Nr. 52 Dienstag den 3 März 1891 Gießener Anzeiger Keneral'-Wnzeiger flebaction, Lxpcdwl»» und Druckers: KchuLAr-Zc Ai.r. Aernfprrchkr 61. Sirrte^abcigu AKonvem«'«1r,,rrt»t 2 Mark 20 Pfg. mtt Br:ng eigelegt. Der K4eße»er Kazeigrr rrschernt täglich, «it Ausnahme dcS Montag«. Amts- und Anzeigeblatt fiir den Areis Gietzen Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den \ Ä rT«• ß yy £fit<1 • RiamitfamS Tn T a“e Armoncru-Bureau'. des In- und AllSlandeS nehm« fatg^aden Tag erscheinenden Nummer dir Norm. 10 Uhr. • UilgC. ,X HvluIlCr, | Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" mtgfgcp. IB" ' "^r ' IMIMIlib.jllll I II Illi II W»»W>«MMWWWWIsU«««»tt^M«irMMrrMMMINMN«MrM1MNeHM«NI^^«VeEr«NIir>»»m»> r»s>I»Mr'r''7NINMNIIM roMHI» I>M«INNs»IsM^>»»y«»««M»SWI«WM»««aMWWW»»WW>WWWHWW«WWMW>tz AintLietzcv Chrrl» Bekanntmachung, Maul- und Klauenseuche, hier Verbot des Gießener Marktes betreffend. Mit Rücksicht auf das Bestehen der Maul- und Klauen- | seuche in einem Gehöft zu Gießen, sowie aus den gestern - constatirten Ausbruch der Seuche in zwei Gehöften zu Annerod i und in einem zu Trohe untersagen wir hiermit die Abhaltung des auf 4. März l. I anberaumten Rindvieh- und Schweinemarktes zu Gießen. Gießen, den 2. März 1891. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 27. Februar 1891. Betr.: Den Wiesengang. Das Großherzvgliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien d-S Kreises. Nach Art. 7 der Wiesenpolizeiordnung ist im nächsten yjcoimt der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zn- ziehung der Feldschützen und Wiesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Sie deshalb, dieselben hierzu baldigst aufzufordern und uns die über den Wiesengang auszunehmenden Protokolle bis längstens 10. April d. I. vorznlegen. In diesen Protokollen haben die Wiesenvorstände, was Sie denselben noch besonders eröffnen wollen, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) ob die Anordnungen, welche sic bei dem letzten Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nichts 2) welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel von ihnen getroffen worden sind oder vorgeschlagen werden,: hierbei wird den Wiesenvorständen besonders empfohlen, ihr Augenmerk namentlich auch auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, MovS 2CV aus die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus den Be- und Entwässerungsgräben, ans die Verebenung der Maulwurfshügel und dergleichen und auf die Unterhaltung der Be- und Entwässerungsgräben zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren; 3) Verbefserungsvorschläge in Bezug auf größere Wiescn- fluren, namentlich solche, zu deren Ausführung die Bildung von Wassergenossenschaften nach dem Gesetze vom 30. Juli 1887 über die Büche und nicht ständig fließenden Gewässer (Regierungs-Blatt S. 159) erforderlich ist. Zu Nr. 2 erläutern wir, daß Sie in der Regel, insofern kein besonderer Anstand vorliegt, jedem der betreffenden Wiesenbesitzer speciell eröffnen wollen, welche Mängel der Wiescnvorstand vorgefnnden hat und daß diese Mängel Ginnen der vom Wiesenvorstand zu bestimmenden Frist so gewiß zu beseitigen wären, als sonst die nöthigeu Herstellungen aus Kosten der Säumigen angeordnet würden. Nach sruchtlosem Ablaus der gesetzten Frist wollen Sie nach Anhörung des Wiesenvorstandes weitere Anträge stellen. Jedenfalls sind die von Ihnen getroffenen Anordnungen in den von Ihnen einzusendendcn Protokollen einstweilen zu erwähnen. Das Protokoll über den Rundgang ist von allen Theil- nehmern zu unterzeichnen. War ein Mitglied des Wiesenvorstandes verhindert, am Rundgange Therl zu nehmen, so ist dieses am Schlüsse des Protokolles zu bemerken. Sollte der Wiesenvorstand, der außer dem Grvßhcrzog- lichen Bürgermeister oder Beigeordneten, mindestens noch aus zwei Ortseinwohnern, welche Wiesen besitzen oder solche zu benutzen oder zu verwalten haben, bestehen soll, nicht mehr vollständig sein, so wollen Sie den Gemeinderath wegen Ergänzung des Wiesenvorstandes vernehmen und uns die Anträge des Gemeinderathes in besonderer Verhandlung vorlegen. v. Gagern. Bekanntmachung. Mittwoch den 11. März 3891, Nachmittags 3 Uhr, wird auf Lonys Felsenkeller in Grstz-n eine GeneriUve des Sandwirthschaftlichett Bezirksverrir-S GieHen abgehalten werden. Alle Mitglieder des landw. Bezirksoereins und der landw. OrtSvereine sowie alle Freunde de5 Reichstags lehnte im Extraordinarium des Marineetats für Armirung der Panzerfahrzeuge STU eine Million ab, für J und K wurde»» 800,000 Mk. gestrichen, für Ausrüstung von Kriegsschiffen zum Gebrauche der Torpedos -wurden nur 1,221,000 Mk. bewilligt. Für die eleetrische Beleuchtungsanlage in Danzig wurden 100,000 Mk. gestrichen, die einmaligen Ausgaben wurden bewilligt. Hiermit ist der Marineetat erledigt. Berlin, 28. Februar. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Kaiser gestattete den Vertrieb der Wormser Dom- bauloose für den Bereich des ganzen preußischen Staatsgebiets. Berlin, 28. Februar. Heute Abend 6 Uhr begann »m „Kaiserhose" das Festmahl früherer Mitglieder des Borussen- rorps in Bonn. Der Kaiser nahm an demselben Theil. Er trug die Uniform der Leibgardehusaren und hatte das Corps- band der Borussen angelegt. Er wurde am Eingang vom Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein, vom Hos- marschall Reischach und dem Grafen Carmer empfangen. Weimar, 28. Februar. Contreadmiral Heusner ist gestern Abend hier an einem Herzschlage gestorben. Ausland. Wie», 28. Februar. Die „Zeitschr. für Eisenb. und Dampfschiffs." meldet: Es schweben zwischen der deutschen Reichsregierung und Oesterreich-Ungarn Verhandlungen, um im Eisenbahn-Betriebsreglement die in Folge des Verner Uebereinkommens sich als nothwendig erweisenden Aenderungen gemeinsam durchzusühren. Rom, 28. Februar. In dem Prozeß gegen Calzvni fügte ein befangener aus, daß Pedroni feinen Zellengenossen erzählt hätte, er habe die Dynamitkiste an Calzoni geschickt, Am den Wagen des Königs in die Lust zu sprengen. Ein Entlastungszeuge gibt an, man verwende in Peruzia häufig Dynamit zum Fischen im dortigen See. Rom, 28. Februar. Der Papst hat gestern seine Spaziergänge in den Gärten des VaNeans, welche er wegen bet kalten Witterung mehrere Wochen lang unterbrochen hatte, wieder ausgenommen. Das Gerücht über einen gestrigen Ohnmachtsansall des Papstes ist unbegründet. Madrid, 28. Februar. Das „Amtsblatt" veröffentlicht die Ernennung des Generals Martinez Campos zum Präsidenten des Senats. Konstantinopel, 28. Februar. Die Meldung einiger Blätter, daß zwischen dem Vali v o n W an (Armenien) und dem dortigen britischen Konsul ein Streit ausgebrochen fei, weil letzterer erklärt habe, die Schaffung einer kurdischen Kavallerie sei eine Provocation der Armenier zum Aufstande, wird von der „Agenee de Constantinople" für erfunden erklärt - nichts derartiges habe stattgesunden. Kraft hingestellt. Man soll nicht in daS Feuer der Socialdemokratie blasen, auch wenn man feinen Topf daran wärmen könne. Die freisinnige Partei nehme da« Gute, wo sie