)etat täglich, UuLnahm« des Msutg-s. 1891 Wir. 127 Amts- tmb Anzeigeblatt fth? den Uwb Mefzen. Anrtli^ev Theil 13800 Feuilleton 8000 5200 600 7000 500 1200 680 1150 100 536 180 1149,16 Freitag den 5. Juni Wüt Wmio*tttv»urtauF des An- und NuM.nde» u*tn* «nzeigea für den „Gießener «vzeiger- Äfinelmt loe Anzeigen zu der K»chmittags für d« fetgend« Lag erscheinenden Nummer dis vor«. 10 Uhr. 1. 2. 3. 4. 5. 2500 300 300 Vereinsfond: JL 687,66 •k Nehmer 8H*if*t*erattei Mk8 dem Anzeiger dreimal detgelegt. Ueberschuß aus vorderen Jahren . . Zusckutz aus Großh. Hauptstaatskasse im Ordinarium........ Zuschuß aus derselben für Hebung der ad 8. lieber die Verwendung fraglicher 7000 Mk. wird demnächst weiter beschlossen werden. ad 9. Aus dem Betrag von 500 Mk. sollen 100 Mk. zurückgehalten und nur dann ganz oder theilweise ausgezahlt werden, wenn am Ende der Weidezeit die Aufsichtscommission sich über die Haltung der Fohlen und überhaupt die Behandlung derselben während des Aufenthaltes auf der Weide günstig geäußert haben wird. ad 10. Diese 1200 Mk. sollen wiederum zu gleichen Theilen an die landw. Bezirksvereine dann ausgezahlt werden, wenn dem Präsidium Nachweis über die Verwendung gegeben ist. ad 12. Aus dem Betrag von 1150 Mk. sollen 550 Mk. zur Verzinsung und theilweisen Rückzahlung des vom Provinzialausschuß unter Zustimmung des Provinzaltages zum Zweck der Errichtung eines pomologischen Gartens zu Friedberg zur Verfügung zu stellenden Kapitals von 11600 Mk. verwendet, die übrigen 600 Mk. aber den Bezirksvereinen nach noch näher zu treffenden Bestimmungen überwiesen werden. Laubach, den 2. Mai 1891. Der Präsident des landwirthschaftl. Vereins von Oberhessen: Friedrich Gras zu Solms-Laubach. Summa . B. Ausgabe r 1. Bureau, Kasse und Rechnungswesen . 2. Verwilltgungen an die landw. Bezirksvereine ......... • 3. Kosten der Zeitschrift für die landw. Vereine........... 4. Gehalt des Wtesenbaumeisters . . . 5. Für die landw. Winterschulen . . . 6. Beitrag zu den Kosten des Deutschen Landwirthschastsrathes ..... 7. Beitrag zu den Kosten der Vertretung in den Eisenbahnbeiräthen . . ♦ • 8. Für Hebung der Rindviehzucht . . 9 Unterstützung der Provinzialfohlenweide 10. Beitrag zu den Kosten der landw. Vorträge...... ♦ • ♦ 11. Für die Haushaltungsschulein Lindheim 12. Zur Förderung des Obstbaues und der Gemüsezucht........ 13. Zur Förderung dec Bienenzucht . . 14. Beitrag zu den Kosten des Landesausschusses ...... • • • 15. Für Transportkosten der Ausschutzmitglieder ....... 16. Für unvorherzusehende Ausgaben . . Summa . Viehzucht......• • * • Zuschuß aus derselben für Forderung des Obstbaues......... Beitrag der Aachen-Münchener Feuerversicherungsgesellschaft ...... 6. Beitrag des Landespferdezuchtvereins . 7. Beiträge der Mitglieder . ..• eines Poeten, war stets zur Demuth bereit und lebte ein ruhiges, regelmäßiges Leben. Des Abends umarmte er mit Zartheit und Respect seine junge Frau, Namens Gretchen, blond wie er selber, aber sehr schwach und delicat. Wenn er dazu tüchtig gegessen und getrunken hatte, überkamen ihn wieder die Gedanken von den Leiden der Menschheit, dann improvisirte er ein „Lied", melancholisch und langsam, eine Legende, in der die Elfen und Nixen mit den Kobolden auf Strahlen des Mondes tanzen." In Berlin angekommen, drängt sich dem Autor abermals die Wahrnehmung auf, daß die Deutschen in Allem eine linkische, plumpe, unelegante Manier zeigen, welche der Verkehr mit anderen Völkern und die Civilisation nie haben zu ändern vermocht. Sie sind ein großes Volk, dessen fünf Sinne primitiv geblieben sind. Die deutsche Küche leidet an größter Monotonie und Geschmacklosigkeit,- wenn ein Deutscher an einem Gericht nicht genug hat, so verlangt er davon eine zweite Portion, aber nicht eine andere Speise. Die Stunde und der Ort ist ihnen gleichgiltig, sie essen im Cafe, im Theater, im Museum, ja auf dem Trottyir, wo sie schnell ein Stück Roastbeef sich in einem Laden gekauft haben. Viele Familien haben die Gewohnheit, mit Kind und Kegel täglich im Bierhaus zu soupiren, wo sie in tiefem Schweigen ihre Portionen verzehren. Dann zünden die Männer Cigarren an, die Frauen bleiben aber mit gekreuzten Armen unbeweglich sitzen, bis es zehn Uhr schlägt. Der Gebrauch von Tischtüchern und Servietten in den Restaurants ist noch sehr excepüonell - junge Herren kämmen sich bei Tisch Haar und Bart und allgemein führt man die Bissen mit dem Messer zu den Lippen. Die Deutschen haben kein anderes Getränk als das Bier. Die Sitzungen der Gelehrten haben keinen anderen Zweck, als Bier zu trinken. Ein anderes Vergnügen kennt man hier zu Lande nicht, auch keine andere Form der Bestrafung, denn jedes Versehen muß immer mit dem Leeren einiger Schoppen gesühnt werden. Wenn nun der Sinn des Geschmackes bei den Deutschen aus so roher Entwickelungsstuse stehen blieb, so eultivirt dagegen kein anderes Volk so sehr den niedrigsten, den Geruchssinn. Ueberall duftet es von Pat- chouli, Muse und anderen Parfums und trotzdem riechen die elegantesten Damen nach Tabak, weil man in ihrer Gesellschaft ungenirt raucht. ^Die entsetzliche Atmosphäre der Bier- verkäuser scheint sie nicht zu incommodiren. Der Gehörsinn hat bei den Deutschen größere Stärke, als bei anderen Nationen, ist jedoch minder nuaneirt. Ihre Stimmen, ihr Lachen, der Vortrag ihrer Schauspieler klingt auch monoton. Die Musik ist aber ein natürliches Bedürsniß dieses Volkes, eher würde der Deutsche aufhören zu trinken als zu singen Deutsches Reich. Darmstadt, 3. Juni. Im Laufe dieses Monats wird die Erste Kammer der Stände nochmals zu einigen Sitzungen zusammenberufen werden, um sich über verschiedene von der zweiten Kammer bereits erledigte Regierungsvorschläge, Anträge u. s. w. schlüssig zu machen. 