Rr. 4. Dienstag den 6. Januar 1891. I I , ■ ii !■ I I ■ .»I ■■■><■.«•■■■!*■■ ■■ — m«- ■■■■»■.»■.■■ I , |IIMH , . .....— i ■ ,— rn Drr *U| tw rrfch^mt tSglich, 9h Ausnahme deS Montags. Die Gießener »erden dem Anzeiger »Lchemlich brcimel hei-elegt. ießener Anzeiger Kenerat-'Mnzeiger. OirrtckjBdritztt >to*eeetiitwitto.£ 2 Mark 20 Pfg. aß Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 60 Vf,. Äebectton, LxpedM»-. and Druckerei: »4ef|*et« lk.t, Aerajprecher 61. Amts- und Anzeigeblatt für den Tlreis Giefzen. »M»——» ■ ■ I II I II ■ .11 i im.ii i iwlji 1,1 II ......SS B CBS -I-L--1LU-LLM M l J —Eg '9JL— 'JLUl SSBK____. >1 >»|?||«,^L«-^—II" I H'S.« »»» ,u d» R-chmitt-gr ftr d« Za' «-"-"--»-»ur-aux M In. tmb ÄuManbt* n*»» Agenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. ^lUUWUlUJjV. ^UmUl£mnUUrt .M-Mer Ä"*1 btt ielbi BK »den-____— LS-§- 58-"ä? - - --- 2lmtiid?er Theil. Bekanntmachung, betreffend das Ersatzgeschüft für 1891. Mit Bezug auf die Bestimmungen der Deutschen Wehrordnung, werden alle im Jahr 1871 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren dauernden Aufenthalt haben, oder in demselben als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Lehrburschen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der Zeit vom 15. Januar bis zum 1. Februar I. I. bei der Bürgermeisterei ihres Wohnortes, beziehungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei, wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburtsschein und wenn sie sich bereits bei einer früheren Musterung gestellt haben, ihren Loosungs-Schein vorzu- leg'en. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß Diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Theilnahme an der Loosung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung re. verlustig erklärt werden. Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Die Grvßherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt, Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, am 2. Januar 1891. Der Civilvorsitzende der Großh. Ersatz-Eommission Gießen. Jost, Regierungsrath. Neber sicht. Gießen, 5. Januar. Die Neujahrsansprachen an den politischen Hauptpunkten Europas haben, soweit dies die bezüglichen Meldungen erkennen lassen, überall ungemein friedliche Töne angeschlagen und hiedurch die Friedenshoffnungen, mit denen allseitig das neubegonnene Jahr begrüßt wurde, erfreulich verstärkt. Es gilt dies besonders von den Kundgebungen des Präsidenten Carnot, des Staatsoberhauptes Frankreichs, und des ungarischen Cabinetschefs Grafen Szapary, denn die Fassung der Neujahrsansprachen, welche beide Herren hielten, kann nur in einem sriedenszuversichtlichen Sinne gedeutet werden. Was den Neujahrsempfang am Berliner Hofe anbelangt, so wird hierüber nur von einer kurzen Ansprache Kaiser Wilhelms 1 an die Generalität berichtet, doch ist über den Inhalt der kaiserlichen Aeußerungen noch nichts Näheres bekannt geworden. Sicherlich werden aber auch.diese Neujahrsworte des deutschen Kaisers der allgemeinen Friedensstimmung der Völker Europas Rechnung getragen haben. Hinsichtlich des Verlaufes des am italienischen Hose stattgefundenen Neujahrsempfanges liegt nichts wie die lakonische Meldung vor, daß derselbe sich in der üblichen Weise bewegt habe. Von den Aeußerungen der hervorragenderen Organe der deutschen Tagespreffe anläßlich des Jahreswechsels erscheinen diesmal diejenigen der „Hamburger Nachrichten" als besonders bemerkenswert. Dies namentlich aus dem Grunde, weil die betreffenden Kundgebungen des genannten Blattes wohl direct auf den Fürsten Bismarck zurückzusühren sind, welcher sich hierdurch erneut der Mitwelt in Erinnerung bringt. In ihnen weist der ehemalige Reichskanzler die ihm noch immer von verschiedenen Seiten zugeschriebene Absicht, gegebenen Falls wieder in seine früheren Aemter zurückzukehren, entschieden zurück und bestreitet er besonders, beim Scheiden aus der Regierung die Aeußerung gethan zu haben: „Le roi rae reverra! “ („Der König wird mich Wiedersehen!") Natürlich sind es nicht die Worte des Fürsten Bismarck selbst, die man in den Spalten der „Hamb. Nachr." hört, aber offenbar hat er bte bezüglichen Artikel der „Hamb. Nachr." direct beeinflußt und spiegeln sie deshalb unstreitig die eigensten Anschauungen des früheren Kanzlers wieder. Seine Rückkehr an die Spitze der politischen Geschäfte muß hiernach als völlig ausgeschlossen