Mr. 101 Samstag den 2. Mai 1891 Der säMmt >wjdgtt erscheint täglich. »tt Ausnahme de» Momag». Die Gießener Aa«ikie»ßtLlter «erden dem Anzeiger «Schmtlich dreimal beigelegt. Kießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger JlBottematUfieU i 2 Mark 20 Pfg. n* Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Fernsprecher 51. Amts- tmb Anzeigeblatt fSt den Kreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den faßenden Tag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. MWMNSSVSS^SMMSWSMWWWMMMMWWW^ HmlisKeic-ge: Hießmer AaE-iiSrütter. | Amtlicher Theil. Gießen, am 30. April 1891. Betr.: Die Einsendung der Listen für die Erst- und Wiederimpfung. Das Großh. Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Grotzh Bürgermeistereien Garbenteich, Hungen, Resselbach, Lauter, Londorf, Münster, RüdingShaufen, Gteinheim und Utphe. Die Rücksendung der Ihnen zugegangenen Jmpflisten bringen wir hiermit in Erinnerung. Dr. Follenius. Deutsches Reich Darmstadt, 30. April. Das gestern ausgegebene Regierungsblatt (Beilage Nr. 9) enthält: I. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. II. Bekanntmachung Großh. Brandversicherungs-Commission, die Aufbringung des Bedürfnisses der Großh. Landes- Brandversicherungsanstalt für 1890 betreffend. III. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Gießen, die Erhebung von Umlagen der Stadt Gießen für 1891—92 betreffend. IV. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für 1. April 1891—92 zur Bestreitung der Communalbedürsnisse in den israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Groß-Gerau genehmigten Umlagen. Darmstadt, 80. April. Mit Allerhöchster Ermächtigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs ist folgender Gesetzentwurf, betreffend die Ergänzung des Gesetzes vom 27. November 1874 wegen Revision der Bestimmungen über Versetzung den Civilbeamten in den Ruhestand, nebst Begründung den Ständen des Großherzogthums, und zwar zunächst der Zweiten Kammer, zu verfassungsmäßiger Berathung und Beschlußfassung zugegangen. Ludwig IV. von Gottes Gnaden, Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. Wir haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen hiermit wie folgt: Artikel 1. Der Artikel 6 des Gesetzes vom 27. November 1874, die Revision der Bestimmungen über Versetzung der Civilbeamten in den Ruhestand betreffend, erhält folgenden Zusatz: In gleicher Weise kann in die Dienstzeit ganz oder theil- weisc die Zeit eingerechnet werden, während welcher ein Beamter als Rechtsanwalt oder Notar thätig war, es soll jedoch in keinem Falle dem Beamten durch diese Einrechnung ein höheres Dienstalter als solchen seiner Dienstcategorie, welche gleichzeitig mit ihm die Staatsprüfung bestanden haben, eingeräumt werden. Artikel 2. Mit Unserer Genehmigung kann bei Beamten, welche vor Erlaß dieses Gesetzes aus dem Stande der Rechtsanwälte oder Notare in den Staatsdienst übergetreten sind, die endgiltige Anrechnung der Dienstzeit durch Beschluß des vorgesetzten Ministeriums innerhalb drei Monaten nach Eintritt der Gesetzeskraft dieses Gesetzes erfolgen. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels. Berlin, 30. April. Se. Majestät der K a i s e r hat dem Infanterie-Regiment Nr. 38 den Namen des verewigten Feldmarschalls Grafen Mo ltke beigelegt. Da das 11. (Colberger) Regiment, dessen Chef der Heimgegangene war, schon den Namen Gneisenau trägt, so konnte ihm nicht ein zweiter beigelegt werden. Daher wird dasjenige Regiment ihn tragen, welches in bet Nähe von Kreisau, in Schweidnitz, in Garnison steht und mit dem der Generalfeldmarschall persönliche Beziehungen unterhielt. Der Neffe Major von Moltke, des Marschalls bisheriger Adjutant, wird als Flügeladjutant in den persönlichen Dienst Sr. Majestät des Kaisers treten. Deutler Reichstag 111. Plenarsitzung. Donnerstag, 30. April 1891. Eingegangen: Nachtragsetat. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste und zweite Berathung des Handelsvertrags mit Marokko. Abg. Prinz v. Arenberg (Ctr.) begrüßt den Vertrag und dankt dem deutschen Mintsterresidenten in Marokko, der aus eigener Initiative die Verhandlungen eingelettet, die zum Abschluß des vorliegenden Vertrags, der große Vorthetle biete, führten. Abg. Dr. Broemel (dfr.) schließt sich dem Lobe des Vertrags ohne Reserve an, obgleich der deutsche Handel mit Marokko ja nicht erheblich sei. Der Vertrag sei ohne Frtstbestimmung abgeschlossen. Es wäre zu wünschen, daß auch mit europäischen Staaten Verträge auf so solider Basis geschlossen werden könnten. Er setze voraus, daß da, wo im Vertrage von deutschen Kaufleuten die Rede ist, alle Deutschen darunter verstanden werden sollen, die Waaren in Marokko einführen, auch wenn sie nicht eigentlich Kaufleute seien. Am 10. Juli d. I. laufe der viel wichtigere Handelsvertrag mit Rumänien ab. Während der deutsche Export nach Marokko nur 600000 Mk. betrage, betrage der nach Rumänien 48 Millionen. Er frage, ob die Reichsregierung versucht habe, mit Rumänien zu einem neuen Abschlüsse zu gelangen, bezw. ob eine Verlängerung des bestehenden Vertrags mit Rumänien vereinbart werde. Staatssecretär Frhr. v. Marschall: Die rumänische Regierung wolle zunächst den neuen Zolltarif durch die Kammern feststellen lassen und eine Probe damit machen; erst auf Grund dieser ibeab- sichtigt sie in Verhandlungen über neue Handelsverträge einzutreten. Die Regierung sei sich der Bedeutung des Handels mit Rumänien wohl bewußt und bemüht, derselben gerecht zu werden. Der Vertrag wird in zweiter Lesung einstimmig angenommen. Es folgt zweite Berathung des internationalen UebereinkommenS über den Eisenbahnfrachtverkehr. Die Commission (Ref. Abg. Dr. v. Bar) beantragt unveränderte Genehmigung. Abg. Dr. Hammacher (natl.) spricht den deutschen Vertretern bei den Conferenzen, welche zu dem Vertrag führten, seine Anerkennung, dafür aus, daß es ihm gelungen sei, die Grundsätze der deutschen Etsenbahnverwaltungen in dem Vertrag zur Geltung zu bringen. Leider sei eine Bestimmung wegen Beseitigung der Refactien nicht ausgenommen, aber es seien wenigstens nach dieser Richtung einhellig befriedigende prtnctpielle Erklärungen abgegeben worden. Der Vertrag wird einstimmig angenommen. Die Gesetzentwürfe betr. die Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen und betr. den