1891 M. 103 Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger Red action, mtb Druckerei. -ch«tßr«teMr Ker«jprecher 61 LSglich, Eußnahme des ücntfcgi. Mertskst-riH« Alt**mteUmr*6 2 Mark 20 Mg. 86» Bringerlohn. Durch die Dost bezsß» 2 Mark 60 Wt- Vtt Meßmer «Mtn daa Anzeiger ^.^«rtiich dreimal tzeigelegt. • Dienstag den 5. Mai Amts« «nd Anzeigeblatt Mv den Urei» Gieren. Morgen aber zog ich mit meinen Leuten zur Aufsuchung Polters aus und nahm auch seinen Dachshund mit, und daS war wirklich ein gescheiter Gedanke von mir. Wir wandten uns dem erwähnten Reviertheile zu und als wir eine Wald- parcelle passirten, welche den Namen „Morgenleithe" trägt, da wurde der Hund, den ich selbst an der Leine führte, unruhig, schnupperte eifrig auf dem Boden umher und strebte dann mit aller Macht einer bestimmten Richtung zu. Schließlich wurde das Thier so erregt, daß es mir die Leine aus der Hand riß und nun unter scharfem Lautgeben vorwärts schoß. Natürlich folgten wir alle eiligst und bald führte uns das Freudengeheul des treuen Dächsels nach der Stelle, wo der Wilddieb und sein Genosse den armen Polter an den alten Lärchenstamm gebunden hatten, wie Sie soeben aus seinem eigenen Munde erfahren haben. Ohnmächtig und halb erstarrt infolge der empfindlichen Nachtkühle hing unser Polter in den Stricken und nachdem wir dieselben zerschnitten, kostete es nicht geringe Mühe, den armen Mann durch Einflößen von Branntwein und Reiben des Körpers wieder zur Besinnung zu bringen. Er bekam auch als eine Folge der ganzen Affaire einen tüchtigen Fieberanfall, glücklicher Weise überwand er ihn bald und heute ist bei Polter nur noch die Erinnerung an jenen Vorfall zurückgeblieben." „Und hat man denn nie etwas wieder von dem schwarzen Heinz gehört?" srug Herr Schmelzer. „O doch," erwiderte Gebhardt, „doch darüber kann Ihnen wiederum Polter am besten Rede stehen." „Na," sagte der Untersörster, sich seinen mächtigen Schnurrbart streichend, „der schwarze Heinz schien seit jener Zeit wie verschwunden vom Erdboden zu sein, denn Niemand wollte mehr etwas von dem Kerl gehört haben. Da gehe ich eines Morgens sehr früh in den Wald und verfolge einen selten betretenen, sich durch dichtes Unterholz windenden Pfad, wer aber kommt mir bei einer Biegung desselben entgegen? Niemand anders, als der schwarze Heinz, der eine Art Rucksack auf dem Rücken und eine Büchse in der Rechten trug. Vor- Auvnhwe »on Anzeigen zu der Nachmittags für tat fügende« Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. MMM. iiw i«i »1^ u j j ................. BMtfBUHmW.'l -MB- VAI Hrattskeifaae: ckkeßmer KamMmMtter. __JUL1__UUULIOII Illi II I" ! I MVMU Alle Amumcm-Kureaux des In- und Luskanbes Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" mtgeg». Amtlicher Thcil. Bekanntmachung, Hagelschäden betreffend. Beiden-. Heranwochsen der Feldsrüchte machen wir aus die durch die HagelversicherungSgefellschaften gebotene Gelegenheit zur Versicherung gegen Hagelschäden unter dem Ansügen aufmerksam, daß das Collectiren wegen Hagelschäden nicht statthaft ist. Gießen, den 1. Mai 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern.__, Bekanntmachung, die Enteignung des zur Erbauung einer Dienstwohnung für den Verwaltungsdirector der akademischen Kliniken in Gießen und zur Herstellung angrenzender Gartenanlagen erforderlichen Geländes betreffend. Nachdem die Stadt Gießen zu dem oben bezeichneten Zweck die Enteignung des nachverzeichneten Geländes der Flur XXV der Gemarkung Gießen: 1) Nr. 101, Acker auf der Warthe, im Grundbuch eingetragen auf deu Namen Simon Georg Conrad und Frau geb. Gerhardt zu Gießen, jetzt Eigenthuni des Georg -Simon in Gießen, ca. 1308 o^tr., 9) von Nr. 100, Acker auf der Warthe, im Grundbuch eingetragen auf den Namen Friedrich Lampus II. zu Gießen, jetzt Eigenthum des Georg Lampus II. in Gießen, ca.' 1133 0Mtr. und 255 0Mtr., zusammen 1388 0Mtr., 3, von Nr. 80 und 81, Hofraithegrund an der Chaussee auf der Warthe, im Grundbuch eingetragen auf den Namen Becker Heinrich Ehefrau Anna geb. Schwan, fttzt Eigenthum des Otto Balzer in Gießen, ca. 720 lHMtr. beantragt hat, so wird der Plan nebst dem Antrag der Stadt Gießen und den zugehörigen Anlagen von Mittwoch den 6.1. Mts. bis Mittwoch den 20.1. Mts. auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Gießen zu Jedermanns Einsicht offen gelegt. Ferner wird zur Verhandlung über den Plan und die zu leistenden Entschädigungen Termin vor der Loeal- Commission auf Donnerstag, de« 21. l. Mts., Vormittags 9 Uhr, in dem neuen Rathhaus zu Gießen hiermit anberaumt. Feuilleton. Der schwarze Heinz. Eine Wilddiebsgeschichte aus dem Erzgebirge. Von P. B. (Schluß.) Wieder schwieg der Unterförster und blickte einen Moment oor sich nieder, während die Blicke der Anwesenden mit theil- nahmsvollem Interesse auf ihn gerichtet waren. Nachdem er von Neuem einen Zug aus seinem Glase gethan hatte, fuhr tr in seiner Erzählung fort: Erft als sich die beiden Kerls entfernt hatten, kam ich zum vollen Bewußtsein meiner furchtbaren Lage. Die für mich so verhängnisvolle Waldwiese liegt, wie Ihnen der Herr Oberförster bestätigen kann, in einem der entferntesten Theile des Hennersbacher Reviers, der verhältnißmäßig nur selten begangen wird, und das wußten auch die Schurken, als sie mich nach jener Wiese schleppten und mich hier meinem Schicksale überließen. Damals arbeiteten auch keine Holzfäller in der Nähe, die ich vielleicht hätte, herbeirufen können, und Sie können sich darum das Entsetzliche meiner Lage denken, in welcher ich dem Tode des Verschmachtens preisgegeben war." Der Untersörster unterbrach sich abermals, um in einem kräftigen Zuge sein Glas zu leeren, welches der aufmerksame Wirth .tiom „Erbgericht" sofort aufs Neue füllen ließ. Als sich dann Polter aufs Neue gestärkt, erzählte er nun weiter: „Trotzdem ich also von der Erfolglosigkeit eines Hülfe- rufes überzeugt sein konnte, ließ ich dennoch laute, gellende Hilferufe ertönen — der Mensch klammert sich doch immer selbst an die geringste Hoffnung an, wenn er in verzweifelten Lagen ist! Aber mein Rusen half nur natürlich nichts, nur rin Nußhäher, der im nahen Tannendickicht bislang ruhig gesessen haben mochte, flog erschreckt aus und strich weiter Die Eigenthümer der oben bezeichneten Grundstücke, sowie solche Personen, welchen hinsichtlich derselben irgend welche Rechte (z. B. Eigenthumsvorbehalte, Pfandrechte oder sonstige dingliche Rechte, Rechte als Pächter oder Miether) zustehen, werden hierdurch aufgesordert, a. Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausschlusses und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung, b. Erklärung auf die angebotene Entschädigungssumme bei Meidung der Unterstellung der Annahme des Angebots, c. Anträge aus Ausdehnung der Enteignung bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, d. Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten (Art. 19 des Gesetzes vom 26. Juli 1884) bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, e. Anträge aus Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen im Sinne des Art. 14 des Gesetzes vom 26. Juli 1884, f. etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an die zu enteignenden Grundstücke in dem oben anberaumten Termin vorzubringen. Gießen, den 1. Mai 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V. Roemh eld. Bekanntmachung, die Enteignung des zum Bau einer Irren-Klinik in Gießen erforderlichen Geländes betreffend. Nachdem die Stadt Gießen zu dem oben bezeichneten Zweck die Enteignung des nachverzeichneten Geländes der Flur XXV. der Gemarkung Gießen 1) von Nr. 61, 62, 63 Acker vor dem Weiher, Eigenthum des Johannes Dern III. und Ehefrau, geb. Größer, ca. 3111 Qm und weiter von Nr. 69, Wiese daselbst, denselben Eigenthümern gehörig, ca. 894 Qm, 2) Nr. 656/10, Wiese an dem Weiher, Eigenthum des Philipp Jung VIII. zu Klein-Linden, ca. 970 Qm groß, 3) Nr. 657/10, Wiese an dem Weiher, Eigenthum der Johannes Müller Ehefrau, geb. Jung zu Klein- Linden, ca. 970 0m groß, beantragt hat, so wird der Plan nebst dem Antrag der Stadt Gießen und den zugehörigen Anlagen von Mittwoch den 6. l. Mts. bis Mittwoch den 20. l. Mts. auf dem Büreau der Großh. Bürgermeisterei Gießen zu. Jedermanns Einsicht offengelegt. Ferner wird zur Verhandlung über den Plan und die. zu leistenden Entschädigungen Termin vor der Localcommisston auf Donnerstag den 21. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, in dem neuen Rathhaus zu Gießen hiermit anberaumt. Die Eigenthümer der oben bezeichneten Grundstücke, sowie solche Personen, welchen hinsichtlich derselben irgend welche Rechte (z. B. Eigenthumsvorbehalte, Pfandrechte oder sonstige dingliche Rechte, Rechte als Pächter oder Miether) zustehen, werden hierdurch aufgesordert, a. Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausschlusses und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung, b. Erklärung auf die angebotene Entschädigungssumme bei Meidung der Unterstellung der Annahme des Angebots, c. Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, d. Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten (Art. 19 des Gesetzes vom 26. Juli 1884) bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, e. Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen im Sinne des Art. 14 des Gesetzes vom 26. Juli 1884, f. etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an die zu enteignenden Grundstücke in dem oben anberaumten Termin vorzubringen. Gießen, den 1. Mai 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Roemh eld. Derrtfches Aeicy. Darmstadt, 2. Mai. Wegen des Ablebens Seiner Kaiserlichen Hoheit des Großfürsten Nikolaus Nikolajewitsch von Rußland ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis zum 9. l. M. einschließlich angeordnet worden. Berlin, 3. Mai. Kaiser Wilhelm hat heute Abend von Station Wildpark bei Potsdam aus seine angekündigte Rh ein reise angetreten. Dieselbe richtet sich zunächst nach Düsseldorf, der kunstsinnigen Malerstadt am Niederrhein, wo man der Ankunft des erlauchten Monarchen für morgen Vor- in den Forst hinein. Dann aber ward es still um mich her, nicht eine einzige Vogelstimme ließ sich hören und wenn dies schließlich auch ganz erklärlich war — denn dem Stande der Sonne nach mußte es gerade Mittag sein und da ists im Walde immer wie ausgestorben — so drückte mich diese Stille doch tief nieder. Langsam und bleiern schlichen die Stunden dahin, dabei schmerzten mich die angebundenen Glieder mehr und mehr, Hunger und Durst — hauptsächlich letzteres Gefühl — begannen mich zu peinigen und meine gesammte Stimmung ward immer verzweifelter. Der Abend kam heran und noch hatte sich in meiner Lage^ nicht das Geringste verändert, noch immer lauschte ich vergebens nach einem menschlichen Laut in der Ferne, während die mich peinigenden körperlichen und seelischen Schmerzen immer größer wurden." Tief holte der alte Forstmann Athem und wandte sich dann an den Oberförster mit den Worten: „Herr Oberförster, vielleicht erzählen Sie nun den Herren freundlichst, wie man mich nach jener fürchterlichen Nacht, die ich noch draußen an dem Lärchenstamm zubringen mußte, auffand; wie ich diese Nacht selbst verbracht habe, das zu schildern, erlassen Sie mir wohl, meine Herren?" Ernst versetzte der Oberförster: „Das glauben wir Ihnen Alle gern, wie schrecklich Ihnen damals zu Muthe gewesen sein mag, lieber Polter, die Affaire hat Ihnen ja noch Monate lang nachgehangen. Wie es aber mit Ihrer Auffindung war, das will ich den Herrschaften nur in aller Kürze erzählen. Also gegen Abend des Tages, an welchem Polter nach meiner Anweisung den entferntesten Reviertheil begehen sollte, erschien Frau Polter aufgeregt bei mir und theilte mir schluchzend mit, daß ihr Mann bis jetzt noch nicht wieder nach Hause gekommen sei. Sofort dachte ich mir, daß Polter irgend ein Unglück zugestoßen sein mußte, daß er vielleicht in einer Schänkwirthschaft so lange zechen sollte, das war bei seinem soliden Character von vornherein ausgeschloffen- doch konnte vorläufig wegen des Einbruches der Nacht nichts unternommen werden. Am anderen Reisenden werden den Cunarddampfer in New-Jork erreichen und in London am 10. Mai, mithin nur drei Wochen nach der Abreise von Jokohama, eintreffen. Die canadische Pacificbahn befördert zukünftig die nach und von Japan und China bestimmte britische Post mit obiger Beschleunigung. Art. 3 wird in der Commisfionsfassung angenommen. Hierauf begründet Abg. Dr. Barth (bfr.) seine Resolution auf völlige Beseitigung der Maischbottich- und Branntweinmatertalsteuer. Dieses Steuersystem habe die Gewährung einer Exportprämie zur Folge, die täuschende Sehnlichkeit mit der Zuckerprämie habe. Abg. Dr. Buhl (natl.) widerspricht dem Anträge wesentlich aus finanziellen Rücksichten. Die Barth'sche Rtsolution wird abgelehnt. Es folgt die dritte Berathung des Handelsvertrags mit Marokko. Abg. Richter (bfr.) spricht dem Sultan von Fez und Marokko seine Anerkennung aus für die verständigen zollpolttt'chen Ansichten, die er bei Abschluß dieses Vertrages bekundet. Die Herabsetzung der Einfuhrzölle auf lOpCt. des Werthes hätte auch deutscherseits bewilligt werden sollen, dann würden die Getreidezölle niedriger sein, als jetzt. Er werde bei Berathung des Nachtragsetats die Anfrage an die Regierung richten, welche zollpolitischen Maßnahmen sie eintreten lassen wolle, um der beunruhigenden Vertheuerung des Getreides zu begegnen. Der Vertrag wird endgültig angenommen, ebenso die internationale Vereinbarung über den Eisenbahnfrachtverkehr. Der Gesetzentwurf betr. die Einführung eines Reichsschuldbuchs wird in erster und zweiter Lesung debattelos angenommen. Montag 12 Uhr: Nachtragsetat, dritte Berathung des Arbeiterschutzgesetzes. Erleichterungen bieten. m , Abg. Dr. Simonis (Els.) hat eine bessere Meinung vom Bundesrath als der Staatssecretär und erwartet, daß der Bundes- ratb nach besserer Information den Forderungen der Gerechtigkeit entsprechen werde. t Abg. Holtz (Rp.) verwahrt sich dem Vorredner gegenüber dagegen, daß er bei der ersten Lesung gesagt habe, die Interessen der großen und kleinen Brenner gingen auseinander Und die großen brauchten auf die kleinen keine Rücksicht zu nehmen. Er halte es । im