Nr. 230 Samstag den 3. October 1891 Ster rtftbnnt täglich, n« UuSuohm« des Moma-s. W* Gtetzmer ««■icueiuttet *efce» dem Anzeiger »-ch«ttlich buimel Voedegt Meßmer Anzeiger General-Anzeiger. VNvkeltLhriger >6eeKtmeHtsytrt»| 2 Mark 20 Pfg. *8 Brnigerlohn. Durch die Pest bezog« 2 Mark 60 Pfg. Äcbactton, ikxpedM« und Druckerei: Sch«tstr«tze lUkli Hernjprecher 6L Arnts- und Anzeigeblatt fite den Arris Gietzen. flwselme loa Anzeige« zu der Nachmittags für dm ,/gmdm Lag erscheinenden Nummer bis Börm. 10 Uhr. hi ............................... GraLisöeitage: Gießener Kamikienökatter Alle Annoscen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Luzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegm. Arntliichrv Theil. Gießen, den 1. October 1891. Betr.: Den Wiesengang. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Nach Art. 7 der Wiesenpolizeiordnung ist in diesem Monat der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung der Feldschützen und Wiesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Sie deshalb, dieselben hierzu baldigst auszusordern und uns die über den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis längstens 2O/£)cto6er d. I. vorzulegen. In diesen Protokollen haben die Wiesenvorstände, was Sie denselben noch besonders eröffnen wollen, hauptsächlich solgende Punkte aufzunehmen: 1) ob die Anordnungen, welche sie bei dem letzten Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nichts 2) welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel von ihnen getroffen worden sind oder oorgeschlagen werden- hierbei wird den Wiesenvorständen besonders empfohlen, ihr Augenmerk namentlich auch auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos re., auf die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus den Be- und Entwässerungsgräben, auf die Verebenung der Maulwurfshügel und dergleichen und aus die Unterhaltung der Be- und Entwässerungsgräben zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren - 3) Verbessernngsvorschläge in Bezug aus größere Wiesenfluren, namentlich solche, zu deren Ausführung die Bildung von Wassergenossenschaften nach dem Gesetze vom 30. Juli 1887 über die Bäche und nicht ständig fließenden Gewässer (Regierungs-Blatt S. 159) erforderlich ist. Zu Nr. 2 erläutern wir, daß Sie in der Regel, insofern kein besonderer Anstand vorliegt, jedem der betreffenden Wiesenbesitzer speciell eröffnen wollen, welche Mängel der Wiesenvorstand vorgefunden hat und daß diese Mängel binnen der vom Wiesenvorstand zu bestimmenden Frist so gewiß zu beseitigen wären, als sonst die nöthigen Herstellungen aus Kosten der Säumigen angeordnet würden. Nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist wollen Sie nach Anhörung des Wiesenvorstandes weitere Anträge stellen. Jedenfalls sind die von Ihnen getroffenen Anordnungen in den von Ihnen cinzusendenden Protokollen einstweilen zu erwähnen. Das Protokoll über den Rundgang ist von allen Theil- nehmern zu unterzeichnen. War ein Mitglied des Wiesen- vorftandes verhindert, am Rundgange Theil zu nehmen, so ist dieses am Schlüsse des Protokolles zu bemerken. Sollte der Wiesenvorstand, der außer dem Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten, mindestens noch aus zwei Ortseinwohnern, welche Wiesen besitzen oder solche zu benutzen oder zu verwalten haben, bestehen soll, nicht mehr- vollständig sein, so wollen Sie den Gemeinderath wegen Ergänzung des Wiesenvorstandes vernehmen und uns die Anträge des Gemeinderathes in besonderer Verhandlung vorlegen. v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 1. October. Am verflossenen Mittwoch, den 30. September, vollendeten sich achtzig Jahre, daß die hochselige Kaiserin Augusta, die erste Kaiserin auf dem Throne des neuen deutschen Reiches, geboren wurde. Anläßlich dieses Gedenktages sand für die verewigte Fürstin am Mittwoch ein Gedächtnißgottesdienst in der Schloßcapelle zu Karlsruhe statt, welchem das Großherzogliche Paar und das Erbgroßherzogliche Paar von Baden, sowie der preußische Gesandte nebst Gemahlin beiwohnten. — Ein Gedenktag anderer