1891 Freitag den 10. April Rr. 82 Amts- unb Anzergeblatt für den Gießen. dem Bischof von Münster kündigt an, Fritzen werde nach Bischöfe von Trier und Münster erfolgenden Präconisirung Neueste Nachrichten. WotffS telegraphisches Torrespondenz-Bureau. ton Anzeigen zu der Nachmittag- für den felgmben Tag erscheinenden Stummer bi- Lorm. 10 Uhr. wird in die Berathung des zweiten Abschnittes der Vorlage, welcher die Verhältnisse der Gesellen und Gehulsen betrifft, ^etreten^^ Gesellen und Gehülfen sind verpflichtet, den Anordnungen der Arbeitgeber in Beziehung aus die ihnen übertragenen Arbeiten und auf die häuslichen Einrichtungen Folge zu leisten; zu häuslichen Arbeiten sind sie nicht verbunden. , . Die Soctaldemokraten beantragen, in Parenthese hinzuzusugen. „(auch Personen, die regelmäßig für die Bedienung in Gast- und Schankwirthschaften, als Gehülfen und Lehrlinge in Gärtnereien beschäftigt gerben) ^^gründet den Antrag mit dem Hinweis darauf, daß das Hülfspersonal in Schank- und Gastwtrthschaften vielfach noch der Gestndeordnung unterstehe. Bundescommissar Geh. Rath Wilhelme: Insofern der Antrag die Kellner unter die Gewerbeordnung stellen wolle, sei er überflüssig, denn die Kellner unterständen bereits der Gewerbeordnung. Aber ein großer Theil des in Schank- und Gastwirthschaften beschäftigten Personals verrichte vorwiegend häuslich^ Arbeiten und dieser falle unter das Dienstpersonal. Was die Gartner anlange, , — rsm ucv //^*““**“* ~ so sei in dem Antrag Bebel nicht ausgesprochen, daß derselbe nur die ben gestrigen Besuch des zukünftigen Bischofs Fritzen DH Handelsgärtnereien im Auge habe; nur in diesen beschäftrgte Gehulsm < 1«^of von Münster kündigt an, Fritzen werde nach unb X"Stumm (3tp.), | der im Mai durch den Bischof v°n Metz unter^Assist-n^ der H-rtm-nn (conf.) unb o. Unruh - - Bomst (Rp.) 'frechen sich gleichfalls gegen den Antrag aus, der nur Unklarheiten schaffen würde, und weisen die agitalorische Behauptung socialdemokratischer Blätter und Redner zurück, die Kellner sollten der Gestndeordnung ^"'Äba Dr. Hirsch (dfr.): Nachdem die Commission, wohl einstimmig, gleiche Kündigungsfristen für beide Theile beschlafen sei es schwer begreiflich, wie man letzt zu der Forderung der Beseitigung der Kündigungsfristen überhaupt kommen könne. Angesichts der Klagen über die schlechte Lage der Arbeiter wolle man dem Arbeiter noch den Schutz nehmen, den ihm die Kündigungsfrist gewahrt! Er sei auch gegen die Bestimmungen der Vorlage über den Contract- bruch, aber man schütte das Kind mit dem Bade aus, wenn man nun so weit gehen wolle, wie die Socialdemokraten mit dieser ihrer neuesten^gSchwen^g^nann (conp; Die Annahme des socialdemokratischen Antrages würde em Unglück für die Arbeiter ein, nicht für die Arbeitgeber, die heute vielfach auf Kündigungsfristen verzichteten, weil dieselben von den Arbeitern doch nur eingehalten würden so lange es ihnen beliebe. Mit dem Wegfall der Kundr- gungsflisten könne der Arbeiter jeden Augenblick auf die Strotze gesetzt werden. Mit diesem Anträge würden die Socialdemokraten schwerlich die Stimmen der Arbeiter hinter sich haben. Abg Frohme (Soc.): Die Kündigungsfristen seien nur von Nutzen, wo die Rechte der Arbeiter noch einigermaßen geschützt würden, nicht aber unter Verhältnissen, wie sie dieses Gesetz, das lediglich den Unternehmer Interessen zu dienen bestimmt sei, schaffen werde Dieses Gesetz überliefere den Arbeiter mit gebundenen Händen der Willkür der Unternehmer. _ Abg. vr.Bötticher (nl.) protestirt gegen diese Characteristrung eines Gesetzes, welches ben Arbeiter in einem Maße schütze, wie es früher in Deutschland nicht bestanden und kaum in irgend einem andern Lande bestehe. Mit der Beseitigung der Kündigungsfrist solle jede ethische Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeiter gelöst und ein ewiger Kriegszustand zwischen beiden Theilen hergestillt ^"^Abg. Bebel: Ein Verhältniß, wie es Dr. Bötticher im Auge habe, könne nur bestehen, wo es sich um einen Betrieb mit fünf Arbeitern handle, nicht aber um einen Großbetrieb. In welchen persönlichen Beziehungen könne Herr v. Stumm mit seinen 5-bUUV Arbeitern stehen? Angesichts der Beschlüfle hinsichtlich des Lohn- Bterteljtibrt.)« A-0««eme»!sprtiL i 2 Mark 20 Pfg. mV Bringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Rcbodion, «kpedmpd und Druckerei: rchukßratzeAr.T Fernsprecher 51. Deutscher Reichstag. 93. Plenarsitzung. Mittwoch, 8. April 1891, 12 Uhr. Die zweite Berathung der Novelle zur Gewerbeordnung (Arbeiterschutzgesetz) wird fortgesetzt. ... . _ Abg. Rösicke (lib) beantragt die Einfügung eines neuen Paragraphen (120k), wonach die Gewerbeunternehmer verpflichtet sein sollen, den von ihnen beschäftigten Arbeitern über 16 Jahren zwischen je zwei Arbeitsschichten oder je zwei Arbeitstagen eine Ruhezeit von wenigstens 9 Stunden zu gewähren. In Betrieben, in denen die täglichen Arbeitszeiten unbestimmt sind, foH den Arbeitern über 16 Jahren innerhalb 24 Stunden eine Ruhezeit von mindestens 9 Stunden gewährt werden. — Der Antragsteller führt an, daß der »Zweck des Antrags vorwiegend ein hygienischer sei. Die Arbeitszeit fasse der Antrag außer Betracht, es sei, deshalb auch wohl nur ein Scherz gewesen, wenn man ihm zugeschrieben Habe, er wolle mit seinem Anträge einen löstündigen Normalarbettstag einfuhren. Sein Antrag könnte im Gegentheil sehr gut neben dem socialdemokratischen Anträge auf Festsetzung eines Maxtmalarbeitstags bestehen, da er den Arbeitern eine zusammenhängende Ruhepause sichern wolle. Handelsminister Frhr. v. Berlepsch: Nach der dem Bund s- rath in § 120e zugestandenen Befugnitz sei der Antrag Rösicke nn- nöthig und auch nicht unbedenklich. Der Bundesrath werde von seiner Befugniß namentlich auch den Gewerben gegenüber, die der Antragsteller im Auge habe, Gebrauch machen.. Abg. Rösicke zieht infolge dieser Erklärung seinen Antrag Alle Annonckn-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger- entgegen. Airrtlichsr Ttzsil. Bekanntmachung, die Rachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnrffen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig fretwMgen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf dre Nachfolgen- den, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvoll- ständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prufungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestel- lungrpflichtig ist, b. h. feinen dauernden Aufenthaltsort hat. . 