Men; 1 Vhr. ;and. :n j ig in btt G AnM". j inMif* i 1891' v** Kt-^" feil. 8‘ Uebrrwachun» Mdm und toö® : «k Damm. 901» 902« ^9 60 39.20 98,5» 401* >85* 132“? 12’’ ,11* 615» 112«« en vorzüglichen Vampfern des Mn M i Bremen , M- der cowefM« Ibl* [iOOS in Win. bmüntel Men Krisen, achfolger. iHHieä t«d. - AM isser g ffÄ'r“ i&SSts xSsZ KKrL-E '“‘Ä* , Arvnr. —7 ZWS- -iS-sS?» i» **(6199) ______-- Rr. 177 Erstes Blatt. Sonntag den 2. August 1891 - i- --t - - - - ------------ - - ■ •- -----------n—i m ii .............■■■ ■!■■.■■ --- -—- Der frUtrat Adriger erscheint täglich, «it Ausnahme des Montag». Die Gießener Ia«itte«ßtältsr «erden dem Anzeiger Ußchentlich dreimal beigelegt. Meßmer Anzeiger Keneral-MnzGger. BierteljLhriger KöonnementLprris r 2 Marl 20 Pfg. vrN Briugerlohn. Durt^ die P?st bero2^> 2 Mark 50 Ps^ Siedaction, Expeditis» und Druckerei: Zchntstrsße Ar.? Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt fih? den Nreis Gietzen. s-7!- -------- lmmkj.1 ■ umi,j—ii!. gnmn=e-----= .■■■ar «ssggaBwgssaanae - acn —Baeeg 1 — ÄDc «nnoncm-Bureaux des In. und Auslandes nehmen Anzeigen für den .Gießener Anzeiger- entgegn. --------- .-. —--------— —-------J 'M------L". "«■■ ■—!±LHJ«"JL-i!.Lff!.L Anntlicher Theil. Gefunden: 1 Chaisenkapsel, 1 unächtes Bröschchen, 1 Stück Tuch, 1 goldener Ring, 1 Strängchen Garn, 1 An. streichpinsel, 1 Brille mit Futteral, 1 Metermaß, 1 Kinderschuh, 1 Buch für Jnv.- und Altersversicherung, 1 Schulbuch, 1 Wagenkapsel, 1 Buch (Gramatik), 3 Ketten, 2 Taschentücher, 1 Handschuh. Gießen, den 1. August 1891. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: S ch l i e p h a k e, Regierungsassessor. LoMlsche Wochenschau. Gießen, 1. August 1891. Die vollkommene Stille, die im Reich während der Sommer-Wochen nach und nach eingetreten war, wurde in Len letzten Tagen durch das Stattfinden von drei Reichstagsersatzwahlen höchst wohlthätig unterbrochen. Ueber die Vorgänge im Wahlkreise Kassel-Melsungen haben wir bereits in unserer letzten Wochenschau ausführlich berichtet. Bekanntlich hatte der Umstand, daß die Freisinnigen im Wahlkreise sofort für den nationalliberalen Candidaten eingetreten waren, das Ergebniß herbeigeführt, daß diesmal statt des Conservativen der Nationalliberale mit dem Socialdemokraten in die Stichwahl gelangte. In dieser unterlag der letztere, obwohl er im ersten Wahlgange dem nationalliberalen Candidaten einen Vorsprung von mehreren Tausend Stimmen abgewonnen hatte. Im Wahlkreise Tilsit- Niederung lagen die Verhältnisse von Anbeginn wesentlich einfacher, als in Kassel. Während sich hier zuerst nicht weniger als fünf Candidaten bekämpften, von denen wenigstens vier den Wahlkreis zu erobern ernstlich hofften, standen sich in Tilsit in der Hauptsache nur Freisinnige und Conservative gegenüber. Es hatten nämlich die letzteren bei den Hauptwahlen des vorigen Jahres 10678, die Freisinnigen 8912, dagegen die Socialdemokraten und Nationalliberalen zusammen nur 731 Stimmen erzielt. Dieses Bild hat sich im Wesentlichen nur insoweit verschoben, als der conservative Candidat über 3000 Stimmen verloren hat und demzufolge mit dem frei- sinnigen Hans von Reibnitz in eine Stichwahl kommt, in welcher er von vornherein weniger günstige Chancen hat, als sein Gegner. Auch in Memel-Heydekrug, dem langjährigen Wahlkreise des verstorbenen Moltke, hatte die freisinnige Partei einen Sieg ihres Vertreters keineswegs für ausgeschlossen gehalten und entsprechende Anstrengungen gemacht. Jedoch wurde auch diesmal der conservative Candidat mit beträchtlicher Stimmenmehrheit gleich im ersten Wahlgange gewählt. Die Geschehnisse im Auslande stehen gegenwärtig, wie Lies alljährlich im Spätsommer der Fall zu sein Pflegt, unter dem Zeichen der Monarchenbegegnungen und ähnlicher Vorkommnisse. In der Reihe solcher Begebenheiten gebührt die rrste Stelle in der vergangenen Woche zweifellos dem Besuch, den ein französisches Geschwader unter Führung des Admirals Gervais der russischen Regierung in Kronstadt abgestattet hat. Vielfach hat man dieser Action eine tiefere Politische Bedeutung beigemessen und die Meinung gehegt, die französisch-russische Freundschaft werde nunmehr ihres tran- scendentalen Characters entkleidet