Nr. 106. Samstag den 9. Mai 1891 Set AirtzeE A*hN« eint täglich, toCt Älusnahme des MoMags. Nie Metzener AÄikitt«»ßrslt», .'w*ke dem Anzeiger ^Hknttich dreimal heigele-t. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger 2 Mark 20 Psg. Bringerlohn. Durch die Post bezogt 2 Mark 50 Pfg. -iedaction, Txpedi Aench»recher 51, Amts- tmb Anzeigeblatt für den Kreb Gieren. --■-■-aMBBIMIF1"* ■i^11-1 1 t । ! । ri.■■■"■!_ i! u i ■■ i— im—w>A»waii»-R" - ■■wz»L»^1»'^LLIMÜ ■Ssnelm« »•« «»,-«»-» |U t*t N-chmitta^ für tra I ftfllßfÜlffi* ®C' 3» un» «ufleaM ne|i»»« «n»m r°g «rschkt>,md« »nm. 10 Uh«. GIMSveiMge. Gie^kNrL gfflMUHEmHlUUA. für dm „«i-ß-a-r »n,-l,er« -m,-,«. 2lmtlicbcr Therl» Gießen, am 4. Mai 1891. Betr.: Die Aufnahme von Waisen in die Landeswaisenanstalt. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen °cnt«°r. Gesammtadstimmung über das Arbeiterschutzgesetz. Dritte Lesung der Zuckersteuernovelle. Ne«este Nachrichten. Wolffs telegraphisches Lorrespondmz-Burean. Bonn, 7. Mai. Der Großherzog von Luxemburg ist heute Vormittag 101/2 Uhr zum Besuch bei dem Kaiser Wilhelm eingetroffen. Bonn, 7. Mai. Se. Majestät der Kaiser hat dem Rector der Universität Prosessor Hüsser den Rothen Adlerorden 3. Klasse, sowie dem städtischen Beigeordneten Eller nnd dem Professor Wendelin Förster den Rothen Adlerorden 4. Klasse verliehen. JBreSIau, 7. Mai. Der heutigen Gedächtnistseier für Moltke wohnten die Spitzen der Civil- und Militärbehörden, Vertreter von Corprationen der Studentenschaft, Mitglieder der Familie Moltke, sowie zahlreiche andere Personen bei. Es sprachen bei der Feier Prosessor Kauffmann und Geheimrath Websky. München, 7. Mai. Der offizielle Saatenbericht meldet, daß in ganz Bayern die Umackerung des Winter- getreides und des Klees in Folge Mäusesraßes und der Rapssaat in Folge Ausfrierens nöthig sei. Der Graswuchs sei durch die kalte Aprilwitteruug zurückgeblieben, die Aussaat des Sommergetreides und das Kartoffellegen seien günstig durchgeführt. Der Winterhopsen steht schlecht, der jüngere besser. Die Weinstöcke seien unentwickelt- die Aussichten für die Obsternte günstiger. Metz, 7. Mai. Heute früh wurde der Oberstlieu- .tenant Prager vom Kvnigl. Sächsischen Fußartillerie- Regiment Nr. 12 ermordet im Bette vorgesunden. Der Ermordete zeigte eine tiefe bis aus das Rückgrat gehende Schnittwunde am Halse, neben ihm im Bette fand sich ein abgebrochener Hammer vor. Offenbar ist der Offizier, ein Junggeselle, in der Nacht überfallen, nach einiger Gegenwehr durch Hammerschläge aus den Kops betäubt und dann durch den Schnitt in die Kehle getödtet worden. Die gerichtliche Untersuchung ist sofort eröffnet, die Thäter find unbekannt, die Umstände lassen aus einen Raubmord schließen. Wien, 6. Mai. Nach einer Meldung der „Neuen Freien Presse" aus Belgrad soll König Alexander anläßlich des Osterbesuches die Königin Natalie gebeten haben, freiwillig der Resolution der Skupschtina zu entsprechen. Wien, 6. Mai. Wie bie „Reichenberger Zeitung" erfährt, bleiben die Tuchzölle in dem neuen österreichischdeutschen Handelsverträge unverändert. Paris, 6. Mai. Die Einnahmen im April er. aus den indirecten Steuern und den Monopolen ergaben mehr 11,450,000 Francs über den Voranschlag, im Ganzen 17,400,000 Frcs. mehr als im Vorjahre. Unter den Einnahmen ergaben die Zolleinnahmen 2,500,000 Francs mehr als angenommen war. Paris, 6. Mai. Dem Vernehmen nach sprach sich die Majorität des Kriegsraths in der gestrigen Sitzung für bie Pläne des Generals Gillon aus, wonach die bisherigen Befestigungen durch eine Fortificationslinie ersetzt werden sollen, welche das Bois de Boulogne, Longchamps, Suresnes, Puteaux, Courbevoie, Asnieres, Neuilly, Levallois und Clichy einschließt. Die Kosten wurden auf 150 Millionen geschätztste dürsten den Verkauf der Grundstücke der bisherigen Ringmauer vollständig decken. Lüttich, 6. Mai. Die Büraergarde ist einberusen. Der Zustand