»hu sen «d «d lebet 867» SkMch. er, m AM Wohnung: chtungtzM shJLöhL lIe beginnt am nehme ich in I 7, entgegen, woll inger hrerin. irsus und nehme An» 8652 Mich ti. ?eRr.7, [8631 ritz Hast. n heute ab ise 31 8612 etry K-NN 8. Meinen q Qctob^f itatt. schmerzliche Mit- ier und Tchlvager hinter n in ein I*1'5 erT 1 * 8766 Rr. 231 Erstes Blatt. Sonntag den 4. Oktober _ _ - _ inj—ift—T'WR" V-‘* T« --Tr«- ■ ■■ ***• 1891 Srr 'rfrijtnrt täglich, N» NnSnahm» de« Wonteßl. tik Vkßmer ^wtfttwiraitet btm »nzeigu ,Bottich breimel vd|tie6L Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. MettNtähr^rr XlonnmcxtitFtrtsi 2 Mark 20 Psz. trift vringerlohn. Durch die 2 Mark 50 Ms.. Äeboction, und Druckerei: U>'3- Ferniprecher 51, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. ÄT$EÄ~r»*^ SSffiS Hrattsöeitage: Hießmer JamMenLkLtter. Miailwie » v Anzeige« zu der Nachmittag» für d« .«gnrdeu Lag erlcheinenden Nummer 6il Bonn. 10 Uhr. Alle SrmLUcen-Sureuux der In- und ÄmitenM fleiw Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgtjjttk Anrtli^ev Therl. Gießen, den 1. October 1891. Betr.: Durchführung des Jnvaliditäts- und Alters «Versicherungs-Gesetzes, hier Ausstellung der Bescheinigungen aus den Endzahlen der Aufrechnung der Quittungskarten. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die örtlichen Jnvaliditäts- nnd Alters- Bersicherungsstellen. Demnächst werden die Quittungskarten der meisten Versicherten, da die für die Einklebung der Marken bestimmten Felder gefüllt sind, zum Umtausch kommen und müssen Sie in Anwendung der Bestimmungen Ziffer 11—30 der Anweisung, betr. das Verfahren bei der Ausstellung, dem Umtausch u. s. w. der Quittungskarten vom 23. October 1890 Regbl. Nr. 44, auf welche Sie hierdurch im Allgemeinen verwiesen werden, alsdann diese Quittungskarten aufrechnen und über diese Aufrechnung dem Inhaber der Karte eine Bescheinigung ausstellen. Für diese Bescheinigung ist von Seiten Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz das nachstehend abgedruckte Formular empfohlen. Da eine handschriftliche Ausstellung der Bescheinigung in der verlangten Form für Sie eine sehr zeitraubende sein würde, machen wir Sie darauf aufmerksam, daß derartige Formulare bei der Firma Heinrich Elbert in Darmstadt und zwar auf Normalpapier zu dem Preise von 5,50 Mk. und auf nicht Normalpapier zu dem Preise von 3,50 Mk. pro 1000 Stück zu beziehen sind. Die Kosten dieser Formulare, deren rechtzeitigen Bezug wir Ihnen nur empfehlen können, fallen den Stellen, nicht der Versicherungsanstalt zur Last. v. Gagern. Bescheinigung über die Endzahlen aus der Aufrechnung der Quittungskarte Nr......... für............................................. Kreis geboren am (Bezeichnung der aufrechnenden Stelle.) (L. 8.) ..............zu..... Versicherungsanstalt Dauer der bescheinigten Krankheiten vom 189 Zahl der Beitragswochen (Wochenmarken) in Lohnklasse: Dauer militärischer Dienstleistungen vom 189 bi-b einschließlich II 189 189 . , den (Name der Anstalt, welche auf der ausgerechneten Karte verzeichnet ist.) III ! IV bis einschließlich______ 189 Bekanntmachung, die Veranstaltung einer Verloosung zum Besten des Wiederaufbaues der St. Rochuscapelle in Bingen betreffend. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz dem Comite für den Wiederaufbau der St. Rochuscapelle zu Bingen gestaltet hat, daß die auf Mitte October o. I. bestimmte erste Ziehung der mit der Verfügung Großherzogl. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 9. Februar 1891 genehmigten rubr. Verloosung, bis zu Ende des laufenden Jahres hinausgeschoben werde. Gießen, den 2. October 1891. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gefunden: 2 Messer, 1 Haarbürstchen, 2 Armbänder, 2 Ringe, 2 Hundehalsbänder, 1 Sommerrock, 1 Sackrock, 1 Laterne, 1 Paar rothe Strümpfe und 1 Stock (stehen geblieben auf dem Polizeianit). Gießen, den 3. October 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. politische Wochenschau. Gießen, 3. October 1891. Auf dem Gebiete der inneren Politik hatte die vergangene Woche keinerlei Ereignisse von weit reichender Bedeutung zu verzeichnen. Wir heben nur hervor, daß nun auch in Bezug auf die diesjährige Weizenernte in Preußen ähnliche Mittheilungen durch die amtliche „Statistische Corresp." ergangen sind, wie sie vor Kurzem hinsichtlich der Roggenernte ftattgefunden haben und unseren Lesern rechtzeitig zugänglich gemacht worden sind. Nach den seither angestellten Ermittelungen wird der Ertrag der Weizenernte in diesem Jahr aus 1704 Kilogramm pro Hectar abgeschätzt,^während er nach den Octoberschätzungen des Vorjahres nur 1597 Kilogramm betrug. In Folge des demgemäß zu erwartenden Mehrertrags pro Hectar würde die gesammte Weizenernte dieses Jahres 18407 740 Doppelcentner gegen 17523007 Doppel- centner des Vorjahres ausmachen, d. h. einen Ueberschuß von 884 733 Doppelcentner ergeben. Dagegen bleibt, wie wir unlängst an dieser Stelle ausführten, das diesjährige Roggenergebniß von 46 673 806 Doppelcentner hinter dem vorjährigen (50 369 634) um einen erheblichen Betrag zurück, der nur zum kleinen Theil durch den etwas günstigeren Ausfall der Weizenernte ersetzt werden kann. Ueberdies muß man sich vergegenwärtigen, daß der wahre Ertrag noch beträchtlich mehr als sonst hinter den vorläufigen Ermittelungen zurückstehen wird, da in dem laufenden Jahre die Abschätzungen bereits in der zweiten Hälfte des August vorgenommen worden sind, während sie sonst erst im October bewerkstelligt zu werden pflegen und darum zuverlässiger sind. — In Baden heben die Wahlen von 32 Landtagsabgeordneten eine wesentliche Verschiebung der Parteiverhältniffe im Gefolge gehabt. Unter den Ausgeschiedenen hatten 28 den Nationalliberalen, 3 dem Centrum und einer der demokratischen Partei zugehört. Durch die Neuwahlen haben die Nationalliberalen von ihren 28 Sitzen, so viel sich bis jetzt feftstellen läßt, 14 an ihre Gegner von rechts und links verloren. Da von den übrigen 31 Mitgliedern des badischen Landtags, deren Mandat erst an einem späteren Termin erlischt, einer der conservativen, 18 der nationalliberalen Partei, 2 der demokratisch-freisinnigen Vereinigung und 10 dem Centrum zuzählen, so werden die beiden entgegengesetzten Gruppen im Landtage nahezu die gleiche Stärke haben. Etwas Näheres wird sich erst dann bestimmen lassen, wenn die endgiltige Stellungnahme einer Reihe von bisher noch unentschiedenen Wahlmännern in 4 Bezirken bekannt ist. Je stiller es im Uebrigen im Reiche in Bezug auf innere Angelegenheiten ist, um so zahlreicher und bedeutungsvoller sind die Kundgebungen und Ereignisse aus dem Felde der auswärtigen Politik. Im Gegensatz zu den Beunruhigungen, die seit den