werden und einen sichtbaren Ausdruck in der Gestalt eines förmlichen Bündnisses finden. In der That waren die überaus zuvorkommende Art, mit der das französische Geschwader empfangen wurde, und die Begeisterung, in die sich Russen und Franzosen während der Dauer der Festlichkeiten hineinarbeiteten, durchaus dazu an- gethan, eine solche Anschauung hervorzurufen und zu bestärken. Wir heben nur hervor, daß das Kaiserpaar am Samstag persönlich aus dem Admiralsschiffe erschien und am Dienstag ein glänzendes Diner zu Ehren der französischen Gäste im Kaiserhos veranstaltete. Dabei durfte sogar die Marseillaise in Gegenwart des Kaisers gespielt werden. Ihren Siedepunkt hatte die Stimmung schon am Sonntag erreicht, an dem ein großes Concertfest unter zahlreicher Betheiligung weiterer Kreise stattsand und die Menge sich bei den Klängen der französischen und russischen Nationalhymne entblößten Hauptes mit den Rufen: vive la France, vive la Russie geradezu überschrie. In der russischen Presse fand diese Stimmung ; vielfach ein treues Echo. So verstiegen sich zum Beispiel j die Petersburger Nowosti zu der Behauptung, daß nicht mehr i der Dreibund, sondern die französisch-russische Allianz fortan i in Europa maßgebend sei. Aehnlich lauteten viele Zeitungs- [ stimmen in Frankreich. Allerdings fehlte es auf der •' anderen Seite auch nicht an Bemühungen, Wasser in den Wein des allgemeinen Taumels zu gießen. Der Czar selber ordnete an, daß nur vier Toaste und zwar aus ihn, Carnot, die russische und die französische Flotte, aber nicht auf die französische Republik ausgebracht werden dürsten. In der Presse verlautete, daß der Kaiser seinen Widerwillen gegen die französische „Wichtigthuerei" nur schwer überwunden habe und niemals einem französisch-russischen Bündniß zustimmen werde. Ebenso äußerte der Pariser Temps, daß Rußland stets nur rein russische Politik treiben werde. Vollends diente das Bekanntwerden des Umstandes, daß dasselbe französische Geschwader auch England aus spontanem Entschluß zu besuchen gedenkt, zur Ernüchterung vieler Gemüther. — In grellem Contraste zu den Kronstädter Prunkfesten steht der furchtbare Nothstand, der in Folge einer Mißernte in Rußland vielfach schon ausgebrochen ist, oder zweifellos demnächst eintreten wird. Nach Nachrichten, die aus dem Gouvernement Nischny-Nowgorod eingetroffen sind, ist dort die Hälfte der Bevölkerung nicht im Stande, sich zu ernähren. Viele Bauern hungern oder müssen ein Brod essen, das mit allerlei fast ungenießbaren Zusätzen vermischt ist. Ganze Bettlerschaaren sollen sich umhertreiben und arme Familien ihre Kinder in die Stadt an die Kreisverwaltung überliefern. Diese Verhältnisse haben auch auf die Versorgung des deutschen Volkes mit Brod einen außerordentlichen Einfluß, da ja die deutsche Getreideproduction zur Ernährung der ganzen Bevölkerung bei weitem nicht ausreicht und ein großer Theil des Brod- consums durch russisches Getreide gedeckt werden muß. Eine Einführung russischen Getreides würde natürlich in dem Augenblicke unmöglich sein, in dem Rußland sein ganzes Getreide selbst nöthig hat und die russische Regierung, wie sie plant, jede Ausfuhr erschwert. — In nicht gerade beneidenswerther Lage befindet sich Fürst Ferdinand von Bulgarien insofern, als er mit Vorliebe von stoffarmen Reportern zum Object sommerlicher Erfindungen gemacht wird. Man wird sich erinnern, daß er im vorigen Jahre um dieselbe Zeit, während er sich im Zustande vollkommener Harmlosigkeit irgendwo einer Badecur aussetzte, urplötzlich von einem besonders that- kräftig veranlagten Reporter einfach depossediert wurde. In diesem Jahre ist dem Fürsten durch eine von uns sofort mit einem Fragezeichen versehene Nachricht umgekehrt die Absicht in die Schuhe geschoben worden, die Unabhängigkeit Bulgariens erklären zu wollen. Es stellt sich jetzt heraus, daß auch diese Meldung in den Bereich journalistischer Gewaltacte zu verweisen ist. Deutsches Reich. Berlin, 31. Juli. Wie von der No rdlands fahrt des Kaisers berichtet wird, hat derselbe infolge des prächtigen Wetters seinen Aufenthalt in Mo um einen Tag verlängert und fand deßhalb die Fahrt nach Drontheim erst am Freitag statt. Das Befinden des