i Rr. 3 Erstes Blatt. Sonntag den 4. Januar 1890 Der chttßener Knzeiger crschemt täglich, mit Ausnahme det MontugS. Die Gießener MsvrlttenStäUer werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal deigelegt. Kießmer Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Bierteljähriger Avsnnementsprr!.O, 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die P-ost bezöge» 2 Mark 50 Plg Aedaction, Expedn«°r und Druckerei: -ch»cstraßeAr.> Fernsprecher 61 Amts- unb Anzeigebl«tt für den Kreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den ^tg,idrn Tag erscheinenden Nuinmer bi- Bonn. 10 Uhr. chratisöeikage: chießmer Kamikienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen Amtlicher Theil. Bekanntmachung, die Abhaltung landwirthschastlicher Vorträge betreffend. E- wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Landwirthschastslehrer Leithiger zu Alsfeld 1) Sonntag, den 4L Januar 1891, Nachmittags 3 Uhr, in Hungen im „Solmser Hof" über Buchführung; 2) Sonntag, den 11. Januar 1891, Nachmittags 3 Uhr, in Lich in der Wirthschaft des Herrn Heiland, über Buchführung resp. Anwendung von künstlichem rc. Dünger; 3) Sonntag, den 1. Februar 1891, Nachmittags 3 Uhr, in Großen-Buseck in der Wirthschaft des Herrn Gengnagel, über Feldbereinigung; 4) Sonntag den 8. Februar 1891, Nachmittags 3 Uhr, in Lollar in der Wirthschaft „Zum Schwanen", über die Anwendung landwirthschastlicher Maschinen und Geräthe im kleinen bäuerlichen Betrieb; 5) Sonntag den 1 März 1891, Nachmittags 3 Uhr, in Grünberg im „Englischen Hof" (bei Wagner) über die Anwendung landwirthschastlicher Maschinen und Geräthe im kleinen bäuerlichen Betrieb Borträge halten wird. Alle Mitglieder des landwirthschaftlichen BezirkSvereinS, sowie der landwirthschaftlichen Localvereine und alle Freunde der Landwirthschaft werden zu diesen Versammlungen hierdurch ergebenst eingeladen. Die Herren Bürgermeister der Gemeinden, in welchen die Vorträge gehalten werden, sowie die der benachbarten Gemeinden werden hierdurch ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlungen hinzuwirken. Gießen, den 9. December 1890. Der Director des landwirthschaftlichen BezirkSvereinS. Jost, Regierungsrath. Gefunden: 1 Spazierstock, 1 Pferdeteppich, 1 Geldstück, 1 Bettüberzug und 1 Kohtenkorb. Gießen, den 3. Januar 1891. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Versuche» Reich. Darmstadt, 1. Januar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heule zur Entgegennahme der Neujahrsgratulationen: II. Grobherzogliche Hoheiten die Prinzen Heinrich und Wilhelm. Außerdem empfingen Seine Königliche Hoheit in Gegenwart des Erbgrobherzogs, K. H.: den General- und die Flügel-Adjutanten, die persönlichen Adjutanten der Groß- herzoglichen Prinzen, den Begleiter Sr. K. H. deS Erb- zroßherzogs und den Generalmajor ä la suite Mootz, die Obersthof- und Ober-Hoschargen, den Vorstand des Großherzoglichen Cabinets, den Vorstand des Hosjagdamts, den Oberhofprediger, den Director des Grobherzoglichen Hoftheaters, den Cabinetsbibliothekar- die Generale und Regimentscommandeure der Garnison, den Commandeur des Großh. Hess. Trainbataillons Nr. 25, den Commandeur des Großh. Gensdarmerie-Corps, sowie den evangel. Divisionspsarrer; den Staatsminister, den Finanzminister, die Präsidenten der Landescollegien und den Vertreter des Oberbürgermeisters Beigeordneten Riedlinger; den Königlich Preußischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Freiherrn v. Plessen. Darmstadt, 2. Januar. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 54, ausgegeben Darmstadt, 31. December 1890, enthält: Bekanntmachung Großherzoglichen Staats- ministeriumß, Abänderungen der Postordnung vom 8. März 1879 betreffend. Darmstadt, 2. Januar. Seine Majestät der Kaiser hat bestimmt, daß in dem Jahre 1891 bei der Jnsanterie- Schießschule zu Spandau ein Jnsormationscursus für Stabsoffiziere abzuhalten sei. An Lehrcursen finden im Jahre 1891 bei dieser Schule vier statt, zu jedem derselben find 52 Hauptleute und 12 Lieutenants zu commandiren. An Unteroffiziers- Uebungscursen sind im Jahre 1891 bei der Jnfanterie-Schieß- schule in Spandau und aus den Schießplätzen bei Darmstadt und Falkenberg je einer mit insgesammt 420 Unteroffizieren einzurichten. Für den Uebungscurs aus dem Schießplatz bei Darmstadt wird eine Unteroffiziers-Uebungs-Compagnie in Stärke von 120 Unteroffizieren gebildet. Das Lehrpersonal stellt die Schießschule in Spandau. 2luslatiO. Rom, 1. Januar. Der Gouverneur von Adua, Mascha sch a, bittet in einem Telegramm an den Ministerpräsidenten Crispi, dem Könige und der königlichen Familie seine Huldigung auszudrücken und dieselben zu versichern, daß die Wünsche des Königs Menelik einzig und allein dahin gingen, die Freundschaft zwischen Italien und Aethiopien zu erhalten und zu befestigen. Brüffel, 1. Januar. Beim Neujahrs-Empfang im königlichen Palais hielt der Präsident der Kammer eine Ansprache, worin er hervorhob, die Kammer werde sich nicht durch eitle Hirngespinste beirren lassen. Sie werde sich ihrer Pflicht nicht entziehen, wenn sich die ihr gestellte Ausgabe als besonders schwierig Herausstellen würde. Der Bürgermeister drückte die Hoffnung aus, daß durch den persönlichen Militärdienst bald die Söhne der Bürger wie die der Arbeiter der Armee zugesührt würden. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Torrespondenz-Bureau. Berlin, 2. Januar. Der „Reichsanzeiger" meldet: Nach telegraphischer Anzeige des Reichscommissars Wißmann wurde die Reichs flagge gestern an der deutsch-ostasrikanischen Küste gehisst. Bochum, 2. Januar. Aus der Zeche „Heinrich Gustav" sand eine Explosion schlagender Wetter statt. Bis heute Mittag wurden zwei Todte und neun Verwundete heraufgefördert. Würzburg, 2. Januar. Bei der heutigen Stiftungsseier der Universität wurde der Preis der Rienecker st istung (1000 Mk. und goldene Medaille) dem Profeffor Robert Koch (Berlin) zuerkannt. Stuttgart, 2. Januar. Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Freiherrn Axel von Varnbüler- Hemmingen zum württembergischen Geschäftsträger in Petersburg mit der Stellung eines Wirklichen Legationsraths. Hamburg, 2. Januar. Trotz des proclamirten Ausstandes der Feuerleute für Dampfschiffe musterten mehrere Gesellfchasten heute zu um 10 Mk. geringerer Monatsheuer Feuerleute an. Bern, 2. Januar. Die eidgenössische Kriegsmaterial- Verwaltung erklärt, die Abgabe der neuen Gewehre seitens der Fabrikanten an den Bund beginne mit Anfang 1891, die Ausrüstung der Armee mit denselben werde in kurzer Zeit durchgeführt sein. Auch die Fabrikation des rauchlosen neuen Pulvers biete keine Schwierigkeiten- es sei gegen atmosphärische Einflüsse keineswegs unempfindlicher als das bisherige schwarze Pulver. Paris, 2. Januar. Die Blätter heb en hervor, daß beim officiellen Neujahrsempsange in Marseille der Bischof und die katholische Geistlichkeit fehlten, dagegen der Consistorial- präsident der resormiten Kirche in einer Ansprache die Ergebenheit der Religionsgenossen gegen die Republik ausdrückte. Kardinal Lavigerie erhielt für feine der Republik freundliche Kundgebung Zustimmungsbriefe vom Bischof von St. Denis und La Reunion, ferner von den Bischöfen refp. Erzbischöfen von Tours, Cambrai, Rouen, Digne, Rayonne, Langres, Bajeux und anderen. Betont wird, der Bries des Bischofs von St. Denis fei nach einer Unterredung mit dem Papste geschrieben. London, 2. Januar. An einer Weihnachtsfeier in Wortley, in der Nähe von Leeds, nahmen viele Schulkinder Theil, welche in leichten FeencostÜmen gekleidet waren und chinesische Laternen trugen. Vor dem Beginn der Vorstellung gerieten einige Laternen in Brand und die Flammen ergriffen die Kleider der Mädchen, von denen fünfzehn verletzt wurden, darunter mehrere lebensgefährlich. Vier Kinder sind nachträglich gestorben. London, 2. Januar. Der „Times" wird aus Philadelphia gemeldet, daß M a r f ch a l l F i e l d u. C o. in Chicago, das größte Handelshaus der Unionsstaaten, einen Prozeß angestrengt habe, um die Verfaffungsmäßigkeit des Mc Kinleys Tarifgesetzes festzustellen. Der Prozeß stützt sich auf die Weglassung des Tabakrabatt-Paragraphen, welcher nach Ansicht der Prozessirenden das ganze Gesetz ungiltig mache. Die Regierungsbeamten bezweifeln dies jedoch. Kopenhagen, 2. Januar. Die Verbindung Kopenhagens mit Malmö ist wegen Nebels unterbrochen. Belgrad, 2. Januar. Aus dem hiesigen Krankenhause ist ein Patient als geheilt entlassen, bei dessen Aufnahme beginnende Tuberkulose conftatirt war. Nach wiederholten, bis 1 Centigramm steigenden Kochm-Jnjectionen wurden keine Bacillen mehr im Auswurf gesunden. Liffabon, 2. Januar. Die C o r t e s wurden heute vom König feierlich eröffnet. Die Ansprache conftatirt die Ruhe im Innern und hofft, dieselbe werde noch durch die schwebenden diplomatischen Verhandlungen befestigt werden. Mit England sei bezüglich Afrikas ein Abkommen aus 6 Monate geschlossen, welches jedoch die mißlichen Zwischenfälle in Manica nicht verhindern konnte. Die Differenz mit dem Congostaat bezüglich der Lunda-Affaire werde diplomatischen Verhandlungen in Lissabon unterbreitet werden. Die Streitpunkte bezüglich der Abgrenzung mit dem Congostaat und bezüglich der Delagoabay-Eisenbahn werde dem Schiedsspruch der Schweiz unterbreitet. Der König erhofft die Consolidation der schwebenden Schuld. Eine vorsichtige Weise der Verwaltung werde es ermöglichen, eine neue Anleihe zu vermeiden und durch Sparsamkeit das Gleichgewicht herzustellen. Die Lage der Steuerzahler verbiete die Auflegung neuer Lasten. Die Thronrede kündigt neue Reformen in der inneren Verwaltung an. Morgen oder Montag wird das Decret verlesen, welches die Cortes bis zum 2. April vertagt. Cocoles unb provinzielles. Gießen, 3. Januar. -s. Den rastlosen Bemühungen des Ausschusses des Theater-Verems ist es, trotz des Mißtrauens, das Anfangs seinen Bestrebungen entgegengebracht wurde, gelungen, schon am 15. dieses Monats seinen Plan, wie das gestrige Inserat bereits mitgetheilt, durch eine erste Vorstellung zu verwirklichen. Wer bei den Vorbereitungen hierzu hinter die Cou- lissen zu sehen Gelegenheit gehabt, weiß, wie ungeheuer die Schwierigkeiten und Mühseligkeiten gewesen, die den Weg zu diesem Ziele begleitet, weiß aber auch, mit wie ernstem Eifer die Männer, die sich einmal an die Spitze des Unternehmens gestellt, bestrebt waren, das Beste zu erringen und ihrer Sache eine bleibende Stätte an hiesigem Orte zu schaffen. Es ist kein leichter Kamps, der Kamps mit Vorurtheilen, die in unserer Stadt theilweise nur zu mächtig sind, die sich nörgelnd und angstvoll allem Neuen entgegenstellen — aber daß Männer, die schon bei ähnlichen Gelegenheiten bittere Erfahrungen gemacht, nicht zurückgeschreckt vor diesem Kampf, daß sie aufs Neue kein Opfer gescheut und selbst ihr Ansehen daran gesetzt, zu siegen, das muß auch dann dankbar anerkannt werden, wenn durch irgend einen unvorhergesehenen Zufall das Unternehmen doch noch scheitern sollte. Aber es ist einstweilen ein guter Beweis für das immer lebhafter werdende Interesse an der Sache, daß die Zahl der Mitglieder noch immer im Steigen begriffen ist und daß sich diese Mitglieder aus allen Gesellschaftsklassen zusammensetzen. Der Ausschuß hat den anerkennenswerthen Beschluß gefaßt, eine ö sf ent li che Verloosung der Plätze stattfinden zu lassen, um Jedem gerecht zu werden. Es ist im gestrigen Inserate Alles das schon zu genau auseinandergefetzt worden, als daß es hier abermals ausführlicher