Gegentheil für bedenklich, bei jeder Gelegenheit einen Gegensatz zwischen großen und kleinen Interessenten hervorzuheben. Beide müßten sich die Hand reichen. Abg. Singer (Soc.) wird für die Anträge Lender-Wisser stimmen, da er überhaupt Freigabe des Haustrunks wünscht. Abg. Wisser (Hb.): Durch Annahme seines Antrages werde das Bedenken des Staatssecretärs beseitigt, denn derselbe gewähre den norddeutschen Bauern dasselbe, was der Lender'sche Antrag nur dem süddeutschen gewähre. Die deutsche Bauernschaft müsse sich zusammenthun, um das Fabrikationsmonopol des Großgrundbesitzes zu zerstören. t „ Ir . Abg. Dr. Simonis (Els.) verlangt, daß mit dem jetzigen Branntweinsteuersystem ein Ende gemacht werde; vorder Einführung desselben habe man in Elsaß-Lothringen das delinum tremens nicht gekannt. , Für den Antrag Lender treten ferner ein Abgg. Hug und Schwettchen ((Str.), während Abgg. Uhden und Holtz demselben widersvrechen. c Der Antrag Lender wird angenommen, der Antrag Wisser ab- gelehnt. Im Uebrigen findet Artikel 2 nach den Commissionsanträgen Annabme. c rr Für Artikel 3 schlägt die Commission folgende Fasiung vor: Der Zoll für aus dem Zollauslande eingehenden Branntwein beträgt vom 1. Juli 1891 ab 1. für Liqueure 180 Mk. für 100 Kilogramm, 2. für alle übrigen Branntweine a) in Fässern 125 Mk., b) in | Flaschen, Krügen oder anderen Umschließungen 180 Mk. für 100 Kilogramm. (Nach der Regierungsvorlage sollte allgemein für Branntwein ein Zollsatz von 150 Mk. gelten.) Auf eine Anfrage des Abg. Brömel (bfr,) erklärt Staatssecretär v. Maltzahn, daß Arrac, Cognac und Rum nach Ansicht der verbündeten Regierungen nicht unter den Begriff „Liqueure" I fallen. -mittag 9 Uhr entgegensah. Bon Düsseldorf reift der Kaiser Montag Abend i/410 Uhr weiter nach Köln- hier soll die Ankunft um 10 Uhr Abends erfolgen. Dienstag Nachmittags 1/25 Uhr verläßt der Kaiser die Hauptstadt der Rheinprovinz wieder und fährt mittels Salondampfers nach Bonn, das um 7 Uhr Abends erreicht werden soll. Bonn ist bekanntlich die derzeitige Residenz der erlauchten Verwandten des Kaisers, des Prinzen Adolf von Schaumburg und seiner Gemahlin, geb. Prinzeß Victoria von Preußen. In der freundlichen Musenftadt am Rhein gedenkt der kaiserliche Herr bis Donnerstag, den 7. d. Mts., zu weilen- über die weiteren Reisedispositionen desselben ist noch nichts Genaueres bekannt. Potsdam, 2. Mai. Auf dem Bornstedter Felde sand heute Mittag die Besichtigung des 3. Bataillons des 1. Garderegiments statt. Anwesend war das Kaiserpaar mit einem glänzenden Gefolge, viele Generale und fremde Offiziere. An der Hebung im Feuer nahmen das 1. Garde-Ulanenregiment und die Unteroffiziersschule Theil. Den Schluß bildete ein Parademarsch. Bonn, 2. Mai. Da, wo der Kaiser landen wird, wird der Gartenbauverein 30 junge Mädchen ausstellen, die Bouquets überreichen sollen. Die Behörden und die Stadtverordneten werden sich an der Rheinwerft ausstellen. Schüler, Schülerinnen, Turner, Vereine rc. werden Spalier bilden. Die Rheinpromenade wird dem Publikum freigegeben. Abends werden vor der Villa Löschnigk 400 Sänger eine Serenade ausführen und dann wird.ein Fackelzug der Studircnden stattfinden. Hierbei wird der Kaiser den Rector und seine früheren akademischen Lehrer empfangen. Der Schiffsverkehr ist auf Anordnung des Oberpräsidenten während der Kaisersahrt von Köln nach Bonn beschränkt und theilweise verboten. Colmar i. Els., 2. Mai. Im Dorfe Müssig zerstörte Eine durch den Wind gefachte Feuersbrunst von 155 Wohn- Häusern 100 sammt der Kirche und dem Gemeindehaus. Derrtßcher 2teiie Brust gefahren, wie ich bei näherer Untersuchung seines Leichnams sogleich feststellen konnte. Derselbe wurde später von einer gerichtlichen Commission ausgehoben und ich mußte in der Folge noch ein paarmal hinein nach S. aufs Gericht gehen, wo sie mir aber natürlich nichts anhaben konnten. Allem Vermuthen nach hatte sich der schwarze Heinz die ganze Zeit über in Böhmen herumgetrieben und war vielleicht gerade an jenem Morgen, an welchem der für ihn so ver- hängnißvolle Zusammenstoß zwischen uns beiden stattsand, wieder zurückgekehrt." „Jedenfalls haben wir seit dem Tode des schwarzen Heinz keine wesentlichen Belästigungen seitens der Wilderer mehr erfahren," nahm der Oberförster wieder das Wort, „dann rmd wann hören meine Leute bei Nachttouren durch das Hennersbacher Revier wohl noch einen verdächtigen Schuß fallen, aber in flagranti sind, ein ober zwei Fälle ausgenommen, keine Wildschützen mehr ertappt worden, der Boden ist für sie hier denn doch zu heiß geworden. Doch nun werden die Herrschaften genug von der Wilddieberei haben nnd ich denke deßhalb, daß wir nun ein kleines Scätchen -rlskiren." Dieser Vorschlag fand allgemeine Zustimmung, rasch waren die Spieltische arrangirt und im Verlause des anregenden Spieles dachte bald Niemand mehr an den „schwarzen Heinz" und sein tragisches Geschick. Ausland. Wien, 2. Mai. Das „Fremdenblatt" schreibt in seiner Morgennummer: Der Abschluß des deutsch-österreichischen Handelsvertrags bedeute zwischen den zwei großen Reichen aus wirtschaftlichem Terrain eine Annäherung, welche auf politischem Gebiet längst erfolgt sei. Oesterreich mußte selbstverständlich bereit zu Opfern sein, um den Eintritt seiner landwirthschastlichen Producte zu ermöglichen. Der Vertrag sei nicht aus Grund freihändlerischer Theorien, sondern nach Abwägung des gegenseitigen Schutzbedürfnisses geschaffen. Reben der gegenseitigen Herabsetzung vieler Zollpositionen erscheine die Stabilität von Bedeutung, die für mehr als ein Decennium an Stelle der Unsicherheit getreten fei. Das öconomische Bündniß der beiden Kaiserstaaten werde auch aus andere Staaten Attraction ausüben, zur Abwehr gegen , Len Protectionismus dienen und den öconomischen Frieden' sicherstellen, ähnlich wie die politische Allianz den politischen Frieden. Paris, 2. Mai. Die Regierung verbot die Beisetzung der Leiche des Prinzen Jerome aus Corsica. Brüffel, 2. Mai. Der Generalrath der Arbeiterpartei fordert die Arbeiter auf, nicht zu striken, sondern erst den Kammerbeschluß über die Verfassungsrevision abzuwarten. Da der deutsche Strike abnähme, so fiele der Anlaß für die Belgier fort, durch den sofortigen Strike ihre Solidarität mit den Deutschen zu beweisen. Charleroi, 2. Mai. Im Grubenbecken von Charleroi ffeiern heute 30 000 Bergleute und über 4000 Eisenarbeiter. Die Direction der Puddelwerke von Marais zu Morttigny zeigte ihren 400 Arbeitern die Schließung ihrer Werkstätten an. Der Ausbruch des Strikes wird auf vielen Kohlengruben für Montag befürchtet. Tourcoing, 2. Mai. In mehreren Spinnereien haben etwa 600 Arbeiter die Arbeit niedergelegt infolge der Entlassung ihrer an der gestrigen Mai-Manifestation be- Ihelligten Gefährten. Rom, 2. Mai. Rach einer Meldung der „Tribuna" aus Palermo wies der Rector der dortigen Universität das Cocek* ernt prwtajkOe». Gießen, 4. Mai. — Auf die Bekanntmachung Großh. Bürgermeisterei- Gießen aus Seite 3 d. Bl. über die An- und Abmeldung versicherungspflichtiger Personen zur Jnvalidit'ats- unb Alters Versicherung seien hier noch besonders