£ball S,'u,8eI 88 Vit k*a-ftS.Ä‘ r,uliy scnotnmti ^niietheii. “ “d h5her- Freie 8tomm, »«rten. ■« der Tranipottkoiten , idlung, Neuenweg 4, ex* r erkauf. GeMs fo8 bas fitaatav Irdfe aufiuerfauft werben: -u. @matL, Hise»-, Korb.-, Bürste»' iwb 'ev,Sar-iveastav^earc. } Brautleute zur Einrich« 1 s Waarenhaus, ! dttUtotfc j meeeeeeaec es* t kreist: MUSpr ktrabS«^. „ L25 it ii H * erfott m dem «mW Isä® sjtßor wnvenauy" KafferweckGittze» chMrlikM, Ponellniw«1111 iteüter ■■','cherÄ>d ^fitS Vorzug- Freitag den 6 Februar Nr. 31 1891 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Aints- «nd Anzeigeblatt für den "Kreis Gietzen GraiisZeisage: Gießener KarnikienZkäiter VK< W Annahme von Anzeigen zn der NnchmittagS für den M^ribcn Tag erscheinenden Nnmmer b<4 Vorn,. 10 Uhr. Redaction, Exped,No» und Druckerei: -chukstratze Ar.H- Fernsprecher 61. Vierteljähriger /lSsunemenLspreiLl 2 Marl 20 Pfg. «N Äringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener »««rrrenorsite» werden dem Anzeiger -Amtlich dreimal beigelegt. Der Gietzeser Anzelaer erscheint täglich, mit Ausnahme des MontagS. Annancen-Duceaux bc5 In- und Auslandes nehmen , Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" emgege«. 2lmtiid?er Lhsil. Bekanntmachung. Lehrrurfus für Obstbaumwärter bei Baumschulbesttzer Th. Jäger zu Bensheim a. d. B. betreffend. Zur Heranbildung von tüchtigen Obstbaumwärtern wird im Laufe der Frühjahrs 1891 wiederum ein Lehrcursur zur Srtheilung von theoretischem und practischem Unterricht im Obst- und Weinbau, sowie den verwandten Wissenschaften eröffnet werden. Die Theilnehmer haben sich die erforderlichen Bücher und Geräthschaften auf eigene Kosten anzuschaffen, was mit ungefähr 16 Mark geschehen kann. Ebenso haben dieselben für Logis und Kost selbst Sorge zu tragen. Herr Jäger wird in dieser Beziehung zur Auskunfterthellung bereit fein. Der Unterricht wird unentgeidlich ertheilt. Der Frühjahrscursus beginnt mit dem 9. März und endet mit dem 9. Mai l. Js. Der Sommercurfus beginnt mit dem 10. August und endet mit dem 29. August l. Js. Der Unterricht umfaßt: 1) Obstbau: in wöchentlich 6 Stunden, a. Obstbaumzucht, b. Obstbaumpflege, c. Baum- und Rebschnitt, d. Pomo- logie, e. Obstbenutzung, übrige Zeit, f. Praktische Hebungen: Lehrer Jäger. 2) HülfSwissenschaften in wöchentlich 5 Stunden, a. Lehre vom Bau und den Lebensverrichtungen der Pflanze, b. Bodenkunde, c. Düngerlehre. Den Schülern, welche es wünschen, können nach statt- gehadter Schlußprüfung Stellungen als Gärtner oder Obstbaumwärter durch Herrn Jäger vermittelt werden. Es werden hiernach diejenigen, welche an besagtem Unterricht Theil zu nehmen wünschen, hiermit ausgefordert, sich baldthunlichst bei demselben mündlich oder schriftlich anzumelden. Wegen einer zu gewährenden pecuniären Unterstützung sind die betreffenden Gesuche bei den landwirthschaftlichen Bezirksvereinen resp. deren Vorständen oder den Gemeindevorständen der betreffenden Wohnorte einzureichen und werden diese hiermit freundlichst gebeten, dieser so wichtigen Angelegenheit ihre Aufmerksamkeit zvzuwenden. Bensheim, den 15. Januar 1891. Der Vorsitzende des landw. Bezirksvereins Bensheim. v. Bechtold. Deutsches Reich. Darmstadt, 4. Februar. Der costümirte The dansant, welcher gestern Abend 8 Uhr in den kunstvoll drapirten Foyers deS Grobherzoglichen Hoftheaters stattfand, nahm einen glänzenden Verlauf. Seine Königliche Hoheit der Grobherzog wohnten demselben in dem Costüm eines Ritters vom Hosenbandorden bei. I. I. K. Gr. H. H. der Erb- großherzog und die Prinzessin Alix trugen venetianisches Costüm, S. Gr. H. Prinz Heinrich war in der Tracht des Landgrafen Georg I., S. Gr. H. Prinz Wilhelm im Frack erschienen. Ferner wohnten dem Feste bei I. I. D. D. die Fürstin zu Vsenburg-Birstein, zu Solms-Lich und' zu Isenburg- Büdingen nebst durchlauchtigen Familien S. E. der Gras und I. D. die Gräfin zu ErbachSchönberg, I. I. E. E. die Grafen zu Isenburg-Meerholz, zu Solms-Laubach und Arthur zu Erbach-Erbach nebst durchlauchten Familien. Im Ganzen waren etwa 300 Einladungen ergangen. Das Fest währte bis etwa 1 Uhr. Die Musik hatte das 1. Großh. Dragoner- Regiment (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23 gestellt. Berlin, 4. Februar. Wieder einmal hat sich mit dem jetzt zur Thatsache gewordenen Rücktritte des bisherigen General st ab sch ess Grafen Waldersee eine bedeutsame, aber allerdings nicht mehr überraschend gekommene Veränderung in den leitenden militärischen Kreisen Deutschlands vollzogen. In ungemein gnädiger Weise ist seitens des Kaisers das Entlassungsgesuch des Grafen Waldersee bewilligt worden und die zugleich erfolgte Ernennung desselben zum Commandeur des 9. Armeeeorps (Schleswig-Holstem) an Stelle des Generals v. Leszynsky beweist zur Genüge, daß der allerhöchste Kriegsherr die werthvollen Dienste seineseitherigen Generalstabschefs noch lange nicht entbehren mag, wenn er ihm jetzt auch einen ganz anderen Wirkungskreis zugewiesen hat. Rückhaltlos gibt auch die betreffende kaiserliche Cabinetsordre Aufschluß über die Gründe, welche den Monarchen bewogen haben, öem Grafen Waldersee die Führung eines Armeeeorps zu übertragen. Der Gras ist vom Kaiser im Falle eines Krieges zum Führer einer Armee ausersehen und da er dem praetischen Truppendienst längere Zeit entzogen war, so soll sich Gras Waldersee zunächst in denselben durch die Uebernahme eines Corpscommandos wieder einleben, um sich dergestalt sür seine große Zukunftsaufgabe vorzubereiten. In den Ausdrücken lebhaftester Anerkennung gedenkt der Kaiser der hervorragenden Leistungen Waldersees als Generalstabsches und weist schließlich daraus hin, daß die Berufung Waldersees gerade an die Spitze des schleswig- hotstein'schen Armeeeorps, welches so innig mit der Heimath- provinz der Kaiserin verwachsen ist, noch eine besondere Anerkennung bedeuten solle. Bei den glänzenden militärischen Eigenschaften des Grafen Waldersee steht mit Zuversicht zu erwarten, daß er auch seine neue Stellung voll und ganz aussüllen und daß er in letzerer dem Vaterlande noch recht lange nützlich sein werde. Ueber die Gründe, welche ihn veranlaßten, nach wenig mehr als zweijähriger Wirksamkeit den wichtigen und einflußreichen Posten als Ches des Großen Generalstabes niederzulegen, kann man vorerst nur Vermuth- ungen hegen, vielleicht, daß eine spätere Zeit hierüber Auf- klärung bringt. Hinsichtlich des Nachfolgers für den Grafen Waldersee lauten die Angaben noch verschieden, vermnthlich wird aber künftig die Stellung eines deutschen GeneralstabS- chess kaum ihre frühere Bedeutung behalten. — Der bisherige Commandeur des 9. Armeeeorps, General v. Leseynsky, ist vom Kaiser als Zeichen der Anerkennung für seine Dienste zum Ches des Brandenburgischen Jnsanterie-Regiments Nr. 65 „Markgraf Karl" ernannt worden. Auch die Vorgeschichte des Rücktrittes LesehnskyS, der sür einen der befähigtesten deutschen Generäle galt, bedarf noch sehr der Aufklärung. Deutscher Reichstag. 