Erklärungen bedürfte- nur das fei nochmals betont, daß sämmtliche Plätze wirklich gut sind, wie der bei Herrn Challier aufliegende Plan deS Theaters (der übrigens auch in dem in Kürze erscheinenden neuen Adreßbuch Ausnahme finden wird) Jedem bezeugen kann. Der Vorstand, dessen endgiltige Wahl vor wenig Tagen stattgefunden, fetzt sich aus folgenden Herren zusammen: Pros. Dr. Netto (I. Vorsitzender), Hauptmann Goldmann (II. Vorsitzender), Banquier Heichelheim (Schatzmeister) und Musikalienhändler Challier (Schriftführer); daran schließen sich als Ausschuß die theils schon srüher genannten Herren an: Fabrikant Bock, Oberstlieutenant Caspari, Pros. Dr. Co fak, Fabrikant Gail, Kaufmann Th. Hau - bach, Restaurateur Kirch und Landgerichtsrath Schäfer. — Man darf gewiß mit Spannung dem weiteren Schicksal dieses neuen Unternehmens entgegensehen. Der erste Schritt ist gethan — und zu den weiteren Schritten, zur Erreichung des gesetzten Zieles, müffen immer mehr behülflich sein und das werden sie auch. Wir wenigstens glauben es gewiß! — Am gestrigen Tage hat der von 28 hiesigen Metzger« gegründete Schlacht-Viehverficherungsverein seine Thätigkeit begonnen. Das Glück war dem jungen Vereine nicht besonders günstig, denn schon am ersten Tage fiel dem Verein ein versicherter, auf die Freibank verwiesener Schlachtochse zu. U« so erfreulicher war es für den Verkäufer, daß er den vereinbarten Preis ungekürzt ausbezahlt erhielt. Möchten daher die Landwirthe dem Schlachtviehversicherungsverein ihr Vertrauen entgegenbringen und gerne den kleinen Versicherungs- betrag bezahlen. Insbesondere seien auch die Vorstände der Ortsviehkassen aus dem Lande aus die ihren Mitgliedern gebotene Gelegenheit, sich gegen geringe Gebühr vor Verlusten zu schützen, aufmerksam gemacht. Im Interesse des gesummten Metzgergewerbes wie der Landwirthe und Viehverkäuser ist allerdings zu wünschen, daß sämmtliche Metzger Gießens dem Schlachwiehversicherungsverein sich anschließen möchten. — In dem auf der Mäusburg 12 Hierselbst befindlichen Panorama ist für diese Woche wieder eine prachtvolle und hoch interessante Abtheilung, Savoyen und die Besteigung des Montblanc, ausgestellt. Wir machen aus diese Ausstellung besonders aufmerksam, denn sie entrollt uns eine große Anzahl naturgetreuer Bilder, führt uns im Geiste durch Tunnels, über Gletscher, an Eisthürmen vorbei über gefährliche Passagen nach der Spitze des Montblanc. Die von hier aus wie beim Abstieg sich bietenden Bilder lassen es erklärlich erscheinen, warum alljährlich kühne Bergsteiger unter Mühen und Kosten (die Mitnahme eines Führers kostet circa 300 Mark) den Montblanc besteigen. Es sollte deshalb Niemand diese Gelegenheit unbenutzt vorübergehen lassen, einen Gang ins Panorama zu machen, der dort empfangene Eindruck wird ein unvergeßlicher sein. w. Theater. Daß L' Arronges bekanntes Volksstück „Mein Leopold" auch heute noch nicht seine Wirkung aus das Publikum eingebüßt hat und unter das alte Eisen geworfen werden darf, zeigt auch der lebhafte Beifall, den die Vorstellung am Neujahrstage fand. Das Stück entbehrt zwar desjenigen energischen dramatischen Zuges, der die augenblicklich im Mittelpunkte des Interesses stehenden modernen Bühnendichtungen auszeichnet,- aber es enthält eine ganze Reihe poetisch schöner und in ihrer einfachen Wahrheit ergreifender Scenen ernsteren Charakters, neben denen wiederum originell erfundene komische Episoden hergehen. Das Ganze umrahmt eine graziöse Musik, die wesentlich zu dem schönen Eindruck, den das Stück im Ganzen macht, beiträgt. — Die Darstellung am Donnerstag reiht sich den besten des „Neuen Theaters" an. Ausgezeichnet spielten vor Allen Herr Reiners als „Weigelt" und dann Herr Winolt als „Stake". Die komischen Scenen gelangen dem ersteren so gut, wie man das von ihm gewohnt ist, und in den ernsteren wirkte sein ergreifendes Spiel um so mehr, als Herr Reiners in Partien der Art nur selten bislang aufgetreten ist. Herr Winolt charakterisirte seinen Stake namentlich im zweite Acte ganz trefflich, im letzten hatte er zu sehr unter dem Einfluß einer heftigen Erkältung zu leiden. Sehr erheiternd war Herrn Biebrachs Spiel in der Rolle des „Mehlmaier", vielleicht sogar ein klein wenig zu heiter. Herr Schreiner machte seine Sache im ersten Acte ganz leidlich, jedoch in den folgenden Acten befriedigte er in Folge mangelhafter Beherrschung seiner winzigen Rolle keineswegs. Ganz treffend dagegen, wenn auch das Eine und das Andere in Maske und im Spiel sich etwas zu stark ausgetragen ausnahm, repräsentirte Herr Rupp den „Fälscher". Recht gewandt und charakteristisch war auch Herrn G o u l l o n s Spiel in der Rolle des „Leopold". Von den Damen war Frau Anni Reiners (Minna) allerliebst, ebenso ließ auch Fräulein Elisabeth Bischoss (Clara) nichts zu wünschen übrig. Fräulein Elsa Reinhold stand im Anfänge unter der Einwirkung einer gewissen Befangenheit, spielte sodann aber mit Gewandtheit und Wärme. Aus ihre Gesangspartien wird sie in Zukunft ein noch sorgfältigeres Studium verwenden müssen. Zu kalt kam uns Fräulein Antonie Roland vor; die übrigen kleinen Rollen waren gut besetzt. — Theater. Wir machen an dieser Stelle noch einmal ganz besonders auf die Sonntag stattfindende Vorstellung des allenthalben bekannten Stückes „Hasemanns Töchter" aufmerksam. Es ist unnöthig, ein Wort der Empfehlung über das fidele Volksstück zu sagen. — Denjenigen Landwirthen, welche Schlachtvieh nach Marburg zu bringen beabsichtigen, sei unter Hinweis aus die in vorliegender Nummer abgedruckte Bekanntmachung der Marburger Schlachthaus-Verwaltung mitgetheilt, daß in dem dortigen Jnnungs-Schlachthause eine Schlachtvieh-Verfichernng eingerichtet wurde. Gegen Entrichtung von 2 Mk. für Ochsen und