e8 finde, auch in den Regierungsvorlagen. Sie bewillige jährlich 12 Millionen für die neue Munition, ohne darüber zu sp»echen; aber sie bewillige nicht etwas, was sie für nicht nöthig ertennc. Sie sei staatserhaltend, indem sie die Steuerkraft schone, denn der Staat werde von den Steuerzahlern erhalten. Reichskanzler o. Caprivi: Auf die Bekämpfung der Social- demokratie werde er immer zurückkommen, da die socialpolittsche Frage die wichtigste am Ausgange dieses Jahrhunderts sei. Er hoffe und wünsche, daß sie friedlich gelöst werde, aber die Regierung sei verpflichtet, auch auf den Kampf gefaßt zu sein, denn die Ziele der Soctaldemokratie hätten den Kampf zur Voraussetzung. Die Socialdemokratie sei die größte Gefahr im Reiche. Richter habe gemeint, die Regierung schädige ihr Ansehen durch Betonung dieser Gefahr; Richter möge der Regierung nur vertrauensvoll selbst überlassen, ihr Ansehen zu wahren, auf die Unterstützung Richters dabei verzichte er. Der Zweck der Vorlage sei, bessere Elemente für den Unteroffizierstand zu gewinnen. Richter habe gesagt, daß seine Partei das Gute nehme; er (Redner) könne nicht leugnen, daß er das, was bisher die Fortschrittspartei gethan, nicht gut heißen könne. Sie habe immer einen negirenden Standpunkt eingenommen. So lange sie diese negtrende Haltung einnehme, könne keine Regierung mit ihr arbeiten, es müßte denn eine aus der Fortschrittspartei selbst heroorgeUaugene sein. Der Vorredner habe sich in Bezug auf die Qualification der Unteroffiziere auf einen Ausspruch des früheren Reichskanzlers berufen; er freue sich über diese Parteinahme für seinen Amts- vorgänger, mit dem man ihn immer als im Kampfe befindlich dar- ftelle. Ihm fei allemal unheimlich in diesem „Kampfe" vor einer Bundesgenossenschaft geworden, die er nicht begehre. Er freue sich, daß sich diese Bundesgenossenschaft einmal nach der anderen Seite wende. Wenn Richter gesagt, durch die Dienstprämien werde das Selbstbewußtsein der Truppe»» gesteigert, so treffe das den Nagel auf den Kopf. Das Selbstdewußtsei»» der Truppen zu heben, werde immer Aufgabe jedes Heerführers sein, umsomehr als wir einer starken Hand bedürfen. Abg. IN. v. Frege (cons.) tritt für die Bewilligung der Dienst- prämien der Unteroffiziere ein, indem er besonders Gewicht auf die erzieherischen Aufgaben derselben legt. Die Demokratie beweise auch dieser Frage gegenüber, daß sie nichts gelernt und nichts vergesse»» habe. Abg. v. Bennigsen (natl.) befürwortet den Antrag Hammacher und Graf Behr. Nachdem man das Bedürfniß für die Verbesserung der Beamtengehälter anerkannt habe, müffe man auch das Bedürfniß zu einer Besserstellung der Unteroffiziere anerkennen. Eine Zulassung der Unteroffiziere zu den Offiziersstellen würden die Unteroffiziere als Unglück empfinden, dmn es sei ja bekannt, daß ein lediger Subalternoffizier ohne Zuschuß von zu Hause nicht existiren könne. Durch gesetzliche Bestimmung werde dafür zu sorgen sein, daß die Dienstprämie nicht während der Dienstzeit durch Beleihung zc. ausgezehrt werden kann. Die Bedeutung des Unteroffizier- ftandes sei von allen Setten anerkannt worden, ebenso wie das Bedürfniß einer Besserstellung desselben. Bei dieser Sachlage müsse man zur Annahme der Dienfiprämien gelangen. Abg. Grillenberger (Soc.) bestreitet Dr. Frege gegenüber, daß er hier oder außerhalb des Hauses je einen Standpunkt ber gewaltsame»» Revolution eingenommen habe. Die capitaliftische Ordnung sei nicht haltbar und werde allmältg der socialisttschen weichen. Die socialdemokratische Partei fei auch unter der schärfsten Handhabung des Socialistengesetzes bemüht gewesen, die gewalt- thüttgen, anarchistischen Elemente von sich abzuweisen. Man bedenke bei dem fortwährenden Heroorheben gewaltsamer Empörungen der Soctaldemokratie jedenfalls »richt, daß man die Menge damit auf einen Gegenstand hinweist, an den sie bisher nicht gedacht hat; der fortwährende Hinweis fei aber nicht ungefährlich. Die ganze Socialreform sei bisher in einer Form erfolgt, als ob sie mehr für Unteroffiziere, denn für selbständige Arbeiter bestimmt sei. Dem Marx'schen Programm hat sich die socialdemokratische Partei nicht gefügt, wie sie denn sich überhaupt nicht einer Partei fügt. Wir stimmen für Gehaltserhöhungen der Unteroffiziere innerhalb der bereits bewilligten Mittel für die Armee; zu Neubewilligungen geben wir unsere Zustimmung nicht. t , Abg. Dr. Windthorst (Centr.) polemisirt mit den Socialdemokraten, von denen er eine runde und nette Erklärung verlangt, ob sie Alles nur im Wege der Reform erstreben unb die Revolution nicht wollen. ES fei ja interessant, von Herrn Grtllenberger zu hören, daß Marx von ihne»» nicht anerkannt wird. Der Reichskanzler weiß, daß er unS Alle hinter sich hat, wenn es gilt, die offene Auflehnung gegen das Gesetz zn bekämpfen. Marx wird heute von den Socialdemokraten nicht anerkannt, das beweist, daß keine Einigkeit unter den Socialdemokraten herrscht, seit dem Aufhören bei Socialistengesetzes. Abg. Rickert (bfr.): Es war ganz überflüssig, bie Vorgänge in Frankreich hier in bte Debatte zu ziehen; diese Dinge sind viel zu unwichtig. Wir haben hier in der Frage der Unteroffiz iers- tzulagen uns ein selbständiges Urtheil zu bilden; dazu sind wir auch sehr wohl in der Lage. Auch ich halte es »richt für practisch, die Socialdemokraten stets an den Weg der Gewalt zu erinnern, nachdem sie erklärt haben, daß sie nur eine friedliche Reform anftreben. Die Aeutzcrung deS Reichskanzlers über die Bundesgenossenschaft der Freisinnigen erinnert an die früheren Aeußernngen des Fürsten Bismarck. Wir drängen uns dem Kanzler nicht auf (Na na! rechts.) Diese Art von Absage an uns war nicht nöthig. Wir sind aber in dem zehnjährigen Feuer der Reichsfeindfchaft genügend erstarkt und »nabhängtg geworden, um auf ein offtcielles Zeugniß, daß wir zu den staatserhaltenden Parteien gehören, verzichten können. (Beifall links.) Die Debatte wird geschlossen. Persönlich bemerkt Abg. Richter (bfr.), zwischen dem Reichskanzler unb ihm habe noch nie ein gemeinsames Tafeltuch bestanden; seine persönliche Angrtffswetse gleiche völlig der des Fürsten Bismarck, nur daß sie in Anbetracht der Verschiedenwerthigkett der Persönlichkeit minder wirksam war. Der Antrag Windthorst-Oerterer (Centr.) wird hierauf gegen die Stimmen der Freifinnigen und der Socialdemokraten angenommen. , „ , . , , . Der Rest des Capitels „persönliche Ausgaben" wird genehmigt. Sodann vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr: Fortsetzung der Berathung. Schluß Uhr. elsaß-lothringische Staatsministerium abzusenden, die sich gegen die geplante Tarifreform und für den Zonentarif ausspricht. Pari», l.März. Bei dem heutigen Rennen in Anteuil' wurde die gestern von dem Minister des Innern angekündigre Unterdrückung der Rennwetten noch nicht in Vollzug gefetzt. Gleichzeitig wurde die Maßregel vor» verschiedenen Gruppen sehr lebhaft erörtert, ohne daß indeffen ein Zwischenfall vorgekommen wäre. Petersburg, 1. März. Das „Journal de St. Peters- bourg" sagt, der verdrießliche Pariser Zwischenfall