Art fiel ebensalls auf den 30. September d. I. An ihm war ein Jahr seit Aushebung des Socialistengesetzes vergangen, aus welchem Anläße sich in der Tagespresse vielfach Vergleiche zwischen der Zeit des Socialistengesetzes und dem nachfolgenden Zeitabschnitt vorfinden. Im Allgemeinen wird hierbei darauf hingewiesen, daß sich bis jetzt weder die Besorgnisse, noch die Hoffnungen, welche an die Beseitigung des Socialistengesetzes geknüpft wurden, voll erfüllt hätten, und wird weiter betont, daß deshalb die eigentlichen Wirkungen dieser Maßregel noch abgewartet werden müßten. Dresden, 30. September. Seine Majestät der König j hat dem „Dr. I." zufolge angeordnet, daß dem 1. (Leib-) Grenadier-Regiment Nr. 100, dem 5. Infanterie-Regiment „Prinz Friedrich August" Nr. 104, dem 8. Infanterie- Regiment „Prinz Johann Georg" Nr. 107, dem 2. Jäger- Bataillon Nr. 13, dem 1. Königs-Husaren-Regiment Nr. 18 und dem 1. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 12, welche im Feldzuge 1870/71 feindliche Geschütze erobert haben, zur I Erinnerung an diese heldenmüthigen Waffenthaten je eine der von der' Kriegsbeute noch vorhandenen französischen Mitrailleusen überwiesen werde. Caffel, 30. September. Die 5. Generalversammlung des Evangelischen Bundes beschloß an Se. Majestät den Kaiser folgendes Huldigungstelegramm zu senden: „Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät bringt die in Cassel tagende 5. Generalversammlung des Evangel. Bundes ihre allerunterthänigste Huldigung dar. Bei den schweren Gefahren, welche unser Volk in seinen heiligsten Gütern bedrohen, weiß sich der Evangelische Bund mit Euer Kaiserlichen und Königlichen Majestät hochherzigem Bestreben freudig eins, durch mannhaftes Bekenntniß zu dem lebendigen Gott und seinem eingeborenen Sohn, dem alleinigen Gründer unseres Heils, der Verblendung zu wehren und durch festes Eingreifen in die so vielen Schäden der Zeit von der Macht der christlichen Liebe Zeugniß zu geben. Gott schütze, Gott stärke, Gott segene Eure Kaiserliche und Königliche Majestät zum Heile der Kirche und des deutschen Vaterlandes!" Auch an Ihre Majestät die Kaiserin wurde auf Beschluß der Versammlung ein Huldigungstelegramm gerichtet. — Die heutige Hauptversammlung eröffnete im Namen des Centralvorstandes Graf Wintzingerode mit einer längeren Ansprache. General-Superintendent Lohr begrüßte die Versammlung im Namen des Kirchenregiments, Bürgermeister Kloeffler im Namen der Stadt Cassel und Professor Achelis im Namen der theologischen Facultät der Universität Marburg. Fernere Grüße gingen ein von dem Centralausschuß der inneren Mission, dem evangelisch socialen Congreß und dem evangelischen Arbeiterverein. Der Generalvicar der deutschen Altkatholiken, Professor Weber-Breslau, hielt ebensalls eine Begrüßungsrede. Ausland. Paris, 30. September. Den von der Kammer genehmigten Vorlagen gemäß stehen bedeutende Vermehrungen der französischen Infanterie bevor. Darunter befindet sich ein neues in Nimes am 15. October zu errichtendes Regiment, das die Nummer 163 führen wird. Es wird aus Compagnien des 15. und 16. Corps zusammengestellt. Nesrsfts WolftS telegraphisches TorrespouLenz-Burran. Berlin, 1. October. Der internationale Stenographentag wurde durch den Geheimen Regierungsrath Blonck eröffnet. Als Vertreter des Cultusministers waren Unterstaatssecretär Weyrauch und Geheimerath Wehrenpfennig anwesend, ferner der sächsische Bundesbevollmächtigte Oberst Schlieben. Der Kaiser, der Reichskanzler und Minister Miquel ließen unter Zusicherung ihres lebhaften Interesses ihr Bedauern ausdrücken, am Erscheinen verhindert zu sein. Zu Beisitzern des Präsidiums wurden Potin-Paris, Walpole- London, Alteneder - Passau berufen. Zahlreiche Ausländer überbrachten Grüße ihrer Landsleute. Wiemer-Berlin sprach über die öffentliche Werthschätzung der stenographischen Bestrebungen Deutschlands. Ferner ist angekündigt ein Vortrag Depoin-Poutoise über die Organisation der Stenographen- Vereine, Foures-Paris über die Kurzschrift im Unterricht, Potin-Paris über die Erlernung der Kurzschrift. Caffel, 