6 Uhr begab ich mich durch die Stadt nach dem hoch gelegenen Exereierplatze, wo die feindlichen Feldwachen einander gegenüberliegen sollten. Die Vierziger, von denen nur das 2. Bataillon in der Stadt, lagerten im Stroh aus dem Platze, die Bevölkerung hatte sich aus dem Abhänge gesammelt, um aus die feindlichen Posten hinabzublicken. Der Lieutenant von der Feldwache erzählte mir, es sei bis jetzt nur Nachricht gekommen, der Feind sei von Sterck mit 1500 Mann bei Perl über die Grenze hereingebrochen, aber von unseren Husaren zurückgejagt worden. Die Garnison von Trier hatte daraufhin schon Ordre zum Abmarsch erhalten. Um mich sofort an der Grenze zu orientiren, saß ich um 8 Uhr bereits in einem nach Trier abgelaffenen Militärzüge, dem letzten, wie man glaubte. Auch auf diesem Wege fand ich noch alles still- nur an einzelnen Punkten, an welchen die Bahn die französische Grenze streifte, schossen die französischen Feldwachen in unsere Coupes. In Trier, meiner Vaterstadt, am Abend eintreffend, suchte ich den Com- mandirenden, den General von Barnekow, mit dem ich 1866 in Waldenburg das komische Rencontre gehabt. Die Garnison stand marschbereit, die Bevölkerung war in banger Erregung, die Stadt aber war finster, daß ich, nachdem ich im Rothen Hause mit den Offizieren verschiedene „Miseräbelchen" getrunken, die breite Simeon-Straße nicht erkannte, als der Adjutant Lieutenant Gisevius so freundlich war, mich zu seinem Vater, einem höheren Justizbeamten, zu führen, wo ich auch Nachricht erwarten sollte, ob in der Nacht noch ein Militärzug nach Saarbrücken zurück abgelassen werde. Der alte Herr und seine Gattin empfingen mich sehr liebenswürdig in ihrer Wohnung, in der alles Transportable zur eventuellen Abreise gepackt war. „Sie erkennen nicht, wo Sie sich befinden?" fragte er, als er mich durch die Räume führte. — „In der Behausung eines gastfreundlichen Ehepaares," erwiderte ich. — „Das wollte ich nicht hören," meinte er, „Ihnen vielmehr nur sagen, daß in diesem Zimmer da Ihre Wiege gestanden, wie mir der Hauswirth, unser „Ueber Deutschland." Ein französischer Tacitus ist unserem lieben Deutschland in der Person eines Mr. T. de Wyzewa erstanden, der seine „impressions“ in der „Revue des deux Mondes“ veröffentlicht. Die Tollheiten dieses französirten Slaven setzen all dem Unsinne, der in der Pariser Tagespreffe über dieses Thema zu Tage gefördert wird, die Krone auf. Seine Schilderungen sind so komisch, daß sich ein Commentar dazu oder eine Critik von selbst vorbereitet. Sehen wir zu, was Herr Wyzewa über das Leben und die Sitten von heute in Deutschland zu berichten weiß. Er beginnt also: „Es war einmal ein Deutscher, Namens Michel. Ein großer, grober, vierschrötiger Kerl mit rundem, geschwollenem Kopf, schweren Geistes, aber voll Leidenschaft für die Wahrheit. Er ging immer geradeaus, ohne sich um die Meinungen der Anderen zu kümmern, hatte das Herz eines Kindes ober Bemerkungen zur Ausgabe. ad 5. Die hier eingestellten 300 Mk. sollen zu gleichen Theilen den landw. Winterschulen zu Alsfeld, Büdingen und Friedberg überwiesen werden. alter Herr G., erzählt, der sich übrigens vor den Franzosen heute schon davon gemacht." Jetzt erst erfuhr ich den Namen der Straße, und wie ich da stand in dem von einem Kerzenlicht nur matt erhellten Raume, in welchem Kisten und Kasten gepackt waren, dämmerte allerdings in mir eine melancholische Erinnerung. Ich sah mich hier noch auf den Knieen der Kameraden meines Vaters oder auf ihren Säbeln reiten, sah mich, den alten treuen Bärwald zur Seite, mit meinem Ziegenbocksgefährt in der Straße kutschiren.--Aber hier blieb keine Zeit zur Melancholie- beunruhigende Meldungen hatten die eilige Ablaffung des Militärzuges nothwendig gemacht- ich konnte nur noch dem freundlichen, würdigen Ehepaare dankend die Hand drücken und in der Straße der in tiefem Dunkel liegenden Porta nigra einen Gruß winken, in deren Schatten ich als Kind gespielt, denn jede feindliche Demonstration über die Grenze hinaus würde mich vom Schauplatze der Thatsachen abgeschnitten, auf den unbequemen Weg durch die Eifel verwiesen haben. Nach Saarbrücken zurückgekehrt, fand ich alte Freunde in den Offizieren des 7. rhein. Ulanen-Regiments, mit denen ich in Böhmen manchen schweren Tag verlebt. Sie lagen hier nur in zwei Schwadronen zur Unterstützung des Infanterie-Bataillons unter Befehl ihres Majors v. Pestel, des VorpostewCommandeurs, der selbstverständlich nicht die Ausgabe hatte, einen so unmittelbar an der Grenze gelegenen Platz zu halten, während unsere Armee erst in der Mobilmachung begriffen und die Reservisten noch umherliefen, um ihre Regimenter zu suchen. Auf Einladung des Majors v. Pestel bezog ich das Hotel zur Post, in welchem er fein Hauptquartier aufgeschlagen, den Sammelplatz namentlich der Ulanen - Offiziere während dieser unruhigen Tage. Unwillkürlich erinnerte ich mich in ihrer Gesellschaft eines Moments aus der Schlacht von Königgrätz. Ehe ich mich nämlich am Nachmittage der Attaque auf Problus anschloß, hielt ich an der Seite des Generals v. Below. Dieser sammelte, die Ordre zum Ein- JHeewmtetsyrfM’ 2 Mark 20 W vringerloyn. Durch bte Post bez«I« 2 Mark 50 Pftz. «ebacticm, uttb Druckern: -ch»tftr«ße Amchrrtcher 51. Bekanntmachung, den Voranschlag des landw.Vereins vonOberheffen für 1891/92 betreffend. Nachdem Großh. Ministerium des Innern und der Justiz den vom Ausschuß des landw. Vereins von Oberhessen ausgestellten Voranschlag genehmigt hat, wird derselbe hiermit 13800 8499,16 zur öffentlichen Kenntniß gebracht. A. Einnahme^ Staatssond: Meßmer Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Am Vorabend des deulsch-stsnpfischen Feldzuges 1870—71. (1. Fortsetzung.) Zu Tausenden strömten sie hier bereits zusammen auf des Königs Ruf. Auf der Rhein-Nahe-Bahn brannten die Pechfackeln die Nacht hindurch, in der mich em schwer belasteter Zug zur Grenze trug, und auch hier sammelten sie sich aller Orten zu den Fahnen. Tausendstimmtg schallte die „Wacht am Rhein" durch die Nacht, tiefe Stille aber herrschte in Saarbrücken, als ich im Morgendunkel von dem schloßarttg dalieaenden Bahnhofe in die Stadt schritt. Die Gerüchte waren natürlich den Ereigmffen voran- geeUt; Saarlouis, so hieß es unterwegs, sollte durch eine Überrumpelung schon genommen, Saarbrücken bereits in den Händen der Franzosen sein. Ich selbst hätte mir m diesem Morgendüster nicht sagen können, in wessen Händen diese Stadt, denn kein lebendes Wesen begegnete mir. £*ote Hagen zuschreitend, sah ich vor demselben ein Strohlager, zweifellos ein Posten - aber wars Freund oder Feind ? Zu meiner Beruhigung erkannte ich im Halbdunkel die preußische Uniform, einen Unteroffizier des 40. Regiments, der am Pfosten des Thorweges lehnte, während die Schildwache zur Seite träge hin und her schritt. Auf meine Frage, wie es hier stehe, sagte er mir, es sei noch nichts weiter vorgefallen, als daß draußen von der Feldwache ein französischer Chasseur vom Sattel geschaffen worden- indeß sei gestern Abend die Meldung gebracht worden, die Stadt solle in dieser Nacht überfallen werden. Diese Nacht war nun schon vorüber - das erste Morgengrauen erhellte den Himmel. Ich warf mich in meinem Zimmer auf ein Sopha, um den Tag zu erwarten. Um 750 100 6961,50 8499,15 1400 2234 2900 '"■■'Mn“ "retten, ^steigern. UvMer. Waisenhauses 2 Knne im wv Mark. 8 VOn Mk. 10000 5000 18 vM.k, 3000 wn Mk. 2000 ?e Mk. 1500 innverhältniss: ällt ein Gewinn'. Movbr. 