehen zum Muster. Für eine Vermehrung der Einnahmen liege augenblicklich kein Bedürfniß vor, weshalb er eine Erhöhung der Consumsteuer auf 18 Mk. ablehne. Werde der Antrag Orterer angenommen, so werde den Zuckerproducenten eine noch sehr erhebliche Liebesgabe zugewiesen, auf deren Verkürzung auch noch innerhalb der vorgeschlagenen fünfjährigen Frist werde hingewirkt werden. Abg. Fürst Hatzfeld (Rp.): Seine Fracttou halte in lieberem; stimmung mit der Regierung das Prämiensystem für unhaltbar; dasselbe komme nur den Importländern, insbesondere England, zu Gute. Trotzdem könnten seine Freunde dem Antrag Orterer nicht zustimmen, da derselbe die Prämien ganz einseitig und ohne Rücksicht auf das concurrirenöe Ausland beseitigen wolle. Er verzichte indetz auf Wiedereinbriugung seines Antrags, da derselbe aussichtslos fei. Abg. v. Koscie lski (Pole) schließt sich den Ausführungen des Grafen Mirbach an. Seine Freunde würden sowohl gegen den Antrag Orterer rote gegen die Regierungsvorlage stimmen. Abg. v. Bennigsen (nl.) befürwortet den Antrag Orterer. Ein schonender Uebergang sei für die Zuckerindustrie selbst mehr werth als der gegenwärtige unsichere Zustand, das Hangen und Bangen in schwebender Pein. Er setze voraus, daß seitens der verbündeten Regierungen während der Uebergangsperiode an die Zuckersteuer nicht weiter gerührt werde, es sei denn, daß die übrigen Zuckeiproductionsländer ihre Prämien abfchafften. Reichskanzler v. Caprivi sagt dies zu. ..... Abg. Schippel (Soc.) bestreitet, daß die Prämie für die Zuckerindustrie nöthig sei und dem Bauer nütze. Die Socialdemokraten stimmten weder für eine Prämie noch für eine Verbrauchsabgabe, sie stimmten überhaupt gegen jedes Gesetz, das nicht in der Richtung ihrer Ziele liege. Die Prämie sei eine Subvention für die Expropriateure, denn durch die Zuckerindustriellen würden die kleinen Bauern von Haus und Hof vertrieben, wie dies in Braunschweig geschehen. Braunschweigischer Bundesbevollmächttgter Frhr. v. Cramm- Burgdorf erwidert, daß gerade das Gegentheil der Fall gewesen. Abg. Graf Kanitz (cons.) bestreitet, daß der gegenwärtige Zustand bet Zuckerbesteuerung unhaltbar sei. Wenn auf das Ein- nahmcbebürfntß des Reiches hingewiesen werbe, so sei es unerklärlich, weshalb man jetzt einen Hanbelsvertrag abschlietze, ber einen Ein- nahrneaussall von 30 Millionen im Gefolge haben werbe. Er bedauere, jetzt für den Antrag Orterer nicht stimmen zu können; wenn die Regierung in der nächsten Session eine neue Vorlage einbringe, so werbe bann auch der österreichische Handelsvertrag bekannt sein und man werde dann eher in der Lage sein, die Tragweite einer Vorlage wie diese richtig zu beurthetlen. Abg. Dr. Meyer (bfr.): Die große Mehrheit seiner Freunde stimme gegen den Antrag Orterer, denn sie hielten das, was die Regierungsvorlage an Concessionen gewähre, für das Höchste, roaS überhaupt gewährt werden könne. Er verwahre sich gegen den Vorwurf einer Feindschaft gegen die Zuckerindustrie, aber die Subventionen, welche ihr gewährt werden, kommen aus der Tasche der Neueste Nachrichten. WoM telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 8. Mai. Die Budgetcommission des Reichstags bewilligte zu den Kosten für die Betheiligung zu der Weltausstellung in Chicago 100 000 Mark, sowie die zehnte Rate von 1 200 000 Mark für den Bau des Reichstags-Gebäudes ; sie erledigte sodann die Etats der Marine,, der Reichsjustiz-Verwaltung/ des Reichsschatzamts, des Reichseisenbahnamts, des Rechnungshofs, der Post-Verwaltung und des Reichs-Jnvalidensonds. Berlin, 8. Mai. Abgeordnetenhaus. Cultusetat. Die Forderung für einen altkatholifchen Bischof wurde gegen die Stimmen des Centrums und der Polen bewilligt. Das Capitel „Provinzialschulcollegium" sowie die Titel Universitäten und Seminare werden gleichfalls genehmigt. Fortsetzung morgen. Berlin, 8. Mai. Die Budgetcommifsion des Reichstags genehmigte mit 15 gegen 7 Stimmen 1425 000 Mk. zur Förderung von Cultur und Handel im Schutzgebiet von Kamerun. Dem Reichstag ist ein Antrag des Reichskanzlers zugegangen, der Vertagung des Reichstags bis zum 10. November zuzustimmen. Karlsruhe, 8. Mai. Der Statthalter v. Hohenlohe traf heute Nachmittag hier ein. Weimar, 