1. October. In der zweiten Hauptversammlung des Evangelischen Bundes sprach Consistorialrath Göbel- Halle über den Segen, der den Einzelnen aus dem Anschluß an die Gemeinschaft erwächst, Consistorialrath Leuschner erstattete den Generalbericht über die Entwickelung und Thätig- keit des Vereins. Professor Haupt-Halle behandelt die Frage: Wie hat sich die protestantische Characterfestigkeit gerade in unseren Tagen zu bewähren? Caffel, 1. October. Die Generalversammlung des Evangelischen Bundes beschloß im Fortgang der heutigen Berathungen eine Resolution, welche sich gegen die Wiederzulassung der Redemptoristen ausspricht. Ferner wurde der Reichsregierung der Dank der Versammlung für die Be- I mühungen um eine wirksame Bekämpfung der Trunksucht ausgesprochen. Nachmittags^ 4 Uhr fand in Wilhelmshöhe ein Festmahl statt. Mit einem Abends in der Martinskirche abgehaltenen Gottesdienst schloß die Generalversammlung. Wien, 1. October. Heute Nacht wurde versucht, die Brücke bei Rosenthal, der ersten Station vor Reichenberg, welche Kaiser Franz Joses heute passirenmußte, zu sprengen. Um Mitternacht explodirten zwei mit Nitroglyzerin gefüllte Bomben, welche in zwei Wasserleitungsschläuche von verbrecherischer Hand gelegt worden waren, ohne großen Schaden anzurichten. Es soll sich darum gehandelt haben, ein Ver- kehrshinderniß zu schaffen, damit die Reise des Kaisers nach Reichenberg verhindert werde- von den Thätern hat man keine Spur. — Die „N. Fr. Pr." glaubt an ein nicht mit der Politik zusammenhängendes Bubenstück. Die Wiener Bevölkerung plant, morgen den zurückkehrenden Kaiser festlich zu begrüßeu und die Straßen zu illuminiren. Die gehobene Stimmung der hiesigen Bevölkerung ist der Reflex der Aeußerungen des Kaisers während seines Aufenthaltes in Prag. Reichenberg, 1. October. Die „Reichenberger Zeitung" veröffentlicht einen Bericht über die Bombenexplosion in Rosenthal, in welchem es u. A. heißt, daß die Beschädigung der Brücke so geringfügig war, daß einem in Reichenberg haltenden Lastzüge unmittelbar nach der Explosion das Signal zur Abfahrt gegeben werden konnte. Dies sei dem Umstande zu danken, daß die auf beiden Seiten der Brücke gelegten Bomben nicht gleichzeitig explodirten. Ein bestimmter Verdacht liege nicht vor, jedoch sei bereits eine Spur zur Aufklärung des ruchlosen Bubenstückes gefunden. Daß es sich um ein Bubenstück handle, sei zweifellos, ein anarchistisches Complott sei nicht dahinter zu vermuthen. Wien, 1. October. In der heutigen Sitzung des internationalen statistischen Instituts beantragte Engel eine Resolution über die Aufstellung eines Schemas für anthro» pometriscke Erkundigungen. Böhmert erörterte die Statistik der Löhne und forderte eine genaue Feststellung der effectiven Arbeitslöhne. Engel sprach unter großem Beifall über die Statistik der Familienausgaben. Wien, 1. October. In der Nachmittagssitzung des Statistischen Congresses erstattete Major Craigio den Comitßbericht für das Grundeigenthum. Daville sormu- lirte einen neuen Vorschlag, betr. die Eintheilung und Einschätzung des Grundeigenthums. Die Mittheilung des französischen Generaldirectors Boutin über die Verwerthung des bebauten Grundeigenthums wurde sehr beifällig ausgenommen. Jnama-Sternegg trat für die Bewerthung nach der Einheit des Besitzstandes gemäß dem Gutskataster ein. Pros. John wünschte eine fortlaufende Erhebung über die im Bau befindlichen Gebäude durch die Baupolizei. Paris, 1. October. Der verhältnißmäßig geringe Eindruck des Selbstmords Boulangers in der Bevölkerung spiegelt sich in den Blättern wieder, die, abgesehen von wenigen boulangistischen, insgesammt ausführen, der Tod Boulangers habe keinerlei politische Bedeutung. Viele besprechen den Selbstmord ohne ein Wort des Mitgefühls, manche mit Hohn und Spott. Paris, 1. October. Mehrere revisionistische Comites beschlossen, eine Abordnung zur Leichenfeier Boulangers nach Brüssel zu senden. Der boulangistische Deputirte Castelin glaubt, die boulangistische Kammergruppe werde sich vollständig zersetzen und zur radicalen Partei übergehen. Rom, 1. October. Der