Bullen, 1 Mk. 50 Pf. für Kühe, 1 Mk. für Stiere wird bei Beanstandung des Fleisches im Falle des Vorhandenseins einer Viehkrankheit der volle Kaufpreis der Schlacht- thiere ohne jeden Abzug aus der Kaffe ersetzt. Ebenso wird den Vieh-Verkäufern die Benützung der seit längerer Zeit bestehenden Schweine-Versicherungskaffe empfohlen. Die Versicherungsgebühr per Schwein beträgt 50 Pf. E. Hungen, 2. Januar. Die hiesigen Mitglieder des mitteldeutschen Bauernvereins haben in ihrer letzten Versammlung den Beschluß gefaßt, vom 1. Januar 1891 ab ein Handelsbureau zu errichten und bitten alle Mitglieder des mitteldeutschen Bauernvereins der Umgegend, dies gemeinnützige Unternehmen recht zahlreich zu unterstützen, besonders da keinerlei Kosten damit verbunden sind. — Die Verkäufer können unter Angabe des Alters, der Rasse, der Farbe, ob trächtig, zugfest rc., des ungefähren Preises und bei Fettvieh des ungefähren Gewichtes ihr Vieh beim Vorsitzenden anmelden, welcher auch Denjenigen Auskunft ertheilt, welche Vieh zu kaufen beabsichtigen. * Hungen, 2. Januar. In der Sylvesternacht gerieten Besucher einer hiesigen Wirthschaft in Streit. Ein hier beschäftigter Arbeiter griff sogleich zum Messer und stach einen Anderen, welcher abwehren wollte, durch die Hand. * Hungen, 2. Januar. Die Horloff ist zugefroren, wodurch die Mühlenbesitzer genöthigt sind, den Mühlenbetrieb ruhen zu lassen. Altenschlirf, 29. December. Bei der heutigen Wahl eines Beigeordneten für die hiesige Gemeinde wurde der seitherige Beigeordnete Andreas Eichenauer wieder einstimmig gewählt. 8 Bermuthshain, 2. Januar. Angeregt durch verschiedene, in der Umgegend gehaltene landwirthschaftliche Vorträge, speciell über den Nutzen der Stallsütterung, hat sich am 31. December hier eine Ortsbürger-Versammlung mit dieser Frage der Fütterungsarten beschäftigt. Eine Einigung über die allgemeine Einführung der besonders empfohlenen Stallfütterung wurde indeß nicht erzielt. § Gelegentlich einer Metzelsuppe in Holzmühl gab es unter' ben Betheiligten eine Schlägerei, bei welcher auch das Messer gebraucht wurde. Mehrere der Verletzten mußten ärztliche Hülfe in Anspruch nehmen. Friedberg, 2. Januar. Im Monat November haben 276 Wanderer in der hiesigen Herberge übernachtet, von welchen 173 die Verpflegung auf Kosten der Kreiskasse erhalten haben. An Arbeitsverdienst wurden 9 Mk 06 Pf. eingenommen. Die Einnahme vom Betrieb der Anstalt betrug 377 Mk. 86 Pf., die Ausgabe 472 Mk. 86 Pf. Es wurden demnach 94 Mk. 89 Pf. mehr ausgegeben als eingenommen. — Kleine Mittheilungeu aus dem Großherzogthum. Von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog wurde den nachbenannten Arbeitern in Offenbach in Anerkennung ihrer langjährigen treuen (42 bis 64jährigen) Arbeitsleistung in ein und derselben Arbeitsstelle die silberne Medaille für Verdienste verliehen : Lorenz Bachmann, Peter Mangelmann, Andreas Spahn, Adolf Hartwig, Sebastian Kunz, Johannes Nagel. — Der Commandat der freiw. Feuerwehr zu Darmstadt, Justus, feierte am 29. v. Mts. sein 25jähriges Jubiläum als Brand- direcror. — Die Heizer I. Hunhorn und Ph. Röhrig in Pfungstadt erhielten von dem Vorstand des Dampskessel- Ueberwachungsvereins in Anerkennung ihrer 25jährigen Dienstleistung eine Ehrengabe von je 50 Mk. nebst einem Diplom. — In das Mainzer Rochusspital wurde am Neujahrs^age ein Mädchen aus einem Nachbarort gebracht, welchem in der Neujahrsnacht ins Gesicht geschossen worden war. Ebenso hatte sich in Harheim ein Bursche den Daumen abgeschossen. — Vom Militärgericht in Mainz wurde ein Unteroffizier des 88. Regiments, welchem 32 Fälle von Mißhandlung Untergebener nachgewiesen wurden, zu 2 Jahren Festung verurtheilt. — In Erbes-Büdesheim brannte am 30. December die Erbach'sche Wirthschaft sammt vielen Vor- räthen nieder. Vermischtes. * Worms, 1. Januar. Der Eisgang auf dem Rhein ist jetzt so stark und so dicht, daß das eine Dampfboot der Hessischen Ludwigsbahn, das jetzt allein noch den Personenverkehr unterhält und die Fuhrwerke auf einer sogenannten Nähe trajectirt, sich nur mit der größten Mühe Bahn brechen kann. An der Windung, wo der neue Hasen angelegt wird, ist der Rhein eine weite Strecke hin zugefroren. Alle Kähne der Fischer sind aufs Trockene geschafft worden. Der Eisgang ist in der Nähe des linken Users viel stärker als in der des rechten. Das Trajectboot Nr. 1 der Hessischen Ludwigsbahn konnte nicht mehr in den Winterhafen einlaufen, da in Folge des niedrigen Wasserstandes die Verbindung unterbrochen ist. Das Trajectboot der Hessischen Ludwigsbahn hat am rechten Rheinufer an einer geschützten Stelle angelegt. * Worms, 29. December. Der Ausschuß des land- wirthschastlichen Vereins der Provinz Rheinhessen beschloß in seiner heutigen Sitzung nach längerer Debatte auf den Antrag des Landtagsabgeordneten Römer hin, der Staatsregierung die Errichtung einer landwirthschaftlichen Winterschule in Alzey unter der Voraussetzung zu empfehlen, daß seitens der Stadt Alzey die nöthigen Locali- täten gestellt werden und von Kreis- oder anderen Verbänden ein jährlicher Zuschuß von 2500 Mk. geleistet wird. * Vom Main, 1. Januar. Die diesjährigen H o l z p r e i f e sind nahezu unerschwinglich. In einzelnen Gemeinden wurden neuerdings sogar 16 Mk. per Doppel-Raistnrneter Tannenholz erzielt. Selbst die ältesten Bewohner vermögen sich solch enormer Preise nicht zu entsinnen. — Das Maineis hat sich bei Groß-Steinheim und Seligenstadt auf weite Strecken gestellt. Die Schneegänse zeigen sich.gegenwärtig in großen Schaaren längs des Mainstroms, finden aber in unseren Nimroden eifrige Verfolger. * △ Mainz, 2. Januar. Eine theilweise Arbeitseinstellung hat heute in einigen hiesigen Möbelfabriken stattgefunden. Der Grund davon ist der