67. Plenarsitzung. Mittwoch, 4. Februar 1891, 1 Uhr. Eingegangen: Nachtrag zum Weißbuch über Ostafrika. — Abg. Müller-Marienwerder hat sein Mandat niedergelegt. Die zweite Berathung des Retchshaushalts wird beim Etat deS Auswärtigen fortgesetzt. Zur Bestreitung der Verwaltungsausgaben im südwestafrikanischen Schutzgebiete wird ein Zuschuß von 293300 Mk. gefordert. Die Budgetcommtssion (Referent Prinz v. Ar en berg) beantragt Genehmigung. Abg. Dr. Bamberger (dfr.) beantragt gemeinsam mit bew Abg. Richter Streichung der ganzen Forderung event. Herabsetzung derselben auf 268500 Mk. Mit Lüderitzland sei nichts anzufangen; alle Versuche, das Gebiet zu verwerthen, durch Viehzucht, durch Herstellung von Fischguano, sowie durch Bergbau u. s. w. sei« fehlgeschlagen. In Seemannskreisen circulirt das Wort, in Lüderttz- land könne man weiter nichts thun, 'als Scat spielen. Das Beste wäre, wenn die südwestafrikanische Gesellschaft ihre Rechte und ihr« Besitz, wenn auch an eine auswärtige Gesellschaft, verkaufte. Jedenfalls lohne es Angesichts der bisherigen Erfahrungen nicht, den Zuschuß weiter zu bewilligen. Abg. Dr. Hammacher (natl.) constatirt, daß der südwestafrikanischen Gesellschaft auch nacb Zustandekommen des Vcrtrages mit der neuen Gesellschaft für Südwestafrika noch Gebiete verblieben und sie somit keineswegs zu existiren aufhöre. An dem Mißgeschick der Gesellschaft sei leider die Regierung nicht ganz ohne Schuld. Die Forschungen Hermanns hätten ergeben, daß das Gebiet zu seine« größten Theile zur europäischen Besiedlung geeignet sei. Das Klima sei mild, der Boden fruchtbar, wenn es gelinge, demselben die nöthiae Bewäfferung zuzuführen. Er könne nicht annehmen, daß das südwestafrikanische Schutzgebiet zu einem Tauschobject werden solle und bitte den Reichskanzler um eine bezügliche Erklärung. Abg. Dr. Wtndthorst: Er stehe der Colonialpolitik kühl gegenüber, aber nachdem man einmal dieses Gebiet betreten habe, könne man nicht so ohne Weiteres zurück. Die Bewilligung werde indeß nicht auf die Dauer, sondern nur auf ein oder einige Jahre gemacht. Er setze voraus, daß die Regierung bemüht sein werde, entweder den Zuschuß wegfallen zu lassen oder sich des Gebiets allmählich zu entledigen. Reichskanzler v. Caprivi: Auch er stehe dem südwestafrikanischen Schutzgebiet kühl gegenüber. Er halte auch hier au de» I Traditionen seines Vorgängers fest. Er habe nichts dagege», daß auch Andere als Deutsche in unseren Colonien thätig seien; aber wenn es so weit gehe, daß Colonien nur durch Nichtdeutsche exploitirt Feuilleton. Der blaue Domino. Eine Fastnachtsgeschichte. Von Reinhold Ortmann. „Herr, in des Teufels Namen, können Sie sich denn nicht ein wenig vorsehen?" Diese keineswegs verbindlich klingende Frage entschlüpfte den Lippen des Gerichtsaffeffors Georg Breitschwert, als an einer Straßenkreuzung der Cylinderhut eines wild daher- ftürmenden Herrn in 1 höchst unsanfte Berührung mit seiner Nasenspitze gekommen war. In höchster Bestürzung erhob der Gescholtene das tief gesenkte Haupt, aber noch ehe er im Stande gewesen war, einige verwirrte Entschuldigungsworte zu stammeln, hatte ihn der Affeffor laut auslgchend mit beiden Händen an den Schultern gefaßt. „Ist es denn möglich? — Mertelmann — Emmerich — Doctor? Du bist es, der gleich einem schnaubenden Wisent harmlose Spaziergänger über den Hausen rennt ? Sind es etwa Deine unbändigen Sextaner gewesen, die Dich in solche Raserei der Leidenschaft versetzt haben?" Mit einer schwermüthigen Geberde schüttelte der junge Doctor Mertelmann den hübschen, blondbärtigen Kopf. „Laß mich, Georg, — ich beschwöre Dich — mir fehlt in diesem Augenblick wahrlich die Lust, zu scherzen." „Oho — steht es so? — Etwas Ernstliches also? — Du bist doch nicht krank?" „Nein, aber ich bin unglücklich, sehr unglücklich! — Adieu, Georg! Mich verlangt nach der Einsamkeit meiner vier Wände!" Ohne sich um diese unzweideutige Verabschiedung z« ckümmern, schob der Affeffor seinen Arm in denjenigen des Freundes. „Du wirst mir gestatten, diese Einsamkeit auf ein halbes Stündchen mit Dir zu theilen, mein Bester! Es wäre ja das erste Mal, daß ein Rhenane den anderen im Unglück verließe!" Ein herzbrechender Seufzer war Doctor Mertelmanns einzige Antwort. Schweigend legten sie die kurze Entfernung zurück, welche sie noch von seiner Wohnung trennte, und als sich die Thür des einfachen, von einer musterhaften Ordnungsliebe seines Bewohners zeugenden Junggesellenstübchens hinter ihnen geschlossen hatte, rief der Assessor ohne viele einleitende Floskeln mit seiner, dröhnenden Baßstimme: „Nun heraus mit der Beichte! — Katzenjammer und Schulden sind bei einem Musterjüngling Deines Schlages ja von vornherein ausgeschlossen, bleibt also nur unglückliche Liebe. — Laß mich denn den Namen der Auserwählten hören!" Der Doctor, welcher ganz gebrochen in einen Stuhl gesunken war, erröthete wie ein junges Mädchen. „Wenn Du Dich über mich lustig machen willst, Georg—" „Gott bewahre, ich denke nicht daran! — Dich will ich wieder lustig machen, weiter nichts! — Und wenn Dir das Bekenntniß nicht vom Herzen herunter will, so werde ich Dir mit meinem bekannten Ahnungsvermögen zu Hülse kommen. Ist eS etwa des würdigen Stadtrath Haberkorn blondes Gretchen, das Dir den Frieden Deiner Seele geraubt hat?" Fast entsetzt sprang Doctor Mertelmann in die Höhe. „Wie konntest Du errathen, Georg, was ich doch bis zu dieser Stunde keinem lebenden Menschen anvertraute?" „Nun, es bedurfte dazu keines besonderen Scharfsinns, mein Lieber! Du hast sie ja ans der Eisbahn angeschmachtet wie eine himmlische Erscheinung, und wenn sie mit Dir sprach, war Dir Dein kostbares Geheimniß aus da- Gesicht geschrieben, daß man es in einer Distanz von hundert Schritten ohne Brille lesen konnte. Aber