Schutz der Gebrauchsmuster werden in dritter Lesung debattelos endgültig angenommen. Hierauf werden Petitionen berathen. Der landwirthschaftliche Verein zu Steinwolframsdorf bittet um Gewährung von Entschädigung für alle infolge von Milzbrand verendeten oder getodteten Rinder. Die Petition wird dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen. Ueber eine Anzahl von die Tabaksteuer, den Tabakzoll rc. betreffende Petitionen wird mit Rücksicht auf die beim Bundesrath zur Zeit schwebenden Verhandlungen zur Tagesordnung über- gegangen. Petitionen betr.Abänderung des Militär-Pensionsgesetzes werden dem Reichskanzler als Material zu den in Aussicht gestellten Gesetzen überwiesen. Gleichfalls als Material wurden dem Reichskanzler Petitionen betr. den strafrechtlichen Schutz der mit thierischer Kraft betriebenen Straßenbahnen überwiesen. Eine Petition um Anerkennung der Zollsreiheit des Artikels Faschinen-Reisig wird dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen. , t ir, Ueber Petitionen betr. die zollfreie Einfuhr von deutschem, jedoch in Oesterreich ausgedroschenem Getreide und um Einführung eines Schutzzolles auf Hanf und Cichorie wird zur Tagesordnung übergegangen. Für die letztere Petition trat Abg. Hug (Ctr.) ein, während sich Abg. Dr. Mey er (dfr.) gegen eine Zollerhöhung des Lichorien- zolls aussprach. Wenn man schon die nothwendigen Lebensmittel durch Zölle vertheuere, solle man doch wenigstens die Surrogate der nothwendigen Lebensmittel nicht weiter belasten. Verschiedene Darlehenskassenvereine des Regierungsbezirks Kassel, des Elsaß und Bayerns petitioniren um eine Revision des Wuchergesetzes. Es soll nicht nur der Wucher unter Strafe gestellt werden, sondern bei gerichtlich nachgewtefener wucherischer Ausbeutung soll auch der Strafrichter auf Grund seiner genauen Kenntniß der Verhältnisse neben der Freiheits- oder Geldstrafe für den Wucher gleichfalls im Wege des Strafprocesses nach eigenem besten Ermessen die an den Bewucherten durch den Wucherer zu zahlende Entschädigungssumme festsetzen und für deren Beitreibung Sorge tragen. Die Commission beantragt, diese Petionen dem Reichskanzler als Material für eine etwaige Aenderung der betreffenden Gesetzgebung zu überweisen. Abg. v. Strombeck (Ctr.) beantragt dagegen Berücksichtigung event. Erwägung. Abg. Liebermann von Sonnenberg (Antisemit) betont die dringende Nothwendigkeit, gegen den Wucher schärfer vorzugehen. Der Mucker gleiche dem Hausschwamm, der sich von den Fundamenten bis zu den Zimmern des Gebäudes ausdehne. Es sei hohe Zeit, das Reichsgebäude durch wirksame Gesetzgebung dagegen zu schützen. Redner gibt dann eine Uebersicht der Entwicklung deS ß a Fenilletsn. D i e TsNsmeisterin Novelletle von Jenny Ptorkowska. (Schluß.) Der Vicomte schrak heftig zusammen, aber was sollte er thun? Ich habe es Ihnen versprochen und werde mein Wort halten," versetzte er fast stöhnend, „aber Sie, Adrienne, was Wird aus Ihnen?" „Aus mir?^ entgegnete diese, indem sie stolz den Kopf zurückwarf, „ich verzeihe Ihnen- adieu, Vicomte!" Und bevor diesem Zeit zu einer Antwort blieb, war Mademoiselle verschwunden, die Thür hatte sich hinter ihr geschlossen und der Vicomte Alphonse Carmignol befand sich allein in dem kahlen Tanzsaal. „Ich Thor!" knirschte er zwischen den Zähnen, indem er sich zornig mit der Hand vor die Stirn schlug- „besser, ich hätte auf das ganze Erbe verzichtet und die reizende Adrienne geheirathet, als mit einem solchen Gestänbniß vor die stolze Marguerite de la Penthiere hintreten zu müssen- aber ich habe es versprochen und der Vicomte Carmignol hält sein Wort!" * * * In dem eleganten, festlich geschmückten Palais des deutschen Gesandten bewegte sich eine dichte Menschenmenge in den verschiedensten Costümen- da waren alle Nationen, alle Trachten, alle Stände vertreten- hier sah man eine frische, rolhwangige Bäuerin mit einem spanischen Granden in traulicher Unterhaltung, dort gab die stolze Elisabeth von England ihrem Nachbar, einem neapolitanischen Fischer, einen leichten Schlag mit ihrem Fächer, während ein paar lebhafte, muthwillige, dunkle Augen hinter der schwarzen Atlas- maske hervorlugten- hier pries eine reizende, graziöse Italienerin allerhand Südfrüchte an, die sie in einem zierlichen Körbchen am Arme trug, dort entlockte ein geschmeidiger Bajazzo durch seine Sprünge und Capriolen den Umstehenden munteres Lachen, überall herrschte Leben, Frohsinn und Munterkeit, alles lachte, schwatzte und plauderte durcheinander, und Niemand beachtete den in schwarzem Sammt costümirten Ritter, der wenig Theil an dem allgemein heiteren Treiben zu nehmen schien. Mit unruhig suchendem Blick schritt er zwischen der bunten Gesellschaft einher und wer die finster zusammengezogene Stirn und den festgeschlossenen Mund, die sich hinter der Maske verbargen, gesehen hätte, der hätte wohl gefragt: was will dieses ernste, fast zürnende Gesicht in diesem heiteren Kreise? Der Unbekannte schritt von Saal zu Saal, von Zimmer zu Zimmer, aber noch immer schienen seine Augen nicht zu finden, was sie suchten. Plötzlich fiel sein Bück auf eine Gestalt, die gegen einen Pfeiler gelehnt, der nach einem kleinen lauschigen Boudoir führte, mit sinnendem Blick dem bunten Treiben der Gesellschaft zuschaute. Die schlanke vornehme Figur, die ein reiches Rocococostüm umschloß, ließ auf eine noch junge Dame schließen. Der Vicomte Alphonse Carmignol, denn er und kein anderer verbarg sich hinter der Maske des Ritters, ließ seinen Blick eine Minute prüfend über die Gestalt hingleiten, bann that er einen tiefen schweren Athemzug unb kam mit festen entschlossenen Schritten auf bie Alleinstehende zu. Mit liebenswürdiger Herablassung nahm dieselbe seinen ehrerbietigen Gruß entgegen und lächelte ihm freundlich zu, als er sich ihr, der Comteß be la Penthiere, bie er nach ber Beschreibung bes Costüms enblich heraus* gefunben hatte, als Vicomte Alphonse Carmignol, ben ihr bestimmten Gemahl, zu erkennen gab. Nach kurzer Unterhaltung reichte er ihr ben Arm unb willig ließ sie sich von ihm in das trauliche Bouboir führen, beffen kleines Bosket von üppigen tropischen Pflanzen und der rosa Ampel, bie über bas Ganze ein mattes magisches Licht verbreitete, so recht zu einem tete-ä-tete geschaffen war. Jetzt war ber verhängnißvolle Moment für ben jungen Vicomte