ist unverändert, die Ruhe nicht gestört. Kronstadt, 6. Mai. Der Hafen ist seit vorgestern eisfrei. Aus dem Meere treiben noch Eisschollen. Newyork, 6. Mai. Gestern fand die erste Jnspection der Eingewanderten gemäß der neuen Verordnungen auf dem Dock statt, wo der aus Glasgow eingetroffene Dampfer „Devonia" feine Passagiere gelandet hatte- 802 Personen, einschließlich der Reisenden zweiter Klasse, wurden von den Beamten untersucht, die als nicht geeignet Befundenen auf den Dampfer zurückgefchickt. Für jeden nicht in das Register Eingetragenen, dem der Capitän die Landung gestattet hat, muß letzterer eine Strafe von 300 Dollars zahlen. Newyork, 7. Mai. Gestern Abend und heute Morgen war in zwei Bauholzlagern aus Long-Jsland ein Feuer auögcbrochcn, das bis zur Stunde noch nicht gelöscht ist. Der bereits gestern augerichtete Schaden wird aus eine Million Dollars beziffert. Washington, 6. Mai. Es heißt, die Regierung der Vereinigten Staaten habe ihren Gesandten in Chile beauftragt, ihre Vermittelung den beiden Parteien anzubieten. Man sagt, daß außer Frankreich und Brasilien noch andere größere Republiken darin übereingekommen seien, Chile ihre Vermittelungen im Interesse der republikanischen Principien anzubieten. Mord und Selbstmord von /andslruien- Der Nr. 92 der in New-Hork erscheinenden „Hessen- Darmstädtcr Zeitung" entnehmen wir Folgendes: Der Dampfer „Eider" war am Samstag Nachmittag um 1 Uhr, kurz vor seiner Abfahrt nach Bremen, der Schauplatz einer furchtbaren Doppeltragödie. Philipp Ohnacker tödtete Frau Katharine Barth durch einen Schuß und machte darauf feinem Leben ein Ende. Der 25 jährige Mörder und Selbstmörder machte als Soldat des in Mainz stationirten 4. hessischen Infanterie- Regiments Prinz Karl Nr. 118 vor mehreren Monaten die Bekanntschaft der verheiratheten 30 jährigen Frau Barth, die aus ihn bald einen verderblichen Einfluß auszuüben begann. Er wußte, daß sie einen Mann und zwei Kinder hatte und versuchte, sich der ihm auferlegten Liebesfesseln zu entledigen, allein sein Charakter erwies sich als zu schwach, den stürmischen Gefühlen des Weibes zu begegnen — er unterlag ihren Verführungskünsten und brannte in einer dunkeln Nacht vor zwei . Monaten mit ihr nach Amerika durch. Von seinem Bruder I nahm er in einem Briese zärtlichen Abschied. Von Hoboken wandte sich das Paar auf eine mehrere Meilen entfernte Farm, wo Beide sich als Manu und Frau I ausgaben und gemeinsam arbeiteten. Der leichtsinnigen Frau I mochte das Verhältniß zu Ohnacker auf die Dauer nicht be- I Hagen, denn sie begann ihn in jeder Beziehung zu vernach- I lässigen, es kam zu häufigen ärgerlichen Auseinandersetzungen, die dem Mann in einer Weise nahe gingen, daß er sich am I 27. April in Hoboken zu tobten beschloß und diese Absicht seinem Bruder in einem Briese mittheilte. Des Farmleben scheint auch nicht nach dem Geschmack ! der Frau Barth gewesen zu sein, sie trug sich schließlich mit dem Gedanken an die Rückfahrt in die Heimath und benachrichtigte Ohnacker am Donnerstag von ihrer Absicht. Aber- I mals kam es zwischen den Beiden zu einer heftigen Scene, allein die energische Frau setzte ihren Willen durch, traf gestern früh in Hoboken ein und kaufte ein Paffagebillct fürs Zwischen- j deck nach Bremen. Auch Ohnacker traf in Hoboken ein und verbrachte den Vormittag in Gesellschaft der Frau. Um halb 1 Uhr begab sich Frau Barth in Begleitung des seine innerliche Aufregung kaum bemeisternden Mannes I auf den Pier am Fuß der 2. Straße, wo die „Eider" zur Abfahrt bereit lag. „Verlasse mich nicht, bleibe?" bat Ohnacker händeringend und als dies nichts fruchtete, wurde er furchtbar zornig und stieß allerlei Drohungen aus. Statt jeder Antwort bestieg I Frau Barth den Dampfer und begab sich in das Zwischen- I deck. Ohnacker folgte ihr dahin. I Unten im Zwischendeck folgte abermals eine unangenehme I Scene, denn der Mann, den die Aufregung bleich gemacht