Kronstädter Festlichkeiten epidemisch austraten, kommt jetzt eine werthvolle Friedensversicherung hinter der anderen. Der deutsche Reichskanzler, Herr v. Caprivi, und der französische Minister des Auswärtigen, Herr Ribot, eröffneten den Reigen. Der erstere erklärte, daß man in der Annäherung der Reiche Rußland und Frankreich keinen Grund zu Besorgnissen, sondern lediglich den klaren Ausdruck schon längst vorhandener Verhältnisse erblicken dürfe. Es i handle sich vielleicht um nicht mehr als die Feststellung eines I europäischen Gleichgewichtes, wie es schon früher bestanden habe. Ribot versicherte, daß Frankreich nicht daran denke, in dem Augenblicke, in welchem es den Frieden mit voller Wahrung seiner Würde befestige, etwas zu unternehmen, was den Frieden in Frage stellen könne. Ebenfalls in friedlichem Sinne äußerte sich bald daraus Minister v. Bötticher, der so weit ging, zu äußern, daß der Friede, von immer möglichen unerwarteten Zwischenfällen abgesehen, niemals so wohl verbürgt gewesen sei, wie gerade im Augenblicke. — Einen leisen Mißton brachte in diese allgemeine Friedens- und Freundschaftsstimmung die Angelegenheit der russischen Anleihe. Man beginnt jetzt auch in weiteren Kreisen einzusehen, daß man sich bei der Beurtheilung der Sachlage in Deutschland vielfach von gewissen Gesühlsimpulsen allzusehr hat leiten lassen und zuletzt in eine Stimmung hineingerathen ist, die eine bedenkliche Verwandtschaft mit der Denkweise derjenigen Franzosen aufweist, welche vor Kurzem den „Lohengrin" in Paris unmöglich zu machen bestrebt waren. Man war bereits so weit, daß man in allem Ernste die engagirten Bankhäuser für halbe Vaterlandsverräther ansah, welche die russische Regierung mit Geld zu einem Kriege gegen Deutschland zu versehen gedächten. Man vergaß dabei ganz und gar, daß russische Papiere auch jetzt schon mannigfach in Deutschland verbreitet sind und nach der angewandten Logik schließlich auch alle Lieferungen von Schienen, Locomotiven, Kohlen und Waffentheilen, wie sie von Deutschland nach Rußland und Frankreich fortgesetzt im Schwünge sind, auf Varerlandsverrath hinausliefen. Den einzig richtigen Standpunkt hat die Regierung von vornherein eingenommen, indem sie sich kühl bis ans Herz hinan gegenüber dem ganzen Spectakel verhielt und ausdrücklich hervorhob, daß sie die Frage mit völliger Gleichgiltigkeit betrachte. — Eine überraschende Nachricht kam aus Brüssel. Hier hat sich B o u l a n g e r auf dem Grabe seiner kürzlich verstorbenen Geliebten, Madame Bonnemain, erschossen. So ist der Mann, der sein Leben lang nichts anderes war, als ein Comödiant, seiner Natur getreu auch wie ein Theaterheld gestorben. Sein Lebensgang ist allen Zeitgenossen so weit bekannt, daß eine Darstellung desselben unnöthig ist. Was aber den ehemaligen Abgott der Pariser in den Tod getrieben hat, ob wirklich das Gefühl der Vereinsamung nach dem Tode von Madame Bonnemain oder die klägliche Ruhmlosigkeit seines Lebens nach dem früheren Glanze oder gar der Ruin seiner materiellen Existenz — wer will es wissen? Deutle# Reich. Berlin, 2. October. Der Bundesrath wird am 8. October zu seiner ersten Plenarsitzung für das Winterhalbjahr zusammentreten, womit der bevorstehende parlamentarische Winrerfeldzug seine Einleitung erfährt. Was den Reichstag anbelangt, so ist in den bekannten Dispositionen für seinen Wiederzusammentritt bis jetzt noch nichts geändert worden, es dürste demnach dabei bleiben, daß er am 10. November seine erste Sitzung nach der Sommervertagung abhält. Welche Vorlagen das Reichsparlament bei Wiederaufnahme seiner Geschäfte vorfinden wird, bleibt noch abzuwarten. Jedenfalls kann sich der Reichstag auch diesmal auf ein reichliches Arbeitsmaterial gefaßt machen, zu welchem u. A. der Etat, die Novellen zum Krankenkassengesetz und zum Militairpensions- gesetz, die angekündigten Vorlagen über den Verkehr mit Wein und mit Giften, sowie der Entwurf des Trunksuchtsgesetzes gehören werden. Unzweifelhaft wird sich dieser Arbeitsstoff im weiteren Verlaufe der Wintersession noch wesentlich vermehren. — Wegen Veranstaltung einer deutschen nationalen Ausstellung in Berlin hatte die Osnabrücker Handelskammer vor einiger Zeit bei den Handels- und Gewerbekammern, kaufmännischen und wirthschastlichen Vereinigungen u. s. w. Deutschlands Umfrage gehalten. Hierauf sind bis jetzt insgesammt 130 Anworten eingelaufen. Von ihnen sprechen sich 82 unbedingt und in theilweise sehr warmer Weise für den gedachten Plan aus, 27 halten mit einer endgiltigen oder entschiedenen Aussprache noch zurück, unter Anführung sehr verschiedener Gründe, und nur 21 Antworten lauten ablehnend bezüglich der geplanten Ausstellung. Dieses dargelegte Berhältniß der eingelausenen Antworten berechtigt zu der Erwartung, daß der Gedanke einer deutsch-nationalen Ausstellung in Berlin in den weitaus größten Kreisen unseres Volkes werkthätige Unterstützung finden wird, sobald nur erst einmal die Reichsregierung sich ebenfalls klar zustimmend zu dem Plane ausgesprochen haben wird. Cassel, 1. October. Nach einer zu Beginn der heutigen Sitzung gemachten Mittheilung ist die Zahl der dem Evangelischen Bunde angehörigen Vereine von 522 aus 565 gestiegen, die Mitgliederzahl von 73 978 auf 82978. Bremen, 1. October. In der heutigen Conferenz der transatlantischen Dampfergesellschaften des ContinentS wurden die neuen amerikanischen Einwanderungsgesetze besprochen und beschlossen, die Auswanderer nicht durch Consularinspectionen, sondern durch Agenten inspicieren zu lassen, welche unter der Controle der Gesellschaften stehen. Neueste Nachrichten. SSolflS telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 2. October. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Regierungsrathes Reinhard Johannes Möller in Berlin zum Oberconsistorialrath und Mitgliede des Oberkirchenraths. — Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, infolge der in einigen Blättern verbreiteten Nachrichten über Unruhen bei den Stationen Lewa und Magila habe die Ostafrikanische Plantagen-Gesellschafr telegraphisch Erkundigungen eingezogen,- die Antwort habe gelautet: „Lewa nicht bedroh t, Alles ruhig." Kassel, 2. October. Von Sr. Majestät dem Kaiser jst aus das Huldigungstelegramm der Generalversammlung des evangelischen Bundes folgende Antwort eingegangen: „Se. Majestät der Kaiser und König haben das Begrüßungstelegramm der fünften Generalversammlung des evangelischen Bundes gern entgegengenommen und lassen bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl: v. Lucanus, Geh. Cabinetsrath. Stuttgart, 2. October. Das Befinden des Königs ist dem „Staatsanzeiger" zufolge weniger befriedigend, indem die Zellgewebsentzündung am Grunde