gekommen. Noch einmal seufzte er tief auf, bann bat er seine Begleiterin, ob sie ihn ruhig anhören wolle, er hätte ihr ein Gestänbniß zu machen, bas — so peinlich es ihm sei — er roeber ihr, noch sich selbst ersparen könnte. Darauf erzählte er ihr ohne Rückhalt alles, was zwischen ihr unb ber reizenben Adrienne vorgefallen war. „Und Sie lieben dieses Mädchen?" fragte die stolze Aristokratin, nachdem er zu Ende gesprochen unb ein paar Worte ber Entschulbigung gestammelt hatte. „Noch liebe ich sie," lautete bie Antwort, „wenn ich aber erst Ihre Reize unb Ihre eblen Tugenbm kennen werbe, wirb bie Erinnerung an sie balb aus meinem Gebächtniß schwinben. Darf ich bann auf Ihre volle Vergebung hoffen?" Statt aller Antwort nahm Marguerite be la Penthiere die Maske vom Gesicht. „Mademoiselle! Adrienne!" rief ber Vicomte halb entzückt, halb entrüstet, „wie bös von Ihnen, mir einen solchen Streich zu spielen! Schon glaubte ich bas Schlimmste über- ftanben unb nun steht mir bas schwere Gestänbniß noch einmal bevor. Abrienne, wenn Sie wüßten . ." „Bst!" fiel biefe ihm ins Wort, inbem sie ben Finger auf ben Munb legte unb babei mit cocettem Lächeln anblickte, „hier bin ich nicht Abrienne Gervaux, bie Tanzmeisterin, son» bern bie Comteß Marguerite be la Penthiöre." Muchers im Reiche und speciell der muckerischen Ausbeutung des Bauernthums. Am günstigsten sei Sachsen daran, da dort eine »eise Gesetzgebung leit Menschenalter Vorsorge gegen eine Zerschlagung des bäuerlichen Grundbefitzes getroffen. Auch Mecklenburg und Braunschweig würden von der jüdischen wucherischen Ausbeutung Verschont. Wucherer und Jude seien identisch. Man schneide den Krebsschaden aus, sonst wird der ganze Körper vergiftet. Abg. Rickert (dfr.): Mit dem Vorredner zu discutiren werde man ihm nicht zumuthen. Es sei ein Zeichen großer Geduld, daß -as Haus so lange die Verunglimpfung eines gleichberechtigten Theils unserer Mitbürger angehört habe. Die Judenemancipation sei eine christlich-germanische That. Wenn sich unter ben Wucherern so viele Juden befanden, so sei das eine Folge der früheren Gesetzgebung, welche sie geradezu auf den Wucher verwies, um sie dann wieder auspressen zu können. Die sogen. Güterausschlachtung halte er für fein unehrliches Gewerbe; die Zertheilung großer Güter wirke im Gegentheil sehr segensreich. Alle Parteien müßten sich gegen den Antisemitismus verbünden; halte die Rechte sich davon zurück, so werde die Linke mit diesem Auswuchs allein fertig werden. Abg. Dr. Schier (conf.) befürwortet Berücksichtigung der Petition. Abg. Stadthagen (Soc.) wird gleichfalls für Berücksichtigung stimmen. Aber es dürfe nicht nur gegen den Judenwucher, sondern es müsse gegen jeden Wucher vorgegangen werden. Auch die Zuckerprämien und Getreidezölle seien Wucher. Abg. Münch (dfr.): Wenn einem Geldgeber häufig gegebene Versprechungen und selbst das Ehrenwort gebrochen werde, so werde er vorsichtig und suche sich durch höhere Zinsen zu decken. Er habe ba auch schmutzige Papiere, Ehrenscheine, die ausgestellt, aber nicht eingelöst worden und die Herr Liebermann einsehen könne. (Abg. Liebermann von Sonnenberg: Lüge!) Schluß der Debatte wird beantragt. Abg. Böckel bezweifelt die Beschlußfähigkeit des Hauses. Morgen 2 Uhr: Branntweinsteuernovelle. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Torrespondenz-Bureaa. Berlin, 30. April. Die Reichstags-Commission Mr das Telegraphengesetz erledigte heute die zwecke Lesung und nahm zu § 1 den Antrag Hammacher an, wonach das Recht, für den allgemeinen Vermittelungsverkehr bestimmte Telegraphenanlagen zu errichten und zu betreiben, ausschließlich dem Reiche zusteht, sowie auch zu § 2 einen Antrag desselben Abgeordneten, wonach die Ausübung des im § 1 bezeichneten Rechts nicht nur Gemeinden, sondern auch Privatpersonen verliehen werden kann. Der übrige Theil wurde nach der Vorlage genehmigt. Berlin, 30. April. Das Abgeordnetenhaus genehmigte nach wenig erheblicher Debatte den Etat der Berg-, Hütten- und Salinen-Verwaltung und begann die Berathung des Justizetats. Im Laufe der Debatte über den letzteren sand eine lebhafte Auseinandersetzung zwischen dem Abgeordneten Stöcker und dem Abgeordneten Munckel statt über den Proceß Stöcker mit Witte und den Proceß Bäcker. Der Präsident beendete diese Auseinandersetzung, indem er die Debatte schloß. Nächste Sitzung morgen 11 Uhr. Fortsetzung der Berathung und kleinere Etats. Geestemünde, 30. April. In der heutigen Reichstags- stichwahl berechnet sich das Resultat aus 58 Wahlbezirken mit 7231 Stimmen für Bismarck und 4763 für Schmal- feldt. — Aus 59 Wahlbezirken zählte man später für Bismarck 7406, für den Socialdemokraten Schmalseldt 4791 Stimmen. Bochum, 30. April. In sämmtlichen Zechen von der „Hibernia" ist alles angefahren. Der Ausstand ist entschieden im Abnehmen. Esten, 30. April. Die Zahl der Strikenden verminderte sich heute Morgen aus drei Tausend. Die ganze Belegschaft von „Eintracht-Tiefbau", von wo der Strike ausging, meldete sich laut der „Rh.-Westf. Ztg." zur Wiederanfahrt. Auch auf den Rheinischen Stahlwerken bei Meiderich und aus dem „Phönix" ist der Gesammtbetrieb in voller Thätigkeit. Eisenach, 30. April. Das kaiserliche Paar, die großherzoglichen und erbgroßherzoglichen Herrschaften trafen um ^12 Uhr hier ein. Sie wurden von den Behörden und von den Ehrendamen mit Blumensträußen empfangen. Die Schulen, Vereine und Innungen bildeten Spalier. Unter Jubelrufen und Glockengeläute fuhren die Gäste zur Wartburg. „Was soll das heißen?" fragte der Vicomte, halb erschrocken einen Schritt zurücktretend. „Das sollen Sie gleich hören," erwiderte sie muthwillig. „Setzen Sie sich noch einmal hier nieder und leihen jetzt Sie mir ein geduldiges Ohr — auch ich habe Ihnen ein Ge- ständniß zu machen. — Meine Milchschwester," fuhr sie fort, nachdem der Vicomte gehorcht und wieder neben ihr Platz genommen hatte, „meine Milchschwester, eine mir liebe Freundin, lebt hier in Paris in der Rue St. Etienne und genießt "ben Ruf einer ersten Tanzmeisterin. Bitte, lassen Sie mich .zu Ende reden! — Meine Eltern sind sehr nachsichtig und gestatten mir öfter, sie zu besuchen. So war ich auch kürzlich eines Morgens bei ihr- bald nachdem ich gekommen war, wurde sie geschäftlich abgerufen- ich setzte mich an das Clavier und überflog inzwischen ein paar