1891 Dienstag dm 4. August Nr. 178 ' Bich. Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. ®*a*60tn24./VU,3i HraLisöeikage: Hießmer JaMÜenblatter Sitz der Kasse. Bezeichnung der Kasse. Q Wieseck 1. Gr.-Linden 2. 5. 6. Gießen 7. Hamburg 1. Hamburg 2. 103.90 Hamburg 3. Offenbach 4. at.- l Hamburg 5. Dresden 6. Hamburg 7. Hamburg. 8. 10110 96.10 64.40 99.45 99.95 g Heuchelheim Watzenborn- Steinberg Steinbach Garbenteich Rödgen Wieseck. Alle Annoncen-Bureaux M In- und Ausländer nehm« Anzeigen für dm „Gießener Anzeiger- entgegen. 101.40 95.20 92.70 101.50 Annahme Von Anzeigen zu der Nachmittag- für dm felatnötn Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. 101.- 95.20 93 60 101.50 55 95 63 40 9610 95,90 81.- Grundschld.- ßjanbbr. . .Hyp.-Bank- dbr. . . . lerPfandbr. 59.—. 88.40 92.- 101.30 18.25 40.70 92.45 103.75 9480 63.60 99.30 99.95 83.— 55.- 62.- 94.90 94.60 80.- 1104.35 1104.50 ««A; Lu « 134.30 Neueste Nachrichten. WolffS telegraphische- Lorrespondmz-Bureau. Bremen, 2. August. Der commandirende Admiral Frhr. von der Goltz ist mit der Stations-Uacht „Farewell" von Bremerhaven Mittags hier eingetroffen und alsbald nach Berlin weitergereist. Ulm, 2. August. Der württembergische Fleischer- Verband beschloß seinen Beitritt zum deutschen Fleischer- Verband, als Bezirks-Verein Württemberg. Kisfingeu, 2. August. Die Fürstin Bismarck reiste heute Vormittag in Begleitung des Grasen Herbert Bismarck nach Ems ab. München, 2. August. Fürst Ferdinand von Bulgarien, welcher mit seiner Mutter, der Prinzessin Giemen« r. in Lombarden do. do. uxer Gold. !old (Salzk.) lofef Silber «mit. Jtal. bahn . . ser . . -dw Mmb. vkas garnt. )in.Sec.stfr. 1./VI1. 56,- 86.50 90.60 101.- 18.05 39.70 91.90 Hilsskasse der Cigarren- u. Tabaks-Arbeiter zu Gießen und Umgegend Die allgemeine Arbeiter-Kranken- u. Sterbekasse für Großen-Linden Die Kranken- u. Sterbekasse zu Heuchelheim Die Kranken- u. Sterbekaffe zu Watzenborn- Steinberg Allgemeine Kranken- und Sterbekasse zu Steinbach Die Kranken- u. Sterbe-Kasse zu Garbenteich Die Kaufmännische Kranken- u. Begräbniß- kasse zu Gießen Die Kranken- u. Sterbekasse zu Rödgen Die Kranken- u. Sterbekasse zu Wieseck verlas ein Telegramm, worin es hieß, das russische Volk und die russische Marine seien mit ihrem ganzen Herzen in Cherbourg. Bern, 1. August. Auf allen zugänglichen Bergspitzen der Schweiz werden aus Anlaß der eidgenössischen Jubelfeier heute Nacht Freudenfeuer ausflammen. Sämmt- liche Ortschaften sind mit Fahnen und anderen Deeorationen reich geschmückt. An vielen Orten fand die sechshundertjährige Bundesseier schon im Laufe der Woche in Verbindung mit den Jugendsesten statt. Die zahlreichen in der Schweiz weilenden Fremden, ohne Unterschied der Nationalität, nehmen mit lebhaftem Interesse an der Feier Theil. Schwyz, 1. August. Die Bundesseier nahm heute Vormittag unter zahlreicher Betheiligung bei zweifelhaftem Wetter ihren Anfang. Namens des Cantons Schwyz sprach Ständerath Reichlin, Namens des Bundesraths Bundespräsident Welti und Namens des Nationalraths dessen Präsident Lahenal. Morgen findet eine Fahrt nach dem Rütli statt, woselbst der Präsident des Ständeraths, Göttisheim, eine Rede halten wird. London, 1. August. Der „Times" wird unter dem 31. v.M. aus Petersburg gemeldet, daß über die Grundlagen eines Bündnisses zwischen Frankreich und Rußland der Botschafter Mohrenheim mit demElysee verhandelt habe. Admiral Gervais habe nach Kronstadt einen Entwurf über die Bedingungen des Bündnisses mitgebracht, um denselben dem russischen Minister des Aeußeren, dem Kriegsminister und dem Marineminister zur Erwägung und Ausarbeitung zu unterbreiten. Nach Abschluß der betreffenden Verhandlungen würde das Vertragsdocument von den einzelnen Ministern, nicht aber vom Kaiser von Rußland selbst, unterzeichnet werden und bis auf Weiteres in dieser Form verbleiben. Der Admiral habe wiederholte, lange und vertrauliche Berathungen mit den Ministern Giers, Vannowsky und Tschichatschew gepflogen. Es würden Bestimmungen in dem Vertrage getroffen werden, welche eine Cooperation zu Wasser und zu Lande sichern. Bereits vor dem Besuche des Geschwaders seien zwischen den betreffenden Ministern die bei den jetzigen Festlichkeiten zu haltenden nichtpolitischen Reden vollkommen festgestellt worden. — Die „Daily News" läßt sich aus Odessa berichten, die Gesuche um Naturalisation von Ausländern würden systematisch abgelehnt. In Folge dessen würden aus Grund eines neuerlichen Befehls der Gouverneure von Kieff, Podolien und Volhynien zahlreiche, in den südwestlichen Provinzen ansässige Oesterreicher, österreichische Polen und Deutsche gezwungen sein, Rußland zu verlassen. Petersburg, 1. August. Der „Nowoje Wremja" zufolge ist die Bestimmung getroffen worden, daß Kinder ausländischer Hebräer, welche nicht zum Aufenthalte in Rußland berechtigt sind, vom nächsten Schuljahre ab nicht in russische höhere und mittlere Lehranstalten ausgenommen werden sollen. Moskau, 1. August. Gestern gab der Generalgouverneur von Moskau, Großfürst Sergius, zu Ehren des Königs Alexander von Serbien in dem Schlosse Petrowski bei Moskau em Diner. Nach demselben wohnte der König in Begleitung des Großfürsten und der Großfürstin einer Truppenrevue auf dem Godinschen Felde bei, später fand Feuerwerk statt. Heute besuchte der König das Dreifaltigkeitskloster, in welchem I er von dem Metropoliten empfangen wurde. Nach der Rückkehr nach Moskau fand im Kreml zu Ehren des Königs em Diner statt. Der Großfürst Sergius stattete gestern dem Regenten Ristitsch einen Besuch ab. Kronstadt, 1. August. Die auf dem „Marengo" stattgehabte Ballsestlichkeit verlies glänzend. Der französische Botschafter Laboulaye, fast alle Mitglieder des diplo- maüschen Corps, sowie gegen 700 andere Geladene wohnten derselben bei. Deutsches Reich. Darmstadt, 1. August. Das heute ausgegebene Groß- herzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 21) enthält u. A.: Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Großherzoglich Hessischen Ludewigs-Universität zu Gießen im Winterhalbjahre 1891/92 gehalten werden. Berlin, 1. August. Die „Voss. Ztg." meldet aus Paris, Admiral Gervais erhielt das Großkreuz des Annenordens. 