habe einen leichten Schatten auf die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland geworfen, indeß sei zu hoffen, daß man sich auf beiden Seiten der Vogesen bemühe»» werde, denselben zu beseitigen. Konstantinopel, 1. März. In Folge außergewöhnlich starker Schneefälle sind die Orient-Expreßzüge gestern und heute ausgeblieben. Die Verkehrsstörung dürste voraussichtlich mehrere Tage dauern. Die telegraphische Verbindung ist gegenwärtig nicht gestört. Athen, 1. März. Der Schnelldampfer „Augusta Victoria" wurde heute vor der Abfahrt aus dem Piräus von den Ministern unter Führung des Ministerpräsidenten Delyannis besichtigt und ging bann nach Malta ab. In der Nacht ist hier Schnee gefallen. provinzielles. -dt. Ren - Ulrichstein, 1. März Monatsbericht der Arbeit er-Colonie pro^ Februar 1891. Ende Februar 1891 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 117 Mann. Dieselbe»» vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 35, Königreich Preußen: Brandenburg 2, Provinz Hannover 4, Provinz Hessen - Cassel 12, Provinz Hessen-Nassau 11, Provinz Posen 1 , Provinz Pommern 4, Provinz Ostpreußen 2, Provinz Westprenßen 2, Provinz Rheinlande 8, Provinz Sachsen 4, Provinz Schlesien 3, Provinz Schleswig-Holstein 1, Provinz Westfalen 2; Königreich Bayern 11; Königreich Württemberg 3; Großherzogthum Baden 4; Großherzogthuw Mecklenburg 1; Herzogthum Lauenburg 1; thüringische Staaten 4; Reichslande 1. Ausland: Kaiserreich Oesterreich 1. Hiervon waren: Arbeiter 41, Anstreicher 2, Bäcker 6, Bergmann 1, Brauer 4, Buchbinder 1, Buchdrucker 1, Cigarrenmacher 2, Conditor 1, Feilenhauer 1, Former 1, Gärtner 2, Glaser 1 , Handschuhmacher 1 , Kaufleute 8, Kellner 3, Klempner 1, Köche 1 , Kesselschmied 1, Kupferschmied 1, Maurer 4, Maschinenbauer 1, Maschinenschloffer 1, Metzger 2, Mechaniker 2, Sattler 1, Schlosser 1, Schneider 5, Schreiber 4, Schuhmacher 6, Stellmacher 1, Tischler 1, Tüncher 3, Ziegler 4, Zimmerleute 1. Im Monat Februar wurden entlassen 28 und zwar in Arbeit durch die Colonie 2, in Arbeit durch eigenes Bemühen 1, auf eigenen Wunsch 24; gestorben 1. Verpflegungstage im Februar 1891 : 3166. Gearbeitet wurde an 2553 Tagen, hierunter 120 Tage für fremde Rechnung. Seit Bestehen der Colonie si»»d aufgenommen worden 1669 Mann, dagegen angegangen 1552; bleibt Bestand 117 Mann. Friedberg, 26. Februar. Der Strolch, der am 28. ds. zwischen Dorheim und Melbach eine Fra»» beraubte, wurde in der Person eines Knechtes ausfindig gemacht und i« Bad- Nauheim verhaftet. Heute srüh um 7 Uhr nun wurde ein Dorheimer 9jähriger Knabe, der hierher zur Realschule ging, von einem Stromer in der Dorheimer Hohle zu Bode« geschlagen, seiner Baarschaft unb kleinen Habseligkeiten beraubt, woraus ber Attentäter davonlies, als sich in ber Ferne zwei Ackerbauschüler zeigten, die ebenfalls auf dem Wege zur Schvle hierher waren. — Kleine Mittheilungen aus dem Großherzogthum tzeßen. In Mainz stellte»» am Dienstag die bei ber Abtragung eines Walles beschäftigten Arbeiter die Llrbeit ein. Es wurde seither vo»r früh 7 bis Nachm. 5 Uhr gearbeitet; die Zunmthung, ahne befonbere Vergütung bis 6 Uhr zu arbeiten, führte zur Einstellung ber Thätigkeit ber betr. Arbeiter, bie während ber strengen Kälte infolge Arbeitsmangel für einen Lohn von Mk. 1.50 pro Tag angenommen waren. — In verschiedenen Gemeinden der Provinz Starkenburg sind bie Störche eingetroffen. — In ber Gemarkung Kostheim spielten am Dienstag unvorsichtiger Weise einige Knabe»» mit geladene»». Schußwaffen. Dabei entlud sich ein Pistol unb zerschmetterte einem das Kinn. — Der Schulvorstand zu Mainz hat den Beschluß gefaßt, ben Volksschülern das bereits bestehende als auch das demnächst zu eröffnende Volksbad unentgeltlich zur Benutzung zu überlassen. — Die Stadtverordneten in Worms haben beschlossen, die Beitreibung bei alle»» Einkommen- steuerpflichtige»» mit einem Einkommen unter 500 Mk. nicht eintreten zu lassen, die Rückstände auf Grund von jährlich vorzulegenden Listen niederzuschlagen, und bei der Steuerveranlagung auf möglichste Befreiung der nur Commxnat- steuerpflichtigen hinzuwirken. — Herrn Branddireetor Justus in Darmstadt, welcher seit 25 Jahre»» das Amt als Commandant der freito. Feuerwehr bekleidet, wurde ooit ber Stadt Darmstadt eine prachtvolle Standuhr geschenkt. — Ein vor einigen Wochen seinen Eltern in Mainz entlaufener schulpflichtiger Junge hatte sich in einem Neubau eingerichtet und sich während dieser Zeit durch Betteln ernährt. — vor» ber Offenbacher Stabtverorbnetenversammlung ist dem Frankfurter Verei»» für Feuerbestattung bie Genehmigung ertheilt worden, auf dem Offenbacher Friedhof einen Leichen- Verbrennungsofen zu errichten. — In Seligenstadt «nd Umgebung herrscht zur Zeit wieder die Influenza, so daß in» manchen Gemeinden ei« Drittel der Kinder bie Schule nidit besuchen kann. ®0?«‘3beti6t " \w. toc '' relP- arbeitslos Qlli das ; Brandenblira 2 * 12, $min; nni 'Nnmtr* 4, J§cn 2, Provi,,. Schlesien 3, Pro- en 2; KLnizreich ®T*WtR )erzozthMLauen- nde 1. Ausland: lI Tt t öu,:;1. Pttevfc h'-Ä ^«'Sch-nimid ' ??°ssuht,ich Pfet 1111 «»• In d/r icher 2, Acker 6, 1, Buchdrucker 1, Jet 1, Former I, 1, Kaufleute 8, ichmied 1, Supjer- Winenschlojser 1, ffer 1, Schneider 5, er 1, Tischler 1, Jen 28 unb ptn: durch eigenes Leben 1. 3166. Gearbeitet Tage für fremde genommen worden >2 , bleibt Bestand Ich, der am 23. ds. m beraubte, wurde -macht und in Lad- thr nun wurde ein |Ut Realschule ging, )ohle zu Boden ge- chseligkeiten beraubt, j in der Ferne pw -.trnWi"1®*11“ « AbimgM, tinti- Ezwmdeieithttvm . ÄumutH' T «n, Weiu* .v die wahrend der L einen Lohn von _ q?n verschiede"" b die Störche tuv Wit« mit." ’ y."S» 1 ,e t-ft-h«de «l6 rs “"‘t k non Wlich /UrifTlÖ v0" | " ®r d-r S«'7 8t«* JÜ d» -h--n,b;utbt itr t’Mt' ' Qtidjeiit*- " n w*, Le«11 ,„in et"*':» W *rs-K “n!"abt81,6 e3*>«eic wirthfchaftliche «eaosteNschafts-aalender für 1891, dessen wir schon erwähnt, ist nun erschienen. Zu beziehen durch JhrtgS Contor, Wandelstadtstratze 32 in Darmstadt. Preis 2 Mk. Der Kalender mit seinem Alles, was die Genoffenichastsorgane zu wiffen wünschen oder nöthig haben, enthaltenden überaus reichen Inhalt ist ein ebenso practtscher wie nützlicher Rathgeber für alle Gmosfen- schaften, ein unentbehrliches Hülfs- und Nachschlagebuch in allen genossenschaftlichen Fragen. Er bildet mit einem Ueberstch ts-, Schreib-, Notiz- und genossenschaftlichen Arbeitskalender ein gefällig auS- gestattetes Taschenbuch und kann allgemein bestens empfohlen werden. Schiff-nachrichten. Bremen, 28. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Spree, Capt. W. Willtgerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 18. Februar von Bremen und am 20. Februar von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Morgens wohlbehaltm in Newyork angekommen. Der Postdampfer „Pennland" der „Red Star ßine* in Antwerpen ist laut Telegramm am 27. Februar wohlbehaltm in Newyork angekommen. Verkehr, Land« unö Volkswirtschaft. Gründer-, 28. Februar. Fruchtpreise. Weizen 19.50, Korn Jt 18 —, Gerste «X 16.50, Hafer JL 15.60, Erbsen X 17.