betrachtet werden und wie sich die Dinge nun einmal seit der Verabschiedung des Fürsten Bismarck gestaltet haben, kann man bei aller Würdigung der unvergleichlichen Verdienste des großen Staatsmannes nur sagen, daß dies unter den obwaltenden Umständen das Beste ist. Die sich häufenden Klagen aus landwirthschastlichen und industriellen Kreisen der östlichen Landestheile Preußens über den Mangel an Arbeitskräften haben den Minister des Innern, Herrfurth, bewogen, dieser Angelegenheit näher zu treten. Es sind von ihm die Oberpräsidenten der betheiligten Provinzen ermächtigt worden, auf vorläufig drei Jahre in ihrem Verwaltungsbezirke den Zuzug und Aufenthalt russischer und galizischer Arbeiter behufs Beschäftigung in undustriellen und landwirthschastlichen Betrieben zu gestatten. Es handelt sich zunächst um einen Versuch, inwieweit fremdländische Arbeitskräfte ohne Schädigung der staatlichen Interessen herangezogen werden können, wobei natürlich Vorsorge getroffen wird, daß durch die Herbeiziehung größerer Arbeitermassen aus dem Auslande die einheimische Arbeiterwelt keine dauernde Benach- theiligung erleidet. Deutsche» Reich. Darmstadt, 3. Januar. Seine Königliche Hoheit der Herzog von Edinburg trafen gestern Nachmittag 4 Uhr 9 Min. aus der Reise von Coburg nach England hier ein, dinirten mit Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog und traten um 5 Uhr 26 Min. die Weiterreise an. Berlin, 3. Januar. Der „Post" zufolge wird das Capitel des Schwarzen Adlerordens am 17., dasOrdenS- sest am 18., die Taufe des neugeborenen Prinzen am 25. Januar stattfinden. Berlin, 3. Januar. Gestern sanden unter dem Vorsitze des Staatssecretärs Bötticher Berathungen über die Frage des Abschlusses des handelspolitischen Abkommens mit Oesterreich-Ungarn statt, woran auch der bayerische Generaldirector May theilnahm. — Den „Berl. Politischen Nachr." zufolge würde eine Vorlage über die Förderung der Nutzbarmachung des Koch'schen Heilverfahrens dem Landtage bald nach seinem Wiederzusammentritt zugehen. Berlin, 3. Januar. Nachrichten aus Vera Cruz (Mexiko) zufolge ist daselbst in letzter Zeit das gelbe Fieber wieder aufgetreten und hat größere Ausdehnung genommen. Berlin. 3. Januar. Die Stadtverordneten Friedemann und Genossen brachten den Antrag ein, die Büste Schliemanns im hiesigen Rathhause aufzustell en. — Der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge ist die Einberufung des Colonialraths in allernächster Zeit nicht bevorstehend, da es nicht möglich war, die für die Einberufung nöthigen Vorarbeiten zu erledigen. Erst nach Erledigung der parlamentarischen Arbeiten ist die Möglichkeit vorhanden, den Colonialrath zu activiren. Kiel, 3. Januar. Das Betriebsamt Kiel giebt bekannt: Die dänischen Postdampfschiffe haben Eises halber ihre Fahrten zwischen Korsör und Kiel eingestellt. Das heute Nacht von hier abzulassende Postdampfschiff verkehrt demnach nicht. Nürnberg, 3. Januar. Im hiesigen Viehhofe sind in den letzten Tagen mehrere Fälle von Maul- und Klauenseuche vorgekommen. Acht aus Oesterreich-Ungarn eingeführte Rinder wurden verseucht befunden. In Folge dessen darf vom 6. d. M. ab Rindvieh nach dem hiesigen Viehhofe nur behufs Schlachtung eingeführt werden. Ferrilletsn. Unter der Erde. Novelle von Zo« o. Reuß (Fortsetzung.) Anna war groß, schlank und biegsam wie die vom Lenzwind bewegten Birken, die sie durchschritten; die Augen vom reinsten Blau, das Antlitz' gut und regelmäßig geschnitten und von blühender Jugendfarbe übergossen. Trina hingegen war eine untersetzte, stramme, aber wohlproportionirte Bauern- tzime, der die kurzgeschnittene, rothrockige Bauerntracht allerliebst stand. Sie hatte ihr Herzchen an einen jungen Bergmann verloren, der auf der Zeche „Iduna" arbeitete, obgleich sie als reiche Bauerntochter in den größten einstelligen Hof hätte hineinheirathen können. Aber trotzdem sie wußte, daß ihrer Liebe Widerstand aller Art entgegengesetzt werden würde, sogar von dem eigenen praktischen Sinne, blieb sie nach Art ihrer Landsleute fest und zähe und sogar gesonnen, den Kamps um den Liebsten sehr nachdrücklich aufzunehmen. „Speck und Schinken und Mettwürste werde ich allezeit von Haus kriegen," meinte sie, im Gehen überlegend und trostvoll zu Anna. „Auch der Keller wird mir nach der Ernte bis an die Kellerlöcher vollgestopft werden — ich kenne meinen Alten! Er läßt sein Fleisch und Blut nicht am