32 andere Offiziere wurden decorirt. — Die „Nordd. Allg. I Ztg." schreibt anläßlich des 600jährigen Jubiläums der Eidgenossenschaft, die Beziehungen Deutschlands zu der Schweiz hätten sich so gestaltet, daß wir heute unter den herzlichsten Empfindungen den Eidgenossen unfern Glückwunsch bringen können. — Nach der „Kreuzztg." wird der Kaiser an der Segelregatta des königlichen Dachtclubs in Cover nicht theilnehmen. Prinz Heinrich vertritt ihn mit der „Grille" als Mitbewerber um den Pokal der Königin. Berlin, 1. August. Zur Affaire der „Deutschen Bank" melden die Blätter, es sei noch nicht festgestellt, ob gefälschte | Abschlüsse auch auf spätere Termine existiren. Der „Börsen- j Courier" hält dies für zweifellos. Die Deutsche Bank hat I eine Belohnung auf Ergreifen des Beamten Franck ausgesetzt, i Franck spielte stark Lotterie. Berlin, 1. August. Der Eisenbahn-Minister Thielen hat, wie die Blätter melden, der Deputation des Vereins „Zonentarif" mitgetheilt, daß Versuche mit dem Zonentarif gemacht werden sollen und zwar sei Berlin als Mittelpunkt des neuen Systems in Aussicht genommen. Zunächst seien nur ganz preußische, kürzere Linien ins Auge gefaßt. Potsdam, 1. August. Bei dem gestrigen Gewitter schlug der Blitz in eine übende Soldatenabtheilung und betäubte vier Mann, die nach dem Lazareth überführt werden mußten. Memel, 1. August. Amtliches Ergebniß der am 27. Jul: im WahlkreiseMemel-Heydekrug stattgehabten Reichstagsersatzwahl. Abgegeben wurden insgesammt 10 962 Stimmen. Davon erhielt Rittergutsbesitzer Schlick in Crottingen (cons.) 7230, Rechtsanwalt Scheu in Heydekrug (dsr.) 2018 und Tischlermeister Lorenz in Königsberg (Soe.) 1571 Stimmen. Rittergutsbesitzer Schlick ist mithin gewählt. Stuttgart, 1. August. Der „Staatsanzeiger" meldet: Der König berief den vr. M ar c - Wildungen nach Friedrichshafen zur Consultation. Der erwünschte Wckgang der vor zwei Monaten constatirten eatarrhalischen Störungen des Unterleibes ist eingetreten, geringe entzündliche Schwellungen bestehen fort. Fieber ist nicht vorhanden, der Allgemeinzustand daher nicht besorgnißerregend. MI. 88 n.89 bnb. Gold- hWenb-hn- °conv.N.v - Gold-Anl' 1887 . * Pt PdD.M zurltngton insbesondere nicht mehr als 18000 Loose zu 1 JC. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 65 % des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat den Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet. Gießen, am 1. August 1891. Grobherzogliches Kreis amt Gießen. I. V.: Jost. 8. 9. 3. 4. Oertliche Verwaltungsstellen in a) Alten- Buseck, b) Daubringen, c) Gießen, d) Lollar, e) Rödgen, f) Wieseck, g) Reibkirchen, h) Hausen. Die Centtal-Kranken- u. Sterbekasse der Tischler zu Hamburg, Oertliche Verwaltungsstellenin a) Heuchelheim , b) Steinberg - Watzenborn, c) Wieseck, d) Großen-Linden Die Centtal-Kranken- und Sterbekasse der Schuhmacher in Hamburg. Oertliche Verwaltungsstellen in Gießen: Die Central-Kranken- und Begräbnißkasse für Frauen der Buchbinder, Porteseuiller und anderer Geschäftszweige jeder Art in Deutschland, Oertliche Verwaltungsstellen in a) Gießen, b) Wieseck, c) Rödgen. Central-Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer in Hamburg, Oertliche Verwaltungsstelle in Gießen. Die Central-Kranken- und Sterbekasse der Bäcker und verwandten Berussgenossen, Oertliche Verwaltungsstelle in Gießen. „Vulkan", Central-Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter, Oertliche Verwaltungsstellen in a) Alten- Buseck, b) Hausen, c) Reiskirchen. Central-Kranken- und Sterbekasse aller Arbetter Deutschlands, Oertliche Verwaltungsstelle in Gießen. Arr-lair-. Trondhjem, 1. August. Nach zwanzigstündiger Fahrt bei schönstem Wetter ist die .,Hohenzollern" heute Mittag 12 Uhr vor Trondhjem angekommen. Seine Majestät der Kaiser, welcher sich andauernd des besten Wohlseins erfreut, arbeitete während des ganzen Vormittags an Deck mit den ihn begleitenden Chess, resp. Verttetern der verschiedenen Ressorts. . Paris, 1. August. Die internationale literarische Gesellschaft wollte ihre Jahresversammlung in Berlin im September abhalten. In der heutigen Versammlung soll beschlossen werden über Absetzung Berlins und Wahl Mailands. Als Grund werden wahrscheinlich die antideutschen Jntriguen anzusehen sein. . , p Cherbourg, 1. August. In der Mairie sand gestern feierlicher Empfang der Offiziere der hier vor Anker üe- genden russischen, griechischen und amerikanischen Kriegsschiffe statt. Der Maire begrüßte die Offiziere und wies auf den Empfang des französischen Geschwaders in Kronstadt hin, der die französisch-russische Freundschaft besiegele. Nach emer Erwiderung des Commandanten des russischen Kreuzers „Admiral Kornilow" toastete der Präfect von Cherbourg auf eine Vereinigung der französischen, der griechischen und der amerikanischen Nation. Der Präfect der Seestation, Lespes, Bekanntmachung, betreffend die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Großherzogthums. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Gewerbehalle-Verein in Darmstadt die Cr* laubniß einer im Monat December l. I. zu veranstaltenden Verloosung von Industrie-Gegenständen unter der Bedingung ertheilt, daß der vorgelegte Verloosungsplan eingehalten wird, Der Anzeiger erscheint täglich, ■rit Ausnahme des Montags. Die Gießener JU*HU*eUtkx Mxrbeu dem Anzeiger Wöchentlich dreimalM beigelegt. oi L' '«-»er ftf?bb§8Cb bet ^l°u etn unAtz 0'Dis?on1^,^"ag ioo/0| ufte htnzugefügt° Unb ^edil vV’" irtOV rr; Verzeichnis der örtlichen Verwaltungsstellen. . Die allgemeine Kranken- und Sterbekasse Hamburg der Metallarbeiter in Hamburg, Amtlicher Theil. Gießen, am 1. August 1891. Betr.: Die Zulassung eingeschriebener Hilsskaffen. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die »rotzh. Bürgermeisterei« de» Kreises. Auf Grund der Gesetze über die eingeschriebenen Hilfskassen vom 7. April 1876 und 1. Juni 1884 theilen wir Ihnen nachstehend ein Verzeichniß der im Kreise zugelassenen eingeschriebenen Hilsskaffen, sowie die Namen der im Kreise errichteten örtlichen Verwaltungsstellen unter dem Anfugen mit, daß diese Kassen dem § 75 des Gesetzes vom 15. Juni 1883 „die Krankenversicherung der Arbeiter betreffend" entsprechen und daß die Mitglieder dieser Kassen von dem Beitritt zur Gemeindekranken-Versicherungskasse befreit sind. v. Gagern. Verzeichniß der im Kreise Gießen bestehenden eingeschriebenen Hilfskassen. „ M-dspiegel' 'Än'ckbilder^ In Preisen. i Aus' „ k. t" iollW 624? irktstraU^- it. s »2 9(®02 > , exot. Gießener Anzeigers k Keneral-MnMer. ’ää* 927 • • 102.70 - dw.-B.-Act. -BahnLitA. MN . . 182.- 185.50 133.35 99.90 181.25 184.35 131.30 97.- Ban!. . . 138.60 132.10 che LrM.. 10310 102.- m!-Berein . 9625 94.25 Dereinsban! 124.60 123.90 ereinsbank. 1108.15 107.- rlafltaifialt 207.55 204.95 rmMeister, Brüning. 283.50 280.- ontanwexte 171.10 171.70 utzstahl 103.35 106 — sine, der Kaiserin von Oesterreich in Possenhofen einen Besuch abgestattet hatte, ist heute nach Bayreuth weitergereist. Wien, 2. August. Die amtliche „Wiener Zeitung" veröffentlicht die sanctionirten Gesetze, betreffend das neue Ueber- einkommen mit dem ö st er reicht sch-ungarischen Lloyd. Paris, 2. August. Dem Minister des Aeußern Ribot wurde officiell angezeigt, daß der König Alexander von Serbien etwa um den 13. ds. Mts. in Paris eintreffen und daselbst 14 Tage in cognito verweilen werde. Petersburg, 2. August. Gestern veranstaltete der Marineminister Tschichatschew in Kronstadt ein Bankett zu Ehren der Mannschaften des französischen Geschwaders. Es waren 200 französische und 100 russische Matrosen eingeladen. _____________ Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 2. August. Nach dem „Tageblatt" legte Stockes, welcher Ende Juni von Saadani zurückkehrte, sechs Unterwerfungs-Verträge mit Häuptlingen Deutsch-Ostasrikas •doy. — Im Reichsamte des Innern soll gegenwärtig ein Bericht an den Kaiser über die kürzliche Handwerker- Conferenz ausgearbeitet werden. Der Bericht soll sich gegen die Einführung des Befähigungsnachweises erklären, für welchen sich die Commissionsmitglieder einstimmig ausgesprochen haben. — In Bezug auf den Militäretat steht fest, daß der Posten für die Befestigung Helgolands sünf Millionen beträgt. Der Gesammtetat soll den vorjährigen nicht bedeutend übersteigen. Essen, 2. August. Die Generalversammlung des Bergarbeitervereins „Glückauf" war von 33 Ortsvereinen beschickt. Es wurde eine Resolution angenommen betreffs Einführung des Befähigungsnachweises, der Grubenausschüsse, Ler Lohn- oder Accordbücher, ferner Beibehaltung der Werk- Besitzers - Beiträge zu den Knappschaften, Bezahlung der Arbeitsleistung nach Gewicht oder Einführung der Bestimmung, daß die Wagen nicht über zehn Centner enthalten dürfen. London, 3. August. Einer „Times"-Meldung zufolge verlautet in Petersburger unterrichteten Kreisen, daß ein von Präsident Carnot und den französischen Ministern unterzeichneter Motivenbericht zu einem russisch-französischen Defensivblindniß bereits vom Czaren gebilligt und von den russischen Ministern Giers, Vannowski, Wyschneckzradsky in einem besonderen Ministerrathe unterzeichnet wordsn sei. Locales uit6 ^provinzielles. Gießen, 3. August. — Herr Polizeirath Fresenius ist aus dem Urlaub zurückgekehrt und hat seinen Dienst wieder angetreten. — Die Nr. 17 des im Auftrage des Evang. Pfarrvereins im Großherzogthum Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann hier herausgegebenen „Hessischen Kirchenblattes" hat folgenden Inhalt: 1. Eigene Buße. 2. Die evang. Pfarrvereine in Deutschland. 3. Kirchenblatt, Pfarrvereinsangelegenheiten. 4. Zuviel Geld? 5. Superintendentur- Conferenz zu Darmstadt, Fortsetzung: des Jünglings Noth- schrei. 6. Caelebs und Geld. 7. Etwas über den Vorsitz im Schulvorstand. 8. Pfarrer Euler f. 9. Anfrage: Selbstständigkeit der Kirche. 10. Literarische Thätigkeit hessischer Pfarrer. 11. Mitglieder des Pfarrvereins (Kirchenblatt). 12. Familiennachrichten. 