Pap st empfing heute die katholischen Jugendvereine, welche eine Adresse verlasen, die besagte, Gott möge die Pläne der Bösen vereiteln und die gestörte sociale Ordnung wiederherstellen. Volpini verlaß hieraus die Antwort des Papstes. Dieselbe drückt die Freude des Papstes darüber aus, daß die Versammlung von einer großen Anzahl katholischer Jünglinge besucht sei, warnt vor den verderblichen Irrlehren, flößt den Jünglingen Liebe zum Papst ein, und spricht aus, daß diejenigen einer falschen Freiheitsidee huldigen, welche behaupten, der Papst sei frei. Schließlich werden die jugendlichen Pilger aufgesordert, die Sache des Papstes mit allen gesetzlichen Mitteln zu ver- theidigen. Monza, 1. October. Der König von Rumänien ist hier eingetroffen- er wurde von König Humbert, dem Herzog von Aosta, dem Grasen von Turin, von Rudini und den Behörden empfangen. Die Könige umarmten sich. Im Schlosse wurde König Carol von der Königin empfangen. Später sand ein Hosdiner statt. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 1. October. Der „Post" wird aus Wilhelms Haven gemeldet, Corvettencapirän Rüdiger sei zum Stellvertreter des Gouverneurs in Ostafrika ernannt worden. Berlin, 1. October. Ein hiesiger Makler, dessen Insolvenz gestern bekund k!- Dross-Seife mit der Katze waren neben finanziellen Gesichtspunkten die Schwierigkeiten, ine sich bei der allgemeinen Erhebung des Octrois durch eine Suspendirung des größten Theils der dem Octroi unterworfenen Gegenstände ergeben würden. Locale» und Provinzielles. Gießen, 2. October. — Sitzung der Stadtverordneten vom 1. October. Anwesend : Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herren Beigeordneten Keller und Langsdorfs, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Georgi, Grüneberg, Habemcht, Heyligenstaedt, Jughardt, Keller, Löber, Petri, Scheel, Schiele, Schopbach, Simon, Vogt und Wallenfels. Herr Oberbürgermeister Gnauth hat in der Zeit vom 16. bis 26. September die Stadt Gießen auf der in Leipzig tagenden Generalversammlung des deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege, sowie aus der in Hamburg tagenden Versammlung des Vereins für Armenpflege vertreten; der Herr Oberbürgermeister wird in einer der nächsten Sitzungen über die zuerst benannte Versammlung referiren, während über die zweite Bericht in der Armendeputation erstattet werden wird. — Nachdem die Versammlung nachträglich ihr Einverständniß mit dem aus Anlaß der Ernennung Sr. Majestät des Kaisers zum Chef des hiesigen Regiments an dasselbe gerichteten Schreiben des Herrn Oberbürgermeisters (s. Nr. 219 d. Bl.) erklärt, brachte derselbe das darauf em- gegangene Dankschreiben des Herrn Oberst Perthes zur Kenntniß der Versammlung. , Gegen die Gesuche der Herren Heinrich Ernst, Ludwig Löb und Heinrich Schäfer VIII. um Er- laubniß zum Betrieb von Zapswirthschaften hat die Versammlung, da es sich lediglich um Uebergang bestehender Wlrth- schaften in andere Hände handelt, Einwand nicht erhoben. H. Ernst übernimmt den Betrieb der Wirthschast seiner Ehefrau, ehemalige Wittwe Pfeil (Grünbergerstraße), L. Löb die Wirthschast zum „Biergrund" (Kaplansgasse) und H. Schäfer die Wirthschast in der Wolfstraße 9 und 10. — Betrefis der als vorschriftswidrig befundenen Einfriedigung des Bauplatzes von Ph. Schwinn (Bahnhofstraße) beschließt bie Versammlung auf Antrag der Baudeputation, dem Elgen- thümer die Errichtung einer neuen Einfriedigung anzusinnen. — Dem Gesuche von Bauunternehmer Gg. Siepmann um Erlaubniß zur Einfriedigung eines Platzes und Ausstellung einer Bretterhütte am Schiffenbergerwege wird Genehmigung ertheilt, und zwar widerruflich hinsichtlich der Bretterhütte. Gleichfalls für widerrufliche Genehmigung spricht sich die Versammlung zu dem Gesuche des Photographen PH. Uhl um Erlaubniß zur Anbringung eines Ausstellungskastens für Photographien am Blödner'schen Hause in der Plockstraße ou<§. — Ueber das Gesuch des Ingenieurs M. Merz um Erlaubniß zur Errichtung eines Anbaues wurde nicht verhandelt, da daffelbe sich aus Competenz der Baudeputation erledigt hat. — Maler