8. Mai. Der Versammlung der G o e t h e g e s e l l- schaft, die stark besucht war, wohnte Minister a. D., Goßt er als correspondirendes Mitglied bei. Den Festvortrag hielt Professor Dr. Valentin (Frankfurt) über Faust,- Suphan berichtete über aufgefundene Briefe Goethes in Betreff seiner Theaterleitung. Die Briefe werden im sechsten Bande der Goethepublicationen erscheinen. Gestern war Festmahl im Schlosse- der Großherzog war bei der Festvorstellung anwesend, an die sich ein Epilog Wildenbruchs schloß. Wien, 7. Mai. Der König von Dänemark begab sich Nachmittags V/4 Uhr nach der Hofburg, um dem Kaiser einen Besuch abzustatten. Letzterer nahm zu dieser Zeit gerade an der Sitzung eines Ministerrathes theil. Später erwiderte der Kaiser dem Könige und der Königin in Penzig den Besuch. Wien, 7. Mai. Die Buchdrucker und Schrift gieß er beschlossen in einer heute abgehaltenen, von etwa 2000 Personen besuchten Versammlung mit großer Majorität, sich für einen allgemeinen Buchdrucker st rike zu erklären. Sie fordern eine Reducirung der Arbeitszeit von 9*/, auf 9 Stunden, Aufhebung der 14tägigen Kündigungsfrist und Einschränkung der Ueberstundenarbeit. Die Zeitungssetzer sind nicht ausständig. Wien, 8. Mai. Die Forderungen der Buchdrucker wurden von sämmtlichen Druckereibesitzern abgelehnt,- demgemäß erfolgt ein fast allgemeiner Drucker-Strike. Mittags treten die Arbeitgeber zur Berathung von Maßnahmen zusammen. Wien, 8. Mai. Der Strike der Buchdrucker und Schriftgießer nahm heute zu. Nur vier Buchdruckereien, tn denen die Principale sich mit den Arbeitern auf die Forderungen der letzteren einigten, arbeiten voll. Eine Conferenz der 35 hervorragendsten Buchdruckereien und Schriftgießereien beschloß, an dem Ende December 1891 ablaufenden Steuerzahler, also auch aus der feinigen. Er verfüge aber lieber über fein Geld selbst. Abg. Frhr. v. Wendt (Ctr.) stimmt für den Antrag Orterer, weil er wünsche, der Zuckerindustrie auf eine Reihe von Jahren hinaus die nothwendtge Ruhe zu verschaffen. Abg. v. K a r d 0 r s f (Rp.): Der Reichskanzler beabsichtige nicht, die Landwirthschaft zu schädigen, aber sie werde geschädigt durch dieses Gesetz, sie werde geschädigt durch den österreichischen Handelsvertrag und sie werde durch ein unausbleibliches neues Branntweinsteuergesetz geschädigt werden. Abg. Wisset (lib.) beantragt, die Uebergangsperiode mit den Orterer'schen Prämiensätzen auf die Jahre 1891/93 und 1893/95 zu rebuciren. Abg. Orterer (Ctr.) befürwortet feinen Antrag und erklärt, daß auch das Centrum in Zukunft schwerlich der Zuckerindustrie noch so weit werde entgegenkommen können wie jetzt. Abg. Graf zu Stolberg-Wernigerode (cons.) wird für den Antrag Ortetet stimmen, obgleich derselbe weniger biete, als man fordern durfte, aber eine künftige Regelung dürfte sich für die Zucker- industtie noch ungünstiger stellen. Der Antrag Wisset wird abgelehnt, der Antrag Orterer mit 146 gegen 143 Stimmen angenommen. Im Uebrigen wird das Gesetz im Wesentlichen nach der Regierungsvorlage angenommen. „ ,, ,, , . Auf Antrag der Abgg. Graf zu Stolberg und Hultzsch wird folgende Resolution angenommen: Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, bei den Aussührungsbeflimmungen Sachverständige aus der Zuckerindustrie zu hören. r ± Nächste Sitzung heute Abend 8 Uhr. Berathung des Vertagungsantrags, Nachttagsetat, kleine Vorlagen. Tarifvertrag sestzuhalten und nöthigenfalls den Betrieb einzustellen oder einzuschränke«. Die Principale erklärten sich solidarisch und sorderten die übrigen zu gleichem Vorgehen auf. Prag, 8. Mai. Im Ausstellungs-Rayon zerstörte während eines Gewitters ein Windstotz den Holz-Pavillon, wobei eine Person schwer und drei leicht verletzt und bei den Rettungsarbeiten ein Feuerwehrmann schwer verwundet wurde. Der Ausstellungs-Rayon wurde durch den Gewitterregen überschwemmt. Paris, 8. Mai. Der Marmemmister Barbey bestätigte in der heutigen Sitzung des Ministerraths, daß in der vergangenen Nacht während eines von der Nord - Division der Panzerflotte ausgeführten Angriffsmanövers gegen Cherbourg das Torpedoboot „Emond Fontain", von dem elec- trischen Lichte des Kriegsschiffes „Sarcouf" geblendet, durch einen Kreuzer angerannt