^Ägent Ws- Iä* vchreinmkGr. Mittwoch üh H Uhr ab: Speckkuchen. iMtai Hettler, __®üban[age. ueueS Beloriped M verkaufen. Tiesenweg 16, Haufen Mist verkouft Eduard Usk. tag. er dem Hirtenbrumien. Tag. :end gesorgt, --m- u. NhM , 9(6. M z Wchld, Iwm'SäU’A) M nie eint Nach» rt, iomie El-ssch-'bm (4326 e Jahr, -der auf w n Jahre» NW” n-Raba!t gewährt, rt unh die fefigefleßen »oll alisgezaM jungen und Antrags 6r.Sonr.SrW l<7 6. R-ih XI-, ' G LSwenbrrz, " K-rl WoT 3. Sete vi. ► me, * mil W # Seiten MB" 1891 Keote lkxr-^ Ortt® t L.^ct' $8> '?! bö 92J6 80.40 ?6OO Amtlicher Theil. Bekanntmachung, sie Enteignung des zur Erbauung einer Dienstwohnung für den Verwaltungsdirector der akademischen Kliniken in Gießen -und zilr Herstellung angrenzender Gartenanlagen erforderlichen Geländes betreffend. Nachdem die Stadt Gießen zu dem oben bezeichneten Zweck die Enteignung des nachverzeichneten Geländes der Mur XXV der Gemarkung Gießen: 1) Nr. 101, Acker auf der Warthe, im Grundbuch eingetragen auf den Namen Simon Georg Conrad und Frau' geb. Gerhardt zu Gießen, jetzt Eigenthum des Georg Simon in Gietzen, ca. 1308 QMtr., 2) von Nr. 100, Acker auf der Warthe, im Grundbuch eingetragen aus den Namen Friedrich Lampns II. zu Gießen, jetzt Eigenthum des Georg Larnprrs II. in Gießen, ca. 1133 QMtr. und 255 Hl Mir., zusammen 1388 QMtr., 3) von Nr. 80 und 81, Hosraühegrund an der Chaussee auf der Warthe, im Grundbuch eingetragen aus den Namen Becker Heinrich Ehefrau Anna geb. Schwan, jetzt Eigenthum des Otto Balzer in Gietzen, ca. 720 QMtr. beantragt hat, so wird der Plan nebst dem Antrag der Stadt Gießen und den zugehörigen Anlagen von Mittwoch den 6.1. Mts. bis Mittwoch den 20. l. Mts. auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Gießen zu Jedermanns Einsicht offen gelegt. Ferner wird zur Verhandlung über den Plan und die zu leistenden Entschädigungen Termin vor der Local- Commission auf Donnerstag, den 21. l. Mts., Vormittags 9 Uhr, in dem neuen Rathhaus zu Gießen hiermit anberaumt. Die Eigenthümer der oben bezeichneten Grundstücke, sowie solche Personen, welchen hinsichtlich derselben irgend welche Rechte (z. B. Eigenthumsvorbehalte, Pfandrechte oder -sonstige dingliche Rechte, Rechte als Pächter oder Miether) zustehen, werden hierdurch aufgefvrdert, 3,. Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausschlusses und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung, b. Erklärung aus die angebotene Entschädigungssumme bei Meidung der Unterstellung der Annahme des Angebots, c. Anträge aus Ausdehnung der Enteignung bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, d. Anträge aus Aufrechterhaltung bestehender Lasten (Art. 19 des Gesetzes vom 26. Juli 1884) bei Meldung des Ausschlusses mit solchen, e. Anträge aus Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen im Sinne des Art. 14 des Gesetzes vom 26. Juli 1884, f. etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an die zu enteignenden Grundstücke in dem oben anberaumten Termin vorzubringen. Gießen, den 1. Mai 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. B. R o e m h e l d. Bekanntmachung, die Enteignung des zum Bau einer Irren-Klinik in Gießen erforderlichen Geländes betreffend. Nachdem die Stadt Gießen zu dem oben bezeichneten Zweck die Enteignung des nachverzeichneten Geländes der Flur XXV. der Gemarkung Gießen 1) von Nr. 61, 62, 63 Acker vor dem Weiher, Eigenthum des Johannes Dern UI. und Ehefrau, geb. Größer, ca. 3111 Qm und weiter von Nr, 69, Wiese daselbst, denselben Eigenthümern gehörig, ca. 894 Qm, 2) Nr. 655/10, Wiese an dem Weiher, Eigenthum des Philipp Jnng XIII?) zu Klein-Linden, ca. 970 Qm groß, 3) Nr. 657/i0, Wiese an dem Weiher, Eigenthum der Johannes Müller Ehefrau, geb. Jung zu Klein- Linden, ca. 970 Qm groß, beantragt hat, so wird der Plan nebst dem Antrag der Stadt Gießen und den Zugehörigen Anlagen von Mittwoch den 6. l. Mts. bis Mittwoch den 20. I. Mts. lauf dem Bürean der Großh. Bürgermeisterei Gießen zu Jedermanns Einsicht offengelegt. Ferner wird zur Ver- *) Nicht VIII, wie in vor. Nr. irrthümlich abgedruckt. Handlung über den Plan und die zu leistenden Entschädigungen Termin vor der Localeommisston auf Donnerstag den 21. I. Mts., Vormittags 10 Uhr, in dem neuen Rathhaus zu Gießen hiermit anberaumt. Die Eigenthümer der oben bezeichneten Grundstücke, sowie solche Personen, welchen hinsichtlich derselben irgend welche Rechte (z. B. Eigenthumsvorbehalte, Pfandrechte oder sonstige dingliche Rechte, Rechte als Pächter oder Miether) zustehen, werden hierdurch aufgefordert, a. Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausschlusses nnb Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung, b. Erklärung auf die angebotene Entschädigungssumme bei Meidung der Unterstellung der Annahme des Angebots, c. Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, d. Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten (Art. 19 des Gesetzes vom 26. Juli 1884) bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, e. Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen im Sinne des Art. 14 des Gesetzes vom 26. Juli 1884, f. etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an die zu enteignenden Grundstücke in dpm oben anberaumten Termin vorzubringen. Gießen, den 1. Mai 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. P-: R o e m h e l d. Berliner KunflaugsteUungsbriefe. Von Dr, Otto Felsing. (Nachdruck verboten). I. Berlin, den 1. Mai. Angesichts der beiden großen Ereignisse, welche in dieser Woche in Berlin stattfanden, aber nicht allein die deutsche Reichshauptstadt, sondern mehr oder minder die ganze gebildete Welt theils interessirten, theils tief innerlich bewegten, angesichts also des Todes wie der großartigen Huldigung der Leiche Moltkes und sodann der (mit noch niemals bei einer solchen Gelegenheit ähnlich großem Prunke vorgenommenen) feierlichen Eröffnung der „Internationalen Kunstausstellung" trat alles Andere, was sonst wohl das allgemeine Interesse Feuilleton. Etwas vom Fischen. Von Adolf Schulze. (Nachdruck verboten.) Eigentlich sollte der vorstehende Titel heißen: „Etwas jon der Hochseefischerei", aber ich habe mich noch im letzten Augenblick besonnen. Ich sagte mir nämlich, wenn der Leser das Wort „Hochseefischerei" liest, so denkt er, ich will ihm etwas von der volkswirthschaftiichen Bedeutung des Fischfanges auf dem Meere oder von den Streitigkeiten deutscher, holländischer oder englischer Fischer erzählen, von denen man in letzter Zeit gerade genug gehört hat. Die Folge davon würde natürlich fein, daß der Leser es machte, wie jener brave Schulmeister, der einfach sagte: „Ueberhupf diesen Teufel", wenn beim Leseunterricht irgend ein „kniffliches" Wort seinem und dem Scharfsinn seiner Schüler spottete. Solchen „Ueberhup'fungen" geht ein Schriftsteller natürlich gern aus dem Wege, denn wenn man einmal etwas schreibt, möchte man doch auch gelesen werden. Ich beeile mich daher, zu erklären, daß ich zwar von der Fischerei auf hoher See etwas erzählen möchte, aber nur von jener angenehmen Art von Zeitvertreib, von der es nach dem Volksmunde heißt: „Fischefangen und Vogelstellen verdirbt gar manchen Junggesellen". Naturforscher und Philosophen haben den Menschen für das größte Raubthier erklärt. Der Satz ist eigentlich nur ein Beweis, daß auch kluge Leute irren können, aber wenn irgend etwas mich zu dem Glauben an diesen Satz bekehren könnte, so wäre es die dem Menschen seit Anbeginn der Welt eigenthümliche Lust zu Jagd und Fischerei, die nicht des Zweckes, sondern lediglich des Vergnügens wegen aus- geübt^ wird. Aber eben weil der Mensch sie des Vergnügens wegen Übt, ist er kein Raubthier. Der Reiz des Widerstandes lockt ihn, Löwen und Tiger zu besiegen- der Neid, daß er nicht auch fliegen kann, treibt ihn, den Adler aus der Luft mit seinem Geschoß herabzuholen, und das Geheime, Unbekannte der dunklen Tiefe verleiht ihm die Geduld, stundenlang auf einer Stelle am Bache zu sitzen, um einen Kaulbarsch zu fangen, der schließlich höchstens der Katze als willkommene Beute zufällt. Lockt nun das dunkle Wasser schon auf dem Lande den Menschen so mächtig an, wie viel mehr ist es da erst auf dem Meere der Fall, wo die unergründliche Tiefe noch so ganz andere Wunder birgt! In der That wird denn auch auf See, sobald Janmaat nur Zeit und Gelegenheit dazu findet, was allerdings nicht allzu oft vorkommt, fleißig gefischt. Die Sache ist nämlich hier mit größeren Schwierigkeiten verknüpft als auf dem Lande- einmal, weil das Schiff fast immer in Bewegung ist und dann auch, weil man sich die Stellen zum Fischen nicht aussuchen kann, sondern warten muß, bis sie kommen, d. h. bis sich zufällig Fische in der Nähe des Schiffes zeigen. Ich habe vor Jahren einmal eine in Bezug auf den Gelegenheits-Fischfang ungemein ergiebige Reise über den Atlantischen Oeean gemacht, und wenn es dem Leser recht ist, so werde ich versuchen, ihm hier in Kürze zu schildern, was wir auf dieser Reise alles gefangen haben. Am 1. September 18 . . gingen wir von einem englischen Hasen nach Newyork in See. Das Bremer Vollschiff, auf dem ich als „Cajütsjunge" das Vergnügen hatte, meine erste Reise zu machen, war natürlich ein Segelschiff, denn auf den Dampfschiffen hört alle Poesie und selbstverständlich auch das Fischen auf. Die „Betty", Capitän N. . . ., war ein alter, mächtiger Kasten von 1500 Tonnen, der infolge feiner Ueberladung nur schwer gegen Wind und Wetter aufkam. Zum Unglück hatten wir auch noch mit widrigen Winden zu kämpfen, die uns unverhältnißmäßig lange im Canal aufhielten, und als wir denselben eben passiert hatten, wurden wir von einem so gewaltigen.Orkan heimgesucht, daß das Schiff leck wurde und der Capitän sich gezwungen sah, seinen Curs möglichst weit südlich zu nehmen, um den heftigen Herbstwinden auszuweichen, die in den nördlicheren Breiten um jene Zeit zu wehen pflegen. Leider wollte der ©turnt nicht vorüberrafen, ohne seine Opfer zu haben. Zwei allerliebste Ferkel, deren" zartes Fleisch dereinst als Sonntagsbraten die Tafel der Cajüte zieren sollte, fielen dem tobenden Unhold als Tribut zu. Wir hatten nicht daran gedacht, sie