amstag dm 7. Februar Nr. 32 1891 Gießener Anzeiger Kieneffähr^r- ij Köo««e«entsprets - \tf 2 Mark 20 Pfß n-" Keneral-Mnzeiger SHS HFWfcXKt Lherl IN kawilie Decker. Lermit die schmerz- Jutter, Grossmutter heit. v. Gagern. t Freitag Nach- 1086 nig! M* d°i> * FeuLNetsn zwar eine ganze do« Anzeigen zu der !XacorvittagS für den fokg^den Laa erscheinenden flhitiimer bis Bonn. 10 Uhr. ist auch da und Deinem Gretchen Anwesenheit auch Reihe sehr ernster Bedenken gegen den Vorschlag des Freundes, denn er hatte nie in seinem Leben eine Maskerade besucht, und das Herz klapste ihm bei dem Gedanken, wie er sich in irgend einem phantastischen Costüm ausnehmeu und bewegen würde. Aber der Assessor ließ ihm gar nicht Zeit, seine bänglichen Einwendungen vorzubringen, und die Stimme der Liebe war es, welche seine Ueberrednngskunst mächtig urtter- Dte Gießener W«»itte«AtLtter »Oben dem Anzeiger SschrnUich dreimal dägelegt. Hüller, Amts- ttttb Airzeigeblatt für den Weis # iS 94« ä^"ftsö n ist- Sonntag den 8. Februar l. Z., Nachmittags 21/, Uhr, Lang Göns halten wird. Gießen, den 5. Februar 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. ÄLe Ännencen-Bureanr bt-S Jn^ mti) AuLlande- etbrwä Anzeigen für den „Gießener Anzeiger^ entgegen. Der Hte-euer -«zeiger erscheint täglich, mit Ausnahme beS Montags. findet. Der Stadtrath mit seinen Damen unter der schützenden Larve kannst Du Dich nähern, ohne daß Tante Dorette Deine nur zu ahnen braucht." Doctor Emmerich Mertelmann hatte haben wir die (Kolonie in die Verwaltung des Reichs genommen, weil selbst nach der Anficht der ostafrikanischen Gesellschaft ohne diese Uebernahme durch das Reich nichts erzielt worden wäre. Die Schutztruppe darf nicht verringert, wohl aber in ihrer Organisation um- gestallet werden, der Offijiersbestand muß verringert werden. DaS Schicksal der Offiziere liegt der Regierung am Herzen. In absehbarer Zeit werden die Einnahmen Ostafrikas die Verwaltungskosten decken. Freiherr v. Soden hätte den Gouverneurposten nicht übernommen, wenn er nicht an die Zukunft des Schutzgebietes glaubte. Wtßmann und Emin bleiben hoffentlich im Dienste Ostafrikas, es ist Raum genug für ein unabhängiges Nebeneinanderarbeiten; selbstverständlich muß Soden die Oberleitung haben. Wir hoffen, den colonialen Besitz zum Wohle des Reiches zu fördern. Richter (dfr.): Der Entrüstungssturm, den der Reichskanzler erwähnt habe, entstamme nur einem kleinen Kreise lauter Schreier ebne großen Einfluß. Ihm scheine es, als ob der Reichskanzler den Strömungen in den Colonialkreisen doch mehr Rechnung getragen habe, al8 eS einer nüchternen Colonialpolitik entspreche. Ob Emin und Wtßmann noch im Dienst bleiben könnten, sei zweifelhaft. Redner macht aufmerksam auf den Gegensatz zwischen Emin und Wtßmann, rote er in den letzten Weißbüchern heroortrete. Es sei bedauerlich, daß Oechelhäuser gegen England mißgestimmt sei, der Kernpunkt der Beurtheilung der Colonialpolitik für die Freisinnigen sei aber die Stellung zu England, er freue sich daher über der Reichskanzlers freundliche Stellung zu diesem Lande. Deutschland habe die Hauptaufgabe, seine Stellung in Europa zu behaupten. Reichskanzler Caprivi erklärt, er bedauere, daß Richter fich so schlecht über Wtßmann ausgesprochen habe, dem man so viel verdanke; dte Streitigkeiten mit Emin seien noch unaufgeklärt. An der ferneren Debatte betheiligen sich V ollmar (Soc.) und Kardorff (freicons). Morgen Fortsetzung. Eorrnabend den 20. Juni 1L91, Bormittags 10 Uhr, anberaumten Termin vor dem unterzeichneten Gericht zu erscheinen, widrigenfalls die wider sis^eingeleitete Untersuchung geschlossen, sie in contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldbuße von Eintausend und fünfzig bis Dreitausend Mark verurtheilt werden. Darmstadt, den 3. Februar 1891. Gericht der Großherzoglich Hessischen (25.) Division. Gießen, am 4. Februar 1891. Betr.: Die Einsendung der Waisenbüchsengelder. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an dir Brotzh. Bürgermeistereien des «reifes. Unter Hinweis auf unser Amtsblatt Nr. 3 vom 10. Febr. 1877 erinnern wir Sie an Einsendung der Waisenbüchsen- zelder und zwar durch eine Kosten nicht veranlassende Gelegen- Deutscher Reichstag. 58. Plenarsitzung. Donnerstag, 5. Februar 1891, 1 Uhr. Merbach (freicons.) wird an Stelle Müllers (Marienwerder) zürn Schriftführer gewählt. Die Berathung deS Etats des Auswärtigen Amtes wird bei dem Titel Oftasrika fortgesetzt. Oechelhäuser (natl.) sucht in einstündiger Rede die Angriffe der Freisinnigen auf Ostafrika zu widerlegen. Mirbach (cons.) erklärt Namens eines großen ThellS der Colonialfreunde. Helgoland sei eine zu geringe Compensation für den Verlust Zanzibars, aber als conservativer Mann wolle er das Ansehen der verbündeten Regierungen durch retrospectioe Kritik nicht alteriren. Die Freisinnigen hätten durch ihre Kritik die Lage verschärft. Reichskanzler Caprivi: In den Worten Mirbachs, rote gestern in denen Kardorffs liege ein unendlich schwerer Vorwurf für die Regierung. Er werde versuchen nachzuweffen, daß die Regierung keine Fehler gemacht habe und daß der Entrüstungssturm in der Presse über das Abkommen mit England unbegründet gewesen sei. Was habe denn in Ostafrika vor einem Jahre bestanden? Nichts. Schon am 2. Mai vorigen Jahres habe der Kaiser durch eine Ordre, dte Redner verlieft, die Directiven dessen gegeben, was in dem englischen Abkommen niedergelegt und durch dte Umwandlung der Schutztruppe in eine kaiserliche, Einsetzung von Gouverneurs rc. jetzt eingerichtet sei. Wir sind im Vertrage mit England nicht zu kurz gekommen; wir haben für das, was wir mit unserem (Selbe und Menschenmaterial behaupten können, genug erhalten. Früher hatte man gleichzeitig an zu vielen Stellen angefangen, das war ein Fehler. Wir sind diese gesährliche Ueberlaft losgeworden, wobei ich aber meinen Amtsoorgänger nicht Critifiien will. Witu war in seinem Werth übertrieben worden, es verlor an Werth, als im Verlaute der Verhandlungen heroortroch.daß wir die vorgelagerten Inseln Manda und Patta nicht erhalten könnten, was ich des guten Hafens wegen gewünscht hätte. e>d)on vor dem Vertrag war Witu als Compen- sationsobject ausersehen. Unsere Ansprüche auf Zanzibar waren nicht stichhaltig, wir mußten den Küstenstreif haben, ohne viel Geld aufwenden zu können, also war das Aufgeben von Zanzibar kein großes Opfer. Mein Vorgänger theilt meine Ansicht; im October 1889 schrieb er, die Freundschaft Salisburys sei roerthvoller als ganz Witu, an anderer.Stelle schrieb er: Die Freundschaft Englands ist mir wichtiger als Zanzibar und Ostafrika. Der Vertrag mit der ostafrikaniscbkn Gesellschaft entspricht den Interessen