21 Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der stch Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum ein« jährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres 31 Das Gesuch"muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Briespapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweck« dienlich, wenn die nähere Adresse angegeben wird. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizusügen: a) Geburtszeugniß; d) ein Einwilligung«.Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit den Freiwilligen während einer einjährigen actioen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; el ein Unbescholtenheitszeugnrß, welcher für Qjjnlinqe von höheren Schulen (Gymnasien, Real- qymnasien, Ober-Realfchulen, Progymnasien. Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und den sonstigen militärberechtigten Lehranstalten) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei - Obrigkeit ober ihre vorgefetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: ou pos. d: daß in dem Einwilligungs-Attest Die Unter» fchrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt fein muß. qu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugniffe für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach dem Schema 18 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg.-Bl. Nr. 5 von 1889 — ausgestellt fein muffen. Im fiebrigen wird auf die Bestimmungen der 88, 39, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüfung« - Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. Der Anreißer erscheint täglich, viti Ausnahme deS MontagS. Sit Gießener »•wiHfuiraittt «erden dem Anzeiger «Schentlich dreimal deigelrgt. Deutsches Reich. § Darmstadt, 8. April. Das Amtsblatt des Groß- herzoglichen Ministeriums des Innern und der, Justiz, Section für Justizverwaltung, Nr. 6, enthält: Ausfchreiben d. d. Darmstadt, 20. März 1891, an die gerichtlichen Behörden der Provinz Rheinhessen, insbesondere an die Großherzoglichen Notare, die Visitation der Schreibstuben der Großherzoglichen Notare der Provinz Rheinhessen im Jahre 1890 betreffend. Berlin, 8. April. Der Kaiser ist heute Abend von seinem Ausfluge nach der Ostseeküste im besten Wohlsein wieder in Berlin eingetroffen. Als weitere Reiseziele des hohen Herrn in nächster Zeit werden Oberhessen, wo ein Besuch beim Grafen Görtz stattsinden soll, und Darmstadt bezeichnet. In letzterer Residenzstadt würde, wie es heißt, unser Kaiser eine Zusammenkunft mit der zur Zeit noch in Südsrankreich weilenden Königin von England haben. °"°'"D°?7°genannte Kartell (Abgg. Dr Entfleisch, Dr H-rtm-nm, Letocha, Möller und Frhr. von Dtumm) beantrag dre Einfügung des 8 124a: „Außerdem kann jeder der beiden Theile aus wichtigen Gründen vor Ablauf der vertragsmäßigen Zeit- undohneJUe- Haltung einer Kündigungsfrist die Aufhebung des^Arbeitsoerhaltnif es verlangen, wenn dasselbe mindestens auf 4 Wochen oder wenn en längere als 14tägige Kündigungszdt vereinbar ist. Hebet da Vorhandensein wichtiger Grunde entscheidet der Richter. Der neue Paragraph wird nach kurzer Debatte angenmnmen. Morgen 1 Uhr: Forsietzung ber heutigen Berathungen bei ben Bestimmungen über Eontractbruch. einbehaltungsrechts und der Bestrafung des Eontractbruchs seien die Kündigungsfristen für die Arbeiter nur schädlich und damit erkläre sich hinreichend der Antrag. . ~ Aba. Dr. Hirsch (fts.) halt daran fest, daß bei den Beziehungen des Arbeitgebers zum Arbeitnehmer auch sittliche Momente in Betracht kommen und weist auf Beispiele guten ^Enehmens zwischen Unternehmern und Arbeitern auch in großen Betrieben hin. Abg. Frohme bestreitet die Existenz solcher sittlichen Momente, die Beziehungen zwischen Unternehmer seien nur materieller Natur. Der Antrag beseitige den Eontractbruch mit einem Male, indem er die Möglichkeit eines solchen in Wegfall bringe. Abg. Möller (nl.): Gerade durch Beseitigung der Kuudigungs- fristen liefere man Hunderte der Willkür eines ^inzenen aus. Nachdem noch Abg Molkenbuhr den 1 ofratHcijeM Antrag verlheidigt, wird §122 angenommen; der socialdemokratische S2tntra§ 123 bchimm^di^Fälle, in denen vor Ablauf der vertrag mäßigen Zeit und ohne Aufkündigung Gesellen und Gehülfen entlassen werden. Er wird ohne Debatte anßenonimen. § 124 zählt die Voraussetzungen auf, unter denen Gesellen und Gehülfen vor Ablauf ber vertragsmäßigen Zeit und ohne Aufkündigung die Arbeit verlassen können. . . ~ Der Paragraph wird unter Ablehnung eines diese Voraussetzungen erweiternden Amenvements des Abg. Stadthagen (Soc.) Gießener Anzeiger Kmeral-Mzeiger. Berlin, 8. April. Vor dem heutigen Dmer bet dem Fürsten Pleß wird der Kaiser bei dem Fürsten Pleß dem Capitel des Hubertusordens beiwohnen, wobei Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein und Graf Solms-Klrtzschdorf in den Orden ausgenommen werden. — Ein Telegramm der „Germania^ aus Munster über concecrirt werden. v _ Köln, 8. April. Der frühere Secretar der russischen unterstellt werben ! Gefanbtschaft in Bukarest, Jakobs oh n, set mit Eriaubnyz Der socialbemokratische Antrag wirb abgelehnt unb S 121 un- ber bulgarischen Regierung in Sofia erngetroffen, ferne: An- verändert angenommen. gaben schienen beigetragen zu haben, daß man cue L-P § 122 in der Commissionsfassung bestimmt. Das Aroetts- » Körber Beltscbews aufsinden und verfolgen konnte, verhälmiß zwischen den Gesellen oder Gehülfen und ihren Arbeit- der Mo^er Beltschews aussin e ' » erwähnt ein aebern kann, wenn nicht ein Anderes verabredet ist, durch eine ledem Köln, 8. Aprtl. Dre ^toin. ^trszcg. c Theile freistehende, 14 Tage vorher erklärte Aufkündigung gelöst Schreiben Schynses vom 27. ^anuar von Bukumb. werden. Werden andere Kündigungsfristen vereinbart, so müssen sie / trat derselbe eine Wanderung vom Sudwestuser des ,ür beibe Theile gleich sein. Vereinbarungen, welche bieser Bestimmung $lctori -eeg big Uganbagreuze an. Alles war vorbereitet ® Aufhebung ber KänbigungSsristen über- für bie Expeditionen nach Uganda, Unyanyembe Karagwe Haupt. Es liege dies ebenso im Interesse der Unternehmer wie in man beabsichtigte, nach dem Tanganftka zu marschtren. ueu dem der Arbeiter. Die häufigen Eontractstreitigkeiten wurden damit | tenant ^angheld segelte ihm nach, nachdem Mangom wiederholt geschlagen war. Das Land südlich vom Victoriasee war vollständig ruhig. Lieutenant Sigl marschirte am 27. ^.anuar nach Tabora, um dort ein Fort zu bauen. „ Esten a. Ruhr, 8. April. Der //Rhem.