Julius Vogler hat an seinem Häuschen am Nahrungsberg einen Anbau errichtet, der gegen § 18 des Ortsbaustatuts verstößt, d. h. anstatt in Mauerwerk in Holz, und überdies ohne Genehmigung ausgesührt ist. Es wird beschlossen, dem Besitzer fragl. Häuschens auszugeben, den Anbau wieder zu beseitigen. — Eine Anzahl Bewohner Hnh (^nnhrtnffe sind um Ausbesserung des schad- Brüssel, 1. October. Das politische Testament Boulangers wird heute Abend veröffentlicht. Boulanger erklärte, er wollte mit Madame Bonnemain in der Ewigkeit vereinigt sein. Er vertraue aus die große Zukunft Frankreichs und zweifle nicht an den Erfolgen seiner Partei, welche Frankreich die wahre Republik geben werde. Boulanger gibt emen Nachfolger für die Führerschaft der Partei nicht an. ist in jeder Beziehung mindestens ebenso vorzüglich wie Dörings Seife. Preis: I Stück 30 Pfg., 12 Stück 3 Mark. [8214 IW Siehe Inserat. **WK — Verkehrswesen. Vom 1. October d. I. ab sind im Verkehr mit dem Schutzgebiet von Deutsch-Ostafrika Postanweisungen bis zum Betrage von 400 Mk. zulässig. Die Postanweisungsgebühr beträgt 10 Pfg- für je 20 Mk., mindestens jedoch 40 Pfg. Zu den Postanweisungen sind Formulare der für den internationalen Verkehr vorgeschriebenen Art zu verwenden. Der Abschnitt der Postanweisung kann zu schriftlichen Mittheilungen benutzt werden. — Der Vorstand des Gesammtvereins Vogelsberger Hö'henclub hat mit dem Zweigverein Nidda vereinbart, daß die diesjährige Herb st Versammlung in Gestalt eines Ausflugs Sonntag den 4. October zu Nidda abgehalten werden soll. Bei günstigem Wetter ist um 2 Uhr Abmarsch vom Bahnhofe aus zum Spaziergang über die Altenburg, Föderköppel nach Salzhausen- dortselbst gememschastlicher Kaffee, darauf Rückkehr nach Nidda und gemüthliches Zusammensein in einem noch zu bestimmenden Bierlocal. Die Vereinsangehörigen mit ihren werthen Familien, sowie alle Freunde der Sache werden um recht zahlreiche Betheiligung gebeten. Babenhausen, 30. September. Die Kartoffeln werden seit heute zu 5 Mk. 50 Pfg. per 100 Kilo verladen. △ Mainz, 1. October. Heute fand hier eine Zusammenkunft der Notare von Rheinhessen statt. Hauptzweck derselben war, um gegen die von der Regierung geplante Aufhebung des hessischen Notariats gemeinsame Schritte zur Wahrung der Standesinteressen zu thun. Allgemein kam in in der Versammlung die Ansicht zum Ausdruck, daß bis zur Aushebung des Notariats noch geraume Zeit hingehe, mithin die Eristenzsrage der einzelnen Notare noch keine sehr dringliche sei. — Ein von socialdemokratischer Seite in der letzten Stadtverordnetensitzung eingebrachter Antrag, in Anbetracht der hohen Lebensmittelpreise eine Suspendirung des städtischen Octrois auf die nothwendigen Lebensmittel Eintreten zu lassen, wurde von dem Finanzausschnß in seiner vermischtes E. Frankfurt a. M., 1. October. Frankfurter Gärtnerbörse und Obstbaummarkt. Die vom 2. bis 4. October einschließlich in der Stadthalle Dominikanergasse stattfindende Verkaufs-Ausstellung von Handelspflanzen, Obstaum-, Rosenschul- und Bedarfsartikeln ist aus Frankfurt und Umgebung sowie aus dem Groß- herzogthum Hessen und der Provinz Hessen-Nassau sehr stark beschickt. Es dürfte somit ein Besuch dieser Ausstellung für Gärtner und die obstbautreibende Bevölkerung sehr lohnend sein. * In Ellrich am Harz ist der seit einer Reihe von Jahren bestehende Kriegerverein polizeilich ausgelöst worden, weil er sich geweigert hat, auf eine an ihn ergangene polizeiliche Aufforderung hin ein Mitglied auszuweisen, das in einer Versammlung bei einem Hoch auf den Kaiser sitzen, geblieben war. Citeratiir tmö Annft. — In allen Buchhandlungen liegt das Heft auf, mit welchem die »Wiener Mode" ihren fünften Jahrgang beginnt. Wir haben in dem reichen Hefte geblättert und dürfen sagen, daß die feschen Wiener Toiletten, welche fo viel von sich reden machen, darin mit verführerischem Chic zur Darstellung gebracht werden. Wer diese reizend gekleideten Wienerinnen sieht, versteht die Zauberformel, mit welcher die Mode der Kaiferstadt sich die Herzen aller Frauen erschlossen hat. Wir empfehlen