Kaisers ist fortgesetzt ein zufriedenstellendes. Der den Kaiser begleitende Leibarzt Dr. Leuthold hat ausgesprochen, daß die Folgen des Unfalles beseitigt sind. Gleichwohl dürfte sich der Kaiser noch einige Schonung auferlegen und namentlich längere, anstrengende Bergpartien unterlassen. Man glaubt, daß der Kaiser aus der Rückreise in der Lage sein wird, der Bitte der Helgoländer zu willfahren und am 10. August, dem Jahrestage der Uebergabe der Insel an den Deutschen Kaiser, nach Helgoland zu kommen. — In der letzten Sitzung der Zweigabtheilung der Deutschen Colonialgesellschaft zu Coblenz machte Herr Bergrath Busse Mittheilungen über die Vorgeschichte der Lotterie zur Bekämpfung des Sclavenhandels. Die erste Anregung ging von dem Mitgliede des Zweigvereins Kaufmann Baum zu Coblenz aus. Bergrath Buffe nahm diese Anregung auf und gab ihr greifbare Gestalt. Um sich zu vergewissern, ob der Plan in der Oeffentlichkeit Billigung finden würde, schrieb man an zweitausend hervorragende Persönlichkeiten und bat sie um ihre Ansicht in der Sache. Es gingen 170 Antwortschreiben ein, von denen 158 zustimmend lauteten. Nach diesem günstigen Ausfall richteten die Förderer des Unternehmens, zu denen in erster Linie der Fürst von Wied gehört, eine Adresse an die deutschen Fürsten, in der sie deren Unterstützung erbaten. Nachdem durch Sachverständige ein Lotterieplan aufgestellt worden war, reiste Bergrath Buffe nach Berlin und suchte im Colonialamte Stimmung für die Lotterie zu machen, was ihm auch leicht gelang. Der Fürst von Wied nahm es auf sich, den Kaiser und den Reichskanzler für den Plan zu gewinnen. Der Kaiser äußerte sich zustimmend. Die weitere Entwickelung der Angelegenheit ist bekannt. Namentlich Major v. Wißmann soll die Lotterie bei dem Kaiser befürwortet haben, auch hätte Wißmann schon im vorigen Jahre den Vorschlag gemacht, mit Hilfe einer Lotterie Geld zur Unterdrückung des Sclavenhandels zu beschaffen. Nerrefte 2Iad?rid?ien. NvlffS telegraphisches Lorrrspondenz-Bureau. Berlin, 31. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung, betr. die beabsichtigte Befestigung Helgolands. Bochum, 31. Juli. Dem Redacteur Fusangel ist der ihm gewährte Strafaufschub entzogen. Derselbe erhielt die Aufforderung, seine vierwöchentliche Gesängnißstrafe morgen anzutreten. Elbing, 31. Juli. Se. Kgl. Hoheit der Prinz Heinrich traf heute Mittag zur Besichtigung der Schichau'schen Werke hier ein. Beim Betreten der Werst wurde der Prinz von dem Geheimrath Schichau begrüßt und alsdann durch die verschiedenen Abteilungen der Schiffswerft, sowie der übrigen Werke, der Kesselschmiede und der Locomotivfabrik geleitet. Nachmittags reiste Se. Kgl. Hoheit der Prinz Heinrich per Bahn nach Danzig zurück. Dresden, 31. Juli. Nach einer Bekanntmachung im „Journal" ernennt sich der K ö n i g v o n S a ch s e n in Wiederaufnahme seiner ‘ langjährigen Stellung als Ches des vormaligen 1. Reiter-Regiments, jetzigen 1. Husaren-Regiments Nr. 18, zum Chef dieses Regiments und bestimmt, daß dasselbe fortan 1. Königs - Husaren - Regiment Nr. 18 benannt werde. Gleichzeitig ernennt der König anläßlich des heutigen Jubiläumstages des 2. Husaren-Regiments Nr. 19 die Königin zum Chef desselben und bestimmt, daß das Regiment fortan den Namen führe: 2. Königin-Husaren-Regiment Nr. 19. München, 31. Juli. Die hiesige Gemeindevertretung genehmigte den Betrag von 25,000 Mk. zum festlichen Empfange Sr. Maj. des Kaisers. Prinz Ferdinand von Coburg besuchte gestern die Kunstausstellung. Mo, 31. Juli. Der Aufenthalt des „Hoh enzollern" in Mo wurde in Rücksicht aus das prachtvolle Wetter um weitere 24 Stunden verschoben. Die Abreise nach Trondhjem findet demnach am 31. Juli Nachmittags statt. Der Kaiser befindet sich im besten Wohlsein, ist den ganzen Tag an Deck und nimmt mit den Herren des Gefolges die Mahlzeiten im Freien ein. Mo, 31. Juli. Der „Hohenzollern", mit dem Kaiser an Bord, verläßt heute Nachmittag 3 Uhr Mo, um morgen 1 Uhr in Trondhjem einzutreffen. Petersburg, 31. Juli. Bei dem gestrigen Diner bei den Artillerieoffizieren brachte Admiral Gervais Toaste auf das Kaiserpaar und die Großfürsten Wladimir und Michael aus. Gervais fuhr sodann fort: „Ich trinke, auf