13. Mittheilung. — Diebstahl. Einem hiesigen Wirth wurde gestern die in seinem Privatzimmer ausbewahrte Kasse erbrochen und geleert- der Thäter, ein Schlossergeselle, ist mit dem Vorgefundenen Baarvorrath, ca. 66 Mk., noch gestern Abend von hier abgedampft. — Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 24. Juli d. I. dem Bezirksvorsitzenden des Kriegervereinsbezirks Darmstadt, Gerichtsvollzieher Heinrich Engel in Darmstadt, das Silberne Kreuz mit Schwertern des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen allergnädigst zu verleihen geruht. — Erledigte Stellen im Bezirk des 11. Armeecorps. Eltville (Rhein), Kgl. Amtsgericht, Lohnschreiber, aus Kündigung, die reglementsmäßigen Schreibgebühren (Höhe unbestimmt). Eisenach, Landgericht bezw. Staatsanwaltschaft beim Landgericht, Hilssdiener, auf Widerruf, 800 Mk. Dienstvergütung jährlich und Gewähr einer Beihilfe von jährlich 50 Mk. Oranienstein, Commando des Cadettenhauses, Auswärter, auf Kündigung, 700 Mk. jährlich, freie Wohnung, Feuerung und Licht für eine Familie. Bezirk des Kgl. Eisenbahnbetriebsamts Wiesbaden, 8 Stellen im Fahrdienst, nach beendigter Probezeit und abgelegter Bremserprüfung auf 4wöchige Kündigung, 800 bis 840 Mk. jährlich und die reglementsmäßigen Fahrtengelder. Sonneberg, Amtsgericht, Amtsgerichtsdiener, auf Kündigung, aber mit Aussicht aus Pension, 900 Mk. jährlich. Wiesbaden, Kgl. Polizeidirection, Schutzmann, auf Lebenszeit, bei definitiver Anstellung jährlich 1000 Mk. Gehalt und 180 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. Winkel (Rhein), Kgl. Oberförster von Spießen, Gemeindesörster, 1023 Mk. 32 Pfg. nicht pensionsfähige Besoldung, 36 Mk. jährliche Vergütung für Jagdaussicht. * Trohe, 2. August. Heute wurde der Grundstein zu dem neuen Schulhause gelegt. Nachdem die Kinder der Gemeinde Trohe bis Ende Mai v. I. die Schule zu Alten- Buseck besucht hatten, wurde mit Anfang Juni 1890 in Trohe für die 42 Schulkinder eine Schulstelle errichtet. Bisher wurde der Unterricht in einem gemieteten Saale ertheilt und erst in einem Jahre wird es möglich sein, das neue Schulhaus zu beziehen. Die Grundsteinlegung erfolgte unter den drei Hammerschlägen der Herren Pfarrer Scriba, Bürgermeister Schwarz und Lehrer Michel, nachdem die Urkunde, welche in dem Grundsteine Ausnahme fand, vorgelesen worden war. Herr Pfarrer Scriba schloß alsdann die Feier mit einem Gebete. Weinheim bei Alzey, 30. Juli. Der 25 Jahre alte Schneidergeselle Daniel Backes von hier sprang am 15. Juli vom Schiff „Eider" des Norddeutschen Lloyd, aus dem er als Kohlenzieher thätig war, auf der Fahrt von New-York nach Bremen über Bord in die See. Veemischtss. * Marburg, 1. August. In diesen Tagen wurde ein zwei Wochen altes Knäblein nach hier in ärztliche Behandlung gebracht, welches keinen Gaumen hat- auch ist die Oberlippe verwachsen, denn auf der rechten Seite zeigt diese eine Verdickung, und was zu dieser Verdickung beigetragen, fehlt auf der linken Seite. Das Kind kann nicht saugen und wird mit der Flasche getränkt - es ist sonst ganz gesund. Die Eltern des Kindes wollen nun versuchen, ob etwas zu bessern ist. * Aus Sachsen, 30. Juli. Auf der Festung Königstein ist eine Kaserne abgebrannt. Die Flammen griffen schnell um sich, so daß man sich daraus beschränken mußte, die Familien des Oberstlieutenants v. Egidy und des Stabsarztes Bech zu retten. Hierbei verunglückte der Gefreite Israel schwer, der mit eigener Lebensgefahr ein Kind des Stabsarztes den Flammen entriß. Während des Brandes war der Felsen in so dichten Nebel gehüllt, daß man selbst in dem am Fuße liegenden Städtchen Königstein das Feuer nicht bemerkte. * Schmalkalden, 1. August. Wie die Photographie hierzurVerrätherinwurde, erzählt man dem „Th. H-" wie folgt: Vor Kurzem ließ sich auf hiesigem Bahnhof der „Stamm des Eisenbahncommandos" photographiren. Wie das so üblich ist, drängten sich eine Anzahl Neugierige heran und erschienen später als gewöhnliche Civilisten auf dem Bilde- Frgend ein findiger Herr entdeckte dies und die Folgen waren: — je ein Strafmandat von ,6 Mk. und 1.20 Mk. Sporteln „wegen unbefugten Betretens der Baustelle". Statt des Bildes wollen sich angeblich Verschiedene'das Strafmandat einrahmen lassen. . * Aus dem Elsaß, 31. Jnli. Nachdem für das bet Wörth zu errichtende Denkmal für Kaiser Friedrich bereits die Summe von 271000 Mk. ^gegangen ist, kann chon in allernächster Zeit mit dem-WMiLrenz-Ausschreiben begonnen werden. Das Denkmal, e^^Meiterstandbild, wird etwa 10 Minuten von Wörth erstehen, 'an derselben Stelle^ wo am 6. August 1870 bei der Schlacht von Wörth die Artillerie des 5. preußischen Armee-Corps Stellung genommen hatte. * Berlin, 27. Juli Die auf dem Tempelhoser Felde bet. Berlin vom Blitz getroffenen Mannschaften wurden in der Monatsversammlung des Vereins Berliner Militärärzte am Dienstag vorgestellt und u. A. auch an dem am Schwersten getroffenen Grenadier Bärs vom Kaiser Franz-Regiment, der als unheilbar in den nächsten Tagen mit Pension entlassen werden wird, die furchtbare Wirkung eines Blitzschlages an einem Menschen, sowie die dem bedauemswerthen Mann zu Theil gewordene ärztliche Behandlung dargelegt. Bärs hat durch den Blitz am Hinterkops eine Wunde von der Größe eines Fünfmarkstücks erhalten, die allerdings wieder vernarbt ist, aber der Bedauernswerthe verliert in Folge der Verletzungen immer noch zeitweise das Bewußtsein, überdies sind 2-heile des Rückenmarks und das Schienbein des einen Fußes durch den electrischen Schlag stark in Mitleidenschaft gezogen. Bon den ebenfalls in der Versammlung vorgezeigten Unisorrn- stücken des Bärs ist der Rock an dem Rückentheil mehrfach durchlöchert, die Helmspitze ist gelöst und das Seitengewehr geschmolzen. * Zwanzig Jahre alt und nicht geboren. In einer eigen- thümlichen, aber durchaus nicht beneidenswerthen Lage befindet sich, so wird aus Edenkoben in der Rheinpfalz geschrieben, ein zur Zeit dort weilender junger Mann, der im Jahre 1871 in