sestzubinden, und so waren sie in dem höllischen Tohuwabohu der Sturmnacht so lange hilflos von einer Seite ihres Stalles zur andern geflogen, bis alle Rippen in ihrem Leibe und damit auch ihre Augen gebrochen waren. „De armen lüttjen Wörmers!" sagte der brave Capitän mit einem schmerzlichen Blick auf die unschuldigen, im Tode noch leckeren Vierfüßler, „wat harr'n de vör'n schönen Braten geben! — nu srniet jem man über Bord - bat Helpt nu nid)!" Der zartfühlende Leser wird den Schmerz zu würdigen wissen, mit dem ich mich anschickte, den traurigen Befehl zu vollziehen. Tiefgebeugt nahm ich zuerst „Hans", den Aeltesten des hoffnungsvollen Geschwisterpaares, bei den Ohren und trat mit ihm an die Regeling, um ihn dem feuchten Grabe zu übergeben. Dabei kam mir aber doch unwillkürlich der Gedanke, was die immer noch hochgehenden Wellen wohl mit der armen Ferkelleiche anfangen würden und neugierig folgten ihr daher meine Augen, als sie in sanftem Bogen ins Wasser flog. Aber in demselben Augenblick sah ich auch aus der Tiefe einen dunklen Körper auftauchen. Wie ein Hund, der auf einen vom Tische seines Herrn fallenden Bissen lauert, schien unten ein mächtiger Hai gewartet zu haben, um seine Beute in Empfang zu nehmen. Kaum hatte das Ferkel die Oberfläche des Wassers erreicht, so sah ich, wie das Unthier sich auf die Seite legte, ein Schnappen des gewaltigen Rachens, dann ein kräftiger Hieb mit dem Schwänze, das Wasser wirbelte, zu Millionen Schaumperlen zerschlagen, wild durcheinander, — und Fisch und Ferkel sah man niemals wieder. (Fortsetzung folgt.) längere Zeit in Anspruch genommen hätte, dermaßen zurück, daß es kaum noch als dagewesen empfunden wird. So hatte z. B. der gestern stattgehabte Schluß und die bereits heute früh begonnene Niederreißung des Victoria-Theaters zu einer anderen Zeit als eben der jetzigen sicher die allgemeine Theilnahme gesunden, die dem Ende eines Bühnenhauses von ehedem so ungewöhnlich großer Bedeutung für Las Theaterleben Berlins, eines Theaters von so wunderbaren, jäh wechselnden Schicksalen, im Grunde gebührt, in diesen Tagen aber, die das öffentliche Interesse so ganz sür die beiden vorhin genannten Vorkommnisse in Anspruch nehmen, spricht man kaum von dem „Ableben" dieses größten aller Berliner Theater, über dessen Grund hinweg in Kurzem das Verkehrsleben der Weltstadt durch jene neuerstehende, mächtige Hauptader pulsen wird, die als eine directe Verlängerung der Straße „Unter den Linden" nach Osten zu unter dem Namen „Kaiser Wilhelm-Straße", ebenso die Reichshauptstadt von Westen nach Osten durchqueren wird (wenn auch nicht in absolut gerader Richtung) wie die Friedrichstraße mit ihrer directen Fortsetzung, der Chausseestraße, von Süden nach Norden. — Auch noch ein anderes zur Baugeschichte resp. zum Ausbau Berlins gehöriges Ereigniß ist in diesen Tagen spurlos an Berlin vorübergegangen, trotzdem es mit den „Moltke-Tagen" eng zusammenhing: die Eröffnung einer ge- walügen, prächtigen Brücke, welche vom Generalstabsgebäude zum Landes-Ausstellungsparke sührt, der Moltebrücke, die vom lebenden Feldmarschall eröffnet werden sollte und nun dadurch eröffnet wurde, daß man den tobten Heerführer über die breite Bahn trug, vorbei an den florumhüllten, den Krieg und Sieg symbolisirenden Broncefiguren, den umflorten brennenden Kandelabern, den gewaltigen rothsandsteinernen Greisen mit den Wappenschildern des Grafen Moltke und der Stadt Berlin zwischen den mächtigen Vorderpranken! Heute sah diese Brücke — bei deren Erbauung man Äbrigens die unglaubliche Geschmacklosigkeit begangen, den voll ausgemeißelten Kops Molrkes auf die Mass er feite der Balustrade zu setzen, wo er eben gerade nur von den Kahnführern, aber nicht von den Brückenpassanten gesehen werden kann! — heute sah diese Brücke wiederum ein großartiges, im Wesentlichen militärisches Schauspiel: Die Ausfahrt des Kaisers und der beiden Kaiserinnen zum Landesausstellungs- palaste, in dem um 12 Uhr der feierliche Eröffnungsact der Jubiläumsexposition begann. — Von vielen Tausenden, durch oie Polizei freilich in höchst respectvolle Ferne Gehaltenen mit brausenden Hochs und Hurrahs begrüßt, fuhr der Monarch (in der Uniform der Gardecürassiere), fuhren die Kaiserinnen Augusta Victoria und Friedrich, die letztere in tiefer Trauer, einer großen, glänzenden mi.itärischen Suite voraus und betraten, von der vor dem Ausstellungspalaste ausgestellten Compagnie Fußsoldaten mit präsentirtem Gewehr, von einer verwunderlich starken Militärcapelle mit Musik begrüßt, durch das baldachinüberschattete Hauptportal das immense, im Innern ganz neu hergerichtete und gegen früher wesentlich verschönte Glas- und Eisengebäude, woraus die kaiserlichen Herrschaften auf einem Thronpodest Platz nahmen, der, von bunten Glasmalereifenstern flankirt, am westlichen Ende der mittleren Saalflucht errichtet war. Im Nu hatte sich ein imposantes Bild höfischen Pompes mit einem Anfluge von Künstlersestthume -entfaltet: zu Seiten des vom Thronpodeste abgeschlossenen Kuppel- und des daran stoßenden Reprüsentationssaales waren blausammetausgeschlagene