Nr. 209 Mittwoch den 9. September 1891 Der Htmt A«»ei-er rZKHnrtt täglich, aeh Sui nahmt deS ÄontagS. >k Gießener Pe*t« >' « L—n_________TTTl' Hü—ILILJJ IJCIT.-' ~ JlHfl. »«nähme »on «azetgen zu der Nachmittags für btu i f 1 HiW I W Lnrrsnc^-Sorraux der In- und Ausländer achm« '^rnden Lag erscheinenden Rümmer di» Borm. 10 Uhr. UUy t ^UMUUUtmUCl. i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeh ^EWWW>^WWWWWMWWWWWWMM>WWWWWWMWMWWWMMSSLS«»«vaWM»»MW»L»MWN»MW»W»MIM!MMM«tt«!Mt.Wt.L.«I i«.JIWWIIIILMHIWf 8MMII!M»WWßWM 2lmtlid?er Therl. Gießen, am 8. September 1891. Betr.: Die Einsendung der Sterbzählkarten und Todes- zeugniffe für die Monate Juli und August. Das Großh. Kreis-Gesundheitsamt Metzen erinnert die noch rückständigen Bürgermeistereien an die rechtzeitige Einsendung der rubr. Sterbfallanzeigen. Dr. Follenius. Deutsches Reich. Berlin, 7. September. Die Kaisermanöver in Niederösterreich haben in der Hauptsache am Samstag Mittag ihr Ende erreicht. Allgemeine Anerkennung haben hierbei namentlich die großen Marschleistungen der Truppen und deren Frohsinn und Unverdrossenheit trotz der großen Anstrengungen der Manövertage gefunden. Um 1 Uhr Nachmittags trafen Se. Majestät der Kaiser Wilhelm und König Albert von Sachsen vom Manöverfelde wieder in Schloß Schwarzenau ein, eine halbe Stunde später folgte Kaiser Franz Joseph nach. Der Reichskanzler General v. Caprivi und Graf Kalnokh kehrten um I^UHr nach ihrem Absteigequartier Schloß Maires zurück. — Die kürzliche Schätzung im „Reichsanzeiger" bezüglich der diesjährigen Ernteergebnisse in Deutschland bleibt, wie sich mehr und mehr herausstellt, hinter der Wirklichkeit erfreulich zurück. Diese Schätzung hatte den diesjährigen Ernteertrag aus 82 Procent einer Mittelernte veranschlagt ; aber unzweifelhaft übersteigt der Durchschnittsertrag der deutschen Ernte die vom „Reichsanzeiger^ angenommene Ziffer, besonders ist die Körnung weit besser ausgefallen, als man allgemein geglaubt hatte. Deutschland hätte sonach, um seinen Bedarf zu decken, einer Einfuhr von fremdem Roggen eigentlich gar nicht bedurft und erweist sich der latente Ueber- schuß der Vorrätbe über den Bedarf größer als im Durchschnitt der Jahre. Da nun neben einer guten deutschen Weizenernte auch eine ganz ausgezeichnete amerikanische Weizenernte verzeichnet werden kann, so ist eine reichliche Versorgung Europas mit Brodfrucht in diesem Jahre möglich. Wenn trotzdem die Getreidepreise bis jetzt nur wenig von ihrer Höhe heruntergegangen^sind, so liegt die Schuld hieran zum guten Theile an Börsenspeculationen, die nun hoffentlich die längste Zeit gedauert haben. Rerreste Nachrichten. WolffS telegraphisches Lvrrespondenz-Burcmr. München, 7. September. Sämmtliche hiesige Abendblätter bringen sehr warm gehaltene Huldigungsartikel anläßlich des Kaiserbesuchs. Die „Allgemeine Zeitung" bezeichnet die diesmalige Anwesenheit des Kaisers als einen Augenblick von geschichtlicher Bedeutung. Das Erscheinen des Kaisers werde im deutschen Süden den Gedanken an den Kaiser wärmer und lebendiger aufleuchten lassen. Die „Neuesten Nachrichten" feiern den Kaiser als einen Friedens- fütsten und Schirmherrn des Friedens, sie sprechen das Ge- löbniß aus, daß in der Stunde der Gefahr die Bayern in der ersten Linie der Kämpfer für das deutsche Vaterland stehen würden. Das „Fremdenblatt" bemerkt, der Kaiser werde finden, daß die Reichsidee allezeit einen sicheren Hort in Bayern finde, welches mit unverwüstlicher Energie seine Pflichten gegen Kaiser und Reich erfüllen werde. München, 7. September. Bei dem morgen stattfindenden Besuche des Rathhauses durch den deutschen Kaiser werden die ältesten und werthvollsten Pergamentsurkunden aus den einstmaligen Kaiserzeiten von dem Oberbürgermeister vorgelegt werden. Zum Ehrentrunk wird Wein aus Franken eredenzt werden. Der Generalfeldmarschall Gras v. Blumenthal und der preußische Kriegsminister Generallieutenant v. Kaltenborn- Stachau sind heute hier eingetroffen und wurden vom Bahnhofe in Hofequipagen nach dem Palais des Prinz-Regenten Luitpold abgeholt. München, 7. September. Der hier zum Besuche seines Sohnes, des Professors der Mechanik, weilende Professor der Geschichte H. Gr aetz, Professor honorarius an der Universität zu Breslau, ist heute plötzlich gestorben. München, 7. September. Nach dem osfieiellen Saatenbericht für das ganze Königreich Bayern pro Monat August sind die Getreidearten trotz der Regenfülle meistens befriedigend eingebracht,- die Qualität