Hungertuche kauen, ebensowenig, wie er sein Pferd an der teeren Krippe stehen ließe. Anch wenn er in ein paar Jahren ins Altentheil geht, wird er's vorher ordentlich festmachen." Vielleicht hatte der junge Bergmann, der jetzt herantrat, eine Blume im Munde und eine desgleichen im Knopfloche, etwas von der guten Aussicht gehört, denn er schmunzelte höchst vergnüglich, als schmecke er bereits etwas von den erheiratheten Herrlichkeiten. Aber auch die Augen sanden ihr Gutes beim Anblick der Trina und blinzelten verliebt zu ihr herüber. Galant nahm er die Blume aus dem Munde und bot sie seinem Schatz. Man war schnell auf einer kleinen Anhöhe angelangt, über welche sich die Chaussee hinwegzog. Dort schon lag Eschershausen, der erste Hof rechts, der die Giebelseite mit den stämmigen, nach alrsächsischer Art in Pserdeköpfen aus- laufenden Balken der Straße zugekehrt hatte, war Trinas Heimath. Wenn sich die Liebenden noch etwas vertraulich zu sagen hatten, blieb ihnen wenig Zeit. Anna blieb diesem Umstande gegenüber sehr verftändnißvoll und empfahl sich schnell. Vielleicht hatte sie auch nicht Lust, „Tugendleuchte" zu fein, ober — und das war unter den vorhandenen Umständen das Wahrscheinlichere — es erwartete sie selbst ein Stelldichein. II. Hermann Wildhagen wußte mit dem heutigen Sonntage nicht recht etwas anzufangen. "X Sonst war er nach dem Kirchenbesuch oder nach einem Morgenbesuche bei seiner in Horsten wohnenden Mutter gewöhnlich zu Häuer Harras gegangen. Mau hatte ganz gemüthlich miteinander „gesnakt" und einander mancherlei Neues auS der Woche erzählt, obgleich man sich beiderseits auss „Lügen" schlecht verstand. So wars ganz hübsch und unterhaltlich gewesen, besonders wenn er auch dabei der Anna durchs Thürfensterchen zusehen konnte, wie sie die Kunden bediente nnb das Hauswesen besorgte. Sie sah dabei so rosig aus und doch so derb und handlich, daß er es sich gar zu hübsch dachte, wenn sie dereinst sein eigenes Hauswesen regieren werde. Denn er war fest entschlossen, sie und keine andere zur Frau zu nehmen. Da war das Leutegespräch mit dem Sohne des Eom- merzienraths gekommen. Daß eS mehr war als „Klatsch", empfand er mit dem Jnstinct der Liebe, auch hielt sich die Anna sofort fern von ihm. Wie weit das Verhältniß ging, war ihm auch gleichgiltig; er würde niemals der Nebenbuhler des jungen Herrn Vogelfang werden. Wenn Anna diesen liebte, war sie überhaupt für ihn verloren. Der gewöhnliche Besuch bei der Mutter in dem benachbarten Horsten war diesmal bis auf den Nachmittag ausgedehnt. Die alte Frau hatte Kaffee gekocht, den Tisch mit einem Tuche von selbst- gesponnenem und -gewebtem Drilch bedeckt und drei Taffen und einen Berg mit Hefenkuchen darausgeftellt. „Wer ist der Dritte?" frug Hermann. „Schwester Clara wird sicherlich vorsprechen heute. Sie hat sich die ganze Woche nicht blicken lassen. Das mache» die Krankheitsläufe, die es jetzunder gibt, im Winter war'S das Vieh, heuer sind's die Menschen," berichtete Frau Wildhagen, indem sie den Teller für die barmherzige Schwester, welche als Gemeindekrankenpflegerin wirkte, bereits mit ein paar riesigen Kuchenstücken belegte. Denn Schwester Clara aß gewöhnlich wie ein Vögelchen. In der That erschien die Erwartete bald, und wer sie sah, begriff auch, daß sie ungefähr nur wie ein Vögelchen essen konnte. Sie war klein und zierlich, was neben de« kräftigen westphälischen Menschenschlag doppelt hervorstach. Dabei schien sie allerdings recht zähe zu sein und hatte in der That auch bereits glänzende Proben ihres OpsermutheS gegeben. Denn wenn sie in ihrer Eigenschaft als Gemeindekrankenpflegerin auch hauptsächlich als Hilfe der Bedrängten und Rathgeberin der Unmündigen und Unwissenden wirkte, und auch dementsprechend in Bielefeld ausgebildet war, hatte sie in Krankheitsfällen doch auch als Pflegerin thätig zu sein. Die erste Krankenwache hielt sie gewöhnlich selbst- dann erst wandte sie sich an daS Schwesternhaus um Unterstützung und Ablösung. Sagau, 3. Januar. Das in der Stärke von 1 Offizier und 14 Mann aus Glogau hier eingetroffene Piomer- Commando hat bereits mit der Sprengung des Bobereises begonnen. Die vollständige Enteisung dürfte etwa 5 Tage in Anspruch nehmen. Das Eis hat durchschnittlich eine Stärke von 30 (Zentimeter. Hamburg, 3. Januar. Bei der gestrigen Explosion in der Nobel'schen Dynamitfabrik sind 9 Arbeiter getobtet worden. Die Fabrik ist seit