jekerei -——^Ulttöerg 7 *Ä"»fr«« L7--—--" MJtö “,n Ha«sbursch?L 'n Kliniken s»L 9 miiMnH^ n gegen Gehalt, ,d„ "C?mmis gesucht. e,chr ** SS Sv 8940 79 60 39.0° 83.25 <0950 18400 8130 28.50 111^0 62 50 113 00' e 7015 erlotierie en des ^Waisenhauses 10300 Gewinne im roAooo •the von M- rthe v0" «kk 3000 rthe von J- ö 000 rthe von W 00 rthe von wK-. ZnnveW, e fällt ^;789L Novbry” ies en ^.„/Molstrasse)? eur 8tl^. fsStellen, hei 008Verk hen durch die- '^S!n deutschen u Lshi* *’ b j. -|nZ „ --- Nr. 179 'L. ——— — Der fteftom: Anreißer »rschemt täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener As»«ikie«Stätter Verden dem Lnjeiger »Schentlich dreimal beigelegt. 1891 Mittwoch den 5. August Gießener Anzeiger Kmerat-MnzWger. 18ierteljäbviy.x ASoanementsPreiv r 2 Mark 20 Pfg. mh Bringcrlohii. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 P?g. Redaction, ExprdtttsW und Drucker Zch»lstr«ße ^erniprechrr IA. Amts- und Anzelgeblatt fSr den Kwi» Gielzen. ■Illllll ■■■ I . ■ 1 .......- " " Annabm- »ott Anzeigen zu der Nachmittag- für den fft!u«iwtn Tag erscheinenden Nummer bi- Norm. 10 Uhr. t1-1- JnJlJBJ"mL»«gg"g"^ggggg ■g. 1 1 ..................J^JJg^!J£ilg3=a»Llj!?!!SrovrgS?. .. .. JS-!Sm.2S?SSLgJJ—■?'' VJt.'.. ILLL'L.L... ■■!... U 'l chratisS-ikagt; chießmer Aam,«-M-tter. | 2lmtlid?er Theil. Bekanntmachung, Maul- und Klauenseuche zu Langsdorf betreffend. Nachdem seit Erlöschen der Maul- und Klauenseuche in Langsdorf ein Monat verflossen ist, ohne daß neue Erkrankungsfälle vorgekommen sind, haben wir der Großh. Bürgermeisterei Langsdorf die Ermächtigung ertheilt, Gesundheilsscheine über aus der Gemarkung zu verbringendes Vieh aus- zustellen. Gießen, den 1. August 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I V.: Jost. Deutsches Reich. Berlin, 3. August. Gegenüber den Nachrichten von neuen M ehr Forderungen für das deutsche Heer und die Landesvertheidigungen wird berichtet, daß von dem ganzen Heeresetat bisher lediglich ein Posten feststeht, nämlich der für die Befestigung in Höhe von fünf Millionen Mark. Ueber alle anderen Titel sind bis jetzt lediglich Erwägungen gepflogen und erst wenn der Voranschlag an den Reichskanzler gegangen ist, was vor sechs Wochen nicht geschieht, wird sich ersehen lassen, welche Posten dort als die wichtigsten betrachtet werden und demnach Ausnahme finden oder auch hinausgeschoben werden. Denn das Bestreben besteht, möglichst wenig zu fordern. Wie versichert wird, soll der zukünftige Etat den letzten nicht bedeutend übersteigen. — Eine Reform des deutschen Markenschutzwesens ist wahrscheinlich. Von den Gewerbetreibenden wird eine solche schon seit längerer Zeit herbeigesehnt. Eine Bestimmung unseres Gesetzes vom 30. November 1874, deren Aenderung dabei vielfach gewünscht wird, betrifft die Bestrafung der Nachahmungen. Unser Markenschutzgesetz kennt zwei Arten der Bestrafung, die strafrechtliche Ahndung und die eivilrechtliche Entschädigung. In der Praxis gestaltet sich die Sache in der Regel nun so, daß der Nachahmer einer Marke, ehe ihm das Gericht das Recht zur weiteren Führung derselben abgesprochen hat und die Marke im Handelsregister gelöscht ist, aus seiner strafbaren und bestraften Handlungsweise einen beträchtlichen Gewinn gezogen hat. Das soll anders werden. Auch reicht die jetzt an Stelle der Entschädigung eventuell zu verlangende Buße nicht aus. Die Strafe der civilrechtlichen Entschädigung müßte unbedingt in den Vordergrund gerückt werden. Potsdam, 1. August. Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog von Hessen beabsichtigt, am 4. ds. auf drei bis vier Tage nach Bayreuth und von da nach Leipzig zu reisen, wo Höchstderselbe etwa sechs Tage verweilen gedenkt. Xuslanö. Bern, 2. August. In allen Cantonen fanden Festgottesdienste und Umzüge der Vereine, in allen größeren Ortschaften Concerte und Illumination statt. Die Berichte aus der ganzen Schweiz melden den äußerst erhebenden Verlauf des Festes. Schwyz, 2. August. Der zweite Festtag war vom Wetter begünstigt. Ein ungeheurer Andrang war zu den Dampfbooten und Eisenbahnen. Das auf heute verschobene Festspiel wurde unter großem Beifall wiederholt. Die Ehrengäste unternahmen am Nachmittag eine Spazierfahrt aus dem Vierwaldstättersee und rasteten auf dem Rüttli, wo der Präsident des Ständeraths eine mit größter Begeisterung aufgenommene Ansprache hielt. Aereeste Nachrichten. WoW telegraphische- Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 