Nr. 54 Donnerstag den 5. März 1891 Der tUfesft Anzeiger erfcheim täglich, kU UuLnahme de- MsnlagL. Die Gießener »erden dem Anzeiger VTchenttich dreimal dk,gelegt. Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Vierteljähriger Kösnnementsprei» i 2 Mark 20 Pfg. mü Bringerlohn. Durch die Post bezöge, 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Txpcdirta- und Druckerei: -chulßratze Ar.?« Ferufprecher 51. Aints» u«d Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den Mgrabcn Lag erscheinenden Nummer bi« vorm. 10 Uhr. Kratisbeikage: Kießener Jamikienötätter. Alle Annoncen.Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegm. Dentfches Reich. Darmstadt, 4. März. Die II. Kammer hat gestern die Einstellung von 295,000 Mk. als Betrag von Tranksteuer von Wein in namentlicher Abstimmung mit 26 gegen 17 Stimmen abgelehnt. Der Antrag der Ausschußmehrheit, die Großh. Regierung zu ersuchen, um Vorlage eines Gesetzes wegen Besteuerung von Weineinlagen der Privaten, wurde in namentlicher Abstimmung mit 30 gegen 13 Stimmen abgelehnt. Verrtfcher SeMystag. 78. Plenarsitzung. Montag, 2. Marz 1891, 1 Uhr. (Verspätet eingegangen.) Die Berathung des Milttäretats wird bei dem Capitel Naturalverpflegung fortgesetzt. Hier werden in Consequenz der Absetzung von StabSoffizterstellen und der noch zu fassenden Beschlüsse hinsichtlich der Pferderattonen für Brod- und Fourageverpflegung zugesetzt beim preußischen Contingent 192084, beim sächsischen 12278 und beim württembergtschen 5765 Mk. Die Capitel Bekleidung und Ausrüstung der Truppen, Garnison- Verwaltungs- und Serotswesen, Garnison-Bauwesen, Mtlitär-Medi- ctnalwesen, Verwaltung des Tratndepots und Instandhaltung der Keldgeräthe und Verpflegung der Ersatz- und Reservemannschaften und Arrestanten auf dem Marsche debattelos angenommen. Beim Capitel „Ankauf der Remontepferde" fordert die Regierung an Geldvergütung zur Beschaffung von Dienstpferden für alle berittenen Offiziere im preußischen Contingent 2214148, im sächsischen 188764 und im würtembergischen 120028 Mk. Die Commission (Ref. Abg. v. Keudell) beantragt zu bewilligen: Zur Gewährung von Pferdegeldern für die rattonsberechttgten Osfiztere der Fußtruppen vom Secondelteutenant aufwärts bis zum Regiments- commandeur, jedoch ausschließlich des letzteren, sowie für diejenigen rationsberechrigten Offiziere gleicher Chargen, die, aus den Fußtruppen heroorgegangen, sich in besonderen Functionen befinden, 1006800 bezw. 91298 bezw. 52067 Mk., ferner an Geldvergütung zur Br- schaffuvg von Dienstpferden für Adjutanten 60650 bezw. 4505 und 1733 Mk. — Der finanzielle Effect dieser Anträge ist eine Ersparniß von 1146698 bezw. 92961 und 66228 Mk. Preußischer Kriegsminister v. Kaltenborn-Stachau: Die Heeresverwaltung könne eine endgültige Lösung der Frage in dem Commissionsantrage nicht erblicken, obgleich dieser eine Hülfe an den- jmigen Stellen gewähre, wo die Hülfe am dringendsten nöthtg sei. Der Antrag durchbreche ein bestimmtes System, weshalb er bitte, der Regierungsvorlage zuzustimmen. Abg. Richter (dfr.): Die Freisinnigen stimmten dem Commissionsantrage zu und bewiesen damit, daß sie überall da Bewilligungen eintreten ließen, wo sie ein Bedürfnttz anerkennen. Abg. Dr. Frege (conf.) erklärt, daß seine politischen F-eunde auf dem Boden der Regierungsvorlage stünden, aber bet der Aussichtslosigkeit desselben für den Commtssionsantrog stimmen würden. Abg. Frhr. v. Huen e (Ctr.) empfiehlt den Commtssionsbeschluß, der einem vorhandenen Bedürfniß und ebenso den Ersparuißrücksichlen Rechnung trage. Abgg. v. Kardorff (Rp.) und Dr. Hammacher (natl.) erklären, daß ihre politischen Freunde nach Lage der Sache für den Commisstonsantrag nimmen würden. Der Commissionsantrag wird angenommen. Die Capitel „Verwaltung der Remontedepots" und „Reisekosten und Tagegelder, Vorspann- und Transportkosten".werden ohne Debatte angenommen. Beim Capitel „Militär-Erziehungs- und Bildungswesen" beantragen die Abgg. Richter und Hinze (dfr.) Streichung der von der Regierung geforderten Vermehrung von Cadettenstellen. Abg. Hinze (dfr.): Der Andrang zu den Cadettenanstalten sei ein künstlich erzeugter, erzeugt durch Freistellen, sowie durch Verbilligung der Penstonärstellen. Es liege darin eine Bevorzugung besonderer Categorien der Bevölkerung. Das Offiziercorps sei aus dm Kreisen des Bürgerthums zu ergänzen; die große Masse des Ersatzes gehe am besten aus der Truppe selbst hervor, anstatt aus Cadettenhäusern. Abg. Frhr. v. Huene (Ctr.) befürwortet die Vermehrung. Gerade die Mischung von aus den Cadettenanstalten und von aus den Kreisen der Offizieraspiranten heroorgegangenen Offizieren habe wesentlich zur Bildung eines tüchtigen OffiziercorpS beigetragm. Abg. Dr. v. Frege (conf.) tritt gleichfalls für die Vermehrung ein. Die Cadettenerziehung fei eine vorbildliche für andere Erziehungsstellen. Sie mache den jungen Mann auch für andere Berufe als den des Offiziers fähig. Abg. Richter (dfr.): Die Aufnahme von aus bürgerlichen Kreisen hervorgegangenen Offizieren sei künstlich erschwert worden; die Folge davon sei, daß im OffiziercorpS so wenig Kenntniß von den bürgerlichen Interessen und so wmtg Berücksichtigung derselben anzulreffen sei. Er schätze die Fachkenntniß unseres OffiziercorpS, aber dasselbe betone zu einseitig den mtlitärischen Standpunkt. Daran sei die einseitige Ausbildung in den Cadettenanstaltm schuld. General Vogel v. Falckenstetn widerspricht dem. Weder aus den Kreisen der Familien noch aus denen der Armee, also den nächstbetheiligten Kreisen, seien bisher Bedenken gegen die Art der Erziehung in den Cadettenanstalten geltend gemacht worden. Unsere hervorragendsten Helden seien aus den Cadettenhäusern hervorgegangen. Seine zum geflügelten Wort gewordene Aeußerung über die Kaserne als „Feriencolonien" sei dahin gegangen, daß im Vergleich zu dem Leden in gewissen Fabriken in Bezug auf Gesundheitspflege die Kasernen Feriencolonien seien. Abg. Richter (dfr.): Rach seinen stenographischen Aufzeichnungen sei die Bezeichnung „Feriencolonie" doch allgemeiner gebraucht worden. Die Vermehrung der Cadettenstellen wird genehmigt. Bet demselben Capitel finden sich Neuansätze infolge Errichtung von Unteroffizier-Vorschulen in Jülich und Wohlau. Abgg. Richter und Hinze (dfr.) beantragen Streichung dieser Neuansätze. Abg. Haußmann (93p.) empfiehlt Streichung und spricht sich gegen Unteroffizier-Vorschulen überhaupt aus. Der Vorwurf der Negation gegen die Linke sei unbegründet, nachdem dieselbe bereits 312 Millionen beim Militäretat bewilligt habe. General Vogel v. Falckenstein: Es handle sich hier weniger um eine Vermehrung der Quantität als um eine Besserung der Qualität. Abg. Hahn (conf.): Seine Freunde erkennen in den Unteroffizier-Vorschulen eine heilsame und nützliche Einrichtung und stimmen deshalb für die Vorlage. Abg. Richter (dfr.) bekämpft die Einrichtung der Unteroffizier- Vorfchulen; dieselben erzeugten jenes Selbfibewußtsein, das der Reichskanzler in umsichtiger Auffassung einer früheren Auslassung des Redners als militärische Tugend bezeichnet habe, das aber in Wirklichkeit nur darin bestehe, daß die Leute in ihrer Gewohnheit zu commandiren, es verlernen, sich anderen Verhältnissen anz»- bequemen. In keinem Falle sei das Bedürfniß nachgewiesen für den Bau von zwei neuen Schulen. Man bat den Unteroffizieren Prämien gewährt, um so weniger liegt ein Grund vor, nun auch noch die Schülerprüfung für Unteroffiziere zu erleichtern. Bundescommifsar Major Gäbe: Die seit 10 Jahren mit de» Unteroffizier-Vorschulen gemachten Erfahrungen find die günstigsten und baden den Anlaß zu den vorliegenden Forderungen geboten. Abg. Hahn (cons.) leitet aus früheren Aeußerungen Richters über die Unteroffizierschulen die Schlußfolgerung her, daß die Vermehrung dieser Anstalten nöthig und wünschenswerth sei. Abg. Hinze (dfr.): Die militärische Erziehung soll aus der Armee heraus erfolgen; ich bekämpfe das Princip der Sonder-Erziehung; ich bin der Ansicht, daß aus diesen Schulen kein besonders brauchbares Material für die Besetzung der Unterosfizierstellen gewonnen wird. Abg. Haußmann (Volksp.) erklärt sich gegen die Bewilligung. Die Debatte wird geschlossen. Die Forderung wird unter Ablehnung des Antrages Richter- Hinze (dfr.) nach der Vorlage