1891. 1 Mark. in der Ricker'schen itier (Schulstrasse), 'erkaufsstellen, bei beziehen durch die ersten deutschen ihr i. B. jun. in Mainz. 3-4 Zimmer mit Zuleitung, zu vermieten. Steinstraße 13. mer mit Zubeh., Wasser- umtheil, per 1. Juli zu Steinstraße 55. 1 oon 3 Zimmern mit rihm. Riegelpsad 2. WM 1U venmethen JU Wstadt U lbalbtt'^.MZubehot ■Wsy. Ä*.. is, 3 Zimmer mit Ca- im. mt, Kaplansgaft_2._ ft 15* ein Logis ,u M.Matut. t ßtmft, üfenw 40, tat, ift bet 2. Stock Wnleikmz, Mch- zum1. M ium- Nr. W* ch?NGue Mack Mr zu vemiethen^ H^Jahren von Frau umege-abteMansarden- r,"'S Täen - oder zu spielen, überall Instrumente, Gesangvereine, Drehorgeln, Pianos. Andere angenehme Eigenschaften dieses unglücklichen Volkes sind der ungeschickte Gang mit schlenkernden Armen und sein langsamer Walzertanz, besonders aber die Liese, fortwährende, unabänderliche Verachtung des Mannes gegen das Weib, welches in alle» Gesellschastsschichten ein untergeordnetes Wesen ist, im Zustand vollkommener Unterwürfigkeit gehalten. Diese Sache, sagt Herr Wyzewa, datirt aber nicht von gestern. Die alten Friesen verkauften ihre Frauen und Mädchen an die Römer, alle mittelalterlichen Gedichte der Deutschen bringen die Verachtung des Weibes zum Ausdruck. Das spricht sich auch heute noch deutlich aus. In den öffentlichen Gärten spielen die Knaben und Mädchen niemals miteinander- die Studenten aus den Universitäten lieben es nicht, von ihren Geliebten zu sprechen, sie sehen sie nur in verlorenen Augenblicken, denn die Frau spielt in ihren Gedanken eine weit geringere Rolle als das Bier und der Tabak. Als Aerzte oder Profefforen machen sie es dann natürlich nicht anders. Hat der Mann Gäste, so ißt die Frau in der Küche. Die Hoteliers präsentiren bei der dable d’höte, während ihre Frauen mit den Domestiken speisen. Zwischen Mann und Frau mangelt es in Deutschland auch gänzlich an Stoff des geistigen Verkehrs, was der große Satyriker deutscher Sitten — Oberländer — in einem Bilde ausdrückte, unter welchem zu lesen steht: „Margarethe, Du kannst mein Bier austrinken; es ist schon warm, ich werde mir ein frisches bringen lassen!" Kann eine köstlichere Probe davon, wie der Autor die deutschen Verhältnisse kennt, gewünscht werden? Doch — der geehrte Leser wird hiermit genug haben. Was noch folgt, besteht in der Beweisführung, daß der Mangel an Initiative bei den Deutschen den Geschmack an der Reglementation herbeisührt, welche die Selbstverachtung und die Begeisterung für Frankreich und den esprit frangais hervorruft. Glücklich wie Gott in Frankreich, sei in Deutschland jetzt noch ein Sprichwort. Nach dem Muster der Mde. de Stasi werden dann die großen deutschen Denker von Leibnitz bis Schopenhauer mit verblüffender Kenntniß erörtert und zum Schluffe noch über die gewaltige Demoralisation in Deutschland Klage geführt; sie zerstört rapid Alles, was der Mangel an Initiative und der Geist ehrfurchtsvoller Tradition vom Alten noch übriggelassen hat. Der Aussatz schließt mit dem Vergleich: wie man in Pompeji Leichen von Römern gesunden hat, welche ganz frisch schienen, alsbald aber im Wind in Staub zerfielen,, so wird in Deutschland von Berlin der mörderische Windhauch wehen, welcher die langsame Arbeit der Generationen mit einem Male vernichten wird. Wer etwa glauben sollte, daß das Ganze ein verspäteter Aprilscherz ist, kann sich aus der zweiten Lieferung des lausenden Jahrgangs der Revue, Seite 375—399, überzeugen, daß alles fast wörtlich citirt und das Ganze mit einem wiffen- schastlichen Ernst vorgetragen ist, der aus uns natürlich grotesk wirkt. Nerrefte Nachrichten. Wolffs trlegrahbischcS Torrespondenz-Bureau. Berlin, 3. Juni. Abgeordnetenhaus. Berathung der von der Commission beantragten Resolutionen zu dem Anträge Korsch, betreffend das Verbot des Privathandels mit Staatslotterie-Loosen. Die Resolution I (Vermehrung der Lotterieloose entsprechend dem Bedarf) wurde an die Budget- Commissson verwiesen, Resolution II (Aenderung des Vertriebes der Loose) wurde abgelehnt und Resolution III (reichsgesetzliche Regelung) wurde angenommen. Hierauf erledigte das Haus eine Reihe von Petitionen in wenig erheblicher Debatte. Nächste Sitzung Donnerstag um II Uhr. Dritte Lesung des Sperrgeldergesetzes. Berlin, 3. Juni. Der „Reichsanzeiger" erklärt die durch die Presse gegangene Erzählung, wonach der vor vierzig Jahren wegen Doppelmordes unschuldig verurtheilte, vor der Hinrichtung aber entflohene Fleischermeister Gebhardt nach Memel zurückgekehrt sei, für unbegründet. Ebenso seien die Mittheilungen unrichtig, daß die Unschuld des 1855 wegen Mordes Hingerichteten Jägers Puttlitz ermittelt und dies seitens der Justizverwaltung anerkannt worden sei. Berlin, 3. Juni. Die heutige Sitzung des Colonial- raths begann mit der Berichterstattung des Consuls Vohsen hauen erwartend, seine Offiziere um sich, ertheilte ihnen seine Befehle und wandte fich dann an mich: „Sie bleiben an meiner Seite!" — „Aber, Excellenz," rief ich, „Ihre schweren Reiter würden mich ja wie einen Floh erdrücken!" — „Gut. Dann zwei Mann an die Seite dieses Herrn!" befahl er. Während ich aber diese Bedeckung ablehnte, schlug eine Granate dicht bei uns ein und der General und seine Offiziere flogen auseinander. Am anderen Morgen gab er den Offizieren einen Verweis, weil, wenn ich mich recht entsinne, die zur Attaque vorgegangenen Reiter durch einen Granathagel auseinandergesprengt