3. August. Anläßlich des Geburtstags Friedrich Wilhelms III., des Gründers derMesigen Universität, fand eine Festversammlung in der Aula statt, der Cultus- minister v. Zedlitz und Unterstaatssecretär Weihrauch beiwohnten. Die Festrede hielt Rector Tobler über die Dante'sche Universalmonarchie. Er widmete dem Andenken Friedrich Wilhelms III. warm empfundene Dankesworte für die Gründung der Hochschule. Hamburg, 3. August. Gestern Abend 10 Uhr überrannte der vonZStade kommende Dampfer „Concordia" bei Neumühlen ein Boot mit sechs jungen Leuten, wovon fünf ertranken. Danzig, 3. August. Der deutsche Anthropologen- Congreß, zahlreich besucht, wurde heute Vormittag von Virchow eröffnet. Oberpräsident Goßler begrüßte in rühmlich anerkennender Weise die Gesellschaft Namens der Staatsregierung. Es folgten Begrüßungen des Landesdirectors und des Oberbürgermeisters. Der Congreß dauert drei Tage, dann folgen Ausflüge. Aachen, 3. August. Fusangel befindet sich seit Samstag Abend in dem benachbarten holländischen Orte Vaals. Rathenow, 3. August. Das große Proviantmagazin wurde heute 6 Uhr Nachmittags vom Blitze getroffen und steht in Flammen. Wien, 3. August. Der Statthalter von Elsaß-Lothringen, Fürst Hohenlohe, ist mit fernem Sohne Alexander am Sonntag Abend hier eingetroffen. Paris, 3. August. Eine Zuschrift, die dem „Temps" aus Haiphong vom 27. Juni zugeht, beklagt die in der Verwaltung von Tongking eingerissene Disciplinlosigkeit und vollständige Planlosigkeit der Oberbehörden. Die Niederlage der Expedition des Oberst Domine sei dadurch verschuldet und namentlich infolge widersprechender Befehle und des dadurch um 36 Stunden verspäteten Eintreffens des Avisos „Pluvier". Dominö mußte sich fluchtartig zurückziehen. Els französische Soldaten seien getödtet, zahlreiche verwundet und mehrere bereits pazifizirte Dörfer dem Erdboden gleichgemacht. Auch aus anderen Gegenden wird ein Vordringen der Chinesen gemeldet. Die „Liberte" nennt die angebliche Unterwerfung Tongkings eine zur Blendung der Wähler berechnete Spiegelfechterei. Paris, 3. August. Der Czar verlieh Laboulaye den Alexander-Newski-Orden. Saiut'Omer, 3. August. Bei dem gestrigen Diner anläßlich des Turnerfestes hielt Ribot, der Minister des Auswärtigen, als Deputirter des Arrondissements, eine Ansprache, worin er ausführte, der Empfang des französischen Geschwaders in Kronstadt, als glänzender Beweis der freundschaftlichen Gefühle, die zwei große Nationen vereinigen, lasse Niemand unberührt. Frankreich könne daraus ersehen, welche Achtung man ihm überall bezeuge, wohin auch seine Flotte komme. Mailand, 3. August. Der nationale Arbeiter- Congr eß saßte eine Resolution, welche sich zu Gunsten einer Arbeiterschutzgesetzgebung, Vereinigung der arbeitenden Klassen und Streichung der Artikel des Strafgesetzes ausspricht, welche Strikes vom gemeinen Rechte ausschließen. Der Arbeiter Croce und der Advocat Turati wurden zu Dele- girten für den Brüsseler Congreß erwählt. Cherbourg, 3. August. Der Municipalrath richtete an den Czaren ein Huldigungstelegramm, worin er den wärmsten Dank für den Empfang des französischen Geschwaders ausdrückt und die Czarin anläßlich ihres Namenstages beglückwünscht. Brüssel, 3. August. Es verlautet, die Königin, welche sich demnächst nach Spaa begeben wollte, sei plötzlich schwer erkrankt; man will wissen, der Dekan Sacken sei zu der Königin berufen, um ihr das Sacrament zu spenden. Bestätigung dieser Meldungen bleibt indessen abzuwarten. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 3. August. Nach dem „Tagebl." gedenkt Thielen den Zonentarif nicht für die ganzen Linien des preußischen Eisenbahnnetzes versuchsweise, sondern nur im gesummten Berliner Vorortsverkehr einzusühren. Die Preise sollen Feuilletsn. Moderne Sklaverei Eine Plauderei von Wilhelm Fischer. (Nachdruck verboten.) „Es wäre ganz schön in den Bädern, wenn nichts auch Kranke dort wären!" Ich weiß nicht, welcher Schriftsteller diesen Satz verbrochen und ob ihn überhaupt jemals ein Schriftsteller vor mir gebraucht hat, das ist auch sehr gleich- giltig, zutreffend ist er auf alle, Fälle, sehr zutreffend sogar. In Baden-Baden, in Wiesbaden oder in einem Badestädtchen des Thüringer Waldes kann dieser Satz gegenwärtig auf feine Wahrheit geprüft werden. Die Kranken sind dort das noth- wendige Hebet; man zeigt es ihnen auch, daß man sie für dergleichen hält, denn ein gesunder Kranker kann dort stündlich erfahren, wie besorgt