bewilligt. Der Rest des OrdinariumS wird bewilligt. Nächste Sitzung Dienstag 12 Uhr: Fortsetzung der Berathung. Schluß 5 Uhr. 79. Plenarsitzung. Dienstag, 3. März 1891. Die Berathung deS Militäretats wird bei den einmalige» Ausgaben fortgesetzt. Abg. Hahn constattrt als Berichterstatter, daß die Budget- commtssion gewissenhaft geprüft und nur das Nothwendigste bewillig habe. Ohne Debatte werden bewilligt 404147 Mk. für besondere Zulagen, 162300 Mk. zur Erneuerung des Oberbaues der Militär- bahn, Vermehrung der Betriebsmittel ?c., 2030450 Mk. für de» Bau von Magazing-bäuden und 419000 Mk. zum Bau des Be- kleidungsamts in Danzig, zweite Rate. Bei den Kasernenbauten wünscht Dr. Rüge (dfr.) Rückgabe eines mit alten Ställen besetzten und jetzt die Stadt verunzierenden Terrains, das früher der Stadt Potsdam gehörte, an diese Stadt und beschwert sich gleichzeitig über Einmischung der Militärverwaltu»g in die communalen Verhältnisse Potsdams. Regierungsseitig wird erwidert, daß die Rückgabe dieses Terrains in die Wege geleitet sei und daß es der Militärverwaltung fern liege, sich in die communalen Verhältnisse Potsdams einzumischen. Die erste Baurate für ein Commandanturgebäude in Doyen wird gestrichen. Die Commission beantragt ferner Streichung der ersten Baurate, 600000 Mk., für Kasernen für die Schteßfchulen der Feld- und Fußartillerie auf dem Schießplatz in Jüterbog. Abgg. Dr. Frege, v. Masfow u. Gen. (conf.) beantragen als erste Baurate zum Neubau von Mannfchaftskafernen, Ställe» und Wegeanlagen für die Jüterboger Schteßfchulen 400000 Mk. zu bewilligen. Feuilleton. Der einzige Sohn. Novelle von I. Bonnet. (13. Fortsetzung.) Die Damen mochten freilich in das überaus günstige Urtheil über den Gast minder ungetheilt einstimmen, am wenigsten Mariechen, die eine unerklärliche Scheu vor ihm nicht verließ und die nichts sehnlicher wünschte, als daß er recht bald ihrem Heim den Rücken kehren mochte. Dazu bezeigte er durchaus keine Neigung. Er ging mit ihrem Vater aus den Anstand, angelte und fischte mit Reusen im nahen Flusse, ritt Pferde ein und machte, auch nachdem der Generaldirector und seine Frau abgereist waren, Miene, die Rolle eines wohlwollenden • Hausfreundes zu spielen. Arthur selbst ärgerte sich darüber und wünschte den Unbequemen dahin, wo der Pseffer wächst- kam er aber mit Mariechen aus ihn zu sprechen, so fuhr er gereizt heraus, vertheidigte ihn, verbat sich die Dreinrede gegen seinen längeren Aufenthalt und verbarg ihr damit, wie er leider aus keinem anderen Grunde als aus Furcht vor gereiften Enthüllungen den sogenannten Freund bei sich duldete und in Schutz nahm. Seltener noch als früher waren sie jetzt allein beisammen, immer und überall stand der Schatten des unheimlichen Fremden zwischen ihnen, der sich da ohne Umstände einniftete und sich merkwürdigerweise von Tag zu Tag mehr einen hohen, bevormundenden Ton anmaßte. Jndeß nach dem Verlaus von ein paar Monaten erklärte er unerwartet, nach der Stadt zurück zu müssen. Seine Taschen waren gefüllt. Wozu noch länger fasten in der Ein> sörmigkeit des Landlebens? Erleichtert athmeten die Gatten auf, als er entschwunden war. Arthur allem nicht ohne heimliches Seufzen und Borahnen, daß es aus die Plünderung seines ohnehin schwach versehenen Geldschrankes abgesehen sei. Wer vermag die sich stetig wiederholenden, schlangenartig ringelnden Kreise trauriger Rückerinnerungen zu saften, die in Arthurs Brust wie Feuer brennend oftmals Tag und Nacht unaufhörlich sich hoben und senkten? Düster, verschlossen, in sich gekehrt, ging er feinem Berufe schweigsam nach. Oester als sonst brachte der Postbote Briese aus der Stadt, woraus Geldsendungen antworteten. Dann fuhr oder ritt er auch wohl selbst hinüber unter irgend einem Vor- wandte, manchmal auch ohne Mariechen vorher ein Wort davon zu sagen, und seine Heimkehr warf noch dunklere Schatten über das Haus. Plötzlich auch kam es ihm, daß er sein Weib mit leidenschaftlicher Inbrunst umfaßte, wenn sie ihm aber die Lippen lösen wollte, stürzte er hinweg und jagte bald nachher wie unsinnig durch die Flur, bis dem Pferde der weiße Schaum auf den zitternden Gliedern stand. Und dann wieder nahm er seinen einzigen Sohn mit leidenschaftlicher Zärtlichkeit in seine Arme, herzte und küßte ihn, bis er schrie und mit den Beinchen und Händchen schlagend sich wehrte, auf einmal warf er ihn fast auf das Vettchen zurück und wandte sich heftig wie einer, der eine böse That gethan. Unstät und flüchtig erschien er überall und in allem. Mariechen drang in ihn, mit ihr wieder die Kirche zu besuchen, und hohnlachend wies er das von sich als eine ausbündige Dummheit. Der Vater hatte ihm eine bedeutende Geldsumme übersandt, seine schlimmsten Verlegenheiten damit aus der Welt zu schaffen. Er verwendete das Geld nicht dafür. Konnte er denn anders? Saugte ihm nicht ein Schmarotzer, ein Vampyr an seinem eigenen Blute? Während er jetzt öfter als zuvor tagelang in der Stadt war, rang Mariechen auf den Knieen am Lager ihres Kindes um das Heil ihres Gatten und Hauses. Da es häufig und immer häufiger am uöthigsten Gelde fehlte, entließ sie schweren Herzens die tüchtige Wirthschafterin. Der Jnspector war, über Veruntreuungen ertappt, längst nicht mehr da. Sie führte die Wirthschaft mit kühler Berechnung und ins Kleinste gehender Einsicht- wo eingeschränkt, gespart werden konnte, da ließ sie jede Rücksicht auf den äußeren Schein fahre». Das sinkende Schiff über Wasser zu halten, womöglich zu retten, indem sie ihren Mann für das gleiche Streben gewann, war ihr unabänderliches Ziel. Die Sonne ihres Lebens sah sie in dem Liebling, dem kleinen Arthur, der ihr wie mit tiefem, süßen Einverständniß die leuchtenden Augen zukehrtc und die hätschelnden Aermchen entgegenstreckte. Keine Klage über den Gatten, der sie je länger desto mehr vernachlässigte, ja, in trunkenen Augenblicken mißhandelte, entfloh ihren Lippen. Sanft und ergeben trug sie, innerlich reisend zu einem höheren Sein, ihr Loos, der Pflicht allein lebend und der Liebe, die unausgesetzt um eines Höheren willen alles glaubt und hofft und duldet. Fiel ihr je einmal eine freie Stunde ab, so verbrachte sie dieselbe mit ihrem Kinde im Pastorat, aus dem sie frische Kraft zum Tragen und Entsagen heimbrachte, um die täglichen Aufgaben Hellen Auges zu lösen. Was sie war und was sie hatte, das ward ganz eingesetzt. Eines Tages, als Mariechen mit ihrem Kleinen aus dem Gemüsegarten kam, ward sie vom Geräusche eines sremden, städtischen Wagens überrascht. Der Besuch kam ihr so ungelegen wie möglich, sie hatte sich überhaupt in der letzte» Zeit aus guten Gründen zurückgezogen. Wie aber schrak sie zusammen, als kein anderer als der unselige Freund ihres Mannes aus dem Geführt sprang. Er schien von übermäßigem Weingenuß erhitzt. Wenigstens hatte seine ausdringliche Art sie nie so belästigt und widerwärtig berührt als heute. Zögernd geleitete sie ihn ins Haus, um sich ihm dann unter einem Vorwande zu entziehen. (Schluß folgt.) Abg. v. Massow (cons.) motivtrt den Antrag, den u.A. auch Abg. Hto-e (dfr.) befürwortet, worauf der Antrag angenommen wird. SllS erste Rate, für Entwurf und Baubeginn, werden 300000 Mk. zum Neubau einer Jnfanteriekaserne in Magdeburg gefordert. Da Anschläge nicht vorltegen, werden nur 6000 Mk. für den Entwurf bewilligt. Zum Bau einer Artilleriekaserne tu Glogau werben als erste Rate (für Entwurf) 5000 Mk. gefordert. Abg. Sperl ich (Ctr.) beantragt Streichung. Es liege kein Grund vor, die in Glatz garnisontrenden Compagnien der Fuß- Artillerie nach Glogau -u verlegen; die Gesundhettsverhältnisse in Glatz hatten sich mit der Anlegung der Wasserleitung wesentlich verbessert. Bundescommissar Oberst Erffling: Militärische Gründe «achten die Heranziehung der fraglichen Truppentheile nach Glogau nöthig. Generalmajor v. Fun ck: Die jetzige Trennung eines Bataillons Wune auf die Dauer nicht bestehen bleiben. Es liege dazu auch keine Veranlassung mehr vor, nachdem die Festung Glatz in ihrer Bedeutung -»rückgetreten sei. Abgg. v. Kardorff (Rp.) und Scipio (natl.) empfehlen Be- »Mgung. Die Forderung wird genehmigt. 