neue Musikstücke, als Adriennes Diener Ihre Karte hineinbrachte, der Sie selbst auf dem Fuße folgten. Sie können sich denken, wie ich bei einem Blick auf Ihren Namen neugierig war, Ihre nähere Bekanntschaft zu machen - und in der Laune momentanen Ueber- uiuths begrüßte ich Sie als Mademoiselle Gervaux — das Ucbrige wissen Sie." Mit immer steigendem Interesse hatte der Vicomte ihren Worten gelauscht, kaum mehr vermochte er sich in ferner Freude, in seinem Entzücken zu beherrschen, und als sie jetzt schwieg, zog er, ganz vergessend, wo er sich besand, die Geliebte innig an sich und drückte einen zärtlichen Kuß auf ihre Lippen. „Jetzt sind wir quitt!" rief er strahlenden Auges, „ich gelobe, mich in keine Tanzmeisterin wieder verlieben zu wollen, dafür fordere ich aber auch, daß meine Braut nicht wieder die Rolle von Modemoiselle Gervaux spielt und jungen heißblütigen Schülern das Herz stiehlt l" München, 30. April. Gegenüber umgehenden Gerüchten wird authentisch mitgetheilt: König Otto zog sich ein oberflächliches Hautgeschwür zu, das baldigst geheilt sein dürfte. Das Befinden des Königs ist unverändert und gibt zu irgendwelcher Besorgniß keinerlei Anlaß. Weimar, 30. April. Das Kaiserpaar, die Großherzoglichen und Erbgroßherzoglichen Herrschaften sind bei prächtigem Wetter eben auf die Wartburg gefahren. Auf der Fahrt nach dem Bahnhofe wurden sie lebhaft von der zahlreichen Menge begrüßt. Wien, 30. April. Zu Ehren der Delegirten zu den Vertrags-Verhandlungen Oesterreichs und Deutschlands sand gestern bei Szögyenyi eine Abschiedssoiree statt, welcher auch der deutsche Botschafter, die Gesandten Bayerns, Sachsens und Württembergs und die an den Verhandlungen beseitigte« Minister beiwohnten. Wien, 30. April. Das „Fremdenblatt" meldet in seinem volkswirthschaftlichen Theile: Nach Abschluß der Verhandlungen über den deutsch-österreichischen Handelsvertrag würde alsbald eine Zollconferenz zusammentreten, um die Instructionen für die Mitte Mai beginnenden Verhandlungen mit der Schweiz auszuarbeiten. Paris, 30. April. Aus dem gestrigen, von 500 Personen besuchten Jahresbanket der Syndicats - Kammern wies Floquet in feiner Rede auf die für den 1. Mai erwarteten Kundgebungen hin und führte aus, die Republik dürfe keinesfalls mit der Gewaltthätigkeit pactiren. Die sociale Frage sei eine eifrigst zu studirende Lebensfrage. Er hoffe, aus dem Socialismus werde sich eine Politik entwickeln, welche alle Bürger vereinige. Bezüglich der Zollfrage werde der Handelsminister die Landesinteressen zu vertheidigen wissen, nöthigensalls werde das allgemeine Stimmrecht den Weg weisen. Die Rede wurde beifälligst aufgenommen. Paris, 30. April. Das Generalcomite für die beabsichtigte Ar beiter kundgebung hielt gestern Abend eine letzte Sitzung ab und beschäftigte sich mit einigen Detailfragen. Das Bureau stellte den Delegirten der verschiedenen socialistischen Gruppen Plakate zu, welche in der nächsten Nacht angeschlagen werden sollen. Darin werden die Arbeiter, die Arbeiterinnen und die Angestellten zu einer Kundgebung behufs Herabsetzung der Arbeitszeit und Feststellung eines Minimalgehaltes ausgefordert. Das Comitv nahm sodann einen Antrag an, der die öffentlichen Gewalten ersucht, sich mit den socialen Forderungen zu beschäftigen. Paris, 30. April. Der Secretär der Arbeiter- Sy ndicats-Kammer zeigte dem Arbeitsminister an, daß er mit der Delegation morgen im Arbeitsministerium erscheinen werde. Der Minister ließ erwidern, Prades werde einen unnützen Weg machen, denn er, der Minister, werde ihn nicht empfangen. Prades möge, wenn er dem Arbeitsminister Mittheilungen zu machen habe, eine Audienz für einen späteren Tag nachsuchen. Paris, 30. April. Constans empfing gestern Vormittag die Deputiren Ledien und Basly, welche die friedlichen Absichten der Grubenarbeiter von Pas - de - Calais für den 1. Mai versicherten. Paris, 30. April. Im Ministerrctthe äußerte sich Constans über die Maßregeln, die der Minister gegen etwaige revolutionäre Kundgebungen am 1. Mai getroffen hat. Die in Paris verfammelten Truppen seien zahlreicher als die bet der alljährlichen Revue in Longcharnps zusammengezogenen. Verkehrsstörungen würden nirgends geduldet werden. Floquet, der Kammerpräsident, halte die Absendung von Truppen zum Schutze der Kammer für überflüssig, und die Arbeitergruppen würden aus der Kammerquästur zur Ueberreichung ihrer Petitionen zugelassen werden, falls die Deputationen nicht stärker als 5 Mitglieder seien. — Laut Meldungen aus zahlreichen mittleren Provinzialstädten veranstalten die Arbeiter dort morgen Festmahle und Ballfestlichkeiten. Obwohl an den meisten Orten keine Störung der Ordnung vorausge- sehen wird, traf die Regierung doch ihre Maßnahmen. Nach den großen Arbeitercentren ohne Garnison oder mit nur schwacher Besatzung wurden Truppen entsendet. Der Prä- fect von Marseille kündigte in einer Unterredung mit den Arbeiterdelegirten an, er werde keinerlei Kundgebungen zulassen. Die Delegirten erklärten, sie würden dennoch eine Kundgebung veranstalten, weil sie diesbezüglich gebunden seien. Cherbourg, 30. April. Die Königin Victoria traf gestern Abend hier ein und wurde vom Admiral Lesper, dem Präfecten und dem englischen Consul empfangen. Die Königin begab sich alsbald an Bord der „Victoria und Albert", wo sie übernachtete. Prinz Battenber g, welcher die Königin bis Noisy begleitete, reifte später nach Darmstadt ab. Brüssel, 30. April. Das gestern hier versammelte Syndicat der Kohlen grübe nbesitzer, an dem 40 Notabilitäten der Industrie theilnahmen, beschloß, keine Erhöhung der Kohlenpreise eintreten zu lassen, da dieselbe leicht als Provocation zum Strike angesehen werden könnte. Brüssel, 30. April. Das Counts des nationalen belgischen Bergarbeiterbundes, welches Nachmittags im Volkshause zu einer Solidaritätskundgebung für die deutschen Bergarbeiter versammelt war, sprach sich aus politischen Gründen und wegen der Plackereien durch die Arbeitgeber, sowie wegen Verminderung der Löhne für den Strike der belgischen Arbeiter aus. Später hielt der Generalrath der Arbeiterpartei eine Sitzung, worin nach langer Berathung eine Tagesordnung angenommen wurde, welche den Bergarbeitern vorn Ausstande abräth, weil durch Eintreten in den Bergarbeiterstrike am Vorabend des allgemeinen Strikes die ganze Arbeiterpartei