-Westf. Ztg. zufolge ist in den letzten Tagen em größerer Abschluß aus Lieferung von 200000 Tons Kohlen nach Antwerpen zu Stande gekommen, an welchem die Harpener Bergbau-Actien-Gesellschaft, die Bergwerks-Gesellschaft ^Hr- bernia" in Herne und die Gruben „Konstantin der Große und „Centrum" participiren. Der Preis stellt sich auf HO Mk. per Doppelwaggon von 10 Tons für melirte Kohle und auf 120 Mk. pro Doppelwaggon für Stückkohle loco -)xche. — Die westfälischen Kohlenverkauss-Vereimgungen werden bei der morgen stattfindenden Kohlenverdingung der Eisenbahn-Direction Magdeburg aus 250000 Tons Kohlen die gesammte Menge zu 105 Mk. pro Doppelwaggon anbieten und werden denselben Preis fordern bei der Verdingung der rechtsrheinischen Eisenbahn-Direction in Köln am 15. April für das ausgeschriebene Gesammtquantum von mehr als einer Million Tons, lieferbar vom 1. Juli 1891 bis ^0. Juni 1892. — Demselben Blatte zufolge ist von einem Nachlassen der Nachfrage nichts zu spüren- im Gegentheil kann die Kohlenproduction auch fernerhin mit dem andauernd starken Kohlenverkaus kaum Schritt halten, so daß die Stabilität der Preise für absehbare Zeit verbürgt ist. Hamburg, 8. April. Die „Hamb. Börsetthaüe bringt eine Meldung aus Kamerun vom 28. Februar über em ! Gefecht vom 31. Januar im Hinterland von Kamerun von I zwei Expeditionen Zintgraffs und 5000 verbündeten Balw »anwesm- und sdtt Umgegend, chAeriniten die ung matzm zu er Httrm Lehrer fniebkfitzn. llniung 1 S’/a Uhr, ^Nnqation. Schneidermeister, u , 3146 veruser. IM ». Um 5 und ehe Verleg- mich ben geehrten i und der Umgegend rohere und kleinere allen vorkommenden auslreuiiil jlttNonmuJih. | . u Quartal 1 fitli and friow. ungsvoll . Neuen Baue 11- Briefpapier and Couverts mit i liefert die gegen 10,000 Basuts, Bandengas und andere Stämme. Anfangs war Zintgraff siegreich, am späten Nachmittag fand indeß ein Rückzugsgefecht statt. Es fielen außer Heinrich, Nehber und Tildt die Lieutenants v. Spangenburg und Huve, 68 Weyungen, 100 Balis und 500 Feinde. Die Ursache des Krieges bildete die Ermordung zweier von Zint- zraff an den Ba'suthäuptling gesandten Weyungen. Zintgraff blieb 14 Tage in Balibung und begab sich, als alles ruhig war, unter Zurücklassung des Schutzes der Handelsstraßen nach Kamerun. Er hielt die Bewaffnung der Balis auf Reichskosten für erforderlich. Bern, 8. April. Die Bundesversammlung hat die Revision der Bundesverfassung in der Richtung beschlossen, daß 50 000 Schweizer Bürger durch einfache Anregung oder Borlegung eines ausgearbeiteten Entwurfes die Revision einzelner Bestimmungen der Bundesversaffung verlangen können. Legen dieselben einen ausgearbeiteten Entwurf vor, so ist derselbe unverändert der Abstimmung des Volkes und der Cantone zu unterbreiten. Der vorstehende Beschluß der Bundesversammlung unterliegt der Volks- Abstimmung. Wien, 8. April. Der Jungczechenclub beschloß in seiner heutigen Versammlung, eine staatsrechtliche Verwahrung beim Eintritt ins Abgeordnetenhaus abzugeben. Wien, 8. April. In Folge des heute begonnenen Bäckerstrikes hat der Bürgermeister mit Einverständniß der Militärverpflegungsbäckerei Feldbäcker eie u errichten und Brod herstelleu lassen, außerdem hat der Bürgermeister mit auswärtigen Bäckereien zur Sicherung des Brodbedarfs Lieferungen abgeschlossen. Paris, 8. April. Die Einnahmen aus den indirekten Steuern und Monopolen im Monat März übersteigen um 92,OOO Francs den Voranschlag und um 5 Millionen die des Vorjahres. — Die Königin Victoria dürfte ihren Aufenthalt in Grasse bis zum 20. Mai verlängern. — Der „Temps" meldet, Prinz Napoleon habe testamentarisch angeordnet, sein Leichnam möge, falls die französische Regierung zustimmt, im Jnvalidendom beigesetzr werden, andernfalls wünscht er im Golf von Ajacco auf den Felsen von Iles Sanguinaires beerdigt zu werden. Die Papiere politischen Inhalts seien dem Prinzen Louis zu übergeben, der, falls die Freunde des Verstorbenen, Masson und Philis, beabsichtigten, dessen Memoiren zu schreiben, dieselben möglichst unterstützen solle Der „Temps" bestätigt, daß Prinz Victor im Testament als Abtrünniger erklärt und vollständig enterbt wurde. Loudon, 8. April. Der Lordmayor berief in Folge einer von zahlreichen Gemeinderäthen unterzeichneten Aufforderung eine Versammlung aller Aldermen, worin über die Einladung an Kaiser Wilhelm zum Besuche von Guildhall anläßlich seines Besuches in England berathen werden soll. Brüssel, 8. April. In der Kohlengrube „Bellevue" bei Dowr wurde vergangene Nacht durch schlagende Wetter ein Arbeiter getödtet und zwei verwundet. Rom, 8. April. Die Vertreter der italienischen, österreichisch-ungarischen, bayerischen und schweizerischen Bahnen beendeten ihre Conferenzüber den Anschlußverkehr. Die deutschen und italienischen Vertreter berathen morgen über dienstliche Reclamationen. Cocales rrnd Oror>iirzieäes. Gießen, 9. April. — Samstag den 11. April l. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Proviuzialausschuffes der Provinz Ober. Hessen statt, in welcher folgende Gegenstände verhandelt werden: 1. Klage des Ortsarmenverbands Erbach im Rheingau gegen den Ortsarmenverband Frischborn im Kreise Lauterbach wegen Unterstützung der geisteskranken Marie List aus Frischborn. 2. Klage des Ortsarmenverbands Friedberg gegen den Landarmenverband des Kreises Friedberg wegen Unterstützung und Uebernahme des Karl Hülfshoff aus Ober-Rosbach. 3. Gesuch des Maximilian Jaskowsky zu Gießen um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein in seiner Wirthschaft. EH. Die heutige Generalversammlung des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krantenpftege, die auch Herr Oberbürgermeister Gnauth mit seiner Gegenwart beehrte, war nicht sehr besucht. Nach einer kurzen Ansprache erstattete der Vorsitzende, Herr Pfarrer Schlosser, den Jahresbericht für 1890, aus dem wir, da er in Bälde gedruckt werden wird, nur das Wesentlichste hervorheben. Ausgetchieden aus der Zahl der Helfer ist Niemand, neu hinzugetreten sind die Herren: Rentner Franz Senner, Bäckermeister Ehr. Faß, Spenglermeister Karl Faber, Kaufmann Conr. Jung und Frl. Minna Bai st. — Was die Armenpflege anlangt, so werden unterstützt 227 Personen und Familien (gegen 229 im Vorjahre) in 1027 Fällen (gegen 1150 in 1889). Der Gesammtaufwand dasür betrug 4091 Mk. (gegen 4064 Mk. in 1889), darunter baar 2000 Mk. (gegen 1542 Mk.) — worunter eine Anzahl von Darlehen und Crediteröffnungen.