Beschluß des Fabrikantenverbandes, von heute an die Arbeitszeit von 91/2 Stunden auf 10 Stunden zu erhöhen und eine Lohn- reduction von 5pCt. eintreten zu lassen. Eine vollständige Arbeitseinstellung ist bis jetzt nur in den Fabriken der Firmen Kimbel und Fürst eingetreten, doch ist nach einer in einer allgemeinen Versammlung der Schreinergehülsen gestern gefaßten Resolution der Strike bei allen Firmen zu erwarten, welche an dem Beschluß des Fabrikantenverbandes festhalten. Es verdient erwähnt zu werden, daß gerade die angesehensten Möbelfabriken hier dem Beschlüsse des Fabrikantenverbands nicht beigetreten sind. — Von der bekannten Großviehhandlung von Simon & Heister hier wurde heute nach Aushebung der Sperre seit 13 Jahren die erste Sendung österreichischer Ochsen auf den Mainzer Viehhof gebracht. Obwohl sich der Preis nicht billiger als für das inländische Vieh stellte, sand die aus 22 Stück bestehende Sendung rasche Abnahme. * + Kassel, 2. Januar. Die grimmige Kälte der vergangenen Nacht — wir hatten hier in Kassel 14—15° 9?. — hat leider bereits ein Menschen leben zum Opfer gefordert. Ein Aufseher der Strafanstalt hinter Wehlheiden fand heute Morgen dicht an dem nach Schloß Schönfeld führenden Wege einen Mann erfroren im Felde liegen. Bei näherer Untersuchung stellte es sich heraus, daß der Entseelte ein Handwerksmann aus unserer „Vorstadt" Wehlheiden war. Der Unglückliche, ein Mann in den besten Jahren, hat ver- muthlich das Neujahrsfest etwas zu stark gefeiert, hat sich auf dem Wege nach seiner Wohnung verlaufen, aus Müdigkeit auf einen am Wege liegenden Strohhaufen gesetzt, um sich auszuruheu, ist cingeschlasen und zum ewigen Schlummer" erstarrt. — Einem jungen Handwerksburschen von 19 Jahren, welcher den gräßlichen Leichtsinn begangen hatte, in einem bei Bettenhausen stehenden Strohschober in freiem Felde zu übernachten, erfroren Hände und Füße. Ins Krankenhaus gebracht, mußte ihm ein Fuß amputirt werden. Literatur mhö Kttnft — „Prosit Neujahr!" ruft in höchst origineller Weise Heft 12 der »Jllrrstrirten Wett" (herausgegeben von Professor Joseph Kürschner, redigirt von Wilhem Wetter, Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt) seinen Lesern zu und läßt dem stimmungsvollen Festgruße eine Reihe von Bildern folgen, ebenso hübsch und warm empfunden wie dieser. Aus der reichen Auswahl einiges herausgreifend, nennen wir das liebliche „Rast auf der Flucht nach Aegypten", die reizende Waldidylle „Am Syloesterabend", das schöne Reiterbild „Kaiser Franz Joseph I.", „die heiligen drei Könige" im Schwarzwald, den „Untergang des Servent" und das meisterhaft ausgeführte „Bärenjagd in Rußland". Textlich finden wir die Fortsetzung des trefflichen Romans „Unter dem Bundschuh" und dm Schluß von „Wer war cs?", der endlich den Leser aus langer, banger Spannung erlöst. „Die Rächer ihres Vaters" ist eine hochinteressante Episode aus der französischen Eriminalgeschichte, der Artikel „Marionetten" ebenso unterhaltend wie belehrend. „Wie kann ich ein Stück Zucker unter'Wasser bringen, ohne daß es schmilzt?" dies überraschende Kunststück wird in Wort und Bild erläutert und zwergfellerschütternd am Schluß die Historie erzählt: „Wie Freund Hein auf seinen Fahrten zu Dr. Koch kam und wie es ihm dafelbst erging." Wie immer, ist für Küche, Haus und Hof noch manch Nützliches beigefügt, dessen Werth die Frauen am meisten zu schätzen wissen; was auch den Vorzug erklärt, den diese der „Jllustrirten Welt" vor allen anderen Familienjournalen geben. Wer drum für sich und die Seinen eine durchaus gemüth- und geistvolle Lectüre zu erwerben wünscht, der kaufe sich „Jllustrirte Welt", deren Hefte trotz des reichen Inhalts nutz 30 H kosten. — Man hat sich daran gewöhnt, in jedem Zeituttgs Catalog- den die Annoncen-Expedttion Rudolf Mosfe seit nunmehr vter- undzwanzig Jahren regelmäßig beim Jahreswechsel ihren Kunden auf den Neujahrstisch legt, irgend einen wesentlichen Fortschritt zu finden. Wie vor zwei Jahren mit dem Cataloge zum ersten Male ein vollständiger Tages-Notiz-Kalender vereinigt wurde, eine Einrichtung, die ungethetltesten Beifall fand, so hat in dem soeben erschienenen 1891er Insertions-Kalende, das Vorwort eine wesentliche inhaltliche Bereicherung gefunden. Dieser einleitende Theil, der dem Geschästsmanne werthvolle Winke gibt, „wie man zweckmäßig annon- clrt", bringt diesmal in sauberen Entwürfen einige Vorschläge zur wirkungsvollen Ausstattung der Anzeigen. Wir sehen eine Anzahl geschmackvoll ausgeführter Illustrationen vor uns, welche den Text von Annoncen einzelner Branchen zu begleiten bestimmt sind. Dann wieder werden uns Im ausfallenden Arrangement Rahmen und Einfassungen zu Anzeigen mit der Angabe ihrer specicllen Verwendung vorgeführt. Wir finden hier Mittel und Wege angegeben, nicht blos größere Inserate effictvoll zu gestalten, sondern auch kleinere Anzeigen, bte keinen großen Kostenaufwand vertragen, so zu arrangiren, daß sie ins Auge fallen. Außer dieser neuen und für jeden Interessenten werthvollen Bereicherung des Insertions-Kalenders finden wir wieder in demselben die altbewährten Einrichtungen, die Jedermann eine schnelle und zuverlässige Drientkung über die Zeitungsverhältnisse des Jn- und Auslandes gestatten. Auch der auf gutem Schreibpapier gedruckte Notrzkalender für jeden Tag des Jahres ist wieder vorhanden. Im Uebrigen zeichnet sich das Buch durch eine außerordentlich geschmackvolle typographische Ausstattung, sowie durch feinen eleganten Leinwand-Einband aus, der demselben auch äußerlich ein schmuckes neues Gewand verleiht. Verkehr, Land- r»nd VEswrr: Sietzen, 3. Januar. Marktbericht. Auf dem heurigem Wochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. .