und die Quantität find theilweise ausgezeichnet. Kartoffeln, in Tieflagen krank, werden in Trockenlagen gelobt. Der Wiesen- schnitt, Kleeernte und Futterrüben sind gut, Hopfen verspricht eine Mittelernte. Tabak ist vortrefflich, Weinreben sind schlecht entwickelt, Obst ist sehr verschieden. Die Landwirthschast ist überall durch Regen stark zurückgehalten. Unter dem Roggen befindet sich viel Mutterkorn. Hamburg, 7. September. In der heute Nachmittag um 2 Uhr eröffneten ersten öffentlichen Sitzung des Congresses für internationales Recht hielt Professor v. Bar eine Ansprache, worin er daraus hinwies, daß Hamburg als alte Hansastadt ein ganz besonders günstiger Boden für die Tendenzen des Congresses sei. Senator Herz erwiderte Namens des Senats. Sodann schritt man zur Berathung des Themas der Actiengesellschasten. Wien, 7. September. Der Kaiser traf heute um 5 Uhr 20 Min. Nachmittags mit Kalnoky und dem übrigen Gefolge hier auf dem Bahnhofe ein und wurde von dem zahlreich versammelten Publikum enthusiastisch begrüßt. Schwarzenau, 7. September. Kaiser Franz Josef i hat den Statthalter von Nieder-Oesterreich mittelst Hand- - schreibens beauftragt, der Bevölkerung des Waldviertels für j die patriotische Gesinnung, die dynastische Treue, sowie für i die opferwillige und sympathievolle Erfüllung der militärischen i Anforderungen Allerhöchste Anerkennung und Dank auszu- I sprechen. Allentsteig, 7. September. Das heutige letzte Manöver \ von 8 bis 10 Uhr Vormittags verlief trotz strömenden Regens > in glänzender Weise. Nach einem energischen Vorstoß der beiderseitigen Reserven ließ der Kaiser Franz Josef abblasen. Beide Kaiser hielten Ansprachen an das ^Offiziercorps, worin sie den Truppen die höchste Anerkennung zollten und die Waffenbrüderschaft der Armeen ihren Ausdruck fand. Um 11 Uhr Vormittags ritten die beiden Kaiser und der König ; von Sachsen, begleitet vom Prinzen Georg von Sachsen und '! sämmtlichen Erzherzögen, sowie einer zahlreichen Suite nach l der Bahnhaltestelle Allentsteig, wo der deutsche Kaiser nach i herzlicher Verabschiedung vom Kaiser Franz Josef, dem König | und dem Prinzen von Sachsen und den Erzherzögen um ? ll3/4 Uhr nach München abreiste. Paris, 7. September. Die Zölle im Monat August ! haben einen Mehrertrag von 3 Millionen Frauken ergeben. London, 7. September. In den Stahlwerken von ; Eston unweit Middleborough ist die Arbeit wegen Mangels j an Aufträgen ins Stocken gerathen; mehrere Tausende von \ Arbeitern sollen bereits beschäftigungslos sein. ? Moskau, 7. September. Am Samstag stieg der Ballon ! Capti f in der französischen Ausstellung mit mehreren Personen aus. In einer Höhe von 200 Metern bekam der Ballon einen Riß und sank mit furchtbarer Geschwindigkeit. Die schief hängende Gondel schlug auf das Dach des Gebäudes f der Ausstellung und ein Luftschiffer wurde leicht verletzt. Sansibar, 7. September. Reutermeldung. Der deutsche i Postdampfer „Kanzler" hat zwischen Sansibar und Mozam- \ bique Schiffbruch gelitten. Menschenleben sind nicht ver- ä loren. Eine bei Lloyds Agentur eingegangene Depesche aus \ Sansibar besagt, der Dampfer „Emin" habe die Passagiere f des „Kanzler" nach Mozambique gebracht. i --------------------------- Feuilleton. „Auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege." Vor einiger Zeit brachte das „Berliner Tageblatt" unter der Spitzmarke „Feine Partie" eine Notiz, die sich mit dem Heirathsbureau einer Frau Auguste Gombert in Berlin beschäftigte. Diese Notiz brachte dem Blatte eine Reihe von Zuschriften ein, die dasselbe veranlaßten, den Praktiken der ehefreundlichen Dame etwas näher nachzusorschen. Nachstehend geben wir das Ergebiüß dieser interessanten „Studien". In zahllosen Blättern erscheinen fortgesetzt Anzeigen, deren angeblicher Zweck es ist, einer armen reichen Millionärin, die nur mit einem ganz kleinen „sittlichen Deseet" behaftet ist, oder einer mit mehreren Hunderttaufenden ausgestatteten Waise unter die Haube zu verhelfen. Die Anzeigen variiren häufig in der gönn; wie die Gedichte der „Goldenen Hundertzehn" paffen sie sich der Zeit an: „Noch vor Pfingsten" . . . „Noch vor Weihnachten können Sie eine brillante Partie machen . . ." Die Offerten sind in der Regel unter einer Chiffre an ein Berliner Postamt einzusenden, sehr häufig ist aber der „General-Anzeiger" Berlin SW 12, als die Stelle angegeben, von welcher die „reiche Braut" zch beziehen ist. Diese Anzeigen, die sich durch ihre knappe Fassung besonders kenntlich