des Beckens neuerdings Fiebererscheinungen und größere Unbequemlichkeiten verursacht. Sanitätsrath Marc-Wildungen ist gestern Abend in Bebenhausen eingetroffen. Karlsruhe, 2. October. Bei den badischen Landtagswahlen gewannen die Ultramontanen acht, die Con- servativen einen, die Socialisten zwei Sitze. Die Demokraten verloren einen und gewannen vier Sitze. Wien, 2. October. Heute Vormittag fand in der russischen Capelle ein Trau ergottesdienst für die Großfürstin Alexandra im Beisein der Erzherzoge Karl Ludwig, Albrecht, Ferdinand, Wilhelm und Rainer statt. Die beiden Ersteren trugen russische Uniform. Der Trauerfeier wohnten ferner bei der Minister des Auswärtigen Gras Kalnoky, der Reichs- kriegsminister v. Bauer, das diplomatische Corps und eine große Zahl von Staatswürdenträgern. Rom, 2. October. Rom war heute der Schauplatz einer anticlericalen Demonstration. Ein französischer Pilger beging heute Mittag die Tactlosigkeit, am Grabdenkmal Victor Emanuels im Pantheon die Worte anzuschreiben: „Tod dem Hause Savoyen! Hoch der Papstkönig!" Er wurde sofort erwischt, erhielt eine tüchtige Tracht Prügel und wurde verhaftet. Die Kunde von diesem Vorfall erzeugte in der Stadt eine unbeschreibliche Erbitterung und schnell war eine Demonstration organisirt, um gegen diesen Dummenjungen- Streich zu protestiren. Die Menge zog unter Vorantragung der Tricolore vor die Gasthöfe, wo die Pilger vorzugsweise einquartiert sind, verlangte unter betäubendem Lärm gegen das Papstthum und Frankreich die Hissung der Nationalfahne und zog nicht eher ab, als bis ihrem Wunsche Folge geleistet war. Die Carabinieri beschränkte ihre Thätigkeit daraus, die Demonstranten von Gewaltthaten abzuhalten, konnte jedoch nicht verhindern, daß ein juniger Seminarist, der dem Zuge auf dem Corso begegnete, in roher Weise mit Stockprügeln tractirt wurde. Bei Fortsetzung des Umzuges durch die Stadt begegneten die Demonstranten einem Wagen mit zwei französischen Priestern und stürzten sich aus dieselben in der Absicht, sie zu mißhandeln. Der Kutscher trieb die Pferde an, aber die nach Tausenden zählende Menge holte den Wagen ein und hätte ihre Absicht ausgeführt, wenn nicht die Carabinieri energisch eingeschritten wäre. Der Vorfall hat das Publikum peinlichst berührt. Für den heutigen Abend werden tumultuarische Scenen befürchtet, zumal gerade heute die Erinnerungsseier an das Plebiscit Roms im Jahre 1870 begangen wird. Rom, 2. October. Die liberale Demonstration, welche unter den fortwährenden Rusen: „Es lebe Italien! Es lebe der König!" eine Zeitlang fortgesetzt wurde, zerstreute sich gegen 4 Uhr in vollkommener Ruhe. Die Pilger, welche dieselbe veranlaßt haben, sind Franzosen. Viele Bürger strömen zum Pantheon, um sich daselbst in das Verzeichniß der Besucher einzutragen. Auch zahlreiche Pilger zogen später ohne jeglichen Zwischensall nach dem Pantheon. Rom, 2. October. Das Verlangen der Manifestanten, auf dem Absteigequartier der Pilger die italienische Flagge zu hissen, erklärt sich aus dem Umstande, daß heute der Jahrestag des Plebiscit des Kirchenstaates ist. Nachmittags sanden einige bedeutungslose Zwischenfälle statt. Die Manifestanten versuchten, vor dem französischen Seminar das päpstliche Wappen zu entfernen- Polizisten eilten herbei, verhinderten dies und verhafteten Mehrere. Abends sind die Pilger in ihren Wohnungen geblieben. Die Abreise der Pilger aus Nantes ist verschoben worden. Anläßlich des Jahrestages des Plebiscits herrscht auf den glänzend erleuchteten Straßen lebhaftes Treiben. Die Liberalen durch- zogen in früher Abendstunde die Straßen mit den Rusen: ^Es lebe Italien! Es lebe der Kömg!" Paris, 2. October. Nach amtlicher Mittheilung über den ungefähren Stand der diesjährigen Ernten sind mit Getreide 5 819507 Hectars, mit Mengkorn 258 335, mit Roggen 1 494714 Hectars bebaut. Der Getreidekörnerertrag belief sich aus 91889 070 Hectoliter, Mengkorn aus 3 646 992, Roggen auf 21 152317 Hectoliter. Madrid, 2. October. Nachrichten aus Tanger zufolge griffen marokkanische Mauren die Festung Melilla an, wurden jedoch durch Geschützfeuer zurückgetrieben. Dem Vernehmen nach verlangte die spanische Regierung vom Sultan von Marokko Genugthuung. Bukarest, 2. October. Heute begannen die zwanzigtägigen Wasfenübungen, an welchen eine Klasse Reservisten, eine Klasse zeitweilig Beurlaubter und vier Klassen der unter Waffen befindlichen Territorialarmee theilnehmen. Der Zweck der Concentration ist die Erprobung der neuen Jnsanterie- organisation. Die Zeitungsnachricht von einer außerordentlichen Concentrirung oder Mobilisirung der Truppen wird von der „Agence Roumaine" für unbegründet erklärt mit dem Bemerken, daß in diesem Jahre nicht einmal Truppenmanöver stattsänden. Petersburg, 2. October. Die „Birshewzja Wiedomosti" melden: Die dreißig Millionen Rubel, die die Regierung bisher zur Bestellung der Felder und Ernährung der Bevölkerung in den Mißwachs-Gegenden anwies, wurden den Ueberschüssen des realisirten Reichsbudgets für 1890 entnommen, die saft 66 Millionen betragen. Pittsburg, 2. October. Gestern begann der Strike der Eisenbahn-Bediensteten in den Kohlendistricten. Gegen zehntausend Personen feiern; sie verlangen eine Lohnerhöhung. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 2. October. Die „Voss. Ztg." berichtet aus Paris: Die Regierung befahl der Touloner Geschwader- Reserve, zur Enthüllung des Garibaldidenkmals nach Nizza zu segeln. Das Ministerium wird durch Rouvier vertreten. Berlin, 3. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." befürwortet den Vorschlag der „Deutschen volkswirthschaftlichen Correspondenz", Getreidemagazine zu errichten, um den die Ernte übersteigenden Bedarf für mindestens 1 Jahr im Voraus zu decken. — Das „Tageblatt" berichtet aus Sansibar: Die Ernennung des Corvettencapitäns Rüdiger zum Stellvertreter Sodens ruft bei Allen Staunen hervor, da Rüdiger noch nicht in Afrika war. Köln, 2. October. Die „Köln. Ztg." constatirt nach einem Pariser Telegramm, daß die Anwesenheit des Königs von Rumänien und Florescus in Monza dort sehr argwöhnisch betrachtet werde. Es werde die Befürchtung ausgesprochen, Rumänien sei förmlich dem Dreibunde beigetreten. Köln, 2. October. Der „Köln. Ztg." zufolge beendet das russische Kriegsministerium im Südwestgebiete der Gouvernements Wilna, Grodno, Kowno und Mohllew den Neubau von 600 Werst Verkehrswegen. Die Baukosten betragen 7 Millionen Rubel. Die Wege werden derart gebaut, daß sie durch Auflegen von Schwellen und Schienen mit verhältnißmäßig geringem Zeitaufwand zu Eisenbahnen umgewandelt werden können. Die Brücken ruhen aus Steinpfeilern mit eisernen Befestigungen; wo nothwendig, wurden bereits dammartige Aufschüttungen vorgenommen. Waldenburg (Schlesien), 3. October. Auf dem Heydt- schacht wurden 15 Bergleute durch einen niedersausenden Fahrkorb schwer verletzt. Reichenberg, 3. October. Die bisherigen Verhaftungen stehen mit dem Attentat in keinerlei Verbindung, sichere Spuren des Attentäters fehlen noch. Prag, 2. October. Die Czechenblätter melden, der Rosenthaler Attentäter sei in der Person eines bekannten Socialisten bereits verhaftet. Brüstel, 3. October. Der Erzbischof verweigerte definitiv das kirchliche Begräbniß Boulangers. ' Rochefort wird am Grabe sprechen. Kopenhagen, 3. October. Die russische und die griechische Fürstenfamilie kommen Montag oder Dienstag wieder in Kopenhagen an. Locales rind -provinzielles. Gießen, 3. October. 