59000 Mk. zum Neubau eines Bureaugebäudes für das General- commando des 8. Armeecorps in Coblenz werden dem Commisfions- antrage gemäß gestrichen. Die für Entwurf und Baubeginn von Neubauten zur Unterbringung des Brückentrains eines Pionier-Bataillons in Deutz als erste Rate geforderten 20000 Mk. werden für Entwurf und Freilegung des fiscalischen Bauplatzes bewilligt. Für eine Jnfanteriekaserne in Bremen wird nur eine Entwurfsrate von 10000 Mk., statt der für Entwurf und Baubeginn geforderten 400000 Mk., bewilligt. Don der dritten Rate für eine Cavalleriekaserne in Braunschweig werden 31000 Mk. abgesetzt, desgl. 5000 Mk. von der ersten Rate für eine Jnfanteriekaserne in Osnabrück. Die Bewilligungen im Bereiche des Garnisonverwaltungswesens betragen 17236168 Mk., 1490000 Mk. weniger als nach der Regierungsvorlage. Im Bereiche de8 Militär-Medicinalwesens werden 1595000 Mk. für Lazarethbauten u.dgl., im Bereiche des Trainwesens 128900 Mk., im Bereiche des Remontewesens 790100 Mk., im Bereiche des MUitär-Erziehungs- und Bildungswesens 1646860 Mk., im Bereiche des Artillerie- und Waffenwesens 651000 Mk. (unter Streichung von 500000 Mk., zweite Rate zum Neubau eines Dienstgebäudes für die Artillerie-Prüfungscommission in Berlin) und im Bereiche des Ingenieur- und Pionierwesens 281500 Mk. bewilligt. Zu Garnisonbauten rc. in Eisaß-Lothringen sind 8680970 Mk. eingestellt. Gestrichen werden 147000 Mk. Baurate für eine Jnfanterie- kaserne in Metz. Die einmaligen Ausgaben für das sächsische und württembergische Eontingent werden debattelos angenommen. Im Extraordtnarium werden 6000 Mk. als Entwurfsrate für eine Arttllertekaserne in Stettin statt der geforderten 300000 Mk., 20000 Mk. zweite Rate für eine Arttllertekaserne in Marienwerder statt der geforderten 45000 Mk., zum Bau einer Cavalleriekaserne in Saarburg 900000 Mk. statt der geforderten 1 Million und zu Beschaffungen für artilleristische Zwecke 9 statt 10 Millionen bewilligt. Morgen 12 Uhr: Etsenbahnetat. Neueste Nachrichten. WvlffS telegraphisches Correspondenz-Burrau. Berlin, 3. März. Der Kaiser wohnte gestern dem Mittagsmahl^bei den Offizieren des ersten Gardefeldartillerie- Regiments beF und erwiderte den Toast des Commandeurs Meubrunn mit einer Rede, worin er die Entwickelung der Artilleriewaffe und deren Erfolge im letzten Kriege hervorhob. Die Artillerie sei das Rückgrat und Mark der Schlachten zu nennen. Gras Waldersee nahm an dem Effen Theil. Berlin, 3. März. Dem heutigen Diner beim Staats- fecretär Boetticher wohnte der Kaiser bei- er traf kurz vor 6 Uhr daselbst ein. Berlin, 3. März. Der „Reichsanzeiger" bemerkt zu der bekannten Erklärung des Centralverbandes der Industriellen, wonach die Industrie keine Vortheile auf Kosten der Landwirthschaft anstrebt: „Die Vorstellung, als ob die deutsche Industrie einem Tarifverträge mit Oesterreich abgeneigt sei und sich davon keinen Vortheil verspreche, können wir nicht für begründet erachten. Die Jahresberichte der Handelskammern sprechen sich mit kaum einer Ausnahme zu Gunsten von Tarifverträgen, insbesondere des Vertrags mit Oesterreich aus. Auf die Gründe der Veröffentlichung des Centralverbandes wollen wir nicht näher eingehen, und nur hervorheben, daß die Handelskammern die berufensten Vertreterinnen der Gesammtheit der Gewerbs- Thätigkeit bilden und ihre Aeußerungen eher ein verläßliches Urtheil über die wahre Auffassung der Industrie gestatten, »ls die allgemein gehaltene Erklärung des Centralverbandes. — Der „Reichsanzeiger" bemerkt zu den Forderungen der Ver- ireter der Bergleute, betreffend die achtstündige Schicht und erhöhten Minimallohn: Seit dem ablehnenden Erlaß des Handelsministers vom 13. Juli 1890 haben die Verhältnisse sich keineswegs zu Gunsten der Forderungen der Bergleute verändert. Es liege kein Grund vor, von der Ablehnung abzugehen. Die staatliche Bergwerksverwaltung werde daher nuf diesem Standpunkte beharren. Berlin, 3. März. Die Budgeteommission des Reichstags hat heute doch noch eine Sitzung abgehalten und die Balaneirung des Etats rechnerisch abgeschloffen. Bekanntlich verlangte der Etat, daß die Summe, welche vom Ertrag der Zölle und Tabaksteuer dem Reiche verbleibt, um 10 Millionen erhöht werden solle zur Verzinsung von Reichs- anleihen. Wie aber im Abgeordnetenhause Eingriffe in die lei Huene von der agrarischen Mehrheit vereitelt worden sind, so in der Budget Commission des Reichstags dieser Eingriff in die Franckenstein'sche Klausel. Es wurde be- schloffen, die 10 Millionen in Form eines Nachtrags- etats zu bewilligen. Durch die Abstriche, die die Budgetcommission gemacht hat, verringert sich die Anleihe um IP/i Millionen Mark. Chemnitz, 3. März. Eine von sechshundert beschäftigungslosen Arbeitern besuchte Versammlung beschloß, an den Stadtrath und die Amtshauptmannschaft eine Abordnung zu senden und durch diese um Ueberweisung lohnender Arbeit zu bitten. Bremen, 3. März. Bezüglich der Nachricht über einen Zusammenstoß des Lloyddampfers „Spree" mit der englischen Bark „Chili" wird vom Norddeutschen Lloyd wie von Lloyds Agentur in London mitgetheilt, daß ihnen davon nichts bekannt sei. Wien, 3. März. Laut Meldung der „Presse" werden die deutsch-österreichischen Vertrags-Verhandlungen in den allernächsten Tagen wieder ausgenommen werden. Der Abschluß der meritorischen Verhandlungen stehe unmittelbar bevor, und es könnte, wenn die Instructionen der deutschen Regierung betreffs der Getreide- und Holzzölle befriedigender Natur sind, die endgültige Redaction des Vertrags noch vor den Osterfeiertagen beendigt sein. Paris, 3. März. Die Meldung der Blätter, Botschafter Gras Münster sei beauftragt worden, den französischen Behörden für die Thätigkeit zu danken, welche sie anläßlich der Anwesenheit der Kaiserin Friedrich behufs Wahrung des Gastrechtes entwickelten, wird von unterrichteter Seite bementirt; ebenso wird die Nachricht, daß die (Stellung Münsters erschüttert sei, als vollständig erfunden bezeichnet. Paris, 3. März. Einer heute eingetroffenen Verfügung zufolge sind mit dem Orient-Expreßzug reisende Per- onen mit direkten Billets Paris-München vom Paßzwang befreit. Nimes, 3. März. In vergangener Nacht ereignete sich in den Minen von Creal eine Explosion schlagender Wetter. Zwei Arbeiter fanden dabei den Tod, zwei weitere wurden leicht verwundet. Athen, 3. März. In ganz Griechenland, besonders in Thessalien, herrscht ein furchtbares Winter Wetter. Der Schnee liegt in manchen Districteu fünfzehn bis zwanzig Fuß hoch; ganze Dörfer sind eingeschneit und vom Verkehre abgeschnitten. In Athen fällt seit drei Tagen Schnee. Newyork, 3. März. Das Journal „Sun" veröffentlicht offizielle Mittheilungen der chilenischen Regierung, wonach die Insurgenten keinerlei Unterstützung gefunden hätten, keine Kämpfe vorgekommen seien und die Insurgenten keine Soldaten hätten, die Schiffe der Aufständischen hätten gedroht, Jquique in Brand zu schießen, falls durch die Regierungstruppen eine Landung verhindert würde, worauf die Truppen ich in das Innere zurückgezogen hätten, um die Einäscherung von Jquique zu verhindern- die Insurgenten hätten keine Geldmittel, da die Regierung den Staatsschatz ins Innere verbracht habe. Washington, 3. März. Die Repräsentantenkammer genehmigte den Gesetzentwurf betreffend die Ueber- wachung lebenden und geschlachteten Rindviehs und der Schweine, wonach das für den Export bestimmte Vieh einer besonderen Untersuchung zu unterwerfen sei. Die von gesundin Thieren herrührenden Producte sollen mit besonderen Kennzeichen versehen werden. Der Senat hatte das Amendement angenommen. totales unö provinzielles. Gießen, 4. März. L. St. Zum Concert des Evangelischen Kirchengesangvereins. Die mittelalterliche Sequenz „stabat mater“, deren Dichter der Minorit Jacoponus de Benedictis aus Todi ist (f 1306), ist ein inbrünstiger Erguß des Mitleidens mit der unter Jesu Kreuze stehenden Mutter. Der fromme Minorit hat es ausgezeichnet verstanden, sich tiefinnig in die Seele der Maria hineinzufühlen. Die innige Hingabe der Seele des Dichters und die liebevolle Versenkung in seinen Stoff bezeugt selbst die Form der Verse mit ihren doppelt gereimten Zeilen. Die Componisten aller Jahrhunderte haben es sich nicht nehmen lassen, diese herrlichen Verse musikalisch zu illu- ftriren, und zwar in den einfacheren sowohl wie in den größeren musikalischen Formen. Unter den Werken, welche für das stabat die Cantatenform wählten, ist ganz