hatte, schrie mit lauter Stimme: I „Du wirst nicht reifen, außer wir fahren zusammen!" Die beiden Streitenden zogen die Aufmerksamkeit einer Menge Passagiere an, doch bei der allgemeinen Aufregung, die vor der Abfahrt eines Dampfers zu herrschen pflegt, ließ man das Paar bald wieder allein. „Du hast kein Passagebillet", erwiderte Frau Barth, „wie willst Du ohne ein solches reisen?" „Hier ist meine Karte!" schrie nun Ohnacker und zog einen großen Revolver aus der Tasche. In der nächsten Seeunde krachte ein Schuß und Frau | Barth, von der Kugel über dem rechten Auge getroffen, sank I leblos zusammen. Nun richtete der Mörder die Waffe gegen sich, wieder | wurde ein Schuß hörbar und Ohnacker fiel mit durchschoffener I I linker Schläfe neben feinem Opfer nieder. Eine unbeschreibliche Verwirrung folgte. Schiffsbeamte, I Matrosen und Passagiere eilten zur Stelle, doch blieb nichts I weiter zu thun — aus den blutenden Körpern war jedes I | Leben entwichen. Aus dem rechten Arm Ohnackers waren die Worte | „Infanterie-Regiment" und dazwischen „Nr. 118" in blauer I und rother Tinte tätowirt, darunter „12. Comp." und I „1887 bis 1890." Der linke Arm war mit einem Pserdekops, den Buchstaben „PH. O." und einem Todtenschädel mit kreuzweifen Knochen tätowirt. Unter den Effecten der Frau befand sich ein katholisches Gebetbuch und ein Tagebuch mit wenigen Auszeichnungen. | Auf der Titelseite war geschrieben: „Eliza Staupp, geb. am ; 3. October 1868." Bei Ohnacker wurden vier Briese gesunden, von denen einer an feinen Bruder in Gimbsheim (Rheinhessen) und ein zweiter an Max Stein, Mainz, gerichtet ist. Der erste hat folgenden Wortlaut: Amerika, den 8. April 1890. Lieber Bruder! Deinen Bries habe ich heute Abend richtig erhalten und will Dir gleich Antwort schreiben. Du willst meine bezw. unsere Reise wissen. Wir gingen von Euch fort Sonntag Mittag nach Gernsheim, von dort mit der Bahn nach Frankfurt, dann nach Kassel, und Nachts um 11 Uhr haben wir uns fortgestohlen. Lieber Bruder, lieber guter Bruder, ich wollte nicht fort, das glaube mir, aber die Frau sagte, entweder geh mit oder es gibt was, und ich war und bin noch die gute Einfalt, was mein Unglück war. Ich habe bis jetzt blos das gethan, was die Frau Barth gesagt hat und das, lieber Bruder, ist mein Tod. In 14 Tagen bis 3 Wochen bin ich in Amerika verscharrt wie ein Thier, und die Frau Barth ist wieder luftig und vergnügt zu Hause. Was glaubst Du, wem ich das Alles zu verdanken habe, lieber Bruder, ich dars heute noch nichts sagen, sonst werde ich abgeschnauzt, ! wie ein Hund und dann bin ich ruhig und weine über mein trauriges Loos, welches mir anheimfiel. Ich trage Mitschuld, aber nicht die Hauptschuld, lieber Bruder, ich schreibe die Wahrheit und lege mein letztes Geständniß vor dem Tode ab. Am 26. April ist unser Monat aus und der 27. ist mein Todestag. Sie war öfters bei mir in Mainz und wollte fort mit mir - ich habe immer eine Ausrede gehabt. Ich hatte kein Geld mehr von meinen ersparten 730 Mark, als ich mit ihr bei Dir war - sie sagte, fahr zu meinem Bruder und hol' Dir Dein Geld, o, nie hätte ich Bruder Joh. auf einmal so wehe gethan, aber ich mußte. Jetzt ist Alles fort und ich habe blos das, was ich verdiene, meine Paar Lumpen, die ich habe, hängen mir in Fetzen vom Leibe. Lieber Bruder, Du brauchst mir auch nicht zu verzeihen, ich sterbe ohne, ohne Alles, wie ein wildes Thier, das man in der Wildniß niederschießt. Kein Mensch weiß mein Grab. DaS was ich Dir versprochen habe, in Mainz am Bahnhof geht jetzt in Amerika in Erfüllung. Ach, wie Du damals geweint hast, lieber, guter Bruder, diese Schande muß ich nuferer Familie authun. Ich bin bei einem deutschen Farmer, erhalte monatlich 14 Dollars nahezu 60 Mark, sehr gute Kost und gutes Bett. Ein guter Arbeiter kann sich, wenn er sparsam ist, 200 Doll, sparen. (Folgt eine Beschreibung des Lebens auf dem Lande). Das Bild kannst Du dem Adam