geschwächt werde. Charleroi, 30. April. Der Bürgermeister gestattete die morgige öffentliche Kundgebung und verbot lediglich das Mitführen der rothen Fahnen. Allerorts, wo Kund- gebungen ftattfinben, verbürgten die Arbeiterführer die Ordnung. Trotzdem werden seitens der Behörden energische Maßnahmen getroffen. Charleroi, 30. April. Zwei Schwadronen Lanciert sind von Brügge heute Abend hier eingetroffen. Bis jetzt ist es hier und in der Umgegend vollkommen ruhig. Lüttich, 30. April. Die gejammte Bürger gar de itt zur Aufrechterhaltung der Ordnung ein beruf en- ebenso wird die gesammte Polizei und Gendarmerie aufgeboten. Dev Bürgermeister untersagte von 6 Uhr Abends ab alle Kundgebungen und Versammlungen. La Louviore, 30. April. Die Bergarbeiterbc= toegung nimmt im Gebiete des Centre zu. Mehrere Ar- beitersührer wurden verhaftet. Mons, 30. April. Die Bergarbeiter in Quaregnon und Flenu sind geneigt, die Arbeit niederzulegen. An mehreren Orten des Borinage forderten die Arbeiterführer zum Ausstand auf. Rom, 30. April. Die Abendblätter äußern die Ansicht, die Maifeier werde hier und in den Provinzen friedlich verlaufen. Die Kaufleute beschlossen, ihre Läden offen zu halten. Bukarest, 30. April. Bei den letzten Stichwahlen des zweiten Wahlkörpers wurden 12 Regierungsfreundliche und 5 Oppositionelle gewählt. Locale» nn- provinzielles. Gießen, 1. Mai. H. Nun spiel ich luftig die Schalmei: Der Mai ist da, der liebe Mai! Ja, er ist endlich da. Mit Sonnenschein und Vogelsang hat er seinen Einzug gehalten und des Dichters Wort wahr gemacht: es muß doch Frühling werden. Ueberall regt sich junges kräftiges Leben und fast über Nacht ist's grün geworden. Die Anlagen unserer Stadt prangen im ersten zarten Grün des Frühlings und in den Gärte« treiben Johannistraube und Stachelbeere reiche Blüthe«. Auch des Menschen Herz blüht von Neuem auf in der Hoffnung und Liebe. Das konnte gestern Abend ein kurzer Gang durch die Straßen der Stadt lehren, den« wohl selten erging sich eine so große Anzahl zärtlicher Pärchen in der milden Abendlust. Die Universität hat mit dem ersten Mai eigentlich erst ihr Sommersemester begonnen. Mit welcher Freude dic Studenten in dasselbe eintreten, beweist der frische fröhliche Gesang, mit dem Punkt 12 Uhr auf fast alle« Kneipen der wunderschöne Monat empfangen wurde. Ueberall schallte es aus kräftigen Burschenkehlen: „Der Mai ist gekommen" und noch lange tönte der Widerhall in den Straßen nach. Möge der Mai uns halten, was er verspricht, und uns entschädigen für die langen Monate des strengen Winters. — Mit dem langersehnten und endlich erfolgten Eintritt der bessere« Witterung beginnt auch die hiesige Rudergesellschaft ihre sportliche Thätigkeit. Nächsten Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, wird die diesjährige Ruderfaison ihren Anfang nehmen und werden die Mitglieder sich in dem neuen Boothaus zum geselligen Zusammensein vereinigen. Die Zusammenstellung der Mannschaften hat bereits begonnen und dürsten namentlich die Junioren berufen sein, auf den diesjährigen Regatten die rothweißen Farben zu zeigen und zu vertheidigen. — In der gestern in Darmstadt abgehaltenen Sitzung des Hessischen Eisenbahnrathes wurden zunächst die Fahrplan- Entwürse der Main-Neckar-, Hessischen Ludwigs- und Ober- hessischen Eisenbahnen beralhen. Dem Wunsche der Mainzer Vertreter um Anschluß an den Berliner Blitzzug ab Frankfurt: und Mainz soll entsprochen werden. Dem Ersuchen des Vertreters von Hanau, die Oberhessische Bahn möge für Anschluß des 438 Uhr Nachmittags in Gelnhausen abgehenden an den nur 9 Minuten später aus Fulda-Wächtersbach in Gelnhausen eintreffenden Zuges sorgen, trat Herr Director Altvater mit dem Bemerken entgegen, daß dies an den preußischen Bahne« liege. Der Antrag des Herr« Oberbürgermeister Gnauth, de« Hamburg-Franksurter Blitzzug in Bad-Nauheim halte« zu lasse«, gelangte nicht zur Annahme. Nachdem die Oberhessischen Bahnen die Ermäßigung der Arbeitersahrkartc« gemäß dem Vorgehen der Preußischen Bahnen eingeführt, beschloß die Versammlung, „die Großh. Regierung zu ersuche«, daß auch die hessischen Bahne« die preußische« Arbeitersahrpreise von 1 Psennig pro Kilometer einführen." — Ernannt. Der provisorische Gymnasiallehrer Dr. August Baur wurde zum Lehrer am Gymnasium in Büdingen ernannt. Grünberg, 29. April. Aus der Gefahr des Ertrinkens wurde heute Mittag ein kleiner Junge errettet. Derselbe war bei dem Versuche, in den an die „Hösentränke" stoßenden Gärten die Mauer der ersteren zu übersteigen, in s Wasser gefallen, konnte sich aber glücklicher Weise noch so lange an einem Zaune festhalten, bis ihn die in der Nähe weilende Adoptivtochter des Herrn Will). Kurtz, Fräulein Dorettchen Kurtz, aus seiner gefährliche« Lage befreite. -dt. Neu - Ulrichstein. 1. Mai. Monatsbericht der Ar beiter-Colo nie pro April 1891. Ende April 1891 sind in der Colonie stellen-, refp. arbeitslos 53 Man«. Dieselbe« vertheile« sich auf das Groß- herzogthum Hesse« 17. Königreich Preußen: Provinz Brandenburg 1, Provinz Hannover 1 , Provinz Hessen - Kassel 5, Provinz Hesse« - Nassau 5 , _ Provinz Pommern 1, Provinz Rheinlande 4, Provinz Sachsen 3, Provinz Schlesien 2, Provinz Westfalen 2, Schleswig-Holstein 1. Königreich Bayern 3- Königreich Württemberg 4- Königreich Sachse« 2. Groß- herzogthum Baden 1. Ausland: Kaiserreich Oesterreich 1. Hiervon waren: Arbeiter 20, Anstreicher 1, Bäcker 3r Brauer 1, Buchbinder 1, Buchdrucker 2, Former 3, Glaser 1, Holzbildhauer 1, Kaufleute 4, Kellner 1, Maschinenschlosser lr Maurer 3, Metalldrücker 1, Schneider 4, Schuhmacher 4Z Schreiber 1, Zimmermann 1. Im Monat April wurde« entlasse« 51, und zwar hi Arbeit durch die Colouie 1 , durch eigenes Bemühe« 1. in die Familie zurück 1, auf eigene« Wunsch 48. Berpflegungstage im April 1891 : 2181. Gearbeitet Wurde an 1837 Tagen, hierunter 220 Tage für fremde Rechnung. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden 1692 Mann, dagegen abgegangen 1639; bleibt Bestand 53 Mann. Dermifdytt«. ft Kaßel, 30. April. Zum Kohlenstrike. Von den in sämmtlichen Hessischen Kreisen stehenden Gensdarmen der XI. Hessischen Gendarmerie - Brigade sind zufolge telegraphischer Beorderung eine größere Anzahl nach dem Strike- Revier in Westfalen abcommandirt worden. Dieselben trafen hier in Kasiel ein, empfingen Instruction auf dem hiesigen Brigade-Commando und sind bereits nach dort abgereist. Wie wir vernehmen, sind von sämmtlichen Gensdarmerie- Brigaden in Preußen eine Anzahl Mannschaften nach dem Westfälischen Kohlenrevier telegraphisch beordert worden. tf Aus Kurhesseu, 30. April. Kolossaler Waldbrand. In dem Stadtwalde von Salmünster, am Abhange des Spessart, wüthete gestern ein kolossaler Waldbrand. In kurzer Zeit fiel dem verheerenden Elemente eine große Fläche von Eichenwald und Bnchenhochwald zum Opfer, im Ganzen über 200 Morgen (50 Hectar). Nur mit großer Anstrengung und Aufgebote aller Kräfte konnte man den Brand endlich cindämmen. Die Entstehungsursache ist noch völlig unbekannt, unzweifelhaft ist der Brand durch Fahrlässigkeit entstanden, durch Wegwerfen eines Schweselholzes, Cigarrenstummels re. Wie man hört, sollen Culturarbeiter die Schuld tragen. Der angerichtete Schaden ist ganz beträchtlich. W Zur Beachtung! 3c Die Verfälschung, die bet der Fabrikation von Toilette-Seifen stattfindet, hat seit dem letzten Jahrzehnte enorm zugenommen. Weitaus die meisten Seifen haben heutzutage mehr oder weniger mtnderwerthige Zusätze und daher finden wir auch, daß alle diese Seifen zerstörenden Einfluß auf die Haut ausüben, ja gesundheitsnachtheilig werben, da bestimmte Jnfectionskrankheiten sich nur durch die verletzte Oberhaut dem Körper mitthetlen. Die Wichtigkeit der Auswahl der zu benutzenden Seife muß Jedermann einleuchten, von ihr hängt oft Gesundheit oder Kranksein ab. Eine Seife, die mit diesen verwerflichen modernen Kunstseifen absolut nichts gemein, die vollkommen rein aus keinen anderen Ingredienzen besteht, als aus bestgeläuterten Fettsäuren und Alkalien, ^das ist in ganz hervorragender Weise Doerings Seife, eine Seife von unübertrefflicher Milde. Diese sollen Jene zum Alltagsgebrauche benützen, welche die Haut vor vorzeitigem Altern, Welken, Aufspringen, Abschürfen:c. schützen, die sich jugendfrisch, gesund und schön erhalten wollen. Doerings Seife ist in ihrer Güte unübertroffen, sie ist die beste Seife der Welt, und erhältlich für nur 40 Pfg. in Giessen bei Gebrüder Adami, F. C. Conrad, Eberh. Dort, Drebes & Wallenfels, Fritz Egly, Emil Fischbach. Ad. Geisse, Gustav Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, Ludwig Lotb, Eberhardt Metzger. P. J. Möbs, Pani Möser, HL F. Nassauer, Aug. Noll II., Otto Schaaf, J. M. Schulhof, P.F. Thomas, Aug. Voigt, Hch. Wallach, in Wieseck bei Meine. Volzel II in Lieh bei J. Häuser, C. Vogt II., „zurRose", in Lollar bet H. Geissler VI., in Schotten bei Gg. Böhm. Engros - Verkauf. Doering & Co., Frankfurt a. M. und Benner & Krumm, Droguen-, Material- u. Farbenwaaren- Großhandlung, Giessen. [3309 Eingesandt. Bietzen, den 1. Mai 1891. Wie jeder Verein das Bestreben hat, seinen Mitgliedern etwas Schönes zu bieten, so hat es auch der Vorstand der hiesigen Bürger- Gesellschaft verstanden, bet seiner Unterhaltung am verflossenen Sonntag im Eaf« Leib daS Programm derselben in jeder Weise zu bereichern. Daß uns genannter Verein etwas Gutes und Gediegene- bietet, wissen wir aus Erfahrungen, aber waS am vergangenen Sonntag geboten wurde, übertraf alle Erwartungen. Das Programm, welches mit Gesangs- und anderen Piecen versehen war, enthielt auch noch Aufführungen von lebenden BUdern, worunter dasjenige „Das Liebig-Denkmal in Gießen" den größten Applaus hervorrief. Daffelbe glich in seiner Erscheinung ganz demjenigen in unserer Ost-Anlage und gebührt den ausführenden Mitgliedern vollste Anerkennung. Hoffen wir, daß der Verein „Bürger-Gesellschaft" in seinen Bestrebungen so weiter fort fahren möge. Kircblid^c Anzeigen der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Rogate, 3. Mai: Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittags- g'ottesdienst. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Kinderkirche und Vorbereitung dazu fallen aus. Am Himmelfahrttag, 7. Mai, wird der Nachmittagsgottesdienst um 2 Uhr in der Friedhofscapelle gehalten werden. Am Sonntag Exaudi, 10. Mai, Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung un d Prüfung der zu confirmirenden Mädchen. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 3. bis 9. Mai besorgt Pfarrer Schlosser. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, 2. Mai. Freitag Abend 7°° Uhr, Samstag Morgen 800 Uhr, Samstag Mittag 400 Uhr, Samstag Abend 810 Uhr. Gottesdienst der israelitischen KeligionsgeseUschaft. Freitag Abend 700 Uhr, Samstag Vormittag 800 Uhr, Samstag Nachmittag 330 Uhr, Samstag Abend 810 Uhr. Submission. Die zum Umbau des Hardtberg- Weg- erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, nämlich: Planirarbeit, Cementröhrenliefe- rung, Steinhauerarbeit, Maurerarbeit, Schlofferarbeit, Steinlieferung, Steinfuhrlohn, Chausfir- und Pflasterarbeit sollen im Submissionsweg vergeben werden. Pläne, Voranschlag und Ueber- nahms-Bedingungen hierfür liegen aus dem Stadtbauamt offen, woselbst die bezüglichen Angebote bis Freitag den 8. I* Mts., Vorm. 11 Uhr, einzureichen sind. Gießen, den 1. Mai 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen- _________Gnauth.______4178 Versteigerung. SamStag den 2. Mai d». IS., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Adler" dahier: 1 Wagen, 1 Spazierftock mit Elfenbeingriff, 1 Regulator, Damen- und, Kinderhüte, goldene und silberne, Taschenuhren und Juwelen, Betten, Sophas, Tische, Commoden, Stühle, Nachtschränkchen u. dergl. mehr. Versteigerung findet rheilweise bestimmt statt. 4165 Gerichtsvollzieher. Attlgeöotenes. 4177] Aechte Mauikenbamer Bücklinge zum Braten und Boll-Bücklinge zum Rohesten frisch eingetroffen. __G. Dort. Mt. Schlachthaus. Freibank. 4187 Von heute Nachmittag 4 Uhr ab: Othfenfl-isch, nicht ladenrein, per Pfund SO Pf. 4174] Ein Sopba, Commode, Tisch, eine Uhr, Bilder, Bettgestell mit Strohsack, billig zu verkaufen. Näheres Wallthorstraße 1, H. Stock. Aepfelwein in vorzüglicher Qualität bestens empfohlen. A. Albold, 4201 ,zum Solmser HofE. Gutes Sauerkraut 4171 Dammstraße Nr. 9. 4190] Ein vorzügl. Billard zu Der; kaufen. Frankfurterstr. 