Jedermann für seine Gesundheit ist, vom Badearzt bis zum Kellner herab, der für ein Trinkgeld die besorglichste Physiognomie zeigt, die sich der Gesund- Kranke nur wünschen kann. Der Franzose hat seine Saison, der Engländer seine season und wir Deutsche, wir haben im Sommer unsere Cur, denn wir gehen nicht in die Bäder, weil wir eine season mitmachen, sondern weil wir eine Cur durchmachen wollen. Wir sind krank, wirklich krank, denn weil wir krank scheinen, sind wir es; wir leiden an der modernsten Krankheit, der schwersten, die es geben kann, an der Mode, gegen die es überhaupt keine Therapie gibt. In den meisten Fällen ist diese Krankheit noch complicirt durch Symptome der zweiten Rankheit, an der man in Deutschland leidet, dem Repräsentationsfieber, das unser Volksleben degenerirend durchschauert. Gegen diese Krankheit ist nur heilbringend: die allgemeine Abnahme der Vergnügungssucht, die jede gesunde Entwickelung unserer volkswirthschastlichen Verhältnisse hemmt und der avirthschastlichen Decadenz bahnbrecherische Dienste leistet. Aber dazu ist gegenwärtig gar keine Aussicht vorhanden, denn die Mode beherrscht das Volksleben und das Repräsentationsfieber zehrt es auf. Altbacken und spießbürgerlich ist heute der, welcher sich nach der Decke streckt, die Bäder den Kranken und Erholungsbedürftigen überläßt und dem Vergnügungsteufel nicht den Apfel aus der Hand nimmt. Wenn die „Curzeit" naht, dann gährt es in der Gesellschaft, jeder und jede wird krank, und das gemüthlichste Heim wird zur widerlichen Bude, in der man sich langweilt, da die Welt, in der man sich arnüsirt, in den Bädern weilt. So werden denn die Koffer gepackt, die gnädige Frau reist in die Bäder und, wenn „er" Zeit hat, nimmt sie „ihn" sogar mit, sonst reist sie allein, am liebsten incognito. „Sie" ist zur Curzeit immer krank, denn die Mode ist Frauensache, und der Mann repräsentirt durch die Frau; „er" hat nicht immer Zeit, zu repräsentiren; was würden aber die Leute sagen, wenn sie es nicht so machte, wie ihre Freundin, wenn Müllers es nicht gerade so machten, wie Schützens. Ein leidendes, blasses Gesichtchen, verschiedene Klagen über Kopfweh und Nervenanfälle thun das Uebrige, und das Ende ist die Reise, die moderne Sclaverei, denn ein anderer Ausdruck läßt sich für den Zustand, in den sich die meisten freiwillig und unter allerlei Entbehrungen begeben, nicht finden. Sind diese Modekranken, diese Gesund-Kranken, diese in übertriebener Repräsentation sich aufreibenden Menschen denn etwas anders als moderne Sclaven, die aus sich mehr machen wollen wie sie sind, die mehr scheinen als nothwendig ist, die dem Vergnügungsteufel verfallen sind und an falscher Stelle sparen, um an unrichtigen Stellen das Geld mit vollen Händen auszustreuen? Diese Repräsentationsbestrebungen, die auch die Badereise der Gnädigen auf dem Kerbholze haben, sind es, welche im Mittelstand die bewährten bürgerlichen Sitten und Gebräuche untergraben und zu einer Lebensweise verleiten, die nicht für Bürger paßt, Dünkel und Vorurtheile großzieht und, um einen gut bürgerlichen Ausdruck zu gebrauchen, „oben hinaus" will. Früher reifte die bürgerliche Frau zu ihren Verwandten, heute reift sie in die Bäder, man will sich erholen, loslösen von dem Alltäglichen, frei werden auf einige Wochen. Im Eheleben kommt es oft genug vor, daß ein wenig Langeweile eintritt. Da wirkt eine Badereise ganz vorzüglich, sagt sich die Frau. Weder die Abwechselung allein ist es, welche die Frau reizt, ihren Gatten auf Wochen sich selbst zu überlaffen, noch sind es die kleinen Triumphe und Abenteuer, welche einer schönen Frau, wenn sie allein in einem Badeorte weilt, begegnen können; die Frau argumentirt sehr richtig, daß eine mehrwöchige Trennung den Gatten veranlaßt, nach Möglichkeit und Beanlagung wieder der angenehme Plauderer zu werden, der er einst war, als er noch den Verlobungsring trug. Dieses Argument ist beweiskräftig genug, um zu überzeugen; aber würde die Reise zu den Verwandten, die auch die Familienbeziehungen feftigt, nicht denselben Erfolg haben, als die kostspieligere Badereise, die den Luxus fördert und den Repräsentationsdünkel unterstützt? Realistische Menschen wittern hinter jeder Badereise andere Beweggründe, die Vergnügungssucht und manchmal die Sucht, das moderne Wort „Flirt" zu Ehren zu bringen, welches ein ganz klein wenig die Moral der Frau tangirt, die im Badeorte, fern von ihrem angetrauten Cerberus, Triumphe ihrer