dieser und des Reiches zugleich. Daß man von des Sultans Oberhoheit losgekommen, sei schon ein hoher Gewinn. Nur der Noth gehorchend, „Du hast schauderhaftes Pech gehabt, amice, das läßt sich nicht leugnen, aber noch ist Polen nicht verloren! Du mußt die Scharte wieder auswetzen, mußt dem alten Drachen Abbitte leisten —" „Nein, nein, ich kann das Haus nicht wieder betreten, denn selbst wenn man mich nicht ohne Weiteres hinauswerfen würde, was doch das Wahrscheinlichste ist, fände ich doch niemals den Muth, Fräulein Dorette Haberkorn noch einmal Auge in Auge gegenüberzustehen. Du ahnst nicht, wie schreck- lich sie war in ihrem Zorn." „Nun, wenn es Dir dazu also an Courage fehlt, wirst Du doch wenigstens den Wunsch haben, Dich mit Deinem Gretchen auszusprechen. Im Hause des Stadtraths darf das allerdings nicht geschehen, denn nach den heutigen Vorfällen möchte auch ich Dir für einen freundlichen Empfang nicht garantiren. Aber ich will Dir trotzdem Gelegenheit verschaffen, noch heute ungestört mit ihr zu reden." Ein schwacher Hoffnungsschimmer breitete sich über Doctor Mertelmanns wehmuthsvolles Antlitz. „Ich fürchte, Du versprichst mir Unmögliches, Georg," sagte er zaghaft, „wie in aller Welt wolltest Du das Ungeheuerliche vollbringen?" „Sehr einfach, indem ich Dich aus den Fastnachts- Maskenball einsühre, welcher heute in der Ressource statt- Netteste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureair Berlin, 5. Februar. Die Budgetcommission des Reichstags genehmigte heute das Ordinarium des Militäretats für Sachsen und Württemberg und lehnte an einmaligen Ausgaben, welche bis Titel 36 bewilligt wurden, 70 000 Mark für den Neubau eines Commandanturgebäudes für die Feste Boyen ab. Berlin, 5. Februar. Die „Berliner Politische Nachrichten" haben gegründeten Anlaß, anzunehmen, daß die Verwaltungen der Reichs- und Sta ats sin an ze n sich bei der demnächstigen Ausgabe von 3procentigen Consols im Wege der öffentlichen Ausschreibung direct an das große Publikum wenden würden. Berlin, 5. Februar. Den Abendblättern zufolge übergab Graf Waldersee gestern die Geschäfte des Großen Generalstabes an den Generalquartiermeister Grafen Schliessen II., da sein Nachsolger noch unernannt ist und verabschiedete sich mit bewegter Stimme von den Offizieren, Bekanntmachung. Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß eingetretener Hindernisse halber der Großh. Regierungsrath I o ft den Vortrag über Jnvaliditäts- und Altersversicherung nicht am 7. d. Mts., sondern Edictalladung. Nachdem wider die Rekruten: 1) Christian Julius Eberhard Keßler aus dem Landwehr-Bezirk Gießen, geboren am 31. März 1868 zu Wieseck, Kreis Gießen, 2) Karl Schaum aus dem Landwehr-Bezirk Gießen, geboren am 16. December 1870 zu Leihgestern, Kreis Gießen, der sörmliche Desertionsproceß eröffnet worden ist, werden dieselben hiermit aufgefordert, sich sofort bei ihrem Truppen- thcil zu gcstellen, spätestens aber in dem auf 'er, schien ist Der blaut Domino. Eine Fasinachtsgeschichte. Von Reinhold Orturantr. (1. Fortsetzung.) „Ach, Du weißt erst den Anfang meines Mißgeschicks, Georg! WaS später kam, war ja noch viel schlimmer — ich habe ihren Kanarienvogel todtgetreten." „Unglücksmensch! — Du hast das Wunderthier umgebracht, welches die heroische Selbstüberwindung besaß, dieser alten Schachtel aus Befehl ein Küßchen zu geben. Das verzeiht sie Dir nie, denn dazu läßt sich kein anderer Vogel mehr dressiren." Doctor Mertelmann stützte den Kopf in die Hand und starrte düster vor sich hin. „Es war ein Verhängniß, Georg! Wie konnte ich auch ahnen, daß das Thier neben meinem Stuhle auf der Erde saß! Als das Entsetzliche geschehen war, verfiel die Dame in Weinkrämpfe, und ich glaube, sie hat mich sogar einen brutalen Mörder genannt. Der Stadtrath machte eine Handbewegung gegen die Thür, welche ich unmöglich mißverstehen konnte, und als ich mich in surchtbarster Verlegenheit zurückzog, sah ich mein angebetetes Gretchen draußen auf dem Corridor vor mir stehen. Ich glaube beinahe, sie hatte ein wenig gehorcht, denn in ihren schönen Augen funkelten Thränen, — ach, die Thränen des Zornes! — und mit halb erstickter Stimme ries sie mir zu: „Was haben Sie an- gerichtet ! — Nun ist natürlich alles aus!" — Weinend lies sie davon, und ich — nun, ich stürzte wie sinnlos aus die Straße hinaus und verfluchte die Stunde, da ich meinen Fuß in jenes Haus gesetzt." Der Assessor schwieg eine kleine Weile, dann aber trat «, einer plötzlichen Eingebung folgend, auf den Doctor zu u.nd legte ihm die Hand aus die Schulter. Bekanntmachung. Nachdem die in den Stallungen des Handelsmanns Juda Katz zu Gießen ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche erloschen ist, werden die angeordneten Sperrmatzregeln wieder aufgehoben. Gießen, den 3. Februar 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bringerlohr« Durch btt Post be; 2 Mark 50 P' Kedactiou, Expet und Druckere-. Knutznecher 51 Seen"’ iä 3 y ■J*st** stützte. Beklommen gab der Doctor endlich seine Zustimmung und Breitschwert machte sich sogleich aus den Weg, um die Maskenanzüge zu beschaffen. Um die neunte Abendstunde war es, als die beiden Freunde über die breite Treppe zum Festsaale der Ressource emporstiegen; hätte er sich nicht vor seinem Begleiter geschämt, so wäre Doctor Mertelmann sicherlich noch hart vor der Thür umgekehrt, denn er hatte sich noch nie so hilflos und unbehaglich gefühlt, als in dem Costüm, das der Assessor da für ihn besorgt hatte. Nach der Behauptung desselben stellte es die Tracht eines jungen venezianischen Edelmannes dar, — ein geschlitztes und gepufftes Sammetwamms, ein winziges Pluderhöschen und ein ultramarinblaues Tricot, daS war neben dem kecken Barett und dem langen Stoßdegen die ganze Herrlichkeit. Und wenn auch der Assessor hundertmal der Wahrheit gemäß versichert hatte, daß sich der Doctor darin ganz samos ausnchme, so hatte er doch die grenzenlose Verlegenheit seines ungewandten Studiengenossen damit nicht aus dem Felde schlagen können. Und diese Verlegenheit steigerte sich ins Ungemessene, als sich nun der glänzend erleuchtete Saal mit seinem bunten Gewühl mannigfach mas- kirter Männlein und Weiblein vor ihnen austhat. Mit beinahe krampfhaftem Druck erfaßte Doctor Mertelmann des Asseffors Arm. „Um Gotteswillen, Georg — laß mich nicht allein! — Ich sagte ja gleich, daß es ein unsinniges Unternehmen sei. Wie in aller Welt soll ich Gretchen in dieser verlarvten Menge ausfindig machen?" „Laß das nur meine Sorge fein," tröstete der andere. „Ich werde sie schon entdecken und Euch als der Schutzgeift Eurer Liebe zusammensühren. Aber Du mußt hier aus dieser Seite des Saales meine Rückkehr erwarten. Hoffentlich wandelt Dich nicht inzwischen die Lust an, auf eigene Hand einige kleine Abenteuer zu bestehen." (Fortsetzung folgt.) ler. t mit Familie. iar 1891. T** . M-r »’»• Ä** oirb c3bitte,'n St*.