machen, entstammen durchweg dem „Bureau" der Frau Auguste Gombert. Diese Anzeigen werden von Hunderttausenden gelesen, von Tausenden belächelt und von anderen Tausenden ernsthaft geprüft. Du lieber Himmel, warum sollte es nicht möglich sein, daß eine junge Dame, die in der Liebe Schiffbruch gelitten, ein kleines peeuniäres Opfer von einigen hunderttausend Mark bringt, um einen Fehltritt zu verdecken? Und warum sollte es nicht möglich sein, daß ein verwaistes Mädchen, das bis jetzt unter dem strengen Regiment eines hartherzigen Vormundes geseufzt hat und von der Männerwelt in schnöder Weise abgeschlossen war, die endlich gewonnene Freiheit benutzt, um so schnell wie möglich in den Hasen der Ehe einzulaufen? Sie kann es ja, sie hat es ja dazu! Und die Frau, die in liebloser Ehe mit einem alten, grämlichen Manne gelebt hat, warum sollte sie sich jetzt, nachdem sie Wittwe geworden und die Hunderttausenden ihres „Ersten" geerbt hat, nicht den Luxus gönnen, einen armen, aber jungen Mann zu nehmen, vielleicht einen mit einem „adeligen Namen" ? — Alle diese Erwägungen finden statt und der angenehme junge oder alte Mann, der die Anzeige der Frau Gombert gelesen, setzt sich hin und schreibt einen Brief. Umgehend erhält er, mit 5 Mk. Nachnahme beschwert, ein gedrucktes „Geschästseircular" vom „General-Anzeiger" der Frau Gombert. Dieses Circular ist außerordentlich vertrauenerweckend, es appellirt an die Gewissenhaftigkeit und Ehrlichkeit des Reflectanten. Die Nachnahme ist nur erhoben worden, um „von vornherein jeden leichtfertigen und spaßhaften Auftraggeber fernzuhalten." Am nächsten Tage soll eine „Damenliste", auf der „500 bis 600 sehr reiche und hochfeine Heirathsparthien" verzeichnet sind, nachgesandt werden — gegen eine weitere Nachnahme von 15 Mk. Wird auch diese Sendung eingelöst, dann ist das Glück des Brautwerbers gemacht, denn Frau Auguste. Gombert weist ihm ja Damen nach mit einem Vermögen „bis in die Million" hinein. Um ihn von der Reellität ihres Geschäfts vollkommen zu überzeugen, fügt sie auch den Abdruck von zahlreichen Danksag- ungsfchreiben bei, deren Absender natürlich nicht genannt werden dürfen. Daß in einem dieser Schreiben „ein höherer Staatsbeamter", der sich der Vermittelung der Frau Gombert bedient, ein Deutsch schreibt, dessen sich ein Schüler unserer Gemeindeschulen schämen würde, kann große Geister nicht geniren. Das Circular trägt unter der Aufschrift „Vertreten in allen Staaten der Welt" Abbildungen aus allen möglichen Städten. Aus diesen, theils bekannten Clichos nachgebildeten Städteansichten kann man sich nun die Häuser heraussuchen, in welchen Frau Gombert ihre Heirathsbureaus etablirt haben will. Die Sache erweckt Vertrauen, man läßt die zweite Nachnahmesendung kommen und löst sie ein, um —• nie wieder etwas von Frau Auguste Gombert und ihren Millionärinnen und reichen Waisen zu hören. Denn die Namen der heiraths- luftigen Damen sind in der Liste nur durch Anfangsbuchstaben bezeichnet und die Bewerber haben — unter Beifügung von Briefmarken für Francatur und Antwort — sich an das „Bureau" zu wenden, um ihre Offerten anzubringen, auf welche in der Regel eine Rückäußerung nicht erfolgt. Auf dem besprochenen Circular ist nun auch das Berliner „Geschäftshaus" der Frau Gombert abgebildet und einige weitere Illustrationen zeigen uns die innere Einrichtung desselben. Als Geschäftshaus ist der „Prachtbau Friedrichstraße 214" angegeben, die Einzelbilder zeigen uns ein prächtig ausgestattetes Treppenhaus, sie führen uns in den „Damen-Wartesaal", in den „Privat-Sprechsalon für Damen", in das unendlich große „Hauptcomptoir", in den „Herren- Wartesaal", in den „Privat - Sprechsalon für Herren" und gestatten uns einen Einblick in die „Registratur" und das geheiligte „Privatbureau". In all diesen Räumen wimmelt — nach den Bildern — unendlich viel Volk, sehr elegante Herren und bezaubernd schöne Damen. Als wir nun dieser Tage den „Prachtbau" der Frau Gombert, der nach der Abbildung ein großes sogenanntes Luftschild mit der Riesenaufschrift „Generalanzeiger" tragen soll, aufsuchten,* sanden wir ein bescheidenes Berliner Durchschnittshaus, das dadurch eine gewisse Merkwürdigkeit erlangt hat, daß sich bis vor Kurzem das Hauptquartier der Heilsarmee in demselben befand. Nicht ohne Mühe entdecken wir endlich im Hofe das „Weltinstitut" der Frau Gombert, leider aber keine Spur von dem prachtvollen, mit exotischen Pflanzen geschmückten Treppenhaus, den geräumigen Wartezimmern, der