die russische Armee und wünsche, daß sie mit neuen Lorbeeren bedeckt werde, wenn Gott sie zur Vertheidigung des Vaterlandes ruft." Auf den Toast des Admirals Bry lkine auf die französische Marine erwiderte Gervais Namens der französischen Armee und der Marine mit bestem Dank- die letzten Worte sprach er unter großem Enthusiasmus russisch. General Stadon umarmte Gervais. Petersburg, 31. Juli. Eine Verordnung wird veröffentlicht, wonach im nächsten Jahre eine leichte Reserve-Artillerie-Batterie mit dem Friedenseffectivbestand zu bilden sei, wobei zwei Geschütze bespannt sein sollen. Moskau, 31. Juli. Der König von Serbien besuchte gestern die französische Ausstellung, wo er von dem französischen Generalconsul und dem Ausstellungscommissär empfangen wurde. Kronstadt, 30. Juli. Der Herzog Alexander von Oldenburg und Prinz Georg von Leschtenberg nebst Gemahlinnen besuchten gestern das französische Geschwader, wo den Damen Bänder in den Nationalfarben überreicht wurden. — Heute besuchte Admiral Gervais und die französischen Ossiziere die Befestigungen Kronstadts und wohnten dem Artillerieschießen bei. Nach dem Dejeuner besuchten die russischen Generalstabsoffiziere das französische Geschwader. San Francisco, 31. Juli. Nach Meldungen aus Iokotz am a rannte der Dampfer „Tamäru" am 12. Juli aus den Dampfer „Migoschi Marn", welcher 320 Arbeiter an Bord hatte und sich aus der Rückfahrt von Suto nach Hakodate befand. Der „Tamäru" sank und die Zahl der Ertrunkenen und Vermißten wird auf 260 angegeben. Depeschen des „Bureau Herold". Berlin, 31. Juli. Nach der „Reichs-Corresp." ist die Seitens der Regierung beabsichtigte Vermehrung der Loose der Preußischen Klassen - Lotterie von 190,000 auf 220,000 auf Schwierigkeiten gestoßen, weßhalb dieselbe einstweilen unterbleibt. Statt dessen wird beabsichtigt, durch schnelleres Tempo der Ziehungen die Einnahmen der Lotterie zu vermehren. — Der „Voss. Ztg." wird aus London gemeldet, daß 17 britische Kriegsschisse die französische Flotte auf der Rhede von Spithead begrüßen werden. Berlin, 31. Juli. Das „Kleine Journal" schreibt: Der betrügerische Beamte der deutschen Bank heißt Frank, der Makler heißt Schwieger. Letzterer hatte 1882 als Director die Berliner Handelsgesellschaft um 7 Millionen betrogen. Die deutsche Bank leistet heute die Zahlung von 12 Millionen, erkennt also die Schlußscheine trotz der Fälschung an. Berlin, 31. Juli. Die „Polit. Correspondenz" ersährt aus Bern, die Jura-Simplon-Gesellschast habe das Project des Simplon - Durchstichs sertiggestellt. Die Tunnellänge ist mit 21 Kilometer, die Bauzeit mit 5 Jahren vorgesehen. Der Bundesrath beabsichtigt, aus Grund des Pro- jects bie Verhandlungen mit Italien einzuleiten. Köln, 31. Juli. Nach der „Köln. Ztg." ist ein großer Trupp russischerJuden, zumeist aus den Ostseeprovinzen, in Hamburg eingetroffen. Da die Logirhäuser überfüllt sind, wurden die Zuzügler theilweise in Schuppen untergebracht. Sofort nach der Beköstigung wurde die Mehrzahl an Bord der Schiffe geführt. Nach Versicherung der Auswanderer findet mildere Handhabung der Judenmaßregeln in Rußland nicht statt. Wien, 31. Juli. Für nächste Woche wird ein erhebliches Minus in den Betriebseinnahmen der Südbahn erwartet, da die Bahn in vorjährigem August bereits namhafte Getreidemengen transportiren konnte, was in diesem Jahre nicht zu erwarten sei. Turin, 31. Juli. In Folge der Reise des Kriegs- mnnisters nach den Westalpen wurde beschlossen, einige Batterien aus dem Mont Chaberton auszustellen und die anderen Befestigungsarbeiten auf jenem Gebiete zu beschleunigen. London, 31. Juli. Der „Standard" schreibt: Wie erstarkt Frankreich, wie mächtig auch Rußland, wie bedeutend die vereinigten Kräfte beider sein mögen, würde ihnen heute ein ganz anderes Europa gegenübertreten als zu Zeiten Ludwigs XIV. und Napoleon I. Das damals ge- worsene Deutschland sei jetzt stark und sich bewußt, daß, sollte Frankreich anmaßend werden, die Staaten sich entgegen» stellen würden, weil sie nicht geneigt seien, sich erniedrigen zu lassen. Das Blatt drückt die Hoffnung aus, die Nachbarn wollten zur Einsicht kommen, die Thatsache würdigen und sich nicht hinreißen lassen, weil die Tage der