*. btt km M. 6( re^en Slume^tM ?£bietÄ 1Itn- sagen wir Allen intern er erwähnte, Sc. Majestät der Kaiser habe ihn an eine andere Stelle versetzt, als Soldat gehorche er, ohne zu fragen warum. Berlin, 5. Februar. Der deutsche Landwirthschafts- rath erklärte es mit 24 gegen 23 Stimmen für unthunlich, zum Reichsheimstättengesetzentwurs Stellung zu nehmen, weil es zweifelhaft sei, ob die Reichsgesetzgebung völlig zuständig sei und eine vorgängige Klärung der bestehenden Rechtsverhältnisse sowie die Ermittelung der Bedürfnißfrage für das ganze Reichsgebiet oder Theile desselben angezeigt scheine. Berlin, 5. Februar. Aus Moskau wird gemeldet: Das Katharinen-Hospital für Kinder ist vollständig niedergebrannt. Neun Kinder sind in den Flammen umgekommen. Biele haben schwere Körperverletzungen davongetragen. Hamburg, 5. Februar. Der „Hamb. Börsenhalle" zufolge genehmigte der Reichskanzler den Verkauf eines Theils der der Deutschen Colonialgesellschast für Südwestafrika gehörenden Ländereien an eine nach Gesetz vom 15. März 1888 mit dem Sitze in Hamburg zu begründende neue Colonialgesellschaft. Das Capital der letzteren beträgt zwanzig Millionen Mark. Wien, 5. Februar. Die officiöse „Presse^ hält den Tariskrieg zwischen Oesterreich und Ungarn für beendigt, da zweifellos, wenn die Forderung Deutschlands auf tarifarische Gleichstellung mit den ungarischen Provenienzen acceptirt würde, dies auch Oesterreich gegenüber gelten müsie. Wien, 5. Februar. Das „Fremdenblatt" erklärt neuerlich, die Petersburger Reise des Erzherzogs Franz Ferdinand sei ein erfreuliches Symptom. Von einer politischen Mission dabei zu sprechen, sei allerdings unrichtig. Die Friedensliebe des Czaren ist hier ebenso bekannt, wie er von der Friedlichkeit der österreichischen Absichten überzeugt sein muß. Das deutsch-österreichische Bündniß, der feste Wille Lcr Alliirten, den Frieden zu erhalten, und die selbstlose Orientpolirik Oesterreichs bilden ebenso bestimmte politische Factoren, wie die Friedensliebe des Czaren. Aber die Reise des Kaisers Wilhelm nach Narwa, die Reise des Erzherzogs Franz Ferdinand und der jüngste Ausenthalt des Großfürsten Nikolaus hätten alle großen symptomatischen Werth. Paris, 5. Februar. Der Ministerrath beendete die Prüfung des Budgets für 1892. Die Einnahmen sind um 32 Millionen niedriger veranschlagt, wegen Aufhebung der Abgabe für Eilzug-Beförderung, und die Ausgaben um 40 Millionen höher eingesetzt, wegen Einsührung der dreijährigen Dienstzeit. Die Ausgaben-Erhöhung wird durch höhere Veranschlagung der Zolleinnahmen compensirt. Rom, 5. Februar. Der König hat betreffs der Cabi- netskrisis bisher noch keinen Beschluß gefaßt. Er con- ferirte heute mit dem Generalstabschef wegen militärischer Ersparungen. Die Blätter stellen die Combinationen Rudini- Saracco-Nicotera und Zanardelli-Brin-Giolitti einander gegenüber. Der „Osjervatore Romano" meint, ein Cabinet Rudmi- Saracco werde sich der Kammer mit einem Programm über militärische Ersparungen und Rückkehr zum Einzelwahlsystem vorstellen. Rom, 5. Februar. Gutem Vernehmen nach hat der König noch keinen Entschluß über die Bildung des Cabi- n ets gefaßt, noch Jemand damit beauftragt. Unterredungen, welche der König mit dem Kriegsminister und dem Marine- minister hatte, bezogen sich lediglich auf Ersparnisse in beiden Ressorts. Madrid, 5. Februar. Die Wahlergebnisse werden jetzt folgendermaßen angegeben: 289 Conservative, 12 Re- sormirte, 9 liberale Dessidenten, 7 Carlisten, 5 Unabhängige, 2 republikanische Autonomsten von den Antillen, 25 Republikaner in Spanien, 89 Liberale in Spanien und 6 in Kuba. Lissabon, 5. Februar. Nachrichten aus O p o r t o zufolge beginnen die Kriegsgerichte an Bord der Kriegsschiffe auf der dortigen Rhede ihre Thätigkeit am nächsten Montag. Petersburg, 5. Februar. Die französische Militär-Commission besuchte gestern die Constantin-Kriegsschule und machte sich eingehend mit der Art des Unterrichts in allen Fächern bekannt. Koustautinopel, 5. Februar. Ein Jrade des Sultans sanctionirt das zwischen der Pforte und der Patriarchats- Commission vereinbarte Abkommen zur Regelung der Patriarchatsfrage. Der Patriarchatsrath hat von dem die Bestallung des Patriarchen Phanar betreffenden ministeriellen Erlaß Kenntniß genommen und wählte eine Commission, mit dem Auftrage, den Patriarchen Phanar wieder einzusühren. totales un- OesVinzreWes. Gießen, 6. Februar. — Sitzung der Stadtverordneten vom 5. Februar. Anwesend : Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Langsdorfs, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Georgi, Grüneberg, Habenicht, Heyligenstädt, Hom- berger, Jughardt, Keller, Löber, Petri, Dr. Ploch, Schmall, Schopbach, Simon, Dr. Thaer und Wallenfels. — Von dem Eingänge eines Dankschreibens des „Allgemeinen Vereins für Armen- uno Krankenpflege" für die auf Gesuch desselben bewilligte Ausstellung einer Laterne am Eingang zum Schwestern- hause (Lonystraße) gibt Herr Oberbürgermeister Gnauth der Versammlung Kenntniß, und berichtet sodann über den am 2. Februar in Offenbach a. M. abgehalrenen hessischen Städtetag. Diese zum zweiten Male zusammengetretene neugeschaffene Institution soll lediglich der Wahrnehmung der Interessen der betheiligten hessischen Städte, in denen die Städteordnung eingesührt ist, und zum Austausch von Meinungen und Besprechungen über Gemeinde-Angelegenheiten dienen, auch abwechselnd in den betheiligten Städten unter Vorsitz des jeweiligen Bürgermeisters stattfinden. Ueber die Verhandlungen des Städtetages selbst ist mitzutheilen, daß bezüglich des 1. Punktes des Tagesordnung: die „Gehaltsverhältnisse des Lehrer" mehrsach auf die Verhältnisse in Gießen hingewiesen und dieselben als mustergiltjg erwähnt wurden, weshalb von den verschiedenen im Lande zu verzeichnenden Eingaben der Lehrer Gießen unberührt blieb. Das Gesuch der Lehrer um Anrechnung ihrer auswärts verbrachten Dienstzeit bei Antritt eines Lehramtes in einer andern Gemeinde wurde, wenn auch als an und für sich gerechtfertigt erachtet, doch als zur Zeit für nicht annehmbar- erklärt - es könne dies nur nach vorhergehender Gesetzesänderung, die den Städten bezw. Gemeinden einen entscheidenden Einfluß bei der Neubesetzung von Lehrerstellen sichere, geschehen. Ueber Punkt 2 der Tagesordnung: „Befreiung der un ter st en Steuerklassen von der Gemeindesteuer" wurde ein besonderer Beschluß nicht gesüßt, es erklärten indeß fast einstimmig die Vertreter der betheiligten