— Bedeutend geringer geworden ist die Unterstützung an Kohlen, da solche jetzt auch von der Stadt verabfolgt werden. — In der Krankenpflege waren beschäftigt im Winter 8, im Sommer 7 Schwestern, die zusammen 400 ganze Tagpflegen, 10,004 Pslegebesuche, (d. h. Besuche bis zur Dauer eines halben Tages), 666 Nachtwachen und 311 Massagen leisteten. Außerdem wurde 17 Kindern zum großen Theil aus Vereinskosten ein Badekur im Elisabethhause in Nauheim gewährt. — Die Krippe war im Ganzen au 245 Tagen geöffnet. Im Januar mußte sie wegen der Influenza ganz geschlossen bleiben und zählte 3248 Kinderpflegetage. — Der Kauf des Hauses Kirchenplatz 2 hat sich auch in diesem Jahre gut bewährt; unter den Miethern kam nur ein Wechsel vor. Herr Metzgermeister Klein unterzieht sich der Verwaltung des Hauses in dankenswerther Weise nach wie vor. — Die Näh- und Flickschule unter der Leitung der Frau Provinzialdirector v. Gagern hat sich ebenfalls erfreulich entwickelt. Im Winter 1890/91 betrug die Zahl der dieselben Dienstags besuchenden Frauen und älteren Mädchen 26, der sie Freitags besuchenden jüngeren Mädchen schließlich bis zu 70. Leider sind dagegen die Mitgliederbeiträge wieder etwas herabgegangen, statt 3522 Mk. in 1889 betrugen sie in 1890 3430 Mk. Dasür erhielt der Verein ein größeres Legat, indem Rentner Phil. Schmidt dem Verein 4100 Mk. vermachte. — Nachdem sodann dem Rechner Herrn Mayer Entlastung ertheilt war, erhielt, zum 3. Punkt der Tagesordnung übergehend, der Ankauf des Hauses V o l p, Lindengasse 14, zum Preis von 12,500 Mk. die nachträgliche Genehmigung der Versammlung. Ebenso erhielt der beantragte Zusatz zu den Statuten, wonach sich der Vorstand von höchstens vier Personen selbst noch verstärken kann, die — einstimmige — Genehmigung. Endlich wurden die statutgemäß ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes wiedergewählt, mit Ausnahme des Herrn Justizrath B a i st, der eine Wiederwahl ablehnen ließ. Der Ersatz desselben wurde dem Vorstande anheimgegeben. — Die gärtnerischen Anlagen um die Stadt herum sind nunmehr vom Stadtgärtner in hübscher, gefälliger Form wieder hergerichret worden. Wir machen die Besitzer von Hunden hierbei darauf aufmerksam, daß das Freiherumlaufen ihrer Lieblinge in den Anlagen nicht gestattet, sondern untersagt ist. Wer sich also vor Schaden hüten will, achte darauf, daß sein „Bello" oder wie sonst das Thierchen heißt, nicht dort sich frei umhertreibe. — Am Freitag den 10. April wird die berühmte kleinste Schauspielergesellschaft der Liliputaner im Cafe Leib ihren Einzug halten. Die Eigenartigkeit dieser Truppe hat derselben einen Weltruf verschafft. Die Liliputaner bestehen zusammen aus 14 Personen (Herren und Damen) und führen anerkannt nicht nur vorzügliche Lustspiele und Possen auf, sie spielen sie auch vorzüglich. Requisiten, Möbel und Sonstiges, was für diese kleinen Schauspieler paßt, besitzen sie selbst und zwar in elegantester Form. Das Gastspiel ist nur auf einige Tage beschränkt,- es wird sich wohl Niemand entgehen lassen, die Liliputaner anzusehen. vermischtes. * Darmstadt, 8. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 28. März den Ministerial - Registratur - Assistenten Karl Weisel zu Darmstadt zum Ministerial-Ealculator bei der Buchhaltung des Ministeriums des Innern und der Justiz und den Finanz- asptranten Georg Rotte aus Schotten zum Ministerial- Registratur-Assistenten bei der Registratur des Ministeriums des Innern und der Justiz — beide vom 1. April d. I. an — zu ernennen. * Aus dem Ried, 6. April. Wie sich jetzt herausstellt, ist die Winterfrucht infolge des harten Winters fast allenthalben im Ried erfroren. * Groß-Gerau, 7. April. In dem benachbarten Walldorf t ödtete am vergangenen Sonntag Abend ein 26jähriger Maurer seinen um 10 Jahre älteren Bruder. Beide Brüder, Söhne einer Wittwe und unverheirathet, geriethen während ihrer Mahlzeit in Wortwechsel, in dessen Verlauf der Jüngere den Aelteren mit dem Tischmesser erstach. Der Stoß war so wuchtig geführt, daß der Tod sofort erfolgte. Der Mörder wurde gestern früh durch die Gendarmerie geschlossen in das hiesige Untersuchungsgefängniß eingeliefert. —n. * Braunfels, 7. April. Der Nachricht von dem Ableben Seiner Durchlaucht des Fürsten Georg zu Solms-Braunfels lassen wir heute eine Beschreibung der Trauer- und Beisetzungsfeierlichkeit folgen. Das Sterbe- zimmer in der Villa zu Frankfurt verwandelte sich durch die Fülle der Blumen und Palmen, die dem dahingeschiedenen Fürsten von allen Seiten gewidmet wurden, in einen Blumengarten, in dessen Mitte auf einem Podium der offene Sarg des mit friedlichen Zügen Schlummernden sich befand. Das Kleid des tobten Herrn war die Uniform des Johanniter- Ordens. Zu seinen Häupten erhob sich die Fürstenkrone, zu seinen Füßen lagen sein Degen und seine Orden. Acht Jäger hielten die Leichenwache. Am Sonntag Morgen wurde in diesem Raume ein Trauergottesdienst abgehalten, an dem sich außer den nächsten Angehörigen Prinz und Prinzessin Hermann zu Solms, Prinzessin Marie zu Solms, die Landgräfiu Anna zu Hessen, sowie die Vertreter der Großherzöge von Baden und Luxemburg und der Prinzessin Luise von Preußen und neben Frankfurter Freunden die Beamten und Diener des Dahingeschiebenen beteiligten. — Am Montag wurde sodann unter Leitung von Kammerrath Bingel der Sarg von Frankfurt nach der Station Braunfels übergeführt, von wo er in feierlichem Zuge nach der hiesigen Schloßkirche gebracht wurde. Heute um 2 Uhr begann in der genannten Kirche unter sehr großer Beteiligung von Leidtragenden die Beisetzungsfeier. Vor dem Altäre stand mit Blumen und Palmen bedeckt der Sarg, umgeben von zahlreichen Candelabern, deren Licht in den dunklen Kirchenraum strahlte. Die Ehrenplätze vor dem Sarge nahmen die hohen Verwandten und Freunde des Verstorbenen ein: Prinz und Prinzessin Hermann zu Solms, Prinzessin Marie zu Solms, die Fürsten zu Solms- Lich/ Wied und Jsenburg-Birstein, die Prinzen Friedrich und Ludwig zu Solms, die Grafen zu Solms-Rödelheim und Solms-Klitschdorf, ebenso der Oberpräsident der Rheinprovinz Nasse, der Generalsuperintendent Bauer und Prälat Habicht, Prov.