Feuilleton Ein Polizist erschien, dem von „Gott weiß, wie gerne ich Dir „Nichts," erwiderte er. zu Diensten wäre." Er zog die Glocke. ' seinem Chef die Weisung wurde, die Frau zu ihrem Sohne, dem verhafteten Studenten August Augustowitsch, zu geleiten. Der Oberst sah der Abgehenden schmerzvoll nach; er ahnte, daß ihre Bemühungen vergeblich sein würden. (Fortsetzung folgt.) IV. Der Oberst Iwan Kaloff war ein tapferer und tüchtiger Offizier- der Großfürst Michael hatte ihm in den russischen Laufgräben von Plewna eigenhändig das Kreuz des St. Georg- ordens auf die Brust geheftet - seine Tüchtigkeit ging ferner aus der Thatsache hervor, daß er den russisch-türkischen Feldzug im Stabe des Generals Skobeleff mitgemacht hatte, denn Skobeleff war in der Auswahl seiner Stabsosfiziere sehr schwierig. Iwan Kaloff war während des Feldzugs vom Sergeanten bis zum Obersten avancirt, eine seltene Carriere, die aber während jenes Krieges nicht vereinzelt dastand. Er mußte daher ein sehr tüchtiger Mann und ein sehr verwegener Soldat gewesen sein. Oberst Iwan Kaloff war ein Junggeselle. Bor langen Jahren hatte er ein Mädchen, die Tochter eines Großbauern in seiner Heimath, von ganzem Herzen geliebt, dieselbe war jedoch das Weib eines Anderen, eines deutschen Einwanderers, geworden. Obgleich dieser aber später von dem Popen des Dorfes getobter und die junge Frau somit Wittwe wurde, so hatte Iwan Kaloff dennoch seine Anträge nicht wieder erneuert. Er redete niemals von der Täuschung, die er halte erleben müssen, aber er dachte auch nie wieder ans Heirathen. Marsa Hermann sprach dagegen unaufhörlich von ihrem Unglück, aber auch sie blieb unverheirathel. In der ersten Zeit nach des Gatten Tod blieb sie mit ihrem Sohne noch in dem Hause wohnen, welches August hatte erbauen lassen- später aber, als der Knabe, August Augustowitsch, soweit herangewachsen war, daß er die Schule besuchen mußte, siedelte sie nach Kiew über, und zu der Zeit, wo der Oberst Kaloff zum Polizeipräsidenten dieser Stadt ernannt wurde, befand August Augustowitsch sich ebendaselbst auf der Universität. Die Universität Kiew war damals und ist heute noch eine der Hauptbrutstätten des Nihilismus, Oberst Kaloff machte sich die Ueberwachung derselben daher zu einer besonderen Aufgabe. Eines Tages kam er hinter die Schliche einer ganz neuen nihilistischen Bereinigung und es währte Nicht lange, so saß die ganze Gesellschaft hinter Schloß und Riegel. Am Morgen nach der Festnahme der jungen Leute ließ sich eine Frau bei ihm melden. Es war eine Bittende. „Du hast meinen Sohn sestnehmen lassen, Väterchen, o, gib mir den Knaben zurück!" flehte sie, als sie vor dem Polizeipräsidenten stand. „Ich bin cihe Wittwe und er ist mein einziger." Die Stimme der Frau klang ihm seltsam ins Ohr. Er schaute sie aufmerksam und durchdringend an. „Tritt hier herein," sagte er zu ihr, die Thüre zu seinem Privateabinet öffnend. Sie waren allein. „Du bist Marfa Michailowna." Seine Stimme bebte ein wenig. „Ja, — aber wer bist Du?" rief sie betroffen, indem sie in seinen Zügen zu lesen versuchte. Der Präsident lächelte düster. „Ich bin Iwan Iwanowitsch," antwortete er. Marfa Hermann sank vor ihm auf die Kniee. „Iwan, o Iwan!" schluchzte sie. „Gib mir meinen Knaben wieder — Augusts Sohn — er ist mein einziger, mein alles in der Welt!" Sie umfaßte in inbrünstigem Flehen die Kniee des Gewalthabers- der aber hob sie erschüttert aus und schaute ihr dann, ihre beiden Hände festhaltend, lange ins Gesicht. „Also August Augustowitsch ist Dein Sohn," sagte er nach einer Pause. „Das wußte ich nicht. Ich freue mich, daß Du zu mir gekommen bist, Marfa, — Deines Sohnes Rettung aber liegt allein in Deiner Hand — verstehe mich recht. Du mußt ihn überreden, sich dem Gerichte als Kronzeuge anzubieten, das heißt, er muß freiwillig alle seine Mitschuldigen angeben. Käme dieser Rath von mir, so würde er ihn von sich weisen, auf Dich aber, auf seine Mutter, wird er hören, das glaube und hoffe ich." „Ich wills versuchen," entgegnete Marfa traurig. „Er ift mir bis aus den heutigen Tag noch niemals ungehorsam gewesen — Du kannst sonst nichts für ihn thun?" ÖS®* Vsler Mxei, der Pope. Eine russische Geschichte von Friedrich Meister. (5. Fortsetzung.) „Du hast recht," sagte Alexis Naprarschin, der Präsident des Gerichtshofs. „Der Schein ist gegen Dich, alle Judicien sind gegen Dich. Du bist der Mörder des August Hermann, darüber kann nicht der leiseste Zweifel bestehen. Beweggründe zu der That lassen sich nicht erbringen, dieselbe ist, soweit wir den Fall überschauen, in einer Aufwallung des Zornes geschehen. Da mithin die vorherige Ueberlegung und der böse Wille fehlen, da anderseits auch Dein bisheriger Lebenswandel ein vorwurfsfreier gewesen ist, so wollen wir mit Rücksicht hieraus das leichteste Straßmaß anlegen. Wir verurtheilen daher Dich, Alexei Alexandrowitsch, zu Gesängnißstrafe auf Lebenszeit." Vater Alexei athmete tief und schwer auf. „Gesängnißstrafe auf Lebenszeit!" wiederholte er laut. Dann verneigte er sich vor den Richtern. „Ich danke Euch, Väterchen," lallte er halb unverständlich, „aus Leb--" er unterbrach sich — „ich danke Euch, Väterchen —" dann brach er zusammen. »t M« * at»** 1891 Sonntag den 1. Februar Zweites Blatt Nr. 27 Gießener Anzeiger Kenerak-Anzeiger Amts- un& Anzeigedtatt fth? den Nreis Gieren Gratisbeilage: chießener Iamikienökätter. vue®. Amtlicher Shell i) Köhler, Langsdorf, 8°- 1) 1) 1) H 1) Sommerlad, Wieseck, // Görlach, Eberstadt; 2) 1) 2) 3) Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den Ulgnbcn Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Bopp, Bellersheim, Balser, Albach, n // Hüttenbesitzer Buderus, Lollar, Fabrikant Georgi, Gießen, Oberbürgermeister Gnauth, Gießen, Rentner Aug. Heß, Gießen, Rechtsanwalt Hirschhorn, Gießen, Fabrikant M. Hornberger, Gießen, Gemeinde-Einnehmer Lang, Wieseck, Heinrich Velten III., Großen-Linden, Apotheker Welker, Allendorf a/Lda., 4) der Kreisingenieur Stahl, 5) der Protoeollführer Kreisamtsgehülse Becker. 1) 2) Gutspächter von Oven, Hungen, Adalbert Freih. von Nordeckzur Rabenau, Friedelhausen, Bürgermeister Roth, Muschenheim, Die Gießener WamilienStäller »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. manu Nebel, das Wort. Derselbe theilt mit, daß Seitens des Kreistagsabgeordneten Velten von Großen-Linden ein Antrag auf Bildung von drei Köreommissionen eingegangen sei. Der Vorsitzende stellt diesen Antrag zur Diseussion. Nachdem die Herren Heß, Bopp, von Oven, Freiherr von Rabenau, Hirschhorn und Velten bezüglich dieses Antrages gesprochen hatten, wird derselbe durch den Vorsitzenden zur Abstimmung gebracht und einstimmig angenommen. Zur Verständigung über die zur Wahl vorzuschlagenden Alle Annoncen-Bureaux des In- und AnSlande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 1) Rechtsanwalt Hirschhorn, Gießen, 2) Fabrikant Hornberger, Gießen, bestimmt und der zum Protoeollführer für den Kreisausschuß ernannte Kreisamtsgehülse Becker in dieser Eigenschaft für den Kreistag bestätigt und durch den Vorsitzenden mittelst Handschlag verpflichtet. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- Montag-. Nachdem der Vorsitzende die Sitzung eröffnet, die Versammlung begrüßt und die Beschlußfähigkeit derselben durch Feststellung der Präsenzliste conftatirt hatte, werden aus seinen Vorschlag per Aeelamation als Urkundspersonen für die heutige Sitzung die Herren: Der Kreistag spricht sich noch dahin aus, daß Selbstzüchter von Bullen zu Mitgliedern der Körcommission prin- eipiell nicht gewählt werden sollen. 