Kredel geben ober schicken, wenn Du das Deinige erhalten hast. Ich bin jetzt noch srisch und gesund und hoffe es auch von Euch Allen. Ich grüße Euch Alle recht herzlich, Dich lieber Bruder, Deine Frau, Deine Kinder, Bruder Johannes mit Familie, die Schwester Bette, alle Freunde und Bekannte. Herzliche Grüße an Alle, lebt wohl und werdet glücklich, Euer Bruder und Schwager, Vetter und Onkel Philipp Ohnacker. In einem Briese vom 27. März schreibt der Bruder Ohnackers: Gimbsheim, 27. März 1891. Lieber Bruder Philipp! Deinen Brief habe ich am 21. März erhalten. Lieber Bruder, glaube mir, ich hatte es Dir au den Augen abgesehen, Dein Herz hat Dir doch wehe gethan, Du hast doch gedacht, lieber Bruder, ich sehe Dich zum letzten Male, das was ich auch glaube. An einem Sonntag, 14 Tage, daß Du fort warft, kam der arme Mann mit seinen zwei Kindern. So eine Mutter ihre Kinder zu verlassen, das muß ein Herz von Eisen sein. Lieber Bruder, Du schreibst, Gott könne Dir verzeihen, Philipp, glaube das nur ja nicht, denn Du verläßt Dein geraubtes Gut, welches Du an Dich geriffen, doch nicht. ES ist nur gut, daß unsere Mutter, welche so viel auf Dich gehalten hat, dies nicht hat zu erleben brauchen. Wir sind nur einmal nach Euch von der Polizei gefragt worden. Wenn mir so etwas vorgekommen wäre, hätte ich nicht so lange zusehen können, entweder Ich oder Du. Vergiß uns nicht und schreibe bald, lieber Bruder. Gruß Rudolph Ohnacker, Frau uüd Kinder. Locales «nd provinzielles. Gießen, 8. Mai. — Auf die morgen Samstag Abend in Steins Garten stattfindende Specialit'äten-Vorstellung machen wir hierdurch aufmerksam, umsomehr, da der Gesellschaft der größte Beifall und Anerkennung bei Ausführung ihrer Programmnummern allerorten zu Theil wurde. — Laubach, 7. Mai. In diesen Tagen starb dahier plötzlich infolge eines Schlaganfalls der hiesige Lehrer i. P. und Rechner der hiesigen Spar- und Leihkaffe Friedrich Schenck. Der Verstorbene hat lange Zeit au hiesiger Volksschule gewirkt, sowie auch die Stelle eines Rechners der hiesigen Spar- und Leihkaffe bekleidet, welches Amt er auch nach der erfolgten Pensionnung seither weiterführte. Herr Schenck war ein in weiten Kreisen bekannter und hochgeehrter Mann, was auch die zahlreiche Betheiligung bei dessen heute erfolgter Beerdigung bewies. -d. Schotten, 6. Mai. Die hiesige erweiterte Volksschule ist vom Staate übernommen worden und wird dieselbe von jetzt ab den Namen „Höhere Bürgerschule" führen. § Ober-Seemen, 5. Mai. Der hiesige Handelsmann M. Adler hatte sich gestern ein Haus gekauft. Als man dann auch den gewohnten Weinkauf trinken wollte, ging man in eine nahegelegene Wirtschaft. Nachdem kaum eine Flasche getrunken, verließ Adler plötzlich das Zimmer. Als er nach längerer Zeit nicht wieder ins Zimmer kam, forschte man nach ihm und fand ihn vor dem Haufe stehen, ganz erstarrt. Man brachte ihn sofort ins Bett, wo er in sehr kurzer Zeit verschied. 4- Echzell, 6. Mai. Bel der heute dahier stattgehabten Wahl eines Bürgermeisters für unsere Gemeinde wurde der hiesige Landwirth Heinrich Reitz mit 178 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. vermischtes * Darmstadt, 6. Mai. In der gestern dahier statt- gehabten Ausschußsitzung des Landesgewerbevereins fam auch u. A. eine Antwort des Kricgsministeriums in i Berlin zur Kenntniß der Versammlung, welche auf eine Be- । schwerde der Gewerbetreibenden über die ihnen durch die Militärhandwerker erwachsende Concurrenz eingelaufen war. Das Kriegsministerium berichtet, daß die Militärpersonen des Friedensstandes nach Anmeldung bei der zuständigen Civil- dehörde auf Grund der Gewerbeordnung vom 21. Juli 1869, sowie § 43 des Reichsmilitärgesetzes vom 2. Mai 1874 berechtigt seien, in ihren dienstfreien Stunden Gewerbe zu betreiben, sofern hierzu von den vorgesetzten Behörden die Erlaubniß eingeholt sei. Gegenüber dieser gesetzlichen Regelung erscheine dem Kriegsministerium