-Dir. Frhr. v. Gagern, sowie das Osfiziercorps von Weilburg und Wetzlar und zahlreiche Vertreter der Solmser Gemeinden und der Städte Wetzlar und Hungen. Hinter und neben dem Altäre hatte sich die Geistlichkeit des Landes, sowie die Lehrer und der Braunfelser Kirchenchor ausgestellt. Die beiden letzteren trugen, nachdem die feierlichen Töne der Orgel verklungen waren, im Anschluß an die Lithurgie ergreifende Trauergesänge vor. Hieraus folgte die Gedächtniß- rede, welche Hofprediger Bingel auf Grund eines Schriftwortes hielt, das sich der Heimgegangene einst selbst erwählt: Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern die zukünftige suchen wir. Hebr. 13, 14. Die schlichte, warm empfundene Rede des Geistlichen fand in allen Herzen Wiederhall und dem Gebetswunsch, daß das altehrwürdige Haus noch lange und in frommen Gliedern blühen möge, stimmten sicherlich Alle zu. Als dann der Segen unter Abgabe dreier Salven des Kriegervereins über den Sarg gesprochen war, wurde derselbe von den Jägern, welche die Leichenwache gehalten, zur Gruft getragen, während Kanonenschläge dem weiten Lande verkündigten, daß Fürst Georg zur Ruhestätte gebracht sei. Noch mahnt das tägliche Trauergeläute an den Heimgegangenen, für seine zahlreichen Freunde in Nähe und Ferne aber bedarf es keiner Mahnung, das Gedächtniß des Dahingeschiedenen treu zu bewahren. *= Frankfurt a. M., 8. April. Abermals ein Todes stürz. Der Spenglergehilfe Scheuer von Bornheim, welcher gestern an dem Dache eines Eckhauses der Haide- und Wiesenstraße beschäftigt war, stürzte aus der Höhe herab auf das Pflaster und war auf der Stelle tobt. Der Schabel würbe ihm zerschmettert unb das Genick gebrochen. Sch., ber 24 Jahre alt unb unverheirathet war, ist insofern an bem Unglück selbst Schulb, als er, statt sich bas am Hause befinbliche Gerüst erhöhen zu lassen, auf bie über letzteres emporragende Stange stieg. Die Stange konnte jedoch einen Menschen nicht tragen und brach zusammen. * Coblenz, 8. April. Der Rhein wächst seit gestern sehr stark- in verflossener Nacht und heute Vormittag stieg das Wasser stündlich 3 Ctm. Die Mosel steigt auch stark unb hat seit gestern bie Hafenkrippen am linken User überschwemmt. Wenn ber Rhein, ber jetzt burch bie schnell wachsenbe Mosel Stauwaffer erhält, noch einige Fuß steigt, wirb bie Schau- bubenmeffe am Rheinwerft gestört werben. Von ber Obermosel wirb steigendes Wasser gemeldet. * Saarbrücken, 6. April. In ber hiesigen Wirtschaft „Zum Hahnen" würbe gestern Abend ein Civilist von einem Unteroffizier erstochen. Die beiden hatten sich über die zweijährige Dienstzeit unterhalten, deren Einführung ber Civilist befürwortete. Er würbe von bem Svl- baten burch eine Bemerkung beleibigt unb gab bemselben eine Ohrfeige. Der Unteroffizier zog sofort sein Seitengewehr unb töbtete den Gegner durch einen Stich in bie Lunge. * Löwenberg i. Schl., 4. April. Ein schönes Beispiel srieblichen Zusammenlebens verschiebener Religionen unb Cvn- fessionen würbe jüngst hier gegeben. Auf ben Sarg des katholischen Pfarrers Florian legte bie israelitische Gemeinde einen Kranz, während bei der Beerdigung auch bie evangelischen Kirchenglocken erklangen. * Börsenwitz. Ein Actionär einer Frankfurter Bank, welche eine gegen bas Vorjahr wesentlich geringere Divibenbe vertheilt, fragt bei ber Verwaltung telephonisch an: „Warum ist Ihre Divibenbe biesmal so gering ?" Antwort: „Bitte deutlicher." Der Actionär wiederholt die Anfrage. Di- rection: „Wir verstehen kein Wort; es muß an ber Leitung liegen!" Actionär: „Ja, bas glaube ich auch- Schluß!" * Genf, 6. April. Eine eigenthümliche Wette ist kürzlich von einigen Genfern in Betreff bes Genfersees gemacht worben. Die These war solgenbe Könnten die Bewohner ber ganzen Erbe, inbem sie sich am Arme halten, auf dem Genfersee stehen, vorausgesetzt, daß dieser zugesroren sei? Die meisten ber Wettenben glaubten nicht, baß es möglich wäre, baß bie ganze Menschheit zwischen bem Schweizerufer unb Savoyen Platz hätte. Unb boch hatten sie Unrecht unb verloren bie Wette. Der Genfersee hat nämlich eine Oberfläche von 573 Ouabrat-Kilometer ober 573 Millionen Quabratmeter. Rechnet man nun brei Personen auf einen Quabratmeter, so hat man eine Summe von 1 719 000000 Jnbivibuen, bie auf biefcr Fläche stehen könnten. Da nun nach ben neuesten Berechnungen bie Totalbevölkerung ber Erbe 1491 945 206 Personen beträgt, so würbe auf bem Genfersee noch Platz für mehr als 200 Millionen Menschen fein. * Konstantinopel, 3. April. Deutsche Vagabunden machen, wie man ber „Saale-Ztg." schreibt: ben ottomani- scheu Sicherheit Behörben sehr viel zu schaffen. Ganze Banben solcher Bettler umlagern bie belebtesten Verkehrspunkte, be- sonbers bie Brücken unb Plätze, und belästigen die Passanten. Die Mehrzahl fingirt allerlei körperliche Gebrechen, um sich dadurch ber öffentlichen Milbthätigkeit würbiger zu machen. Alle aber tragen je nach den Ümftänben kein Bedenken, auch mit Gewalt Spenden zu ertrotzen oder bei Einbrüchen unb anberen Verbrechen mitzuwirken. Wieberholt hat der türkische Polizei-Äftnister darüber bei der Kaiserlichen Botschaft Klage geführt. Daraufhin wurden zahlreiche Vagabunden vom General- Consulat per Schub aus bem Laube entfernt, aubere aber für verübte Gesetzesverletzungen zu mehr ober weniger harten Strafen vernrtheilt. Neuerbings gelang es sogar, die berüchtigte Wolff'sche Bande aufzuheben, welche seit 1889 in Galata unb Pera ihr Unwesen getrieben hat unb bie Hauptführer Wolff unb Hartung zur Bestrafung zu bringen. Das General- confulat entfaltet in der Unschädlichmachung dieser gefährlichen Landsleute einen lobenswerten Eifer. Empfehlen würbe es sich am Enbe, wenn paßlose Subjecte ohne auslängliche Subsistenzmittel dort überhaupt nicht gebulbct würben. Das Ansehen unb bie Ehre bes beutschen Namens können burch rücksichtsloses Einschreiten der Consulatbehörben lebiglich gewinnen, umsomehr, ba gerabe unsere Vagabunden in ber ganzen Levante weitaus als bie gefährlichsten gelten. Hst seit gestern sehr ormittag stieg das gt auch stark und Ifer überschtvenM. wachsende Mosel wird die Schau- Bon der Ober- ießgen Wirthschast n Civilist von Die beiden hatten halten, deren Em- rrde von dem Sol- gab demselben eine sein Seitengewehr ) in die Lunge. in schönes Beispiel 'eligionen und Conlus ben (Sarg des Mische &cmeinbe auch die evange- Frankjurter Bank, geringere Dividende onisch an: „Warm Antwort: „Bitte die Ansrage. DI es mutz an der das glaube id) Ä tim "°ch l°«z- * sicherlich 1 blcl=r Sobn toat/ mutbe VMto, ,e..bem »tittn “Watte gebrecht “L™ d-» Heim- «nh gerne tfn,B d-r Dahip- bermals ein c von Bornheim, der Haide- ^r höhe herab abt- Der Schädel gebrochen. Sch., l.1/ Masern an M das am hause .die über lchrres -onnte jedoch einen imliche Weilt ist s Genfersees gemacht mim bie ftM» ne h°M, auf ” s-r fUffw«".. x L dch es dem Scha-cherul-' tten si° ■ nämlich »« 5,3 ** \ n könnten. i° ®"rbe Lscht" , gjliflionen W» I*'.’ enoti"»“"1’ £*■ V 6 «*■*’ M M i f'1",® rüdie“ 11,16 t bt> ®'" ct tätl'i*1 * Ü»ait «' »--- ® mGener»' d--.'d-n°°^cr- Hf«*' °^er h°"^ eS'09ia«89i”®l,le« sti> lb8LpliMr and tin»tn- ®(ier Ä '-11'5-i - S 9^' 3 (3) Rachenbräune 3 5 (3) Höhere uni) erweiterte IKäiltlieilflljllIr detarnitmadjimg ” / ~ 7 1 7 P. -m Neubau von vier War Z nn Neubau von vier Wärterin Loos [3241] II die Zrmmer-undStaaker- in Loos III Loos in des Aufnahme- IV in Loos 4 Loos in Der Vorstand. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. VI Loos in öffentlich verdungen werden. Loos von hiec bezogen werden. Gnauth. 3358 Bekanntmachung 3355 Baarzahlung 3340 Stadt. Schlachthaus I. A-: [3328 Freibank. 3150 LorriS Kothenberger, Gerichtstaxator. Von heute Nachmittag 4 Uhr ab: 2535 lOchfensieifch I nicht ladenrein, per Pfund Sv Pfg. \ Wetzsteingasse Nr. 40 öffentlich meistbiet. gegen 1. 2. 3. 2(1) 1 Denkbar beste Schreibunterlage, schont die Augen, “weil schräg. Berlin • F. SOENNECKEN's VERLAG * BONN * Leipzig r 77 mit Notizkalender M 5.— (1) 1 1 Nr 76 feine Ausstattung M 7.50 Robert Haas Selterrwea 18. Verkehr, Land- und Volkswrrih-choft. — In Oberbessen und Umge ger.d finden im Monat April m. A. islgende Märkte statt: Den 13., 14. und 15. Frankfurter Pferdemarkt. Den 15. in Friedberg Vieh- und Krämermarkt. Den 20. in Lttzberg Viehmarkt. Den 20. und 21. in Gießen Vieh- und Krämxrmarkt. Den 24. in Dauernheim Schweinemarkt. Den 27. in Hungen Vieh- und Krämermarkt. Den 30. in Grünberg Vieh- und Krämermarkt. anberaiunt Zeichnungen und Bedingungen können vorher bei den Bahnmeistern Hunecke in Heldendergen BetannMllcyung. Freitag deu 10. d. M., Nachm. 2V2 Uhr, versteigere ich dahier, auf Antrag des Kaufmanns H. Stern dahier: 200 Centner Kartoffeln. Zusammenkunft am hiesigen Güterbahnhofe. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. Hungen, am 8. April 1891. Seipel Gr- Gerichtsvollzieher. Lungenschwindsucht Acute entzündliche Er- krankunaen der Ath- mungs-Organe Andere bekannte Krankheiten \ Unbekannter Krankheit GewaUsamkm Tod Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Freitag Abend 6» Uhr, Samstag Vormittag 8^ Uhr, Samstag Nachmittag 3»° Uhr, Samstag Abend 715 Uhr. 31HJ Ein Heines Woynhan» alsbald zu verkaufen- Zu erfragen bei Fsr. Müller, Neustadt 41. vom 2.—15. Jahr: 3 (3) im Vereinsloeale. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes. Rechnungsablage und Wahl zweier Revisoren. Vorstandswahl. Wahl der Mitglieder zur Bildung Ausschuffes und der Ersatzmänner. Berathung und Feststellung des Voranschlags. Montag den 13. April, Nachmittags 2 Uhr, werden nachverzeichnete Möbel und Haus- haltungsfachen Ludwigstr. 59 III. meistbietend versteigert, nämlich: 1 Sopha, 1 ooaler Tisch, 6 Stühle, 1 Rohrsessel, 3 Tische, 1 Kinderbettstelle mit Matratze, 1 Büchergestell, 1 Waschtisch, 1 guter Küchenschrarrk mit Glasaufstttz 1 Koffer, Reisetasche, Vorhänge, 1 Näbuschchen, verschiedene Haushaltungssachen. eitcratur un» Nurrst. — Eines der beliebtesten Schlagwörter unserer Zett und unserer modernen Gesellschaft ist „Nervosität". Die Ursachen dieser Krankheit sind ja dekanrnlich ganz verschieden, ebenso wie ihre Aeutze- rungm, und die Heilmittel, die man gegen dieselbe anwendet. Allgemein aber ist das Bedürsntß, Klarheit und fachkundige Belehrung hierüber von wissenschaftlich gebtldeien Autoritäten zu bekommen, auf Grund derselben, durch vernünftige Diät und geistige und körperliche Selbstzucht wenigstens das Setntge zur Verhütung und Einschränkung derselben betzutragen. So viele populär-medictnische Abhandlungen nun auch existtren, ein Buch, welches speciell nur ote Nervenkrankheiten behandelt und zwar so eingehend und nach allen Setten hin erschöpfend behandelt wie das uns vorliegende Werk Dr. R. Stricker, »Die Behandlung der Nervenkrankheiten*, gemeinverständlich dargeftellt (Stuttgart, Verlag von Otto Weisert), extsttrt unseres ©rinnernS nicht, und wir freuen uns, auf dieses treffliche Werk, b fff en Pi eis (1.50 Mk) ohnedem ein außerordentlich billiger ist, uniere Leser aufmerksam machen zu können. Nach einem kurzen einleitenden Capttcl über den Bau und die Functionen der Nerven behandelt der Autor auf Grund langjähriger Erfahrungen die Krankheiten des Nervensystems und die Behandlung derselben, wobei namentlich der Abschnitt über Hypnotismus und seine Verwendung in Der Nervenheilkunde beachtenSwerth ist. Die Darstellung ist in bestem Sinne des Wortes populär; trotz ihrer Gedrängtheit zieht sie doch alle wesentlichen Punkte in ihren Bereich und gibt Aufklärung über Alles. Kurz: Das Buch ist auch, wenn man von seinem speciellen Inhalt ganz absehen will, eine Musterleistung und ganz dazu geeignet, aufzuklären, zu warnen und zu beruhigen! Wir bringen hiermit zur Kenrttniß der Quartierträger, daß die Vergütungen für die in der Zeit vom 10. bis 20. März l. I. stattgefundene Einquartierung von heute ab bei der Stadtkaffe erhoben werden können Gießen, den 9. April 1891. Großherzogiiche Bürgermeisterei Gießen G nautb. - Um das Ausschlagen der Kühe beim Melke«, Um- stoßen der Milcheimer usw. zu verhindern, was namentlich bei erst- milchendcn Kühen häufig anzulreffen ist, binde man ihnen einen Strick um Den Leib, den man fest zuschnürt. Ein Aufhalten der Milch wird durch diese Manipulation bei den meisten Thieren nicht bewirkt. Meistens lassen dieselben nach öfterer Anwendung des Stricks das Schlagen ganz sein. „ r, r , . — Zur Karpfenzucht. Welch gunstrge Erfolge stch mit der Fütterung von Fleischmeul und Lupinen an Karpfen erzielen lassen, beweist nachstehender Fall. Herr Heine, Weidrgsmühle bei Zma erhöhte das Gewicht seiner einhalb- bis empfündigen Karpfen in einem Jahre bis auf drei, bei einzelnen Exemplaren btö auf vier Pfund. Das Fleisch der Thiere war dabei ein äußerst wohlschmeckendes, die Fütterung eine im Verhältntß zum Zuwachs überaus billige. — Der Hafer in -er Heilkunde. Als diätetisches Heilmittel sind die yaserkörner ganz besonders bei Genesenden zu empfehlen, weil sie wegen ihrer leichten Verdaulichkeit die Verdauungsorgane nicht belästigen, nicht blähen, keine Säurebildung veranlassen und ganz vorzüglich nähren. Die Samenschalen sollen einen die Verdauung belebenden Stoff enthalten. — Braungerösteten Hafer gibt man mit großem Nutzen heruntergekommenen, bleichsüchtigen Thieren, ferner gegen Durchfall, wenn derselbe in Schwäche der Verdauungsorgane begründet ist. Ganz besonders wird er für Schafe (mit i/z gerösteten Linien, Wachholderbeeren, Eisen, Wermuth) gerühmt. — Hafergrütze (40 Gr. in 2 Liter Wasser gekocht) ist für Thiere, die an Durchfällen und leichten Darmentzündungen leiden, ein reizmilderndes und einhüllendes Mittel. Mit wenig Wasser gekocht, verwendet man die Hafergrütze zum erweichenden Umschlag. Äebnlicke Wirkung haben die Hatermehlsuppen. 