8. Wie das Inserat im heutigen Blatt mittheilt, nehmen die Nähabende des Allgem. Vereins für Armen- und Krankenpflege am Dienstag den 13. October wieder ihren Anfang. Wir wollen nicyt verfehlen, auch an dieser Stelle darauf aufmerksam zu machen und aus die Bedeutung dieser Einrichtung hinzuweisen. Es ist eine von Kennern des Armenwesens anerkannte Thatsache, daß sich die Kosten des Haushalts bei den- kleinen Leuten im Ver- hältniß höher stellen, als bet den Bemittelten. Das kommt zum Theil daher, daß die kleinen Wohnungen so unverhältnißmäßig theuer sind und daß die kleinen Leute des Vortheils, den der Einkauf im Großen bringt, verlustig gehen. Der Allgem. Verein hat daher schon längst sein Augenmerk auf die Besserung der Mißverhältnisse gerichtet. Er konnte sich aber der auch sonst bestätigten Thatsache nicht verschließen, daß die Schuld in sehr vielen Fällen an der mangelhaften ha uswirthschastlichen Ausbildung der Frauen liegt. Wir wollen unseren Brüdern und Schwestern aus den geringeren Ständen daraus keinen Vorwurf machen. Heutzutage mit Wenigem Haushalten ist eine große Kunst. Sie zu erlernen fehlt ost die Zeit, noch öfter die Gelegenheit. Sie kann aber gelernt werden, und es ist der Triumph unserer heutigen Wissenschaft, daß sie dazu die Wege zu zeigen vermag. Mit Benützung der Winke z. B., welche uns die Chemie der Lebensmittel gibt, vermag man in der That mit geringen Mitteln nahrhafte Speisen zu bereiten. Diese Kunst die Frauen unserer ärmeren Stände zu lehren, ist darum eine Pflicht und ein Unternehmen, von dem man viel unmittelbarere segensreiche Folgen erwarten darf, als von großartigen socialen Veranstaltungen. Der Allgem. Verein hat dem Ruf dieser Pflicht Gehör schenken zu müssen geglaubt, und mit seinen Nähabenden, durch welche Frauen und Jungfrauen die Gelegenheit zur Fortbildung im Nähen, Flicken, Stopfen und Kleidermachen gegeben werden soll, einer bescheidenen Anfang zu ihrer Erfüllung gemacht. Die Aufnahme, welche diese Einrichtung gefunden, und der Besuch derselben ermuthigen zu deren weiterer Entwicklung auf dem Wege zu einer wirklichen Haushaltungsschule. Die einleitenden Schritte zur Errichtung einer Koch sch ule sind bereits gethan. Der Verein fühlt sich bei diesen Bestrebungen nur als Werkzeug derGesammtheit unsererMitbürger, denen er helfen will, der Pflicht, die auf Allen ruht, zu genügen, und er muß auf die thäti ge Mitwirkung aller Kreise rechnen. Ein Kreis von Damen unter der Führung der Frau Provinzialdirector von Gagern ist darin mit gutem Beispiel vorangegangen und hat sich nun schon seit zwei Wintern in aufopfernder Weise dem Unterricht gewidmet. Der Verein bedarf für die Erweiterung des Werkes Vermehrung dieser Kräfte, er bedarf Geld, d. h. Erhöhung der Beiträge an Stelle des alljährlichen Rückgangs, eine Erhöhung, die der Verein umsomehr erwarten dürste, da er so verschiedenartige große Unternehmungen umfaßt, die sonstwo von verschiedenen Vereinen betrieben werden, die alle ihre besonderen Beiträge sammeln, er bedarf vor Allem auch der Theilnahme der Eltern, Dienstherrschaften und Arbeitgeber, daß sie die ihnen anvertrauten Mädchen auf diese Einrichtung aufmerksam machen und womöglich dazu anhalten. Ein Buch, das solche hauswirthschastlichen Anweisungen enthält, betitelt sich: „Das häusliche Glück." Darum handelt es sich in der That. Häusliches Glück und damit einen Friedenshafen, einen Ort der Erquickung den schwer im Kampf um das Dasein Ringenden bereiten zu helfen, dazu sollen auch diese Unternehmungen ein bescheidener Beitrag sein. — Neues Theater. Als Eröffnungsvorstellung geht heute Sonntag „Zwei vom Ballet oder Ihre Familie", Volksstück mit Gesang in 4 Acten von Stinde und Engels in Scene. Das Stück, welches wir früher schon einmal gesehen haben, ist eins der Besten, welche in den letzten zehn Jahren geschrieben wurden. Die Autoren führen uns mit vielem Geschick eine Scene aus dem sogenannten Europäischen Sclavenleben vor, welche mit Ernst und Humor sehr reich gewürzt ist. Wir wünschen nur von Herzen, daß Herr Dir. Reiners, der nun schon die vierte Theatersaison in unserer Stadt eröffnet, und in dieser Zeit wahrlich nicht auf Daunen gebettet war, in dieser Saison reichern Lohn für sein Streben finden möge, als es ihm bisher vergönnt war. — Wie wir hören, sind von dem Vorstande des Theatervereins alle Vorbereitungen getroffen, um den Mitgliedern auch im kommenden Winter gediegene künstlerische Genüsse bieten zu können. 'Für die drei noch ausstehenden Vorstellungen des Jahres sind die „Frankfurter" gewonnen worden^ Herr Director E. Claar hat mit der Liebenswürdigkeit, die wir an ihm kennen, sich bereit erklärt, wieder zu uns zu kommen. Die genauere Angabe der Spielabende ist wegen der anstrengenden Thätigkeit des Frankfurter Theaters, welches während der electrischen Ausstellung mit vollen Kräften arbeitet, noch nicht gut möglich, wird aber baldigst erfolgen. — Auf die heute Samstag und morgen Sonntag im Postkeller stattfindenden Eröffnungs-Concerte der Familie Kruse machen wir auch an dieser Stelle aufmerksam. — Verhaftet. Ein Cigarrenmacher von Heuchelheim, welcher verdächtig ist, in einer dortigen Wirthschaft mittelst Einbruchs 120 Mk. entwendet zu haben, trieb sich in den letzten Tagen hier und in Frankfurt a. M. umher. Da der Bestohlene die Anzeige verspätet machte, so hatte der Dieb Zeit, das Geld zu verjubeln. Gestern wurde der Thäter sowohl, wie ein aus der Klinik entlassener, als der Mitwissen- schast verdächtigter Wärter durch die hiesige Schutzmannschaft verhaftet. Der Cigarrenmacher hat die That bereits eingestanden. — Ferner ist ein der in letzter Zeit in Gießen verübter Einbruchsdiebstähle Verdächtiger verhaftet und in Untersuchungshaft genommen worden. — Se. Erlaucht Gras Görtz zu Schlitz, so wird aus Fulda berichtet, besuchte am 25. vor. Mts. die dortige MUitarMufikschule. Er verblieb daselbst von 2—4% Uhr und prüfte die Leistungen der Schüler aufs Sorgfältigste. Se. Erlaucht war vollkommen befriedigt und erklärte, das Protectorat gern übernehmen zu wollen. Die Musikschule wird daher von jetzt ab Gräfl. Görtz'sche Militär-Musikschule heißen. Die Schüler werden neu uniformirt und zwar erhalten dieselben rothe Aufschläge und Kragen, weiße Achselklappen mit dem Namenszuge des Herrn Grafen, sowie der Grafenkrone, Pickelhaube und Seitengewehre. Die Uniformen stellt der Herr Graf und will derselbe überhaupt das Institut unterstützen und fördern. Von der Musikschule aus begab sich der Graf in seiner Equipage zurück nach Schlitz, ohne weiteren Aufenthalt hierselbst zu nehmen. — Das am 2. October ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 30 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, das ArbeiterschuHgesetz vom 1. Juni 1891 betreffend. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Staatsministeriums, die Bezeichnung der Holzliegeplätze und der Fahrbahnen auf dem Maine unterhalb des Nadelwehrs bei Kostheim betreffend. — Das Amtsblatt Großherzoglicheu Ministeriums des Zuueru und der Justiz, Section für Justizverwaltung, Nr. 17 enthält Ausschreiben vom 19. September an die Justizbehörden, insbesondere die Gerichte, Gerichtsschreibereien und Gerichtsvollzieher, die Revision des Gerichtskostenwesens int Jahre 1890 betreffend. — Nr. 18 enthält Ausschreiben d. d. 22. September an die Gerichtsbehörden, insbesondere die Großherzoglichen Notare, betreffend die Revision des Gerichtskostenwesens im Jahre 1890, hier die Berechnung der Gebühren der Grobherzoglichen Notare und des Stempels für die Notariatsurkunden. — Vom Landesgewerbverein. Mit Allerhöchster Ermächtigung Seiner Königlichen Hoheit des Groß Herzogs ist durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 28. September d. I. der Geheime Bau Se' «& ®er Siir. ®,tfs “'8er,bt * d°nn mit nun schon feit Erricht gewid- ft b« ®«tes । G-ld, b. b. EjShrlichm '°«'hr ettoartett Lehmungen um- Jtrreben werde» Er bedarf t)or Herrschaften und adchen aus dich } dazu anhalten. Weisungen ent- Daruw handelt Wit einen schwer iw Ampf dazu svilen auch ag sein. ^ellung geht heute mitte", Volksstück ^gels in Scene, l gesehen haben, zehn Jahren zeit vielem Geschick )en Sclavenleben eich gewürzt ist. Dir. Reiners, rnserer Stadt er- j Daunen gebettet n Streben finden i Vorstande des n, um den Mitogene künstlensche ausstehenden Vorgewonnen worden s >enswürdigkeit, die zu uns zu kommen, wegen der an- :fjeater§/ welches Kräften arbeitet, rsolgen. gw Sonntag m er ZamA Kruse am. >n Heuchelheim, Virthschast mittelst trieb ftd) in den f, umher. Da der io h-tt- d-r D- nurde der Thater als der Mitwiffen- e Schutzmannschaft hat bereits einge- it in Gießen ver- ftet und in Unter- Schlitz, 1° ”i,b °ss ©orgfät* “VlÄ* Ä» ig(”'*Lic d-r ®rfl^ Uniformen %1*8* KL * «"S'Ä ntnt»*"L d°r «h et«fie”6' .„„.j d-k , O°istn<>7 en»««* ^stiz- -l «nde«unb ent^ jnSbeE .Horde"/'' -eS @e j.5 >K'" 1- rath Professor Eduard Sonne von der Wahrnehmung der Geschäfte des Präsidenten der Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein vom 1. October d. I. an aus Nachsuchen unter Verleihung der Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, entbunden und der Generalsecretär Dr. Edmund Hesse bis aus Weiteres mit der Wahrnehmung der genannten Präsidial- Geschäste vom gleichen Tage an beauftragt worden. — Vorsicht. In der Wetterau verendeten einem Oeco-, nomen am 1. d. Mts. acht fette Schweine ohne erkennbare Ursache. Der Kreisveterinärarzt Herr Schmidt in Nidda erkannte nach eingehender Untersuchung Kupfer-Vergiftung. Es stellte sich dann nach angestellten Nachforschungen heraus, daß eine Dienstmagd die Molke, welche — wie es häufig geschieht — zur besseren Reinigung des Kupfergeschirrs verwandt worden war, den Schweinen zur Tränke gegeben hatte. — Auch in Nidda verendeten vor etlichen Jahren einem Oeconomen zwei Schweine, deren Todesursache damals nicht sicher erkannt wurde, vielleicht aber aus ähnliche Ursachen zurückzusühren ist. — Der Getreidemarkt. Die große wirthschaftliche T.ages- srage, ob die Getreidepreise sich auf ihrer Höhe behaupten oder sinken oder gar noch steigen werden, ist auf dem Getreidemarkte noch nicht entschieden und legt Käufern wie Verkäufern große Reserve auf. Für die weitere Fortdauer der hohen Preise sprechen der faktische Mangel an wirklich großen Getreidevorräthen in den meisten Ländern, ferner der Ausfall in der Kartoffelernte und die geringe Aussicht, daß das russische Roggenausfuhrverbot bald wieder aufgehoben wird, da in mehreren russischen Gouvernements thatsächlich Hungersnoth herrscht. Ein Sinken der Preise könnte indessen auch eintreten infolge der bedeutenden Getreidezufuhren aus Nordamerika und aus den Donauländern Ungarn, Rumänien, Serbien und Bulgarien und infolge der wahrscheinlich für den 1. Januar 1892 bevorstehenden Zollermäßigungen. Auch könnte der flaue Geschäftsgang in der Industrie und die damit verbundene Brodlosigkeit vieler Arbeiter den Consum so beeinflussen, daß die Nachfrage nach den Lebensmitteln abnimmt und auf diese Weise auch ein Druck aus die Getreidepreise ausgeübt wird. Heusenstamm, 27. September. Das hiesige gräfliche Schloß, welches seit langem unbewohnt war, soll in Bälde in ein Asyl für verwahrloste Kinder umgewandelt werden. Nieder-Liebersbach, 29. September. Hier ereignete sich heute Nachmittag 3 Uhr ein sehr trauriger Todesfall. Der 11jährige Sohn des Schreiners Franz Stäckler IV. weidete auf dem Felde eine Kuh. Dabei beging er die Unvorsichtigkeit, sich die Leine, die der Kuh um die Hörner gebunden war, an sein Handgelenk festzuschnallen. Aus unbekannter Ursache wurde das noch junge Thier scheu, ging durch und schleifte den Knaben etwa eine Viertelstunde Wegs weit bis ins mittlere Dorf. Erst hier konnte das Thier eingeholt werden, aber es war alle Hilfe zu spät. Der Knabe war ohne Bewußtsein und verschied nach einigen Minuten. Die Mutter war einige Schritte von der Weidestelle entfernt mit Kartoffelausmachen beschäftigt, konnte aber das rasende Thier nicht einholen. Herzzerreißend war das Wiedersehen für die Eltern. Darmstadt, 2. Ociober. Die unter Leitung des Oberlehrers Pfaff dahier bestehende Hauswirrhfchafts- schule für Mädchen wird gegenwärtig von 82 Schülerinnen besucht. Der erste Unterrichtscursus (1889—90) zählte 36 Elevinnen, der zweite (1890—91) 70. In der genannten Schulanstalt werden die verschiedenen Zweige der Haus- wirthschaft theoretisch und practisch den Schülerinnen nahe gebracht. Genannte Schule ist die erste ihrer Art im ganzen Großherzogthum. Bingen, 1. October. In dem benachbarten Gau-Atges- heim hat sich ein kaum der Schule entwachsener Knabe in einem Weinberg erhängt, weil seine Mutier zum heiligen Rock nach Trier wallfahrte, ohne den Jungen mitzunehmen. Xussug aus den Standesaintsregisterw der Stadt Gieße«. Aufgebote. September: 26. Christoph Friedrich Dersch, Schneider zu Marburg, mit Katharine Menkel zu Ockershausen. October: 2. Dr. Emil Bernhard Wehmer, pract.Arzt zu Dietzenbach, mit Martha Georgine Pascoe Hierselbst. Eheschließungen. September: 30. Heürrich Friedrich August Christian Müller, Kaufmann zu Kinzmbach mit Clara Eberhard Hierselbst. 