unseren Leserinnen, sich einen Einblick in das Probeheft der „Wiener Mode" zu verschaffen; das Blatt lehrt, wie kein anderes, die Kunst, sich geschmackvoll zu kleiden, eine sehr schätzbare Kunst, der man die größte Verbreitung wünschen mutz. - Uvivrrsalbuch für Polt.rab-nd «ndH°chz«it.E'n- Originalsammlung von ernsten und heiteren Gedichten, FestspMm für eine und mehrere Personen, Aufführungen in Costüm, dramatischen Scherzen (Solo- und Ensemblevorträgen, sowie Einactern), lebenden Bildern, Trinksprüchen. Hochzeitsliedern, Hochzeitstelegrammen und -Zeitungen. Ferner Fingerzeige für Tafelarrangement, Saaldeco- ration rc. Für grüne, silberne und goldene Hochzeiten. .Herausgegeben vnn Dr. E. Mensch und A. v. Krane. 308 Seiten groß Octav. Großer, schöner Druck auf starkem Velinpapier. I" illustrirtem Umschlag geheftet 2 80 JL, elegant in Leinwand gebunden 3.50 Verlag von Levy & Müller in Stuttgart. wird beschlossen, die Ausbesserung im Sinne des Gesuches ; aussiihren zu lassen. — Zusolge Gesuchs des Herrn Kauf- manns L. Fuhr um Herstellung des Trottoirs m der Sonnenstraße wird beschlossen, von Anlage eines Cement- , trottoirs vorerst abzusehen und das Trottmr provisorisch in Pflasterung herstellen zu lassen, weil nach Be eitigung des Bellos'schen Hauses eine Neupflasterung der Straße und m Verbindung damit die Anlage der Cementtrottoirs ausgesuhrt werden soll. - Die im Jahre 1890/91 aus erfolgte Abgabe von Holz aus dem stadtwalde, hauptsächlich Wellen zu Deckreisern, wird genehmigt. Gleichzeitig erklärt sich die Versammlung damit einverstanden, daß m Zukunst die Jntereffenten aufgesorderr werden, ihren Bedarf behnf Lieserung vor das Haus rechtzeitig bei der Bürgermeisterei anzumelden. (Eine diesbezügliche Bekanntmachung besindet sich in vorliegender Nr.) - Der Voranschlag der Armenkasse fiir 1892/93, in welchem aus städtischen Mitteln 44 000M. vorgesehen sind, wird gutgeheißen. Die aus der offenen Armenpflege voraussichtlich sich ergebenden Anforderungen sind auf 26 600 Mk. veranschlagt und dabei vorgesehen, daß außer den in natura zu liefernden Steinkohlen, Brod usw. noch Kartoffeln verabfolgt werden können. — Eisenbahu.Unfav. Die in voriger Nummer erwähnten erheblichen Zugverspätungen auf der Lime CoblenzGreßen haben ihren Ursprung doch in einem Elsenbahn-Unfall. Wir erfahren darüber das folgende: Der Schnellzug Metz- Berlin Nr. 223 (Ab Metz 12*o Mitt., an Gießen 8" Abends) hatte eine bedeutende Verspätung. Kurz vor der Einfahrt auf der Station Balduinstein, vor dem Ausgang eines Tunnels, wurde die Maschine defect. Es wurde eme^nothdurftige Reparatur vorgenommen. Unterdessen lief aus der vorhergehenden Station Laurenburg ein langer Pilgerzug, von Trier kommend, mit zwei Maschinen ein. Derselbe fuhr nun von dieser Station ab, ob mit vorherigem telegraphischen Zeichen oder nicht, wird die Untersuchung ergeben. Als nun dieser Zug den Ausgang des Tunnels erreicht hatte, gewahrte der Führer zu seinem Schrecken, in unmittelbarer Nähe den Schnellzug - obgleich Nothsignal und Contredampf gegeben wurde, so war eine Catastrophe unvermeidlich - der Pilgerzug fuhr nut großer Geschwindigkeit in den Schnellzug hinein- die vier setzten Wagen desselben wurden vollständig zertrümmert, wahrend die erste Maschine des Pilgerzuges, sehr übel zugerichtet, umfiel. Der Heizer derselben blieb sosort tobt, wahrend der Führer nicht unerheblich verletzt davon kam. Der Heizer ist in Berlenbach bei Diez ansässig und" hinterlaßt eine Frau mit sechs unmündigen Kindern. Von den Passagieren sind glücklicherweise nur einige verletzt. Sobald die Maschine des Schnellzuges hergestellt war, nahm dieser Zug noch soviel Pilger mit nach Limburg, als er fassen konnte. Nach Ankunft desselben wurde ein Extrazug mit Eisenbahnarbeitern, begleitet von mehreren Aerzten aus Limburg nach Balduinstein abgelassen. Derselbe kam erst gegen elf Uhr wieder in Limburg an. Soviel bis jetzt bekannt ist, sind weitere erhebliche Verletzungen nicht vorgekommen. — Oberhessische Obstbauausstellung. Im Ganzen sind bis jetzt 160 Ausstellungs-Nummern von 78 Ausstellern