5. Eoent. weitere Anträge, welche nach § 51 der Statuten mindestens 6 Tage vor der Generalversammlung bei uns schriftlich einzureichen sind. Gerichtliche Entscheidungen. - Hine wichtige Entscheidung für Taubenbesitzer hat das Land- zerickl zu Altona getroffen. Hiernach kann Jemand, dem eine fremde taube zufltegt, nicht civilrechtlich bestraft werden, wenn er eine solche taube nicht mehr herausgibt; denn selbst nach dem römischen Rechte sei eine entflohene Lande vogelfrei, mithin Eigenthum Desjenigen, welcher sie zuerst einsange. Sämmtliche Neuheiten in Eu-rl Tüll - Vorhängen, m creme und bunten Eongreßstvffcn, sowie Stores sind ä eingetroffen. Ädgepaßte Vorhänge, das Fenster von «X 1.73 an. W Atücfwaar^, 105 cm breit, das Meter von 45 H an. M Vorigjähri^s Muster, sowie unter Einkaufspreis. 0 2250 Fs’itz Nowack, Seltersweg. a Marburg, den 3. April 1891. Königliche Eisenbahn-Bau-Jnspection. Schwamb 0 r tu 3327 Anm. Die in Klammern gesetzt^ Ziffern geben an, mit viele Der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen Kaufmännischer Verein. Ordentliche Generalversammlunc; Samstag, den 18. April 1891, Abends 8*/2 Uhr arbeiten, die Dachdecker- und Klempnerarbeiten, die Tischler-, Schlosser-,! Glaser- und Anstreicher-; arbeiten, die Lieferung der Ziegel-; steine und die Lieferung von Bruch-, steinen slMUll Dorslhlllkn m Gicht«. Montag ben 13. April b. I., Vormittag» 11 Uhr pünktlich, findet in der Turnhalle der Anstalt die feierliche Ginführung deS Herrn Direetor Dr- Lanbmann statt. — Die Schülerinnen der höheren und erweiterten Mädchenschule, mit Ausnahme derjenigen der Vorschule, werden hierdurch aufgefordert, sich zur Theilnahme an der Feier an gedachtem Tage Vormittags 10 Uhr in ihren seitherigen Schulzimmern zu versammeln. — Auf Einladung der Eltern muß mit Rücksicht auf den beschränkten Raum verzichtet werden. Dienstag ben 14 April b. I , Vormittags 8 Uhr, beginnt das neue Schuljahr. Die Anmelbung n-uer Schülerinnen im Zimmer des Directorr Im II. Steck erfolgt an diesem Tage: Vorm. von 9—11 Uhr für die höhere und erweiterte Mädchenschule, Nachm- von 2-4 Uhr für die beiden Vorschulen. Für solche Kinder, welche noch keine Schule besucht haben, ist zur Ausnahme erforderlich die Beibringung eines Impfscheines, sowie die genaue Angabe des Geburtstages oes Kindes, sowie des Namens und Standes seines Vaters, bei auswärts geborenen Kindern die Vorlegung eines Geburtsscheines. Für Kinder, welche schon eine Schule besucht haben, ist em Zeugniß über den seitherigen Schulbesuch, sowie — wenn sie über 12 Jahre alt find — eine Bescheinigung über die erfolgte zweite Impfung vorzulegen. Das jährliche Schulgeld der höheren Mädchenschule^ beträgt für die Klaffen X, IX und VIII (Vorschule) und VII, VI und V . . 60 für IV und III . . 72 Jt, für II und I . . 84 dasjenige der erweiterten Mädchenschule für die Klaffen 8, 7 und ß (Vorschule) . . 32 Mk., für die Klaffen 5, 4, 3, 2 und t . . 40 Mk. Wegen der mit Beginn des Schuljahres erfolgenden Trennung der Vorschulen beib^r Anstalten ist es weiter erforderlich, daß auch für solche Kinder, welche die Vorschule schon besucht haben, von den Eltern am 14. d. Mts. mündlich oder schriftlich erklärt wird, ob dieselben für die Folge die Vorschule der höheren oder erweiterten Mädchenschule besuchen sollen; dabei soll der beliebige Uebertritt einer Schülerin aus einer Vorschulklasse der einen Schule in die nächste Klaffe der anderen nicht ausgeschloffen sein. Gießen, den 9. April 1891. Das Curatorium der höheren und erweiterten Mädchenschule. Summa: 11 (4) 5 (1) rool> äusern auf der Strecke Fried-1 berg»^anau sollen I die Erd-, Maurer-, As-1 phalt- und Steinhauer- arbeiten, frankfurter Transport-, Unfall- nnd Glas- Hierzu ist öffentliche Verhandlung auf Dkrßlhernngö-Actjen-Gefellflhaft. Mont-g den 20. Ap,u d. I, __ Gegründet 1865. — Es starben an: Zusammen: Erwachsene: Im 1. Lebensjahr: Schwarze rein wollene Kleiderstoffe . (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei j 3341 <*ebr» Stamm» S^ath^fer 3826 bei Ernst Wallenfels. Afriedberg, 7. April. Fruchtpreise. Weizen 22.25 bis 22 50, Korn JL 18.50-19.00, Gerste JL 17.00-00.00, Haier JL 15 57—16 00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo, gleich 200 Zollpsund. »riedberg- 7. April. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. AL 0,85-1,10. Eier 1 St. 6 2 St. 11 H. Limburg 8. April. Frucht markt. Rother Weizen AL 19 35, weißer Weizen AL Korn AL 14.60, Gerste AL 10.75, Hafer AL 8 60 Erbsen ——, Kartoffeln —.—. Frankfurt, 8. April. Marktpreise. Heu pro 100 Ko. AL 5—6.80, Stroh AL 4.20 -4 60, Kartoffeln AL — bis —__, Butter per Pfd. AL 1.----1.10, Eier per St. 6—7 H, Roggenbrod 4 Pfd. 45 H, do. feines 48 gemischtes 6 Pfd. 86 H. Geschäftszimmer des Unterzeichneten Grundkapital 5 000 000 Mark. Kapitalrestrde Mark 1016 250. Die unterzeichnete Agentur empfiehlt sich hiermit zur Vermittelung von Unter den cosmetischen Neuheiten nimmt die auf Veranlassung medicinischer Autoritäten in den Handel gebrachte Doerings Seife die erste Stelle ein, und alle, welchen an rationeller Pflege der Haut gelegen ist. begrüßen ihr Erscheinen. Der große Ruf, welcher Doerings Seife vorausgeht, ist in ihrer Qualität begründet, indem sie von keiner der jetzt gebräuchlichen Toiletteseifen an Reinheit und Milde erreicht wird. Diese Eigenschaften, verbunden mit hohem Waschwertbe, geringem Verbrauche und billigem Preise stempeln Doerings Seife zu der besten der Welt, denn sie erhöht und erhält die Schönheit der Haut, verfeinert den Teint, beseitigt alle Hautunreinigkeiten, wirkt belebend und anregend auf die Hantfunction, wodurch allgemeines Wohlbefinden des Körpers erzielt wird. Vorzeitiges "Welken der Haut, aufgesprungene Haut, geröthete Hände werden bet täglichem Gebrauche von Doerings Seife vermieden, und deshalb sollte in der Damentoilette, von Personen mit empfindlicher Haut, sowie zum Waschen der Kinder lediglich nur die chemisch geprüfte und für gut befundene Doerings Seife Anwendung finden. Doerings Seife ist in jeder Hinsicht ohne alle Concurrenz und erhältlich zu dem billigen Preise von 40 Pfg. per Stück in Giessen bei Gustav Gerhardt, P. F. Thomas. Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Droguen-, Material- und Farbwaarengroßhandlung._______[3309 Wöchentliche Meberficht der Todesfälle in Gießen. 13. Woche. Vom 29. März bis 4. April 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 27,76 Voobejro. 17,66 nach Ausschl. der Ortsfremden. Kinder enx c■ ! Einste große holl. Schellfische und i Verjtdgerung • ,, r , : A. Koch Nachfolger, Hrertag den 10. April,! ________Neuen Baue 21. 3343 Nachmittags Ä Itfir, Li34« **«•« sa-afis»., wt 9 a 7 ' süße Monikendamer Bückinge zum Braten, Kieler Sprotten u. Bückinge zum Robessen. _______E. Dort, Wallthorstraße 45. Corsetten für Damen und Kinder, eleganter Sitz, prima Stoffe, empfiehlt in großer Auswahl Ueberail vorrätig Schräges Sdireitipult Sollte in keinem Hause und in keinem Bureau fehlen. Versicherungen einzelner Personen gegen bie materiellen SchabenfolgerL körperlicher Unfälle zu gün und Hertig in Hanau und bei der! Aigen Bedingungen und mäßigen, festen Prämien unterzeichneten Bauinspection eilige* i und erklärt sich zur Ertheilung jeder näheren Auskunft, sowie zur kosten- ehen werden AngebolLsormulare zu! freien Abgabe von Prospekten und Antragsformularen gerne bereit. Loos I und II können gegen freie 4 Uhr (Ermäßigte Preise). Sneewittchen und die sieben Zwerge. Großes phantastisches Zaubermärchen in 8 Bildern von C. 21 Gorner- (Nur von Zwergen aufgesührt). Abends 7'/r Uhr: Abschiedsvorstellung. Gräfliche Irrungen. Genrebild in zwei Acten v- H. Sallmeyer. Lustige Studentenstreiche. Posse mit Gesang. (3338 Die Dorfschule. Komische Ensemble Scene mit Gesang e der Plätze für die Abend-Vor- : Sperrsitz Jt. 1.50, Erster Rang 1, Gallerie 40 H. — Im Vorverkauf in der Cigarrenhandlg- des Hrn. G Gerhard, Lindenplatz: Sperrsitz 1.30, Erster Rang 80 ü Preise der Plätze für die Nachmittags-Vorstellung: Sperrsitz 90 ,5>, Erster Rarg 60 Gallerte 30 Die Zwischenpausen werden von der hiesigen Regimentsmusik ausgefüllt. Ausführliche Programme an der Kasse. ZlegenffelKchen kauft zum höchsten Preis s3353 A. SchulthriS junior, Seltersweg 21. 33521 Zwicker gesunden. Abzüyolen bei Chr. Duill, Grünbergerftraße 89. 3344] Junger Kellner oder Kellner- "'»^LLL.<*< w. I Reue filittiten. Ein Hausbursche und drei Küchen- Mädchen sofort gesucht. J3347 Wir suchen per sofort einen tüchtigen Arbeiter. 3356 E.Friedberger Söhne. Gesucht für sofort brave MädMen geg. hob- Lohn für hier u- ausw- [3349 Frau Schmidt, Verm-, Seltersweg Id Der Unterricht in meiner Schule beginnt Mittwoch den 13. April. Anmeldungen nehme ich in meiner Wohnung, Schiffen- bergerftraße *7, entgegen. Anna Singer, 3329 geprüfte Lehrerin. Geübte Metalldrucker resp. Polirer für Petroleumbrenner-Fabri- cation in Accordarbeit gesucht. [3134 Näheres sub Chiffre W. 63 an die Krvedition diese- Blattes.________ 3333] "Ein ordentliches Mädchen zur Ausbülse per sosort gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl-________ "3312] Ein braver Junge von 16 bis 18 Jahren als HauSbursche gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 3325] Aelteres zuvei lässiges Mädchen, welches nähen kann, zu drei Kindern nach Alsfeld gesucht. Adresse bei der Exped—d^Bl- Wermiethungm. 3361] Schöne Wohnung, drei Zimmer, Zubehör, an ruhige Leute zu vermiethen. Näheres Wallthorstraße 71. 3317] Kleine Mansardenwohnung, zwei Zimmer mit Zubeh., per 1- Mai zu verm- ° H. Eiertäuzer, Grünbergerstraße 89. 3322] 4—5 Zimmer mit Zubeh., Wasserleitung und Gartenantheil, per 1. Juli zu vermietben. Steinstraße 55. 33241 Schtllerstraße 7 ist der mittlere Stock, 5 Zimmer, per 1. Juli od. früher zu vermiethen. 3351] Stnbe nebst Küche zu vermiet hen. Sandgaffe 34. 3339] Ein auch zwei Schüler finden gute Pension- Ludwigstraße^4, ^H. 3040] Ein Laden in bester Lage zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 2808] Scheuer und Pserdestall mit Remise zu vermiethen. Frankfurterstraße 40. Coursbericht E. Wasserschieben, Vankgeschast Frauklurler Börse vom 9- April 1891. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min- se 2514% Ung. Gold-Rente 99.05 50/0 Jtal. Rente 86 501 4V6°/o Oest. Silber-Rente 99.1515% Ruff. nx. Orient 3321] Ein Mädchen für leichte Hausarbeit gesucht. m Frau Ottmar Köhler Wwe. 3323] Nachhülsestnnden in Mathematik und ähnlichen Fächern ertheilt W. Loos, stud. math. et ehern., Bauefscher Gesangverein. Heute DonnerSrag: Singstunde^ I Jungen Kausteuten zur Kcnntniß- nähme, daß im Dr. Kübel'schen Institute dahier während des Sommer- Semesters an zwei Abenden gelehrt werden: Buchführung, Handelscorrespondenz und kaufmännisches Rechnen. (3350 3357] 2)ie gegen meine Dienstmagd Marie Haas in meiner Wohnung am , 1. April d. I. ausgesprochenen Beleidigungen nehme ich hierdurch als unwahr zurück. Annerod, am 7. April 1891. Marie Weller. J. H» Fahr Sonnenstraße 27 empfiehlt Strickbaumwolle in den neuesten und courantesten Farben, schwarze Baumwolle, garantirt wafchächt- ggggr Stricken von Strümpfen und Beinlängen in bester Ausführung wird billigst besorgt.____________[3354 3345] Em schöner junger Jagdhund (Hündin) billig abzugeben. Stelnstraße 7. Schwarze Seidsnzeuge unter Garantie zu billigsten Preisen- 333ff S. Weimersheim Nachfolger. Lmllum-Vereinwieleck(£• ff m u.ff Donnerstag den 16. April, Abends 8Va Uhr: 3337] 1-2 hübsch möblirte Zimmer, total ungenirt, mit separatem Eingang vom 25. 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Außer der seither üblichen Zerkleinerung der Cokes für größere Füllöfen wird jetzt noch, um das Nachrutschen der Cokesstückchen m den neueren Öefen mit engeren »üllschächte« zu erleichtern, eine Zerkleinerung rn der Korngröße von Slntkiracitkovlen, sowie eine noch etwas kleinere Sorte als letztere hergestellt. Wir bitten unsere geehrten Abnehmer, durch Versuche die zweckmäßigste Korngröße für die betreffenden Oefen zu ermitteln und bei Bestellung von zerkleinertem Cokes die gewünschte Sorte - Nr. 1 etwas größer als Anthracit, Nr. 2 m der Größe des Anthracit, Nr. 3 kleiner als Anthracit — zu bezeichnen.D. O. Asterweg 47. — Ederstr. 8, Möbelfabrik u. -Lager empfiehlt 1442 sein reichhaltiges Lager in eichen- u. nussbaum-polirten Möbeln, sowie completen Betten, polirt und lackirt aller Art, Blumentischen und Rohrsesseln, sowie Spiegel, Teppiche, Läufer und Gardinen zu aussergewöhnlichen Preisen! durch Ersparnisse der Ladenmiethe! Eigene Polsterwerkstätte! 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