Verzweiflung und des Niederganges vorüber seien und die Republik vielleicht einen mächtigen Bundesgenossen gefunden hätte. Loyales uttfc provinzielles. Gießen, 1. August. — Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 25. Juli den Privat- docenten Dr. Lothar Heffter zu Gießen zum außerordentlichen Profeffor bei der philosophischen Facultät der Landes- Universität zu ernennen. — Ordensverleihung. Seine Majestät der Kaiser hat dem Kreisrath Fischer zu Lauterbach den Königl. Kronen- Orden 3. Klasse verliehen. — Landesbaugewerkschule. Aus dem uns vorliegenden Programm der Landesbaugewerkschule sür den Winter 1891/92 ist ersichtlich, daß die zweite Abtheilung der Metallarbeiter nunmehr vollständig ausgestaltet und daß der Unterricht für Bauhandwerker durch das sogen. Körperzeichnen und durch Modelliren in Holz erweitert werden wird. Ferner ist aus die Einrichtung von Vorcursen aufmerksam zu machen, wodurch eine gleichmäßigere Vorbildung der in die oberen Abteilungen eintretenden Schüler erstrebt wird. Eine neue Abtheilung für die Gewerbe des inneren Ausbaues der Häuser konnte wegen Mangels geeigneter Räume noch nicht ins Leben gerufen werden. Aus Oberhessen, Ende Juli. Zu den werthvollsten natürlichen Bausteinen unserer Provinz zählt bekanntlich der Dolerit oder, wie er gewöhnlich hier genannt wird, der Lungstein von Londorf. Auf dieses vortreffliche Baumaterial, wie es sonst nur noch an wenigen Orten Deutschlands, z. B. in Niedermendig vorkommt, macht Professor Dr. Streng in Gießen int „Centralblatt der Bauverwaltung" die technische Fachwelt aufmerksam. Dolerit oder Doleritlava ist im Wesentlichen ein mittelkörniges Gemenge von Andesin “Mer i 9aufs "i"1- K-llner 2, 4 / Schreiber 2, “Wtmn 1, T„ch„ yul.1 ®“rttn entlaffeit moV' "Mn 1 1891: 1710. ®E. ■Wer 381 Taze jür er Kolonie jinb '^ann, dagegen abland 54 Mann, nachbarten Heinsheim l), daß er beim Fassen e von den Bienen in nach wenigen Minuten Blutvergiftung durch *r Unglückliche hintn- ibe hat es in unserer Zreis des diessahrigen u geblieben ist. Herr leinbe errang stch diese chtenMann gekommen,, ackerer Turner, er hat tigen Fleck. Schweres enn Baier und Mutter abe übernommen, seine und zu erziehen. Zwei nn Brüderchen Schwester führt nach hat eben ausgelernt, roifter in die Heimath , da hat der Wackere ix meine Geschwister l . Wie nachträglich mit- Gönner der Turnerei, [eren Turner noch em idmet worden. AuKer- de Hanau 500 Mark aufe -i«s J-hres, i° anbert®4®'“1' “r? chm *** d v°° r°mrH°°d K M -.-glichiann' L6 LbitW * " „selb--, W* ncn ffljin ei«M, ■•Ä-' rs-s» W"; " Anii«9S1 • ; ' r Inhaber i -ich-'" o W* Ft: lhrt9tÄ„ 6er5, ei”‘” des ?? „fält Wr tritt * W** . tl8 Md- ,, 5Prt< ArtMM mP >!.l0york und Selle ' rcton io O"' ’,n TfimUltn- pWu‘ Lc'llp KSs Jer Husjua ans 6cn Standesair.tsrcgiAerw Jet Stadt G ehe». Juli: 28. Dr. Johann Michael Maria Weckbacher, practischer Arzt zu Ober-Wesel, mit Wilhelmine Theodore Wilker hierfelbst. 28. Theodor Eißfeller, Schuhmacher zu Ober-Schmitten, mit Emilie Geelhaar zu Unter-Schmitten. 29. Earl Christian Grimm, Kaufmann zu Arnstadt, mit Emma Hein zu Gießen. 31. Johann Friedrich August Meyer, Architect dahier, mit Elisabeth Uhl Hierselbst. 31. Emil Jacob Ludwig Mohrbardt, Eiseubahn-Calculator dahier, mit Julie Katharine Alma Neumann zu Darmstadt. Eheschließungen. Juli: 27. Dr. Eduard Peter Billhardt, Rechtsanwalt zu Alzey, mit Franziska Therese Katharine Koch Hierselbst.. 29. Heinrich Ludwig Weber, Kutscher dahier, mit Wilbelrntne Kühl Hierselbst. 29. Peter taus, Bierbrauer dahier, mit Marie Käs Hierselbst. 29. Heinrich chmidt, Schul-Candidat dahier, mit Caroline Debus Hierselbst. 30. Georg Ferdinand Jost, Apotheker zu Freinsheim i. d. Pfalz, mit Sophie Mathilde Caroline Louise Lirnpert von hier. Geborene. Juli: 21. Dem Stations-Gehülfen Louis Hauß ein Sohn, Albrecht Richard Hugo Willy. 22. Dem Posthilfsboten Wilhelm Dapper eine Tochter, Margarethe. 22. Dem Landbriefträger Philipp Heinrich Spuck ein Sohn, Eduard Heinrich Karl. 22. Dem Fuhrmann Peter Wagner eine Tochter, Emma Luise Christine. 22. Dem Metzger Georg Kraft eine Tochter, Luise Christine. 23. Dem Schlosser Georg Jung II. eine Tochter, Lina Käthchen. 