der Erlaß einer die Concurrenz der Militärhandwerker beseitigenden Verfügung nicht gerechtfertigt. *△ Mainz, 7. Mai. In Folge des mehrerwähnten blutigen Rencontres zwischen mehreren Offizieren und einem hiesigen Architecten ist, wie die „Mainzer Nachrichten" mittheilen, den Infanterie - Offizieren der Garnison Main^ I durch Gonvernementsbesehl der Besuch der hiesigen Cafes bis aus Weiteres untersagt worden. Nach unserer Information ist die Mittheilung nur theilwetse richtig, indem das Verbot nicht für alle Infanterie-Offiziere der Garnison erlassen, sondern nur für das Regiment, welchem die bei der Sache beteiligten Lieutenants angehören, und ferner ist auch nicht der Besuch aller Cafes verboien, sondern einzig desjenigen Restaurants, in welchem der Streit seinen Ausgangspunkt ge- | nommeu. — Diese Anordnung,, sowie auch die weitere, daß I die beteiligten Offiziere vorerst vom Dienste suspendirt sind, soll auf directe Anweisung des Kaisers erfolgt sein, dem eingehender Bericht über den Vorgang erstattet wurde. * Worms, 5. Mai. Dieser Tage wurde eine Anzahl Schüler des hiesigen Gymnasiums ans der Anstalt, ausgestoßen und eine noch größere Anzahl zu anderen Strafen Adolph Ohnacker, Frau uifd Kinder. nzielles. Glttzeu. 8. Mai. benb in Steins Garten machen wir hierdurch schäft der größte Beifall rer Programmnummern m Tagen starb dahier )er hiesige Lehrer i. P. ) Leihkasse Friedrich e Zett an hiesiger Volks- ies Rechners der hiesigen ; Amt er auch nach der rfiiljrte. Herr Schenck mb hochgeehrter Mann, i dessen heute erfolgter w\W 'Wo-- rooxkn Md wird W ^rrDLrgttschuie Als -r m-h ,mtt 1«, f»** 1(( siche», 9«"$ trlw'“; !'78 sehr furj-r Zett -«’S ,Ä S ms»" a-y-Äi «*$**», 5®? vH»»-« |d,rtlbt b-r 8rubir '<2|' März I891 ?ärä «galten, «ich» 1*«> °bg" ®«hch bo» m letzte» Mak, bat ©u fort toatjt, !a»t S° eine ®mter hon Gifen fei«. nne Dir verzeihen '"n verläßt DZ -rlsien, doch aicht. Er 1 i° W H Dich gc- ' oyttudjen. W gefragt worden. 1 ^re, hätte ich nicht !ch oder Du. Vergiß über. es« j. .,itetn dahi« V«“- W 8 »etbeoerei”5 |6 eine $«= u»S, n dar» w der hK Ll* * ICU1Ä nXrB-tlone« bc§ ,R bie Len Eivil- i S‘“nben S*«hlt ■biei«lÄ °i- WS« d°s Ler°° < , Wri»«" er» i -L>d, ^15-- «1 i»S‘ . all« ° AE -als Karzer ;c. vcrurthellt. Die Ursache dieser Maßregel war, -aß die Herren Schüler unter sich eine studentische Verbindung gegründet hatten: sie hatten ihre Statuten, ihre Kneipe rc. und trieben ihr Wesen schon seit geraumer Zeit. Ein Secun- -aner war „erster Chargirter", ein Tertianer „Fuchsmajor" und die Schüler der ersten Realschulklassen mußten sich als Füchse bequemen. Es wurde viel Geld gebraucht und fest gekneipt. In der Kneipe, in welcher die Hauptversammlung ab- gehalten wurde, war mit dem Wirth ein Signal verabredet worden, um sich vor unberufenen Eindringlingen zu schützen. Jedermann, welcher das Local betreten wollte, mußte ein bestimmtes Zeichen abgeben, sonst blieben ihm die THUren dieses Heiligthums verschlossen. Trotz dieser Vorsicht schlief der Ver- räther nicht und die Nemesis nahte eines Abends in der Gestalt eines Lehrers und so wurde der schöne Bund zerstört. * Frankfurt a. M., 7. Mai. Aus dem Verkaufe der Nntheil scheine der electrotechnischen Ausstellung sind bereits die zweiten 100,000 Mk. an der Deutschen Vereinsbank abgeliefert worden. Verkauft sind bis jetzt ca. 25,000 Stück. Wegen des Umtausches der Jnterimsquittungen mußte bekanntlich der Verkauf auf drei Tage sistirt werden. Nach dessen Wiederaufnahme werden zweifellos die im Ganzen für Frankfurt reservirten 40,000 Stück bald vergriffen sein. * Lindenfels, 3. Mai. Der Storch hat einen hiesigen Maurermeister in besonders splendider Weise bedacht, indem dessen Gattin dieser Tage von Drillingen — drei Mädchen — glücklich entbunden wurde,- drei Damen der hiesigen Honorationen haben, wie man vernimmt, sich sofort erboten, als Pathinnen bei der Taufe der Drillinge zu