dem 22. Deeember außer Verrieb. Die Katastrophe erfolgte bei der Reinigung und Reparatur, nachdem der beaufsichtigende Director Fuchs soeben das Gebäude verlassen hatte. Hamburg, 3. Januar. Fürst Bismarck -mt gamthe traf heute Nachmittag zum Diner bei der befreundeten Familie Voigt hier ein. _________________ rlusland. Troppau, 3. Januar. In dem Dreifaltigkeitsschacht in Polnisch-Ostrau fand heute eine Explosion schlagender Wetter statt, durch welche gegen 15 Personen das Leben eingebüßt haben sollen. . Paris, 3. Januar. Freycinet ließ im Mimsterrathe em Decret unterzeichnen, wodurch, dem „Temps" zufolge, die Dienstorganisation des General stab s entsprechend dem Gesetze von 1890 vermehrt wird, indem die den Truppenkörpern entnommenen Offiziere dem Generalstabe zur Dienstleistung zugetheilt werden dürfen. Paris, 3. Januar. Die Meldung des „Figaro , wonach die diesjährige internattonale Kunstausstellung in Berlin ein Concurrenzunternehmen gegenüber der französischen Ausstellung in Moskau sein sollte, findet in französischen Künstlerkreisen wenig Beachtung, da es wohlbekannt ist, daß die Berliner Ausstellung als Jubiläumsfeier lange vorher geplant und unaufschiebbar, eine Concurrenzabsicht also durchaus ausgeschlossen ist. :J London, 3. Januar. Zweihundert Beamte der dem Mini- -sterium der Posten unterstellten Sparkaffe wurden entlassen, weil sie sich gestern Abend weigerten, zwei Stunden Aber die vorgeschriebene Arbeitszeit im Dienste zu verbleiben. Kaldenkirchen, 3. Januar. Die englische Post von gestern Abend über Vlissingen ist wegen Nebels ausgeblieben. Kopenhagen, 3. Januar. Die Leuchtschiffe „Drogden" und „Flinterenden" sind des Eises wegen eingezogen und die Fahrten des Nachtschiffes von Korsör nach Kiel eingestellt worden. New-Iork, 3. Januar. In dem Kohlenbecken von Al- loona (Pennsylvanien) hatten die Grubenarbeiter eine Lohnerhöhung verlangt, welche jedoch von dem Bergwerksbesitzer abgelehnt wurde. Man glaubt, daß in Folge dessen am Montag gegen 16,000 Arbeiter striken werden. Rew-Hork, 3. Januar. Das „Avenue-Hotel" in Corsi- cana (Texas) ist vergangene Nacht niedergebrannt. Wie es heißt, sind dabei 4 Personen umgekommen. Newyork, 3. Januar. Das Fisth-Avenue-Theater und das Hermann-Theater, beide auf dem Broadway gelegen, sind total abgebrannt; ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Die Flammen ergriffen auch das Hotel Sturte- vant House und zerstörten dasselbe theilwetse, die in dem Hotel befindlichen Gäste konnten sich sämmtlich retten. Auch mehrere benachbarte Läden wurden beschädigt. Der Ge- fammtschaden wird auf eine halbe Million Dollars geschätzt. Newyork, 3. Januar. In Pineridge sind beträchtliche Verstärkungen amerikanischer Truppen emgetroffen, welche eine verabredete Bewegung zur Umzingelung des indianischen Lagers unternehmen. Die Truppen wollen die Indianer durch Hunger zur Unterwerfung zwingen, wofern letztere nicht einen Kampf vorziehen. Neueste Nachrichten. Aolsis telegraphYchrS Lorrrsporttrcnz-Bureuu. Speyer, 4. Januar. In Folge des eingetretenen Tauwetters und Regens ist der Oberrhein eisfrei geworden. Morgen wird die Schiffbrücke wieder eingesahren und die Bahnstrecke Speyer-Heidelberg-Würzburg dem Verkehr übergeben. Den eindringlichen Bitten Frau Wildhagens nachgebend, versuchte sie auch redlich, mit Kaffee und Kuchen fertig zu werden, bis sich Hermann ins Mittel schlug und sie von dem größten Stück Kuchen befreite. Zum Dank erzählte sie ihm um so eingehender aus ihrem Leben, wie sie jetzt am Morgen ihre „Sprechstunden" halte, gerade wie ein Doctor, um die Bedrängten zu sich zu locken und den Hilfesuchenden mit Rath und That zu Helsen. Auf solche Weise werde ihre Thätig- teit immer größer und schöner . . . Und der Blick ward, während sie sprach, immer strahlender. Am Abend trat man gemeinschaftlich den Heimweg an, wenigstens bis zum Kreuzungspunkte, wo sich der Weg nach Eschershausen abzweigte. Vom Kreuzweg bis Eschershausen ging Schwester Clara allein, ihr Todesmuth und das dunkle Kleid waren ihr allezeit Schutz genug. Hermann hingegen wählte einen Richtweg, der durch den Eichenkamp birect nach Zeche „Iduna" führte und geradewegs an dem Hause des Häuers Harras mündete. Denn es war ihm plötzlich, als ob er das Licht in Annas Hause sehen müsse, selbst wenn eS nicht für ihn brannte. Wenn er sich auch schon oft vorgenommen hatte, sie zu verachten und zu