worden ist- das Torpedoboot ist dann über seichte Stellen in die Nähe der Hasenmündungen geschleppt worden. Die Hebung werde voraus s'.chtlich ohne Schwierigkeiten erfolgen. Bei dem Unfall habe ein Quartiermeister in den Wellen den Tod gefunden. Brüffel, 7. Mai. Aus Vaux-Sous-Chevremont wird gemeldet, datz gestern 50 S t r i k e n d e aus zwei Gensdarmen, welche die Kohlengrube Fond Piqueux bewachten, Steine geschleudert hatten. Die Gensdarmen machten daraus von ihrer Feuerwaffe Gebrauch. Zwei von den Angreifern wurden verwundet. Mit Hülfe einer eingetroffenen Verstärkung der Gensdarmerie wurden die Strikenden zerstreut. Brüffel, 7. Mai. Der Kriegsminister hat zwei Klaffen der Miliz, welche mit unbeschränktem Urlaub verabschiedet waren, einberufen. Brüffel, 8. Mai. Gestern Abend sind nach der Centralregion drei Bataillone Carabiniers abgegangen. Lüttich, 8. Mai. Die Arbeiter des ganzen Phosphatwerkdistrikts striken. Lüttich, 8. Mai. In einem unweit von hier belegenen Gehölz wurden zwei mit Lunte versehene Bomben aufgesunden. Es ist gerichtliche Untersuchung eingeleitet. Antwerpen, 8. Mai. Der Arbeiterverband beschloß, die Dockarbeiter aufzufordern, keine ausländischen Kohlen mehr auszuladen. Fourmies, 8. Mai. Arbeiter begaben sich heute nach den Werken, um mit den Eigenthümern derselben zu unterhandeln, wurden jedoch von Agitatoren davon abgebracht. Lüttich, 8. Mai. In zwei kleineren Kohlengruben der Umgegend fand eine Wiederaufnahme der Arbeit in unerheblichem Umfange statt. — Gestern und heute wurden zahlreiche Plünderer und Urheber von Ausschreitungen verhaftet. — Die Schildwachen wurden Nachts wieder mehrfach mit Revolvern angegriffen. Lüttich, 8. Mai. Es ist eine leichte Wiederaufnahme der Arbeit bemerkbar, bei der Einfuhr zur Abendschicht waren einige Arbeiter anwesend. In dem Bassin des Centrums ist der Strike nicht so ausgedehnt, wie man geglaubt hat. Rom, 8. Mai. Ein vom Bahnhose Allerona (Provinz Rom) behuss Materialienladung nach dem Steinbruche Rival- cale fahrender Eisenbahnzug wurde durch den austretenden Strom aus den Schienen gerissen. Viele Arbeiter sprangen ins Wasser, um sich zu retten. Es ertranken jedoch alle. Belgrad, 8. Mai. Das „Amtsblatt" veröffentlicht eine Verordnung des Kriegsministers, nach der die Wafsen- übungen der Infanterie des ersten Aufgebots Mitte Juni, die des zweiten Aufgebots Mitte Juli beginnen. Sämmtliche subalternen Reserveoffiziere werden zur Dienstleistung in den stehenden Cadres zum 13. Mai eiuberufen. Charkow, 8. Mai. Vorige Nacht entgleiste der P o st - z u g zwischen Losowaja und Charkow. Menschen sind nicht verunglückt, einReisender wurde leichtverletzt. Die Entgleisung wurde dadurch verursacht, daß eine Schiene abgeschraubt war. Valparaiso, 7. Mai. Gegen die hervorragendsten Mitglieder des Cabinets wurde ein Attentatsversuch gemacht, indem eine Bombe aus die Straße geworfen wurde. Niemand wurde verletzt. Cocei»» «nd prowtaskße». Gießen, 9. Mai. — Mit Allerhöchster Ermächtigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs richtet das Finanzministerium unterm 23. v. M. an die Stände des Großherzogthums, und zunächst an die Zweite Kammer, das Ansinnen, die Zustimmung dazu zu ertheilen, daß die in den Hauptvoranschlag für die Jahre 1891-—94 unter Capitel 112, Titel 2, Ziffer 4 eingestellte Summe von 9900 Mk. zur theilweifen.Herstellung des ehemaligen Regierungsgebäudes zu Gießen, namentlich im Dachwerk und im Aeußeren, verwendet werde. — Kunstverein. Der Eintritt in die derzeitige Ausstellung des Kunstvereins im alten Hosgerichtsgebäude (Vormittags 11 bis Mittags 1 Uhr) erfolgt Sonntag den 10, d. Mts. gegen das ermäßigte Eintrittsgeld von 20 Pfg. — An Stelle des Stadtrechners Lauber ist in gestriger Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung der derzeitige Rechner der Armenkasse, Döpfer, zum Stadlrechner gewählt worden. — Nachdem nun der Frühling seinen Einzug gehalten, halten die Blumentöpfe ihren Auszug und zwar vielfach auf die Fensterbänke. Daß dieser Umzug nicht immer mit der nöthigen Sorgfalt vor sich geht, daß namentlich die Blumenstöcke zu wenig vor dem Herabfallen bewahrt werden, ist bekannt. Es seien daher die Besitzer solcher Blumentöpfe darauf aufmerksam gemacht, daß sie für durch Abstürzen entstehende Schäden und für Verletzung von Passanten, auch wenn der größte Theil derselben jetzt des Segens der Jnva liditäts rc.