Metz als der Sohn eines preußischen Feldwebels geboren wurde, bis zur Stunde kräftig heranwuchs und nun die behördliche Nachricht erhielt, daß er überhaupt nicht geboren ist. Sein Name ist nämlich im Metzer Geburtsregister nicht aufzufinden und deshalb kann von einer Aushebung zum Heeresdienst, zu welcher er sich meldete, keine Rede sein. Wer die Schuld an der Versäumniß trägt, läßt sich heute nicht mehr feststellen- der junge Mann hat aber nichtsdestoweniger sehr darunter zu leiden. Abgesehen davon, daß er seiner Militärpflicht nicht genügen kann — das ließe sich schließlich vielleicht noch ertragen —, ist es ihm auch verwehrt, zu heirathen, was Mancher für unerträglich hält, verwehrt zu wählen, überhaupt alles Dasjenige zu thun oder zu unterlassen, wozu eine Geburtsschein die erste Vorbedingung ist. Bei einem solchen Ueberrnaß von Uebelständen ist es begreiflich, daß der Betroffene gerichtliche Schritte thut, um sich bescheinigen zu lassen, was ihm selbst allerdings keine Neuheit ist: nämlich, daß er vor zwanzig Jahren geboren wurde. * Auf dem oberbairischen Aerztetag in München hat Geh. Rath v. Pettenkoser die Frage „Wolle oder Leinen?" erörtert. Er sagte u. A.: Ich habe die Ueberzeugnng, daß wir uns in Leinenstoffen ebenso wohl und ebenso gesund kleiden können wie in Wollstoffen, wenn wir nur dafür sorgen, daß die Kleidung, also die Hautbedeckung, immer gehörig luftig bleibt und der Wärme-Abfluß unmittelbar von der Haut nicht ein zu großer wird. Was wir Erkältungs- ' krankheiten nennen, das entsteht ja nicht dadurch, daß wir Feuilleton. Die iheucre Kalbskeule. Humoreske von A. Korth. (Schluß.) So ging denn mein Freund Röfig am nächsten Vormittag zu Justizrath Kr. in der Hinteren Vorstadt, trug demselben die Sache vor und fragte schließlich, ob der Fleischer wohl Aussicht haben könne, mit seiner Forderung vor Gericht „von Rechts wegen" durchzukommen? Der Mann des Rechts zuckte die Achseln und meinte, seiner Ansicht nach werde der Herr Fragesteller wohl bezahlen müssen, indeß — — jedoch —--hm, hm, — — man könnte ja auch ebenso gut erst Klage und namentlich Erkenntniß abwarten u. s. xx). Hocherfreut entfernte sich der Client dankend und beschloß nun definitiv, die Sache zum gerichtlichen Austrage kommen zu lassen. Acht Tage später erhielt er auch richtig ein Mandat des -Stadtgerichts, Inhalts dessen ihm aufgegeben wurde, an Fleischermeister Bartsch einen Thaler und drei Silbergroschen vorgeschosjene Mandatskosten zu zahlen oder innerhalb vierzehn Tagen dagegen Widerspruch zu erheben. Um ganz sicher zu gehen, erhob Röfig sofort Widerspruch und erhielt am Tage darauf einen Stadtpostbrief von Justizrath Kr., in welchem ihn genannter Herr „hochachtungsvoll" ersuchte, „für die am ..ten D. M. stattgehabte Conferenz recht baldgefälligst zwei Thaler dem Unterzeichneten zugehen lassen zu wollen." Rösig traute seinen eigenen Augen nicht. „Zwei Thaler!" schrie er ärgerlich seine vier Wände an, „für eine Frage von noch nicht fünf Minuten? Unerhört, fabelhaft unoerschämt! Na, warte, alter Sohn, dich wollen wir schon fingern- jetzt gehe ich zu Dr. M. in der Magistergasse (dem damals renommirteften Rechtsanwälte Königsbergs) und will doch einmal fragen, wie Kr. dazu kommt und ob ich ihm überhaupt was schuldig bin, eventuell wie viel." Gesagt, gethan, und der artige Bescheid des Dr. M. j lautete an Rösig dahin, daß College Kr. nach Paragraph so und so der Anwaltstaxe vollkommen zum Empfange der liqni- birten zwei Thaler berechtigt fei. Dankend, aber kopfschüttelnd entfernte sich unser Nimrod und war innerlich nur froh, daß Dr. M. ihn so liebenswürdig und uneigennützig aufgeklärt hatte. Aber, o Jammer! schon nach zwei Tagen erbat sich Dr. M. — gleichfalls per Stadtpost hochachtungsvoll — zwei Thaler „pro consultatione“ von dem unglückseligen Fragesteller. Wüthend schlang Rösig dem Urheber alles Pechs, dem armen Schuft, eine Seine um den Hals, ging mit ihm vor das Friedländer Thor und machte daselbst mit einem „Schuß durch den Kops" dem Dasein des transparenten Viersüßlers ein schnelles Ende, woraus er — ganz gegen seine sonstige Gewohnheit und strenge Sparsamkeit — in einer Kneipe auf dem Viehmarkte fünf Silbergroschen zur Ertränkung seines Kummers in Bieren anlegte. — Am Tage darauf hatte er Termin vor dem dritten „Bagatellcommisfar", in welchem Verklagter „im Namen des Königs" und „von Rechts wegen" zur Zahlung von einem Thaler an den Kläger Bartsch und zur Tragung der Gerichtskosten verdonnert wurde. Rösig bezahlte zähneknirschend sofort an Gerichtsstelle und beschloß, um Justizrath Kr. mit Dr. M. auch los zu werden, j noch am selben Tage seinen ohne der Gattin Vorwissen jahre- j lang ersparten Reservefonds von in Summa sieben Thalern zehn Silbergroschen um vier Thaler zu schwächen. Aber noch war die Affaire mit der unglückseligen Kalbskeule nicht vollkommen erledigt, denn nach weiteren vierzehn Tagen erhielt Rösig vom Polizeirichter ein Strafmandat über einen Thaler „wegen Umgehung des Abdeckereizwanges, weil Jnculpat seinen Hund auf freiem Felde vor dem Friedländer Thore erschossen und liegen gelassen habe, statt für Wegschaffung des Cadavers durch die Hofscharfrichterei Sorge getragen zu haben". Auch dieser bittere Kelch mußte nothgedrungen geleert werden und so stellte denn endlich mein Freund Rösig an einem stillen Abend „bei des Lämpchens Hellem Dämmerschein" auf einem Bogen Conceptpapier zur Selbstinsormation diejenigen Posten zusammen, welche ihm schließlich für feine Weigerung, einen einzigen Thaler an Meister Bartsch zu zahlen, erwachsen waren. Die Rechnung ergab klar, reinlich und zweifelsohne nachstehendes Facit: An Meister Bartsch 1 Thlr. — Silbergr., „ Gerichtskosten — „ 18 „ .. Justizrath Kr. 2 „ — „ „ Dr. M. 2 .. - „ Polizeistrafe 1 „ — „ Summa 6 Thlr. 18 Silbergr. Als Mama Röfig trauernd über die Schulter ihres Eheherrn auf dieses Exempel geblickt hatte, da seufzte sie thränenden Auges tief auf und sprach aus innerster lieber* zeugung die großen Worte gelassen aus: „Ach Rösig, Rösig, Was warst Du dösig!"