besonders Pergolesis Composition beliebt geworden. Pergolesi ist keine Natur, welche den Text mit großen, pathetischen Zügen illustrirt, wie z. B. Palestrina, und theilweise Fr. Kiel in unserem Jahrhundert dies thut, sondern die mehr durch Mannigfaltigkeit, durch Reichthum kleinerer Ideen, wie durch melodische und harmonische Finesse packt. Pergolesis Werk pflegt in dieser Hinsicht auch heute noch einen außerordentlichen Eindruck zu machen, wenn auch seine Deklamation, Rythmus und Aceentuation unserem heutigen Geschmacke nicht mehr ganz entspricht. Pergolese ist eine reichbegabte fleißige Künstlernatur, die oft mit Recht mit dem späteren Mozart verglichen worden ist. Wie Mozart, so war vor Allem auch P. nur ein kurzes Erdenleben beschieden. Seinen frühen Tod hat Geibel in sehr anziehender Weise mit Strophen des stabat mater in Beziehung gesetzt (in feiner ersten Gedichtsammlung, Lübeck und Bonn). — Des Oefteren hat bereits der Kirchengesangverein Bach'sche Cantaten in Kirche und kirchlichen Cvncerten gebracht- dieselben haben immer sehr gut gewirkt. Die Cantate „Aus tiefer Nvth schrei ich zu Dir" stammt aus Bachs allerreifsten, seiner Leipziger Zeit. Wie in einigen anderen Cantaten ist der erste Satz nach Motettenart aufgebaut, die Melodiezeilen des Chorals werden herangezogen und in der Durcharbeitung geeignet contra* punctirt. Die Führung der einzelnen Singstimmen ist eine grandiose und außerordentlich packende. Stellen wie „Herr Gott erhör" und „meiner Bitt" mit ihrem syncopirtem Rythmus, und andere, wie „was Sünd und Unrecht", in der herrlichen, chromatischen Tenorführung wirken fast dramatisch. Aus dem ersten Satze spricht eine tiefe Seelennoth, die sich an Gott um Erbarmen wendet. ,',Wie in manchen anderen Cantaten Bachs Manches an die geistlichen Dialoge zwischen der „gläubigen Seele und dem Bräutigam" erinnert, so auch ähnlich in unserer Cantate. Die auf den ersten Satz folgenden Recitative spenden Trost, indem sie auf Jesu Gnade Hinweisen, zugleich bedauern sie, daß der Glaube noch so schwach ist und mahnen zum Vertrauen zur göttlichen Allmacht. — Ueberaus wirkungsvoll ist das wuchtige Doppelterzett, welches ausspricht, daß auf Trübsal und auf die Nacht der Sorgen göttlicher Trost folgt. Characteristisch wirkt in dieser Nummer die Tonmalerei auf dem Worte „Ketten", wo die lange Legatotoureihe gleichsam eine Kette darsteklt. Den Schluß der Cantate bildet der letzte Vers des Chorals „Ob bei uns ist der Sünde viel, bei Gott ist viel mehr Gnade", gleichsam als Resultat alles Vorhergehenden. — Das Programm vervollständigen zwei stimmungsvolle Stücke für Violine und Orgel von Rheinberger, Elegie und Abendlied, die in ihrer kirchlich weihevollen Melodik sehr schön gegen ähnliche Sachen anderer Componisten abstechen, und ein Präludium von Alb. Becker, dem Meister, der hier wie in seinen größeren Boeal- sachen (L-nwll-Messe rc.) vortrefflich alte und neue Harmonik und Melodik zu vereinigen versteht. — lieber ein Concert Wilhelmjs in Berlin am 27. Februar 1890 berichtet die „Neue Berliner Musikzeitung" vom 6. März 1890: Vive le Roi! Ich meine den Geigerkönig Wilhelms, der am 27. Februar, wie Parsisal nach längerer Irrfahrt, in die musikalische Gralsburg, Singakademie geheißen, einzog, und von dem zahlreichen Publikum mit dem herzlichsten „Willkommen!" begrüßt wurde. Als er (vor etwa 6 Jahren) zum letzten Male in der Reichshauptstadt sich hören ließ, war das Glück ihm nicht hold. Trug der Genius loci (der alten Philharmonie) die Schuld? Hatte der Künstler in der Wahl sich vergriffen? Stand er noch unter dem Einflüsse der üblen Nachwirkungen, welche die Jagd nach dem Dollar zu hinterlassen pflegt? Schon Manchem ist eine amerikanische Tourne verhängnißvoll geworden. Es bleibe dahingestellt, aus welchen Gründen dem ersten Geiger damals nur ein halber Erfolg beschieden war, so daß auch die letzten emphatisch und prophetisch ausrufen konnten: Mit dem ists vorbei! Schade um ihn! fügten Jene hinzu, die den Meister in seinen besten Tagen, in den 70er Jahren, gehört hatten. Wilhelms kehrte nicht wieder, er spielte noch dann und wann und die immer geschäftige Fama spann allerhand Lügengewebe um die sympathische Gestalt des ausgezeichneten Virtuosen, der seinen Berliner Freunden Beethovens Violinconcert wohl versprach, aber die Zusage nie erfüllte. Nun hat er sein Wort eingelöst, die Scharte ausgewetzt und alle böswillig ausgesprengten Gerüchte glänzend widerlegt. Heil uns, daß er kam! Es wäre das müssigste Beginnen, an dem Vortrag des Beethoven - Concertes etwa. Vergleiche mit Joachim zu knüpfen. Seien wir froh, daß zwei solche Meister vorhanden find, die jenes Kleinod uns in würdiger, wenn auch verschiedener Fassung zu bieten vermögen ! Wilhelmjs großer, voller Ton und männlich-energische Art treten hauptsächlich im ersten und letzten Satze hervor das himmlische Larghetto wurde von ihm in der süßen, verklärten, berückenden Weise Joachims gespielt. Was die Technik anbetrifft, so hat Wilhelms keinen Rivalen- schon die ersten markig nach oben schreitenden Octaven lieferten de» Beweis, daß er sich noch im Vollbesitze der reichen Mittel befindet, die von jeher an ihm bewundert worden sind. Sein herrliches Instrument, dessen G-Saite den Wettstreit mit einer Trompete nicht zu fürchten hätte, dürfte in der Brust jedes Geigers das Gefühl des Neides erwecken. — Der Beifall war nach dem Concerte — mit ihm begann das Programm — ein ganz ungewöhnlich lebhafter. Ich habe nicht gezählt,, wie oft der Gefeierte hervorgerufen wurde. Drei spätere Prachtleistungen: Nocturne von Chopin, Ave Maria von Schubert und eine ungarische Rhapsodie von Liszt, sämmtlich von Wilhelms mit Geschmack und Geschick transscribirt, erregten den gleichen Enthusiasmus — die schwierigsten Doppelgriffe produeirte er goldrein, unfehlbar, mit spielender Leichtigkeit.. — Das Panorama hatte gestern wieder so starken Besuch, daß zeitweise nur mit Geduld zur Besichtigung der wunderbaren Wandelbilder zu gelangen war. Das Unternehmen hat sich schon vier Monate hindurch wie in anderen Städten so auch hier aufs Vollkommenste bewährt. Diese Bilder dürfen mit Recht als von bedeutendstem Nutzen für die lernende Jugend erachtet werden. — Während das Panorama uns vorige Woche Afrika zur Schau brachte, haben, wir in dieser Woche Gelegenheit, auch einen Theil der neuen Welt, nämlich Nordamerika, in Augenschein zu nehmen. Der Dampfer „Damara", den uns das erste vortreffliche Bild der Serie auf hoher See zeigt, führt uns glücklich hinüber. Nach der Landung besichtigten wir nun zunächst die Riesenstadt Newyork- besonders anziehend wirkt hierbei die Darstellung der Hauptverkehrsader der Stadt, des Broadway, während eines Regens. Von Newyork aus machen wir verschiedene Abstecher. Da ist das reizende Bad Saratoga, das sich uns präsentirt, ferner die Katskills und Kanterskills und die großartigen Hudson-Landschaften. Den Glanzpunkt der Serie aber, die sich durch Naturtreue und Farbenpracht, wie gewohnt, auszeichnet, bilden ohne Zweifel die dem Namen nach Jedem bekannten Niagara-Fälle. Wir erwähnen noch, daß das Panorama am 22. März geschloffen wird- versäume daher Niemand einen Besuch dieses Kunstinstituts. — Nach der soeben erschienenen Kaiserlichen Verordnung finden in diesem Jahre Manöver vor dem Kaiser bei dem 4. und 11. Armeecorps einschließlich der 25. (Gr. Hessischen) Division statt. Die Hebungen erstrecken sich auf das Gebiet des ehemaligen Kurfürstenthums Hessen sowie Theile der thüringischen Staaten. — Die Nr. 6 des im Auftrage des Evangelischen Pfarrvereins für das Großherzogthum Hessen von Pfarrer Dr. Naumann herauSgegebenen „Hessischen Kirchenblattes" hat folgenden Inhalt: Lebensgrundsätze, Wahlsprüche. — Die Verfassung der evang. Kirche in Hessen und die Verwaltung des Kirchenvermögens. II. — Zeitgemäße Frage in Bezug auf den Pfarrverein. — Anonym oder nicht? — Schulsachen. — Unser Lutherlied unter römischer Feder. — Die Ständekammern und die evangelischen Geistlichen in Hessen. — Roch einmal: Mehr Corpsgeist! — Hausväterabende. — Anfrage Katholische Patrone evangelischer Pfarreien! — Gegen BÜcher- und Bilderverbreitung zu kirchlichen Zwecken. — An die Vertrauensmänner. — Mitglieder des PfarrvereinS. — Literarische Thätigkeit hessischer Pfarrer. — Briefkasten. — Berichtigung. — Pension in Gießen. l Vevmrsehtes Gebr. Stumm« 394 1 nicht geahnt haben mögen. 