Schönheit feiern, „flirten" möchte. Das sei uns fern. Die sacrosancte Stellung, welche bei uns die Frau einnimmt, schützt sie mit Recht vor solchen Gedanken, denn die Frau, deren Moral in einem Badeorte nicht Stand hält, ist auch zu Hause nicht viel werth. Wir gönnen unseren Frauen die kleinen Triumphe, die in ihnen den Glauben an ihren Reiz und ihre Schönheit lebendig erhalten, gerne. Was würde aus den Frauen, würden nicht Dritte ihrer Schönheit huldigen dürfen! Nicht die Gefallsucht ist es, die wir fürchten, denn der Tact der Frau wird sie vor Uebcrtretbung bewahren, aber wir fürchten, daß die Badereise allgemein zur Repräsen- I tationspflicht und bei dem leicht erklärlichen Streben der Frau, betragen: für 7,5 Kilometer in der 3. Wagenklasse 10 Psg-, für 15 Kilometer 20 Psg-, die übrigen Strecken 30 Psg.- in der 2. Klasse 15, 30 und 50 Psg. - in der 1. Klasse 20, 40 und 60 Psg. Der Tarif soll am 1. October zur Einführung kommen. — Das „Tageblatt" erfährt aus Sofia: Fürst Ferdinand bestellte in Essen für 5 Millionen Francs Geschütze. Die bulgarische Regierung zieht Truppen an der macedonischen Grenze zusammen. Berlin, 4. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." citirt ein Schreiben des Directors der Eßlinger Maschinenfabrik an die Pariser Zeitung „Patriote", worin dieser constatirt, daß das Winkeleisen für die Eisenconstruction der Mönchen st einer Brücke von einem belgischen Werke, die Bleche und Flacheisen von einer Pariser Firma geliefert worden seien. Berlin, 4. August. Die „Nationalzeitung" meldet aus Rom: Im Monat Juli ist Frankreich mit dem Vati- can einen neuen Vertrag resp. Vergleich eingegangen. Frankreich hilft dem Vatican aus der finanziellen Verlegenheit. Der Vatican verpflichtet sich dagegen, die Republik im Inland und Ausland zu unterstützen, beide Theile seien auch einig über die republikanische Propaganda in Italien. Köln, 3. August. Nach der „Köln. Ztg." glauben Petersburger diplomatische Kreise entschieden nicht an den Entwurf eines französisch-russischen Vertheidigungs- Vertrag es, denn an allerhöchster Stelle sei man von der säst an Tollheit grenzenden Begeisterung der Russen für die Gäste keineswegs erbaut. Selbst die russische Kaiserfamilic berge noch Deutschenfreunde, namentlich machen die Großfürsten Wladimir und Michael kein Hehl aus ihrer Abneigung gegen die Republik. Das Spielen der Marseillaise dürste nach der Abfahrt der Franzosen wieder verboten werden. — Die „Köln. Ztg." bringt die Meldung von einer abermaligen Verstärkung der russischen Grenzwache längs der deutschen Grenze. Gegenwärtig würden die mit 30 Soldaten belegten Stationen bedeutend erweitert und Neubauten für Offizierswohnungen angelegt. Bochum, 3. August. Die Generalversammlung des westfälischen Kohlensyndicats beschloß eine sofortige Einschränkung der Cokessabrikation um 10%. Breslau, 3. August. Aus der Strecke Breslau-Königszelt entgleiste ein Zug. Bis 12 Uhr fehlten Details. Prag, 3. August. Die cartellirten böhmischen Eisen- ' werke erhöhten den Grundpreis für Wagenachsen um fl. 1.50 pro Metercentner. Prag, 3. August. In der Nacht von Sonntag aus Montag wurden drei Mitglieder des deutschen Sommertheaters von czechischen Burschen üb er fallen, geschlagen und gestochen. Die, Attentäter entkamen. Madrid, 3. August. Der in Barcelona vorgekommene Angriff von 14 Personen auf die Wache der Kaserne von Buen Suceso wird auf ein Börsenmanöver zurückgesührt. Die Republikaner erklären, der Angelegenheit sernzustehen. Sechzehn Personen wurden verhaftet und werden vor das Kriegsgericht gestellt. Das Attentat ist ohne jegliche politische Bedeutung. NewHork, 3. August. Die gesammte Weizenernte wird aus 600 Millionen Bushels geschätzt. Loyaler Httb provinzielles. Gießen, 4. August. — Morgen Mittwoch Abend 8 Uhr wird Herr Dr. Epstein, dessen Leistungen aus spiritistischem Gebiete allgemein gerühmt werden, im großen Saale in Steins Garten eine sp i r i t ist ische S o i r 6 e veranstalten. Der genannte Herr, welcher bereits vor verschiedenen hohen und höchsten Herrschaften auftrat, hat sich durch sein Hellsehen, seine tanzenden Sceletts, sein Geisterklopsen u. s. w. Rus erworben. — Messeraffaire. Am Sonntag Abend geriethen zwei junge Leute aus Wieseck, ein Schlosser und ein Weißbinder, auf dem Wege von der Wellersburg nach Wieseck in Streit, wobei ersterer dem letzteren mehrere nicht unbedeutende Meffer- zu repräsentiren, zu einer gesellschaftlichen Angewohnheit