vergessen, ward es ihm doch klar, daß ihm das letztere nimmermehr gelingen werde. Wie Blutadern schlang sich diese Liebe durch sein ganzes Sein, trotz aller Manneskrast mußte er fürchten, daran zu verbluten. Dann dachte er wieder an den morgenden Strikc, gar zu gern hätte er dem Commerzienrath schon heute einen Wink gegeben. Je früher demselben die Nachricht von der Arbeitseinstellung zuging, um so eher konnte er seine Gegenmaßregeln treffen. (Fortsetzung folgt.) Troppau, 4. Januar. Die Ursache der Explosion in dem Dreisaltigkeitsschachte in Polnisch-Ostrau ist noch nicht ermittelt; doch steht fest, daß maffenhafter Kohlenstaub die Explosion verschärfte. Bisher sind 57 Todte zu Tage beordert worden. Einige dürsten sich noch unter dem Schutte befinden. Paris, 4. Januar. Bei den heutigen Senats wählen wurde im Departement der Vogesen Jules Ferry mit 723 von 997 abgegebenen Stimmen gewählt. Die ehemaligen Botschafter Foucher de Careil und Teißerenc de Bort sind wiedergewählt worden. Unter den übrigen Gewählten be- inden sich der Marineminister Barbey, ferner Dautresme, Casimir, Perier, Dauphin und Camescasse. Paris, 4. Januar. Bei den heutigen Senatswahlen wurde Freycinet im Seine-Departement beim ersten Wahlgange mit 579 von 665 abgegebenen Stimmen zum Senator- gewählt. Der Gesandte in Bern, Arago, wurde im De- jartement der Ost-Pyrenäen wiedergewählt. — Die Freunde Gamb ettas trafen heute, wie alljährlich in dem Sterbchause desselben in Ville d'Avray zusammen. Zahlreiche Kränze wurden daselbst von Vertretern verschiedener patriotischer Gesellschaften niedergelegt. Newyork, 4. Januar. In Huntingdon (Pennsylvanien) haben 3000 Grubenarbeiter die Arbeit eingestellt. London, 5. Januar. Der Vizekönig von Irland sandte an die Zeitungen ein Schreiben, worin dieselben um Hilfe und Unterstützung bei dem Nothstande Irlands angegangen werden. Die Bewohner seien vielfach aller Hilfsmittel entblößt. Die Kinder könnten mangels Kleidung und Lebensmittel nicht die Schule besuchen. Die irländische Verwaltung nimmt Gaben an Geld, Geschenken, Kleidungsstücken u. s. w. entgegen. Localer und provinzieller. Gießen, 5. Januar. — Bei der am 2. Januar stattgefundenen Wahl der Vorsitzenden Großh. Handelskammer wurde zum ersten Vorsitzenden Herr F. C. B. Koch aufs Neue gewählt und zum zweiten Vorsitzenden Herr Stadtverordneter R. Scheel, nachdem Herr C. Klingspor eine Wiederwahl abgelehnt hatte. — Die Nr. 2 des im Auftrage des Evangelischen Pfarr- Vereins für das Großherzogthum Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann hier herausgegebenen „Hessisches Kirchenblatt" hat folgenden Inhalt: Im neuen Jahre. — Pfarrverein und andere Vereine: Psarrwaifen-Verein und Feuerversiche- rungs-Verband. — Evangelische Pfarrer, Jesuiten, katholische Kirche. — Mitglieder und Organisation des Pfarrvereins. — Mittheilung und Bitte. — Berichtigungen. — Anfrage. — Wie aus dem Kirchenblatt ersichtlich, zählt der Evangelische Pfarrverein für das Großherzogthum Hessen zur Zeit 219 ordentliche (101 aus Oberhessen, 90 aus Starkenburg, 28 aus Rheinhessen) und 4 außerordentliche Mitglieder. — Gießener Theater-Verein. Irrigen Auffassungen über die Benutzung der Abonnementsbillets entgegenzutreten, bemerken wir, daß ein solches, auf 6 Vorstellungen lautendes, nur von einer Person für jede der 6 stattfindenden Vorstellungen benutzt werden kann. Jede andere Vertheilung ist einfach unmöglich, denn jedes Abonuementsbillet hat nur eine Nummer und diese findet sich selbstredend nur einmal im Theaterraume vor. w. Theater. „Hafemmms Töchter" sind ein Volksstück ganz ähnlichen Characters, wie L'Arronges „Mein Leopold". Hier wie dort werden die schlimmen Folgen überspannter und falscher Erziehungswelse dargestellt und gezeigt, wie im besten Falle trübe Erfahrungen in späteren Jahren das wieder gut machen müssen, was in der Jugend an den Kindern durch schwache Eltern in übertriebener und verkehrter Liebe gesündigt worden ist. In beiden Stücken haben neben diesem ernsten und hier wie dort schön und überzeugend durchgeführten Grundgedanken auch Humor und Witz reichlich Raum. — Die Darstellung war nahezu musterhaft für Gießener Verhältnisse, kaum ein Mal waren bis jetzt alle Mitwirkenden so völlig mit Leib und Seele an ihrem Platze, wie gestern. In erster Reihe spielte Herr Reiners den alten Hasemann so gut und wahr, wie kaum eine andere Rolle seither, ausnehmend gelang