Du brauchst gar nicht s, verlegen zu werden, Bruderherz! Die Wahl macht Deinem Geschmack alle Ehre, und ich gratulire Dir von Herzen." Wehmüthig ablehnend erhob der andere die Hand. „Dein Glückwunsch klingt mir wie Hohn, Georg, wie gut er auch gemeint sein mag. In der letzten Stunde habe ich alle meine Hoffnungen für immer begraben." „Wie? — Die Kleine hat Dir doch nicht etwa einen Korb gegeben?" „Nicht geradezu, denn ich war selbstverständlich noch lange nicht so weit, ihr meine Liebe zu gestehen. Aber ich müßte blind und taub fein, wenn ich nicht aus ihren Mienen und ihren Worten entnommen hätte, daß sie mich verabscheut." „Verabscheut? — Na höre, Doctor, das ist ein hartes Wort, und es will mir überdies gar nicht zu dem Eindruck stimmen, den ich damals aus der Eisbahn von dem Benehmen der Kleinen gegen Dich empfangen. Was ist denn eigentlich zwischen Euch vorgefallen?" „Warum sollte ich es vor meinem besten Freunde verschweigen? — Du wirst ja zu Niemanden davon sprechen, nicht wahr?" „Stumm wie das Grab!" versicherte der Affeffor feierlich. „Nun wohl, so höre! — Bei welcher Gelegenheit ich Gretchens Bekanntschaft machte und wie übermächtig ihre Schönheit, ihre Liebenswürdigkeit, ihre holdselige Schelmerei auf mich wirkten, brauche ich Dir ja nicht erst zu erzähle». Auch mir wollte es damals scheinen, als nähme sie meine bescheidenen Huldigungen nicht unfreundlich auf. Die süßesten Hoffnungen regten sich in meiner Seele und ich war vermessen genug, mich bereits für den glücklichsten aller Sterblichen zu halten, als sie mich bei unserer letzten Begegnung werben, so könne kein Grund vorlitgen, deutsches Blut und deutsche Ehre -u engagire». Wenn der Vertrag mit der neue» Gesellschaft für Südwettafrika ru Stande komme, s. »erden sich dort die deutschm Jnterrffen gedeihlich entwickeln können. Die Nachricht, daß er Süd- westafrika als Tauschobject betrachte, gehöre in den Kreis masien- hafter Fabeln, die jetzt verbreitet werden. Der Chef der südwest- afrikantschen Schutztruppe, Hauptmann v. FranyotS, befolge unter >en schwierigsten Verhältnissen seine Instruction, die »u ändern kein Anlaß vorltege. Er würde zuweilen wohl schießen, aber was würde geschehen ? Er stehe mit 50 Leuten zwei Parteien gegenüber, die viele Tausend Köpfe zählten. Für die HereroS deutsches Blut zu vergießen, liege kein Anlaß vor. WaS die Verstärkung der Schutztruppe anlange, f» sei er dazu geneigt; aber erst müsse etwa« zu schützen da sein. Der gegenwärtige Zustand sei nicht haltbar; es handle sich noch um ein VersuchSjahr. Abg. Richter (bfr.): Von diesem letzteren Standpunkte aus könne man vielleicht dazu gelangen, noch einmal das zu bewilligen, »aS bisher bewilligt wurde, nicht aber dazu, Mehrbewilligungen zu machen. Man wolle eine landwirthschaftliche Versuchsstation errichten; tzaS sei aber doch sehr bedenklich. Man wolle Leute nach jener abgelegenen Gegend locken, in der auf je 40 Quadratmetlen ein Europäer und auf je 200 Quadratmetlen ein Deutscher komme und in der, wie der Reichskanzler auSgeführt habe, ein Schutz überhaupt unmöglich -sei. Man wolle Leute dorthin locken, während man hier über Arbeitermangel in der Landwirthschaft Nage und die sog. Sachsen- gängerei durch allerlei Ehikanen au verhindern suche. Die Sachsen- gänger befänden sich ganz wohl, die Afrikagänger würden sich sicher weniger wohl fühlen. „ Abg. v. Vollmar (Soc.) lehnt die Forderung ab. Man möge dieses Schutzgebiet sobald als möglich losschlagen und die Schutzkruppe aus ihrer unbehaglichm Lage befreien. Den „nationalen Standpunkt", daß, wenn man einmal eine Dummheit gemacht habe, man dieselbe immer mehr vergrößern müsse, verstehe er nicht. Von der Aufrechterhaltung des südwestaftikanischen Schutzgebiets hänge die nationale Ehre nicht ab. Abg. Dr. Hammacher widerspricht den Richter'schen Angaben über die Werthlofigkeit des südwestasrikanischen Schutzgebiets. Die bisherigen negativen Ergebnisse seien noch nicht abschließender Natur. Die Verhältnisse lägen keineswegs so, daß wir heute die Flinte ins Korn werfen müßten. Wäre das Gebiet so werthloS, so würde man von Kapstadt aus nicht so bemüht sein, in den Besitz desielben zu tommen. , _ r . o Abg. Richter: Letzteres erkläre sich einfach daraus, daß das Veblet an Eapland angrenze und weil man in Capstadt mancherlei Störungen von dem angrenzenden fremden Besitz befürchte. Abg. v. Vollmar (Soc.): Herr Hammacher habe u. A. gemeint, Südwestafrika müsse auch deshalb erhalten bleiben, well die Erwerbung au einen der geschicktesten Feldzüge des Fürsten Bitzmarck geknüpft sei. Dann möge man doch das Gebiet dem Fürsten Bismarck als Nationalgeschenk überweisen. Die Position wird hierauf in der vollen Höhe, 292300 Mk., genehmigt. ES folgt die Position „Zur Unterdrückung des Sclavenhandels in Ostafrika und zum Schutze der deutschen Interessen in Ostafrika 3 500 000 Mk." Mit der Debatte über diese Position wird verbunden die erste Berathung der Vorlage betr. die Errichtung einer Schutztruppe für Ostafrtka. Abg. Dr. Bamberger (bfr.) spricht stch lobend aus über das deutsch-englische Abkommen. Je weniger Afrika, desto besser. .Wir haben jetzt thatsächlich ein großes deutsch-afrikanisches Reich gegründet und damit den anfänglich für unsere Colonialpolitik bestimmten Rahmen verlasien. Der Streit zwischen Wißmann, Emin und Stokes zeigt, wohin Deutschland in Ostafrika gerathen kann; diese Abenteurer — ich meine das Wort im höheren, besseren Sinne — haben Deutschland dort von Station zu Station geschleppt. Hätte man der Regierung die Regelung der Dinge in Ostafrika allein überlassen, sie hätte diese Regelung billiger bewirkt, als uns diese jetzt bereits zu stehen kommt. Wir werden deshalb gegen diese Position stimmen. Wir sehen bei anderen Nationen, daß sie colossale Summen für coloniale Zwecke ohne Nutzen ausgeben müsien. Frankreich hat in «0 Jahren 4 Milliarden für Algier ausgegeben und ausgeben müssen. Das sollte eine Warnung für uns sein. Staatssecretär des Auswärtigen Amtes Frhr. v. Marschall: Eine staatsrechtliche Eintheilung der Schutzgebiete in Kron-Colonie, Schutzgebiete und Jntereffensphäre besteht nicht, wird auch für die Zukunft nicht beabsichtigt. Das Ziel der Colonialregierung geht dahin, das ganze Gebiet als einheitliches Ganze zu organifiren und zu behandeln. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Donnerstag 1 Uhr. Tages-Ordnung: Fortsetzung der soeben abgebrochenen Berathung und Antrag Auer (Soc.) betr. Strafverfolgung während der Vertagungsfrist. Schluß 5V* Uhr. urit holdem Erröthen aufforderte, ihrem Pater doch gelegent- ltch einen Besuch zu machen, da er sich freuen würde, den Lehrer seines jüngsten Sohnes kennen zu lernen. Acht Tage lang kämpfte ich mit meiner angeborenen Zaghaftigkeit, bis ich endlich heute unter Zusammenraffung meines ganzen Muthes die Glocke an der Wohnungsthür des Herrn Stadtraths zog. Der,Empfang, welchen mir der würdige Mann zu Theil werden ließ, war viel ermuthigender und herzlicher als ich in meinen kühnsten Träumen zu hoffen gewagt. Er klingelte gleich nach einer Flasche Wein und erwies mir sogar die Ehre, mich seiner Schwester vorzustellen, die seit dem Tode seiner Gattin die Stelle der Hausfrau vertritt." „Ich kenne den alten Drachen," fiel der Affessor trocken ein, „sie führt ein eisernes Regiment über ihren Bruder, und er wagt nicht zu mucksen, wenn sie ihm nicht ausdrücklich die Vrlaubniß dazu gegeben hat." „Um so schlimmer für mich," seufzte Doctor Mertelmann mit dem Ausdruck hoffnungslosen Grames. „Denn von dem Augenblicke an, wo diese Dame das Zimmer betreten hatte, schien ein böser Stern über meinem Haupte zu stehen. Daß ich ein volles Weinglas über die kostbare Tischdecke ausschüttete, hätte sie mir vielleicht noch verziehen, da meine Zerknirschung eine wirklich aufrichtige war. Aber als sich dann das Gespräch zufällig aus die neue deutsche Lyri!' lenkte, hatte ich das beispiellose Unglück, ihren Lieblingsdichter einen süßlichen Reimschmied und einen Poeten für unreife Backfische oder überreife alte Jungfern zu nennen. Der Blick, mit welchem sie mich für diese unüberlegten Worte strafte, wird mir ewig unvergeßlich bleiben." „Armer Junge!" meinte der Asseffor mit einem bedenklichen Kopsschütteln. „Wenn Du Tante Dorette nicht au Deiner Seite hast, wird Gretchen Haberkorn allerdings niemals die Deine werden. Du mußt sie wieder versöhnen, das ist unerläßlich." (Fortsetzung folgt.) Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Lorresyondenz-Bureau. Berlin, 4. Februar. Die Budgetcommission deS Reichstages lehnte mit 13 gegen 6 Stimmen^ den Antrag Richter, die Einnahmen aus den Zöllen mit 350 Millionen einzustellen, ab und genehmigte die von den Regierungen vorgeschlagenen 314 620 000 Mk. Berlin, 4. Februar. Der deutsche L a n d w i r t h s ch a s t s - rat h nahm einstimmig die Anträge an, welche sich gegen eine einseitige Aufhebung der deutschen Ausfuhrprämien aussprechen, ür den Fall der Aufhebung der Materialsteuer als Minimalvergütungssätze Mk. 1,50, 2,25, 1,90 pro 100 Kilo fordern und, falls die Gewährung einer offenen Ausfuhrprämie dauernd unmöglich sein sollte, eine Aenderung des Zuckersteuer-Gesetzes widerrathen. Berlin, 4. Februar. Staatssecretär v. Bötticher und Minister v. Heyden wohnten dem heutigen Diner des Deutschen LandwirthschastsrathS bei. Der Vorsitzende, v. Hammerstein, brachte das Hoch auf den Kaiser und die verbündeten Fürsten aus. Staatssecretär v. Bötticher toastete aus den Deutschen Landwirthschaftsrath und gab im Verlaus seines Trinkspruches die Zusicherung, daß in dem deutsch-österreichischen Handelsverträge auch den Interessen der deutschen Landwirthschaft entsprechende Rechnung getragen werden solle. Landwirthschaftsminister v. Heyden toastete auf den Vorstand )es Landwirthschaftsraths und gab dem Interesse, welches er der Minister) am Gedeihen der Landwirthschaft nehme, warmen Ausdruck. Wien, 4. Februar. DaS „Fremdenblatt" bespricht den Rücktritt Crispis und hebt dessen Wirken für die Erhaltung des Friedens hervor. Die parlamentarische Lage lasse noch immer die Wiederberufung CriSpis möglich er- cheinen. Wie immer aber die Entscheidung falle, die Feinde des Dreibundes vergäßen, daß der Bestand der Friedensallianz nicht von einzelnen Persönlichkeiten abhängig sei. Andrassy und Bismarck seien aus dem Amte geschieden, Kaiser Wilhelm starb, ebenso Depretis, dennoch stehe der Bund unerschüttert da und werde auch den Rücktritt Crispis überdauern, da er nur auf dem den Ausschlag gebenden Parallelismus der Jntereffen beruhe. Wien, 4. Februar. Da mit den st r i k e n d e n S ch u h- machergesellen eine Vereinbarung nicht zu erzielen war, hat sich das Comite der Fabrikanten aufgelöst. Montpellier, 4. Februar. Hier hat eine heftige Explosion auf dem Artillerieschießplätze stattgefunden. Ein Sergeant und acht Mann vom 2. Genieregiment, welche mit der Ladung der Dhnamitmine beschäftigt waren, wurden schwer verwundet. Nantes, 4. Februar. Die Aerzte Bert in und Picq nahmen heute im allgemeinen Krankenhause die Uebertragung von Ziegenblut auf drei tuberkulöse Kinder vor. Eine größere Anzahl hiesiger und ausländischer Aerzte wohnte dem Experimente bei. London, 4. Februar. Dr. Peters und Borchert find hier aus der Reise nach Edinburg eingetroffen. London, 4. Februar. Das Unterhaus nahm den Antrag des Präsidenten des Handelsamts, Hicks Beach, an, einen Ausschuß zu ernennen, welcher die Frage wegen der übermäßigen Arbeitsstunden der Angestellten der Eisenbahnen untersuchen soll. Brüssel, 4. Februar. Die Abendblätter melden, daß von den Mannschaften des Grenadier-Regiments, welche wegen ihrer am Sonntag begangenen Ausschreitungen in Verhör genommen sind, gegen 40 in Arrest geschickt wurden. Im Arrestlocale begannen die Verhafteten zu lärmen und zu toben, sie versuchten die Thüre einzuschlagen und steckten schließlich ihre Matratzen und Bettdecken in Brand. Das Feuer wurde durch die herbeigeeilten Mannschaften ge- löscht und man brachte die Meuterer anderweit in Sicherheit. Der Oberst des Grenadier - Regiments eröffnete heute die militärgerichtliche Untersuchung. Fünf Meuterer wurden unter Gensdarmeriebedeckung im Zellenwagen nach dem Ge- säugniß verbracht. Ro«, 4. Februar. Der König empfing heute Mittag um 1 Uhr den Kriegsminister General Bertolc Viale. Rom, 4. Februar. Der „Opinione" zufolge wird an eine Combination Rudini-Saracco gedacht^ bisher ist jedoch Niemand mit der Cabinetsbildung beauftragt worden. Rom, 4. Februar. Die parlamentarischen Kreise beschäftigen sich ernstlich mit der angekündigten Combination Rudini-Saracco. Man glaubt, der König saffe heute noch einen Entschluß zur Beseitigung der Krise. Lissabon, 4. Februar. Capitän Leit ar ist gestern mit einer Escorte als Gefangener in