7. Hess. Hof. Die ächten Prof. Dr. Jägerischen Normal-Woll- u. die ächten Dr. Lah- maun'schenResorm-Baumwoll-Unter- kleider, Radfahr- und Touristen-Hemden, alle sonstigen Unterkleider in Seide, Wolle, Baumwolle rc. empfiehlt zu billigen Preisen 2673 _______H. Rübsamen. Thonplatten, Cemenlplatten, Sandfleinplatten empfiehlt 3985 Daniel Wirths Nachfolger. Mohiliar-Verstei^ro^. Montag den 4., Dienstag den 5., Mittwoch den 6. und Ireitag den 8. Mai, Nachmittags 2 Uhr beginnend, wird die aus fünf Zimmern und einem Salon bestehende Einrichtung im Felfiug'schen Hau-, Südanlage 16, partere, erbvertheilungs- halber meistbietend versteigert: Montag den 4. Mai, Nachmittags 2 Uhr, kommt zum Ausgebot: 1 Plüschgarnitur, bestehend aus Sopha, 6 Stühlen, ovaler Tisch und entsprechende Tischdecke, 2 große Teppiche, 1 Trumeau- spiegel, 1 Spiegelschrank, 1 Verticow, 1 Damenschreibtisch, 1 Pendule, 2 Kleiderschränke, 1 Commode, 2 Sessel, um 4 Uhr SMF 1 Kafsenschrank Julius Schulze am Kreuz empfiehlt seine große Auswahl in den modernsten und feinsten Qfllinenn Herrenkragen. Manschetten, Glace und Stoff« ullllpoöll, Handschuhen,Hosenträgern,Normal»u Vkeform- hemden, Unterjacken, Unterhosen, Strümpfen, Socken re. zu billigsten Preisen._____________________________________________________2841 Patent-Ludowici-Falzziegel roth und schwarz glastet empfiehlt 3984 Daniel Wirths Nachfolger. Bilder, Nippes und Haushaltungssachen. Dienstag den 8. Mai, Nachmittags 2 Uhr: 1 Garnitur, Sopha, 6 Stühle, Tisch, 1 großer Tisch, 1 Pendula, ovale, runde und andere Tische, Stühle, 1 Ausziehtisch, 1 Spiegelschrank , 1 Nähtisch, 1 Sopha, 1 Regulator, 2 Spiegel, 1 alter* thümliche Commode mit Glasaufsatz, Silbergegenstände, Porzellansachen, Weißzeug, Betten, Waschtische, Nachttische u. s. w. Mittwoch den 6. Mai, Nachmittags 2 Uhr: Weißzeug, Möbel, Porzellan und Haushaltungssachen. Freitag Vormittags 9V2 Uhr beginnend. das Küchenmobiliar und Kücheneinrichtung. Freitag Nachmittag 21/? Uhr beginnend: sämmtliche übrig gebliebenen Gegenstände, Keller-, Waschküche* und Gartengeräthe u. s. w. Im Auftrag: ___ Ferd. Hoffmann, Ortsgerichtsmann. 3MF Aufträge nimmt Gerichtstaxator Louis Rothenberger, Neuenweg 22, entgegen. 4020 Aur Besichtigung der Ginrichtung find Montag den 4. Mai, von 10 Uhr au, die Wohnungsräume geöffnet. Tapezierarbeiten. Angebote auf Uebernahme von Tapezierarbeiten in zwei Loosen — Wohngebäude 270, Thorgebäude 100 Stück Tapeten — werden bis Dienstag den 5. Mai, Vormittags 10 Uhr, entgegengenommen und Bedingungen nebst Angebotsformularien (Voranschlägen) bis dahin gegen 20 Pfennige Copialgebühren abgegeben. Butzbach, den 26. April 1891. Großh. Baubehörde für die Zellenstrafanstalt Butzbach. 4170 D a u d t. -- Bettwaaren. 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G.i 1 Sletein leite, 1 - @ii gtjflöitp ft^ocn: L- ew«t Btt SuJt Vor Lik <1 terrbcs 61 gtämtltd briz Dar hatte der machungs Nr. 49 u die seierli der Einüb 30. ds.M Vormittag jammenge- Au dem । Herzog!. Regiment General selben tu Bataillon Landwehr- VM bei in einem \ nvmmen. die Fahne BatMont in einem Hieraus Divisions mit einer ^bracht 1 spielt, tut Nach den Fahnen z tvehr-Batc »orden, e. Tarn herzogliche, Section jü d. Dar behdrden, ^erichtsvc Feldschütze Nr. an die G: ^er Amte anwaltsch^ Amtsgerit „ Bor( U Son; Rede Uezogen.^ S"ichrett L""» 6etu ZL- 4t'4uäi S'ZKe! SW fei •>4e sich nK. &ni^ K»° -H ‘■>5.8 sieuer.^6 1 EebAetzee Redactton: «. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Schulbücher Vorstellung. Wittwe Programm. 1. 2. 4164 Die Direction. aus statt. 4183 und bitte um gefällige Benutzung. Für Bruchleidende! MMilsultMWMkn rniii fertigt Kleider! S. 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Dass, muß Hausarb. kennen u. sch. ged. haben. Näh. i. d. Exp. d Bl. 4195] Junge zum AuStrage« von Backwaaren gesucht. Wallthorstratze 7. Muster-Collection und Erklärung für jeden Interessenten und lade dazu ergebenft ein. Bestellungen nach Maß. gestern Morgen 9 Uhr nach langem sehr schweren Leiden im Alter von 14 Jahren sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die tieftrauerndeu Hinterbliebenen: Familie Döpfer. Familie Ohr Gießen, dm 1. Mai 1891. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 5 Uhr vom Sterbehause, Schillerstraße 34, aus statt. [4176 Samstag, den 2. und Sonntag, den 3. Mai 1891$ Grosse Künstler* und Den geehrten Bewohnern von Gießen und Umgegend wiederhole ich nach Eröffnung meines eigenen Geschäfts meine Empfehlung in allen vorkom« menden Dachdeckerarveiten und erkläre mit Bezug auf die in Nr. 96 u- 97 d- Bl. erschienene Mittheilung des Dachdeckermeisters Chr- Schwalb dahier, bei welchem ich allerdings seit neun Jahren gearbeitet habe, daß ich keineswegs von demselben entlasten wurde, daß er vielmehr meinen Austritt wegen Errichtung meines eigenen Geschäfts genehmigen mußte, daß ihm auch bekannt sein dürfte, wie mir nicht in den Sinn kommen kann, seine Kundschaft zu meinen Gunsten ihm abwendig zu machen, daß ich gleichwohl aber fortfahren werde, meine verehrlichen Gönner, gleich- mel ob Herr Schwalb für dieselben früher gearbeitet haben sollte, streng reell, pünktlich und billigst zu bedienen. 4109 Martin Müller, Dachdeckermeistcr ________________________Löwengasse 34. Empfehle ein neu aufgestelltes Billard Aneraloersammlung des Spar- uud Vorschrift - Vereins Großen - Linden, Aetien- Gesellschaft findet statt: Dienstag den 19. Mai d. I., Nachmittags 2$ Uhr auf dem Gemeindehaus dahier. Tagesordnung: 1) Abhör der Rechnung pro 1889/90. 2) Abänderung des § 28 der Statuten. —; Sonntag den 3. Mai 1891, Specistlitäten- Nachmittags 5 Uhr, — -- Im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Todes-Anzeige. Hierdurch die schmerzliche Mittheilung, daß unsere inmgst geliebte Tochter, Schwester, Enkelin und Nichte Fünftes Concert (99. Vereinsjahr). i__Neustadt 78, IH__________ | 4188] Neuhergerichtetes kleines Logis ' zu vermiethen___Dammstraße 8. 4192] Freundliche Mansardenwohnung zu vermiethen. Frankfurterstraße 7. 7) Ausloosung des auszuscheidenden Dritttheils des Aufstchtsraths. Großen-Linden, am 30. April 1891. 