-Versicherung theilhaftig sein dürfte, aufzukommen haben und außerdem strafbar sind. — Auf die in „Steins Garten" stattfindenden Vorstellungen der Mellmi Künstler-Gesellschaft, deren reichhaltiges Programm stets großartige Leistungen vor Augen führt, sei hiermit nochmals aufmerksam gemacht. Die humoristischen Vorträge des amerikanischen Clemens-Duetts, die Luft- und Parterre-Gymnastik der Herren Gebr. Revelle sind künstlerische Specialitäten, an die sich ebenbürtig die Leistungen der übrigen Mitglieder anschließen. — Die evangelische Landessynode wird voraussichtlich auf Donnerstag, den 4. Juni d. I. einberufen. — Großh. Ober- consistorium hat der evangelischen Landessynode einen Gesetzentwurf, die Aushebung der Accidenzien der evangelischen Geistlichen betreffend, vorgelegt, wonach vom 1. April 1892 ab alle Gebühren der Geistlichen für von denselben zu verrichtende Amtshandlungen, wie sie ihnen seither in den meisten Gemeinden nach Herkommen oder ausdrücklicher Festsetzung zugestanden, aufgehoben sind. — Die Synodalen Wahl (Schlitz) und Dieffenbach (Schlitz) haben bei der evangelischen Landessynode den Antrag emgebracht: die Synode wolle Großh. Oberconsistorium ersuchen, darauf Bedacht zu nehmen, daß der für die angehenden Geistlichen vorgeschrie-' bene Amts ei d künftig nur von einer dem Geistlichen vorgesetzten kirchlichen Behörde abgenommen werde. § Schotten, 8. Mai. Das Großh. Kreisamt dahier macht bekannt, daß Großh. Ministerium des Innern und der Justiz die Abhaltung von drei weiteren Viehmärkten in der Kreisstadt Schotten genehmigt hat, welche alljährlich wie folgt abgehalten werden sollen: 1) Zuchtviehmarkt um Mitte April, eine Woche nach Ostern- 2) Zuchtvieh- und Bullenmarkt, verbunden mit einer Prämiirung der Bullen und einer Viehverloosung am ersten Montag im Juni- 3) Viehmarkr am zweiten Montag des September. r. Herbstein, 8. Mai. Im Laufe der vorigen Woche brach im hiesigen Gemeindewalde in einem siebenjährigen Fichtenbestande des Districts Rockelserköpfchen Feuer aus, das sich über eine Fläche von etwa 4 Morgen verbreitete und einen bedeutenden Schaden anrichtete. Der Brand soll dadurch entstanden sein, daß ein junger Mann, der die fragliche Stelle rauchend passirte, ein brennendes Zündhölzchen in den Bestand warf. St. Ober Ohmen, 8. Mai. Am gestrigen Himmelfahrtfest sand in hiesiger Kirche Nachmittags zum ersten Mal ein liturgischer Gottesdienst statt, dessen gesanglicher Theil von dem Kirchengesangverein, gemischter Chor, von Bobenhausen ausgeführt wurde. Sehr zahlreich waren Gäste von hier und aus den Filialdörsern erschienen, so daß sich der große Raum des Gotteshauses dicht anfüllte. Den Altardienst versah der Ortspfarrer Herr Jung. Mächtig erbrausten die Klänge des Eingangsliedes „Jerusalem, du hochgebaute Stadt" von dem der Orgelbühne gegenüber placirten Kirchenchor. Verrieth schon dieser Gesang eine überraschende Schulung, so trat diese noch mehr hervor bei den darauffolgenden Liedern „Herbei, o ihr Gläubigen", „Ach bleib mit deiner Gnade", „Ueberwinder, nimm die Palme", „Mir nach spricht Christus"rc. und dem Schlußlied „Danket dem Herrn". In der That, wenn man das Material in Betracht zieht, das dem Dirigenten, Herrn Pfarrer Muhl, zu Gebote steht, so muß man sagen: Hier ist Vortreffliches geleistet worden. — Kleine Mittheilungen aus dem Großherzogthum Hessen. Die drei japanischen Offiziere, die z. Zt. in Mainz bei dortigen Regimentern Dienst thun, wurden am Mittwoch von Sr. Köuigl. Hoheit dem Großherzog empfangen. — Zwischen Indianern der z. Zt. in Mainz sich aushaltenden Truppe Buffalo Bills und einer größeren Abtheilung Husaren sand am Mittwoch Morgen auf dem „Sand" ein Rennen statt, dem verschiedene höhere Offiziere beiwohnten. Es soll auf beiden Seiten gleich schneidig geritten worden sein. — Am Dienstag fielen zwei Frauen aus Bretzenheim von einer Bierrolle. Während die Eine mit geringen Hautabschürsungen davonkam, erlitt die Andere so schwere innere Verletzungen, daß sie in der Nacht darauf starb. —In den