Registratur und den vornehmen Salons. Was wir sanden, war ein bescheidenes, dunkles Comptoir mit einigen Neben- gelassen und darin langweilten sich zwei Männer, während mehrere Knaben Adressen schrieben. «SW der L abgebe preist berechl Don S gerben s° Meten- Zn dritter $ ii 01 *'$ Wk Der Nei besörderur Zui 19 Mm. Zllhr 1 Di' M dc haltepuv Fi vB Kas mittelba D Nachmi M bekannt gegeben werden." — Aus Oberhefsen, 7. September. Wer nächstes Jahr Obst ernten will, soll jetzt seine Bäume düngen. Da die Blüthe- und Fruchtbildung im nächsten Jahre grundlegend bedingt ist durch die Bildung von Blüthenknospen, diese aber bereits während des voraufgehenden Nachsommers gebildet werden, so ist es von Wichtigkeit, gerade in dieser Zeit den Obstbäumen mit Düngung zu Hilfe zu kommen. Diese Zeit ist jetzt eingetreten und währt bis gegen Mitte September. Man umgebe jeden Obstbaum mit V2 bis 1 Meter tiefen Löchern (in loserem Boden kann man solche auch zur Noth mit einem in die Erde getriebenen Psahle Herstellen) und fülle dieselben bis Mitte September — darf auch bis zu Ende desselben fortgesetzt werden — einmal wöchentlich mit verdünntem flüssigem Dünger (zu gleichen Theilen gewöhnliche Rindviehjauche und Wasser) an. Dieses Verfahren ist alljährlich zu wiederholen. Wenn möglich sollte in derselben Zeit auch schon das Ausästen, welches den Zweck hat, dem Baume eine wohlgefällige Form zu geben, alle Zweige für Licht und Luft gleich zugänglich zu machen und gegenseitige Reibung derselben zu verhindern, vorgenommen werden. Dasselbe sollte von Beginn der Pflege eines jungen Baumes an stets mit solcher Vorsicht ausgesührt werden, daß dazu ein scharfes Messer genügt, man nicht genöthigt ist, von der Säge Gebrauch zu machen. In jedem Falle muß der Schnitt dicht am Stamme oder Aste geführt und glatt nachgeputzt werden, um leichtere Vernarbung zu ermöglichen. Stümpfe an Bäumen sind das schlechteste Zeugniß jedem Baumbesitzer, jedem Gärtner, jedem Forstmann. + Herbstein, 7. September. Der seit einigen Jahren am hiesigen Gerichte beschäftigt gewesene Gerichtsschreiber- Aspirant Steller aus Hungen wurde als Hilfsgerichtsschreiber an das Großh. Amtsgericht Darmstadt versetzt. Zu den Sonderzügen werden Rückfahrkarten zum einfachen Hinfahrtpreise ausgegeben, giltig bis zum Montag, 14. Sep- tember, einschließlich. Dieselben berechtigen am Samstag früh zur Hinfahrt bis nach dem Paradeselde und zur Rückfahrt vom Kasseler Bahnhofe aus. Zur Rückfahrt vom Paradefelde aus nach Kassel berechtigen dieselben jedoch nicht. Die Rückfahrt kann am Lösungstage nur mit den Rück-Sonder- zügen, an den übrigen Tagen mit allen Personenzügen, ausschließlich der Schnellzüge, angetreten werden. (S. die betr. Bekanntmachung des Königl. Eisenbahnbetriebsamts Kassel in vorliegender Nummer.) Am Freitag geht ein Sonderzug mit zweiter und dritter Wagenklasse von Gießen nach Kassel 15 Min. vor dem um 11 Uhr 39 Min. Vorm. von Gießen abführenden Personenzuge. Der Rückzug geht von Kassel um 9 Uhr 45 Min. Abends und endigt 12 Uhr 10 Min. Morgens in Marburg. Reisende nach Gießen u. s. w. finden dort 1 Uhr 34 Min. Morgens Weiterbeförderung. — Ruhestandsversetzung und Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 29. August den Lehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt Professor Dr. Karl Landmann, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treuen und gewissenhaften Dienst- sührung, mit Wirkung vom 9. October 1891 an, in den Ruhestand zu versetzen und demselben das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. — Am 6. September wurde dem Vorsitzenden des Verwal- tungsrathes der Mainzer Jndustriehalle Anton Bernhart zu Mainz das'Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen. — Der Oberhesfische Obstbauverein, über dessen con- stituirende Hauptversammlung in Nr. 207 berichtet wurde, zählt in den Kreisen Friedberg und Gießen bereits 1900 Mitglieder. Es ist damit der Beweis geliefert, daß seine Thätigkeit in seiner engeren Heimath Anerkennung findet und er durch fortwährenden Zuwachs an Mitgliedern in seiner Wirkung kräftig unterstützt zu werden verdient. Ein vorzügliches Mittel, den Verein zu stärken und seine Wirksamkeit kennen zu lernen, wird die im October stattfindende Obst- Ausstellung in Gießen bieten, welche ebenso schön wie umfangreich und lehrreich zu werden verspricht. Eine Reihe von Preisen und Medaillen stehen zur Verfügung. Vereinssatzungen und Programme, wie Anmeldescheine für die Ausstellung sind