Tribünen errichtet, aus denen das Ausstellungscomite mit den Deputirten der ausstellenden Kunststädte, die Vertreter der Hochschulen und Kunstakademien, die Abgesandten der Berliner Stadtverwaltung, in bunten Amtsroben oder Fräcken mit Ehren- und Amtsketten, placirt waren - im Halbkreise vor den Tribünen standen hoHe Militärs und vor ihnen eine colossale Schaar roth- und weißgekleideter Pagen, meist in langen, blonden Perrücken, enorme vergoldete Palmzweige in den Händen, da und dort blau - weißschärpige Chargirte und Bannerträger der kunstakademischen Korporationen zwischen ihnen, mit nickenden Federn auf den Sammetbarrets, die blinkenden Schläger salutirend zu Boden gesenkt- in den Nebensälen die „Geladenen", nämlich die ausstellenden Künstler, die Mitglieder der „Berliner Gesellschaft" und die Presse, sammt und sonders in Frack und weißer Binde, die Damen meist in hellfarbigen ober schwarzseibenen Promenadencostümen . . . ein buntes, sarbenschimmerndes fröhliches Bild, trotz der eintönigen, freilich häufig mit bunten Ordensdecorationen „ausgehellten" schwarzen Herrenfräcke, und trotz des offen auf den Gesichtern zur Schau getragenen wie auch rund heraus ausgesprochenen Mißmuthes der „Geladenen" darüber, daß sie in die Nebensäle gestellt waren, wo sie weder von der Ansprache an den Kaiser noch von dessen kurzer Erwiderung irgend etwas hören konnten! Als die Eröffnungsreden vorüber, die -Eröffnungserklärung verkündet war, wurde von einem starken Männerchor das „Salvum fac regeum“ gefangen, und der Hos trat unter Führung des besonders von Director Ä. v. Werner repräsentirteu Ausstellungscomitos den Rnnd- gang durch die Räume an, wobei sich das „Publikum" eigentlich in die gerade nicht vom Hof besichtigten Säle zurückziehen sollte. Die beabsichtigte Absperrung war indeß bei der ungeheuren Menge der Anwesenden nicht vollständig durchzuführen, trotzdem der die Kaiserin Friedrich am Arme führende, von seiner hohen Gemahlin < am Arme des Erbprinzen von Meiningen) gefolgte Monarch einen neuen Saal erft betrat, nachdem etwa 50 der rothweiß gekleideten Pagen sämmtliche Zugänge desselben besetzt und dem allerdings ungebührlichen, stürmischen Zudrange des Publikums nach Kräften Widerstand geleistet hatten. — Bis nach 2 Uhr verweilten die Kaiserlichen Herrschaften in der Ausstellung, gaben bann Herrn v. Werner ihre „außerordentliche Befriedigung" über das Gesehene zu erkennen und fuhren sodann unter militärischem Salut der außen aufgestellten Truppen und der „Arm-rechts-präsentirenden", feldmarschmäßig ausgerüsteten zahlreichen Posten im Innern des Palastes Wie dem donnernden Hurrah des Publikums zur Stadt zurück. — Soviel vom Eröfstnmgsaete- nun zur Ausstellung selber' Sie werden es begreiflich finden, wenn ich Ihnen heule nur etwas von dem Gesammteindrucke schreibe, den die Ausstellung macht. Einen eingehenderen Bericht vermag ich noch nicht zu liefern. Denn obgleich ich heute mehrere Stunden lang in ihr verweilte, nachdem sich die Hochfluth der Besucher verlaufen und trotzdem ich der Ausstellung neulich schon, an dem neueingeführten „jour de vernissage“ einen vollen halben Tag gewidmet habe, stehe ich doch dieser Unmenge von Gemälden, Aquarellen und Sculpturen, ich will es offen bekennen, noch ziemlich rath- und hilflos gegenüber, erfüllt von Neid über meine aufnahmefähigeren und fingerschnelleren Collegen, die bereits nach einstündigem Spazierengehen in der Ausstellung ihr mehr. oder minder fachmännisches Urtheil fix und fertig hatten und in der nächsten Stunde schon kühnen Muthes darüber zu berichten wußten, mit welchen Erwartungen und welchen Enttäuschungen ihre Leser beim Besuche der Ausstellung zu rechnen haben würden! Und das einer solchen ungeheuren Fülle von Werken gegenüber, an denen etwa 4500 Künstler in emsigsten, aufreibendstem Fleiße monatelang, ja häufig genug wohl ein kleines Jahr hindurch, geschaffen und gearbeitet haben! Wollte die Kritik auch nur einen ganz minimalen Bruchtheil der ernsten Arbeit daran setzen, die für jene ihrem Urtheile unterstellten Werke aufgeroenbet wurde und die sie von jedem Künstler kategorisch verlangt, sie müßte angesichts dieser Uebersülle von guten Schöpfungen, dieser Menge ausgezeichneter Werke, eine Arb ei tst Heilung eintreten lassen, wie sie sie ja, durch räumliche Entfernungen gezwungen, beim Aufeinandertreffen mehrerer theatralischer Premieren vornimmt — nur bann könnte bie Kritik ben Künstlern zum minbeften gerecht zu werden versuchen! Bei ben bislang üblichen Urtheilen im Pauschquantum aber kann sie nicht einmal ein glaubwürdiger Wegweiser für das Publikum sein — selbst bei bestem Willen, größtem Fleiße und reichstem Wissen nicht — geschweige denn ben Künstlern eine Führerin unb Waruerin! — Dies vorausgeschickt um zu erklären, baß ich anstatt einer willkürlichen Massenaufzählung von Namen unb einer völlig werthlosen, summarischen Zusammenfassung von Werken mir einzelne Schöpfungen von irgenbmie geartetem Interesse herausgreisen werde, wende ich mich nun zunächst einer Scizzirung des Gesammteindrucks zu, eines