Städte ihr Einverständniß mit dem von der Stadt Mainz gestellten Anträge. Der Vorbehalt, daß die aus Grund dieses Antrages ' von der Entrichtung der Steuer befreiten Steuerpflichtigen im Besitze des Wahlrechts verbleiben sollten, habe nicht viel zu bedeuten, denn von den ins Auge gefaßten niedersten Stufen seien überhaupt kaum 10 %, weil meistens Frauen und Minderjährige, wahlberechtigt. — Bezüglich des 3. Punktes der Tagesordnung: „Fürsorge für Irrsinnige" erklärte es der Städtetag für wünschenswerth, daß auf diesem Gebiete möglichst eine Decentralisation, bezw. eine Vermehrung der Irrenanstalten und Verkeilung derselben aus die drei Provinzen stattfinde. Man erachtete deshalb die bereits bewilligte eine Million zur Erweiterung des Landeshospitals Hofheim für genügend und sprach sich dahin aus, daß eine weitere zu gleichem Zweck vorgesehene Million zum Bau einer neuen Jrrenpflegeanstalt, womöglich in Oberhessen, verwendet werden möge. — Der Voranschlag der Stadt Gießen für 1891/92 wird der Finanz-Deputation zur Vorprüfung und Antragstellung überwiesen. — Das Gesuch des Herrn I. L. Hartmann (Rud. Schlabachs Nachf.) um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein über die Straße wird befürwortet, desgleichen die Gesuche von Christian Holzel (Wirthschast „zum Löwen") und Heinrich Benner (Wirthschast von Johs. Sick am Hamm) um Ertheilung der Wirthschafts-Coneession. — Der Voranschlag über die sachlichen Bedürfnisse der Volksschulen für 1891/92 wird gut geheißen, unter spezieller Bewilligung von 300 Mk. zur Beschaffung einer Handbibliothek für die Lehrer. — Das Gesuch des Herrn P. Jmmel am pachtweise Ueberlassung städtischen Geländes wird nicht genehmigt. Gesuchsteller beabsichtigt, ein zwischen seiner Sandgrube an der Liebigshöhe und dem Mittelweg liegendes, früher als Abfuhrweg benutztes Geländestück zu pachten, um dasselbe wieder als Abfuhrweg zu benutzen. Als Grund für ihren ablehnenden Antrag hat die Bau-Deputation angeführt, daß der Mittelweg eine Benutzung durch schweres Fuhrwerk ohne Chaussirung, zu deren Ausführung auf eigene Kosten Gefuchsteller sich wohl schwerlich entschließen werde, nicht vertrage, der Gefuchsteller sich auch leicht einen Anschlußweg nach dem alten Rödgener Weg anlegen könne. — Das Gesuch des Herrn Ingenieur Koch um Erlaubniß zur Errichtung eines Ziegelringofens zwischen der Oberhessischen Eisenbahn und dem Schiffenberger Walde soll mit Rücksicht auf die isolirte Lage des Werkes befürwortet werden, ohne daß daraus der Stadt die Verpflichtung zur Anlage und Erhaltung der Zufuhrwege erwächst. Gleichzeitig soll dem Gesuchsteller die Verlegung eines Feldweges in der Nähe seiner Dampfziegelei und Benutzung des alten Feldweges zu einer Geleisanlage gestattet werden. Die Anlage eines Verbindungsweges zwischen der Ziegelei und der Kreisstraße nach Steinberg soll Herrn Koch ebenfalls gestaltet werden, sofern er sich zur Erwerbung des hierzu uöthigen Geländes zum Preise von 2 Mk. 50 Pf. pro lHKlafter, Ersatz der entstehenden Kosten und Errichtung einer Einfriedigung des Wasenplatzes längs der neuen Wegstrecke versteht. — Dem Pächter des Wa l t h e r'schen Hauses war mit Rücksicht aus die bevorstehende Niederlegung der Hofraithe zum 1. Januar d. I. gekündigt worden. Pächter (Herr Schmiedemeister Lindenstruth) hat um Belassung in seinem Pachtverhältniß bis 1. Februar d. I. nachgesucht, da der von ihm erworbene Theil der Lotz'schen Besitzung am Tiefenweg noch nicht bezogen werden könne. Es wird mit Rücksicht darauf, daß über die Verwendung des Platzes der Walther'schen Hofraithe in allernächster Zeit ein bestimmter Plan nicht ausgearbeitet werden kann, beschlossen, dem Gesuche stattzugeben. — Herr Franz Nolte, welchem im Jahre 1887 ein Stück Gelände in der Nähe der neuen Kaserne pachtweise überlassen wurde, hat um käufliche Ueberlassung deffelben nachgesucht, um sich den Besitz eines auf genanntem Grundstück errichteten Hauses zu sichern. Die Bau-Deputation hat Ablehnung des Gesuches beantragt, dagegen empfohlen, das seither bestandene Pachtverhältniß noch auf einige Jahre zu verlängern. Es wird beschlossen, das Gesuch an die Deputation behufs Festsetzung des Kaufpreises zurückzuverweisen. — Gegenüber den bei der Baufluchtlinie für den Tiesenweg von Gr. Ministerium erhobenen Einwendungen wird beschlossen, aus der von der Stadtverordneten- Versammlung früher festgesetzten Linie zu beharren. — Der auf Veranlassung des Herrn Schmall in einer früheren Sitzung gefaßte Beschluß, die Pumpe vor dem Gail'schen Hause in der Neustadt event. durch einen Ventilbrunnen der Wasserleitung zu ersetzen, hat zunächst Veranlassung gegeben, das Wasser dieses Brunnens einer Untersuchung hinsichtlich seiner Bestandtheile zu unterziehen. Als zulässigste Maximalgrenze des Gehaltes eines zum Genuß bestimmten Wassers sind 5 Theile organischer Substanzen bezw. 50 Theile Abdampfungsrückstand unter 100 000 Theilen Wasser angenommen, die Untersuchung des betr. Brunnens hat 2,3 Theile organischer Substanzen und 47,3 Theile Abdampfungsrückstände ergeben. Gegenüber den Untersuchungsresultaten der übrigen Brunnen kann das Wasser des genannten Brunnens immer noch als das beste bezeichnet werden. Es würde ganz unverdächtig sein, wenn festgestellt würde, daß der Gehalt an. Ammoniak nicht aus Zuflüssen, sondern aus dem Boden selbst bestehe. Auf Grund dieses Ergebnisses wird beschlossen, den betr. Brunnen vorläufig offen zn lassen. — Ueber den letzten Gegenstand der Tagesordnung : Reinigung der Straßen von Schnee und Eis, theilt Herr Oberbürgermeister Gnauth die bei dem letzten Schneefall hinsichtlich des Entfernens deS Schnees aus den Straßen gemachten Erfahrungen mit Danach liegt ein Anlaß nicht vor, in der seitherigen Praxis eine Aenderung eintreten zu lassen, und soll dementsprechend auch beibehalten werden die Verpflichtung der Angrenzer zur Neigung der Trottoirs bei Schneefall; ferner die Entfernung des Schnees aus der Altstadt unter Belassung einer Schlittenbahn, wogegen in den Straßen der Außenstadt der Schnee lediglich zwischen Fahrbahn und Trottoir aufgeschichtet werden soll. Weiter wird beschlossen, daß das Wegfahren des von den Trottoirs entfernten Eises jederzeit durch die Stadt zu erfolgen und die polizeiliche Aufforderung zum Aufeisen der Trottoirs erst nach Benehmen mit der Bürgermeisterei zu geschehen hat. Der letztere Beschluß wurde infolge Anregung des Herrn Dr. Thaer gefaßt, welcher es als durchaus nothwendig bezeichnete, daß das Aufeisen der Trottoirs von sachverständiger Seite angeordnet werde und nicht von den Schutzleuten. Es sei nicht möglich, nach einer so strengen und dauernden Kälte, wie die