23. Dem Hauptmann und Compagnie-Chef Adalbert von Erhardt ein Sohn. 25. Dem Schmied Christoph Schmitt ein Sohn, Ludwig. 26. Dem Schreiner Karl Ostermann ein todtgeborenes Kind weiblichen Geschlechts. 26. Dem Fabrikant Georg Schmoll eine Tochter. 27. Dem Bahn- Arbeiter Jacob Müller IV. eine Tochter. 27. Dem Grotzh. Land- gerichtsralh Wilhelm Müller eine Tochter, Gertrude Hildegard. 27. Dem Hausdiener Friedrich Weber V. ein Sohn, Friedrich Richard Carl. 27. Dem Tazlöhner Christoph Gans ein Sohn. 28. Dem Fuhrmann Heinrich Zinn ein Sohn. Gestorbene. Juli: 24. Luise Elisabeth Wagner, 17 Jahre alt, Tochter von Postschaffner Wilhelm Wagner II. dahier. 26. Johanna Wilhelmine Hammel, 8 Jahre alt, Tochter von Schreiner Georg Hammel dahier. 27. Margarethe Dapper, 4 Tage alt, Tochter von Posthissbote Wilhelm Dapper dahier. 27. Johann Georg Seiler, 84 Jahre alt, Hofgartner i. P. dahier. 28. Karl Rudolph Gtegling, 5 Monate alt, Sohn von Stations-Assistent Johann Georg Gtegling dahier. 28. Philipp Valentin, 74 Jahre alt, Steinbrecher dahier. 29. Wilhelm Schmidt, 10 Monate alt, Sohn von Maschinenstricker Ferdinand Schmidt III. dahier. Auszug aus den TCird^eitbSd^rtt der Stadt Gietze«. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 26. Juli. Georg Vetlh, Schreiner, verwittwet, und Margarethe Elisabeth Kreiling, Tochter des Straßenkehrers Johannes Kreiling X. in Gießen. Den 29 Juli. Heinrich Ludwig Weber, Kutscher in Gießen, und Wilhelmine Kühl, Tochter des verstorbenen Schreiners Heinrich Kühl in Gleiberg. Denselben. Heinrich Schmidt, Schulcandidat in Gießen, und Karoline Debus, Tochter des verstorbenen Ackermanns Georg Debus in Launsbach. Den 30. Juli. Georg Ferdinand Jost, Apotheker in Freinsheim, und Sophie Mathilde Karoline Luise Lirnpert, Tochter des Rentners Ludwig Lirnpert in Gießen. Getaufte. Den 25. Juli. Eine uneheliche Tochter, Antonie Luise Dorothea, geboren den 24. October 1890. Den 26. Juli. Dem Zuschneider Heinrich Möller eine Tochter, Karola Henriette Marie Franziska Kätha, geboren den 2. Juni. Denselben. Dem Eisendreher Heinrich Gebauer ein Sohn, Heinrich Justus, geboren den 29. Juni. Den 28. Juli. Dem Kaufmann Karl Röhr ein Sohn, Karl Ludwig, geboren den 21. Juni. Den 29. Juli. Dem Privatdocenten Dr. Lothar Heffter ein Sohn, Werner Constantin Wilhelm Karl, geboren den 4. Juni. Den 31. Juli. Dem Tapezier Adolf Gerstenberg ein Sohn, Ludwig Heinrich Theodor, geboren den 4. Mai. Beerdigte. Den 26. Juli. Luise Elisabeth Wagner, Tochter des Postschaffners i. P. Wilhelm Wagner, alt 17 Jahre, gestorben den 24. Juli. Den 28. Juli. Johanna Wilhelmine Franziska Hammel, Tochter des Schreiners Georg Hammel, alt 8 Jahre, gestorben den 26. Juli. Den 29. Juli. Johann Georg heiler, Hofgärtner i. P., alt 84 Jahre, gestorben den 27. Juli. Den 30. Juli. Philipp Valentin, Steinbrecher, alt 74 Jahre, gestorben den 28. Juli. Literatur und Tiunst. — Die Rordlarrdsfahrterr unseres Kaisers haben Norwegen in den Vordergrund des Interesses gestellt und lebhaftes Verlangen erweckt, die Wunder dcs Landes kennen zu lernen. Ein mit prächtigen Illustrationen geschmückter Artikel über Nordlandsfahrten im neuesten Hefte von ,Z«r guten Stunde^ (Berlin, Deutsches Vertagshaus Bong u. Co.) ist daher eine, ebenso zeitgemäße, als willkommene Publication. Unter den Bildern verdient eine die dunkle Farbentönung des Originals in überraschender Weise zur Wiedergabe bringende farbige Reproduction des Normannischen Gemäldes „Mondnacht in den Lofoden" das größte Lob. Weitere interessante Darstellungen sind die Abbildungen von Bergen, Christiania, Kopenhagen, sowie die Schilderungen landschaftlicher Schönheiten wie des Skjöggedols-Fos, HylandsfoS und des Romsdolfjord. Einen gleich actuellen Beitrag bietet „Zur guten Stunde" in dem ebenfalls reich illuftrirten Aufsätze über die electrotechnische Ausstellung in Frankfurt a. M. von H. Massenbach. — »Physik rrrr- Chemie". Eine gemeinverständliche Darstellung der physikalischen und chemischen Erscheinungen in ihren Beziehungen zum practischen Leben. Von Dr. A. Ritter v. Urbanitzky und Dr. Zeisel. Mit zahlreichen Illustrationen. (In ca. 35 Lieferungen ä 50 Pfg.) In den neuesten Lieferungen (21—28) werden im physikalischen Theile