£ 0,80—0,95, Hühnereier 1 St. 7—8, 2 St. — H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. — Käse pr. St. 5—7 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen vr. Liter 18 4b Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Pcar 0,4u—0,50, Hühner pr. Stück 0,80—1 00, Hahnen pr. St- 0,75—1,00, Enten pr. Stück JL 1,40—1,80, Ochfenfleisch pr. Pfd- 70—74 H, Kuh- und Rindfleisch 60-64 Schweinefleisch 60-70 Hammelfleisch 62—68 Kalbfleisch 60— 64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 5,< 0—0,00, Weißkraut pr. St. 3—7 Zwiebeln per Rentner «X 6,00—0,00, Milch per Liter 12-18 H. Gänse pr. Pfd. 50-64 Arr-Mg arrs Siattöesambrejiftmi der Stadt SteLerr. Aufgebote. December: 27. Hermann Philipp Eise, Schneider dahier, mit Maria Friederike Hecker hierfelbst. 31. Johann Christian Hsischel- mann, Schuhmacher zu Gedern, mit Katharine Oberheim daselbst. 31. Johann Georg Geitze, Zimmermann zu Marburg, mit Anna Catharine Weinbach von Heskem. Eheschließungen. December: 27. Dr. Karl Nicol. Würger, Regierungs-Asseffor zu Mainz, mit Charlotte Johanna Babette Noll von hier. 27. Friedrich Emil Appel, Tapezier dahier, mit Emilie Henriette Philippine Simon Hierselbst. 31. Karl Albert, Pfarroerwalter zu Hopfmannsfeid, mit Maria Hermine Möser von hier. 31. Georg Philipp Schmidt, Tag- löhner dahier, mit Katharine Hen iette Schermuly hier selbst. 31. Heinrich Arnold, Glasermeister dahier, mit Elisabeth Kath- Welker hierfelbst. Januar: 2. Philipp Werner, Tagiöhner dahier, mit Maria Elisabethe Erb hierfelbst. 2. Heinrich Böcher, Dienst- knecht dahier, mit Anna Elifabethe Fischer hierfelbst. 3. Franz Xaver Andres, Postaushilfsbote dahier, mit Anna Marie Aßmuth hierfelbst. Geborene. December: 24. Dem Feldwebel Heinrich Adolph ein Sohv^ Karl. 25. Dem Heizer bei der Main-Wefer-Bc>hn Friedrich Kreiling eine Tochter. 25. Dem Zeichenlebrer Georg Gerhard eine Tochter. 25. Dem Schuhmacher Wilhelm Schmidt IV. ein Sohn, Heim ich. 26. Dem Schneider Heinrich Heinze eine Tochter, Martda Lina Elisadetha Gertrude Katharina. 27. Dem Schlosser Gerhard Schepers eine Tochter. 28. Dem Telegraphen-Ver walter Georg Manefeid eine Tochter. 28. Dem Schuhmacher Heinrich Fuchs eine Tochter. 30. Dem Schneider Jacob Morgenthaler eine Tochter, Katharine. Helene Elise. Gestorbene. December: 27. Anton Karl Joseph Kreuter, 1 Jahr alt, Sohn von Schlosser Ludwig Kreuter dahier. 27. Carotine Leib, geb. Zimmer, 74 Jabre alt, Wittwe von Schneidermeister Georg Leib dahier. 28. Friedrich Ludwig Georg Konrad Schmidt, 8 Monate alt, Sohn von Metzgelmeister Franz Schmidt dahier. 28. RoberL Büttner, IV« Jahre alt, Sohn von Schneider Johann Büttner dahier.. 30. Karl Amend, 6 Jahre alt, Sohn von Hilfsführer Heinrich Amenv dahier. 30. Luise Koch, geb. Kitzing, 66 Jahre alt, Eb/r Jahr^alt, Tochter von Fabrikant Hermann Küchel, zu Butzbach. Auszug aus öen Kirchenbüchern ixt Stadt sufcr». • Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 27. December. Friedrich Emil Avpel, Tapezier in Gießen, und Emilie Henriette Phtlippine Simon, Tochter des sciftorbcnen Oeconomen Friedrich Simon in Gießen. Denselben. Dr. Karl Nico'aus Ufwßcr, RegierungsassiNor in Mainz, und Charlotte Johanna Babette Noll, Tochter des verstorbenen Commerzienratds Adolf Noll in Gießen. Den 31. Januar. Karl Albert, Pfarrverwalter in Hopsmannsfeld, und Marie Hermine Möser, Tochter des Kaufmanns Karl Möser in ^^nselben. Georg Philipp Schmidt, Taglöbner in Gießen, und Katharine Henriette Schermuly, Tochter des verstorbenen Bergmanns Johann Conrad Schermuly in Niedernhausen. Den 1. Januar. Heinrich Arnold, Glasermeister in Gießen, und Elisabeth Katbarine Welker, Tochter des Maurers Conrad Welker in Vadenrod. Dm 2. Januar. Heinrich Böcher, Dienstknecht in Gießen, und Anna Elisabeth Fischer, Tochter des verstorbenen Drenstkncchts Johann Caspar Fischer in Elpenrod. Denselben. Philipp Werner, Taglöhner in Gießen, und Marie Elisabeth Erb, Tochter des verstorbenen Taglöhneis Pcter Erb in Geilshausen. Get«utte. Den 28. December. Dem Rechtsanwalt Eduard Holzapfel ein Sohn, Hermann Ludwig, geboren den 26. October. Derselben. Dem Profesfsr Dr. Karl Friedrich Eichbaum eine Tochter, Antonie Frida, geboren den 11. October. Denselben. Dem Kaufmann Georg Friedrich Jordan eine Tochter, Emilie Luise Marie, geboren den 4 December. Denselben. Dem Handschuhmacher Jakob Hengst ein Sohn, Conrad Karl, geboren den 10. November. Den 1. Jinuar. Dem Htlfsbeizer Reinhard Btpp^rliny eine Tochter, Friederike Mathilde Dorothea, geboren den 17. October. Den 2. Januar. Dem Professor Dr. Conrad Cosak ein Sohn, Karl Albert Heinrich Hellmuth, geboren den 18. November. Denselben. Dem Realgymnasiallehrer Dr. Adolf Strack eine Tochter, Ida Theodore Karoliue Amalie, geboren den 27. November. Beerdigte. Dm 29 December. Karottne Leib, geb. Zimmer, Wittwe des verstordenen Schneidermeisters Georg Leib, alt 74 Jahre, gestorben den 27. December. Den 1. Januar. Luise Koch, geb. Kitzing, Ehefrau des Steuer- aufsthers t. P. August Koch in Gießen, alt 66 Jahre, gestorben den 30 December. Pfarrer, Lehret Gutsbesitzer, Beamte rc. rauchen mit Vorliebe d. Holländ. Tabak von B* in Seesen o. H., 10 Pfd. tose in 1 Beutel fco. 8 JL 156 Brodpreise vom 4. bis 18. Januar 1891. Bei den Bäckern. $ 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod......... 29 bei K. Germann 28 2 „ (4 Pfd.) Weißbrod........... 58 bei K. Germann 56 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 1. Sorte.........27 2 „ (4 Pfd.) Scywarzbrod 1. Sorte .......- - 54 1 „ (2 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte.........25 2 „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Seite ......... 