2) Crg'änzuugswahlen für die Musterungs- und Au8hebungs> Commissionen zur Beschaffung der Mobilmachungspferde. Aus Vorschlag des Kreisausschuffes werden in die Musterungs-Commissionen per Aeelamation gewählt: a. für den Bezirk Lich: als Mitglieder: 1) Bürgermeister Bopp, Bellersheim, Hierauf wird in die Tagesordnung eingetreten. Neuwahl der Körcommisfiouen des Kreises für drei Jahre (Art. 6 des Gesetzes vom 26. October 1887). Der Vorsitzende ertheilt dem Resereuten, Großh. Amt- 2) Rentner Fr. Georgi, Gießen - II. für den Körbezirk Hungen-Lich: b. für den Bezirk Wieseck: als Mitglieder: Gutsbesitzer Sch lenke, Hardthof, Friedrich Helfrich, Gießen, Heinrich Schadeck III., Lollar - als Ersatzmänner: Joses Güngerich, Gießen, I. sür den Körbezirk Gießen: als Mitglieder: Heinrich Velten III., Großen-Linden, Beigeordneter Schad eck, Lollar, als Stellvertreter: Johann Weber V., Lang-Göns, III. für den Körbezirk Grüuberg: als Mitglieder: Bürgermeister Faul st ich, Weitershain, Administrator Hermann, Winnerod- als Stellvertreter: Oeevnom I. Wolf, Villingen, Bürgermeister Stein, Keffelbach. ii miiiiwiiiiiiiiibiimiiiiiii wwfittmb iii ■iimiMirr— bmmm Geschehen Gießen, 24. Januar 1891. Fünsundzwanzigstc Sitzung des Kreistags des Kreises Gießen. Gegenwärtig: 1) Der Vorsitzende, Großh. Provinzial-Director Freiherr von Gagern, 2) Großh. Amtmann Nebel, 3) die Kreistagsmitglieder: Bürgermeister Bender, Hungen, 1) 2) Personen läßt der Vorsitzende eine kurze Pause eintreten. Nach deren Beendigung wurden per Aeelamation wählt: Bekanntmachung. Gemäß § 39 der Kreisordnung wird nachstehend das Protoeoll über die am 24. d. Mts. stattgehabte ordentliche Sitzung des Kreistags des Kreises Gießen zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, 29. Januar 1891. Der Vorsitzende des Kreistags des Kreises Gießen, v. Gagern. Vierteljähriger Akounementrprei» i 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, Expedition und Druckerei: KchutstraßeVr.H« Fernsprecher 51. 3) Oberverwalter Erb, Lich- als Ersatzmänner: 1) Pachter Kammer, Bellersheim, 2) „ Karl Hofmann, Hof-Gill, 3) Bürgermeister Görlach, Eberstadt - „ Maid, Watzenborn, als Mitglieder: Bürgermeister Bopp, Bellersheim, „ Köhler, Langsdorf, als Stellvertreter: Bürgermeister Roth, Muschenheim, 2) Fabrikant Georgi, Gießen, 3) Bürgermeister Geißler, Lollar- c. für den Bezirk Grünberg: als Mitglieder: 1) Posthalter Prinz, Grünberg, 2) Ernst Zimmer, Lauter, 3) Bürgermeister Faulstich, Weitershain - als Ersatzmänner: 1) Pachter Cloch, Appenborn, 2) Heinrich Zimmer II., Grünberg, 3) Wirth Hofmann, Grünberg - d. für den Bezirk Gro ßen-Linden werden die seitherigen Mitglieder und Ersatzmänner wieder- gewählt. Zur Pferde-Aushebungs-Commission werden sodann, entsprechend dem Vorschlag des Kreisausschuffes, per Aeelamation gewählt: als Taxatoren: 1) Gutsbesitzer Schlenke, Hardthos, 2) „ KarlMüller, Neuhof bei Leihgestern, 3) Stallmeister Balser, Gießen - 2) ’ bei bem i» StoBMtew, Utgw »■S'ISt s» ** DiinßM^ Nstvereili. «ffr ia ^8 8 llhr Abends statt, zur Mitwirkung. er VorstiunL hmuh ier sowie Grünbergerd über Biehwaagerr,tz iecrait dieser Waagen G sein durste, daß benZ , welche Fabrikat hier? !• daß diese efferneud amirten Fabnk vond )chn, für welche Fabrik D r sind. G i Alsfeld und Sauter?® eises sind SchenkscheM Mr GGMfiMdM »t Bttsrod. M e Interessenten aus bieZ lrt mit patentirtem? und finb wir zu jeberw 9471 & Cie., ! als Stellvertreter: 1) Joses Güngerich, Gießen, 2) Oberverwalter Erb, Lich, 3) Bürgermeister Geißler, Lollar. • 3) Vorlage der Kreiskasserechnuug für 1889/90. Der Vorsitzende verliest den aussührlichen Bericht des Kreisausschusses über die Verwaltung und den Stand der Zkreisverbandsangelegenheiten in 1889/90. Die vorliegende Rechnung wird nicht beanstandet und die stattgesundenen Creditüberschreitungen zu Lasten der nachgewiesenen Deckungsmittel genehmigt. 4) Festsetzung des Kreiskassevoranschlags pro 1891/92. Der Entwurf des Voranschlags war den Mitgliedern des Kreistags bereits mit der Einladung zu dieser Versammlung mitgetheilt worden. Derselbe wird rubrikenweise, mit der Ausgabe beginnend, durchgegangen und die gegen das Vorjahr vorliegenden Abweichungen erläutert. Zu Rubr. 27 wird beschlossen, daß die Wahl der Baumwärterschule, in welcher ev. Kreisstraßenwärter auszubilden seien, dem Kreisausschuffe anheimzugeben sei. Nachdem der Voranschlag bis zum Schlüsse durchgegangen war und weitere Bemerkungen nicht erhoben wurden, wird derselbe den Anträgen des Kreisausschusses entsprechend in Einnahme und Ausgabe auf den Gesammtbetrag von 252039 Mk. 32 Pfg., in Worten Zweihundert zwei und fünfzig Tausend neun und dreißig Mark 32 Pfennig, festgesetzt. Nachdem hiermit die Tagesordnung erledigt war und weitere Anträge nicht gestellt wurden, wird die Sitzung durch den Vorsitzenden geschlossen. Der Vorsitzende: Die Urkundspersonen: v. Gagern. M. Homberger. R. Hirschhorn. Der Protocollsührer: Becker. Vermischte«. * Berlin, 28. Januar. Am letzten Montag waren gerade zwanzig Jahre verflossen, daß vor Paris das Feuer der deutschen Batterien eingestellt wurde. Wer dabei gewesen ist, wird sich noch des ergreifenden Moments erinnern, als Punkt 12 Uhr das Feuer der Belagerungsgeschütze schwieg und donnernde Hurrahs über die winterlichen Fluren dahinbrausten. Noch in der Nacht vom 25. aus den 26. Januar waren die Batterien, welche St. Denis gegen- überstanden, bedeutend vorgeschoben worden. Zahlreiche Mannschaften der preußischen Garde hatten mit bienenmäßi- gem Eifer die Schutzwälle für die kurzen und langen Vier- undzwanzigpsünder und Zwölspfünder im Dunkel der Nacht aufgeworfen, während die Vorpostenkette bis auf 800 Schritte an die Forts herangegangen war. In dem hart gefrorenen Boden zu hacken, zu graben und Schanzkörbe einzupfählen, war ein hartes Stück Arbeit gewesen. Möglichst leise wurde gearbeitet, nur gedämpft erschallten die Commandoworte, hin und wieder schlug von Weitem ein Hund an — sonst feierliche Stille der Nacht und jenes gespensterhafte Aufleuchten des electtischen Lichtes, mit welchem der Feind das Vorterrain beleuchtete. Aber die Beleuchtungsapparate tifien nichts, als der Morgen dämmerte, standen unsere Batterien, von außen sehr unschuldig aussehende niedrige Erdhügel, aus der Höhe nördlich von Stains, am Südrande von Pierrefitte und Villettaneuse, wieder fix und fertig da, und ihre Geschütze donnerten dem überraschten Feind aus allernächster Entfernung ihre machtvollen Grüße in die Ohren. Nur schwach wurde von den deutlich sichtbaren Forts „d'Aubervilliers", „Double Couronne", „La Briche" und der Enceinte von St. Denis geantwortet und nur hin und wieder fiel ein eiserner Zuckerhut, meist ohne zu explodiren, in unserer Nähe. Als plötzlich das Feuer eingestellt, der Grund für diese Maßregel bekannt wurde und nun die Hurrahs aus Tausenden von Kehlen erdröhnten und sich weithin sortpflanzten, mischte sich in unser Aller Brust doch so etwas wie Bedauern, daß die Kanonen gerade in dem Moment, wo die Geschichte auf der Nordsronl von Paris erst richtig losgehen sollte, schweigen mußten. Aber bald nahm das Gefühl der Freude über die erzielten Erfolge und die frohe Aussicht, wieder zur Heimath zurückkehren zu können, die Oberhand und selbst die pulvergeschwärzten Jünger der heiligen Barbara, welche die Läufe gerade so vortrefflich gerichtet hatten, daß von den Forts sicherlich kein