zunächst die Anwendungen der Spectral- analyse für das Studium der Himmelserscheinungen, als Sterne, Nebelflecken, Kometen, Nordlicht und Blitz, als auch für technische Zwecke, wie z. B. zur Untersuchung von Farbstoffen, Nachweisung von Giften, beim Bessemerproceß usw. beschrieben. Mit der Erklärung der Körperfarben, der Phosphorescenz und Fluorescenz schließt dieser Abschnitt, worauf die physiologische Optik und die Beschreibung der optischen Apparate und Instrumente folgen. Es werden hierin einerseits die Sehorgane der verschieden hoch entwickelten Thiere und ausführlich das Auge des Menschen, dessen Fehler und der Gebrauch und die Wirkungsweise der Brillen beschrieben, anderseits die für wiffenschaftliche Untersuchungen und practische Zwecke bestimmten Instrumente und Apparate vorgeführt. Es wären diesbezüglich zu erwähnen: die photographischen Apparate, Mikroskope, Fernrohre und Projectionsapparate. Mit der Erklärung der wichtigsten Erscheinungen der Interferenz, Polarisation und Doppelbrechung und der Anwendung der Polarisation in der Saccharimetrie gelangt die Lehre Dom Lichte zum Abschlüsse. Das hierauf folgende Capitel ist der Wärme gewidmet; es beginnt mit einer Erläuterung über das Wesen und die Quellen der Wärme. — Im chemischen Theile werden die ätherischen Oele behandelt, welche vom practischen Standpunkte aus mii Bezug auf die Parfümerie von Interesse sind. Besonders wichtig für den gegenwärtig fort und fort steigenden Bedarf von Jsolirungs- materittl für electrische Leitungen ist die hierauf folgende Schilderung der Bereitungsweisen und Eigenschaften von Kautschuk, Hartgummi und Guttapercha. Allgemeines Interesse besitzt der nachfolgende Ab- schnttt über die Gährungsgewerve, in welchem die Weinbereitung, die Bierbrauerei, die Erzeugung der Liqueure und der Preßhefe und die Efstgfabrikation zur Besprechung gelangen. Dasselbe gilt von der Fabrikation deS Zuckers, insbesondere des Rübenzuckers, der Stärke und der Cellulose für Papierfabriken und Explosionspräparate. Bei der Beschreibung der Fett- und Wachsarten stnden die Kerzen- und Seifenfabrikation ebenso wie die Darstellung des Nitroglycerins und Dynamits ausreichende Erwähnung. Hierauf folgt die SchUderung von Körpern, die namentlich für die Färberei von Wichtigkeit find: die Cyanverbindungen und die organischen Farbstoffe, wie Carmin, Cochenille, Krapplack, Alizarin, Indigo usw. Verkehr, Land- unb Gieße«, 1. August. Marktbericht. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0.95-1,10, Hühnereier 1 St. 5-6, 2 St. — H, Enteneier 1 St. 6-7 A, 2 St. - A, Käse pr. St. 5-8 A, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 18 A, Linsen pr. Liter 30 Tauben pr. Paar ** 0,70-1,00, Hühner pr. Stück 0,90—120, Hahnen pr. Sb vtt 0,80-1,20, Enten pr. Stück JL 2,00-2,20, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70—76 A, Kuh- und Rindfleisch 60—64 A, Schweinefleisch 60—70 A, Hammelfleisch 50—54 A, Kalb-, fleisch 50-56 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 6,00-10,00, Weißkraut! pr. St.--A, Zwiebeln per Centner JtL 9,00—10.00, Milch per Liter 12—18 A, Kirschen per Pfd. 12—14 A- S. Grünberg, 30. Juli. Unseren gestrigen Jacobimarkt begünstigte besseres Wetter, als man allgemein erwartet hatte, denn in der oorausgeaangenen Nacht regnete es unaufhörlich. Der Viehmarkt war mit Rindvieh normal befahren, die Preise erhielten sich auf der seitherigen Höhe. Der Schweinemarkt war außergewöhnlich stark befahren und, da auf diesem Markte noch vielfach Jungschweine zum Schlachten für die Haushaltung angekauft werden, auch von Käufern sehr zahlreich besucht. Es entwickelte sich denn auch ein ungemein lebhafter Handel und gute Waare ging reißend ab. Die Preise zogen an; man bezahlte im Durchschnitt für das Paar Ferkel 32-42 Jt, 42, 50 bis 60 JC, für Läufer 70-80 Jt, 80, 100 bis 120 JL Der Preis für fette Schweine ist in die Höhe gegangen, man bezahlte für das Pfund Lebendgewicht 40—42 A- Der Krämer- markt war mit Verkaufsständen schwach besetzt, da dieser Markt vorzugsweise Viehmarkt ist. Brodpreise vom 2. August bis 16. August 1891» Bei de« Bäcker«. A 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod..............31 2 „ (4 „ ) Weißbrod........i ..... 