sungiren. * Klein-Steinheim, 5. Mai. Bei der gestern statt- gesundenen Beigeordnetenwahl erhielt der Candidat des socialistischen Wahlvereins, Eigarrenarbeiter Peter Herbert, 106 Stimmen. Sein Gegenkandidat, Bäckermeister und Land- wirth Joh. Jos. Keller, erhielt 105 Stimmen. Es bleibt abznwarten, ob die Wahl ihre behördliche Bestätigung finden wird. Herr Bürgermeister Stahl wird voraussichtlich nach seiner soeben überwundenen Krankheit in diesem Sommer auf längere Zeit im Bad Stärkung suchen müssen- es würde dann dem Beigeordneten das Geschäft der Bürgermeisterei zu übertragen sein und damit zum ersten Male in Hessen eine Gemeinde, wenn auch nur in Stellvertretung, ein socialdemokratisches Oberhaupt haben. O. Z. * Zwickau, 4. Mai. Eine Secte sonderbarer Schwärmer hat schon mehrmals in den Hof der hiesigen Strafanstalt unter dem Rufe einzudringen versucht: „Im Namen Jesu! öffnet die Thore? gebt die gefangenen Brüder frei- der jüngste Tag bricht an? Einmal mußten 16 Mitglieder dieser Secte gewaltsam aus dem Hose entfernt werden, 14 wurden wegen Hausfriedensbruchs angeklagt, vom Schöffengericht aber sreigesprochen, weil man annahm, daß die Angeklagten geistig gestört seien. In der zweiten Instanz ist jedoch jetzt eine Verurthcilung zu je einer Woche Gefängniß, -er niedrigsten Strafe für gemeinsamen Hausfriedensbruch, erfolgt. Der Verhandlung, bei welcher die Leute wieder mit unverständlichem Schreien und allerlei Sonderbarkeiten ihr Wesen trieben, wohnten viele Justizbeamte bei. Zwei Mitglieder der Secte, i)te eine führende Rolle zu spielen scheinen, ein ehemaliger Feuermann und eine unverheirathete Frauensperson, sind entmündigt worden- die Sectirer wohnen übrigens in verschiedenen, zum Theil weit auseinander liegenden Orten zerstreut. * Eine neue Sommerfrische im Fichtelgebirge. Wie wir erfahren, ist eine solche in dem bayerischen Städtchen Gefrees eröffnet worden. Dasselbe (Eisenbahnstation Falls- Gefrees- die sechsste von Hof gegen Bamberg, für Schnellzüge Marktschorgast, von beiden Haltepunkten täglich zweimal Fahrpost in 30 bezw. 50 Minuten), dicht am reichbewaldeten Nordabhang des Fichtelgebirges, 500 m hoch gelegen, hat zwar nicht die groteske Felsumrahmung des nahen (acht Kilom.) Kurortes Berneck, dafür darf es sich jedoch folgender schwerwiegender Vorzüge rühmen : 1. billiger und ruhiger Aufenthalt, der namentlich solche Sommergäste, welche nicht hohen Comsort, sondern ein einfaches, Leib und Seele erfrischendes Landleben ohne großen Aufwand wünschen, voll befriedigen wird. Für Interessenten sei noch auf den Reichthum der Gegend an Forellen (Gelegenheit zum Angeln), eßbaren Schwämmen, Erd-, Schwarz- und Preißelbeeren hingewiesen. 2) Große Auswahl von Ausflügen infolge des unmittelbar südlich an den Ort anstoßenden Hochgebirges, z. B. auf den Waldstein, -en Wetzstein, die drei Tannen, die Regentenhöhe, die hohe Haid, das kalte Bug, den Rudolsstein, den Schneeberg, diese alle in zwei bis vier Stunden ununterbrochener Hochwaldwanderung ausführbar. Neu angelegt wurde der „Wittelsbacherweg", eine zweistündige Promenade durch das bisher ganz unzugängliche hochromantische Oelschnitzthal über Ruine Grünstein, Emenmühle und Schloß Stein nach Berneck. Leichte Verbindungen mit Weißenstadt, Wunsiedel, Berneck, Bischofsgrün, Bayreuth, Kulmbach, Bamberg u. s. w. 3) Was die Hauptsache — eine Wald- und Gebirgsluft von geradezu ausfallend gesunder Beschaffenheit, zumal die Stadt in ihrer ringsumrandeten Mulde auch gegen rauhe Winde gut geschützt ist. Bleiche Kinder, herabgekommene Constitutionen jeglichen Alters, namentlich Blutarme, Reconvalescenten, Nervenkranke, Hypochonder, erholen sich hier, wie durch zahlreiche Fälle nachgewiesen, in kürzester Zeit. Epidemien unbekannt, selbst die Influenza nur verschwindend gering ausgetreten. Arzt und Apotheke im Ort, Flußbäder desgleichen. Nach alledem steht zu verhoffen, daß es auch in diesem neuen Luftkurorte an