vorläufigen Eindrucks, der sich bei scharfem Vertrautsein mit der Ausstellung möglicher Weise selbst in manchem wesentlichen Punkte noch verändern dürste! Also: der Gesammteindruck ist der, daß wir in Berlin sehr wahrscheinlich noch nie eine Ausstellung gehabt haben, die sich mit dieser in Bezug auf die Fülle bedeutender Schöpfungen messen konnte, daß noch niemals so außerordentlich wenig minderwerthige Leistungen ausgenommen wurden, daß aber andererseits auch wohl nur selten eine Ausstellung stattgefunden hat, der es so absolut wie dieser an Werken s von unwiderstehlicher Gewalt der Wirkung, ja selbst an „Senfationsbildern", im gewöhnlichen Sinne des Wortes, gebrach. Werke, die Einem packen, die Einern im Wachen und Träumen vor Augen stehen und sich unverlöschlich für lange Jahre im Gedächtnisse einprägen — wie zum Beispiele früher Hubert HerkomrnarS Miß Katharina Grant — und sodann Bilder, welche eine so gewaltige stoffliche Wirkung auf das große Publicum ausüben, wie ehedem das künstlerisch ja nicht auf besonders hoher Stufe stehende Riesengemälde „Die Lebensmüden" von Professor Neide .... sie fehlen, wenn ich recht gesehen habe, dieser Ausstellung vollständig! — Als zweites Charakteristicum wäre zu bezeichnen, daß die Künstler der fremden Nativ- neu keineswegs, wie man das befürchtet hatte, in ihren Leistungen die deutschen völlig aus dem Felde schlagen, daß vielmehr unsere Künstler sich sehr wohl neben den fremden sehen lassen können, trotzdem namentlich die Spanier, Italiener, Ungarn und Niederländer eine Menge ausgezeichneter Werke einsandten, und zwar darunter das Beste, was ihre Museen und privaten Gemäldesammlungen cms- wiesen, während die deutschen Künstler, mit verschwindenden Ausnahmen, nur die Schöpfungen des letzten Jahres schickten. Und das dritte, für Berlin wichtigste Kennzeichen dieser Ausstellung wäre: das von München, der „deutschen Kunstmetro- pole", so über die Achsel angesehene Berlin hat in diesen Sälen bewiesen, daß es sehr wohl mit München rivalisiren kann, wenn es auch nicht über München siegen wird! Aus Rücksicht auf diesen Wettbewerb mit München ist die Jury mit wahrhaft blutiger Strenge vor- gegangen. Berlin macht die Ausstellung, es begnügt sich aber mit dem kleinsten Raume derselben- nicht, weil nicht mehr Raum zu beschaffen gewesen wäre, sondern weil nur das Auserlesenste des Eingesandten Ausnahme finden sollte! 2080 Werke waren eingeschickt und nur 300 sind angenommen worden! Bis gestern Abend waren die „Leichenkammern" überfüllt, und zu Hunderten auf einmal wurden in Möbelwagen die resüsirten Bilder weggeschafft, darunter wiederum Hunderte, bie zweifellos jeber Kunstausstellung, selbst jeber Münchener, zur Ehre gereichen würben! Begreiflich, baß sich der Mehrheit der Berliner Künstler ein geradezu unaussprechlicher Mißmuth bemächtigt und sich der Entschluß durchgerungen hat, im Kroll schen Etablissement einen „Salon der Zurückgewiesenen" zu eröffnen! Gewiß werden sich da auch recht viele Bilder zusammen- finden, die ihr unglückliches Schicksal verdient haben; aber auch, selbst nach dem Urtheil manches (überstimmten) Jurymitgliedes, viele, welche der Ausnahme in bie Internationale Ausstellung sehr wohl würdig gewesen wären! Sind doch selbst von anerkannten großen Meistern Bilder zu den „Todten" gelegt worden, ist doch z. B. Bi lma Parlaphis, unserer besten Malerin, großes Moltkeportrait, sind doch Pros. Ko p ay s Einsendungen einfach „ransgestimmt" worden und ist doch schließlich von einer großen Zahl bedeutender Künstler anstatt ihrer größeren, ihnen werthvoller erscheinenden Werke nur je ein kleines Bildchen acceptirt worden! — So fügt sich zu den obigen positiven Kennzeichen noch ein negatives: sie ist bemerkenswerth auch durch Diejenigen, die nicht auf ihr vertreten sind? Dazu gehören natürlich auch, wenn freilich aus anderen, bekannten Gründen^ die Franzosen- von ihnen haben sich nur einige Wenige dazu ermannt, dem Chauvinistenlärm kühle Verachtung entgegenzusetzen und ihr einmal gegebenes Wort auch zu halten; im Gauzen nur 13, darunter freilich Koryphäen wie Bvu- gerau, der ein großes, in der Composition wie dem eminent zarten und doch kraftvollen Kolorit gleich ausgezeichnetes Gemälde „Die heiligen Frauen am Grabe" (Christi) einsandte. — Um die Ausstellung als Ganzes zu charakterisiren — und das soll heut ja allein meine Ausgabe sein — bliebe nur noch ein Wort über das Verhältnis der „Richtungen" und das Verhältniß der „Stoffe" zu einander zu sagen übrig. Nun, es scheint mir, daß die „Jungen", die „Neuen", die Plein-Air-Maler oder die Grau-Maler, wie man sie nun nennen will, nicht bominiren, ja nicht einmal einen ausschlaggebenden Factor ausmachen — trotzdem in der Jury die Anhänger der neuen Richtung löwenmuthig um die Ausnahme eines jeden guten Bildes ihrer Richtung gekämpft, und begreiflicher- weil confeguenter Weise versucht haben sollen, so viele „alte" Werke als möglich hinauszustimmen um so viele von ihrer Richtung hinein zu kriegen wie nur irgend möglich! Nur wenige, relativ und absolut wenige Bilder zeigen die neue