Diejenigen aufmerksam gemacht, welche versicherungspflichtige Personen beschäftigen- Zur Warnung für Solche, welche es mit der An- und Ub= meldepflicht leicht zu nehmen pflegen, sei zugleich mitgetheilt, daß vor wenigen Tagen die ersten Bestrafungen wegen versäumter Anmeldungen stattgefunden haben (2 4 Mk. und die üblichen Gerichtskosten). Ebenso ist eine gerichtliche Untersuchung gegen einen Arbeitgeber im Gang, der in gesetzwidriger Weise seinem Dienstboten die ganzen Versicherungsbeiträge in Abzug brachte, tz 148 des Reichsgesetzes bedroht Diejenigen mit Geldstrafen bis zu 300 Mk. oder mit Hast, welche den von ihnen beschäftigten versicherungspslichttgen Personen mehr als die Hälfte der Versicherungsbeiträge in Anrechnung bringen. Nach hierher gelangten Nachrichten hat am 30. v. M. ju Dublin die Trauung des Herrn Provinzialdirectors Dr. Bo ekmann mit Miß Marian Whittacker statt- gcfnnden. Die Verzögerung war veranlaßt durch mehrfaches Mißgeschick: am Tage vor der früher festgesetzten Trauung erkrankte die Braut an der Influenza, die in Folge mehrerer Rückfälle sich sehr langwierig gestaltete. Dann erkrankte der Herr Provinzialdirector am Gelenkrheumatismus und hierauf an einem Malariafieber, dessen bösartiger Verlaus zur völligen: Genesung einen Winteraufenthalt in Italien nothwendig machte. Verlangen der Studenten ab, ihnen einen Saal einzuräumen, wo morgen anläßlich des Arbeiterfestes eine Vorlesung über die sociale Frage gehalten werden sollte. Die Folge der Ablehnung war, daß sich heute Früh 400 Studirende versammelten, um gegen das Vorgehen des Rectors zu protestiren. Sie beschloffen, den Vorträgen nicht mehr beizuwohnen. Mehrere Sitzbänke und Fensterscheiben in den Hörsälen wurden zertrümmert. Rom, 2. Mai. Die am Justizpalast jenseits des Tiber beschäftigten Arbeiter begannen heute einen Ausstand; sie verlangen Herabminderung der Arbeitszeit und Lohnerhöhung. Die Polizei zerstreute leicht mehrere Ansammlungen. Maßregeln zur Verhinderung einer weiteren Ansammlung zum Einzug der Arbeiter in die Stadt wurden getroffen; dies veranlaßte einen blinden Lärm und die Schließung mehrerer Läden. — Der Arbeiterfeiertag vom 1. Mai ist im Allgemeinen ruhig verlaufen. Zu etwas stürmischeren Kundgebungen kam es, soweit die Nachrichten reichen, nur in Lyon und Marseille, sowie in Rom, Florenz, Neapel unb Ravenna, wobei überall anarchistische Elemente thätig gewesen sinb. Sonst aber haben sich die den 1. Mai feiernden Arbeiter ruhig unb in ben Schranken bes Gesetzes gehalten. — In der Rue be Barry in Paris explobirte am Abend des l.Mai eine Dynamit-Cartouche, wodurch bas Haus des Herzogs von Treviso beschädigt wurde. Der Eigenthümer des Hauses glaubt nicht, daß es sich um einen Racheact gegen ihn gehandelt hat, es wird daher angenommen, daß die Anarchisten die Urheber der That sind, die also eine Politische Demonstration der „Röthesten" der Rothen barstellen würbe. St. Johns (Neufundland), 2. Mai. Die schwedische Bark „Belga" -scheiterte in der vergangenen Nacht während eines dicken Nebels bei den Renew Islands. Von der aus 12 Personen bestehenden Bemannung fanden elf in den Wellen den Tod. Athen, 2. Mai. Die Blätter berichten aus Zante über Unruhen, die anläßlich der Charfreitagsprocession aus- brachen und gegen die jüdischen Einwohner gerichtet waren. Die Truppen gebrauchten die Waffen. Das Panzerschiff „Miaulis" wurde nach Zante entsandt. NewYork, 2. Mai. Die Zoll ein nah men von New-Dark im Monat April belaufen sich auf 7 711917 Dollars gegen 13 617 857 Dollars im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres. Die Zolleinnahmen von Philadelphia betrugen in demselben Monat 640188 Dollars gegen 2 393 705 Dollars im April des vorigen Jahres. Die Verminderung der Zolleingänge ist hauptsächlich durch die Aufhebung der Zuckersteuer verursacht. Die zweite Berathung der Novelle zum Branntweinsteuer- aesetz (Ref. Abg. Gamp) wird fortgesetzt. Zu Artikel 2 beantragt die Commission Zusätze, wonach die steuerliche Controle des Branntweins gebührenfrei erfolgen, die Materialsteuer in den Brennereien, die im Jahre nicht mehr als 50 Liter reinen Alkohol Herstellen, nur */io, in den Brennereien, die im Jahre über 50 Liter, aber nicht über einen Hectoliter reinen Alkohols erzeugen, nur 8/io betragen und wonach in Brennereien, welche auf Antrag von der Branntweinmaterialsteuer fretzulasfen sind und nicht mehr als 50 Liter jährlich erzeugen, nur ein Zuschlag von 8 Pfg., wenn sie jährlich mehr als 50 Liter, aber nicht über einen Hectoliter erzeugen, nur ein Zuschlag von 16 Pfg. pro Liter erhoben werden soll. Abg. Lender (Ctr.) beantragt die Aufnahme folgender Bestimmung: In Brennereien, welche blos eine einfache Brennerei- vorrichtung mit unmittelbarer Feuerung benutzen und nicht mehr als einen Hectoliter reinen Alkohols in einem Jahre erzeugen, beträgt für Branntwein in einer Jahresmenge bis zu 20 Liter reinen Alkohols, welcher aus selbst gewonnenen nichtmehligen Stoffen hergestellt wird, die Verbrauchsabgabe nur 25 Pfg. für den Liter reinen Alkohols. Abg. Wisser (üb.) befürwortet diesen Antrag, aus dem er das Wort „nichtmehlig" streichen will. Staatssecretär Frhr. v. Maltzahn-Gultz erklärt, daß der Antrag Lender keine Aussicht habe, im Bundesrathe eine Mehrheit zu finden und daß, wenn derselbe hier angenommen werde, dasganze . v / x , u G-Ietz Weitere. Der Antrag,würde eine Ungerechtigkeit gegenüber . . ^ontr^I b^rug genau den norddeutschen Brennern fein, weshalb in erster Linie von Preußen | h,n Knnm-hhnm»' dagegen Widerspruch erhoben werde. Abg. Dr. Buhl (natl.) bittet unter solchen Umstanden die süddeutschen Abgeordneten, nicht durch Festhalten an dem Anträge Bender das zu compromittiren, waS die Commissionsbeschlüffe an WWOW empfehlen wir, diese vor dem Weggang des 4312 Verhältniß gestanden hat. Für die Abmeldung Versicherungspflichtigen vorzunehmen und hierbei die bis zur Beendigung des ArbeitSverhältniffes noch zu zahlenden Beiträge mitzusenden und, sofern der betr- Versicherte die hiesige Stadt verläßt, die Quittungskarte abholen zu lasten oder den betr. Versicherten zur Abholung der Karte zur Ersparung der späteren Nachsendung zu veranlaffen. Da die rechtzeitigen An- und Abmeldungen sowohl für einen geordneten Geschäftsbetrieb als auch im Interesse der versicherten Personen unerläßlich find, so müssen wir künftig pünktliche Beachtung der diesbezüglichen Vorschriften umsomehr erwarten, als wir andernfalls Versäumnisse zur Bestrafung anzuzeigen genöchigt wären- Gießen, den 4. Mai 1891. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung, die Ausführung des Reichsgesetzes über die Jnvaliditäts - und Altersversicherung, insbesondere die An- und Abmeldung verstcherungspflichtiger Personen betreffend. Wir bringen hiermit in Erinnerung, daß die Arbeitgeber verpflichtet find, jede von ihnen nicht blos vorübergehend (unter einer Woche) beschäftigte versicherungspflichtige Person, welche nicht der hiesigen Ortskrankenkasse sder einer Fabrikkrankenkaffe angehört, spätestens am dritten Tage nach Beginn der Beschästigung bei uns anzumelden und spätestens am dritten Tage nach Beendigung des ArbeitSverhältniffes wieder abzumelden Zuwiderhandlungen gegen die Meldepflicht werden nach § 112 des Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889 mit Geldstrafe bis zu 100 Mk. geahndet. Die fraglichen Meldungen haben schriftlich auf dem hierfür eingeführten Formular, welches auf dem Bürgermeisterei- und auf dem Polizeiamts- Bureau sowie bei dem Kaffeboten Schwan erhältlich ist, durch den Arbeitgeber zu erfolgen. Wir machen hierbei speciell darauf aufmerksam, daß durch die An- und Abmeldungen bei dem Polizeiamt der obigen Meldepflicht zur Versicherung nicht genügt ist, da die polizelliche Meldepflicht von den An- und Abmeldungen zur Versicherung ganz unabhängig sind. Der Anmeldung ist die Quittungskarte des Versicherungspflichtigen anzuschlietzen, sofern der letztere schon vorher in versicherungspflichtigem der Eiftu unb Mchn, Unter Den Bergwerks Q netten den Gmral- Miihmden b. einiqung der Berg- in einer besonder« Muß, in den Sin e g sich auf ® o6tr 331 Reisend« M »>- *sr e biW®a)Ofr *’'ebf Steiber 2 Men. ■ er in * 1,1 ®ie etwa* r-ßen. ,„nd i w*6 i Diei6"19 " rfWj' , sei jDcgen & 00 30 ö> ß '",'»4*2 Aus der Landrichter Dr. Müller'schen Stiftung zu Darmstadt sind durch die unterzeichnete Behörde zwei Unterstützungslegate von jährlich je 500 Mk. an bedürftige elternlose Studierende der Rechtswissenschaft zu vergeben. Zur Bewerbung um diese Legate mit Nachweis über die Qualification wird hiermit eine Frist von vier Wochen angesetzt. Darmstadt, den 27. April 1891. 4306 Arnold. Wimmenauer. Alice-Schule für Lrauenbildung und Erwerb. Unsere Lehrerin im Kleidermachen war noch einige Wochen auf der Akademie in Frankfurt, um den allerorts bei den Damen so beliebten neuen Schnitt zu erlernen, daher mußte der Anfang des Schneidercursus verzögert werden. Derselbe beginnt nun Montag den 4L Mai und werden die Anmeldungen Freitag den 1. Mai, Vormittags 11 Uhr, im Schullocale entgegen genommen. [4069] Der Borstand. Verdingung der Anlieferung von: 1) 950 Fässern bezw. 2850 Säcken Portland-Cement, 2) 35.640 kg 0,4 m bezw. 0,5 m und 0,6 m weiten gußeisernen Muffenrohren und 3) 163 lfd. m 0,3 in bezw. 0,4 m und 0,5 m weiten Thon- oder Cement- Rohren, zur Herstellung von Durchlässen u. Brücken der Eisenbahn-Neubaustrecke von Niederwalgern nach Weidenhausen. Termin: Freitag den 15. Mai 1891,Vormittags 10 Uhr für die Lieferung unter 1, 11 Uhr für die Lieferung unter 2 und 12 Uhr für die Lieferung unter 3 im Amtszimmer des Abtheilungs - Baumeisters Hentzen in Gladenbach (Regierungs-Bezirk Wiesbaden). Zeichnungen, Bedingungen u.s w. können daselbst eingesehen und die Verdingungsunterlagen gegen kostenfreie Einsendung von 70 Pfennigen für jede der unter 1, 2 und 3 aufgeführten Lieferungen von dort bezogen werden. Zuschlagsfrist vier Wochen. 4311 Hannover, den 29. April 1891. Königliche Eisenbahn-Direktion. Mittwoch den 6 Mai, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Adler" gegen Baarzahlung: l- Sophas, Commoden, Kleiderschränke, Glasschränke, Tische, Stühle, Bilder, Uhren, 2 vollst. Betten, 1 Secretär, 1 Nähmaschine, 1 Ptanino, 2 Hobelbänke, 1 Stoßkarren, 1 Schleudermaschine, 1 Pferd, 1 Kuh u. a- II. Eine Parthie Korbwaarerr, 26 kleine Körbchen, 20 Henkeltaschen, 5 Meffer- körbe u. a, sodann 1 Billarddeckel, 2 Rollen Wachstuch, 1 Bd. Gartenlaube (1885), 2 Lhot.-Albums, 2 Bilder 2 Tischdecken, 1 Paar Zugstiefel und 1 Paar Halbschuhe. Die Versteigerung unter U findet bestimmt statt. Geißler, 43 i 4 Gerichtsvollzieher. Reue Häuser in allerbester Lage der Stadt, rentiren ohne Geschäft nachweislich mit Miethe, für Eigenthümer freie Wohnung, billig mit geringer Anzahlung zu verkaufen durch [4299 Corrrmiffionär Vogt, Ludwigstraße 22, I. HochfeinesSauerkraut empfiehlt [306] «. »,th. Mimner-Turnverein Gießen. Himmelfahrttag den 7. Mai 1891: TurnMgsic Amöneburg. I. Abtheilung: Für die Mitglieder der Männer- riege Abfahrt um 6.42 Morgens mit der Oberhessischen Bahn nach Burg- und Rieder-Gemünden, von da Fußtour durch das Ohmthal. II. Abthellung: Für die activen Turner und Zöglinge. Abmarsch von hier bestimmt um 4 Uhr Morgens vom Wallthor aus. Anmeldungen wolle man gefl. morgen Abend in der Turnhalle abgeben, woselbst Näheres mitgetheilt wird. [4298] Der Borstand. ZnlernMonale ElectrotchnischeAusstellung Frankfurt a.M. Der Umtausch der Quittungen gegen Original-Antheilscheiue erfolgt vom 6. Mai ab im Stadtbureau gr.Eschenheimerstraße Nr. 35 Parterre, Eingang durch den Thorbogen, in den Stunden von 10—1 und 4—6 Uhr. Nach auswärts können die Antheilscheine nur gegen vorherige Einsendung der Quittung nebst 40 Pfennig für Rückporto übersandt werden. Am 6., 7. und 8. Mai findet des Umtausches halber kein Verkauf von Antheilscheinen statt. Vom 9. Mai ab können Original Antheilscheine bis auf Weiteres wieder ä Mk. 10 bezogen werden. 4309] Der Vorstand der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung. Marktstraße 9. Confirmanden- Stiefel für Knaben von X 4.75 an, für Mädchen von X.5.—, Kinderschuhe von 50 an, Damenzugstiefel von X 5.50 an, Damenknopfstiefel von X. 7.75 an, Damenzugstiesel (Kid mit Lackblatt) von X 7.75 an. Gießens größtes Schuh-u.ÄieseUager L. Süss Nachfolger Allein-V erkauf der weltberühmten Otto Herz & Co. Schuhe und Stiefez für Gietzen und Umgegend. (4319 Grösste Auswahl. Feste billigste Preise. Marktstraße 9 Herrenzugstiefel von X 7.— an, Herrenschaftstiefel i von X 6.75 an, i Herreuhalbschuhe . von X 5.— an, Julius Schulze am Kreuz empfiehlt seine große Auswahl in den modernsten und feinsten ShlilKPn Herrenkragen, Manschetten, Glaev- und Stoff' Ulllipoöll, Handschuhen,Hosenträgern, Normal, u. Reformhemden, Unterjacken, Unterhofen, Strümpfen, Socken re. zu billigsten Preisen. 2841 <*ebr. Stamm 3341 das Vernähen der Beug- und Strecksehnen der durchschlagenen Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei Temperatur in Gießen. April 1891. Niederste Mittlere Mittel ftüherer Jahre . 3,5 ob. 5,55 „ 6,79 „ 18,0 „ 1,41 Par. Zoll. der Vater des verwundeten Architecten, richtet an die hiesige» Blätter eine Zuschrift, daß sein jüngster Sohn am Donnerstag Abend aus der Straße von dem am meisten gravirten Offizier ebenfalls angerempelt worden sei, der Provocation aber aus dem Wege gegangen wäre. Aus Anlaß der letzteren Thatsache wird in hiesigen Blättern an das Gouvernement die Aufforderung gerichtet, geeignete Schritte zu thun, daß derartige Ausschreitungen unterbleiben, damit das gute Einvernehmen zwischen Militär und Bürgerschaft nicht gestört werde. — Wie wir vernehmen, sind ähnliche Schritte bei dem Commando des 11. Armcecorps in Cassel geschehen. * Frankfurt a. M., 3. Mai. Die Polizei war heute wegen des socialdemokratischen Mai fest es sehr regsam. Auf dem Roßmarkt war das Stehenbleiben von Trupps nicht geduldet, Alles wurde angewiesen, sich fortzubewegen. Bei den Frauen sah man vielfach röche Kleider bezw. rochen Putz. Die Musik, die zum Festzug aufspielen sollte, wurde von Berittenen vor die Stadt dirigirt. Die Manifestanten zogen in Haufen von 8 bis 10 Mann von der Gallusgaffe in den Wald. Die Ruhe wurde nirgeuds