worden. „Excellenz," sagte ich halblaut, als er sich ausgebrummt, „denken Sie noch an die eine Granate, die Ihnen gestern in die Rede fiel?" — „Na ja," meinte er, der in seinem Wesen so Manches von seinem Schwager, dem seligen Wrangel, hatte, „von Pappe war die auch nicht." . . . Inzwischen gings vor Saarbrücken recht lebhaft zu. Die kleine Truppe lag hier ohne Gepäck- ein zweites Bataillon der Vierziger stand weiter zurück, zu ihrer Aufnahme bereit; Täglich geriethen die Feldwachen aneinander- es war eine Lust, bei ihnen da draußen zu liegen, mit den Ulanen Nachts den Weg nach Gersweiler zu patrouilliren oder mit dem Commandeur einen Recognoscirungsritt zu den Vedetten zu machen, deren Fähnlein so lustig auf den waldigen Höhen flatterten. (Fortsetzung folgt.) über die Baumwolleneulkur. Debatte und Beschlußfassung über die vom Ausschuß vorgelegten Resolutionen wurden bis zur Fertigstellung des schriftlichen Berichts ausgesetzt. Ein gleiches Ergebniß trat bezüglich der Frage der Zulassung der Gesellschaften zum Geschäftsbetriebe ein. Es folgte die Berathung über die Eisenbahn Tanga-Korogwe. Der Colonialrath trat im Wesentlichen den Beschlüssen des Ausschusses bei. Zu Mitgliedern des ständigen Ausschusses wurden gewählt Staatssecretär Herzog, Bankier van der Heydt- Elberfeld, zu Stellvertretern Staatssecretär Jacobi, Domherr Hespers und Wörmann. Kiel, 3. Juni. Seine Majestät der Kais,er verweilte gestern fast den ganzen Tag an Bord des „Meteor" und machte heute Vormittag bei prachtvollem Wetter wieder eine Fahrt in See. Ihre Majestät die Kaiserin besuchte mit Ihrer Königl. Hoheit der Prinzessin Heinrich das städtische Armen- und Krankenhaus, später das Mutterhaus zur Ausbildung von Krankenpflegerinnen. Kiel, 3. Juni. Seine Majestät der Kaiser kehrte von der Segelfahrt aus der Dacht „Meteor" gegen 1 Uhr zurück und frühstückte dann mit Ihrer Majestät der Kaiserin und Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Heinrich von Preußen bei dem Contreadmiral Köster an Bord des Flaggschiffes des Uebungsgeschwaders „Kaiser". Pest, 3. Juni. Bei dem Bau des neuen Parlamentsgebäudes stürzte gestern Abend das Gerüst ein. Vier Arbeiter sind tobt, zwei schwer verletzt. Köln, 3. Juni. Heute Nachmittag 3 Uhr schlug der Blitz in das Wasch- und Wischhaus der Dynamit-Fabrik in Schlebusch, Kreis Solingen, ein. Der Umfang der Explosion ist noch nicht übersehbar. Drei Personen wurden getödtet, mehrere verwundet. Rom, 3. Juni. Auf eine Anfrage Pais in der Kammer, ob die Regierung gegen die Judenverfolgungen in verschiedenen Theilen Europas Schritte thun wolle, erklärte der Ministerpräsident Rudini, die Regierung könne sich in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten nicht einmischen. Sollte sie aber in die Lage kommen, ihre Stimme abzugeben, so würde sie dies nur zu Gunsten religiöser Duldsamkeit thun. Turin, 3. Juni. In der letzten Nacht sind in Folge ungemein heftigen Sturmes im Thale Suha mehrere Häuser eingestürzt, wobei neun Personen getobt et unb mehrere verwunbet würben. Paris, 3. Juni. Die Expedition unter Führung bes Lieutenants Quiquerez büßte an ber Elfenbeinküste bei einem Zusammenstoß mit ben Eingeborenen, ber Quiquerez bas Leben kostete, sämmtliche Materialien unb Waffen ein. Konstantinopel, 3. Juni. Zuverlässige Nachrichten von heute 4 Uhr Nachmittags berichten, baß Herr Israel mit dem Lösegelb sich am Dienstag Abenb, begleitet von bem Dragoman ber beutschen Botschaft, bem Dragoman bes österreichischen Consulats unb 28 Mann Schutzwache nach Kirk- Kilisse begeben habe. Die Verhanblungen haben alsbalb begonnen. Die Räuber, bie mißtrauisch würben, verlangen bie Zurückziehung ber Schutzwache, bevor sie bie Gefangenen freitaffen. Die Freilassung wirb morgen erwartet. Konstantinopel, 3. Juni. Der Reichspostsecretär Stephan ist hier angekommen. Washington, 3. Juni. Der Schatzsecretär Foster ver- hanbelt gegenwärtig in Spanien wegen ber Herstellung engerer Hanbelsbeziehungen mit ben spanischen Colonien im atlantischen Ocean. Er soll auch bem Vernehmen nach über einen Reciprocitätsvertrag mit einem anberen Lanbe, besten Name geheim gehalten wirb, unterhanbeln. Locale» unö provinzielles. Gietzen, 4. Juni. — Sitzung Grotzh. Handelskammer vorn 29. Mai 1891. Anwesenb waren bie Herren Scheel, Gail, Heichelheim, Hornberger, Klingspor, Wortmann. Seitens ber Großherzoglichen Handelskammer Mainz ist der Kammer eine an ben Reichskanzler gerichtete Eingabe zur Unterstützung unterbreitet worben, in welcher ber Antrag gestellt wirb, ber projectirten Erhöhung des Eingangszolls aus Leder in Rumänien, Italien unb Spanien entgegenzuwirken. Die Kammer hat bie Unterstützung bieser Eingabe beschlossen. — Im Februar 1892 finbet in Leipzig eine internationale Ausstellung für bas rothe Kreuz, Armeebebars, Hygieine, Volksernährung unb Kochkunst statt. Anmelbungen zu derselben haben spätestens bis zum 1. Januar 1892 zu erfolgen. Wegen ber näheren Bebingungen wollen sich Interessenten an bie Kammer roenben. — Samstag ben 6. b. M. finbet bie mündliche Prüfung ber speziellen Prüfung im Finanzfach 1. Categorie vom Frühjahr 1891 in Darmstabt — im süblichtn Collegiengebäude auf bem Louisenplatz — statt. — Die Kreisämter finb von ber Regierung angewiesen worben, von ben Bürgermeistereien binnen acht Tagen Bericht einzuforbem, „wie groß der Fl'ächeugehalt der im vorigen Herbste mit Winterfrucht (Weizen und Korn) eingesäteu, in Folge der Witterung umgepflügten Grundstücke ist, in welchem Umfange unb mit welchen Früchten biefe Grunbstücke wieber bestellt worben finb, welche Aussichten biefe neuen Saaten bieten unb welche Aussichten für bie Ernte von nicht ausgemachter Winterfrucht unb von Sommergetreibe, bas nicht an Stelle von ausgemachter Winterfrucht gesät worben ist, gegeben sind." Es wirb biefe öffentliche Untersuchung wohl im ganzen Deutschen Reiche angestellt werben. — Die so wohlthätig wirkenbe Unterstützungskaffe der Hesfischen Landes-Irrenanstalten hatte im letzten Rechnungsjahre 1890—91 eine Einnahme von 21,438.17 Mk. unb eine Ausgabe von 19,935.03 Mk. aufzuweisen. Unter ben Einnahmen befinbet sich ber Beitrag aus Großh. Staatskasse mit 1000 Mk., Beiträge aus