Richtung in voller Schärfe — und so beweist denn auch diese Ausstellung, was ich auch an dieser Stelle seit mehreren Jahren darzuthun nicht müde wurde: daß es vor den Augen der Graumaler Heller zu werden beginnen mußte, weil die Herren einzusehen gezwungen waren, daß sie mit ihrem trübseligen Grau, ihrem nebeligen „Licht", bis hart an die Grenze der Lächerlichkeit gekommen waren! Und wie in der Farbe hat sich auch in der Wahl der Stosse bei ihnen der von mir hier verteidigte „Fortschritt rückwärts" deutlicher denn bisher als eine Notwendigkeit herausgestellt: zwar gibt es immer noch ein paar Dutzend Leichenbilder und Krankenhausscenerien — aber die Spital- und Morgnen- Malerei ist doch bedeutend seltener als auf ben letzten Ausstellungen vertreten, die Pleinaristen schwelgen doch nicht mehr so arg wie früher in den Trübseligkeiten unb — Abscheulichkeiten der Welt, sie haben die Entdeckung gemacht, daß es neben dem Grauen unb Gräulichen, auch Lichtes und Erfreuliches gibt, dessen Darstellung sich sehr wohl mit dem Prinzipe „Wahrheit und Wirklichkeit" verträgt! — Wie sich der Einzelne zu dieser Erkenutniß stellt und was er geleistet, daß soll in folgenden Artikeln an einer Au zahl bedeutenderer Werke dargelegt werden! X>eet*e, (an** nwb Z>elf»tmr8 — Die Königliche Eisenbahn-Direction zu Frankfurt a. M. hat an ihre siimmtlichen Güter-Absertigungsstellen nachstehendes den «ohlenverkehr von Schlesien, den deutschen Rordfeehafen- stationen und «iederlLndtschen Hafenplätzen betreffendes Ausschreiben erlassen: Für Steinkohlen- und Coakssendungen in Ladungen von mindestens 10000 kg werden vorbehaltlich weiterer Verlängerung der Maßregel von heute ab auf die Dauer von 14 Tagen die folgenden Frachtvergünstigungen gewährt, nämlich: a. im Verkebr aus den schlesischen Grubenbezirken nach den von der betreffenden Versandstation über 600 km entfernt gelegenen Stationen der Etsenbahn-Directionsbeztrke Altona, Elberfeld, Erfurt, Frankfurt a M., Köln (linksrh), Köln (rechtsrh.), Hannover und Magdeburg die ^Frachtsätze des auf den Preußischen Staatsbahnen seit dem 1. Januar 1890 gültigen Ausnahmetarifs für Düngemittel rc. mit der Maßgabe, baß der sich nach demselben für 601 km ergebende Frachtsatz auch im Verkehr nach ben 489 —600 km entfernten Stationen der vorbezeichneten Dtrectionsbezirke und des Eisenbahn-Directtons- beztrks Berlin berechnet wird; b. für die Einfuhr von Steinkohlen und Coaks über deutsche Nordseehäfen von ben Hafenstaltonen Altona, Ottensen, Büsum, Glückstadt, Hamburg (B. u. H), Husum, Karolinenkoog, Tönning, Bremen, Bremerhaven, Cuxhaven, Geestemünde, Haarburg, Vegesack (Grohn-), Brake, Elsfleth, Nordenhamm, Wilhelmshaven, Emden, Leer und Papenburg nach Preußischen Staatsbahnstattonen links der Elbe bet Eisenbahn-Entfernungen über 200 km die um 25pCt. gekürzten Frachtsätze des Specialtarifs III mit der Maßgabe, baß der sich hierbei für eine Entfernung von 201 km ergebende Frachtsatz von 0,42 Mk. für 100 kg auch für Entfernungen von 139—200 km zur Erhebung kommt; c. für die Einfuhr von Steinkohlen und Coaks über niederländische Häfen von den Stationen Amsterdam, Dordrecht, Middelburg, Rotterdam und Vlissingen nach den Stationen der Eisenbahn-Directtonsbezilke Elberfeld, Köln (linksrh.) und Köln (rechttzrh.) die um 20pCt. gekürzten Frachtsätze des Specialtartfs III des Rheinisch-Westfälisch«Ntederlänbischen Gütertarifs. Neben den Frachtsätzen kommt im Verkehr von Oberschlesien durchweg eine Abholegebühr von 0,005 Mark sür 100 kg zur Er Hebung, während im Uebrtgen die für die einzelnen Fälle festgesetzten Anschlußfrachten rc. berechnet werben. — Die Königliche Eisenbahn-Direction zu Hannover hat an die Handelskammer iu Gießen das nachstehende Ausschretben erlaßen : Mit Gültigkeit vom 1. April d. I. ist unter Aufhebung des Tarifs vom 15. Juni 1890 ein neuer Tarif für den deutschen Levanteverkehr in Kraft getreten, durch welchen vielfache Verbesserungen und Frachtermäßigungen gegenüber dem alten Tarif herbetgeführt worden sind. r . a .. ... So sind im Jntereffe der Vereinfachung des Tarifs — denen Text in deutscher unb französischer Sprache gedruckt ist — die Ver- sandstationen in Gruvpen zusammengefaßt, die bisher für die Seebeförderung berechneten Sperngkeitszuschlage für einzelne Guter zum Theil gänzlich aufgehoben, zum The«! wesentlich ermäßigt und durchgängig in die in den Tariftabellen enthaltenen Frachtsätze mit eingerechnet. Die Abfertigung der Dampfer erfolgt jetzt in vierzehntägigen Zwilchen- räumen (früher dreiwöchentlich), auch ist zu ben bisherigen Anlaufhäfen Varna hinzugekommen. — Im Interesse des reifenden Publikums |roirb darauf aufmerksam gemacht, daß die ttaliertzischen Gisen-ahrren Zahlungen nur in der Lire-, dezw. Frankenwährung annehmen und andere, insbesondere auch deutsche Münzen zurückwetfen und daß ferner weder an den Grenzstationen, noch an denselben naheliegenden Haltepunkten für Wechslerstellen hinreichend gesorgt ist. -erbsrn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 4. Mai. Auf ben heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 256 Ochsen, Kühe und Rinder, und 895 Schweine. Der nächste Markt ist am. 25. Mai l. I. >l>lr wenige Bort Ä ent.