—, Linsen 24.—, Lein — —, Wicken — , Samen —, Kartoffeln 0.—• — In Oberhessen und Umgegend finden im Monat Marz u. A. folgende Mürkte statt: Den 9. in Echzell Vieh- und Krämermarkt. Den 9. in Langsdorfs Vieh- und Krämermarkt. Den 10. in Gedern Vieh-, 11. Krämermarkt. Den 17. in Ortenberg Vieh-, 18. Krämermarkt. Den 17. in Schotten Vieh-, 18. Krämermarkt. Den 18. in Friedberg Vieh- und Krämermarkt. Den 18. Frankfurter Ostermesse, 21 Tage. Den 19. in Grünberg Vieh- und Krämermarkt. Den 24. und 25. in Gießen Vieh- und Krämermarkt. Dm 31. in Bleichenbach Viehmarkt. Den 31. in Gedern Vieh-, 1. April Krämermarkt. Dm 31. in Laubach Vieh- und Krämermarkt. — Plena® venter non studet libenter, ober: „Mit vollem Magen ist schlecht zu studtren". Dieses Spruches Wahrheil hat wohl schon Mancher beobachtet, der nach eingenommener Mahlzeit sich einer geistigen Arbeit unterziehen wollte und bald ermattet den Kopf sinken ließ, weil die Thättgkett der Verdauung die Functionen des Gehirnes erlahmen macht. Das in neuester Zett darge- ftellte Kemmerich'sche Fleisch-Pepton schränkt jedoch die Wahrheit obigen Spruches erheblich ein, weil der Genuß desselben in der Bouillon oder anderen Speisen dem Organismus die Arbeit der Verdauung erspart und demzufolge eine allgemeine körperliche und I geistige Frische hervorruft; außerdem hat es noch den großen Vorzug, t alle anderen Nahrungsmittel an Nährwerth zu übertreffen. 1462 Nach der Analyse tob Fresenius ist dae Natron-Li thlon- Heilwasser der „KaiBer-Priedrioh-Quelle völlig baoterienfrei und übertrifft die Heilwirkung aller ähnlichen Mineralquellen. Die aus den Salten desselben hergestellten eohlehnloeenden Pastillen sind in allen Apotheken, Mineralwasserhandlungen eto. haben. 623 Unübertroffen in Feinheit u. Milde u. seit zehn Jahren bewährt. Hollünd Labak 10 Pfd. lose in Beutel srco. 8 Mk. nur bei B. Becker in Grefe« a. Harz. 1006 Bei Gebrüder Stamm (Markt- und Schulstraßen- Ecke I. und II. Stock) findet man die größte Auswahl der schönsten Herren- und Knabenkleider. Neueste Stoffe zur Anfertigung nach Maaß! [421 Lpielplau der vereinigten Zraudfurter Lta-tthenter. Opernhaus. Dienstag dm 3. März: Der Wildschütz. Hierauf: Die Puppen fee. Gewöhnliche Preise. Mittwoch dm 4. März: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Das verwunschene Schloß. Außer Abonnemmt. Donnerstag dm 5. März: Des Teufels Antheil. Gewöhnliche Preise. Freitag den 6. März geschlossen. Samstag den 7. März: Gastspiel der Frau Ende-Andrießm. Neu einstudirt: Tristan und Isolde. (Isolde: Frau Ende- Andrießm.) Große Preise. Sonntag dm 8. März: Das eherne Pferd. Gewöhnliche Preise. Montag den 9. März: Gastspiel des Herrn v. Sonnmthal. Wallensteins Tod. (Wallenstein: Herr v. Sonnenthal.) Große Preise. Gcha«spielha«s. Dienstag dm 3. März: Kaufmann von Venedig Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 4. März: Die Kinder der Excellenz. Gewöhnliche Preise. Donnerstag dm 5. März: Sodoms Ende. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise. Freitag dm 6. März: Die Kinder der Excellenz. Gewöhnliche Preise. Samstag den 7. März: Emilia Galotti. Gewöhnliche Preise. Sonntag dm 8. März, Nachmittags 3»/r Uhr: Ehre. Kleine Preise. Abends7Uhr: Das verwunschene Schloß. Gewöhnliche Preise. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde. Bibelstunde heute Montag dm 2. März, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Hebräerbrief, Kap. 3: Mahnung zur Treue gegen den treuen Gottesboten Christus, der größer ist denn MoseS. Pfarrer Dr. Naumann. 4. Passionsandacht am Mittwoch den 4. März, Abends 6 Uhr, in der Kirche: Pfarrer Dr. Naumann. meinet cr/n&n 1704 Schntem&rJce. In Giessen bei Carl Schwaab. 3 n , , Süsser Medicinal- Dr. Aumanns TT .. XTT . Heidelbeer - W em aus der Heidelbeere rem und unverfälscht dargestelltcr Beerenwein, welcher ärztlicherseits als Ersatz der zumeist gefälschten Tokayer- Weine dringend empfohlen wird. — l>r. An»n, ^.40 » >, 1.40 Beerenweine eig. Bereitung. Johannisbeeren-Wein pr.Fl.70^ 1.20 1.30 1.30 1.40 1.50 1 40 1.50 1 50 2.— 2.— 2.— 2— 2.50 2 — 2.50 2.50 2.50 1.40 1.40 2 — 1.10 1) Höhere Handelsschule mit VorNasse (= Quarta). Berechtigung Z. einjähr.-freiw. Militärdienst. Schuldes. 1—4 Jahre, je nach Vorbild. I 2) Handelsakademie für rein fachwiffenschastliche AnSbildnng. , Ueber Schulanfang, Unterkunft rc. Näheres durch die Prospecte. Die Direetion. Scherers Familienblatt beginnt soeben seinen 12. Jahrgang und wird zum Abonnemmt bestens empfohlm. Reichhaltigste Familimzeitschrist! Vorzügliche Illustrationen! Mit Nr. 1 begtnnl der neueste höchst spannende Roman von Nataly von Eschstruth: „ZN unKnade". Abonn.: 2 Mark pro Vterteliahr. Alle Woche rtne Nummer, ca. 20 Seiten Text. Probenummern gratis in allen Buchhandlungen oder beim Verleger: J. H. Scherer, Berlin, Desfamerstr. 4. Bekanntmachung, die Mathildenstistung für die Provinz Oberheffen betreffend. Die diesjährige Hauptversammlung dec Mathildenstistung für die Provinz Oberheffen findet Sam-tag den 14. März L 3., Nachmittag- 3 Uhr, im Regierungsgebäude zu Gießen statt, wozu die verehrlichen Mitglieder der Stiftung ergeben ft eingeladen werden. Tags-ordnung: 1) Prüfung der Rechnungen für 1889 und 1890. 2) Vertheilung des nach dem Abschluß der Rechnung für 1890 verbliebenen Überschusses zur Unterstützung gemeinnütziger Anstalten. 3) Feststellung des Voranschlags pro 1891. 4) Ergänzungswahl des Vorstandes. * Gießen, den 28. Februar 1891. Der Vorstand der Mathildenstistung für die Provinz Oberheffen. v. Gagern, Provinzial-Director.__________________ 0 GEGR: Unseren verehrt. Mitgliedern zur Nachricht, das; das Turnen von jetzt ab auf dem „Lahnstein" stattfindet. Riegenturnen wie seither, Dienstags n. Freitags Abends. 1882 Der Vorstand. Bienstag Abend 8 Uhr: Gesammtprobe in der Kirche. Mittwoch 5 Hauptprobe. Nur, wer an beiden Proben theilgenommen hat, kann bei der Aufführung mitwirken._____________________ ___________1864 Soeben erschienen: Adreßbuch der MomnzialhauMadl Gießen 3W für das Jahr 1891. Vorräthig in den Schreibmaterialienhandlungen Trust Balssr, Wilhelm Klee und Heinrich Kühn.. 1861 ^eis3 50 SPfgg- Ehi Loos i Mark, gültig für beide Ziehungen. 4-> Zwei Ziehungen: 10. Mai und 20. October 1891. Gewinne: 30,OOOMR. l^gOOO „ 263000.» 6,000 ,, u. s. w., 1500 Gewinne 36,000 „ Ein Theil der Gewinne wird auf Wunsch mit ge- ringem Nachlass gegen Baar zurückgekauft. 1 Loos 1 Mk.., 11 Loose IO Mk< MORITZ STRAUSS junior in MAINZ. Alleiniger Generaldebiteur. 1865 Geschäfts -Empfehlung? Werther Einwohnerschaft hiesiger Stadt zeige hiermit ergebenst an, daß ich am heutigen Tage &telnsSB’asse ein Weißbinder und Lackirgefchäst eröffnet habe und halte ich mich bei solider dauerhafter Arbeit und billigsten Preisen bestens empfohlen. 1883 Hochachtungsvoll Carl Heuling. Bei ihrem Weggänge von hier Ä »» nach Neustadt sogen allen Frt unden und Bekannten ein [1875 X herzlich Ledlwohi! I £ I. Kiefer und Familie. g Unserem lieben Jnspector Löber- man« zu seinem heute stattfindenden Wre!?enftfle die besten Glückwünsche. 