heurige, sofort das Eis von den Trottoirs zu entfernen, wenn es zu thauen beginne. Ueber die von Herrn Heyligenstaedt angeregte Anschaffung eines weiteren Schneeschlittens soll der Baudeputation Vorlage gemacht werden. — Gießener Theater-Vereiu. Unter den zahlreichen Freunden, die sich der Theater-Verein während der kurzen Zeit seines Bestehens erworben hat, sind hie und da Stimmen laut geworden, die einestheils in den Vorstellungen das klassische Element vorherrschend, anderntheils in jugendlichem Ueberdrang eine Filiale der freien Bühne hier errichtet wisse» wollen. Die Leitung des Vereins wird bemüht bleiben, allen Parteien gerecht zu werden, allein man bedenke, daß es, nachdem die ersten Schwierigkeiten überwunden waren, vor allen Dingen daraus ankam, bedeutende Kräfte heranzuziehen, und daß der Verein nur durch die bereitwillige Unterstützung der erlesenen Frankfurter Künstlerschaar in der Lage war, seine idealen Bestrebungen zu verwirklichen. Der Erfolg des zweiten Spiel-Abends war gleich dem ersten ein ausgezeichneter. Den Anfang machte Wilhelm Jordans geistreiches Lustspiel „Durch's Ohr". „Dies Stück," sagt der Dichter in, seiner Vorrede, „hat sich sehr langsam, nämlich im Lause von 13 Jahren, dafür aber dauernd siegreich die Mehrzahl der in Betracht kommenden Bühnen erobert, auf den bessere» dauernd eingebürgert. „Durch's Ohr" verdankt seine bewährte Gestalt beträchtlichen Aenderungen, die ich bei der Leitung mehrerer Einstudirungen als nothwendig erkannte. Von den glücklichsten Wendungen und Scherzen habe ich mehrere am Souffleurkasten niederknieend in's Theaterbuch eingeschaltet." Während alle großen Theater das Stück in ihr Repertoir aufnahmen, „fand das oft ausgesprochene Verlange» der Einwohnerschaft von Frankfurt nach dem auswärts berühmt gewordenen „Durch's Ohr" nur taube Ohren." Erft Emil Claar brachte das Lustspiel zur Aufführung. „Ich benutze die Gelegenheit," sagt Jordan in der Vorrede zur 4. Auflage, „meinen Dank öffentlich auszusprechen, sowohl den hochbegabten und fleißigen Darstellern, Herren Stägemann und E. Schneider und den Fräulein Gündel und Weiße, als namentlich auch dem Intendanten Herrn E. Claar, unter dessen so umsichtiger als energischer Leitung unser Theater einen verheißungsvollen Anlauf genommen hat." Die Darstellung des Stückes ist angesichts des eigenartigen Dialoges und der gebundenen Rede, in der das Lustspiel geschrieben ist, unverkennbar schwierig, gestern war die Wiedergabe geradezu mustergültig. Die Rollen lagen in den bewährte» Händen der Damen Gündel und Minow, der Herren Wallner und Hosmann. Fräulein Gündels Spiel ist vornehm, allein sie weiß auch Herzenstöne zu finden und die Ueberlegenheit, mit der sie zu characterisiren versteht, gibt ihrer Kunst die Reise. Wenn Fräulein Johanna Minow zum drittenmal nach Lahn-Athen pilgert, werden die besonnensten Leute für sie zu schwärmen anfangen. Die Künstlerin hat gestern wieder gezeigt, daß Anmuth und Naturwahrheit ohne übertriebene Kunstmittel einen großen Erfolg besiegeln können. Die Herren Wallner (Heinrich) und Hofmann (Robert) waren ihrer Aufgabe in jeder Hinsicht gewachsen, ihr Zusammenspiel war fein durchdacht und dem geistreich-prickelnden Ton des Lustspiels angepaßt. Es ist eine Ehrenpflicht der Kritik, Frau Hermine Claar-Delia den Kranz zu reichen. In dem Dramolet von E. Mautner „Eine Mutter vor Gericht" hat sie das athemlos lauschende Auditorium nicht gerührt, sondern erschüttert. In dieser meisterhaft vorgetragenen Scene war jedes Wort Empfindung, jede Bewegung Natur, es war eine Kunst, wie sie nur die vollendete Meisterschaft offenbaren kann. Herr Intendant Claar hat unerachtet seiner angestrengten amtlichen Thätigkeit noch Zeit gesunden, ftch in der Literatur einen Namen zu erwerben. Seine Gedichte gehöre» zur Gattung der vornehmen Lyrik und seine zahlreiche» dramatischen Arbeiten sind auf allen großen Bühnen geschätzt. Der gestrige Abend machte uns mit Claars liebenswürdigem Lustspiel „Simson und Delila" bekannt. Die Idee, die dem Stück zu Grunde liegt, ist originell, der Dialog ist durchaus gewandt. Die Darstellung durch die Damen Claar- Delia, Eichenberg und Herrn Wallner war eine vorzügliche. Frau Claar-Delia (Helene) war unerreicht - uns scheint die Größe ihrer Kunst darin zu liegen, daß sie die gewöhnlichen Effecte vollkommen verschmäht und mit den einsachsten Mitteln die größte Wirkung hervorzubringen vermag. Die Rolle des Hypolit war durch Herrn Wallner sehr gut vertreten und Fräulein Eich en berg (Helene) hat sich so vortheilhaft hier eingesührt, daß wir nur wünschen können, die geschätzte Künstlerin bald wieder in Gießen zu sehen. Auch diesmal war Herr Intendant Claar so gefällig, die Vorstellung persönlich i» leiten und zu überwachen. — Bei der am 4. d. Mts. stattgehabten Neuwahl dcs Vorstandes des Krieger-Vereins Gießen wurden gewählt: als V'8 6niit?"ai,tkt rt ° e'6t "°r di°s un9 °iu°, L»u, M „ ■?,rsX iv^6' !*re„ ^7 hl. ch die gjQu 6on ben e,ft«ei zu geL£.tült»irS burcb(tu§ r^Ttx Dttoirg hn» n° ^enbio ••”> J*«* ?*”*'> Nuns X« °°u 15*ri*«Ä :,1 «m f J'" -SS bleiben, »L «bedenke, bai ö '“nien waren, vor Qntn tolül9c UnterDtzuag bei ’n ber Lage mar, [eint 1; E Ersolg des zweien ein ausgezeichneter, ms Mmches Luschiel y bet Dichter in [einer nämlich im Lause von Mich die Mehrzahl der cobert, aus den besseren Ohr" verdankk seine bedungen, die ich bei der als nothwendig erkannte, flb Scherzen habe ich wehend ins Theaterbuch ein- Theater das Stück in ihr t ausgesprochene Verlangen nach dem auswärts be- mr taube Circa/' trft x AuMiutg. ,Zch V m \x\ üt PvneKe zm ich auszusprechen, sowohl kellern, Herren Stägemann ui Gündel und Weiße, alt i Herrn E. Claar, unter her Leitung unser Theater mommen hat." Die Dar- des eigenartigen Dialoges r das Lustspiel geschrieben •n war die Wiedergabe ge- lagen in den bewährter ind Minow, der Herren ulein Gundels Spiel enstöne zu finden und die iracterifiren versteht, gibt lieht Johanna Mtnow >«l »7^-V s. * Sä*"*« h°>111 w * I* Set« «°> I »»t9rtt“ r ti ®« ei,e •S?s *■*" it E :S-°E tffonnt- [st durchs -<. -Ä. urd) b« , t wat «« ’! . *Qt un»tel* ' (fiele«) ®° ,u liej(“' : Runjt *2, W#f? -e-e °°Z, MU- £ l" 7 °le «fU# Hollt Ul und 5.ZM l" J । Ur 5 Vorsitzender Herr Postsecretär Mayer, als Stellvertreter- Herr Kaufmann Pi stör und als Kassier Herr Kaufmann Dort. Als Ausschußmitglieder wurden gewählt: die Herren Hausverwalter Dietz, Kaufmann Flimm, Werkmeister vrüneberg, Verwalter Keller, Steuercommiffariats- Sehülse Möbus, Rathsdiener Ochs, Stations-Assistent Schad, Spenglermeister Schneider. Das Hk»kn btt Kettknhundr im Winter. De« einigermaßen aufmerksamen Beobachter wird es nicht entgangen