- W’Äft*' «e L isst» J,b,r *tun 5 V i«9e« L ' 6,1 »ileuen", jjt Ü= Mn mo1 ei"en aMliiqg, ' d» Jn-y L '9 “m i>i= Slnfnaljmt "9 SikSwpft, lmb W haben sollen, laS*iWn un e9« mit mit irgenb W Bilder cle unb \t btnieift uy) °n bitfa Stelle "üde wurde - bch es werden de Atmen Zungen waren, b&$ nebeligen „Licht", bis kommen waren! Und r Wahl der Stosse Fortschritt rückwärts" idigkeit herausgestellt: icnb Leichenbilder und pitöl'- und Morguen- aus den letzten Ausschwelgen doch nicht :übseligkeiten und - e Entdeckung gemacht, chen, auch Lichtes und :ch sehr wohl mit dem verträgt! — Wie sich und was er geleistet, an einer Anzahl be- •1( A, bisher Äfefi ; >« uj öui' HS-"' s . - k,Wirthjchast. I/I ju ^«rnffurf a. M. Mtn naMenbtS btn Win MbfttWtn’ vplähen betreffendes m in LiüMW E MrnM'Mnnn-ver Tatzen die W* ibenbtjhttn nach dm von -600 km entfernt gelefltnen herirke Altona, AbM Jkt), Ä&W entfernten Stationen M bisEffenbihn-DtrectiovS' i (cnflfa über dmtlche «““SÄ' h. s&ss rs$rs'5* «-.TiS 'SÄ »•*'*' bat an — In Oberhessen finden im Monat Mai u. A. folgende Märkte statt: Den 5. und 6. in Gießen Vieh- und Krämermarkt. Den 12. in Herchenhain Vieh-, 13. Krämermarkt. Den 12. in Bergen Vieh- und Krämermarkt. Den 13. in Friedberg Vieh- und Krämermarkt. Den 13. in Wetzlar Vieh- und Krämermarkt. Den 14. in Butzbach Vteh- und Krämermarkt. Den 19. in Bieichenbach Vieh- und Krämermarkt. Den 19. in Grünberg Vieh- und Krämermarkt. Den 19. in Lich Vieh- und Krämermarkt. Den 19. in Rodheim v. d. Höhe Krämermarkt. Den 26. in Langgöns Vieh- und Krämermarkt. Den 26. in Usingen Vieh- und Klämermarkt. Den 28. in Griedel Krämermarkt. £iteratar Kttnft — „Neueste Erfindungen und Erfahrungen^ auf ben Gebieten der practischen Lechnrt, der Gewerbe, Industrie, Ghemie, der Land- und Hauswirthschaft rc. (A. Hartlebens Verlag in Wien). Pränumerationsprets ganzjährig für 13 Hefte franco 7.50 Mark. Einzelne Hefte für 60 Pfg. in Briefmarken. Von dieser gediegenen gewerblich-technischen Zemchrfft erschien soeben das fünfte Heft ihres XVIII. Jahrganges, das wie gewöhnlich einen Reichthum an nützlichen und wichtigen Belehrungen jeder Art für Gewerbetreibende und Techniker enthält. Eine geschickt redtgtrte Ueberstcht der neuesten Fortschritte auf allen Gebieten menschlicher Thätigkeit läßt die Zeitschrift für Jedermann lehrreich und anregend erscheinen und machen wir besonders Freunde der technischen Gewerbe auf die werthvolle Lettin e aufmerksam. Die Redactton vermittelt auch in geschicktester Weise den Verkehr ihrer zahlreichen Leser durch einen in jedem Falle Auskunft gebenden Fcagekasten, durch Besprechung neuer Patente, literarischer Erscheinungen rc. Zahlreiche Illustrationen bilden eine Hauptzter der in jeder Hinsicht vortrefflichen Zeitschrift, welche wir hierdurch nur erneut Jedermann zum Abonnement ihres kürzlich begonnenen achtzehnten Jahrganges bestens empfehlen können. h B wxkin-St oft gelingend za einem Anzüge feine Wolle nsdilferttg i« Mk. 5.85 Pf. fftf eine Hose allein blos Mk. 2.35 Pf. >' durch das B*xkle-Fabrlk-D6p6t Oettinger & «o., fciaWb ; ! A. M. — Muster-Auswabl umgehend franco.[1047 | deren Fabrikation auf Basis Doerings '©CtyCp der neuesten Forschungen der Wissenschaft sich vollz eht und der fortlaufenden Eontrolle de» Erfinders unterstellt ist, ist die beste, angenehmste und billigste gesundheitliche Toilette-Seife des heutigen Marktes. 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Mai: Die gemeinschaftliche Hochzeitsreise. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Freitag den 8. Mai: DerarmeJonathan. (Herr Siegmund als Gast.) Gewöhnliche Preise. . Samstag den 9 Mai: Zum ersten Male: Zwerge. Lustipnl in einem Set. Hierauf: Im Sonnenschein. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 10. Mai: Zum ersten Male wiederholt: Zwerge. Hierauf: Madame Bonivard. Gewöhnliche Preise. kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Himmelfahrttag, 7. Mai: Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer vr. Naumann. Am Schluß Verpflichtung des Herrn Fabrikanten Hmil Schmal! als neugewShlten Mitgliedes des Kirchenvorstandes. Nachmittags 2 Uhr in der Friedhofscapelle: Pfarrer D i n g el d ey Bekanntmachung, die Ausführung des Reichsgesetzes über die Jnvaliditäts - und Altersversicherung, insbesondere die An- und Abmeldung verficherungSpflichtiger Personen betreffend. Wir bringen hiermit in Erinnerung, daß die Arbeitgeber verpflichtet find, jede von ihnen nicht blos vorübergehend (unter einer Woche) beschäftigte versicherungspfltchüge Person, welche nicht der hiesigen Ortskrankenkasse oder einer Fabrikkrankenkasse angehört, spätestens am dritten Tage nach Beginn der Beschäftigung bei uns anzumelden und spätestens am dritten Tage nach Beendigung deS Arbeitsverhältnisies wieder abzumelden. Zuwiderhandlungen gegen die Meldepflicht werden nach § 112 des Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889 mit Geldstrafe bis zu 100 Mk. geahndet. Die