1888 Mehrere Freunde. WMZA Aus Gd. u. Bhzkt. ra® MSlffcllflicbl Mittwoch den 4. Wär?, Nachmittags 2 Uhr, Vergebung der am Gr. Landgericht und der 18-16 Seilgeöotmes Löwer. 1886 118 1631 100 Jünger. 1874 WermiMmrgm. 13 1 111 C. Pfeil, Schreiner, Löwengasse. Reichsbank-Disc-mt 3 pEt. — Frankfurter Bauk-Discont 3 p® Im Winneröder Walde. Di- strict Eichköpfel rc. ist eine Partie statt. 1854 31/» ,A,/o Gießener Gelsenk. Vergw>Act. Fichten - Baustämme von 14 bis 33 Zentimeter mittlerer Durchmesser und bis zu 20 Meter Länge, 47,49 Festmeter enthaltend; Fichten Derbholzstangen, 96 Festmeter enthaltend; Fichten-Reisig-Stangen. Bemerkt wird, daß sich die Fichteri- Derbholzstangen mehrstentheils zu Dachsparren und Wagnerholz sowie Rüst- stangen eignen. Die, Zusammenkunft ist am Wege nach Bersrod am Eingang des Waldes. Reiskirchen, am 2. März 1891. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. SB Cltle 72 Holzversteigerung. Morrtag den 9 d MtS-, Vormittags von 9 Uhr an, sollen im Reiskirchener Gemeindewald, District Wilshäuserwald, nachverzeichnete Holz- sortimente öffentlich meistbietend versteigert werden, als: 18731 Ein Mädchen von einem Landgut ans Oberhessen, das in allen häuslichen Arbeiten ausgebildet ist, sucht per 1 April Stelle als besseres Märchen zur Stütze der Hausfrau. Näheres in der Exped. d. Bl- Disconto-Commaud^Anlh. Darmstädter Ba:ck-9lct. Dresdener Bank-Act. >r?ordd. LloydAct- Wiener Bankoer.-Act- Oest Credit-Act. Oest. Staatsb.-Act. 1884] Als V^urrnsttMQ 1858 Schmidt, Sdtersweg 15. —7^7-7------i 1360] Tüchtiger: Sckrrc tnstgefrUc ~ ta x nc Wohnung (4 Zimmer nebst und ein braver Annge in die Lehre gcs. Zubehör), ganz oder getrennt zu oef: ------ -b mieth en. Schützenstraße 11. 3% Reichsanleihe 37a % do. 3% Preuß. Conscls 3/o do. vermischte Anzeige«. Oberhess. Gesellschaft Mr Natur- und Heilkunde. Sitzung: Mittwoch, 4. Ab nds 6 Uhr, in der Neinen Aula- Vortrag: Herr Dr. Siev-r- über einige Ergednisie seiner Forschungsreisen in Süd-Am:rika [1879 1881] Ein kl. Log. i. anft. Hause, zwei Zim-, Küche m. Wafferl. rc-, wird v. rub. Leuten (Mutter v- Tochter) z. mieth. ges. Offert, erb- u L. L0 an d. Erp, d Bl. 1878] Hübsch möblirtes Zimmer mit oder ohne Kost gesucht- Offerten unter N- 14 an die Expcd. d- Bl- 1877] Ein Lehrer sucht zwei unmSbltrte Zimmer, wenn möglich mit Pension. Offerten mit Preisangabe unter O. an b;e Erped d. Bl. erbeten- W Eine praetischr Neuheit für Hausfrauen ist die ächte fig Panama - Seife zur kalten Wäsche für farbige Stoffe jeden Gewebes. Diese Seite, nach eigener Methode fa- bricilt, besitzt die Reinigungskraft der Danamalauge und übertrifft Gallseffe in Wirkimg- & Per Stück Mk. 0.30. Nur allein zu haben in dem [1855 DrogengklM mir Gtts Schaaf. 1870] Schöne Ulmer Doggen zu verkaufen. _______________Fr. Hetz, Lahnstr- 5. Städtisches Schlachthaus. FN 6 rbQrsk. [1866 Von heute Nachmittag 4 Uhr an: la. Ochsenfleiseh, nicht labenrein, pr. Psd. 80 Pfg» Born fr . . -f . Gr. Gerichtsvollzicber- Dll- 1869] Eine Studentenverbindung sucht für nächstes Semester ein schöne- Kneiplocal, in weichem ungefähr 40 Leute bequem Platz haben. Offerten unter W. 52 an die Erpedition dieses Blattes.__ 1847] Ein Weitzer, schwarz gezeich« ncter kurzhaariger Htihnerhuudp aus den Namen ^Plork^ hörend- entlausen. LVirderdringer erhält Belohnuns» Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes. 1887] Am Samstag verlor ein armer Bursche ein Portemonnaie mit 9 Mk. Gegen Belohnung abzugeb Neuen Baue 6. 1885] Am vorigen Donnerstag wurden von der Neustadt bis zum Kreuzpil-tz ein paar Fahrzügel verloren. Der - der wird gebeten, dieselben gegen Belötz - ung abzugeben, andernfalls derselbe g - richtlich belangt wird- Earl Bieler, Kreuzplatz 6. Reiche Heirath! ÖOT Eine Maises 20 Jahre SW- mit einer haaren Mitgift dof LV 90.000 Mk. und einer schulden- freien Villa sucht behufs Aeieath SW ehrbare Herrenbekanntschaft. Ver- WN- langen Sie über mich reelle Aus« DM" kunst v. »G-?neral»Ar;Zeiger", Berlin 8. W". 12. (Anonyme SAN"'Anfragen bleiben unbeantw.) 1876 1833] Unterzeichnete empfiehlt sich zu Mocken- Äkrankenpfiege^ Marie Gchneid^r, geprüfte Wärterin, ___Maik'straße 32, Hl.________ Tüchtige Tagschneidee sucht A. Haudrich. 1359 1868] Ein Lehrling gesucht. Balth7 Schwan, Schreinerm, Reuen Baue 39. 493] Der seither von Herrn Hauptmann j ' w Seitz bewohnte dritte Stock meines Hauses i (Westanlage 19), 6 Zimmer, eventuell ouch i Ein tüchtiger Bäcker, welcher selvst- nur 5 Zimmer, ist sofort zu vermiethen-' ständig arbeiten kann, in eine Kreisstadt Dr. Zintzer. ■ O derhessenö per 1. April gesucht- 1867] Durch Vers-tzung der Herren Offerten unter „tv 9tr. 1871 gesucht" Heilman« und Wetker ift bei rnir an btc Erped. d. Bl. sl87- eine grotze, event. zwei kleine Hsr- milieuwohnn^gen zu vermtettsenr W. Weidtmann. ________ Fraukfurterstratzr 83. 1880] Fomiltenw. nebst Schlafft, z oerm. Schneider Frech Kaplaneigasse. 1849] Ludwigstraße 12, mittlerer Stock, 5 Zimmer mit Zubehör, auf 1. Juni zu vermiethen- P5 80 98.85 85 90 98 95 4% Ung. Gold-Rente b°/o Jtal. Rente 4Vs %i Oest- Si'ber-Rentt 5o/o Ruff. III. Orient 98 y,- / . 94 30 8 • ?. 7 ’ 76 49- 204 30 Lomb. E.-B.-Act. 114(0 149.70 Buschtherader E-B.-Act. 426 50 152.0 Elbtbal-Bahn Act- 200 50 132.50 Gotthard-Bahn-Act- 149 40 103.50 Schweizer Nordost-B.-Act 135 80 269 00 Mainzer E.-B.-Act- r l 15.30 116 25 Marienburger E.-B.-Act 60 00 Ver. Königs-Laurah -Act. 128.00 1634.01 Tendenz: matt. Nedaction: A. Scheyda. — Drmck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 'M» jKhmwm’ $ O» Dienstag -e« 3. März (Stiener Anzeiger. Beilage zu Nr- 52. - 1891. Feuilleton. Der einzige Sohn. Novelle von I. Bonnet. (12. Fortsetzung.) Die Untersuchung ergab zwar, daß nichts Ernstliches zu befürchten sei, aber die besorgten jungen Eltern ließen sich nicht abweisen mit der Bitte, zunächst bei ihnen zu bleiben, -iS eine gewisse Entscheidung eingetreten sei. Ungern willigte er ein und Arthur mußte versprechen, ihn zurücksahren zu lasse«, während sein eigener Wagen sogleich umkehrte und der Kutscher einige Worte sür seine Gattin mitnahm, falls am nächsten Vormittag Dringliches vorkäme. Mit dem anbrechenden Tage änderte sich das Befinden des Kleinen zum Besseren, er stöhnte wohl noch, krümmte die Aermchen und Händchen und hatte noch Fieberröthe auf den Bäckchen, doch ging der Anfall sichtlich zurück, ward schwächer und schwächer. Arthur umarmte seine Frau im Ueberschwang der Freude und drückte des Arztes Hände einmal ums andere. Als die Eltern dazu kamen und erfuhren, was sich in der Nacht begeben, als sie mm auch das Enkelkind wie neugeschenkt ansahen und des Sohnes überwallende Wonne ihre Herzen freudig ergriff, war das andere darüber vergessen, man war eins im gleichen Gefühle des Dankes für die Erhaltung des einzige» Sohnes. Lange vor Mittag war der Arzt abgereist. Durch die tief niederhängenden Regenwolken brach die Sonne sich Bahn im Einklänge mit den frohen Empfindungen im Herrenhause und zugleich in erfreulicher Vorbedeutung des