wird, die den Standard of life ganz wesentlich erhöht. Die Gewohnheit ist es, die wir bekämpfen- die Sclaverei, in der wir in gesellschaftlicher Beziehung so wie so schmachten und die durch falsche Ansichten über die Pflicht der Repräsentation nur vermehrt wird, ist es, von der wir uns emancipiren möchten. Die kleine Heuchelei, welche bei den Feindseligkeiten, die den Widerstand beenden, den schließlich jeder Mann aus Rücksicht aus die Kriegskosten der Badereise seiner gesunden Frau entgegensetzt, mit unterläuft, wollen wir nicht allzu scharf nehmen, denn im Eheleben wird so oft geheuchelt, daß es auf eine erheuchelte Krankheit mehr oder weniger gar nicht ankommt. Bedenklich ist, wie gesagt nur, daß die Repräsentation, die modernste der Sclaverei, auch hier das große Wort führt. Dieser Suprematie erklären wir den Krieg. Wenn wir bedenken, wie ungemein luxuriös gegenwärtig die Lebenshaltung ist, wie kostspielig cs in dem Jahrhundert der socialen Gegensätze ist, ein „Haus zu machen", was die Bälle, das Theater, die Gesellschaften jährlich verschlingen, dann ist es zeitgemäß, hier zu warnen. Die übertriebene Repräsentationsverbindlichkeit , die man sich in den besser situirten Kreisen auserlegt, hat in den weniger gut situirten Volksschichten die übertriebene Vergnügungssucht im Gefolge. Mit welchen Nachtheilen aber dies gegenwärtig für das Volksleben, die Erwerbsverhältnisse und die Ausgleichung der socialen Gegensätze verknüpft ist, das bedarf keiner Erörterung. Die Badereise zählen wir den übertriebenen Repräsentationsverbindlichkeiten bei und deßhalb wäre es social und wirthschastlich ganz gut und schön — wenn in den Bädern weniger Gesunde anzutreffen wären, als dies gegenwärtig der Fall ist. stiche beibrachte, so daß derselbe gestern Morgen in die Klinik hierher verbracht werden mußte. — Für die künftige Obsternte ist es gefährlich, im Obstgarten das Fallobst liegen zu lasten, da sich in jeder Frucht eine Made oder ein Wurm der Larve des Apselwicklers entwickelt. Die wandert dann von einer gesunden Frucht zur andern oder verpuppt sich hinter der Rinde des nächsten Baumes, um zu überwintern. Im Juni des nächsten Jahres beginnt sie dann von neuem ihre verderbliche Thätigkeit. — Internationale elektrotechnische Ausstellung in Frank- furt a. M. 1891. Die Arbeiten an der Kraftübertragungslinie Lausfen-Frankfurt, welche Mitte Juli für Rechnung der Internationalen Electrotechnifchen Ausstellung begonnen haben, sind in vollem Gange. Auf der Linienstrecke Franksurt-Jagstseld, welche von der Reichs-Telegraphenverwaltung ausgeführt wird, sind 8 Arbeitercolonnen beschäftigt, an deren Spitze je 1 Leitungsrevisor und ein Leitungsausseher stehen; aus württembergischer Seite arbeiten 3 Colon- nen. Das zum Bau der Linie erforderliche umfangreiche Material an Stangen, Traversen, eisernen Schwellen und Isolatoren ist rechtzeitig in den dafür bestimmten Lagern eingetroffen, so daß die Arbeiten von Anfang an ihren regelmäßigen Fortgang nehmen konnten. In Folge der getroffenen zweckmäßigen Maßnahmen und der energischen Förderung seitens der betheiligten Beamten ist es, trotz der vielen Terrainschwierigkeiten, möglich gewesen, daß das Gestänge aus der ganzen Linie schon jetzt beinahe fertig gestellt ist. Im Anschlüsse hieran wird mit Beginn der nächsten Woche mit dem Ziehen der Drathleitungen begonnen werden. Dank der großartigen Leistung der Firma Hesse Söhne in Heddernheim, welche das erforderliche Quantum von über 1200 Ctr. Kupser- draht in wenigen Tagen an die Verwendungsstellen geschafft hat, kann auch die Arbeit des Drahtziehens sofort überall in vollem Umfange ausgenommen werden. Vorher sind die Isolatoren mit Oel zu füllen, welches die Firma A. Wingen- roth in Mannheim liefert. Von der Größe des Unternehmens gibt u. A. die einfache Thatsache ein richtiges Bild, daß zur Füllung der Isolatoren allein 750 kg Oel erforderlich sein werden. Da die Herstellung der Drahtleitungen unter sachverständiger Leitung außerordentlich schnell vor sich geht, so ist mit Sicherheit zu erwarten, daß die drei je 175 km langen Leitungen zwischen Lauffen und Frankfurt gegen Mitte des Monats August sertiggestellt sein werden. Friedberg. 