62 1 w (2 „ ) Schwarzbrot» 1. Sorte.........29 2 „ (4 „ ) Schwarzbrot» 1. Sorte.........58 1 » (2 „ ) Schwarzbrot) 2. Sorte.........27 2 „ (4 „ ) Schwarzbrot) 2. Sorte.........54 3 „ (6 „ ) Schwarzbrot) 2. Sorte bei K. Haas, L. Keil, I. Lein 81 Bei de« BrodverkLuferm A 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod..............31 2 , (4 „ ) „ ..............62 1 „ (2 „ ) Schwarzbrot) 1. Sorte.........29 2 „ (4 , ) „ 1. Sorte.........58 3 N (6 , j „ 1. Sorte.........— 1 „ (2 , ) „ 2. Sorte.........27 2 , (4 , ) „ 2. Sorte.........54 3 , (6 , ) , 2. Sorte.........— bei K- Heuser, I. Thomas 81 Gießen, den 1. August 1891. Grotzh. Polizeiamt Gietzen. I. V.: Schliephake. Temperatur der Lahn «nd Lust gemeßen am 1. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Luft 14 Grad Reaumur. L. Ehr. Rübsamen Wwe. Submission. Für die chirurgisch-ophthalmologische Unwersitäts-Klinik soll die Lieferung von circa 2000 Ctr. Anthracitkohlen, „ 2800 „ mel. Kohlen und „ 30 Rmtr. Tannen-Scheit- holz auf dem Submissionswege vergeben werden. Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 11. August d. I., Vormittags 12 Uhr, aufdemVerwaltungsbureauabzugeben. Die Bedingungen liegen an Wochentagen von 3—6 Uhr Nachmittags auf letzterem offen. Gießen, den 30. Juli 1891. Großh. Verwaltungs-Direction der chirurg.-ophthalm. Univ.-Klinik. Bose. Vossius. {6941 Arbeitsvergebung. Zuverlässige Schneider finden Sei unterzeichnetem Regiment dauernde Beschäftigung. Die Arbeit wird ins Haus gegeben. Anmeldung in Stube Ar. 71 Kaserne I. [6942 Infanterie - Regiment Nr. 116. Aeitzeöottnes. Prima Schwemmsteine und Raminrohre empfehlen Fonck & Cie. i« Neuwied-Weißenthurm. Unsere Steine find genügend alt — mindestens drei Monate — und in d'tr Qualität mit den jetzt massenhaft an- sirbotenen viel zu jungen Steine« micht zu verwechseln.[6958 Neue Kartoffeln 8 verkauft Keinr. Leib, Philosophenwald. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß der städtische Friedhof in der Zeit vom 16. Mai bis 15. August von Morgens 6 bis Abends 9 Uhr geöffnet bleibt. Gießen, den 28. Juli 1891. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _____Gnauth. 6953 Mobiliar-Versteigerungs Dienstag den 4. und Mittwoch den 5. August, Vormittags um 9V2 Uhr anfangend, Nachmittags von 2V2 Uhr an, werden in der Löberstratze Nr. 21, Ecke der Bleichstratze, sehr gut erhaltene Möbel re. wegen Aufgabe der Haushaltung versteigert, u. A.: 3MT Teppiche 1 Salongarnitur, ovale und andere Tische, Stühle, Sessel, Sophas, Spiegel, Commode, Vorhänge, Schlafzimmereinrichtungen, Betten, Waschcommoden, Küchenmobiliar, Schränke, Gtasschränke, Porzellan, Glas- und Küchengeschirr, Kleider, Nippes, Bilder u.s.w. 6940 In Auftrag: I^ouis Rothenberger, Gerichtstaxator. □ Zum Jugendfeste Js ^5 6983] empfehle sehr billig » Ä = Band und Schärpenbänder in allen Farben, Stickerei- - N s kleider, Helle und dunkle Waschblousen für Knaben und 5 E Mädchen, Trieot- und Stoffkleider, große Auswahl &W Knaben-Anzüge, Trieot-Jäckchen, Handschuhe re. sT Z A. Fangmann, Bahnhofstraße, f K Preisabschlag für Flaschenbier. 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Deshalb gibt der Herr Pfarrer bekannt, daß die alleinig von ihm autorisirte Fabrik Franz Kathreiners Nachfolger in München ist. Deren Malzcaffee wird nur in plompirten Packeten ä 1/2 und '/« Kilo mit obiger Schutzmarke in den Handel gebracht. Vertreter r Herr Adalb. Bindewald in Gießen. Niederlagen bei den Herren: Carl Bieler Kreuzplatz, Drebes & Wallenfels Marktplatz, Emil Fischbach Seltecsweg, Rob. Hecker, vorm. Wtlh. Nagel, Brandgasse, Jac. Hengst Licberstraße, L. Kalkhof Frankfurterstraße, Carl Lehrmund Neuen-Weg, Ludwig Loth Wallthorstraße, Friedr. Leo Seltersweg, Fritz Lony Dammstraße, Eberhard Metzger Marktstraße, Aug. Noll II. Bahnhofstraße, Emil Orbig Bahnhofstraße, Carl Petri Dtarktplatz, C. Roth II. Wallthorstraße, Wm. Schomber Neuen Bäue, C. Schulze II. Schtllerstraße, J. M. Schulhof Marktstraße, C. Schwaab SelterSweg, Robert Stuhl Marktstraße. 6667 Nussensteme, Jeldbrand, voyügliche Oualitöt, könneu täglich geladen resp. zur Baustelle geliefert werden. 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