andauernd aus- gehellteu Himmels über seinem Glück. Der Generaldirector nahm Hut und Stock, in aller Stille dachte er den Wirth- schaftshof abzuschreiten, eingehende Berechnungen zu machen und sich für sein Handeln bestimmte Gesichtspunkte sestzusetzen. Hinter ihm her eilende Schritte bewiesen ihm, daß er doch nicht unbeachtet davonkommeu sollte. Zu seiner Genugthuung zeigte Arthur eine ganz verwandelte Stimmung gegen gestern Abend, er war weich, nachgiebig, gestand seine Fehler und versicherte, daß er von heute an ein besserer Wirth und genauerer Rechner sein werde. So versöhnlich war die beiderseitige Art des Verkehrs, daß jeder Theil, als die Eßglocke läutete, in bester Laune zu Tische ging. Der erste Mittag war es, wo Mariechen an ihres Mannes Seite wieder an der Tafel saß. Dieses Ereigniß mußte nach des Kindes Wiederherstellung doppelt gefeiert werden. Der Generaldirector selbst fand eine Flasche Champagner in diesem Falle keine Verschwendung. Arthur erhob sich, eine aus dem Keller zu holen, als sein Wagen von der Stadt zurückkam und, wie es ihm bedünken wollte, einen Gast mitbrachte. „Wer mag denn das sein? Es hat sich doch Niemand angemeldet?" Das Herz fing an, ihm ein wenig unruhig zu schlagen. Er dachte an den Zusammenstoß mit dem Vater gestern Abend und fürchtete, daß es sich nm eine Geldangelegenheit handeln würde, die ihm heute zweifach ungelegen kam. Sein Gesicht erstarrte vor Schrecken, als er Karl, den Genossen seiner schlimmen Händel und Vergehungen in Amerika, erkannte. „Also hier hausest Du, Teufelskerl?" rief ihm, als er mit entfärbten Wangen vor der Thür erschien, der üble Gast entgegen. „Ein gentleman wie er im Buche steht, auf Ehre 1 Allerliebster Besitz das hier. Werde ihn mit Dir gntieren, wie wir drüben überm Salzwasser unsere tollen —" „Um Gotteswillen, Mensch, mach nicht solch Wesen," fiel ihm Arthur bedrückt in die Rede, „wir sind nicht mehr in Amerika —" „Ah, ich verstehe, hübsch ordentlich, zahm, lammfromm, aus dem Tone bläst die Flöte! Na, alter Junge, wollte sagen, old fellow, wir werden sehen." Damit schlug er ihn auf die Schulter. „Hast Du was Gutes zu trinken?" Offenen, unbeweglichen Blickes starrte Arthur den frechen | Eindringling in sein friedliches Reich, das sich zu bewahren er heute einen neuen Anlauf zu edlen Vorsätzen gemacht hatte an. Ihm war zu Muthe, als wäre ihm mit diesem Menschen die Abrechnung über seine Sünden in Amerika geschickt worden. „Hast Du hier auch eine Frau?" fragte der andere achend. „Jedenfalls bist Du nicht dumm gewesen, Dich hier estzusetzen. Soll mir zu gute kommen, denke ich. Darfst mir nicht so entwischen wie gestern Nacht, als ich Dich im Lichte der Gaslaterne erkannte und vergeblich suchte. Bin doch findig, wie Du siehst." Arthur mußte gute Miene zum bösen Spiele machen, wollte er nicht alles verderben. Er fiihrte den alten Spießgesellen ans ein Gastzimmer, um ihm in größerer Muße einige Verhaltungsmaßregeln ans Herz zu legen und vor den Seinen einen wichtigeren Anschein zu geben. Sein fadenscheiniger Anzug setzte ihn in neue Verlegenheit, dem war jedoch nicht so schnell abzuhelfen. Wenn er nun vor Allem sich zu einem anderen, salonfähigen Benehmen verstehen möchte. Die freundschaftlichen Belehrungen brachten dies in der That zu Stande und nun führte Arthur ihn den ©einigen zu, die glücklicherweise von den lauten Ausrufen vor der Thüre wenig verstanden hatten und den Eavalier mit Achtung empfingen. Es ward noch ein Couvert aufgelegt, zwei Flaschen Champagner, um auch das hochersreulichc Wiedersehen zweier alten Freunde zu feiern, wurden in den Kühler versenkt, die Tafelrunde hatte an Heiterkeit und Anregung gewonnen. Karl zeigte sich in der Landwirthschast, in der Jagd und Pserdedressur so bewandert und als ein so gewandter, liebenswürdiger Gesellschafter, daß der Generaldirector bald ganz hingenommen von ihm war, besonders als er vernahm, daß allerhand wiffenschastliche Interessen ihn nach Amerika geführt hätten, von wo er denn, an Kenntnissen und Erfahrungen bereichert, als treuer Sohn der deutschen Erde heim- gekehrt sei. Auch strich er ihm den einzigen Sohn weidlich heraus und betheuerte, daß er ihn in feiner frischen That- krast auf amerikanischem Boden bewundert habe. (Fortsetzung folgt.) Brennholz-Versteigerung itt -en Waldungen der Stadt Lich Donnerstag den 5. März d. J„ Bormittags S'/r Uhr, in der Forstivartei Vorderwald, Districte Lindenseif und Ettingshäuserkops: 105 Raummeter Buchen-Scheiter, 181,2 „ „ und Eichen-Knüppel, 184 „ „ n h Stöcke, 10585 Wellen Buchen- und Eichen-Reisig, 192 Buchen- und Eichen-Schichthaufen erster und zweiter Durchforstung. Anfang an der Lindenseisschneise. Lich, am 24. Februar 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. 1845 Montag den 9. und Dienstag den 10. Mär?, Nachmittags von 2 Uhr anfangend, werden GartenstraHe 11 I (Sparkasse) nachverzeichnete gut gehaltene Mobilien wegen Auflösung des Haushaltes versteigert, nämlich: H vollständige Betten mit Roßhaarmatratzen, 2 Sophas, 1 Schlasdivan, mehrere Seffel, 12 Stühle, 7 große und kleinere Spiegel, 1 Toilettenspiegel, 3 Kleiderschränke, 2 Weißzeugschränke, 1 Schreib- seeretair, 1 Glasschrank, 1 Cbiffouier, Waschtische und Nachttische, 1 Waschkommode mit Marmorplatte, mehrere runde, । Mgliche und andere Tische, 1 Pfeilerschränkchen,' i schöner Ausziehtisch mit 6 Platten THE Commode, 2 Notenständer, Etageres, Eckbretter, Ofenschirme, Kleiderständer, Schirmständer, Schaukelseffel, Pendule, Regulator, Lampen, 1 HSetroleuwlustre (3 armig), 1 Stellleiter, 1 große Jinkdadebütte. 2 dreiarmige Bronceleuchter, Waschservice, 3Oel gemalde und andere Bilder, Barometer, Thermometer, Waffer- und Lustkiffen, Tischdecken, Vorlagen und Teppiche, 4 Fenster-Vorhänge, 1 span. Wand, 14 Bände „lieber Land und Meer", 20 Bände Walter Scott und andere Bücher; Vasen, Figuren, Nippes, 1 Wiener Kaffeemaschine, Liqueurservice, l Bowle, 24 Punschgläser, 30 Champagnergläser und andere Weingläser, Einmachgläser, 20 steinerne Töpfe, 1 Huilier, Porzellan, Cristallschalen, Küchenschränke und Kücheneinrichtung, blaues Geschirr, 2 Bratkroppen, Waschtöpfe, Bügeltisch, Waschgeräthe, Trockengestelle, 4 Bütten, 3 Gartenstühle, 1 verschließbares Weingestell, 1 Fahne, 8 Strohchalousien, 1 Kartoffelbett u. s. w. Im Auftrag: Louis Rothenberger, 1715 _________________________________Gerichtstaxator._____________ Holz^Versteigerung. Versteigerung. Donnerstag, 8. März, werden aus den Districten Schindanger u. Wüstekopf versteigert: Gtchen: 124 rm Scheiter, 86 rm Knüppel, 7180 Wellen, 207,4 rm Stücke. Nadelholz: 21 rm Scheiter, 39 rm Knüppel, 2060 Wellen, 44,8 rm Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr aus der Kreiüstraße Gießen- Steinberg an der Sandkautschnelse. Nähere Auskunft ertheilt Großh. Forst- wart Schlag zu Baumgarten. Gießen, 27. Februar 1891. Großh. Oberförsterei Schiffenr erg. Heyer. 1781 Dienstag den 3. März, Vormittags 9 Uhr, lasse ich die in meinem Hofe befindliche Bretterhall» ca. 8 Meter lang, 6 Meter breit, 3x/2 Meter hoch, meistbietend versteigern. 