sein, daß gerade die Kettenhunde, diese treuen Wächter des Hauses, gar häufig von unbarmherzigen Besitzern schlecht behandelt werden, denn er wird namentlich in Beziehung der Hundehütten wahrgenommen haben, daß viele derselben sich in einem höchst mangelhaften Zustande befinden. Oftmals sieht man einen aus dünnen Brettern zusammengenagelten Kasten, in dem sich große Risse befinden, durch welche Regen, Schnee und Wind massenhaft eindringen können, dem Kettenhund zur Wohnung angewiesen. Die be- dauernswerthen Geschöpfe, denen die Kette die Freiheit geraubt hat, finden oftmals darin eine recht schlechte, harte, mitunter alte Unterlage, bei welcher an eine Erwärmung des vor Frost starrenden Körpers gar nicht zu denken ist, und alle Menschen, die ein fühlendes Herz für die leidende Thierwelt haben, müssen darauf bedacht sein, daß in diesem Punkte Abhilfe geschaffen wird. Da leider die Gesetzgebung die auf diese Weise gequälten Thiere nicht schützt, so muß sich die öffentliche Meinung gegen diese traurigen Wahrnehmungen empören und gebieterisch verlangen, daß den Kettenhunden Wohnstätten eingerichtet werden, in denen sie vor dem Unwetter einigermaßen Schutz finden. Wir fordern doch wohl nicht zu viel, wenn wir aus dicken Brettern gutgebaute, geräumige, öfters mit frischem Stroh reichlich gefüllte Hütten verlangen, denn nur solche sind im Stande, im Winter die Leiden des gequälten Thieres abzuschwächen. Bester und wünschenswerth ist es freilich, wenn die Hundehütte bei allen kalten Winter- tageu in einem warmen Stalle oder an einem sonst geeigneten Platze untergebracht wäre. Anstatt dasür Sorge zu tragen, wird der arme, vielleicht auch durch Hunger geplagte Hund, wenn er seine Leiden durch gräßliches Heulen kundgibt, oftmals noch durch kräftige Peitschenhiebe zur Ruhe verwiesen, waS doch gewiß eine unverdiente abscheuliche Behandlung ist. Schließlich bemerken wir noch mit Vergnügen, daß wir auch eine ziemliche Anzahl wohlverwahrter Hundehütten gesehen haben, denn dieselben waren von allen Seiten mit dichten Decken behängt, im Innern sehr reichlich mit Heu und Stroh ausgesüttert und der Eingang war so weit zugenagelt, daß -em Hunde nur ein kleiner Raum zum Einschlüpfen übrig blieb. Möchte doch diese kleine Notiz Veranlassung geben, das bittere Loos der armen Kettenhunde zu erleichtern, was ja schon geschieht, wenn aus den Bau der Hütten etwas mehr Sorgfalt verwendet wird und wenn denselben namentlich im Winter die Portionen des Futters etwas reichlicher zugemesten werden. H. Curschmann. Vermißtes. *tt Do« der Rhon, 5. Februar. Vatermord. In Herdathurm bei Tann a. d. Rhön wurde vor einigen Tagen der Oeconom Jung in einer Scheune mit zerschmettertem Schädel tobt aufgesunden. Bei gerichtlicher Untersuchung deS ThatbestandeS ergab sich, daß Jung nicht verunglückt, wie man zuerst glauben machen wollte, sondern vorsätzlich umgebracht worden ist. Als der fürchterlichen Mordthat dringend verdächtig ist der 24 Jahre alte Stiefsohn deS Jung verhaftet und in das Gefängniß zu Hilders trans- portirt worden. * Bielefeld, 4. Februar. Der älteste MannDeutsch- lands, der Rentner Marcus Jordan zu Bielefeld, ist heute Morgen zur letzten Ruhe eingegangen. Der Entschlafene, der bis auf wenige Tage vor seinem Tode sich einer bewundernswerthen körperlichen und geistigen Frische erfreute, stand im 112. Lebensjahre. Er war im Jahre 1779 geboren. * Auch ein Uufallinvalide. In der Secrion II (Bochum) der deutschen Knappschasts - Berufsgenossenschast errang gelegentlich einer von mehreren Turnvereinen veranstalteten Sedanseier am 7. September 1890 ein Mann im Preis- Ringen den zweiten Preis, welcher wegen früher erlittener Brustquetschung aus Grund eines ärztlichen Attestes vom 9. August 1890 eine Rente bezog. Universität»»Nachrichten. — Wie aus Straßburg geschrieben wird, hat der Privat- docent in der dortigen naturwissenschaftlichen Facultät, Herr Dr. Wortmann, einen Nus als Director der pflanzenphysiologischen Versuchsstation der Lehranstalt für Obst- und Weinbau zu Geisenheim erhalten und wird demselben Folge leisten. — In der Geschichte der Univerfität Greifswald ist der „Tägl. Rundschau" zufolge ein seltenes Ereigniß zu verzeichnen. Dem derzeitigen Rector Professor Dr. Reifferscheid ist ein Sohn geboren, welchen sein Vater, altem Herkommen gemäß, sofort imma- Iriculiren lassen darf. — In Dorpat ist der ordentliche Profeffor der physikalischen Geographie und Meteorologie Dr. Karl Weihrauch gestorben. — Der außerordentliche Professor in der theologischen Facultät zu Königsberg Dr. August Dörner ist zum außerordentlichen Professor daselbst und der Bibliothekar der Paulini'schen Bibliothek zu Münster, Dr. Karl Gerhard, zum Bibliothekar der Königlichen und Universitäts-Bibliothek zu Königsberg ernannt worden. Verkehr, Land- und Vo!ks«rLmyzchast. S Ober-Ohmerr, 5. Februar. Eine günstigere Gelegenheit zur wirksamen Vertilgung bezw. Verminderung der in hiesiger Gegend thatsächlichen Uebcrzahl von Raben bietet wohl keine Zett und kein Ort als gegenwärtig der unserige. Schon seit langer Zeit bildet unser Ort und seine Umgebung der Hauptsammelplatz aller Raben der stundenweiten Umgegend. Wie ungemein zahlreich sie vorhanden, das zeigt das erstaunlich große Rabenheer, das allabendlich sich hier sein Stelldichein gibt. Dämmert der Abend, dann kommen sie heran- gezogen in kleinen Trupps und größeren Schwärmen aus allen Himmelsgegenden, bis der ganze Schwarm, viele Tausende von Raben zählend, zusammen ist. Ein sinnbetäubendes Geschrei erfüllt oft die Lust und man hält neben dem gewöhnlichenRabenschretzauch das Bellen des Kolkraben und den kurzen Ruf der Dohle. Mithin sind in dem Rabenheer alle Repräsentanten der gemeinen Rabenfamilie vertreten. Läßt sich das Rabenheer auf die nahen Wiesen nieder, dann erblickt man unzählig schwärzliches Gewimmel. Nachts campiren sie in dem unmittelbar an das Dorf schließenden Wäldchen Kirchberg, ein Theil benützt aber oft auch das Dach und den Thurm der Kirche zum Nachtlager. Graut der Morgen, dann thetlt sich der Rabenschwarm und zerstiebt, wie er am Abend gekommen, unter Geschrei nach allen Richtungen. Vom Spätherbst bis zum Anbruch des Frühjahrs, dem Beginn der Paarungszeit, dauert dieses Treiben. Unterbrechung erleidet es nur, wenn der Schnee geschlossen die Erde bedeckt und der Frost feste Brücken über die Bäche schlägt. Dann stellen die Raben sich nur vereinzelt ein und schweigsam kommen und gehen sie wieder. Jetzt aber, wo milde Witterung eingetreten, versäumt kein Rabe den Sammelplatz. Und jetzt wäre die günstige Gelegenheit, mit Erfolg unter ihnen aufzuräumen. Uns wundert es nur, daß bisher noch hier gar nichts zu ihrer