50 3 „ (6 Pfd.) Schwarzbrod 2. ©ort; bei K- Haas, I. Lein, L. Keil 75 Bei de« Brodverkäufer«. $ 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod......... 29 2 „ (4 „ ) ................58 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte..... ... 27 2 , (4 , ) Schwarzbrod 1. Sorte.........54 3 >, (6 „ ) Schwarzbrod 1. S^rte.........— 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte ...... 25 2 „ (4 , ) Schwarzbrod 2. Sorte.........50 3 . (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte Gießen, den 3. Januar 1891. Grotzh. Polizeiamt Gießen. Fresenius. Die Stelle eines Schreid- gebülfeu bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Gießen, mit welcher ein Jahresgehalt von 800—1200 verbunden ist, soll auf 1. Februar d. I. neu besetzt werden. Bewerber, welche im Besitz einer guten Handschrift sind, wollen ihre Meldungen unter Beifügung von Lebenslauf und Zeugnissen mit Angabe der Gehaltsansprüche bis spätestens 10. dieses Monats hierher einreichen. Gießen, 2. Januar 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 148 Holzverkauf. Samstag de« 10. Januar t., von 9 Uhr ab, werden im Gemeindehause zu Krofdorf nachverzeichnete Holzsortimente aus dem Krofdorf-Gleiberger Gemeinde Walde, Districten Krockel, Krockelsberg, Eichwald und Heide versteigert und zwar: 1) Stammholz, a) Eichen r 32 St- II. u. HL Kl. mit 3r>,74 Festm ; b) Nadel- holz: 315 St- HL u- iv. Kl. mit 99,18 Festm 2) 612 St. Nadelholz-Stangen 1, II. u. I1L Kl. mit 21,18 Fcstm. 3) 17 Rm Nadelholz-Kpl, 4 Mir. lang. 4)Bren«holzr a) Eiche«: H Rm. Sckeit, 10 Rm. Kpl, 19 Rm- Stöcke, 330 Rm- Reiser; b) Buche«: 85 Rm- Reiser; c) Nadelbolz: 4 Rm. Scheit, 40 Rm Kpl, 503 Nm. Reisen, 390 Rm. Stöcke. Krofdorf, den 2. Januar 1891. 145 Das Bürgermeisteramt. Ieilgeöotenes. Berliner Pfannenkuchen, Kreppet, Kaffee- und Theegebäck, täglich frisch, empstehlt Conditorei Hettter, 135) Südanlage. Städtisches Schlachthaus. Freibank. Von heute an [141 1». Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pr. Pfd. 341 Pfg. 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Heil iLindenplatz) und Handschuhfabrikant Wirstg (Seltersweg!. An der Kaste Herrenkarten 1.20 Jt, Damenkarten 60 — Galleriekarten 30 $ bei Herrn Friseur Conrad und Abends an der Kaste Geschäfts - Uebertragung. Hiermit erlaube ich mir, den geehrten Bewohnern von Gießen und Umgegend ergebenst anzuzeigen, daß ich die frühere Führer'sche WM" Wirthschaft in der Löwengaffe übernommen habe, und bitte ich das Wohlwollen, welches Sie bis jetzt Herrn Hauß entgegengebracht, auf mich zu übertragen. Ich werde stets bemüht fein, durch gute Getränke und Speisen sowie reelle Bedienung mir dasselbe zu erhalten. Zu zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein 165 Hochachtungsvoll Fritz Leaamng. Schlachtvieh Versicherung. Nachdem der Bezirks-Ausschuß die Statuten der von der hiesigen Fleischer-Innung errichteten „Schlacht - Gsoffvieh - Verstcherungs - Kaffe im Innung- - Schlachthaus? der Stadt Marburg" genehmigt hat, wird diese Kasse den Vieh-Verkäufern zur allgemeinen Benutzung bestens empfohlen. Die vor dem Schlachten an die Versicherungs- Beamten im Schlachthause zu zahlende Versicherungs-Prämie beträgt pro Stück: Ochsen und Bullen . . . . 2 Mk. — Pfg. Kühe......... 1 „ 50 „ Rinder und Stiere „ Gegen Entrichtung dieser Beträge wird der Beanstandung des Fleisches in Fällen des Vorhandenseins von Tuberkulose (Perlsucht), Darm- rc. rc. Entzündung, Wassersucht, Gelbsucht, Strahlenpilz und sonstiger Fehler, sofern hierdurch die Nichtbankwürdigkeit des Fleisches bedingt ist, der von den Vieh-Eigenthümern anzugebende Kaufpreis der Schlachtthiere ohne jeden Abzug aus dieser Kasse ersetzt werden. Gleichzeitig wird die Benutzung der schon länger dahier bestehenden „Schweine - Berficherungs- Kaffe" in gefWge Erinnerung gebracht. Der Versicherungsbeitrag beträgt pro Stück Schlachtschwein ... 50 Pfg. und ist derselbe vor dem Schlachten an die unterzeichnete Stelle zu zahlen. Auch hier erfolgt dann in Krankheitsfällen (mit Ausnahme der Finnenkrankheit) der Ersatz des versicherten Schweins nach dem jeweiligen Werth desselben. Marburg, am 30. December 1890. 133 Die SchlachthauS-Verwaltuvg._________ BREHMS Cabinet 1868er 2.40 1.35 3,~ 165 Per >/,Fl. ViSI. . . . 2— 1.15 Chemisch untersucht von Hrn. Geh. Hofrath Prof. Dr. K. Fresenius u.oon ärztlichen Autoritäten allen schwächlichen Personen empsoblen In Metzen zu haben bei [&59O Herrn Carl Bieler, Kreuzplatz6, u. Herrn C.S.Sarkho? Wwe.,Franksurterftr 1. rother Med.-Wein 2.- 1.15 Carlowitzer Ausbr „ „ 1-80 L— Rüster Ausbruch „ 1-80 1-- Tokayer „ Tokayer „ Mencscher „ Tokayer Ausbruch 1881er • - 1876er - dritte, neubearbeitete Auflage von Prof. Pechuel-Loesche, Dr. W. Haacke, Prof. W. Marshall und Prof. E. L. Taschenberg, mit über igoo Abbild, im Text, 9 Karten, igo Tafeln in Holzschnitt u. Chromodruck von W. Kuhnert, Fr. 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Dem Herrn Pfarrer Schlosser für die trostreiche Rede, sowie allen Denen , welche meiner guten Mutter die letzte Ehre erwiesen, so auch für die reichlichen Blumenspenden unseren besten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: 139 A«g. Koch, Locomotivführer. Gesucht ein tüchtiger zweiter BLcker. Entree 30 Pf. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Krmttf»r1er Börse vom 3. Januar 1891. Akademischer Gesangverein Montag den 3. d. Mt»<, 8 Uhr Abend«: Wiederbeginn der Proben. 160 Der Vorstand. Gesuch! 