1844 Ernst Bloedner, Ecke Seltersweg u. Plockstraße. 10 F£cL. prima weiße Kernseife zu 2 Mk. 80 Pfg empfiehlt C. Roth II. 1124] Wallthorstraße 5. Holzversteigerung. Donnerstag den s. und Freitag den 6. März l. 2», jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Gemeindewald zu Großen-Buseck, Districten Unter und Radenkops, versteigert werden: 124 Eichen-Stämmem. 20,03 Festm., 99 Nadel-Stämme m. 69,47 Festm., 112 Eichen - Derbstangen mit 7,62 Festm., 567 Nadel-Derbstangen mit 52,04 Festm-, 535 Nadel - Reisstangen mit 11,27 Festm., 12 Rm. Buchen-Scheiter, 2 Rm. Eichen-Scheiter, 157 Rm. Buchen-Knüppel, 60 Rm. Eichen-Knüppel, 10 Rm. Nadel-Knüppel, 66 Hundert Buchen-Reiserwellen, 15 Hundert Eichen-Reiserwellen, 40 Hundert Nadel-Reiserwellen, 4 Rm Buchen-Stöcke, 26 Rm. Eichen-Stöcke, 10 Rm. Nadel-Stöcke. Bemerkt wird, daß das Stamm- und Stangenholz am ersten Tag zur Versteigerung kommt und ist die Zusammenkunft an der Rabenauerstraße beim Climbacherpfad. Großen-Buseck, 26. Febr. 1891. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Stephan. 1755 Holz-Versteigerung. Im Daubringer Gemeindewald kommt in verschiedenen Districten nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung: I. Donnerstag den 5. März t. Z>. 58 Eichen-Stämme bis zu 40 Centi- meter Durchmesser und 14 Meter Donnerstag den 5. März, Nachmittags von 2 Uhr an, werden die nachgelassenen Mobilien der Georg Fran; Eheleute, Hamrn- stratze I), meistbietend versteigert; besonders sind dabei: 1 vollständiges Bett, 1 Eon sole, 1 Sopha, 1 Nachttisch, 1 ovaler und 2 längliche Tische,! 6 Stühle, 6 Bilder, l neuer j schwarzer Anzug, verschiedene andere Herrenkleider, Weißzeug, etwas Küchengcräthe, 1 Küchen- fchrarrk mit Glasaufsatz, eine Hobelbank, Schreinerwerk- zeuge, 10 P. Füllungen von Bettstellen, etwas Nutzholz, 1 nnßb, Bohle, 1 Schrank, 2 angef Schränke, 8 Fässer u. s. w. Im vormundschaftl. Auftrag: Louis Rothenberger, 1790 Gerichtstaxator. Jeilgeöolenes. Frisches Sauerkraut, das Pfund 8 Pfg. [1702] Weidengasse 8. 1620] Eine gute Deeimalwaage von 30 bis 36 Ctr. Tragkraft ist wegen Mangel an Raum billig zu verkaufen. Schottstraße 11. Große Auswahl in compteten Kellen, sowie einzelnen Sprungrahmen, Matratzen, Deckbetten, Kiffen, Bezügen und Betttüchern zu äußerst billigen Preisen. [1417 C. Röhr & Co. Ia. Emmenthaler Käse vollsastig und von vorzügl. Geschmack, empfiehlt Ludw. Loth, 1860 Wallthorstraße 23. Sammte, Pelusch u. Seidenstoffe für Kleiderverzierung in großer Auswahl und billigen Preisen empfiehlt 1. Fangmann, 1705) Bahnhofstraße 29. ___ Essig-, Salz-, Psesser- und Sens- Gurken, Mixed-PickleS, ganz vorzügliche Preiselbeeren, Awetschen, rothe Müden, sowie sämmtliche Eompot- früchte in nur feinster Qualität empfiehlt 1599 Emil Orbig. Bauplätze § im Innern der Stadt, sehr gut gelegen, unter sehr günstigen Zahlungsbedingungen zn verkanten. Näh. bei der Exped. d. Bl- Commissionsweise mehrere neue silberne Taschenuhren, 1 Damenuhr — Nemontoir —, 1 Ankeruhr zu verkaufen bei [1678 Laut- Rothenberger, Neuenweg 22. Prima Kernseife, 10 Psd. zu Mk. 2.80, emvfiehlt [1498 Wilh. Schornber, Neuen Bäue 10. »EIS- Q l» U.W—WTEWTC» ........... önigs- gg STAEKKE Unübertroffenes Fabrikat zam Stärken der Wäsche empfiehlt [1321 Emil Fischbach. 1065] Fst. deutschen u. franz. Akognae, Liqueure, Arae, Rum, Punsch - Essenzen re., sowie ,,ächten Bilbeler Ge- treide Kümmel", Spec. v. Franz Birkenholz in Vilbel, per Lit.-Flasche ohne Glas JL 1.50. Allein Niederlage iSudw« Loth^ Wallthorstr. 23. Länge mit 20,97 Festmeter. 228 Nadel-Stämme bis zu 50 Centi- meter Durchmesser und 18 Meter Länge mit 69,67 Festmeter. 243 Fichten-Derbstangen mit 15,53 Festmeter. II. Arettag de» 6. März t. I. Scheith. Knüppelh. Stockh. Reish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen Buchen 42 15 12 1250 Eichen 2 24 11 900 Nadel 78 168 36 4100 Der Anfang ist jedesmal Morgens 9 Uhr am Buchenberg. Daubringen, am 26. Febr. 1891. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 1864 C. Stückrath Ästerweg 47. — Ederstr. 8, Möbelfabrik *». -Lager empfiehlt 144? sein reichhaltiges Lager in eichen- u. nussbaum-polirten Möbeln, sowie completen Betten, polirt und lackirt aller Art, Blumentischen und Rohrsesseln, sowie Spiegel, Teppiche, Läufer und Gardinen zu aussergewöhnlichen Preisen! durch Ersparnisse der Ladenmiethe! Eigene Polsterwerkstätte I Eigene Schreinerwerkstätte! daß und Loeflunds bacterienfreie Nährmittel aus Alpenmilch. 1832 [9844 Büchse Mk. 1.—. Elsaß-Lotbringen mit aller Schärfe aufrecht erhalten werden solle, daher zu den niedrigsten Coursen. [1610 elegantesten angefertigt. SetterSweg 44, 4. St. Eisenbahn-Prioritäten. Mserrbahn-Aetie«. 1698 betee. 5v/o Buderus-Obligat. . I 1 I Mittwoch Abend bei Denker der Tributanleihe sich zerschlagen hätten. Redacttonr A. Scheyda» — Druck und Verlag der Brübl'sckcn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Oamen-u.Kiiider-Costümes werden von den einfachsten bis zu den Im Montanmarkt verloren Laura 3.500/0, Gelsenkirchener 7o/o. Norddeutsche Lloyd verzeichnen einen Rückgang von 80/0, hervorgerusen durch den ungünstigen Abschluß der Hamburger Packetschtfffahrt. Türkische Tabakactren haben weitere 3®/e 1671] Drei biS 4 «-ab- Wei« «rbeiter gesucht für Marmor, Syenit, Sandstein. K. Hewel, Grünbergerstraße. 1798] Ein tüchtiges Zimmermädche« gesucht. __________ Hotel Lenz» Es wird sein Bestreben sein, durch ein gutes Glas Münchener und Wormser Bier gute Küche jeden Gast zufrieden zu stellen. Vermischte Anzeigen. 1796] Ordentliche Lauffra« gesucht. Kreuzplatz 6, zwei ^r. Büchse Mk. 1.20. Milch-Zwieback stärkende üebergangsspeise- Dareh jede Apotheke zu beziehen, en groi ron der Gesellschaft Ed. Loeflund & Co., Stuttgart. LehrUrrgSfielle. Su Ostern wird in unterzeichneter Firma für einen mit tüchtiger Schritt vNbrrng ausgerüsteten jungen Mann eine Stelle frei. EmU Roth, Verlagsbuchhandlung, Gießen. mit peptonisirter Alpenmilch für entwöhnte Kinder, eine sehr schmackhafte, kaochen- Kaiserpanorama. MürrSvurg 12 parterre. Diese Woche prachtvolle Seereise U m e r i k a. U a : New-Aoik, die berühmten Cats- Ms, Bad Saratoga, Glänfälle, heriliche Darstellung der Niagarafälle. [18^6 Dampfer auf d-m Ocean und Hudson. Donnerstag,5. IBärz, Abends 8 Uhr: Geistliche Musikaufführung' Ceersi vorn 4o/o Hessische Obligation. „ Bauern .... „ Boom M/o Sächsische Rente. . 3Vi°/o BremerStaatsanl. „ Hamb.Staatsrente 40/gOestr. Goldrente . „ GriechischeMonopol- Anleihe . . . bo/o Rumänische Rente . 