Oporto angekommen. Die Zahl der Tobten, welche die Bewegung forderte, wird jetzt aus 50, die der Verwundeten aus 200 angegeben. wr-nMBypam .. ijiu u 111 i i ..i.'h m Jii____L™° LJJJ-L" '"I«। RMWW I totale» «nd provinzielles. Gießen, 5. Februar. — Der Finanzausschuß der zweiten Kammer hat sich dahin schlüssig gemacht, die Großh. Regierung zu ersuchen, die gesetzlichen, verordnungsmäßigen und reglementären Bestimmungen hinsichtlich der Forst- und Feldstrafen einer Revision namentlich in Betreff des Werth- und Schadensersatzes, sowie des Pfandgeldes im Sinne größerer Vereinfachung und Erleichterung des Verfahrens zu unterziehen. Es handle sich insbesondere bei den Werth- und Schadenssätzen aus Feldfreveln, welche von den Feldschützen instructions- gemäß auch ohne jedes Zuthun des Beschädigten abgeschätzt, diesem vom Gericht zugesprochen, von dem Schuldigen beigetrieben und dem Ersteren zugestellt werden müssen, fast in allen Fällen um so überaus geringfügige Beträge, daß die hierdurch nach dem seitherigen Verfahren verursachte Arbeit und Mühe kaum gerechtfertigt erscheine. — Thierfchntzvereiu für bas Großherzogthnm Hessen. Durch Vermittelung des Dereinsbureaus sind den von der vorjährigen Generalversammlung durch Verleihung von Geltz-- Prämien ausgezeichneten Dienstknechten PH. Emmel in Bettenhausen, H. Graulich in Lehrbach und H. D e u ch e r t tn Lauterbach von dem Vorstande des großen Deutsche« Reichsbundes zum Schutze der Thiere, Herrn Kühtmann in Bremen, wegen ihres besonderen Eifers in Beförderung i)cr Thierschutzgrundsätze Diplome als Bundeswarte und Geltz-- rrämien von je 5 Mk. zugestellt worden. — Die am Samstag Abend, den 31. Januar d. J.^ von dem hiesigen Mannergesangverein im Stein'schen Gaale veranstaltete carnevalistische Abendunterhaltung war eine vorzüglich gelungene; nicht allein bot das Programm eine sehr passend gewählte Reihenfolge der einzelnen Vorträge^ auch die Leistungen der Ausführenden waren wahrhaft überraschend. — Die Chöre wurden mit einer Sicherheit vorgetragen, welche tüchtiges Einüben bezeugt und die römischen Nummern wurden von den Darstellern in einer Weise aus- gefiihrt, welche die Zuhörer zu wahrem Jubel hinriß. — Der Verein verfügt über Kräfte, auf welche er stolz sein kann und Herr Director Krauße versteht eS, solche in der geeignetsten Weise zu verwenden. — Herr Stadtbaumeister S t i e f stattete dem Verein für den, den Zuhörern bereiteten Genuß besten Dank ab, in welchen diese herzlich einstimmten. Es war, mit wenigen Worten gesagt, ein herrlicher Abend; möge der Verein auch fernerhin gedeihen. — Theater. Benesizvorstellung für Elisabeth Bischofs. Gerade die höhere Kunstgattung des ernsten Schauspieles, dessen Pflege in Gießen, wie wir auch dem gestrigen Eingesandt entnehmen, besonders lebhaften Anklang findet, ist in dem diesjährigen Repertoir in dankenswerther Weise ganz hervorragend berücksichtigt worden. Nach recht guten Aufführungen des Zaungastes, der Ehre, des Bilder des Signorelli, der Fernande und von Sodoms Ende erwartet uns in der Darstellung des Oh n et'scheu „Hütten- besitzerS" ein Kunstgenuß ganz erlesener Art, der im Gegensatz zu dem immerhin getheilten Beifall, der den Suder- mann'schen Stücken infolge ihrer realistischen Richtung zu Theil geworden ist, von Allen mit gleich hoher Befriedigung entgegengenommen werden wird. Denn Ohnets „Hüttenbesitzer" entbehrt auf der einen Seite weder wuchtiger dramatischer Accente und einer im höchsten Grade spannenden Handlung, die nicht, wie bei Sardou, an der Oberfläche bleibt, sondern die Tiefen menschlichen Schmerzes infolge eines unbesonnenen Fehltrittes erschöpft- noch vermissen wir eine scharfe und intereffante Characteristik der Handelnden. Aber aus der anderen Seite durchweht ein Hauch vornehmster Feinheit und Zurückhaltung derart Ohnets „Hüttenbesitzer", daß das Schauspiel, wie schon bemerkt, gerade auch bei Damen die höchste Gunst gesunden hat. Dazu kommt, daß das Stück zum Benefiz einer Schauspielerin ausersehen ist, die durch ihren ungewöhnlichen hingebenden Fleiß und ihr schönes Talent sich hier rasch allgemeine Beliebtheit erworben hat. Die reizende Rolle der Elaire ist zudem eine Lieblingsrolle von Frl. Elisabeth Bischoff. — „Ich habe," schreibt sie in einem uns vorliegenden Briefe, „die Claire einst mit Begeisterung und Liebe studirt unb rechne sie zu den schön st en Ge st alten, denen meine Kunst Leben verleihen darf. Deshalb glaube ich an meinem Ehrenabend dem Publikum einen reinen, wahren Genuß bieten zu können!" — In vergangener Nacht erhängte sich in ihrer Wohnung in der Kaplansgasse eine als Leichenwäscherin seither thätige Frau. Da die Verstorbene schon früher Spuren von Geistesgestörtheit gezeigt, wird angenommen, daß sie in einem solchen Anfalle Hand an sich gelgt. § AiederMooS, 3. Februar. Die Errichtung einer Molkerei-Genossenschaft hier ist nunmehr beschloffene Sache. Eine Mühle bei Metzlos soll als Anstaltsgebäude zum Ankauf ausersehen sein, der Betrieb soll mittelst Wasser krast geschehen. DtrmiWiei. * Mit Bezug auf die Bekanntmachung im heutigen Blatte machen wir unsere Leser aus den folgenden Prospekt der Kaiser Wilhelms-Spende, allgemeinen Deutschen Stiftung für Alters- Renten- und Capital-Versicherung in Berlin W. 41, Mauerstraße 85, ausmerksam. Die Anstalt ist eröffnet im Jahr 1879 und steht unter Protection Sr. Majestät des Kaisers. Der Präsident des AufsichtsrathS ist von dem Hohen Protector, die Mitglieder sind von den Landesregierungen der 9 größten Staaten des deutschen Reichs ernannt. Dircctor ist der Geheime Justizrath Stämmler sei? 1879. Nach dem Jahresbericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 1889 bis 31. März 1890 waren bis zum 1. Dezember 1890 eingetreten als Mitglieder 16 696 Personen, durch Tod oder in Folge eigener Kündigung aller Einlage» oder Erhebung des versicherten Capitals ausgeschieden 2620, so daß noch für 14076 Personen Einlagen bestanden. Von ihnen bezogen schon 848 Renten und zwar 147 761 Mk. Das Deckungscapital betrug laut Bilanz am 31. März 1890: 5 280 578 Mk. 71 Pf., der Garantiefond 1 975000 Mk., der Sicherheitsfond 313 445 Mk. 74 Pf., der Hypothekenbestand 6 855150 Mk. unb an Werthpapieren waren nach dem Courswerth vorhanden 384114 Mk. 51 Pf. — Der JahreS- überschuß für 1889/90 betrug 76 585 Mk. Nieder»Robeii, 3. Februar. Die Aufregung über die in vorletzter