152] Ein staatlich geprüfter Hufschmied zum sofortigen Eintritt nach Frank- furt /r» fl. Auch Cassabanken lagen recht fest, sodaß die Couponsdifferenzen, welche durch Divibendendetachirung entstanden sind, zum Theil bereits ausgeglichen wurden. ' Oksterreichische Bahnen waren anfänglich vernachlässigt und wurden erst später in den Kreis der begünstigten Papiere einbezogen. In den letzten Tagen ging jedoch ' Wien so entschlossen vor, daß auch auf diesem Gebiet sehr bedeutende Coursgewinne das Resultat der Besserung bilden. Ich verzeichne Böhmische Nordbahn 2fl., West- 1 bahn 6 fl. Gewinn, Buschtherader 14 fl, Donau Drau 3 fl., Duxer 7 ff., Galizier 9*/2 fl-, Localbahn 7 fl., Lombarden 3 fl., Nordwest und Elbtha! ca. 5 fl. Staals- bahn wurden theils auf den Rumänischen Handelsvertrag, theils auf die bekannten kV°!£»ectc ü6tr Abtrennung des Domänenbesitzes besonders begünstigt und verlassen die Woche mit 12 fl. Gewinn Schweizer Bahnen waren weniger beachtet, doch auch sie gewannen durch die allgemein feste Tendenz und erhöhten ihre Course durchfchnrttlich um 1—2*/o. Von deutschen Bahnen sind Mainzer hervorzuheben, die 1,30 o/0 und Marlenburger, bie 3,40% gewonnen haben. Renten lagen wie bemerkt fast ohne Ausnahme sehr fest. Die beutichen 3 %igen Anleihen überschritten ben Emmiffions- courä, 3% %tge zogen 30 bis 40 Pfg. an. Hamburger Renten erhöhten ihren CourS um reichlich 1 o/e, aber noch stärker roanbte sich bie Kauflust ben höher verzinslichen italienischen Renten zu. J'aliener, Oefterreichifche Renten unb Ungarn wurden besonders begünstigt, doch ist kaum einer in der langen Liste der Renten- werthe, welcher nicht Beachtung gefunden hätte. Sogar Argentinier haben sich be- wwPtet Von Jndustriewerthen wurden Kohlenactien bereits genannt. Die strenge : Kälte, bte Einstellung der Schifffahrt, der Wagenmangel und nicht zuletzt bie Ver- : üflc 1 kommen ben Zechen zu Statten unb ermöglicht ihnen die Preise Über : das bisherige Niveau hinauszutreiben. Zum Schaben freilich der anberen In- ' buftrien. Eisenactien finb nichtsbeftowentger unb sogar im Wiberspruch mit ber entroirfelung ber Hüttenprobucte gleichfalls höher. Auch bie übrigen Jnbustrie- 1 actien Hanben in guter Frage unb erhöhten ihre Course zum Theff nicht unbebeutenb. 1 ??«^?"tdiscont fank bis auf 4»/* % nicht im Ausbruck einer besonderen @elb; ' fluffigkeit als vielmehr in Erwarrung eines billigeren Gelbstanbes. ausgrführt von der Capelle des 2. Grokh. Heff Jns.-Regts. Nr-116 unter Leitung des Großh Mufikdirectors Herrn Krauße. Finale a. d. Op. Aida............ Verdi mit Thebischen Tremben. 127] Sehr schönes Zimmer mit oder ohne Möbel vermiethet L. Reitz, Bahnhofstraße 34 I'. 126] Guter, gewölbter Keller zu »ermiethen._____________Kirchenplatz 11 162] Schlafstelle unb ein möbl. Zimmer an 1—2 Personen zu Perm. Neuenw- 48. 144] Laden mit Wohnung, beste Lage, zu vermiethen. Näh. in der Exp. d. Bl- Steins Garten. „Zur Insrl Helgoland Heute Sonntag den 4. Januar Vermietyunge«. 1471 Kleine Mansardenwohnung, 2 bis 3 Zimmer unb Zubehör, billigst zu ver- mietben. 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L. A. . 91.95 93.75 n Hamb.Lrtaalsrente 95.50 97.20 4°/°Schwed.Obltg.1880r 101.55 101.86 4o/oOestr. Goldrente . 95.05 95.60 I0/0 Türken conv. . 18.20 18.90 „ GriechischeMonopol- 50/o Argent. Gold-Anl. Arffeihe . . . 1 74.15 74.30 d. 1887 . . . 69.90 65.— 5o/y Rumänische Rente . 98.70 99.80 3V2°/o Egypt..... 92.70 4Vs0/o Russische Anl.. . 101.60 101.70 1 Eisendahn-Prioritäterr. 40/e Pfälz. Lubwigsbahn 5% Südbahn Lombarden 104.65 104.50 (Bexbach). . . „ Hessische Lubwigsb. 102.20 4°/0 bo. bo. 3o/o bo. do. 66.50 99.30 67.60 68/69 ßarant . 100.95 102.10 4o/g Prag-Duxer Golb . 99.15 100.— w Elifabethb. steuerfrei „ Rudolf Gold (S-lzk.) —.— 100.4® Golb .... 100.25 100.75 „ Franz-Joses Silber 85.— 85.7® 5o/o Oestr. Staatsbahn. 106.25 106.55 30/0 stacttl. garant. Jtal. 4o/o bo. bo. 99.95 100.30 Eismbahn . . 56.25 57.2® 3o/o bo. bo. 3°/c Livorneser . . . 63.60 64 — I.—VHLEmiff. 83.10 83.30 4o/o Ruff. Südw«Eisenb. 93.50 94.25 3o/o do. Ergänzungsnetz 79.60 79.80 40/0 Wlabikawkas gamt 92.50 93.05 5V0 Nordwestbahn Gold '106.60 106.50 4% gar. ©arbin.©ecjtfr. 83.10 85.5® Msenvahn-Uctie«. Ludwigshafen-Bexbach. 228.30 224.50 Lübeck-Büchner . . . 163.— 166.— Hessische Lubwigsbahn. 114.80 115.90 Mecklenburger . . . --- PfAzifche Norbbahn . 117.40 117.— Gottharbt..... 159.80 160.6® Marienburger-Mlawka. 54.10 57.30 Jtal. Mittelmeer . . 108.90 106.25 Banr-«etten. Deutsche Reichsbank . 143.— 141.50 Dresdener Bank. . . 151.80 155.5® Berlin. Hanbelsgesellsch. 155.— 159.50 Mitteldeutsche Credirb. . 108.— 110.— Deutsche Bank . . . 155.60 159.70 Wiener Bant-Verein . 1015/, 105 — DeutfcheGenoffwschftsb. v.Soergel,ParristusLCo. 127.80 126.— Württemb. Vereinsbank 126.— 124.60 Industrie-Papiere. Binbing-Brauerei . . Stern- bo. (Oberrod) 165.— 164.70 Deutsche Verlagsanstalt 231.50 234.5® 131.50 133.70 Farbwerke,vorm.Meifter, Bad. Anilin- u. Soda- Lucius & Brüning. 290 80 275.80 fabrif .... 287.10 271.50 Riebeck'scheMontari werke 181.20 183 5® Pfand Vrtefe. 40/0 Franks. Hyp.-Pfdbr. 4o/oDeutscheGrunbfchld.- d. 86 ab . . . 101.50 101.50 Bk.-Pfanbbr. 100.60 108.6® 3'/L°/°Frnkf.Hyp.-Pfbbr. 1 95.50 95 50 3'/-°/« do...... 94 80 94.8® 4o/yPreuß.Hvp.^Act.-Bk.- Pfanobr. ... 100.70 100.70 3V2% Rhein. Hyp.-Bank- Pfandbr. . . . 92.50 98.— 3Wobo...... 4% Preuß. Centt^-Bod.- 94 80 94 — 4% Meininger Pfanbör. 100.50 1H8® Cred.-Psandbr. bis 1885 .....| 100.65 101.50 Loofe. Oestr. 1860r fl. 500-Loose 123.40 126.85 Braunschweig. 20 Thlr.- „ 1854rfl.250- „ « 120.35 —.— Loose .... 102.70 104.10 40/0 Meininger Prämien- 3% Oldenburger Loofe. 3V»o/vKöln-MindnLoofe 127.70 120.70 Pfandbr. . . . 130.10 130.— 184.20 185 — «mertkanische «isenbahn-Bond-. 60/oChic.Mffw.f.St.Paul 40/0 Chicago Burlington Prt., rückzahlb. 1910 . 112.50 113.50 Nebraska 1927 . . - - 85.20 3 .— 60/vPacifwfMiffouri con- rückzahlb. 1896 . . 107.60 folibateb I. M. r. 1920 102.40 103.30 Ätbadton: «. Sch-,da. — Druck und D«rl-g bet Brübl'sL«, Druckrrrt (Fr. Ehr. Pi-t,ch> in Die heutige Nummer «mfatzt 8 Sette«.