Landgemeinden des Kreises Mainz ist das Umhertragen und Feilbieten von Backwaaren, Blumen, Kurzwaaren u. s. w. durch Kinder unter 14 Jahren verboten worden. * Darmstadt, 8. Mai. Ein bedauerlicher U n g l ü ck s f a l l ereignete sich heute Mittag im Lehrerzimmer der Mädchen- Mittelschule. Als sich der Lehrer Anton Reeg in der Pause im Conferenzzimmer befand, wurde er von einem Schlaganfall betroffen und war sofort eine Leiche. Der Dahingeschiedene erfreute sich unter seinen Collegen und in der Bürgerschaft allgemeiner Beliebtheit und Hochachtung, weßhalb sein plötzlicher Tod allgemeine Theilnahme hervorrust. * △ Mainz, 8. Mai. In Folge mehrseitiger Anregung ist vorgestern von Seiten eines Beigeordneten der Bürgermeisterei versucht worden, den nun schon über ein Vierteljahr währenden Aus st and der hiesigen Schreinergesellen durch einen Vergleich zu Ende zu bringen. Eine entsprechende Anzahl Mitglieder der Lohncommission der Gesellen und der Vorstand des Fabrikanten- und Meistervereins waren zu diesem Behufe zu einer gemeinschaftlichen Besprechung vor das Gewerbeschiedsgericht eingeladen worden. Erstere waren bereit, dieser Einladung Folge zu leisten, während der Meisterverein erklärte, es bedürfe keiner Verständigung, da die Werkstätten hinlänglich mit Arbeitskräften versehen seien. Der Strike ist somit zu Ende gegangen, wie es vorauszusehen war: die Werkstätten haben sich allmälig mit neuen Arbeitskräften versehen und die in den Ausstand eingetretenen Gesellen stehen beschäftigungslos da, was besonders von den verheiratheten, an den Platz hier gefesselten Arbeitern drückend empfunden werden wird. Dieser im Sande verlaufene Strike hat bis jetzt bereits über 40,000 Mk. gekostet. *△ Mainz, 8. Mai. Ein Offizier der hiesigen Garnison hat nut Buffallo Bill, dessen Truppe nach viertägigem Aufenthalt hier verflossene Nacht per Extrazug nach Köln befördert wurde, eine Wette im Betrage von 500 Mk. con- trahirt, daß er die „Bücking Horris" (bockende Pferde) der Gesellschaft besteigen würde. Die Wette kam gestern zum Austrage und zwar in der für den Offizier ungünstigsten Weise. Es gelang ihm nicht, auch nur eines der fünf bösartigen Thiere zu besteigen. *ff Kassel, 8. Mai. Kaisermanöver — Kaiserparade. Nach unserer Information ist es nunmehr bestimmt, daß die große Parade, welche bei Abhaltung des Kaisermanövers hier stattfinder, am 12. September, einem Samstag, abgehalten wird und zwar in Gegenwart des Kaisers, der Kaiserin und vieler fremder Fürstlichkeiten. Das Paradefeld liegt in der Nähe von Niederzwehren, einem Dorfe dicht vor den Thoren Kassels. Se. Majestät der Kaiser wird mindestens vier Tage auf Wilhelmshöhe im Riesenschloffe residiren. An der Kaiserparade werden sich die gesammten Truppen des XI. Armeecorps, drei Infanterie- Divisionen und eine Cavallerie-Division, betheiligen. Da zur Bildung der letzteren die sechs zum Armeecorps gehörigen Cavallerie-Regimenter nicht ausreichen, so werden zwei Caval- lerie-Regimenter auS dem westfälischen oder rheinischen Armeecorps herangezogen. Da das XI. Armeecorps das stärkste der Armee ist, so wird die Parade eine der größten sein, die seit langem stattgefunden haben. * Ein eigenthümlicher Racheact wird aus dem belgischen Orte Morlanwelz in der Nähe von Charleroi berichtet. Der dortige Kirchenvorstand hatte mit einem Zinkarbeiter einen Vertrag abgeschlossen, wonach dieser den Wetterhahn von der hohen Kirchthurmspitze herabholen, neu vergolden und dann wieder an seinen Standort bringen sollte. Als Vergütung hierfür sollte er 300 Frcs. erhalten. Der kühne Steiger holte den Hahn herab, ließ ihm nach Vorschrift das Gefieder erneuern und verlangte nun sein Geld. Der Kirchenvorstand scheint dem Manne indeß nicht recht getraut zu haben, denn die Auszahlung wurde verweigert, bis der goldige Wetterprophet wieder aufgesetzt worden sei. Unwirsch stieg der Arbeiter den hohen Thurm hinauf, brachte den Hahn an Ort und Stelle, ließ ihn sich einige Male vor den Augen der untenstehenden zahlreichen Zuschauer nach allen Windrichtungen drehen und nahm ihn dann ruhig wieder ab, um ihn durch eine unter dem Rock hervorgeholte große belgische Tricolore zu ersetzen, die alsbald weithin sichtbar im