Woche während einer Nacht in unserer Gemeinde vorgekommenen drei Brände war noch nicht geschwunden, als abermals am letzten Samstag Abend ein Brand in der Scheuer des Landwirths Koser zum Ausbruch gelangte. Derselbe wurde jedoch durch energisches Einschreiten auf feinen Herd beschränkt. Während am Sonntag Nachmittag die Seligenstädter Amtsgerichtsbehörde den Thatbestand proto- I kollarisch hier ausnahm und die Zeugenvernehmung vollzog, ertönte abermals der Schreckensruf „Feuer!" Diesmal stand die Hofraithe der Wittwe Weiland, deren Scheuer mit Läutewerk, Alfred Motzen, Berlin SW. 47. nur Hk. 4,50. do. grösser, facettirteForm, geschliff. Glas nur Mk. 6,—. Gegen vorh. Einsendung od, Nachn. sagt die Exped. b. Bl. '°rben. und s(ll8 d'n 3i » im d. -i QtIcin bot tu«8 ä'btttinj.r, ?lit tintt liiiv d-i-ugt unb® J > ern in cM4t» >hn« $ub” ®e'fe ans. to-ht h 7„,R ick - he„ L'A'ck Mt । k"»»-« y*'**Ä: SSte* i6en-toit ÄT *Ä£ J 0 '" »Hiitten- i -chener STrf, i,r ,n der t(n @ub!v, toW Richte iU 9te,d> Mr SeftWm« Xto^ntts^tttn, in Tntr totbti mchtian , Wen Grabe spannend^ ^axbou, an her Oberfläche d)lid)en Schmerzes infolge Wpit; noch vermissen roh iractenftit der Handelnden, chweht ein Hauch vornehm- derart Ohnettz „Hütten- wie schon bemerkt, gnade gesunden hat. Dazu komm r Schauspielerin ausersehen i tyngtbetiben gleiß und ihr meint Beliebtheit erworben :e ist zudem eine Lied^k- VW nbrnBriese, „bie Llaire nb Liebe studirt uri ten Gestalten, denen hen darf. Deshalb glück :m Publikum einen rein» I“ rhügte sich in ihrer Wohnuc: ichenwäscherin seither thah früher Spuren von Geisi^- rommen, daß sie in eine« hl- ar, Die Errichtung «nrr hier ist nunmehr beschloflm ,8 SoU «M «nftattSgebäubt Betrieb I«1 mittdit* cht« t . SSSit? i BrSs» «usM-thr b(8, :tidtn ,d- ' ,zmmler K# *ÄÄ*VS )t l“r , <:§ »UM 1- 10» *?”] 696 anet S*” •« *ä5»* 2S 6»»ill,y leftanben- ®°‘ „„ ^47761 ®!-$ :6po»iet,eV- ®tt3* ! M. 51 VI* ' w%tenb ein ^""gd«»«11' i Mag zuSb^ W &?•««: i Ü'A6<* Submisfion. Die Lieferung von 560 Kubikmeter Lahmkie- und da» Fahren der Stratzevwalze soll mittelst Sub- »isfio« vergeben werden. Angebote hierfür sind bi» zum M. L Mtö., Bonn. 11 Uhr, auf de» Stadtbanamte einzureichen, woselbst auch die Uebernahm»bedingungen einzusehen find. Gießen, den 5. Februar 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen- _________Gnauth. 1073 Holz-Versteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 9. Februar 1891, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem District Steinertswald nachverzeich- «stes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 60 Fichten- und Kiefernstämme mit 55,83 Festmeier, darunter Schnittholz, 66 Wichenstangen mit 5,67 Fest- Gießen, den 31. Januar 1891. tkvßh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.982 «eter. Brennholz. Schrith. Prügelh. Et-ckh. «eish. 9hntr. Rmtt. Rmtt. Wellen. Wiche« 44 131 21 3100 Birken 80 92 29 1730 Aspen 26 9 — 450 Radel 18 7 13 1460 Die Zusammenkunft ist aus dem Wüllerweg an der Anneröder Grenze. Frritag den 6. Februsr, Nachmittags 2 Uhr, i* her Biekerffchen Hofraithe hier sollen »egen Baarzahlung versteigert werden: 1 Schwein, 1 Parthie Nutzholz, 1 Landauer. 1 Billard, 1 Pianino, 1 Nähmaschine, 1 Ladenthete, 1 Anzahl Wirthstische, 1 Secretär, Sopha, 2 Kleiderschränke, Sessel, 2 Com- «oden, Rohrstühle, Spiegel, Bilder, 1 Parthie Hutfedern, 1 Velociped rc. Bersteigerung theilweise bestimmt. Enget, 1664 Gr- Gerichtsvollzieher- 1037] »M«<6 Wohnhaus, Neustadt 37, erbvertheilungshalber zu verkaufen. Nähere Auskunft bei Laufmann Ariedrich «Älter, Neustadt. Submission, Quellwasserleitung. Die zur Ausführung einer Leitung im Schiffenberger Walde bei Gießen erforderlichen Erd- und Rohrlegearbeiten, sowie die Lieferung gußeiserner grudronirter Muffenröhren von 50 und 70 mm Lichtweite für eine Lei- tungslänge von zus. 1075 m sollen öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen und Pläne liegen bei unterzeichneter Stelle offen, woselbst auch die zur Offertstellung nöthigen Bor- anschlagsblankets zu erheben und die Offerten einzureichen find. Termin zur Eröffnung der Offerten ist Dienstag den 17. Febrnar, Vormittags 10 Uhr. Die Zuschlagsftist läuft mit dem 5. März ab. Gießen, den 4. Februar 1891. Großh. Kreisbauamt Gießen. Renting. 1077 Die Banholz-Bersteigerung vom 2. Februar im Ettingshäuser Gemeindewald ist genehmigt. Ettingshausen, 5. Februar 1891. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. I. V. [1071 Görnert, Beigeordneter. Ieilgeöotenes. Regenschirme für Herren, Damen und Kinder von den billigsten bis zu den feinsten in größter Auswahl. Mäusbg. Jean fläUSeF "E* «testen. [836 Repnrire« und UeberzieheA billigst. Der beliebte schlrfischc Kmml-Käse ist wieder eingetroffen. Adolf Geisse, vorm. G. E Windecker, ___________Kreuzplatz._______[1081 Herren-Hemden nach Maß liefert in bester Ausführung von JL 3.— au (1091 Z. Kaan jr, Kreuz. 2 (1) 3 (3) (1) 1 5 (2) 3 (1) 1 (1) 5(2) Verunglückung durch Sturz Andere bekannte anzunehmen, daß das Ammoniak in wenigen Tagen zum weitaus größten Theil verdunstet. y Ganz ähnliche Verhältnisse werden beim Stalldünger etntreten, den man bei großer Kälte in Häuschen auf dem Felde liegen läßt. Die große Menge Wasser, die im Dünger enthalten ist, geht zum Theil in Eis über, während die wirksamen Bestandtheile in wenig Master gelöst bleiben und beim ersten Thauen des Schnees oder durch Regen sortgeschwemmt werden oder ihr Ammoniak verlieren, bevor sie in den gefrorenen oder sehr nassen Boden eindringen können. Das Ausbreiten des Dungwassers auf Schnee und das Hinausfahren von Dünger bei großer Kälte dürfte also im Allgemeinen kaum zu empfehlen sein. (Die Gefahr von Verlusten wird dadurch seh< vermindert, daß der größte Theil der Düng st oste noch nicht löslich im Wasser ist, iindern erst durch Zersetzung im Boden auSlaugbar werden müßte. D. Red.) (D. Allg. Ztg. f. Landw.) Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde. Missionsstunde heute Donnerstag den 5. Febr, Abend» 6 Uhr, in der Kirche: Missionar Thumm aus Frankfurt a Main. schon bei den letzten Bränden eingeäschert worden war, in Alamwen. d^ach den obwaltenden Umständen ist die An- Aohme der Brandstiftung über allem Zweifel erhaben. An Ser gestern Nachmittag durch die Seligenstädter Gerichts Sehörde fortgesetzten Untersuchung betheiligte sich auch die GtaaSanwaltschast aus Darmstadt. Nach längeren Erhebungen vmrde der Schneider August Sahm unter dem Verdachte der Brandstiftung verhaftet und nach Darmstadt abgeführt. * Brasilien. Die Hamburg-Amerikanische Packetsahrt- Aetien-Gesellschast in Hamburg sandte ein Circulär an ihre siimmtlichen Agenten, worin gesagt wird, daß die Gesellschaft Freipassagiere deutscher Nationalität nach Brasilien nicht befördert und durch welches die Agenten angewiesen werden, jede» derartige Gesuch ein für alle Mal ohne Weiteres und unbedingt abzulehnen. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Freitag Abend 4*s Uhr, SamStag Vormittag 830 Uhr, SamStag Nachmittag 3* Uhr, Samstag Abend o*5 Uhr. Arttdherg, 3. Februar. Frachtpreise.! Weizen Jk 19.25 bis 00.00, Korn JL 17.25-00.00, Gerste JL 17.25-17.50, Hafer JL 14.50-14.75. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo, gleich 200 Zollpfund. Irtedberg, 4. Februar. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. UK 0.80-0,90. Eier 1 St. 8 H. 2 St. — »rawtfurt, 4. Februar. Marktpreise. Heu pro 100 Ko. »M 480-6.60, Sttoh JL 440-4 80, KartoffelnJL 4^0 bis 7.50, Butter per Pfd. JL 0.90-1.20, Eier per St- 6-10 H, Noggenbrod 4 Pfd. 45 4, do. feines 48 H, gemischtes 6 Pfd. 86 \ Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen Diphtherie 2 Lungenschwindsucht 3 Acute entzündliche Erkrankungen der Ath- mungs-Organe Gehirnschlagfluß Krankheiten Unbekannter Krankheit__1 BuckskinS und Kammgarne in allen fOitttHtH Qualitäten zu Wirklich villi-e« Preisen en xros * «n iiteii hei 421 Gebr. Stamm. Düngen im Winter. ES wurde schon oft die Frage aufgeworfen, ob Dung- wasser, aus Schnee oder sonst gefrorenen Boden geführt, seine Kraft verliert? Darüber gibt Professor Nestler im „Bad. l B." folgende Antwort: War der Boden vor dem Gefrieren trocken, so daß das Dungwaffer in denselben eindrtngen kann, so wird ein Verlust nicht wohl eintreten. Liegt viel Schnee und ist noch gar der Boden unter dem Schnee gefroren, wie man es leicht beobachten kann, so wird beim Schmelzen des Schnees das Dungwaffer, das etwa auf diesen gegossen wurde, sortgeschwemmt «nd dringt nicht oder nur an einzelnen Stellen in den Boden ein. Findet das Thauen des Schnees langsam statt, so fließt von einem ebenen Felde nur wenig Wasser ab, wenn es auch nicht gleich in den gefrorenen Boden eindringen kann. „ Bei früher auSgesührten Versuchen wurde Jauche in offenen Gesäßen der Luft auSgesetzt. Da wo das Gefäß zweimal so hoch als die Oeffnung weit war, verdunstete in 3 Wochen die Hälfte, bei einem ganz flachen Gesäß, wo die Oberfläche der Jauche sünsmal größer als deren Tiefe war, verdunsteten in vier Tagen 4/s deS vorhandenen Ammoniaks. Bei früheren Untersuchungen hat eS sich ferner heraus- gestellt, daß wenn Jauche gefriert, das sich bildende Eis saft keine werrhvollen Stoffe enthält- diese bleiben vielmehr in dem nicht gefrorenen Theil zurück. Ueberall, wo sich Eis bildet, bleibt also zunächst ein Theil des Wassers als Eis zurück, während die wirksamen Bestandtheile der Jauche beim Schmelzen des Schnees oder wenn es beim Thauen regnet, leicht sortgeschwemmt werden, bevor sie in den gefrorenen Boden eindringen können. Sammelt sich solche stärkere Flüssigkeit in flacher! Vertiefungen des Feldes an, so ist«sicher Summa: 14 (6) 11 (5) verkehr, Land- mtö volkswirthsehaft. — Die Leberr»versiche*im-»- und Grsparnlß-»»«» in etttttgart hatte im Jahre 1890 : 5327 Anträge über Mk. 31597400 zu erledigen. Angenommen wurden 4334 Anträge mit Mk. 25270 400 und im Laufe deS JahreS waren 64036 Policen über Mk. 333702600 in Kraft. In Abgang kamen Mk. 8176200 und zwar infolge von Todesfällen unter den Lebensversicherten Mk. 3940600, durch Ablauf der Versicherungen Mk. 891200 und durch Rückkauf, Unterlassung der Prämienzahlung und Reduction nur Mk. 3343100 — 1% der im Laufe deS JahreS in Kraft gewesenen Versicherungen. Nach Abrechnung der Abgänge bleibt ein Verficherungsbestand von 62176 Policen mit Mk. 325526400 und als reiner Zuwachs ergaben sich für das Geschäftsjahr 1890 -474 Policen mit SRI» 17094100» Dieses günstige Ergebniß wurde mit dem geringen Derwal- iungSaufwanv von kaum 5o/o der Einnahme erzielt. Die eingetretene Sterblichkeit blieb trotz der Influenza, welche 107 Mitglieder mit Mk. 492000 dahinraffte, immer noch sehr wesentlich hinter der rechnungsmäßigen Erwartung zurück und das Rech- nungsergebniß wird daher wiederum recht günstig ausfallen. Wöchentliche Keberficht der Todesfälle in Gießen. 4. Woche. Bom 25. Januar bis 31. Januar 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (ind. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 35,3 ®/® bezw. 20,1 nach Ausschluß der Ortsfremden. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: L-15.Jahr: Bitte. Wie wir unseren Lesern vor einiger Zeit mittheilten, wurde durch Frevlcrhcmd im Herbste vorigen Jahres die Gemeindescheuer zu SiNdhei« augezundet. In der Scheuer lagerten die leider unversicherten Wintervorräthc an Futter, Stroh, Kartoffeln usw. von acht armen Familien, die durch den Verlust ihrer Habe in größte Noth gerathen sind. Hier thut Hilfe noth. Es ergeht 'deshalb an alle edlen Menschenfreunde die Bitte, den Beschädigten durch milde Gaben den erlittenen Verlust einigermaßen verschmerzen zu helfen. Die unterzeichnete Expedition ist gern bereit, Gaben entgegenzunehmen und darüber zu quittiren. Expedition des „Gießener Anzeiger". SWHtte, 4. Februar. Fruchtmarkt. Nother Weizen JL 16.65, weißer Weizen J» 16.45, Korn JL 1295, Gerste 1045, Hafer Jt 7.25, Erbsen JL —, Kartoffeln J» —. Papa! Mama.' Neu eingctroffeu Goldfisch-Mann 1®-” opf- Eine Parthie zurückgesetzte bedeutend unter Preis. (1090 1008 Seltersweg 41. Die product. ital. Geschw. Heerz Neuenweg 7» Amerikanische Nickel- Wecker-Uhren 6 aus Passau ist da Don 15—80 Pfg. pee Stück. 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Der Turnverein Wieseck beabfichtigt seinen an der Hauptstraße gelegenen früheren Turnplatz zu verkaufen. Reflectanten wollen die Bedingungen bei dem I. Sprecher einsehen. (925" Der Vorstand. Herrenhemden nach Mass empfiehlt in bekannter solider Ausführung und vorzüglichem Schnitt zu billigsten Preisen (1093 Schulstr. 5. Jos. Mark Schulstr. 5. Wäsche-u. Ausstattungs-Geschäft. SHT Fertige Herrenhemde« stets in größter Auswahl vorräthig. Frische Schellfische und Kieler Bückinge treffen heut- Abend ein. [297 E. Dort, Wallihorstraße 45. la. neue holl. Vollhäringe, per Stück 4 H, 30 Stück für . . Jk 1.