30. Wilhelm Heinrich Tränkner, Stattonsgehülfe bei der Main-Weser-Bahn dahier, mit Elisabeth Schmitt Hierselbst. 30. Georg Dietrich Wilhelm Martin Müller, Metzger dahier, mit Marie Wilhelmine Marx von hier. October: 2. Johann Heinrich Müller, Schlosser von Hanau, mit Elisabethe Christine Bechtold Hierselbst. Geborene. September: 23. Dem Schlosser Johannes Ommert ein Sohn, Wilhelm Emll Julius. 24. Dem Weber Otto Gaßmann ein Sohn, Karl August Otto. 24. Dem Dienstmann Kaspar Eisenbach eine Tochter. 24. Dem Großherzoglichen Revisor Emil Franz ein Sohn, Paul Heinrich Karl. 25. Dem Metzgermeister Gustav Sack ein Sohn, Carl Emil. 26. Dem Metzgermeister Gustav Trinkaus ein Sohn, Andreas Karl. 26. Dem Weißbinder und Lackirer Karl Volz ein Sohn. 26. Dem Schreiner Kaspar Heinzerling ein Sohn. 28. Dem Taglöhner Johannes Wagner VIII. ein Sohn, Wilhelm. 28. Dem Kaufmann Wilhelm Schuchard ein Sohn. 28. Dem Dienstknecht Heinrich Scharmann eine Tochter. October: 1. Dem Großh. Universitäts-Professor Dr. Wilhelm Sievers ein Sohn, Otto Helmuth Wllhelm. 2. Dem Schreiner Philipp Rühl Zwillinge, zwei todtgeborene Söhne. Gestorben«. September: 25. Wilhelm Karl Heuser, 4 Monate alt, dahier. 26. Elise Weisel, geb. Frees, 31 Jahre alt, Ehefrau von Gemüsehändler Jean Weisel dahier. 27. Andreas Karl Trinkaus, 12 Stunden alt, Sohu von Metzgermeister Gustav Trinkaus dahier. 28. Elisabeth Fischbach, geb. Winn, 27 Jahre alt, Ehefrau von Küfer Georg Fischbach dahier. 28. Hermann Fleck, 1 Jahr alt, Sohn von Tag- löhner Peter Fleck dahier. 30. Eleonore Hubeler, geb. Gerhard, 67 Jahre alt, Wittwe von Weichensteller Peter Hubeler dahier. 30. Adam Hinter, 46 Jahre alt, Schutzmann dahier. Auszug aus den rNrchenHüchern der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 30. September. Georg Dietrich Wllhelm Martin Müller, Metzger in Gießen, und Marie Wilhelmine Marx, Tochter des Fuhrmanns Philipp Marx in Gießen., Denselben. Heinrich Friedrich August Christian Müller, Kaufmann in Kinzenbach, und Aara Eberhard, Tochter des Ingenieurs Wllhelm Eberhard in Gießen. Den 1. October. Wilhelm Heinrich Tränkner, Stationsgehllfe in Gießen, und Elisabeth Schmitt, Tochter des Briefträgers Ludwig Schmitt in Gießen. Dm 2. October. Johann Heinrich Müller, Schloffer in Gießm, und Elisabeth Christine Bechtoldt, Tochter deS TaglöhnerS Georg Bechtoldt in Gießm. Getankte. Den 26. September. Dem Metzgermeister Gustav TrinkauS ein Sohn, Andreas Karl, geboren dm 26. September. Dm 27. September. Dem Wirth Georg Pfaff eine Tochter, Auguste, geborm dm 26. August. Denselben. Dem Former Johannes Lemp ein Sohn, Heinrich Wllhelm, geboren dm 20. Juli. Denselben. Dem Schuhmacher Caspar Fehl eine Tochter, Hermine Wilhelmine Lina Katharine, geboren de« 26. August. Denselben. Dem Vorarbeiter-Aspirant Magnus Becker ein Sohn, Ludwig Heinrich, geboren den 25. August. Denselben. Dem Oeconom Wilhelm Lindmstruth III. ein Sohn, Georg, geboren den 31. Juli. Denselben. Dem Fuhrmann Johann Heinrich Will II. ein Sohn, Heinrich Philipp, geboren dm 25. August. Beerdigte. Den 28. September. Elise Weisel, geb. Frees, Ehefrau deS Gemüsehändlers Jean Weisel, alt 31 Jahre, gestorben dm 26. Sept. Den 30. September. Elisabeth Fischbach, geb. Winn, Ehefrau deS Küfers Georg Fischbach, alt 27 Jahre, gestorben den 28. Sept. Sc^iff»nad?rid?ten. — Der Postdampfer „23elgenlanb" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 29. September wohlbehaltm in Philadelphia angekommen. — Der Postdampfer „Noordland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 1. October wohlbehalten in Newyork angekommen. Verkehr, Land« nnd Volksrvirthschafi. Gieße«, 3. October. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,10—1,20, Hühnereier 1 ©t 6-7, 2 St.--H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. - A, Käse pr. St. 4—8 A, Käsematte pr. St. 3 A. Erbsen vr. Liter 25 A, Linsen pr. Liter 29 A, Tauben pr. Paar X 0,50—0,70, Hühner vr- Stück X 0,90—1,00, Hahnen pr. St- X 0,50—0,75, Enten pr. Stück X 1,70-2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-76 A, Kuh- und Rindfleisch 60—64 A, Schweinefleisch 60—70 A, Hammelfleisch 50—'74 A, Kalbfleisch 56-60 A. Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,00-8,00, Weißkraut vr. St.--Ai Zwiebeln per Certtner X 4,00—5,00, Milch per Liter 12-18 A. die reichhaltigste Auswahl der gedie- |IUVVI genften, modernsten Herren- und Knabenkleider, sowie vorzügliche Stoffe zur Anfertigung nach Maass und zum Verkauf nach Meter zu sehr mäßigen Preisen bet Gebrüder Stamm, Marti ««d Schulstraßen-Ecke. Größere Partien Herrm- und Knaben - Anzüge, Joppm, Paletots 2C. rc., sowie ein Posten dauerhafter Buxkins im Ausverkauf zu wesentlich ermäßigten Preisen. 7978 Temperatur in Gießen. September 1891. Niederste.......+ 1,0 °B. Mittlere.......+ 11,56 „ Mittel früherer Jahre.....+ 11,00 „ Höchste........+ 22,3 , Niederschlag an 9 Tagen.....1,23 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 1,97 „ „ Im Namen des Großherzogs! In der Privatklagesache der Konrad Müller Chefrau zu Gießen, vertreten durch Rechtsanwalt Labroiffe, Privatklägerin gegen den Wirth Eduard Riemer zu Gießen, vertreten durch Rechtsanwalt Grünewald, Angeklagten wegen Beleidigung, hat das Großh. Schöffengericht zu Gießen in seiner Sitzung vom 11. September 1891 für Recht erkannt: Der Angeklagte Eduard Riemer, Wirch zu Gießen, 33 Jahre alt, evangelisch, verheirathet, nicht bestraft, wird wegen Beleidigung nach §. 185, 200 St.G.B. in eine Geldstrafe von zehn Mark, im Falle der Nichtein- bringlichkeit zu verbüßen mit zwei Tagen Hast, und in die Kosten des Verfahrens mit Einschluß der der Privatklägerin erwachsenen nothwen- digen Auslagen verurtheilt. F. d. A.: L a b r o i s s e , __________Rechtsanwalt. 8819 Obstversteigerung. Dienstag den 6. ds. Mts., von Morgens 9 Uhr anfangend, soll das hiesige Gemeinde-Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Ort. Bersrod, am 1. October 1891. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. __Bocher._______8799 Anmeldungen v Schülerinnen nehme jederzeit entgegen. Charlotte Müller, Handarbeitslehrerin, Marktsttatze 3, II. [8835 Submission. Für unsere Kliniken soll pro 1891/92 die Lieferung von 12 Ctr. Aepfeln, 550 „ Kartoffeln, 10 „ Kornstroh, 10 „ untererd. Kohlraben, iy2 i/ obererd. Kohlraben, 9 „ Zwiebeln, 1 „ rother Rüben, 1 „ Meerrettig, 6 „ weißer Rüben, 10 „ gelber Rüben, 36 „ Weißkraut, 100 St. Rothkraut, 300 „ Wirsing, 350 ,, Lauch und 250 „ Sellerie auf dem Wege der Submission vergeben werden. Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungsbureau Nachmittags von 3 bis 5 Uhr eingesehen werden. Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 15. d. Mts., Vormittags 12 Uhr, aus dem erwähnten Bureau abzugeben. Gießen, den 2. October 1891. Großh. Verwaltungs - Direction der chimrg.-ophthalm. Universitäts-Klinik. __________Vossius. 8798 Ein der Gemeinde Wieseck gehörender schwerer Faselochse soll nächsten Donnerstag den 8. October, Vormittags 10 Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier versteigert werden. Wieseck, den 2. October 1891. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. __Sommerlad. 8796 Frische frankfurter Kefe empfiehlt die Hefehandlung von Elis. Bob 8838]_______Reuyadt 48, 1 Treppe. Ein fast neues comptetes Sattelzeug zu verkaufen. sc 845 A. Kilbittger, Seltersweg 19. Bekanntmachung. Für die Grobherzoglichen neuen Kliniken sollen auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden ca.: 16 Gentner gebrochene Aepfel ver- schiedener Sorten, 480 n gute Speisekartoffeln, 20 ii sog.Mäuschenkartoffeln, 6 ti untererdige Kohlrabi, 1 ii obererdige Kohlrabi, 7 ii Zwiebeln, 2 ii rothe Rüben, 2 ii Meerrettig, 6 n gelbe Mben, 400 Stück Weißkraut, 100 n Rothkraut, 300 il Wirsing, 200 ii Lauch und 300 li Sellerie. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen Nachmittags von 3 bis 6 Uhr eingcsehen werden. Offerten sind versiegelt und mit ent- sprechender Aufschrift versehen bis zum 17. Oetober 1891, Vormittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. 8848 Gießen, den 3. October 1891. Großh. Direction der neuen Kliniken. Donnerstag den $. Oktober, Nachmittags 2 Uhr werden im Hause des Herrn Bruchhäuser, Wolfstraße 8 II. nachbenannte Möbel wegzugshalber versteigert: 3 SophaS, Stühle, 1 Ripsgarnitur fast neu, Commode, Waschconsole, 2 französische Betten, 2 gewöhnliche Betten, verschiedene- Weißzeug, Küchenmobiliar, Kücheneinrichtung, sämmtliche Haushaltungssachen, 1 polirter Kleiderschrank (Eichenholz), 1 Bücherschrank, Silberschrank, Regulator, Bilder rc., 1 Teppich u. s. w. Sämmtliches fast neu. 8806 Im Auftrag: Louis Rothenberger, Gerichtstaxator. Zur Saison. Empfehle eine schöne Auswahl ModellhAe, sowie alle Neuheiten der Saison, und lade zum Besuche ein verehrtes hiesiges und auswärtigesPublikum ganz ergebenft ein. Hochachtend £. Weidiff, 8809 Seltersweg 59 I. St. KBs-Sotenes. Tvicrll Anfpn vorzügliche Dauerbrenner inscne veieil, für Cokesheizung, Lönholdt’sche Oefen von den Buderus schen Eisenwerken, Amerikanische Oefen von Rietzner & Co. - Nürnberg, Hausverkauf. 8833J Ein HarrS mit Laden, Hinterhaus, Hof und Garten, in günstiger Lage ist wegzugsh. unter güust. Bedingungen zu verkaufen- Näh, bei der Exp. d. Bl.) ZimmerdouLe und ein kupferner! [Uu] '^^lteLg'V^'Füllregnlir - Oefen, Kochofen, Wormserofen, Kirrderkleider billig abwgeben. uns Ofenschirme, Kohlenkasten, Fenergeräthe ___________Ludwigstraße 22, 1L St. I mm ■■ n ™ 882«'] Ein Badeofen, eventuell mit, empfteyll KT BWÄHÄ Wanne und Reservoir, zu verkaufen.! £■■■■■■ ISV IUI Dammstraße 35. • 8808 ««gekündigte Abschiedseffen findet einge- ^6? tretener Hindernisse halber nicht Sonntag den 8816 : 1 3. d stehenden Nähabende gewähren. zu 8662 im Heinrich Wallach. ore 8815 bitte 8843 G-esueM n un vic v- —e _ _ Äneip-Local , ElDtH PfenfUBBCllt (Privatstraße des Herrn Chr. Petri V.) A. Dickore, Büchsenmacher Gutmann & Marx Frankfurt a. M., Töngesgaffe Nr. 6. 4. October, sondern Donnerstag am 8. October Nachmittags 2 Uhr aus dem Gleiberg statt. werden Dienstag den 13. October wieder ihren Anfang nehmen. Ihr Zweck ist, unbemittelten Frauen und Mädchen unentgeltlich Gelegenheit zur Fortbildung im Nähen, Flicken, Stopfen und Kleidermachen Gasthaus z. Lahnthal, Neustadt 48. 8847 E. Harms. übernommen habe. Unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung ich um geneigten Zuspruch und zeichne Hochachtungsvoll Tagesordnung: Ergänzung zum Jahresvoranschlag des Oberhessischen Obstbauverems pro 1891/92. Besprechung über die Auslegung des § 5 der Vereinssatzung. Vorträge: a) Königl. Obergärtner Seeligmüller - Geisenheim: über Zwergobstbau, b) K. R.eichelt: über Obstvermerthung, c) Ausstellungsbericht seitens eines Preisrichters. Der Präsident des Oberhessischen Obstbauvereins. Dr. Braden. Di? von dem Allg. Verein für Armen- und Krankenpflege eingerich- teten und unter der besonderen Leitung der Frau Provinzialdirector v. Gagern sucht 8827 Nickel, Licherstratze 5. Sie finden statt: jeden Dienstag von *^8 bis V2IO Uhr, jeden Freitag von bis Vr^ Uhr Saale des alten Rathhauses. An den Dienstag-Abenden sollen sich ausschließlich Frauen und bereits aus der Schule entlassene 3Nädchen versammelm An den Freitag - Abenden können bis auf Weiteres auch Schülerinnen der obersten Klasse der Stadtschule theilnehmen. Anmeldungen werden im Loeal selbst entgegengenommen. Eltern, Dienstherrschaften und Arbeitgeber werden gebeten, in ihren Kreisen aus diese Einrichtung aufmerksam machen und die Mädchen zu deren Besuch ermuntern zu wollen. Der Vorstand- Schlosser. I. A. des Festausschusses: Schlenks. 20—30 Liter Milch täglich. Offerten nebst Preisangabe unter P. 0. bitte ab- zu geben an die Exped. d. Bl.[8824 GeschäftsverleguBg. Mein Geschäft befindet sich von heute an w Schanzenstraße 8 ~we empfiehlt 8831 Grdarbeiter gesucht. 88^ L. Chr. Rübsamcn Wwe McctiQP- Schetzds- — Truck und Äerlag der Brühl'schm Druckerei (Fr, Chr. Pietsch) in Gießen, . Die heutige Rümmer «mfatzt 10 Seiten. Im? Beachtung^! Ich bringe hiermit, besonders den Arbeiter-Kreisen, zur gefl. Kenntnißnahme, daß ich den Allein-Berkaus für Gießen und Umgegend in fertigen Arbeiter - Anzügen aus der berühmten Fabrik von Gustav Lamparter, ReBiiingen übernommen habe. Die Fabrikate sind allerorts bestens eingeführt und liegen zahlreiche Anerkennungsschreiben vor. 7739 Robert Hecker Brandgasse 4. Ziehungen im October. Darmstädter Pferdelotterie L 2 Mark, Friedberger „ ä 1 „ 50 Pfg., Loose von RochuScopelle, Grotzgera«, jä 1 Mark, je, Nürnberg, Frankfurt (Kunstgcw), j 11 Stück Kiedrich (Rothe -j-), Straßburg, Weimars 10 Mark, Loose der Frankf. Electr. Ausstellung Vi = 5.20, Va Anth. = 2.80, i/4 Anth. = 1.50 Mk., Colonial-Loose zu Original-Preisen Louis And, Kirchenplatz 10, empfiehlt fst. Kaiserbräu (dunkel), per Flasche 25 H, fst. Exportbier (hell), per Flasche 22 H, aus der Brauerei A. Hildebrand, Pfungstadt, 530b fst. Lagerbier lbell), per Flasche 18 A aus TextorS Brauerei. Jedes Quantum frei ins Haus. Postkeller. Mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich obige Wirtschaft übernommen habe. Empfehle ein ff. Pilsener von Gebr. Rohrle, führe auch nebenbei ächt bair. Bier aus dem bürgerl. Brauhaus Zell- Würzburq. Für gute Küche, rcingchaltene Weine, sowie guten bürgerlichen Mittagstisch und ausmerksame Bedrenung ist bestens gesorgt. Zur Einweihung findet . heute Samstag u. Sonntag Abend Irmconcert statt, welches durch ein Streichquartett, sowie Solo-Bor- träge eigener Familie ausgesührt wird. Achtungsvoll Gasthaus zum Lahntkal von Neustadt 48. Emil Harms Neustadt 48. Restauration zu jeder Tageszeit. Eigene Metzgerei. Billige Zimmer. [8846]_________Reelle Bedienung. DieBewöhner"des Schiffenbergerthals feiern Sonntag deii 4 October ihr diesjähriges Kirchweih-Fest. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 8807 K. Häuser. 8721 ___________ __________________---- Von heute an befindet sich mein Geschäft 29 Bahnhofstraße 29 im Hause des Herrn Fangmana, Otto Hochstätten*. Specialität: Einrahmen von Bildern. sW Lager t» Fenster-, Spiegel Glas und Goldleisten. Geschäfts ° Uebernahme. Verehrlichen Bewohnern von Gießen und Umgegend die höfliche Mittheilung, daß ich mit Heutigem das seither von Herrn Theodor Schmidt betriebene Cigarren- und Agenturgeschäft käuflich übernommen habe. , ,x Ich bitte das meinem Vorgänger geschenkte Vertrauen auch aus mich zu übertragen, und indem ich streng solide Bedienung zusichere, sehe ich geneigtem Zuspruch gerne entgegen. Hochachtend Richard Buchacker, Specialgeschäft für Cigarren, Cigaretten und Tabak, 4 8 Bahnhofstraße 4 8. 8673 Beste und vittrgstc Mzugsqucllc st>r garamirt neue, doj-p-tt gcrciing! u. gewaschene, echt MlWt Bottfedeni-. Mr versende» zollfrei, gegen Nach», (nicht unter 10 Pfd.l gute neue Bettfedern per Pfund für 8« Pfg., 80 W, 1M. - 1M.WPsg.; feine prima Halbdaunen 1M. 60 Pfg.; weiße Polarfedern 2 M. u. 2 M. 50 Pa.; filberwcitze Bcttsedcrn 3 M., 3 M. 50 Pfg., 4 M., 4 M. 50 Pfg. u. o M.; ferner: echt chinesische Ganzdaunen (sehr fünträftig) 2 M. 50 Pfg. und 3 M. Der- Packung zum Kostenprcise. - Bei Beträgen von mindestens 75 M. 5°/0 Rabatt. — Etwa Nicht- gcfallcndcs wird frankirtbereitwilltgst zurückgcnommen. Pecher & Co. tn Herford LSBeflfL I Nur für Wiederverkäufer und Hausirer! Billigste Bezugsquelle für « Strickwolle, Kui’zwaaren, Unterhosen, Jacken und Hemden. Eduard Böhm Außerordentliche Hauptversammlung des Oberheffifchen Obstbauvereins Sonntag den 18. October, Nachmittags 3 Uhr in Steins Garten zu Gietzen. : finden dauernde Beschäftigung. j 8823 I. Klipstein, Lindenplatz. I L^^^teveusuchende jeden Beruf- placirt schnell Reuter »Bureau, Dresden, Ostra-Allee 35. [7121 HIV 88 SB V A Montag den 5. Oetbr. 1891: Hauptübung präeis 8 Uhr. Mr machen auf 8 25 der Statuten aufmerksam.__[8797 F. « F. 8844 Montag ^bend 8 Uhrr Uebnug. lerior©® | ein Regenschirm, gezeichnet Dr. Krüger. Abzug, gegen Belohn. Frankfurterstraße 4. Mopshund zugelaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.__________ Vermischte Anzeigen. Neues Theater, Giessen Sonntag den 4. October 1891: Zwei vom Ballet oder| 8821 Ihre Familie. VolkRßtück mit Gesang in vier Acten. 8725] Drei iurtgt Rattenfänger (Rüden), vorzügliche Hunde, zu verkaufen ä Stück JL 10.- GasthauS ,z. weißen Rotz^.^ 8774] Eine gute Schuhmacher-EP« ttnder-Etastie-Maschine sehr Mig zu verkaufen. Ederftraße 2, 1. Etage. 8779] Arischmettende Kuh und Zugpferd zu v-rkau!-w^ Uerbeff. Thkerschmset-Aeise Wirttzschafls - Uebernahme Hierdurch beehre ich mich ergebenst anzuzeigen, daß ich frühere Bramm’sclie Restauration SS Neustadt SS unter der Bezeichnung „Zum Pfau“ von Bergmann & Eo. in Dresden. 9 Mein ächte-, erstes und ältestes Fa- - brikat in Deutschland, anerkannt vorzügl. und allbewährt gegen alle Arten Hant- «nreinigteiten und Hautausschläge, wie: Mttefser, Flechten, Wnnen, Leberstecke rc. Dorr, h St. 50 Pf. bei 5915] I. H. Fuhr, Sonnenstraße 27. Unterricht in Clavierspiel, Sologesang (nach Stockausen’scher Methode) und in allen Fächern musikalischer Theorie (Harmonielehre, Conti apunkt, Tonsatzlehre, Instrumentation etc.) er- theilt Dr. L. Stollbrock, 8850____________Wetzsteingasse 48. b805] Damen- und Kiriderkleid- chen werden angeferttgt. Asterweg 53, HI. Stock 8839] Für einige Tage in der Woche reinliche fleißige Fra« oder Mädchen zum Putzen und (spülen gesucht. Conditorei Heiller, Südanlage. 8825] Einen Knecht sucht ___L. Adam. 881(7] Tüchtige Mädchen suchen Stellen durch Frau Geybicke, Vermielh- Bureau, Teufelklustgärtchen 5.__ 8682] Lauffrau oder Mädchen gesucht.___________________Lindenplatz 5, 11. 8849] Pferdebursche, welcher fahren kann, gesucht. Zu erfragen bei ___Wirth Arnold, Wetzsteingasse. 8842] Einen Gesellen sucht Wilh. Diehl, Schreiner, Neuenweg 2. WerMiechunse». 8811] Logis zu vermiethen. Große Mühlgasse 4. 8522] Logis und Stübchen mit'Bett zu vermiethen.________Katharinengasse 10. 8830] Neuenweg 17: Wohnung, 3 Zim"- mer mit Zubehör, im 1. Stock, sowie Laden und Wohn, im oberen St., sofort beziehb-, zu verm. Näh. Ettengasse 7. Z u vermiethen Bel-Etage, 5 Zimmer mit Zubehör und allen Bequemlichkeiten. 8829 __________________Schillerstraße 16. 8828] Eine kleine Wohnung und ein Zimmer zu verm. Dammstraße 39. " 8802] Ein kleines Logis mit Zubehör billigst zu vermiethen. Marktstraße 8. 8793] Kleine Logis zu vermiethen. ________Schützenstraße 11. 8804] Das von Herrn Zink bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen. __Theodor ^Sogt, Löw en gaffe. 8851] Ein Logis im Hinterhause für monatlich 15 Jt. per 1. Noobr. zu ver- miethen. Hch. Zipp, Ostanlage 9. 8836] Eine kleine Wohnung für ruhige Familie im Garten Westanlage 10 zu vermiethen. Näheres Westanlage 16. 8455] Tandgaffe 34: Stube, Kammer und Küche zu vermiethen. NähereS___Löwengaffe 9. ”8840] Ein unmoblirtes Zimmer zu ver- miethen.____________Dammstraße 32. 8812] Der Gckladen m. Hauses m. anst- gr. Zimmer per 1. Febr. 1892 zu verm. W. Herber Wwe., Lindenplatz 5, I. 5916 MciSS» Energievertheilung, Metallurgie, Telegraphie und Telepbonie. Für weitere Kreise dargestellt von Dr. L. Graetz. Mit 364Abbildungen. Prr-is geb. 8^L 7089 E. Trenckmann, Buchhandlung und Antiquariat, Gietzen, Sonnenstr. 5, am Kanzleiberg. Die Kattosselernte von einem Triebviertel ist aus freier Hand zu verkaufen. 8818 Näheres bei Schutzmann Otterbein. 8837] 2 Kinderbettstellen billig ab- zugeben Bleichstraße 15, Hinterbaus. 8813] Ein großer Garten auf dem NahrungSberg ist ganz oder getrennt zu verkaufen. Zu erfragen Kaplaneigaffe 11. Pferdeknecht gesucht. - u 8800 Ang. Schlessinger. Tüchtige Rochükbttltr ^0