*) wozu der so Gelobte, gleichfalls seufzend, aber sonst entschieden, zustimmend genickt, und Gott, Muttern und sich selbst feier» lichst beim Abendsegen gelobt haben soll, niemals mehr — trotz aller Nahrungsforgen — dem edlen Waidwerke obzuliegen. Dies, so schloß öberfteuercontroteur M. feine Erzählung, ist die traurige, aber wahre Episode aus dem Jägerleben meines alten Freundes Rösig, der nun längst aller Noch des- Lebens enthoben, als Regierungssecretär neben seinem guten Gehalte noch die Zinsen einer nicht unerheblichen Erbschaft „tantlicherseits" alljährlich zu verzehren hat und dessen lebende Nachkommenschaft sich gegenwärtig, wenn ich nicht irre, aus vierzehn Köpfe beziffert. — Von der gejammten Stammtischgesellschaft wurde noch ein stilles Glas dem edlen Dulder Rösig geweiht und dann verließ man den „Olymp", um die häuslichen vier Pfähle und die darin züchtig waltende, aber jedenfalls — da 11 Uhr vorbei — schon ungeduldig harrenden besseren Hälstem auszusuchen. *) In Ostpreußen so viel wie „einfältig, dumm" rc. wirklich mehr Wärme verlieren, sondern oft im Gegentheil nur dadurch, daß die Wärme zurückgehalten wird. Wenn wir größere und grobmaschigere Gewebe bei den Leinenstoffen anwenden, so können wir die Erwärmung dadurch grade so regelmäßig besorgen. Die Leute, die bisher schon immer gröbere Leinwand getragen haben, wie unsere Bauern zum Beispiel, haben lange nicht das Wollbedürfniß wie die Leute mit feinen Hemden. Die neuere Leinen-Industrie geht jetzt auch in dieser Beziehung vor, indem sie keine so enggeschlossenen Zeuge mehr hergestellt. Schließlich will ich nur noch sagen, daß wir, wenn wir Leinwand als nicht schädliche Leibwäsche haben wollen, mit der Mode etwas in Collision gerathen. Denn das größte liebet ist das Stärken der Leinwand und daS Stärken der Hemden. Die Leinwand-Industrie hat sich selbst den Markt verdorben, indem sie immer feinere und engmascherige Gewebe herstellte und dann noch das Stärken dazu setzte. Mit dem Stärken müßte man brechen oder es höchstens auf den Kragen beschränken. * Herr: „Mein Fräulein, ich liebe Sie!"-— Fräulein: „Darf ick Ihnen aber auch glauben?" — Herr: „Gewiß — Ihre Mittel erlauben Ihnen das ja!" Verkehr, Land- «nd volkswirthschaft. Grün berg, 1. August. Fruchtpreise. Weizen JL 2250, Korn J4 21.10, Gerste JL 17.60, Hafer M 16.60, Erbsen 20.-, Linsen v4L —, Wicken JL ——, Lein JtKartoffeln 9.—. Literatur und Jtonft — Von der im Verlag von Otto Weisert in Stuttgart unter dem Titel „Diätetik für Gesunde und Kranke" erscheinenden Sammlung populärer Gesundbeitsbücher ist soeben ein weiterer Band: Dr. S. Reimann: »Die Behandlung der Krankheiten des Blutes^ cri.ueneti. — Thematischer Leitfaden a) durch die Musik zu Richard Wagners Parfifal; broch. 2 Jü, eleg. geb. 2.50 b) Tristan und Isolde, brock. 0.75 JL. Beide Werke von Hans von Wolzogen. Verlag von Feodor Retnboth in Leipzig. Wir rathen Jedem, der die Festspiele zu besuchen gedenkt, sich diese, auch äußerlich p^achtm ausgestatteten Führer anzuschaffen, die durch jede Buch- ober Musik- bandlung, sowie bind gegen Einsendung deS Betrages in Briefmarken vom Verleger Feodor Reinboth in Leipzig zu beziehen find. Verlags-Verzeichnitz von Werken usw. über Richard Wagner gratis vom gleichen Verleger. Spirlpla« der vereinigte« Frankfurter Ltadttheater. Opernhaus. Dienstag den 4. August: Excelsior. Große Preise. Mittwoch den 5. August: Cavalleria rusticana. Vorher: Rigoletto. Große Preise. Außer Abonnement. Donnerstag den 6. August: Excelsior. Große Preise. Freitag ben 7. August: Aida. Große Preise. Außer Abonnement. Samstag den 8. August: Excelsior. Große Preise. Sonntag den 9. August: Cavalleria rusticana. Vorher: Das goldene Kreuz. (Reu einstudirt.) Große Preise. Montag den 10. August: Excelsior Große Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 4. August: Flattersucht. Hierauf: Dorf- barbier. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 5. August: Goldfische. Gewöhnliche Preise. Donnerstag den 6. August geschlossen. Freitag den 7. August: Gemeinschaftliche Hochzeitsreise. Gewöhnliche Preise. Samstag den 9. August: Neu einstudirt: Sodom und Gomorrha. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 9. August: Sodom und Gomorrha. Gewöhnliche Preise. Temperatur in Gießen. Juli 1891. Niederste 4- 6,8 »B. Mittlere 4- 13,99 „ Mittel früherer Jahre 4- 14,46 „ Höchste + 23,5 „ Niederschlag an 17 Tagen 2,96 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 2,81 „ „ Seidenstoffe (schwarze, weißeu.farbige) t>. 95 Pfft. bis 18.65 p. Met. — glatt, gestreift und gemustert (ca. 380 versch. QualJu 2500 versch. Farben — versendet roben- u. stückweise porto- u. Zollfrei das Fabrik-Depot G. Henneberg (K. u. K. Hoflief.), Zürich. Muster umgeh. Dopp. Briefporto nach d. Schweiz. 