Spar-, Kreis-, Gemeinbe-, Armen», Kirchenkaffen 2C. in Starkenburg (zusammen 33) 1436 Mk., in Oberhessen (37 Kaffen) 853 Mk. unb in Rheinhessen (14 Kaffen) 526.50 Mk. Als Beiträge von Privaten werben insgesammt 8959.33 Mk. von 14,179 Gebern verzeichnet, während die Pfleggelbbeiträge sich auf 2513.98 Mk. stellen. Der Vermögensstanb ber Kaffe zu Enbe bes Rechnungsjahres 1890—91 war 42,312.66 Mk. — Noch mehr als bie Zahl ber Beiträge ist bie für Unterstützungen erforberliche Summe gewachsen unb zwar von 12,574.61 Mk. in 1889—90 auf 15,460.91 Mk., so baß man, wie ber Bericht bemerkt, nahe baran war, zu bereu völliger Bestreitung bas Capitalvermögen angreifen zu müssen. Nach einer Darlegung ber Abgrenzung des Tätigkeitsbereichs ber Kasse unb ber öffentlichen Armen- berbänbe schließt ber Bericht wie folgt: „Ist hiernach, was unsere Ziele betrifft, Weber bie Staatsregierung, noch bie öffentliche Armenpflege in ber Lage, bie zweckmäßig geleitete freiwillige Vereinsthätigkeit zu ersetzen, unb können wir also mit vollem Recht von Neuem sagen, baß wir ba Hilfe bringen wollen, wo biefelbe, trotz ihrer Wichtigkeit für ben Einzelnen wie für bie Gesammtheit, anberswoher nicht gebracht wirb unb in ber richtigen Art unb Weise nicht gebracht werben kann, so gebeihen doch selbstverständlich unsere Bestrebungen nur um so mehr, je sicherer wir auf den Beifall, bie Mitwirkung unb bie Unterstützung ber Staatsregierung, ber Ge- meinbeüertretung unb ber Vorstänbe der zahlreichen, wohl- thätigen Zwecken gewidmeten öffentlichen Kassen rechnen dürfen. Daß die Ergebnisse des Jahres 1890—91 auch in dieser letzteren Beziehung einen vielversprechenden Fortschritt nachweisen, sei hier nochmals rühmend und dankend hervorgehoben. — Möge unserer Sache auch in dem kommenden Geschäftsjahre der allseitige kräftige Beistand nicht versagt werden, dessen unsere Schutzbefohlenen ebenso bedürftig wie würdig sind." (D. Z.) — Der hessische Landeslehrerverein umfaßt gegenwärtig über 2500 Mitglieder, welche bei ben Delegirtenverfamm- lungen burch 140 Delegirten vertreten finb. Der Zugang innerhalb Jahresfrist beträgt 68 Mitglieber mit 4 Delegirten. — Die Ludwig- und Alicestiftung hat gegenwärtig rund 1900 Mitglieder. A Gedern, 2. Juni. Der im Laufe des verstossenen Winters in den Fürstenstand erhobene Fürst Otto von Stolberg-Wernigerode ist heute hier angekommen unb wirb einige Tage auf feinem Besitzthum (Schloß) verweilen. * Ulrichstein, 3. Juni. Ein in unserer Gegend selten vorkommenbes Wilb, einen Hirsch, erbeuteten vorgestern hiesige Jagbbesitzer. Der Hirsch war bereits angeschossen unb hatte sich in bie hiesigen Reviere verlausen. Bei einer Treib- jagb erlegte Herr Veterinärarzt Sauer benselven - ber Hirsch wog circa 140 Pfund. □ Vom Vogelsberg, 3. Juni. Die Grasversteigerungen in den Gemeinden hiesiger Gegend zeigen nicht eine starke Preissteigerung, wie sie von anderen Gegenden des Groß- herzogthums berichtet wurde, sondern im Gegentheil ein erhebliches Herabgehen der Preise im Vergleich zum vorigen Jahr. Die Ursache daran liegt in dem vorzüglichen Stand der Kleefelder. Ob aber diese Preisredueüon auch bei den demnächst beginnenden Heugrasversteigerungen eintritt, dürste mit Rücksicht auf die Auswinterung großer Stellen im Wiesengrunde zu bezweifeln fein. )( Ranstadt, 3. Juni. Gestern ging ein sehr schweres Gewitter über unsere Gegend nieder, welches an verschie denen Orten ber Umgegenb schrecklich gehaust unb viel Schaben angerichtet hat. So ist in Bleichenbach eine Art Wolkenbruch niebergegangen unb es hat sich eine solche Menge Wasser angehäuft, baß manche Leute gezwungen waren, bas Vieh aus ben Ställen zu entfernen. Die Felder sind vollständig zusammengeflößt. In ber Gemarkung Wallernhausen hat es so stark gehagelt, baß ber Hagel noch nach bem Wetter mehrere Zentimeter hoch auf ben Aeckern lag unb einen bebeutenben Schaben an ben Saaten angerichtet hat. — Kleine Mittheilungen aus dem Grotzherzogthum Hessen. In Auerbach geriethen zwei Arbeiter in Streit, von denen ber eine eine brennenbe Petroleumlampe, der andere eine Petroleumkanne in der Hand hatte. Dadurch, daß der eine mit ber Kanne nach bem anbern schlug, floß Petroleum aus berselben unb verbrannte ben Geschlagenen so sehr, baß an seinem Auskommen gezweifelt wirb. — Von einem bedauerlichen Unglücksfalle würbe am letzten Freitag eine Familie in Seligen stabt betroffen. Die Mutter hatte fich auf einen Augenblick aus ihrer Wohnung entfernt unb ließ ihr im Bettchen liegenbes einjähriges Kinb allein im Zimmer zurück. Nach ihrer Mckkehr war bas Kinb eine Leiche. Es hatte sich in feinem Bettchen umgewälzt unb war in seiner hilflosen Lage erstickt.— Die Mainzer Schützengesellschaft hat sich bereit erklärt, bas 11. beutsche Bunbesschießen 1893 zu übernehmen. Bereits finb 70000 Mark für ben Garan- tiefonbs gezeichnet. DermfMttes» * Frankfurt a. M., 3. Juni. Gestern Nachmittag fiel auf ber Sachsenhäuser Seite oberhalb ber Obermainbrücke ein kleines Mäbchen von neun Jahren, bie Tochter bes Kutschers Brehmke in ben Main. Dies gewahrte ein in ber Nähe promenirenbes stellenloses Dienstmäbchen, Anna Dörrst'ein. Rasch entschlossen sprang es, ba anbere Hilfe fern war, in bie Fluthen, faßte bas eben untergehenbe Kind unb rettete es. Mehrere Passanten zogen bas Mäbchen unb Kinb alsbann ans Ufer. * Frankfurt a. M., 3. Juni. Festgeommen wurde dahier am Hauptbahnhof ein junges Paar, das birect von Calais hier anlangte. Er ein 24jähriger Kausmannsgehilse mit Namen Eugen von Töpfer, angeblich aus Nürnberg, und sie ein Fräulein Tilly Blonderberg, die einzige Tochter eines bedeutenden und sehr vermögenden Londoner Großindustriellen. Der junge Herr soll das Mädchen, bei dessen Vater er in Stellung war, entführt haben. Der Fang glückte einem Berliner Privatdetectivinstitut. Die jungen. .»Ä* kbtm' " 13.M »fr Hrlidjeg^1 !° 1889-.fr Cl^t 6emet[t !