Verminderung geschehen ist, wiewohl man doch in anderen Gegenden alles Mögliche hierfür aufbietet. So hat man mit ersichtlichem Erfolg in Rheinhessen die Ueberzahl der Raben bekämpft und auch in oberhesfischen Kreisen geschah im letzten Frühling die Aufforderung zur Vertilgung der rabenartigen Vögel durch Aushebung der Nester und Abschiehen der Raben selbst. Wir betonen nochmals, erfolgreicher als wie hier, wo viele Tausende von Raben zusammen kommen, kann aber wohl nicht leicht ihre Ueberzahl vermindert werden. Wir wollen der gänzlichen Vertilgung der Raben das Wort nicht reden, aber betonen wollen wir, daß ihre Verminderung im Interesse der Landwirthschaft durchaus geboten ist. Alljährlich häufen sich zur Zeit der Ernte die Klagen der Landwirthe über den großen Schaben, welchen die'Raben den Getreidefeldern zufügen. Die Ernte ganzer Gerste- und Weizen- äcker vernichten sie. Daneben schaden sie, wenn auch nicht so evident, noch empfindsamer der Landwirthschaft durch Plünderung der Vogelnester. Man sehe sich doch einmal aufmerksam in unserer Gegend nach der Anzahl der nützlichen Vögel um und man wird finden, daß sie seit einer Reihe von Jahren in demselben Maße abgenommen, als das Rabenheer sich vermehrt hat. Wenn diese Zeilen dazu beitragen, daß man hier dem Nabenheer energisch zu Leibe rückt, dann ist ihr Zweck erfüllt. — Ei« fauler Apfel steckt den ander« an. Wir erinnern unsere werthen Leser deshalb daran, ja nicht zu vergessen, täglich den Obftoorrath durchzusehen und Früchte, die Stellen bekommen, sofort zu verbrauchen. Das Ptlzmycel verbreitet sich schnell im Fruchtfleisch und ruft hier in kurzer Zett Zersetzungserscheinungen hervor. — Bei den jetzigen Ihenren Eaffeepreife« wird jede Hausfrau gerne vernehmen, bah in der nach einem neuen besonderen Verfahren zuberetteten Pfeiffer & Diller'S Kaffee-Essenz in Dosen ein Ersatz geboten ist, welcher es ermöglicht, eine billige und gute, dabet gefnnde Tasse Kaffee herzuftellen, wie man sie gerne wünscht, voll und kräftig von Geschmack und schön in Farbe. Diese vorzügliche, mit der goldenen Medaille preisgekrönte Kaffee-Effenr, welche sich überall, wo dieselbe bekannt ist, einer großen Belieothett bet dem consumtrenden Publikum erfreut, tft in den meisten Colonial- waarengeschäften erhältlich, doch Vorsicht beim Einkauf zu empfehlm und besonders genau auf die Firma zu achten, da viele minder- werthtge Nachahmungen im Verkehr sind. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Estomihi, 8. Februar: Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Bibelftunde am Montag den 9. Februar, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Hebräerbrief, Kap. 1: Christus der Gottessohn erhaben über die Propheten und die Engel. Pfarrer Dr. Naumann. 1. Passionsandacht am Mittwoch den 11. Febr., Abends 6 Uhr, in der Kirche: Pfarrer Dr. Naumann. Am Sonntag Jnvocavit, den 1b. Februar, Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst. Die Pfarrgeichäfte in der Woche vom 8. bis 14. Februar besorgt Pfarrer Schlosser. Katholische Gemeinde. Sonntag Quinqugesimä, 8. Februar: Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um Vi7 Uhr Austheilung der hl. Communion; um V28 Uhr Frühmesse; um 8A10 Uhr Hochamt mtt Predigt. Nachmittags um Va» Uhr Christenlehre und Andacht. Mittwoch: Morgens um 7 Uhr Aschenweihe. Abends um 6 Uhr Fastenandacht. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, 7. Februar. Freitag Abend 4" Uhr, Samstag Morgen 8* Uhr, Samstag Mittag 3°° Uhr, Samstag Abend 5" Uhr. Oberh. Verein für Innere Mission. Bei der heute in Gegenwart des Herrn Polizeiraths Fresenius vorgenommenen Ausloosuug der Schuldscheine der Herberge zur Hriwath in Gießen wurden folgende Schuldscheine zur Rückzahlung am 1. März 1891 bestimmt: I. Von Serie B. zu JL 200: Rr. 6. 35. 65. 110. 137. II. Von Serie A. zu «4L 50: Nr. 2. 6. 21. 32. 44. 51. 78. 91. 108, 117. 135. 136. 147. 174. 176. 182. 185. 202. 219. 227. Die Auszahlung erfolgt bei dem Bankhause A. Heichelheim in Gießen. 847 Gießen, den 23. October 1890. Der Vorstand. Knußoerein für das GroHerWthunl Mu. Ausstellung von Oelgemälden im alten Hofgerichtsgebäude (Brand). Täglich geöffnet von 11—1 Uhr. Die Mitglieder des Kunstvereins mit ihren Familien an gehörigen haben gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten freien Zutritt zu der Ausstellung. Für Nichtmitglieder beträgt der Eintrittspreis 50 H. Eine Liste zum Einschreiben von Beitrittserklärungen liegt offen. *8_______________________Der Ausschuß Oefen. — Irische Oefen, für CokeSheizuug, Lönhold fche Oefen Eisenwerken/^ Amerikaner Oefen “ÄS,*®’- Sorten Füllregulir- u. Koch-Ofen Kohlenkaflm, Kohlenlössel, Ofenschirme. § Emil. Fistor, Marktstraße 10. IranKfurter Würstchens la. Qual., bei S. Dort, Wallthorstr. 45 Die Restbestände aus der Seller'schen EoncurSmaffe» bestehend aus Handschuhen, Pelz-und Federnbesatz, Schleiern, Spitzen, Posamentrien, Lützen, Ballkleidern, Sammten, Pelüschen und Seiden- resten, Wagendecken, Spitzendecken und Schonern, Spitzenstoffen zu Kleidern, Cor- setten rc. werden weit unter Preis verkauft bei 300 L. Mühlhaufe«, 2BeftonIaje 15. Neu emgetroffen: Eine Parthie Prima 4 Kuopf- Glacähandschuhe ä jl 2 — Eine Parthie zurückgefetzte be- deutend unter Preis. (1090 J. Kaan jr., Kreur. [92(« empfiehlt Emil Orbig. ZU wirklichen Fabrikpreisen. 927 Allsrrtignug nach Maß in eleganter Ausführung u. solidem Preis. empfiehlt 135] Eonditorei Hettler, Südanlage. Die Herrenkleider-Fabrik | von C. F. Schwarz Söhne | Gießen, Markt- und Wettergasse | empfiehlt bei solidester Ausführung ihr grStztes Lager in O eleganten Herren- nnd Knaben-Anstgen A ebenso Tuche, Bukskins und Kammgarne § Cokes. Gegenwärtige Kreise: Ätückcokes ......M.1.15 pr. Etr. ab Gaswerk, Skußcokes, für Stnbenheizung zerkleinett .........1.25 „ „ „ „ Di« Anfuhr an da» Hau» erfolgt von dem Gaswerk aus bei Abnahme von mindestens S Centuern und werden für dieselbe S Pfg. pr.Ctr. berechnet; von Herrn Emil Pistor werden auch kleiner.?.Oege.-., tüäten als 5 Centner zugeschickt. grenzte Kreis Städtisches Gas- und Wasserwerk e in die Welt verliuer Pfannenkuchen- Kreppet, Kaffee- ««d Theegebä», täglich frisch, Tüchtige Schneider werden dauernd beschäftigt bei 996 r Herren-Hemden nach Matz liefert in bester Ausführung von JL 3.— an (1091 I Kao« jr., Kreu?. Feinstes Blüthenmehl aus den Kunstmühlen von L. Bingel, per Pfd 20 Pfg., empfiehlt [1125 C. Roth AI.. Wallthorstraße 5. äXJXSLm«» "13s Ein gut erhalte Gehrüder Stamm. I mrkaufen. ----------—-------iigen, ein neues Aasken-LA.1L S C. 