gestört. — Der „Franks. Ztg." wird weiter gemeldet: Das heutige Volksfest aus Anlaß der Achtstundenbewegung fand unter tben Hohenwartbäumen statt und war von etwa 10000 Personen besucht. Um 4 Uhr wurde nach einem Trompetensignal über die bekannte Resolution betr. den Achtstundentag abgestimmt und diese einstimmig angenommen. Das Halten von Reden war verboten. Seitens verschiedener Arbeitergesangvereine wurden Gesangchöre vorgetragen. Eine Musikcapelle con- certirte. Der Verlauf ist ein gemüthlicher und animirter; immer neue Menschen strömen hinzu. Der Postdampfer „Rhynland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 1. Mai wohlbehalten in Newyork angekommen. Vermischtes. * △ Mainz, 3. Mai. Die gerichtsärztliche Unter« suchung des bei dem mehrerwähnten Streite mit zwei Offizieren verwundeten Architecten hat ergeben, daß dem letzteren in gerader Richtung in den Rücken ein Stich von einer Tiefe von 2 bis 3 Zentimeter beigebracht wurde, welche glücklicher Weise kein edleres Organ verletzte. Die rechte Hand ist unbedeutend verwundet, dagegen die linke sehr bedenklich. Nach der Ansicht der Aerzte wird jedoch hoffentlich die Beweglichkeit derselben erhalten bleiben, wenn auch in sehr beschränktem Maße. Es wird sich ähnlich wie im verflossenen Jahre bei dem durch einen Kameraden verwundeten Hauptmann Salm auch wieder die Tüchtigkeit unserer Spitalärzte erproben, denn s. Hießeuer Eoneertverei». Das fünfte Concert des Concertvereins bot zunächst einen reichen orchestralen Theil, dessen Spitze Niels W. Gades vierte Symphonie in H-dur stand. Unter den acht rein symphonischen Werken des nordischen Componisten ist diese vierte Symphonie, welche im Jahre 1851 herauskam, nächst derjenigen in C-moll die populärste. Sie zeichnet sich in erster Linie durch ihre abgeklärte und reise Form aus, in Bezug aus welche sie zu den gelungensten Tonschöpsungen neuerer Zeit zählt, und wirkt besonders durch die freundliche Anmuth, die über dem ganzen Werke ausgebreitet liegt, sehr anziehend, wenn sie auch als ein Kind Schuhmann'schen und Beethoven'schen Geistes an originaler Bedeutung der erwähnten C-moll= Symphonie ganz beträchtlich nachsteht. Zwei Stücke voll reizendster Grazie und Schalkhaftigkeit sind die beiden gestern an dritter Stelle zur Anführung gelangten Nummern aus dem Delibes'schen Ballet „Sylvia": 1) Intermezzo und langsamer Walzer- 2) Pizzicati. Den Beschluß des symphonischen Theiles bildete Beethovens große Leonoren- »uverture, in der der Meister den ganzen idealen Gehalt feines Fidelio zu einem selbstständigen großartigen musikalischen Gemälde zusammengefaßt hat. Die Aussührung der genannten Compositionen unter Leitung des Herrn Universitätsmusikdirectors Felchner erfolgte mit gewohnter Präcision und Schönheit in technischer Beziehung, wie hinsichtlich der Auffassung und gab in treffender Characteriftik von jeder der ^anz verschiedenartigen Compositionen ein klares und sympatisches Bild. Besonders fanden die Delibes'schen Balletstücke lebhaften Beisall. Den gesanglichen Theil hatte Frau Marie Fleisch aus Frankfurt übernommen, die sogleich mit ihrer ersten Nummer gewonnenes Spiel hatte. Die Dame besitzt eine große sonore Altstimme von erheblichem Umfang- auch in der Höhe, und schön ausgeglichenen Registern, eine treffliche Intonation und klare Textaussprache. Mehr noch als diese technischen Borzüge verdient ihre energische und temperamentvolle Auffassung hervorgehoben zn^ werden, vermöge deren sie in der leidenschaftlichen Arie ans der St. Saöns'schen Oper „Samson und Delila" einen tiefen Eindruck zu machen im Stande war. Von großer Wirkung waren ebenso ihre Liedervorträge. Besonders angenehm überraschte die Wiedergabe der bekannten Locwe'schen „Uhr" durch die Originalität und Innigkeit der Auffassung- ein Gleiches gilt von dem Vortrag des weniger dankbaren Schnberl'schen „Wiegenliedes". Selbst dem etwas abgesungenen Riedel'schen Liede „Nun ist er hinaus" wußte Frau Fleisch neue Seiten abzugewinnen und warmes Leben einzuhauchen. Nach dieser Nummer nahm der Beifall solche Lebhaftigkeit an, daß die Sängerin sich in liebenswürdiger Weise zu einer Zugabe entschloß. Bemerkt sei endlich noch die diskrete und doch characteristische Clavier- begleitung des Herrn Alfred Hertz. ♦ — Die am Samstag und Sonntag Abend im Saale Land- tmfc Volkswir-y-c^ast. Gründers, 2. Mai. Fruchtpreise. Weizen X 2b — Korn X 22.—, Gerste X 18.80, Hafer X 17.80, Erbsen X 21.50, Linsen X 22 — Wicken X 19.—, Lein X —.—, Kartoffeln X 8.20. reichen Besuches zu erfreuen, daß sich die Direction entschlossen hat, noch zwei Vorstellungen (heute Montag und morgen Diensrag Abend) folge» zu lassen. Wer Gelegenheit hatte, einer der Vorstellungen beizuwohnen, konnte sich leicht überzeugen, daß die Künstler der Gesellschaft wirklich Specialitäten ihrer Fächer sind und Leistungen vorführten, wie sie hier wohl noch nicht gesehen worden. Die in Anmuth und Gesang gleich vorzügliche Soubrette Fräulein Wilhelma, Herr- Oscar Fürst in seinen humoristischen Vorträgen, Mr. Derrington in seinen Kunstfahrten auf dem Ein- und Zweirad, sowie in seinen staunenerregenden Künsten aus dem Telegraphendraht, Herr Carl Abs in seinen Kraftproductionen (u. A. Zerreißen einer eisernen Kette, Zerreißen einer doppelten fest aufeinander liegenden Spielkarte u. s. w.) und schließlich Mr. Leoni in seinen allgemeine Heiterkeit hervor- rufenden Bauchrednerkünsten, ernteten wohlverdienten Beifall. Wir müssen davon Abstand nehmen, die einzelnen Leistungen zu beschreiben, um so mehr aber können wir den Besuch der noch bevorstehenden Vorstellungen empsehlen. — Bei dem gestern in Marburg abgehaltenen Str aßen- r’ennen des Gaues IX (Frankfurt a. M.) errang im 3000-Meter-Rennen Herr Wilh. Hamel vom hiesigen Radfahr- Verein den ersten, im 10000-Meter-Rennen (Hauptsahren) den zweiten Preis, letzteren mit i/5 Secunde hinter dem ersten. Die Preise, ein schöner silberner Becher, sowie goldene und silberne Ehrenzeichen, sind im Laden des Herrn Juwelier Huhn (Schulstraße) ausgestellt. T Schissenberg, 3. Mai. Nächsten Samstag, d. 9. d. M., Nachmittags 4 Uhr, findet dahier eine Versammlung der Bezirkslehrervereine Lang-Göns und Lich statt. Ueber folgende Themas werden in derselben Vorträge gehalten : i. „Bilder aus der Urgeschichte des Schiffenbergs und Umgegend." Ref. Herr Professor Dr. Buchner-Gießen. 2. „Welches sind die wichtigsten Bestrebungen der Bezirkslehrervereine in der Gegenwart." Ref. Herr Lehrer Wagner- Lich. Auch Nichtlehrer sind in dieser Versammlung willkommen. des Cafv Leib abgehaltenen Künstler- und Specialitäten- ’ das Vernähen der Beug- und Strecksehnen der durchschlagenen Dorstellungen der Gesellschaft Abs hatten sich eines so zahl- I linken Hand soll bestens gelungen sein. — Baurath Heyl, en. Litton, J I. Tckzr°phen- SSornuttaj 11 Uhr u Den dentschchster- llndlungen statt. Der Vorsts, "spräche die wirch- ! Vertrages hervor r ihre nnemüdliche cher geheimer Lega^ »eutschen Delegirten. er Arbeiter be- :n der PrvgreWen, und ihren Einfluß ines Strikes zu net-- iten Erfolg, ustriellen Ortschaften -zustand verkündet iephondräshe durchweiche das Abhalten und einer Arbeiter- ^iammenstoß, wobei Nach der Umgebung eine Compagnie In- idere Punkte wurden ti es im Menwerk menftoS jmiftyn wckindieBmaux jen Feuer und ver« Höchste........4- Niederschlag an 14 Tagen..... _ „ im Mittel früherer Jahre an 12 Tagen 1,39 „ „ Die Vegetations-Pelspäturig betrug am Ende des Monats 14 Tage gegen den durchschnittlichen Stand in den seitherigen Beobachtungs-Jahren. =t GmSlfkuer. Ä®*' >« Ä ÄSJU ‘Mo bk Intn; rachtverkehr tttelok^slchuld- ‘7r angenowmrn. rathung des Arbeiter: Vermischte Anzeige« Von dem vorstehenden Anlehen haben wir Unterzeichnete einen Theilbetrag von: 4324 innigsten Dank FamiSie FiIImann 4303 Gießen', den 4. Mai 1891. 