1 1 und 1969 Wetterauer Donnerstag Abend: Schellfische. ^empfiehlt billigst J. Wertheimer Emil Orbig 1998 Friedberg (Hessen). Parkett-Böden (347 liefert und legt stets Neilenweg 2. ! Schreiner Lee», Frankfarterstr. 127. zu haben 1 4 (2) 1 1 6 (2) 8,2 oß. 0,85 „ 0,82 „ 8,0 „ 0,09 Par. Zoll. 1,49 „ , 623] Wer starken und. quälenden Hustenreiz, Kratzen im Hals oder Trockenheit im Mund verspürt, beugt am besten einer drohenden Erkältung vor, wenn er die ausschliesslich aus den Natron - Lithion - Salzen der Kaiser-Friedrich-Quelle herge- stellten Pastillen als Schutzmittel gebraucht. Dieselben lindern sofort. Zu haben in allen Apotheken, Mineralwasserhandlungen etc. Speisekartoffeln [1980 — Kleine Mitiheilungen aus dem Großherzogthum Hessen. Zwischen Gustavsburg und Gins heim wurde am Sonntag Abend in einem mit Schlamm ungefüllten Loche ein nur nothdtrstig bekleideter Schlosserlehrling bewußtlos auf- gef««de«. Derselbe ist von mehreren Kerlen angefallen, ge- ftvchen und dann seiner Baarschast von 15 Mk. beraubt worden, die er zur Besorgung eines Auftrages bei sich hatte. Der Lehrling liegt krank darnieder. — In einer Wirthschast ui Worms wurde einem Manne während eines Streites ein Bierglas an den Kopf geworfen, das Glas prallte aber an de« harten Schädel des Mannes ab, flog aus die Bühne und zertümmerte erst dort "verschiedene Gegenstände. — Am Montag srüh gegen V26 Uhr fand ein Schuhmachermeister tu Wsrms seinen Gehilfen erstickt neben dem Bett liegen. Die Thürsüllung war verbrannt, die Thür bereits theilweise verkohlt. Offenbar hat der Verunglückte in der Nacht mit einer Kerze den Unsall selbst verursacht und ist dann im «auch erstickt. — Der 22jährige Sohn eines Bäckermeisters m Raßdorf wurde am Montag Morgen todt in der Backstube aufgesuuden. Wie man hört, stand ein Kohlenbecken mit glühenden Kohlen in derselben, in Folge dessen er wahrscheinlich an den ausströmenden Kohlengasen erstickt ist. 6hi Haudwagen, Egge, Pftug, zwei -roße Waschbütten, zwei Wage«, Lduhmist -u »er kaufen. [1968 Heltweg- Schiffenbergerthal 52. Wegräumen des Schuttes eines am 20. d. M. in der Hanauer Landstraße abgebrannten Strohhausens. Am Abend des genannten Tages war die Feuerwehr alarmirt worden, um den Brand zu löschen und hatte dabei den Taglöhner Ferdinand Schmitt, der brennend aus dem Strohhausen kam, vorgefunden. Die Sanitätsabtheilung der Wehr sorgte für Uebersührung des mit schweren Brandwunden bedeckten Mannes nach dem Heiliggeist-Hospital, wo der Unglückliche inzwischen verstorben ist. Schon damals war der Verdacht rege, daß Obdachlose den Strohhaufen, in dem sie zu nächtigen gedachten, den sie aber schon besetzt sanden, aus Rache angezündet hätten- heute wird dieser Verdacht weiter bestärkt. Als man gestern daran ging, die Asche des verbrannten Strohhaufens auseinander zu werfen, da fand man zu einem Klumpen zusammengeschmolzen eine unförmliche, Masse: die Ueberreste von anscheinend drei Menschen. War es schon zur traurigen Gewißheit geworden, daß das Feuer außer des armen Taglöhners Schmitt noch weitere Menschenleben gefordert, so wurde die entsetzliche Entdeckung heute früh durch eine weitere vermehrt: man sand bei der weiteren Fortschaffung des Schuttes noch 40—50 menschliche Knochen- theile. Wie viel Menschen bei dem furchtbaren Unglück ein Opfer der Flammen wurden, die sie offenbar im tiefsten Schlafe überraschten, wird sich kaum feststellen lassen. Daß eine Unvorsichtigkeit zur Entzündung des Nachtquartiers der armen Menschen die Ursache war, ist wenig wahrscheinlich- Aber^ abgesehen I vermutlich liegt ein Racheact vor, der von Folgen begleitet *— Sie der eeuee Reichsanleihe. Wenn man hört, daß die neue deutsche Reichsanleihe und die neuen preußischen Consols, welche in Höhe von 450 Millionen Mark jüngst zur Zeichnung ausgelegt waren, um den 45 fachen Betrag überzeichnet sind, und ferner ausrechnet, daß insgesammt also eine Summe von 20 475 223 000 Mk. gezeichnet worden ist, so macht man sich schwerlich einen Begriff von der wirklichen Bedeutung einer solchen Summe. Ein gewandter Rechner hat nun ausgerechnet, daß, wenn es denkbar wäre, daß irgend Jemand von Christi Geburt bis zum Zeichnungstag in jeder Minute 20 Mk. erspart und bei Seite gelegt hätte, er bis heute noch nicht eine Summe von 20 Milliarden zusammengehabt hätte. Es find nämlich seit Christi Geburt vergangen 689 850 Tage, dazu seit dem 1. Januar 1891 bis zum Zeichnungstage 51 Tage, also insgesammt 689 901 Tage oder 16 557 624 Stunden oder 993 457 440 Minuten. Eine Ersparniß von 20 Mk. in jeder Minute würde die Summe von 19 869 148 800 Mk. ergeben - es bedarf also, um die Zeichnungssumme zu complettiren, zu jenen 20 Mk. noch eine Zuzahlung von 60 Pf. pro Minute seit Christi Geburt. Das würde eine Summe von 596 074 464 Mk. ergeben, insgesammt 20 465 223 264 Mk., und dieser Betrag entspräche annähernd bis auf eine Fehlsumme von zehn Millionen den eingegangenen Zeichnungen. * Frankfurt, 28. Februar. Eine grauenvolle Entdeckung machte man gestern und besonders heute früh beim Niederste ; Mittlere Mittel früherer Jahre . Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei Temperatur in Gießen. Februar 1891. Lungenschwindsucht Gebtrnschlag Andere bekannte Krankheiten____ — I« Rechnungsjahre 1889-90 wurden innerhalb des Großherzogthums Hessen an Reichssteuern erhoben: Zölle «k. 8100 321,35, Tabaksteuer Mk. 416 356,55, Zucker- fteeer Mk. 756075,15, Salzsteuer Mk. 329358,75, Branntweinsteuer Mk. 1 076 699,50, Brausteuer Mk. 1 034 797,85, Mempelabgaben von Spielkarten Mk. 154172,20, andere Keichsstempelabgaben Mk. 12922 731, , in Summa Wk. 12922 731,—. Von dieser Summe gingen in die Großh. ' Staatskasse Mk. 403 235,55. Kriedherg. Am 1. März ist in Grünberg bei seinem Sohne der Großh. Steuerrath Schober von seinem schweren Ariden durch den Tod erlöst worden. Er war, wie allgemein bekannt ist, ein gewissenhafter und sehr fleißiger Beamter und hat über fünfzig Jahre im Staatsdienst gestanden. Die lengfte Dienstzeit hat er in Friedberg zugebracht. Geschw. Heer;, Neuenweg 7, empfehlen ihr Lager in fertiger Damen-, Herren- und Kinderwäsche. Extra-Bestellungen hierin werden entgegen genommen und dieselben rasch und pünktlich ausgesührt. 1987 Reiche Auswahl in Stoffen, Schweizer Stickereien u. L w. TUT a 9* a n S? Sammte, Pelusch u. Seidenstoffe für Kleiderverzierung in großer Auswahl und billigen Preisen empfiehlt A. Fangmann, 1705) i Bahnhofstraße 29. Natürlich erscheint. * + f Fulda, 3. März. Schwarze Pocken. Leider habe« die in dem benachbarten Dorse Pilgerzell aus- gebrochenen schwarzen Pocken, worüber wir bereits unterm 23. Februar berichteten, bereits ein Opfer gefordert. In dem betreffenden Hause erkrankten drei Personen, zwei Brüder und eine Schwester, an dieser so sehr ansteckenden und gefährliche« Krankheit. Der eine Bruder ist nun gestorben, die beiden anderen Geschwister liegen schwer darnieder. Weiter ist zu melden, daß die Pocken von Pilgerzell auch schon nach dem Rachbardorfe Engelhelms weiterverschleppt worden sind, wie man annimmt durch die Kleidungsstücke jenes in Pilger- yl Verstorbenen, welche in Engelhelms gewaschen worden sei« sollen. 1702] Arisches Sauerkraut, das Pfund » $__________Weidenaasse 8. Alleinvertretung der Kleyer’schen Fahrrad-Fabrik in Frankfurt a. M., des ältesten renommirtesten Geschäfts dieser Branche in Deutschland. 