3. August. Der hiesige katholische Geistliche, Pfarrer Thöbes, feierte gestern sein 25jähriges Priesterjubiläum. Der katholische Kirchenchor brachte dem Jubilar schon am Vorabend ein Ständchen, bei welchem Reallehrer Dr. Ebner die Ansprache an den Gefeierten hielt, und sang beim Hauptgottesdienst mit großer Präcision eine lateinische Messe von Molitor. Domprobst Fe he von Worms schilderte in beredten Worten die Aufgabe des Priesters und die ihm gebührende Ehre. Die katholische Gemeinde Friedberg widmete dem Jubilar zur Erinnerung an diesen Tag einen prachtvollen Chormantel, die katholische Gemeinde Bad-Nau- Heim und Kurgäste stellten demselben eine namhafte Summe zur freien Verfügung, die derselbe, wie wir hören, als Bau- capital für eine Capelle in Bad-Nauheim bestimmte. Aus den zahlreichen eingelaufenen Briefen und Telegrammen fei besonders ein Schreiben des Vertreters der hiesigen israelitischen Gemeinde erwähnt, worin derselbe dem Jubilar seine Glückwünsche im Namen derselben ausspricht. Friedberg, 3. August. Der gegenwärtig im Dienste der Londoner Stadtmission stehende Geistliche Carl Vogt, welcher noch nicht lange das Predigerseminar in Friedberg verlassen und durch seinen heldenmütigen Rettungsversuch bei dem Unglück im Nauheimer Teich in rühmlichem Andenken steht, hatte vor Kurzem abermals Gelegenheit, ein Werk wahrer Menschenfreundlichkeit zu vollbringen, doch dieses Mal mit glücklicherem Ersolg. Der Hergang ist kurz folgender: Sonntag den 19. Juli befand sich Vogt auf dem Wege nach seiner im Westen von London gelegenen Kirche, in welcher er den Abendgottesdienst zu halten hatte. Er hatte soeben die Wohnung des Directors der Stadtmission, Dr. Schöll, dem er einen Besuch abgestattet, verlassen und ging den Paddington-Canal entlang, einer der größten und tiefsten Canäle in dem genannten Stadttheil- plötzlich sah er vor sich eine große Menschenmasse und lautes Rusen und Schreien drang zu seinen Ohren. Schnellen Laufes eilte er an die Unglücksstätte und hier vernahm er, daß ein Kind in den Canal gefallen und bereits untergegangen sei. Obwohl durch den raschen Gang sehr stark erhitzt, warf er sofort sein geistliches Gewand ab und sprang an der ihm bezeichneten Stelle ins Wasser. Nach mehrmaligem Untertauchen gelang es ihm, des Verunglückten, eines sechsjährigen Kindes, Habhast zu werden und dasselbe glücklich und noch lebend ans User zu bringen, wo es der weiteren Behandlung eines gerade anwesenden Arztes übergeben wurde. Nach dieser unerschrockenen und heldenmüthigen That setzte Vogt seinen Weg weiter fort und hielt seinen Abendgottesdienst. Ehre dem wackeren Mann, der nun schon zum zweiten Mal sein Leben gewagt und ein Werk wahrer Menschenliebe vollbracht hat. 4® Mücke, 3. August. Auf dem gestern dahier abgehaltenen Sängcrtag des Ohm-Lumdathal-Sängerbundes, der wegen ungünstiger Witterung und des 14 Tage vorher stattgesundenen Sängerbundesfestes zu Merlau verlegt werden mußte, wurde Stangenrod als Festort für das nächste Jahr bestimmt. vermischtes. * Frankfurt a. M., 3. August. Gestern Abend 9% Uhr erschoß sich in der Eschenheimer Anlage in der Nähe des Eschenheimer Thurmes auf einer Bank der Maschinenschlosser Simon Moritz Reitz. Nach einer bei dem Selbstmörder vorgefundenen Notiz war das Motiv der That ein Augenleiden. Die Leiche wurde nach dem Sachsenhäuser Friedhöfe verbracht. * Frankfurt, 3. August. Der billige Eintrittspreis zur electrotechnifchen Ausstellung hatte am gestrigen Sonntag eine ganz außerordentliche Anziehungskraft aus das auswärtige Publicum ausgeübt. Vom Bahnhofe her fluthete mit jedem ankommenden Zuge ein neuer Strom zu dem Ausstellungsplatze hinüber, der von den ersten Nachmittagsstunden an mit all' seinen Annexen buchstäblich gefüllt war. In den Wirthschaften waren alle verfügbaren Plätze besetzt und in den Ausstellungshallen konnte die Ordnung nur durch die vortrefflichen Circulationsvorschristen, auf deren genaue Beachtung die Beamten zu halten angewiesen waren, aufrecht erhalten werden. Die Zahl der Besucher mit Zwanzig- psennigbilletten betrug 30 960, dazu kamen noch 4467 Personen mit Tickets, so daß die Ausstellung gestern im Ganzen von 35427 Personen besucht wurde. Potsdam, 2. August. Wie nähere Nachsorschungen ergeben haben, sind nicht vier, sondern sechs Mann des ersten Garde-Regiments z. F. von dem heftigen Blitzstrahl, der am 31. Juli Nachmittags in die in den Eichbergen von Saarmund Schießübungen abhaltende Truppenabtheilung hineinfuhr, schwer betroffen worden. Es war die Leib-, die dritte und die fünfte Compagnie dorthin ausgerückt. Dem einen der Verunglückten soll das eine Bein stark verbrannt sein, das Befinden giebt zu Bedenken keinen Anlaß. Dem Kaiser wurde von