Sommergästen nicht fehlen werde. Mehr den 20 Familien aus verschiedenen Theilen Deutschlands haben auch bereits bei dem dortigen Arzte Dr. Prell anfragen lassen. * Schwimmende Hirsche. Welche Ausdauer Hirsche im Schwimmen haben, zeigt folgender Fall. Am Montag Nachmittag kamen, wie aus Beeskow gemeldet wird, vierzehn starkgeweihte Hirsche durch den Schwielung-See geschwommen. Sie kamen aus der Richtung von Niewitsch auf Trebatsch zu und sind wahrscheinlich aus dem Lieberoser Forst verjagt worden. Die Thiere ivaren aber so ermüdet, daß sie am User liegen blieben und sich von den anwesenden Leuten betasten ließen. Zwei blieben vor Mattigkeit im Morast am User stecken und mußten herausgezogen werden. Die Strecke, welche sie schwimmend zurückgelegt, beträgt über 1/i Meile. * Ein Bild von dem Umfange des belgischen Tauben- sports gibt die Thatsache, daß am 25. April von Lüttich zwei Sonderzüge mit 51 Wagen, die ausschließlich Brieftauben enthielten, nach Frankreich gingen, von wo die Thierchen den Wettflug nach der Heimath antreten. Von Charleroi aus zählten die beiden Züge in Folge unterwegs erhaltenen Zuwachses 91 Wagen. * Paris, 5. Mai. Nach der Zählung vom 12. April d. I., deren Ergebnisse jetzt vorliegen, hat Paris eine Bevölkerung von 2,422,969 Seelen. Am 30. Mai 1886 waren es 2,260,945. Die Vermehrung beträgt also 162,024 Seelen. Cfteratur un$ Zümft. — Ganz vortrefflich gewählt ist der Inhalt nachfolgender Nummern, die soeben als wettere Folge von »Meyer-Volksbüchern* erschienen sind: die Nummern 841 und 842 enthalten: C. Goldoni, Der wahre Freund. Ein Lustspiel in drei Acten. Deutsch von I. Kalau vom Hofe. Freunde einer heitern Muse machen wir besonders auf dieses Geislesprodukt des mit Unrecht halboergessenen italienischen Lustspieldtchters aufmerksam. In den Nummern 843 und 844 finden wir eine anmuthige Auswahl Ungarischer Volkslieder. Deutsch von M.Farkas. Nr.845—848: A. Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit. Die in den Nummern 849— 851 enthaltenen Novellen der spanischen Novelltsttn F. Caballero, deutsch von Dr. Hans Müller, fesseln den Leser durch die wahre und lebendige Darstellung des spanischen Volkslebens. Von dem norwegischen Dramatiker der Neuzeit, Henrik Ibsen, bringen die Nummern 852 und 853 Rosmersholm. Deutsch von Dr. G. Morgenstern. Nr. 854: Einhard (Eginhard), Leben Kaiser Karls des Großen. Deutsch von Fr. Purlttz. Einen anziehenden Inhalt haben die Nummern 855—858: A. Daudet, Fromont junior und Risler senior. Pariser Sittenbild. Deutsch von Fr. Bremer. Der Lesewelt ist es nicht unbekannt, daß dieser Sensattonsroman, der Daudet eine der ersten Stellen unter dm französischen Romanciers der Gegenwart anweist, in Frankreich allein über 60 Auflagen erfahren hat. Schließlich sei noch erwähnt: Nr. 859: Lavier de Maistre, die Reise um mein Zimmer. Deutsch von E. Walter, und Nr. 860: H. Ehr. Andersen, der dänische Dichter mit seinem „Bilderbuch ohne Bilder". Deutsch von I. Regehr. — Man sieht, die Verlagshandlung von „Meyers Volksbüchern", das Bibliographische Institut in Leipzig, ist mit vieler Sorgfalt fortdauernd darauf bedacht, dem bildungsuchenden Volksgetst eine gesunde geistige Nahrung zu bieten, die bei dem billigen Preis (jede Nummer ist einzeln käuflich und kostet bei gutem Druck auf gutem Papier als im handlichen Taschenformat geheftetes Bändchen nur 10 Pfennig) jedem wirklich nach gefftiger Erholung und Bildung Strebenden durchaus erreichbar ist. Gleichgültig an diesem Schatz volksthümlicher Ltteratur kann nur derjenige vorüber- gehen, auf welchen das Denkerwort zutrifft: „Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen." — Der erste Quartalband der „Mrrfikalischen Jugendpost", Jahrgang 1891 (Stuttgart, Carl Grüntnger), zeichnet sich durch reiche textliche und musikalische Mannigfaltigkeit aus, die auf dm Theil unserer lieben Jugend, welcher der Frau Mustka ergeben ist, sehr anregend