4414 Gießen, den 4 Mai 1891. empfiehlt Gießen, 2. Mai 1891. Der Vorstand. 4323] ■ A. Kröll 4292 125.00 156.00 A* Kröll 4293 Reichsbank-DiScont 3 pCt. — Frankfurter Bank-Dtscont 3vCt AM U MWW < Hannover, Hannover, 7) 7) 99 50 428 87 199 00 148 8U 143 60 } 1590 70 80 91 70 92 60 80.40 76 00 4% Offenbacher (Self ent Bergw.-Act. die Hannoversche Bank das Bankhaus Ephraim Meyer & Sohn Lomb. E.-B.cAct. Buschtberader E-B.-Act. Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordoft-B.-Act. Mainzer E.-B.-Act Marienburger E.-B.-Act. Samintlidjc Schulbücher für Stadtschulen Der. KönigS-Laurah--Act. Tendmz: etwas fester. Deutsche Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius & Co. in Berlin und E. Wasserschieben m Giessen. Mr. Derrington Meisterschafts-Kunstfabrer auf dem Zwei [4320 W. Klee. Schlußcovrf- 1 Uhr 15 Min. 85.60,40/0 Ung. Gold-Rente 99.3. 5o/o Jtal. Rente 85 701 4Vb?/o Oeft. Silber-Rente 99.3015% Ruff. HI. Orient Kleesamen Grassamen Thomas-Phosphat-Mehl Chilisalpeter in besten Qualitäten vorräthig. deren Commandite Frankfurt a. M. . Hannoversche Bank in Hannover. Ephraim Meyer & Sohn m Hannover Oldenburgische Spar- und Leih-Bank in Oldenburg. 190.80 151.00 154 40 12100 98 87 260 75 224.12 Corrrsbericht #0* E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 4. Mai 189L Allen Denen, welche unserer innigstgeliebten Tochter, Schwester, Enkelin und Nichte, Lina D ä p f e r, die letzte Ehre erwiesen haben, ganz besonders dem Herrn Pfarrer Schlosser, sowie ihren lieben Mitconfirm andinnen unseren tiefgefühltesten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: übernommen und bringen denselben am Dienstag den 5. Mai er. zum Course von 101.80 Procent an den Börsen von Berlin und Fi ankfurt ^u^ Schuldverschreibungen werden zunächst Lieferscheine ausgegeben, welche in unserem Auftrage von der Deutschen Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius & Co. Commandite Frankfurt a. M. unterzeichnet sind. Berlin, Frankfurt a. M., Giessen, Hannover und Oldenburg, den 1. Mai 1891. Die Beerdigung findet Dienstag den 5. Mai, Nachmittags.» 6 Uhr vom Sterbehause, Bahnhofstraße 56 aus statt. [4304'gl Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'fchen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Sbie täMtsM 0 Mi». 4316] Heute und morgen prima hochfeine Schellfische, 25 Pfg., ferner la. Hecht, Zander, Cabtiau bei C. G. Skleinhenn, Deltcatessen-, Fisch- und Geflügelhandlung, Bahnhofstraße 59. Damsaglmst. Mr die große Tbeilnahme und zahlreiche Blumenspende, welche uns bei dem so schweren Verluste unserer unvergeßlichen Marie Rühl, geb. Koch, in so reichem Maße entgegen gebracht wurde, sagen herzlichen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die so vielfach und herzlich bewiesene Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres guten Gatten und Vaters, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dr. Naumann und für die zahlreichen Blumenspenden sagt Toves-Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unsere liebe Gattin, Mutter und Großmutter Marie Rau, geb. Mach, nach schwerem mit Geduld getragenem Leiden, im Alter von 73 Jahren zu sich zu rufen. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, Lollar, Berlin, Frankfurt a. M., den 4. Mai 1891. Disconto-Command^Anth. ! Darmstädter Bank-Ilct. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act Wiener Bankver.-Act. Oeft- Credit-Acl. Oeft. Staatsb.-Aet. Heute, Montag den 4. Mat 1891t Grosse Künstler- und Specialiläten- Vorstellung. Dienstag den 5. Mair GrosseÄbschiedsvorstellung. Direction: Carl Aba u. Aug. Piefo. Oscar Fürst Humoriftisch-satyrische Vorträge: = Graf von und zu Dattenbohm. = Nach der großen Parade. = Reserve-Aristokratie. = Das Lachen. = = Stylvoll, schneidig, pyramidal! 4”i Anleihe der Provinzial-Haeplstadt Mainz im Betrage von 5,000,000 Mark. Generalversammlung ! auf Burg Gleiberg am Mittwoch den 13. Mai, Nachm. 5 Uhr Tagesordnung: Wahl des Vorstandes. Feststellung des Etats. Dechargirung der 1890er Rechnung. Geschäftsbericht pro 1890. Familie Döpfer. Familie Ohr. Giessen, den 4. Mai 1891. [4297 W Frl. Wilhelma, Operetten - Soubrette. Mr. Leoni, Bauchredner. — 91/2 Uhr r — Auftreten des stärksten Mannes der Welt Carl Abs in seiner Sensations-Nummer Zerreißen eiserner Ketten in Tragfähigkeit von 600 Pfnnd. NB. Diese Ketten sind solide gearbeitet und können von jedem Fachmann auf ihre Haltbarkeit untersucht werden Preise der Plätze: Sperrsitz 1 Mk , Saal 60 Pf., Gallerte 30 Pf Kasseöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Borverkauss ■ BilletS a 80 resp. 50 Pf. nur bis 6 Uhr Abends bei Herrn G. Gerhardt, Lindenplatz. 4322] Eine hies. Ltqueursabrik sucht einen tüchtigen jungen Mann mit schöner Handschrift, mit allen Comptoir-Arbeiten vertraut, für Comptoir und Reise. Offerten unter C. 100 nimmt die Expedit iondiesesBlattesentgegen. Ein tüchtiges Dienstmädchen- welches die Hausarbeit gründlich versteht.. wird bis zum 20. Mai gesucht. Lohn 150-160 Mark. [40u0 Offerten an die Exp«d. d. Bl. w Manrer und Handlanger finden Beschäftigung bei 4317 Ehr. Haubach, Westanlaqe. '4315] Intelligenter Lehrling unter günstigsten Bedingungen für ein hiesiges kaufm. Engros-Geschäft gesucht. Anmeldungen sub Nr. 4315 an die Exped. d. Bl- Die Provinzial-Hauptstadt Mainz hat unter Kreisamtlicher Genehmigung vom 16. April d. J. zur Deckung schwebender Schulden und zur Bestreitung anderweitiger Ausgaben für städtische Zwecke eine 4% Anleihe im Betrage von: „Fünf Millionen Mark66 au (genommen und dafür Schuldverschreibungen, eingetheilt in Stücke von 2000, 1000, 500 und 200 Mark, ausgefertigt. Den Schuldverschreibungen sind halbjährige am 1. Juni und 1. December fällige Coupons beigegeben; der erste Coupon umfasst sieben Monate und läuft vom 1. Mai bis 1. December 1891. .. , ,. p •4.0i„~i^,7QMiino-pn Die Tilgung des Anlehens erfolgt mit jährlich i/2 Procent des Capitalbetrages zuzugheh der durch die Capitahuckzahlungen ersparten Zinsen nach Massgabe eines den Schuldverschreibungen beizudruckenden Tilgungsplanes. Die zur Rückzahlung bestimmten Schuldverschreibungen werden jedesmal ein halbes Jahr vor dem Rückzahlungstermin, der auf den 1. December jedes Jahres festgesetzt wird, also jährlich am 1. Juni durch Verloosung festgestellt. Die erste Verloosung findet am 1. Juni 1894 statt. p f M Die gezogenen Nummern werden in drei aufeinander folgenden Ankündigungen je in einer zu Mainz, Berlin und Fiankturt a. M. erscheinenden Zeitung bekannt gemacht. . . , ..... ,._____ Von dem 1. März 1900 an steht der Stadt Mainz das Recht zu, zu jeder Zeit mit vierteljährlicher Kündigung die Schuldverschreibungen ganz oder theilweise behufs Rückzahlung des Capitalbetrages zu berufen. . Die Einlösung der Coupons sowie der zur Rückzahlung aufgerufenen Schuldverschreibungen erfolgt kostenfrei durch die Deutsche Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius & Co. in Berlin und deren Commandite Frankfurt a. M., da8 Bankhaus E. Wassersclileben in Cwiessen, Geselligkeitsverein Gleiberg 3% Reichsanleihe 3Va°/o do. Zo/o Preuß. ConsolS 3V»°/e do. AermietHtM-e». 