in Friedberg bei der Geschäftsstelle (Bismarckstraße) zu erhalten. Anmeldungen zur Aufnahme in den Verein sind an den Director der Geschäftsstelle in Friedberg, Dr. v. Peter, zu richten, später an die in den einzelnen Orten zu wählenden oder vom Präsidenten zu ernennenden Vertrauensmänner. Die Mitgliederkarten kommen demnächst zur Versendnng. — Folgende Bekanntmachung ist von verschiedenen preußischen Eisenbahndirectionen erlassen worden: „Das reisende Publikum wird darauf aufmerksam gemacht, daß fortan bei allen denjenigen fahrplanmäßigen Zügen, welche die vierte Wagenklasse führen, nur so viele Fahrkarten der vierten Wagenklasse verausgabt werden, wie Plätze dieser Wagenklasse vorhanden sind. Das bisher übliche Verfahren, Inhaber der vierten Wagenklasse in einer höheren Wagenklasse zeitweilig Platz nehmen zu lassen, wird infolge der hieraus entstehenden großen Unzuträglichkeiten und weil die Plätze dieser höheren Wagenklasse für Reisende Dieser Klasse offengehalten werden müssen, hiermit bis fauf Weiteres ausgehoben. Die Einstellung des Verkaufes von Fahrkarten für die vierte Wagenklasse wird bei jedem Zuge durch die Portiers Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 8. September, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr Wasser 15, Luft 18 Grad Reaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 7. September. Nach dem „Reichsanzeiger" verlieh der Kaiser dem Generalobersten Pape den schwarzen Adlerorden. u. — Aus Warschau wird gemeldet, die Nachricht österreichischer Blätter, daß in der Umgebung Warschaus demnächst 150,000 Mann eintreffen, sei lediglich auf die beabsichtigte Truppenrevue zwischen Warschau und Modlin-Zgierz zurückzuführen. Alle politischen Combinationen seien demnach hinfällig. Berlin, 7. September. Nach emem amerikamschen Telegramm meldet die „Allg. Fleischer-Zeitung", daß Offerten in Schweineproducten von Amerika noch nicht gemacht werden können, da Fleischwaaren erst von den jetzt unter der Jnspection der Regierung zum Abschlachten kommenden Schweine — also nicht vor ihrer Fertigstellung in drei bis vier Wochen — für Deutschland attestirt werden können. Newcastle, 7. September. Heute wurde der Cong re ß der Trade-Unions eröffnet. 530 Delegirte sind anwesend, darunter viele Frauen. Bruns ist als Mitglied der parlamentarischen Commission erschienen. Kopenhagen, 7. September. An den Wagen des zur Kirche fahrenden Czaren drängte sich der etwa vierzigjährige russische Ingenieur Iwan Jlnitzky heran und überreichte eine Bittschrift, in der er um eine Audienz flehte und Gerechtigkeit erbat. Der Czar versprach beides. Jlnitzky ist nach eigenem Berichte ein Opfer der russischen Justiz, von der er ausgeplündert und mehrere Jahre in verschiedenen Gefängnissen herumgeschleppt wurde. Petersburg, 7. September. Die „Allgem. Recch-Corr. meldet: Als neue Maßregel zur Bekämpfung des Nothstandes wird die Regierung dieser Tage eine bedeutende Erhöhung der Eisenbahntarife für sämmtliche Getreidearten nach den Häsen des Schwarzen und Asow'schen Meeres verfügen. Locales unfc z)eovinzielles. Gießen, 8. September. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag den 10. September 1891, Nachmittags 4 Uhr: 1. Einfriedigung des Vorgartens vor dem Hause der Actienbrauerei, Kaplansgasse 19. 2. Das gemeinschaftliche Hofthor des Wilhelm Gail und des Konrad Jung in der Neustadt. 3. Baugesuch des Jacob Hengst in der Licherstraße. 4. Baugesuch der Ludwig Kohlermann Wittwe in der Neustadt. 5. Herstellungen am Wärterhäuschen der städtischen Tonnenanstalt. 6. Gesuch des Louis Fuhr um Ausbesserung des Canals in der Erlengasse. 7. Gesuch des Balthaser Strauch um Erwerb des von ihm zum Ausbau der Lonystraße abzutretenden Geländes. 8. Stiftung der Charlotte Kein von Stuttgart. 9. Wahl der Commission zur Vernichtung der 1890/91er Zinscoupons. 10. Gesuch des Roller'schen Stenographenvereins zu Gießen um Überlassung eines Schulzimmers zu Uebungsstunden. 