an- qemeldet, unter anderem viele Centner Tafel- und Wirt^ schaftsobst. Große Sortimente für Liebhaber werden ziemlich stark vertreten sein, ebenso wie auch die ländliche Bevölkerung durch Beschickung der Ausstellung mit kleinen Sortimenten regen Antheil nimmt. Die Ausstellung, auf der Haridelsobst die hervorragende Rolle spielt, wird ein glänzendes Bild vom oberhessischen Obstbau geben, trotzdem unsere Provinz in diesem Jahre keine großen Obstmengen aufzuweisen hat. In Anbetracht dessen, daß täglich noch Anmeldungen kommen, wurde der Anmeldetermin bis zum 8. October verlängert. Nach diesem aber werden Anmeldungen nicht mehr angenommen. — Verhaftet. Gestern wurde ein hier in Condition stehender Metzgergeselle aus Laubach verhaftet, der seinem Meister, soweit bis jetzt sestgestellt ist, nach .und nach die Summe von 200 Mk. Kundengeldern unterschlagen hat. firma Joseph Stern um 35000 Mk. durch fingirte Aust gaben, welche mit Hilfe eines Angestellten der Firma falsch gebucht wurden. f Berlin 1. October. Nach Mittbeilungen der „National- Leitung" ist die Abschaffung der Earp ent erbrem,e und Einführung der neuen durchgehenden Brennen für d e preußischen Staatsbahnen nunmehr beschlossen. Ueber die Wahl des Systems, behufs Herstellung einer Einheitlichkeit, finden demnächst zwischen den Vertretern der deutschen Eisenbahn-Verwaltungen Conserenzen statt. z Hamburg, 1. October. Die „Hamb. Nackr. melden, das Zarenpaar werde nach der Feier der silbernen Hochzeit in Fredensborg, Ende November, den Berliner Hof besuchen. Hamburg, 1. October. Der „Corresp. dementrrt entschieden- die Meldung der „Kreuzztg." von der Bereithaltung eines Extrazuges in Trakehnen behufs Begegnung Kaiser Wilhelms und des Czaren. Die Eventualität der Kaiserbegegnung käme nach der Lage der äußeren umstände überhaupt nicht in Betracht. München, 1. October. Die Regierung fordert vom Landtag 25 Millionen für neue Doppelgeleise und 15 Millionen für die Vermehrung des Fahrmat erial^ der Eisenbahnen. Reichenberg (Böhmen), 2. October. Der A11 e n t a t e r ist noch nicht festgestellt. Ein verdächtiges Individuum wurde verhaftet. Die Bomben hatten kein Uhrwerk, so daß die Zeit der Explosion nicht berechenbar war. Diejenigen, welche das Attentat einem anarchistischen Ursprung zuschreiben, weisen auf ein kürzliches Eisenbahn-Attentat bei Floridsdorf hm, welches auch geschah, einige Stunden b^or der Kaiser die Strecke passirte. Mehr Anhänger findet die Ansicht, daß das Attentat nur ein Bubenstück war, um die Festesfreude der Reichenberger zu stören. Ein amtlicher Bericht ist noch nicht vublicirt. Die Bomben explodirten in einem Zwischenraum von 10 Minuten, der Knall war furchtbar. An einem nahen Bauernhause zersprangen die Fensterscheiben. Abends 10 Uhr war die Strecke visitirt worden, der Attentäter behielt offenbar nicht Zeit genug, um das Attentat vorzubereiten. Rom, 2. October. Auf dem Prati di Castello fand heute die Grundsteinlegung einer Kirche statt, welche zu Ehren des Papstes dem heiligen Joachim geweiht ist. Die Baukosten werden aus freiwilligen Beiträgen aller Gläubigen Schiffsirachrichten. Bremen, 1. October. [Per transatlantischen Telegraph-I Der Schnelldampfer Havel, Eapt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 22. September von Bremen und am 23. September von Southampton abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 1. October. [Per transatlantischen Telegraph.! Der Postdamvfer Stuttgart, Eapt. W. v. Schuckmann, vour Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 17. September von Bremen abgegangen war, isi gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. _____ Verkehr, Land- und VolLswirthschaft»» Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 1. October«. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 641 Ochsen, Kühe und Rinder, und 847 Schweine. Der nächste Markt ist am 16. November l. I., zugleich Flachsmarkt. Frankfurt a. M., 1.October. Der gestr. Hauptschweine- markr im städtischen Viehbofe war befahren mit 296 fetten Thieren; am Dienstag waren 182 fette Schweine am Markt gestanden. Die Umfatzpreise blieben an den beiden Tagen unverändert. Die am Montagsmarkte notirten: erste Qualität 61—63 zweite Qualität 58 bis 60 H pro Pfund. Die Zufuhr von Vieh an den Haupt(Sonntags)'Markten bezifferte sich im abgelaufenen Quartal (1. Juli bis Ende September)' auf 5112 Ochsen, 526 Bullen, 5719 Kühe, Rinder und Stiere, 3868 Kälber, 2113 Hämmel und 6650 Schweine. Hirchlichc Anzeigen der Stadt Gieszcn. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 19- Sonntag nach Trinitatis, 4. October; Vormittags 7»/4 Uhr: Pfarrer Schlösser. Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Dingeldey. Die Kinderkirche beginnt wieder am Sonntag den 11. October» Die Vorbereitung dazu wird Freitag den 9. October, Nachmittags 3 Uhr, im Gymnasium gehalten. Pfarrer Schlosser. Die Schüler des Gymnasiums und der Stadtschule, welche an dem Confirmandenunterricht theilnehmen wollen, sollen sich Montag den 5. October, Nachmittags 4 Uhr, in der Stadtkirche versammeln. Pfarrer Schlosser. c t m , Den Confirmanden autz dem Realgymnasium und der Realschule wird der Beginn des Confirmandenunterrichts noch besonders mit-' getheilt werden. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 4. bis 10. Dctober besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 20. Sonntag nach Pfingsten, 4. October: SamStag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Uhr^ Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Morgens von 8/*6 Ubr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6 Uhr Frühmesse; umV»8Uhr Militärgottesdienst mit Predigt; um 8/410 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Vr3 Uhr Andacht. Abends um 6 Uhr Rosenkranzandacht. Dienstag und Freitag: Abends um 6 Uhr Rosenkränze andacht. _____________ Gottesdienst in der Synagoge. Neujahrsfest, 1. Tag. Samstag den 3. October: Vorabend 580 Uhr, Morgens 7°° Uhr, Nachmittags 400 Uhr« 2. Tag. Sonntag den 4. October: Vorabend 6*> Uhr, Morgens 7* Uhr, Nachmittags 4w Uhr, Abends 610 Uhr.__ Ausverkauf in Buxkin, reine Wolle nadels. ca 140 cm brt. ä M. 1.75 Pf. p. 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Freunde können eingeführt werden. Verein Rhenania. |! Sonntag den 4. Oktober: Erstes Stiftungsfest 8771 wozu ergebenst einladet 8761 Gesuoht empfiehlt sich [8694 J. M. Schulhof. Klein-Linde«. 8632 verbunden mit Tanz in der Restauration „Kronprinz". Der Vorstand. Kuchen- und Tannen- §cheithu>! und Logis mit in besserem Hause. - , Frhr. v. Gagern Provinzial-Director und Vorsitzender des Gleiberger Geselligkeits-Vereins. 7826] Pensionärin findet Aufnahme in einer ruhigen Beamtenfamilie in der Nähe der Aliceschule. Steinstraße 55. 8782] Mädchen bekommen fü': sofort nach hier und auswärts gute Stellen. Frau Schmidt, Seltersweg Io. Zur gesi. Beachtung! Wegen hoher Feiertage bteibt mein Geschäft von Freitag Abend, T. Oet.,bisSonntagAbend geschlossen Louis Geller, Gastwirts). 8457] Täglich frische Hefe empfiehlt > «in junger Mann als zweiter Py. Bob. Neustadt 11. ! Bursche gesucht. ;8758 Hotel Prinz Carl. Herr Bürgermeister Colnot zu Krofdorf wird, nachdem er in ° den wohlverdienten giuhestand getreten, in nächster Zeit die hiesige Gegend verlassen. Zur Abschiedsfeier für den allverehrten Herrn findet am Sonntag, den 4. October, Nachmittags '2 Uhr, auf der Burg Gleiberg ein 8752 Festessen Sonntag den 4. und Montag den 5. October: Kirchweihfest zu Frenkenbach Sonntag den 4. Oktober: Nachkirchweih ;u Großen-Duseik wozu ergebenst einladet 8777 H. Brück, im Kühlen Grund. Tanz-Unterricht. Mein Tanzunterricht beginnt Montag den 5. October. Gefällige Anmeldungen erbitte möglichst vorher in meiner Wohnung: Dammstratze Nr. 6, zu machen. Achtungsvoll 8383 joseph Möhl. Stellensuche«-- jeden Be° rufsplacirt schnell ReuterSNuc'eau. Dresden, Ostra-Allee 35. (7121 7980] Ein Logis, 2 freundl. Zimmer nebst Zubehör und Wafierleitung, an ruhige Leute zu vermiethen. Kaplansgasse 27. Am 15. October beginnt mein Unterrichts-Cursus und nehme Anmeldungen hierfür in meiner Wohnung entgegen. 8652 B. 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