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Gesangverein „Heiterkeit". m Samstag den 7. Februar, Abends 7 Uhr 59 Mi» för WskeMMchen im Saale des Hotel Einhorn, JiwA Geheimkarten im Vorverkauf bei Herrn H. Wissner, Restaurateur: für Herren: 1 JL, für Damen: 30 — Abends an der Kasse: für Herren: 1 20 für Damen: 40 H. Der Vorstand. Cafe Ebel” Samstag, Souutag, Montag, Dienstag, (7., 8., 9., 10. Zebrnar): Grosses Concert und carnevalistisoiie Vorstellung gegeben von der hier so beliebten Sänger- und Comiker-Gesellschaft „Humor16 (7 Personen: 4 Damen und 3 Herren). Urkomisches Programm, hochelegante Costüme. Anfang an Wochentagen 8 Uhr, Sonntags 4 und 8 Uhr.(1126 Cafe Leib- ” Sonntag den 8. Februar: * Grosses Garnevalistisches Concert. 7 wenn jederlopf den Namenszug v in blauer Farbe trägt. ller- Zu haben in den Colonial-, Delicatesswaaren- und Drogen- 215 Geschäften, Apotheken etc. bietet richtig angewandt, neben ausserordentlicher Bequemlichkeit, das Mittel zu grosser Ersparniss im Haushalte. Vorzügliches Stärkungsmittel für Schwache und Kranke. Gesucht ein zuverlässiger Laufbursche. [1110 Heinrich Schwall, „Hess. Hof". Verdienst. Tüchtigen Personen mit ausgebreitetem Bekanntenkreise wird Gelegenheit geboten, sich auf bequeme Weise ein gutes Einkommen zu verschaffen. Reflectanten belieben ihre Adresse unter Angabe gegenwärtiger Beschäftigung sub „Verdienst“ an die Annoncen - Expedition von G. L. Daube & Co. in Frankfurt |a. M. einzusenden. [Hl 8 Liebigs Fleisch - Extract dient zur sofortigen Stellung einer vortrefflichen Kraftsuppe, sowie zur Verbesserung und Würze aller Suppen, Saucen, Gemüse und Fleischspeisen, und 1107] Pec 1 Mai wird eine Wohnung ca- 4 Zimmer und Zubehör, ev. Garten- antheil, nicht zu weit vom Mittelpunkte der Stadt, zu miethen gesucht. Gef. Offerten unter J. A. Nr. 2 an die Exped. d. Bl. ch einen Gottes- armen Wittwe lohn und slvenkkberwagen oder einen abgelegten^ d«; tzxped. Wiege 1 I« melyxK-. |8U0 -es »Gietzener --- ^^SßWtXTRACT | NUR AECHT^ unter i Lehrmädchen gestr ^h. [Hi? M. 55 an die Exped! ——-----—inn das Schuh-, U 8] ,?r.?oer, Ätth. H«rv«rt. machergeschast erl. <------------------- n Bekanntnmchmrg. { Aus Grund des Statuts vom 4. De-1 cember 1890 hat sich unter der Firma i „Landwirthschastlicher Consumverein! Rödgen, eingetragene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht'' mit; dem Sitz zu Rödgen ein Verein ge- j bildet, dessen Eintrag in das Genoffen-; schastsregister des unterzeichneten Ge-; richts vollzogen ist. Gegenstand des ; Unternehmens ist: gemeinschaftlicher Einkauf von Verbrauch-stoffen und' Gegenständen des landwirthschaftlichen i Betriebs, sowie gemeinschaftlicher An-! kauf landwirthschastlicher Erzeugniffe. Willenserklärung und Zeichnung des^ Vorstandes erfolgt durch mindestens, zwei Vorstandsmitglieder in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genoffenschast ihre Namensunterschrift beifügen. Bekanntmachungen des Vereins erfolgen im „Gießener Anzeiger". Den Vorstand bilden zur Zeit: 1) Wilhelm Jnderthal IV. in Rödgen; (Director), 2) Jakob Stein II. das. (Rendant), I 3) Heinrich Jnderthal II. daselbst; (Stellvertreter des Directors), j 4) Karl Brück daselbst, 5) Johannes Becker IV. daselbst. 1 Einsicht der Liste der Genoffen ist während der Dienststunden des Gerichts Jedem gestattet. Gießen, 4. Februar 1891. Großh. Amtsgericht. Kullmann. 1105 Holz-Bersteigerung. Donnerstag des? 12. Februar l Js», Vormittags von 9 Uhr an, sollen im Gemeindewald zu GroHen-Brrfeck, District Eichwald, versteigert werden: 282 Eichen-Stämme mit 89,72 Festm., 112 Kiefern- und Fichten-Stämme mit 46,46 Festm., 3 Buchen-Stämme mit 0,93 Festm., 25 Eichen-Derbstangen 2,63 „ 407 Radel-Derbstangen 30,65 „ 164 Nadel-Reisstangen 2,97 „ 90 Buchen-ReiSstangen 0,57 „ 36 Rm. Buchen- u. Eichen-Scheith-, 14 „ Buchen-Knüppelh., 44 „ Eichen- u. Nadel-Knüppelh., 3Vr Hundert Buchen-Reiserwellen, 24 „ Eichen- u. Nadel-Reiser^ wellen, 10 Rm. Buchen-Stöcke, 40 „ Buchen- und Eichen-Stöcke. Die Zusammenkunft ist an der Rabenauer Straße bei den Eichwiesen. Großen-Buseck, am 3. Febr. 1891 Gr. Bürgermeisterei Großen - Buseck. Stephan. 1106 Holzversteigerung in der Oberförfterei Krofdsrf. Montag den 16. Februar cr.. Vormittags 10 Uhr, bei Wirth Weiß brod, Salzböden, Schntzbeztrk Salz bSde« District Hardt 76a. Eichen r 87 Stännne mit 38,04 fm c. I , 10 rm Klaftcr-Nutzholz, 11 rm Scheit, 19 rm Knüppel, 200 rm Reiser. Buchen r 5 rm Scheit, 3 rm Knüppel. 48 m Reiser DistrictHardt76b. Eichenr HStämme mit 3,12 fm, 66 rm Kl Nutzholz, 2 rm scheit, 21 rm Knüppel, 265 rm Reiser. Bachen: 4 rm Knüppel, 21 rm Reiser Fichten: 29 St. 5 langen 1 ,128II. Kl, 95 rm Reiser H. Kl. District Hardt 78a» BttlÄsnr 7 rm Scheit, 39 rm .Knüppel, 1427 rm Reiser. Distr. Hardt 79a. Eichen: 27 Stämme mit 15,45 fm c. I., 5 rm Scheit, 6 rm Knüppel, 5(» rm Reiser. Buchen: 18 rm Scheit, 16 rm Knüppel, 149 rm Reiser. District Hardt 79b. Eichen r 19 Stämme mit 13,78 fm c I., 7 rm Scheit, 4 rm Knüppel, 48 rm Reiser. Buchen: 25 rm Scheit. 21. rm Knüppel, 235 rm Reiser District Hardt79o. Etchsn: 56Stämme mit 16,42 fm c. I., 6 rm Kl. Nutzholz, 15 rm Scheit, 26 rm Knüppel, 204 rm Reiser. Buchen: 5 rm Knüppel, 178 rm Reiser. Schutzbezirk WaldhauS, District Lindenschied 50a. Buchen: 2 rm Knüppel, 113 rm Reiser Krofdorf, den 5. Februar 1891. [1104 Der König!. Oberförster: Müller. Versteigerung Samstag den 7. Februar d. IS., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in meinem Bureau (Asterweg 44): Damien- und Kinderhüte, 1 Ladentheke mit 3 Ladenschränken, i Scbreib- fccretSr, 1 Spiegelschrank, 1 Regulator mit Schlagwerk, 1 Spiegel, Bilder, Gardinen u a. S Versteigerung theilweise bestimmt. Boe«. 1119 Gr. Gerichtsvollzieher. tooctiou? Ä.. Echctzka- — ^rua und Ä erlüg der Brühl'scheu Druckerei A. E. Bauer, ssraolcf. aM,, Leerb. 80 w-- CD der Kasse zu haben sind. H. 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Franksurter Börse vom 6- Februar 189L Schlußcourfe 1 Uhr 15 Min. 3°/o Reichsanleihe 372% do. 3o/o Preuß. Eonscl- 3V*°/e do. Rfi 25 99.00 86 45 98.90 40/0 Ung. Gold-Rente 5o/0 Jtal. Rente 4Vb°/o Oest. Silber-Rente 5% Ruff. III. Orient 92 70 93 50 81 60 77 40 Disconto-Command.-Anth. 212,20 Lomb. E--B.-Act. ) 15.00 Darmstädter Bank-Act." 153.60 Buschtherader E. B.-Act- 4$ 9 62 Dresdener Bank-Act. 155 90 Elbtbal-Bahn'Act. 199 37 ^ordd. Lloyd-Act J 40-70 Gotthard-Bahn-Act. 156.00 Wiener Bankver.-Act 104.12 Schweizer Nordost-B.-Act. 134 70 Oest. Credit-Act. '.72.25 Mainzer E.-B.-Act. 116.5« Oeft. Staatsb.-Act. 2 5 75 Marienburger E.-B.-Act 60 50 3V2°/o Gießener Der. Königs-Lüurah.-Nct. 136 50 Gelsenk. Bergw.-Act. 175.10 Tendenz: ruhig fest. Reichsbank-Discont 3Vt pCt. — Frankfurter Bank-Discont 4 pCt. (Fr. C-hr. Pietsch) in Gießen,