*' *Ä2 Ä ^'^°ch, te«ä *»"9, «°ch die ^°di- geleitete r fr »it aljo bringen &' öe” Einzelnen gebracht wird . gebracht werden «W, die Mit. *N, der Ge- Mreichen, tn°U. rechnen biirfep, 91 M in dieser m Fortschritt nach- kend hnvarzehchen. Wenden Grschästs- versagt werden, dürftig wie würdig 3.) Maßt gegenwärtig Delegirtenversamm- nd. Der Zugang c mit 4 Delegirten. gegenwärtig rund lse des verflossenen Fürst Otto von :er angekommen und schloß) verweilen, serer Gegend selten eten vorgestern hie- ts angeschossen und n. Bei einer Treib- enielben; der Hirsch Irasoerjteigerungen i nicht eine starke ’.genben des Groß- Segent-eil ein er- m Vergleich zum i dem vorzüglichen ^reitzreduetiou auch Versteigerungen ein- rung großer Stellen g ein sehr schweres welches an verschie- haust und viel Scha- ichenb-ch ->»° W i M*®* jungen waren, i°- t Felder ftd * !M $*** iel n°ch "«* 6e” * SSä falt Äi—•• '“X g«*, ;re"°g-ich aul iutttt A ihr Mt,/ ßinnntr Eind eine1 seiner ■ und >°°r et 1893 Wk tüt den »5'5* •' X» f0*®et i* Leute, die offenbar sehr einig sind, werden schon seit Anfang April verfolgt. Sie verfügen über ansehnliche Mittel, die aus der Kasse des Mr. Blonderberg stammen sollen. Man soll bei dem jungen Herrn über 2000 Pfund Sterling gefunden haben. Heute Vormittag wurden die Ueberraschten getrennt. Den Entführer ließ man auf Befehl laufen, während man die junge Dame nach London transportirte. Die beiden Privat-Detectivs zeigen Papiere vor, laut denen sie Auftrag hatten, bei etwaigem Widerstand die Liebenden der staatlichen Polizei zu übergehen. Angesichts dieser Drohung fügten sich die jungen Leute in ihr Schicksal. Die Abschiedsseene, die hunderte von Neugierigen anlockte, war für die Zuschauer höchst peinlich. Man zeigte, als die Thatsache bekannt wurde, größte Sympathie für die Flüchtlinge ; eine Zeit lang schien es, als wollte man die Gefangenen aus den Händen der Privatpolizisten befreien, und erst auf Zureden der Verhafteten beruhigte sich die Menge. /X Mainz, 4. Juni. Ein Schiffbrand, der Menschenleben zum Opfer forderte, brach gestern Abend in dem Hasen auf der Gustavsburg aus. Aus dem an dem rechtseitigen Ufer, zwischen mehreren Schleppkähnen gelegenen eisernen Dreimastschiff des Schiffers Feudel von Rheindürkheim, das mit 17 000 Gentner englischen Maschinenkohlen und darüber mit einem größeren Quantum Naphta befrachtet war, explo- dirten aus bis jetzt unbekannter Ursache nach 6 Uhr am Abend ein oder mehrere Ballon Naphta, wodurch in wenigen Minuten das ganze Quantum der leicht brennbaren Substanz und das ganze Schiff in Flammen gesetzt wurde. Durch die Explosion, die derart heftig war, daß in Kostheim einzelne Fenster von dem Luftdruck zertrümmert und schwere Eisen- theile des Schiffes auf weite Strecken geschleudert wurden, wurde die den Laderaum und die Vordereajüte des Schiffes trennende eiserne Zwischenwand zertrümmert, so daß sich das Feuermeer auch sofort über die Cajüte ausbrertete und einem in der letzteren befindlichen Schiffsknecht der Ausgang abgeschnitten wurde. Die ganz engen Luken der Cajüte gestatteten auch keinen Ausgang und so mußte der Unglück- liche Schiffskuecht seinen Tod in den Flammen finden. Nach einer unverbürgten Mittheilung soll an einer anderen Stelle des Schiffes auch der Sohn des Schiffseigenthümers den Tod in den Flammen gesunden haben. Da die Ladung des Schiffes selbst nicht zu löschen war, galt es nur die umliegenden Schiffe und große Lagerhallen vor dem Feuer zu schützen, was dadurch betätigt wurde, daß das brennende Schiff durch einen Schleppdampfer in den Rhein gezogen wurde, wo es oberhalb der Eisenbahnbrücke zur Stunde — 4 Uhr Morgens — noch in Hellen Flammen steht. * Westerland, 30. Mai. Kinder heil st Üttte in Westerland-Sylt. In der diesjährigen ersten Verwaltungssitzung wurde der Eröffnungstermin der Anstalt auf den 15. Juni festgesetzt. Die Pflege und Beaufsichtigung der Kinder werden wie bisher Schwestern der Diaeonissenanstalt Flensburg in Händen haben. An Stelle des ausgeschiedenen Herrn Dr. Wegele wurde der dirigirende Badearzt Herr Dr. Lahusen wieder in den Vorstand gewählt. Auch wurde beschlossen, die behördliche Genehmigung einer Collecte unter den Badegästen wie in den Vorjahren nachzusuchen. Ferner wurde festgestellt, daß durch theils Herrn Pastor Gleiß, theils der Verwaltung selbst zur Verfügung stehende Mittel drei bis vier ganze Freistellen geschaffen seien. Nachträglich hat i noch die Badedirectiou die unentgeltliche Benutzung des Stahl- । brunnens der Kinderheilstätte in Aussicht gestellt, wodurch den kleinen Insassen der Anstalt, die so blaß und durchsichtig hier anzukommen pflegen, eine weitere Gewähr für die Rückkehr zu ihren Angehörigen mit rothen Wangen und Stahl in den kleinen Gliedern gegeben ist. Möge die eben so junge wie segensreiche Anstalt allen Kindersreunden recht warm ans Herz gelegt sein! Eingesandt. -h- Gießen, 3. Juni. Die Electrotechnische Ausstellung in Frankfurt a. M. wird in allen Städten der Welt gepriesen, auch wir haben wiederholt darauf hingewiesen. Kaufmännisch practisch, wie Alles, was in dieser geschäftstüchtigen Stadt unternommen worden, war schon das LooS mit den 10 Anteilscheinen für 10 Mk., nur schade, daß diese Loose sofort von Unternehmern angekauft wurden und das sogenannte Publikum davon nichts oder nur wenig aus erster Hand bekam. Dafür hat man ja nun freilich den Vortheil, daß man für den Eintritt in die Ausstellung von den Btllethändlern, welche sich zahlreich am Bahnhof und in dessen Nähe aufhalten, je nach der Witterung und anderen Zufälligkeiten eine Karte für 60 bis 80 Pfg. erstehen kann. Mit welcher Freude wird ein Familienvater, der das Glück hat. mit Frau und Kindern in die Ausstellung zu gehen [unb für sie Alle bezahlen zu dürfen, diesen Profit begrüßen. Ja mein lieber Familienvater, wenn Du und die Deinen zu dem kleinen Procentsatz Wissenden gehörst, der wirklich nur die Electrotechnik und ihre Fortschritte bewundern will und kann, dann ist Dir geholfen. Nehmen wir aber mal unbescheidener Weise an. Du verständest davon ebensoviel, wie die meisten der Besucher und Du seiest der Ansicht, Deine wenigen Entrvenickel öffneten Dir alle die vielen schönen Hallen, Höhen, Burgen und Tiefen, so befindest Du Dich in einem sehr kostspieligen Irrtum. Die electrische Wissenschaft ist sehr billig, aber der electrische Mumpitz kostet viel, viel Geld, Du darfst, ohne an Hunger und Durst zu denken, pro Kopf Deiner Lieben Dich auf 10 Mk. Anrichten. Bergwerk, Panorama, Thurm L la Eifel, Taucher, Irrgarten, Phonograph, lautsprechendes