— 100 Stück für . . Pferdeknecht sofort W Jos. Loeffler, 20.10 Carl Schwaabs Delicatessenhandlung 35.78. tzs wird z W ftlipftdn, Laubach. und sendet franco 1076 $ctr.: Vic aus statt. 1086 Athen ais, s. Tochter Antonie Kol and. ®'ni Faslnk Der Vorstand 782 136.50 17560 Reichsbank-DiScont 4 pCt. — Frankfurter Bank-Dise-ut 4 pLt. Karl Schreiner. Richard Lerch. Hans Rudolf. 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Dresdener Bank-Act. Rordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Act. Oest. Credit-Act. Oest. Staatsb.-Act. Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E.-B.-Act. Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordoft-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E.-B.-Act. Nachdem \ 1) Christ wehr-^ ö« Wil 2) Karl gebom Kreis ( der förmliche Di dieselben hiermit rheil zu gestellen Nachdem d Juda Katz zu Klauenseuche er(i maßregeln roiebi Sieden, G' marckstr. 6, Part., annehmen. 1099 O. Gottlieb, Kalligraph. Marquise y. Beaulieu Octave | deren Claire \ Kinder von Pr6sont Seine Frau Philippe Derblay Suzanne, d. Schwester Herzog- von Bligny Moulinct 964 Ein mit den nöthigen Vorkennt- nisien versehener junger Mann wird für April oder früher auf mein Comptoir in die Lehre gesucht. Selbstgeschriebenen Offerten sehe ich entgegen. Gg. Heinr. Schirmer. Lebensversicheninfls-ulrsparnissbank iit Stuttgart Verstcherungsgang im Jahre 1890: Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 5. Februar 1891. ♦ Giessen, im Febrnar 1891. * ♦ »»♦»»«♦♦♦♦♦♦♦♦♦'S1* Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung, dass gestern Mittag 4 Uhr unsere unvergessliche Gattin, Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter Katharine Müller, geb. Weber, nach langem Leiden sanft verschieden ist. Um stilles Beileid bitten Ludwig Müller. E. H. Müller mit Familie. Giessen, den 5. Februar 1891. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 2 Uhr vom Sterbehaus (Schillerstrasse 28) Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder und Schwager Hermann nach eintägigem Kranksein im Alter von 13 Jahren gestern Abend plötzlich und unerwartet sanft entschlafen ist. Gießen, den 5. Februar 1891. Die trauernde Familie Seeger. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause (Neuenbäue 5) aus statt. 1096 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, für die zahlreichen Blumenspende«, die liebevolle Pflege von den Schwestern, sowie für die trostreichen Worte de» Herrn Pfarrers Dr. Naumann, sagen wir Allen unseren innigsten Dank. Gießen, den 4. Februar 1891. 1072 Familie Decker. 1075] Ich zeige ergebeust tut, daß ich vom 1. Februar an bei Herr» Pfeffer, Marktplatz Str. 6, 2. Stock, »Mt Ein «euer Tarsus im ÄUtoet- mache» wird am 1. April wieder eröffnet. Anmeldungen nehme zu jeder Zeit in meiner Wohnung entgegen. Achtungsvoll K. Eckert, Kleidermacheri«. Vermischte Anzeigen. Neues Theater, Giessen. (Direction: Adam Reiners). Freitag den 6. Februar 1891: ZZ Benefiz für Frl. Elisabeth Bischoff. — (Äusser Abonnement): Der HiittenbeBitxer. Schauspiel in 5 Acten von Georges Ohnet. Personen: [1101 den Vomag üb am 7. d. *• Smtag dm in Vang*5 $ Ki-ßen, Grc ’Ä w'1' Concordia. Sanrstag den 7. Februar, Abends? Uhr 583/« Min: Maskenball in Steins Saalbau. Geheimkarten für Mitglieder bei Herrn Givrieider. Schillerstraße 8. Geheimkarten für Nichtmitglieder und zwar für Herren 50 Pf., für Damen 20 Pf bei den Mitgliedern, den Herren Friseuren Eonrad, Mäusburg, Kramer, Brandgasse, und Muhl Bahnhofstraße, sowie Abends an der Kasse. Karten zur Theilnahme an Maskerade und Ball ü Person 1 Mk. ebendaselbst. Bescheinige hiermit dem Kalligraphen Herrn O. Gottlieb gern, daß sich die HandschristmeinesSohnes nach wenigen Unterrichtsstunden bedeutend gebeffert hat und daß ich die von ihm angewandte Lehrmethode bestens empfehle. Gießen, 4. Februar 1891. I Epiltz. —_ Der zweite und letzte Eursus im Schönschreiben Xadltnrr mid Wichen» Mer-Nnjichermp- GWch-fl. Nachdem Herr Geometer Ph. Hardt in Folge Berfetzung die Agentur in Große«-Linden niedergelegt hat, ist dieselbe dem Kaufmann Herrn Julius Walter in Grotzen-Linden übertragen worden. Darmstadt, den 3- Februar 1891. Die Generalagentur der Aachener und Münchener Feuer-Verstch -Gesellschaft. Earl Hornmann. Bezugnehmend auf obige Bekanntmachung empfehle ich mich zur Vermittelung von Versicherungen gegen Feuersgefahr bet obiger Gesellschaft und bin zu jeder Auskunft stets gerne bereit. GroßeN'Linden, den 3- Februar 1891. 1070 Julius Walter. Anträge nehmen entgegen die Vertreter: E. Fischbach, L. Moll, Seltersweg. Grünberg. „ j. B. im 60st-n Jahreoder bei früherem Tode auf „ 18.26 21.64 26.94 Verstcherungsbedingungen unübertroffen liberal. Z. B. Gesetzlich Wehrpflichtige haben im Kriegsfälle keinerlei Formalität zu erfüllen und keine Extraprämie zu bezahlen; im SelbstmordSfaüe wird die Versicherungs« fumme nach öjähriger Dauer anstandslos auSbezahlt u. f. w. Anträge 31,6 Milliouen, Aufnahmen 25,3 Millionen Mark. In Kraft Ende 1890: 02,176 Polieen über 325,5 Mill. Mark. Diese» günstige Ergebniß wurde mit einem Verwaltungsaufwand von nur ca. 5% der Einnahme erzielt. Durch Tod fielen an 746 Versicherungen mit Mk. 3,940,600, die anstandslose Erledigung sanden bezw. finden. Infolge Ablaufs der Verfichernnge» wurden aurgezahltMk. 891,200 und al« Dividende an die Versicherten zurückvergütet Mk. 2,693,000. I« Jahre 1891 kommen einschließlich zu diScontirender Dividenden ca. 9,8 Millionen Mark zur Rückvergütung. Für die Bezugsberechtigten nach Plan All (40°/° auf die lebenslängliche und 20% aus die alternative Zusatzprämie) vermindert sich dadurch die Tartfprämie pro Mk-1000.—. im Beitrittralter von . . - 25 30 35 40 Jahren zahlbar beim Tode auf - - Mk. 13.38 14.76 16.86 „Ach, D„ W Was f, >bica Kan- »UfiglMsm bta^ welche L f,t Dir nie * Mittit.“ । Doctor Mer dar kir SÄ' Jj ^6on $l“ ” is"aus» 5 »litt ** ltlt °hljch bi. ^ebochon: A- Sckevb» — Druü uno Bcrlag btt Brühl'schm Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen, In den ersten Tagen gebt ein Möbelwagen leer nach Darmstadt. Günstige Gelegenheit nach dort. Gegend. Ph. Müller, 1097 Möbeltransportenr. Kit Heute Freitag V Abend l 2S Uhr: . I. Kereinslocai. 1088 Für Schneider. 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