11. Kündigung des Mietvertrags mit der Handelskammer. — Znr Erleichterung des Besuches der Kaiserparade wird in der Nacht vom. Freitag zum Samstag um 12 Uhr 19 Min. früh ein Sonderzug von Frankfurt nach Kassel und ein zweiter von Marburg um 3 Uhr früh, beide nur mit dritter Wagenklasse, abgelassen werden. Diese Sonderzüge hallen in nächster Nähe des Paradeseldes, südlich des Dorfes Oberzwehren, beim Bahnübergänge der Frankfurter Landstraße (nach der sogen. Knallhütte). Für die Rückfahrt werden ebenfalls zwei Sonderzüge mit dritter Wagenklasse von Kassel nach Gießen gefahren, von welchen der letzte in Gießen unmittelbaren Anschluß an den Personenzug 82 (2 Uhr 37 Min. Nachts ab Gießen) nach Frankfurt erhält. Der erste Rück-Sonderzug fährt 15 Minuten vor dem um 7 Uhr 32 Min. Nachmittags von Kassel abfahrenden Personenzuge 102, der zweite sährt um 11 Uhr 10 Min. Abends von Kassel ab. In dieser Adressenschreiberei besteht die Hauptthätigkeit des „Instituts". Korbweise werden täglich die Postsachen abgeholt, die Eingänge aus allen Gegenden Deutschlands enthalten. Nach einer schnellen Prüfung wandern diejenigen Schreiben, welche Vorwürfe und Drohungen enttäuschter Bewerber enthalten, in den Papierkorb, während das „brauchbare Material", nachdem es um die beigesügten Briefmarken erleichtert worden, den Adressenschreibern zuwandert, welche die Nachnahmesendungen mit dem famosen Circular adressiren. Welchen Umfang das „Geschäft" erreicht hat, geht daraus hervor, daß Frau Gombert täglich durchschnittlich 100 Mk. Porto für nicht eingelöste Nachnahmesendungen an die Post zu bezahlen hat, und daß in „günstiger Zeit" sich diese Gebühr auf 300—400 Mk. erhöht. Wie bedeutend die Zahl der Hereingefallenen sein muß, daß das Geschäft solche Spesen tragen kann, läßt sich hiernach leicht ermessen, und der Umstand, daß Frau Gombert schon seit Jahren in der ihr lieb gewordenen Weise operirt, gestattet den Schluß, daß die Sache sehr einträglich ist. Frau Auguste Gombert läßt sich übrigens im „Institut" wenig sehen, die Seele desselben ist ihr angeblicher Neffe Max Gombert jun., der in der Kochstraße ein möblirtes Zimmer inne hat. Außer diesem angenehmen jungen Manne sind noch einige „Herren" an dem Geschäft beth?iligt. Vormittags findet sich die Gesellschast zur Theilung der eingegangenen Beute zusammen und damit ist für sie das^Tagewerk beendet __ die eigentliche „Arbeit", die Adressirung der Nachnahmesendungen, wird ja von den „Hilfskräften" besorgt. Keiner der „Geschäststheilhaber" ist im Adreßbuch verzeichnet. Unbegreiflich ist es nur, daß noch keiner der Betrogenen eine Aushebung des Nestes erwirken konnte, dessen Insassen sich sogar rühmen, daß ihre „Institution von der höchsten Polizeibehörde und der königlichen Staatsanwaltschaft untersucht und fortdauernd controlirt wird". von Die ton rb. Zeiten Crbnnn, alten 1 Sollen Q gebots <, M; Se- s 1 Sett 9ebote ®«ttt$i Ach, Ne: N bei Gebrüder Stamm, Markt Jyiiltt itllVvi und Schulftraßen-Ecke die reichhal- itafte Auswahl der gediegensten, modernsten Herren- und Knabenkleider, sowie vorzügliche Stoffe zur Anfertigung nach Maass und zum Verkauf nach Meter. Größere Partien Herren- und Knaben - Anzuge, Joppen, Paletots rc. 2c., sowie ein Posten dauerhafter Buxkins im Ausverkauf au wesentlich ermäßigten Preisen. <978 Vermischtes. ♦ft Kassel, 7. September. Die grosse Festwoche der Kaisert^ge hat heute begonnen, die ganze Stadt steht bereits voll und ganz unter ihrem Eindrücke- alle Hände sind aus Strassen und Plätzen, in und an den Häusern mit festlichen Vorbereitungen beschäftigt und auf Bürgersteig und Fahrdamm herrscht ein viel regeres Leben, als man es sonst in der ruhigen, eintönigen Residenzstadt zu finden gewohnt ist. Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verloscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbraunlrcher Farbe. — Ver- fälschte Seide (die leicht speckig wird und^bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden weiter (wenn schr mit Farbstoff erschwert), und hinterlaßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt Zerdrückt man die Asche der achten Setde, so l-rMubt ste, die der verfälschten nicht. Das Seidenf°brtk-.D°pdt von «.Henne., berg (£. u. K. Hoslies) Zurich versendet gern Muster von seinen ächten Seidenstoffen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und zollfrei ms Haus. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz 1U1V Verkehr, Land, ttnfr Volkrwirthschaft. Hielten, 8. September- Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pst>. X 1,15-1,20, Hühnereier 1 et. 6-7, 2 et.----4, Enteneier 1 St.