Stein auf dem anderen geblieben wäre, gaben sich zufrieden. Schon am 28. Januar kam die Kunde von dem Abschluß des 21tägigen Waffenstillstandes, der für Paris noch an demselben Tage und für die Provinzen erst nach drei Tagen begann. Am 29. aber lagen wir bereits in den Forts und in St. Denis, um zu schauen, wie unsere Geschütze bestens gewirkt hatten. * Berlin, 27. Januar. Ein Sittenbild aus der G r o ß st a d t. Unter diesem Titel erzählt eine Localcorrespon- benz folgende Geschichte: An der Kasse eines Tanzlocals auf dem Gesundbrunnen, in welchem vorgestern Abend ein Maskenball stattsand, erschien bald nach der Demaskirung ein etwa neunjähriges, ärmlich gekleidetes Mädchen und bat weinend den Billetcontroleur, ihr doch Schwester Auguste, die drin aus dem Maskenball sei, herauszurufen, da die Mutter zu Hause im Sterben liege und nach ihr verlange. Man ließ die Kleine in den Saal hinein, weil Niemand „Schwester Auguste" kannte und bald entdeckte das schluchzende Kind die Schwester am Arme eines Herrn, einen flotten Walzer tanzend. Eben brach die Musik ab und die Kleine stand an der Seite ihrer Schwester. „Auguste, komm nach Haus, Mutter stirbt und will Dich sehen," brachte die jüngere Schwester mühsam hervor. „Ach was, laß mich tanzen, so schlimm wird's ja mit Muttern nicht stehen," erklärte Auguste und wandte sich rvieder ihrem Tänzer zu. Wieder bat das Kind flehentlich, und nun vergaß sich der Tänzer und Freund Augustens soweit, daß er der Kleinen mit der geballten Faust in's Gesicht schlug und das Kind zu Boden streckte. Im nächsten Augenblick aber packten kräftige Arbeitersäuste — die Umstehenden hatten die ganze Scene mit angesehen — den rohen Burschen und dessen herzlose Tänzerin und schlugen Beide derartig, daß sie über und über blutend aus dem Local flüchten mußten und später einen Nothverband auf der Sanitätswache erhielten. Mehrere mitleidige Frauen brachten die Kleine nach der Wohnung ihrer Mutter in der Beüermannstraße; sie kamen gerade noch rechtzeitig, um der Sterbenden die Augen zuzudrücken. * Eine luftige Geschichte ist dieser Tage in Mülheim am Rhein passirt. Von zwei Herren, die miteinander etwas spät ihre Stammkneipe verließen, wollte der eine seine mit ihm zusammen wohnende Mutter nicht durch Klopfen an der Thür aus dem Schlaf aufwecken. Er verständigte sich deshalb mit seinem Freunde und stieg auf eine Leiter, die dieser ihm hielt, durch's Fenster in sein Schlafzimmer ein. Eben wollte sein Freund die Leiter wieder entfernen, als ein Nachtwächter herantritt und in barschem Tone fragte: „Wat mäht ehr heh?" Der Gefragte ließ die Leiter stehen und nahm Reißaus. Der Nachtwächter zog, um den Fliehendem besser verfolgen zu können, rasch die Stiefel aus und rannte dann auf den Socken hinter demselben her, in dem festen Glauben, es mit einem Diebe zu thun zu haben. Unterdessen kletterte der Andere wieder die Leiter hinab und holte die zurückgelassenen Stiefel heraus. Sein Freund war dem Wächter zu flink und unverrichteter Sache kehrte dieser zurück, um seine Fußbekleidung wieder anzuziehen. Brummend und wetternd schritt er an dem Hause aus und ab und suchte, aber umsonst. Endlich steckte der eingestiegene Herr den Kopf zum Fenster hinaus und fragte unschuldig: „Saht, Här Naakswächter, hart ehr dä Spetzbov kräge?" — „Enä, hä es mer tirre gegangc, ävver neu andere Gaudeev hät meer en der Zick ming Stiffele gestolle!" Der am Fenster meinte nun: „Ich wor Wahl bang dosör, dröm Han ich se erengehollt, heh sin se!" Damit flogen die Fußfutterale herab. „Danke- leeven Här, güdde Naach, schlof got!" sagte der erfreute Wächter. Der da oben aber lachte noch lange und selbst im Traume soll er noch gelacht haben. Landwirthschaflliche Winke und Rathschläge Lanbwirthschaftliche Rebenbetriebe. A An- Oberhefse«, 28. Januar. In den letzten 20 Jahren hat die Landwtrthschaft schwere Kämpfe durchzumachen gehabt. Theuere Arbettslöhne traten, als die große Gründer- und Schwindelperiode von 1871 bis 1876 alles andere in den Hintergrund drängte, zuerst in störender Weise auf. Die jungen kräftigen Leute liefen davon, verdienten in den Städten das Doppelte und Dreifache deS Lohnes auf dem Lande, selbst wenn sie nichts konnten als Handlangerdienste bei den großen Bauten in den Städten zu leisten. Freilich lernten die jungen Leute dabei auch fein speisen und trinken und wie das Geld kam, so ging es meistens auch wieder fort. Nur der Katzenjammer blieb und die Begierde nach neuen Genüssen. Wenige lobenswerthe Ausnahmen zeigen heute noch die Regel. An die theuren Arbeitslöhne schlossen sich sinkende Fleisch- aber steigende Futterpreise. Wie sollte also die Viehzucht renttren. Ter Körnerbau brachte ebenso ungünstige Resultate. Da viele junge Leute in die Städte gewandert waren, mutzte der Acker mit Kindern und Halbinvaliden bestellt werden. Die Resultate zeigten sich bald. Damals mußte mancher kleine Bauer von HauS und Hof. — Die größeren Oeconomen in fruchtbaren Gegenden: Welterau, Ried, Rheinhessen, besonders wenn sie nahe bet Eisenbahnstationen lagen und Milchwirthschaft treiben konnten, hatten es etwas besser, mußten aber doch schwer kämpfen. Die Jahre 1889 und 1890 haben Vieles gut gemacht; die Arbeitslöhne find zwar noch hoch und die Qualität der Arbeiter läßt viel zu wünschen übrig. Ueber die Dienftbotenfrage gehen wir ruhig hinweg. Durch Gründung von Kassen aller Art ist dem Bauer das Betriebscapttal leichter erreichbar. Es ist also besser geworden und wer arbeiten und die dargebotenen Vortheile benutzen will, wer nicht träge am Alten, in die Jetztzeit nicht mehr Passenden, haftet, kann existiren. Am stärksten stecken noch die kleinen Betriebe des VogelsbergeS darin, denen die gute Verwerthung ihrer Producte wegen zu großer Entfernung von den Bahnlinien mangelt. Wir haben es stets als unsere angenehmste Aufgabe angesehen, hier mit Rath und That herbeizugehen und aus einer langjährigen Praxis Vorschläge zu machen; Einsender denkt: den Kleine« ««b Schwächere« muß in erster Linie geholfen werden, die Größeren Halstern sich schon von selber durch. Mit diesen Zeilen soll daher auf einen ka«dWirthfchafUiche« Rebenvetrieb hingewiesen werden, der einträglich tft, fast kein Betriebscapttal, keine besonderen Kenntnisse und Kunstfertigkeiten, ja nicht einmal viel Arbeit erheischt und doch eine hübsche Rente abwirft, nämlich: der Anda« von Arznei« «nd Heilkräuter«. Wenn man durch den Vogelsberg wandert, sieht man oft Grundstücke, die ganz guten Boden Haden und crtragsfähig sind, Sde liegen. Der Bauer hat Aecker genug und es kommt ihm auf einen halben Morgen nicht an. Andere lassen die Grundstücke brach liegen, damit sich die Aecker wieder kräftigen ur.d eine Düngung erspart wird. Die sogen, schwarze Brache kommt wohl nur noch in Gebirgen, wo genügender oder überflüssiger Grundbesitz ist, vor. Aber völlige Oeden sind unnöthig, wie wir gleich sehen werden, indem wir den Anbau von Arznei- und Heilkräutern besprechen. Da ist z. B. der gemeine Kümmel und der Schwarzkümmel (nigella eativa) genannt. Er wächst auf unseren Wiesen, wird auch bei der Heuernte, etwa ein Arm voll, gesammelt und mit nach Hause genommen. Die Hausfrau braucht das Jahr über vielleicht einige Pfund oder weniger zum Verbessern der Handkäse oder beim Brod- backen u. dgl. m. Der übrige Kümmel verbleibt unter dem Heu und wird von Rindvieh, Pferden und Schafen gern verzehrt. Mit Kümmel aber tft ein lohnenderer Ertrag zu erzielen, denn er wird viel verwandt, so