4och«Wvericht von E. WasserBankgeschäft. Die Anleihesubscription hat einen Erfolg gehabt, der selbst über die kühnsten Erwartungen hinausgeht. Die ungefähre Ziffer der Ueberzeichnung wurde noch vor Drucklegung des letzten Berichtes bekannt und die definitive Feststellung hat wenig daran geändert. Wie außerordentlich sich dieses Resultat aber auch darstellt und wie erfreulich dasselbe in jeder Beziehung genannt werden muß, die Börse schien nur auf die endgültige Ziffer gewartet zu haben, um ihrer unverminderten Baisse- metnung erneuten Ausdruck zu geben. Am Montag fielen die Eourse namentlich im Banken- und Montanwarkt in einem Maße, das Bedenken erwecken konnte. Disconto-Eommandtt verloren von der Mittags- zur Abendbörse volle 5%, die übrigen Banken 2—3 % und im Montanmarkt überstiegen die Verluste selbst diese Ziffern. Die Coursrückgänge stellen sich freilich dar als das Werk einer Masse gewissenloser Spcculanten, die mit unerlaubten Misteln arbeiten und in ständigem Eonflict mit dem Strafgesetzbuch liegen würden, wenn nicht die Unmöglichkeit bestünde, die Erfinder falscher Nachrichten zu fassen, aber ein anderer Umstand läßt daraus schließen, daß auch die allgemeine Meinung einer weiteren Ermäßigung der Eourse zuneigt. Trotz der bündigsten Dementis fast aller umlaufenden Gerüchte ist von den Verlusten nur der kleinste Theil wieder eingeholt worden, die Eourse zeigten ständig Steigung, die Rückwärtsbewegung auch ohne äußeren Anlaß wieder auf- zunebmen und dies zu einer Zeit, wo die Ultimoliquidation und die reichen Erfolge der Contremine nahe legen mußten, zu Deckungen zu schreiten. Offenbar sind die Hoffnungen, die man auf das laufende Jahr setzte, stark herabgestimmt worden. Die rapide Ermäßigung der Zinssätze an den Börsenplätzen scheint dafür zu sprechen, daß die Banken Mühe haben, für die in ihren Kassen aufgebauften Gelder Beschäftigung zu finden. Die Eapitalerhöhungen, die bei vielen Instituten über alle Maßen hoch gegriffen wurden, rächen sich jetzt in einer geschäftslosen Zeit, da die Eonsortialgeschäfte zum größten Theil abgewickelt sind, und weder Gelegenheit noch der Muth vorhanden ist, sich in neue Unternehmungen einzulassen. Auf den Montan- marft drückt vornehmlich die Furcht, die Regierung könne thatsächlich die Absicht haben, den Kampf gegen die Kartelle aufzunehmen. Was im Schooße der Ministerien beschlossen wurde, ist in tiefstes Dunkel gehüllt. Nichts spricht für eine Aenderung der bisher maßgebenden Principien, als die unverbürgten Worte des Kaisers, die bekannte Magdeburger Submission, bei welcher eine englische Firma den Vorzug erhielt, und der Ankauf einiger tausend Tonnen englischer Steinkohlen. Aber gerade das Dunkel, welches auf der Angelegenheit liegt, ängstigt die Börse und Blancoabgaben und Realisationen, die namentlich aus den Montandistricten zu kommen scheinen, haben den Markt so entmuthigt, daß die Eourse ohne Unterlaß zurückgehen. Selbst eine Meldung, welche mit ziemlicher Sicherheit die Dividende der Hibernia-Gesellschaft auf 19% schätzte, hat die Eourse auf diesem Gebiet nicht Eourse der Frankfurter Börse etaatiattUiNtu Chirurgische Klinik. Ein Dienstmädchen gesucht. 1841 1823] Für die Apotheke der neuen Kliniken ein »ursche sofort gesucht. 1764] Ein braves Mädchen im Alter von 15-16 Jahren für leichte Arbeit zu miethen gesucht. Kirchenplatz 21, 1. St. Wirthschasts-Uebermhine. Freunden, Bekannten sowie geehrter Nachbarschaft zur Nachricht, Unterzeichneter den IHM .11111) IW übernommen hat. PIANINOS Mfcjjso Harmoniums ™> w .. 266 Alle berühmten Fabrikate. Verkauf schon zu monatl. Raten von Mk. 10, gegen Baar zu Vorzugspreisen. Gespielte Klaviere von Mk. 50 an. Umtausch alter Harare. Auswahl von über 100 Instrumenten. — Langjährige Garartie. Wilh. Rudolph, Pianomagazin, »SUWVVg fl. Fermiethunge«. 599] Mitte der Stadt, 2. Stock, vier Zimmer, ein Mansardenzimmer, Küche mit Wasserleitung, abgeschloffener Cor- Tibor, Keller, Holzstall, zu vermielhen- Nähere« in der Exped. b. Bl 1713] Schöne Wohnung im zweiten Stock, mit Grablandantheil, zu vermiethen. Kroidorferstraße 1733] Schönes Logis mit Wasserleitung »er 1. April zu vermiethen- Näheres Marktplatz 23. 1853] Ifcrei Zimmer, Eab-, Küche unb «orridor, per April zu vermiethen Rabnbofstraße 43. - Wotfstratze 8 l1810 der -weite Stock zu vermiethen. Brumyauzer. 1626] Schöne Mansardenwohnung mit gSgSgM. 1002] Dermittlere Stock meines Hauses, ikst-h-nd aus vier, auf Verlangen auch fünf Zimmern nebst Zubehör, per 1. Mai «nbtrrodlifl ,u vermieihen. H. w.Httthtimer, Kreuzplatz 3. 1745] Ein kleines Logis ju Dermiethen. Neustadt 11. 1750] Die Kneipe auf dem Lenr'fchen «elsenkeller ist anderweitig zu ver- miethen. Näheres beim Wirth WUH. Kaufmann 21./II. 28./II. CoWLT* vom 21./II. 28./II. 105.05 105.90 104.90 105.85 4V^/oPortug.-A. 88 u.89 5<>/o amort. ©erb. Gold- J5.30, ^6620 104 — 86 90 104.— 87.20 Rente .... 5% SerbischeEisenbahn- 92.80 92.50 97.40 97-90 Hyp.-Obl. D. A. . 96.— 95.50 98.40 98.50 4o/ySchwed.Oblig.l880r 102.70 102.65 97.50 97.15 lo/o Türken conv. . 50/0 Argent. Gold - Aul. 19.20 70.60 19.05 73.— 73.15 v. 1887 . . 70.— 99.90 99.85 3V3°/o Egypt..... 94.70 94.30 50/0 Südbahn Lombarden 104.85 105.20 102.90 102.75 40/0 do. do. 98.90 99.10 30/0 do. do. 68.35 68.25 102.20 102.35 4o/o Prag-Duxer Gold . 100.55 100.60 „ Rudolf Gold (Salzk.) 100.96 100.80 101.50 101.40 „ Franz-Josef Silber 87.50 86.05 107.65 107.65 3% staatl. garant. Jtal. 100.65 100 95 Eismbahn . . 87.95 58.10 3% Livorneser . . . 64 50 64.50 85.30 85.40 40/tz Ruff.Südw Eisend. 96.25 96.40 82.50 82.35 4o/g Wladikawkas garnt. 96.50 95.90 107.90 107.95 40/g gar. Sardin.Sec.stfr. 84.10 84.10 Ludwigshafen-Bexbachs. Hessische Ludwigsbahn. Pfälzische Nordbahn . Martenburger-Mlawka. 228.10 11580 119.80 227 90 1 115 85 I 119 75 I 60,75 I Lübeck-Büchner . . . Mecklenburger . . . Gotthardt..... Jtal. Mittelmeer . . 164.60 150.70 103.301 151.60 101.80 BankAetien. _ ___ _ _ _ M ■ A 1 141.— 153.20 158.30 125.90 Dresdener Bank. . . Mitteldeutsche Creditb. . Wiener Bank-Verein . Württemb. Vereinsbank 1 RR 1 Rf> Deutsche Netchsoam . Berlin. Handelsgesellsch. Deutsche Bank . . . DeutscheGenoffenschftsb. | 155.90 , 159.— 126.40 108.80 104.50 12595 108.30 103.1/8 125.4.5 vO’ F r • Binding-Braueret . . Stern- do. (Oberrad) Bad. Anilin- n. Sodafabrik .... 3t 167.30 134,40 272.50 zdrrft*ie.Pa-rere. 167.— | Deutsche Verlagsanstatt 184.50 1 Farbwerke,vornuMeifter, Lucius & Brüning. 269.5o 1 Riebeck'scheMontanwerke 227.— 274.50 186.40 22T.6O 278.— 185.40 40/0 Franks. Hyp.-Pfdbr. v. 86 ab . . . 3i/20/oFrnks.Hyp.-Pfdbr. 4o/oPreuß.Hyp.-Act^Bk^- Pfanobr. . • . 3V8o/o do...... 40/0 Preuß. Centr.-Bod.- Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... 101.50 95.50 101.— 95 — 101 15 Pfand 101.50 95.50 101.— 95 — 101.60 drtese. 40/oDeutscheGrundschld.- Bk.-Pfandbr. . 31/gO/o do. . . ... 3^0/. Rhein. Hyp.-Bank- Pfandbr. . . . 40/g Meininger Pfandbr. 100.80 94.80 93.50 101.— 101.— 94.90 93.50 101.— Oestr. 1860rfl.500-Loose „ 1854r fl.250- , 4o/o Meininger Prämien- Pfandbr. . . . 125.70 121.— 129 70 Loose. 125 40 I Braunschweig. 20 Thlr.- 121.10 I Loose .... I 30/0 Oldenburger Loose. 129.20 1 3i/,o/<)Köln-Mindn.Loose 106,40 129.— 138.10 106.25 129.40 138 — « 6o/oChic.Mllw.f.St.Paul Prt., rückzahld. 1910 . bo/oEhic.Milw.f.St.Paul Prt., rückzahlb. 1921 . 6o/oEentt.Pacif.I.Mrtg. rückzahlb. 1896 . . nutitai 103.25 ttsche • 115.05 103.10 106 90 isendahn-Bonds. 40/0 Chicago Burlington Nebraska 1927 . . 4Va0/e California Pacif. I. M., rückzahlb. 1912 6o/nPacif.ofMissouri con- solidated I. M. r. 1920 83.95 104.— 106.15 84.10 104.— 106.05