477 England und Frankreich Fabrikation ganz Hervorragendes geleistet. Deutschland steht soeben diesen Ländern nicht mehr nach, es macht ihnen sogar starke Concurrenz, namentlich durch die Doerings Seife (mit der Eule) Dieselbe hat nämlich nicht allein alle Eigenschaften der englischen und französischen hochfeinen Toiletteseifen in Qualität und Reinheit überflügelt, sondern sie ist auch beinahe um das Zweifache billiger als jene. Man kann dreist behaupten, sie ist die billigste neutrale Seife. Denn zu demselben Preise als hier z. B. die minderwerthi- gen und laugenscharfen Cocos- und Glycerinseifen ausgeboten werden, erhält man heute auch Doerings Seife (mit der Eule), die beste aller Toiletteseifen. — "Wer wollte anstatt mit Doerings Seife (mit der Eule) sich noch mit anderen Seifen waschen, die nur schön für das Auge, aber schädlich für Haut und Körper sind? Doerings Seife (mit der Eule) ist ä 40 Pfg. zu haben in Giessen bei Gebr. Adami, C. F. Conrad, Drebes & Wallenfels, Eberhard Dort, Fritz Egly, E. Fischbach, A. Geisse, G. Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, L. Loth, Eberh. Metzger, P. J. Mobs, C. Möser, H. F. Nassauer, A. Noll II., Carl Petri, Marktplatz, Otto Schaaf, J. M. Schulhof, Frau R. F. Thomas, A. Voigt, Heinrich Wallach. — Engros-Verkauf: Benner &, Krumm, Giessen. 5453 Marca Italia 90 Pfg. per Flasche 85 ,, bei 12 Flaschen (ohne Glas) sowie die drei Sorten „Vino da Pasto“ der Deutsch • Italienischen Wem« Jmport'Gesellschaft (Central- Verwaltung Frankfurt am Main) sind angenehme leichte italienische Natur« Rothweine, welche als wohlbekömmliches Tischgetränk ganz besonders zu empfehlen sind, und deren Qualität nach dem Ausspruch competenter Weinkenner von keinem der sogenannten Bordeaux-Weine in gleicher Preislage erreicht wird. Durch königl. ital. Staatscontrolle wird für absolute Reinheit garanttrt. Zu beziehen sowie auch ausführliche Preislisten sämmtlicher Marken der Gesellschaft in Gießen durch Carl Schwaab, Delic.- und Weinhandlunq 14589 Temperatur der Lahn und Luft gemessen am 3. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13i/2, Luft 14 Grad Reaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß der städtische Friedhof in der Zeit vom 16. Mai bis 15. August von Morgens 6 bis Abends 9 Uhr geöffnet bleibt. Gießen, den 28. Juli 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. G n a u t h. ______________________6953 Der am 15. Juli 1891 in Nr. 166 gegen den Heinrich Bernhardt von Bieber erlassene Steckbrief ist erledigt. [7003 Marburg, den 31. Juli 1891. Der Erste Staatsanwalt. Non dem landwirthschaftlichen Versuchsfelde sind ein viertel Morgen Gerste, sowie ein halber Morgen Hafer an den Meistbietenden zu vergeben. -Ersterer ist auf 15 Mk., letzterer auf 36 Mk. taxirt. Angebote sind bis Samstag den 8. August d. I. hierher abzugeben. Gießen, den 3. August 1891. Großherzogl. Universitäts-Rentamts Schmi t_t_______7027 SübmWom. Fürdiechirurgisch-ophthalmologische Universitäts klinik soll die Lieferung .von circa 2000. Ctr. Anthracitkohlen, „ 2800 „ mel. Kohlen und „ 30 Rmtr. Tannen-Scheit- holz aus dem Submissionswege vergeben werden. Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 11. August b. I, Vormittags 12 Uhr, aufdemVerwaltungsbureauabzugeben. Die Bedingungen liegen an Wochentagen vou 3—6 Uhr Nachmittags auf letzterem offen. Gießen, den 30. Juli 1891. Großh. Verwaltungs-Direction der chirurg.-ophthalm. Univ.-Klinik. Bose. Vossius. [69 £ Dienstag öen 4. August, Nachmittags 2 Ubr, zu Gießen in der Bieker'schen Hofratthe sollen versteigert werden: 3 Schweine, 1 Handwagen, 1 Sopha, 1 Nähmaschine, 1 Pianino, 2 Betten rc. Gugel, 7029 Gerichtsvollzieher. Mittwoch dm 5. August, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Bieker'schen Saale — Neustadt — gegen Baarzahlung: 1 noch neues Pianino, Sophas Secretär, Commoden, Kleiderschränke \ Tische,1 vollst. Bett, 1 Weißzeugschranks Stüdle, Spiegel, 1 Regulator, 1 Theke, mit Marmorplatte, 2 Tafelwaagen mit Gewichten u. a. Geißler, 7026 Gerichtsvollzieher. AritzOotenes. Aussige Aronceftrben. Mit den „flüssigen Broncen" aus der Adler-Drogerie zu Halle a/S-, welche in allen Farben hergestellt werden, kann man alle nur denkbaren Gegenstände, als: Gypsfiguren, Körbchen, Kinderwagen, Bilderrahmen u. s. w., schon und dauerhaft bronciren. Zu haben in Gießen nur allein bei Drebes & IH^allen- f eis in Fl. ä 25 und 50 [7028 ParkctBödn Ä und feinster Ausführung in Buchen- und Eichen-Holz liefert und legt stets [7024 Joh. Lenz, Schreinerei und Holzhandl- Gefrorenes anerkannt vorzüglicher Qualität, in mehreren Sorten stets vorräthig, empfiehlt 4050] Eonditorei Hettlrr, Südanlage, Aernsprechanschlntz 71. Ausstattungs- Geschäft C. Höhr & Co., Bahnhofstraße 54. Vollständige Betten von Mk* 42 an. Eiserne Bettstelle mit Spiral- Matratze cX 13.50 Seegrasmatratze ... „ 9.50 Deckbett mit 6 Pfd. Federn „ 14.50 1 Kissen mit 2 Pfd. Federn „ 4.50 42.— Einzelne Bettstücke zu gleichen Preisen. — In befferen Betten eben- falls großes Lager.