Winde flatterte. Dann trat der verwegene Mensch mit feinem Hahn die Rückreise nach unten an, die ihm auch glücklich gelang. Den wörtlichen Vorschriften des Vertrags hat er genügt, aber der Kirchenvorstand will sich hiermit nicht zufrieden geben, gibt das Geld nicht und will den Manu gerichtlich zwingen, die Landesflagge auf der Thurmfpitze wieder durch den Wetterhahn zu ersetzen. HtrisMtriitäta > Nachkichten. — Wie aus Straßburg geschrieben wird, hat der außerordentliche Professor Dr. Kohts, Director der medicinischen Poliklinik und der Klinik für Kinderkrankheiten, einen Ruf an die Berliner Universität erhalten und angenommen. — In betagtem Alter starb am 6. Mai in London der englische Rechksgelehrte Thomas Ha re. Seine „Reports in Chancery“ befinden sich in der Bibliothek jedes englischen Juristen. Sein größtes Werk bildet jedoch „On Representation“, eine Kritik des Repräsentativsystems und die Beseitigung der Mängel desselben. Sd?iffsnad?rid?iem Bremen, 7. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Schnelldampfer Havel, Capt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. April von Bremen und am 29. April von Southampton abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newvork angekommen. Die Reisedauer incl. Zeitunterschied beträgt von Southampton 6 Tage 23 Stunden oder auf Queenstown berechnet 6 Tage 8 Stunden. Bremen, 7. Mai. sPer ttansatlantischen Telegraph.! Der Postdampser Karlsruhe, Capt. F. Keßler, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. April von Bremen abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. Verkehr, Land« und VolksrviL'L§?chaf§. Gietzen, 9. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 1,10—1,20, Hühnereier 1 St. 2 St. 9-11 4, Enteneier 1 St. 5-6 4, 2 St. - 4, Käse pr. St. 5—114, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 17 4, Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar JL 0,60—0,90, Hühner pr. Stück vM 1,00—1 30, Hahnen pr. St- 1,20—1,50, Enten pr. Stück X 2,00-2,30, Ochsenfletsch pr. Pfd 70—74 4, Kuh- und Rindfleisch 60—64 4, Schweinefleisch 56—64 4, Hammelfleisch 50—76 4, Kalbfleisch 50-56 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 8,50-9,00, Weißkraut pr. St- 3—7 4, Zwiebeln per Centner JL 7,50—0,00, Milch per Liter 12—18 4, Gänseeier 10—11 4 Bei Gebrüder Stamm (Markt- und Schulstraßen- Ecke I. und II. Stock) findet man die größte Auswahl der schönsten Herren- und Knabenkleider zu bedeutend ermäßigten Preisen. t3396 Haupttreffer Fre. 400,000» Gertngsttr Treffer Are. 400 bei der W» Ziehung am !♦ Juni ■ der 4498 Türken-Loose. 6 Ziehungen. Gießen, Stets oorräthtq bet Frankfurt a. M. Markstr. 4. Schulhof & Co. Zeil 69. Auch auf Thetlzahlungen ohne des. Zuschlag. 2lus3ug aus den Standesaintsregisterrr der Stadt Gietzen. Aufgebote. Mai: 2. Dr. Otto Karl Strecker, Chemiker zu Mainz, mit Emma Jane Wilson zu Gießen. 4. Srmon Klein, Kaufmann von Mainz, mit Hedwig Schulhof dahier. 7. Heinrich Wilhelm Reinhold Kühn, Schlosser zu Kalle, nut Henriette Diehl von Ehringshausen, aufenthaltltch dahier. 8. Adam Scheyda, Redacteur zu Gietzen, mit Auguste Frohnhäuser hterselbst. 8. Johann Julius Leinweber, Kaufmann, wohnhaft zu Gießen, mit Johanna Julie Katharine Fahdt zu Gießen. Eheschließungen. Mai: 6. Jacob Schwanthaler, Lehrer zu Höchst a. M., mit Bertha Levi zu Frankfurt a. M. 6. Dr. Felix Mosbacher, pract. Arzt zu Schweinfurt, mit Betty Katzenstein von hier. 6. Vicefeldwebel Ä9vtfbt= eine§ dtttzL 'över _ * ist e§ hl Sai^t= Ä; -• September »; ä-füb eiten. $oe S?T"; =™e« ■rafee ftetfeen }$ bie t’3nfantetie= 6e^et[tgen. Da $ut ™ee“^ »W en "eeden zwei 6Mal= ® °d-r rhemjschm «meecotps das eint der größten tb ^dm dlWm oon Chariervi be-- hatte mit einem M »nach dieser denWetm- herabholen, neu ver- ^udort bringen sollte. Fres. erhalten. Der ;efe ihm nach Vorschrist nun sein Geld. Der !>eß nicht recht getraut ' verweigert, bis der : worden sei. Unwirsch naus, brachte den Hahn ,e Male vor den Augen luer nach^allen Wmd- ruhig wieder ab, um (geholte große belgische thin sichtbar im Winde iensch mit seinem Hahn i auch glücklich gelang, igs hat er genügt, aber t nicht zujrieden geben, oiin gerichtlich zwingen, lieber durch den Wetter- rieften. ■ fflkb, hat bet «uber- bet mebtiuWn Ms , tmtn M M in London der eng- ne „Reports in Chancery Aschen Juristen. S-ch entationu, eine Kritik des der Mangel desselben. ungft, vom Norddeutsche il von Bremen und M rJ ß* i ^6% 23 St* *Rr«sse *' M-»E« ».SA, “Stet <^W 8‘ 4498 ’♦* MrUÜ bei ö Zeil «9- ** ,«*.