z. B. in der Branntweinbrennerei. Der gemeine Kümmel ist etwas anspruchsvoller als der Schwarzkümmel. Man arbeitetet das Land gut durch, düngt und sät den Samen breitwürfig im April oder August. Man kann ihn auch unter andere Pflanzen: Lein, Möhren, Gerste säen. Im zweiten Jahre wird der Samen gegen Johanni reif; die Saat soll so erfolgen, daß die Pflanzen Handbrett von einander zu stehen kommen. Der Kümmel kann auch versetzt und in Reihen verpflanzt werden. Behacken ist sehr zuträglich. Wenn Stroh und Körner braun werden, ist Samenreife vorhanden. Die Pflanzen werden ausgerupft oder abgesichelt, in Büschel gebunden, gut getrocknet und später ausgedroschen. Auf luftigen Boden, in Säcken und Fässern hält sich der eamen lange. — Der Schwarzkümmel hat dickere und größere Samenköpfe, liefert aber Samen von weniger starkem Gerüche, als der gemeine Kümmel. Dafür verlangt er aber auch nur einen mittelmäßigen, nicht gedüngten Boden. Die Branntweinbrenner in der Wetterau verarbeiten Jaft alle Kümmel. Einsender dieses kennt wohl an die zwanzig Brennereien; ' nahezu ausnahmslos beziehen sie ihren Kümmel von außerhalb des Landes, weil sich bei uns Niemand mit dieser lohnenden Cultur befaßt. Es geht also ein schönes Stück Geld außer Landes, das sehr wohl hier behalten werden könnte. Der gezahlte Preis deckt reichlich die Kosten der Arbeit, der Aussaat, der Düngung und laßt noch einen hübschen Reingewinn. Die Auslagen für dm Samm sind Null, denn man kann ihn bequem zur Zeit der Heuernte (etwa um Johanni) von Kindern sammeln lassen. Arbeit und Mühe aber sind durchaus nicht größer wie bei Kartoffeln, Dickwurzeln und Gemüse, wogegen Kümmel noch an Orten gezogen werden kann, die für die soeben bezeichneten landwirthschastlichen Eulturpflanzen nicht mehr geeignet sind. Ein weiteres Heil-und Aizneikraut ist die Kamille und zwar die edle römische und die gewöhnliche deutsche Teldkamille (matricaria camomilla). Wer hat nicht schon Kamillenthke getrunken oder Kamillensäckchm aufgel.gt bekommen! Die Kamille wächst gerne in einem nicht sehr lockeren, kräftigen, etwas feuchten Bodm; frische Düngung verträgt sie nicht. Was man in die Haushaltung braucht, findet sich leicht auf den Aeckern zusammen; aber man kann sie auch in größeren Quantitäten ziehen und oortheilhaft oerwerthm. Man sät den Samen zeitig im Frühjahre und bringt ihn nur ganz flach unter. Sind die Pflanzen etwas stärker geworden und es zeigt sich Unkraut, so darf das Jäten nicht vergessen werden. Die Ernte beginnt, wenn die Pflanzen in voller Blüthe stehen. Diese Letzteren werden auf dem Speicher getrocknet. Mit den Kamillenstmgeln kann man den Schafrn ein Vergnügen machen; diese Hausthiere freffen die Stengel sehr gern und sie bekommen ihnen auch gut. Daß Kamillenthee und Kamillenextract einen bitterlich-süßen, gewürzhaften Geschmack und eine stärkende, krampsstillende Wirkung haben, ist allseitig bekannt. Ueber einige weitere Arznei- und Heilkräuter sollen später noch einige Andeutungen folgen. IMWh, Can»* uwb Mtwfartfrfdyaft. Darmstadt, 26. Januar. Betriebsergebnisse der Staalsbahnen. Nach vorläufiger Berechnung betrugen im Monat December I. I. die Einnahmen: A. Bei der Main-Neckar-Bahn: 1) Aus Personen- und Gepack- verkehr 193730 Mk. (gegen 1889 + 14750 Mk.), 2) aus Güterverkehr 280110 Mk., (gegen 1889 + 23340 Mk.), 3) aus sonstigen Quellen 55500 Mk. (gegen 1889 + 18895 Mk.). Mithin im Ganzen: 529340 Mk. (gegen 1889 + 56 985 Mk.). B. Bei der Nebenbahn Eberstadt-Pfungstadt: Gesammteinnahme 2685 Mk. (gegen 1889 — 246 Mk ). C. Bei den Oberhessischen Eisenbahnen: I. Hauptbahnen: 1) Aus Personen- und Gepäckoerkehr 37155 Mk. (gegen 1889 + 1584 Mk.), 2) aus Güterverkehr 57 341 Mk. (gegen 1889 + 8471 Mk.), 3) aus sonstigen Quellen 26089 Mk. (gegen 1889 + 803 Mk.). Mithin im Ganzen: 120585 Mk. (gegen 1889 4- 10858 Mk.). II. Nebenbahnen: a. Nidda - Schotten: Gesammteinnahme: 2582 Mk. (gegen 1889 - 159 Mk.), b. Stockheim-Gedern: Gesammteinnahme: 4100 Mk. (gegen 1889 + 279 Mk.), c. Hungen-Laubach: (Eröffnet am 1. Juni 1890) Gesammteinnahme: 1630 Mk. Auf den Oberhessischen Hauptbahnen wurden 3247 Personen und 12274 Tonnen Güter (Eisensteine, Rüben und Braunkohlen) mehr befördert, als im December 1889, während bei der Nebenbahn Stockheim-Gedern trotzdem, daß in diesem Winter an Sonn- und Montagen zwei Züge mehr gefahren wurden, nicht nur keine Zunahme, sondern sogar eine Abnahme des Personenverkehrs (um 1052 Personen) zu verzeichnen ist. △ A«S der Wettera«, 28. Januar. In der 49. Plenarsitzung des Deutschen Reichstages vom 22. d. M. (siehe Nr. 20 deS „®. A." vom 24. d. M.) hat der conservatioe Abgeordnete Dr. Frege eine Aeußerung gethan, die so recht aus der Seele des Heinm LandwirthS gesprochen war. Er sagte: ES möge dafür gefar«t werde«, daß der -an- kleine Landwirth, der stch mit Schweine- r«cht beschäftigt, nicht durch Bexatiome« des amerika«ische« GrotzcapitalS geschädigt werde. Diese Ansicht paßt Wort für Wort auf unsere oberhessischm Verhältnisse. In dieser Zeitung ist wiederholt auf die Wichtigkeit der Schweinezucht für den ganz kleine« Landwirth hingewiesen worden. Es wurden Beispiele angeführt, daß kleine Landwirthe, die die Schweinezucht sorgfältig und mit Intelligenz betrieben (Rohrbach), aus zwei oder drei Multerschweinen in einem einzigen Jahre 1200 bis 1600 Mk. erzogen. Diese tüchtigen, intelligenten Leute, deren cs glücklicherweise manche im Lande gibt, würden durch das amerikanische Grotzcapital ohne Weiteres erdrückt werden. Grade durch die besseren Preise wurden die kleinen Leute angefeuert, ihr Zuchtmaterial zu verbessern und Gutes zu leisten. Dies kommt schließlich der Allgemeinheit wieder zu Gute und wir halten uns das armrikanische Schweinefleisch, das zehnmal häufiger mit Trichinen besetzt ist als das deutsche, vom Halse. Die Gefahr ist vorübergegangen, aber fie kann wieder kommen- Man denkt sonst vorzugsweise an den Schutz von Industrien, die noch nicht kräftig sind und sucht sie dadurch lebensfähig zu machen. Verdient denn der kleine Landwirth, der im Schweiße des Angesichts sein Brod ißt, nicht auch ein wenig Rückficht? Darum Bauer thue Deine Augen auf, wenn es Zeit ist und sorge, daß man Deiner nicht vergißt! Die. gebratenen Tauben fliegen den Leuten nicht in den Mund und wer sich träge auf die Ofenbank setzt und die Zipfelkappe über die Ohren zieht, der darf sich heutzutage nicht beklagen, wenn er vergessen wird. Cüeratur unft Knaft. — Kann der Mond mit der Erde rzusammenstoßen? Ueber diese für furchtsame Gemüther etwas heikle Angelegenheit spricht sich Rudolf Falb in dem soeben erschienenen zweiten Hefte der populär-wissenschaftlichen Zeitschrift „Der Siei« der $Bdf<«* (A. Hartlebens Verlag, Wien) dahin aus, daß gewisse kosmische Erscheinungen daraus Hinweisen, daß die Entfernung des Mondes von der Erde immer kleiner werde. Wir wisien ja, daß durch die gegenseitige Einwirkung der Planeten die Excentricitäten ihrer Bahnen einer beständigen Aenderung unterworfen sind und daß der betreffende Werth in Bezug des Verhältnisses zwischen Sonne und Erde gegenwärtig im Adnehmen begriffen ist. Bekanntlich beruht die Wiederkehr der Eiszeit — die die Astronomen uns verkünden — aus diesem Sachverhalt, allerdings in Cyklen (wie man annimmt) von 24000 Jahren. Auch die Entfernung des Mondes von der Erde wird immer kleiner. Nach Hansen beträgt der Werth hierfür seit den babylonischen Beobachtungen allerdings nur 600 Meter. Die Katastrophe deS Zusammenstoßes wäre sonach nur eine Frage der Zeit — wenn — nun wenn nicht eben die weiter oben erwähnten Schwankungen ein Maximum und ein Minimum hätten. Da auch die Abnahme Der Excentricität der Erdbahn eine Grenze hat und sodann wieder eine Zunahme stattfinden wird, so ist folgerichtig, daß unter der Einwirkung der Sonne der Mond sich wieder langsam entfernen wird. Man sieht also auf den ersten Blick, daß auf die durch viele Jahrtausende fortgesetzt stattfindende Annäherung des Mondes an die Erde, nach einer Epoche von 24 000 Jahren ein umgekehrtes Ver- hältniß platzgreisen wird. Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei 394 Gebr. Stamm. Unter Freunden wird der vorzügliche Hollältd. Tabak allseitig empfohlen, 10 Psd. fco. 8 Mk. nur direct bei B. Becker in Seese« a. Harz. 156 ) Jahren wuar. Za drr 49. Plmar- 22. b. N. (fät Nr. 20 bil '<* SbgtorbntteDr. Krege aus itr Seele be§ tltinttt t". 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Geqen unsere jüdischen Mitbürger wird ein gehässiger Kampf fortgesetzt, welcher der Natur unseres Volkes, seiner geschichtlichen Entwickelung und seiner Stellung unter den civilisirten Nationen zuwider iit In massenhaft verbreiteten Flugschriften, Zeitungen und Broschüren werden die Juden, denen die Gesetze dc^' Reichs die volle staatsbürgerliche Gleichberechtigung gewährleisten, ohne Unterschied und nur weil sie Inden sind, mit den niedrigsten Beschimpfungen veriolgt Sie werden als Fremdlinge dargestellt und als Menschen, welche die .sittlichen Grundlagen des Staats und der Gesellschaft gefährden. Die Aufhebung der staatsbürgerlichen Gleichberechtigung ist das Ziel der antisemitischen Agitation. Derselben gleichgiltig und uuthätig zuzuschauen, wäre eine ' vcrhäuqnißvollc Unterlassung In einzelnen Bezirken des Vaterlandes hat die antisemitische Bewegung größere Kreise, namentlich auf dem platten Lande, ergriffen; aus andere sie auszudehnen! ist man eifrig ain Werk. Deutsche Fürsten und Staatsmänner haben das verderbliche und «»christliche Treiben der Antisemiten verurtheilt, aber cs ist vor Allem eine Ehrensache für das deutsche Volk und vornehmlich für uns Christen, demselben baldigst ein Ende "U "'^Dic Unterzeichneten, Mitglieder verschiedener religiöser Bekenntnisse und politischer Parteien, haben einen Verein zur Abwehr des Antisemitismus ins Leben gerufen. Sie wollen der antisemitischen Agitation mit Wort und Schrift entgegentretcn. Sie »vollen wirklich vorkommeude Ausschreitungen und- Mißstände weder verhehlen noch entschuldigen, sondern durch positive Einwirkung, insbesondere auch durch wirthschaftlichc Maßregeln, solche zu beseitigen suchen. Sic wenden sich an ihre Mitbürger, ohne Unterschied der Partei und des Glaubens, mit der Bitte, sie bei diesen Bestrebungen zu unterstützen und dem Verein öci.ntictur^^ldungeu nimmt das Vereinsbürca«, Berlin W., Leipzigerstraste 134, Hof rechts 1 Tr. hoch, entgegen. Geldsendungen sind an den Schriftführer des Vereins, Pfarrer em. lit. Gräbner, zu adressiren. 3afob AhlerS, Hamburg. Dr. Abegg, Geh. Sanitätsrath, Danzig. vr. W. Abegg, Commerz.- und Admiralitätsrath a. D., Berlin. R. Adam, Conditor, Halle. Dr. Althaus^ Oberlehrer, M. d. R., Berlin. Amelrrngk, Rector der Mädchen-Mittelschule, Cassel. Jean Ardreae, Stadtverordneter, Bank- director, Frankfurt a. SJ)L A«N«S, Stadtrath, Vorsitzender der Handelskammer Posen. Dr. H-erdinand Ascherson Prost, Bibliothekar und Ksichenrathsmitglted, Berlin. Dr, P-Ascherson, Prof. a. d. Univ., Berlin. L- AnSfeld, Ober-Appellationsgerichlsrath, Gotha. Baare. Geh. Commerzienrath, Bochum. Dr. Baatz, pract. Arzt, Mainz. Dr. Th. Bach, Directoc d. Falk-Realgymnasiums, Berlin. BackeS, Lehrer, Obmann des hessischen Landeslehreroeretns, Darmstadt. Karl Baer, Gr. Oberlandesgerichtsrath, Karlsruhe. Dr. Bänmler, Prost, Geheimer Hosrath, Freiburg. Dr. von »ar, Prof., Geheimer Justizrath, M. d. R-, Göttingen. Max Bahr, Fabikbesitzer, Landsberg a. W. Dr. Theodor Barth, M. d. R., Berlin. Dr. Bartholomae, Prof., Münster. Dr. Baffe, Conslstoriatrath und Pfarrer, Frankfurt a. M. Battenberg, Pfarrer, Frankfurt a. M. Lours Bauch, Kaufmann, Glogau. Dr. Banm, Chefarzt der städtischen Krankenanstalten, Danzig. Dr. Baumbach, Vic pras, d. Je., i Danzig. Dr. Beck, Biebrich a. Rh. C. Becker, Consul a. D.. Frankfurt a. M. Becker, Professor, Freiburg. E. Behm, Senator, Rostock. R. Beisert, Syndikus d. Corporation d. Kaufmannschaft, Berlin. Cmil Berenz Danzig. I. I. Berger, Danzig. H. Beriet, Präsident, Gotha. Dr. Berner, Prof. d. Rechte, Geh. Justizrath, Berlin. Die. Bernhard Betz, Prtoatdocent a. d. Univ., Marburg. Dr. jur. Beukard, Frankfurt a. M. Biedermann, Rentier, Gotha. Dr. Karl Biedermann, Pros., Leipzig. F. v. Badenstedt, Wiesbaden. I. Bohrmann, Biebrich a. Rh. Carl Bolongaro. Frankfurt a M Braeffcke, erster Bürgermeister, Bromberg. Dr. G. Brecht, Oberbürgermeister, Quedlinburg. Steht, Renner, Gotha. Max Broemel, M. d. R., Berlin. Brnnck, M. d. R«, Kirchheimbolanden (Pfalz). Dr. phil. Büchler, Progymnasiums-Director, Durlach. Düstng, Bankdirector, M. d. R., Schwerin i. M. Dr. Bütschli, Prof., Hofrath, Heidelberg. Dr Buhl, M. d. R , Deidesheim. Constantin Bulle, Gymnasialdirecror, Bremen. G. v. Bunsen, Berlin. Burghardt, Com- merrienrath, M. d. Abahs., Lauban. F. Burmeister, Rector, Gelnhausen. Dr. O. EaSpart, Pros-, Heidelberg. Dr. med. Enyriem, Fra, kfurt a. M. Th. Commenrath, Rentier, Halle. Dr. Th. EurttuS, Prof, der Chemie, Kiel. Czwalina, Landgerichlsrach, M. d. Abghs., Pofen. Dahmen, Landgerichtsrath, Aacken. Richard Damme, Commerzienrath, Danzig. Da«, Hofbesitzer, Hohenstein. Dr Dannenberg, Medicinalrath, Gotha. Dr. A. F. Deinhard, baier. Landtagsabg^, Deidesheim. Hermann Deutschbein, Kaufmann, Dessau. I. Diefenbach, Oberregierungsrath a. D., Stuttgart. Diehl, Oberlanvesgertchtsrath, Frankfurt a. M. Diehl Justizralh, Frankfurt a. M. R. DietleiN, Rector a. D., .Halle. Diffene, Commerzienrath, Mannheim. Adolf Hectors,DilliNger, Mtkglreb des Reichstags, Karlsruhe. Dr. W. Dittenberger, Professor, Halle. Dittler, Kaufmann, Halle. Dittmar, Director, Mainz. Franz Döhler, Kaufmann, Halle. Aug. Dohrmann, Kaufmann, Hamburg. Dr. Dohrn. M. d. R., Stettin. Dove, Landrichter, Frankfurt a. M. Drawe, Rittergutsbesitzer Mtt- d Abahs., Saskozy. Dr. Otto Dreyer, Superintendent, Gotha. Dr. Julius Duboc, Schriftsteller, Dresden C. DÜNhaupt, Verlagsbuchhändler, Glogau. Gustav Dyckerhoff, Commerzienrath, Biebrich'a. Rh. E. Dyckerhoff, Biebrich a. Rh. K. Dyckerhoff, Biebrich a. Rh. Ebe, Baumeister, Berlin Eberty, Syndikus, M- d. R- u. Abghs., Berlin. Dr. Ehler-, Consistorialrath und Pfarrer, Frankfurt a. M. Heinrich EhlerS, Danzig. O. Eichler, Stadtverordneter, Grünberg. Ludwig Eich« mann Stadtrath, Grünberg. Dr. A. EmminghauS, Director der Lebensoersicherungsbank, Gotha. EUgmann, Stadtrath, Grünberg. Erter, Siadtrath, Magdeburg P. Ernst, Kaufmann, Halle. ^Evneru' Stadtver ordneter, M. d. Abghs., Barmen. P. Fahr, Fabrikbesitzer, Gotha^ Dr med. M «-yr Arzt, Stadtverordneter, Heidelberg. Falsch, Rector, Magdeburg. Dr. jur. Fester, Stadtverordneter, Frankfurt a. M. Fr. v. Feustel, M. d. R., Bayreuth. Fiedler, Director a.. D. der Kaiser!. Landwirthschaftsschule zu Rusach, Darmstadt. Dr. Finkelnburg, Geh. Regterungsrath, Professor, Bonn. Dr. R. Fittig, Professor an der Univ., Straßburg. Flinsch, Stadtrath, Fabrikbesitzer, Frankfurt a. M. Dr. Förster, Professor, Geheimer Regierungsrath, Director d. Sternwarte, Berlin, v. Forckenbeck, Oberbürgermeister, Berlin. Dr. Frantz Pros., Kiel. Frerrtzel, Geh. Commerzienrath, Präsident der Aeltesten der Kaufmannschaft, Berlin. Dr. R. Fresenius, Gey. Hosrath und Prof., Wiesbaden- Dr Gust Freytag, Wiesbaden. Wtlh. Aug. Frick Notar, Baden-Baden. E. Friedel, Stadtr., Berlin. Dr* Funk Oberbürgermeister, Dessau. Funk, M. d. R., Frankfurt a. M. GallnS, Rechtsanwalt, Darmstadt. Dr. Otto Gastell, Mainz. Ludwig Georgi, Fabrikant, Gießen vr. Adolph v. Gerhardt, Gera Gericke, Rector emer., Jena. Dr. Joseph x>» Gerlach, konigl. Geh. Rath, Erlangen. Ernst Giese, Baumeister, Halle. Dr. Georg v. «i-ycki, Professor a. d. Univ., Berlin. Dr v. preist, Prof Wirkl. Geh. Ober-Justizrath, M. d. Abghs., Berlin. Görz, Oberlandesgerichtsprasident, Darmstadt GöttiNg Justizrath, Hildesheim. Goldschmidt, M. d. R. und Abghs., Berlin. Die. Gräbner, Pastor erner., Berlin. Dr. A. Gräfe, Professor, Geh. Medic.