Telephon, Musikübertragungen aus München, aus Wiesbaden, Theater rc. rc., das Alles kostet extra Stück für Stück von 50 Pfg. bis 1 Mk. und darüber. Und Bester, wenn Du vom Umherwandeln und Schauen ermüdet in der Nähe des Musikpavillons ein Musikstück sitzend mit anhören willst, so vergiß nicht pro Stuhl einen Nickel bereit zu halten, denn die vereinzelt in respectabler Entfernung aufgestellten Gartenbänke kommen nicht in Betracht, die findest Du stets besetzt. Selbstredend winken Dir in nächster Nahe verschiedene Gambrinus- hallen zu, wo man Dir großmüthig einen Stuhl gratis überläßt; auch bekommst Du bei den kernigen, biederen Bayern in wohlgeaichten Krügen edles Bier verzapft; daß das liebliche Naß jedoch dem Aich- strich sich nähert, gelle, das glauben wir beide nicht, aber dafür kostet solche sogenannte Halbe auch 30 Pfg., ist also immer ein werthvoller Genuß. Also mei- lieber Freund, wenn Du nach Frankfurt wallfahrst, vergiß nicht, Dir eine wohlgespickte Börse einzustecken, wenn Du dann wieder heim kommst, so wirst Du zu Deinem Verwundern entdeckt haben, daß der alte Lehrsatz „Es gibt keinen leeren Raum" grundfalsch ist, dagegen das Sprichwort „Wo viel Licht, da viel Schatten" bei der Electrischen Ausstellung in des Wortes verwegenster Bedeutung zutrifft. Verkehr, Land« «nd Volkswirthschaft. Friedberg, 2. Juni. Fruchtpreise. Weizen JC 24.00 bis 00.00, Korn 21.50—00.00, Gerste JL 17.50—18.00, Hafer JL 17.00—17.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo, gleich 200 Zollpfund. Friedberg, 3. Juni. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. JL 0.90-1.10, Eier 1 St. 6 H, 2 St. 00 H. Limburg, 3. Juni. Fruchtmarkt. Rother Weizen v4L 2035, weißer Weizen JL 20.25, Korn Jt 16 —, Gerste JL 11.20, Hafer JL 805, Erbsen —, Kartoffeln —.—. Fraukfurt, 3. Juni. Am Bebraer Bahnhof wurde gestern ein Jungschweine - Markt abgehalten. Zugefahren waren 267 Thiere: 21 Läufer und 246 Ferkel. Für erstere Sorte (Zucht- tbiere über 30 Wochen alt) wurden 24—54 jH. für letztere Sorte (Thiere 10 bis 15 Wochen alt) 20—32 X per Stück bezahlt und in größeren Partien verhandelt. Rohseide»« Bastkleider Mk. 16.80 pr. Stoff zur compl. Robe und bessere Qualitäten verf. porto- unb zollfrei das Fabrik-DöpSt G. Henneberg (K. u. K. Hoflief.) Zurich. Muster umgehenend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 2271 Süßer Natur-Medicinal-Nngarwein von I. Leuchtman«, Wien zeichnet sich ben anderen im Handel vorkommenden Ungarweinen (Lokayer) gegenüber aus: I. durch seine natürliche ausschließlich edlen Trauben verdankende Süße, während der allermeiste als Lokayer verkaufte Wein mit Zucker versüßt, daher als Medirinalwein wertblos ist. II. enthält LeuchtmannS Süßer Natur Medicinal Ungar- Wei« laut Gutachten der Autoritäten der Wissenschaft im höchste« Matze alle diejenigen Bestandtheile, die geeignet sind, Kinder und Kranke zu nähren, Schwache zu kräftigen und den ganzen Organismus zu beleben. LeuchtmannS hochinteressante Broschüre „Süße Medicinal- weine und ihre Verfälschungen", sowie die hochehrende« Anerkennungen von Seiten der Wiffenfchaft für die hervorragenden Leistungen zur Förderung des reellen Handels mit füßen Natur- Mcdicinalweinen stehen Jedermann gratis zur Verfügung. Niederlage: Carl Schwaabs Delikatessenhandlung in Gießen.4672 — ES unterliegt Wohl keinem Zweifel, daß alle Products vegetabilischer Herkunft im Laufe der Zeit vervollkommnet find, «nd auf keinem Gebiete dürfte ein Fortschritt freudiger begrützt werden, alS auf dem der menfch- lichen Ernährung. Schon bei der Erzeugung der Rohproducte wirb auf bessere Qualität mehr unb mehr größeres Gewicht gelegt. Besonbers finb auf bem Gebiete der Herstellung von Mehl, Reis, Zucker rc. in der letzten Zeit große Fortschritte zu verzeichnen. Deutschland blieb bis vor 20 Jahren mit seinen Neuerungen auf dem Gebiete der Mehlproduction gegen Ungarn, Frankreich und Amerika erheblich zurück und die Folge war natürlich, daß von bleien Ländern eingeführt werden mußte. Im Laufe der letzten Jahre ist es aber der heimischen Industrie gelungen, durch bessere technische Einrichtungen sich den Anforderungen der Eonsumenten anzupassen und das Ausland vom deutschen Markte zu verdrängen. Trotz der allseitigen Fortschritte der Mehlindustrie war es btS dahin nicht gelungen, einen Artikel, den sogenannten französischen Hartgries, vollendet herzustellen. Wie uns nun aber mitgetheilt wird, soll eS der Wesermühle i« Hameln gelungen sein, HartgrieS in einer ausgezeichneten Qualität herzustelle«. Dieser Gries, der nicht zu verwechseln ist mil dem gewöhnlichen weißen Suppen- gries, hat eine hellgelbe Farbe und wird in hübsch beeorirte« Eartons in ganzen «nd halben Packete« in allen größeren Colonialwaaren-Geschäften zum Verkauf angeboten. Dieses Nahrungsmittel hat einen autzerordentlich hohen Nährgehatt, ist leicht verdaulich, eignet sich zu Suppen, Klötze«, Puddings, Torte« u. s. w. und sollte daher in keinem Haushalte fehlen. Besonders machen wir noch einmal auf die zweckmäßige Packung aufmerksam, da auf den Eartons in practifcher Weife zur Anleitung die verschiedensten KÜcherrrecepte angebracht sind und die Haltbarkett der Waare verbürgt wird. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Freitag Abend 73° Uhr, Samstag Vormittag 800 Uhr, Samstag Nachmittag 400 Uhr, Samstag Abend Uhr. Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 4. Juni, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16, Luft I8V2 Grad Reaumur. L. Ebr. Rübsamen Wwe. Submission. Zur Vergrößerung des Maschinenhauses in dem hiesigen Schlachthofe sollen nachstehende Arbeiten vermittelst Submission vergeben werden: veranschlagt zu Maurerarbeit 2662,95 v4L Steinhauerarbeit 205,46 „ Zimmerarbeit 486,91 „ Dachdrckerarbeit 218,48 „ Spengleratbeit 169,— „ Schreinerarbeit 99,— „ Schlosserarbeit 119,50 „ Weißbinderarbeit 227,06 „ Pflasterarbeit 107,90 „ Jnstallationsarbeit 553,86 „ Die Angebote für die bezüglichen Arbeiten find spätestens am Mittwoch den 10. I. Mt-., Vormittags 11 Uhr, auf dem Stadtbauamte einzureichen, woselbst vorher in den üblichen Amtsstunden die einschlägigen Voranschläge, Zeichnungen und Uebernahmsbedmgungen offen liegen. Gießen, den 2. Juni 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 5453 Bekanntmachung. Die diesjährige GraSsamen- ernte in der Freiherr!. Obersörsterei Rabenau soll aus dem Submisfions- wege vergeben werden. Angebote sind schriftlich mit entsprechender Aufschrift bis zum 10. Juni, Vorm. 10 Uhr, an unterzeichnete Stelle zu richten. Die Eröffnung der Gebote findet IOV2 Uhr in Gegenwart etwa erschienener Submittenten auf unserem Bureau statt. Papiermühle (Post Londorf), den 3. Juni 1891. Freiherr!. Oberförsterei Rabenau. Schlotterer. 