4*82 Dee Vorstand. Direction: Carl Abs u. Ang. Piefo. Oscar Fürst Humoriftisch-satyrische Vorträge: = Graf von und zu Dattenbohm. = Nach der großen Parade. = Reserve-Aristokratie. = Das Lachen. = = Stylvoll, schneidig, pyramidal! Mr. Derrington Meisterschafts-Kunftfabrer auf dem Zwei- und Einrad, sowie Drahtseilkünstter. Frl. Wilhelm«», Operetten - Soubrette. Mr. Leoni, Bauchredner. — 91/2 Uhr: — Auftreten des stärksten Mannes der Welt Carl Abs in seiner Sensations-Nummer Zerreißen eiserner Ketten in Tragfähigkeit von 600 Pfand. NB. Diese Ketten sind solide gearbeitet und können von jedem Fachmann auf ihre Haltbarkeit untersucht werden. Preise der Plötzer Sperrsitz 1 Mk., Saal 60 Pf., Gallerie30Pf Kasseoffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Vorverkaufs - Billets a 80 resp. 50 Pf. nur bis 6 Uhr AbendS bei Herrn I. Gerhardt, Ltndenplatz. Aufforderung I Der preisgekrönte Athlet u. Ringkämpfer Carl Abs fordert sämmtliche starken Manner von Gießen und Umgegend zum Ringkampf auf und sichert eine Prämie von 300 Mark Demjenigen, der ihn regelrecht besiegt. Arie: „Sieh’ mein Dirigent: Herr UniversitätsmusikdirectorAd.Fetohner j Mitwirkende: 1 Frau Marie Fleisch, Concertsängerin (Alt), [ Herr Alfred Hertz, Pianist aus Frankfurta/M I and das durch auswärtige Künstler verstärkte Vereinsorchester. Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Sranllurter Börse vom 1. Mai 189L Schlußcourf-. 1 Uhr 15 Mn. 4184] Dienstmädchen von auswärts gegen hohen Lohn gesucht von Frau Ferber, Vermiethfrau, Neuenweg 38. Ausverkauf! Wegen Geschäftsverlegnng verkaufe ich sämmt liche Statt besonderer Anzeige. Die Beerdigung meiner lieben Frau Emilie Orbig, geb. Klos, findet Samstag, 2. Mai, Nachmittags 2 Uhr, vom Bahnhofe vorräthig in der Buchhandlung von E. Trenckmann «« Metzen, Sonnenstraße 5, am Canzleiberg. Franken-Bräu! Den Verkauf unseres auf den verschiedensten Ausstellungen mit ersten Preisen prämiirteu GxportbiereS baben wir dem Spediteur Louis Adam für Gießen und Umgegend mit dem Heutigen übertrugen. Die erste Bsrnderger Exporibierbrauerei Frankenbrsu. Cafe Leib. Giessener Concertverein Nur zwei Gastspiele! 3% Reichsanlethe 3V2°/o do. 3o/o Preuß. ConsolS 3f/t°/e do. । Wermischte Anzeigen. j 4198] Wegen außerh. angenommener Stellung beabsichtige ich meine an der Marktsiraße Nr. 27 belegene Hofraithe, bestehend in Vorder-, Neben- und Lagerhaus nebst großem Hofraum, unter sehr günstigen Bedingungen (Anzahl. 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Dachdeckermeistcr, 4173] In meinem Hause, Neuen Baue Nr. 43, ist die Parterre-Etage, 7 Zimmer mit Zubehör, vom 1. Juli ab zu ver- miethen._______Professor Dr. Thaer. 4191] Schöne Wohnung zu vermiethen. __Frankfurterstraße 7 im Hess. Hof. 4181] Ein möblirtes Zimmer sofort zu vermiethen. Näheres Ederstraße 4, part. 4186] Schön möblirtes Zimmer per sofort zu vermiethen. ____Grabenstraße 11, I Etage. 3911] Wohnung, 3 Zimmer nebst Zubehör, an ruhige Leute zu vermiethen ________Frankfurterstraße 43. 2044] Wohnung, 4 Zimmer mit Ca- binet, Wafferleitung und Zubehör, per sofort an ruhige Leute zu vermiethen. Wilh. Montanas- Marktstraße 34 3928] Kleines Logis, ein Zimmer mit Cab inet und Küche, an ruhige ordentliche Leute zu vermiethen. Sonnenstraße 32. 4113] Zum 1. Juni oder Juli habe ich im 3. Stock meines Hauses gut möblirte und unmoblirte Zimmer zu vermiethen. 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Grünbergerstraße^24. 3774] Kreuzplatz 15 ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen.________________ 38u7] Zwei freundl. möblirte Zimmer zu vermiethen.______Bahnhofstraße 56. 3947] Großes möblirtes Zimmer zu vermiethen. Göihestraße 2, III. Stock, _______________Ecke d r Südanlage. 3535] Zwei ineinandergebende Zimmers unmöbl , zu vermiethen. Zu erfragen ____________________Sonnenstraße 2 4118] Kleiner Laden sofort zu ver- miethen.__________Teufelslustgärtchen 3 3646] Laden mit Logis in bester Geschäftslage zu vermiethen. ______H. Hoffmann, Neustadt 11. 3503] Ein schöner großer Laden, event. mit Wohnung, ist per später zu vermiethen. Zu erfragen in der Exped. d Bl. Herz erschliessetsich“ aus „Samon und Delila“.....v. C. St. Säens 3. Zwei Musikstücke aus dem Ballet „Sylvia“ v. Leo Delibes (f 16. Januar 1891) a) Intermezzo et Valse lente b) Pizzicati. 4. Drei Lieder mit Klavierbegleitung . . v. C. Loewe v. F. Schubert v. H. Riedel 5. Ouvertüre z.Leonore (Fidelio) Nr. 3 . v. L. van Beethoven Eintrittskarten zu Mk. 2,50 (Sperrsitz Mk. 3,50), sind bei Herrn Ernst Challler (Rudolphs Nachf.), zu haben. 4036 Pelzwaaren und Winterstoffe werden zur Aufbewahrung unter Garantie angenommen. (Gegen Feuerschaden versichert). Georg Schultheis, Kürschner, 4054 Marktsiraße 3. Sensationeller Erfolg! Aeußerst angenehmes Tragen, größte Sicherheit, keinerlei Beschwerden, ” si nb Pract. B°nd°g,st. Vorzüge Darmstadt, Rheinstraße 28. des 3n Gießen anwesend am 3. Mai 1891 ® MF im Gasthaus »zum Lindenhof^. [3723 Im Auschluffe an ObigeS erlaube mir, werthe» Gast- wirthen von Gießen und Uwgegend dieses prima Export bier in ledem Quantum unter Zuficheruug billigster und prompter Bedienung zu offeriren. [4168 Hochachtungsvoll Louis Adam, Spediteur^ ___________________________Sonnenstraße L________ Darmstädter drühjahr8-Wrk)e u. efoQfcnUlarht am 11., 12. und 13. Mai 1891 mit Derloosung und Prämiirung zu welchem der Verein die geehrten Herren Züchter, Verkäufer und Käufer freundlichst einladet. Musterung und Prämiirung von Pferden und Fohlen am 11. Mai 1891, Vormittags 9 Uhr, Prämienvertheilung Nachmittags 3 Uhr, wozu namhafte Geldpreise und Diplome vorgesehen sind. Die Derloosung findet statt am 13. Mai, Nachmittags 3 Uhr, im AuSstellungSgebäude. Zur Ausgabe kommen 20,000 Loose, per Stück 2 Mark. Gewinne: 1 eleganter Wagen, Zweispänner mit zwei Pferden nnd completem Geschirr im Werthe von ca. 6000 Mk., 1 Reitpferd mit Sattel und Zaum im Werthe von ca. 2000 Mk. 1 Stuhlwagen mit einem Pferd und Geschirr im Werthe von ca. 1700 Mk., 16 Pferde oder Kohlen im Gesammtwerthe von 10,000 Mk., 315 andere Gewinne im Gesammtwerthe von 4,300 Mk. Den Betrieb der Loose haben wir dem Herrn Ij. Ohnacker in Darmstadt im alleinigen GenerabDebit übertragen. Der Pferdezucht-Verein im GroKhrr^ogthum Hessen. __Sektion: Pserdemarkt Darmstadt._____________4175 „3ur eR^ictjspofT 4). 85.70 99.2' 85 70 99.10 4% Ung. Gold-Rente 5o/o Jtal. Rente 41/ß|°/o Oest- Silber-Rent« 50/0 Ruff. HI. Orient 92(0 93 00 80 90 76 00 193.80 Lomb. E.-B.-Act. 98 75 143,80 Buschtherader E--B.-Act. 438 00 146-30 Elbthal-Bahn-Act. 198 00 122.00 Gotthard-Bahn-Act. 149 70 100.00 Schweizer Nordoft-B.-Act. 144.00 £62.75 Mainzer E.-B.-Act. 116.70 2 22.25 Marienburger E.-B.-Act. 71 50 Der. Königs-Laurah^Act. 124.00 165.501 Tendenz fest.