-Rath, Halle. G. Grittenberger, Lehrer, Fürtb. Grothe, Hofbesitzer, Gr. Ltchtenau. Wtlh. Grüneberg, Grünberg t. Schl. Dr. Gutsteisch, MdR Gießen F. Haker, Commerzienrath. Stettin. Hans Haehnle, M. d. R., Stuttgart. Dr*. Hünel, Profesior M d. R., Kiel. Fr. Hützler, Musiklehrer Halle. Dr. Hahn, Generaldireclor, Magdeburg. Jobs. Halbe«, Oberlehrer a. D., Hamburg. Dr. Hammacher, M. d. R. und Abghs., Berlin. Dr. Ernst Harmening, Rechtsanwalt, M. d. R, Jena. Dr. Harnier, Rechtsanwalt, Kassel. Dr G. Hartung Heidelberg. A. Hartung, Rechnungsrath, Gotha. Dr. O. Hartwig, Geh. Rez.- Rath, Oberbibliothekar, Halle. Ferd.Heigl, Rechtsanwalt, Bambecg. O. Heller, Rechtsanwalt, Gotha. Carl Heck, Fabrikant, Mainz. Nikolaus Heder, Mühlenbesitzcr, Borken (Hessen). Otio Hensel, Kaufmann, Berlin. Chr. Hege, Gutspächter, Breitenau (Württemberg). Carl Heimsoth, Bankdireckor, Dortmund. O. Heinrich, Director der Lebensversicherungs-Bank, Gotha. Dr W. Heinecke, Professor, Erlangen. Heine, Stadtoerordnetenvorsteher, Landsberg a. W. W. Helbig, Privatmann, Halle. Georg Hellwig, Stadtverordneter, Grünberg. R. Hennicke, Gymnasiallehrer, Gotha. A. v. Hergen- babn M. d. Abghs., Frankfurt a. M. Dr. B Herrmann, Danzig. Herse, Rechtsanwalt, 0totar, Bürgermeister a. D., Posen. O. L. Henb«er, Stadtrath a. D., Dresden-Blas witz. Heyne, Bürgermeister, Syndikus, Görlitz. Dr. Paul Heyse, München. Louis Hillebrand Spediteur, Mainz. Danis Hillebrand, Kaufmann, Mainz. Hugo Hinze, v. Maior a. D., M. d. R., B-rltm ^ohann Hirsch Mainz. Hobrecht, Staatsminister a. D., Gr. Lichterfelde. Dr. Remhard Hoffmann Biebr^ a. Rh. Remhold Hoffmann, Fabrikbesitzer, M. d. R., Neugersdorf (wachsen), vr. A. W. v Hofmann, Prof. a. d. Unto., Berlin. D. C. Holsten, Prof. d. Theo!., Ktrchenrglh, Herdelberg. Horn Stadthauptkassmrendant, Kolberg. Dr. Humser, Justizrath, Stadtverocdnetenvocsteher, Frankfurt a M. Huvfeld, Justizrath, Bürgerausschutzvoisteher, Kassel. Hurtzig, Bürgermeister a. D., Director der landsch. Brandkasse, Hannover. Max Jaensch, Stadtverordneter, Magdeburg. Otto ^üger, Kaufmann, Kupferdceh (Rheinland). Dr Ulnch Jahn, Berlin. R. JakobS, Rechtsanwalt, Gotha. F. Jakobs II., Rechtsanwalt, Gotha. Dr. Janitschek, Prof. a. d. Univ., Straßburg i. E. Kuno Jeschke, Bergwerksbesitzer, M. d. R., Pfoerten 0L.-L. R. v. Jhering, Geh. Justizrath, Prof, d. Rechte, Göttingen. Rudolf Ihm, Fabrikant, Mainz. Dr. W. Ihne, Prof., Heidelberg. I. F. Jllig, Worms. Jochmus, Stadtraly, Halle. E. Jordan, Geh. Commerzienrath, Dresden. L. Jordan, M. d. R., Berlin. Fr. Juraschek. Stadtveroronetrnoorsteher, Grünberg. O,to Kafemann, Druckereibesitzer, Danzig. C. v. Kalckstein, Dr. phil., Berlin. Dr. W. «alle, Commerzienrath, Btebriw o. Rh. Dr. v. Kämpen, Prof., Gotha. Dr. Georg Kaufmann, Prof., Münster. Gustav Keil, Rentier, Halle. E. Keller, Prof. Freiburg t. Br. Kiepert, Landesöconomierach, M. d. Abghs., Marienfe de, Dr. H. Kiepert Prof., Berlin. Kierschner. Rechtsanwalt, Breslau. Kieschke, Geh. Ober-Regieru»gs- ratb a. D., M. d. Abghs., Berlin, Dr. «iuberger, pract. Arzt, Mainz. Klein, Rechtsanwalt, Worms. Klöffler, Bürgermeister, Kassel. Dr. Knoblauch, Sanitätsrath, Frankfurt a. M. Knörcke, Pastor emer., M. d. R. u. Abghs., Berlin. Karl Köstlin, Strafanstalts-Director, Heilbronn. Dr. E. Kohl- schütter, Prof., Halle. Kolisch, Landgerichtsrath, Mitglied des Abghs., Lissa i. P. Koppe, Stadtrath, Kolberg. Dr. Krause, Siadlrath, M. b. R., Berlin. Krautz, Landgerichtsrath, Dessau. Krieger, Bankdtrector, Pofen. Adolf Kröver, Magstt>atsrath, München. Otto Küttner, Gutsdes., Eichwer. er. Kümmert, Bürgermeister, Kolberg. Küchler, Oberbürgermeister, Wornls. Dr. Conrad Küster, Santtätsrath, Berlin. Labes, Director der Providentia, Frankfurt a. M. Karl Lackner, Gärlnerei- besitz^r, Steglitz, v. d. Lage, Landg.-Rath, Glogau. Dr. H. Lange, Oberlehrer, Benin. Lange, Staotrath, M. d. R. u. Abghs., Lregnts,. Karl Langer, G director, Breslau. F. Mayser, Commerzienrath, Ulm. Dr. Fr. Menck, Hamburg. Rob. Mestern, Homburg. Metzler, Stadtrath, M d. Abgh, Frankfurt a. M- Dr. Schmidt-Metzler, Sanitatsrath, Frankfurt a. M. Dr. Alexander Meyer, MdR, Berlin- Dr. Friedrich Meyer (v Waldeck), Collegren- rath, Prof-, Heidelberg. Paul Meyerheim, Prof., M. d. Ak. d. Mnste, Berlin. Mollat, M. d. Stadtraths, Kassel. C. Michaelis, Kaufmann, Gotha- Stephan Karl Michel, Geh. Commerzienrath, Mainz- Dr. jr. F. Mittermaier, Heidelberg. Dr. med. K- Mittermaier, pract- Arzt, Heidelberg. Dr. Möllmann, Bürgermeister, M. d Herrenhauses, Osnabrück. Mommsen, Prof, a- d. Univ-, Secr. d. Akad. d- Wissenschaften, Berlin- Monath, Marienburg. G- Motzler, Rentner, Gotha. Wilhelm Mühl, Stadtverordneter, Grünberg. Münch, M- d. R, Frankfurt a. O. Dr Hermann Müller, Verlagsbuchhändler, Glogau. Adolf Müller, Oberförster, Krofdorf Dr. Müller, Justrzralh, Frankfurt a. M. Karl Müller, Decan, Alsfeld- A. Müller, Gymnasialoberlehrer, Gotha- Oscar Müller, Pfarrer, Gotha. Hermann Müller, Pfarrer, Gotha- Müller, Prediger, Stettin. K. A. Mütter, Rechtsanwalt, Notar, Gotha. A. Munckel, Rechtsanwalt, M. d R-, Berlin- Oscar Mnser, Rechtsanwalt, Mitgl. d. 2. badischen Kammer, Offenburg. Wilhelm RaschinSki, Justizrath, Posen. A Nehrlich, Druckereibesitzer, Gotha. Dr. E Netto, Prof- a. d. Univ-, Gießen. Neukirch^ Landrichter, M. d. Abghs, Könitz- R. Neuman«, Kaufmann, Berlin. Otto Neumann-Hofer, Lchnft- steller, Berlin- Nobiling, Stadtrath, Görlitz. Joh- Heinrich Nickel, Hanau. Dr. C- Ochseniuo, Consul, Marburg Odemar, Stadtverordneter, Magdeburg. W- Oechelhü«ser, Geh Commerzrenrath, M- d. R', Dessau. OechS«er, Oberbürgermeister, Mainz. Dr. Bettet, Geh. Justizrath, M. d-Abghs-, Berlin. Ohly, Oberbürgermeister, Darmstadt. F. Opper, 1. luth. Pfarrer, Kassel. Orth, Prost, Göttingen- Ortmann, Hofbesitzer, Liebschau. Offent, Commerzienrath, Dessau- Dr. H-Ostyoff, Prof a. d- Univ., Heidelberg. Dr. Pachnicke. M. d- R-, Berlin- Payer, Rechtsanwalt, M- d- R-, Stuttgart. Dr.Pelkmann, Geh-Sanitätsraih, Berlin. F PeterS, Hofbesitzer, Nickelswalde. PsLhler, Geh. Bergratb, M. d. R, Wiesbaden. Pfaff, Pastor emer., M d. Abghs., Scheessel- Ludwig Pfau, Schriftsteller, Stuttgart. Adolph Pilz, Grünberg. S- Pleßner, Baurath, Gotha- Hermann Plischkr, Fabrikant, Stadtverordneter, Berlin. H- Plötz, Privatmann, Halle- Karl Poll, Rittergutsbesitzer, M» d. R., Gr-Samoklensk. Proppiug, Bankdtrector, Oldenburg. Prosck»witz, Stadtrath. Kolberg. Dr. Pusch, Oberstabsarzt a. D-, Grünberg Dr. C. Rammelsverg, Geh. Reg.