[6926 Reinwolleile Kleiderstoffe einfarbig und earrirt bedeutend unter Preis bei [6846 Fritz Notvack, Seltersweg. Saaterbsen sind billig zu haben bei Goldenberg & Marcus, 6944] Gießen. Bekanntmachung. Vom 15. August d. I. ab verkehrt der Omnibuszug 406 zwischen Friedberg und Frankfurt a. M. wie folgt: ab Friedberg (statt 620) um 540 Nachm, ab Bruchenbrücken 548, Niederwöllstadt 557, Groß-Karben 609, Dortelweil 6^5. Vilbel an 621, ab 636, Berkersheim ab 643, Bonames 6^, Eschersheim 657, Bockenheim 707, Frankfurt a. M. an 7£3 Abends. Hannover, den 31. Juli 1891. _____________________Königliche Eisenbahn-Direction._________________7004 Mobiliar-Versteigerung. Dienstag den 4. und Mittwoch den 5. August, Vormittags um 0*/2 Uhr anfangend, Nachmittags von 2V2 Uhr an, werden in der Löberstratze Nr. 21, CFtfe der Bleichstratzc, sehr gut erhaltene Möbel rc. wegen Aufgabe der Haushaltung versteigert, u. A.: 1 Kaffenfchrank, Teppiche 1 Salongarnitur, 1 schwarzer Salonspiegel mit Trumeau, Vertikow, ovale und andere Tische, Stühle, Sessel, Sophas, Spiegel, Commode, Vorhänge, Schlaszimmereinrichtungen, Schlaf- sopha, Betten, Waschcommoden, Küchenmobiliar, Schränke, zwei- thüriger antiker Kleiderschrank, Glasschränke, Porzellan, Glas« und Küchengeschirr, Kleider, Nippes, Bilder, große Zinkbadebütte, Sitzbadewanne, Bütten u. s. w. 6940 In Auftrag: Louis Rothenberger, GerichtslsMor. WM' Reinheit garantirt! Feinste, alte abgelagerte ■■ W H aus der Weingroshandlung Suoweme Rudolf Fuchs Hamburg — Hoflieferant — Wien. Malaga . . . . p. 7i Fl. M. 2.50 Portwein, roth p. '/, Fl. 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Etat den letzten t - Eine R wesenö ist toa wird eine solche Bestimmung uns Änderung habt Gasung der Nc Zwei Arten der bw civilrechtlichk dw Sache in b< .M- * ifa bttM6en afigefpt ift, aus ^le einen beh Jerg werden. ^Vng ebenti der cibi(n votibam, i Ein, wäre L»>r.r bt8 ÖS Mil !JW Ä ! * Seid die v St»«= J’w . D-, x aso“ Utib >1 S ?'r sind fi»b Äi' fr«nf, t S**"!-* ><Ä fjtt »w*bd AontaS»' Vir Sießrvrr 1® W bü-tlejN- Seltersweg 56. miethen. [6499] 7001 Dr. Haupt Vermischte Anzeigen Activa. Passiva. Hilgardt, Ederstraße 5 (Nordanlage). 74 1089 [7005 Ä iÄ”ftunfl ÄTÄ Grube Ernestine b N.-Bhmen Gewerkschaft „Louise". nung zu vermiethen. Hammstraße 27. d. Bl. erbeten. 6991 Lohnkeüner zum Jugendfest gesucht. 6999 119172 JL 79^ I. Georg, Ederstraße 2. Vaterländische Feuerversicherungs-Actiengesellschaft X •ich und ertheilen nähere Auskunft die nachverzeichneten Agenten: 5979 in in 7015 befördert durch die Annoncen-Expedition 6087 rei»schmecke»be Kernseife beste Qualität empfiehlt Fr. Seibel Fr. 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Löwenberg, Steinheim Carl Wolff, Treis a. d. Lda., J. Becker VI., Wleseck Ph. Hildebrand III., Ettingshausen, am 23. Juli 1891. Vorschuß-Verein zu Ettingshausen Die Liquidatoren: Heinrich Sommer V. Ludwig Römer. d. „ Effecten (nach Courswerth) Zinsen bis 1. April 1891 ... . Kassevorrath Vorlagen Mobilien (nach jetzigem Werth) . Guthaben der Mitglieder Spareinlagen Kapitalausnahme gegen Depot von Effecten Zinsen hieraus bis 1. April 1891 Reservefonds Summa Die Zahl der Mitglieder beträgt 50. am 16. Novbr. I89L Preis des Looses 1 Mark. Loose sind zu haben in der Ricker’schen bei Friseur Stier (Schulstrasse), Loosverkaufsstellen, bei und zu beziehen durch die __Lottere-Verrechnung des ersten deutschen Reichswaisenhauses zu Lahr i. B. und die Generalagentur von J. B. Heim jun. in Mainz. hauS per 1. September anderweitig zu vermiethen. Näheres bei [6290 Frau Ed. Lind Wwe., Kirchenvlatz 10. Zugleich fordern wir alle Gläubiger der Vorschußkaffe Ettingshausen E. G., welche ihre Schuldscheine noch nicht vorgezeigt haben, auf, solches bis zum 1. September l. I. zur Sicherstellung bei uns vorzunehmen. Geschäftstage nur Mittwochs von Morgens 10 Uhr bis Nachmittags 2 Uhr. [7006] Die Liquidatoren. Reichlicher 71,02 Nebenverdienst wird Personen jed. Standes geboten, welche ihre freien Stunden durch angenehme Beschäftigung aus nutzen wollen. Offerten sub T. 5146 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. des in Liquidation befindlichen Vorschuß Vereins nebst Zubehör, zu vermiethen. E. G. ?u Ettingshausen per 1. April 1891 — Redactton: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen. Schlußcourle 1 Uhr 15 Mn. 84.95 4% Ung. Gold-Rente 98.45 5% Jtal. ReMe 84 95 4V6|% Oest. Silber-Rente 98.50 30/0 Portugies. Anl. _________ ________________ bursche sofort gefucht. 6680] Schön möblirtes Zimmer zu ver-1 Schütz — 1 „1t. fSJiorSmjn 1 * Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 3. August 1891. 7012] Ein gut möblirtes Zimmer per 15. Aug. od. 1. Sept. Bahnyofftr 51. Dr. Klein wieder da. zu ermäßigten Preise» aus. Fr. Seibel in Elberfeld. —ii ■■ Gegründet 1822. ■■■■■ Geschäftsstand am I. Januar 6907] Ein braver junger Mann findet dauernde und gute Stelle als Hausbursche. Näheres in der Exped. d. Bl. la. Karlstadter Portland-Cemmt, anerkannt vorzügliches Fabrikat, empfiehlt 5768] Schöne Wohnung, 5 Zimmer mit Zubehör und Gartenantheil, sofort oder spater zu vermiethen. Großherzogl. Universitätsbibliothek. Alle entliehenen Bücher sind bis spätestens 15. August d. I. zur Revision abzuliefern. Bom 17. August bis 24. Oktober ist die Universitätsbibliothek täglich von 9 bis 1 Uhr geöffnet, Nachmittags geschlossen. Gießen, den 1. August 1891. Der Grossh. Oberbibliothekar: 5332] Zwei gut möblirte Zimmer mit oder ohne Pension zu vermiethen Schloß- gasie 9. Daselbst ein separirter Raum, zu Lager oder Werkstatt geeignet, zu vermiethen. 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Siegel. 6925] Ein Logis zu vermiethen. ________Schreiner Hetz, Kaplansgasse. 6897] Ein kleines Logis per 15. August zu vermiethen. Louis Bogt, Neuenweg 19. 4223] Grünbergerstraße 24 der dritte Stock zu vermiethen. W. Hammel. 7013] Ein möblirtes Zimmer mit oder ohne Pension zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl- 170,70 Lomb. E^-B.-Act. 83.25 152 50 Buschtherader E.-B.-Act. 409 50 132 50 Elbthal-Bahn-Act. 184 00 109 00 Gotthard-Bahn-Act. 131.30 95 00 Schweizer Nordost-B.-Act. 128.50 248-25 Mainzer E.-B.-Act. 111.70 246.50 Marienburger E.-B.-Act. 62 50 101.801 Der. KönigS-Laurach^Act 113 00 154 60 1 Tendenz: matt.