--4, 2 et - 4, Käse pr. et. 7-10 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 25 4, Ansen pr. Liter 29 H, Tauben pr. Paar X 0,60—OM Hühnn pr. Stück X 0,80-1.20, Hahnen pr. et. X 0,50-0,80, Enten pr- Swck X 1,70-2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—76 4, Kuh-und Rindfleisch 60—64 4, Schweinefleisch 60-70 4, Hammelflestch 50—74^, Kalbfleisch 56-60 4, Kartoffeln pr. 100 ftilp X 6,00-8 00. Weißkraut pr. et---4, Zwiebeln per Gentner X 5,60—6,00, Milch per AlSfeld^ 5. September. Aus dem heutigen Fruchtmarkt wurden verkauft: 100 Kilo Korn zu 24.50 X, Saatkorn 26 X, alter Hafer 16.30 X ____________ — Patent- von im Grotzherzogthnm Hessen wohnend«» Erfindern« Patent-Anmeldungen. Kl. 23, N. 2368. Selbft- thätiges Dampf-Rührwerk für Seifensiedekessel; Friedrich Noßwitz. in Worms, Ftschmarkt 15. — Kl. 74, N.2308. Ausfchaltvorrichiung für Signalwerke an Läden; Georg Nicolaus in Offenbach a. M., Biberer Straße. — Patent-Ertheilungen. Kl. 6, Nr. 58973. Apparat zum Wenden, Lüften und Befeuchten von Gerste bezw. Malz auf der Tenne; S. Htrscbler in Worms; vom 7. October 1890 ab. — Kl. 22, Nr. 58 955. Verfahren zur Darstellung von Tetraalkyldiamidodioxydiphenylmethanen; A. Leonhardt L Co. in Mühlheim; vom 27. Juni 1889 ab. — Kl. 22, Nr. 59003. Verfahren zur Darstellung rother basischer Farbstoffe der Pyrongruppe Pyronine); A. Leonhardt & Co. in Mühlheim; vom 27. Juni 1889 ab. — Kl. 36, Nr. 59040. Beweglicher Kegelrost für Dauerbrandöfen mit Braunkohlenfeuerung; Buderus'sche Eisenwerke in Hirzenhainerhütte, Station Hirzenhain, Oberhessen; vom 18. November 1890 ab. — Kl.44, Nr. 59076. Sporenbefesttgung; F.Darley und Chr. Kliffmüller in Offenbach; vom 7. April 1891 ab. — Kl. 59, Ni. 59027. Einrichtung zum Entleeren von Pumpen mit schwingendem Kolben; F. Frölich in Worms, Martinsgasse 10; vom 1. März 1891 ad. - Die Heilung der Bleichsucht ist viel leichter durch die Küche, d. h. durch eine sorgsam gewählte Diät zu erreichen, als man anzunehmen geneigt ist. Allerdings lag bisher das größte Hindernitz für eine rationelle Ernährung der in diesem Leiden eigenthumlichen Appetitlosigkeit, die sich häufig sogar zum Widerwillen gegen alle nahrhaften Speisen, wie Fleisch, Milch, Eier rc. steigerte. Und doch wäre es zwecklos, durcb pikante Zubereitung eine Spetseaufnahme zu erzwingen, da der geschwächte Magen gar nicht mehr die zur Verdauung nothigen Säfte absondert. Hier muß den Kranken eine möglichst concentrirte und doch leicht lösliche Nahrung gereicht werden, die ohne Anstrengung des Magens direct in den Säftestrom des Körpers übergeführt wird. Diesen Anforderungen entspricht in hervorragender Weise Kemmerichs Fleisck-Pepton, das gern genossen wird und in kurzer Zeit seine belebende und stärkende Wirkung äußert. "62 Als erster Gast traf heute Nachmittag der Großherzog vom Hessen mir großem militärischen Gefolge hier ein und nahm im Hotel König von Preußen Absteigequartier. Derselbe- war am Samstag nach beendigtem Divisionsmanöver wieder nach Schloß Romrod zurückgefahren und kam heute hierher, um nun bis zur Ankunft des Kaisers hier zu bleiben. — Die große Parade des 11. Armeecorps findet Samstag Vormittag vor dem Kaiser statt. Der Platz ist ein Hochplateau, das sogen. Langeseld, hinter dem Carlsauepark, südlich von Kassel gelegen, unweit des bekannten Ausflugsortes „Neue Mühle". Herr Architect Heußner aus Hannover errichtet eine Zuschauertribüne, vor welcher in unmittelbarer Nähe 100 Meter) der Kaiser hält und die Parade abnimmt. Wie noch bei keiner anderen Kaiserparade werden diesmal daher die Tribünenbesucher den Kaiser und die Parade aus unmittelbarer Nähe sehen. * Heidelberg, 3. September. Eine dralle Odenwälderin, die dahier in Dienst steht, kam dieser Tage zur Post, um ein Poststück auszugeben. Als ihr der Schalterbeamte bemerkte, daß man das Colli nicht sortschicken könne, weil ja keine Adresse angegeben sei, meinte sie treuherzig: „Schicken Sie den Bündel nur getrost fort, er kommt schon an die richtige Adresse, denn die daheim kennen ihn schon am „Zügerl". Es sollte damit der Ueberzug, resp. die Umhüllung des Poststückes gemeint sein- doch der Postbeamte beharrte aus der Vorschrift und so zog das Landkind mit betrübter Miene und ihrem Bündel wieder ab, um die ihrer Meinung nach „überflüssige" Adresse beizusügen. * Ein zärtlicher Gatte. Aus dem Friedhöfe zu Bingen befindet sich ein Grabstein, von einem bereits längst verstorbenen Advocaten seiner Frau gesetzt, mit solgender In- sckirift, deren versteckte Bosheit zu entdecken erst dem späteren Geschlechte beschieden war: „Wohl auch die stille Häuslichkeit Ist eines Denkmals werth; Ihr sei's drum auch von mir geweiht, Und wer die Tugend ehrt, Auch in dem einfachsten Gewand, Mir meinem Schmerz ist er verwandt." 