$ k 611,01 Hn «° ffl., ®? Heinrich Köppel dahier, mit Marie Margarethe Fachinger von Fachingen. 6. Kaspar Fehl, Schuhmacher dabier, mit Augufte Henriette Hortz hierselbst. 6. Richard Hugo Wienand Buchacker, Kaufmann dabier, mit Magdalene Karoline Fuhr von hier. 6. Karl Albert, Pferdeknecht dahier, mit Katharine geb. Blößer, Wittwe von Taglöhner Daniel Walter hier. Geborene. April: 28. Dem Taglöhner Heinrich Schmidt XL eine Tochter, Maria Emma Minna. 28. Dem Pofthilfsboten Otto Rühl ein Sohn. Otto Wilhelm. 29. Dem Kaufmann August Greb eine Tochter. 30. Dem Dienstmann Daniel Weißenstein eine Tochter, Katharine Margarethe. Mai: 1. Dem Kaufmann Moritz Kann ein Sohn, Stephan. 2. Dem Universitäts-Professor Dr. Adolf Vofsius ein Sohn, Adolf Wilhelm Axel. 2. Dem Taglöhner Johs. Gilbert ein Sohn, Wilhelm. 3. Dem Taglöhner Ludwig Hintertang eine Tochter, Kath. Marie Elisabethe. 4. Dem Tapezier Adolph Gerstenberg ein Sohn. 5. Dem Schlosier Friedrich Gustav Koch eine Tochter, Frieda. 7. Dem Amvaltsgehülfen Georg Eidmann eine Tochter. Gestorbene. Mai: 1. Adam Heiser, 21 Jahre alt, von Heidesheim, Musketier dahier. 2. Marte Rühl, geb. Koch, 23 Jahre alt, Ehefrau von Posthilfsbote Otto Rühl dahier. 2. Ferdinand Weiß, 60 Jahre alt, Glaser dahier. 2. Albert Emil Wilhelm Nieß, 7 Monate alt, Sohn von Schlosser Sebastian Meß dahier. 3. Marie Rau, geb. Albach, 72 Jahre alt, Ehefrau von Hilfsbremser Jacob Rau dahier. 3. Elise Lichtenfels, 17 Jahre alt, ledig, von Butzbach. 5. Johann Theodor Stoffer, 70 Jahre alt, Schuldiener dahier. 5. Eine Tochter des Schutzmanns Johs. Schädel, noch ohne Vornamen. 5. Johanna Marte Herr, 2 Jahre alt, Tochter von Handelsmann Johann Herr Wtttwe dahier. 6. Käthe Anna Ida Lommel, 7 Jahre alt, Tochter von Apotheker Theodor Lommel dahier. 6. Ludwig Schleenbecker, 18 Jahre alt, Bergmann von Rodhetm a. d. Bieber. 8. Luise Hahn, geb. Michel, 78 Jahre alt, Wittwe von Postschaffner Heinrich Hahn dahier. AuSMg aus den Kirchenbücher« der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Getränte. Den 2. Mai. Theodor Heinrich Gustav Adalbert Btndewald, Kaufmann in Gießen, und Johanna Hermine Henriette Karoline Schwager, Tochter des Kaufmanns Georg Philipp Schwager in Gießen. Denselben. Wilhelm Bernhard Rühl, Jnstitutsdiener in Gießen, und Antonte Henriette Emilie Friederike Julie Karoline Brückmann, Tochter des Maschinisten Johannes Brückmann in Gießen. Denselben. Ludwig Schmidt, Bäcker in Großen-Linden, und Wilhelmine Conradtne Christiane Stiehl, Tochter deS Kutschers Christian Stiehl in Gießen. Den 6. Mai. Kaspar Fehl, Schuhmacher in Gießen, und Auguste Henriette Hortz, Tochter des Schneiders Johann Adam Hortz in Niedershausen. Denselben. Heinrich Köppel, Vicefeldwebel in Gießen, und Marie Margarethe Fachinger, Tochter des verstorbenen Bergmanns Theodor Fachinger in Fachingen. Denselben. Karl Albert, Knecht in Gießen, und Katharine Walther, geb. Blößer, Wtttwe des verstorbenen Taglöhners Daniel Walther in Gießen. Denselben. Richard Hugo Wienand Buchacker, Kaufmann in Gießen, und Magdalene Karoline Fuhr, Tochter des Schuhmachermeisters Martin Fuhr in Gießen. «etautte. Den 3. Mai. Dem Gerber Wilhelm Plank ein Sohn, Franz Hermann, geboren den 16. März. Denselben. Dem Hilfsbremser Adam Jßley Zwillinge, ein Sohn, Willy Karl, und eine Tochter, Lina Elise Anna, geboren den 14. April. Denselben. Dem Jnstitutsdiener Heinrich Heilmann eine Tochter, Johanna Georgine Eugenie, geboren den 12. März. Denselben. Dem Eisendreher Conrad Graulich eine Tochter, Marie, geboren den 6. Aciril. Denselben. Dem Posthilfsboten Otto Rühl ein Sohn, Otto Wilhelm, geboren den 28. April. Den 5. Mai. Dem Metallgießer Ludwig Schmidt ein Sohn, Ludwig Georg Max, geboren den 22. Januar. Beerdigte. Den 2. Mai. Lina Katharine Döpfer, Tochter des Weißbinders Conrad Döpfer, alt 14 Jahre, gestorben den 30. April. Den 3. Mai. Marie Rühl, geb. Koch, Ehefrau