5204 Aeilgeöotenes. Weisswein garantirt rein, per Liter von 50 Pf. an, in Fässern von 25 Liter an. Proben gegen Einsendung von 30 Pf. frc. Wörrstadt (Rheinhessen). (1611 | Lorenz Eder. Freitag den 26. Juni, Nachmittags 2i/z Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben des Georg Kranz dritter in Gießen gehörigen JmmobUien: Flur 17 Nr. 27si/i*o — 378 Meter Grabgarten am Hamm am Neustädter Thor, _ , Flur 17 Nr. 27«/ioo — 170 Meter Hof- raithe daselbst, Flur 17 Nr. 21^/m — 293 Meter Grabgarten daselbst, Flur 17 Nr. 28s/io — 323 Meter Hof- raithe daselbst, Flur 17 Nr. 83/10 — 373 Meter Grabgarten daselbst und dem Mühl- wegsgarten öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 4. Juni 1891. Großh. Ortsgericht Gießen. ___________I. A.: Vogt. 5231 Verdingung Die Lieferung von 45,4 cbm kiefernen Brückenbalken soll unter Zugrundelegung der in Nr. 295 oer Kölnischen Zeitung vom 24. October 1889 veröffentlichten Bedingungen un- getheilt vergeben werden. Verdingungsunterlagen können bei unterzeichneter Dienststelle eingesehen, auch gegen Erstattung von 0,75 Mark von dort bezogen werden. Mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind versiegelt und kostenfrei bis Mittwoch den 24. Juni 1891, Vormitt. 11 Uhr einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. 5223 Wetzlar, den 26. Mai 1891. Königliche Eisenbahn-Bau-Jnspection III. Holzgelderhebung! Künftigen Freitag den S. Juni d. I., von Vormittags 9 bis Nachmittags 2 Uhr, soll eine weitere Erhebung von Freiherrlich von Rabenau'fchen Hohgelderu in der Wirtschaft des Herrn Karl Ranst in Beuern stattfinden. Londorf, 1. Juni 1891. Der Rentmeister: 5163____________Schmidt.___ Gutsverkauf! Die Erben der Eheftau des Müllers Bolinger wollen das in Wehrda bei Marburg belegens Gut, bestehend aus Wohnhaus, Hoftaum, Scheuer rc., die Mühle mit drei Mahlgängen, Oel- und Schneidemühle, Gärten u. Wiesen beim Hof und die dazu gehörigen Grundstücke (ungefähr 20 Hect.) freiwillig verkaufen. Die Hälfte des Kaufgeldes kann stehen bleiben. Auskunft ertheilt Textor, Administrator, 5208 Marburg a/L. billig zu verkaufen. VromenadehauS. Beste Toiletteseifen unb T aschentuchparffüms tauft man in dem [3703 Drogevgefchäft von Otto Schaaf. in erlesenen feinsten und feinen Qualitäten, rorh und gebrannt, empfiehlt [1320 Emil Fischbach. ersuchen Sie gefl. Schusters Caffee. Verkaufsstelle Gießen: Hch. Wallach, Markt 8. Lohnende Verkaufsstellen werden soliden Händlern an allen Orten übertragen. 4412 31. Schuster, Bonn, Dampfkaffee-Brennerei, gegr. 1857. ßollschutzwändelr für Zimmer, Balkons, Gärten, k Restaurants rc. empfiehlt [4994 4 Bich. Lottermann, Mainz, 200 St. Kisten Jalousieen- und Roll-Läden-Fabrik. en detail G) 0) M Carnpher • Kräuter- Cardol- Verubalfam« Tannenduft- Parfümerien Zahnpulver Zahnbürsten wiandelkleie empfehlen Bahnhofstr. 40 Benner en gros EocuS- Glycerin- Mandel- Rofen- Deilchen- srelken- Citronen- Lilienmilch- Theer- Theerfchwefel- Sommerfproffen« Borax- 3558] Der überall so beliebte Mnrgaritn-Esfig pr. Ltr. 40 H ohne Glas, wird mit drei Ltr. Wasser verdünnt unb ergibt zum sofortigen Gebrauch vier Ltr. feinen, gesunden, angenehm schmeckenden Weinessig, per Ltr. 10 Zu haben in Gietze« bei Carl Bieler, Kreuzplatz 6, DrebeS & Wallenfels, Marktplatz 21, E. Dort, Wallthorftraße 45, ktzriedr. Leo, Selterswea 71. Gefrorenes anerkannt vorzüglicher Qualität, in mehreren Sorten stets vorräthig, empfiehlt 4050] Conditorei Hettler, Südanlage. Thonplatten, Cementplallen, Sandfleinplatten empfiehlt 3985 Daniel Wirths Nachfolger. 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Auch ist es der Firma C. Haas jr. unbekannt, daß in der Gemarkung Großen-Linden und Umgebung jemals ein Graukalksteinbruch mit Erfolg betrieben worden oder in Betrieb ist, welchen genannte Firma jetzt nicht ihr Eigenthum nennen kann. Die Firma Carl Haas ist auch nicht abgeneigt, in der Nähe ihres Kalkwerks noch Weitzkalksteinbrüche anzukaufen, jedoch sind solche Brüche von dem Ankauf ausgeschlossen, welche unter Wasser stehen, wenn sich der Verkäufer nicht verbindlich macht, bei dem zukünftigen Betrieb des Bruches eigenhändig das Wasser auszupumpen, das ausgepumpte Wasser darf aber nicht auf die neue Ringofenstraße laufen, auch nicht in die Lückenbach, damit dieselbe nicht zu hoch anschwillt. Mnknlk-Indilstrit Großen-Linden—Gießen. Vermischte Anzeigen. Samstag den 7. Juni, Abends 8 Uhr in der Stadtkirche: Orgel - Concert (Bach-Concert) unter gütiger Mitwirkung von Frau Prof. Schmidt, des Herrn Musikdirectors Krausse u. des Musikers Hrn. Krapp. J. S. Bach. Programm: Arie aus der Lucaspassion, Arie aus der Pfingstcantate (mit obligatem Cello), zwei geistliche Lieder, bearbeitet von Frank für Sopran. — Zwei Sarabanden f. Violine. — Praeludium Es-dur, fünfstimmige Fuge F-moll, Taccata F-dur, drei Chorusvorspiele für Orgel. Einzelbillete 1 Mk., Studenten- und Schülerbillete 75 Pfg. zu haben bei Herrn 5229] Logis zu vermiethen. _________________________Kirchenplatz 3. 5214] In meinem Hause, Frankfurterstraße 12, ist im unteren Stock eine aus zwei großen Zimmern, Küche mit Wasserleitung, Magdstube und allem Zubehör bestehende Wohnung mit eigenem Corridor zu vermiethen und alsbald beziehbar. Rechtsanwalt Holzapfel. Conrsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Krmrkfurter Börse vom 4. Zuni 1891. Schlußcovrs- 1 Uhr 15 Min. Reparaturen M an Nähmaschinen 51341 Zu vermiethen eine Wohnung, vier Zimmer, Küche mit Wasserleitung. Sonnenstraße 7. Capital. 5225] Von e. lücht Geschäftsm. auf zweite Hypoth. Mk. 4000.— gesucht. Werth ders. Mk. lOOUO.—. 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