dem Vorfall sofort Meldung gemacht. — Prinz Friedrich Leopold hat sich persönlich nach dem Befinden der Soldaten erkundigt. Das Gewitter zog herauf, als die Mannschaften eben die Schießübung beendet hatten. Ein Theil lag aber noch in den Schießgräben, als der Blitzstrahl eine in der Nähe stehende Fichte traf und von dieser nach einem der Schießgräben absprang. Ein weiterer Blitzstrahl desselben Gewitters traf ein Gehöft in dem zwischen Saarmund und Trebbin belegenen Dorse Mischendors und zündete, so daß das Gehöft niederbrannte. * Eine Concession. Die Kammerfrau: „Die Miether aus dem zweiten Stock lassen bitten, ob die gnädige Frau die Güte haben wollte, während der nächsten Tage nicht zu spielen; es ist Jemand bei ihnen gestorben." — Die gnädige Frau: „Sagen Sie zurück, das sei mir unmöglich. Die einzige Concession, zu der ich mich verstehen kann, ist, daß ich während der nächsten Tage nur Chopin spiele." Literatur und Auust. — „Den Vogel erkennt man an den Federn". Kein Geringerer als Altmeister Brehm war es, der den elementaren Begriff dieses Sprichworts einem naturwissenschaftlichen Aufbau zu Grunde legte, welcher unter dem Motto: „Ein Blick auf das Leben der Gesammt- heit" die trefflichste Eharacteristik der Vogelwelt bietet, die wir kennen. Mit ihr gewährt uns der Forscher eine vorzügliche Einführung in feine große Naturschilderung derjenigen Gruppe des Thterreichs, dessen Einzelgestaltungen der Mensch die Symbolik für die Verkörperung seines idealen Strebens entnahm. Das „gefiederte Volk" gehört der Gesammtheit. Es hat bei Jedem, ob vornehm oder gering, Sitz und „Stimme": seine Naturgeschichte ist zum volksthümltchen Wissen geworden. Die vollendetste Darstellung derselben hinterließ uns Brehm. Sie ersteht jetzt nach dessen Tod neu in der von seinem berufensten Nachfolger, Prof. Dr. Pechuel-Loesche, unter Mitwirkung von Dr. Wilh. Haacke im Geiste Brehms bearbeiteten neuen, dritten Auflage von „BrehrrrS ThierleVen". Der soeben in dieser erschienene vierte Band eröffnet in der bei diesem Werk einzig dastehenden fesselnden und anziehenden Brehm'schen Schreibweise die Schilderung der Gruppe Vögel und umfaßt hiervon die erste Ordnung: Baumvögel. Wenn man Brehm irgendwie die Absicht zuschretben wollte, daß er durch sein Werk den Freunden der Thterwelt neue Anhänger habe zuführen wollen, so wäre der Zweck sicherlich als erreicht zu bezeichnen. Es ist nicht gut denkbar, daß Jemand, der „Brehms Thierleben" aus eigner Anschauung kennt, sich jemals ganz von dem gewonnenen Interesse wird losreißen können. Am Begreiflichsten findet man das beim Durchblättern des vorliegenden vierten Bandes. Entgegen den früheren Bearbeitungen beginnt in der neuen Auflage die erste Familie der Sänger den Neigen, und die lieben Bekannten, die wir 7chon in unseren ersten Schuljahren besangen: „Amsel, Drossel, Fink und Staar, grüßen mit „der andern Vögel Schaar" aus diesem Buch in vorzüglicher Text- und Bildausführung so vertraulich heraus, daß wir nachdem nur ungern zu etwas anderem greifen. — An die Familien der Sänger schließen nach der in der neuen Bearbeitung durchgeführten Systematik die übrigen Familien der Baumvögel von den Raben bis zur (vierunddretßigften) Familie der Mäusevögel an. Der Text ist durch mehrfache Neueinfügungen vermehrt, ältere Abhandlungen finden wir neu durchgearbeitet und auf den heutigen Standpunkt der Wiffenschaft gebracht. Durch die Feinheit der Zeichnung, die im Druck vorzüglich wiedergegeben, fallen die Tafeln in Ehromodruck: Wasserschmätzer, Zaunkönig und Gebtrgs- stelze: Webervögel; Paradiesvögel und in Schwarzdruck die Tafeln: Drosseln und Meisen besonders angenehm auf. Im Text neu ausgenommen sind 34 Abbildungen, darunter die Alpenlerche, der Pitpit, Klippenvogel, Toko. Die gesammte Illustration zum vierten Bande von „Brehms Thierleben" setzt sich aus der reichen Anzahl von 144 Abbildungen im Text und 19 Sondertafeln in Chromooruck und Holzschnitt zusammen. Die in dem Werke von uns so oft gerühmte Meisterschaft unserer ersten Thierzeichner Fr. Specht, WUH. Kuhnert, G. Mützel, redet sich in diesem Btlderschmuck selbst das Wort, während die Verlagshandlung, das Bibliographische Institut in Leipzig und Wien, ihre stete Fürsorge für eine würdige und glänzende Ausstattung auch in diesem Band in höchst lobenswerther Weise be- thätigt hat. In „Brehms Thierleben" besitzt die deutsche Literatur der Gegenwart einen geistigen Nationalschatz von unvergänglichem Werth. Möge sich diesem das ganze Volk als Hüter zeigen und dessen eingedenk sein, daß die Entstehung dieser riesigen Geistesarbeit ein ganzes Menschenalter und die volle Schaffenskraft eines seiner besten Söhne erfordert hat. Verkehr, £anfc» rrnd Volkswirtschaft. Gießen, 4. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. M. 0,95—1,10, Hühnereier 1 St. 2 St- H—13 4, Enteneier 1 St. 6-7 4, 2 St. — 4. Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen vr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar x 0,60—0,70, Hühner pr- Stück X 1,00—1,30, Hahnen pr. St- X 0,60-1,00, Enten pr. Stück X 2,00—2,30, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—76 4, Kuh- und Rindfleisch 60—64 4, Schweinefleisch 60—70 4, Hammelfleisch 50—54 4, Kalbfleisch 50—56 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,00—8,00, Weißkraut pr. St---4, Zwiebeln per Gentner x 6,50—8.00, Milch per Liter 12—18 4, Kirschen per Pfd. 14—16 4- Temperatur der Kahn und Lust gemessen am 4. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Luft 14 Grad Reaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. fote am t*ut. SK äM* ciuut Kar. ? * * »>'• " 8 Mr darch bie tw “ Senaue $i= Wl M MSI 3 *rn m Ganzen ?A'ors-hungen er- h§ Mann des ersten Blitzstrahl, Elchbergen von : Truppenabtheilunq § »ar die W, ausgerückt. Dem Bein stark verbrannt keinen Anlaß. Dem Meldung gemacht. - nach dem Befinden c zag heraus/ als die beendet hatten. Ein 'n, als der Blitzstrahl und von dieser nach weiterer Blitzstrahl dem zwischen Saar- hendors und zündete, 'au: „Die Miether b die gnädige Frau chsten Tage nicht zu i." — Die gnädige tir unmöglich. Die ehen kann, ist, daß in spiele." ,st. cn". Kein Geringerer entaren Begriff dieses bau zu Grunde legte, *0 Lebm der Gesammt- t bietet, die wir kennen, züaltche Einführung in nippe des Thierreichs, -ymbolik für die Ver- Das „gefiederte Volk b vornehm oder gerwg, t zum vollsthümlichen n d-fi-lbm WeM neu in der von seinem Ht, unto leiteten neuen, brittm >r Soeben in dieser er- i Werk einzig dastehmdm :eiboe«e dü Schild« t erste 6fiit in treiben mllit, rtineueW •i-ÄÄ SS*-»* *.*S® ”nbem Wl .«•* JÄS& auf- 3? ber$Wlf' xation AK §MS M b,^ 6 . gtti ■^h ,2 tüt’1 I" uiin61 s°"- Mobiliar-Versteigerung Mittwoch den 5. August, ♦ Wegen Geschäfts- * Vormittags um 9'/r Uhr anfangend. veranschlagt zu 6940 7059 nicht ladenrein, per Pfd. 54 Pfg. - sü-i--------n— i 1 wwwwwwwvwww Winterraps zur Saat »Für Kellner! offerirt und erbittet Bestellungen ® L. Emmei CCt ^.44 4 ▲ * t ti- M kauft man am billigsten im v9(Itl($ umsonst 8Frankfurt.Schublager Badeöfen verkaufe ich Badewannen Backsteine, la. 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In der Privatklagesache des Cigarrenmachers Heinrich Michel in Rodheim als Vertreter seiner minderjährigen Tochter Caroline Michel daselbst, Privatklägers, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch in Gießen, gegen die Specerei- händlerin Marie Gerth in Rod- heim, Angeklagte wegen Beleidigung, hat das Königliche Schöffengericht zu Gladenbach am 21. Juli 1891 für Recht erkannt: daß die Angeklagte der öffentlichen Beleidigungin zwei Fällen schuldig und deshalb mit einer Geldstrafe von fünfundzwanzig Mark, im Unvermögensfalle mit fünf Tagen Gefängniß zu bestrafen und die Kosten des Verfahrens zu tragen gehalten. Zugleich wird der Beleidigten, Caroline Michel in Modheim, die Befugniß zugesprochen, die Verurteilung der Angeklagten aus deren Kosten durch einmalige Einrückung der Urtheils- formel in den „Gießener Anzeiger" binnen sechs Wochen nach Empfang des Urtheils öffentlich bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Gladenbach, den 29. Juli 1891. Aachener Badeöfen für Gas. Liefern sofort heisses Wasser. • Feder-Schuhe 8 Segeltuch-Schuhe • mit Gummisohlen In Auftrag: Louis Rothenberger, Gerichtslsxalor. anerkannt vorzügliche« Fabrikat, empfiehlt I. Happel, Neustadt 56 Feldbrand, la. Qualität. Jedes Quantum billigst. Nahe und gute Abfahrt. Auch können dieselben an die Baustelle geliefert werden. [5942 Andreas Euler. 32 H 35 „ 60 „ 60 „ 284 X 330 „ 84 „ 93 „ Ileilgeöstenes. Stöbt. Sitiladitliaus. Freibank. [7030 !»Ochfenfleifch, gelbe Leder-Halbfchuhe für Mädchen und Kinder werden wegen vorgerückter Saison zu und unter Einkaufspreisen abgegeben. Allein-Verkauf der weltberühmten Otto Herz & Co.'s Schuhe und Stiefel. Um gütigen Zuspruch bittet L. 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