des Posthilfsboten Otto Rühl, alt 23 Jahre, gestorben den 1. Mai. Den 4. Mai. Ferdinand Weiß, Schreiner, alt 60 Jahre, gestorben den 2. Mai. Den 5. Mai. Marie Rau, geb. Albach, Ehefrau des Bremsers Jakob Rau in Gießen, alt 72 Jahre, gestorben den 3. Mai. Den 7. Mai. Johann Theodor Stoffer, Schuldiener in Gießen, alt 70 Jahre, gestorben den 5. Mai. Den 8. Mai. Käthe Lommel, Tochter des Apothekers Theodor Lommel, alt 7 Jahre, gestorben Den 6. Mai. Marsala u. V ino dolce ä Mk. 1.90 pr. 7i Flasche a ,, 1. „ Vj », Marken No. 25 und 35 der Deutsch-Italienische« Wein * Import • Gesellschaft (Central-Verwaltung Frankfurt am Main), sind wohlschmeckende Desiertweine und bietet Marsala einen vorzüglichen Ersatz für Madeira und Sherry und Vi«o dolce für Tokayer, auch ist das bei derartigen Weinen vielfach übliche Gipsen und Spritzusetzen durch kSnigl. Italien. StaatScontrole gänzlich ausgeschlossen, dieselben werden deshalb in allen jenen Fällen, wo Weine als Stärkungsmittel angewandt werden, meistens bevorzugt. Air Verkaufsstellen werden durch Annoncen bekamst gegeben. (2311 Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei 3341 <*ebr. Stamm. Brodpreise vom 10, Mai bis 24. Mai 1891. Bei de« Bäcker« 4 Schwarzbrod 1. Sorte 1. 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Brückenbau in Garbeuteich Grab-und Maurerarbeit 304 di. 78 Steinhauerarbeiten 566 „ 18 „ Chaussirungsarbeiten 33 „ 70 „ Pflasterarbeiten 64 „ 40 „ Eisenconstruction bestehend aus: 4280 kg Schmiedeisen 140 „ Gußeisen 1098 di. 00 Die Angebote sind mit entsprechender Ausschrift versehen bis spätestens Dienstag den 19. Mai d. I-., BormittagS 9 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst die Pläne, Voranschläge und Bedingungen für diese Arbeiten zur Einsicht offen liegen, abzugeben. Gießen, am 8. Mai 1891. Der Kreisingenieur: 4454__Stahl.______ Verdingung der Ausführung der Erd- und Böschungsarbeiten, der Brücken und Durchlässe, Wege-Ueber- und Unterführungen, sowie der Wegebefestigungsarbeiten zum Bau der Eisenbahn von Niederwalgern nach Weidenhausen vom Theilpunkt — 5 bis Theilpunkt 85 4- 0 ( 133000 cbm Bodenbewegung, 83 900 qm Böschungsflächen, 699 cbm Steinpackungen, 273 cbm Wasserkalk, 2458 cbm Bruchsteinmauerwerk und 76 cbm Werksteine ), eingetheilt in zwei Loose. Termin r Donnerstag, de« 4. Juni 1891, Vormittags 11 Uhr im Amtszimmer des Abtheilungs-Baumeisters Hentzen in Gladenbach, Regierungsbezirk Wiesbaden. Lagepläne, Bauwerkszeichnungen, Berechnungen, Bedingungen u. s. w können daselbst eingesehen und die Verdingungsunterlagen gegen kostenfreie Einsendung von 2 80 $ von dort bezogen werden. Zuschlagsfrist 4 Wochen. 4459 Hannover, den 4. Mai 1891. Königliche Eisenbahn-Direction. Sicherheitsrad, neuesten Systems, vorzüglich erhalten, neu Mk. 380, für Mk. 225 zu verkaufen. Offerten unter Nr. 4504 an die Exped- d. Bl. erbeten-______________________4504 4466] Ein eleganter Mylord (Halbverdeck), ein neues und ein gebrauchtes Break, ersteres auch als Geschäftswagen sich c.gmnd, zu verlausen bei Fnedr. Grauer, Butzbach. Die reilWMgfle aller Nlosten-Zeilungen ist die Jllrrftrirte Araueit-Zeittmg. Dieselbe bringt in jährlich 24 Doppelheften 24 Moden- und Unterhaltungs- Nummern mit Beiblättern, in reizvollen farbigen Umschlägen. 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Kein anderes tllustrirtes Blatt überhaupt, innerhalb oder außerhalb Deutschlands, kann nur entfernt diese Zahl aufweisen; dabei beträgt der vierteljährliche Abonnements- Preis nur 2 Mk. 50 Pf. Einzelne Hefte kosten 50 Pf. ober 30 Kr. — Die „Große Ausgabe mit allen Kupfern" bringt außerdem jährlich noch 36 große farbige Modenbilder, also jährlich 64 besondere Beigaben, und kostet vierteljährlich 4 Mk. 25 Pf. (in Oesterreich-Ungarn nach Cours). Abonnements werden jederzeit angenommen bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. — Probe-Hefte gegen 50 Pf. (30 Kr.) in Briefmarken franco durch die Expedition Berlin W., Potsdamer Straße 38, Wien L, Operngasse 3. ■ Drogenhandlung von Otto Schaaf ™‘crystaH Waschblau, flüssig. sowie alle sonstigen Drogen, Chemikalien und Materialwaaren. Putzwasser, Fensterleder. 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