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Februar Rr. 29 Aints- unb Anzeigeblatt fnv den ALveis Gieren. | Hratisöeikage: Hießener Kamitienökätter Alle Annoscen-Bureaux bet In- und Auslandes uch««L Anzeigen für den ^Gießener Anzeiger" entgegen. Die Gießener HeeUttMiriH« werben bem Anzeiger »Schmtlich dreimal heigelegt. Der Gietenar Anzeiger «icheint täglich, Bit Ausnahme bd) WantagS. Vierteljähriger A§s«ne«enLsprelO» 2 Mark 20 Pfg. mt8 vcingerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Achnlstraße Ar.L Fernsprecher 5L Kießener Anzeiger Kmeral-Mnzeiger. aeeBwae—■ i p . - i l . ljm ’ ------s. Annahme von Anzeigen zu bet Nachmittags für den Ulgnrden Tag erfcheinmdm Nummer Mi vorm. 10 Uhr. Ventschcr Reich. Darmstadt, 1. Februar. Der Abg. Dr. Schr öder hat bei der zweiten Kammer den Antrag eingebracht, die Großh. Negierung um Vorlage einer gesetzlich zusammengesaßten, zeitgemäß geregelten Stempel- und Taxordnung, sog. Sportelgesetz, für gewisse indirecte Auflagen und Regalien zu ersuchen. Mainz, 31. Januar. Das hiesige Centrumsorgan, das ^Mainzer Journal", veröffentlicht soeben einen mit 1400 Unterschriften versehenen „Aufruf" zum Beitritt für den „Volksverein für das katholische Deutschland". Der Inhalt des Ausrufs richtet sich in der Hauptsache gegen die Bestrebungen der Socialdemokratie. Das Eintrittsgeld ist auf 1 Mark pro Jahr bemessen. Berlin, 1. Februar. Der deutsch-conservative Verein für Schlesien hat beschlossen, die conservative Fraction des Landtages zu einer Interpellation zu veranlassen, um gegen Kohlenringe Einspruch zu erheben, die Errichtung fiskalischer Kohlenlager und die Festsetzung höchster Preise zu fordern. Ausland Rom, 31. Januar. Unter den Vorgängen in der Weltpolitik zieht augenblicklich der urplötzlich erfolgte Sturz des italienischen Ministerpräsidenten Crispi die allgemeinste Aufmerksamkeit auf sich. Herrn Crispis parlamentarische Stellung schien durch den für die Regierung so überaus günstigen Ausfall der Neuwahlen zur italienischen Deputirten- kammer für längere Zeit gekräftigt worden zu sein und noch in den letzten Tagen ertheilte ihm die Kammer in einer Frage der inneren Verwaltung ein ausdrückliches Vertrauensvotum. Und saft unmittelbar darauf, am letzten Samstag, fand sich in derselben Kammer bei Berathung eines zoll- und steuerpolitischen Entwurfes eine bedeutende Mehrheit gegen Crispi zusammen und veranlaßte ihn durch ihr Votum zum Rücktritt — fürwahr ein verblüffender Scenenwechsel! Indessen geht aus den Meldungen über den Verlauf der verhängniß- vollen Sitzung doch hervor, daß Crispi an seiner parlamentarischen Niederlage zum guten Theil selbst mit die Schuld trägt. In ungemein scharfer und verletzender Weise griff er die conservative Rechte an, und machte er den früheren eonservativen Ministerien namentlich den schweren Vorwurf, sie hätten sich in Servilismus gegenüber dem Auslande ergangen. Diese Anschuldigungen riesen auf der Rechten die stürmischsten Proteste hervor und als es zur Abstimmung über die vom Abg. Willa beantragte und von der Regierung angenommene einfache Tagesordnung kam, da schlugen sich die erbitterten Gruppen der Rechten aus die Seiten der radical - irredentiftischen Opposition, und mit 186 gegen 123 Stimmen wurde die Tagesordnung abgelehnt. Sofort begab sich Crispi zum Könige und überreichte ihm das Entlassungsgesuch des Gesammtcabinets, welches der Monarch inzwischen wohl auch angenommen haben dürste. Nachrichten aus Rom bezeichnen die so entstandene Cabinets-Crisis als eine sehr schwere und das begreift sich wohl, denn für Herrn Crispi einen geeigneten Ersatzmann zu beschaffen, ist eine höchst schwierige Aufgabe - deshalb sind auch all die auf» getauchten Meldungen über die vermuthliche Zusammensetzung des neuen italienischen Ministeriums nur mit Vorsicht aufzunehmen. Wer aber auch schließlich an Stelle Crispis zum leitenden Staatsmann Italiens ernannt werden mag, so steht doch jedenfalls so viel fest, daß auch der neue italienische Ministerpräsident an der auswärtigen Politik seines Vorgängers und also auch am Dreibund wird festhalten müssen, eben, weil diese Politik den wahren Interessen Italiens Rechnung trägt. Diese Empfindung spiegelt sich sogar in französischen Blättern wider- obwohl dieselben den Fall Crispis übereinstimmend bejubeln, so meint doch der Pariser „National", die Tripelallianz werde auch ohne Crispi fortbestehen, während die meisten übrigen Pariser Zeitungen der Anschauung sind, der Rücktritt Crispis bedeute einen empfindlichen Stoß für den Dreibund. Nun, hoffentlich wird der „National" mit feiner Ansicht recht behalten! in uh-riiiie irenieerrrarienee im ■■n—n mii i ■■■■■him—a—«ihmi n nun« irr» i »in im«im Neueste Nachrichten. WolstS telegraphisches Lorrespondenz-Bureau. Berlin, 2. Februar. Die Abendblätter veröffentlichen ein Schreiben des Stadtkommandanten Grafen Schliessen, worin derselbe die Zeitungsnachricht, daß er im Auftrage Sr. Majestät des Kaisers auf dem Berliner Preßballe erschienen sei und das Bedauern des Kaisers überbracht habe, daß Allerhöchstderselbe nicht selbst erscheinen könnte, für vollständig erfunden und in jeder Beziehung für unwahr erklärt. Berlin, 2. Februar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Dienstentlassung des Reichsgerichtspräsidenten Sim- son, sowie die bereits bekannt gewordenen Ernennungen Oehlenschlägers zum Reichsgerichtspräsidenten, Bosses zum Staatssecretär des Reichsjustizamts und Bevollmächtigten zum Bundesrath, R ottenburgs zum Unterstaatssecretär im Retchsamt des Innern und Görings zum Vortragenden Rath in der Reichskanzlei. Berlin, 2. Februar. Die Sitzungen des Deutschen Landwirthschastsraths sind heute unter Vorsitz des Grasen Lerchenfeld-Köfering eröffnet worden. In seiner Begrüßungsrede erklärte der Minister für Landwirthschast rc., von der Heyden, die verbündeten Regierungen beabsichtigten keineswegs, die Landwirthschast schädigend zu belasten, wenn auch deren Entschließungen möglicherweise durch die Interessen der inneren Politik beeinflußt werden könnten. (Lebhafter Beifall.) Zum Vorsitzenden wurde v. Hammerstein-Loxten gewählt. Kiel, 2. Februar. Mannschaften der Matrosenartillerie- Abtheilung haben heute die 400 Meter breite Eisbarre vor Friedrichsort durchbrochen, so daß eine Fahrrinne für Dampfer eröffnet worden ist. Paris, 2. Februar. Die Commission des obersten Colonialrathes beschloß, der Staat solle eine Controle und Ueberwachung der Thätigkeit der großen Colonialgesellschaft e n durch einen Commiffar ausüben- ferner solle der Staat die Gesellschaften ermächtigen, Arbeiter aus benachbarten Strafcolonien zu Handarbeiten zu verwenden. Rom, 2. Februar. Die „Riforma" glaubt, die Äußerungen Crispis in der Sonnabends-Sitzung der Kammer hätten nur den Vorwand für das Demissionsgesuch desselben gebildet. Der wahre Grund liege in verschiedenen und mehrfach vorausgesehenen Umtrieben, denen Crispi, obschon er gewußt, daß er darüber stürzen könne, habe Trotz bieten wollen. Barcelona, 2. Februar. Bei den hiesigen Wahlen kamen gestern mehrere Ruhestörungen vor. Ein Hause von Personen drang in die Wahllocale ein und zerbrach die Urnen. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Brüssel, 2. Februar. Die Militärbehörde betreibt die Untersuchung über die Vorgänge innerhalb der Brüsseler Garnison eifrigst. Die Schuldigen werden streng bestraft werden. Die Entlassungsbefehle gegen die Milizsoldaten waren bereits unterzeichnet, wurden aber infolge der gestrigen Vorgänge vom Kriegsminister zurückgezogen. Madrid, 2. Februar. Nach officiellen Berichten über die Wahlen sind von 417 Deputirten nur 120 Oppositionelle gewählt. Die alten Parteiführer und die Minister wurden wiedergewählt, so z. B. Castelar in Huesca, Zorilla in Barcelona, Pimagall in Barcelona und Valencia. Salmeron und Martos unterlagen. Oporto, 2. Februar. Der Transportdampfer „Jndia" ist mit Truppen hier eingetroffen. Die Militärgerichte treten demnächst in verschiedenen, dem Rathhause benachbarten Häusern zusammen. Es wurden 225 Gewehre aufgesunden, welche die Aufständischen aus der Flucht zurückgelassen haben. Die meisten Verwundungen sind beim ersten Zusammenstöße Feuilleton. Vater Alexei, der Pope. Eine russische Geschichte von Friedrich Meister. (6. Fortsetzung.) tzr täuschte sich nicht. Weder die verzweiflungsvollen Bitten noch die heißen Thränen seiner Mutter vermochten den jungen Nihilisten zu bewegen, an feinen Kameraden zum Ver- räther zu werden, und so geschah es, daß der Prozeß gegen die jugendlichen Verschwörer mit deren Verurteilung zum Tode endete. Nach dem russischen Strafgesetz darf ein verurteilter Nihilist von dem Tage des Spruches bis zu dem Moment der Execution keinen seiner Angehörigen mehr sehen, dennoch aber gelang es dem Einfluß des Obersten Iwan Kaloff, für Marfa Hermann die Erlaubniß auszuwirken, ihren Sohn «och einmal an ihr Herz drücken zu dürfen, unter der Bedingung jedoch, daß er, der Polizeipräsident, selber bei der Zusammenkunft der beiden gegenwärtig sei und für alles hafte. Am Tage vor der Hinrichtung der gefährlichen Staatsverbrecher erschien Iwan Kaloff in der Wohnung der Wittwe. Dieselbe saß am Fenster und starrte mit verweinten Augen nnb gänzlich abwesend hinaus. Der Oberst ging auf sie zu und legte ihr die Hand auf die Schulter. „Marfa Michajlowna," sagte er mit weicher Stimme, //willst Du Dein Kind noch einmal sehen?" . „Mein Kind! Meinen August?" rief sie aufspringend. „Wo — wo ist er?" Dabei blickte sie wie verstört im Zimmer umher. „Er ist nicht hier," entgegnete der Oberst sanft. „Aber Du kannst mit mir gehen und ihn besuche«." „O, Iwan, wie gut bist Du!" schluchzte die Wittwe. "Wie soll ich Dir das danken?" Und in ihrer Freude schloß sie den hohen Beamten in ihre Arme. Der Oberst machte sich heftig von ihr los, dann aber faßte er sich wieder und sagte gütig: „Nun, willst Du mit mir kommen?"^ Sie nahm ihr Tuch und folgte ihm auf die Straße. Es war im Hochsommer und durch die offenen Fenster der Gefängnißhalle kam von dem weiten, steingepflasterten Hofe her das Geräusch vieler Schritte. Die beiden großen eisernen Oefen in der Halle waren kalt und bestäubt und der ganze Raum sah unheimlich nackt und öde aus. Im dunklen Hintergründe öffnete sich eine Thür und August Augustowitsch wurde, ohne Fesseln und in seinem grünen Studentenrock, von zwei Gesängnißwärtern seiner Mutter entgegengeführt. Die Wittwe eilte mit einem leisen Wehschrei auf ihn zu und preßte ihn an ihr Herz. „Setze Dich zu mir auf die Bank," sagte sie dann- der Oberst Kaloff, der bis jetzt dort neben ihr gesessen hatte, stand auf und trat langsam auf die Seite. Nur die beiden Wärter blieben in der Nähe und schauten nicht ohne Rührung zu, wie die Mutter von ihrem Kinde Abschied nahm. Die Gefangenen draußen im Hofe hatten inzwischen ihren vormittäglichen Spaziergang beendet und wurden nun wieder hereingesührt. An der Spitze der langen Reihe ging ein alter Mann. Sein Haar und fein Bart waren schneeweiß, die Jahre hatten ihn tief gebeugt und aus dem bleichen, abgezehrten Greifenantlitz sahen ein Paar hellblauer Augen stumpf und ausdruckslos auf den Polizeipräsidenten, welcher der Mutter mit dem Sohne den Rücken zugewendet hatte und die quer über die Halle ziehenden Gefangenen beobachtete. Der alte Mann ging bis an das Ende des weiten Raumes, dann drehte er sich um und erhob die Hände gegen seine Genoffen, als spende er ihnen den Segen. Dieses Gebühren des Alten erregte Iwan Kaloffs Aufmerksamkeit. „Wer ist jener Sträfling?" fragte er einen der ihm zunächst befindlichen Gefangene». „Das ist der Vater Alexei, Väterchen," antwortete ber Mensch, sich tief verneigend. „Sie sagen, daß er früher ehr Priester gewesen sei. Ob es wahr ist, weiß ich nicht, oberer kann lesen und schreiben und auch beten habe ich ihn gehört, ganz wie der Pope, der ab und zu ins Gefängniß zu uns kommt." „Weßwegen ist der Alte hier?" fragte der Oberst weiter. Sein Gesicht war bleich geworden. „Ich weiß es nicht, Väterchen, aber sie sagen, daß er vor vielen Jahren einen Menschen getödtet habe. „Wie lange ist das her?" „Das weiß ich nicht, Väterchen. Er ist länger hier im Gefängniß als alle andern. Peter ist dreizehn Jahre hier, Vater Alexei aber war schon vor ihm da. Soll ich den Peter rufen, Väterchen?" Der Oberst schüttelte heftig den Kops und trat zurück. Der alte Gefangene also war jener Priester, der hier unschuldig die Strafe erlitt für den Mord, den er selber begangen ! Iwan Kaloff erschauerte. Sein Kopf schwindelte und es brauste ihm dumpf in den Ohren. Er ging auf die Bank zu, wo Marfa und ihr Sohn saßen - eine schwarze Wolke legte sich vor seine Augen, kalter Schweiß trat ihm auf die Stirn, die Beine versagten ihm den Dienst, er schwankte und wäre gegen den Ofen gefallen, wenn August Augustowitsch nicht hinzugesprungen wäre und ihn gestützt hätte. Dann schwanden die Sinne. Als er wieder zu sich kam, lag er auf der Bank und um ihn her standen der Gouverneur des Gefängnisses unk eine Anzahl von Beamten und Polizisten. Im Hintergründe drängten sich noch immer die Gefangenen. Unmittelbar vor ihm aber, zwischen zwei Polizisten hindurchlugend, stand der alte Mann mit dem weißen Haar und dem weißen Bart. (Schluß folgt.) ■rit den Regierungstruppen vorgekommen - dabei stürzten Leute auS dem Volke vor der Municipalgarde aus die Kniee und flehten um Gnade. Die große Mehrzahl der Einwohner ist bestrebt, wachsende Anhänglichkeit an die bestehenden Einrichtungen zum Ausdruck zu bringen. Trotz dieser Haltung soll daß Standrecht aus einmonatliche Dauer in Kraft bleiben. Der Kriegsrath urtheilt Militär- wie Civilpersonen ab. An der Bewegung haben nach den neuesten Schätzungen gegen 600 Insurgenten theilgenommen. Die für die Regierung verfügbaren Truppen betrugen 1000 Mann, darunter 700 Gendarmen, wovon 9 getödtet und 28 verwundet worden find. ____ Berlin, 3. Februar. Die „Nordd. Allgem. Ztg." veröffentlicht eine Allerhöchste Ordre an den Grafen Walder- fee, worin derselbe von seiner Stellung eines Generalstabs- chess entbunden und zum Commandeur des 9. Armeecorps ernannt wird. Mttö provinzielles. Gieße«, 3. Februar. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten «it Donnerstag den 5. Februar 1891, Nachmittags 8 Uhr: 1. Mittheilungen. 2. Voranschlag der Stadt Gießen für das Etatsjahr 1891/92. 3. Gesuch des I. L. Hartmann um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein über die Straße. 4. Gesuch des Christian Hölzel um Ertheilung der Wirth- schastsconcession. 5. Gesuch des Heinrich Benner II. um Ertheilung der Wirthschastsconcession. 6. Decretur von Kostenrechnungen. 7. Voranschlag über die sachlichen Be- dürsniffe der Volksschulen für 1891/92. 8. Gesuch des P. Jmmel um pachtweise Ueberlassung von städtischem Gelände. 9. Gesuch des Ingenieurs Koch um Erlaubniß zur Errichtung eines Ziegelringosens in der Gemarkung Gießen. 10. Ver- miethung des ehemals Walther'schen Hauses. 11. Gesuch des Franz Nolte um käufliche Ueberlassung von städtischem Gelände. 12. Baufluchtlinie für den Tiesenweg. 13. Brunnen am Gail'schen Hause in der Neustadt. 14. Reinigung der Straßen von Eis und Schnee. — Das am 31. Januar außgegebene Großh. Regierungsblatt (Beilage Nr. 2) enthält unter Dienßnachnchten u. A.: Am 16. November wurden dem prov. Zeichenlehrer an der Volksschule zu Gießen Georg Gerhard die Rechte eines definitiv angestellten Volksschullehrers verliehen- am 4. De- oember wurden den Volksschullehrern Joh. Peter Traut- mann zu Wimpfen, Heinr. Knauß zu Atzenhain, sowie dem Schulamtsaspiranten Aug. Feuerbach zu Offenbach Lehrerstellen an der Volksschule zu Gießen übertragen. — Die Nr. 4 des „Hessischen Kirchenblattes", herausgegeben im Auftrage des Evangelischen Psarrvereinß für das Großherzogthum Hessen von Pfarrer Dr. Naumann in Gießen, hat folgenden Inhalt: Des Predigers Gebet und Kürbitte. — Die Verfassung der evang. Kirche in Hessen und die Verwaltung des Kirchenvermögens. — Die Pfarrstellen M«b die Geistlichen in der hessischen Landeskirche. — Von Mitarbeitern des Hessischen Kirchenblattes. — Sitzungen der Ausschüsse des Pfarrvereins. — Sterbekasse-Verein für die evang. Geistlichkeit. — Gottesdienststörung und Reichsgericht. — Die Pfarrer in Hessen und die Darmstädter Zeitung. — Anfrage. — Eingesandt. — Mitglieder des Pfarrvereins. — Briefkasten. — Stellen-Gesuch. — Vom 12. bis 26. Januar find dem evang. Pfarrverein 11 ordentliche Mitglieder beigetreten; er zählt jetzt 242 ordentliche und 4 außerordentliche Mitglieder. — Von jetzt ab findet bei schöner Witterung von Mittwoch von 12—1 Uhr Mittags in der Südanlage Promenade-Con- eert der hiesigen Regimentsmusik statt, und wird das Programm durch den Gießener Anzeiger veröffentlicht. — Programm für Mittwoch den 4. Februar: 1) Fest Ouvertüre (Lortzing, nachgelassenes Werk), 2) Fantasie über Koschats „Verlassen bin i" [neu] (Reindel), 3) Mein Walzer (Ernst Ludwig, Königl. Hoheit), 4) Fantasie aus der Oper „Der fliegende Holländer" (Wagner), 5) Jubiläums- Marsch (Krauße). — Diese von Herrn Regiments-Com- Mandeur Oberst Perthes angeordnete Neuerung wird jedenfalls von unserer Einwohnerschaft mit Freuden begrüßt. — Theater. Das Schauspiel, das sich Frl. Elisabeth Bischofs zu ihrem Benefiz am Freitag ausgewählt hat, ist daß bekannte, treffliche Drama von Gnet „Der Hüttenbesitzer". Im Anschluß an die Aufführung der Sardou- schen „Fernande" hat der Referent des „Gießener Anzeigers" mit Recht darauf hingewiesen, daß die französischen Stücke dieser Art an einer großen Oberflächlichkeit leiden und bei der Berührung gewagter Probleme doch nirgends den Muth der Wahrheit besitzen. Anders steht es mit dem Hüttenbesitzer von Gnet. Man hat seiner Zeit, als das Stück seinen Siegeszug über alle leistungsfähigeren Bühnen nahm (z. B. in Berlin, Leipzig, Hamburg, Köln, Frankfurt u. s. w.), innerhalb der deutschen Kritik das geflügelte Wort erfunden, das überall den lebhaftesten Anklang sand, daß sich in dem Gnet'schen Drama deutsche Innerlichkeit, Schärfe und Wahrheit der Characterzeichnung mit französischer Grazie und Fähigkeit auss Geistreichste und Interessanteste zu unterhalten und die größte Spannung zu erzeugen und durch das ganze Stück zu erhalten, auss Glücklichste vereint fänden. Infolge dieser Vorzüge hat Gnets Drama thatsächlich auch überall einen gradezu bezaubernden Eindruck gemacht und vermöge der Zartheit und Feinheit der Töne, die zur Schilderung der Personen und zur Darstellung der immerhin auch sehr intime Verhältnisse des menschlichen Lebens berührenden Handlung verwandt sind, ist es allerorten ein Lieblingsstück auch der Damen in viel höherem Grade geworden, als es die neuen Stücke der modernen deutschen Richtung gemeinhin zu sein pflegen. — Heute trafen die ersten zwei Ueberweisungen zum Bezüge der Alter!- ««d Invalidenrente für zwei betagte Personen in unserer Stadt hier ein. — Seit einer Reihe von Jahren ist Gießen ein längerer Aufenthaltsort des Herrn Kalligraphen Gottlieb, und dieses Bedürsniß ist durch die Inanspruchnahme des genannten Herrn, resp. seiner Methode in der Kalligraphie, bedingt worden. Eine ganze Reihe von Besuchern seiner Curse haben ihm für die erlernte bessere Handschrift Dank gewußt und solches öffentlich zur Kenntniß des Publikums gebracht. In diesen Tagen beginnt Herr Gottlieb den zweiten Cursus in der Kalligraphie und bedarf es gewiß nur dieses Hinweises, um eine Zahl von mit unschöner Handschrift behafteten jungen Leuten zu veranlaffen, Besucher dieses Cursus zu werden und sich von der Zweckmäßigkeit zu überzeugen. (Siehe Inserat.) — Der Hausbursche eines hiesigen Geschäfts, der vor einigen Tagen wegen Betrugs aus der Untersuchungshaft entlassen war, wurde, weil mittlerweile sich eine Reihe von von ihm verübter Geldunterschlagungen herausgestellt hatte, am Nachmittag desselben Tages wieder auf! Neue verhaftet. Heute nun wurde weiter ermittelt, daß