4318] Kl Familien-Wohnung zu ver- miethen-_______________Neuenweg 20 4321] Ein neu hergerichtetes kl- LogtS mit Zubehör per sofort billig zu ver- miethen._______________Marktftraße 8. 4300] Parterrewo^nunc, fünf Zimmer Gartenantheil, in der Bleichstraße zu oer- miethen. A. Huhn, Seltersweg 63, II. 4301J Unmöblirte Stube, parterre, SBeft- anlage 27, Nebenhaus, zu vermiethen- 4188] Neuhergerichtetes kleines Logis zu vermiethen._________Dammstraße 8. 4308] Schön möbl- Parterre-Zimmer zu vermiethen. Schillerftraße 29 4302] Schlafstelle, Stube mit Küche, zu vermiethen. Völker, Maigaffe 12. die Oldenburgische Spar- und Leih-Bank „ Oldenburg. ! ^'und Elnrad/ sowie Drahtseilkünstler. Nach dem Verwaltungsberichte der Bürgermeisterei für das Jahr 1889/90 beträgt das Vermögen der Stadt Mainz, einschliesslich desjenigen des Stadterweiterungsfonds Mk. 25,963,637.—. Dagegen betragen die Schulden ohne Berücksichtigung der neuen Anleihe Mk. 19.637.522.— von welch letzteren durch die neue Anleihe Mk- 1,050,800.— zur Rückzahlung kommen. Stabt. Schlachthaus. Freibank. 4307 Von beute Nachmittag 4 Uhr ab: I. Ochfenflkifeh nicht ladenrein, per Pfund SO Pf. ThonOeferr in weiß, gelb, braun, grün, in feinster Ausführung, fix und fertig gesetzt, liefert zu billigen Preisen Dienstag den 5. Mai (Siebener Anzeiger. Beilage zu Rr. 103. - 189L Die Union, Allgemeine Deutsche Hagel-Versicherungs-Gesellschast zu Weimar - - - gegründet im Jahre 1853 ■ ■■ mit einem Grundcapitale von 9 Millionen Mark, wovon 5,019 Aktien mit . . . 7,528,500 Mark begeben find. Reserven ult. 1890 ..... 2,057,811 „ Gesammtgarantie-Capital. . . 9,586,311 Mark. Die Union versichert Feldfrüchte zu festen Prämien ohne Nachratzlnng. Bei Versicherung auf mehrere Jahre wird ein namhafter Prämien-Srabatt gewährt. Befondere Erleichterungen werden für kleine Berstcherungeu de- willigt, namentlich für Sammelpolieen. Die Vergütung der Schäden gelangt spätestens Vinnen Monatsfrist, in der Regel aber früher, zur vollen und haaren Auszahlung. Weitere Auskunft wird ertheilt und Versicherungen werden vermittelt durch die unterzeichneten Agenten: [4296 LouiS Wittich, Kaufmann in Gießen, i Jul. Walther, Kaufm. in Großen-Linden, GroS, Secretär in Lich, I Hrch. Bölzel II., Kaufmann in Wieseck, sowie Earl Hornmann, Generalagent in Darmstadt. la. Karlstadter Porttand-Cemmt, anerkannt vorzügliche» Fabrikat, empfiehlt 4295___________I. Happel, Neustadt 56. •••••••••••••••••••••••• S M** Gardinen. G M Wiederum find viele Neuheiten in Gngl. Tüll-Bor- Ä M bängen, creme und weiß, eingetroffen. — Abgepaßte M Vorhänge, das Fenster von JU 1.75, JL 2.25, JL 3.50 und ! 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I., von Vormittags 9 Uhr an, kommen auf der Oberschmitte» Papierfabrik zur öffentlichen Versteigerung: Ein achtwalziger Kalander, 1 große Papierschneidmaschine, 1 Wickelmaschine, neue und alte Maschinentheile, alte Walzen, 2 Decimalwaagen, 1 Winde, 1 Feldschmiede, 1 Flaschenzug, 1 großer Schleifstein, 1 Hand- seuerspritze, 1 Extinctenr, Sortirtische, Stoffbütten, Ausschußkasten, Gummi- schläuche, Fabriklampen, 4 neue Filze, 1 Pumpe mit neuer Welle, 1 steinerner Holländer, 1 Partie Holz, eichene Bohlen, 1 Chaise, altes Eisen, Messing, Compofitionsmaffe, Rothguß rc. rc. Nidda, den 1. Mai 1891. 2353 Bahnhofstraße 51. D —w D ■ Der Concursverwalter: ____________________________Ferd. Jost. Mobiliar- Versteigerüii^. Das Hebregister über die Umlagen der Stadt Gießen pro 1891/92 . „ „ cx . , liegt acht Tage lang auf unserem Bureau zur Einsicht eines jeden Bethei- .QUe” J rQ^ und hart ligten offen. Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis; trocknend, Empfiehlt gebracht, daß Beschwerden gegen die im Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder schriftlich oder mündlich zu Protokoll bei Großh. Kreisamt Gießen vorgebracht »erden müssen und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden können. Dienstag den 5., Mittwoch den 6. und Ireitag den 8. Mai, Nachmittags 3 Uhr beginnend, wird die aus fünf Zimmern und einem Salon bestehende Einrichtung im Felstng'schen HauS, Südanlage 16, pariere, erbvertheilungs- halber meistbietend versteigert: Dienstag den 8. Mai, Nachmittags 2 Uhr: 1 Garnitur, Sopha, 6 Stühle, Tisch, 1 großer Tisch, 1 Pendul?, ovale, runde und andere Tische, Stühle, 1 Ausziehtisch, 1 Spiegelschrank , 1 Nähtisch, 1 Sopha, 1 Regulator, 2 Spiegel, 1 altertümliche Commode mit Glasaufsatz, Silbergegenstände, Porzellansachen, Weißzeug, Betten, Waschtische, Nachttische u. s. w. Mittwoch den 6. Mai, Nachmittags 2 Uhr: Weißzeug, Möbel, Porzellan und Haushaltungssachen. Freitag Vormittag» OVi Uhr beginnend: das Küchenmobiliar und Kücheneinrichtung. Freitag Rachmittag 31/2 Uhr beginnend: sämmlliche übrig gebliebenen Gegenstände, Keller-, Waschküche- und Gartengeräthe u. s. w. Im Auftrag: Ferd Hoffmann, Ortsgerichtsmann. MF Aufträge nimmt Gerichtstaxalor LouiS Rothenberger, Neuenweg 22, entgegen. 4020 Dienstag, d n 5. Mai, Nachmittags 2 Uhr, in der Bieker Aschen Hofraithe zu Gießen i sollen gegen Baarzahiung öffentlich ver-' steigert werden: 3 Schweine, 1 Eisschrank, 1 Cassaschrank, 1 Ladeneinrichtung, 1 Waage, 2 Sophas, 2 Verttcows, Bücher, einige Taschenuhren rc. Versteigerung voraussichtlich theilweise bestimmt. Engel. 4290 Gr- Gerichtsvollzieher. Ieilgeöotenes. 4190] Ein vorzügl. Billard zu ver- keafen. Frankfurterstr. 7. Heff< Hof. 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Bl. erschienene Mtttheilung des Dachdeckermeisters Ehr- Schwalb dahier, ber welchem ich allerdings seit neun Jahren gearbeitet habe, daß idj keineswegs von demselben entlasten wurde, daß er vielmehr meinen Austritt wegen Errichtung meines eigenen Geschäfts genehmigen mußte, daß ihm auch bekannt sein dürfte, rote mir nicht in den Sinn kommen kann, seine Kundschaft zu meinen Gunsten rhm abwendig zu machen, daß ich gleichwohl aber fortfahren werde, meine verehrlichen Gönner, gleich» viel oi Herr Schwalb für dieselben früher gearbeitet haben sollte, streng reell, pünktlich und billigst zu bedienen. 41uy Martin Müller, Dachdeckermetster __LSwerrgafse 84. , —3491]—Ein^rd. Dienstmädchen kann I 4276] Mädchen finden Stellen durch sofort eintreten Kirchenplatz 4 'Frau Hüttenberger, Seltersweg 52. dahier angetreten habe. Grünberg, tut Mat 1S91. Gerhard Steins Garten. Dienstag den 5. und Mittwach den 6. 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