ihm insbesondere die Scene, in der Hasemann feiner Frau klar macht, daß er, nachdem er lange genug alles feinen Weg hat gehen lassen, nunmehr feine Vaterpflichten mit aller Energie erfüllen wird und sofort zu entsprechenden Thaten übergeht. Hier wurde Herrn Reiners bei offener Scene stürmischer Beifall zu Theil. Frau Hasemann wurde von Frl. Ida Unger ebensowohl als Schwiegermutter comme il faut, wie als bekehrte und einsichtige Gattin trefflich charac- terifirt. Das „viertel Dutzend Töchter" wurde von Frau Anni Reiners, Frl. Elsa Reinhold und Frl. Elisabeth Bischoff wiedergegeben. Frau Anni Reiners war ein reizend frecher Backfisch und ebenso traf Frl. Reinhold die richtigen Töne für die zärtlichen, wie die Zankscenen mit ihrem Gatten. Frl. Bischoff spielte, wie immer, fein und mit besonnener Ueberlegung; aber wiederholt, namentlich bei stummem Spiele, schien sie uns zu zurückhaltend und con- ventionell, z. B. in dem Augenblicke, wo sie in der Scene mit ihrem Gatten in Thränen ausbrechen soll und sonst einige Male. Was sie zu wenig hatte, war bei Herrn Biebrach öfters nur zu reichlich vorhanden, eine überströmende Leidenschaftlichkeit, die nicht immer am Platze war. Hüten muß sich Herr Biebrach namentlich auch davor, daß er im Pathos nicht die einfache und natürliche Redeweise verläßt und einen hohlen Declamationston anschlägt, der zumal dem schlichten Körner ganz besonders schlecht ansteht. Im letzten Acte endlich war er zudem entschieden in seiner Rolle nicht recht zu Hause. Als stotternder und in seiner idealistisch-sentimentalen Liebe fast ebenso rührender wie komischer Provisor Klein zeigte sich Herr Winolt mit einer trefflichen Characteristik der seinem Fache doch fernliegende Rolle als der allen Sätteln gerechte Künstler, als den wir ihn schon öfter anerkennen konnten. Ein zutreffendes Bild gaben endlich Herr Schreiner vom derben Schlosser Kroll (nur im letzten Acte fiel er etliche Male in seinen früheren schläferigenTon) und Frl. Antonie Roland von der Kaffeeschwester Klinkert. — Theater. Arn Dienstag gelangt das hochkomische Studentenstück „Das bemooste Haupt" oder „Der lange Israel" zur Aufführung. Das bekannte Lustspiel hat einen so guten Namen, daß es keines besonderen Hinweises auf den großen Erfolg, der ihm überall zu Theil geworden ist, bedarf. — Wiederholt sei daraus hingewiesen, daß die noch in den Händen des Publikums befindlichen Postwerthzeichen älterer Art (Freimarken, sowie gestempelte Briefumschläge, Postkarten, Streifbänder und Postanweisungs-Formulare nur noch bis zum 31. Januar 1891 zur Francirung von Postsendungen verwendet werden können. Es soll indessen gestattet fein, die bis dahin noch nicht verwendeten Postwerthzeichen bis spätestens zum 31. März 1891 gegen neue Werthzeichen gleicher Gattung und von entsprechendem Werthe umzutauschen. — Der Turngau Hessen, dessen Gau-Fest für 1891 in Butzbach gefeiert und der mit dem jetzt wieder verbundenen Lahn-Wetter-Gau nunmehr die stattliche Zahl von 39 Turnvereinen mit ca. 4500 Mitgliedern in sich schließt, ist einer der größten Gaue des Mittelrheinkreises, des 9. Kreiseö der deutschen Turnerschaft. In Kürze wird durch Bildung eines Fest-Ausschusses die Arbeit für das Gan fest begonnen. A Groß-Eichen, 4. Januar. Zwei schöne, erhebende Abendgottesdienste fanden während der nun verflossenen Festtage in hiesiger Kirche statt, am WeihnachtS- und Sylvesterabend. Ein prächtiger Weihnachtsbaum prangte auf dem Altar und verbreitete feinen Kerzenschimmer an beiden Abenden in der hellerleuchteten Kirche. Tiefen Eindruck machten die Worte des Herrn Pfarrers Naumann auf die zahlreiche, den letzten Platz füllende Gemeinde. Chorgesänge der Schüler begleiteten die Feierlichkeit. § Ober-Ohmen, 4. Januar. Auch in unserer Gemeinde pflegt man der schönen Sitte, am Weihnachtsabend in der erleuchteten, mit einem brennenden Weihnachtsbaum geschmückten Kirche sich zu versammeln. Herr Pfarrer Jung legte in zu Herzen dringenden Worten die Bedeutung des Weihnachtsfestes aus. Erhebend klang der Gesang der Schüler „Stille Nacht, heilige Nacht". Am Jahrcsabend fand abermals ein Abendgottesdienst in hiesiger Kirche statt. ? Wettershain, 5. Januar. Eine Geschichte, wie man sie bestialischer sich nicht denken kann, spielte sich hier im verfloffeneii Herbst ab, ist aber jetzt erst allgemein bekannt geworden. Ein hiesiger Einwohner besaß damals die Dreschmaschine. Beim