der Beschuldigte an jenem Tage während der kurzen Dauer seiner Freiheit neue Betrügereien, sowie Urkundenfälschungen begangen hat. — Nach § 1 des Invalidität s- und Alters-Versicherungs-Gesetzes beginnt die VersicherungSpsticht vom vollendeten sechszehnten Lebensjahre ab. Das sechszehnte Lebensjahr aber ist mit Beginn des Tages vollendet, an welchem Jemand nach dem allgemeinen Sprachgebrauche seinen sechözehnten Geburtstag hat, denn dann hat er sechszehn Lebensjahre hinter sich. Wer also am l.März 1875 geboren ist, wird am l.März 1891 versicherungspflichtig, nicht etwa, wie vielfach angenommen wird, am 1. März 1892. $ Aus der nordöstlichen Wetterau, 2. Februar. Gleich wie aus anderen Gegenden, so ist auch von hier ein rapides Steigen der Hoizpreise zu berichten. Wenn z. B. in vergangenen Jahren der Raummeter Buchen-Scheitholz 6 bis 8 Mk. kostete, so wird derselbe in diesem Jahre bei saft allen Holzversteigerungen mit 8 bis 11 Mk. bezahlt. Lich, 1. Februar. Am Sonntag den 18. Januar wurde um Mitternacht in den Straßen unserer Stadt ein hiesiger junger Mann Namens Heinrich Merle meuchlerisch überfallen und derartig zerschlagen, daß nach einer Bescheinigung des denselben behandelnden Arztes die inneren Verletzungen jederzeit den Tod gewärtigen lassen. Seitens des hiesigen Amtsgerichts ist nun in diesen Tagen aus Grund einer auf diese Bescheinigung hin erfolgten Anzeige der Gendarmerie die Verhaftung zweier der That verdächtiger in der Brauerei des I. H. Jhring hier beschäftigter Brauer angeordnet worden; es sollen sich jedoch außer diesen Beiden noch verschiedene andere junge Leute an dem Ueberfalle beiheiligt haben und werden diese allgemein als die alleinigen Urheber dieses scandalösen Vorfalls bezeichnet. Grüuberg, 30. Januar. Obgleich nur vereinzelt auftretend, hat die gefährliche Halskrankheit Croup seit Weihnachten in unserer Stadt schon mehrere Opfer gefordert. Namentlich sind es noch nicht schulpflichtige Kinder, die von der tückischen Krankheit befallen werden. Bad-Nauheim, 29. Januar. Das Gesetz über die Abänderung des Verfahrens in Forst- und Feldrügesachen vom 30. September 1890 ist am 20. November v. I. in Kraft getreten. Die wesentlichste Abänderung von dem bisherigen Verfahren besteht darin, daß der Einspruch gegen einen in Forst- und Feldrügesachen erlassenen Strafbefehl nicht mehr, wie seither in einem für die Strafbefehle der jeweiligen Periode gemeinsamen Termin mündlich vor dem Forst- bezw. Feldgerichte erhoben werden kann, sondern binnen einer Woche nach der Zustellung bei dem Amtsgerichte mündlich oder zu Protokoll des Gerichtsschreibers erhoben werden muß. Nur die Sachen, in denen dieser Einspruch rechtzeitig erhoben worden ist, werden verhandelt. Heute standen hier die ersten Tagfahrtcn nach dem neuen Verfahren. Während nun das Forstgericht ganz ausfiel, wurden btos vier Feldrügesachen aufgerusen, da weitere Einsprüche nicht erhoben worden waren. Blos in diesen vier Sachen waren die Denuncianten und resp. Zeugen geladen worden. In dem früheren Verfahren erschienen regelmäßig eine größere Anzahl Frevler, die wenigstens den Versuch machten, um die Strafe ganz ober theilweise herumzukommen. Durch das neue Verfahren werben dem Staate nicht unwesentliche Kosten und den Behörden viele Arbeiten erspart. Nach der hier gemachten Erfahrung ist der Hauptzweck des fraglichen Gesetzes erreicht. D. Z. Friedberg, 2. Februar. Dreizehn Einwohner von hier spielten zusammen ein Viertel eines Looses der preußischen Lotterie. Aus die gespielte Nummer fiel das große Loos und trägt es jedem von ihnen nach Abzug der unvermeidlichen Kosten noch etwa 9000 Mk. Büdingen, 1. Februar. Das hiesige Kreisamt hat, gestützt auf Art. 288 des Polizeistrafgesetzes, ein Verb ot erlassen, dahin gehend, daß Inhaber von Schankwirthschasten an Sonn- und Feiertagen von Morgens früh bis zum Schlüsse des öffentlichen Nachmittags-Gottesdienstes Gäste, mit Ausnahme Auswärtiger, in ihren Localen nicht aufnehmen dürfen. Aus Gasthäuser und Garküchen bezieht sich das Verbot nicht. )( Hnngen, 2. Februar. Sicherem Vernehmen nach beabsichtigt der practische Thierarzt Dr. Löffler, seither in Mainz wohnend, sich in hiesiger Stadt niederzulassen und feine Praxis zu beginnen. D Ruppertenrod, 2. Februar. Wie ungemein streng der Frost gewesen und wie tief er das Erdreich durchfroren, geht aus der noch immer herrschenden Wassercalamität, unter welcher viele Einwohner zu leiden haben, klar hervor. Obwohl die gelinde Witterung nun schon seit acht Tagen herrscht, ist das Erdreich m der Tiefe noch immer nicht ausgethant. Im anderen Falle könnte sich nicht, das Wasser heute noch immer in den Kellern, Ställen und Scheunen stauen. Es ist nachgerade zur wahren Plage der Einwohner geworden, die darunter zu leiden haben. Kaum haben sie mit vieler Mühe das Äusser herauSgeschöpft, so dringt wieder neue- nach. Man kann sich niemals erinnern, daß so fest die Fundamente der Gebäulichkeiten und ihre Abzugscanäle zugefroren waren. Hoffentlich schafft das anhaltend milde Wetter bald Abhilfe. K. Lißberg, 1. Februar. Ein hiesiger Landmann erlegte am 27. v. M. in seinem Schafstalle eine Wildkatze, welche sich dort eingeschlichen und bereits ein Lamm todtgebissen hatte.' Da in den letzten Jahren mehrere derartige Raub- thiere erlegt wurden, so glaubt man annehmen zu können, daß sie in hiesiger Gegend gar nicht so selten sind. § Bom hohen Vogelsberg, 1. Februar. In unserem ganzen Vogelsberg besieht schon seit langer Zeit der Brauch, bei Begräbnissen für die Leidtragenden einen Schmaust zu halten. In der Kirchengemeinde Herchenhain ist dieser Brauch kürzlich abgeschafft worden und zwar auf Veranlassung des dortigen Herrn Pfarrers, unter Mitwirkung des Kirchenvorstandes. Hoffentlich findet dieses Vorgehen auch in anderen Kirchengemeinden Nachahmung. Vermißtes. * Darmstadt, 1. Februar, lieber die Ursache des Unfalls, der den Tod des in einen Schacht am hiesigen Bahnhose gestürzten Directors Pfaltz au8 Stuttgart herbeiführte, wird berichtet: Psaltz wollte das neben dem Bahnhofe befindliche Closet aussuchen. Die Bestimmung dieses kleinen Gebäudes ist Nachts bei der mangelhaften Beleuchtung schwer zu entdecken und so gerieth der Verunglückte zunächst an das Damencloset. Beim Aussuchen des Herrenclosets nahm er bann bie falsche Richtung und stürzte die Treppe zu einem tiefen Raume hinunter, der früher als Brunnen, jetzt als Kohlenraum benutzt wird. Die Treppe wird durch eine einfache eiserne Stange abgesperrt, bie jeboch in bem vorliegenden Falle nicht vorgelegt gewesen sein soll. Außerdem ist ein solcher einfacher Abschluß durchaus