1891er Neuheiten Pneumatic und Cushion-Ty re-Gummireif eei. Adler-Sicherheits-Zweirad Nr. 0 mit, Kugellager, hochfeines Rad, schwarz emaillirt, blanke Theile vernickelt, unter voller Garantie für Material und Arbeit für nur Wilh. Kutzschrad,! Kaplan-gaffe 27, empfiehlt sein Lager in [1993 fertigen Betten, polirten nud lackirten Möbeln, Polstermöbeln, Spiegeln, Bettfedern und Daunen. *— Bei der Stiefelrevision. „Erstes Glied — Still gestanden! — Ganzes Bataillon — Kehrt!" commandirte der Herr Feldwebel, winkte den Compagnie-Schuhmacher zu sich heran und besah die Stieselsohlen der Mannschaft. „Nanu, was ist denn das? Herr, mit so'ne Stelzen wagen Sie zum Dienst zu kommen? Front! Musje, damit ich mir Ihnen von vorn beseh'! Der von der Compagniemutter mit dem Bleistift berührte Marssohn stellte den erhobenen linken Fuß zur Erde nieder, machte „Front" und sah in das erstaunte Gesicht seines Vorgesetzten. „Wa—was? Und nicht einmal ein Einjähriger — sondern so'n dämlicher Rekrut? — Nanu jeht mir ein Talglicht auf, warum der Kerl ^bei's Exerciren immer jeturkelt hat. Ihre Commißtreter sind Ihnen wohl nicht sein genug, wenn wir durch die Stadt marschiren, wie?" — Nach diesem „Anschnauzer" ließ der Gestrenge den *△ Mai»r, 3. März. Der heute von der zweiten Kammer gefaßte Beschluß aus gänzliche Beseitigung ber Deinsteuer hat hier den sreudigsten Widerhall gesunde« und alsbald nach Eintreffen der diesbezüglichen von verschiedenen Seilen telegraphissch von Darmstadt hierher gemeldeten Nachricht machte sich eine rege Bewegung unter den Interessenten bemerkbar, die sich begreiflicher Weise zunächst sehr lebhaft in den zahlreichen Wirthschaften, die Mainz bekanntlich hat, abspiegelte. Die eifrigsten Agitatoren für Abschaffung der Weinsteuer unter den Wirthen haben nach Eintreffen der Mittheilung von dem Kammerbeschluß ihre Häuser beflaggt, andere, die besonders freigiebig waren, haben ihre von den zunächst interessirten Wirthen ist der Kammerbeschluß j war, berenentsetzttche^ Tragweite bte Brandstifter wohl selbst hier allgemein sehr sreudig begrüßt worden, was bei der " "" """""" hiesige«, hauptsächlich Wein consumirenden Bevölkerung sehr Theodor Haubach, Giessen, —= Bahnhofstr. 40. = Barletta - Loose. Jährlich 4 Ziehungen. Nächste Ziehung 20. Mai ds. Js. Haupttreffer . . . Frs. 20,000.— Geringster Treffer . Frs. 50,—. Bei diesen Loosen steigt der Haupttreffer bis zu 1 Million Frs. Rekruten abermals „Kehrt" machen und sich die Sohle des rechten Fußes zeigen. „Donner und Doria, Mann, Sie sind ja nicht blos eitel, sondern auch ein Loddersritze. Mit so'n thalerjroßes Loch in die Sohle würde sich ein jeder anständiger Pennbruder nicht mal jetrauen rumzulatschen. — Warum haben Sie Ihre Dienststiesel nicht an, he?" — „Die sind caput, Herr Feldwebel." — „So! und die anderen?" — „Beim Compagnieschuster." — „Pechhengst, stimmt's?", forschte der Feldwebel. Der Gefragte nickte, und der „Spieß" fuhr fort: „Lassen Sie meine Extrabotten liegen und machen Sie dem Kerl seine! — Was ist denn daran entzwei?" — „Alles, bis aus die Nägel," lachte der Jünger des Hans Sachs, woraus der Feldwebel sich an den Compagnie-Unteroffizier wandte und sagte: „Sesam, öffne dich! Sergeant W., geben Sie dem Mann aus Ihrer camera plena sogleich ein Paar nova. Sie waren ja wohl dereinst mal Quartaner- avez-vous moi compria?" „Qui!tt lautete die Antwort, welche bei dem versammelten Kriegsvolk einen großen Heiterkeitseriolg erzielte. Summa: 8 (2) o (2) 1 2 Anm. Die in Klammern gesetztm Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen __________ rief- und Packetsiegel- Marken in Prägedruck werden schnell und bitttg angefertiQt in der rühl’schen Ferospreeber 51. Druckerei Schuistrusse 7. Vorhandene Stempel können benutzt werden. 8tiobt" 6„rbei 6 für » der. blitb, unb mb nni.? W Ue^onit >n Be.,. inerStau Qln meine»" fti£ Manchs E Morden. tzK h? e1ten Geiger ufeiH auch tonnte: hinzu, die J.™70“ H«, et frttta noü) oQma spann aller-. Gestalt des aus- er Freunden Beet- die Zusage nie me Scharte aus- Gerüchte zlLnzend DQre das Mjßztze n 8 Kontextes etwa M wir froh, baj nes Kleinod uns in mg zu bieten ber- 1 männlich-energische ^ten Satze hervor,^ in der süßen, veralt. Was die Tech- Rivalen^ schon die :taven lieferten de, der reichen Mittel worden sind. Sein Wettstreit mit einer n der Brust jedes — Der Beifall nn das ^xoyamm W nicht geM, iTbe. Drei spätere i, Ave Maria von von Liszt, sämmtlich •angfenbirt, erregten >rigsten Doppelgrisse rielender Leichtigkeit., ieber so starken Be- ;ur Bestchtigung der war. Das Unter- arch wie in anderen ste bewährt. Diese tendstem Nutzen für Während das Pano- >chau brachte, haben nen Theil der neuen ;n iu nehmen. Der ste vortresstiche vtü „s glücklich Himber, zunächst die «n- it(t hierbei die Dar- Qbt, des Broadway, aus machen wir vtt- -Bad Saratoga, das D°° 5 Ä Sir er#”* i bei dem r k ( Aebikt .1,5' * i°nsWaJr^t solgenden e. - |(n SHnft«9tL ■ieitl " ” d" tr. " Stets ToiTäthig bei (1965 Schulhof & Co., gesohäft, Giessen Frankfurt a/M. Verkehr, Canb* nnd Polliwivibicbajt Nrankfurt, 2. Mär,. Vieh markt. Es waren ange- trieben 422 Ochsen, 25 Bullen, 447 Kühe, Stiere und Rinder. 292 Kälber, 144 Hämmel und 482 Schweine. Die Preise stMen sich für Ochsen L Qual, auf JL 66-67 pr. Ctr Schlachtgewicht, 2. Qual. 58—62, Bullen 45—53, Kühe und Rinder 1. Qual. X 55-57, 2. Qual. Jü 42-46, Kälber 1- Qual. 65—70 H, 2. Qual- 55-60 5., Hämmel 1. Qual. 67-70 H, 2. Qual. 58—60 4 per Pfd , Schweine 1. Qual- 55—59 H, 2 Qual. 52—55 pr. Pfd- Schlachtgewicht. _ «rankstttt, 2. März Fruchtberrcht. Weizen hiefiger und Wetterauer JL 20 50 bis 20.70, fremder 22 — bis 23--, Roggen hiesiger JL 18.50 bis ——, Hafer prima JL 15.50 bis 1,6.50 mittel JL — bis —. Türkon-Loose. Jährlich 6 Ziehungen. Nächste Ziehung I. April ds. Js. Haupttreffer . . Frs. 600,000 — Geriegster Treffer Frs. 400,—. »en! Reinlich! «Ptaetif«! Eisenglanzwichse für Oefen fli6t ™ fd,5ntn ®Iani- Seuersweg 12 WöchmUichr Arberficht der TodesMe in Gieße». 8 Woche. Vom 22. Februar bis 28. Februar 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (IncL IM Mann Mllitär'. SterblichkeitsMer: 20,19 o/oobezw. 15,14 nach Ausfchl. der Ortsftemden. Kinder Es ftarben an: Sufammen: Erwachiene: im 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Mk. 250.— Fahrräder aus den bedeutendsten englischen Fabriken. Gebrauchte Fahrräder, Kinderräder, Velocipedtheile, Glocken, Laternen etc. billigst. Zahlungserleichterungen je nach Art der Zahlung mit entsprechendem Rabatt. Gegen Baar wesentliche Preisermässigungen. ____ ■■i Gründlicher Unterricht in wenigen Stunden. ■■■ Höchste........4 Niederschlag an 3 Tagen . . . • - „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen Wie im Jahre 1890 so ist auä) diesmal der Februar von einer sonst (seit 1851) nicht beobachteten Trocknch. Ausgekämmte Haare 1 kauft H. Plank, Kaplans gaffe 2. 1974] Wir suchen einen Lehrling. LoulS Treff & Cie., Tuchhandlung. 1970] Erfahrenes Mädchen zur Aus- hülfe gesucht bis 1. April. Näheres in der Exped- d. Bl. 1963] Lehrling kann eintreten bei Lackirer Bogel. Zwei Schneidergeseüen gesucht. Christian Eise» 1966 Sonnenftraße 13. 1991] Mehreretücht. Schneiderinnen und Lehrmädchen sofort gesucht. CH. Kurz, Schulftraße 4, IL s SWarze null farbige Seidenstoffe direkt aus der Fabrik von von Elten & Keuffen, Crefeld, 7! also aus erstec Land in jebem Maa^ zu beziehen. 1 Man verlange Muster mil Angabe deS Gewünsckten. ev. 1698 beten. // darüber erth- Ariedrich Kyritz, Gärtner | Auskunft ettbeilt Frau Landgerichtsr^ bei Herrn Schirmer, Marburgerftr- 4.! Haller in Gießen, Ludwigftr. 12. £1976 Jacob. 1961 185 128 16 981 1768 Klavierstimmen 2 Holzverfteigerung. 4 rm ReichSbank-DiScont 3 pEt. — Frankfurter Bank-Discont 3 pCt M ff Eichen-Stangen I. Buchen-Stämme »260 »4 70 81 <0 76 50 ff M U ft ff 3Vg% Gießener Gel senk. Bergw.-Act. 2 17 88 57 9 5 22 Holzversteigerung. Montag den V. März er., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in hiesigen Gemeindewaldungen: Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß heute Morgen 2 Uhr Der Bürgermeister: Kloos. Flur 34 Nr 58 l86/ioo —114 Meter Grab- garten daselbst, Flur 34 Nr. 58189/10o — 274 Meter Grab' garten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. 1995J Einem kraft. Jungen, welcher Schulkenntn. besitzt, ist Gelegenh. geboten, die Gärtnerei zu erlernen. Auskunft irrtet Holleberg. Erda, den 2. März 1891. Der Vorsteher: Eichen-Scheitholz, Eichen-Knüppel, Buchen-Scheitholz. Zusammenkunft ist Morgens im District Läusel an der Eichenstämme von 3 bis 11 m Länge und 15 bis 88 em Durchmesser mit 100,11 fm Inhalt, Fichtenstämme und Stangen mit 12,27 fm Inhalt, rm Schichtnutzholz Fermiethungeu. 1967] Ein Mansardenlogis zu ver- miethen. Bahnhosstraße 56. Dtsconto-Command.-Anth. Darmstadter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Act. Oest. Credit-Act. Oest. StaatSb.-Act. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. 