Frühstück wurde den Arbeitern reichlich frische Wurst ausgetischt. Das kleine Söhnchen des Mannes mochte von dieser Wurst keine essen und sagte allen Anwesenden verständlich: „Von dieser Wurst mag ich keine, Vater, gebt mir von der unfrigen!" Fiet schon die Menge der aufgetragenen Wurst auf, so fielen noch mehr die Worte des Kindes auf und ein dunkles Gerede ging bald von Mund zu Mund. Da stellte sich heraus, daß die Wurst von zwei verendeten, bereits dem Wasenmeister übergebenen Schweinen gefertigt worden war. Einem anderen hiesigen Bürger waren diese Schweine einige Tage vorher verendet und er hatte dieselben dem Wasenmeister zur Beseitigung übergeben. Bei diesem holte nun die Frau des noblen Hauswirthes das Fleisch, machte es in Gemeinschaft ihres Mannes zu Wurst und fetzte diese den Arbeitern bei der Dreschmaschine vor. Einige von ihnen wurden beim Bekanntwerden der Thatsache schwer krank. Der bestialische Hauswirth entzog sich der drohenden Strafe durch eilige Flucht mit feiner Frau und zwei Kindern nach Amerika. Der Abdecker aber hat feine gefällige Bereitwilligkeit durch eine Strafe büßen müssen. — Kleine Mittheilungen aus dem Großherzogthum. Der letzthin in Oppenheim verstorbene Bürgermeister Egly hat an verschiedene gemeinnützige Anstalten, sowie an die während seiner Dienstzeit mit ihm in Berührung stehenden Beamten namhafte Legate vermacht. — In Bensheim wurde beim: Neujahrsschießen einem Burschen die Hand zerschmettert. — In Rohrbach schlachtete der Bürgermeister und Müller Holdermann ein zweijähriges Schwein, welches das enorme Todtgewicht von 640 Pfd. hatte. Das Thier hatte eine durchschnittliche Speckdicke von 12Ctm. —InWorms wurde in der Stadtverordneten-Versammlung die Frage erörtert, inwiefern es int Interesse der Eltern und Schüler gelegen fei, den Nachmittagsunterricht an höheren Schulen ausfallen zu lassen. — In Griesheim wurde in der Nacht vom 1. zum 2. Januar im Bureau des Stationsgebäudes ein Einbruch verübt. Der Dieb fand in der Staticmskasse nur 2 Mk. und gab deshalb seinem Unmuth über das winzige Resultat seiner „Arbeit" durch einen Zettel kund, worauf geschriebenstand : „Ich bin nicht zufrieden mit der Kaffe." — In Langen wurde ebenfalls in der Ncujahsnacht einem Mädchen in den Arm geschossen. — In Lampertheim schoß in der Neujahrsnacht ein junger Mann eine Pistole in dem Augenblicke los, als ein anderer zum Fenster heraussah. Die Ladung ging dem Herausschauenden ins Gesicht und in den. Hals und richtete ihn übel zu. — In Darmstadt wurde in diesen Tagen mit Planiren des Geländes für das neu zu erbauende Schlachthaus begonnen. — In Alzey erschoß sich ein Geschäftsmann, nachdem er versucht, auch sein Kind mit zu todten, daran aber durch das Dienstmädchen gehindert wurde. * Darmstadt, 2. Januar. (Postperfonal nachrichten.) Dem Postdirector Ritsert in Gießen wurde der Rang der Räthe IV. Klasse verliehen. — Versetzt wurden der Ober- Postsecretair Krüger von Gießen nach Darmstadt, der. unserer Gemeinde rchlsabend in der kaum geschmückten Jung legte in zu , des Weihnachts- -t Schüler „Stille M aüermkls ein N fit 1891 i, v-rbmidenm V" 39 Tum- 6 ?Ä einer liiNeS der eines r begonnen. ^”nE/ rrhkbkndi tr "M oerfiojjentn t«= und Sylvcster- ^°"gte auf dem °" beiden Abenden ^rwk nachten bit )ic Zahlreiche, den 1 der Schüler be= "e ^'inen "De^7'i°dk ->°I 8-- Ntveises ?? l *,e5 M 9crt>orben £ 5 nach h, 'i>">lheuä,i„ °S°-P°stkar, '^"°ch L * ^°!sti»dnn,en "8=Met ” ^btthe umzu- »eschichte, wie man spielte sich hier * tzt erst allgemein ler besaß damals de den Arbeitern kleine Söhnchen keine essen und Don dieser Wurst c unsrigenl" Fiel : aus, so sielen noch dunkles Gerede ging f) heraus, daß die Wasenmeisler über- r. Einem anderen einige Tage vorher asenmeister zur Ze- nun die Frau des es in Gemeinschaft den Arbeitern bei hnen wurden beim t Der bestialische Straft durch eilige dern nach Amerika, tzereitwilligkeit durch rg£nnei[ttr®9Ha‘ „ie an die wchw" stehend-n 1 eint wurde beim £Äw- «w Ä*» * iffW«ä“ s4it vom M«? s»« iS j*; iStss stol- ° "d Die t« ffff* de. ’ ®, Korb-, Bürsten, und Spielwaare«, Lampen re. Günstige Gelegenheit auch für Brautleute zur Einrich« tung des Haushalts. MM' Das regelmäßige Riegen-Turne« beginnt wieder DienSrag den 6. Januar. Der Borstaud^ M. Meyers Waarenhaus, 63 SelterSweg 63. 