nicht zur Absperrung genügend. Die Wittwe des Verstorbenen, der ein Gehalt von über 10,000 Mk. bezog, hat einen hiesigen Anwalt beauftragt, bei der Bahndirection Entschädigungsansprüche geltend zu machen. * DaS „große LooS" der preußischen Lotterie ist am Samstag gezogen worden. Der Hauptgewinn von 600,000 Mk. fiel auf bie Nr. 125,583. Drei Viertel des Looses wurden in Frankfurt a. M. gespielt. * Wien, 28. Januar. Der Professor der Chirttrgie, Mosetig, machte in der gestrigen Sitzung der Aerzte-Gesell- schaft die Mittheilung von der Entdeckung eines neuen Heilmittels gegen krebsartige, bisher für unheilbar gegoltene Neubildungen. Das Mittel ist Methylviolett und bewirkt, in die Geschwüre injicirt, den Schwund derselben ohne gefährliche Reaction wie bei Köchin. Die angeführten Fälle von Heilung erregten Aussehen. Uttttxrfitäis < naebriebiett. — Dem ordentlichen Professor in der medicinifchen Facnltät und Director der Chirurgischen Klinik und Poliklinik der Untverfität Bonn, Dr. Friedrich Trendelenburg, wurde der Charact« als Geheimer Medictnalrath verliehen. Ctttvdtit und lütnft — I« rweiten Hefte der Monatsschrift »Unsere Stil*, herausgegeben von Friedrich Bienemann (Leipzig, F. A. Brockha«s), erweist sich die Novelle „Mondschein" von Martha AsmuS, deren Schluß mttgetheilt wird, als ein fein beobachteter und sauber anS- gearbeiteter Ausschnitt aus dem täglichen Umgangsleben; chic einfache, wohlthuend vornehme Auffassung der Menschen und Erscheinungen spricht aus den erzählenden Dichtungen dieser Schriftstellerin, der wir schon mehrfach mit Freuden in „Unsere Zeit" begegnet sind. In der Auffassung liegt auch der Reiz der anonymen Slizze „Die Petersburger Gesellschaft". Professor Wilhelm Müller, der Verfasser der „Politischen Geschichte" jedes Jahres, wirft einen Rückblick auf „Die süddeutschen Staaten und Sachsen im neunten Jahrzehnt". Aus der Feder eines Sachkenners, des Generalmajors z. D. G. Schröder, wird unter dem Titel „Die Septemberwoche des Gruson- Werks" ein Ueberblick über dessen Artilleriematertal und seine Panzer- conftructionen gegeben. Aus dem Nachlasse Feodor von Wehle ist an „Eine französisch-deutsche Dichterschule" in den fünfziger und sechziger Jahren und damit an die engen geistigen Beziehungen beider Völker erinnert, denen die Franzosen durch den von ihnen hervorgerufenen Krieg leider ein Ende bereitet haben. Dr. Heinrich Albrecht schildert „Industrielle Wandlungen" und die durch sie bewirkten Veränderungen im gesellschaftlichen Gefüge und Verhalten. Käthe Schir- macher bespricht des General Booth Aufsehen machendes Buch „The darkest England“ in einem Aussatze: „Das dunkle England". Der Herausgeber, Friedrich Bienemann, macht unter der Rubrik „Denkwürdiges" darauf aufmerksam, daß die fast halbhundertjährige That- sache bet Einführung einer richtigen Datumszählung auf den Philippinen der deutschen Wissenschaft ziemlich unbekannt geblieben sei. Eine leider reiche Todtenschau bildet den Schluß des HesteS. ÖcrMpe, £onö> ttttd ö iefiett, 3. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,85—0,90, Hühnereier 1 ©t 7-9, 2 St. - H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. - H, Käse pr. St. 5—8 H, Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen vr. Liter 30 A, Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar X 0,60—0,70, Hühner pr. Stück X 1,20—1 50, Hahnen pr. St. X 1,40—1,70, Enten pr. Stück X 2,00—2,20, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—74 A, Kuh- und Rindfleisch 60—64 A, Schweinefleisch 60-70 A, Hammelfleisch 62-68 A, Kalbfleisch 60-64 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,00-0,00, Weißkraut pr. St. 3—7 A, Zwiebeln per Centn er X 5,00—0,00, Milch per Liter 12—18 A. Gänse pr. Pfd- 60— A. Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidensabrik-Döpöt von G. Henne- berg (K. u. K. Hoslies) Zürich versendet gern Muster von seinen ächten Seidenstoffen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und zollfrei ins Haus. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 1019 I.SMT Wer Sprachen kennt,! ist reich zu nennen. W; Das Meisterschafts-System zur praktischen und naturgemäßen Erlernung der französischen, englischen, italienischen, spanischen, portugiesischen, Holland • schen, dänischen, schwedischen, polnischen und russischen Gteschäfta- und TT mgangaaprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard 8. Rosenthal. Französisch — Englisch — Spanisch, Polnisch compl. i je 15 Lectionen h 1 Jü Italienisch — Russisch, complet in je 20 Lectionen ä 1 jl Schlüsiel dazu ä 1 9Rt 50 Pf. Portugiesisch — Holländisch — Da- uisch — Schwedisch, complet in je 10 Lectionen ä 1 Probebriefe aller 10 Sprachen ä 50 Pf. Leimig. Kosenihal'sche Kerlagshaudlung. Hieeeeaaeeeeeeeee™ icbricbtcu. In btt mtdictnischm Fanätit unbWtfltatf der UntvnfitSt rg, wurde der Lhmcter als Jg* b°- J febVteW! » Qb ^nntn, Qf» * U; Nerbem ist ein öur Absperrung oe- der ein Gehalt von Malt beauv- yUtxb Elchen Lotterie ist Qm ptgeminn von 600,000 Mk Jiertef des Looses wurden Professor der Chirurgie, Satzung der Aerzte-Gesell- »kung eines neuen heil; er für unheilbar gegoltene 'thylviolett und bewirkt, in "d derselben ohne gesirhr- £te angeführten Fälle von u’,lnetat« Maub= Februar. % ?*•*> Sl"‘ » Kw* zett', h-rmL n (fotpiia, F. ». SwdM, - von Martha rlsmö, deren beodachterer und sauber aik- chen Umgangsleben; Ae ckl- i der Menschen und Sricheta- tunaen dieser SchrisMnK, ! llusere Zett' begegnet find. 1 der anonMm Sltttk M miihtim MÄler, der Vmafier tim tm ntunta bti @miralinaiot3 i- $• SalunblW- Mt Feodor von W W Ä in dm «MMd tt Haden. y. irflen Kn- md die durch fi Schir- ;e und Verhallen. gen ÖJ* WM ÄfetfsS Ä b-Est-n»Ldi- 'M- W-Z 8^ »i Bekanntmachung 1034 1038 1035 12 rm Eichen-Scheiter, 899) Ein tüchtiges Dienstmädchen Wiesenstraße 9, II. gesucht. -Wellen, 1750 Stück -Wellen, Stück und 25 und 20 4 22 1231 Kullmann. 1017 Dr. Dieffenbach. Friedberger (.Ziehung 11. Februar), empstehlt 758 Heinrich Wallach isitenkarten 1032 Schütz.' 1015 9 Tage. Mt des Bremen nach Amerika ver- i n 9 Tagen der Bremen von kauft man im Südamerika oder dessen Agenten r [3197 Auswahl das (94.3 Juderthal. 918 281 172 9170 -Knüppel, -Stöcke, 535 26 189 30 3955 49 159 190 empfiehlt 136] Näheres bei dem General-Agenten Ohr. Emil Dersekow, Offenbach a. M., 28,4 5 5 2600 8 10 9,2 den neuen Schnelldampfern Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von mente in hiestgen Waldungen steigert werden, als: Geißler, Gerichtsvollzieher. machen. Ferner fahren Dampfer Norddeutschen Lloyd Die heften und billigsten Gummischuhe 984] Eine Kaute Dünger abzugeben. Gebrüder Rosenbaum, Westanlage 36. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli 1891 gestattet. Der Anfang ist zur bestimmten Stunde im Distritt Bergwald oberhalb des Orts. Rödgen, am 30. Januar 1891. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen aus der Kreisstraße von Sich «ach Hattenrod an der Grenze zwischen dem Fürstlichen und Sicher Wald. 9b ersten Lage kommt die Hälfte de- Bre««holzeS, <* zweiten Lage die andere Hälfte de- Brennholze- mmd sämmtliche- Nutzholz znm Au-gebot. meffer; Stück Fichtenbauholz von 16—20 m Länge und 15—20 cm Durchmesser, Stück Fichten-Derb- und Reisstangen — 16,94 Festmeter. täglich frisch, Eanditorei Hettler, Südanlage. Frankfurter Schuhtager, 27 Marktstr. 27. Tagesordnung: 1) 1^90er Rechnungsabhör. 2) Annahme neuer Mitglieder. 3) Verschiedene Vereinsangelegenheiten. I. A. des Vorstandes: Kaspar Ra«, Direttor. Gießen, den 31. Januar 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 15 rm Weichholz-Knüppet, 420 Weichholz-Wellen; Sichen-Abschnitte (Schnittholz) von 2-11 m Länge 33—77 cm Durchmesser; Buchen-Abschnitte (Schnittholz) von 3—6 m Länge 33—68 cm Durchmesser; Linden-Abschnitte von 5—8 m Länge und 24—32 cm Durch« Mittwoch den 11. Februar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht erb- vertheilungshalber die den Friedrich Lind «helenten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur I Nr. 326 — 75 Meter Hofraithe in der Katharinengaffe, Flur I Nr. 327 — 31 Meter Hofraithe daselbst nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden: 437 rm Buchen-Scheiter, Masken-Anziige billigst zu verleihen bei auf dem Rathhause in Steinfurth durch das unterzeichnete Gericht -gegen Baarzahlung versteigert und beiMnehmbarem Gebote der sofortige Zuschlag ertheilt werden. — Steigliebhaber sind eingeladen. Bad-Nauheim, den 30. Januar 1891. Großherzogliches Amtsgericht daselbst. Bauer. Holzversteigening in der lütlllidicii Aderförfterei Kch. Montag den 9. und Dien-tag den 10. Februar, jedesmal m Vormittags 9Vr Uhr an, sollen im Distritt Meilbach versteigert werden. Gießen, den 2. Februar 1891. Großh- OrtSgericht Gießen- I- A: Vogt. Immobilien-Versteigerung. Die zum Nachlasse der Heinrich Roseubecker II. Gheleute in Steinfurth gehörige Hofraithe „zum Darmstädter Hof", in welcher ittther eine srequentirte Wirthschast betrieben wurde, soll, nebst dem dazu gehörigen Grabgarten erbtheilungshalber Freitag den 13. Februar l. I., Vormittag- 10 Uhr, werden In jeder XW“rt u"d N«. m. wr Papiersorte ange- V fertigt in der Brühl’schenDruckerei Schulstrasse 7. Bekanntmachung. Mittwoch den 11. d. M., Nachmittags Ä Uhr, indet die ordentliche Generalversammlung des Consumverems, t. G. m. u. H. zu AltemBuseck im Locale des Gastwitths Otto Rabenau statt, wozu die Mitglieder hiermit freundlichst eingeladen werden. Bekanntmachung. Betr.: Die Löber'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung ist eine Pfründe von 260 Mark jährlich an eine« in Gießen geborenen verwittweten Handwerker zu vergeben, welcher „einen guten Ruf besitzen, fortwährend einen gesitteten Lebenswandel gefühtt haben und wahrhaft dürftig fein muß". Anmeldungen werden von heute an binnen 8 Tagen auf unserem Bureau entgegengenommen. 964 Ein mit den nöthiqen Vorkennt- niffen versehener junger Mann wird für April oder früher auf mein Comptoir in die Lehre gesucht. Selbstgeschriebenen Offerten sehe ich entgegen. Gg. Heinr. Schirmer. 3 a y On er p a cf) tut u?. Samstag den 7. Februar I. So von Vormittags 10 Uhr au, soll aus dem Rathhaussaale zu Laubach die der Gemeinde Laubach zustehende Wald- und Feldjagd, bestehend aus 864 Hectar Wald und 890 Hectar Feld, unter den bei dem Termine bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf die Dauer von sechs Jahren verpachtet werden. Laudach, im Januar 1891. Großh. Bürgermeisterei Laubach. Jochem 870 C. Fr. Conrad, MärrSburg 15. Bekanntmachung. Zum Genoffenschastsregister wurde eingetragen: das Statut der am 12. Januar 1891 unter der Firma „Spar- und Darlehn-kaffe, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht" mit dem Sitz zu Reiskirchen errichteten Genossenschaft. Der Gegenstand des Unter- nehmens ist der Betrieb eines Sparund Darlehnskaffen - Geschäfts zum Zweck: 1. der Gewährung von Darlehn an die Genossen für ihren Geschäfts- und Wirthschastsbetrieb, 2. der Erleichterung der Geldanlage und Förderung des Spürsinns. Die von der Genossenschaft ausgehenden öffenttichen Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Genossenschaft, gezeichnet von zwei Vorstandsmitgliedern; die von dem Auffichtsrath ausgehenden unter Benennung desselben von dem Präsidenten unterzeichntt. Sie find in der „Deutschen landw. Genossen- schaftspresse" aufzunehmen. Die Willenserklärung und Zeichnung für die Genossenschaft muß durch zwei Vorstandsmitglieder erfolgen, wenn sie Dritten gegenüber Rechtsverbindlichkeit haben soll- Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeich- nenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Namensunterschrist beifügen. Der Vorstand besteht aus: 1 Heinrich Schomber, Direttor, 2. Philipp Jünger IV., Rendant, 3. Jakob Becker I., Stellvertreter des Direttors, 4. Jakob Becker II., 5. Karl Jünger, sämmtlich zu Reiskirchen. Die Einsicht der Liste der Genossen ift während der Dienststunden des Gerichts jedem gestattet. Gießen, den 30 Januar 1891. Großh. Amtsgericht Gießen. Neuheiten in geftickte« Kleider», die Robe von 8 Mark an, Ballumhäuge, Tücher, Bänder, Spitzen und Goldbesätze re., sowie Handschuhe in großer Auswahl empfiehlt billigst Robert Haas, Mittwoch Örn 4. Februar, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im ,&bler" dahier verschiedene Möbel, 1 vollst. Bett, 1 Nähmaschine u. a. »ich, am 26. Januar 1891. 372 ________ Mr bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß der auf den 3. sgym l I. angesetzte Gießener Viehmarkt nicht abgehaüen wird, daß »aa«a«n der Dieb- und Ärämetmatft, welcher auf de» ,. SUt) l. I ausgeschrieben ist, stattfindet. Gießen, den 30. Januar 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Iagiwerpachlung. Freitag de» 6, Februar d I., Nachmittags 3Vz Uhr, wird ■ttf dem hiesigen Rathhause die Feld- unb Waldjagd der Gemeinde Großen- Linden, enthaltend 782 Hectar, in zwei ev. drei Abteilungen auf weitere sechs Jahre öffentlich verpachtet. Großen-Linden, 24. Januar 1891. Or. Bürgermeisterei Großen - Lmden. Leun. 796 „ -Knüppel, „ -Stöcke, Eichen-Stämme mit 21,51 fm, Nadel-Stämme „ 38,92 „ Nadel-Stangen „ 13,44 „ 1020] Lehrmädchen für mein Laden- ®pr$ft unter günstigen Bedingungen ge- H. Kühn, Papier- und Schrei bmaterialien-Handlg. 