wirken muß. Die Verehrung für unsere großen Tonmeister wird geweckt und genährt durch Darstellung lichtvoller Bilder aus deren Leben. Die geistige Nahrung, welche die musikalische Erziehung beeinflussen soll, wird gereicht thetls in Gestalt lehrreicher Artikel, die, soweit es das kindliche Auffassungsvermögen zuläßt, sogar bis in das Gebiet der Musik-, Harmonie- und Formenlehre eindringt, theils in einem wohlthuendm Wechsel von Erzählungen, Märchen, Gedichten, Theaterstücken, Spielen und Räthseln, Preisaufgaben spornen zu selbständigem Denken und Arbeiten an. Die Musik-Beilagen, aus der Feder bewährter Componiften, eingerichtet für kleine Hände, sind zum Theil Cabinetftücke. Die Berlagshand- lung sendet an jede ihr mitgetheilte Adresse gratis und franco Probmummern. Möge davon Seitens der Eltern und Lehrer musikalisch veranlagter Kinder ein recht umfassender Gebrauch gemacht werden. Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei 3341 Gebr. Stamm. Die schädlichsten Requisiten der Dameu-Toilette inb die Schminken, weil durch sie die Haut in kürzester Zeit gänzlich ruinirt wird. Zum Glück wendet man sie nur noch vereinzelt an, weil man heutzutage ausgezeichnete, absolut unschädliche Toiletteseifen hat, die bessere Dienste tbun, wie jene, die äusserst feinen Teint verleihen, Schönheit der Haut begünstigen, und diese auch conserviren. Eine solche Seife ist unstreitig die neueingeführte Doerings Seife, lieblich an Parfüm, unvergleichlich an Milde. Für diejenigen, die kleine äußere Unschönheiten ober Harmonieftörungen, wie gerissene oder welke Haut, geröthete Hände, dunklen Teint rc. verbessern wollen, eignet sich zum Waschm nichts bester als Doerings unübertroffene Toilette- Seife, die für nur 40 Pfennia per Stück käuflich ist in Giessen bei Gebrüder Adami, F. C. Conrad, Eberh. Dort, Drebes & Wallenfels, Fritz Egly, Emil Fischbach, Ad. Geisse, Gustav Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, Ludwig Loth, Eberhardt Metzger. P. J. Mobs, Pani Möser, H. F« Nassauer, Ang. Noll II., Otto Schaaf, J.M.Schulhof, P. F. Thomas, Ang. Voigt, Hch. 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Am Pfingstsonntag wird nach den Gottesdiensten eine Collecte erhoben für die hessische Lutberstiftung, am Pfingstmontag desgleichen für die Armen der Gemeinde. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 10. bis 16. Mai besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 6. Sonntag nach Ostern, 10. Mai: Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um W Uhr Austheilung der hl. Communion; um W Uhr Frühmesse ; um %10 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Va3 Uhr Christenlehre und Andacht. Montag: Morgens um 6 Uhr und um 7 Uhr heilige Messen; um 9 Uhr bischöflicher Visitations-Gottesdienst der Militärgemeinde mit Predigt und Ausspendung der heil. Firmung- Dienstag und Freitag: Abends 6 Uhr Maiandacht. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, 9. Mai. Freitag Abend 7°° Uhr, Samstag Morgen 8« Uhr, Samstag Mittag 4°° Uhr, Samstag Abend 815 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Freitag Abend 700 Uhr, Samstag Vormittag 8°° Uhr, SamStaa Nachmittag 330 Uhr, Samstag Abend 8“ Uhr. 4423] 4 Oese« Backsteine und zwei schwere Doppelfpünrrer-Wagen find preiSwerlh zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt A. Holland Gietzen, Wiefenstratze 4. A 8 Hochfeinen Wi Apfelwein empfiehlt Emil Orbig. 4424] Korn-, Weizen-, Haferstroh und Spreu verkauft Karl WallenfelS II. Stadt. Schlachthaus. Freibank. 4439 Von heute Nachmittag 4 Uhr ob I. AchfenflsisÄ nicht ladenrein, per Pfund 30 Pf. 4429] Schöne Erbfenreifer zu verkaufen- Näheres Große Mühlgaste 4. Adolf Geisse vormals G. C. Windecker. Specialität: 4346 roher u. gebrannter Kaffee. Aechter Emmenthaler Schweizer-Käse in ganz vorzüglicher Güte im An- schnitt bei [3700 Drebes & Wallenfels. 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