fraglichen Meldungen haben schriftlich aus dem hierfür eingeführten Formular, welches aus dem Bürgermeisterei- und aus dem PolizeiamtS- Bureau sowie bei dem Kasseboten Schwan erhältlich ist, durch den Arbeit- geber zu erfolgen. Wir machen hierbei speciell darauf aufmerksam, daß durch die An- und Abmeldungen bei dem Polizeiamt der obigen Meldepflicht zur Versicherung nicht genügt ist, da die polizeiliche Meldepflicht von den An- und Abmeldungen zur Versicherung ganz unabhängig sind. Der Anmeldung ist die Quittungskarte des Versicherungspflichtigen suzuschließen, sofern der letztere schon vorher in verficherungSpflichtigem Verhaltniß gestanden hat. Für die Abmeldung empfehlen wir, diese vor dem Weggang des Versicherungspflichtigen vorzunehmen und hierbei die bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisies noch zu zahlenden Beiträge mitzusenden und, sofern der betr. Versicherte die hiesige Stadt verläßt, die Quittungskarte abholen zu lassen oder den betr. Versicherten zur Abholung der Karte zur Ersparung der späteren Rachfendung zu veranlasien. Da die rechtzeitigen An- und Abmeldungen sowohl für einen geordneten Geschäftsbetrieb als auch im Jnteresie der versicherten Personen unerläßlich sind, so müssen wir künftig pünktliche Beachtung der diesbezüglichen Vorschriften umsomehr erwarten, als wir andernfalls Versäumnisse zur Bestrafung anzuzeigen genöthigt wären. Gießen, den 4. Mai 1891. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 4312 “ Mühiliar-Versleigeruug. Mittwoch den 6. und Freitag dm 8. Mai, Nachmittags 2 Uhr beginnend, wird die aus fünf Zimmern und einem Salon bestehende Einrichtung im Felstag'schen Hau-, Südanlage 16, partere, erbvertheilungs- halber meistbietend versteigert: Mittwoch den 6. Mai, Nachmittags 2 Uhr: Weißzeug, Möbel, Porzellan und Haushaltungssachen. Freitag Vormittag- 9V2 Uhr beginnend: das Küchenmobiliar und Kücheneinrichtung. Freitag Nachmittag 27a Uhr beginnend: sämmtliche übrig gebliebenen Gegenstände, Keller-, Waschküche- und Gartengeräthe u. s. w. Im Auftrag : Ferd Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Aufträge nimmt Gerichtstaxator Loui- Rothenberger, Neuenweg 22, entgegen. — Bettwaaren. = Bett- und Matratzend relle in Prima-Qualitäten, Bettbarchende und Daunen löper in nur federdichten Fabrikaten, Bett-Damaste, Cattuue, Bettzenge re. m größter Auswahl, Waffeldecken, Piquvdecken, Steppdecken, Jaeqnard-Decke«, empfiehlt zu billigsten Preisen 2259 Fritz Wowack, Seliersweg. P. S. Wiederum größere Posten Weiaszeug - Beste am Lager. 42171 Gin neues elegantes Halbverdeck I 42321 Tüchtige Möbel-Tischler /Mylord), vreisw-rlh zu verkaufen bei »finden dauernde Beschäftigung bei Schmiedemeister «rauer in Butzbach I Th. Brück. Bekanntmachung. Freitag den 8. d. M., Vormittag- 10 Uhr, sollen die dem städtischen Hospital gehörigen Grundstücke am Erdkauterweg Flur XXX Nr.803/jo und 805/10 = 3676 lHMtr. haltend, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Gießen, den 1. Mai 1891. Die Armendeputationder Stadt Gießen. Gnauth. Patent - Ludowici - Falzziegel Saison- Eröffnung 13. Mai. Sool- und Moorbäder. BonifaeiuSbrunnen, stürkste Lithiumquelle der Welt. Ferner drei Stahl-, Schwefel- und Bitterwasserquellen. Alpines Klima. — Größte Heilerfolge gegen Gicht, Nieren- und Blasenleiden, Harngries. Nieren-, Blasen- und Gallensteine, Rheumatismus, Leber-, Magen und Unterletbsleideu, Bronchialcatarrhe, Blutarmuth, Nervenschwäche. Hämorrhoiden und Verstopfung. Drofvecte und Wohnungsnachweis durch die Brunnen- und Badeverwaltung in Salzschlirf (Station der Bahn Fulda-Gießen). Niederlage des Bonrfaciusbrunnens in den Mineralwasserhandlungen. ___________________________________1™ Bekanntmachung. Die für das Rechnungsjahr 1890/91 noch rückständigen Kapitalzinsen sind ianerhalb der nächste« vierzehn Tage zur Universitätskasse zu bezahlen. Gießen, den 1. Mai 1891. Großherzogl. Universitäts-Rentamt. __________Schmitt- [4267 Mittwoch den 6. Mai, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Adler" gegen Baar- zahlung: I. Sophas, Commoden, Kleiderschränke, Glasschränke, Tische, Stühle, Bilder, Uhren, 2 vollst- Betten, 1 Secretär, 1 Nähmaschine, 1 Pianino, 2 Hobelbänke, 1 Stoßkarren, 1 Schleuder- maschine, 1 Pferd, 1 Kuh u. a. II. Eine Parthie Norbwaareu, 26 kleine Körbchen, 20 Henkeltaschen, 5 Messir- körbe u. a, sodann 1 Billarddeckel, 2 Rollen Wachstuch, 1 Bd. Gartenlaube (1885),2Uhot.-Albums, 2 Bilder 2 Tischdecken, 1 Paar Zugftiefel und 1 Paar Halbschuhe. Die Versteigerung unter II findet bestimmt statt. Geißler, 4314 Gerichtsvollzieher. Aeilgeöotenes. 41971 Von der durch ihre unübertroffene Triebkraft und größte Haltbarkeit rühmlichst bekannten, vielfach mit ersten Preisen prämiirten vrma Gkilkidk-Preßhese aus der Fabrik der Gesellschaft für Brauerei, LpirituS- und Preßhefen- Fabrikation vormals G. Sinner in Grünwinkel (Baden) unterhält stets Lager in frischester Waare die Niederlage für Gießen und Umgegend: dh Kllngelhöffer, ___________Asterweg 26._______ Schillers sämmtl. 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