989] Ein braves Dienstmädchen per 1. Marz gesucht. Näheres bei der Expedition d. Bl. 885] Ein ordentliches Dienstmädchen wird auf sofort gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Seilgeöotenes. 1037) Kleine- Wohnhaus, Neustadt 37, erovertheilungshalber zu verkaufen. Nähere Auskunft bei Kaufmann Friedrich Müller, Neustadt. Versende franco gegen Nachnahme OVr Pfd. Gervelatwurft für Mark 8.— OV2 Pfd. Rauchfleich zum Roh- efferi für Mark 5.— 9V2 Pfd frisch Fleisch ohne Knochen für Mark 2.50. 973) Kessler, Pferdemetzger, Berliner Pfannenknchen, Kreppel, Kaffee- und Theegebäik, ^Rer sparen miss, 6ßPc(Te | Ssofft. AoS. -X Gentner Jt- 24.— LotL. Fimvurger nAäft X Etr. JC 23 — Kok^. Kdamcr Käse X Zentner JL 30.— hier gegen 'Ji a ch nähme empstehlt Julius Werner, Uruvmafitr i. H. 1« Pfund-Pr»bep»stcolli 3 40 und Rm. Buchen-Scheit, „ Buchen-Knüppel, „ Buchen-Stock, Buchen-Wellen, „ Eichen-Scheit, ,, Eichen-Knüppel, „ Eichen-Stock, Eichen-Wellen, „ Nadel-Scheit, „ Nadel-Knüppel, „ Nadel-Stock, Nadel-Wellen, frankfurter Schuhlager 27 Msrktftraße 27. Ein fünfjähriges fehlerfreies, schönes und kräftiges Arbeitspferd preiswürdig ru verkaufen. Es wird Garantie geleistet für stall- und geschirrfromm, zugfest. Näheres in der Gxp. d. Bl- 914 Tanzschuhe von JL 2,50 an empfiehlt in größter I. M. Schulhof, Gieheu, Aug. Kraft, Butzbach. Gtellenvermittlung. 866] Halte mich zur Vermittlung von Dienstpersonal aller Att für hier und auswärts bestens empfohlen- Frau Ksrder, Söwengaffe 26. Ostasie» lustralieu Eichenlohrinüe- verffeigerung in der Oberförsterei Krofdorf. VtziUwoch den 11. März, Morgens 11 Uhr, im (Safe «del zu Gießen, das diesjährige Lohergebniß aus den Schlägen TIIT, XV, Distr. 3 b, VI u. XVI, Dtstr. 88, im Schutzbezirke Stoppelberg bei Wetzlar mit ca- 360 Gentner Spiegellohe. Käufer wollen sich an den Königlichen Förster Mels heim er zu Forsthaus Stoppelberg um nähere Auskunft wenden. Krofdorf, den 2. Februar 1891. 1013 Müller, Kgl. Oberförster. 1021] 6tn Lehrttng gesucht? H. Utllmavn, Glaserm, Astenveg 19. _______Seltersweg 18.______________ Gesucht al- Beihülfe für de« Kutscher ei« braver Bursche, der mit Pferde« «wzugeben vergeht. Gute Empfehlung erfordert. [840 Nähere- in der Gxp. d. Bl. Noßhaare, Fiber, Kapok, sogen. Pflanzendaunen, tolfter-Gurte, prungfrdern, Matratzendrelle, Strshsackleinen. Bei Abnahme größerer Quantitäten, sowie für Tapeziere Extra-Preise. To____C. Röhr & Co. Wider Sauerkraut, bekannt unübertroffene Qualität, selbst eingemacht, pr. Pfd. 10 H, empfiehlt [222 H. F. Nassauer. Holzversteigerung. Am Freitag de« 6. Aebrrrar, Nachmittags 21/2 Uhr, sollen die durch Abholzung der Bahnschutzstreifen im Gießener Wald gewonnenen 110 RaummtterStamm- Ast und Reiserholz an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Bedingungen werden vor Beginn der Versteigerung bekannt gemacht. Zusammenkunft am Bahnwätterhaus Nr. 5, Uebergang Kreisstraßenzuges Gießen-Rödgen. Alsfeld, den 1. Februar 1891. Der Großherzogliche Eisenbahnbaumeister: Schoberth. 1018 Holz-Versteigerung. Freitag de« 6. Februar l. I, des Vormittags um 10 Uhr anfangend, sollen folgende Holzsotti- SutWSSS fort, radical. Beseitig, der Trunk- j - «uvbt, mit, auch o. Vorwissen,zu ooll- W ziehen, unt. Garant. Keine Berufsstör. W Adr.: Privatanff. f. Trunksncht- LM leidende Villa - Christina, Poff '^SLainge«. Briefen sind 20 Psg. Rückporto beizufügen! [912 Küchenmädchen gesucht. 859 Bahnhof-Restauration. Tausende, die an Blasen- (auch Betta.), Nieren-, Kranen- und GeschlechtSkrankh. selbst in den schlimmsten Fällen gelitten, wurden geheilt. Prosp. gratts. Brieflich zu wenden an [457 A. C. Bauer, Fraokf. a/M., Leerb. 80. Gießener Theater - Verein Nr. 1—250. Zimmer rechts vom Eingang. Gallerie-Zimmer links vom Eingang. zu vermiethen. L. Feidel. Für Aufbewahrung der Garderobe sind 20 H und zwar im Voraus zu entrichten. 1016 782 Der Vorstand Giessener 1039 Der Borstand empfiehlt 546 A. Kröll, Seltersweg 12 Mittwoch Abend bei Deuker II. Parquet und Anbau Meidinger, Irische, Bude rus’sche Amerikaner, Füllreg-nlir- u. Kochofen, Feuergeräthe, Emaill. Kochgeschirre i™sRiidergesellscliaft. Mittwoch den 4. Februar, Abend» 9 Uhr, Cafe Ebel: General - Versammlung. Tagesordnung r Aufnahme neuer Mitglieder, Abrechnung des Stistungs- f-ftes, Dechargeerthetlung, Wahl zweier Delegirter zum Rudertag. MaSkenkrLnz- chen (Carneoalistische Abendunterhaltung). Hermann Katz Seltersweg 20 JHanufactup, Jlloilfinaaren unö Damenamfectüm Concordia. Samstag den 7. Februar, Abends 7 Uhr 58% Mi«.: Maskenball in Steins Saalbau. Geheimtürten für Mitglieder bei Herrn Schneider. Schillerstraße 8. Geheimkarten für Nichtmitglieder und zwar für Herren 50 Pf., für Damen 20 Pf bei den Mitgliedern, den Herren Friseuren Eonrad, Mäusburg, Kra> «er, Brandgasse, und Muhl, Bahnhofstraße, sowie Abends an der Kasse. Karten zur Theilnahme an Maskerade und Ball ä Person 1 Mk. ebendaselbst. «berhefflsche Gesellschaft für Rata», »ad Heilkunde. Sitzung: Mittwoch, 4. Februar, Abends 6 Uhr, in der kleinen Aula. Borttag: Herr Director Weihrich über die „Vorgänger' Liebigs auf dem Lehrstuhle der Chemie in Gießen". [1000 Giessener Theater-Verein. Gesammt-Gaslspiel des Frankfurter Theaters Donnerstag den 5. Februar 1891 in Steins Saalbau. i. Eine Mutter vor Gericht» Dramolettv. Ed.Mauthner. ii. Durchs Ohr. Lustspiel in 3 Acten von Willi. Jordan, in. Simeon und Delila» Lustspiel in 1 Act von E. Claar. Abonnements für fünf Vorstellungen für I. Parquet 12,50 JL, II. Parquet 8,50 JL werden noch bis Sonntag den 1. Februar ausgegeben, Von Montag den 2. Februar ab Verkauf der Tageskarten. I. Parquet 3 JLy II. Parquet 2 JL Gallerie 1 V4L (sämmtl. nummerirt). Der Plan der geänderten Saalordnung liegt bei Herrn Ernst Challier aus, wo auch der Billetverkauf stattfindet. 826 Eröffnung des Saales und der Abendkasse 6Vs Uhr. Anfang präcise 7Vs Uhr.' t Wegen Geschäfts ♦ Verlegung Y in das von mir erkaufte Haus „Mäusburg 5" ♦ wird mein großes Waareulager t gänzlich ailsverkauft Kaiserpanorama MüuSbnra IS, parterre. Diese Woche große malerische Reise durch Oberitatien u. d. Alpen. Neu eröffnet! permanente Ausstellung von 100 plastischen Ansichten. U- a Effectstück aus dem Passage-Panoplikum Berlin, da» Bad etner römischen Kaiserin. Schützenfestzug in Berlin rc rc. 917 Restaurateuren, Vereinen und Gesellschaften zur gefälligen Kenntntß, daß 100 Karten zu 15 Jt (per Besuch 15 an der Kasse zu haben sind. H. Schmidt. Zwei Dienstmädchen Mr die neue Klinik sofort gesucht. [1040 Vermischte Anzeigen. Wegen Erkrankung des Kapellmeisters Herrn R, Lerch kann der vorletzte Vortrag von Fräulein Mathalie Köhler er st nächste Woche am Donnerstag den 12. Februar stattfinden. 