25 7 ** hi-rh-r, 1 i” bleiben -1 :t6*t«g $or= fl ' von Wortes „Neue >Qnnoner errichtet wttelbarer Nähe e ^bnivimt. Wie n diesmal daher l°e °us mimitteU Ic Odenwälderin, 1 -ur Post, um Mlterbeamte be« 1 könne, weil ja „Schicken ltnt schon an die 11 ihn schon am ■ / * die Um- ch der Postbeamte dos Landiind mit eder ad, um die beizustzen. dhose zu Binnen bereits längst ver- mit solgender Jn- i erst dem späteren M geweiht, :nb, erwonbt" । F tt f*"6 eX»tt ®e*‘ rj- rK '*A»S DH E BM SS"- lvittbschast. t. Auf dem heutigen 5-1,20, HLHnereier - 4 2 6L - 4 irbsenvr. 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Cement- arbeiteu und Trägerlieserung, für Erbauung einer Baracke im Hofe der alten Universitätsklinik zu Gießen sollen aus dem Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. - Zeichnungen, Voranschläge und Bedingungen können von Samstag den 12. September l. I. ab aus dem Baubureau der Kliniken, Frankfurter- WhmWnk«-Handlung Th. Haubach Bahnhofstr. 40. 1 Treppe. Ältestes und größtes Geschäft dieser Ürnnche nm hiesigen plnde. '?■_ 310t Grosses Lager. — Reelle Garantie. Bedeutende Iahluogserleichterllnsen. Hegen HZaar hoher Rabatt. Gebrauchte Maschinen billig und unter Garantie. Fettlaugenmehl (Seifenmehl, Srifenpnlver), per Pfd. 18 Pfg., 10 Pfd. für Mk. 1.60, 25 Pfd. für Mk. 3.75 Das Umsetzen bcstcns^bcsorgt. Bestellungen werden von dem Unterzeichneten entgegen genommen. Zwiebeln, la. Maare, 50 Kilo mit Sack Mk. 4.- versenden gegen Nachnahme Gebr. Oppenheimer, General-Agent Chr. Emil Derschow, Offenbach a. M., oder dessen Agenten: J. M. Schulhof, Giessen, Aug. 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Mts. - behufs Revision der Bibliothek zurückgegeben werden. - Eine Ausgabe von Büchern erfolgt an dem genannten Tage nicht. Die Bibliothek bleibt geschlossen und wird erst am 14. October wieder eröffnet werden. Gießen, 8. September 1891. Der Vorstand: 8026 Dingeldey. STAERKE Unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche empfiehlt [1321 Emil Fischbach« 7934] Ca. 200 M-sten Holzkohlen abzugeben.Lrrdwigsplatz 3. Reineclauden, groß, Prima zum Einmacken, sowie schöne Koch- und Tatelbirncn empfiehlt [8012 __Heinrich Jentzen, Westanlage 3. Grosser Ausverkauf. Bänder, Spitzen, Besatzartikel, Sarnrnt, Pelüsch, Seide rc. wegen Umzugs zu außerordentlich billigen Preisen. 7902 L. Mühlhausen, Westanlage 15. Fayence- und Tho aasen. Alleinverkauf der beliebten Fabrikate des Hoflieferanten Herrn A. Gaertler in Darmstadt bei [7694 A. Kröll, Gießen. Fussbodenanstrich alle Arten lalle Nüancen. Benner & Krumm, Bahnhofstraße 40. [7923 Steinkohlen Lieferung. 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M. und ein zweiter von Marburg um 3 Uhr 1 Min. früh, beide nur mit dritter Wagenklaffe, abgelaffen. Diese Sonderzüge endigen in der Nähe des Paradefeldes, woselbst -südlich des Dorfes Oberzwehren, in nächster Nähe des Bahnüberganges der Frankfurter Landstraße (nach der sogenannten Knallhütte), ein besonderer Haltepunkt errichtet ist. , . Für die Rückfahrt werden zwei Sonderzüge nut dritter Wagenklasse von Kassel nach Gießen gefahren, von welchen der letzte in Gießen unmittelbaren Anschluß an den Personenzug 82 nach Frankfurt a. M. erhalt. Der erste Rück-Sonderzug fährt 15 Min. vor dem um 7 Uhr 32 Mm. Nachmittags von Kassel abfahrenden Personenzuge 102, der zweite fährt um 11 Uhr 10 Min. Abends von Kassel ab. , Zu den Sonderzügen werden Rückfahrtkarten zum einfachen Hmfahrt- preise "ausgegeben, gültig bis zum 14. September einschließlich. Dieselben berechtigen am 12. zur Hinfahrt bis nach dem Paradefelde, zur Rückfahrt von Kassel aus. ., _ r. Für Rückfahrt vom Paradefelde aus nach Kassel berechtigen dieselben jedoch nicht. Die Rückfahrt kann am Lösnngstage nur nut den Rncksonder- zügen, an den übrigen Tagen mit allen Personenzügen, ausschließlich der Schnellzüge, migetreten werden. Näheres ist auf den Stationen zu ersehen. 7981 Könialiches Eisenbahn-Betriebs-Amt Kassel (Main-Weser-Bahn)._______ offerirt [6312 Fr. Seibel. Einige Wagen guter! Pferdemist abzugeben. -------------- ----- W°di- Exp-dition *«*,«•$" ö» d. Bl. 8007 üBittwr, Schloßgaffe 15. I Julius Buch Ecke der Mäusburg und Wettergaffe. Streng feste Preise. — Streng feste Preise. Norddeutscher Lloyd. Post- und Schnelldampfer von 13 E! U nach Pferdedecken, ftruchtsäcke, Scheuertücher, Bindfaden [7718 empfiehlt Heinrich Wallach. Herrenhemden nach Matz werden unter Garantie des guten Passens in kürzester Zeit geliefert. Reiche Auswahl in Stoffen und Einsätzen. [6055 Geschw. Heerz, Neuenweg 7. 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