86 25 4°/o Ung. Gold-Rente 98.80 50/0 Jtal. ReMe 86 20 4Vs 0/0 Oest. Silber-Rente 98.9u 5% Ruff. III. Orient Klavier-Reparaturen unter Garantie tadelloser Ausführung zu bflHgen Preisen. * Willi. Rudolph, Pianohandlung, Neuen weg Holz-Versteigerung. Dien-tag den 1v März L I. werden in dem Gemeindewald zu Frankenbach versteigert: District Läusel. 63 Festm. Fichten-Nutzholz von 6 bis 14 Mtr. Länge und 10 bis 24 Centimeter Durchm. District Hungerberg. 26 Haufen Fichten - Spalierstangen, desgl. Derbholzstangen I. II. und ni. Klaffe. District Eichenhardt. 14 Stämme Eichen-Nutzholz mit 20,82 Eichmlohrinüe. Die in diesem Jahre aus Gemeinde- Waldungen zu gewinnenden Eichenlohrinden, geschätzt für Launsbach 90, Kinzenbach 70, Atzbach 150, Dorlar 100, Garben- heim 280 Ctr., sollen Freitag den 13. d. M.. um 11 Uhr, dahier verkauft, bis dahin auch briefliche Gebote angenommen werden- Nähere Auskunft ertheilen die Herren Förster- Krofdorf, den 1. März 1891 1983 Das Bürgermeisteramt. öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im District 15 b Fichtenhöh bei Nr. 1- Niederweidbach, den 3. März 1891. 1) Pergolesi, stabat mater f. Sopran-Altsolo, Frauenchor mit Orchester und Orgel. 2) a) Rheinberger, Elegie f. Violine und Orgel. b) Alb. Becker, Praeludium op. 23 A-moll f. Orgel. 3) j. 8 Bach, Cantate „aus tiefer Noth“ f. Soli, Chor, Orchester und Orgel. Eintritt unentgeltlich. Die Plätze auf dem Chor und in den beiden vorderen Quadraten sind reservirt. Unsere inactiven Mitglieder werden gebeten, die Karten dafür bei Herrn Buchhändler Ferber in Empfang zu nehmen. Programme zu 20 ebendaselbst. Freiwillige Beiträge zur Deckung der Kosten werden in die Opferbüchse er- nach längerem Leiden lauft verschieden ist- Gießen, den 4. März 1891. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, LudwigSplatz 8, aus statt. 1992 Holzversteigerung. Donnerstag den 12. März d. I. kommen in dem hiesigen Gemeindewald , Districten Buchwald, Heffenhain, Elmersberg, Geisenstruth, Hohenstein und Kaff, folgende Holzsortimente zur Versteigerung: 177 Stück Eichen-Stämme von 15 bis 56 Centimeter Durchmesser, 4 bis 16 Meter Länge — 70,26 Festmeter, 112 Stück Fichten-Stämme von 15 bis 38 Centimeter Durchmesser, 6 bis 18 Meter Länge = 72,84 Festmeter, 65 Stück Ktefern-Stämme vvn 15 bis 30 Centimeter Durchmesser, 3 bis 14 Meter Länge — 18,62 Festmeter, 4 Stück Hainbuchen-Stämme von 20 bis 31 Centimeter Durchmesser, 5 bis 18 Meter Länge — 1,04 Festmeter, 1169 Stück Fichten-Derbstangen von 8 bis 14 Centimeter Durchmesser, 8 bis 15 Meter Länge — 68,78 Festmeter, 800 Stück Fichten-Reisstangen, 800 Stück Fichten-Bohnenstangen. Die Zusammenkunft und der Anfang ist des Vormittags um 8V2 Uhr im District Buchwald, an der Kreisstraße von Freienseen nach Altenhain. Bemerkt wird, daß zuerst das im District Buchwald lagernde, zu Schnittholz sich eignende Fichten-Stammholz und dann das Eichenholz zum Ausgebot kommt. Freienseen, am 2. März 1891. Großh. Bürgermeisterei Freienseen. Löb er. 1964 ; rm Eichen-Nutzholz, 2 m lang. Anfang Morgens 9 Uhr im Di- des Kirchengeßangvereins in der Stadtkirche. Programm. = 48,74 = 10,36 = 0,76 = 5,00 Kaiserpanorama. MLrrsburg 12, parterre. Diese Woche prachtvolle Seereise Amerika. 11. a : New-Aork, die berühmten Cats- kills, Bad Saratoga, Glänfälle, herrliche Darstellung der Niagarafälle. [1826 Dampfer auf dem Ocean und Hudson- Samstag, 7. MLrr, Abends SVtM&rr Generalversammlung bei Mitglied Denker, Schloßgas'e. Sonntag Pen 8. März: 1960 Ausflug n. d. „Schönen Aussicht". 1971] Eine schöne Wohnung vo» fünf Zimmern und Garten sofort zu »iethen gesucht. Gefl- Offerten unter Nr. 1971 an die Exped- d. Bl- von Herrn Professor August Wilhelmj und Herrn Pianisten Rudolph Niemann« Bruch; Violin-Concert. Wilhelmj: Romance., Ung. Volksweise ei». Schumann: Var. Symph. für Pfte. Liszt: Etüde. Moszkowski: Menuett etc. Eintrittskarten 2 Mk., Sperrsitz 3 Mk. sind in der Musikahee- handlung Ernst Challier (Rudolphs Nachf.), zu haben. (103i Holzversteigerung. Donnerstag den 19. März 1891, Vormittags 9 Uhr, werden im Locale des Wirthes Lanz zu Witzmar aus dem Gemetndewalde Witzmar nachverzeichnete Holzsortimente aus den Districten Maulsbach, Kennelsbeck, Beckert und Hasenhölle versteigert: 1) Nutzholz a. Eichen: 4 Stämme — 1,47 fm. 3 rm Knüppel in 2 Mtr. Länge, b Buchen r 8 rm Scheit (Felgen). 2) Brennholz a Eichen: Schett 5, Knüppel 17 rm, b. Buchen: Scheit 426, Scheit und Knüppel 16, Knüppel 404, Stöcke 84,5, Reiser 2632 rm, c. Weichholz: Scheit und Knüppel 4, Reiser 5 rm. Krofdorf, den 2. März 1891. 1979 Das Bürgermeisteramt. OagÖoerpaditimQ. Nachdem die Verpachtung der Feld- und Waldjagd der Gemeinde Großen- Linden vom 6. Februar d. I. nicht enehmigt wurde, findet wiederholte Verpachtung Freitag den 13. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, auf dem Rathhause dahier statt. Großen-Linden, am 3. März 1891. Großh.BürgermeistereiGroßen-Linden. Leun. 1982 Corrrsdericbt von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 4. März 189t Freitag den 6. JHän, Nachmittags 2 Uhr, in der Bieker'schen Hofraitbe zu Gießen ollen gegen Baarzahlung öffentlich ver- tetgert werden: 1 Schwein, 1 Stoßkarren, 1 Bierapparat mit Büffet, 1 Ladeneinrichtung, 1 Hobelbank, 1 Nähmaschine, 1 Pianino, 1 Bett, mehrere Regulateure, Spiegel, Commode, Sophas, Schranke, 1 Taschenuhr rc. Versteigerung theilweise bestimmt. Engel, 1999 Gr. Gerichtsvollzieher. Festm. Inhalt, Eichen-Nutzholzscheit, pownrretag btn 16. April, Nachmittag« 3 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsaericht der dem Lorenz «tenver in Gießen gehörige Acker: Flur 33 Nr. 185 — 1000 Meter am Nahrungsberg hinter dem Drechslischen Garten ö fentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 4. März 1891. Großh- OrtSgericht Gießen. I. V-: Bogt.1996 — W ilhelmj-Concert— Sonntag den S. März, Nachmittags 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. 21 „ 9 „ 90 . Die 9 Uhr Gießener-Gladenbacher Straße- Gießen, 4- März 1891. Großh Ortsgericht Gießen. I. V : Bogt. 199711978 Holz-Versteigerung. Sam-tag den 7. März e. werden im Gemeindewald von Erda n verschiedenen Districten öffentlich versteigert: Eichen-Stämme I. Kl. = 5,90 fm, ” =29,40 Holz-Versteigerung. LamStag den 14. MLrz e., Bonn. 9 Uhr ab, werden im Locale der Wirthin Wwe. Schneider in Dorlar aus dem Gemeindcwalde Dorlar nachverzeichnete Holzsottimente verkauft und zwar: 1) links der Lahn Distr. Hellbach, Wann, Spitze- berg, Jammersberg, Hohlengrund, Spitze - berg und Zwerggrund, Kuhberg und Hohlengrund. 1. Butzholz a. Eichenr 3 Stämme 3. u. 4. Kl., 0,70 fm, 13 rm Knüppel, b. Kiefern r 7 Stämme 4 Kl., 1,60 fm und 6 rm Knüppel, e. Fichte« r 1 Stamm 4- Kl., 0,09 fm, 36 Stangen 2. u. 3. Kl. mit 1,56 cbm, d. Lärchen: 1 Stamm 4. Kl, 0,25 fm., e. Eschen: 2 rm. 2. Brennholz a Eichen: Sckeit 7, Scheit u. Knüppel 1, Knüppel 17, Reiser 623 rm, b. Kiefer«: Schett 1, Scheit u. Knüppel 1, Knüppel 23, Stöcke 7, Reiser 220 rm, c. Nichtenreifer r 136, d Weichholz: Knüppel4, Reiser 1280 rm, «. DSr«er: HO, 5. virkenreiser r 162, g. Ginster: 66 rm. 2. Rechts der Lahn Distt. Königstein, Teufelswiese, Schulwiese, Köhlerwald und Totalität. 1. Nutzholz a Eichen: 2 Stämme 3. Kl-, 2,09 fm, b. Kiefern r 12 Stämme 4 Kl, । 1,61 fm, c. Nichtenstangen 6- Kl. 2. Brennholz a. Eichen: Scheit 3, Scheit und Knüppel 1, Reiser 10 rm., b. Buchen: Scheit 33, Scheit u. Knüppel 21, Knüppel 16, Stöcke 17, Reiser 676 rm, Sprockholz 1 rm, c. Fichtenreifer: 21, d, Weichholzreiferr 250 rm. Krofdorf, den 2- März 1891. 1977 Das Bürgermeisteramt. Montag den 16. März e., 9 Uhr ab, werden im Gemeindehause Atzbach aus dem dasigen Gemeindewalde nachverzeichnete Holzsortimente aus den Distr. Taubenhütte, Leitsbecke, Steinbusch, auf dem Kopf, obere Pferdshecke, Streitwald, Heeqe. Schanze, Dächerthal und Total, versteigert. 1) Nutzholz a. Eichen: 2 Stämme 2. Kl, 3.05 fm, lu2 Stämme 2. Kl- 64,46 fm, 22 Siämme 4- Kl-, 4,94 fm, 34 rm Knüppel (2rnla.), b Kiefern: 47 Stämme 4 Kl., — 5,38 fm, 5 Stangen 1. El, Knüppel 8 rm, davon 4 in Meterlänge. 