1026 Für Aufbewahrung der Garderobe sind nunmehr drei mit den nöthigen Einrichtungen versehene Zimmer bestimmt und wird im Jntereffe einer prompten und sicheren Beförderung dringend gebeten, die getroffenen Anordnungen einzuhalten: I. Parquet 1 und^Anbau ! 92r' 251—346. Zimmer links vom Eingang. Aermietstmga». 1022] Ein FamiltenlogiS ist zu ver- miethen und bis zum 1. März zu beziehen. Wilh. WeidtMan«, Frankfurterstr. 83. 1027] Eine Famtlienwohnung zu ver- miet 5 en.__Tiefenweg 10. 1629] Bleichstraße 21: 5 Zimmer nebst Wasserleitung und allem Zubehör zu ver- mietben. Näheres im Laden. 1009] Der oberste, zur Zeit von Herrn Rechtsanwalt Holzapfel bewohnte Stock des Hoch 'schen Hauses, Frankfurterstraße Nr. 4, ist zu vermiethen und vom 15. Mai ab beziebbar.____________________________ 1012) Zwei Zimmer mit Küche an ruh Leute zu vermiethen. Marktftraße 10. lOjlj Kleines Logis zu vermiethen. ______Asterweg 22. 368) Wohnung zu vermiethen Bahndosstr. 50 bei Jng. Merz. 224] Ein Logis von 4 Zimmern, Cor- ridor und Wasserleitung, zu vermiethen __________________________Kanzleiberg 7. 2231 Durch Versetzung des Herrn Kreisbaumeisters von Riefel ist die zweite Etage meines Hauses für sofort oder später anderweit zu vermiethen. __Dr. Haupt, After weg 29. 86] Der untere Stock der Billa Pietsch am Nahrungsberg ist zu verniirthen (alsbald beziehbar) durch JLabroisse, Rechtsanwalt. 102] Der obere Stock meines Hauses, Sonnenstraße 3, nebst Wasserleitung und allem Zubehör, ist sofort sehr preiswerth 213] Schöne Wohnung, 4—5 >stm., an ruh. Familie zu verm. Löberstraße 4. 218] Ein Familtenlogis per 15. März zu vermiethen bei I. Schaum Wwe., Bahnhofstraße 56. 329] Bel-Etage, 7 Zimmer, event. auch getheilt, vermiethet Au-ust Noll H., Bahnhofstraße 51. 914] Ederstraße Nr. 6 und Weserftraße Nr. 7 ist je der mittlere Stock, beftebend aus 5 Zimmern, Küche, Wasserleitung, Corridor, Gartenantheil und allem Zubehör, sofort zu vermiethen. Näheres bei Jakob Helsenbein, ___________________Marburgerstr. 83. 980] Erlengasse 15 ein Logis zu ver- miethen.__________H. A. Nassauer. 98] Gartenftraße 21, Logis zu verm., 7 Zimmer mit Balkon u. Gartenantheil, zum 1. April. Näheres das. 21, III. St. 502] Wohnung im mittleren Stock, 6 Zimmer rc-, auf Wunsch mit Pferdestall und Chaisenremise, auf 1. April zu ver- miethen._____________Gartenstraße 29. 955] Der zweite Stock zu vermiethen. Wolfstraße 10, Ecke der Grünbergerstr. 600] Gin gut möblirteb Zimmer sofort vermiethen. Neuenweg 1». T.a am 522 in bester Lage jetzt oder später zu oers miethen. Zu erfragen in der Exp. d. Bl. Großer Laden mit oder ohne Wohnung in bester Lage ist zu vermiethen und Ende Marz beziehbar bei [226] August Noll 1. 115 per Traglast 13 Vfg», 1024J O. Gottlieb, Kalligraph. 1023 :n. Abzuholen bd [1036 i 1014] Braves Laufmädchen gesucht. Herrn E. Balser, Mäusburg. I Garrenftraße 38, II. Wieseck, den 2. Februar 1891. 1041 Familie Lepper 3Vie/e Gießener Gelsenk. Bergw.-Act. sind am Stiftungsfest der G. Rudergesellschaft in Steins Saalbau zurückgeblieben. Abzuholen bei eröffnen. Meldungen von Damen, Herren und Kindern bitte in meiner Wohnung, BiSmarckstr. 6, Part., zu bewirken. Näheres Prospecte. Disconto-Command^Auth. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Act. Oest. Credtt-Act. Oest. Staatsb.-Act. Fghrlast IS „ Die Bleicher: H. Tr«ppi»g«, I. «alfet, Z. Schmitz, K. Schürz. 1(110] Rrinliches Mädchen von 15 bis 16 Jahren tagsüber zu Kindern ge- sucht. Wo? sagt die Exped. d Bl. 102^] Ein gebildeter junger Man« aus guter Familie für Colontalwaaren- Geschäft en gros als Lehrling gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. die Familie Will. Annerod, den 2. Februar 1891. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 3 Uhr von der Anneröder Mühle aus statt. 1030 Statt besonderer Anzeige Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unser lieber Vater Herr Georg1 Franz III. gestern Nacht 1 Uhr nach langem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Gießen, den 3. Februar 1891. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 2 Uhr von der neuen Klinik aus statt. 1033 Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser geliebter Schwiegervater und Großvater Herr Johannes Pfeffer, Müller, gestern Mittag nach langem Leiden sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bittet 3®/o Reichsanleihe 3Va°/o do. 3% Preuß. ConsolS 3Vi°/e do. | Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der | Krankheit und Beerdigung unserer lieben Tochter K Marie Margarethe Lepper sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schlosser I und die zahlreichen Blumenspenden sagen wir Allen unseren innigsten I Dank. 1025] Ein anständ. junger Kaufmann sucht per 15. März Logis mit ober ohne Abendtisch in guter Familie. Offerten sub K. K. 1200 an die Exped. dieses Blattes. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. z Frankfurter Börse vom 3. Februar 1891. Schlußcourse 1 Uhr 15 Min. Dem Herrn Kalligraphen O.; Nack Bekattutwerde« diese* Gottlieb bescheinige id, hiermit, daß die g^llt Tvntfi Handschrift meines Lehrlings Louis Heß I J?*“ ,»EU xn wenigen Unterrichtsstunden sich sehr Dietchen der roafqx aebeffert hat und ist Herr Gottlieb aufs ~ * * * *-- Wärmste zu empfehlen. Gießen, 1. Februar 1891. Pfeffer. T urch vielfache j Aufforderungen bin! ich veranlaßt, einen! zweiten jedochletz- j ten Cnrfus im! Schönschreiben zu 1 Donnerstag, 5. Fevr., Abds. 8V- Uhr: MonatS-Ditznng int Vereinslocal (CafS Ebel). Tagesordnung: Wahl zweier Vertreter für den Verbandstag in Offenbach, Lesestoff, Vereinsangelegenheiten. 10dl Der Vorstand. Restaurant „Mm Köwen". Mittwoch Abend» Ä Metzel- suppe, I Zwei Fächer Größte Auswahl in eleganter Masken-Garderobe zu verleihen. Matzanfertignng in kürzester Seit. A. Kretzschmar, 1008___________Seltersweg 41. Vertauschter Muff. Am 15. Januar wurde in Steins Garten ein Muff vertauscht. Nähere? 1607 Frankfurterstraße 31, I. 86 40 98.45 86 40 98.50 4% Ung. Gold-Rente 5% Jtal. Rente 4 Vs % Oest. Silber-Rente 5% Ruff. m. Orient H.40 M4X) • 1.30 77 40 210.60 Lomb. E.-B.-Act. 118.75 152.20 Bufchtherader E.-B.-Act. 46685 154 20 Elbthal-Bahn-Act. 19862 136-60 Gotthard-Bahn-Act. 164.40 103.50 L-chweizer Nordoft-B.-Act. 188.30 270.12 Mainzer E.-B.-Act. 116.00 «412 Marienburger E.-B.-Nct. H60 172.40 Ver. KönigS-Laurah^Acb Tendenz: ruhig. 185.00 Reichsbank-DiScont 4 pCt. — Frankfurter Bank-DiScont 4 pGt. Krdacno«: K. Echetzda- — Drua und Verlag der Brühl'schm Dnuter« (Fr. Chr. Pietsch- in Gießen.