81] Möblirt. Zimmer zu vermietben. Bismarckstratze 7, Mans. Die Standbilder Liebigs in München und Gießen. Rechenschafts-Bericht. [175 leu! Sodoms Ende. Berlin, den 19. December 1890. Die von dem General-ComiiL ernannte Executio-Csmmisfion: A. W. V. Hofmann, Vorsitzender. G. Scheibler, Schatzmeister. I. Bolhard, Schriftführer. in der Löwengaffe übernommen habe, und bitte ich das Wohlwollen, welches Sie bis jetzt Herrn Hauß entgegengebracht, aus mich zu übertragen. , Ich werde stets bemüht sein, durch gute Getränke und Speisen forote reelle Bedienung mir dasselbe zu erhalten. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein 165 Hochachtungsvoll Fritz Leuning- Men! Reinlich! Praetifchl Eisenglanzwichse für Deien gibt ohne zu stäuben, rasch schönen Glanz. Dosen t 15 H. [176 Niederlage bei Nng. Kröll, Seltersweg 12. Neues Theater, Giessen. (Direction: Adam Reiners) Dienstag den 6. Januar 1891: Das bemooste Haupt. Characterbild in 6 Acten von R. Benedix. Geschäfts - Uebertragung. Hiermit erlaube ich mir, den geehrten Bewobnem von Gießen und Umgegend ergebenst anzuzeigen, daß ich die frühere Führer'sche 1) Bericht über Gau und Verein. 2) Entlastung des Rechners für die Rechnung pro 1889/90. 3) Geländeaustausch mit Herrn W. Gail. 4) Wintersest. 190 Der von Herrn R. Schmidt innehabende Lad. ist anderw. zu miethen. S. Elsoffer, Marktstr. 27II. 1UJ Ein Laden mit Logis zu ver- miethen bei Wilh. Plank, Bahnhofstraße 18. Die Proben werden in der nächsten Zeit für Damen und Herren getrennt gehalten werden, für die Damen Dienstags, für die Herren Freitags, und nehmen für die Damen Dienstag ben 6» Januar, für die Herren Freitag den v. Januar ihren Ansang. Der Borstaad: 37] Schlosser. 173] Ein möbl. Zimmer mit Cabinet an einen oder zwei solide Herren zu oer- miethen, auf Wunsch mit Pension. Auch kann ein solider junger Mann noch an einem Zimmer mit Cabinet theil- nehmen (Bett allein). ____________ __ Westanlage Nr. 3L 198 Durch Versitzung des Herrn Ober- poftsecretär Krüger ist dessen innegehabte Wohnung per 1. April anderweitig zu vermiethen. ______S. Rosenbaum, Westanlage. 189 Der mittlere Stock meines Hauses, 4 Zimmer nebst Zubehör, per April zu vermiethen. Karl Lenz Wwe. 147] Kleine Mansardenwohnung, 2 bis 3 Zimmer und Zubehör, billigst zu vermiethen. H Eiertärrzer, Grünbergerstraße 89. 11] Wohnung mit Werkst Ate zu vermiethen.___________Dammstraße 6. 9| Nordanlage 18 ist der mittlere Stock (5—6 Zimmer mit Zubehör), auf Wunsch auch Pferdestall, zu vermiethen. __Martin DSrr. 6] Wohnung, 3 bis 4 Zimmer mit Zubehör, per 1. April zu vermiethen. _________________________«Lreltersweg 67. 103] Die Bel-Etage des Seipp'schen Wohnhauses am Selterswege Nr. 68 mit Mansarde und allem Zubehör, ist vom 1. April ab, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen.______________________________ 83] Infolge Versetzung deS Herrn Oberstlieutenant Gehr ist Lvdwigstratze 1 eine Wohnung von 7 Zimmern vom 1. April 1891 an zu vermiethen.__________________ 10700] Schön möblirtes Zimmer, auf Wunsch mit Cabinet, zu vermiethen. Bahnhofstraße 55 III. Mrmiethungen. 202 Ein Logis zu vermiethen im ________________»GamvrirlnS". 197 Der untere Stock im Neubau Grünbergerftratze 27 zu vermiethen. 196 Kleine freundliche Wohnung zu vermiethen. Neuen Baue 17 C. Steinhäuser. 187 Kleines Logis zu vermiethen. __Weidengasse 8. 181 In Folge Versetzung des Herrn Gendarmen Haus ist dessen Wohnung im Jughard'schen Hause, Marburgerstraße 36, bestehend aus 4 Zimmern mit allem Zubehör und großem Gartenantheil anderweit zu vermiethen. Näheres im Hause selbst. Einnahme«. »Mu § Ausgaben. X 11 München . . 45 216 02 Bildhauer Wagmüller 93 757 02 Sritta0eUnb ®te6/,°/, do. 98.se Dtsconto-Eommand.-Auth. 211.40 Darmstädter Bank-Act. *54.40 Dresdener Bonk-Act. Nordd. Lloyd-Act. 139.50 Wiener Bankver.-Act. 104.10 Oest. Credit-Act. L73 37 Oest. StaatSb.-Act. 222.50 iben, Bankgeschäft. Dm 5. Januar 1891. Uhr 15 Min. 4% Ung. Gold-Rente Si 50/0 Jtal. Rente »bv 41/5% Oest. Silber-Rente so ?» 5% Ruff. IU. Orient 77.7» Lomb. E.-B.rAct. J17A7 Buschthcrader E »B.-Aet. 4» 0» Elbthal-Bahn Act. 2O4.i© Gotthard-Bahn-Act. 2*9.1» Schweizer Nordost-B.-A«t. 14Ä*iO Mainzer E.-B.-Act. UM« Marienburger E.-B.-Aet. M W 3V*% Gießener Gel senk. Bergw.-Act.! 96.00 1 $er. Königs-Laurah^Net. 176.001 Tendenz: schwach. Reichsbank-Didcont b«/s pCt. — Frankfurter Bank-DtScsrtt 5V> p«t. 140.20 Redactton: 8L Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ghr. Pietsch) in Gießen.