2) Brennholz a Eich-n: 17,5 Scheit u- Knüppel 40,5, Knüppel 135, Stocke 2\ Reiser 586 rm, b. Buchen: Schett 54, Scheit u Knüppel 23,5, Knüppel 4, Stöcke 33, Reiser 551, Sprockholz 1,25 rm, c. Kiefern: Scheit u- Knüppel 4, Knüppel 28, Siöcke 17, Reiser 361, Brockenhol; 0,50, d. Lärchen: Knüppel 1, Reiser 8 rm, e. Hainbuchen: Scheit 1, Reiser 22 rm, f. ^tchtenrciser: 105, Weichholzreiferr ioi7 rm. Krofdorf, den 2 März 1891. Das Bürgermeisteramt. Oessenttiche Gläubiger aufforderung. Der gesammte Grundbesitz des verlebten Landwirths Konrad Reimer von Schwalheim und seiner noch lebenden Ehefrau Christine geborene S ch u l t h e i s ist durch Looszettel unter deren Kinder verthetlt worden. Es werden daher alle Gläubiger der besagten Konrad Reimer Eheleute von Schwalheim hiermit ausgesordert, ihre Forderungen an Hauptgeld und Zinsen um so gewisser binnen S Tagen bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden, als sonst die fraglichen Looszettel gerichtlich bestätigt und unbeschränkt mutirt würden. Die frühere Anmeldung bei Großherzoglichem Orts» gerichtsvorsteher zu Schwalheim befreit nicht von der abermaligen Anmeldung, bpecification kann jedoch unterbleiben. Bad-Nauheim, den 2. März 1891. Großh. Amtsgericht Bad-Nauheim. 1973 Bauer. Schütz. Vermischte Anzeigen. Donnerstag. 5. lirz Abends 8 Uhr: Geistliche Musikaufführung Junge Mädchen finden in der Nähe Hannovers in einem feinen christlichen Hause, unter der spe- ciellen Anleitung der Hausfrau, «eben sorgfältiger Erziehung u. Beaufsichtigung, zu gründlichem Unterricht im Haushalt, Küche und Handarbeiten, wie auch Überwachung der Clavier- und Gesangübungen, jederzeit liebevolle Aufnahme. Anregendes, geselliges Familienleben. Nähere CMmaFohG »v4-So.lt Alt Qflnhrt Soennecften’s (^EED Briefordner Für Geschäfte unentbehrlich! Ueberall vorrätig. Berlin » F. SOENNECKEN's VERLAG ♦ BONN » Leipzig 19621 Zu Anfangs April wird von einer kleinen Familie ein LogiS mit fünf bis 6 Zimmern, Küche rc., womögl. in der Nähe l>es Gymnasiums, gesucht Gefäll. Offerten unter A. D. 35 an die Exp. d- Bl. 197 5] Unmöblirtes Zimmer mit Ca- binet von einem Lehrer zu mietben gesucht. Offerten u- 0. G. an die Exp. d. Bl. 19881 Ein Regenschirm wird oer* mißt- Frau Plank, Kaplansgaffe 2. 1887] Am Samstag verlor ein armer Bursche sein Portemonnaie mit 15 Jt Gegen Belohn, abzug- Neuen Bäue 6. Frankenbach, den 3. März 1891. 1972 Klein, Bürgermeister. Donnerstag den 16. April, Nachmittags 21/? Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Karl Steuernagel Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 34 Nr. 598Vio - 1191 Meter Hof- raithe zwischen dem Wäldchen und dem Schießhaus, werden für 1 Mark “i“ (>■ angefertigt. 1989] H. Plank, Kavlansgasse 2. ”1985] Ein Dienstmädchen wird gesucht. Frankfurterftraße 32, II. 3% Reichsanleihe 31/2% do. 3% Preuß. ConsclS 3Vt% do. 1847] Ein Logis, 2. Stock, 4 Zimmer nebst Zubehör, per 1. Avril zu vermietben. _______C Stückrath. Asterweg 47. 185^] Ein fteundl- möblirtes Zimmer zu vermietben bei _______Fritz Euler, Wolkengasse 19- 12 Hammstraße 12 ein schönes Fa- milienlogts, 3 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethem Näheres Lahnstraße 11. 19] In meinen Neubauten in derLud- wigstroße sind Logis, 5 Zimmer, Zubehör, sowie zwei Mansardenlogis zu vermiethen. । ____________________L. Huhn. 1984] Kleines Logis zu vermiethen- __________flr. Aelstng, Neuenweg 31. 19861 Mansardenwohnung per 1. Juni oder früher zu vermiethen- _______H. Schwan« Hammstraße 4. 1994] Eine Wohnung, 3 Zimmer nebst Zubehör, auf 1. Juni zu vermietben. Wilh. Kutzfchrad, Kaplansgaffe 27. 1074] Ein großes schönes Logis, 3. Stock, Badeeinrichtung, Veranda rc., vom 1. April ab zu vermiethen. Ohler. 9] Nordanlage 18 ist der mittlere Ltock (5—6 Zimmer mit Zubehör), auf Wunsch auch Pferdestall, $11 vermiethen- ________________Martin Dörr. 1895] Eine Wohnung (4 Zimmer nedst Zubehör), ganz oder getrennt zu vermiethen. _____Schü tzenst r atz e 11. 1894] Kleines Logis zu vermietben. _ ______Sandgasse 46. 1853]"Drei Zimmer, Cab , Küche und Corridor, per April zu vermiethen. ____________________Bahnhosstraße 43. 10021 Der mittlere Stockmeines Hauses, bestehend aus vier, auf Verlangen auch fünf Zimmern nebst Zubehör, per 1. Mat anderweitig zu vermiethen- __H. Mettenheimer. Kreurvlatz 3. 1699] Möblirtes Zimmer zu vermiethen- ____________Grabenstraße 9, parterre. 1587] Schönes möbl. Stübchen mit od. ohne Kost zu vermiethen. Mäusburg 9. 1567] Möblirtes Zrmmer mit Kost zu vermiethen._______________Lindenplatz 7. ~ 1329] Drei mvbltrte Zimmer zu ver- mietben- Fr. Hetz. Lahnttraße 5- 1311] Ein großes schönes möblirtes Zimmer, 1. 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Volksweise ete. rt: Etüde. d in der Musikaliee- ______________(I63i 1768 )g MtheiluG W ?n, lusfahrnng»11^?6 Neuenweg erbliebeM- nütug 3 ner vorrätig. f Ldprig 127-^ »860 1410 $1<6 76 5» sgeslhasi' 1891 114.2» 43175 2flOs7 ]4»l* 188<* 116.50 6030 13 p6t- »■BX“- «L #8> »-Stente ‘über»«“ Orient Donnerstag den 5. März. (Siebener Anzeiger. Beilage zu Nr. 54. - 1891. Bekanntmachung. Vom 10. bis 20. lsd. Mts. werden 800 Landwehrleute zu einer Hebung eingezogen und in hiesiger Caserne untergebracht, für welche Mannschaften des Dienststandes in hiesiger Stadt ohne Verpflegung einquartiert «erden sollen. Es werden daher alle diejenigen Einwohner der Stadt Gießen, welche Lust tragen, zu der festgesetzten Vergütung von 50 H pro Tag, solche Einquartierung zu nehmen, ausgesordert, dies bis längstens nächsten Donnerstag Vormittags 10 Uhr auf dem Bürgermeistereibüreau anzuzeigen. Gießen, den 2. März 1891. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1957 Holzversteigerung. Asuuerrtag den 5. März d. I., von Vormittags 9 Uhr anfangend, kommen in den Waldungen der Ge- meinde Bersrod, Districten Mittelschlag, Unterrotherdenwald und Wamberg nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung und zwari 3 Buchen-Stämme von 29 bis 40 Ctm. Durchmesser mit 3,39 Fstm. Inhalt, 35 Eichen-Stämme von 15 bis 33 Ctm. Durchmesier mit 11,09 Fstm. Inhalt, 38 Nadel-Stämme von 15 bis 32 Ctm. Durchmesser mit 10,43 Fstm. Inhalt, 1229 Nadel-Derbstangen von 7 bis 14 Ctm. Durchmesser mit 57,22 Fstm. Inhalt, 1380 Nadel - Melangen von 3 bis 7 Ctm. Durchmesser mit 20,35 Fstm. Inhalt, 10 Rm. Nadel-Scheitholz, 86 ,, Nadel-Knüppelholz, 4 „ Nadel-Stockholz, 1640 Wellen Nadel-Neisholz, 300 „ Buchen-Neisholz. Die Zusammenkunft ist im Ort. Bersrod, am 27. Februar 1891. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. Pocher. 1813 Waarenversteigerung. Im Auftrag des Konkursverwalters Herrn Böck dahier versteigere ich gegen Baarzahlung Freitag den 6. März, von Morgens 10 Uhr und von Nachmittags 2 Uhr im Saale der Bieker'fchen (früher Brawmschen) B«- sttznug, Neustadt: 1 Parthie fertige Damen- und M»d»enhüte. eine große Parthie Damen Filzftüte und HulfaconS, -roße Quantitäten Knöpfe für Da- menkieider, Rüschen in verschiedenen Farben, Schweißblätter, Crepe, Handschuhe für Damen und Kinder, eine große Anzahl Rollen Seiderr- tzand, schwarz und farbig in den verschiedensten Breiten, mehrere Stück Sammelvavd, schwarz und farbig, mehrere theils arößere Stücke Sammet in verschiedenen Farben bis zum feinsten, Spitzen, Besatz- und Wvtterartitet, PombonS, über 100 Stück Federn und Flügel für Damenhüte von den feinsten bis zu free billigsten. Hutnadeln und einen großen Waarenschrank mit 2 Eta- ec n und 4 Glasflügeln. Sammtliche Sachen find noch neu und «oder«. Die Versteigerung findet bestimmt Watt. Born S868 Gr. Gerichtsvollzieher. feinsten deutschen COGNAC ärztlich empfohlen Literflasche Mk. 2.—. Liqueure end Hl Wein-Essig von Crttrg Scherer & Co., Langen. Alleinige Niederlage: Adolf Geisse vor*. 6. C. Windecker Seltersweg v, Ecke am Kreuz. Donnerstag den 5 März, Nachmittags von 2 Uhr an/ werden die nachgelassenen Mobilien der Georg Franz Eheleute, Hamm- ftratze N, meistbietend versteigert; besonders siub dabei: I vollständiges Bett, 1 Con- jole, 1 Sopha, 1 Nachttisch, 1 ovaler und 2 längliche Tische, 6 Stühle, 6 Bilder, 1 neuer schwarzer Anzug, verschiedene andere Herrenkleider, Weißzeug, etwas Kuchengcräthe, 1 Küchenschrank mit Glasaussatz, eine Hobelbank, Schreinerwerkzeuge, 10 P. Füllungen von Bettstellen, etwas Nutzholz, 1 nußb. Bohle, 1 Schrank, 2 angef. Schränke, 8 Fässer u. s. w. Im Vormundschaft!. Austrag: Louis Rothenberger, 1790 Gerichtstaxator. K JEIS- ooigs™ STIEKKE Unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche empfiehlt [1321 Emil Fischbach. JeilgeSotenes. 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