-Rath, Prof. a. d. Univ-, Berlin. Rasch, Landgerichtsrath, Gotha. Rauthe, Stadtrath, Görlitz- Rapmund, Generalagent, Posen. A. Rebuschietz, Halle. Reichardt, Kaufmann, Stadtverordneter, Magdeburg. £an§ von Reibnitz, Gutsbesitzer, Heinrichau. Dr. Reichardt, Commerzienrath. Dessaw o Reichenau, MaM a. D-, Frankfurt a M. Reichert, Oberbürgermeister, M d. Herrenhauses, Gorlttz Dr. Reinhardt, Gymnasialdirector, Frankfurt a. M. Nikolaus Reinhardt, Landtagsabg., Worms- F. Prof, Geh. Reg.-Ratb, Rector der technischen Hochschule, Berlin. Richter, Commerzienrath, Glauzig. Gustav Richter, Kaufmann, Halle. Dr. Richter, Gymnasialoberlehrer, Halle. G, R. Richter, Vicepräsident der Bürgerschaft, Hamburg. Heinrich Rickert, M d- R-, Danzig- Riecke, Amtsgerichtsrath, Halle. Rietz, Justizrath, M. d- Hrrtenbauses, Kassel- Dr. Römer, Senator a. D-, Hildesh/.^' Ä t;* Römper, Bankdir-, Mainz- Richard Röficke, Brauereidir-, M. d- R., Berlin. Dr. RStzler, Stadtverordneter, Frankfurt a. M- Gerhard RoylfS, Godesberg. Roscher, Amtsgerichtsrath, M. d. Abghs.x Ahlden. Joh. Heinrich Roth, Stadtverordneter, Frankfurt a M- Julius Rother, Commerzienrath, Liegnitz. Dr. Max Rüge M. d. R., Steglitz. Dr. Richard Rüge. Sanitätsrath, Berlin. Rübener, Druckereibesitzer, Iber-Ingelheim. C. Rückert, Arch tect, Stadtverordneter, Darmstadt. Hemrtch Schäfer, Grubendirector, Kupferdreh (Rheinland). Karl Ludwig Schäfer,-Frankfurt a. M. > > - K. H. Schaivle, Professor, Heidelberg. G Schapitz, Director der Privatbank, Gotha- S-Schen«, Anwalt d. Deutschen Genossensch., M- d. R., Berlin- o. Schirmeister, Landr- a- D., Berlin- Dr- Ulrich Schleicher, Biebrich a- Rh. Dr. Schlenger, Professor, Mainz. Schmeidler, Präger, Berlin- Schmelzer, Gymnasialdirector. M.. d. Abg.-H., Hamm- Schmieder, Oberlandesgerichtsrath, M. d- R-, Breslau. C A-Schmidt, Stärkefabrikant, Stadtverordneter, Halle- V. Schmidt, Justizrath, Marburg. Dr. Schmidt, Bürgermeister, Halle. Dr. Erich Schmidt, Professor an der U.nversitat, Berlin. Dr. Leopold Schmidt, Professor, Marburg. Schmitt, Redakt- des Schulboten, Darmstadt. Dr. Schmidt, Rechtsanwalt, Mainz Karl August Schneider. Commerzienrath, Präsident der Handelskammer, Karlsruhe. K. Schödler. Rechtsanwalt, Stadtverordneter, Dl^mstadt- L- W Schöffer, Kaufmann, Gelnhausen R. Schönknecht, Stadtrath, Grünberg Dr. Scholderer, Frankfurt a. M- Karl Scholz, Kaufmannn, Mainz. Schott, Amtsrichter, Borken (Hessen). Schrader, Director, M- d. R-, Berlin. Schrader. Landgerichtsdirector, Frankfurt a. M. Dr. Schröder, Professor, H^dewerg. Schütte, Kaufmann, M- d- R, Gandersheim. C Schultes, Schriftsteller, Hannover. Schnlze- Steinen, M-d-Abg-H., Steinen. Dr. Schwalb, Prediger. Bremen. Gustav Senff, Stadtverordneter, Halle. Dr. Siebert, Justizrath, Stadtoerordn-, Frankfurt a. M- K. Siegel, Mmistertalrath und Landescommissär, Freiburg i.B Siegle, Geh.Commerzienr.,M d-R., Stuttgart. Simon. Geh Regierungsrath a. D., M d- Abg.-H-, Berlin, Dr. Starke Generalarzt a. D., Kolberg. Gustav Starw, Stadtverordneter, Grünberg. Staude, Oberbürgerm., M- d Herrenh, Halle. Dr. Staudinger, Gr. Gym- nasiallehrer, Worms- Frhr. Schenk v. Stauffenberg, MdR, Rißtissen. Otto Stechow, Bürgermeister, Apolda- Dr. F. v. Steinbeis, Wirkl- Geh. Rath, ehemaliger Präs, d- Württ. Centralstelle f. Handel und Gewerbe, Leipzig. Steinmetz, Prediger, Stettin. Stengel. Prof^, Marburg Emtt Stephan^ Geh Commerzienrath, Berlin- Friedrich Stephan, Reg.-Rath, M. d. N-, Berlin ^osef Stimbert, Mainz. F- S. Stoddart, Danzig, v. Stoeffer, Ministerialrath, Karlsruhe. Peter Jost Stollwerck^ Köln a. Rh. Strenge, Justizrath, Gotha. Eugen Strömer, Kaufmann, Berlm- Struckmann, Oberbürgermeister, M- d. Herrenh., Hildesheim Struve, Stadtrath, Rlttergut-»besttzer, Berlin. Sturm, Prof., Münster. Frhr- v. Suttner, Schloß Hartmannsdorf. Swidom^ justizrath, Oberlandesgerichtsrath a- D, Breslau Teichman«, Pfarrer, Franksirrt a- M- I- Tew^ Lehrer, Berlin- Dr. Heinrich Thiel, Stadtschulrath a. D, Görlitz. E. F- Thienemaun, Hofbuchhandler, Gotha. D. Thomas, Prediger, Berlin- Thorwart, Bankdirector, Frankfurt a. M- Thomsen, Hofbesitzer, M. d. R., Zenhusen- Th. Tornier Hofbesitzer, Gr.-Lichtenau- Mert Lrä-er, Rechtsanwalt, M- d. R., Nordhausen. Wilhelm Troettsch, Fabrikbesitzer, M-d R-. Weißenburg a. S-, Bayern. Franz Jos- Ufinger, Stad verordneter, Mainz. H- Vahlbruch, E)ankdirecwr, Hamburg. Valentin, Prof., Frankfurt a. M- Dr. Barrentrapp, Stadtrath, Frankfurt a. DL Div. d. Beldep Oberlehrer, Görlitz. Dr. Seite, Stadtbibliothekar u- Museumsdirector, Mainz- Dygen, Commerzienrath, M. d. Abg.-H-, Duisburg. Dr. Karl Walker, Dozent der Staatswlsienfchaslen an der Umoerhtat Leipzig. Dr. phil. Walte, Pastor, Hann- Münden. Dr. Wattenvach, B^rlm- Dr.A. Weber- Prost, Berlin Dr. Max Weber, Stadtrath, b- Steglitz. Weise, Oberbürgermeister, Kassel- Weise, Stadtrath, Berlin. Th. Welker, Justizrath, Marburg. Richard Weltrich, Prof, a- D-, München- Dr. Wendt, Geh Hofrath u- Director, Karlsruhe. Ä- H- Wendt, Fabrikdirector, Gelnhausen. A- Westerburg, Oberbürgermeister, Hanau. Dr. Westerkamp, Prof-d. Rechte, Marburg. Westphal Maior a-D„ Frankfurt a^ M , A-Wickenhagen, Kaufmann, Gotha. Feodor Wtlisch, M. d. R, Schmalka den. v. WilMowSki, Geh Juftlz- rath, Berlin. Dr. Windscheid, Geh. Rath, Professor d. Rechte, Lechzig Richard Wiffelink, Kaiffm-, Frankfurt a- M. Ed- Witzmann, Landgerichtsrath, M. d. Sbtz-H.. Wiesbaden. Dr Wittich, Dir. d. Realgymnast, Kafsel- Gustav Witte, Schmalkalden- Dr. Witte, Md. R, Rostock- Wittich, Commerzienrath, Köthen- I- Wölber. Kaufmann, Hamburg. Eduard Wölln^, Fabrikant Worms.. Adolf Wörmann. Hamburg. Wolf, Notar, Ober-Ingelheim A. Wuth, Btedttch a-Rh. Otto Zangemeister, M. d- R-, Gotha. Zelle, Stadtsyndikus- M. d- Abg-H, Bersin. Dr$f $.$&•$ 15 2 134 11925 190 40 1275 1125 w n von den Buderus'fche« Eisenwerke«, von RieSner Ä Co. in Nürnberg, Hainbuchen- und Eichen-Nutzscheiter, Buchen- und Eichen-Knüppel, Ein großes und ein kleines DrreiirS- local abzugeben. [r"‘A | Restauration Bob, Neustadt 11. Sich, am 24. JaMar 1891. . Grobherzogliche Bürgermeistern Lrch. Walz. melier * Slück 'Fichtenbauholz von 16-20 m Länge und 15-20 cm desselben. Marburg, am 30. December 1890. Die SchLachthau--»ertr>atttMg. werden. 437 rm Buchen-Scheiter, Mittwoch de« 4L Februar, Vormittags 9»/r Uhr, im Distritt ^l^Fichttn^Stämme von 17-32 cm mittleren Durchmesser, bis 19 m 597 Rchten-Deästangm' von 10-12 cm mittleren Durchmesser, bis 18 m Länge = 83,96 fm. Das Holz ist sehr schön und zu leichtem Bauholz, besonders zu Sparren und für Wagner geeignet. Donn«r»rag ben 8. Februar, Vormittags 9*/i Uhr, in den Districten Fichtenkops und Schweinstallsheege: 66 Birken- und Lärchen-Reisstangen, zu Waguerholz und Bohnenstangen geeignet, 35 Raummeter Buchen-Scheiter, 3ii0Öoerpfldjtunfl. SamStag den T Februar L I., von Vormittag« 10 Uhr an, soll aus dem Rathhaussaale öu Saubach die der Gemeinde Laubach zustehende hg weiße Seife, hg grüne Schmierseife, hg kryst. Soda, 220 hl Streusand, ArdkitMtßkiMim. Dienstag den 8. und Mittwoch den 4. Februar, von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathhause sür da« Rechnungsjahr 1891/92 nachstehende Arbeiten und Lieferungen versteigert werden: am ersten Tage die laufenden Pslafterausbefferungen, Basaltsteinlieferungen, Kieslieserungen, Stein- u. Kies-Fuhrleistungen, sowie Stetnschlagerlöhne; am zweiten Tage die laufenden Tages-Fuhren, da» Kleinmachen des Brennholzes und das Reinigen der Oefen in den städtischen Gebäuden. Gießen, 30. Januar 1891. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 911 gegenständen pro 1891/92, ungefähr hg Petroleum, cbm Kiefernscheitholz, Durchmesser, 1231 Stück Fichteu-Derb- und Reisstangen = 16,94 Festmeter. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen auf der Kreisstraße von Lich nach Hattenrod an der Grenze zwischen dem Fürstlichen und Lrcher Wald. 91m ersten Tage kommt die Hälfte de» Brennhölzer, am »weiten Tage die andere Hälfte de» Brettnholze» nnd fämmllicheS Nutzholz zum AaSgebot. Cokes. Gegenwärtige Preise: StüekcokeS ...... Mk. 1.15 pr. Ctr. ab Gaswerk, dtttstcokeS, für Stubenhrizung zeMeinert.......„ 1.25 „ „ » » Die Anfuhr an da» Hau» erfolgt von dem Gaswerk aus bei Abnahme von mindestens S Ceutnern und werden für dieselbe S Pfg. pr. Etr. berechnet; von Herrn Emil Pistor werden auch kleinere Quan« titäten als 5 Gentner zugeschickt. 149 Städtisches Gas und Wafferwerk Gieße«. & gliche »Lchu; ' der c*n 6nbe - "nd bem ^trein Wald- und Fetdjagd, bestehend aus 864 Heetar Wald und 890 Hectar । Feld, unter den bei dem Termine be- Holzversteigerung in der Mfttichm «veisörNerei Pich. Montag den 9. und Dienstag den 10. Februar, jeder- mal von Vormittags 9*/2 Uhr an, sollen im Districi Meilbach versteigert 281 „ 172 „ Regulirfüllöfen, Kochöfen, Wormser Oefen, Herde re., in großer Auswahl bei [16 .1. Happel, Neustadt 56. Bienenhonig empfiehlt Ariedr. Mütter je., Neustadt 41. -WK ssN NM , W?» a- d. Unlo . ddeßür, Rentner, (SoM WM, JfllobttWtt, Gotha. OSear P Stettin. LA. "eriin. Oscar Ruser, aschinßkt, Justizratb, Posen. ° . Güßen. Rwkirch, Land- »eurmmn'Hofer, Lckrisk- Nau. Dr. 6. dchlmi»«, '»User, Geh Commerzienralh, Geh. Justiirath, M. d- Abghs-, tsarrer, Kassel. Orth, Prof, Uh, Desiau. vr. H-Osthoff, lyer, Rechtsanwalt, M d. R, scher, Rickelswalde. PfLhlti, 's-, Echeesiel- Ludwig Pfau, , Gotha. Hermann Plischkr, 1 Poll, Rittergutsbesitzer, M- fckVitz, Sfabtraty Jtolbng. Reg.-Rath, Pros. a. b. Umv-. tut, Ma^edüitz. Hans von >rssau d Reichenau, Major ses, Görlitz Dr. Reinhardt, dg., Worms- F. ReuUaur. ter, Commeruemath, @lauM Halle. G- R. Richter, Al- M 8ieöikN0tt ® ? K/sdt- @r- * L)r. sw*” ' £)tto Ltechaiv,. „ . handel ELÄ etvtvo«'- MM, flirt a' nt/ Hofbuchhü"^' ®k8«>">rteg- AM WtzKs • 2; 885] Ein ordentliches Dienstmüvche« [710 wird auf sofort gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Schlachtvieh-Versicherung. Nachdem der Bezirks-Ausschuß die Statuten der von der hiesigen Fleischer-Innung errichteten „Schlacht - Großvieh - BerficheruugS - Kaffe im InnungS-Schlachthaufe der Stadt Marburg" genehmigt hat, wird diese Kasse den Vich-Verkäufern zur allgemeinen Benutzung bestens empfohlen. Die vor dem Schlachten an die Versicherungs- Beamten im Schlachthause zu zahlende Verficherungs-Prämie beträgt pro Stück: Ochsen und Bullen .... 2 Mk. — Pfg- Kühe.........1 „ 50 „ Rinder und Stiere „ Gegen Entrichtung dieser Beträge wird bei Beanstandung des Wersches in Fällen des Vorhandenseins von Tuberkulose (Perlsucht), Darm- rc. rc. Entzündung, Wassersucht, Gelbsucht, Strahlenpilz und sonstiger Fehler, sofern hierdurch die Nichtbankwürdigkeit des Fleisches bedingt ist, der von den Vieh-Eigenthümern anzugebende Kaufpreis der Schlachtthiere ohne jeden Abzug aus dieser Kasse ersetzt werden. Gleichzeitig wird die Benutzung der schon länger dahier bestehenden „Schweine - Berficherungs- Kaffe" in gefällige Erinnerung gebracht. Der Versicherungsbeitrag beträgt pro Stück Schlachtschwein ... 50 Pfg. und ist derselbe vor dem Schlachten an die unterzeichnete Stelle zu zahlen. Auch hier erfolgt dann m Krankheitsfällen (mit Ausnahme der Finnenkrankheit) der Ersatz des versicherten Schweins nach dem jeweiligen Werth Gietzenev Anzeiger. Beilage zu Nr. 27. - 1891. Buchen-Reistg, (VV , Radel- und Weichholz.Reisig, 77 Raummeter Buchen- und Eichen-Stöcke, 41,4 „ Fichten-Stöcke. Zusammenkunft an beiden Tagen an der Kreisstraße Lich-Hattenrod bei dem Pfianzgarten 933 Steinbach, am 27. Januar 1891. Gr. Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. 8621 Montag den 2. Februar, Nachmittag- 1 Uhr, Fortsetzung der Bersteige- rung vom 28. Januar im „Adler" (Marktplatz 20) dahier. Zum Aufgebot kommen: 150 Paar Kinderschnürschuhe, 60 Paar halb- fertige (biS auf die Absätze) Herren-Zuglliefel. 144 Paar halbfertige Kinderschuhe, 45 Dutzend Schäften für Kinder- stiefel. Born, 910 Gerichtsvollzieher. „ -Knüppel, „ -Stöcke, ^Gießen, den 28. Januar 1391. 850____________Mulch. Pfandweiser. Montag den 2. /tbvuar, Nachmittags von 2 Uhr an, werden die zum Nachlaß der Frau Phil. Dan. Mtl Wwe., riefeaweg 10, gehörigen Mobilten, bestehend in 2 Kletderschränken, 2 Kommoden, 3 BettNeUen, Beltwerk, Dtühlen, Tischen, Betttüchern, Uederzügen und anderem Weißzeug, HauS- u. Küchen- geräthen meistbietend versteigert- I. A.: 745 LouiS Rothenberger, Ger «Taxator. 12 rm Eichen-Scheiter, 42 „ „ -Knüppel, 58 „ „ -Stöcke, •xocucn, 1750 Stück „ -Wellen, 15 rrn Weichholz.Knüppel, 420 Weichholz-Wellen; Eichen-Abfchmtte (tzchaittholz) von 2-11 m Länge 33—77 cm Durchmesser; Buchen-Abschnitte (Schnittholz) von 3-6 m Länge und 33—68 cm Durchmesser; _ , Linden-Abschnitte von 5—8 m Länge und 24—32 cm Durch- 'KuHomin für das GroßhckDgfhm fitfftn. Ausstellung von Oelgemälden im alten Hofgerichtsgebäude (Brand). Täglich geöffnet von 11—1 Uhr. Die Mitglieder des Kunstvereins mit ihren Famllienangehörigen haben gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten freien Zutritt zu der Ausstellung. Für Nichtmitglieder beträgt der Eintrittspreis 50 H. Eine Liste zum Einschreiben von Beitrittserklärungen liegt offen. 18 ___D D°r 5 »r.lli9t1 Ä"’1 Gesangverein „Heiterkeit Samstag de« 7. Februar, Abends 7 Uhr 59 Min 22] Drei Zimmer, Küche mit Wasserleitung und Zubehör, zu oermiethen. Wtlh. Becker, vorm. G- Backofen, ___Bahnhofstraße- KecheWLLZ fort- radlcal. Beseitig, der Trunk- la sucht, mit,auch o. Vorwissen,zu ooll- IM ziehen, unt. Garant Keine Berufsstör. W ’äbr.: Privataust. f. Trttnksucht- kHleidende Villa-Christina, Post ^SLckingen. Briefen sind 20 Psg. Rückporto beizusügen![912 des Fechtverbands Gießen (bezw. Fechtclub) ZUM Besten armer Waisen findet Sonntag den 8. Februar Abends 8 Uhr in dem Saale von Steins Garten statt. Eintrittskarten sind int Vorverkauf zu haben: für Herren zum Preise von 1 bei den Herren G. Gerhardt, Lindenplatz, Ph. Weiler, Schulstraße, W. Wirsig, Seltersweg und G- Kretzschmar, Seltersweg für Damen ä. Karte 30 j bei deu Herren Gärtner Becker, Lindenplatz, F. Teipel, Marktplatz und bei R« Haas, Seltersweg. — An der Kaffe: Herrenkarte 1.50 A, Damenkarte 50 . 42ti Der Vorstand. Hi? *«4' '«ZÄ ,.*nie js. jM'n uni 3' Mull zu Ballkleidern, sowie Ballshawls empfehlen billigst Geschw. Heerz, 779______Neuenweg 7. Sauerkraut, selbst eingemacht, in ganz vorzüglicher Güte zu haben bei ■ Russisch Brod Feinstes Theegebäck [742 oon Rich. Selbmann, Dresden Lager b. Kaufm- E. Dort, Gießen Die Restbestände aus der Keller'schen ConeurSmaffe, bestehend aus Handschuhen, Pelz- und Federnbesatz, Schleiern, Spitzen, Posamentrien. Lützen, Ball- Neidern, Sammten, Pelüschen und Seidenresten, Wagendecken, Spitzendecken und Schonern, Spitzenstoffen zu Kleidern, Cor- setten rc. werden wett unter Preis ver- Aermiettzungen. 122] Durch Versetzung des Herrn Oberstlieutenant Ben bemann ist die Wohnung Ostanlage,Ecke der Wiesenstr. 2, bestehend aus 6 Zimmern mit Veranda und Garten, zum 1. April oder früher zu oermiethen. Näheres M Nordanlage, Dammstraße 1, 3. 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